Nr< 145 Drittes Blatt. Sonntag den 24- Juni
1894
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K Uhr: Concert der Kutcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den 29. Juni, Nachmittags von 4 bis 6Vs Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Die Glocken von Corneville. Vorläufige Anzeige: Samstag den 30. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Musikalisch-humoristisches Rainau-Concert des Herrn Duchow. Sonntag den 1. Juli, Nachmittags von 4 bis 9 Uhr (Pause von 7 bis 7Vs Uhr) auf der Terrasse: Concert der Kurcapelle zum Besten derselben.
Auf verdotenrn Wegen.
Es ist eine ungemein fesselnde Plauderei, die unter diesem Titel in dem neuesten Hefte von „Zur Gute« Stunde" (Berlin W., Deutsches Verlagshaus Bong & Co. Preis des Vierzehntagsheftes 40 Pfg.) enthalten ist. Mit den verbotene« Wege« meint der Verfasser die krummen Pfade des Wilderers. „Selbst Offiziere" — so plaudert er —, „ja solche, deren Ruhm später in die Blätter der Kriegsgeschichte unauslöschlich eingetragen wurde, haben seinerzeit den Forstbeamten die Köpfe heiß gemacht. „Nicht abfassen lassen!" heißt es zwar da, denn die Epauletten stehen auf dem Spiele.
Unter den königlichen Forstbeamten der Umgegend von Potsdam nennt man noch heute den Namen eines damals jungen Offiziers, der vor etwa zwanzig Jahre« auf eigene Faust mit unerhörter Gewandtheit die Jagd in den Staatsforsten ausübte, ohne jemals feines geheimnißvollen Treibens überführt werden zu können. Freilich — mehrfach war man ihm arg auf der Fährte, denn der Lieutenant, — nennen wir ihn von Schultze oder von Müller — den Forstbeamten nach Stand, Namen und Aussehen genau bekannt, durfte bet seinem Treiben auf keinerlei Schonung mehr rechnen, und es fehlte eben nur — nach alter Nürnberger Weisheit, die Hauptsache — das Abfassen. Aber der Lieutenant war an Findigkeit und Schneid der ganzen königlichen Jägerei „über". Und wie er's machte? Hier nur ein paar Beispiele.
Eines Mainachmittags — es begann schon zu dämmern — hörte der Förster von Templin im Jagen 3 der Potsdamer Forst in der Richtung auf den Kieskulenberg einen Schuß fallen. Er wußte, daß um diese Tageszeit auf einer dort befindlichen kleinen Wiesenniederung die Rehe auszutreten pflegten, eilte in Begleitung seines Hilfsjägers dahin und kam gerade noch früh genug, um den seines Gehörnes beraubten Bock, sicher aus das Blatt getroffen, am Wiesenrande vorzufinden, zugleich aber auch den Wildschützen im Walde schattenartig verschwinden zu sehen.
Es begann nun eine wilde Verfolgung, die Forstleute
theilten sich, ein paar Waldarbeiter schlossen sich ihnen an uud endlich — „endlich haben wir ihn!" rief der Förster schon in den immer mehr sich verengenden Kreis der Verfolger hinein, als der Verfolgte sichtbar wurde und selbst in sein Verderben zu rennen schien — geraden Wegs auf die Havel zu, die hier die Breite einer Viertelmeile hat. Jeder andere Ausweg war dem Gehetzten abgesperrt und — richtig — schon hörte man ihn auch im Uferröhricht brechen, dann das Rauschen des aufspritzenden Wassers und dann — war Alles still.
Ein rastloses Suchen begann. Er konnte nicht entkommen sein! Kähne wurden herbeigeholt, Hunde durchschnupperten den Röhricht nach allen Seiten, Laternen wurden angezündet, mit langen Stangen wurde das tiefere Wasser von einem am Rohr liegenden Holzfloß aus untersucht. Keine Spur! Längst war die Nacht herabgesunken, als man das Suchen aufgab.
