Nr« 70 Erstes Blatt. Sonntag den 25. März Der Giekener Anzeiger crfdjnnt tägltd), mit Ausnahme tti Montags Die Gießener Aa m tfieu d lä lter »erden dem Anzeiger »üchenllich dreiutal bngrlrgt. Gießener Anzeig er Keneral-Zi'nzeiger. 1894 BikNeljihriger -S»»»e«e»lspe,i»: 2 Mark 20 Vlfl mit Vringerlohn. Durch dir Poft bezöge« 2 Marl 50 Ptg- Ncdamon, «krpeditio» und Dnttferei: Kchufftraße 7tr.7. Kerniprechrr 51. 2lnrts- und Anzeineblatt für den Tkveis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage:. Gießener Kamikienbläiter. Alle Lnnoncen-vureaux deS In« und Au-landeS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtliche» Theil. Ausschreiben. । Bezugnehmend auf unser Ausschreiben vom 16. Februar * L I., belr. den vermißten Gericht-accessisten Karl Marx ' aus Gießen, theilen wir mit, daß der Hut desselben an der Lahn gesunden worden ist, wes darauf schließen läßt, daß der Vermißte seinen Tod im Wasser gefunden hat. Auf die Auffindung der Leiche ist eine Belohnung von 200 Mk. gesetzt. Nachstehend lassen wir nochmals genaue- Signalement folgen: Beschreibung: Geboren am 14. April 1868, klein, dunkelbraunes, mehr schwarzes Haar, schwarzes Schnurrbärtchen. Kleidung: Dunkelbraune-Jacquet, braun in sich gestreifte Weste und Beinkleider, schwarzer Ueberzieher mit schwarzem Sammtkragen, Zugstiefeln, Zwicker, silberne Station« toiruhr und silberne Panzerkette. Die Leibwäsche ist M. oder C. M. gezeichnet. Gießen, den 24. März 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________Fresenius.__________________ Gefunden: 1 goldener Zwicker, 1 Briefmarken album, 1 Haarpfeil, 1 seidenes Halstuch, 1 Muss, 1 Tasche mit Inhalt, 1 Velocipedenschraubenschlüssel. Gießen, den 24. März 1894. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Astern. Ostern, da- ewig große Sieges« und Triumphfest der erhabenen Religion des göttlichen Heilandes, ist wieder eingezogen in die Herzen der Christen, in die Kirchen und Gemeinden und spendet Hoffnung und Befreiung in des Alltags Lasten und Sorgen. In wunderbarer und herrlicher Weife ist in den germanischen Ländern auch die uralte Sage von der im März zur Erde herabsteigenden Lenzgöttin Ostara mit dem christlichen Auferstehungsfeste verwoben und zu Ostern hält auch die Natur ihre holde Auferstehungsfeier, nach des Winters Todtenschlafe sprießen auS dem Schooße der Mutter Erde Myriaden von Blumen und Kno-pen, in Flur und Hain erwacht neues Leben und weihevoll wird dadurch jedes em» I pfängliche Gemüth gestimmt. Predigen die Erscheinung und Schönheit deS Frühling- schon in der vernunftlosen Natur ' die Allmacht und Liebe deS SchöpserS, welch einen Widerhall muß da erst die Osterbotschast in den Herzen der vernunftbegabten Menschen Hervorrufen! Sind eß doch auch nicht nur die Glücklichen und HoffnungSfteudigen, welche Hoffnung und Zuversicht durch die österliche Doppelfeier empfangen, sondern die Verheißung deS Osterfestes gilt noch vielmehr den Unglücklichen und Verzagten, den Elenden und Trübseligen! Wie bereits drei Tage nach dem Kreuzgange und Märtyrertode deS Heilandes daß kleine Häuflein feiner Getreuen göttlichen Muth und unerschütterliche Zuversicht erhielt, alß die Kunde von der Auferstehung deß Herrn zu ihnen drang und er sich selbst, erhabenen Trost spendend, unter ihnen zeigte, so kann sich auch noch jeden Tag und jede Stunde, ganz besonderß aber zu Ostern, jeder Mensch, jede- Volk, ja die ganze Menschheit an der christlichen Heilbotschast der Nächstenliebe, der Brüderlichkeit und der Hoffnung auf ein ewigeß Leben aufrichten. Und sie hat eß auch gethan, denn daß Christenthum mit seiner Humanität, Duldung, Freiheit und Zuversicht ist doch ftetß die wahre Leuchte der Menschheit seit Christi Geburt gewesen. Dies lehrt schon ein Blick auf die Völker und Staaten, in denen daß Christenthum nicht bekannt oder nicht geehrt wird. Die Osterbotschast deß Dichters: „(Eß muß doch Frühling werden!" gilt daher nicht nur den Menschenherzen, sondern sie muß auch dem Völkergetriebe gelten. Nach Ruhe und Frieden, nach Hoffnung und Vertrauen sehnen sich auch heutzutage alle Völker und eß wächst die Zuversicht, daß dieses Ostern der Wendepunkt für eine neue Blütheperiode der menschlichen (Eultur, hervorgebracht durch friedliche Arbeit, werden möge! Neuefte Nachrichten» Wolff- telegraphisches Correfpondenz-Bureau. Abbazia, £8. März. Ihre Majestäten der Deutsche Kaiser und die Deutsche Kaiserin nebst den Kaiser!. Prinzen wohnten heute Vormittag in der Villa Amalia dem vom Hofprediger Fromme! abgehaltenen Gottesdienste bei und begaben sich sodann auf dem nördlichen Strandweg nach Voloßca zum Besuche der Großherzogin von Toßcana. Mittag- erfolgte die Rückkehr auf demselben Wege. CocaUs und provinzielles. Gießen, den 24. März 1894. ** Ostern fällt diese- Jahr auf eben der frühmögliche« Kalendertermine, der in diesem zu Ende gehenden 'Jahrhundert nicht wieder vorkommt. Volle vier Wochen betrügt der Zeitunterschied gegen den spätesten