1894 Amts- lind Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Hratisöeitage: Hießener Kamikienötätter. 1 1 1 Ittc AmionceN'Bureaux des In. und Auslandes nehm« Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" cntgeg«. merken wir das Folgende: 1. Falls Umlagen, zu welchen die Forensen beizutragen haben, erhoben werden sollen, hat der Bürgermeister mittelst Bekanntmachung im Kreisblatt, unter B^eichnung des Ortes der Offenlegung, zur Kenntniß der Betheiligten zu bringen, daß der Voranschlag während 8 Tagen, von dem anzugebenden Zeitpunkte an, zur Einstcht und Entgegennahme etwaiger Einwendungen, offen gelegt wird. Diese Bekanntmachung ist in einem, vor Beginn der Offenlegungsfrist erscheinenden Kreisblatte einzurücken. Zur Vermeidung von Mißverständniffen fügen wir an, daß die vorbezeichnete Offenlegung mit der in Art. 71 der Landgemeindeordnung bereits vorgeschriebenen zweiten Offenlegung des Voranschlags genau zusammenfallen muß. Die desfallsige Bescheinigung ist auf der Rückseite des Zahlenvoranschlags vorgedruckl. 2. Nach dem Gesetz vom 3. Mai 1858 gehört mit voller Stimmberechtigung außer den gewählten Mitgliedern auch derjenige höchstbesteuerte Grundbesitzer, welcher wenigstens ein Viertheil der in der Gemeinde aufzubringenden Grundsteuer entrichtet, oder in Ermangelung deffen der Höchstbesteuerte, welcher ein Grundsteuercapital von wenigstens 1500 Gulden in der Gemeinde hat, zum Gemeinderath. Diese Grundbesitzer oder deren Bevollmächtigte sind zu den Gemeinderathssitzungen einzuladen. 3. Die Voranschläge derjenigen Gemeinden, in denen dem Großh. Fiscus ein Grundsteuercapital von mindestens 857 Mk. 14 Pfg. zur Last steht und eine Vertretung desselben auf Grund vorerwähnten Gesetzes nicht stattfindet, sind vor Beginn der zweiten Offenlegung der betr. Großh. Oberförsterei mitzutheilen. 4. Auf Beilage 1 darf die Bescheinigung der Ueberein- stimmung mit der Rechnung und auf Beilage 2 die Bescheinigung der Uebereinstimmung mit dem Inventar nicht fehlen. 5. Die Beilage 2 ist zu den Voranschlägen für 1895/96 und 1896/97 nicht zergliedert, sondern nur summarisch aufzuftellen. 6. In Beilage 4 sind alle namhaften Abweichungen kurz und klar zu erläutern. Der § 41 der Voranschlags-Instruction ist hierbei genau zu beachten. 7. Bei den Gemeinden, deren Rechner Hebgebühren be- z iehen, ist in Beilage 6 eine ordnungsgemäße Berechnung der Hebgebühren vorzunehmen. Reben dem Gehalt des Gemeinde-Einnehmers sind hierin auch die Vergütungen für Führung der Gemeindekrankenkaffe, sowie der örtl. Stelle der Jnvaliditäts- und Altersversicherung vorzusehen. 8. Als Beitrag zur Kreiskaffe ist die für das Jahr 1894/95 bezahlte Summe einzustellen. 9. Zur Vermeidung von Verlegenheiten für die Gemeindekaffe und namentlich auch von Kaffeanlehen ist auf Beschaffung eines ausreichenden baaren BetriebscapitalS Bedacht zu nehmen. 10. Sofern für außerordentliche Bedürfnisse keine, oder nur geringe Beträge vorzusehen sind, muß eine angemeffene Summe zur Schuldentilgung in Aussicht genommen werden. Den Gemeinden, welche noch ältere Kriegsschulden haben, wirt) empfohlen, zuerst deren Rückzahlung ins Auge zu fassen. Dabei ist zu beachten, daß unter Rubrik 54 eine weitere Umlage in Hohe der abzutragenden, älteren 'Kriegsschuld Nnnahm« eo« Anzeige« zu der Nachmittag» für de» M|enbm Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Gesunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Zocker, Brille, 1 Armband, 1 Scheere, 2 Schürzen, 2 Handschuhe, Tasche mit Inhalt, 1 Arbeitskittel, 1 Porzellangriff und Hundehalsband. Entlaufen: 1 Eichhörnchen. Gießen, den 22. September 1894. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. Gießen, am 19. September 1894. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Krersamt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, den Ueberschlag der Kosten der Schulen für das rubr. Rechnungsjahr im Laufe dieses Monats den Großh. Bürgermeistereien zuzustellen. v. Gagern. Zu diesen Vorträgen werden alle Mitglieder des land- wirthschaftl. Vereins und alle Freunde der Landwirthschast hierdurch eingeladen. r r , Die Herren Bürgermeister .der oben genannten und benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwrrken. Gießen, den 21. September 1894. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. C. Jost. Bekanntmachung, betr. die Provinzial-Fohlenweide be, Merlau. Die auf obiger Fohlenweide aufgetriebenen Fohlen und Pferde müffen Samstag, den 29. September 1894 zwischen 10 und 1 Uhr Mittags von dort abgeholt und die Restbeträge des Weidegelds vorher an den Verwalter der Weide, Grobherzoglichen Baurath vr. Dieffenbach, ausbezahlt werden. Laubach, den 19. September 1894. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberheffen. Friedrich Graf zu Solms Laubach. Der fteftMT JUqriyr «scheint täglich, ■Ü An»nahm» de» Montag» Die Giehener ye*trit«irilt«X etrtcn dem Anzeige »hchnttlich dreimal gir 223 Drittes Blatt. Sonntag dm 23. September vorzusehen. 14. Für Anschaffung und ebenso für die lausende I Unterhaltung von Feuerlöschgeräthen und Ausrüstungsgegen- ständen ist ausreichender Credit im Voranschlag einzustellen. 15. Die Bedürfniffe für Kirchen und Schulen sind durch Auszüge aus den Kirchenvoranschlägen und bezw. detaillirte Anforderungen der Schulvorstände zu begründen. 16. Veränderungen und namentlich Herab! etzungen der Umlagen sind, wenn nicht ganz besondere Gründe dies rechtfertigen, zu vermeiden; bei günstigen Abschlüssen empfiehlt es sich vielmehr, Capitalrückzahlungen eintreten zu lassen. 17. Es ist darauf zu achten, datz die achttägigen Offenlegungsfristen genau eingehalten werden, namentlich darf eine neun- oder gar zehntägige Offenlegung, wie dies bisher mehrfach vorgekommen ist, nicht stattfinden. Zu beachten ist weiter, daß die Offenlegungen mcht an einem Sonn- oder Feiertage beginnen bezw. endigen. 18. Zur Berathung des Voranschlags ist der Gemeinde- Einnehmer als Auskunftsperson zuzuziehen. 19. Die Einsendung der Voranschläge hat jedenfalls im bestimmten Termine zu erfolgen, da wir im Interesse einer ordnungsmäßigen Budgetwirthschaft Frist nicht gestatten werden. Sollten aus besonderen Gründen einzelne Rechnungen bis zu dem Termine noch nicht gestellt sein, so ist, dem § 41 Absatz 2 der Voranschlags-Instruction entsprechend, die Uebersicht - Beilage 4 — auf Grund des Handbuchs zu fertigen. Im Uebrigen wollen Sie nach unseren früheren Ausschreiben, sowie nach den Revisionsbemerkungen und Beschlüffen zu den vorhergehenden Voranschlägen verfahren. v. Gagern. Gießen, den 19. September 1894. Betr.: Wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, den im Gemeindevoranschlag vorzusihenden Betrag des kirchlichen Deficits, unter Mitther- lung eines Auszugs aus dem Kirchenvoranschlag, im Laufe dieses Monats den Großh. Bürgermeistereien mitzutheilen. v. Gagern. ewrwbrir» 8 «er! 20 P1-. «A BrtnyriepiL D«h bk Post btpfa 8 Wort 60 IkMwn, und Drucker«: K-r»ipr»cher BL Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Rohrverlegungsarbeiten wird die Licherstraße von der Kreuzung der Sicher- und Grunberger- straße bis zur Wolfstraße für nächsten Montag und Dienstag für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 22. September 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. ___________ lassen sind, fallen gesetzlich dem Pächter oder Nutznießer zur Last. In den Fällen, in denen die Gemeinde auf einen Aus- schlag auf die Pächter rc. verzichtet, ist dieser Verzicht im Voranschlag zu beantragen. „ , o<) Dies geschieht am zweckmäßigsten unter der Rubrik 92 des Voranschlags, unter welcher die Beiträge der Gemeinde zur land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft, bezw. zur Tiefbau-, Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, sowie auch diejenigen zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung für bie von der Gemeinde beschäftigten Personen verrechnet werden Bekanntmachung. Betr.: Die Abhaltung landwirthschafilicher Vorträge. Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld wird Sonntag, den 30. September 1894, Nachmittags 4 Uhr, zu Lindenstruth in dem Saale des Herrn Wirths Hemrich Wolf II. über Anwendung des künstlichen Düngers. 2., Sonntag, den 7. October 1894, Nachmittags 3 Uhr, zu Hungen im Solmser Hof einen Vortrag über Boden- Deutfches Reich. Berlin, 21. September. Reichskanzler Graf Caprivi wird am nächsten Dienstag, den 25. d. Mts., nach Beendigung seines Karlsbader Aufenthaltes wieder hier emtreffen. Es steht zu erwarten, daß nach der Rückkehr des obersten Reichs- beamten an den Mittelpunkt der politischen Geschäfte vor Allem die Vorarbeiten zu der kommenden Reichstagssession eine kräftige Förderung erfahren werden. Dpeciell dürste dann die Frage eines gesetzgeberischen Vorgehens zur Bekämpfung der socialdemokrattschen und anarchistischen Agtta- tionen entschieden werden, nachdem hierüber in letzter Zeit »wischen den größeren Bundesregierungen bereits Verhandlungen gepflogen worden sind- ob in dieser Richtung seitens des Reiches überhaupt etwas Positives geschehen wird, das muß freilich noch sehr dahingestellt bleiben. Was den neuen Reichshaushaltsetat anbelangt, so weiß die „Nat.