„Der ist hin!" meinte der Förster. „Schade um den tüchtigen Kerl, aber — er hatte Recht, als er ins Wasser ging, mit feinem Lieutenant wäre es doch aus gewesen. — Morgen in aller Frühe werden wir weiter suchen, ich will inzwischen an das Bataillon schreiben!"
Der Brief an das Bataillon mit der Nachricht vorn Ertrinken des Lieutenant v. Schultze kam um Mitternacht an. Mit Tagwerden stand ein Detachement unter Commando eines Offiziers bereit, um nach Templin zu marschiren, die Wasserleiche aufzufischen.
„Rechts um — Bataillon marsch!" erscholl eben das Commando, als sich im zweiten Stock des Kasernenflügels ein Fenster öffnete. „Wohin so früh, Franz?"
„Mein Gott — Du — bist nicht ertrunken? — Bataillon halt! — Ich wollte eben Dich ausfischen! — Der Oberförster hat berichtet —"
Und Lieutenant v. Schultze lachte auf. „Die Grauröcke werden wohl wieder meinen Doppelgänger gesehen haben, — ich habe vorzüglich geschlafen, war gestern Abend bei PerponcherS zum Thee."
Lieutenannt v. Schultze trug bereits die Generals- Epauletten, als er einem nahen Freunde mittheilte: „Ich
habe damals die ganze Sache beobachtet — lag unter dem Floß — den Mund über Wasser — zwischen zwei Baumstämmen — hatte das von den jungen Enten gelernt. Nur einmal, als ein Hund mir nahe kam, mußte ich ganz untertauchen, übrigens befand ich mich ganz wohl im Bade. Die Förster ließen mir selbst den Kahn zurück, mit dem ich nach dem Tornow ruderte und den ich bann treiben ließ. In einem anderen Kahne ruderte ich zum „Kiwitt", wurde auf dem raschen Marsche nach Hause hübsch warm, zog mich flink um und suchte zum Ueberflusse mein Alibi irn Thee bei Perponchers."
Ein andermal traf die Meldung ein, der Lieutenant v. Schultze fei im Glinicker Forst bei Ausübung der Jagd gesehen worden, aber entflohen. Durch Besetzung der Glinicker Brücke sei ihm indessen die birecte Rückkehr ab- geschnttten und das Bataillon werde ersucht, „Weiteres zu veranlassen". Zu derselben Zeit, als der Bataillons-Com- manbeur noch mit dem herbeigerufenen Adjutanten darüber berieth, was zu thun fei, faß Lieutenant v. Schultze in voller Uniform In einer ersten Rang-Loge des Stadttheaters und unterhielt sich mit der Gemahlin feines Commandeurs.
„Der Doppelgänger fängt an, mir unangenehm zu werden," äußerte er in dem am nächsten Morgen folgenden Verhör. Daß aber der „Doppelgänger" in einem grabe des Weges kommenben Leichenwagen an der Glinicker Brücke die Blockade gebrochen — das verschwieg der Lieutenant. —
Die Wilddiebgeschichten sind einer der interessanten Beiträge der vorzüglichen Familienzeitschrift- weitere deS neuesten Heftes sind aber auch die „Reife durch Schweden" von Tavaftstjerna, „Bäder und Heilkuren" von Dr. Berger, „Nach Canossa" von O. von Oberkamp, „Schulstrafen" von I. Tews und die beiden werthvollen Romane „Feindliche Pole" von Aug. Niemann und „Diebe" von A. von Klinckow- stroem. Der Preis von „Zur guten Stunde" ist ein außerordentlich billiger, trotzdem gibt der Verlag noch die „Jllustrirte Klassikerbibliothek" (gegenwärtig Uhlands Gedichte und Dramen) jedem Hefte gratis bet.
Dritte.
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)ad-Nauheim retlag den 29. Juni.
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Die Glocken von Carneville.