Ofterzeitpunkt, den 25. April. Der Frühling hat allerdingß seinen kalendarischen Einzug schon am Dienstag, also vier Tage früher, gehalten und zwar mit einem wirklich herrlichen FrÜhlingßtag. Frühling und Ostern find Geschwister, aber doch ist bei einer solchen Frühfeier deß Ostersesteß — sagen wir scheinbar — nur wenig von dieser Geschwisterschaft zu erblicken. Wohl hat bereit- Schneeglöckchen die Vorboten deß Lenzeß mit seinem Auser- stehungßgeläute begrüßt und auch Blauveilchen lugt schon mit feinem allerdings noch verhüllten Köpfchen unter der schützenden Hecke hervor, aber noch leuchten vom Gebirge die weißen Laufgräben beß Winter-, der immer noch nicht ganz daß Feld geräumt und noch Nachtgefechte liefert. Dazu verscheuchen rauhe Nord» und Oststürme die Avantgarde beß anrückenden Lenzeß. Aber er wird doch kommen und bald kommen and seinen siegreichen Einzug halten. In der geheimen Werkstatt der Natur, da schafft und wirkt und treibt cß nach langem Winterschlafe zur Auferstehung. Wir sehen die Beweise dieseß Wirkens in dem Schwellen der Knospen, ' in dem Sprossen der Gräser, kurz in dem sich regenden neuen Leben. Und diese Frühlingshoffnung bestätigt unß der Gesang der Vögel, der verkündet: die lange Nacht ist hin, erlöst ist Herz und Sinn. Also trotz der Frühfeier deß geistlichen Osterfestes geht mit ihm Hand in Hand das Ostern der Natur. Ostereier — Osterhasen. Eß ist Schonzeit, die Hasen konnten ungestört ihrer wichtigen Mission, dem Brutgeschäft, Einr Arlna-Brstrigung. In der letzten Versammlung dec Section Gießen deß Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins wurde über eine Besteigung beß Aetna berichtet, welche von vier Gießener Herren und der Gattin eineß derselben im Jahre 1892 unternommen wurde. Doch lassen wir ten Veranstalter der Fahrt selber sprechen. „Den Plan dazu hotte ich gefaßt während einer Eisen- dahnsahrt von Catania nach Syrakus im Januar 1891, als ich da- wundervolle Schauspiel genoß, das Licht des sinkenden Monds mit den Strahlen der aufgehenden Sonne im Streit um den schneeglänzenden Bergriesen zu sehen. Damals gings unmöglich. „Aber sicherlich im nächsten Frühjahr", sagte ich «einem lieben Freund Otto bei einem Besuch in der alten Heimath. „Wie hoch ist die Bergspitze?" war die Gegenfrage- denn als Alpenvereinsmitglied befaßt Otto sich nicht mit Kleinigkeiten. Die Mittheilung, daß der Gipfel 3313 Meter über Meeresspiegel liegt mit dem erschwerenden Rebenumstand, diese Höhe voll und ganz in einem Zug nehmen zu müssen, schlug durch, und mein Freund schlug ein, daß wir zusammen dem hohen Herrn unsere Aufwartung machen wollten. Der Gedanke war fruchtbar- eS fanden sich noch zwei Freunde aus der Heimath zum Unternehmen bereit und — last not least — meine Frau, der ich so wie so die Mitwirkung bei der sizilianischen Reise verheißen hatte. Am Charsreitag brachte der Postdampfer von Neapel die Aetnafahrer in Palermo unß Land, Alle in Loden, Otto mit Rucksack und Eispickel, drei Mann hoch mit Photographenkasten. So konnte kein schöner Moment der Reise unß entgehen. Verschiedene Tage später hatte Castrogiovaoni die Freude, unß in seinen Mauern zu sehen. Wer Sizilien besucht, sollte hier nicht vorüberfahren, wie bieß meiftenß geschieht. Denn daß alte Enna liegt fast genau im Schwerpunkt beß Dreieckß der Trinacria, in stolzer Höhe über den Thälern ringsum, so daß man vom Schloßthurm La Rocca eine entzückende Aussicht über die ganze Insel genießt, vor Allem «uf ihn, der bas Zwergvolk der andern Berge gewalttg überragt, auf den Aetna. Er lag klar und wolkenlos vor unß, zwar noch recht tief hinab mit Schnee bedeckt, aber doch so verlockend, daß wir schleunigst nach Catania aufbrachen, um die Wolkenlosigkeit zur Besteigung zu benutzen. Eine telegraphische Anfrage beim Oberführer des italienischen Alpenclubß in Nicolosi belehrte unß, daß die Sache trotz der frühen Jahreszeit ausführbar wäre, wenn wir uns darauf einrichteten, einige Stunden über daß Schneefeld zu gehen. Nun war Freund Otto hoch. Er hatte alß erfahrener Bergsteiger für Alles vorgesorgt, während wir mit Hilfe unseres liebenswürdigen Consuls Herrn Poratoner in den verschiedensten Geichästen der Stadt die bergmäßige Ausrüstung noch rasch beschaffen mußten. Denn anderen Vormittag 8 Uhr, am 24. April, fuhren wir Fünf stolz aus Catania ab durch die lange Dia Etnea, die schnurstracks auf den Gipfel zu führen scheint. Aber eß kommt anberß, und der Weg wird später krumm genug. Beim ersten Carabinieri» posten waren wir gerührt ob der ehrerbietigen Begrüßung beß „maresciallo“, der sich mit seinen Leuten auf flinken Roffen uns anschloß und meine Frau fragte, was „sua altezza“ zu befehlen geruhte. Da dämmerte uns erst, daß die Erzherzogin Stephanie gemeint sei, deren Dampfyacht am Tage zuvor im Hafen von Catania eingelaufen war. So gings trotz Abwinken bei jedem neuen Poften - und hochherrschaftlich rollten wir in Nicolosi ein. Bis dorthin führt der Weg durch den üppigsten