______2060 in->8 Konart ~«Ä' t9e WC ’ ■5nii. 11118 StB r ^igsbrunnen. seckbrücke ib. Wt Wn. nete Küche. Bedikllllng. ingsM aickel. kein. ceten neuen Zellen n> . 3 JL - - l „ . • 3 f ch in dem Znabtn^aui er. Der Vorstand. Mtw ag 15. Rai. fruiuvdrurmta, sttrttU :tmtr 3 Stahl-, trett- und rfrtt« und Jiflöttt' Büh UtlittUiW1 rtt un-SttKaYMs- Ariagm detz »onlf** Mt etiiWirf*** WnOodlrflNg Mosel IsnpfHH»1101 ßpaunjJ^fcL ier’s lettische üeu- 8®-? litte‘t6 nel’Ost-A^ Jessen, Us Rr. 121 Drittes Blatt. Sonntag den 27. Mai 1«94 Der frirjcxct A»teig«r rrschnnt täglich, •tt lulnabmr brf Montags Dir Meßmer »«■UhilClth« »erben bein Anzeiger »schentllch brtieel brifdffl Siebener Anzeiger Kenerat-H^nzeiger. BiertHjelirifa A>eeef*fxtiyTrt* k. et vringerlohn. Lind) dir Post brz»^ 9 Kail 50 $f<. HAartten, EspedtN» unb Druckerei: Achn straße Mr L Ker,frecher 5L Aints- und Airzeigeblutt für den Kreis Gictzen. Hratisöeitage: Gießener Kamikienklätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» salgenden Tag erscheinenden Numme^bis vorm. 10 Uhr. totale» und provinzielles. Gielen, den 26. Mai 1894. •* Ernannt wurden: am 17. Mai der Gefangenwär er am LandeözuchthauS in Marienfchloß Valentin Sch äfe r mit Wirkung vom 4. Juni d. I. an zum Gefangenausseher an gedachter Anstalt- am 19. Mai der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Pfeddersheim Jacob Nicolaus Hemer zum Gerichtsvollzieher mit dem AmiSsitze in Mainz und der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Vilbel Jacob EgidiuS Reis zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in PfedderS» heim, beide mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts ihres DienstnachsolgerS an- an demselben Tage der Militäranwärter Nikolaus Hosfmann in WormS zum Kreisdiener bet dem Kreißamt Alsfeld. Der Getreidemarkt. Im Getreidegeschäft hat auf die Nachricht von den mannigfachen Schäden hm, welche die Maisröste den Saaten zugesügt haben, eine etwas bessere Stimmung Platz gegriffen. Roggen und Wrizen sind daher vielfach wieder ein wenig im Preise gestiegen unb auch Hafer hat von der wieder eingetretenen befferen Stimmung des Marktes profitirt. Immerhin bleibt noch abzuwarten, da sich diese Tendenz erhalten wird, es dürste dies wesentlich von der Feststellung des UmsangeS der Frostschäden bei den Saaten abhängen. An der Berliner Productenbörse notltten : Weizen per 1000 Kilogramm von 127—138 Mk., Roggen von 104 bis 114 Mk., Gerste von 90 bis 165 Mk., Hafer von 126 bis 164 Mk. 8 Homberg a. O., 25. Mai. Nachdem erst kürzlich Herr Oberförster Kutsch von Burg-Gemünden das seltene Jagdglück gehabt, einen 150 Pfund schweren Hirsch zu bekommen, gelang eS jetzt Herrn Fritz Eckstein von Grünberg gleichsalls einen kapitalen Hirsch zu erlegen. Die in hiesiger Gegend seltenen Thiere müssen auS angrenzenden Bezirken, darinnen Hirsche gehalten, hierher gekommen sein. F. AuS dem Kreise Friedberg, 23. Mai. Unsere Zuckerfabrik hat im Jahre 1893 17 Procent Dividende gezahlt, diese- Jahr mllffcn wir mit dem dritten Theil vorlieb nehmen, denn wir erhalten für den Gentner Rüben statt 1 Mk. nur 85 Psg. und außerdem lagern noch 15—20 000 Gentner Zucker, welche noch nicht verkauft worden sind, weil der Preis: 13 bis 14 Mark doch ein gar zu niedriger ist. Die Handelsverträge bringen uns nicht bloS schlechte