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Die heute ihrem Ende zugehende Bericht-Periode war sehr arm an neuen Tbatsachen oder anderen Motiven, welche eine lebhastcre Gestaltung deS Verkehrs hätten veranlassen können. Sie blldet lediglich die Fortsetzung der nun schon wochenlang andauernden GeschäftSunlust. Selbst Ereignisse, wie die nunmehr zwischen der italtentschm Regierung und einem englischen Consortium zum Abschlufe gekommene Verpachtung des Alkoholmonopols, was allerdings 'noch der Genehmigung des Parlaments bedarf, vermögen auf die allgemeine Haltung der Börsen keinen Etnflufe auSzuüben und beschränken ihre Wirkung ausschUefelich auf die bind davon berührten Werthe. Und auch bei diesen kommt die Wirkung nicht in einer Zunahme der Umsätze, sondern nur in der höheren nominellen Bewcrthung zum Ausdruck. Auf der anderen Sette läßt sich die Speculation aber auch durch störende Momente nicht aus ihrer Lethargie auswccken, und dieser Umstand ist viel mit Schuld daran, dafe sich das Publikum gleichfalls von der Börse fern hält. Nicht minder liefen von auswärts Klagen über die Geschäftsstille ein; in Paris sowohl als in Wien waren eS locale Gründe, welche die dortige Zurückhaltung rechtfertigen. Leider darf man kaum erwarten, dafe die Wiederkehr einer lebhafteren Geschäfts- entwickelung an jenen Plätzen auch bei uns eine solche im Gefolge haben wird, da die durch das neue Stempelgesetz heroorgerusene Depression nach wie vor di- deutschen Börsen beherrscht. Wien legte sich mit Rücksicht auf die bis zur letzten Minute noch währende Ungcwifeheit über das Schicksal des ungarischen Eivtlehe- gesitzes und die hierdurch gefährdet erscheinende Stellung des Ministeriums Weckerle die größte Reserve auf. Die Unlust war dort fo groy, dafe die Siachrtchten von den grofecn Ueberschwemmungen in Oberungarn, welche, abgesehen von ihrer schädigenden Wirkung auf die Eisenbahnen in Folge der Verkehrsstörungen und Matertal- befchädigungen, auch noch die Aussichten auf reichen Erntesegen vermindern, fast spurlos vorübergezogen, trotzdem man sonst in Wien hierfür sehr empfindlich ist. An den Westplätzen herrschte gleichfalls nicht die beste Stimmung. Die Laune der Londoner Börse wird immer noch durch die Vorgänge auf dem amerikanischen Eifenbahnmarkt beeinträchtigt und man fürchtet, dafe hierbei auch nicht fo rasch auf Besserung gehofft werden darf, da die SanirungSbestrebungen der verschiedenen nothleidenden Bahnen in den Unionsstaaten zum Thell auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen. Den französischen Capttalisten drohen dagegen auS der oon dem gegenwärtigen Finanzminister aufgeworfrnen Frage, wie lange die staatliche Garantie der Eisenbahnen dauern soll, starke Verluste, wodurch die zuversichtliche Tendenz an der Seine merklich getrübt worden ist.
Die Politik bleibt beruhigt. Dem neu rnoklamirten Sultan von Marokko scheint es vergönnt zu fein, ohne ernstere Befehdungen seine Herrschaft antreten zu dürfen und dadurch vermindert sich die Befürchtung, daß der Thronwechsel zu internationalen Verwickelungen führen könnte. Schwieriger dürfte es dem marokkanischen Staatsschätze fallen, die an Spanien zu entrichtende Kriegs- contribulion zu bezahlen; mit der ersten bereits fällig gewesenen Rate ist er bis jetzt noch im Rückstand. Der Gang der italienischen Kammerdebatten wird zwar von den Finanzkreisen eifrig verfolgt, hat aber zu keiner lebhafteren Bewegung Veranlassung gegeben, da der vermuthliche Ausgang heute noch ebenso zweifelhaft ist als nur je. Von den vielen Projectm, welche ausgearbeitet worden sind, um dte Gesundung der dortigen Verhältnisie herbeizuführen^ gehen jetzt zwei, dte Einführung und Verpachtung des SpttituSmonopols und die Gründung einer dcutsch-iralimtschen Bank ihrer Verwirklichung entgegen. In beiden Fällen ist es stemde« Kapttal, welches dte Ausführung ermöglicht und bei dem großen Werthe, den sie für Italien besitzen, ist ganz unoerständlich, daß deffenungeachtet^ ein Theil der dortigen Presie nicht aufhört, gegen die ausländischen Unternehmer Front zu machen. Der ganze Groll entspringt jedoch nur daraus, daß sich das neue Kredttinstiiul durchaus nicht mit der Wiederaufrtchtung der Credtto Moblliare und Banca Generale befallen will.