Pflanzen- wuchs des Südens. Catania liegt freilich 30 Kilometer vom Gipfel entfernt, aber doch ist die Stadt fast ganz auf vulkanischer Asche und Lava erbaut, deren mächtige Ströme zu beiden Seiten des Hafen- ihre Gluthen im Meer gelöscht haben. Wo dieser Feuerboden genügend verwittert ist, entsproßt ihm em Dachsthum, daß in Europa wohl selten seinesgleichen findet. Daß im durchklüfteten Gestein des oberen Bergkegels spurlos versickernde Regen- und Schnee» schmelzwaffer tritt hier unten in zahllosen Quellen zu Tage. Wo aber unter diesem milden Himmel nachhaltige Feuchtigkeit vorhanden ist, da sproßt ein wahres Parodie- von Orangen und Limonen, dazwischen breitblättrige Feigen, dichtlaubige Karuben und zierliche Mandelbäume, mannshohe Hecken von Geranien, breitblättrige Kakruß in phantastischen Gestalten, hohe Blüthenstengel der Agaven, Rosen über Rosen und Schlingpflanzen vielerlei Art. Daß blüht und leuchtet und glänzt in tausend Farben um den Grundaccord Grün, baß blüht und duftet und umschmeichelt die Sinne! Verzeihen Sie, wenn ich die Pflanzen nicht alle nenne- doch ersten- „Namen sind Schall und Rauch", und zweitens weiß ich sie nicht. Aber himmlisch ober richtiger irdisch schön ist-, so schön, so wonnig, baß auch bie steifen Palmen nicht mehr wie Renommirpflanzen erscheinen, sonbern ganz alß dorthin gehörig. Oberhalb Nicolosi, von wo unsere große Karavane mit zwei Führern, bret Trägern unb sieben Mauleseln nebst zugehörigen Eseljungen um l/,12 Uhr unter ben Segenßwünschen der beim Abschied zahlreich versammelten Ortsbewohner aufgebrochen war, wurde bie Lanbschaft halb eine Zone nördlicher. Der Weg führte um die Zwillingskegel der Monti Roffi herum, aus denen vor zweihundert Jahren die Lava biß herab nach der Stadt Catania gefloffen ist, von der sie nur durch den Schleier der heiligen Agathe zurückgescheucht wurde. Auf seinem Schlackensand unb glattem Gestein ritten wir nun zwischen ben aus Lavabrocken locker gefügten schwarzen Mauern ber Weingärten schattenloß berMuf mit mäßiger Steigung- aber jede Wegebiegung zeigte, baß wir boch rasch emporstiegen. Tief unten lagen die Agrumengärten, welche um jene Jahreszeit den Vorzug besitzen, glühende Goldorangen zugleich mit den berauschend süß duftenden Blüthen zu tragen. Die Kirschen glänzten dort schon roth, Pfirsiche und Mandeln hatten Früchte angesetzt. Hier oben waren sie noch in Blüthe. Daß zarte Weiß und Roth stand trefflich zum frischen Blattgrün der Fruchtbäume und Reben- unb Beibeß paßte wie gemalt zur braunroten Erbe. Noch weiter oben gingß über ben zackigen Lavaftrom von 1886 hinweg in den Kaftanienwalb, in dessen Mitte bie Waldwärterhütte „Casa bei Bo-co" liegt, wo bie Thiere vor bem hier beginnenben steileren Aufstieg getränkt werben, falls nicht etwa ber Brunnen verschlossen ist. Des lieben Sonntags wegen war aber Niemanb zu Hau-, unb unsere Eselein mußten warten biß zum Schnee. (Fortsetzung folgt.) nachgehen. Im Allgemeinen pflegt zwar die Familie Lampe dem Hühnervolke keine Concurrenz zu machen, allein wenn Ostern naht und eine gesteigerte Nachfrage nach Ostereier« herrscht, dann muß alles herhalten, um dem Bedürfnisse Rechnung zu tragen, selbst ein Hase. Und Meister Lampe hat sich auch heuer wieder seiner ungewohnten Aufgabe mit einer Gewissenhaftigkeit unterzogen, die alle Bewunderung verdient. Man werfe nur einen Blick in die Schaufenster unserer zahlreichen Conditoreien rc. und man wird mit Vergnügen wahr- nehmen können, daß die Osterhasen das — „Menschenmöglichste" geleistet haben. Während die Hühner ihrer Tradition treu geblieben sind und nichts anderes als ganz gewöhnliche, Eiweiß und Eigelb enthaltende Eier probucken, gehen die Hä-letn schon etwas weiter und gestalten das Aeußere und Innere des Gies so mannigfach, daß zuweilen ein einziges Osterei genügt, dem Beschenkten ein Stück Glückseligkeit zu bieten. Glauben Sie nicht, daß dem Kinde ein mit Süßigkeiten gefülltes Osterei viel lieber ist, als zehn weich oder hart gesottene Hühnereier? Da erhält eine junge hübsche Dame zu Ostern ein Präsent von ovaler Gestalt. Schon daS Aeußere des Ostereies läßt darauf schließen, daß inwendig ein Kleinod verborgen liegt. Mit zitternden Händen und bebendem Herzen wird die Setdenschletfe, welche die Oeffnung verschließt, gelöst — — ein goldener, mit Brillanten besetzter Ring glänzt der holden Schönen entgegen. O selige Öfter« zeit! Und wenn es nur ein duftige- Briefchen ist, von lieber Hand geschrieben, eine Karte mit sinnigem Verse, das geringste Andenken, welches an Ostern erinnert, — auch diese Gaben werden mit Freuden entgegengenommen und bilden ein schönes Glied in der Kette unserer Erinnerungen. — Schon Eingangs wurde angedeutet, daß sich neben den Hühnern alle möglichen gewerblichen und industriellen Zweige redliche Mühe genommen haben, uns die mannigfachsten Osterartikel zu liefern. Selbst die Bäcker sind unter die Bildhauer gegangen und formten aus ihrer Teigmasse die sonderbarsten Vierfüßler, die