^hft ■.aSxS ’SS.ÄSJs sÄfeS renbeSßoraMl?>fl'f}fUfr= Hetzen aut btJ?SMt mich, ?W üuferleaten 2^bMig S?Xf?ä St "Ä S,“0*« v» nd L L V M Eichungen. M«WW U, 2. »Ä E.Mttammr 2^i «ui Wunsch am fofoU oder später jll er !ovYstratze S0r em Logis, U| aer rc.zu vermiet^ Ae Stube mit ZubrhSr a° eine Person zu verwiethen. . r-opdaih, Neuen Aue 7. Nn neuhergerichtetes Familien. vermiethen. Connenitr S. In meinem neuerbanten Hause, ahe 27, find drei Wohnungen ji en. Phil, Hohmeytt. Ein Logis zu oemirthen bei schreiner -eß, KoplanSgaffe 2). Bahnhofstraße 51 Bel'Etage, er Inebst Zubehör per 16. April Kat. in tyiS jti o.-rmethen Mcngasse 1. nLogtS,<-öZimmerMÄn S vermiethen. . »üAer, LieiMa^r L. 3ÄÄ^ weite Stock, b Ummer. 1 K» um« u.s.w-. alsbald ob- W WtW 1r Wohnung Mi tz Ummern mit Zubehör n tiuna aus 1. April zu oermlM tz, «ülltts Schillerstrabe Wohnung, i Zimm«. auMrl riethen. 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Alle Annoncm-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Nachfuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen^ betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche aus Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvoll- ständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-fteiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z B. mit Mcksicht auf das Lebens- alter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinaus- geschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbstgeschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind solgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) Einwilltgungs - Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen actioen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; 0 ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen mllitärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ooer ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmllich nach Schema 18 zur Wehr-Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfungs-Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Freiherr v. Gemmingen. Aus Anlaß der allerhöchsten Geburtstagsfeier Sr. Maj. des Kaisers bleibt das Ortsgericht Gießen morgen Samstag, den 27. Januar, geschlossen. Gießen, den 26. Januar 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Unseres Kaisers Geburtstag. Auch in diesem Jahre wird Kaisers Geburtstag in altgewohnter Weise gefeiert werden. Die Häuser werden festlich beflaggt, die Truppen erscheinen in Parade, in Stadt und Land vereinigen sich die Wohlgesinnten, um bei Speise und Trank ihres Herrschers zu gedenken. Gar manches Hoch auf den Kaiser ertönt, so manche- „Heil Dir im Siegerkranz" schallt durch die Festräume. Und viele Festgenossen legen sich Abends mit dem Gefühl schlafen, dadurch wieder einmal für ein Jahr ihre Liebe zu dem angestammten Herrscherhause bewiesen zu haben. Ist dies kein Selbstbetrug? Soll die Kaisertreue nur bei schäumenden Gläsern, in schwungvollen Reden und Liedern zum Ausdruck kommen? Verträgt sie sich mit dem fortwährenden Nörgeln und Schimpfen, in welchem sich viele der Festgenossen sonst das ganze Jahr über ergehen? Wir haben durch unsere Verfassung das Recht, Maßregeln der Regierung, mit denen wir nicht übereinstimmen, zu tadeln und zu bekämpfen. Aber das soll niemals in gehässiger und niedriger Weise geschehen. Wir dürfen die Rechte des Volkes gegenüber der Krone, wie sie durch den leitenden Staatsmann vertreten wird, vertheidigen 'und die Interessen der ärmeren Volksklassen vor der Uebermacht des Capitals in Stadt und Land beschützen. Aber wir sollen niemals die Volksleidenschaften aufrühren, sonst könnten wir einst in bitterer Reue klagen: „Die ich rief die Geister, werd' ich nicht mehr loS!" Vor allen Dingen müssen wir aber die Person des Kaisers bei all diesen Dingen möglichst unberührt lassen. Wenn das Afterreden und Verleumden unter aller Umständen eine Schmach ist, so wird sie noch schmachvoller, wenn sie sich gegen die Person des Kaisers richtet. Aber wie viele machen sich kein Gewissen daraus, allen möglichen 'Klatsch weiter zu verbreiten, um sich als die Wissenden auszugeben oder mit hohen Verbindungen wichtig zu thun. Das ist nicht nur leichtfertig, sondern ehrlos, umsomehr als dadurch aller Jmpietät Bahn gebrochen und das Wohl des Vaterlandes untergraben wird. Es war jedem Einsichtigen von vornherein klar, daß es der Nachfolger des allgeliebten Kaisers Wilhelm L, jenes im Leiden gereiften und {mit Erfolgen gekrönten Heldengreises, nicht leicht haben werde, ebensowenig als der Nachfolger des eisernen Kanzlers. Und nun kann es die große Mehrzahl des Volkes doch nicht lassen, fort und fort höchst überflüssige und meist unzutreffende Vergleiche anzustellen und sich in oft kleinlichen Nörgeleien zu ergehen. Darum, ihr Vaterlandsfreunde und ihr Kaisertreuen aller Parteien und aller Volksschichten, laßt uns eins werden in dem Gelübde: wir wollen Alles meiden, was unserem Kaiser seine schwere Bürde noch schwerer machen muß,- wir wollen Alles thun, was ihm dieselbe erleichtern kann. Die Treue zu Kaiser und Reich ist ein Pflänzchen, das in unseren Tagen sorgfältig gepflegt werden muß- hüten wir uns, daß wir nicht in Leichtfertigkeit oder Uebereilung dazu beitragen, dieses Pflänzchen zu vernichten. Mag uns auch Manches von einander trennen und mancher Kampf zwischen den verschiedenen Parteien nöthig sein, wir wollen in diese Kämpfe, wenn wir uns um des Gewissens willen ihnen nicht entziehen dürfen, in besonnener, ritterlicher Weise eintreten, auch den ehrlichen Gegner achten und mit ihm fest zusammenstehen in der Liebe zu Kaiser und Reich! Deutsches Reich. Darmstadt, 25. Januar. Das costümirte The dansant, das gestern Abend 8 Uhr im Großh. Palais am Louisenplatz stattsand, war durch eine reiche Fülle trefflicher und kostbarer Charactercostürne ausgezeichnet. Es wurde durch eine Polonaise eröffnet, worin die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften in nachstehender Reihenfolge erschienen: S. K. H. der Großherzog mit I. Kaiser!. H. der Herzogin von Sachsen-Coburg-Gotha, S. K. H. der Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha mit I. K. H. der Prinzessin Victoria Melita von Sachsen-Coburg-Gotha, S. K. H. Prinz von Rumänien mit I. K. H. der Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, S. H. der Erbprinz von Sachsen-Meiningen mit I. K. H. der Prinzessin von Rumänien, S. Gr. H. der Prinz Wilhelm mit I. Gr. H. der Prinzessin Alix, S. H. der Prinz Albert zu Schleswig - Holstein mir I. K. H. der Prinzessin Alexandra von Sachsen-Coburg-Gotha, Fürst Löwenstein mit Prinzessin Solms-Braunfels, Fürst Solms- Lich mit Fürstin Löwenstein, Prinz Solms - Braunfels mit Fürstin Solms-Lich, Graf Erbach Fürstenau mit Gräfin