en> sjä’fch wlttniijw Ctt ganz Heinr. Knausi 5öhne, Selinke & Winkelmann » 773 tosweg 67 inos Will, 87 Saiten. Bos* faltige Arbeit Garantie. og genommen. STSAg* April -u xMM WM Afet s ÄW tu Wshu««sr ®* W in 7 ZilMM m» ftoMurWiei ! 2 »-» SiHettMtiHU' H1 w vttmidie*. .. kotd»rü*»t N ^HstdtrmMm i mit allem tzb-HSr. !»- |tn. W-re Su« BeietWA.^^- Inem Neubau (’BW itod, 3 Zimmer unb Z»' , vermielhen- dtll«slb,Kc!^M- Niki f f p gonntnMllL- M^ttrmiecheubei eiLtoÄ^a ^opWfffA--. I ÄS&* 9lt. 44 Erstes Blatt. Donnerstag den 22. Februar 1894 T.r ftir^tner Anzeiger erscheint täglich, mit Au-nahmc de- Montags. Dir Birßenrr -a mikien ösa tter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigeiegt. Gießener Anzeig er Senerat-Mnzeiger. BiertkNährigkr Abonnementrprei»: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Pos« dezogerr 2 Mark 50 Psg. Redaction. Lrpedltioir und DruUere»: -Lullt ratz, ?Ir.7, Fernsprecher 51. Zlints- und Zlnzeigeblutt für den Urei* Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» [ r&y/tfttlfiotf/IrtO- Cfortlttt ftOtt Afrtffor *ßt «"noncen Bmeaux de« In- und Auslandes nehme» folgenden Lag erscheinenden Nummer d.« Borm. 10 Uhr | GrUNS0eNUgc. tHIHUUfl. Anzeigen für den .«.eßener Anzeiger- entgegen. Anrtlichev Theil. Bekanntmachung, da» Erfatzgefchäft pro 1894 betreffend. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jabr 1894 findet an den nach, benannten Tagen statt und zwar: I. Zu Lich im Rathhaussaale. Montag den 5. März, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf.Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich und Großen-Linden; Dienstag den 6. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Grüningen, Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns und Langsdorf; Mittwoch den 7. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Muschenheim, Münster, Nieder-Bessingen, Rounenroth, Obbornhofen, Ober- Besstngen, Ober.Hörgern und Rabertshausen; Donnerstag den 8. März, Vormittags von 9 Uhr gn: derjenigen der Gemeinden Rodheim, Röthges, Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Freitag den 9. März, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung II. Zu Gießen in dem Schulhause in der Schulstraße. Lamstag den 10. März, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Großen-Buseck und Klein-Linden; Montag den 12. März, Vormittag von 8 Uhr an derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1892 und 1893); Dienstag den 13 März, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1894) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Hattenrod und Heuchelheim- Mittwoch den 14. März, Vormittags von 8 Uhr an : derjenigen der Gemeinden Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d.Lda., Trohe und Wieseck; Donnerstag den 15. März, Vormittags von 8 Uhr an: Loosziehung. III. Zu Grimberg im Gasthaus zum Rappen. Freitag den 16. März, Vormittags von 87_» Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter und Lindenstruth; Samstag den 17. März, Vormittags von 8Ve Uhr an: derjenigen der Gemeinden Londorf, Lumda, Odenhausen, Oueckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Montag den 19. März, Vormittags von 8'/r Uhr au: Loosziehung. Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meldung der gesetz- lichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, bem Großherzogthum Hessen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militär- yffichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Hessen ober einem anbern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter ober in ähnlicher Eigenschaf aufhalten, ober bie Universität Gießen ober bas Gymnasium baselbst ober eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinbe bes Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, ober währenb ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslanbe geboren sind, und weder im Großherzogthum Hesien, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1874 geboren sind; ferner Sämmtliche Militä rpf lichtige, welche im Jahre 1892 bezw. 1893 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, b. h. nicht einberuf e n worben finb. Entbunben von ber persönlichen Gestellung finb Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, ober B e- r echtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- ober brittenmale erscheinen, haben,ihre Loosung«scheine mitzubringen. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, ober für einen solchen von seinem Vater, ober seiner Mutter Zurück« stelluug in Anspruch genommen wirb, so ist für Vorlage ber zur Beurkundung ber behaupteten Thatsachen erforber» lichen Nachweise unb Zeugnisse vor bem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt ober beglaubigt fein. Wenn bie Zurückstellung auf bie Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wirb, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor ber Ersatz-Commission einzufinden. Noch nicht eingereichte Zurückflelluug-aufprüche sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubringen und die Verhandlungen baldigst — un*tt allen Um« stünden vor Beginn de- Grsatzgeschäfte- — an die Ersatz.Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Da- Vorhandensein von Gpilepfie ist durch die eidliche Erklärung von miudesten- drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Er- satz-Commission das Loos. , 6) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellung-pflichtigen Militärpflichtige aus Grund der ihnen bereit- lugeganaeneu Ttammrollen zu der Musterung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Mitt« tärpflichtige, welche sich au-wärt- aufhalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur an ihrem Aufevthalt-ort gestellung-pflichtig find. Die Großherzoglichen Bürgermeister ober Beigeorbneten haben mit ben Militärpflichtigen ihrer Gemeinbe im Musterungstermin rechtzeitig anroefenb zu fein unb sich baruni zu bemühen, baß bie Letzteren >/a Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sinb, nüchtern unb reinlich gefleibet erscheinen' unb währenb bes Mufterungsgeschäftes ein anstänbiges unb ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen ober Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Staube ist, ober wenn er sich in gerichtlicher Hast befinbet, so ist barüber ein auf persönlicher Anschauung beruhenbes Zeugniß bes Arztes unb ber Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung bes Gerichts oorzulegen. ,n . , Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, daraus aufmerksam zu machen, baß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung bes Militärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. . Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Donnerstag den 8. März im Rathhaus zu Sich, Mittwoch den 14. März in dem Schulhause in ber Schulstraße zu Gießen, Samstag den 17. März im Gasthan s zum Rappen zu Grünberg, die Elasflfieirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebot- und der Ersatz-Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehr- männer ersten unb zweiten Aufgebots, sowie bie Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an ben bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen unb ihre Gesuche zu begrünben. Gießen, ben 16. Februar 1894. Der Civil-Vorfitzenbe ber Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Melior. Deutscher Reich. Darmstadt, 20. Februar. Wie der „D. Ztg." auS London mitgetheilt wird, hat sich Seine Königliche Hoheit ber Großherz og am 17. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, in Begleitung des LordS Edward Clinton zu einem Besuche Ihrer Majestät der Königin nach Osborne begeben. Seine Königliche Hoheit wurde am Sonntag wieder in London zurückerwartet, um gestern Nachmittag um 2 Uhr einer Herren-Cour im St. JameS-Patast beizuwohnen, welche Se. König!. Hoheit der Prinz von Wales dorr abzuhalten beaö- sichtigte. Die Rückkehr Ihrer Majestät der Königin nach Windsor ist jetzt aus Donnerstag, 22. ds. Mts., festgesetzt. — Die Be rmählung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs findet den neuesten Bestimmungen zufolge nunmehr definitiv am 19. April in Coburg und zwar in Gegenwart Ihrer Majestät der Königin Victoria statt. Die Hoben Neuvermählten werden sich dann voraussichtlich nach dem Schloß Rosenau bei Coburg begeben. Der Einzug des Groß- herzoglichen Paares in Darmstadt dürste etwa am 21. oder 22. April zu erwarten sein. Friedrichsruh, 19. Februar. Während des Soupers demonstrierte Se. Majestät der Kaiser dem F ü r st e n Bismarck an zwei Gardegrenadieren die Verbesserungen der neuen Ausrüstung. Der Fürst credenzte die historische Flasche Steinberger Cabinet mit einem Tiinkspruch auf den Kaiser. Zu einer großartigen Kundgebung kam es bei der präcis 9 Uhr erfolgten Abfahrt des Kaisers; die Massen durchbrachen das Spalier. Berlin, 20. Februar. Die Besserung im Befinden des Königs von Sachsen hat derartige weitere Fortschritte gemacht, daß der König voraussichtlich in den nächsten Tagen das Bett wird wieder verlassen können. Bereits empfängt der hohe Reconvalescent die Besuche der Mitglieder der königlichen Familie und nimmt die Vorträge der Staatsminister und Oberhofchargen entgegen. — Der deutsch-russische Handelsvertrag ist in der am Montag abgehaltenen außerordentlichen Plenarsitzung des Bundesrath e S einstimmig angenommen worden. Noch am gleichen Tage ging der Vertrag dem Reichstage zu und wird hier die Generaldebatte über den Vertrag am 26. ds. Mts. beginnen; letzterer wird hiermit auch für des Parlament hochactuell. Der am Sonntag im Berliner Residenzschlosse unter Vorsitz des Kaisers stattgefundene Kronrath hat sich in erster Linie ebenfalls mit dem russischen Handelsvertrag beschäftigt und denselben genehmigt. Daneben soll sich der Kronrath auch mit den schwebenden Fragen der Aushebung der Staffeltarife und des Identitätsnachweises besaßt haben, ohne jedoch nach diesen Richtungen hin anscheinend schon eine definitive Entscheidung zu treffen. — In der erwähnten BundiSraths Sitzung wurde ferner das neue Übereinkommen zwischen dem deutschen Reiche und Rußland, wonach jeder der beiden Staaten diejenigen seiner früheren Angehörigen auf Verlangen derselben wieder zu übernehmen hat, welche ihre Staatsangehör'gkeit durch Abwesenheit oder auS anderen Gründen verloren, eine neue Staatsangehörigkeit aber noch nicht erworben haben, den zuständigen Ausjchüffen überwiesen. Das Uebereinkommen bedeutet eine weitere Maßnahme zu dem Zwecke, Differenzen, welche sich aus dem wirthschaftlichen Verkehre beider Länder ergeben könnten, auszuschließen. — Für die tiefe Verschiedenheit in der Auffassung des deutsch-russischen Handelsvertrags Seitens der hauptsächlich hierbei beteiligten deutschen Interessentenkreise zeugen namentlich auch die großen Berliner Kundgebungen anläßlich des Vertrages. Denn während sich die in der Reichshauprstadt stattgefandene Generalversammlung deS Bundes der Landwirthe mit oller Entschiedenheit gegen den 1 russischen Handelsvertrag ausgesprochen hat, erklärte sich die fast gleichzeitig in den Mauern Berlins tagende Versammlung von Industriellen aus ganz Deutschland ebenso energisch für den Vertrag,- wie da ein Ausgleich zwischen diesen beiden Strömungen herbeigeführt werden soll, ist unerfindlich. Deutscher Reichstag. 