mit einem Hasen Aehnlichkeit haben sollen. Die Feinbäcker oder Conditoren bringen schon etwas mehr Form und Eleganz, Natnrtreue und Gestalt hinein, und gar erst, wenn man die Häsletn aus Pappe, Porzellan u. s. w. sieht, dann bedarf eS keiner Phantasie, um sich ein Bild der zeitgemäßen Eier- brüter zu vergegenwärtigen. Selbst das Eierfärben hat im Laufe der Jahre bedeutende Fortschritte gemacht,- man sollte es kaum glauben, mit welchem Raffinement heutzutage vorgegangen wird, damit schon die Schale des Eies dem Käufer sozusagen ins Auge fällt. Wie viele Kinderherzen jubeln in ' Wonne auf, wenn ihnen die schönsten Eiernester, die reizendsten Osterhasen vorgesetzt werden. Die schönsten, prächtigsten? — Nem! Das kindliche Gemüth erfreut sich auch an dem geringfügigsten Gegenstände, an der unscheinbarsten Sache. Wenn doch auch wir so bescheiden, so anspruchslos wären! vielleicht wäre dann die Zett nicht so ferne, da der ewige Frühling tn unser Herz etnzöge, vielleicht würde dann der Osterfriede bleibend seine beseligende Kraft ausüben. ** Bon der Universität. Am 20. März wurde Herrn Privatier M. Kohn stamm in Darmstadt aus Anlaß seines 50jährigen Doctorjubiläums das Doctordiplom von der philosophischen Facultät erneuert. *• Die Landbriefbestellung ruht am I.Osterseiertag, den 25. März, gänzlich. ** Zur Confirmatio«. In dem der heutigen Nummer beiliegenden Unterhaltungsblatt ist wieder einVerzeichniß von Büchern, die zu Eon firmationsgeschenken geeignet find, mitgetheilt, worauf hiermit aufmerksam gemacht wird. *e Befitzwechsel. Ein Garten des Herrn Ang. S ch l e s si n g e r, neben der Klinikswaschanstalt gelegen, ging durch Kauf an den Hess. Fiscus behufs Vergrößerung der Klinikßwasch- anstalt über. ♦* Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Taglöhner Alois B or ten lä nge r aus Unterdurchung wegen Diebstahls, vom Amtsanwalt in Friedberg- Hausbursche Gustav Adolf Burckhard aus Mainz wegen Unterschlagung, von der Staatsanwaltschaft Mainz; Kellner Heinrich C o r w a l aus Georgenhausen wegen Unterschlagung, vom Amtsanwalt I. in Darmstadt- Dienstknecht Johann Giulino von Harxheim wegen Betrugs, Jakob Kremer von Winkel wegen Diebstahls, Schuhmacher Georg Kümmel aus Würzburg wegen Diebstahls, Peter Lang aus Alzey wegen Diebstahls, Metzger Jakob Franz Sch w ahm aus Gonsenheim wegen Diebstahls, Anna Marie Steinbach aus Gotteszell wegen Diebstahls, sämmtlich von der Staatsanwaltschaft Mainz- Commis Karl Müller aus Gießen wegen Körperverletzung, vom Amtsanwalt Gießen- Weißbinder Bernhard Aug. Pöhl er aus Offenbach wegen Körperverletzung, von der Staatsanwaltschaft Darmstadt- Metzgern Kaspar Sundhelmer aus Grausenheim wegen Diebstahls, vom Amtsanwalt I. Darmstadt: Steinhauer Georg Using er aus Kronberg wegen Zechprellerei, vom Amtsanwalt Offenbach. *• Der Getreidemarkt. Die kräftigere Bewegung, welche sich während der vorigen Berichtswoche auf dem Getreidemarkte bemerklich machte, hat inzwischen bereits wieder der alten flauen Stimmung Platz gemacht. Fast auf allen Plätzen zeigt sich erneut ein Sinken der Preise für Roggen wie Weizen, aber auch für Hafer- auf den Rückgang speziell von Weizen wirkten hauptsächlich die billigen AuSlondsofferten ein, desgleichen drückten auf den Preis für Hafer reichliche russische Angebote. Die Kauflust zeigte sich allen Artikeln gegenüber meist zurückhaltend, so daß sich auch die Umsätze in sehr beschränkten Grenzen bewegten. Preisnotirungen an der Berliner Productenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm 134 bis 143 Mark, Roggen 117 biS 119 Mark, Hafer 133 bis 172 Mark, Gerste 107 bis 180 Mark. ** Der 22. Deutsche Aerztetag wird am 29. und 30. Juni b. I. in Eisenach stattfinben. E. Echzell, 18. März. Im Saale beS GastwirtheS Steffan dahier hielt Herr LandwirthschaftSlehrer Hey auS Büdingen gestern Abend einen sehr lehrreichen Vortrag Über das Thema: „Wirthschaftsreform bum Zuckerrübenbau unb bte burch denselben zu erzielenben Körner ertrüge." Man kann sich benfen, baß bie Ausführungen bes Herrn Rebners mit der größten Aufmerksamkeit angehört wurden, denn die Errichtung einer Zuckerfabrik, die Zeichnung von Rübengelände, die Cultur der Zuckerrübe, das sind eben die Gegenstände, welche unsere Ortsbewohner, wie überhaupt die Umgegend ungemein interessiren. Eine Vereinigung mit den Berstädter Interessenten steht in der Nähe zu erwarten, denn die Bohrversuche nach Wasser haben bis jetzt dargethau, daß das flüssige Element sich nicht in genügender Menge vorfinden wird, um eine Fabrik zu Berstadt zu speisen. Wenn sich daher die beiden Gruppen: Berstadt und Umgegend mit Echzell und Umgegend zusammen- thun, dann ist schon soviel Rübengelände vorhanden, als die Fabrik Stockheim gegenwärtig besitzt. Es fehlt daher nur noch die Bahnstrecke Nidda—Echzell—Friedberg unb baß Unternehmen kann seinen Anfang nehmen. B. Büdingen, 21. März. Als Director ber hiesigen Sparkasse wurde in der heutigen Generalversammlung Herr