Görtz, Graf Görtz mit Prinzessin Löwenstein, Prinz Löwenstein mit Prinzessin Solms - Braunfels - Tochter, Graf Elias Erbach- Fürstenau mit Prinzessin Ltch I., v. Okolicsanyi Exz. mit Prinzessin Lich II. Im Verlauf des Festes wurden u. A. zwei Quadrillen getanzt, eine Blumenquadrille und eine sog. skirt dance; besonders letztere erregte bei vorzüglicher Ausführung und entsprechend musikalischer Begleitung, die von der Capelle des 1. Großh. Jnfanterie-(Leibgarde-)RegimentS Nr. 115 gestellt wurde, allgemeine Bewunderung. Um 11 Uhr wurden die an Büffets aufgestellten Erfrischungen genommen. Gegen 2 Uhr war das prachtvolle Fest zu Ende. — S. Kgl. H. der Herzog, I. Kaiser!. H. die Herzogin und J.J. K.K. H.H. die Prinzessinnen Victoria Melita, Alexandra und Beatrice von Sachsen - Coburg - Gotha werden heute Nachmittag 12 Uhr 42 Minuten mit Gefolge nach Coburg zurückreisen. Berlin, 25. Januar. Hoch über den sonstigen Ereignissen der Woche stehen von wirklich allgemeinem Interesse jene Vorgänge, welche die völlige Aussöhnung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck als eine kaum mehr zu begreifende Thatsache erscheinen lassen. Vielleicht, daß der schönen Friedensmtssion, welche der kaiserliche Flügeladjutant Graf Moltke soeben im Schlosse zu Friedrichsruh zu erfüllen hatte, der signalisirte Besuch des Altreichskanzlers am Berliner Hofe zur Stunde nachgefolgt ist, wenigstens waren im Berliner Residenzschlosse die Zimmer zur Aufnahme des erwarteten Gastes schon seit einigen Tagen in Bereitschaft gesetzt. Selbst wenn aber Fürst Bismarck aus Gesundheitsrücksichten genöthigt sein sollte, den Besuch in Berlin, zu welchem ihn der Kaiser in so liebenswürdiger Weise einladen ließ, noch aufzuschieben, so würde dies an der Bedeutung und Tragweite des jüngsten versöhnlichen Schrittes, den der erlauchte Monarch gegenüber dem früheren Kanzler gethan, gewiß Nichs ändern. Offenbar hat man in dem ganzen Vorgänge die Fortsetzung und den Abschluß des Werkes zu erblicken, welches durch die Günser Depesche des Kaisers nach Kissingen im vorigen Jahre eingeleitet wurde, und wenn jetzt wie damals die Initiative zur Beseitigung der bislang zwischen dem Herrscher und dem ehemaligen leitenden Statasmanne bestandenen Differenzen vom Kaiser ausging, so kann diese Wahrnehmung die freudige Genugthuung, welche in weiten Kreisen der deutschen Nation anläßlich der erneuten Wiederannäherung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck herrscht, nur erhöhen. — Ueber die Vorgeschichte der Entsendung des Grafen Moltke nach Friedrichsruh liegen bereits zahlreiche Mittheilungen vor. Es scheint, daß der Kaiser diesen Schritt schon vor einigen Wochen erwogen hatte und daß dann beim jüngsten Ordensfeste der definitive Entschluß zu seiner sofortigen Ausführung gefaßt wurde. Ob die Anwesenheit des Grafen Herbert Bismarck auf dem Feste mit den Entschließungen des Kaisers in irgendwelchem Zusammenhang stand, mag dahin gestellt bleiben. Der Monarch hat es hierbei allerdings vermieden, das Wort an den Sohn dealten Kanzlers zu richten, dagegen wurde Graf Bismarck Seitens der Kaiserin, sowie der Prinzen Heinrich und Friedrich Leopold durch Ansprachen ausgezeichnet. — Unmittelbare politische Folgen sind indessen selbst von einer vollständigen Wiederverständigung zwischen dem Kaiser und dem Ex Kanzler schwerlich zu erwarten, namentlich muß die Möglichkeit einer Rückkehr Bismarcks ins Amt als gänzlich ausgeschlossen betrachtet werden. Wohl aber darf man von einer freundlicheren Gestaltung der persönlichen Beziehungen des Monarchen zu seinem früheren ersten Berather eine günstige Einwirkung auch auf die deutsche Politik erwarten, besonders, wenn erst bei dem signalisirten Wiedererscheinen des Fürsten Bismarck in Berlin eine gründliche Aussprache zwischen ihm und dem jetzigen Reichskanzler stattgefunden haben wird. Jedenfalls sind die Zeiten ganz danach ange- than, daß man an maßgebender Stelle in Berlin den erfahrenen Rath eines Bismarck in den inneren wie äußeren Angelegenheiten des Reiches gut gebrauchen kann. München, 24. Januar. Kammer der Abgeordneten. Der Antrag des Abgeordneten Daller, betr. die Abstellung des Duells, wurde mit den Stimmen des Centrums, der Socialdemokraten und der Mitglieder des Bauernbundes gegen die der Liberalen angenommen. Der Kriegsmiuister Freih. v. Asch hatte vorher erklärt, wenn ein Landwehr- bezirscommando die Belassung eines Offiziersaspiranten in der Liste von der vorgängigen Erklärung abhängig mache, daß der Betreffende sich gegebenen Falles duelliren würde, so geschehe dies nicht auf Grund einer bestehenden Vorschrift, sondern aus eigener Initiative. Karlsruhe, 24. Januar. Die Großherzogin ist an der Influenza erkrankt und hütet seit gestern das Bett. Die Krankheit tritt bis jetzt milde auf. Köln, 24. Januar. Wie die „Kölnische Volkszeitung" erfährt, hat die englische Regierung die Einreichung von Lieferungsofferten auf ein neues Kriegsschiff von 15 000 Tonnen Deplacement eiugefordert. Ausland. Paris, 24. Januar. Gegenüber auswärts verbreiteten Nachrichten erklärt eine den Journalen zugegangene halb' amtliche Note, daß die Verhandlungen wegen des Wein- zolles zwischen Oesterreich und Frankreich noch fortdauern. Deutscher Reichstag. 35. Sitzung. Donnerstag den 25. Januar 1894. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Abzahlungsgeschäfte. Abg. v. Buchka (cons.) erklärte sich mit den wesentlichen Bestimmungen des Entwurfes einverstanden und bemängelte nur, daß die eingetragenen Kaufleute dem Gesetze nicht unterworfen werden sollen. Er empfiehlt Erledigung der Vorlage ohne vorherige Ueber- weiiung an eine Commtsfion, da der Entwurf schon früher das HauS beschäftigt hat. Abg. Spahn (Ctr.) ist damit einverstanden, obgleich seine politischen Freunde wettergehende Wünsche haben und insbesondere den Haustrbandel beschränkt wissen wollen. Sollte die Vorlage doch noch einer Commission überwiesen werden, so würde er sich bezügliche Anträge vorbehalten. Abg. Lenzmann (frs Volksp.) stimmt dem Anträge im Allgemeinen gleichfalls zu; da in diesem Jahrhundert auf das Zustandekommen des Retchscivilgesetzbuchs doch nicht mehr zu rechnen sei, empfehle es sich, hier selbstständig vorzugehen. Andererseits dürfe man auch in der Beschränkung der Abzahlungsgeschäfte nicht zu wett gehen, da die Notbwendigkeit dieses Geschäftsbetriebes außer Zweifel sei. Bezüglich der Regelung der Entschädigungsftage behält sich Redner einen Abänderungsantrag zur zweiten Lesung vor. Abg. Dr. Enneccerus (natl.) erklärt, daß seineFreunde'zwar im Wesentlichen mit dem Entwürfe einverstanden seien und eine sorg- iame Prüfung befleißen in einer Commission für geboten erachteten. Vielleicht hätte man die Verwtrkungsclaufel nicht ganz zu beseitigen brauchen, sondern auf einen Procentsatz des Restes der Kaufsumme beschränken können. Das Verbot des S 7 möchten seine Freunde schlechthin auf alle Werthpaptere ausgedehnt wissm. Abg. Werner (Ref.