54. Sitzung. Dienstag den 20. Februar 1894. Die Beralhung deS Colonialetats wird beim Etat für Kamerun fortgesetzt. Abg. Dr. Lieber (Ctr.) weist die Bebel'sche Characterisirung der Nilpferdpeitlchen als christlicher und deutscher Culturwerkzeuge zurück. Was hat das Christenthum, was hat das Deutfchthum mit den Vorgängen zu thun, die wir, vorausgesetzt, daß sie sich so wie geschildert, abgespielt haben, auf das Schärfste v^rurthetlen. Redner weist ferner den Vorwurf zurück, das Centrum babe gegen den Antrag Ehnt gestimmt, weil es Reichsangehörige, die Sklaven halten, nicht bestraft wissen wolle. Da das Reichsstrafgesetzbuch schon den Retchsangehörigen das Sklavenhalten verbietet, so würden durch ein neues Verbot für die Colonien nur offene Thüren eingerannt werden. Zur Zett kommt es nur auf die Frage an, wie weit können wir das Sklavenhalten in unseren Schutzgebieten auch den Eingeborenen verbieten ? Und es handelt sich darum, zu untersuchen, ob es richtiger ist, das Sklavenhalten dort auf ein Mal aufzuheben oder nur nach und nach. Und da erinnere ich an den Ausspruch eines der gewiegtesten Kenner, des Cardinals Lavtgerie: Es wäre Wahnsinn, die Sklaverei mit einem Schlage zu verbieten. Auch Pater Schynse nennt es Wahnsinn, mit Bajonetten auf ein Mal die gegenwärtigen Zustände dort ändern zu wollen. 8M-Ä8Z6 Abg. Schall (cons.): Die Vorgänge in Kamerun schienen über die Gebühr aufgebauscht zu fein. Hoffentlich werde die Regierung der evangelischen Mission ihren Schutz in demselben Mähe zu Thetl werden lassen, wie der katholischen. Das Recht, über Mtsstonssachen mitzusprechen, müsse er den Socialdemokraten a'isprechen. Die von den Soctaldemokraten auf den Tisch des Hauses gelegten Peitschen würden dieselben wobl als Modell für die Zukunst aufbewahren, denn der soctaldemokratifche Zukunstßftaat sei doch nur ein Sklavereizustand. Einen komischen Eindruck muß es machen, wenn eine sonst so internationale Partei hier nationale Gesichtspunkte hervorheben und von einer Schädigung des Ansehens Deutschlands durch die Vorgänge in Kamerun sprechen will. Dtrector der Colontalabtheilung Kayser erklärt, daß unter der von Dr. Lieber erwähnten Voraussetzung eine Ahndung wegen der Kameruner Vorgänge statlfinden werde. Aber wir verdammen Niemand ungehört. Die Untersuchung gegen den Kanzler Leist ist ja im Gange. Die Frage des Sklavenhaltens in den Colonien au- langend, so versteht es sich von selbst, daß ein Deutscher in unseren Coloyien keine Sklaven halten darf; nach den angestellten Erhebungen ist es aber rein unmöglich, die sog. Haussklaveret der Eingeborenen mit einem Schlage aufzuheben. Aber wir gehen auch hier allmältg vor. Wir verbieten das Züchtigungsrecht und wir betrachten die Sklaven nicht als Rechtsobjecte, sondern als Rechtssubjecte. Wir bitten, uns Zeit zu lassen, um weiter foUzuschreiten. Zwischen katholischen und evangelischen Missionen wird kein Unterschied gemacht. Wenn neulich nur von den Vätern vom heiligen Geist die Rede war, so lag das daran, daß diese in Kamerun hauptsächlich in Betracht kommen. Im Falle Wölber u. Brohm trifft die Regierung keine Schuld. Wir Haden in Paris Schritte gethan und erreicht, daß es bet der Ausweisung sein Bewenden hatte; Schadenansprüche, welche die Gesellschaft geltend machte, ließen sich nicht vertreten. Hatte doch der Agent Richter während seiner Anwesenheit bei