««tafc«. stLSf" EgÖJteEaj,. Jt* }n )fl“ ttje“ «tquemli^M Aprtjen, UJ" Korbanlage 31 ; sasa-* €tdnftra%t 7. u ntert Stock der VHUP& L^btoufrfiriftrrnfoL 00n 6 Bimmtrn ur)! Ir Mr! zu vermielhm. '. jlsterwra R S^AJÄ ----------------- ^ä\S1 .-W 1 Zubehör nt9 Logttz, mittlertr St:' vermlühen. RtiUt» Bahnhofstraße 6t ifljä zu vermiethen. 33 «aplanl-asie U Int Wohnung nebst möbltr. vermlethen^Brandaasse> Zimmer mit Zubehör oill|, n. Marktstrahe 8, hinket,l n meinem Hinterhaus rc >: Wohnung an eine r vermiethen H. Scherst, r mittlere Stock, kiebigstr [ nf Zimmer, Vadezimmer nd Gartenantheü, oer 1. Juii ien- Weres Liedigstrahe '■■ :lter§wtfl 87 Wohn- Im ober j Z,M Zud.M zu wre ir mittlere Stock, l auch S Zm ör, Ifl per Wort ju oen jWra6t 2 : i. Thür. N* p( Verhaut SHSess ott 1U btlitb. jroei 5 Zirn^> :u6e6,1. schönst, freier 6ap, M Auch g be dieselbe M> an TIM Aarir. tzh»M^immrnu.M Metlb.3ulliUDmnltlbr ilwatldöffrr, Schöne Mansarden Wod'-'r- A u. all Zubtb, tu mr: ich Srnott, GrobMÜ- dW Ulirtes Met. in lchänsttr La«t eben Trinkhallen), prtirm. iben. Näherer Frau-4ifflre|< *c.V 8ma|yrr*r 8L Zlints- und 2lnzeigeblutt suv den Kreis Gieren. f*nibn< l« «Idrinnikn Wumm« bi« «.n. 10 Uk t»IUl li>Ut 11 UtJ C. JtUlII 11 ICHIHUl Itl. «r b,n .»irjrntt »>,,i,,r- mt.r«™. Ainttiche»» Theil. Gießen, den 18. April 1894. Betr.: Die Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1894/95. DaS Großherzogliche Kreisamt Meßen an die Grosth. Bürgermeiftereien der Landgemeinden des Kreises. Die rubricirten Voranschläge werden Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Sie wollen das in Ihren Händen befindliche Concept alsbald mit den Ansätzen de» Originalvoranschlags in lieber* einstimmung bringen und letzteren sodann dem Gemeinde- Einnehmer übergeben. ___________________v. Gagern.__________________ Gießen, am 20. April 1894. Betr.: Erlaß einer Polizeiveiordnung für den Kreis Gießen; betr.: den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die (tzrosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen 3 Tagen die Namen der in Ihren Gemeinden wohnhaften Radfahrer und die denselben ettheilten Nummern berichtlich angeben. I. 93.: Dr. Melior. Gießen, den 20. April 1894. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Daö Großherzogliche Kreisamt Gietzeu M W etafH). Bürgermeistereien des Awtki* Soweit Sie unserer Verfügung vom 2. Februar l. I. (Kreisblatt Nr. 31) noch nicht nachgekommen sind, erinnern wir Sie an Erledigung derselben binnen 8 Tagen. __________________I. 93.: Dr. Melior._________________ Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brosche, 1 Lotterie-Loos, mehrere Strängchen Nähseide und 1 Bierfaß. Gießen, den 21. April 1894. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Darmstadt, 19. April. Die zweite Kammer der Land stände beschloß gestern folgende Adresse an unser Herrscherpaar: Allerdurchlauchtigster Grohherzog! Allergnädigster Großherzog und Herr! Allerdurchlauchtigste Großherzogin! Allergnädigste Großherzogin und Frau! Frohbewegten Herzens wagen es die Berrreter der Zweiten Kammer der Stände dem Throne Ew. Königlichen Hoheiten zu nahen und Allerhöchstdetüelben die innigsten Glückwünsche zu dem überaus freudigen und glückverheißenden Ehebündnisse allerunterthänigst darzubringen. Geruhen Ew. Königlichen Hoheiten unsere ehrerbietigsten Glückwünsche Allergnävigft entgegenzunehmen und belieben Allerhöchstdieselben Sich versichert zu halten, daß der innigste und aufrichtigste Wunsch des in unwandelbarer Treue und Anhänglichkeit mit dem angestammten Fürstenhause verbundenen HessenvolkcS darauf gerichtet ist, daß dem Herzensbunde Ew. Hoheiten Glück und Heil ersprießen und Gott der Allmächtige ihn zum Segen Allerhöchst deren Hauses und des ganzen Landes gereichen laffen möge. Ja tiefster Ehi furcht verharrt Ew. Königliche Hoheiten allerunterthäntgst treugehorsamste Zweite Kammer der Stände. Berlin, 19. April. Der vom Reichstage genehmigte Centrumsantrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes wurde in der jüngsten Wochenplenarsitzung des BundeSraihs den zuständigen AuSschüffen überwiesen. ES scheint demnach, daß diese Frage auch im BundeSrathe ohne wettere Hinausschiebung noch zur Erledigung gebracht werden soll. — DaS Gesetz über die Aufhebung des Identitätsnachweises ist im „Reichsanzeiger" zur amtlichen Veröffentlichung gelangt. Neueste 2lad?rid^ett. Wolffs telegraphisches Korrespondenz- Bureau. Wiesbaden, 20. April. Die Stadtverordneten-Versamm- lung genehmigte den Antrag des FinanzauSschuffes, die Erbauung eines neuen Curhauses an Stelle des bisherigen, vorbehältlich näherer Bestimmung der Oertlichkeit, als wünschenswerth zu er Laren. Wien, 20. April. Bad Hall in Oberösterreich steht in Flammen. Die Hälfte deS EurorteS ist abgebrannt. Depeschen des Bureau „Herold^. Berlin, 20. April. Bei dem gestrigen Abschieds- bin er der nationalliberalen Fraktion des Reichstags erklärte Bennigsen, er sei entschloffen, jedenfalls auch im nächsten Winter an den Reichstagsverhandlungen theilzunehmen. Berlin, 20. April. Nach der „Post" ist die Meldung einiger Blätter, daß Affeffor Wehlau gegenwärtig im