Was die Eoursoeränderungen auf den einzelnen Gebieten anbelangt, so sind dieselben ebenso gering, als die Umsätze eS waren. Im Anfang der Woche gaben zwar die Cours- infolge der allgemeinen Geschästsstille eine Kleinigkeit nach, benerten nch aber wieder, als von Berlin für Montanwerthe anziebende Notirrmgen einliefen, alS deren Ursache die günstiger lautenden Berichte eines rhdntschen .u dürfen, daß dte Kohlendergwerke ihre schwierigste Zeit dinier
fich haben. Seiten» einiger Lpeculantengruppen wurde bann noch darauf hinge» wiesen, baß am 25. Juni wahrscheinlich der Strike der schottischen Äobltnarbeiler beginnen werde, wodurch die Concurrenz der englischen Kohle in den Continental« »bsatzgebtelen vermindert werden würde. Daß hieraus keine große Hoffnungen |U bauen sind, Haden jedoch schon im Vorjahr dte Arbeitseinstellungen tm Durhamer Revier bewiesen. Auch Eifenactien kehrten gegen Wochmschluß auf ba« am na* flangaien Sonnabend innegehadte Niveau zuruck, trotzdem verschiedentlich Pre.'s* ermäßigungen für einzelne Gattungen von Eisen bekannt wurden. Der russisches Handelsvertrag Hal zwar einzelnen Werkm bedeutende Aufträge gebracht, den erhofflen Aufschwung unterer heimischen Industrie hat er bi« jetzt noch nicht gezetttgt unb bte russischen Bestellungen allein find nicht ausreichend, dte großm Etabltsiement» bauernd genügend zu beschäftigen.
Trotzdem an dem Zustandekommen de» neuen italienischen Eredtttnsttiutl raum mehr zu zweifeln ist unb alle hervorragenden deutschen Institute daran bethetltgt sind, lagen die localen Banken doch matt. Reben der Enttäuschung, daß bet dem Wettbewerb um die Ausübung de« ttaltentfchen Alkoholmonopols das englische Eonsorttuw, an dem nur wenige deutsche Firmen unterdetheiltgt sind, gesiegt Hal, kommt dte allgemeine Unthäligkett In Betracht.
^ur die Bellen der Nationalbank für Deutschland wurden bester bezahlt, weil diese an jenem englischen Konsortium tnteresstrt ist und dann auch wegen der glücklichen Durchführung der neuesten Emission bulaartscher Pfandbriefe. Au» letzterem Grunde waren auch Wiener BankveretnS-Actim begehrt, während dte anderen öflerretchtschen Banken nur wenig beachtet wurden.
Auf dem FondSmarkt büßten dte 4procenttgen deutschen Anleihen ihre« anfänglichen EourSgewtnn wieder ein, trotzdem auch beute noch keine Anzeichen Vorlagen, daß die gefürchtete Eonvertsiung in Aussicht ist. Daß die Verkäufer keinen Tausch in die llprocenttgm Titel vornehmen, ergtebt sich daraus, daß auch diese 20 Pfg. niedriger nottren. Von den fremden Renten sind serbische Werthe wesentlich höher auf die angebliche Verständigung deS FinanzministerS mit dem Bankenconforitum. Italiener lagen wegen der mehrfach erwähnten Gründungen fest. Desterreichtfche und ungarische Papiere waren behauptet. Dagegen wurden Griechen billiger offerirt. weil die Arrangements-Verhandlungen nicht voranschreiten und dte :>teaterung An» strengungcn macht, die Erwartungen der Gläubiger heradzustimmen. Auf türkische Werthe, insbesondere auf Loose, drückten Realisationen. Die erhebliche EourS« steigerung in der vorigen Woche soll der Hauptsache nach durch Deckungskäufe einer in Schwierigkeiten geratenen Konstantinopeler Firma berbetgesührt worden sein. Unter den überseeischen find dte argentinischen Anleihen alS höher zu nennen, während Mexikaner unverändert notiren.
