Nr. 198 Erstes Blatt. Samstag den 25. August 1894 -Ls» ",lbe”5-tri1 6948 d- Kölle. rennet w vhlmder von n U1 V w- je noch bk» Preßgas-. arkeit und hohe 6939 er! Wetzen^ WiU. - September a. c. 3 >C steinf. Ctenvzravhk. itib bd hrnv tzrnst dm. TWm-.Mn- 'graphte' ®ie§en. km zur gejl. Mach- w ke 293 Mäusburg^ »u »*«* L „ igel# >4. (ifrdf/ -sriGLM n angeMrn. i» rum Elnkochen von Frucht 8BH« 99.56 81.00 24.90 3610 M 410.25 222.00 171-89 124.90 114 12550 lZ.Lotterie. »S#. W**(5629 größeren GWsten it zu genüge» und ’fiens empfo^tn. M iiever. iden Der chietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Aamilienbläller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal de,gelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Vierteljähriger Avanue« entsprei« r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schntftraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bcx folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. chralisöeitage: Hießener Jamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?er Theil. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddingshausen. Bei Prüfung des Grundbuchs rubr. Gemarkung hat sich ergeben, daß ein großer Theil der Grundstücke auf die Namen der jetzigen Eigenthümer noch nicht überschrieben ist. Ich fordere deshalb die Grundbesitzer in der Gemarkung Rüddingshausen auf, spätestens innerhalb 3 Monaten dafür Sorge zu tragen, daß ihre Grundstücke auch im Grundbuche auf ihre Namen überschrieben werden, da die Ersatzgrundstücke nur dem im Grundbuche eingetragenen Besitzer zugetheilt werden und keine Rücksicht auf Zusammenlegung der auf verschiedenen Namen stehenden, jedoch einem Besitzer gehörenden Grundstücke genommen werden kann. Gießen, den 15. August 1894. Der VollzugS-Commissär Dr. Wallau. Großherzoglicher Kreisamtmann. Deutscher Reich. Berlin, 23. August. Der Kai ser widmet sich seit seiner Rückkehr aus England vorwiegend militärischen Besichtigungen, wie solche durch die angebrochene Manöverzeit in erhöhtem Maße bedingt werden. Soweit bekannt, reist der Kaiser am 1. September in das im östlichen Theile der Provinz Brandenburg gelegene Manövergebiet des Gardecorps ab. Was die vielverbreiteten Gerüchte über angeblich unmittelbar bevorstehende wichtige Entschließungen deS Monarchen in verschiedenen Angelegenheiten der inneren Politik anbelangt, so eilen sie offenbar den Thatsachen voraus. Wenigstens glaubt man in unterrichteten Kreisen nicht, daß derartige allerhöchste Entscheidungen schon in allernächster Zeit zu erwarten seien, sondern vielleicht erst vor Beginn der parlamentarischen Wintercampagne. — Immerhin streicht aber doch wieder ein etwas frischerer Luftzug über die Gefilde der inneren Politik, mag auch auf denselben die sommerliche Ruhe im Allgemeinen noch vorherrschen. Lebhaft wird die Preß- discussion über die Bekämpfung der socialdemokratischen Agitation weitergeführt, wie solche Erörterungen durch die in Aussicht gestellte Beschränkung des preußischen Vereins- und Versammlungsrechtes hervorgerufen worden waren. Vielfach schweift diese Discussion auch auf daS anarchistische Thema hinüber, infolge der anarchistischen Affairen in Berlin. Indessen treten bei Erörterung der Frage, ob und in welcher Weise ein Vorgehen gegen die anarchistische Bewegung in Deutschland geboten sei, ebensoviel Meinungsverschiedenheiten hervor, als dies bei den Betrachtungen über die Eindämmung der socialdemokratischen Gefahr der Fall ist. Im Uebrigen läßt sich kaum mehr bezweifeln, daß die Tragweite der Anarchisten-Verhaftungen in Berlin in den ersten Meldungen hierüber erheblich übertrieben worden ist, hoffentlich läßt sich aber die preußische Regierung hierdurch nicht abhalten, den anarchistischen Brüdern etwas schärfer auf die Finger zu paffen. — In Fulda waren in dieserWoche die preußischen Bischöfe wieder zu ihrer üblichen Augustconferenz versammelt. Ueber die hierbei gefaßten Beschlüsse ist indessen noch nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen. — Einiges Aufsehen macht eine Unterredung, die der preußische Finanzminister Dr. Miquel in seiner thüringischen Sommerfrische Oberhof mit einem russischen Zeitungscorrespondenten gehabt hat. Dies hauptsächlich deshalb, weil sich Herr Dr. Miquel hierbei günstiger über den deutsch-russischen Handelsvertrag ausgesprochen haben soll, als in Anbetracht der seitherigen Stellungnahme des Herrn Dr. Miquel in dieser Angelegenheit wohl anzunehmen war. — Der socialdemokratische Weizen blüht selbst in Gegenden, in denen man dies kaum für möglich halten sollte. Dr. Arons, Privatdocent an der Berliner Universität, hat schon mehrfach seine socialdemokratische Gesinnung bethätigt, u. A. durch Spendung von 300000 Mk. für die socialdemokratische Parteikasse. Der Cultusminister Dr. Bosse hat daher Veranlaffung genommen, der philosophischen Facultät der Universität Berlin Vorstellungen über die Lehrthätigkeit des Herrn Dr. Arons in Hinblick auf besten politische Gesinnung zu machen. Hierauf soll indessen die genannte Facultät den Beschluß gefaßt haben, von einem Eingriff in die Lehrthätigkeit des Herrn Dr. Arons abzusehen, da lediglich die wissenschaftliche Befähigung, nicht aber die socialdemokratische Gesinnung eines Docenten maßgebend für dessen Zulassung durch die Facultät sei, außerdem erachte ja die Regierung die Socialdemokratie für eine gleichberechtigte politische Partei und pactire mit ihr. Neueste Nachrichten» Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bllreiw. Berlin, 23. August. Der „Reichsanzeiger" meldet über den Saaten st and im Deutschen Reiche Mitte August': Winterweizen und Sommerweizen 2,5, Winterspelz 1,9, Sommerspelz 2,0, Winterroggen 2,1, Sommerroggen 2,4, Sommergerste 2,1, Hafer 2,2, Kartoffeln 2,7, Klee 2,5, Wiesen 2,1. Die Zahlen bedeuten: 1 sehr gute, 2 gute, 3 mittlere Ernte. Die Erntearbeiten find, abgesehen von den östlichen GebtetStheilen, durch das Wetter überall erschwert und verzögert worden. Der Roggen war bis August meistens eingebracht, in Süddeutschland meist gut, in Norddeutschland theilweise nicht völlig ttocken. Der Weizen ist theilweise geborgen, theilweise verlieren die Körner durch Auswachsen an Mahlfähtgkeit. Dem Klee und den Wiesen gereichte die Feuchtigkeit zum Vortheil- der zweite Schnitt verspricht guten Ertrag. Der Roggenstrohertrag ist meistens überaus reich. Glasgow, 23. August. In Folge eines