N«. 302 Zweites Blatt. DimStaz de» 25. December 1894 Der chießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener IlamiktenSkätter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Lierteljähriger AvonncmentspreiO: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Sledaction, Expedition und Druckerei: Kchulstraße ^Ir.7. Fernsprecher 51. • Anrts- und Anzei^eblutt für den Ureis Oiefzen. »--nahm. °°n Anzeigen zu R°ch»i»°g- ,ür d-, i ßrttftsßnfatic: $iefiener Aamilienbkätter. folgenden Tag erscheinenden Hummer bti Corrn. 10 Uhr. |______ __________________g? rc Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichem Ths-l. Gießen, den 21. December 1894. B etr.: Unfallversicherung, hier die Ernennung von Vertrauensmännern der Berufsgenossenschaften. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« das Grotzh. Polizeiamt Gießen und die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Amtsgerichtsbezirks Gießen. Wir benachrichtigen Sie, daß von der Section II der Hessen-Nassauischen Baugewerks-Berufsgenossenschaft für die Periode 1895/96 nachstehende Personen zu Vertrauens« männern und deren Stellvertreter gewählt worden sind: 1) Für die Stadt Gießen: Weibbindermeister PH. Schäfer zu Gießen, Stellvertreter: Maurermeister Ehr. Haubach zu Gießen; 2) für Gießen Land: Maurermeister H. Keßler zu Annerod, Stellvertreter: Zimmermeister Konrad Marx zu Gießen. Auf Grund des § 54 des Unfallversicherung«^etzes vom 6. Juli 1884 beauftragen wir Sie, die vorgeschriebene Benachrichtigung über die Einleitung einer Untersuchung über die bei Mitgliedern der Baugewerks-Berufsgenoffenschaft eingetretenen Unfälle an die voroerzeichneten Vertrauensmänner bezw. deren Stellvertreter zu richten. v Gagern. Gießen, den 22. December 1894. Betr.: Aufnahme der gerichtlich Verurtheilten in den Strafanstalten. Das Graßherzogliche Kreisamt Gießen an das Grotzh. Polizeiamt Gießen, die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden und die Großh. Gendarmerie des Kreises. Neuerdings hat sich die Nothwendigkeit ergeben, daß die Personalien der Zuwiderhandelnden in die Polizeianzeigen genauer als bisher bezeichnet werden. Es erscheint zweckmäßig , den bisher üblichen Bezeichnungen des Vor- und Zunamens sowie des Wohnorts des Contravenienten noch Angaben über Ort und Datum der Geburt zuzufügen. Es ist deßhalb bei den in Neudruck befindlichen Formularen für Polizeianzeigen in den Vordruck die Bemerkung: geboren zu.....am . ten . . . 18 . , wohnhaft in .... , ausgenommen worden. In den älteren Formularen, die noch von Ihnen benutzt werden und diesen Vordruck nicht enthalten, hat künftig bei Erstattung von Polizeianzeigen eine gleiche Ergänzung der Angaben einzutreten. Wir empfehlen Ihnen hiernach, auf die Vollständigkeit der Personalbezeichnung in den Polizeianzeigen bedacht zu sein. Die Schutzmannschaft in der Stadt Gießen und die Ferrilleton. Weihnachtsdilder. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) III. Das Bilderbuch. E. Eine große Rolle bet den Weihnachtsgeschenken spielt daS Bilderbuch. Stattliche Gabentische sind ohne dieses kaum denkbar. Wie bet den anderen Klaffen der Geschenke gtbt eS auch hier Unterschiede und Stufen nach Form und Inhalt. Der Begriff des Bilderbuchs erstreckt fich von der unzerreißbaren, auf Leinwand gedruckten Bilderfibel an, die selbst die festesten Ktnderhändchen nicht ganz klein kriegen vnnen, bis zu der illustrirten Erzählung mit lehrhaftem Kern, die man der reiferen Jugend bescheert. Innerhalb dieser Grenzen drängt fich nun eine schier unübersehbare Fülle von Bilder- und Lesestoff. „Struwelpeter", in einfachen wie splendiden Ausgaben, ist noch immer der König in der Bibliothek der Kinderwelt. Coneurrenz bietet ihm noch allenfalls der „Nußknacker". Die kleinen Mädchen lieben jetzt ungemein „Herzblättchens Zeitvertreib" von O. Gumbert und für die größeren ist daS „Töcht er al bu,'m" der genannten Schriftstellerin nach wie vor ein theurer Schatz. ES gibt Bücher, welchen die Mode nichts anhaben kann. Zu diesen zählen die eben erwähnten. Fast in allen Strömungen und veränderten Geschmacks« Polizeibedienfteten in den Landgemeinden sind auf diese Be- j ftimmung ausdrücklich aufmerksam zu machen. v. Gagern. Abonnements - Einladung Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 1. Vierteljahr 1895 laden wir hiermit ergebens! ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen -Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wisfens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, chre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den richtuugen steht auch der Defoö'sche „Robinson Lrusoe", welchem noch immer neue Bearbeitungen und Auflagen zu Theil werden. Sehr viel hat die Bearbeitung von Dr. Reu- leaux, Director der Berliner Gewerbe-Akademie, für sich- sie fußt auf dem „Schweizerischen Robinson" des Pfarrer Wyß und ist nächst der Campe'schen die bedeutendste und zumal der heutigen Jugend zu empfehlen, da fie sich mit unserer gegenwärtigen Natur« und Völkerkenntniß in Einvernehmen zu setzen weiß. Der Thiermaler Wilhelm Kuhnert hat das Werk mit farbenprächtigen Darstellungen aus der Tropenwelt geschmückt. Mit Vermeidung des lehrhaften, trockenen Tones ist auch Gottlieb Mensch bei seiner Uebertragung des englischen Originals verfahren. Durch ihre gedrängte Faffung, ihre zwei guten Illustrationen und dem äußerst billigen Preis von 60 Pfg. für das gebundene, 20 Pfg. für das ungebundene Exemplar, eignet sie sich zu massenhafter Verbreitung. Die goldene Märchenwelt nimmt in der Geschenk- literatur für unsere Jugend selbstredend einen sehr breiten Raum ein. Die Gebrüder Grimm, Bechstein, Andersen, Musäus, die verschiedenen „Tausend und Eine Nacht" nehmen um die Weihnachtszeit ihr gutes Recht, die ersten Führer in das Land der Poesie und Wunder zu sein, mit allem Nachdruck in Anspruch. Daneben drängen auch andere Märchen und Sagen nach, so die von Julie Düngern, von August Bccker, Robert Rcinick, aber eS wird ihnen nicht leicht, sich inmitten des Alten und Erprobten zu behaupten. Dem Märchen zunächst steht die phantastische Geschichte, die Abenteurer-Erzählung, die natürlich weit, wett Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither den Anzeiger weitersenden und den Llbonnements- betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" ________Brühl'sche Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch). Deutscher Reich. Frankfurt a. M., 22. December. Wegen deS gestrigen Neubau-Emsturzes wurden, außer dem Unternehmer und dem Parlier, noch der Archjtect Limbach und Sensal Hertz, welcher das Baukapital vorgeschoffen hatte, verhaftet. Ein Arbeiter wird immer noch vermißt. Don den schwerverwundeten Arbeitern ist inzwischen einer gestorben. Avslan-. Brüssel, 22. December. Der Krieasmintster beabsichtigt, falls die Kammer die Wehrpflicht ablehnen sollte, zu demis- sioniren. Paris, 22. December. Eine Magistratsperson erklärte im Jastizpalaste, in Folge der Verurtheilung des preußischen Lieutenants von Schoenebeck habe die französische Regierung die strengsten Maßregeln gegen alle in Paris wohnenden Deutschen getroffen. Alle Deutschen, welche die gesetzliche» Vorschriften betreffend das Residenzrecht nicht erfüllt hätten, sollen massenhaft ausgewiesen werden, ebenso alle Verdächtigen, auch wenn sie die Vorschriften erfüllt hätten. Diese Erklärung rief eine große Bestürzung hervor. Madrid, 22. December. Anläßlich des Weihnachtsfestes wird die Königin Regentin 7 zum Tode verurtheilte Verbrecher begnadigen. Petersburg, 22. December. Nach zuverlässigen Meldungen aus Trapezunt sollen die Nachrichten von den Ueberfällen in Armenien stark Übertrieben sein. Thatsache soll