Deutsche Eisenbahnen waren mit Ausnahme von Marienburger und Ostpreußen vernachlässigt. Bet jeder Steigerung der Getretdepretse wurden zu Gunsten der beiden östlichen Bahnen stets sofort die vermehrten Aussichten auf große Frachtzusuhre« in« Treffen geführt. Die österreichifchen TranSportgefellschaften hatten unter den Hochwaffernachrichten zu leiden; doch sind in Anbetracht der Geringfügtgkett der stattgehabten Umsätze auch die CourSverluste nur gering. Die bekannt gewordenen Mai-AuSweife einiger schweizerifchen Eisenbahnen entsprechen nicht ganz den hochgeschraubten Erwartungen der Speculation. Der Enthusiasmus hierfür bat sich veßhalb etwas abgekühlt und zu Realisationen veranlaßt, durch welche die Mehrzahl davon eine Kleinigkeit nachgeben mußte. Bei den italienischen Bahnm dagegen war die Nachfrage überwiegend.
Im Zusckmmenhang mit dem beoorstehendm Ultimo und dem Quartal»» wechsel war tägliche» Geld begehrt und auch der PrivatdiScont hat um Bruchtheile angezogen.
Eourse der Frankfurter Börse eUotMUiÖm.
Oonre vom
22./VI,
15VVL
Cour« vom
22./VI.
15,/VL
4°/c Hessische Obligation.
, Bavern ....
104 30
106 30
104.50
106.30
4'/§°/,Portua^S.88u.89
6°/0 amort. ©erb. Gold*
33 15
83.30
, Baden.....
104 70
104.40
Rente ....
66.70
64 80
3Vo Sächsische Rente. .
3V,% BremerGtaatSanl.
89.75
89.90
bo/oSerbischeEtfenbahn«
99.50
99.45
Hyv^Obl. L. A. .
4»/oSchwed.Obltg.I880r
70.—
67.—
, Hamb.StaatSrente
—
100.20
101.90
101 95
40/o Oeftr. Goldrente
98.55
98.30
l°/o Türken cono. Ltt. D.
24.65
24.55
, GriechischeMonopol-
5®/o Argent. Gold - Ani.
4’/o Rumänische Rente .
33 90
36.45
v. 1887 . . .
47.15
46 85
85.90
85.75
3i/i% Egppt. priv. Anl.
102L5
102.40
4®/o Rufs. EonsolS S. UI
101.—
—,—
4°/e Psälz. LudwigSbahn
5°/o Südbahn Lombarden
104.75
104.75
(Berbach) . . . , Hessische Ludwigsb.
104.55
104.40
4°/0 do. do.
100.10
100.—
M/o do. do.
63.05
62.90
68/69 garanl
103.10
103.15
40/0 Prag-Duxer Gold .
101.30
101.20
, Elffabeihb. steuerfrei
. Rudolf Gold (Salzk.)
, Franz-Josef Silber
101.50
101.85
Gold ....
102.20
102.20
79.60
80.30
5% Oefir. StaatSdahn.
110.20
110.20
3"/o staall. garant JtaL
4o/a do. do.
102.—
102.40
Eisenbahn . .
48 40
48.75
3°/o do. do.
3% Livorneser . . .
52.90
53.30
L—VIII. Emtfi.
90.35
90.—
4o/o Ruff.Südw -Eisenb.
99.95
99.90
Sfl/c do. ErgänzungSneiz 50/0 Nordwestbahn Gold
87.50
87.80
108.60
4o/g Wladtkawka» garnt.