Aus- »artigen Amte beschäftigt werde, unrichtig. Derselbe sei seit längerer Zeit beurlaubt; über seine weitere dienstliche Der- Wendung werde erst nach Erledigung der wegen der Kameruner Vorgänge emgeleiieten Untersuchung bestimmt werden. Berlin, 20. April. Die Fraktionen deS preußischen Abgeordnetenhauses haben den heutigen sitzungsfreien Tag benutzt, um ihre Stellungnahme zum Dortmund-Rhein- Canal zu berathen. Die conservative Fraction soll sich für Ablehnung ausgesprochen haben. Berlin, 20. April. Wie die „Mil. Pol. Corr." hört, beginnen in den zuständigen BundeSrathsausschüssen in diesen Tagen die Berathungen über die Novelle zur Straf Prozeßordnung. Man glaube, daß namenilich die Wiedereinführung der Berufung auf keine weiteren Schwierigkeiten bei den Bundesstaaten stoßen werde. Berlin, 20. April. Wie die „B N. N." von unterrichteter Seite erfahren, ist im Anschluß an die königliche Cabinetsordre in Sachen des T ota li s at or spi els auch an die RegimentScommandeure die Weisung ergangen, mit Sorgfalt darauf zu achten, daß die Offiziere nicht untereinander Rennwetten abschließen. Desgleichen ist der Befehl ergangen, kostspielige Dedicationsgeichenke, die besonders unter den jüngeren Mitgliedern des Offiziercorps sehr im Schwange sind, nach Möglichkeit einzuschränken. Berlin, 20. April. Wie wir hören, fand am vergangenen Mittwoch früh im Grünewald zwischen dem Geh. LeganonS- rath von Kiderlen-Wächter und dem Redacteur deS „Klabderadatsch", Polstorff, ein Pistolenduell statt. Letzterer erhielt einen Schuß in die Schulter und wurde sofort bewußtlos. Wahrscheinlich ist die Lunge verletzt worden und bezeichnet man den Zustand PolstorffS nicht als unbedenklich. Das Motiv deS Duells ist nicht in den „Kladderadatsch"- Angriffen zu suchen, sondern in einem Briefe, welchen Polstorff an den Generalmajor Spitz gerichtet hat und worin er sich mit der Person deS Herrn v. Kiderlen-Wächter beschäftigte. Sarmgadt im Fkstkleidc. Erster Tag. (Drtginalbeddü für den „Gießener Anzeiger".) ......Dem friedenrefchen Klange Bewegte sich daS Land, und segenbar Ein frisches Glück erschien; im Hochgesange Begrüßten wir das junge Fürstenpaar. Goethe. Dr. M. Es sind klassische Worte, welche wir unserem Festbericht als Motto voranschickten! Wo immer ein seltenes, ein „frisches Glück" erscheint, da ist eS uns inneres Be- dürfniß, in den Aussprüchen unserer Dichter und Denker nach Sentenzen zu suchen, welche den augenblicklichen Gemüths- zustand in reiner Form wiederspiegeln. DaS Blühen und Grünen da draußen — welch stimmungsvollen Hintergrund giebt eS für den festlichen Einzug ab! Am Tage zuvor hatte sich daS erste FrühlingSgewitter über unserer Stadt entladen, der glänzende, schimmernde Fest- schmuck stand frisch gewaschen da. Vorsorglich hatte man hie und da noch Schutzdecken über besonders disficile Schaustücke der DecorationSkunst gebreitet. Die schönsten Effecte sind mit den verschiedenen Wappenschildern erreicht worden. Der „Mohr", der an verschiedenen Häusern als Wappenbild prangt, erregt vielfaches Staunen. Damit hat eß folgende Bewandtniß: DaS älteste Wappen von Coburg war daS hennebergische: die schwarze Henne in Gold; bann folgt von 1353 das meißensche, ein goldener Löwe in Schwarz. Hierauf kommt feit ein paar hundert Jahren als Hauptfigur ein Mohrenkopf mit rothen Lippen und silbernen Ohrgehängen in Silber vor, welcher in neuester Zeit jene älteren Wappen verdrängt hat. Dies ist der Kopf des heiligen Mauritius, welcher Kirchenpatron war. Die Summe, welche die Stadt zur Ausschmückung der Straßen bewilligt hat, klingt dem Ohre sehr groß. Sobald man sich aber die Straßen, Flachen und öffentlichen Gebäude vergegenwärtigt, welche hierbei in Betracht kommen, kann man sich wohl sagen, daß daS Geld sehr rasch seine Verwendung gefunden. Am Vorabend, als die letzten Zurüstungen getroffen wurden, beschäftigte die Wetterfrage alle Gemüther. Eifrigst studirte man das Barometer und den mit Wolken verhangenen Himmel. Wer etwa die Absicht gehabt hatte, nach dem vom Reiter - V.'rein schön geschmückten, idyllischen Kranichstein hinauszupilgern, mußte dieselbe fahren laffen. Die mächtigen Regengüsse, welche in den Abend- und Nachtstunden nieder- gegangen waren, hatten aber nichts weiter gethan als die Straßen vom Staub gereinigt und das üppige Grün der Gärten und Promenaden zu saftigerer Blüthe getrieben. Als die große Stunde des Einzugs herannahte, bedeckten zwar noch leichte Wölkchen den Horizont, aber die Atmosphäre war frisch und rein, und die Schulmädchen, welche in ihren Hellen Kleidern und bunten Schürzen, angeführt von ihren Lehrern und Lehrerinnen Spalier bildeten, brauchten nicht länger zu fürchten, daß ihnen der Regen den Putz verderben würde. Aeußerst präcife langten der Großherzog und Seine junge Gemahlin am Arheilger Thor an. Die erste Ehrenpforte, welche die Neuvermählten zu pafftren hatten, war von der Hessischen LudwigSbahn errichtet worben, 'bie sehr ingeniös zu diesem Zweck den Bahnviaduct benutzt hatte. Der Galawagen bewegte sich sodann im Schritt die lange Frankfurter Straße hinauf, die hauptsächlich mit Häusern moderner Bauart besetzt