-Lib. Corresp. zu versichern, daß sämmtliche Specialetats diesmal mit möglichster Vorsicht und Sparsamkeit aufgestellt werden würden und seien größere Mehrforderungen nirgends zu erwarten. __ Die bisherigen Meldungen über den angekündigten Besuch des Königs Alexander von Serbien am deutschen Kaiserhose erfahren durch neuere Nachrich en ihre Ergänzung dahin, daß König Alexander muthmaßlich am 17 October in Berlin eintrifft und daselbst vier Tage lang verweilt. Der serbische Ministerpräsident und der Krregs- mtnister begleiten ihren Souverain aus dieser Reise. Das Programm der Festlichkeiten während der Anwesenheit des sirbischen Monarchen am kaiserlichen Hofe scheint indessen noch nicht endgiltig seftgestellt zu sein. — Noch immer ist von gesetzgeberischen Vor- bereitungen zunächst für die kommende Reichstagssession wenig zu spüren, obwohl es bis zu dem vmaussichtUchen Zeitpunkte des Zusammentrittes des Reichstages doch nicht mehr allzulang hin ist. Vielleicht reifen aber in den einzelnen Reichsämtern die dem Parlamente zugedachten Vorlagen im Stillen bereits ihrer Vollendung entgegen und dann erfährt man vielleicht mit einem Male all' die neuen Pläne der Re- qierung für die herannahende Reichstagssession. Inzwischen ist die Zeit weiterer Parteicongresse herbeigekommen, von denen zuerst der Parteitag der freisinnigen Volkspartei an diesem Sonntag in Eisenach in Scene gehen wird, um über den neuen Programmentwurf zu rathen und zu thaten. Am Gießener Anzeig er Henerat-Anzeiger. Amtlicher Theil. Gießen, den 19. September 1894. Betr.: Die Aufstellung der Voranschläge für die Landgemeinden des Kreises Gießen pro 1895/96. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grohh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir beauftragen Sie, mit Aufstellung der Voranschläge für 1895/96 alsbald zu beginnen und dafür zu sorgen, daß deren Einsendung an uns in dem vorgeschriebenen Termine — 15. November l. I. — erfolgt. Zur Beachtung bei Aufstellung dieser Voranschläge be- einzustellen wäre. 11. Für die land- und forftwirthschaftliche Berufsgenossenschaft sind unter den Rubriken 59 und 101a zwei Pfennige als Beitrag von 1 Mark Grundsteuercapital in Ansatz zu bringen. 12. Die Beiträge zur land- und sorstwtrthschaftlrchen Unfallversicherung von Gemeindegütern, welche verpachtet oder r a...... - ■ - in sonstiger Weise dritten Personen zur Nutznießung über- bearbettung zur Wintersaat halten. können. , „ Die Rubrik 92 würde hiernach den Titel „Beitrage zur Unfallversicherung und zur Jnvaliditäts- und Altersversicherung" zu führen haben. 13. Nur diejenigen Bürgermeistereien, welchen unterm 5. October 1891 besondere Verfügung zugegangen ist, haben Voranschläge für die Gemeindekrankeuversiche- rung aufzustellen und miteinzusenden. Selbstredend haben jedoch auch diejenigen Gemeinden, für welche ein Krankenkassevoranschlag nicht aufzustellen ist, den muthinahlich erforderlichen Zuschuß unter Rubrik 93 30. September folgen dann gleichzeitig der nationalliberale Delegirtentag in Frankfurt a. M. und der Parteitag der bayerischen Sozialdemokratie in München nach, letzterer wiederum als Vorspiel zu dem allgemeinen Parteitag der sozialdemokratischen Gesammtpartei Deutschlands in Frankfurt a. M., am 21. October. — Der antisemitischeReichstagsabgeordnete Dr. Böckel, Vertreter für Marburg, hat seinen Austritt aus der antisemitischen Reformpartei erklärt. Tiefgehende Meinungsverschiedenheiten mit den Führern des antisemitischen Mitteldeutschen Bauernvereins, wie mit den Reichstagsabgeordneten Köhler, Hirsche! u. s. w., sollen Herrn Dr. Böckel zu dem erwähnten Schritte veranlaßt haben. Eine Wiederwahl dieses sehr fähigen und bislang in den Kreisen seiner Wählerschaft hochangesehenen Vorkämpfers der antisemitischen Sache in den Reichstag gilt nunmehr für ausgeschloffen, es ist fraglich, daß Herr Dr. Böckel überhaupt nochmals candi- diren sollte. Arr-land. Rom, 20. September. Der heutige Jahrestag des Einzugs der Truppen in Rom wurde hier, sowie in allen italienischen Städten feierlichft begangen. Der Sindaco von Rom richtete ein Telegramm an König Humbert, das der Monarch mit folgender Depesche an den Sindaco beantwortete: „Die Huldigung, die die römische Municipalität als treuer Dolmetsch der Bevölkerung mir alljährlich an diesem ruhmwürdigen Tage in geheiligtem Andenken an meinen Vater darbringt, ist mir der größte Beweis der Zuneigung, den mein Herz wünschen kann. Indem sie der Tugend des Königs-BefreierS gedenkt, stellt die Hauptstadt des Königreichs ihn als erhabenes Beispiel dafür auf, das Vaterland, welchem er die Unabhängigkeit und Freiheit gab, wohlhabend und groß zu machen. Gott wird dieses edle Unternehmen segnen und die italienische Nation wird, wenn sie im nächsten Jahre an diesem Tage daß erste Jubiläum der Einheit Italiens begeht, gleichzeitig auch — ich hoffe dies zuversichtlich — dessen wirtschaftliche Auferstehung feiern können. Mit diesem Wunsche danke ich der Stadt Rom für ihren Liebesgruß. Humbert." Petersburg, 21. September. Die Nachrichten über das Befinden des Czaren wie seines zweiten Sohnes, des Großfürsten Georg, lauten nicht sonderlich