nur sein, daß gegen eine revolutionäre Bewegung, welche aus bewaffneten Armeniern chestand, eine Abteilung türkischer Truppen in die einzelnen Ortschaften gesandt wurden, um die Ruhe wieder herzustellen. Da jedoch von den Armeniern heftiger Widerstand entgegengesetzt wurde, kam es zu erbitterten Kämpfen, die die Greuel zur Folge hatten. totales unfc provinzieller. M. Gunzeuau, 22. December. An Stelle des wegen Urkundenfälschung rc. zu 9 Monaten Gefängniß verurtheilten Bürgermeisters Möller wurde der Vorgänger desselben, der ehemalige Bürgermeister Grob von hier, einstimmig als Bürgermeister wiedergewählt. M. Au8 dem Vogelsberg, 22. December. In Folge deS starken Schneefalls und der durch den Sturm veranlaßten mächtigen Schneewehen fanden verschiedentlich Verkehrs- ab von den vertrauten heimathlichen Verhältniffen spielen muß, wenn fich die Einbildungskraft zwölfjähriger Knaben und Mädchen an ihr entzünden soll. Coopers „Lederstr u Mjp f g e sch i ch ten", bearbeitet von Gustav Höcker, .steht da noch immer in erster Linie. In den letzten Jahren ist es nun nicht mehr ausschließlich der ferne wilde Westen mit seinen Trappern, Indianern und Wildstellern, welcher das Interesse der Jugend in so hervorragendem Maße in Anspruch nimmt. Infolge unserer Colomalpolitik wendet fich der Blick auch dem Erdtheil zu, welcher bislang der dunkelste hieß. Da haben wir u. a. eine höchst spannende Erzählung aus dem Leben der Negerstämme des westlichen Asrcka unter dem Titel „Der Tyrann der Goldküste" von Oskar Höcker. An die reifere Jugend wendet fich das Buch „Vom schwarzen Continent", worin Gustav Plieninger Klau- von der Deckens Reisen und Erlebnisse in Ostafrika bearbeitet hat. In die gleiche Rubrik gehört auch „Stanleys Reise durch den dunkeln Welttheil", welche Rich. Roth dem Jugendstandpunkt an« gepaßt hat. Die verschiedenen Jugend«K df. e n b e r unb Almanache, gleichfalls mit Abbilbungen, ergeben eine bisher nicht gekannte Klaffe von Festgeschenken, auS welcher ich hier nur ben Kalenber bes Berliner ThierschutzvereiuS heraus- greife, ber in einer Million von Exemplaren gebrückt ist und zu dem fabelhaft billigen Preise von 5 Pfg. pro Stück abgegeben wird. Die wirklich künstlerisch ausgesührten Illustrationen und die allerliebsten kleinen Erzählungen mit lehrhafter Tendenz, die darauf berechnet sind, in der Jugend siockungen statt- die Postwagen mußten mehrmals aus dem Schnee herausgeschipft werden. — ReujahrSbriefe. Wir haben schon häufig darauf 'aufmerksam gemacht, wie manche zweckmäßige Einrichtungen der Post wenig bekannt sind und in Folge desien auch selten benutzt werden. Die bevorstehende Neujahrszeit bringt uns eine für dir Einlieferung der Neujahrsbriefe bestehende Einrichtung in Erinnerung, die gleichfalls im Publikum nicht allgemein bekannt ist. Diese Einrichtung besteht darin, daß an größere» Orten (z. B. in Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen, Worms) frankirte Stad t briefe, Postkarten uns Drucksachen, deren Bestellung am 1. Januar früh gewünscht wird, bereits vom 26. Decembei ab zur Einlieferung gelangen können. Ter Absender hat derartige Briefe in einen Briefumschlag zu legen und diesen mit der Aufschrift zu versehen: „Hierin frankirte Neujahrsbriefe für den Ort." Diese offenen oder geschloffenen Briefumschlag,, die nicht franktrt zu werden brauchen, können entweder am Poftschalter abgegeben oder soweit es ter Umfang gestattet, in die Briefkasten gelegt werden. Die Absender solcher f ühzettig einpelieferten Briefe können einer pünktlichen Bestellung derselben zum Neujahrstage gewiß sein. Voraussetzung ist allerdings hierbei, daß die Wohnung der Adressaten möglichst genau, d. h. nach Straße, Hausnummer und Lage —ob eine oder zwei Treppen rc. und zwar unterhalb der Angabe des Bestimmungsorts, auf die Briefe niedergeschrieben wird- Ueberhaupt