Versuchs der strikenden Bergarbeiter, die übrigen Arbeiter am Arbeiten zu hindern, fanden 7 in der Nähe der bet Co ab ridge gelegenen Bergwerke Unruhen statt. Der bekannte Führer der Bergarbeiter, Donaldson, und fünf andere Arbeiter wurden verhaftet. Die Polizei mußte den Eingang zur Grube besetzen. Rotterdam, 23. August. Heute Morgen fand eine Explosion statt auf einem der anläßlich des Besuches der Königinnen in Vli^ssingen liegenden holländischen Kriegsschiffe. Sechs Soldaten der Bemannung wurden schwer, einer tödtlich verwundet. Depeschm de» Bure« »fctrolb*. Berlin, 23. August. Der Kaiser nahm heute Vormittag im N^ren Palais den Vortrag des Reichskanzlers, des Kriegsministers und des Chefs des Militärcabinets entgegen. Berlin, 23. August. Eine Alarmirung der Berliner Garnison soll auf Befehl des Kaisers in der nächsten Zeit erfolgen. Die Alarmirung tritt an Stelle der beabsichtigt gewesenen Parade über die 5. Division. Berlin, 23. August. Zur Meldung der Blätter über Ende Juli in Kamerun unter den Sudanesen der Schutztruppe ausgebrochenen Unruhen erklärt die „Nordd. Allg. Ztg.", daß nach den amtlichen Berichten die Sudanesen, welche trotz des Verbotes dem Branntweingenuß fröhnen, in ihrer Trunkenheit verschiedene Exceffe und Schlägereien verübt hätten. Infolge dessen verfügte der Gouverneur die Heimschtckung der unverbesserlichsten Trunkenbolde, während mehrere auf den anderen Stationen verwendet werden sollen, wo ihnen der Branntwein entzogen wird. Berlin, 23. August. Der „Voss. Ztg." wird aus Konstantinopel gemeldet, der zweite Chef des türkischen GeueralstabS, von'der Goltz-Pascha, welcher auf sechs Wochen nach Deutschland geht, nehme auf Einladung des Kaisers an den Kaisermanövern Theil. v. d. Goltz-Pascha soll noch mit einer besonderen Mission vom Sultan betraut sein. Gleichzeittg mit v. d. Goltz reisen siebzehn türkische Offiziere behufs militärischer Ausblldung nach Deutschland. Wien, 23. August. Aus Sofia wird gemeldet, der Minifterrath habe auf eine Ankündigung Zankows, daß er demnächst nach Bulgarien zurückkehren werde, beschlossen, Zankow als dem Anstifter verschiedener Handstreiche, die Rück- kehr nicht zu gestatten. Demgegenüber hat nun Zankow erklärt, er werde unbekümmert um die Folgen nach Bulgarien gehen- die Regierung möge gegen ihn unternehmen, was sie wolle. Zankow hofft an der Fürstin eine Stütze zu haben. Paris, 23. August. Die für heute angesetzte große Pilgerfahrt nach Jerusalem mußte infolge der von der türkischen Regierung errichteten Quarantäne verschoben werden. Paris, 23. August. Ministerpräsident Dupuy empfing gestern in Vernet-les-BainS- den Bischof von Perpignan. London, 23. August. Nach Meldungen, welche aus Shanghai und zwar von chinesischer Seite kommen, sollen an den Schlachten am Freitag und Samstag je 25,000 Mann theilgenommen haben. Die chinesischen Geschwader des Nordens, des Südens und des CentrumS erhielten Befehl, sich im Golfe von Pe-Tschi-li zu concentriren. — Der japanische Adel hat die Regierungsanleihe von 50 Mill. Dollars voll gezeichnet. --------------------1------------------------------------ London, 23. August. Auch bis heute hat die hiesige japanische Gesandtschaft noch keine Bestätigung über den angeblichen Sieg der Chinesen erhalten und erklärt, wenn die Japaner eine entscheidende Niederlage erlitten hätten, wäre ihr jedenfalls eine offictelle Meldung darüber zugegangen. Petersburg, 23. August. Mit großer Bestimmtheit tritt hier die Nachricht auf, daß eine Verstärkung deS russischen Geschwaders im Stillen Ocean unmittelbar bevorsteht- dieselbe soll eine bedeutende sein. Von Kronstadt werden demnächst neun Kriegsschiffe zu diesem Zwecke in See gehen. Cecctlt« mmö pröt>ittiic£lc» Gießen, bett 24. August 1894. ** Fenerwehrfest. Eine hübsche Einrichtung auf dem Festplatz wurde von Seiten des Publikums fast gar nicht benutzt. Wir meinen den AuSstchtsthurm, welcher in dem rechten Theil (vom Festplatz aus) deS Eingangsportals errichtet ist. Wie unS die Besucher desselben versicherten, ist die Aussicht daselbst eine ganz herrliche und auch Abends beim elektrischen Licht der Anblick deS Festplatzes ein wahrhaft feenhafter. Wir hoffen, daß am Samstag und Sonntag der gegen ein mäßiges Entree zugängliche Aussichtspunkt fleißig aufgesucht wird. — Wie wir weiter vernehmen, sind dem Festausschuß eine große Anzahl Festmedaillen übrig geblieben, da auswärtige Hausirer den Verkauf von nicht- offictellen Festmünzen zu jedem Preis forcirten. ES soll aus dem Festplatz versucht werden, die übrig gebliebenen zu sehr billigem Preis loszuschlagen. Wir empfehlen dieselben der Gunst des Publikums. Jeder Festbesucher wird sich gern ein Andenken mitnehmen. ** Brod-Revifiou. Bei einer gestern stattgehabten Revision des Brodes auf das Gewicht wurden einem auswärtigen Bäcker 23 ganz frische Brode weggenommen, die ein Mindergewicht von 40 bis 110 Gramm pro 4 Pfd. Laib zeigten. ** Die diesjährigen Eommuualsteueru stellen sich nach einer im „Darrnft. Tägl. Anz." enthaltenen Aufstellung für die Städte des GroßherzogthumS, in denen die Städteordnung gilt, wie folgt: 1894/95 gegen 1893/94 Steuersumme Mk. Coöfficient Pfg. Steuersumme Mk. Coöfficient Pfg. Darmstadt 1 149 896 26,673 1 049 000 25 Mainz 1 804 470 29,4 1 721 869 29,4 Gießen 395 686 28,8 375 572 28,2 Offenbach 620 287 25,8 605 100 25,8 Worms 483 000 27,744 467 600 27,698 Alzey 75 600 22,092 75 600 22,837 Daraus geht hervor, daß Mainz und Offenbach ihren vorjährigen Ausschlagssatz beibehalten haben, während bei Alzey eine kleine Ermäßigung, bei den anderen Städten eine Erhöhung vorliegt. In der Höhe des Ausschlagscoöfficienten wird Darmstadt von Mainz, Gießen und WormS übertroffen. Bon den übrigen bedeutenderen Städten und Landgemeinden OberheffenS führen wir noch mit ihren Steuersummen und Ausschlagscoöfficienten auf: Friedberg 68820 Mk. bezw. 23,539 Pfg., Bad - Nauheim 46 000 Mk. bezw. 25,373 Pfg., Vilbel 27 300 Mk. bezw. 26,013 Pfg., Grün- berg 27 706 Mk. bezw. 27,470 Pfg., Büdingen 39 150 Mk. bezw. 27,738 Pfg., Lauterbach 34 000 Mk. bezw. 27,457 Pfg., Alsfeld 66 000 Mk. bezw. 28,524 Pfg., Schotten 27 500 Mk. bezw. 32,767 Pfg., Nidda 24 300 Mk. bezw. 34,832 Pfg., Schlitz 32 000 Mk. bezw. 36,419 Pfg. Als Kennzeichen im Allgemeinen gleichartiger Verhält- nisse dient es, daß in den Städten mit Städteordnung die Ausschlagscoöfficienten keine allzu großen