x ,ehrea sich X ■ Frau. 2 6821 t vorzügliche ▲ i ZU bringen, ▼ 1 zu können ▲ uch entgegen. ▼ IUSS | ♦♦♦♦ n 3. September. Zeichnen und Zu- -4 Uhr Unterricht, ustraße Nr. 12, Achtungsvoll deofen i Betrieb ogundGaaerapam« iheizM6iil £aCarl brik i Iain \a.W. M ' it unter Garantie te Zuverlässigkeit. Fabrik; o Jahr, ffihrung auch der [gesichert, adtmain. 1 zu bezieh«1 ke Glesse" z« Rtt 89.50 81-60 25 00 3600 w*. Jis i Nr 197 Freitag den 24. August 1894 Der Hleßener -nzeig-r erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Alamilienvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigclegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger ZSonnemtnLspreis: 2 Mar! 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Marl 50 Pjg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukftraßc Wr.7. Fernsprecher öl. Zlints- und Anzeigeblntt für den Äreis Gieren. chratisöeikage: chießener Jamilienblätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Darm. 10 Uhr. Alle «nnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche»' Theil. Polizei-Verordnung, die Einrichtung eines Omnibusverkehrs in der Provinzial- Hauptstadt Gießen betreffend. Nach Anhörung der Stadtverordneten - Versammlung, sowie mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz von 11. August 1894 zu Nr. M. I. 23719 werden hiermit für den Omnibusbetrieb in der Stadt Gießen zur Beförderung von Personen durch die Omnibusgesellschaft die nachfolgenden polizeilichen Vorschriften erlösten. § 1. Die Einrichtung des Omnibusverkehrs unterliegt der polizeilichen Genehmigung mit Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung. Bei Ertheilung der Genehmigung werden die besonderen Bedinguitgen festgesetzt. Die zu befahrenden Linien, Fahrplan und Tarif werden vom Vorstande der Gießener Omnibusgesellschaft festgesetzt, vorbehaltlich etwaiger durch das öffentliche Jntereste gebotener polizeilicher Vorschriften. § 2. Jeder Wagen muß, bevor er in Betrieb genommen wird, polizeilich geprüft werden. Auch alles sonstige Betriebsmaterial unterliegt der jeder- zeitigen Controle des Großh. Polizeiamts, welches unbrauchbares Material vom Betriebe ausscheiden kann. § 3. Die Wagen wüsten stets in reinem Zustand und im Innern mit einem Anschlag versehen sein, welcher die Tour, den Tarif und die Zahl der Plütze enthält, ebenso muß ein Abdruck dieser Verordnung aufgehängt sein. Auf der Außenseite wüsten die Wagen mit der Aufschrift der Tour, oder mit abnehmbaren Schildern, welche die betreffende ^Aufschrift während der Fahrt tragen, versehen sein. Bei Eintritt der Dunkelheit sind die Wagen mit hellbrennenden Laternen zu versehen und auch im Innern zu erleuchten. Petroleumbeleuchtung ist untersagt. In etwa errichtet werdenden Warteräumen muß ebenfalls ein Abdruck dieser Verordnung, der Fahrplan und die Taxe aufgehängt werden. § 4- Das Fahrpersonal muß im Dienst in der von der Gesellschaft bestimmten Uniform, die in reinlichem Zustande zu halten ist, erscheinen. Das Fahrpersonal hat sich höflich gegen das Publikum zu benehmen, auch den Anordnungen der Polizeibeamten Folge zu leisten. Das Rauchen während des Dienstes ist demselben untersagt Die Polizeibehörde kann die Entfernung unqualificirter Kutscher verlangen. § 5. Das Fahrpersonal darf betrunkenen oder solchen Personen, welche die Mitfahrenden durch unanständiges Benehmen oder durch ihr Aeußeres belästigen würden, das Mitfahren nicht gestatten, ebenso die Mitnahme von Hunden, geladenen Gewehren, feuergefährlichen Gegenständen und solchen Handgepäcks, welches durch seinen Umfang, üblen Geruch oder schmutzige Beschaffenheit die Fahrgäste belästigen könnte; auch darf es nicht mehr als die bestimmungsmäßige Zahl von Personen aufnehmen. Die Kutscher müssen mit einer nach der Bahnhofsuhr zu regulirenden Taschenuhr versehen sein. § 6. Beim Ertönen der Omnibusglocke haben Reiter und Fuhrwerke, mit Ausnahme der Postwagen und der Wagen der Feuerwehr, sowie Viehtransporte dem Omnibus vollständig und so zeitig auszuweichen, daß die Fahrt desselben nicht aufgehalte. oder gefährdet wird. § 