ist, deren breite, von kleinen Erkern und Gesimsen unterbrochene Fronten einem originellen Ausputz nicht eben sehr zugänglich sind. Aber das herrliche, üppige Grün, welches von der einen Seite der Herrengarten herübersendet, ist ein natürlicher Schmuck, mit welchem kein künstlicher es aufoehmen kann! Auch bie „Promenade" hatte für den Ausstattungsbedarf bie besten Ressourcen in ihren Alleebäumen und reizenden Vorgärten, in welchen ber Flieber duftet und die Glycctnien mit ihren bläulichen Blüthen- trauben in stolzer Fülle die Mauern überranken. Durch künstlichen Schmuck fesseln die Aufmerksamkeit, an dem Punkt, wo es von der Franksurter Straße in die Promenade geht, die Rückseite des Justizpalastes und das ihm gegenüber* liegende Brandkassen- und Erbschaftsamtgebäub e. An den Bahnhöfen fällt besonders der reiche Flaggen* schmuck ins Auge. Vom mächtigen, weithioflatternden Banner, bis 'zu den zierlichen Wimpeln und den kleinen Fähnlein ist hier jede Form vertreten. Neben dem ernsten Schwarz-Weiß der Preußenfahne findet sich bad bunte Gelb Roth-Gelb BabenS unb das frühlingsheitere Grün Weiß CoburgS, unterbrochen von den hessischen unb den Reichsfarben. Der stolzere Bau der LudwigSbahn, der leichter festlich herzurichten ist, als das etwas nüchterne Neckbarbahngebäude, findet ein hübsches Pendant an der stattlichen Bank für Handel und Industrie, deren hervortretende Säulen, Giebel* unb Erkermotive namentlich den Guirlanben unb Kränzen wetten Spielraum verstattet. Ein CulminationSpunkt ber DecorationSkunst ist basRheinthor mit seiner Ehrenpforte. Die goldenen Lettern des „Herzlich Willkommen" leuchten aus einem auS Rosen und zarten Grün gesponnenen Netz hervor. Die Innenwände des Ehrenbogens sind mit Stoffen unb Tapeten ausgeschlagen. Von der Decken hängen blurnengesüllte Ampeln herab. Hervor treten in der Rheinstraße noch daS Stadthaus, bie Post, bad StändehauS mit seiner breiten Tribüne unb die verschiedenen Hoteld. An der Ludwigdsäule, dem sogenannten Monument, gibt eS wieder einen Concentrationspunkt. Von der Säulengalerie spannen sich baldachinartig Riesenguirlanden bis zu den eingerammten Pfählen. Ringsherum sind tuchumkleidete Postamente aufgestellt mit Vasen, aus welchen Zierpflanzen herausquellen. Die Wilhelminenstraße sieht mehr einem Garten als einer Straße ähnlich. Mit dem Hellen Grün der Linden, mit welchen sie an beiden Seiten bepflanzt ist, vereint sich das dunkele Grün ber bazwischen gestellten Tannenbäume zu rounberbarer Wirkung. Die sanfte Steigung, bie weite Perspective und ber besonbers kostbare Häuserschmuck, ber sich gerade hier findet, verleiht dieser Straße einen besonders festlichen Character. Eine Welt für sich find jene Straßen, Markt mit eingerechnet, wo sich noch bie alten Häuser mit Giebeln, Vorsprüngen unb Gesimsen befinben. Diese Gebäude sind ungleich leichter und eigenartiger zu schmücken als bie modernen Mieth- kasernen. Am Markt, in ber Alexanderstraße unb in ben kleinen Gäßchen ber Altstadt lassen sich mit einem verhältniß- Berlin, 20. April. Die zur Berathung des Entwurfs von Ausnahmebestimmungen, betreffend die Regelung der Sonntagsruhe in den Betrieben der Gruppe VIII der Gewerbestatistik (Leuchtstoffe, Fette, Oele u. dgl.) einberufene Versammlung von Interessenten trat heute unter dem Vorsitz des Unterstaatssecretärs im Reichsamte des Innern, Dr. von Rottenburg, im Reichstagsgebäude zusammen. An der Besprechung nahmen außer den Vertretern des Reichsamts des Innern und des preußischen Handelsministeriums fünf Gewerbe-Aufsichtsbeamte, fünfzehn Arbeitgeber und dreizehn Arbeitnehmer Theil. Friedrichsruh, 20. April. 27 nationalliberale Reichs- tagsabgeocdnete kamen heute Mittag zu dem angekündigten Besuche beim Fürsten Bismarck hier an. Dr. Chrysander nahm die Herren in Empfang und geleitete sie zum Fürsten. Professor Haffe (Leipzig) hielt eine Ansprache an den Altreichskanzler, welche dieser mit einer hochpolitischen Rede beantwortete. Nach beendetem Frühstück fuhren die Gäste nach Hamburg. Friedrichsruh, 20. April. Fürst Bismarck betonte in der Antwort auf die Ansprache Professor Hasses besonders die Nothwendigkeit, die Reichsfinanzen zu ordnen, der Landwirthschast zu helfen, die staatserhaltenden Parteien gegen die Socialdemokratie zusammenzuschließen, wohin schon ein früheres Cartell gestrebt habe. In der Ermunterung der polnischen Bestrebungen und der Trennung des ReichS- kaozleramtes von dem preußischen Ministerpräsidium liege eine große Gefahr. Ohne die Stütze des Letzteren schwebe der Reichskanzler wie ein Seiltänzer in der Luft. Auswärtige Verwickelungen seien nicht wahrscheinlich, da jeder Staat gegenwärtig die neuesten technischen Erfindungen erwerben wolle und sich keiner zum Losschlagen stark genug fühle. Wiev, 20. April. Die internationale Ausstellung fürVolksernährung und Armeeverpflegung in der Rotunde wurde heute Morgen in Gegenwart des Kaisers eröffnet. Prag, 20. April. Nach lang anhaltender Trockenheit ist in verschiedenen Gegenden Böhmens in der vergangenen Nacht ausgiebiger Regen gefallen. Temesvar, 20. April. Bet heftigem Sturme kenterte ein Boot mit einer Gensdarmerie-Abtheilung, welche