günstig. Obwohl aber Profeffor Sacharjin eine Verlegung des Aufenthaltes der kaiserlichen Familie von Spala nach Ltvadia in der Krim speciell im Interesse des Gesundheitszustandes des Czaren für geboten erklärt hat, so soll doch von einer Reise der allerhöchsten Herrschaften nach Livadta bis auf Weiteres wieder Abstand genommen worden sein. Es kann indessen wohl keinem Zweifel mehr unterliegen, daß das milde und angenehme Klima der Krim demjenigen von Spala vorzuziehen ist, es müssen darum ganz specielle Gründe vorltegen, wenn die Reise des Czaren und seiner Familie von Spala nach Livadia wirklich verschoben worden ist. Vermischtes. * Leipzig, 20. September. In Büttners Labrik ätherischer Oele platzte ein Kessel mit 45 Centner Firniß. Bet dem dadurch entstandenen Feuer wurden drei Feuerwehrleute schwer, sechs leicht verletzt. * Ein eigenartiges Familieubild entrollte folgender Gerichtsfall in Wiesbaden. Ein dortiger Einwohner, der sich vor einem Jahre eine comfortable Vllla erbaute, um seine alten Tage darin zu verleben, schickte zu Ostern 1890 seinen ältesten Sohn auf die Universität, um, wie es der Sohn wollte, Medicin zu studiren. Er erhielt für feinen Unterhalt 2400 Mk. und freie Ferien im väterlichen Hause und im ersten Jahre außerdem 100 Mk. extra für Anschaffung von Büchern. Als er nach zwei Jahren sein Physikum-Examen machen sollte, fiel er durch, versah ein Zeugniß mit dem Namen eines Professors und wollte damit dem Vater zeigen, welch ein fleißiger Student er sei. Der Vater, erregt über diesen Streich seines Sohnes, schickte ihm Geld mit dem Bemerken, er möge auswandern und sich einen Erwerb suchen. Es kamen nun Briefe des Sohnes, in denen gedroht wurde, er wolle sich vor der Thür feines Vaters todtschießen. Der Sohn kam in der That nach Wiesbaden, jedoch nicht, um sich vor der Thür feines Vaters zu erschießen, auch nicht um den Vater um Verzeihung zu bitten, sondern direct zu einem Advokaten zu gehen und den Vater auf 3600 Mk. Alimente zu verklagen, damit er weiter studiren könne. Der Vater, vorgeladen vor das Gericht, machte die Einrede, daß der Sohn eine Fälschung begangen und im Examen durchgefallen sei, daß derselbe niemals ober nur selten ein Colleg besucht habe, dazu noch beleidigende Briese schrieb und Kenntnisse genug besitze, um in irgend ein Geschäft einzutreten. DaS Gericht ließ diese Einrede nicht gelten und der Richter nannte die bedenkliche Affaire mit dem Zeugniß „Studentenstreich". Der Vater, um nicht verurtheilt zu werden, mußte einen Vergleich eingehen, wonach er seinem Sohn 2400 Mk. und die Collegiengelder zahlt. Nebenbei hatte der Vater noch über 1300 Mk. Gerichts- und Anwaltskosten zu zahlen. Wie viele Jahre der Sohn studiren solle, bestimmte der Gerichtshof nicht. Der Vater, dem es nicht in den Kopf wollte, nicht einmal über einen ungefügigen Sohn befehlen zu können, veräußerte fein Grundeigenthum, kam um Entlaffung aus dem deutschen Staatsverbande ein und wanderte nach England aus, wo er „nie wieder von einem unartigen Kinde verklagt werden kann." Der Sohn soll nun nach dem englischen Gesetz vollständig enterbt sein. * Distauzfahrt Bafel Cleve. Die Preisvertheilung an die Sieger der großen Distanzfahrt Basel-Cleve (620 Kiloureter) fand am 16. September, Mittags 1 Uhr tm großen Bürgerfaal zu Cleve statt, sie hatte folgendes Ergebniß: Fritz Opel-Rüsselsheim, 19 Jahre alt, als erster in 27 Stunden 50 Minuten ohne Maschinenwechsel erhielt den Ehrenpreis des Deutschen Kaisers, eine große goldene Medaille, ein Diplom und noch einen Ehrenpreis im Werthe von 500 Mk., als zweiter kam Gutknecht-Mülhausen an, derselbe erhielt den Ehrenpreis der Stadt Cleve, eine goldene Medaille, Diplom und einen Ehrenpreis im Werthe von 450 Mk., als dritter Weiß-Nürnberg, als vierter Grüttner-Berlin, als fünfter Reheis-Wafferburg, als sechster Köcher-Berlin, als siebenter Mündner-Berlin, als achter Schweinsmann-Barmen, als neunter Heine-Hannover, als zehnter Jäckel-Magdeburg, als elfter Killmger-Höchst, als zwölfter Kux-Dortmund, als dreizehnter Johow Berlin ans Ziel. Dieselben wurden durch silberne Medaillen ausgezeichnet. Ueber die ganze Strecke waren zusammen 59 Controllämter vertheilt, denen die Verpflegung, Bescheinigungen, Schrittmacherdienst, Reparaturen rc. oblag. * HeirathSgesuche. Diesem „nicht mehr ungewöhnlichen Wege" hat ein Statistiker einen Theil seiner Zett gewidmet, indem er aus Hamburger, Berliner und anderen großstädtischen Tageszeitungen fünfhundert solcher Gesuche sammelte und untersuchte. Das Ergebniß ist interessant: Fast dreimal so viel Männer als Frauen trachten, auf dem Wege des Annoncirens in den Hasen der Ehe einzulaufen. Während 81 pCt. Frauen gegen 56 pCt. Männer vom Alter gänzlich absehen, machten nur 32 pCt. Männer und gar nur 6 pCt. Frauen Anspruch auf die Eigenschaft der — Jugend für das gesuchte Ehegesponst. Von männlicher Seite sowohl, wie von der weiblichen wird nächst dem Vermögen meist auf Intelligenz, wenig auf Confession gegeben. 