7. Rauchen, Singen, Lärmen und Musiciren iw Innern des Wagens ist verboten, ferner jedes unanständige Verhalten sowie jede Belästigung der Mitfahrenden. Zuwiderhandelnde sind von dem Fahrpersonal aus dem Wagen zu verweisen und haben dieser Aufforderung unverzüglich Folge zu leisten. Die Bestimmung über die Zahl der in einem Wagen aufzunehmenden Personen findet durch das Großh. Polizeiamt statt. Der Höchftbetrag ist sowohl an der Außen- als auch an der Innenseite des betreffenden Wagens deutlich anzubringen. § 8. Der Kutscher ist verpflichtet, an den durch Tafeln kenntlich gemachten Haltestellen zur Aufnahme und zum Absetzen von Fahrgästen zu halten. Die Bezeichnung dieser Haltestellen unterliegt der Genehmigung Großh. Bürgermeisterei im Ein- verständniß mit Großh. Polizeiamt. Der Kutscher darf nicht eher weiterfahren, bis der Hin- zukomwende eingestiegen ist oder der Aussteigende die Erde erreicht hat. Die Fahrgäste haben das Ein- und Aussteigen möglichst zu beschleunigen. Das Aufsteigen auf einen vom Fahrpersonal als vollständig besetzt bezeichneten Wagen ist untersagt. § 9. Sofern nicht besondere Schaffner (Conducteure) mit der Erhebung des Fahrgelds beauftragt sind, ist das tarifmäßige Fahrgeld alsbald nach dem Einsteigen ohne jede Aufforderung Seitens eines Bediensteten der Gesellschaft in die dazu bestimmte Kaffe zu werfen. Dem Kutscher liegt es dann ob, die Controle darüber zu führen. § 10. t Der Kutscher darf in fchnellerer Gangart als im Trab nicht fahren; im Schritt muß er fahren überall da, wo eine besondere polizeiliche Verfügung solches anordnet. § 11. Der Führer des Wagens hat nach deffen Eintreffen auf den Endpunkten denselben genau zu durchsuchen und etwa zurückgebliebene Effecten dem Eigenthümer, sofern er noch anwesend, sofort zu behändigen, andernfalls aber sorgsam zu verwahren und spätestens am nächsten Morgen dem Betriebsleiter zu übergeben, welcher solche unverzüglich an das Polizeiamt abzuliefern hat. § 12. Zuwiderhandlungen gegen drese Pölizewerordnung werden, sofern nicht gesetzlich höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafen bis zu 30 Mk. und im Fall des Unvermögens mit verhältnißmäßiger Haft bestraft. Gießen, den 18. August 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Deutschland und Frankreich. Die wieder einmal in Fluß gekommenen Preßerörterungen über die deutsch-französischen Beziehungen haben mit den jüngsten Auslassungen der „Nordd. Allg. Ztg." über dieses delicate Capitel eine bemerkenSwerthe Bereicherung erfahren. Denn fast allseitig betrachtet man den betreffenden Artikel nicht als eine private Leistung des genannten officiösen Blattes, sondern als eine direct von maßgebender Berliner Seite aus veranlaßte Kundgebung an Regierung und Volk in Frankreich, was selbstverständlich den tn Rede stehenden Aeußerungen der „N. A. Z." eine besondere Bedeutung ver- leihen würde. In denselben wird darauf hingewiesen, daß deutscherseits schon öfters das aufrichtige Bestreben bethätigt worden sei, mit Frankreich wieder auf einen „möglichst normalen" Fuß zu kommen, und daß es schiene, als ob derartige Bemühungen in Frankreich neuerdings eine etwas günstigere Aufnahme fänden, wie bislang. Der Artikel erinnert dann daran, daß sich Deutschland und Frankreich in letzter Zeit in verschiedenen Fragen, in denen die beiderseitigen Jntereffen engagirt gewesen seien, leicht untereinander verständigt hätten. Schließlich spricht der Artikel die Hoffnung aus, es werde jenseits der Vogesen in absehbarer Frist eine friedlichere und versöhnlichere Stimmung Oberwasser über die bisherigen chauvinistischen Strömungen erhalten, wobei im Spectellen auf die zunehmende Würdigung hingewiesen wird, welche die französische Nation der Persönlichkeit des deutschen Kaisers und ferner Frankreich gegenüber wiederholt bethätigten Hochherzigkeit entgegenbringe. Es ist zweifellos, daß diese Auslastungen der „Nordd. Allg. Ztg." die Stimmung und die Neigungen in den Kreisen der Reichsregierung gegenüber Frankreich vollauf widerspiegeln. Noch unter dem „alten Curse" sind ja deutscherseits ernstliche