sich auf der Verfolgung von Schmugglern befand, auf der Donau. Mehrere Gensdarmen sind ertrunken, die anderen wurden mit schwerer Mühe gerettet. Paris, 20. April. Der ehemalige Deputirte L a u r veröffentlicht eine Broschüre, worin über das mangelhaft beschaffene Eisenbahnmaterial in Frankreich Klage geführt wird. Der Verfasser behauptet, wenn in Berlin die Mobilisirungsordre Nachmittags 4 Uhr ausgegeben werde, könnten die deutschen Heere bereits in der darauffolgenden Nacht auf französischem Boden sein, während man in Frankreich zur Mobilisirung der Armee mindestens einen Monat gebrauche. Paris, 20. April. Anläßlich einer heute in der Wohnung des Anarchisten Ortiz, in welcher derselbe mit seinen Mit« schuldigen Zusammenkünfte hatte, vorgenommenen Haussuchung wurde eine größere Menge gestohlener Gegenstände und Depositenscheine über 800,000 Frcs. gefunden. Cocales unb Lrovirrzrellss. Hießen, den 21. April 1894. ♦* Se. Konigl. Hoheit der Großherzog wurde, wie das Militär - Wochenblatt meldet, zum General-Major befördert. ** Von einer freudigen Nachricht wurde gestern unser hessisches Vaterland überrascht. Eng au die Vermählung deS erlauchten Herrscherpaares hat sich angeschloffen die Verlobung des Großfürsten-Thronsolgers von Rußland mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit Prinzessin Alix von Hessen. Der hohe Bräutigam Nicolai Alexandrowitsch ist am 6./18. Mai 1868 geboren, während die Braut, Prinzessin Alix, am 6. Juni 1872 als jüngstes Kind unseres unvergeßlichen Großherzogs Ludwig IV. und seiner Gemahlin Alice, Prinzessin von Großbritanien, geboren ist. Die herzlichsten Wünsche aller treuen Hessen begleiten diesen neuen Bund, möge er den hohen Verlobten und dem Vaterlande zum Segen gereichen! mäßig geringen Aufwand von Mitteln noch die überraschendsten malerischen Wirkungen erzielen. Die Neuvermählten fuhren in ihrem Galawagen, der wie mit einem Blumenteppich ausgelegt schien, die Hauptstraßen langsam ab. Die junge Großherzogin wurde nicht müde, sich bald rechts, bald links aus dem Wagen zu neigen und in der herzlichsten Weise auf die Hochs, das Tücher- schwenken und die Blumengeschosse, die ihr zu Füßen fielen, zu danken. Mit besonders huldvoller Freundlichkeit nahm sie die drei Bouquets entgegen, die ihr in der Mitte der Rheinstraße von Schülerinnen der Victoriaschule, des Hof- männischen Instituts und des Instituts Ktrschbaum überreicht wurden. Als die Herrschaften vorüber waren, erfolgte das wahrhaft großartige Defilö der verschiedenen Vereine, Korporationen, Schulen 2C. Ganz allerliebst hatten die Landschülerinnen für ihren Putz gesorgt. Die Wald- und Feldflora hatte in diesem Falle den kostbaren Bandschmuck nicht nur ersetzt, sondern überflügelt. Während ich diese Zeilen schreibe, blitzen im Finstern Lichter auf, Glühlampen schimmern durch das dunkele Laub, farbige Lampions und electrische Sonnen werfen ihren Glanz auf Wege und Stege — das große Jlluminationsfest ist im Gange. (Fortsetzung folgt.) * ♦ Bei den gestrigen Einzngsfeierlichkeiten in Darmstadt waren von Studirenden der Universität erschienen: Landsmannschaft Darmstadtia, Vertreter der nichtincorporirteu Studenten, die Verbindungen Wingolf, die kath. Verbindung Hasso-Rhenania, die Burschenschaft Arminia, der Verband Wissenschaftliche Vereine (3 Vereine), der naturwissenschaftliche Verein. Ferner die Burschenschaften Adelfia, Germania, Allemannia, die Corps Hasfia, Teutonia und Starkenburgia. Die Huldigung der Akademischen Jugend, deren Vertreter größtentheils in vollem Wichs mit blanken Schlägern erschienen waren, bot einen wirklich herzerfreuenden Anblick. * * Herr Director Ruffell aus New-York, der im Auftrag der amerikanischen Regierung Deutschland und England bereist, um die UniversitätS- und Schuleinrichtungen zu studiren, nahm während der letzten Woche auch von den Einrichtungen des hiesigen Gymnasiums und des pädagogischen Seminars Kenntniß. * ♦ Unfall. Ein an dem Neubau in der Schulstraße beschäftigter Maurer fiel vom Gerüst so unglücklich, daß der eine Fuß gebrochen wurde. * * Sonntagsruhe im Güterverkehr. Die von der Preußischen Staatsbahn-Verwaltung schon seit Jahren angestrebte und im Bezirk der Königlichen Eisenbahn- Direction zu Hannover schon seit längerer Zeit mit günstigem Erfolge eingesührte Sonntagsruhe für den Güterverkehr wird nunmehr allgemein zur Einführung gelangen. Bekanntlich hatte der Minister der öffentlichen Arbeiten vor drei Jahren eine besondere Commission eingesetzt mit dem Auftrage, die Frage der Sonntagsruhe auf ihre Durchführbarkeit in allen Directionsbezirken der preußischen Staatsbahnen eingehend zu prüfen. Nachdem diese Commission vor einiger Zett dem Minister einen im Sinne der Sonntagsruhe günstigen Bericht erstattet hat, sind nunmehr die Eisenbahn-Directionen angewiesen worden, auf Grund der von der Commission gemachten Vorschläge das Weitere wegen Einführung der Sonntagsruhe zu veranlassen. Dieselben haben, wie uns mitgetheilt wird, auf einer gemeinsamen Konferenz zu Hannover beschlossen, die Sonntagsruhe im Güterverkehr im gcsammten Bereiche der preußischen Staatsbahnen am 1. Mai