-Partei) begrüßt die Vorlage mit Genug- thuung. Die von seinen Freunden gewünschten Aenderungen erforderten keine Commissionsverwetsung. Zu den Abzahlungsgeschäften mütztm auch die Viehleihgeschäfte gerechnet werden, durch welche jetzt die Bauern ruinirt mürben. Die Höhe ber Entschädigung sollte anstatt durch Richter durch Commissionen von Sachverständigen festgesetzt werden. Abg. Auer erklärt, daß die Socialdemokraten ausnahmsweise auch mal in der Lage seien, für eine Regierungsvorlage zu stimmen. Gegen unreelle Concurrenz müßten die Kletngewerbtretbenden geschützt werden. Gegen den Ausschluß aller Werthpapiere vom Vertrieb der Abzahlungsgeschäfte habe er nichts einzuwenden. Angesichts der vielfachen Betrügereien könnte auch die Strafe für Ueberttetung eines solchen Verbots noch erhöht werden. Erwünscht wäre eine Bestimmung, wonach bei Versicherungsgesellschaften die Police nicht schon bei Nichtzahlung einer einzigen Prämie für ungültig erklärt werden kann. Die zweite Lesung des Entwurfs findet demnächst ohne vorherige commifsarische Vorberathung im Plenum statt. Es folgt erste Berathung des Gesetzentwurfs betr. den Schutz von Waarenbezeichnungen. Abg. Roeren (Ctr.) billigt den Entwurf im Allgemeinen und bat nur Bedenken gegen gewisse Bestimmungen darüber, was zu geschehen habe, wenn ein angemeldetes Waarenzeichen bereits früher, auf Antrag von anderer Seite, eingetragen sei. Abg. Dr. Hammacher (natl.) findet den Grund dafür, weshalb wir bisher nicht genügenden Schutz gegen concurrence döloyale hatten, weniger in unserer Gesetzgebung als in der Anwendung der- telben. Bei Concurrenz eines ein Waarenzeichen Anmeldenden mit einem, der die Eintragung bereits bewirkt hat, solle nicht das ordentliche Gericht, sondern das Patentamt entscheiden. Staatssecretär Nieberding erwidert, daß sich die Richter allerdings erst in das Gebiet des Patent-, Marken- und Musterschutzes einleben mußten; jetzt sei Unsere Rechtsprechung auf diesem Gebiete jedenfalls ebenso gut, als in anderen Ländern. Die Entscheidung in den betr. Fragen dem Patentamt zu übertragen, biete besondere Schwierigkeiten. Abg. Schmidt-Elberfeld (frs. Volksp.) wünscht insbesondere Bekämpfung der concurrence deloyale, die uns vom Auslande, besonders von England,.gemacht werde. Die Vorlage wird einer besonderen Commission überwiesen. Morgen: Handelsprovisorium mit Spanien, Jnoalidengesetz- «ovelle ic. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau. Berlin, 25. Januar. Der Bundesrath stimmte der Verlängerung des Handelsprovisoriums zwischen dem Reich und Spanien bis 31. März 1894 zu, ebenso dem Anträge der Ausschüsse über die Veranlagung der Branntweinbrennereien für die Contingentsperiode 1893—1896; dem Anträge betreffend Bestimmungen über den Verkehr mit Sprengstoffen und dem Berichte über den Entwurf eines Gesetzes betreffend den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr. Köln, 25. Januar. Wie die „Kölnische Zeitung" aus Berlin meldet, habe Fürst Bismarck den Kaiser gebeten, mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand bereits morgen Abend nach Friedrichsruh zurückkehren zu dürfen. Die Fahrt von dem Bahnhofe geht durch das Brandenburger Thor über die Linden nach dem Schloß, eine Schwadron Garde-Cürassiere begleitet den Wagen. Sofort nach der Ankunft findet ein Frühstück im engsten kaiserlichen Familienkreise statt. Man glaubt, der König von Sachsen werde nach dem Frühstück bei den Garde Ulanen den Fürsten begrüßen. Berlin, 25. Januar. Die Stadtverordneten-Versamm- lung genehmigte sämmtliche zu den socialdemokratischen Noth- standsanträgen von der Commission gemachten Vorschläge, durch die, unter Ablehnung des achtstündigen Arbeitstages und Vermehrung der Arbeitskräfte für die Straßenreinigung , der Magistrat ersucht wird, die genehmigten Hoch- nnd Tiefbauten energisch in Angriff zu nehmen und ferner ermächtigt wird, event. den Armenverwaltungsetat und die Unterstützungssätze zu überschreiten. Leipzig, 25. Januar. Eine zahlreich besuchte Versammlung von Arbeitslosen, die von Anarchisten einberufen war, führte zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Anarchisten und Socialdemokraten. Rom, 25. Januar. Die „Riforma" erklärt das Gerücht, die Regierung beabsichtige den Zwangscurs wieder einzuführen, als vollständig erfunden. Depeschen befi Bureau ,Herold". Berlin, 25. Januar. Die Hotels sind von Fremden, welche sich den Einzug Bismarcks ansehen wollen, überfüllt. Berlin, 25. Januar. Fürst Bismarck reist morgen Abend 7 Uhr 13 Min. nach Friedrichsruh zurück. Der Fürst sprach den dringenden Wunsch aus, seiner schwachen Gesundheit wegen seinen Besuch am kaiserlichen Hofe nur auf einen Tag zu beschränken. Berlin, 25. Januar. Die vom Kaiser an^Fürst Bismarck gesandte Flasche Wein war Steinberger Cabinet 1842er Jahrgang, eine der werthvollsten Wetnmarken, welche der kaiserliche Weinkeller birgt.__ Berlin, 25. Januar. ^Der deutsch-freisinnige Arbeiterverein hat gestern eine große Protest Versammlung abgehalten und auf derselben eine Resolution angenommen, in welcher die Stadtverordneten - Versammlung dringend aufgefordert wird, beim Polizeipräsidium bezw. beim Minister des Innern vorstellig zu werden, um die Bestrafung der an den Exceffen vom 18. Januar schuldigen Schutzleute zu veranlassen, damit derartige Maßnahmen der Polizei sich nicht mehr ereigneten. Die Versammlung verlief äußerst tumultuarisch. Wien, 25. Januar. In der Nähe der Börse fanden gestern Zusammenstöße zwischen der Polizei und Arbeitslosen statt. Vor einer Gummifabrik, welche in Folge des Ausstandes fremde Arbeiter angenommen, kam es zu Kundgebungen. Die Polizei zerstreute die 2000 Personen zählende Menge mit der blanken Waffe. Berlin, 26. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." begrüßt den Besuch des Fürsten Bismarck, für dessen unvergleichlichen Verdienste der Monarch und die ganze Nation unverändert dankbar seien. Jeder gute Patriot blicke dankerfüllt zum Kaiser auf, der aus hochherziger Entschließung Deutschland einen solch freudigen Tag bereitet hat. Möge dieses Fest der Versöhnlichkeit weitere Früchte tragen für unser ganzes politisches Leben. Der Fürst wird am Bahnhofe vom Prinzen Heinrich empfangen, nimmt an der Frühstückstafel des Kaisers Theil und empfängt dann einige Besuche. Hamburg, 26. Januar. Fürst Bismarck bestieg um 91/* Uhr den Salonwagen, vom Publikum stürmisch begrüßt. Sechs weißgekleidete Jungfrauen gingen dem Fürsten voraus^ und streuten Blumen. In Begleitung des Fürsten befinden sich Graf Herbert Bismarck, Dr. Schweninger und Chrysander. Die Abfahrt erfolgte um 9 Uhr 25 Min. unter brausenden Hochs. Berlin, 26. Januar. Fürst Bismarck ist um ein Uhr am Lehrter Bahnhof eingetroffen. Von Spandau ab waren die Locomotive und zwei Wagen des Separatzuges bekränzt. Bei der Einfahrt erschien Fürst Bismarck am Fenster, von dem Prinzen Heinrich und den befohlenen offi- ciellen Personen empfangen und herzlich begrüßt. Fürst Bismarck sah gut und heiter aus. Vor dem Bahnhof hatten sich viele Tausende angesammelt. Beim Erscheinen Bismarcks, welcher mit dem Prinzen Heinrich fuhr, erschallten brausende Hoch- und Hurrahrufe. Bismarck war sichtlich ergriffen. Beim Vorbeisahren wurden überall Blumen geworfen. Die brausenden Rufe pflanzten sich auf dem ganzen Wege bis zum Schlosse fort. Das Wetter ist prachtvoll. Sitzung bcr Stadtverordneten am 25. Januar 1894. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber, Flett, Habenicht, Helfrich, Heß, Heyligenstaedt, Jughardt, Keller, Löber, Scheel, Dr. Schäfer, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Zufolge eines Gesuches der Frau Imme! um nachträgliche Genehmigung zur Anlage eines Abfuhrweges von der Sandgrube der Gesuchstellerin nach dem alten Rödgener Weg beschloß die Versammlung Genehmigung des Gesuches auf Widerruf unter den von der Baudeputation empfohlenen Bedingungen. Danach ist für Benutzung des über städtisches Eigenthum führenden Weges eine Pachtsumme von 10 Mk. pro Jahr im Voraus zu entrichten. Eine Rechnung über einige für die Senckenberg- straße gelieferte Sinkkasten, deren Lieferung der Kürze der Zeit wegen nicht ausgeschrieben werden konnte, wird genehmigt. Die Voranschläge über die noch auszuführenden Ausbauarbeiten der G o et h e - un d B l e i ch st ra ß e bis zur Stephan- straße, ersterer im Betrage von 200 Mk., letzterer im Betrage von 2700 Mk., werden genehmigt und deren Einstellung ins nächste Budget beschlossen. Die Stephanstraße ist bekanntlich von der Bismarckstraße bis zur Bleichstraße bereits aufgefüllt und hat man deßhalb in der Baudeputation es für der Bauthätigkeit in dem bezeichneten Stadttheil entsprechend gehalten, daß genannte Straßen vor ihrer vollständigen, in nächster Zeit zu erwartenden Bebauung ausgebaut werden. Von gleichen Erwägungen wurde die Baudeputation geleitet bet Stellung ihres Antrages auf Ausbau der auf einer Seite nahezu vollständig bebauten Schott ft raße von der Nordanlage bis zur Steinstraße. Die hierfür genehmigten Kosten sind, einschließlich bereits geleisteter Arbeiten, auf rund 5000 Mk. veranschlagt. Der generelle Voranschlag über den Ausbau der Molt ke- straße in Höhe von 13,400 Mk. wurde bereits früher gutgeheißen. Nach den nunmehr vorliegenden specielleu Plänen soll die Straße zunächst auf der Strecke von der Ostanlage bis zur Wieseck in ganzer Breite ausgebaut, chaussirt und mit Goffenpflaster versehen werden. Die Weiterführung bis zur Grünbergerstraße wurde vorerst als Fußgängerpfad mit Fußgängerüberbrückvng der Wieseck gedacht und zwar soll die letztere so angelegt werden, daß der Verkehr bet späterem Bau einer Straßenbrücke nicht beeinträchtigt wird. Gas- und Wafferleitung sollen dagegen so gelegt werden, daß eine Verlegung bei weiterem Ausbau der Straße nicht nothwendig tolrb; Zu diesem Zwecke sollen Gas- und Wasserleitung aus einem Gerüste über die Wieseck geführt, auch der Lauf der Wieseck an bezeichneter Stelle etwas verändert werden. Der dem generellen entsprechende Special-Voranschlag wurde genehmigt. Dem vor einigen Jahren gefaßten Beschlüsse zufolge, in sämmtlichen Straßen der Altstadt erhöhte Trottoirs anzulegen und hierfür alljährlich 13 000 Mk. (ein Zehntel der auf 130000 Mk. veranschlagten Gesammtkoften) aufzuwenden, fallen in diesem Jahre folgende Trottoiranlagen ausgeführt werden: Der dem Reiber'schen Hause in der Löwengaffe entlang führende, an den Seltersweg anschließende Theil, veranschlagt zu 175 Mk., die Lücke zwischen den Häusern von Hoffmann und Weißbäcker am Seltersweg, veranschlagt zu 340 Mk.; die Lücke am Kreuzplatz zwischen den Häusern von Brück und Gregori, und vom Kreuz bis zum Ventilbrunnen in der Mäusburg, veranschlagt zu 1360 Mk., der nordöstliche Theil des Neuenwegs bis zur Einmündung in die neuen Säue, veranschlagt zu 3600 Mk. (der südwestliche Theil des Trottoirs soll vorläufig gepflastert bleiben, da beabsichtigt ist, die Straße durch Niederlegung der Mauer an Schülers Garten zu verbreitern),- die Reftstrecke der Sonnenstraße, von der Schloß- gasse bis zum Kanzleiberg beiderseitig und vom Kattrein scheu bis zum Weidig'schen Hause, veranschlagt zu 2400 Mk. - der Asterweg vom Wallrhor bis zur Schillerstraße, veranschlagt zu 4400 Mk. Der Gesammtaufwand für die genannte« Strecken beläuft sich auf 12 275 Mk., die vorgesehene« 13 000 Mk. würden voll werden, wenn die ursprünglich vorgesehene Strecke am Kirchenplatz, vom Lindenplatz bis zur Bach, nicht abgesetzt worden wäre. Fraglicher Theil soll erhöhte Trottoirs erhalten, sobald über die ins Auge gefaßte, in Verbindung mit einer Renovation der Kirche vorzunehmende Umgestaltung des Kirchenplatzes entschieden ist. Betr. der Herstellung von Straßenpflaster wurde genehmigt, daß das Straßenkreuz zwischen Moltke-, Senckenberg-, Wiesenstraße und Ostanlage ganz gepflastert wird und zwar nach Beendigung des Ausbaues der Moltkeftraße und der Legung von Gas- und Wafferleitung. Die Anlage gepflasterter Streifen an den Uebergängen hat sich als unzureichend erwiesen. In dem Voranschläge von 3000 Mk. sind einbegriffen die Kosten für Versetzung des Ventilbrunnens und die Wiederherstellung der Anlagen und deren Anpaffung an die künftigen Straßenrichtungen. Gepslaftcrte, zwei Meter breite Ueber- gänge sollen angelegt werden: im Zuge der Steinstraße bei den Kreuzungen der Dammstraße, Schtllerstraße, Weser- ftraße, Ederstraße, Asterweg und Schottstraße, ebenso in den Zügen der genannten Straßen bei der Kreuzung der Steinstraße, ferner im Zuge der Nordanlage beim Einmünden der Wetzsteinstraße, Rodheimer Straße zum Eingang des Schlachthauses, am Eingang der Wolfstraße in die Licherstraße, a« Schiffenberger Weg, am Eingang zur Gartenstraße, an der oberhessischen Eisenbahn, an der Frankfurter Straße und, auf Antrag des Herrn Habenicht, int Zuge der Licherstraße über den Schiffenberger Weg. Die bezüglich des Gesuches von Friedrich Schmidt um Concession zum Branntweinverkauf im Hause Schloß- gaffe 5 zu beantwortende Bedürfnißfrage wurde verneint. Cscales mtb provinzielles. Hießen, den 26. Januar 1894. * * Se. Königliche Hoheit der Großherzog reiften heute, von Darmstadt kommend, zur Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Kaisers nach Berlin. Ankunft