Unterschiede auf- weisen. Bet den vorstehend weiter aufgeführten sonstigen größeren Gemeinden find die Unterschiede schon wesentlicher. Viel bedeutender sind solche aber in den eigentlichen Dorfgemeinden, in welchen auf der einen Seite ganz geringe Steuerausschläge Vorkommen, anderseits aber Steuerausschläge bis zu 60 Pfg. auf die Mark Steuercapital keine Seltenheit sind. Die in dieser Beziehung am höchsten belastete Gemeinde ist Schmitten im Kreise Schotten mit 91,479 Pfg. Ausschlag auf die Mark Communalsteuercapital. ** Den 116rn. wurde, wie der „Darrnft. Ztg." aus Seligenstadt mitgetheilt wird, der Besuch des dortigen Gasthauses „zum Riesen" verboten. Die im „Riesen" einquartierten Mannschaften wurden auSquartiert, auch die in den Stallungen des großen Gasthauses untergebrachten Militärpferde anderweittg eingestellt. Diese Maßregel erklärt sich aus der Thatsache, daß der bekannte socialistische Agitator, Schreinergeselle Galm, mit Familie in genanntem Gasthause wohnt und überdies der Socialisten- resp. Arbeiterverein darin sein Vereinslocal hat. ** tzochzeitsgeschenk der Kriegerkameradschaft „Hassia". Vorgestern fand im Großherzogl. Residenzschlosse die feierliche Überreichung des von der Kriegerkameradschaft „Hassia" Seiner Köntgl. Hoheit dem Großherzog und seiner Gemahlin gewidmeten Hochzeitsgeschenkes statt. Das Geschenk besteht aus einem herrlichen Tafelschmuck, einer in Silber getriebenen getreuen Nachbildung des Landeskriegerdenkmals. Als Beigabe zu dem Geschenk wurde Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog noch ein in feinem rothen Sasfianleder hergestelltes Album überreicht, welches auf der Vorderseite das Verbandsabzeichen der „Hassia" trägt, sowie die Namen derjenigen Kriegerkameraden, welche zu diesem ebenso finnigen wie schönen Hochzeitsgeschenk ihr Scherflein beigetragen haben. Der mit Gold und farbigen Jnitialien hergestellte Text hat folgenden Wortlaut: „Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig von Heffen und Seiner Durchlauchtigsten Gemahlin Victoria Melita widmen zum 19. April 1894 in treuester Anhänglichkeit und Verehrung einen Tafelschmuck die 30000 alten Soldaten der Kriegerkameradschaft „Hassia"". Seine Königliche Hoheit der Großherzig war sichtlich erfreut über das schöne Geschenk und sprach den Ueberbringern wiederholt herzlichen Dank aus. ** Milil'ärdienstuachrichten. Walter, Kaserneninspector in Goldap, nach Gießen versetzt. ** Anerkennung. Den Standesbeamten der Stondes- amtsbezirke Büttelborn, Harreshausen, Momart und Trösel in Starkenburg, von Altenburg, Bleidenrod, Freienseen, Vtllingen, Stumpertenrod und Ruttershausen in Oberheficn und von Dolgesheim, Dromersheim, Köngernheim (Bezirk Alzey) und Lonsheim in Rheinhefien ist für ihre Geschäftsführung im Laufe des Jahres 1892 vom Großh. Ministerium des Innern und der Justiz eine belobende Anerkennung er- theilt worden. T5- ** Die Prüfung für Einjahrig-Freiwillige beginnt am Montag den 27. August in Darmstadt. ** Zu Amerika verstorbene Heffen. Dubuque, Iowa. Adam F. Jaeger, 56 Jahre alt, aus Darmstadt, Frau Susanns Heiser, 68 Jahre alt, aus Rülfenrod in Oberheficn, Frau von Johann Reiser, und Marie Löffler, Tochter von Rudolph und Sophie Löffler aus Laubach in Brooklyn. ** Wenn der Wetterprophet Falb Recht behält, so wird zwischen dem 23. und 31. August eine gewitterreiche Episode mit starken Hagelstürmen und Niederschlägen eintreten. Die Tage vom 27. bis 30. August bezeichneten Falb als kritische Tage 1. Ordnung, in denen auch Ueberschwemmungen zu befürchten seien. Das sind trübe Aussichten auch für die Ferien- und Vergnügungsreisenden, denen aber zum Tröste mitgetheilt fei, daß ein ruhiger und trockener September zu erwarten sein soll. ** Zeitungswesen. Die bisher nur für häufiger erscheinende politische Zeitungen und Anzeigeblätter statthaften Zeitungsbestellungen für den zweiten und dritten oder für den dritten Monat im Vierteljahre sollen bei den Postanstalten im Reichspostgebiete vom 1. Januar 1895 ab auf alle vierteljährlich zu beziehenden Zeitungen und Zeitschriften, soweit deren Verleger sich damit einverstanden erklären, zu- gelaffen werden. Wegen Einführung dieses Verfahrens werden die Postanstalten mit den Zeitungsverlegern in Verbindung treten. ** Gelderhebuug bei der Post. Ein Vorkommniß aus dem Reiseverkehr, welches der „Westd. Allg. Ztg." mitgetheilt wird, ist eine Mahnung für die Reisenden, sich mit einem der Post genügend erscheinenden Legitimationspapier zu versehen. Ein Herr aus Hannover bekam nämlich eine Postanweisung und ging zur Post, um das Geld zu erheben, aber umsonst. Herr M. hatte als Legitimation eine Badekarte, ferner einen Brief, worin dem Adrefiaten geschrieben wurde, daß das Geld an ihn abgesandt, und endlich Steuerveranlagungen, sowie andere Legitimationen. Aber alles half nichts. Herr M. mußte eine Nacht noch in Köln aus diesem Grunde bleiben und erst andern Morgens bekam er das Geld, nachdem der Hotelbesitzer die Postanweisung mit unterzeichnet hatte. Die Post verlangt entweder Ausweis durch Paß, beziehungsweise durch Paßkarte, oder Bürgschaft des Gasthofbesitzers. Letztere wird — und mit Recht — vielfach verweigert, denn es ist doch beispielweise ein unbilliges Verlangen, daß der Wirth für die Persönlichkeit eines ihm gänzlich unbekannten Fremden sich verbürgen soll. Eine ordnungsmäßige Paßkarte beseitigt die bezüglichen Schwierigkeiten und schützt unter Umständen vor großen Verlegenheiten. t Lich, 23. August. Der Bezirkslehrerverein Lich hält zur Feier des diesjährigen Ludwigstages nächsten Samstag eine Versammlung im „Holländischen Hof" dahier ab. □ vadNauheim. 