Bürgermeister K n a f dahier gewählt. — Dem Vernehmen nach soll die Einsührung deSelectrischen Lichtes in hiesiger Stadt wegen ber geringen Betheiligung wieder aufgegeben worden fein. Vermischtes. • Leipzig, 22. März. Infolge häuslicher Zwistigkeiten stürzte sich die Frau des Malers Brenneisen mit ihren beiden Knaben auS dem dritten Stock auf die Straße. Mutter tote Kinder waren augenblicklich tobt. • L«N, 28. März. In ber vergangenen Nacht verbrannten bei einer Feuersbrunst in einem Mäbchenpensionat zu Rouey sechs Personen. Universitäts - Nachrichten. — Zum Jubiläum ber Universität Halle. Aus Halle wird der „Frkf. Ztg." geschrieben: Der Kaiser überwies ber Universität anläßlich bes Jubiläums bie Summe von 36 000 Mark — Herr Baumeister F. Kuhnt schenkte 40000 Mark zum Bau einer neuen Universttäis Turnballe. Verkehr, Land- unb VoUsrvirchschaft» «Steher», 24. März. Marktbericht. Am Dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Mb. X 1,10—1,20, Hühnertter 1 Stück 6- 4, 2 Stück 11- A, Käse pr- St. 5-8 A, Käsemotte pr. 6t 3 A. Erbsen pr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 30 3l, Tauben pr Paar X 0,70—1,00, Hühner pr. Stück JA 1,00—1 20, Hahnen pr. ®t X 1,20-1,50, Enten pr. St X 1,70 bis 2 09, Ochsenfleffch pr. Md 68—72 H, Kuh- unb Rindfleisch pr. Mb. 50-56 A, Schweine- fleisch pr. Mb. 60 —70 A. Kalbfleisch pr. Mb 60--A, Hammelfleisch pr. Md. 59—68 A. Kartoffeln pr 100 Kilo 4,50—5,00 X, Weitz kraul pr Stück 4 -10 Ä, Zwiehel^ pr Eentner 10,00—12,00 X, Milch ot. ßttrr iß 20 k,Enteneier 7 A. Gänseeier 11—12 A- Wmsjub aus den der Stadt «iederr. Aufgebote. März: 16. Georg Emil Gustav August Johann Martin Mootz bahier mit Helene Luise Wilhelmine Stegeletz hterselbfl. 19. Konrad Pfeiffer, Schlosser bahier, mit Emma Repp bterfelbft. 19. Karl Samuel Rösinger, Kutscher bahier, mit Katharine Elisabeths Hahn zu Niebershausen. 20. Georg Koch, Ingenieur bahier, mit Anna Phtltppine Henriette Fölling bierfelbft. 20. Heinrich Erb, Tapezier dahier, mit Maria Dörr hierselbst. 21. Bernhardt Johannes Schmidt, Gemüsehändler dahier, mit Anna Hohl hierselbst. EhesibUetzvngen» März: 17. August Philipp Rinn, Kaufmann dahier, mit Anna Luise Margarethe Todt hierselbst. 21. Karl Struth, Schlosser dahier, mit Ernstine Stengel hierselbst. 21. Josef August Langer, Schreiner dahier, mit Elise Jockel hierselbst. 21. Carl Mandler, Taglöhner dahier, mit Marie Philtpptne Henriette Elisabeth Gelzenleuchter hierselbst. 22. Hermann ©trupp, Kaufmann dahier, mit Bertha Reis hierselbst. Seboretu. März: 11. Dem Gärtner Friedrich Christian Pfeiffer eine Tochter. 13. Dem Schneider Heinrich Heinze ein Sohn, Karl Friedrich. 13. Dem Schneider Georg Hemrtch Erb eine Tochter, Anna 14. Dem Posthilfsboten Karl Beck eine Tochter, Anna. 15. Dem Jnstitutsdimer Christian Köbn eine Tochter. 18. Dem Direclor ber höheren Mädchenschule Dr. Friedrich Landmann ein Sohn, Heinrich Carl. 20. Dem Universitäls-Prosesfor Dr. Eduard Schwartz ein Sobn. 22. Dem Spenglermeister Theodor Waldschmidt ein Sohn, Karl Emil. Geflordrrr«. März: 17. Nelly Duill, 3 Jahre alt, Tochter von Landwirth Philipp Duill von FÜrfurt. 17. Katharine Groh, 53 Jahre alt, von Eichelhain. 17. Eltsabethe Debus, 21/» Jahre alt, Tochter von Maurer Philipp Debus III. von Reiskirchen. 19. Wilhelm Ludwig, 6'/, Jahre alt, Sohn von Landwirth Ludwig Ludwig von Ernst- Hausen. 19. Wilhelm Leng, 84 Jahre alt, Rentner dahier. 19. Carl Hetz, 42 Jahre alt, Schuhmacher dahier. 19. Elise Katharine.Schmidt, 37 Jahre alt, Näherin dahier. 20. Mathi'be Auguste Seth, 3 Jahre alt, Tochter von Locomotioheizer Jobs. Seth dahier. 20. Dr. Karl Joses Friedrich Birnbaum, 60 Jahre alt, Professor dahier. 21. Heinrich Zeller, 13 Jahre alt, dahier. 22. Christian Wilhelm Weber, 2y, Jahre alt, Sobn von Bergmann Christian Wilhelm Weber zu Altenkirchen, Amt Weilburg. 22. Katharine Kraft, 6 Jahre alt, Tochter von Drechsler Heinrich Kraft zu Staufenberg. 22. Heinrich Hannewald, 38/< Jahre alt, Sobn von Müller Jacob Hannewald zu Löhnberg. 22. Heinrich Karl Schädel, 4 Monate alt, Sohn von Schutzmann Johannes Schädel dahier. " ■■ ■ 1 1 . - -L ■ ' ........ ~ I =8 Auszug aus den Rechenbüchern der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. ttetrattU. Matthäusgemeinde. Dm 17. März. August Philipp Rinn, Kaufmann in Gießen, unb Anna Luise Margarethe Todt, Tochter bes Briefträgers Christian Lubwig Todt in Gießen. •etanfte. Matthäutzgemeinbe. Den 18. März. Dem Bäcker Daniel Berger eine Tochter, Emma Luise Marie Karoltne, geboren den 21. Januar. Denselben. Dem Taglöhner Heinrich Malkomus ein Sohn, Heinrich, geboren ben 19. Februar. Denselben. Eine uneheliche Tochter, Ernstine Elisabeth, grbora» den 17. December. Mattbäusgemeinde. Den 22 März. Elise Schmitt, Nähterin, alt 37 Jahre, ge-> starben den 19. März. Markusgemeinde. Den 21. März. Carl Hetz, Schuhmachermeister, alt 42 Jahre, starb ben 19. Mär, Den 22. März. Wilhelm Leng, Rentner, alt 85 Jahre, starb ben 19. März. Mrchttche Anzeigen der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. I« der Stadttirche. Ostersonntag ben 25 März: Bormittags 9‘/i Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein. Ah nds 6 Uhr: Pfarrer Schlosser Rach ben Gottesdiensten Collecte für bte Armen. Ostermontag ben 26. März: Vormittags 9'/, Uhr: Marrer Schlosser. Kinberktrche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. In ber Friebhofscapelle Nachmittags 2,/s Uhr: Pfarr- verwatter Dr. Grein. Nach ben Gottesbiensten Collecte für bte Kirchenkaffe zur Vermeh' ung des Capttaloermögens der Gemeinde. Am Sonntag den 1. April (Quastmodogeniti): Vorstellung unb Prüfung bet Confirmanben aus ber MarkuSgemeinbe. 