hier 1.25, Abfahrt 1.30 Nachmittags. * * Theater - Verein. Wie unseren Lesern wohl noch erinnerlich sein wird, machten wir einige Tage vor der dritten TheaterauMhrung (12. Jan.) darauf aufmerksam, daß unL außer dem bevorstehenden Gastspiel der Kaffeler Hofbühne ein weiterer intereffanter Abend durch das Hoftheater in Darmstadt in Aussicht stände. Wir knüpften weiter hieran Bemerkungen und Voraussetzungen, die darin gipfelten,, daß drei musterhaft geleitete Kunftinstitute sich im Lustspiel vor uns messen werden und zu diesem künstlerischen Wettkampfe die Gießener Theaterfreunde als Preisrichter erwählt hätten. Frankfurt und Kassel haben wir Gehör geschenkt, jetzt tritt am 31. Januar Darmstadt in die Arena. Frankfurt wählte die Posse, Kassel den Schwank, denn auch den „Zerbrochenen Krug" können wir ohne Blasphemie hierzu rechnen, und Darmstadt wird uns das feine Lustspiel bringen. Wir brauchen wohl nicht zu bemerken, daß dem Vorstande des Theatervereins bei seiner Vereinbarung mit den bez. Intendanzen nichts ferner gelegen hat, als hiermit ein Ringen nach dem fogenannten „Besten" zu veranstalten/ eben so wenig wissen die aus der Ferne kommenden Künstlerschaaren, daß vor ober nach ihnen andere kommen, die zu Vergleichungen Veranlassung böten. Dieses künstlerisch bedeutsame Zusammentreffen, diese hochinteressante Steigerung in den gebotenen Bühnenstücken, verdanken wir wohl in erster Linie dem glücklichen Zuf al l, diesem unentbehrlichen Bundesgenossen aller Unternehmungen, auch der best geleiteten und, daß wir zu diesen auch den Theater-Verein zählen, haben wir oft genug gesagt. Unser Jnseratentheil hat ja gestern bereits dieWahlDarmftadts:Shakespeares„Die bezähmte Widerspenstige" mitgetheilt, Frankfurt und Kassel hatten ein fast ausverkauftes Haus, wir glauben bei unserem dem- nächstlgm Bericht über Darmstadt das Wörtchen „fast" fortkiffen zu können. * * 2. Neues Theater. „Die Frau in Weiß", Schauspiel in 5 Acten von Charlotte Birch-Pfeiffer. Selbst wenn der Titel des gestrigen Stückes nicht Auskunft darüber ge- 9 «>« m 7« Zm" »*3* tQwLWrt' "Melb«6 ei« il>S' "°b «ai ri"°t6ei,nllii b"°°den « de, t,’; der aUj ^totloitanlL Mt in dn L°"Sefühn 'S Q*i S?e entl : zwischen VS?' ver- ^elteröwea öer {j? lon N i»ton ft£j; Kreuz bis mi* cntn. Wta r° 5^**« • te, mnefm^e Thrj, £b tlbtn' da beabsichtig ift ^°uer°nSW„sGm **«6e, eontaS 2 ™b t0® HtttBta’Hn *y i“ 2400 W.; ta SKitMl, teraaftta; "1 ,ä.r. Wt M, bu t>WJUlfa,, #t"" t»e mspMM I vom Lindes btf '- F^güchn ThrL \oil » über die ins Auge gesch ion der Kirche vorzunehmenir entschieden ist. Ttratzeupslafter wurdr lz zwischen Moltke-, Senden: >ge ganz gepflastert wird uni baues der MMstraße und der ung. Die Anlage gepflasterter : sich als unzureichend erwiesen. OO Mk. find einbegriflen die Ibrunnens und die Wiederher: l Anpaflung an die künftigen tt, zwei Meter breite Ueber- im Zuge der Steinstraße Katze, Schillerstraße, Weser- b Schottstratze, tbinfo in her. bei btt Kreuzung der Stein« mnlage beim EinmMdev btr e zum EiMNtz des Tchi^v raße irr die Ächerstraße, ao ivg zur Gartensttaße, an der Frankfurter Straße und, ans m Zuge dn Licherstraße über s von Friedrich Schmid, einverkauf im Häuft Schlag dürfnißftage wurde vernem. provinzielles, itD, den 26. Januar 1894. 'sE-n-z r-ist-° “ eburtäiagsfeier St. M ln|t hin L25, W* U «°d ‘,,4X w-it-, ÄfittSSJ "'S. ml*.* ft Muar ® Achwalll, Jolle, W fän"'"b 1 b«S f# I«*61 ® 14t,«btat» uchen . et Vereinbar111’! Vereins beU""« (§ nannten z/-06’ kommet die aus der 6^- (onlliiö ! *5*1 liefe Hffidl « * verdanken tiefem 3S*fK?ife aitiT ,:IIti und *•>’ j(oi= ilt, i'.t 6la b ’’ > 615 ® *** ’ geben hätte, daß eö nach einem Roman bearbeitet sei, hätte doch unschwer jeder einigermaßen Bühnenkundtge errathen können, daß sich dies fo verhalte, denn der Mangel der den meisten Stücken dieser Art anhaftet, der Mangel an Handlung, tritt hier ungemein scharf hervor. Besonders die ersten Acte find fast nur Erzählung und auch in den letzteren überwiegt diese. Einzelne hochöramatische Momente, z. B. im dritten und fünften Act werden dem Stücke allerdings stets einen gewissen Erfolg sichern- indessen ist, um diese zu erzeugen, auch kein Mittel unversucht gelasien. Der ganze, düstere Apparat, der gerade dem englischen Roman eigenthümlich ist, wie Irrenhaus, Deportation, Selbstmord, Meineid, Geheimbündelei und Verschwörung wird aufgewandt, um das Gefühl der Langeweile vom Beschauer zu bannen und doch glückt dies nur zuweilen. — Die Aufführung fand zum Benefiz des Frl. Gei gl er statt, welche die Hauptrolle, die der „Laura" spielte. Die Dame beherrschte ihre recht dankbare Partie in ganz befriedigender Weise und zeigte besonders im Affect, daß ihr ein bedeutender Fonds von Leidenschaft inne n ohnt, der sie in Rollen, wie der gestrigen, wett vortheil- daster erscheinen läßt, als in denen, die sie im Schwank und ui der Posse gewöhnlich spielt. Nicht unerwähnt bleibe noch, daß der Künstlerin ein Lorbeerkranz mit prächtiger Schleife gespendet ward. Die Rolle des „Percival" lag in Händen des Herrn Reiff, der sie schauspielerisch leidlich verkörperte, nur hätten wir für den Baronet eine etwas gewähltere Toilette gewünscht. Eine nach jeder Hinsicht recht tüchtige Leistung bot Herr Niemeier als „Fosko". Herrn Stückelö „Walther" blieb in Folge des hastigen Sprechens und des ganz unmotivirten Hervorstoßens einzelner Worte großentheils unverständlich im Zuschauerraum. Das Haus war ziemlich dünn besetzt. — Zum Schlüsse sei uns noch die Frage gestattet : Wann kommt der schon seit einiger Zeit angekündigte „Ungläubige Thomas"? ** Neues Theater. Am nächsten Sonntag Nachmittag findet eine Kinder- und Schülervorstellung statt, deren Besuch den Kleinen viel Freude bereiten dürfte, zudem ja das zur Aufführung gelangende Märchen vom Struwelpeter denselben ein stets willkommener Stoff zur Unterhaltung ist. ** Wie aus dem Jnseratentheil unseres heutigen Blattes ersichtlich, findet am 2. Februar d. I. Vas dritte Akademische Coucert des Marburger Akademischen Concert-Vereius im Saalbau daselbst statt. Wir entnehmen der „Oberh. Ztg." darüber Folgendes: Zu den großen Aufführungen, die der hiesige Aca- demische Concert - Verein alljährlich unternimmt, ist für die gegenwärtige Saison Brahms „Deutsches Requiem" für Soli, Chor und Orchester bestimmt. Eingeleitet wird das Concert mit der unvollendeten Symphonie von dem liederreichen Componisten Franz Schubert, ein bei allen Aufführungen beliebtes und durch seine Anmuth sich auszeichnendes Musikwerk. Hieran reiht sich als zweite Nummer des Programms die Baß-Arie aus Mendelssohns großem Oratorium „Paulus", gesungen von dem Kammersänger Herrn Joseph Stau di gl aus Berlin, der bereits vor mehreren Jahren