22. August. Zur Feier des Allerhöchsten Namenstages Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs findet Samstag, den 25. August, Abends von 8 bis 11 Uhr, im Concerthause des Kurhauses ein Fest- ball mit Cotillon statt. Mit Rücksicht auf die nicht mit Ballanzug versehenen geehrten Kurgäste wird Gesellschaftsanzug erbeten. Friedberg, 22. August. Mit dem 1. September tritt hier eine staatlich organisirte „Anstalt zur technischen Verarbeitung und Verwerthung von Thtercadavern" für sämmt- liche Gemeinden des Kreises Friedberg ins Leben. Die Cadaver von gefallenem oder aus sanitären Gründen ge- tödtetem oder beim Schlachten als krank befundenem Vieh werden verbrannt. Die Gemeindewasenmeistereien treten außer Betrieb. ? Laubach, 23. August. Als vor mehreren Jahren eine Reihe von Nebenbahnen durch beide Ständekammern bewilligt wurde, befand sich darunter auch das Project „Fortsetzung der Nebenbahn Hungen-Laubach nach einem Punkt zwischen Grünöerg und Mücke mit thunlichster Berücksichtigung des SeeenthaleS", welches von beiden Kammern Großherzogl. Ministerium unterbreitet worden war. Alsbald entbrannte ein lebhafter Meinungsaustausch um den Ausgangspunkt der Bahn, ob Grünberg oder Mücke. Dann ruhte die Sache und die Ausführung der Bahn schien auf unabsehbare Zeit verschoben. Daß dem jedoch nicht so ist, daß man vielmehr jetzt wieder der Ausführung des Kammerbeschluffes eine erneute Aufmerksamkeit widmet, geht aus der Anwesenheit eines Ingenieurs und Geometers hier hervor, welche im Auftrage Großh. Ministeriums die projectirte Fortsetzung der Bahnlinie einer genaueren Prüfung unterziehen und die Absteckung der betreffenden Linie durch Pfähle vornehmen sollen. Hoffen wir, daß bald hiernach die Ausführung der für den nordwestlichen Vogelsberg sehr wichtigen Bahnlinie in Angriff genommen und die Bahn selbst ihren natürlichen Ausgangspunkt „Mücke" erhält. § Ober-Ohmen, 23. August. Der hiesige, in den 60er Jahren stehende verwittwete Landwirth S. erhängte sich in seiner Scheune. Derselbe hatte das Hängen bereits schon im vorigen Jahre probirt, war aber noch rechtzeitig abgeschnitten worden. Jedenfalls hat Schwermuth bei dem in geordneten Vermögensverhältnissen lebenden Manne den Lebensüberdruß hervorgerusen. R. Reichelsheim i. d. W., 18. August. Das Referat in Nr. 182, erstes Blatt, des „Gießener Anzeigers" über die Eisenbahnversammlung am 5. dss. Mts. im „Gasthaus zur Post" dahier wurde von dem „Niddaer Anzeigeblatt" Nr. 62 übernommen, welches in einem „Eingesandt" in Nr. 64 verschiedene Angaben des Referats bemängelt. Es ist über die hier in Betracht kommende Sache schon so viel Tinte vergossen und so viel Druckerschwärze verbraucht worden, daß man sie zur Ruhe kommen lassen sollte. Würde dies geschehen, so könnte sich der Herr Einsender des „Niddaer Anzeiger" einbilden, seine Bemängelungen stünden richtig- da dies aber nicht der Fall, bleibt nichts anderes übrig, als mit einigen Thatsachen zu antworten. Ob diese dem Herrn Einsender gefallen oder nicht, ist seine Sache- zum Schreiben werden wir uns nicht mehr veranlaßt finden. Es ist Thgtsache, daß von dem betreffenden Sachverständigen in der Bauabtheilung des Ministeriums die Ansicht ausgesprochen wurde: für die Strecke Ober-Widders- heim—Nidda ist ein zweites Geleise nöthig. Dieser Ausspruch hat jedenfalls mehr Werth, als die Privatanficht des Herrn Einsenders. Es ist Thatsache, daß zwei Seiten eines Dreiecks (hier: Echzell—Ober-Widdersheim und Ober Widders- Heim—Nidda) größer sind als die dritte Seite (hier Echzell- Nidda). Es ist Thatsache, daß die laufenden Unterhaltungskosten, die Abnutzung und Amortisation rc. auf einer längeren Strecke höher sind, als auf einer kürzeren. Es ist Thatsache, daß diese Kosten, weil sie für Jahrhunderte (so lange die Bahn besteht) beschafft werden müssen, eine sehr bedeutende Summe darstellen, welche allenfallsige Mehrkosten bei der Neuanlage über Salzhausen schon in wenigen Jahrzehnten weit überragen. ES ist Thatsache, daß von sämmtlichen 22 interessirten Gemeinden sich eine überwältigende Mehrheit für die Linie Echzell—Nidda ausspricht und ausgesprochen hat. Es ist Thatsache, daß die Städte Friedberg, Nidda, Schotten (d. h. Anfang, Mitte und Ende der Linie Friedberg—Schotten) durch das Ellenbogenstück Nidda—Ober- Widdersheim—Echzell belästigt und geschädigt werden. Es ist Thatsache, daß sich in allen staatlichen, communalen und privaten Verhältnissen die Interessen der unbedeutenden Minderheit denjenigen der überwältigenden Mehrheit anzubequemen haben, besonders wenn die Minderheitsinterefien durch Specialberücksichtigungen (wie z. B. hier bei den Personen- und Gütertarifen) noch extra geschützt und gefördert werden sollen. Bleiben noch einige Worte über die am Schluffe gestellte Frage: Warum werden die Versammlungen immer in Reichelsheim und nicht in Echzell abgehalten? hier anzufügen. Die Antwort ergibt sich am einfachsten durch einige Gegenfragen: Warum hat das kleinere Berstadt dem größeren Echzell den Rang mit der Zuckerfabrik abgelaufen,? Warum hat Echzell die Molkerei, die doch offenbar nach Echzell gehört, sich entschlüpfen lassen? Wie kommt es, daß die Zuckerfabrik im Jahre 1884 nach Stockheim gerieth, während sie doch nach Echzell gehört? Hat man in Echzell bei diesen früheren und gegenwärtigen Unternehwungkn dieselbe Energie, Rührigkeit und Voraussicht angewandt, wie es bei vielen kleineren Orten zu geschehen pflegt? Aus der Einladung zur Reichelsheimer Versammlung geht hervor, daß die dortige Gemeindevertretung und andere Interessenten sich aufrafften, um die wichtige Sache weiter zu fördern. Für Echzell wäre die Sache noch viel wichtiger als für Reichelsheim gewesen. Warum that man denn '.nicht denselben Schritt, den die Reichelsheimer thaten? Warum lud Echzell nicht ein? Alle Personen, die nach Reichelsheim gingen, wären auch nach Echzell gekommen. Die Herren in Echzell hätten es ganz in der Hand gehabt, eine Tagesordnung auf- zuftellen, wie sie ihnen am geeignetsten geschienen hätte. Jetzt, nachdem wieder einige Wochen ins Land gegangen, kommen die Herren mit ihren Bemängelungen. Wir leben im Zeitalter des Dampfes und der Electricität, da heißt es: scharf zusehen, klar denken, schnell und richtig angreifen. Wer dies versäumt, kann Anderen keine Schuld geben, wenn sich Mißerfolge zeigen. P. Mainz, 22. August. Gartenbau-Aus st ellung. Zu der vom 15. bis 23. September dahier stattfindenden Gartenbau-Ausstellung haben 226 Aussteller 970 Gruppen gemeldet, ungefähr achtmal mehr Aussteller und Ausstellungsgruppen als bei den früheren großen Gartenbau-Ausstellungen in Mainz vertreten waren. Aus allen Theilen Deutschlands liegen Anmeldungen vor, besonders zahlreich von den Gärtnereien aus den Nachbarstädten Frankfurt a. M. und Wiesbaden. Ein Gärtner aus Wiesbaden wird u. A. einen vollständigen Wintergarten von 500 Quadratmetern Fläche ausstellen. Großartige Leistungen sind besonders in Deeorationsgruppen, Landschaftsgärtnerei, Bindereien und in der Obst-Ausstellung zu erwarten. Im früheren Circusban sind die Bodenbewegungen zum Abschluß gebracht und die Beete mit Gras eingesäet und