Wiederannäherungsversuche an den grollenden Nachbar im Westen gemacht worden und diese Bersöhnungs- polüik hat auch unter dem Caprivi'schen Regime, Dank hauptsächlich der persönlichen Initiative Kaiser Wilhelms, ihren erkennbaren Ausdruck gefunden. Natürlich bedarf es nicht im Geringsten einer nochmaligen Versicherung, wie auch in allen Schichten des deutschen Volkes selber der lebhafte Wunsch besieht, mit Frankreich in Frieden und Freundschaft zu leben, allerdings mit Wahrung der nationalen Würde Deutschlands und seiner großen Errungenschaften aus der Zeit von 1870; es wären also auf der einen Seite alle Bedingungen für eine dauernde freundschaftlichere Gestaltung der deutsch-französischen Beziehungen vorhanden. Leider steht es jedoch hiermit auf der anderen Seite nicht gleich günstig. Wohl darf man den leitenden Staatsmännern der französischen Republik ohne Weiteres zutrauen, daß sie ebensalls eine bleibende Besserung in dem gesammten Verhältniste ihres Landes zum deutschen Reiche ehrlich wünschen, zumal die Herren selber recht gut wiffen, daß in so manchen Fragen der allgemeinen und der colonialen Politik ein sestgelegteS Hand- in Handgehen beider Staaten gerade für Frankreich von hohem Vortheil sein müßte. Ebenso läßt sich nicht bezweifeln, daß es der einsichtsvollen Franzosen genug gibt, welche von den chauvinistischen Neigungen vieler ihrer Landsleute nichts wissen wollen und die ebenfalls ganz gerne eine nachhaltige Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland sehen würden. Aber noch immer ist in Frankreich der Revanchegedanke mächtig genug, um bei irgend einem beliebigen Anlaß immer wieder auszutauchen und bei den urtheilSlosen, von nationalen Fanatikern oder auch von politischen Zukunftsspeculanten stets aufS Neue bearbeiteten breiten Massen der Bevölkerung den allmählich doch einschlummerndeu Groll gegen das verhaßte Deutschland wieder zur drohenden Flamme zu entfachen. An dieser leidigen Thatsache ändert der Umstand auch nichts, daß zu Zeiten in der öffentlichen Meinung Frankreichs eine scheinbar freundlichere Strömung gegen Deutschland zu Tage tritt, wie dies daS sympathische Echo bekundete, welches erst jüngst die.Beiletdsdepesche Kaiser Wilhelms an Madame Carnot, die Begnadigung der zwei französischen Spione von Glatz und der Besuch des deutschen Herrschers bei der Ex Kaiserin Eugenie in weiten Kreisen der französischen Nation gefunden hat. Jndesten können solche günstigeren Anzeichen angesichts der großen Launenhastigkeit und Unberechenbarkeit deS französischen VolkScharacters doch nur als rasch vorübergehende Augenblickserscheinungen gelten. Der Chauvinismus und das Vorurtheil gegen Deutschland wurzeln in Frankreich noch viel zu tief, als daß nun auf die baldige Herstellung eines dauerhaften besseren Verhälr- nistes zu Deutschland gerechnet werden dürfte — glücklicher Weise täuscht man sich in Berlin trotz aller entgegenkommenden Haltung gegenüber dem westlichen Nachbar keineswegs über diesen Punkt. Deutsches Reich. Darmstadt, 22. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute u. A. den Obersten v. Bismarck ä la suite des 3. Garde-Regiments zu Fuß, beauf- tragt mit der Führung der 50. Infanterie - Brigade, eine Deputation der Krieger - Kameradschaft „Hassia", bestehend aus dem Präsidenten Oberftlieutenant z. D. Caspary, Major a. D. Beck, Hauptmann der Landwehr Waldecker und Dr. Vogt, den Pfarrer Kalbhenn von Kirch-Göns, die Professoren Dr. Geist und Dr. Hoffmann vom Gymnasium zu Büdingen, den Landgerichtsrath Wehner, den Amrsgerichtsrath Gebhardt und den Staatsanwalt Kock aus Gießen. Berlin, 22. August. Wie zu erwarten war, sind in Anknüpfung an die Rückkehr des Kaisers von seinen jüngsten Auslandsreisen alsbald allerhand Gerüchte über nunmehr bevorstehende wichtige Entschließungen des Monarchen in verschiedenen schwebenden Fragen der inneren Politik aufgetaucht. Spcciell die projectirte Verschärfung des preußischen Vereins- und Versammlungsrechtes und die Frage der Wiedervereinigung des Reichskanzlerpostens mit dem preußischen Mintsterpräsidium wurden als