Fruchtpreise, sie drücken auch btejenigen der anderen landwirthschaftlichen Erzeugnisse. In Betreff der Zuckerrübenindustrie wirkt aus I das Sinken der Preise noch mit, daß nicht weniger als • 14 Zuckerfabriken im Bau sind, die alle proSperiren wollen. Ende der achtziger Jahre galt der Zucker 26—30 Mk., heute gilt er 13—14 Mk., da werden die hohen Dividenden etwa- niedriger werden müssen. A AuS dem Kreise Alsfeld, 25. Mai. Das konstante Anhalten der seitherigen nichts weniger als fruchtbaren Wetterlage hat die zu Beginn des Mai sehr günstigen landwirthschaftlichen Aussichten erheblich zurückgehen laffen. Entgegen den optimistischen Mittheilungen aus anderen Gegenden, wie aus der Welterau, bleibt für uns die Thatsache bestehen, daß, wenn nicht bald Niederschläge und höhere Temperatur eintreten, wir einem ungünstigen Jahrgang wiederum entgegen gehen. Wohl ist der derzeitige Stand der Saat und des Grases entschieden bester, als um die gleiche Zeit des vorigen Jahres, allein zu wünschen bleibt bei solcher Wetterlage viel übrig. Da sehlt vor allem in den Thalwiesen daS dichte Grundgras, weil die Feuchtigkeit mangelt. Die einzelnen hohen Blüthen- und Grasstengel, die die einige Tage anhaltende ungewöhnlich hohe Wärme hervorgebracht, lasten wohl oberflächlich einen guten Grasbestand vermuthen, der aber beim Nähersehen sich als Täuschung erweist. Eine gute Heuernte steht bis heute mithin nicht zu erwartm. Auch wächst nach der ersten Schur das zweite GraS bei diesen ungünstigen Witterungsfactoren nicht nach, so daß vollständige Deckung deS Futtermangels nicht absehbar ist. Das Korn ist wohl üppig emporgewachsen, aber der Wetzen kann nicht heraus auS dem Boden, der so hart, daß er gesprungen ist. Ebenso bedarf die Sommersaat, Hafer und Gerste, der Niederschläge dringend. Sie ist sehr schön aufgegangen, aber in ihrem Gedeihen jetzt gehemmt. Die zum Aussetzen bestimmten Wurzelpflanzen, wie Dickwurz, Kohlrüben und Kiaut, müffen täglich begossen werden, sollen sie anders nicht zur Setzzeit noch zu unentwickelt sein. Ueberall mangelt der Regen, den wir in ausgiebigem Maße überhaupt in diesem Frühjahr noch nicht einmal erhalten haben. Tritt er in nächster Zeit ein, dann kann sich noch Alles in landwirth- schaftlicher Hinsicht bessern- bleibt er auS, bann werden die gehegten Befürchtungen sich leider erfüllen. Vermischtes. • Der steckbrieflich verfolgte Postasfisteat Ullrich von Leipzig, der rach Unterschlagung e ncr Summe von ca. JL 180,000 Illt Wnnoncen»Bunaur des In- und Auslandes nehm«» Anzeigen für b/, Uhr noch in Frankfurt gewesen sein dürfte, so liegt die Derrnuthung nahe, daß er noch nicht verhaftet ist, da kaum anzunehmen ist, daß Ullrich bis zum Nachmittag resp. Abend bereits bis nach Wu.siedel gelangt sein sollte.______________________________________ Sommerstoffe ä Mk. —.75 Pfg. o« Meter tn garen irt ächlfarbigen Waschftoffeu versenden in einzelnen Metern btrect an Jedermann. Erstes Deut^ohes Tuchversandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. 31., Fabrik-Depöt. Mo erulte Muster berettw'll git franco. 