d. I. allgemein zur Einführung zu bringen, soweit es die Verkehrs-Interessen gestatten. Für die Zeit des regsten Verkehrs im Frühjahr und Herbst wird z. B. eine Beschränkung der Sonntagsruhe insoweit eintreten, daß jeder Verzögerung in der rechtzeitigen Stellung der angeforderten Wagen thunlichst vorgebeugt wird. Die Sonntagsruhe wird sich auch auf die Beförderung von Stückgütern im Localverkehr erstrecken, für dessen Aufrechterhaltung um so weniger ein Bedürfniß vorliegen dürfte, als die Aufgabe und Ausgabe der Stückgüter überhaupt an Sonntagen ruht. Stückgutladungen von den großen Versand- und Umladestationen werden indessen mit geeigneten Zügen soweit vorgeschoben, daß Verzögerungen thunlichst vermieden werden. Die Beförderung von Eilgut- und Viehzügen wird dagegen im bisherigen Umfange auch ferner Sonntags stattfinden. Für das verkehrtreibende Publikum wird diese Einrichtung insoweit von Bedeutung sein, als dasselbe daraus Bedacht nehmen muß, im Interesse der Beförderung seiner Frachten, soweit sie von der Sonntagsruhe berührt werden, diese für die Folge mehr zu Anfang der Woche als, wie dies jetzt üblich ist, in der Hauptsache an den letzten Tagen derselben bei der Eisenbahn aufzugeben. ** Vertilgt die Wefpea! Schon jetzt sieht man hier und da Wespen umherfliegen, einzelne Weibchen vom Vorjahre, welche sich den Winter hindurch erhalten haben und nun darauf ausgehen, neue Kolonien zu gründen. Von einer einzigen Wespe giebt es bis zum Nachsommer einen ganzen Schwarm, dessen Volk oft zu Tausenden zählt. Wer die Belästigungen kennt, welche uns dieses Jnsect verursacht, den Schaden, den es dem Obst- und Weinzüchter anrichtet, indem es die edelsten Früchte benagt, abgesehen von den mit dem Genüsse des benagten Obstes verbundenen Gefahren, der wird bestrebt sein, die Wespen möglichst auszurotten. Es ist deshalb zu empfehlen, die jetzt erscheinenden einzelnen Exemplare zu vertilgen, da man eben mit einer einzigen Wespe eine große Nachkommenschaft tödtet. Ebenso ist es gerathen, die jetzt zur Mittagszeit häufig fliegenden Kohlweißlinge, welche den Grund für die erste Generation der im Nachsommer oft massenhaft auftretenden Gemüseraupen legen, abzusangen. ** Zu den Aufgaben, welche die neuere Zeit immer dringender fordert, gehört mit in erster Linie die Schaffung von Wohuhäuferu zu eignem Besitz für Leute, die sonst genötigt sind, Mietwohnungen zu beziehen, deren Preis weder zu ihrem Umfang noch zu dem Einkommen der Miether in richtigem Verhältniß steht. „Eigner Herd ist Goldes werth", das gilt ganz besonders auch für die Arbeiter. Wie wir hören, beabsichtigt der hiesige evangelische Arbeiter-Verein die Gründung einer Baugenossenschaft zu obigem Zweck. In der That würde derselbe damit eine Aufgabe in Angriff nehmen, bei deren Lösung er des Interesses und der opferbereiten Mithilfe vieler Volksfreunde gewiß sein dürste. In der am nächsten Montag stattfindenden Versammlung steht die Frage zur Berathung. ** Zur Weinsteuer in Hessen. Der Zweiten Kammer ist die Vorlage wegen der Wtedererhebung der Weinsteuer zugegangen. Die Steuer soll aber insofern abgeändert werden, als die Steuer mit 5 Pfg. pro Liter von Wirthen und Privaten erhoben werden soll. Als steuerpflichtig ist danach anzusehen der erste Uebergang a. vom Producenten an den Wirth- b. vom Händler an den Wirth - c. vom Producenten an den Privaten- d. vom Händler an den Privaten. Steuerfrei soll dagegen bleiben der Uebergang a. vom Producenten an den Händler- b. botv einem Händler an den anderen - c. von einem Wirth an einen anderen Wirth oder einen Privaten- d. von einem Privaten an einen anderen Privaten. Zur Vermeidung der Transportcontrolle und Bezettelungspflicht ist die Declarationspflicht vorgesehen und als Regel die Verpflichtung zur Zahlung der Steuer dem Empfänger unter Zulassung mehrfacher Erleichterungen auferlegt. Käufer und Verkäufer haben Weinsendungen anzumelden, auch ist eine Buchcontrolle vorgesehen. Die Entrichtung der Steuer geschieht durch Stempel mark en. Bei der Ausfuhr aus Hessen bleibt der Wein steuerfrei. A Darmstadt, 19. April. Auf der Fahrt des Groß- herzogltchen Paares durch das Frankenland nach Kranichstein, welche Ihr Vertreter Dank der Zuvorkommenheit des Hofmarschalls General v. Westerweller in dem Extrazug des Hofes begleitete, waren die Neuvermählten vielfach Gegenstand lebhafter Sympathiekundgebungen. In den Ortschaften zunächst Koburg hatte sich der größte Theil der Bewohnerschaft auf den Bahnhöfen und längs den Bahnhöfen aufgestellt und begrüßte auf weite Ferne mit Tücherschwenken und Zurufen das junge Paar. In Bamberg, der ersten bayrischen Stadt, in welcher der Extrazug anhielt, war der langgestreckte Bahnhof und dessen Umgebung trotz strömenden Regens von einer dichten Menge umlagert, die bei der Ein« und Ausfahrt des Zuges laute Zeichen der Sympathie erschallen ließ. Auf dem Bahnhof in Bamberg war auch zur Begrüßung das Offiziercorps der dortigen Garnison anwesend. Aehnliche Sympathiekundgebungen wiederholten sich auf den Bahnhöfen in Schweinfurt, Gemünden und Aschaffenburg. In der Station Kranichstein lief der Zug gegen */-9 Uhr