solche Angelegenheiten bezeichnet, in denen allerhöchste Entscheidungen zu erwarten stünden, und hieß es bereits, Reichskanzler Graf Caprivi habe in seinem dem Kaiser am vergangenen Sonnabend gehaltenen Vortrage diese Punkte mit berührt. Letztere Annahme soll indessen nach Meldungen von anderer Seite durchaus unbegründet fein, es wird vielmehr versichert, Graf Caprivi habe seinem erlauchten Souverain nur Vortrag über auswärtige Angelegenheiten gehalten, u A. über die koreanische Frage. — Der Entwurf eines neuen Programms der freisinnigen Volkspartei, mit welchem Herr Eugen Richter nach langem Zögern an die Oeffentlichkeit getreten ist, erfährt in der Tagespreise eine sehr verschiedene Aufnahme. Daß Blätter von der politischen Richtung z. B. der „Voss. Ztg." von dem neuen Programm-Entwurf im Allgemeinen hochbefriedigt sind, ist wohl selbstverständlich, andererseits bemängeln jedoch auch angesehene linksliberale Organe energisch daS Zukunftsprogramm der freisinnigen Volkspartei. So kommt das „Berl. Tagebl." zu dem Urtheil, das Gute in dem Richter'schen Entwurf sei nicht neu und das Neue sei nicht gut; natürlich ist der neue Programm- Entwurf den radical- liberalen Blattern vom Schlage der „Berl. Ztg." noch lange nicht radical genug. Spöttisch äußern sich die socialdemokratischen Blätter über den Programm. Entwurf, kühl verhalten sich zu demselben die nationalliberalen Zeitungen und von den maßgebenden Organen der Conservativen gelangt die „Kreuzzeitung" zu dem Schluffe, die abgestandenen Phrasen und die socialistischen Halbheiten des Entwurfes würden auf die breiten Massen des Volks keinen Eindruck machen. Seitens der Centrumspreffe liegen bis jetzt nur vereinzelte und ziemlich reservirt klingende Meinungen über das neueste Ereigniß in unserem Parteileben vor. Zunächst kommt es darauf an, welche Stellung der auf den 22. September nach Eisenach einberufene allgemeine Parteitag der Freisinnigen zu dem Richter'schen Programm-Entwürfe nehmen wird,- die Debatten hierüber dürften sich jedenfalls lebhaft genug gestalten. — Der diesjährige Parteitag der deutschen Socialdemokratie ist nunmehr laut Beschluß des Partei- Vorstandes officiell für Sonntag, den 21. October, nach Frankfurt a. M. einberufen worden. Ausland. — Auf dem ostafiatischen Kriegsschauplätze sieht man endlich entscheidenden Ereignissen entgegen. Im Norden Koreas wird eine große Landschlacht zwischen den Japanern und den Chinesen erwartet, und auf die Festung Wei-Hai- Wei, das chinesische Cherbourg oder Kiel, soll ein allgemeiner Angriff der Japaner zu Wasser und zu Lande bevorstehen. China wie Japan unterhandeln in Europa wegen der Aufnahme von Kriegsanleihen. Auf Korea sollen unter der japanischen und unter der chinesischen Armee Krankheiten in verheerender Weise wüthen, so daß die Sterblichkeit in beiden Heeren eine große sei. Neueste 2Tac6rtcbicn. Wolffs telegraphisches Gorresponbenz-Bureau. Pofen, 22. August. Die Vereinigung polnischer Kaufleute und Industrieller, die in Lemberg aus Anlaß der galizischen Landesausstellung tagte, hat Posen als Ort der nächsten Zusammenkunft gewählt. Danzig, 22. August. Der Staatscommiffar für das Weichselgebtet meldet: Cholera ist bakteriologisch fest- gestellt bei dem am 19. August in das städtische Lazareth eingelieferten Kinde aus Althof, bei zwei in letzter Nacht verstorbenen Personen (Vater und Kind) aus Plehrendorf, bei einem Kinde aus Weichselmünde, bei einem Arbeiter aus Althof, bei einem Flößer aus Rosenthal bei Löbau, bei zwei am 20. d. M. Verstorbenen und bei einer Frau aus Gollub. In Mottlau find nächst der Schäferei Cholerabacillen nachgewiesen worden. Lyon, 22. August. Ein Generalrath sprach, veranlaßt durch eine von zahlreichen Bewohnern der hiesigen Gegend unterzeichnete Petition den Wunsch aus, die Handels- vertragS-Verhandlungen zwischen Frankreich und der Schweiz möchten baldigst wieder ausgenommen werden und zur Wiederherstellung der durch die Natur gebotenen Beziehungen zwischen beiden Ländern führen durch Annahme eines auf der Grundlage wechselseitiger Concessionen geschlossenen