2« der Johanneskirche. Ostersonntag, 25. März: Vormittags 9'/e Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittag« 11 Uhr: Kinberktrche bet LukaSgemeinde. Pfarrer Dingelbey m . Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Besonder« GotteSbienst für bie, welche zum Empfang ber Schott scheu Stiftung zugelassen sinb; im Anschluß an ben Gottesbtenst ver- thetluna der Stiftung-zinsen- Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingelbey- Nach den Gottesdiensten Collecte für bte Armen. Ostermontag, 26. März: Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dingelbey. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vorstellung uhb Prüfung der Confirmanben au» bet Johannesgemetnbe. , ,r Nach ben Gottesdiensten Collecte für bte Kirchenkasse zur Vermehrung des Capttaloermögens ber Gemeinde. Am Sonntag den 1. April, Quastmodogeniti, Vormittags, findet die Confirmation mit heil Abendmahl für bte Cou- firmanben aus ber Johannesgemeinde statt- Die Beichte hierzu am Tage vorher, »samstag, 31. März, Nachmittags 2 Uhr. Die gebrückte Gottesbienstordnung ist auch bei ben bte# sigen Buchbindern zu haben, worauf bei dem bevorstehenben Einkauf von Gesangbüchern aufmerksam gemacht wird- * Vrodpreise vom 25. März bis 8. April 1894. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg- (2 Pfb.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) „ 1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod bei S. Stern (Schlüchterner u. Cast eler Brod) 2 Kg. (4 Pfd.) Weitzbrod bei S- Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) 1 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrot) 2'Kg. (4 Pfd.) „ 3 Kg. (6 Pfd.) „ Pf«. 26 52 24 25 48 50 22 44 66 H 2 Kg. (4 Pfd.) ir Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) 3 Aug. Deibel von Wieseck . 24 Gg. A.Heuser v. Gr.Livben, PH. VeUen I. o. Gr.-Linden 3tt Joh. Kd. Veite o. Kirch-Gon« 40 W. Stetnmüller v. L -Gön8, F. Schön v. Ruttershausen u. Wilh. Amend v. Lang-GönS 42 Gust. Jacobi v. Alten-Luseck unb Aug Deibel v. Wieseck 44 Gust. Jacobi v.Alten-Buseck, Balth. Christ Ww.v. Wieseck 66 Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weitzbrod bet Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden 40 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot) b. W. Steinmüller v. Lang-Gons21 bei W. Amend von Lang-Göns 22 Der »rodverkäufer. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 26 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 52 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod 24 , 2 Kg. (4 Pfd ) Weitzbrod 48 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwärzt« od 22 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) 44 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) 66 r Gießen, den 24. März 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. — Ueder 1000 deutsche Aerzte, welche Apotheker A. Flügge'S Myrrhen Ciöme*) probirt, haben sich in anerkennendster Weise über bie Wtikung biete« nach einem Valentinen Verfahren bergestellten Salbe bet Haulleibm aUtr Art, Geschwüren, Wunden rc. geäußert Welches anbere Mittel kann sich gleicher Erfolge rühmen? Erhältlich in Dosen & Mk. 1-— ober Tuben zu 50 Psg. in allen Apotheken. *) Flügges Myrrhen - Cröme ist ber patenttrte ölige und verdickte Auszug des Myrrhen-Harzes 2211 Bedeutende Betriebsersparnisse ""jeder maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder ber Landwirthschafk durch Aufstellung einer Wolf'schen Locomoblle all Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von R. Wolf in Magdedurg-Bucka« seit mehr als 30 Jahre« als Specialität gebauten halbsiationären unb fahrbaren Locomobile« mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit des Brenn material Verbrauchs, Dauerhaftigkeit und 8ei- siungsfähiakeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locvmobil-Concurrevzen ben Sieg davongetragen. [408 Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. 23. Marz, Mm. 12 Um 24. März, Mm. >2 Uor Baromeler: Thermometer: Hygrometerstanb: min. 754 mm, max. 766 mm „ + 50 R. „ + 11°R. Trocken unb schön. min. 764 mm, max. 757 nm „ 4-40R. „+ 12'/,°». Winbig, trocken u. schön. Mittlerer Barometerstand bei 0° R = 744,7 mm. M 37 3«fa.«, 3.