Abends bei heftigem Regen ein. Am Bahnhof herrschte die gewöhnliche Dunkelheit, einige Schritte davon gewahrte man eine einfache Hofchaise- das junge Paar stieg aus, rasche Verabschiedung von dem nächsten Gefolge und in sausendem Galopp jagten die Pferde in der Dunkelheit der Nacht durch die dortigen Forsten nach dem Jagdschloß Kranichstein, der ersten Ruh- und Heimstätte des jugendlichen neuvermählten Herrscherpaares. A Mainz, 20. April. Vor dem hiesigen militärischen Laboratorium hat sich heute Morgen ein Soldat des 117. Regiments, der dort Posten stand, durch einen Schuß mit seinem Gewehre entleibt. Der Selbstmörder, ein geborener Elsässer, hatte den Lauf des Gewehres nach seinem Kopfe gerichtet. Furcht vor Strafe wegen begangener Mißhandlung soll das Motiv zur That sein. — Der in weiten Kreisen bekannte hiesige Dombaumeister Lucas ist heute Morgen, im kräftigsten Mannesalter stehend, in Folge eines Schlaganfalles plötzlich verschieden. Der Verschiedene war seit dem Jahre 1876 Baumeister des hiesigen Domcapitels. Derselbe ersetzte den Dombaumeister Eypeß, unter dessen Bauleitung der Ostthurm des hiesigen Domes seine heutige Gestaltung erhielt. Worms, 19. April. Freiherr Heyl zu Herrnsheim hat seinen Arbeitern heute folgende Bekanntmachung zugehen lassen: „Aus Anlaß der am heutigen Tage stattfindenden Vermählung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig mit Ihrer Kgl. Hoheit der Prinzessin Victoria Melita von Sachsen-Eoburg setze ich ein Kapital von Hundert Tausend Mark aus, um damit dem nach Vermehrung d-r vorhandenen Arbeiterwohnungen bestehenden Bedürfniß entgegenzukommen. Wenn es seither meinem Grundsätze entsprach, die Arbeiterwohnungen entweder in unmittelbarem Zusqmmenhange mit meinen Industrie-Anlagen oder aber auf den verschiedenen umliegenden Ortschaften auf dem Lande zu bauen, so will ich dieses Mal einen Mittelweg einschlagen und in der Nähe der Stadt ein besonderes Heim errichten, dessen Benennung ich mir noch Vorbehalte." Vermischtes. * Neiffe, 20. April. Gestern stürzte der Hauptmann v. Zimmermann vom 23. Infanterie-Regiment auf einem Ritt nach den Schießständen vom Pferde und blieb sofort tobt. * Stettin, 19. April. Das Dorf Rehwinkel im Kreise Saatzig ist gestern Nacht zur Hälfte eingeäschert worden. 25 Häuser sind rauchende Trümmer. Nur wenige der Abgebrannten hatten versichert. * Aus Westpreußeu, 19. April. Drei Offiziere des Allensteiner Dragoner-Regiments unternehmen etnen Dauer- ritt nach Dresden, um König Albert, dem Chef des Regt- ments, zum Geburtstage die Glückwünsche des Regiments zu überbringen._______ __ Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Karl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 20. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Gera, Capt. W. v. Schuckmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. April von Bremen und am 17 April von Newyork abgegangen war, ist gestern, 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. — Der Postdampfer „Rhynland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. April wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 20. April. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg-Amertka-Linie. Dampfer Stubbenhuk" ist am 19. April, 9 Uhr Morgens, von Hamburg in Newnork angekommen. Postdampfer „Australia", von St. Thomas nach Hamburg zurückkehrend, hat am 19. April, 12 Uhr Mittags, Chart) passtrt. Postdampser „Hungaria" hat am 19. April, 7 Uhr Morgens, von Boston die Reise nach Baltimore fortgesetzt. Doppel- schrauben-Schnelldampfer „Columbia" ist am 19. April, 6 Uhr Nachmittags, von Newyork via Southampton nach Hamburg abgegangen. DoppeUchrauben-Schnelldampfer „Fürst Bismarck" ist am 20. sAprtl, 4 Uhr 55 Mtn. Morgens, von Newyork in Southampton angekommen und hat nach Landung von Post und Passagieren 5 Uhr 35 Min- Morgens die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Xt CUM •!<*<*♦ ,lv X, Bock. 17. zu Hungen. ertaofK. 2 »8- (4 Psd.) Kg. (6 Psd.) Schwarzbrod 3 Der VkodverlLufer. Schwarzbrod . Kg. (6 Psd. 3 Börfe»»oche»beDicht von sichtlich, da eS sich lediglich um die Ausprägung der im Staatsschatz lagernden Silberbarren handeln soll. Amerikanische Eisenbahnbonds waren gedrückt auf den Aus dem Bankenmarkt waren Eredttactien tonangebend, ihren Bewegungen Berliner Handelsgesellschaft büßten durch den Rückgang der serbischen Werthe 3606 werden. Gerichtsvollzieher. 5390 Eourse der Frankfurter Börse 3599 Baarzahlung versteigert. Oonre vom 13./IV. 20./!V. 3579 9 «arUplatz 9 3»/o do. Ergän-ungönch y>/o Nordwestdahn Gold Sobn, t^duard Joses. Sohn, Ernst Ludwig. 