Handelsvertrags. Vernel les-Baius, 22. August. Die Besserung in dem Befinden des Ministerpräsidenten Dupuy schreitet fort. Er konnte gestern das Bett verlassen und hatte eine gute Nacht. Loudon, 22. August. Nach einer Depesche aus Tokio von gestern wurde dort amtlich mitgetheilt, daß der König von Korea sich am 30. Juni für unabhängig von China erklärte und infolge dessen die japanische Regierung auf’ forderte, ihm bei der Vertreibung des chinesischen Contingents aus Asan zu helfen. Bei dem Kampfe wurden die Japaner von den coreanischen Truppen unterstützt. Die coreanische Regierung kündigte gleichzeitig alle Verträge mit China. Petersburg, 22. August. Der Kaiser ist leicht an der Influenza erkrankt, sein Zustand ist aber durchaus nicht besorgnißerregend. Serajewo, 22. August. Die Theilnehmer am Archäo- logen-Congreß unternahmen Ausflüge nach Glasinac und Ruffancvici zur Besichtigung der dortigen Gräberfelder und Höhen, die eine reiche wissenschaftliche Ausbeute ergaben. Der Congreß wurde gestern geschloffen. In einer Schlußansprache dankte Professor Virchow-Berlin der Regierung für die von ihr bewiesene Schätzung der archäologischen Wiffenschaft und die den Congreß-Theilnehmern gewährte Gastfreundschaft. Depeschen der Bureau „Herold* *. Berlin, 22. August. Die japanische Gesandtschaft theilt mit, das Marinegericht in Shanghai habe sich in der An« gelegenheit des „Kow-Shing", welcher bekanntlich von den Japanern in den Grund gebohrt wurde, zu Gunsten der Japaner entschieden. Die Handlungsweise des japanischen Capitäns, deffen Schiff den „Kow-Shing" angriff, müffe als gerechtfertigt angesehen werden. Der britische Admiral Free- mantle empfahl seiner Regierung, keine Ansprüche bezüglich des „Kow-Shing" zu erheben. Berlin, 22. August. Die Arbeiten zu den aus Grund des § 105d der Gewerbeordnung zu erlaffenden Ausnahmebestimmungen für die Sonntagsruhe in Industrie und Handwerk nehmen einen so raschen Fortgang, daß dieselben schon nach Wiederzusammentritt des Bundesraths demselben zur endgiltigen Entscheidung vorgelegt werden können. Ebenso eifrig werden die Arbeiten für bie auf Grund des § 105e zu erlaffenden Ausnahmebestimmungen betrieben. Pofen, 22. August. Amtlicher Mittheilung aus Ostrowo zufolge herrscht, bie Cholera in Lodz sehr stark - auch in ben Grenzorten Kutno, Konin und Kolo ist die Seuche aufgetreten. Alle erforderlichen Vorsichtsmaßregeln wurden getroffen, um die Weiterausbreitung der Seuche zu verhindern. In Kalisch werden alle aus dem Innern kommende Reisenden deSinficirt und ärztlich untersucht. Dresden, 22. August. Die Socialdemokraten Eichhorn und Find eisen, in der bekannten Boycottangelegen- heit wegen Erpressung angeklagt, sind heute, nach dreimonatlicher Untersuchungshaft, vom^g Landgericht freigesprochen worden. Wien, 22. August. Nachrichten aus Belgrad melden, die Wiedereinsetzung Milans als König von Serbien sei infolge auswärtiger Einflüsse vertagt worden. Wien, 22. August. Die „Polit. Corresp." bestätigt in einer Meldung aus Petersburg, daß die Manöver in Smolensk nicht stattfinden. Lemberg, 22. August. Die russischen Behörden depor- tirten den Pächter Kondzielski auS Podwolczhska, welcher s. Zt. durch ein fingirtes Telegramm nach Kiew gelockt worden war, während in seiner Wohnung ein von der Polizei bestellter Einbruch stattfand, wobei wichtige Briefschaften compromittirenden Inhalts gefunden wurden, nach Sibirien, nachdem Kondzielski der Spionage überführt worden ist. Amsterdam, 22. August. Die soci alistische Partei in Holland hat sich in zwei Lager getheilt, den socialdemo- kratischen Bund, welcher vollständig dem Anarchismus zuneigt und sich deshalb von den Socialisten lossagte und in die socialdemokratische Partei, welche am 26. d. M. sich mit der internationalen Socialistenpartei verbinden soll. Antwerpen, 22. August. Einer der berüchtigtsten Anarchisten, der von Paris nach London reifte und sich h^r aufhielt, erklärte, alle französischen Anarchisten müßten nach Amerika oder der Schweiz flüchten. Sie dächten augenblicklich nicht an Demonstrationen und Attentate, da