936 Feuilleton. Noch einmal? P,n Harry Eck. lNachdruck verboten.) Die Großmutter saß im Stübchen am Fenster unb blickte hinaus tn bas bämmernbe Licht. DaS Abenbgold stuthete über die stille Erbe unb Friebe lag über ber Natur. Friebe warS auch um sie her, nach manchen harten Stürmen, die ja keines Menschen Leben verschonen. Die Erinnerung an so manches, baS einst sie erfreut ober betrübt, erhob sich au« betn bäntmernben Zwielicht vor ihrer bewegten Seele. Ach, wie oft hatte sie den Lauf ihres Lebens vor dem geistigen Auge vorüberziehen lassen- jene himmelstürmende Freude, als sic nach hartem Kampfe der Entsagung endlich doch dem Geliebten angehören durfte. Die selige Zeit des Mutterglücks, als sie in die klaren Augen ihres Erstgeborenen blickte. Und bann an bie Zeit ber Schmerzen, beS Herzbethörenden toilben Wehs, als sie den geliebten Mann zur letzten Ruhe gebettet. Da hatte sie gemeint zu sterben. Aber baS menschliche Herz bricht stückweise. Nicht bieseS Leib, so schwer ihr Herz daran getragen, mar«, daS sie später daS herbste nannte, sie sollte noch größeres erfahren. Um ihrer Kinder willen hatte sie die Kraft gesunden, daS Leben weiter zu tragen - sie waren ihr ein theurcS 83er« mächtniß des geliebten Todten- Paul, ihr Liebling, mit den braunen treuen Augen seines DaterS, unb Mariechen, bas btonbe feine, ihr eigen Gbenbilb. Paul war Soldat geworden, ein stolzer, schneidiger Soldat. Wie glücklich lächelten die alten Augen bei dem Gedanken. Seelengut war er, er hatte sein liebstes Spielzeug hingegeben, die leicht entfeffeltcn Thränenftröme seines Schwesterchens versiegen zu sehen- doch ein heißes, aufbrausendes Blut floß in seinen Adern, das der Mutter bange Befürchtungen unb Sorgen erweckte. Er hatte sich nie beherrschen können, unb wie sie gefürchtet — es war sein Verberben geworben. Sie wußte eS noch, als sei eS erst gestern geschehen. Wie heute hatte sie gesessen unb in ben Abendhimmel hinauSgesehen - die Sonne sank soeben hinter den Hügeln, daS Abendroth fluthete am Horizont feurig roth und tönte sich weiter hinauf Heller ab, bis zum herrlichsten Gold. Ihr war so leicht umS Herz gewesen, ein seliger Friede wehte um sie. Da war die HauSthür aufgegangen, ein Schritt ertönte, so hastig unb stürmisch, — warum stockte ihr plötzlich ber Herzschlag — war eS, baß ber Schritt ihr so bekannt vorkam? — Da hatte sich bie Thür geöffnet unb Paul, ihr Liebling, stürzte zu ihren Füßen nieder. „Mutter, Mutter," stieß er hervor, „Dein Sohn ist verloren I" Ein tiefe«, qualvolle« Stöhnen entrang sich der keuchenden Brust. Entsetzt hob sie da« Haupt ihre« Lieblings empor unb gewahrte bie Tobtenblaffe, bie barauf lagerte- die Züge waren verzerrt, in ben Augen loderte eS wild. „O Mutter," schrie er noch einmal auf, „Dein Sohn ist zum Mörder geworden!" Da hatten die Kräfte sie verlassen, ganz plötzlich, sie war umgesunken. Er aber sprang auf unb erhob bie gefalteten Hände zum Abendhimmel empor: „Du Allgütiger, erbarme Dich und sende Deinen Blitz hernieder, mich Unglückseligen zu vernichten, ber ich so viel Glenb auf bas Haupt meiner Mutter gebracht." Sie war bann roieber zu sich gekommen unb hatte versucht, ihre wirren Gedanken zu sammeln, e« galt ja, einen Weg ber Rettung zu ffnben für ihren unglücklichen Sohn. Er kniete nteber, lehnte baß Haupt in ihren Schooß unb er« zählte ihr, wie e« gekommen. Unzusammenhängenb wurde Satz um Satz herauSgestoßen, boch sie verstaub so viel, baß sein Vorgesetzter ihn im Der« bacht gehabt, bei einer ehrenrührigen Sache beteiligt gewesen zu sein unb baß er ihn vor