6 pCt. Männer und 13 pCt. Frauen bekennen sich in den Gesuchen zum israelitischen Glauben. Die Frauen legen mehr Werth auf eine geachtete, unbescholtene Familie als die Männer, denn 33 gegen nur 8 pCt. der letzteren sprechen in den Gesuchen von der Familie des Zukünftigen. Die Frauen halten es für nothwendiger als die Männer, über den eigenen Besitzstand Angaben zu machen. Eine bestimmte Summe fand sich gegen nur 7 PCt. (!) heirathslustiger Männer bei 44 pCt. Frauen angegeben; ein Zeichen dafür, daß auch die letzteren die Geldangelegenheit entschieden für den nervus rerum bei der Heirathsfrage halten. Was den Beruf der Männer au- betrifft, so kommt in erster Linie die allumfassende Angabe „Kaufmann", bann kommen Gastwirthe und Restaurateure, danach Fabrikbesitzer, Handwerker, Arbeiter u. s. w. — Einer der Heirathscandidaten bekennt sich als „alter gemüth- licher bisheriger — Junggeselle, der auf feine alten Tage doch noch zur Vernunft kommen will", — ein anderer gibt nur an, Lieutenant der Reserve zu sein. Im Uebrigen aber kann man 30 pCt. der gesammten Heirathsinserate als mehr oder weniger inhaltsreich an unfreiwilliger ober aber theils auch freiwilliger Komik bezeichnen. Schließlich fei noch bemerkt, daß 42 pCt. der inferirenben Frauen angeben, — musikalisch gebilbet zu sein. ♦ Au8 dem Mauöverlebeu. Wir waren, so erzählt ein Offizier der „Ulmer Ztg.", mit klingendem Spiele eines schönen Abends in ein Städtchen eingerückt. Wie ein dürstender Hirsch nach Wasser schreit, sehnte sich meine hungrige Seele nach einem guten Quartier und solidem Abcndbrod. Bald sah ich auch meinen sehnlichen Wunsch erfüllt. Kaurn war ich ins Haus getreten, so bat ich meinen gastlichen Wirth, mir mein Nachtlager anzuweifen. „Fürchten Sie sich, Herr Lieutenant?" — „Ich glaube gar", polterte ich heraus, „wird sich ein Soldat fürchten!" — „Auf Ihrem Zimmer stehen nämlich Särge", fuhr der blonde Jünger der edlen Schreinerkunst fort; „ich pflege im Winter, wenn ich weniger zu thun habe, dergleichen auf Vorrath anzufertigen." Mein Wirth zündete jetzt ein kurzes Licht an und führte mich in mein Schlafzimmer, ein niedliches Stübchen, an dessen einer Seite Särge bis zur Decke aufgestapelt waren, und wünschte mir eine gute Nacht. Beim Anblick der Särge konnte ich mich eines leichten Schauders kaum erwehren, da wir Soldaten doch dem Tode alle Tage so nahe stehen. Das frisch überzogene, schwellende Bett lockte indeß nicht vergebens und bald lag ich in den weichen Kissen und sah auf die weißen Särge, auf die der Mond fein bleiches Licht warf; ein leichenartiger Firnißgeruch der Särge erfüllte das ganze Zimmer. Eben als sich der Schlaf mir auf die Augenlider senken wollte, tönte mitten aus den vom geisterhaften Mondlicht beschienenen Särgen ein recht klagendes „Ach!" Mir wurde unheimlich zu Muthe: sollte das, dachte ich bei mir, nicht eine Ahnung sein, daß ein naher Verwandter sehr krank ist, oder etwas dem Aehnlichen? Ein abermaliges deutliches „Ach!" schreckte mich aus meinen Betrachtungen auf und deutlich vernahm ich den Ton aus den Särgen; jetzt brach mir der Angstschweiß aus und ich zog mir die Decke über die Ohren, um nichts zu hören und nichts zu sehen und erst spät schlief ich ein. Als ich am andern Morgen erwachte, fiel mir sogleich der Vorfall des vorigen Abends ein. Da durchtönte Plötzlich dasselbe „Ach!" das Zimmer, diesmal aber von einem recht gemüthlichen Gähnen begleitet, und gleich darauf, wie durch Bekräftigung, schob sich das schlaftrunkene Gesicht des Tischlerlehrlings zwischen den Särgen hervor und freundlich wünschte er „Guten Morgen, Herr Lieutenant!" Arn Abend vorher hatte der Junge, um die Bettstelle für mich zu räumen, feine Betten in einen großen Sarg gebracht und darin göttlich geschlafen; er war natürlich der Urheber des gespenstischen „Ach!" * Was in einem großen Hole! „verloren geht". Interessant ist eine Verhandlung, die kürzlich vor der BerufungSStraskammer des Berliner Landgerichts I stattfand. Der Handelsmann Carl Barfekow hatte von der Verwaltung eines großen Hotels in Berlin die Küchenabfälle gepachtet, welche täglich etwa zwei Tonnen betrugen. Es war ihm zur Bedingung gemacht worden, alle noch brauchbaren Gegen' stände, welche etwa aus Nachlässigkeit oder Bosheit in die Tonnen gerathen waren, dem Hotel zurückzugeben. In diesem Frühjahr gerieth Barsekow in den Verdacht, daß er die ihm gestellte Bedingung nicht erfülle. Es wurde bei ihm eine Haussuchung vorgenommen und hierbei wurden folgende dem Hotel gehörige Sachen gefunden: 358 Stück Wischtücher, 62 Servietten, 