sie vollauf zu thun hätten, ihre verfolgten Genossen zu unterstützen. Udine, 22. August. Die „Patria del Friuli" meldet unter Reserve, gegen die Madonna-Kirche am Monte Santo bei Goerz sei ein Dynamit-Attentat beabsichtigt gewesen. Ein Unbekannter überbrachte zwei große schwere Kerzen, die das Geschenk einer frommen Dame fein sollten und ersuchte, dieselben sofort in der von Wallfahrern dicht gefüllten Kirche anzuzünden. Der Mann entfernte sich dann fvgleich wieder,- da aber fein verdächtiges Benehmen ausgefallen war, untersuchte man die Kerzen und sand sie mit Dynamit gefüllt. Brüssel, 22. August. Zum Congreß der Eisen- und Stahlindustriellen sind heute circa 100 deutsche Delegirte hier eingetroffen. Paris, 22. August. Großes Aussehen ruft die plötz- Hdje Einstellung des Abgeordneten Mirmann in den Militärdienst hervor. Mirmann ist bereits 29 Jahre alt und hatte sich dadurch der Militärpflicht entzogen, daß er eine Professorenftelle annahm. Dies Amt gab er jetzt auf und wurde er ohne Weiteres in Uniform gesteckt. Da er~ Familienvater ist, gestattete ihm der Minister, in der Nähe von Paris in Garnison zu gehen. Paris, 22. August. In Morteau (Departement Douba) wurde in voriger Nacht im Stadthaufe eine geladene, mit einer Lunte versehene Bombe aufgefunden, die in Papier gewickelt war, welches die Aufschrift trug: „Es lebe die Anarchie!" London, 22. August. Die „Times" meldet aus Shanghai, am Freitag wären die Japaner von den Chinesen angegriffen und geschlagen worden. Die Japaner hätten bedeutende Verluste erlitten und sich 11 Meilen weit nach Chungho zurückziehen müssen. Am Samstag erfolgte ein neuer Angriff, bei dem die Japaner auch Chungho aufgeben mußten und wiederum große Verluste erlitten. Die japanische Flotte liegt in der Petschilibucht. Der britische, russische und italienische Vertreter befinden sich in Chefoo. Washington, 22. August. Der hiesige japanische Vertreter erklärte, seine Regierung habe weder ausländische Kanonen, Waffen und Soldaten noch Geld nöthig. Cocafcs rrrrö Gießen, den 23. August 1894. ** Lebensmittel-Preise Ende Znli 1894. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landesstatistik kosteten: Ochsenfletsch per Pfund Rindfleisch per Pfund Kalbfleisch per Pfund Schweinefl. per Pfund Hammelfleisch per Pfund Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund Milch 1 Liter Eier 1 Stück Städte mit Octrot Darmstadt 76 70 76 70 70 12 11 105-117 18 Cn 1 Ci Mainz 72 60 70 70 65 12,5 11,5 84-103 18 5-7 Offenbach 75 66 70 80 70 12 10 110-120 21 5-8 Worms 74 70 72 68 64 9,5 9,5 100-111 16 6-7 Gießen Städte ohne 77 70 66 69 60 11 9 97—114 18 6 Octroi Bingen 75 70 70 70 60 11 10,5 95-108 19 5-7 Bensheim 72 66 70 64 60 11,5 9 100-105 17 6-7 Alzen Friedberg 68 64 65 64 63 15 10 98—110 17 6-7 75 68 70 60 65 12 10,5 100-100 18 6-7 Alsfeld 65 60 65 59 — 11 10 90-110 16 5-6 Lauterbach 70 70 60 66 60 12 9 120 16 5 ** Feuerwehrfest. Anknüpfend an unsere gestrige Notiz über die Nachfeier sind wir in der Lage, darüber wie folgt weiter zu berichten: Die Eintrittspreise für Samstag sind 20 Pfennig, für Sonntag 30 Pfennig pro erwachsene Person, Kinder gehen frei. Die Bierpreise sind 12 Pfg. für 0,3 und 18 Pfg. für 0,5 Liter (bayerisch 15 und 25 Pfg.). Die Schaubuden gelangen, vielen Wünschen entsprechend, im Innern des Festplatzes zur Aufstellung. Das Concert wird von zwei Stellen aus durch die ganze hiesige Regimentsmusik ausgeführt. Für Gelegenheit zu dem Lieblingsvergnügen für Jung und Alt — einem hübschen Tänzchen — wird Sorge getragen und zwar voraussichtlich auch an zwei Stellen. Weiteres über das Programm werden wir morgen im Jnseratentheil veröffentlichen. Wir beschränken unß heute deshalb darauf, einen allgemein geäußerten Wunsch bekannt zu geben. Der SamStag Abend ist der Ausgehabend unserer Herrenwelt. Es ist der Wunsch laut geworden, daß sich die Mitglieder der Vereine, Clubs :c. ihre Rendezvous für den kommenden Samstag Abend in den Hallen des Festplatzes geben. Die vorzügliche Militärmusik, der gute Stoff, manch muntere« Liedchen, mit welchem uns, so hoffen