den Kameraden darüber befragt - seine Antworten hatten den sonst wohlwollenden Ofsizier auf« 1 gebracht, böse Worte waren gefallen und Paul, in der furcht« I barsten Erregung, hatte angelegt und abgedrückt, ohne zu wissen, toaß er that. Eist als er den Getroffenen blutend vor sich liegen gesehen, war ihm baß Geschehene zum klaren Bewußtsein gekommen, er hatte baß Gewehr hingeworsen unb war geflohen, ehe bie vor Entsetzen gelähmten Kameraden ihn hatten halten können. „Ich bin bet der Mutter," hatte er geschloffen, „mögen sie nun kommen und mich holen, habe ich Dich doch wieder gesehen!" Sie war da stumm hlnauß« gegangen, ein Gedanke war in ihrer Seele aufgestiegen, ließ sich der verwirklichen, so konnte sie aus Rettung hoffen. Wie findet doch Mutterliebe noch wunderbare Außwege, wo alle Hilfe fern, alle Hoffnung Thorheit erscheint. Zu dem Nachbar, dem alten Schulmeister, war sie gegangen; sie wußte, er hatte für seinen ungeratenen Sohn eine Fahrkarte nach Amerika, dem Lande der Freiheit, gelöst und daß Schiff stach noch heute Abend in See. Wenn sie diese kleine Karte erlangte, so war daß Leben ihreß Sohne« gereitet. Sie hatte sich dem alten Manne entdeckt, zu seinen Füßen hatte sie gelegen und ihn angefleht um seinen Beistand: „Mein und meine« Sohneß Leben liegt in Ihrer Hand," hatte sie gesagt und daß war reine lautere Wahrheit. Da war er schweigend zu dem kleinen Pult gegangen, hatte daß werthvolle Kärtchen heraußgenommen und dazu bie Papiere, alleß lag ja bereit, unb beides in ihre Hand gelegt. Ihren Dank hatte er abgewiesen, nur schweigen solle sie über das, was vorgefallen zwischen ihnen, unb bie Thränen waren ihm in den grauen Bart getropft. Wie war sie ba geeilt, ihm die Rettung zu bringen! Furcht unb Hoffnung im Herzen - Furcht, baß es noch mißglücken könne, Hoffnung, baß er, der Höchste, sie nicht ber« laffen werde, er hatte ja soweit sichtdarlich geholfen. Sie hatte ben Sohn noch an ihrem Lehnstuhl fnieenb gefunben, ben Kopf in die Kiffen gebrückt in bumpfem Hinbrüten. Er sah sich verloren, ber Gebaute raubte ihm Kraft und Muth; wäre man ba gekommen, ihn abzusühren, er wäre gefolgt, willenlos — hoffnungslos. Er merkte nicht, daß bie Mutter heimgekommen, sie ging ab unb zu, bereitete alleß zu feiner Flucht — er sah unb hörte nichts. (Schluß folgt.) Annah" jchkndcn D. Herzo heute si Mrrhö Lunche c $ feffio nommtn 8t. rtnberufe beschiss diesem Markb Hardi 81 Volks Fortsetz in den wenige' tagSabl nach t)i $ im Re Ausnc 5 HUhener rrlch''"' B «u-' Moi Dir ( toerbtn t Vöchrntli teil bett.: Vo 2. Juni letzten 2 thümern offen gel Ich maßigkei vorzubrii btzüglichl mmach Gi ftönb ur N. hatte si< das des karte ui Tapitän geh, laumen i Da iuriickgek Nnun( w hatte n sollte - Hin b's feg « Irina Pfad?. . T wie sie Donner Ae h, 'hrin Stu,,,, . Hie Hfnt 2 dir Z **1' Retationi «. Scheyda. - Druck «nd Verl«, -er Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 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Frankreich überraschte die Welt mit dem Rücktritt des Ministeriums Casimir Perier, dem man allgemein eine g.