ist es zur Sicherung einer schnellen Beförderung und Bestellung der Postsendungen, nicht nur zur Neujahrszeit, von größter Wichtigkeit, wenn außer den vorbezeichneten Angaben auch der Bestimmungsort auf den Postsendungen möglichst deutlich unten rechts in der Ecke mit großen lateinischen Buchstaben vermerkt wird. Aus diesen Angaben muß auch die Lage des Bestimmungsortes, namentlich bei weniger bekannten Orten, unzweiselheit heroorgehen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe deS Staates und bet größeren Staatm des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirks), oder anch die Angabe von größeren Flüssen („an der Oder", „an der Elbe", „am Rhein", «am Main rc.") oder von Gebirgen („am Harz", „im Odenwald rc." Nicht minder sind zusätzliche Bezeichnungen, wie „in Thüringen", „in der Altmark", „im Rheingau rc." für den Zweck geeignet. Bet Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist auf der Adresse außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch die Bestell-Poftanstalt anzugeben. Gibt es mit dem BifttmmungS- orte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Octs- namen eine zusätzliche Bezeichnung betzusügen. Ein Verzetchntß der gleichnamigen oder ähnlich lautenden Postorte kann zum Preise von 15 Pfg. bet jeder Reichspostanstalt bezogm werden. Liegt der Bestimmungsort einer Postsendung in einem fremden Postgebiete, so ist bei den weniger bekannten Orten auch das Land oder der Landesthetl auf der Adresse anzugeben. Bei Briefen nach Berlin ist, außer der Wohnung des Adreffaten, der Postbezirk (N., N.-O. rc.), in dem die Wohnung sich befindet, auf der Adresse hinter der Ortsbezeichnung ^Berlin" zu vermerken. Die genaue Beachtung dieser Punkte trägt zu einer beschleunigten Beförderung der Postsendungen wesentlich bei und liegt daher in erster Linie im eigenen Interesse der Absender. & _ Schließlich wollen wir, um nochmals auf den Neujahrsoerkehr zurückzukommen, nicht unterlassen, den Absendern von Neujahrs- briefen den möglichst frühzeitigen Ankauf der erforderlichen Freimarken und die Absendung der Neujahrsbriefe nach auswärts einige Tage vor Neujahr dringend ans Herz zu legen. Denn erfahrungsgemäß ist der Andrang an den Postschaltern am 31. December ein so ungeheurer, daß es trotz der umfassendsten Vorkehrungen der Postbehörde oft nicht zu vermeiden ist, wenn an bieten Tagen Stockungen am Schalter eintreten. Wer also zur Erlangung seiner Freimarken nicht längere Zeit am Schalter stehen will, was gerade nicht zu den Annehmlichkeiten gehört, der mache seine Ein- kaufe bei der Poft schon einige Tage vor Jahresschlutz. In der Berliner Wärmehalle. Das Berliner Frewdeublatt" schildert folgenden Besuch in der Berliner „Wärmehalle": Ein leiser Druck an der Klinke der plumpen Thür und wir befinden und innerhalb der geräumigen, aber unfreund- lichen Halle. Einfache Holzbänke durchziehen den Raum, nur in der Mitte und an den Setten ist Platz für bequemen Durchgang geschaffen. Eine stickige Luft füllt die Halle an, die im trüben Halblicht, das durch die oberen matten Rundbogen fällt, daltegt. Trotzdem im Hintergründe noch eine ganze Anzahl von Bänken leer ist, drängt man sich auf den vorderen Bänken dicht zusammen. Es ist, als ob man andeuten wolle, das gleiche Unglück schließe alles hier fester zusammen. Da fitzt der junge Handwerksbursche, mit dem „Berliner" auf dem Rücken, neben dem Stromer von Profession. Beide nehmen an der allgemeinen Unterhaltung nicht Theil, die oft recht lebhaft geführt wird und mitunter sogar das „Pst" des Aufsehers herausfordert. Der alte „Krauter" (Meister) unterweist den jungen Nachbarn in der Kunst der Bettelei, er erzählt ihm von den besten „Winden" (Bettelftellen), warnt ihn vor den „Blauen" (Schutzleuten) und den „Heimlichen" (Geheimen Polizisten)- er erbietet sich zu weiterem „Unterricht", falls