2 1 Kg. (2 Psd. Kg. (4 Pfd. Kg. 2 Psd. 1 2 1 1 2 3 Taselbrod Taselbrod Weißbrod Wrtßbrod 1 2 1 2 Kg. (2 «g. (4 Kg. (2 Geworden«. August von Klipftein, 92 Jahre alt, Großh. ^MtällfchknLltborll' erlN.RtWintt.dn mit itintm Gewehre borener Elsässer, hatte opse gerichtet. Furcht blung soll -a- Motiv eisen bekannte hiesige lorgen, im triftigsten Schlaganfalles plötzlich eit dem Jahre 1816 ls. Derselbe ersetzte tfftn Bauleitung btt • heutige Gestaltung Staates niemals daS rffecttve Gold ersetzen können. Oesterreichtsche und ungarische Fonds finb wenig verändert. Ebenso hielten sich Rumänier und Türken aus vor- Verdingung. Die nachstehend verzeichneten Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung von Marktlauben und eines Tteigerthurmes nebst Abortanlagen nämlich: (*rb= und Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-,Spengler-,Schlosser-, Schreiner-, Glaser- und Tnnchcrarbeiten sollen im Wege de» öffentlichen Angebotverfahrens Samstag den 5. Mai d. I, Vormittags 11 Uhr auf dem Stadtbauamte verdungen Depesche auSzubeuten versucht, nach welcher im Repräsentantenhaus in Washington demnächst wiederum eine Bill betreffs Ausprägung von Silber eingebracht werden solle. Welchen Lortheil der Silberrnarkt daraus haben dürste, ist jedoch nicht er- Gießen, den 21. April 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Abbruchsversteigerung. Montag den 23. d. Mts., Vormittags IO Uhr, wird Neuen Baue 6 eine Partie alted Bauholz, zu Brennholz geeignet, gegen Dartcbt, Land- und Volk-wirthschaft. •iettn, 21. April. Marktbericht Aut dem heutigen Wochenmarkl kostete: Butter pr. Md. X 0,90—1,00, Hühnereier 1 Stück 5 4, 2 Stück 9-11 X Käse pr. St. 5—8 X Käfematte pr. 6t. 3 X Erbsen pr. Ater 17 H, Linsen pr. Liter 30 X Tauben Brodpreise vom 22. April bis 6. Akai 1894. Der hiesigen Bäcker. Psd.) Taselbrod Md.) , ..... Psd.) Weißbrod Pläne, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen daselbst, Zimmer Nr. 5, zur Einsicht offen; auch sind Formulare für Angebote, die btfl zum genannten Termin verschlossen beim Stadtbauamte einzu- reichen find, dort erhältlich. Gießen, 20. April 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. . I. V. Gc 0 r g i. 26 Mg. 52 , 24 „ 48 „ 22 , 44 , 66 , Lukasgemrinde. Den 17. April. Georg Koch, Ingenieur, ein Wittwer, und Anna Fälling, Tochter des verstorbenen fürstlich« Oberförsters Friedrich Wilhelm Theodor Fölling von Braunfels. Johan nesgemetnde. Den 14. April. Wilhelm Weigand, Babnarbeiter zu Köln- Deutz, und Auguste Elise Otto, Tochter deS Weißbinders Philipp Otto zu Gießen. Den 18. April. Emil Krämer, Drechsler zu Gießen, und Caroline Bender, Tochter d«S verstorbenen Schneider« Heinrich Bender Wtttwe von Lehrer Johanne« Schäg dahier. 18. Karl Heberer, 5 Jahre alt, Sobn von Weißbinder Wilhelm Heberer dahier. 19. Emil Kahlen, 31 Jahre alt, Metzger von Krofdorf. Dienstag den 24. d. M Bormittags 11 Uhr, »erden auf dem hiesigen Vtehmarkte vier »Ühe gegen Baarzahlung versteigert- t. P. dahier. 15. Johannes SchänbalS, Auszug aus -en Kirchenbüchern Der Stadt (Kietzen. Evangelische Gemeinde. GUrante. MarkuSgemeinde. Den 14. April. Georg Mootz, Kaufmann zu Gießen, und Helene Stegeletz, Toedter deS Expedienten i. P. Earl Stegeletz zu Gießen. 26 Pig. 52 „ 24 , 25 , 48 , 50 , 22 , 44 , 66 , Aeilgeöotenes. 3579] Die besten und elegantesten Herren-Schuhe und Stiefel, Herren Zug- und Schnürstiefel in Rind-, Roß- Kolb-, Kid-, Chevreux- u. Lackleder. Herren, Halbschube zum Schnüren, mit Gummizügen, . Haus, und Rerse-Schuhe, ■ Zorn» und Belocipeden-Schuhe, , Touristen, und Jagd-Schuhe, • Reit- und Schastenstiefel, , Arbeiter-Schuhe- und Stiefel, tauft man billig nn> g«t bei 4 /, Hessische Obligation. , Bauern .... , Bad«..... 3°/2 Sächsische Rmte. . 8^/,0/0 BremerStaatSanl. „ Aug. Deibel von Wieseck . 24 „ „ Gg. A.Heuser v. Gr.-Ltndm, Ph. Betten I. v. Gr.-Ltnden 38 „ „ F.Schön v.RutierShausen u. Job. Kd. Belte v. Kirch-GönS 40 „ Wtlh. Amend v. Lang GönS „ W. Stcinmüller v. L -GönS 42 „ „ Gust. Jacobi v. Alten-Bufeck und Aug Deibel v. Wieseck 44 „ „ (Ruft. Jacobi v.Alten-Bufeck, Balth. Christ Ww. v. Wieseck 66 „ April: 15. Dr. Sigmund Rosenbaum ein rodtgeboreneS Kind weiblichen Geschlechts. 18. Dem Kutscher Georg Heimich Merz ein Sohn, Otto Philipp Heinrich Wilhelm 18. Dem Bierbrauer Eduard Katzparbauer ein 19. Dem Handelsmann Isaak Wolldors ein , GriechischeMonopol- 4’/o Rum^ische Rente . 5»/o Rusi. ConfolS S. m Sri Liste ei" W ItfflS1 , Drei pW« * W 17. Karl Philipp Hemrich Martin Becker, Schmied zu mit Marie Margarethe Julhsne Andernach hterfrlbst. ... _____Diehl, Fad»ikarbeiter dadier, mit Maria Rupp«thal hierfelbst. 17. Johanne» Heinrich Wilhelm Brodt, Juwelier zu Hanau, mit Johannetle Louise Eug.nte Haggenwüller hterselbst. 17. Heinrich Martin Laudon, Drechsler zu Gießen, mit Margarethe Louise Schäfte zu Wieseck. 18. Earl August Ludwig Georg Noll, Goldarbeitcr dahier, mit Bertha Karoline Auguste Wilhelmine Julie Luise Keil hterselbst. 19. Heinrich Deckmann, Fabrikarbeiter dahier, mit Helene Wilhelmine Sieglinger hterselbst 19. Heinrich Kräner, Bäckermeister dahier, mit Johanna Luise Mathilde Rufs hterselbst. " 3600] Eine Parthie alt-, »och n bes -"«s an?6 ta&Mai mltTüchers^^rn lambtr9, der trfttn Ntft, war der mn6 strömendea eit' b'tl der Em- otr tyqty lx$ mber0 war m ;ur !n Garnison antöiftnli polten sich auf btn 1 ""d Aschasietiburg. Zug gegen i/29 llhr ^huhof herrschte die davon gewahrte man ar stieg aus, rasche lge und in sausendem elheit der Nacht durch loß Kranichftein, der ilichen Neuvermählten Kg. (4 Psd.) Weißbrot» bei Gg. Ant. Heuser v. Gr.'Linden 40 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrod b. W. Htdnmüller v.Lang-Gön-21 bei W. Amend von Lang-GönS 22 Universttäts Professor , 74 Jahre alt, HoSpitaltt dahier. 