ößere Beständigkeit, als den vorausgegangenen Cadineten, zugetraut hatte und für Wien und Pest bildet fortgesetzt die ungarische Ctvilehe-Gesetzvorlage einen unberechenbaren Faktor, da die Opposition nach Möglichkeit bemüht ist, hierdurch den gegenwärtigen Letter des ungarischen Staatsschtffes zu Fall zu bringen. Wenn unsere Cffectenmärkte durch diese Ereignisse auch kaum direct in Mitleidenschaft gezogen werden, so würden sie doch zweifellos zu einer anderen Zett dadurch in ebhafte Bewegung versetzt worden sein, während sie sich heute angesichts der herr- chenden Lustlosigkeit ganz unempfindlich gegen politische Vorgänge zeigen und ihre Teilnahme lediglich in noch verschärfter Zurückhaltung zum Ausdruck bringen. Selbst die Contremineure wagten nicht aus der augenblicklichen Lage Vorthetl zu ziehen und man begnügte sich deshalb in der Hauplsache damit, die Festsetzung der Course jenen des Auslandes anzupassen. Eine Ausnahme von der Geschäftslosigkeit machten nur die dreiprocentigen reutschen und preußischen Anleihen. Durch die nun schon so lange an allen europäi- chen Börsen anhaltende Geldfülle, die zum größten Thetl auf die geringen Anforderungen von Handel und Industrie zurückzusühren ist, tritt überall lebhafte Nachrage nach erstklassigen W.rlhpapieren hervor, welche tm Lause der letzten Zeit eine ansehnliche Vertheuerung aller hierbei in Betracht kommender Staatsanleihen zur Folge gehabt hat. So haben die 2»/« procer.ttgen englischen Consols, die dreiprocen- tigen Renten von Frankreich, Belgien und Holland den Partcours bereits wesentlich überschritten und in Paris fürchtet man ichon, daß bald eine Converttrung der dreiprocentigen Rente in einen niedrigeren Zinsfuß erfolgen werde. Selbst Papiere von entschieden geringerem inneren Werth, als unsere deutschen Fonds, wie die dreiprocentigen Russen, werden in Frankreich höher bewerthet, als wir in Deutschland unsere eigenen Anleihen bezahlen. Es kann deshalb nicht befremden, daß sich endlich die Aufmerksamkeit des fremden Kapitals auf die deutschen Fonds richtet, welche nur durch die sich von Jahr zu Jahr wiederholenden neuen Emissionen in ihrer Coursenlwtckelung zurückgeblieben sind, so daß sie heute noch einen Preis inne haben, der tm Vergleich mit jenen fremden Titeln entschieden als billig zu bezeichnen ist und der außerdem noch eine ansehnliche Gewinnchance ; in sich birgt. Diesen Umstand scheint man namentlich in London erwogen zu haben, denn von dort liefen im Laufe der Woche zahlreiche Kaufordres ein, die nur durch eine Preiserhöhung von etwa einundeinhalb Procent auszuführen waren. Da bis jetzt in England nur die 1891er Stücke nottrt werden, in Berlin und Frankfurt ■ aber zwischen den einzelnen Jahrgängen kein Unterschied gemacht wird, so war die Lieferung häufig mit Umständlichkeit n verknüpft. Um dem abzuhelfin, soll die l Zulassung aller vorhandenen Emissionen zur Londoner Börse beantragt werden, was für die zukünflige Coursgestaltung unserer Anleihen nur von Vorthetl sein kann. In Folge der Preiserhöhung der dreiprocentigen Consols verbreitete sich in Berlin das Gerücht, daß die preußische Regierung ernstlich an die Ztnsherabsetzung l der vierprocenttgen Anleihen denke. Wenngleich keine innere Wahrscheinlichkeit hierfür vorliegt, zumal man sich in maßgebenden Kreisen wohl bewußt ist, daß dadurch J ein großer Thetl des deulschen Kapitals zu höher verzinslichen Anlagewerthen von mehr oder minder zweifelhafter Qualität hingedrängt werden würde, so würde doch 1 dadurch ein empfindlicher Coursdruck ausgeübt. I geschützt. Mainz Sämmtliche Kurzwaaren sind wieder in vorzüglichen Qualitäten zu bekannten billigen Preisen vorhanden. Watten für Schneider wieder Haus mit Garten, Diezstr. 