uns mit seiner prachtvollen Baßstimme erfreute, und auch dieses Mal wohl den allgemeinen Beifall aller Musikfreunde ernten wird. Hierauf folgt die Hauptnummer des Abends „Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms. Dasselbe besteht aus sieben Abtheilungen und sind diese sämmtlich Chorsätze- Solopartien sind nur in dreien davon eingefügt. Nach ihrem Inhalte bilden die Sätze eins bis drei die erste, und diejenigen vom vierten bis zum letzten die andere Gruppe des Werkes. Die erste enthält die Klage, die andere den Trost. Der Schluß des siebenten Satzes und einige seiner Nebenthemen sind aus dem Introitus des Werkes genommen. Der Mittelsatz und einige Episoden enthalten neue Tongedanken, in welchen die Phantasie die aus dem vorhergehenden aufgenommenen Eindrücke mit ihren Ahnungen verknüpft, zuweilen in einer Weise, deren Erregung sich in scharfen Modulaüonen und drastischen Mitteln der Rhythmik äußert. Eine der bedeutendsten kurzen Episoden ist die mystische Posaunenstelle bei den Worten: „Ja der Geist spricht". Den Bemühungen des Herrn Professor Barth ist es gelungen, als Solistin auch noch Frl. Emma Plüddemann aus Breslau zu gewinnen, deren Künstlername weithin bekannt sein dürfte. Das Concert findet Freitag den 2. Februar, Abends 7*/, Uhr, im Saalbau dahier statt, und verspricht dasselbe bei der bekannten Wiedergabe BrahmS'scher Compositionen durch einen so vorzüglichen Interpreten, wie als solcher Herr Professor Barth bekannt ist, einen großen Kunstgenuß, wie er wohl sonst selten geboten wird. Die Hauptprobe zum Concert findet den 1. Februar, Vormittags 11 Uhr, und die Generalprobe an demselben i Tage Abends 5 Uhr im Saalbau statt. — Wir möchten Denen, die das Concert besuchen wollen, den Rarh geben, da der Saalbau leicht überfüllt ist, zum Theil sich zum Besuche der Generalprobe zu entichließen, die am Donnerstag den 1. Februar, Abends 5 Uhr, im Saalbau zu Marburg ! stattfindet und im Wesentlichen schon als eine erste Auffüh- ! Tung gelten kann. Denn alle Solisten werden dabei selbst- i °»erständlich schon mitwirken. Die Zeit der Generalprobe ist so gelegt, daß Abends noch frühzeitige Rückfahrt nach allen Richtungen erfolgen kann. *• Postalisches. Wir machen unsere Leser, insbesondere I «die Geschäftswelt, darauf aufmerksam, daß am Samsttag, : »en 27. Januar, als am Geburtstag Sr. Maj. des Kaisers, ' Äie Post wie an Sonntagen nur beschränkten Tagesdienst hat, ' vlso nur ein einmaliger Beftellgang stattfindet und die Schalter während des größten Theiles des Tages geschloffen sind. ♦* Postalisches. Am Vorgartengitter des Hauses Aster- ! i.oeg Nr. 40, sowie am Hause Wiesenstraße Nr. 2 ist je ein Briefkasten angebracht worden, welche zu den auf den- j selben angegebenen Zeiten geleert werden. K. Alsfeld, 25. Januar. Gestern stürzte ein hiesiges Dienstmädchen von einer Leiter und erlitt einen Beinb ruch. Das Mädchen mußte heute nach Gießen in die Klinik verbracht werden. — In Udenhausen wurde ein Holzhauer Namens Dahmer von einer niederstürzenden Tanne erschlagen. — Die Influenza ist, seitdem kälteres Wetter eingetreten ist, bei uns im Abnehmen begriffen. Der unheimliche Gast hat übel gehaust- fast keine Familie wurde von ihm verschont. § Engelrod (Vogelsberg), 24. Januar. Anläßlich seines 50jährigen Dienstjubiläums ist dem Freiherrlich Riedesel'schen Forstinspector Kullmann dahier Seitens der Freiherren Riedesel ein sehr ehrendes Anerkennungsschreiben für seine treu bewährten Dienste, sowie ein kostbares Ehrengeschenk zugegangen. Dasselbe besteht in einem aus Silber hergestellten kunstvollen Brunsth irschen, der die Bewunderung eines jeden Kenners erregt. Das prächtige Kunstwerk ist aus der Werkstätte des Hofjuweliers Wondra in Darmstadt hervorgegangen. Von Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog wurde der Jubilar durch die Verleihung des Ritterkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen ausgezeichnet. Möge dem 76 jährigen, rüstigen Jubilar, der sich allgemeinster Hochachtung erfreut, noch ein recht heiterer und langer Lebensabend beschieden sein. Büdingen, 22. Januar. Am 19. Januar feierte die Hebamme Frau Salathe von hier ihr 2 5jährig>s Dienst-Jubiläum- dieselbe war während dieses Vierree- jahrhunderts in ihrem Berufe in 923 Fällen thätig. nn. Darmstadt, 24. Januar. Vierte evangelische Landessynode. In der heutigen letzten Sitzung wurde zunächst über den Antrag Dies send ach und Genoffen, betr. Ernennung von Assistenten für die Decane berathen, deren Aufgabe es sein soll, diese in ihren Pfarrämtern zu unterstützen und sie bei Abwesenheit zu vertreten rc. Der Ausschuß beantragt, den Antrag Dieffenbach abzulehnen, dagegen 1. Großh. Oberconsistorium zu ersuchen, die Ernennung von Assistenten für die Decane in Erwägung zu ziehen, 2. die Decane über die den Assistenten zuzuweisenden Functionen zum Bericht aufzufordern und 3. den Decanen, so weit es nöthig und möglich, Assistenten aus Mitteln des Centralkirchenfonds zu halten. Unter Zurückziehung seines Antrages erklärt sich Abg. Dieffenbach mit dem Ausschußantrage einverstanden. An der Debatte betheiligen sich Präsident Gold- mann, Dr. Weisfenbach, Decan Kalbhenn u. a. Verschiedene Redner bezeichnen die Sache für verfehlt. Schließlich beschließt die Synode, die Anträge 1 und 2 des Ausschusses anzunehmen. Antrag 3 wird abgelehnt. — Der zweite Punkt der Tagesordnung betrifft den Antrag des Abg. Rieger auf Einführung eines Buß- und Bettages in der hessischen Landeskirche. Der Antragsteller begründet seinen Antrag da- bin, daß die meisten evangelischen Landeskirchen des nördlichen Deutschlands im Einverständniß mit den betreffenden Staatsregierungen sich dahin geeinigt haben, als allgemeinen Buß- und Bettag den Mittwoch vor dem letzten Trini- tatis-Sonntag festzusetzen. Bis jetzt sei jedoch in unserer hessischen Landeskirche ein Anschluß nicht erfolgt, für den er den jetzigen Zeitpunkt für äußerst günstig halte. Auch von Seiten des Ktrchenregiments würde man die Einführung des für Norddeutschland angeordneten Bußtages im Großherzog- thum gerne sehen, obgleich eine Aenderung hinsichtlich des seit langer Zeit herkömmlichen, auf den Sonntag Palmarum fallenden Bußtages wahrscheinlich von der Mehrheit der kirchlich Gesinnten bedauert würde. Erst dann, wenn die Großh. Staatsregierung den vorgeschlagenen Tag zu einem allgemeinen Feiertag mit daran zu knüpfenden bürgerlichen Folgen erklären würde, könne sich das Oberconsistorium zu einer Befürwortung entschließen. Von halben Maßregeln sei aber entschieden abzurathen und voraussichtlich werde aber die Großh. Staatsregierung ohne vorherige Verständigung mit dem katholischen Landesbischof sich zu nichts verstehen. Der Ausschuß schlägt trotzdem