die gleiche Arbeit wird jetzt nach Schluß der Messe auf den Meßplätzen vorgenommen. Der Wafferfall mit Grotte, Bassins und Springbrunnen im Circus sind nahezu fertig gestellt. Links und rechts von der Grotte werden Dioramen angeordnet- das eine wird die Kaiser-Aacht in den norwegischen Gewässern, das andere eine Tropen-Parthie aus Deutsch-Ostafrika zur Darstellung bringen. Abends werden Wasserfalls Grotte und Dioramen von der Firma Schuckert u. Co. in verschiedenen Farben electrisch beleuchtet. Während der Ausstellung werden verschiedene einschlägige Gesellschaften, z. B. der d endr olo gische Verein, in Mainz ihre General- Versammlung halten. Der Voranschlag für die Ausstellung wurde auf 20000 Mk. in der Ausgabe festgestellt. Da die Ausstellung so groß wird, daß sie bei einmaligem Besuch nicht eingehend besichtigt werden kann, und da in Verbindung mit der Ausstellung Abend-Concerte, venetianische Gartenbeleuchtung u.s.w. veranstaltet werden, kommen Dutzendkarten L 4.50 Mk. zur Einführung. Bingen, 21. August. Trotz des nicht sehr freundlichen Wetters hatte sich das Rochus fest einer überaus zahlreichen Betheiligung von Nah und Fern zu erfreuen. Schon in den frühesten Morgenstunden wimmelte unser Städtchen von Wallfahrern, die gegen 8 Uhr in einer endlosen Procession nach dem Rochusberge zogen, wo Bischof Dr. Haffner von Mainz unter freiem Himmel vor der nahezu vollendeten neuen und nur noch ihrer inneren Ausstattung harrenden Kapelle die Festpredigt hielt. Nach der kirchlichen Feier entwickelte sich auf dem Rochusberg wie auch in Bingen selbst das übliche volksthümliche Treiben, bei welchem die obligaten Bratwürste mit den Binger Schoppen in riesigen Quantitäten vertilgt wurden. Die Kapelle wie deren Umgebung sind so weit vollendet, daß bei dem nächstjährigen Rochusfest wohl die Einweihung stattfinden kann. Ausland. * m- Lützellinden, 21. August. Am Sonntag den 19. August fand die Einweihung der neuen Orgel zu Lützellinden statt. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich eingefunden, um dieser Feierlichkeit beizuwohnen. Nach» dem der Ortspfarrer die Weiherede gehalten, erbaute Herr Missionar Dann er t aus dem Hererolande in Südwestafrika die Festversammlung durch interessante Mittheilungen auS seiner Missionsthätigkeit. Der Brief eines Herero aus seiner früheren Gemeinde war der beste Beweis für die Cultur und die Bildung, die das Evangelium den Heiden bringt. Zum Schluffe hielt Herr Pfarrer Hepding von Großen - Linden eine erfrischende Ansprache, in der er dazu ermahnte, nicht müde zu werden in der Liebe. Tags zuvor hatte die Revision und Abnahme des von der Firma Gebr. Bernhard in Gambach erbauten Orgelwerks durch den königl. Seminar- Musiklehrer Herrn Albert Schmidt stattgesunden. Die eingehende Prüfung der äußeren und inneren Bestandteile der nach pneumatischem System erbauten Orgel ergab ein sehr zufriedenstellendes Resultat und ist ein ehrenvolles Zeugniß für die vortrefflichen Leistungen der oben genannten Firma. Gerühmt' wird in dem Revisionsprotocoll das vorzügliche Material, die exacte und feine Ausführung der einzelnen Theile, sowie der schöne, übersichtlich geordnete Bau des Innern. Sehr sinnreich ist die Röhrenpneumatik und äußerst prompt die Wirkung dieses Systems. Unter den Registern sind als sehr schön gelungen hervorzuheben: Viola di Gamba, Salicional und Principal. Eine wunderschöne Klangfarbe hat die Trompete, die dem vollen Werke eine auffällige Tonveränderung zuführt und in Verbindung mit den Baßregistern eine ganz imposante Wirkung auSübt. Das ganze Werk kann man also in seiner Ausführung, wie in seiner Tonwirkung als sehr gelungen und künstlerisch vollendet bezeichnen. Gleichzeitig mit der Einweihung der neuen Orgel wurde auch das neue Gesangbuch für Rheinland und Westfalen eingesührt. * Löhnberg, 18. August. Der Mörder Wilhelm Rath- schlag, der am Sonntag hier ein Mädchen erstach, hat sich dem „Raff. B." zufolge heute Morgen der hiesigen Gerichtsbehörde freiwillig gestellt. Er gibt die That unumwunden zu. Unter Thränen versicherte er, daß es ihm jetzt außerordentlich leid thue, die unglückliche That begangen zu haben. Er habe das Mädchen sehr geliebt und sei, als es ihm am fraglichen Abend erklärt habe, es wolle ihn nicht heirathen^ ganz saffungslos gewesen- in seiner Erregung habe er den unglücklichen Stich gethan. Als er gehört hätte, daß das Mädchen tobt sei, sei er planlos in der Umgegend umher- geirrt- er finde jedoch nirgends Ruhe und deßhalb stelle er sich nunmehr dem Gericht, um für feine That zu büßen. * D. Frankfurt a. M., 22. August. Im Zoologischen Garten hat in den letzten Wochen der Thierbestand besonder- reichen Zuwachs erhalten. Von der wegziehenden Karawane der Dinka-Neger blieben die beiden schönen Kameele zurück, für die Reptiliensammlung wurden Eidechsen, wie die Aldrovandi-Eidechse und die höchst eigentümliche Brückeneidechse von Neu-Seeland, für die man eine neue Thierklafie schaffen mußte, da sie in keine Gruppe hineinpaßte, angekauft. Besonders hat der Garten sein Augenmerk darauf gerichtet, Thiere zu erwerben, welche noch nie im Frankfurter Garten gelebt haben. So hat er jüngst die geäugte Warneidechse vom Somali Land in zwei großen, s/4 Meter großen Stücken angekauft- ferner das argentinische Kugelthier, eine Gürtelthierart, die sich bei der Berührung so fest zu einer Kugel ballt, daß man, ohne das Thier zu tödten, es nicht aufrollen kann. Ueberdieß hat eine Thierzählung am 1. Juli d. I. gezeigt, daß sich an diesem Tage über 1500 Thiere im Besitz des Gartens befanden, eine Zahl, die seit der Gründung des Gartens (1858) niemals erreicht worden ist. * Berlin, 21. August. Der Tapezirer Paul Zimmermann hat gestern in seiner in der Demminerstraße belegenen Wohnung seinen neunjährigen Sohn Max durch einen Revolver» *y->. ,**<55 ' v-ird ^btviiss-. ®£uti^Ofb »rt “• So' ' Während der ll. Trsellschaften Pj'Meflunj) MÄS m!n®u Watten lehr freundlichen e'uer überaus Kn zu erfreuen, mrnmdte unser *9l in einer endogen, tvo Bischof el vor der nahezu neren Ausstattung der kirchlichen 3ie auch in Bingen । bei welchem die ^ppen in riesigen le wie deren Um» dem nächstjährigen i kann. n Sonntag tat ntntn Orgel enschenmenge hatte eizuwohnen. Nächsten, erbaute Herr )e in Südwestasrika Mittheilungen aus s Herero aus seiner für dieCulturuvö iben bringt. Zum on Großen-Anden azu ermahnte, nicht or hatte die Revision br. Aernharö in fönigl. Seminar- ittgefunien. Die «en MoMeiK Orgel ergod ein ehrenvolles Zeugniß i genannten Firma, oll das vorzügliche tung der einzelnen geordnete Bau des neumatik und äußerst Unter den Registern en: Wadi Gamba, schöne Klangfarbe hat e auffällige Tonver- ist den Baßregistttn Das ganze Werk kann a seiner Tonwirkung et Zeichnen. W- gt( wurde auch w ■falen *W, ii , m-hat “ i it6t £* w/# «W11'uf gi*' ««■?