wir, unsere Sänger erfreuen, werden wohl bald dazu beitragen, eine so gemächliche Nachfeststimmung zu erzeugen, wie sie auf so mancher Nachfeier in Gießen schon geherrscht hat. Unsere Festwirthe haben auf dem Feste selbst durch die Ungunst der Witterung schwer zu leiden gehabt. Hoffentlich bringt die Nachfeier vieles und — recht durstiges Publikum. Wirthe und Cornits würde dies sicherlich freuen. Gut Wehr! = Rüddingshausen, 21. August. Gestern Abend zehn Uhr wurde dahier ein räthselhafter Diebstahl ausgeführt. Die Frau des Landwirths L. Werner sah durchs Fenster, daß eine fremde, weiblich gekleidete Person in ihrem Hofe eine Sense wegnahm. Als erstere das Fenster öffnete, wurde die Sense drohend geschwungen. Die geängstete Frau rief Ihrem Manne, der schon im Bette lag, und dieser sprang ohne Weiteres auf die Straße und erhaschte nach etwa hundert Schritten die Diebin. Bel dem nun beginnenden Ringen wehrte sich die vermeintliche Frau so energisch, wie es von einem Weibe kaum glaublich ist. Es wurde von anderen Personen gehört, als der starke Mann schrie: „Ich bringe Dir das Gesicht in die Höhe!" Aber er mußte von feinem Bemühen, der unbekannten Person ins Gesicht zu sehen, abstehen, da ihm die Schienbeine arg zertreten worden waren und er mit den nackten Füßen in die Sense getreten und sich sehr bedenklich verwundet hatte. Auf dem Kampfplätze blieb die Sense und eine beim Ringen abgerissene Schürze zurück. Die räthselhafte Person, welche man im Gesicht verwundet wähnt, konnte trotz polizeilicher Nachforschungen bis jetzt noch nicht ausfindig gemacht werden. -h. Salzhausen, 22. August. Der Monat August hat uns zwar sehr schlechtes Badewetter gebracht und von allen Seiten hört man darüber klagen, trotzdem ist unser kleines reizend gelegenes Bad noch recht gut besucht und die Benutzung der Heilquellen nimmt mit jedem Jahre zu. Im vorigen Jahre wurden rund 2800 Badekarten verkauft, wobei die Freibäder aus dem sogen. Langsdorffchen Stiftungscapitale an Unbemittelte und Arme noch gar nicht mitgerechnet sind. Von besonderer Bedeutung für das Bad ist die Thatsache, daß es jedes Jahr fleißiger aus der Umgegend besucht wird. Es kommen Badegäste aus den umliegenden kleinen Städten und Dörfern, nehmen ihre Bäder und fahren nach einigen Stunden wieder°zurück.'Auf diese Weise können Leute aus der Umgegend um eine ganz geringe Summe ihre Gesundheit und ihre Kräfte wieder erlangen, denen ihre Bermögeusverhältniffe einen ständigen Aufenthalt in einem entfernteren Bade, was Hunderte von Mark kosten würde — nicht erlaubt. Friedberg, 22. August. Nachdem die Anmeldungen zur Sommerobst aus st ellung des Oberh. Obstbau» Vereins wider Erwarten zahlreich eingelaufen sind, wird sich auch diese den früher von diesem Vereine in's Leben gerufenen Ausstellungen würdig an die Seite stellen. Unter den Ausstellern finden wir nicht allein alle oberhessischen Baumschulen, sondern auch eine große Anzahl von Herrschafts - Gärtnereien und Landwirthen, welche das Beste, was sie an Sommerobst producirt haben, liefern. Die Ausstellung hat aber auch noch besonderes Interesse durch die Vorführung der Erträgnisse der verschiedenen Zonen Oberheffens. Während nämlich die südliche Wetterau schon mit reifen Herbstbirnen erscheint, bringt der hohe Vogelsberg noch Stachelbeeren und unsere frühesten Pfirsiche, die bei uns schon längst vorüber sind. Die Vorarbeiten zur Ausstellung, welche am Samstag, den 25. August, Vormittags 11 Uhr, eröffnet wird, sind soweit gediehen, daß die Arbeit der Aufstellung, Decoration rc. im Saalbau schon beginnen konnte. Ein besonders schönes Bild wird die Bühne bieten, die für Ausstellungszwecke ganz besonders geeignet ist. Als Preisrichter bei der Ausstellung werden u. A. auch hervorragende außerhessische Pomologen fungiren. Den Vorsitz führt Kreisamtmann Dr. Göttel- mann hier, als Preisrichter haben folgende Herren zugefagt: Hördemann, Kunst- und Handelsgärtner in Kassel, Noack, Großh. Hofgarten - Jnspector in Darmstadt und Siebert, Gartendirector des Palmengartens in Frankfurt. O. Anz. R. Reichelsheim, 22. August. Unsere