der Synode vor, dem Anträge Rieger zuzustimmen und beschließt die Synode demgemäß. — Von Seiten des Abg. Walther und Genossen wird beantragt, die Synode möge dem Plane zur Gründung einer evangelischen Gemeinde in Rom dadurch ihre lebhafte Theil- nahme entgegenbringen, daß sie an das Oberconsistorium das Ansinnen richte, eine Kirchencollecte zu obigem Zwecke zu genehmigen. Der Antrag findet einstimmig Annahme. Der Antrag deffelben Abgeordneten, die Wiederzulassung des Jesuitenordens in Deutschland betreffend, insbesondere die Stellungnahme der Großherzoglichen Staatsregierung zu dem vom Reichstage in zweiter Lesung gefaßten Beschluß, wird vom Präsidenten Gold mann dahin beantwortet, daß das Kirchenregiment in dieser Frage bereits Stellung genommen habe, indem es sofort nach der ersten Lesung bei Großh. Ministerium vorstellig geworden sei mit dem Wunsche, den Bundesraths-Gesandten anzuweisen, eine dahin gehende ablehnende Stellung einzunehmen. Abg. Fl eg l er erklärt sich als ein Gegner von Ausnahmegesetzen. Dieser Standpunkt berühre indeß in keiner Weise seinen Standpunkt, den er gegen den Jesuitenorden einnehme. Er wünsche nur, daß von Seiten des evangelischen Volkes diese neuerliche Bewegung mit aller Entschiedenheit bekämpft werde, weil sie geeignet sei, den kirchlichen Frieden zu stören. Er wünsche aber auch ebenso sehr, daß dieser Geisteskampf nur mit Geisteswaffen und Macht geführt werde. Er könne sich daher nicht entschließen, an Maßregeln festzuhalten, welche nur geeignet seien, Unzufriedenheit hervorzurufen. Gegen eine Stimme (Flegler) erklärt sich die Synode gegen die Wiederzulassung der Jesuiten im Deutschen Reiche und ersucht Großh. Oberconsistorium, von dieser Erklärung der Großh. Staatsregierung Kenntniß zu geben, damit dieselbe als Material bei der event. Abstimmung im Bondesrathe dienen kann. — Zum Schluß verhandelt die Synode m geheimer Sitzung über eine Interpellation des Abg. Rieger, die in letzter Zeit durch die Presse gegen das Oberconsistorium verübten Angriffe betreffend, welche auf eine starke Verstimmung eines Theiles der Geistlichkeit gegen das Kirchenregime schließen lasse. — Hierauf vertagt sich die Synode bis zum nächsten Monat. A Mainz, 25. Januar. Der Verein für facultative Zulassung der Leichenverbrennung in Hessen läßt gegenwärtig zwei Eingaben zur Unterstützung seiner Bestrebungen ciiculiren. Die eine ist an die Hessischen Kammern gerichtet und bittet um Verwendung bet der Regierung, daß letztere die Erbauung und Inbetriebnahme von Leichenverbrennungsösen nicht länger verhindere. Die zweite Eingabe ist an den Reichstag gerichtet und ersucht, in dem Gesetzentwurf, betreffend die Verhütung gemeingefährlicher Krankheiten, Bestimmungen aufzunehmen, welche in allen Bundesstaaten und zu allen Zeiten die Einäscherung von Menschenleichen gestattet. — Die Ver.uche, die man gegenwärtig bei den Truppen des 11. Armeecorps mit der Verpflegung mittelst gefrorenen Fleisches macht, haben, wie verlautet, bis jetzt nur sehr wenig befriedigt. Insbesondere wird von berufener Seite sehr beanstande, daß daS Fleisch nur sehr geringen Nährwerth hat, indem durch den Gefrierprozeß fast der größte Theil des EiweisstoffeS auS demselben verschwunden. Ebenso ist die Art des Geschmackes eine solche, daß das Fleisch nicht Jedermann zusagt. Eingesandt. Gieße«, 26. Januar 1894. Wie der Einsenderin mitgetheilt wirb, findet nächster Tage das Benefiz für Arl. Mathilde Grohmann statt. Die jugendliche Künstle, in, welche tn Jvrem geichützten Blatte s. Z. mit lodms- wcrther und wohlverdienter Erwäbnung bedacht wurde, hat entschieden Talent. Wenn auch ihr zartes, jugendliches Organ der dramatischen Scharfe noch entbehrt, so weift es für packende, den Hörer ergreifende Herzensiöne ein ansehnliches Register auf und läßt diese sympathische, wohllautende Stimme manchen aus der Befangenheit der Anfänger- schaft resultirenden Mangel vergessen. Ich erinnere an ihre Wiedergabe von Frl. von der Straß in Laubes „Böse Zungen", in welcher Rolle ihr Spiel, ihre sympathische Sprache, ihre glückliche Auffassungsgabe im Verein mit einer geschmackvollen Toilette die Gunst deS Publikums im Fluge eroberten Es wäre mir und jedenfalls vielen anderen Theaterbesuchern erwünscht, wenn der Bemfizabend von Frl. Mathilde Grohmann die Physiognomie eines auSverkauften Hauses zeigen und so für das junge Mädchen ein Sporn zu neuer, fröhlicher Thätigkeit sein wird. Eine Theaterbesucherin. kirchliche Anzeige« Her Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. In der Ltadtkirche. Samstag, den 27. Januar: Geburtstag Sr Majestät des Kaisers. Vormittags Uhr: Militärgottesdienst in der Stadtkirche. Pfarrer Dingeldey» Sonntag den 28. Januar, Sexagesimä: Vormittags 9'/r Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein. Nachmittags ö Uhr: Pfarrer Schlosser . Beichte und heiliges Abendmahl für die MatthäuS- gemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen hierzu am Tage vorher zwischen 11 und 1 Uhr im Pfarrhaus (Kirchstr ) oder vor dem Gottesdienst von 4V, Uhr ab in der Sacristei. Kinderkirche: Vorm. 11 Uhr Pfarrverwalter Dr. Grein. Bibelstunde im Turnsaale der Stadtknabenschule Donnerstag den 1. Februar, Abends 8 Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein. (Gleichniß vom barmherzigen Samariter. Lucas 10, 29—37). Sonntag den 28. Januar, Sexagesimä: 3« der JohanneSkirche. Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der 8uFa8g'e.meinbe. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Bibelstunde am Montag den *9. Januar, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaal der JohanneSkirche. Marcus, Cap. 10, von Vers 32 an: Des Herrn Leiden und der Jünger Ehrgeiz. Pfarrer Dr. Nau mann Missionsstunde im Cor firmandensaale der Johanneskirche Donnerstag, 1- Februar, Abends 8 Uhr. Der Apostel Paulus und seine Mission. Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Samstag den 27 Januar: Am Geburtstage Seiner Majestät des Deutschen Kaisers: Vormittags 9*/, Uhr: Feierliches Amt mit Predigt und Te Deum. Sonntag den 28. Januar,'Sexagesimä: Samstag: Nachmittags um 4*/a Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 61/* Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um 7‘A» Uhr AuStheilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 9 , Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 5Vs Uhr Christenlehre; darauf Andacht. Zur Anfertigung aller im Geschäfts- und Privat-Verkehr gebräuchlichen Buchdruck-Arbeiten empfiehlt sieh die Witte Mm 3chulstrae*e 7. Statt jeder besonderen Anzeige nach langem Leiden heute Nacht sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Giessen, den 26. Januar 1894. Im Namen der Hinterbliebenen Heinrich Zimmer. Die Beerdigung findet Sonntag den 28. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Neustadt 32, aus statt 755 Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, dass unser lieber Gatte, Vater und Grossvater Herr Musiklehrer Heinrich Zimmer Bekanntmachung, betreffend die Heichelheim'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. I. die halbjährigen Zinsen mit 525 Mk. an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige christliche Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden von heute an bis 10. Februar d. I. auf unserem Bureau-Zimmer Nr. 3 entgegengenommen. Gießen, 27. Januar 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 750___________________________Gnauth.______________________________ 100 Stück weißen Mull Crepe-lisset empfiehlt außergewöhnlich billig 761 ___A. Docter, Seltersweg. Theaterverein Giessen. Mittwoch den 31. Januar: 749 Anfang ansnahmsweise 7 Uhr. Academischer Concert-Verein zu Marburg Freitag, den 2. Februar, Abends 7*/2 Uhr, im Saalbau: = Drittes Concert. ------ Programm: 1. Unvollendete Symphonie von Fr. Schubert. 2. Bass • Arie von Mendelssohn- Bartholdy. 3. „Ein deutsches Requiem11 für Soli, Chor und Orchester von Johannes Brahms. (Fräul. Emma Plüddemann aus Breslau, Herr Kammersänger Joseph Staudlgl aus Berlin). Donnerstag, den 1. Februar, Vormittags 11 Uhr: Hauptprobe. Nachmittags 5 Uhr: Generalprobe. Nummerirte Karten zn M. 3.—, nichtnummerirte zu Mk. 2.—, Studentenkarten ä M. 1.—, Karten zur Hauptprobe a 75 Pf, zur Generalprobe ä M. 1.—, sind in der N. G. Elwert’schen Univ.-Buchh. zu haben. — Neueintretende Mit- glieder wollen sich daselbst anmelden. 751 DWchmWn-CcklWft *,■ Das unterfertigte Comite hat den gewiß zeitgemäßen Entschluß gefaßt, am Dienstag den 30. Zanuar, -W 8 Tage vor Fastnacht, Abends 7 Uhr 99,5 Min. (mittel- europäische Zeit 8 Uhr 391/, Min.), eine voraussichtlich ur- f/ \ gemüthliche und urfidele karnevalistische Damenfihung (mit Herren, nota bene) in den oberen Sälen des „Prinzen Carl" (Boulevard Seltersweg Nr. 40) abzuhalten. Wir laden unsere verehrlichen passiven und activen Mitglieder nebst Familien hierdurch freundlichst ein und bitten die verehrlichen Gäste möglichst in carnevalistischer Kleidung zu erscheinen, event. ohne Kopfbedeckung, für letztere wird bestens sorgen 757_________________ Das närrische Comite. Bienenzüchterverein Giessen und Umgegend. Hauptversammlung Sonntag den 28. d. M. bei Mitglied Bauer, Bahnhofstraße Nr. 57, Nachmittags 2 Uhr. Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht, 2) Rechnungsvorlage, 3) Boritandswahl, 4) Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Giessen, 25. Januar 1894. B. K Mermietßungen. □ □ o o Vermischte Anzeigen. OQOQDODOCX3ODaaOODD Freibank. Heute und Morgen: Ochsensteifch, nicht ladenrein, per Pfd. SO Pfg. knecht (auch Kutscher) mit guten Zeugn. sucht, am liebsten sofort, Stellung. Näh. CaplanSgasse 19, im „Biergrund^. 689] Kleines Logis zu vermiethen- «eunel, Riegelpfad. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, dass unsere liebe treue Tante und Pflegemutter Fräul. Bertha Troost in Hückeswagen plötzlich verschieden ist. Louis Emmelius und. Frau geb. Tro ost. findet Samstag den 27. ds. Mts., Abends 8’/2 Uhr, in der Restauration Jaskowsky statt. 7Q11 Der Vorstand des Veteranen- und Marinc-Vereins. 367] Vor ungefähr Vs Jahre erkrankte ich an einer schweren scrophulösen Augen- entzündung, welche mit Lichtscheu, eiterndem Thränenfluß und heftigen Schmer,en verbunden war. Bald darauf stellten sich kleine Bläschen und Geschwüre auf der Hornhaut ein, welche sich in große Flecken umwandelien und große Trübungen, Hornhaulflecken zurückließen. Trotz sorgfältiger, fast täglicher Behandlung des Arztes, welcher stets scharfe Tropfen in die Augen that, die entsetzlich bissen, wollte weder die Netzentzündung der Augen, noch speciell die Flecken weichen- Da wandte ich mich an den homöopathischen Arzt Herrn Dr. Volbedlng li Düsseldorf, welcher mit seinen schönen homöopathischen Arzneien mir die Augen Der Vorstand Danksagung. Eine Parlhie Schwalten pro lfd- Meter ä 8 und 10 Pfg-, sowie einen Siudeuten Fahnenmast, 25Mtr. lang, hat abzugeben [760 Zimmermeister Schuhbecker __Bismarckstraße 22. _ 747] Eine gut erhaltene Nähmaschine ist preiswürdig zu verk. Löwengasse 21. 748] «anarienhähne zur Zucht, billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. V. Sonntag, 28. Januar, Abends 8% Uhr: Familicnabend im Lenz'schen Felsenkeller 752] Neues Theater, Giessen Sonntag den 28. Januar: Grosse Extra-Kinder- und Schüler-Vorstellung. Der Struwelpeter. Kinderstüok mit Gesang in 4 Acten von G. Braun. Anfang Vt4 Uhr. Montag den 29. Januar: Der Widerspenstigen Zähmung. Lustspiel in 6 Abth. von W. Shakespeare. 759] Eine Pferdedecke gefunden. I. Weisel, Mineralwasserhdlg- S Samstag, 27. Januar, Q § Abends 8 Uhr q u M Feier von Kaisers 8 g Geburtstag: g | Commers § 0 im Vereinslocal. [753 O QDooooaaoooQOoaaoa >t fein des Gedurtstazes St. Majestät Kaiser Wilhelm Morgen, Samstag Abend 8 Uhr: CONCERT. NB Eintritt frei. 756] Rest. Fourier, Neustadt 11. 742] Weserstrabe 8 parterre ist ein neu möbltrteS Zimmer zu vermiethen. Hausbürschchen! i0f 111' 1 geslllht gegeir hohen derart hltlte, daß auch nicht die geringste Lohn. Zu erftagen in der yX"6™0 ober M6un8 ’utiWse’ Expedition d. Bl. [758 Gerresheim, Glashütte, Nachtigall 755- ------------------------------I Arau Eduard Papp. 743] Ein braver, kräftiger, 13jähriger ।-------- Junge wünscht sich Familienoerhältnisse halber während seiner freien Schulzeit zu, 'BÄ. I ..,694- . Sr-undliche Wohnung von vier Näheres in der Exped. d. Bl-________1 Zimmern mit Balkon nebst allem Zubehör 706] Ein tüchtiger zuverlässiger Fuhr- Per April zu vermiethen- knecht (auch Kutscher) mit guten Zeugn. Verlängerter Asterweg 48. Gemeinschaftliche Feier Schlachthaus.^ des Allerhöchsten Geburtstages ' ' Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm II. vom Veteranen- MIu. Marine-Verein 745 M. «chrvd». — Druck roh Verlag tzrx BrShl'sch« »mckerei (Fr. Ehr. Bists») in Gießet Die heutige Yummer umfaßt 6 Seiten. Dn mit AuSnahw' gjlontafl*’ Die ww- A ◄ Seit.: Die Au das Ab W M M ju e»l Die in M ÄuDe ans Ve .seaenvehrea, nan iinb. denjenigen nach nicht gehalle das Abonnement JMMftrn. Es wird öafe tzerr Landi 1. Somta einen Vortrag das Thema: Jahren auf den 2. Somitm einen Vortrag Weitershain 3. Sonntag antn Vertrag in l z« Lang-Gölls M W der Sii V Sonntag «im Vortrag in AUlterbau auf de 5. Samstag Vortrag in dem ö bber die Anroendu Mitglied ^»dvirthschaftliche ^ndwirthschastwe, ungeladen. lVrizinü Situ Dr.M. sie Atel in der Ge W««»z das d ^nt Eines nur w tvobl Lk a5»t v/nb,c J öies.L n Ntn M 'Aedea^ kte®61' l''ie AM, "f'1"