■>* geaugre» Etüden ‘ Lr Wv ikN/ c6 1 qutt b- 3 schuß erheblich, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Zimmermann, ein bereits wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vorbestrafter Mensch, ist dem Trünke ergeben und hat in letzter Zeit seiner Frau wiederholt gedroht, sie zu erstechen. Bor einigen Tagen hat sich Zimmermann einen Revolver gekauft und ihn in Gegenwart seiner Frau geladen, die seitdem in fortwährender Angst gelebt hat, weil sie befürchtete, daß ihr Ehemann einen Mordangriff auf sie auSüben werde. Gestern, gegen 6 Uhr Nachmittags, befand sich die Frau mit dem kleinen Max allein in der Küche, als plötzlich Zimmermann erschien und den Revolver auf seine Frau anschlug. cvn diesem Augenblick streckte der Knabe abwehrend die Hände aus und ries: „Vater, schieß' Mutter nicht!" Aber schon knallte ein Schuß, der zwar die Frau verfehlte, aber den Knaben in die Stirn traf. Von den herbeieilenden Hausbewohnern wurde Zimmermann verhaftet. In seinem Bette versteckt lag außerdem ein schwerer Hammer. Er sucht die That damit zu entschuldigen, daß er sie in der Trunkenheit verübt, nicht aber die Absicht gehabt habe, seine Ehefrau zu erschießen. * Coblenz, 22. August. Der Schne llzug Nr. 222 Gießen-Coblenz erlitt heute Vormittag um 10 Uhr mitten in einem Tunnel bei Fachingen einen Schaden an der Luftdruckbremse, in Folge dessen der Zug zur großen Beunruhigung vieler Reisenden bis zur Abstellung des Schadens durch das Zugpersonal, etwa 25 Minuten, im Tunnel liegen blieb. * Gera, 16. August. Dor der hiesigen Strafkammer hatte sich der Handelsmann, Agent und „Heilkünstler". Friedrich Albin Gebauer aus Greiz wegen fahrlässiger Tödtung zu verantworten. Er behandelte im Januar d. I. da- vierjährige Söhnchen des Bäckermeisters Pfeifer in Cuba auf einen leichten Hautausschlag hin mit einer gelblichen Salbe, und als auch sie wirkungslos blieb, wandte er solgendes sinnlose Mittel an. Gebauer begab sich am 6. Februar in die Wohnung der Pseiferschen Eheleute, ließ tüchtig einheizen und badete das Kind eine Viertelstunde in einem 26 Grad warmen Bade, nachdem er es mit einer anderen Salbe beschmiert hatte. Dann wurde das Kind bis ans Gesicht fest verpackt und erhielt eine Wärmflasche an die Füße, das Bett wurde an den Ofen herangefchoben und dieser tüchtig angefeuert. In der Nacht, die dieser „Kur"'folgte, starb der Knabe. Bei der Leichenbesichtigung wurde festgestellt, daß der Tod durch Unterdrückung der Hautathmung eingetreten und unmittelbar auf das Heilverfahren des Angeklagten zurückzuführen sei. Auf die Frage des Präsidenten, woher der Angeklagte das Recht zu einem solchen Heilverfahren nehme, erklärte er, daß Jesus Christus, sein Herr und Gott, ihm den Befehl gegeben habe, seinen Mitmenschen zu helfen. Den menschlichen Körper habe er ebenfalls bet Jesus Christus, seinem Herrn und Gott, studirt. Die Salbe bestand aus mit Kohlenpulver gefärbter Schmierseife, deren ätzende Einwirkung auf den reizbaren Stellen des Körpers noch mehr Reiz hervorrtes. Medicinalrath Häuber sagte aus, daß der Tod durch das Verfahren des Angeklagten herbeigeführt worden sei. Der Angeklagte wurde zu Jahren Gefängniß verurtheilt und sofort verhaftet. * Budapest, 23. August. Der „Budapester Corespondenz" zufolge verbrannten beim Fiumaner Magazinbrande 57,000 Metercentner verschiedener Maaren, besonders Mehl, Zucker, Pflaumen und Wolle. ♦ Hors-concours. Unter denwenigen auf der Antwerpener Weltausstellung vertretenen deutschen Firmen, welche infolge ihrer Zugehörigkeit zu der internationalen Jury außer Preis- bewerb traten, befindet sich auch die Firma Kathreiners Malzkaffee-Fabrtken München. Diese hohe Auszeichnung zeigt aufs neue, welche achtungsvolle Stellung in der Handelswelt die gcnannnte Firma sich verschafft hat. Wurde doch auch deren Vetreter, Herrn Dr. M. Goetze die hohe Ehre zu Theil, zu einer kürzlich abgehaltenen Soiree im königlichen Palais in Brüffel eine Einladung zu erhalten und von Sr. Majestät dem König Leopold in eine Unterhaltung gezogen zu werden. * Sonderbare Selbsthulfe. In einem großen Berliner Modewaarengeschäft bemerkte ein Abtheilungschef, wie eine augenscheinlich den besseren Ständen angehörende Dame heimlich mehrere Gegenstände von größerem Werthe an sich nahm. Deßhalb in unauffälliger Form angehalten und zur Rede gestellt, erwiderte die offenbar an „Kleptomanie" Leidende, die trotz deS krankhaften Zustandes keinen Augenblick die Geistesgegenwart zu verlieren schien, im Tone der Entrüstung: „Aber ich bitte mein Herr! Ihr Personal hat so viel zu thun, daß man geradezu gezwungen ist, sich selbst zu bedienen!" Die Angelegenheit wurde in aller Stille beigelegt. ♦ Ein Gewissenhafter. Dor mehreren Monaten wurden einem Herrn in Berlin 100Mk. gestohlen. Er war sehr überrascht, als ihm vor einigen Tagen folgender Brief zuging: „Sehr geehrter Herr ! Ich habe Ihnen Ihr Geld gestohlen. Nu krieg' ich'S auf einmal mit Gewiffensbiffen zu thun und schicke Ihnen deshalb anliegend einen Zwanzigmarkschein. Sobald ich wieder Gewiffensbtffe kriege, schicke ich Ihnen wieder was." ♦ Ueber ein Wunderkind wird der Hannoverschen Schulzeitung folgendes berichtet. Otto Pöhl er heißt das l3/< Jahre alte Wunderkind Braunschweigs; es ist der Sohn eines Schlächtermeisters. Ein Jahr alt, konnte das Kind annähernd verständlich sprechen und freute sich, den ihm vorgeschriebenen Namen „Otto" lesen zu können. Unbeschreiblich groß aber war seine Freude, als es zu jener Zeit in einer Zeitung den Namen Otto, ohne darauf aufmerksam gemacht zu sein, gefunden hatte. Zeitungsblätter oder Bücher drehte es in seinem Wagen so lange, bis ihm die Buchstaben recht standen. Seit etwa 4 bis 5 Monaten, also im Alter von 1 bis lJ/4 Jahr, fing der Knabe an, sich weitere Wortbilder zu merken und hascht gierig nach jedem neuen Worte. Heute liest daS Kind, wie Schreiber dieses selbst gesehen hat, jedes Wort in Zeitungen, Bilderbüchern, verschnörkelte