17 Handtücher, 51 Porzellanteller, 2 Fruchtschalen, 7 Gläser und 3 Alfenide-Löffel. Barsekow behauptete, daß er alle diese Gegenstände, die insgesammt einen Werth von über 200 Mk. hatten, tm Lause der Jahre aus den Küchenabfällen herauSgesucht habe. Er habe geglaubt, daß sie weggeworfen seien. Die Wäsche war zum Theil noch neu ober wenig gebraucht. Barsekow wurde vom Schöffengericht wegen Unterschlagung zu zwei Monaten Ge- fängniß verurtheilt. Er legte wegen der Höhe des Strafmaßes Berufung ein. Der Director des Hotels bekundete Int Termin, daß es wohl möglich sei, daß der Angeklagte alle die genannten Gegenstände in den Abfalltonnen gefunden habe. Trotz der strengen Beaufsichtigung, die im Hotel herrsche, biete sich, zumal an verkehrsreichen Tagen, dem gewiffenlosen Personal Gelegenheit genug, Wäsche und Geschirr in der bezeichneten Weise zu beseitigen. Der Gerichtshof ermäßigte die Strafe auf 14 Tage Gesängnlß. * Zärtliche Königinnen. Aus Anlaßder kürzlich in Wien veranstalteten Bienen-Ausstellung erhält das „Neue Wiener Tageblatt" von einem Fachmann folgende Zuschrift: In der ganzen Bienenlitteratur und auch in „Brehm s Thierleben" gilt es für ausgemacht, daß ein Bienenvolk stets nur eine einzige Königin enthält und daß diese Königin keine zweite im Stock neben sich duldet, sondern eine solche Rivalin auf Tod und Leben bekämpft. Nun denken Sie sich daS heitere und angenehme Erstaunen der Bienenzüchter, als da der Oberlehrer Ernst Gatter aus Simmering ein Bienenvolk ausstellte, welches die obige für unumstößlich gehaltene Theorie Lügen straft! Denn dieses Naturwunder von einem Stock enthält nicht eine, sondern zwei Bienenköniginnen und es waltet zwischen den beiden Herrscherinnen sogar die größte Herzensgemeinschaft. Dr. Dzlerzon, der 83 jährige Großmeister der Bienenzucht, stand und saß nebst vielen anderen Autoritäten eine Stunde lang vor dem Stocke und bewunderte mit größtem Interesse dieses Naturspiel. Die beiden Königinnen nähern sich einander ohne Aufregung, ja am Donnerstag den 6. d. gar liebkosten sich dieselben und gingen dann, begleitet von ihrem Hofstaate, wieder friedlich auseinander. Der erste Vicepräfident Wilh. Vogel hat dies Er- eigniß sofort an Ort und Stelle zu Papier gebracht und durch angesehene Augenzeugen bestätigen lasten. Citeraiur rmd Xunft. — Die illustrirten Octavhefte von »Hebet Land rmd Meer* (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) beginnen mit dem soeben ausgegebenen ersten Hefte einen neuen, ihren 11. Jahrgang. Die Reichhaltigkeit und vornehme Gediegenheit der Leistungen literarischer wie künstlerischer Natur haben diesem bewährten Familienblatt eine Eigenart verliehen, wie sie bei keinem Unternehmen ähnlichen Characters anzutreffen sein dürfte. Fast ein jeder der vielen Beiträge wirkt zugleich fesselnd und anregend auf den Leser, und dabei ist die i Mannigfaltigkeit des Gebotenen eine derartige, daß jeder Geschmack befriedigt wird und jeder Geistesrichtung Genüge geschieht. Ein Blick auf den Inhalt des ersten Heftes des neuen Jahrgangs überzeugt uns hievon. Da finden wir unter Anderem eine interessante Erzählung: „Wars unrecht?" von F. Freiherrn v. Dincklage und eine hübsche kleine Novelle: „Die Himmelsleiter" von E. v. Schwartz- koppen. Die Tagesgeschichte ist durch Beiträge über die jüngste Katastrophe in Frankreich, über die Bennigsen-Feier und über die Enthüllung des Blücher-Denkmals in Caub vertreten, das Kunstleben der Gegenwart durch Schilderungen des Künstlerfestes auf Burg Schwaneck mit Bildern von A. Schmidhammer und der neuen Lohengrin-Jnscenirung an der Münchener Hofbühne, unser Volksleben durch einen ausführlichen Bericht vom XI. deutschen Bundesschießen in Mainz. Dem Touristen, sowie dem Freunde des Wasser- und Bergsports werden die Beiträge: „Eine Jachtfahrt in der Ostsee", beschrieben und illustrirt von Ferd. Lindner, „Ein Clausenfchlag in der Erzherzog Johann - Clause in Tirol" von A. Liederwald und „In der Hochschule der Kletterer" von dem originellen Emil Terschak willkommen sein. Kleinere Beiträge bald ernsten, bald heiteren Inhalts bewegen sich auf den verschiedensten Gebieten des wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und häuslichen Lebens. Fast alle Artikel sind mit reichem Bilderschmuck versehen und daneben finden wir noch nicht weniger wie sechs farbige Kunstbeilagen. Mit dieser Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit verbindet sich der überaus billige Preis von nur 1 Mk. für das 127 Großoctaoseiten starke Heft, wahrlich eine Leistung, vor der wir hohe Achtung haben dürfen und die vielverheißend für den neuen Jahrgang ist. — Wie erhält man seinen Magen gesund r Eine Hygietne des Magens von Dr. H. Loetscher, Specialarzt in Zürich. Preis 60 Pfg. Verlag von Th. Schröter in Leipzig, Lindenstr. 