Kirche wird in einiger Zeit eine neue Orgel erhalten, deren Bau der rühmlichst bekannten Firma Förster in Lich übertragen worden ist. Das Werk soll nach den neuesten Fortschritten der Orgelbaukunst mit Pneumatik gebaut werden, erhält sechszehn klingende Register und wird 5000 Mark kosten. * Berlin, 22. August. Herr Pullmann, der Eisen- bahnwagenfabrikant aus Chicago, der mit seiner Gattin und seiner Tochter Florence, der Braut des Herzogs von Jsen- burg-Birstein, gegenwärtig in Aix-les-Bains weilt, ist, wie die „Voss. Ztg." schreibt, in einer für einen Bürger der amerikanischen Republik eigentlich recht sonderbaren Beschäftigung begriffen. Er bemüht sich nämlich, für feine Tochter das Adelsdiplom eineß Kleinstaates zu erhalten. Die fürstlichen Angehörigen des Bräutigams legen Werth darauf, daß Fräulein Pullmann geadelt vor den Traualtar trete. * Berlin, 22. August. Zwei hiesige Offiziere von den Gardedragonern unternehmen auf Veranlassung des Kaisers am nächsten Donnerstag einen Distanzritt. Begleitet werden dieselben von zwei Radfahrern, welche Schrittmacherdienst leisten und Quartier bestellen. Die Distanz wurde auf 500 Kilometer festgesetzt und Köln als Ziel gewählt». Die Strecke soll innerhalb 4 Tagen zurückgelegt werden. * Hamburg. 21. August. Die Alters- und Jnvaliditäts- verstcherungs-Anstalt zu Hamburg beabsichtigt, im Harz Cfn grobes Sanatorium für brustkranke Arbeiter M hanseatischen Verwaltungsbezirks zu errichten. Die Anstalt hat allen Krankenkassen ihres Bezirks bestimmte Vorschläge zum gemeinsamen Vorgehen gemacht, und begegnen diese Vorschläge sowohl bei den freien Hilfs- kaffen als auch bei den Orts- und Betriebskaffen großer Sympathie. ___ verkehr, Land- «nö VoUrwirthschaft. 2i«b«rg, 22. August Fruchtmarkt. Roth er Weiten X 12.45, neuer Wetzen 11.90, Korn M 9.70, neues Korn 920, Hafer X 7 75. — Nach den statistischen Ermittelunaen deS Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisertprodttetio« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat 18 qm 2900 Acker da- 18 Nr. 16,7 — qm Acker da» 18 qm Acker da- Acker da- 65k 8 Baarzahlung versteigert. [6946, Acker da- Acker da- auf da- Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flm Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Gießen, den 18. August 1894. 6892] Großherzogliche Direktion. selbst, Nr. 44 — selbst. Nr. 45 — selbst. Nr. bl — selbst, Stall auf dem Asterweg, Nr. 970 —19 qrn Hofraum (Mist- ftätte) daselbst, Nr. 974 — 75 qm Hofraithe daselbst selbst, Nr. 12 - selbst. Nr. 13 — selbst, dieser Schutzmarke. in Blechdosen ä 20 und 10 Pf. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A: Bogt. Abbruchsversteigerung. Samstag den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr wird Wallchorstraße 38 eine Parthie altes Bauholz (Brennholz) gegen Flur 25 Nk. 48 — 3050 qm dem Weiher, Gießen, den 21. August 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Grüneberg, Beigeordneter. Betannrinuchung. Betr.: Das Beschneiden der Hecken. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer, die ihren Grundbesitz au öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter Breite zurückzuschneiden und im taufe des Monats September die neuen Schößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen. Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 31 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Becontipulin, sicherstes Scbutzmitt-l gegen Schnacke«, empfiehlt die Adler - Drogerie, Seltersweg 39, Otto Schaaf i 680-1 Gr. Schellfische re. Der Pfv. 20 Pfg., frische Zufuhren in Eispackung, garan« tirt frische Waare, [eossl im Rebstock. der Chauffee, 18 Nr. iw/ioo — 312 qm Acker daselbst, 18 Nr 1,«8/1000 — 41 qm Gras- garitn daselbst, 18 Itr. 7,6, io — 2049 qm Acker da- Schellfische auf Eis! treffen heute ein bei 6958 A. & G. Wallenfels, 21 Marktplatz 21. Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zur Hautpflege, zur Bedeckung von Wunden u. In der Kinderstube Lanolin “Lanolin der Lanolinfabrik, Martlirkenfelde bei Berlin. 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