5, ist zu verkaufen Näheres «. «leeS, Süd-Anl. 18. 4298 1 dreitheiliger, großer, wird billig abgegeben 4413 von Emil Fischvach. Dinner Pilis (Pilulae purg-ativae) ärztlich wie durch Presse empfohlen, wirken blutreinigend und leisten vorzügliche Dienste gegen Hämorrhoidalleiden, habituelle Verstopfnng, Magenbeschwerden und Leberleiden,ohneLeibschneiden zu erregen. In Apotheken erhältlich, wenn nicht, veranlasst Fabrik von Apoth. E. Hupertz u. Co in Köln a. Rh- die Zusendung durch Depot. Man achte auf Schutzmarke „Löwe von Luzern“ und Namenszug. Preis Mk. 1[1471 Course der Frankfurter Börse. Gesetzlich Weingrosshandlung, 3691] BiSmarckstratze 10, S. Gt., 6 Zimmer mit allem Zubehör per An- ang Juli zu vermiethen______________ 3831] Mansarde, 3 Z. nebst Zubeh., per sofort zu vermiethen. 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Ueber die weitere Entwickelung der italienischen Verhältnisse besteht immer noch die alte Unsicherheit. Zu der nunmehr tm Parlament begonnenen Berathung der Ftnanzreformvorschläge hat sich eine solch große Anzahl von Rednern gemeldet, daß eine mindestens vterzehnlägtge Dauer der Debatten in Aussicht genommen ist. Soviel sich heute übersehen läßt, wird die Mehrzahl der Reden gegen das Regterungsprogramm gerichtet sein; dessenungeachtet glaubt man aber doch an den Sicg Somcino'e, da keine der Parteien bis zur Stunde Gegenprojecte eingebracht hat, wclche mehr Aussicht auf Verwirklichung besitzen. Die Verschmelzung und Wteder- aufrlchtung des Credito Mobiliare und der Banca Generale ist nach den neuesten Zeitungsberichten endgtlttg gescheitert und die Liquidation des Mobiliare, dessen Moratorium am 28. Mat abläuft, somit unabwendbar geworden. Die Versuche zur Reconstrutrung der Banca Generale sollen noch fortgesetzt werden. Auch über den Stand der Verhandlungen wegen Verpachtung des Alkoholmonopols lauten die Nachrichten sehr widersprechend. Bald heißt es, die Unterhandlungen seien vollständig abgebrochen, bald die Unterzeichnung des Vertrages mit dem englischen Consorlium stehe unmittelbar b.vor; und wieder Andere wollen wissen, daß eine Gruppe Berliner Banken und Bankiers sich um die Erwerbung des Monopols bemühe und zum Studium der Angelegenheit einen Vertreter nach Rom gesandt habe. Trotz dieser Ungewißheit vermochte die 5procenttge Rente doch einen Thetl ihrer vorwöchentltchen Einbuße wieder einzuholen. Außerdem sind noch österreichische und ungarische Werthe als höher zu erwähnen, wozu namentlich der Umstand beitrug, daß die Rothschtld- gruppe die jüngst übernommenen 12 Millionen Gulden Goldrente bereits vollständig verkauft hat. Für Spanier sandte Parts bessere Notirungen, da sich die Bank von Spanien tm Pcrncip damit einverstanden erklärt hat, daß die am 30. Juni fällig «art Lchteenbecker, Maurermeister, werdenden Schatzbons erneuert werden. Ohne daß groß. Umsätze darin stattfanden, 04801 gewannen die beiden 4>/sprocenttgen portugiesischen Ersenbahn-ObUgatronen etwa 8 60 Bt8 roä^enb die Staatsanleihen vernachlässigt blieben. Mexikaner lagen matt. ® E°ll WemtfdZ auf ®^el6ölb?r«Stwmbe6teaeroärti‘,™C9Una ““ d°s G°ld°g'° mit j-d-m z^v NähÄerweg 44?' L.