12. — Nicht nur allen Magenleidenden, die nach Heilung streben, sondern auch Gesunden, denen an Erhaltung eines gesunden Magens gelegen ist, wird dies nützliche Büchlein gute Dienste leisten und ein treuer Berather sein. Der rühmlichst bekannte Verfasser flieht seine Rathschläge in anziehender Form, in einer belehrenden wie angenehmen Lectüre. Brodpreise vorn 23. September bis 7. October 1894. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......24 Pfg. bei Carl Wallenfels II......25 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......48 „ bei Carl Wallenfels II.......50 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......22 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......44 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......20 „ 2 Kg. (4 Pfd.) „ 40 „ 3 Kg. (6 Pfd.) „ . .... 60 „ 2 Kg. (4 Pjd ) Kornbrod b. Wilhelm Amend . . 38 „ Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Aug. Deibel von Wieseck 22 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heufer und Dem u. Schmitt oonGr.-Linden 36 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» b. Gg. A. Heufer und Dem u. Schmitt v. Gr.-Linden 34 „ 2 Kg. (4 Pfd.) „ „ I- K. Velten von Kirch-Göns 36 „ „ F.Schön v. Ruttershausen 38 „ Aug. Deibel von Wieseck u. Gust. Jacobi v. Alten-Buseck 40 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod b. Balth. Christ Ww. v. Wieseck u. Gustav Jacoby o. Alten-Buseck 60 „ Der Brodverkäufer. 1 Kg. (2 Psd.) Weißbrod......22 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod ...... 44 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......20 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod......40 „ Gießen, den 22. September 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. 23.: Roth. 24 W 25 • 48 , 50 . 22 - 44 . 20 , 40 , 60 , 38 n ° Wien „Neue W ftttg nux h keine ■ Rivalin sich das als da ienenvolk gehaltene on einem 'nen und e grüßte e Groß, anderen 1 btttun» >e beiden ja am ib gingen ich aus« dies Er. acht und gejamait l-Äch, «d- 8„ i°» r°c vom ^N Hx. ! Ttraf, 'ekuudete geklagte gesunden m Hotel en, dem mb ®t, bricht-. toÄttt* em lotben lang. Dle ilerarischer nblatl eine LhmacterS rüge wirkt tl «ft die GeftlMtk Ein Blick i überjeuftt -sfante Erjage und Schwarh- die jüngste ib über die fiunßltbm auf Surber neuen WWu .beschießen öaster- und >er Ostfee", lausenfchlag eberwalb eilen Emil isten, bald Rieten deS Fast alle iben ftnbat Mit dieser :flu4 billige ftade hest. bütien und nehyM rich. N< iftr. 12. - t, sondern ÄgenS »p n und ein aiedt «eine t wie ange- 22 W |,U,3f ' ’S. t 30 u. (ei * «r t 60 - 7741 Gnauth. 7752 7759 Meye r. Im Anschluß an die Versteigerung zeichneten Gerichte zu melden und C. Röhr & Co. Krämer, Bürgermeister. 7765 Großh. Bürgermeisterei Watzenborn 7775 Dornseiff. 7773 Bekanntmachung. ZWA3WA September 7755] G 0 rr. Gnauth. 7746 Grabenstraße 9. mielhen etwa eine Wegstunde von Gießen entfernte Cl>fh«rfteigmmg. 4“ S5WÄÄ Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfeln, folgen. 7774 4239] 6in LogiS tm mtttl. Stock, [7370 J. M. Schulhof Keßler, Beigeordneter. Die Aepfel und Birnen von den Bäumen am Anneröder und Steinbacher Weg, auf den Anlagen des Lerchenwäldchens, Lutherberg und vor dem Friedhof, an der Grünberger- straße, Südanlage, sowie am Krof- dorferweg sollen Dienstag, den 25. ds. Mts., Nachmittags 5 Uhr, öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft am alten Anneröder Weg. Gießen, 21. September 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Schneider, Gerichts»Taxator. Steinberg. Heß. I. Js. soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. Der Anfang ist Vormittags 10 Uhr am Steinberg. Münzenberg, 20. Sept. 1894. Großh. Bürgermeisterei Münzenberg. Obstversteigerung. Montag den 24 d. Mts., Vormittags um IO Uhr an Mobiliar-Versteigerung. Nächsten Montag den 24. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden Hammftrahe 9 dahier naäwerzelchnete Moluliargegenstände öffentlich gegen Baarzahlung versteigert : Tische, Stühle, Schränke, Bettstellen, Spiegel, Bilder, ein Regulator, Wasch, und Badebüttchen- Weißzeug, Frauenkleider, Haus, und Gartengeräthe u. s. w. In vormundschaftlichem Auftrag: Backhaus, Scheuer und Stallungen, sowie einigen Morgen Gärten, Aecker ii i nm im irfflwwwawBMMWgBi WM Wer Sprachen kennt, ist reich zu nennen. "3WE 6901] Schöne Wohnung, 4 Zimmer im 2. St , zu ocrm. Marburgerstr. 