^ r* •reli. ärmtii !t wrtr Schloss,. ***^i«lr: Star- y'H'Mftie rjifrlinnn fiel? im Zipf. (2600 ,3ttm »«rggraf, Sonrer.straße 13. Bäeker«Verein „Frühauf." Tanzunterhaltung mit Theater am 2 Qfterfeiertag im Taale des C a f £ Leib. Anfang 8 Uhr. Herren Karlen ä 1 Mark sind an der Kaffe zu haben. Damen ohne Karten haben keinen Zutritt. Karten im Vorverkauf in der Stadt Caffel. 25551 Der Vorstand Freiwillige städtische Altfeuerwehr!! 3am6ng öm 31. I. M. Abrubs im Eawbrmus QUtolh): Kameradschafts-Feier. Eiugeladeo Alle, die je dem Corps angehört haben. |2586 Der frühere Vorstand. in Gießen. 2556 OOOO0OOIOOOOOOOOIOOOOOQOO Nottingham, England. Vertreter für Oberhessen: August Montanus jun o o o 8 • o - o General-Vertreter für Deutschland und die Schweiz von OSO00000!000000!O00L)S!0000L)00S0 Aug. Lehr, Frankfurt a. N. g V-- ■ E E r-' ■ ^ir »— V—’ k iä Cafe Leib. Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend gestatte ich mir die ergebene Mittheilung zu machen, daß ich obiges Cafä pachtweise übernommen habe. Mein Bestreben wird stets nur daraus gerichtet sein, den Ansprüchen der mich beehrenden geschätzten Besucher in jeder Art und Weise gerecht zu werden und halte ich mich dem geneigten Zuspruch eines ver- Hotel Weber, Während der Feiertage 3*r- Bockbier »s aus der Brauerei Henninger, Frankfurt a. M., im Zapf. 2633____________________ Chr. Riegelmann, Gesangverein Heiterkeit. Am 2. Osterfeiertage: ____ gp Abend -Unterhaltung 38 auf Lony's Bierkeller. Anfang 8 Uhr. [2362] Der Vorstand. Am dritten Merfeirrtag: Früh-Concert in der Restauration Kuler, Wallthorstraße. 25« Rauch-Club „Blaue Wolke“. Am zweite« Osterfeiertage r Unterhaltung, bestehend in Theater und Tanzkränzche im Gasthaus Schiffenbergertbal. Karte« L 60 Pf-, find an der Kaffe z« haben. 2586 Unfang 8 Uhr._____________________Der Vorstand. Wieseck. ""aÖF Gasthaus zum Gambrinus jllä1 Am zweiten Osterfeiertage: — TANZMUSIK wozu ergebenst einladet 25M ehrlichen Publikums wie Vereinen zur Abhaltung von Festlichkeiten bestens empfohlen. 2107 hochachtungsvoll Ferd. Karnickel 2609) «in Flügel, (Schtedmayer), ein Lauuitz, zwei Girandolen, antik, ein Kaffenfchrank in Auftrag billig zu verkaufen durch 8. Mühlhausen, Taxator und Aucttonator, BiSmarckstraße 10. Ein guter Wagen ß mit sämmtlichem Zubehör, Pflug, Egge, noch wie neu, 50 Gentner Dickwurz, ver, kaust KaSper Becker VI. in 2-l enbuseck. S5- Weizenftroh 38 (Maschinendrusch), sowie gute Speise« Kartoffeln zu haben bet [2610 Oeconom Kitz. Schützengarten Wetzlar. Am 1. Osterfeiertage Nachmittags und Abend-Concert ansgeführt von der Capelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Heft.) Nr. 116, unter Leitung des Grotzh. Mnfikdirectors Herr« C. Krautze. 2631 Entrtie 50 Pfg. G. Krauss. Zum Windhor Am dritten Feiertag Tanzmusik wozu höfl. einladet 2623 Herrn. Gräber. ___Der Wirth: August Will. Zur Stadt Marburg. ** wozu höflichst einladet (2591 ■ -■■■ ......... W. Leyerer. Zur Wellersburg. Am 3. Feiertage: ■ i Tanz-Mnsik —— wozu ergebenst einlndet___________2622________PH. Weller Ww.__ Badenburg! Am 3. Osterfeiertage von 3 Uhr an: Tanzmusik Uermietßungen. 2550] Der 2. Stock, bestehend aus sechs Zimmern mit Zub.hör, sofort zu ver- miethen-_____________LudwigSstraße 59. 2596) Bleichstr. 15, mittl. Stock, fünf Zimmer mit Zubehör, zu vermieihen. Näheres Lonystr. ^0 im Mansardenstock. 2601] Ein oder zwei kleine Familienlogis mit Gartenantheil zu oermiethen __________________Krofdorferstrahe 48. 26U8) Kleines Familienlogts per sofort zu oermiethen. Rodbeimerstraße 56. 2615) Möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu oermiethen. Lindenplatz 7. 21] Ein möblirtes Zimmer mit Ca- bin et zu oermiethen. Kreuzplatz 13. 1609) Gut möbl. Zimmer zu oermiethen- ____________________Bleichstrahe 21, 111. 475) Blockstraße 2, Ecke Seltersweg, 3. Stock, möbl. Zimmer alsbald zu verm. 14221 Möblirte Zimmer zu oermiethen mit und ohne Pension. Asterweg 2. 1498] MSbl. Zimmer, eoent. mit Eabinet, zu oermiethen- L. FrohuhLuser, MäuSburg 7. 2484] Freundl. möblirtes Zimmer zu oermiethen. Bahnhofstraße 51, 3. St. mit Woh«««g. [1874 Liadenplah 5, ll. 1372) Ein großer Laden mit Wohnung, auf Verlangen auch mit Lagerraum, zu oermiethen- Näheres Bahnhofstraße 58, III. Mermischie Anzeigen. 2565] Ei« goldenes Medaillon wurde am Mittwoch verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen gute Belohnung in der Exped d. Bl. abzugeben.__________________________ Verloren am Donnerstag Nachmittag zwei goldene KnSpfe mit Kettchen und Steine« oom Goldarbeiter Loos, Sonnenstratze, dis zur Marburgerstraße. Abzugeben gegen gute Belohnung in der Exped. d Bl.