Ärnhard^ ^schält in deutschen Bankactien war recht still und brachte nur ganz «01\ ü 0 m * geringe Comsvariationen mit sich. Die größte Einbuße haben Berliner Handels- 2148] In meinem Neubau, Ludwigs- gejellfchasts-Anthetlschetne in Folge der serbischen Vorgänge zu verzeichnen. Unter straße, find per 1. Juli d. I. d elegante den österreichischen fallen Creditactien auf, welche durch die flaue Haltung der Wiener Wohnungen von je 7 -oiwmern, Bade- Börse drei Gulden verloren haben. Die übrigen Werthe sind wenig verändert. CnprmtPtbn Auf dem Bergwerksgebtet herrschte Anfangs der Woche günstige Meinung sonstigen ^^emlichkeiten, zu o^rieth.n fQv Kohlenactten auf die Annahme, daß der große Strtke der Kohlenarbeiter in ----__ ^.Eioet^Ludwlgsnratze. _ Pennsylvanten vielleicht zum Bezüge englischer Kohlen nöthigen könnte, bei en Con- 3354] Logt-, 2.^Stock, 5 Zimmer currenz gegen das deutsche Product dadurch nachlassen müßte. Als aber bekannt *** - — wurde, daß die preußische EtsenbahnverwaUung die Syndicatsforderung für Locomotio- kohlcn entschieden abzelehnt habe, veränderte sich die Stimmung und die tonangebenden Papiere schlugen weichende Richtung ein. Hierdurch wurden dann auch Eisen» actien in Mitleidenschaft gezogen, so daß die Ermäßigung des nordamertkantschen Einfuhrzolles auf Roheisen um ein Drittel ganz unbeachtet blieb. ,~xvj D„H,.vn w y»». Dagegen profiltrten Schifsfahrtsactten durch die Meldung einer eng- mer und Zubehör, im Hinterhaus zu ver- ltschen Zeitung, daß die amerikanische Zolltartfieformbill noch tm Laufe des Junt Neustadt 15, in Kraft treten, werde. Deutsche Etfenbahnen waren gut behauptet; inHesfischen ~ 35531 Darterrewohnuna ver sofort Ludwtgsbahnactten sollen Metnungskäufe ausgeführt worden sein tn der Erwartung, • - baß das tn Mainz statifiadende Schützenfest größere Mehreinnahmen aus dem Personenverkehr dringen werde. Von dem österreichischen wurden nur Staatsbahn '•■um I SnniA nr,n 4~ü~ht^pm.. Qithpft tn nennenswerthen Umsätzen bei rückläufigen Coursen gehandelt. Für die tm 2 (Storf oer 15 Juli ,u vermietben' lchwetzertschen Linien bleibt die gute Meinung bestehen, insbesondere, erfreuten sich tm 2. Stock, per 15. Jutt zu vermiethen. diesmal Jura - Simplon der Gunst des Publtkums. Das Tribunal tn Lausanne ° .. ' sprach der Gesellschaft die Berechtigung zur vorzeitigen Kündigung der vierprocenttgen 3002] Wohnung (12 JL monatlich) Prioritäten zu und eS ist deshalb zweifellos, daß dieselbe demnächst auch ausgeführt ' """" " ""__ »..... werden wird. Italienische Bahnen waren vernachlässigt. ‘ „ - Geld hat sich unverändert leicht gehalten und ist jetzt schon für die Ultimo- H. Rolh, Löwengasse 24. Liquidation zu billigen Sätzen angeboten. 4448] Schöne Familieuwohnung, 3 Zimmer mit all. Zubehör p 1. Juli zu oerm. ___Gg. «rast, Wetzsteingasfe 42. 4372] ArcnndlicheS FamtlienlogiS tm Vorderhause, Schloßgasse 9, zu oerm. 4385] «leine Wohnung zu ver, miethen. I. Lein, kl. Mühlgasse 3. 4239] Ein Logis tm mittl- Stock, 5 Zimmer mit Bodenkammer, Wasser- leiiung, per 1. Juli zu vermiethen. Näh ___I. «lein, Brandgasse 2. 3102] Weftanlage 17, Bel - Etage per 1. Juli dS. Js. zu vermiethen. ö9u9] Ein Logis zu vermiethen. Metzger Hofmann, Wallthorftr. 13. 3027] Wegzugshalber ist der 2. 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