29. Scheuertücher extra schwer, leinene Kette, Luhmühle soll Samstag den 29. Sept. 1894, Nachmittags 4 Uhr, auf dem Gemeindehaus in Großen Linden versteigert werden. Das Anwesen besteht aus zweistöckigem Wohnhaus, Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Schrotgang, Aufgebot. Johannes Henst von Groftcn- Buseck, geboren am 20. August 1804, ist seit vielen Jahrzehnten verschollen. Auf Antrag seines Eurators, Heinrich Wagner IX. von Grosten-Bufeck, werden der genannte Johannes Henß und seine Leibeserben aufgefordert, sich spätestens Scheuertücher gute Qualität, 90 cm groß. Scheuertücher mit leinener Kette, Buchweizenmehl eingetroffen. l'^71 I. «. Schulhof. Obstversteigerung. Dienstag den 25. d. Mts., von Nachmittags 1 Uhr an, soll das Obst in den Freiherrlich von Rabenau'fchen Gärten beiAlten- Buseck versteigert werden. Londorf, den 19. Septbr. 1894. Der Rentmeister: * '■ ■ Schmidt. 7699 Uühlen-Verkauf. ”2)ie zwischen Großen - Linden und Donnerstag den 27. d.Mts., erworben werden. Vormittags um 10 Uhr, soll das Freihändiger Verkauf kann er Ein Baden, tn^ä(tm Tetrkbtn wird, ist per November a. c. zu oer- miethen. Räumlichkeiten nach Bedarf vorhanden. 6057 E. SteinhLnser, Neuen Bäue 17. 4087] Der von Herrn W. Katz seither tnnegehabte Laden nebst Wohnung ist per sofort anderweitig zu vermiethen- «g. Mäht, Hofmetzger, Bahnhofftr. L tecten Stein u. Meyer bis zum 27. ds. Mts. eingesehen werden. Gießen, 19. September 1894. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. 7722 Dr. Naumann. Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der frauzöstscheu, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, holländischen, dänischen, schwedischen, polnischen, russischen und böhmischen Geschäfts- und Umgangssprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal. Französisch - Englisch - Spanisch, Polnisch, compl- i jeloßecttonendl^L Italienisch — Russisch, complet in je 20 Lectionen kl-* Schlüssel hierzu ä IWt 50 Pf. 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Mts. soll das hiesige Gemeinde - Obst, bestehend in Zwetschen, Birnen, Nüssen und einer bedeutenden Quantität Aepfeln, versteigert werden. Anfang Morgens 9 Uhr auf der Pfingst- brücke. Großen-Buseck,den21.Sept. 1894. Großh.BürgermeistereiGroßen-Buseck. 7380] Reust adt 1 ist eine schöne Balkonwohnung, 3 Zimmer und Küche, per 1. October zu vermiethen- Ferner ist der von Herin Schuhmachermetstrr Kratz bewohnte Laden per 1. October zu vermiethen- Näheres Neustadt 78, 1 Treppe. 7388] Weferstratze 6 ist der Parterre» Stock vom 1- December ab anderweit zu vermiethen resp- beziehbar. Näheres Marburgerstraße 83.________ 7686] Kleine Wohnung zum Alletn» bewohnen zu verm. Licherstraße 5. 7594] Schöne Familienwohnung im 1. Stock, 3 Zimmer mit Wasserleitung und sämmst. Zubehör, zu vermiethen- __Gg. Idraft, Wetzsteingasse 42. 7463] Krosdorferstr. 9 ist der unterste Stock zu vermiethen. Heinrich Rinn V., Heuchelheim. 7401] Logis, 3 Zimmer mit sämmtl. Zubrhör, zu vermiethen. 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September 1894/ ----=—=------------- Großherzogliches Amtsgericht Gießen, j Obstverfteigerung D"nsetss.7772, Dienstag den 25. Septbr.. Vormittags um 10 Uhr, soll iöCIlllinilifr UtyUIlQ* das Gemeinde - Obst , Aepfel und lobauues Sek XVII. non Zwetschen, versteigert werden. .Leihgestern ist durch Urtheil vom j Zusammenkunft in Steinberg. Ig.lsdMt«. für todt erklärt worden.! - Slemberg. am 21. Septbr. 1894. Gießen, den 20. Septentber 1894. Großh. Amtsgericht Gießen. r? hh°^Qni geschäft, sowie die damit verbundene Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Bäckerei wurde von den früheren eT‘7776 Besitzern mit bestem Erfolg betrieben. 7284] Eine schöne Wohnung, 3 Zimmer mit allem Zubehör und etwas Gart en- antheil, im Haupthaus, an ruhige Leute, sowie eine Ehaisenremise für 2 Chaisen, oder auch für Lagerraum geeignet, ,u oerm- Beziehb. am 1. Oct. Näheres bei Ehr. Lony, LonyS Bterkeller 5538] LogiS, Göthestraße, 4 Ziuimer zu verm., per Oct, beziehbar. L. 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Sept. 1894. lassen werden wird. 1---- ■ — 5719] Eine Wohnung, zwei Zimmer mit Cabinet, Küche mit Wasserlkg. und sonstigem Zubehör, sofort sehr billig an nur ruhige Miether zu vermiethen. _______________Wallthorstratze 17. 5721] In der Ludwtgstraye sind 3 große Wohnungen mit allem Zubehör zu oen miethen. Ätäheres Ludwigsstraße 36. 6075] Schöne Wohnung, 2. Stock, fün Zimmer mit allem Zubehör, zu ocrmiethen Bäckermeister Klick, Bismarckstraße 6 6352] In meinem Neubau, Hofmannstraße (Nähe deS Bahnhofs), find per October 2 Wohnungen von je 5 Zimmern mit Badezimmer, Trockenspeicher und sonstigem Zubehör zu vermiethen. Heinrich Carl6, Westanlage 42. 7267] Die Wohnung tn meinem Nebenhause ist zum 15. October ander- weit zu vermiethen. ___________Rechtsanwalt Holzapfel. 7277] Ein Mansarden-Logis zu ver- 5965] Mittlere Etage meine« Hause«, Alicestr. 17, mit allem Zubehör, sowie Pferdrstall mit Bnrschenftube, Alle« neuhergerichtet, ist sofort oder später zu vermiethen. 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