16. Louise Krailtng, geb. Kramer, 60 Jahre alt, Wtttwe von Echreinermeister Ferdtnand Krailtng dahier. 17. Konrad Huber, 65 Jahre alt, Landwtrth von Steinfurth. 17. Elifabethe Leiltch, 7 Monate all. Tochter von Schneider Johann Beter Leiltch bpblcr. 17. Barbara Schäg, ged. Fetck, 73 Jahre alt, W f K •] Mrett au» der gabrik also au» erster H-md v von Elten L Keussen, Crefeld, V/I I III |l II U ll L t" iedem Maah zu be^kben. Man verlang« “V »V Muller mit Anaabe bc» Gewünschten- Schu-kw^ fernenJj} 5 Aplil «td Star ‘ c Amerika'^""-. von ew KorgM öon 19. ft 19. 1» @!S5l,tr bd E. Stern (Schlüchterner u.Easieler Brod) Kg. (4 Psd.) Wdßbrod...... bet S. Stern (Schlüchterner u.Casf rler Brod) Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod...... Kg. (4 Pfd.) „ ...... Kg. (6 Psd.) , ..... Der auswärtigen Bäcker. Je näher dte gestern endlich erfolgte dritte Lesung des BörsmstempelgeseheS heranrückte, desto mehr verlor sich in der abgelaufenen Bertchispertode dte frühere zuversichtliche Haltung der deutschen Effecienmärkie, um einer ziemlich starken Ent- mulhtgung Platz zu machen, ''tahezu auf allen Gebieten trat der Mangel an Unter- fich"^, da eS sich lediglich um die Ausprägung der im Staatsschatz lagernden nt6mun96lufi noch Ich»,« beroor, Ql3 In b allem Zub., zu verm- SchtNerstr- 29- 3587) Sicher. «. Wolfstr.«Ecke 20 2. Stock und Mansarde zu oermiethen- __________Lehrer «. Rah« Wwe. 3582] Zwei kleine Zimmer und Küche mit Garten sofort zu oermiethen. Zu erstagen Wetzlarerweg 30._______________ 3bU2J itogis, neu herger-, gl. beziehbar, zu oermiethen in Neuen Bäue 20.______ 2852) Ein kleines Famtlienlogis zu ver- miethen. Kirchenplatz 15^ 227b)-Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen.________________Kirchenplatz 15. 3598] Ein möbl Zimmer, mit ob ohne Penfion, zu oermiethen. Lindenplatz 7. 3588] Möbl. Wohn- u Schlafz m u. einzelnes Zim zu verm Ludwtgplatz 3, 3 3572] Mövt. Zimmer mit «abinet zu vermiethen.__Dammstratze 5. 3581] GchSn «SblirteS Zimmer mit Cabinet zu oermiethen- Moritz Temmler, Wallthorstr. 15. 3592] Ein auch zwei möbl. Zimmer zu oermiethen._______Dammstraße 39. 3591] MöblirteS Zimmer zu oer- miethen-_____________Grabepstratze 10. 3571] MSdlirteS Zimmer zu ver- miethen.______Bahuhofstratze 84, 1. 3586] MSdlirte Zimmer zu ver- miethen.__Ludwigstraße 12, 2 Et. 3577] Ein schön möblirtes Zimmer zu oermiethen_______Grabenst'-aße 8, pari. 3574] Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen- Asterweg 5. werden eingeladen, sich nüchsten Mon» tag, den 23. er., Abends 8'/, Uhr, bei dem Altersgenossen Herrn Ehr. Sony (Bierkeller) zu einer Besprechung ein/ zufinden. __________ 3605 TT 3594 - ■ LudwigShafen-Bexbach. Hessische LudwigSbahn. Pfälzffche Nordbahn WbÄ-Büchner . - • 227.55 114.50 115.40 142 80 227.50 1 115 95 115.95 144.10 | Oest. Nordw^-Bahv 80. Gotthardt..... Jtal. Mttelmeer . . 2193/e 158.30 79.— 218.— 161 75 78 45 Bauk-Vctie«. Deutsche ReichSbank . 156.40 156 60 Dresdener Bank. . - 143.30 142 65 Berlin. HandAsgesellsch. 134 80 135.40 Mitteldeutsche Creditb. . 98.— 97.90 Deutsche Bank . . . 162.80 162.10 Wimer Bank-Verein . 1033/4 103*/8 DeutscheGenoffenfchstSb. Württemb. Vereinsbank 128.30 128.25 a.Doergel,ParrtsiuSLCo. 115.50 115.10 Deutsche Vereinsbank . 106.— 106.55 Jttbustreia-Aetie«. Btnding-Brauerei . . 171.— 170.20 Deutsche BerlagSanstalt 192.40 191.80 Stern- do.(Obcrrad) 154.20 154.50 Farbwerke,vorm-Meister, Bad. Anilin- u. Soda- LuctuS & Brüning. 365.30 374 50 sabrik ... 359.50 368.80 Riebeck'scheMonranwerke 160 30 159.60 Hibernia Bergw.-Ges. . 120 — 121 30 Bochumer Gutzstahl 136.80 137.20 Vfarrdtzrirfa. 4°/;, Franks. Hyp.-Psbbr. 4o/oDeutscheGrundichtd.- d. 91 ei) . . . 10350 103.50 B?.-Psandbr. I u. II 101.— 101.— Zi/sb/oFrnkfHyp.-Pfbbr. 97.— 97.— 3LPaul 4£>/g Chicago Burlingwn Prt., rückz-yld. 1910 . 114 20 114.80 Nebraska 1927 . . 88 60 88 50 bo/aChtc.D(ilw.i.St.P»ul 4Vb’J/l California Paris. PrL, rückzahlb. 1921 . 107.35 107.60 L M., rückzahlb. 1912 105.60 105 60 6 Vo Eentr. Vacis.l.Mrtg. 6-^,'Pacis.ofMiffouri con- rückzablb. 1896 . . —.— 102 20 iD/ibateb I. M. l. 1920 95 50 96.— $tr Ty«* W floM1- tu eoa' (Otigl * reichsten In Rom gehauri Präsidenten der bürg aus Bonn Nachiheile, die bemerkbaren ra Industrie-Ce.strk Ser praktischen sectionskrankheitt städtischen Gemt hygienischen Bed( bet öffentlichen i in größeren Slä besten mit sanilä sectionSlraukheiie der ärmeren Diesriden social Pflege zu viele weniger schwää ist eine vermin bet heranwachs wie die vom Vo Untersuchungen die Häufigkeit i gleichem Verhä! dafielbe gilt in Die Ursachen b Sie beruhen in foftems, bis bi Treiben ber gro Änrchn zur B( edelster, wie yi unter der Wst die Wirkung d der Größe der dargelegten/ d fachen erklärte sammlung, daß sei, der sortschi gewerblichen Le entgegenzuwirkk namentlich für begriffene Reich ^erzigenswerth dorabeni Wenn bfef( 7? ’lt der Ha ;°?ber, bas Gr 'ur diesmal bem hm- in •7« Nt« ’w««36,1 ^chwulkez h »n A Hin bl. 8. N ? der l»lik, J?*« itibt,, «nl u. 7 Wnr Ä"!' w2ert