ehrlich gekippt (getheilt) l wird. Während der erfahrene Graubart seine weitere« Ge- hetmniffe enthüllt, wird auf der vordersten Bank ein halb- i unterdrücktes Gelächter laut. Der Tegeler Sandjunge hat sich wieder einmal zur Zielscheibe eines etwas sehr drastischen Witzes hergeben müffen. Ein handfester Mann, der eben seinen Nachbarn geklagt, wie er vergeblich sich überall nach Arbeit umgeschauk, schleudert einige nichc gerade salonfähige Anreden gegen die'„rüdigen Bollen". Schon will sich einer der Aufseher in den Zank mischen, doch der Streit ist bereits geschlichtet. Heimlich zieht einer der Anstifter eine Buddel aus der Tasche und reicht sie hinüber: „Na stärke Dir, ntscht für ungut." Inzwischen haben manche die Halle verlaffen und neue Ankömmlinge ihre Plätze eingenommen. Da naht der Aushelfer, der in der Engrosmarkthalle durch allerlei Handreichungen ein Paar Groschen zu verdienen sucht, der auf dem „Abriß" beschäftigte Bauarbeiter, der sich ein wenig aufwärmen will- auch der richtige Pennbruder fehlt nicht, den man aus der Kaffeeklappe verwiesen, da er doch nichts verzehren kann. Und wer auf diesen Gesichtern, in denen Entbehrung, Noth, Laster und Alkohol unvertilgbare Spuren etngegraben, zu lesen verstünde, er würde einen schätzens- wertheu Beitrag zur socialen Geschichte des 19. Jahrhundert- liefern. Die anfängliche Munterkeit hat nachgelassen, der Gesprächsstoff von den Tagesneuigkeiten rc. ist ausgegangen. Soll man das alte Lied wiederholen, von der Noth, die man leidet, erzählen? Halb ärgerlich, halb wehmüthig weist mau den „Verschönerungsrath" (Barbier) zurück, der einem für drei Poscher (Pfennige) den Bart zustutzen will. Allenfalls der „Kontorstößer", der bei seinen Schnorrcreien in den großen Geschäften einigermaßen anständig austreten will, gestattet sich diesen Luxus. Plötzlich beleben sich die resig- nirten Gesichter der meisten. Ein Wohlthäter erscheint, der einige Teller Suppe „schmeißt". Wie drängen sich da die Menschen vor, denen man es ansieht, daß eö keine hohle Phrase ist, wenn sie versichern, seit drei Tagen nichts Warmes gegeffen zu haben. Doch Mancher hält sich tm Hintergründe, er sträubt sich gegen die Bettelei. Noch hofft er sich wieder emporzuarbeiten und sich sein Brod anständig verdienen zu können. Der dort, der sein düsteres Gesicht tief herunterbeugt, ist ein stellenloser Kaufmann, seit Monaten hat er nach allem Möglichen gesucht und gestern hat die Wrrthin ihn nicht länger in der unbezahlten Schlafstelle geduldet. Da erhellt ein freundliches Lächeln seine Züge- er träumt von einer befferen Zukunft. Da aber wird er plötzlich unsanft geweckt und es tönt ihm der barsche Ruf entgegen: „Männeken, hier wird nicht jepennl!" Der Abend ist hereingebrochen, dunkele Nebelmaffen ziehen hernieder, die Halle leert sich und die letzten Insassen ziehen hinab die Landsberger Straße nach dem „Rothen Schloß", wie sie ironisch das Asyl für Obdachlose gerauft haben. Vemnischtes. * Ein theuerer „Spaß". Ende Mai ds. Js. hatte ein adeliger Herr, der Freiherr v. Romberg, in Hamm in Westfalen dem Wettrennen betgewohnt und dabet in überreicher Weise dem Rebensaft zugesprochen. Er bewirthete auch eine Musikcapelle mit Sect und Wein und ging dann Arm in Arm mit dem Capellmeister zur Kaiserhalle. Dort ließ er sich inmitten einer fidelen Gesellschaft bei einer Flasche Sect nieder. Als der Musikus den Pfropfen der Flasche lösen wollte, nahm der Freiherr dies übel, ergriff die Flasche und schlug damit dem Musikus auf den Kopf. Die Flasche blieb zwar ganz, der Kopf des Musikanten erwies sich aber weniger widerstandsfähig, denn der Getroffene brach besinnungslos zusammen. Die Heilung der Wunde nahm zehn Tage in Anspruch. Der Verletzte hatte die Sache angezeigt- als ihm aber 669 Mk. an Curkosten und Schmerzensgeld gezahlt wurden, bemühte er sich, den