Firmenschilder an Häusern und vorbeifahrenden Wagen, an den Mützen der Lohndiener und Portiers, nennt jede Straße, jedes größere Geschäft mit Hausnummer und zählt mit mehrstelligen Zahlen. Oft wiederholt es Fremden gegenüber die Bitte: Bibliothek schenken. ES ist int wahren Sinne des Wortes ein großes Wunderkind und für Pädagogen und Aerzte einfach ein Räthsel. ♦ Pferdekuren. Unter den Hausthieren leidet das Pferd wohl am häufigsten an Rheumatismus und Erkältungskrankheiten, die seine Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen und nur durch Bäder mit Erfolg zu behandeln sind. In mehreren Ländern hat man angesangen, Schlammbäder für steif werdende Pferde einzurichten, und die Engländer haben längst Dampfbäder für sie angelegt. Neuerdings sollen ihnen auch Schwefelbäder zu Gute kommen und die Stadt Baden bei Wien hat jüngst die Summe von 30,000 Gulden zur Erbauung eines von ihren Heilquellen gespeisten Bassins für kranke,'* Pferde ausgeworfen. Da ein Pferd oft ein ansehnliches Capital darstellt, so werden die „Badereisen" für kranke Pferde vielleicht in Aufnahme kommen. In der Johanneskirche. Vormittags 9*/« Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und hell- Abendmahl für die JohanneSgemeinde. Collette für die innere Mission. Der Gemeinde wird mit- getheilt, daß schon bei der Einweihung unserer JohanneSktrche ein Fonds gegründet wurde zur Erneuerung unsrer Stadtkirche, die im Inneren und Aeußeren einer würdigen Herstellung dringend bedarf. Dieser Fonds ist bis jetzt durch 19 kleinere und größere Gaben — von a 3 bis ,u 150 Mk. — und durch die Collette in der Stadtkirche auf 752 Mk. 41 Pfg. gestiegen. Mit dem herzlichen Dank gegen die Geber wird die herzliche Bitte verbunden, die Gemeinde wolle durch reichliche Gaben den Fonds zu schnellem Wachsen bringen- Katholische Gemeinde. Sonntag den 26. August. 15. Sonntag nach Pfingsten- SamStag: Nachmittags um 4'/, Uhr und Abends um 8 Mr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6*|i Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 6Vt Uhr erste hl. Meste; „ nm 7V« Uhr AuStheilung der hl. Communton; Vormittags um 8 Uhr zweite hl- Messe; „ um 91/» Mr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. Literatur und ICnnff. Die Eröffnung der «enen Snnstacademie und des Ausstellungspalastes in Dresden findet in einem illustrirten Artikel des neuesten 24 ften Heftes der „Modernen Kunsts (Verlag von Rich. Bong, Berlin, ü. Heft 60 Pfg.) eingehende Würdigung von sachverständiger Seite, wie denn dieses wohlgeleitete Blatt alle Erscheinungen in der Kunstwelt des In- und Auslandes mit gleichem Interesse verfolgt. Mit glücklicher Vermeidung fach- männtfcher Pedanterie erfüllt die „Moderne Kunst", stetig fortschrei- tend, immer mehr ihre Aufgabe, die Pflege des Schönen zu fördern, durch Popularisirung der Kunst und Literatur. Auf welcher Höhe illustrativer Technik dieses Blatt angelangt ist, beweisen sowohl die Farbendrucke als die Kunstbetlagen, unter denen Reproduetionen der Meisterwerke aller Nationen vertreten find. An dem literarischen Theil arbeiten die ersten Autoren mit, ihre neuesten Arbeiten hier zuerst in glänzend ausgestattetem Rahmen veröffentlichend. — DaS Arauenbuch. Ein ärztlicher Rathgeber für die Frau und bet Frauenkrankheiten von Frau H. B. Adams, Dr. med. Stuttgart, Süddeutsches Verlags-Institut. — In 14 Heften ä 50 Pf. Kaum gießt es ein Gebiet, das so im Argen liegt, als das der Gesundheitspflege. Anstatt bei den heutigen' aufreibenden Lebens- verhältnissen die Widerstandsfähigkeit unseres Körpers durch eine naturgemäße Lebensweise auf die denkbar höchste Stufe zu bringen, thun die meisten alles ober wenigstens sehr viel, was sie zur Erfüllung ihrer Pflichten in der menschlichen Gesellschaft unfähig macht. Und leider ist es auch eine traurige Wahrheit, daß gerade die Frauen, welche durch die eingreifende Bedeutung ihrer eigenen Leistungsfähig- . feit von der Natur dazu berufen sind, diese Mißstände von Grund aus zu beseitigen, in einem ungeheuren Procentsatz aller und jeder Sachkenntniß auf diesem Gebiete entbehren. Aber wie kann sich die i Frau diese Sachkenntniß aneignen? Nur eine allgemein verständliche medicinische Lectüre kann dafür sorgen, soweit es für das p: attische Bedürfniß nöthig ist, die Frau aufzuklären und zu unterrichten. Da die gefammte Literatur thatsächlich kein von berufener Hand geschriebenes Werk aufzuweifen hat, welches den traurigen Einfluß jener unter den Frauen herrschenden Unwissenheit auf das Familienleben von Grund aus beseitigen soll, hat es Frau Dr. med. H. B. Adams in Nordrach unternommen, ein Werk zu schreiben, das jenen hohen Zweck einer sachkundigen Belehrung der Frauen erfüllt, das alles das enthält, was die Pflichten der Frau sind gegen sich selbst und in der Frmtlie, in gesunden Tagen und in Krankheitsfällen. Das Frauenbuch behandelt alle Krankhttten und Uebel der Frauen und deren Verhütung durch naturgemäßes Leben. Das Frauenbuch ist ein bequemes Hilfsmittel, sich auf billige Weise in gefunden und kranken Tagen sachkundigen Rath zu verschaffen. Das Frauenbuch ist für die leidenden Frauen der beste und sicherster Berather, für die gefunden der treueste Bewahrer vor Krankheit. Zum ersten Male spricht hier zur Frau eine Frau als Aerztin, deren Ruf durch eine langjährige Praxis schon weithin gedrungen ist. Mit tiefem Ver- ständniß — wie eben nur die Frau der Frau sagen kann — wendet sich die Verfasserin des Frauenbuchs an alle Frauen, denen das Wohl ihrer selbst und ihre Familie am Herzen liegt und belehrt sie in leichtfaßlicher, durch zahlreiche Illustrationen unterstützter Form über die Kenntnisse, welche für jede Frau, die ihren Beruf als Gattin und Mutter wahrhaft erfüllen will, unbedingt nothwendig sind. So möge denn das Frauenbuch ein guter Freund und Rathgeber aller gesunden und kranken Frauen sein und vielen Familien zu Heil r und Segen gereichen. Technische Fortschritte. — ein neues Klebmittel. Aus Cellulose erhält man ein vorzügliches Klebmittel, wenn man sie mit löproceijttger Natronlauge mercerisirt und dann zwei Stunden lang in einem geschlossenen Gesäß den Dämpfen von Schwefelkohlenstoff aussetzt, welchen das im mercerisirten Producte enthaltene Natriumhydrooxyd aufnimmt. Man erhält auf diesem Wege eine gelbliche, zähe, in kaltem Wasser lösliche Masse von verschiedener Consistenz, je nach den Gewichls- verhältnissen, nach