__________________[2572 2578] Eine Uhr gefunden. Abzu- lelen bei Dienstmann Wahl, Turn- holle, Nordanlage______________________ 2571] Ein guter Zuchtstier Vogelsberger Rasse im Alter von mindestens 18 Monaten zu kaufen gesucht. Angebote zu richten an den Gemeindevorsteher in ChriugShause«, Kreis Wetzlar. Der Verein „Giessener Zitherkran«“ bringt hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß er demnächst einen 2567 ® Unterrichts-lkursus im Zitherspiel eröffnet. Derselbe steht unter Leitung des Zitherlehrers Herrn A. Arnold, und finden wöchentlich 2 Uebungsabende statt. Anmeldungen hierzu nimmt der Vorsitzende, Herr Herm- Höpfner, Löber- ftraße 12, sowie Herr A- Arnold, Bleichstraße 12, jederzeit entgegen und wird jede nähere Auskunft hierüber von denselben bereitwilligst ertheilt. _______________________Der Borstand. Geschäfts-Empfehlung. Meiner werthen Kundschaft zur Nachricht, daß ich die von meinem fei. Manne betriebene 2587 tMST* Ziegelei TUstM in unverändeter Weise unter der seitherigen Firma weiterführe mit der Bitte, das meinem sei. Manne geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen. II. Schomber Wwe. Danksagung. Für die allseitig herzliche Theilnahme bei unserem schweren Verluste sagt innigsten Dank 2620 Im Name« der trauernde« Hinterbliebenen: Frau Carl Heß Wwe. Tiefbetrübt theilen wir hierdurch Freunden und Bekannten mit, daß unser einziges Kind Willy heute Mittag l21/2 Uhr nach kurzem schweren Leiden, im Alter von 6 Jahren sanft entschlafen ist. Wir bitten um stille Theilnahme. WNH. Weber und Frau geb. Schneider. Allendorf a. d. Lda., 23. März 1894. 2585 Die Beerdigung findet am 2. Osterfeiertage Nachmittags 3 Uhr statt. wozu ergebenst einladet (2624) Stadt Cassel. Am 3. Feiertage: I. Dirill. Jrülj=(£oncert wozu ergebenst einladet 2626 _________Peter König. Kmerei förtfilj. Am 3. Feiertage 2629 Früh-Concert. Töchterpensionat Frankfurt a. M., Ferrkachstr. 47. 2560] Unterr in allen Schulfächern, fr. Sprachen, Malen, Musik, Handarb' Turnen. Französin und Engländerin, sowie staatl gevr. Handarbeitslehrerin im Hause. Beste Verpflegung. Familienleben. Bed. s. mäßig. Prospecte und Referenzen d. d Vorsteherin [2560 ___________Frl. C. Lombard. Wasserleitung Queck- born-Giessen. Bei Queckborn und Reiskirchen werden noch tüchtige Grundarbeiter angenommen. R. Franc Nachfolger, 2573] Bauunternehmer. 2569) In dem Wohnhause des Herrn Metzger Gustav Reinhardt dahier am Buttermarkt ist das Lä2259J Gesuwt werde« MLvche« oom Lande gegen hohen Lohn, sowie Müdche« für Küche und Hausarbeit durch das 1 Vermteth-Bureau von Fra« Müller, Teufelslustgärtchen 26.________ flWtllM ein braves tüchtiges Dienst« Mädchen. Löberstr. 4. [2606 2632] Junges Mädchen zu einem Kinde gesucht. Weserstraße 3 11. Dr. Hanau. 2605] Ein ordentliches Lanfmädcherv Tags Über auf sofort gesucht Neuftadt 6,2. Erdarbeiter können sich nächsten Dienstag vo» 12 bis 1 Uhr in meiner Wohnung melden. 2604__________Johs. Nickel. Einen tüchtigen Gehnlfen sucht. G. A. Hainer, Schreiner- meister, Kaplaneigaffe 5. [2587 2618] Ein kräftiger J««ge in die Lehre gesucht, «hr. Zimmer, Kupferschmied. Für Schneider! | Gute Rock«« Hofenarbeiter werde» gesucht. W. BehrenS, Wetzsteinstraße. 2634] Ein Lehrling, welcher Lust hat, die Maschinenschlosseret zu erlernen, kann ein« treten bei D. Klei«ke, Sandgaffe 49. 26281 Ein Kutscher per sofort, sowie ein Kellnerlehrling gesucht. ________________Hotel Rappe». 2t09) E. I. Hamburger Cigarre«« Firma sucht e Reisende« f. Prio. m. Restaur. g hohe Vergüt. Off u. R. 17« an Heinr. EiSler, Hamburg._____ Für Schneiders 2472] Tüchtige Arbeiter für Hose« und Westen gesucht von Georg Leib & «oh». Für Schneider! MktzgereigesWt nebst Wohnung -.us freier Hand zu verpachten. Nähere Auskunft ertheilt Herr Reinhardt oder der Unterzeichnete. Wetzlar, den 16. März 1894. «hr. Michel. 2521] Ein GehÜlfe gesucht. __ W. M. Huppert, Asterweg 22. 2485] In einem Putzgeschäst findet ei« Lehrmädchen Stelle. Wo? sagt die Exped. d. Bl. W Der Gesammt-Austage der heutigen Nr. liegt eine Extrabeilage über Cognac der Firma G. Scherer & Co., Langen, bei. Niederlage dahier bei A. Geiste, Seltersweg. _____________________________(2588)__ AWst" Der Osterfeiertage wegen erscheint die nächste Nummer dieses Blattes Dienstag Nachmittag. «ebetfto»? Ä- «chetztz«. — Druck und Verlag tes BrShllst« Sradcrti (Fr. Ehr. Piets») fti fließen; Die heutige Nummer umsastt 12 Seite», Die ^ben W M ,zchmll'>h tt'i * ww Ausnahme Monlagi. 1 ◄ DieLagede, Nicht nur i bei vielen GeM Nit ihrer Neigm btt schlechten La niedrigen Gelte an dieser Beschl indem die obsieg sei es In btr Rio btr Preissteigeru Eine Abschaffung । wiinschenswerth u Indessen darf ma allgemein ftir die viel zu niedrigen außerdem muh ÄetteideauSlausch einmal den Fall ausgehoben wüt Miller und son müssen, um db kennen zu lernen, internationale $ und Verkäufer d an sich kein Int so dats man fv Preisnotirungen öconom Professo unparteiisches ll gedrückte Lage besonderen Urfad, gange an btr B tnotmtu grenzten einhrin Stelle den inte die Landwirthe und könnten bei durch Errichtung Mnung entgegn aber ein durch borlenmäßi Zehr wiederum h W die Lage der iiiih1 Asihkl, Mgin Die Bismarck Aren ^dten so flUc LSftauen ön ‘““'»8' ton bei ®"1!” M. 81 “"fiter $>f des Unten, ift °“ch ft?“ ^gedacht * Ni?'»in 8er»mmen. “ "tckt