Strafantrag rückgängig zu machen, jedoch erfolglos. Dieser Tage wurde der Freiherr wegen Körperverletzung zu 1000 Mark Geldbuße verurtheilt. * Einen kühnen Vergleich gestatten sich die „Dresdener Nachrichten". In einer Betrachtung über auswärtige Politik verrathen sie der erstaunten Welt, das Herz der Ruffen sei aller Volksschichten den Sinn der Barmherzigkeit und des Mitgefühls für die stumme Creatur zu wecken, laffen es begreiflich erscheinen, daß der preußische Regierungsschulrath Bertram den Kalender an zweihundert Gemeindeschulen em pfehlen mochte. Ein Landrath am Rhein hat sofort 2500 Stück in seinen Bezirk kommen lassen. Rach 50,000 Abdrucken findet eine Erneuerung der Cltches statt. IV. Der Schmuck des Christbaums. Der alte Wunder- und Zauberbaum des deutschen Märchens ist der Apfelbaum. Wer sich in der Weihnacht um 12 Uhr unter ihn stellt, sieht weitverbreitetem Volksaberglauben nach den Himmel offen. Aepfel und Nüsse als die Symbole der wiederkehrenden Zeugungskraft, des neuen Lebens in der Natur, sind sammt den Lichtern der Hauptschmuck des Weihnachtsbaums geworden und bis auf den heutigen Tag geblieben. Der immergrüne Nadelbaum eignet sich am besten zum Sinnbild jenes Lebens, das auch von starrer Winternacht nicht bezwungen wird. In einfachem Lichterschmuck ist der Christbaum am schönsten und feierlichsten. Kein Prunk und Ausputz kann die Wirkung dieser schlichten Christbaumpoesie überbieten. Und doch ist die Phantasie schon seit Jahrzehnten thätig in der Ersinnung neuen, originellen Christbaumschmucks. Der erste Schritt wurde damit gethan, daß man die Aepfel und Nüsse nicht mehr in ihrer Naturfarbe, sondern U Goldschaumüberkleidung an den Baum hing. Zu diesen „goldenen Früchten", welche recht gut auf die „paradiesischen" tn der Stadt der goldenen Gassen hindeuten konnten, gesellten sich alsbald die vielfarbigen Kerzen, die den einfachen Wachsstock verdrängten, der aber doch noch immer von Vielen ob seines köstlichen Duftes bevorzugt wird. Dann machte man sich dran, eine Verbindung zwischen Wintergrün und sommerlichem Blumenflor zu erzielen, indem man an die Zweige allerhand Papierblumen, mit Vorliebe weiße Lilien mit goldenen Staubfäden und Rosen aus zartem Setdenpapier knüpfte. Ein goldener Engel mit weit ausgespannten Flügeln oder ein glitzender Stern, mit Anspielung auf den Stern, der die Weisen des Morgenlandes zur Krippe in Bethlehem geführt, schaute gewöhnlich von der höchsten Spitze segnend auf all den Glanz hernieder, der sich an den Zweigen und Zweiglein entfaltete. In Heimstätten, wo sich die Kerzen des WeihnachtS- baumeS in fröhlichen Kinderaugen spiegeln sollen, trägt man Sorge, daß auch das „Leckermäulchen" seine Befriedigung findet, und es kommt nunmehr allerlei Nasch werk an den Baum, der oftmals all das Gute, das man ihm aufbürdet, kaum zu tragen vermag. Die Hasen, Hirsche und Eber, die da in Teigform, bald aus Lebkuchen, bald aus Marzipan, herniederhängen, erinnern uns vielleicht noch an die alten zur germanischen Jul zett beliebten Opferthiere, die sich dann später noch, als die christliche Kirche keine blutigen Opfer mehr duldete, wenigstens in Teignachbildungen erhielten. Aber daneben findet sich auch eine Menge Confect, bei welchem „kalt wie eine Eisbärschnauze". (!) Mögen sich daher besonn ders junge Damen gewarnt sein laffen, einen Russen zu hei- rathen, denn so was wäre doch ungemüthlich. * Eine freundliche Aufforderung. In einer Wiener Badeanstalt, die in letzter Zeit mit besonderer Vorliebe von Selbstmördern frcquentirt wurde, war dieser Tage folgendes Plakat zu lesen: „Die p. t. Selbstmordcandidaten werde« freundlichst ersucht, sich nur die im Hofraume untergebrachte Cabine 12 anweisen zu laffen, da sie von dort nach vollbrachter Thal am leichtesten wegtrausportirt werden können. Die Direction ist jedoch bereit, den sich meldenden p. t. Lebensüberdrüssigen mit größter Bereitwilligkeit den Betrag für ein Zimmer in einem anständigen Hotel auszusolgen, | wo sie ihren Plan viel bequemer ousführen und dadurch der . Badeanstalt ungeheure Scherereien ersparen könnten." Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 21.December. (Per transatlantischenlTelegraph.) Der Schnelldampfer Ems, Capitän W. Retmkaffen vom Nordd. Lloyd in Bremen, ift heute 8 Uhr Morgens tn Newyork angekommen. Bremen, 21. December. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weimar, CapitL-- C. Steenken, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 10 Uhr Vormittags in Newyork angekommen. Lpirlpla« Ser vereinigten Zrandfurter Stadtttzratrr Overnhauö. Dienstag den 25. December, Nachmittags 3x/> Uhr: Auna- Lise. Abends 7 Uhr: Wie die Alten sungen. Mittwoch dm 26. December, Nachmittags 31/» Uhr: Schmetterlingsschlacht. Abends 7 Uhr: Wie die Alten sungen. Donnerstag den 27. December: Einmaliges Gastspiel bei Schliersee'r Bauerntheaters. s'Liserl von Schliersee. Freitag den 28. December: Wohlthäter der Menschheit. Samstag den 29. December: Wie die Alten sungen. Sonntag den 30. December, Nachmittag- 3*/a Uhr: Anna-Lise. Abends 7 Uhr: Wie die Alten sungen. Montag den 31. December: Fatale Geschichten.^ GchauspiethauK. DienStag den 25. December, Nachmittags 3Va Uhr: DaS tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Carmen. Mittwoch den 26. December, Nachmittags 31/, Uhr: Obersteiger. Abends 7 Uhr: Armida. Donnerstag ken 27. December, Nachmittags 3>/> Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Der König hatS gesagt. Freitag den 28. December, Nachmittags 3'/- Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Einmaliges Gastspiel des Schliersee'r Bauerntheaters. Almenreusch und Edelweiß. Samstag den 29. December, Nachmittags 31/« Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Sonntag den 30. December, Nachmittags 3Va Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Amelia ober: Der Maskenball. Montag ben 31. December, Nachmittags 3>/a Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Abends 7 Uhr: Hänsel und Gretel. Hierauf: Bajazzo. J_ 1896 H Baujahrs- > Bliickwtinsclikarten werden geschmackvoll angefertigt in der Brühl’schen Druckerei Schulstrasse 7. ES übertrifft in Geschmack und Geruch der Hollünd. Rauchtabak von B. Becker in Seesen a. H. alle ähnl. Fabrckate. Ein 10 Psd^ Beutel fco. 8 Mk. 7830 sich keine symbolische Bedeutung mehr nachweisen läßt, daS einzig dazu da ist, um Auge und Gaumen zu ergötzen. Die Conditoreien wetteifern in der ingeniösen Erfindung deS Weihnachtsconfects. Die reizendsten Früchte, Brode, Würste und Schinken aus Marzipan werden da fabricirt, um de« Baum zu schmücken. Immer größer wird der LuxuS in dieser Beziehung- manchmal gleicht so ein armer WeihnachtSbaum schon der reinsten Dilicateffenhandlung! Für die, welche gewohnt sind, aus der „Plünderung" deS Baumes noch eine Art Fest zu gestalten, ift daS recht erfreulich. Je mehr, je besser? Aber auf schlichtere, sinnige Gemüther wirkt daS Zuviel peinlich. Die echte, reine Poesie des edlen BaumS geht unter bei diesem prahlerischen Behang. Die blanken Kugeln, daS Geglitzer und Gefunkel von silbernen und goldenen Fäden, Netzen beeinträchtigt die starke, tiefe Wirkung des dunkeln Grün, das den Sinnen so unendlich wohl thut. Am liebsten ist uns noch jener AuSputz, der eine Imitation von Eiszapfen und Schneelast sein soll, und aus der Uebercultur wieder in die hehre Pracht der unerreichbaren Wtnterherrlichkeit zurückbiegt. Auf die Weihnachtö sti mm un g, die über den Zurüstungen lagert, kommt es nun freilich zunächst an, auf jene Stimmung, in die sich die Dichterin Frieda Schanz hineindcnkt, wenn sie ausruft: „Weihnachtsstimmung, du heimlich süße! Ueberall blinkender Kerzlein Glimmen, Ueberall