denen man Cellulose, Natrtumhydrooxyd und Schweffelkohlenstoff auf einander einwirken läßt. Das Product kann als Klebstoff statt Leim, Mehl, Gummi, Kautschuk u. s. w. ober als Appret- und Füllmittel für Baumwoll- und Letnenwaaren dienen. In letztenm Fall schlägt man die Masse aus ihrer wässerigen Lösung mit Kochsalz oder Alkohol auf dem gebeuchten Gewebe (bis zu 30 %) nieder, befestigt sie in geeigneter Weise auf dem Stoff und läßt sie unbeschadet an der weiteren Bleiche der Waare Theil nehmen. Endlich lassen sich mit einer lOprocentigen Lösung des neuen Cellulose-Derivats Formen ausgießen und nach dem Trocknen durchscheinende, bornartige Körper erhalten, die man auf der Drehbank bearbeiten, schneiden uod glänzend poliren kann. _____________ Nach der „Lzg. Ztg." — Zur Prüfung der Wagenfette. Eine Mefferspitze von dem zu prüfenden Fett ist auf die Oberfläche des Masters zu legen; bleibt das Fett oben liegen, so ist es rein. Das specifische Gewicht von Oel und Fett ist geringer als das des Wassers. Fällt das Fett aber direct zu Boden, so enthält es Mineralien, die das sogenannte Würgepech hüben. Die befonbers guten Fette, bie aus den Fetten unb Gelen besserer Qualität hergestellt siub, halten sich gewöhnlich infolge ihres hohen specifischen Gewichtes nicht völlig an ber Oberfläche bes Masters, sie schweben langsam hinunter. Das ist ein günstiges Zeichen, benn bie gefälschten Fette finken vermöge ihrer künstlichen Beschwerung unmittelbar._______________________________ rrirchlich« Anzeige»» der Statt «Sichen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst Sonntag den 20. August. 14. Sonntag nach Trinitatis. I« der «tadttirche. Vormittags 7a/i Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmirten aus der Mat- thausgemeinde. g|/> ^r: Pfarrer Schlosser. Collette für innere Mission. Gottesdienst in der Synagoge. SamStag, den 25. August. Vorabend 7°° Uhr, Morgens 8M Uhr, Nachmittags 4« Uhr, Sabbathausgang 810 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast- Freitag Abend 6$o Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 810 Uhr. Verein für jüd. Gesch. u. Literatur: Wetzsteingastest, Nachm-3 Uhr. Barometerstand 11 Grad Reaumur. Temperatur ber Lahn: 2 58 'S § 3 3 Thermometer: min. +11° R., max. + 130 R. Hygrometer: Neigung f. trock. Wetter. Wittcrundsausfid?tcn am 24. August Morgens 8 Uhr (Wetterhäuschen in ber Sübanlage). « X ® M Anmerkung: Die punktirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand deS vorhergehenden TageS an. 5 68 <8\ Eheviot-undvuxkin für eine« ganzen »«rüg ju Mk.5.75 Kammgarn u. Melton für einen aamen«nzugMK. 9.75 je 3,30 m für den Anzug berechnet, versendet direct an Jedermann Oettinger & Co-, Frankfurt a. M., Fabrlk-D6pöt. 6395 Muster umgehend franco. Nichtpassendes wird zurückgenommen. — Arbeit und Ruhe sind Grundbedingungen zur Erhaltung der Gefundhett, zur Abwehr von Krankheiten Das Leben ist ein harter Kampf, eine schwere Pflicht, voll Schmerz, Entbehrung und Entsagung. Zwischen Ar beit und Ruhe stellt sich der Genuß, die nothwendige, freudig und unverzagt als Geschenk ber Götter hinzunehmende Ergänzung ber menschlichen Natur. Nur solche Geschenke ber Natur oerbienen ben Namen Genußmittel, welche bie Nerven nicht reizen, sondern kräftigen, stärken. Ein derartiges Genußmittel ist Küppers Kraftbier, welches lediglich auS Hopfen und Malz hergestellt, vermöge feiner günstigen chemischen Zusammensetzung, bie sich mit Wohlgeschmack verbinbet, zuglerch ein Kräftigungs- unb Stärkungsmittel bester Art genannt zu werben oerbient. Erhältlich in allen besseren Troguerren, Delicatessen- unb Colonialwaaren - Hanblungen. — En gros> zu beziehen durch bie bergische Brauerei - Gesellschaft vorm. G. Küpper, Elberselb.4183 - Das Technikum Mittweida, mit feinem neuerbauten, elettrotechnischen Institute unb besten ber Neuzeit entipndjenben Einrichtungen, zählte im verflossenen 27. Schuljahre 1468 Besucher, welche bie Abteilungen für Maschinen - Ingenieure unb Electro- techniker bez. für bie Werkmeister besuchten. Im nächsten Wini er- semester beginnt ber Unterricht am 15. October unb der unentgeltliche Vorunterricht zu demselben am 24. September. Der Besuch des letzteren ist eine Vorbereitung auf ben Unterricht im ersten Semester. Nähere Auskunft über ba8 Ziel unb Wesen ber verschiedenen Lehrpläne, bie Ausdilbung in ber Electrotechnik, sowie ber speciell bafur geschaffenen Laboratorien, Maschinenanlagen unb bergl. kann aus dem Programm dieser Anstalt ersehen werden, welches man mit Bericht unentgeltlich von dem Secretariat des Technikum Mittweida erhält. Zur Anfertigung aller im Geschäfte- und Privat-Verkehr gebräuchlichen Buchdruck-Arbeiten empfiehlt sich die Britttte IMmi I SriMrietrasee 7. - I i 3. Nlllhskikl nun Feilklivkhrskß. Samstag den 25. d. Mts., Abends 8 Uhr Vereinigungsabend hiesiger Vereine auf dem Festplatz. Concert der ganzen Capelle des Jnf.Regts. „Kaiser Wilhelm." Sonntag den 26. d. Mts., Mittags von 3 Uhr ab: Großes Volksfest. Nachmittags und Abends Concert der obigen Capelle. Tanzvergnügen. Darbietungen geschätzter hiesiger Vereine. H ierüber besonderes Programm, Eintrittspreise: Samstag 20 Pfg., Sonntag 30 Pfg. pro Person (Tageskarten). — Kinder in Begleitung Erwachsener frei. Kafseöffnung 1 Stunde vor Beginn. 6974 Bierpreise: Liter 12, 1/2 Liter 18 Pfg., bayerisch 15 u. 25 Pfg. Giehener Männergesang Verein. Die auf den 26. August bestimmt gewesene Waldpartie fällt der Nachfeier des Feuerwehrfestes wegen aus. [6970] Der Vorstand. Concordia. Der auf der schönen Aussicht angesetzte Familienabend fällt wegen der ungünstigen Witterung aus. Dagegen heute (Samstag Abend) Zusammenkunft bei Mitglied Arnold auf dem Festplatz. - Die Herren Sänger werden gebeten, vollzählig zu erscheinen, wegen der Betheiligung am Chorgesang für Sonntag Nachmittag auf dem Feftplatz. Eintritt für Samstag ä Person 20, für Sonntag 30 Pfg., gültig für den ganzen Tag. 6973] Der Vorstand. G. F. F. Hebung 27. August fällt aus. 6976____________________________Das Commando. Kirchweihfest zu Klein - Linden Sonntag den 26. vnd Montag den 27. August. Hierzu laden ergebenst ein 6975 Phil. Jung, Zur Burg. Balth. Hinterlang. ms-Io Ilm.'»: Sonntag den 26. und Montag den 27. August Mrchwcihfcft Wozu ergebenst einladen: Die Wirthe: 6965 I. Ich«. K. Wn. K. Wkimiih. Grossen-Buseck. Sonntag den 26. und Montag den 27. August