40/0 gar. Sardin. S«.stfr.
99.60
64.10
99.70
64.20
LudwigShafen-Berdach.
232.80
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Oest. Nordw.-Bahn tilLB.
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Hessische LudwigSbohn. Pfälzische Nordbahn
114.10
11460
Gotthardt.....
166 90
167 40
117 45
117.50
JtaL Mittelmeer . .
77.70
77.40
Lübeck-Büchner . .
140.60
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Batd'Qdinu
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155.95
Dresdener Bank. . .
138.90
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133 90
134.30
Mitteldeutsche Eredttb. .
97.60
97.20
Deutsche Bank . . .
158.20
158.—
Wiener Bank-Verein .
105‘/ie
1637,
DeutscheGenofienschstSb.
Württemb. BeretnSbank
129.
128.90
a.Soergel,Parrifiu»LLo.
112.80
112.89
Deutsche Vereinsbank .
107.20
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98 —
98.—
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86.05
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PN., rmhahlb. 1921 .
M/0 Eentr. Pacif. LMNg.
106L0
106.65
L M., rückzahlb. 1912 N>/»PacffwfMiffourt con-
105.30
105.30
rückzahlb. 1896 . .
100.70
101.20
folihateb I. M. r. 1920
90.60
91.40
Bekanntmachung.
Das Local für das Aichen der Maße, Gewichte ui.b Waagen wurde «Xu 20. d. Mts. in das nordöstliche Thorhauö am Neuenwegerthor verlegt.
Amtstag für den Aichmeister dieser Stelle ist der Dienstag in jeder 'Woche festgesetzt.
Das Faßaichlocal (Seltersweg 1!) ist beibehalten worden.
Die Amtstage für den Faßaichmeister sind auf Mittwoch und Freitag festgesetzt. Sollen Fässer geaicht werden, so sind diese an genannten Tagen bis spätestens 10 Uhr Morgens in dem Faßaichlocal abzuliefern. Nach dieser Zeit ist der Aichmeister nicht verpflichtet, das Local offen zu halten, wenn nicht Aichungen vorzunehmen sind.
Gießen, den 21. Juni 1894.
Großherzogliches Aichamt Gießen.
6213_______________Der Vorstand Reuting.___________________
Evangelische Marknsgemein-e.
Anfgkbntsn erfahren.
Die seit vielen Jahren mit unbekanntem Aufenthaltsort in Amerika abwesenden Margarethe Ber- talot und Carl Bertalot von Gießen — beide über neunzig Jahre alt — resp. deren Erben werden aufgefordert, so gewiß Samstag den 13. Oktober 1894, Vormittags 9 Uhr ihre Ansprüche an das hier curatorisch verwaltete Vermögen geltend zu machen, widrigenfalls Margarethe und Karl Bertalot für todt erklärt, und der Nachlaß den bekannten nächsten Erbberechtigten resp. dem Fiscus überwiesen werden wird.
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Gemäß § 23 der K. V. hat demnächst eine Ergänzungtzwahl für unsere Gemeindevertretung stattzufinden, und zwar sind an Stelle von 5 ausgeschiedenen 5 neue Mitglieder zu wählen.
Die Liste der stimmberechtigten Glieder unserer Gemeinde wird in der Wohnung des Pfarrers (Wetzstemgasse 48) 3 Tage lang zur Einsicht offen gelegt, nämlich am Montag den 25., Dienstag den 26., Mittwoch den 27. d. Mts., jedesmal von 9-1 Uhr Vormittags. Grundstück*:' ' '
Während der Offenlegung, können Einwendungen gegen die Liste bei dem^ Flur 20, Nr. 97 — 4906 qm am unterzeichneten Kirchenoorstand vorgebracht werden. Gegen dessen Ent-1 Bachweg bei dem Schafdockter, scheidung kann binnen drei weiteren Tagen Berufung an den Dekanats- welches dem HoSpsial in Gießen gehört, x f ‘ , meistbietend unter den bet der Verstetge-
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