tappende Engelfüße, Ueberall betende Ktnderstimmen." Bekanntmachung. Nachdem unt auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Verfügung gestellt worden ist, um eine Anzahl armer ferophulöfer Kinder im nächsten Sommer in der Kinderheilanstalt in Bad-Nauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkaffenbezirks Gießen, welche solche kranken Kinder haben und nicht selbst in der» Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugmß vorzulegen, in welchem die Nothwendigkeit einer Badekur bescheinigt fein mutz. — Es ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkaffe eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. — Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betr. Eltern bi« längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Gießen, am 3. December 1894. Die Direction des Spar- und Leihkaffe-Vereins. _____________________Grüneberg. __________9960 Bekanntmachung! In Bezug auf die Geschäftsordnung des unterzeichneten Gerichts ist Folgendes bestimmt: l. Allgemeiner Amtstag, an welchem Jedermann, ohne vorgeladen zu fein, den Richter sprechen kann, ist Donnerstags von 9 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nachmittags. 2. Die Sprechstunden des Gerichtsschreibers sind jeden Werktag von 10 bis 12 Uhr Vormittags. 3. Die Schöffengerichtsfitzungen sind auf den 16. Januar, 6. und 27. Februar, 20. März, 10. April, 1. und 22. Mai, 12. Juni, 3. und 24. Juli, 14. August, 18. September, 16. Oc- tober, 6. November, 4. und 18. Dezember; die Feldgerichtssitzungen auf den 21. Januar, 13. März, 29. Mai, 17. Juli, 25. September und 20. November und die Forftgerichtsfitzungen auf den 21. Januar, 13. März, 15. Mai, 10. Juli, 25. September und 20. November festgesetzt. Lich, den 21. December 1894. Großherzogl. Amtsgericht. 10364]Süf fert. Werrich! im Zuschanden, Maßuehmn, Mußer?eichnkn im Original Wiener, Pariser, englischen und deutschen Schnitt wird unter Garantie für tadellosen, eleganten Sitz theoretisch und practisch gelehrt Beginn des nächsten Curfus: Mitte Januar. Zugleich empfehle ich mich im w- Anfertigen von Costürnen aller Art. -ee 9794 Hochachtungsvoll Trau Elisabeth Bernhardt, Weidengasse I, Ccke der Neuen Bäuen. Oberförstern Strupbach. Montag den 14. Januar I8OS, Bormittags 11 Uhr, werden in der Dörr'schen Wirth- schäft zu Erda aus dem Dlstrict Thalberg, Schutzbezirk W lsbach, versteigert: Eichen: 80 Stämme mit 73,09 fm, 6 rm Klafternutzholz, 134,5 rm Scheite und Knüppel, 144 rm Reifer uud 88,5 rm Stock- Holz. Buche»: 6 rm Scheite und Knüppel und 6 rm Reisig. ~ Ferner kommen aus den Distrikten Schmittenberg, Böswieöwäldchen und Eulenkopf, Schutzbezirk Bieber, zum Ausgebot: Eichen: 9 Stämme mit 8,25 fm. Erlen: 21 Stämme mit 6,94 fm und 18 rm Scheite, 2 m lang. Fichte«: 434 Stämme und Stangen mit 112,86 fm. Das Brennholz wird zuerst versteigert. Der Verkauf des Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. Kaufliebhaber wollen dasselbe vor Beginn des Termine« besichtigen. 10363 FH. Strupbach, den 22.Decbr. 1894. Der Forstmeister: Baumann. Die Lieferung von 14)0 (Str. gutem Futterhafer soll im Wege der Submission vergeben werden. Muster mit Preisangabe sind bis zum 27. d. Mts. an den Vorstand zu richten. 10371 Kiehener Omnibusgesellschast. Arrac, Batavia-, Cognac, französischer nnd deutscher von 2 Mk. an per Liter, Rnm, Jamaica, laiqueure in großer Auswahl Punscheffenzen von Arrac, Rum, Burgunderwein re. Roth- und Meiß-Meine in allen Preislagen empfiehlt 10253 Die Original SINGER Nähmaschinen erfreuen sich tn Folge ihrer mustergültigen Con- struction, ihrer vollknde'en mechanischen Aus, tühsung wie ihrer schönen, practlschen Ausstattung einer immer mchr steigenden Beliebtheit und Verbreitung und eignen sich für jedes Haus, 'Ur jkde Familie, als gern gesehene, beste und nützlichste Weihnachtsgabe. ®,rlaöL(,»g