König Behanzin die Leute desselben im Kanonenschteßen eingeübt. Thalsache ist, daß die Sklaven der Firma Wölber u. Brohm gefesselt ausgeliefert wurden und deshalb hat auch unser Kanonenboot „Habicht", so lange es in jenen Gewässern weilte, die Einschiffung der Neger verhindert. Die Firma sagt auch in einer Denkschrift, daß sie sich auf den „nüchternen Geschäftsstandpunkt" stelle. Daß, wie in dieser Denkschrift behauptet wird, die kaiserliche Regierung selbst in Dahomey Sklaven hat anwerben und auf ihre Schiffe hat transportiren lassen, ist eine Unwahrheit. Zu verkennen ist nicht, daß der Firma auch mildernde Umstände zur Seite stehen: Der Ausenthalt in einem solchen Lande mag wohl geeignet sein, die Begriffe zu verwirren. Auch machen es andere, darunter französische, Firmen ähnlich. Jedenfalls trifft die deutsche Regierung kein Vorwurf, sie hat der Firma ihren Schutz in dem Augenblick versagt, wo sie sich über deren Handlungsweise klar wurde. Zur Ausfüllung einer Lücke in der Gesetzgebung bezüglich der Sklaverei sind wir bereit. Abg. Graf Arnim (Rp^: Wir hätten wenigstens ein Wort des Tadels über den Kanzler Leist vom Reichskanzler hören müffen und man hätte uns sagen sollen, daß Leist bis zum Ausgange der Untersuchung suspendirt werde. Der Reichskanzler sagte, eine Meuterei lasse sich nicht vorhersehen. Aber es steht doch fest, daß die Nichtzahlung von Lohn die Ursache war. Und wenn der Reichskanzler meinte, solche Meutereien kämen öfter vor, so will ich doch nicht wünschen, daß wir jedes Jahr Ausgaben zur Niederdrückung von Meutereien in dm Etat einstellen müssen. (Heiterkeit.) Das Eintreten des Reichskanzlers für seine Beamten ist ja sehr wohl- thumd, aber schließlich muß doch die Sache über den Personen stehen. Reichskanzler Graf Caprivi: Wenn von dem Rechte Gebrauch gemacht wird, hier Mißstände zur Sprache zu bringen, so wäre es doch gewagt, daraus zu schließen, daß wirklich Mißstände vorhanden sein müssen. Hält Graf Arnim es für seine Pflicht, solche Dinge hier zur Sprache zu bringen, so halte ich es für die meinige, erst nach erfolgter Untersuchung zu urteilen. In unserer Armee herrscht nicht der Gebrauch, einen General sofort abzuberufen, wenn er geschlagen ist. Handelten wir in den Colonien anders, so würden wir an Stelle eines erfahrenen Beamten, der einmal einen Mißerfolg batte, leicht einen Beamten dorthin bekommen, der unerfahren ist. Davon, daß Kanzler Leist die Meuterei hätte voraussehen müssen, bin Ich auch durch die Ausführungen des Grafen Arnim nicht überzeugt worden. Abg Barth (frs.) erörtert nochmals bett Fall Volkamer. Abg. Bebel (Soc.): Aus dem Falle Wölber-Brohm habe ich der Negierung keinen Vorwurf gemacht; ich erkenne an, daß sie in blefer Sache ihre Schulbigkeit gethan. Die Vorlegung ber Peitschen war nöthig, um gerabe gegenüber Ihren Ausführungen von Cultur und Christenthum zu zeigen, welche Culturmittel dort gebraucht werden. Mit ber Ablehnung bes Ehni'ichen Amenbements hat bas Centrum gezeigt, daß es trotz seines Christenthums die Aufrechterhaltung der Sklaverei dort befürwortet. Es wird durch die ganzen oconomrschen Verhältnisse dazu veranlaßt. Das Christenthum hat sich eben jederzeit den jeweiligen Anforderungen des Culturstaates angepaßt. Auch die Hörigkeit hat das Christenthum acceptirt, als die Sklaverei nicht mehr aufrecht zu erhalten war; sagte doch Luther: „es sei eine Schande und Schmach, daß die Leute nicht mehr leibeigen sein wollen." Die Feinde jeden Fortschritts sind leider immer auf Seiten ber Kirche zu ftnben. Die Peitschen b-wahren wir auf nicht als Modell für unfern Zukunfts- staat, sondern in unseren Museen als abschreckendes Bespiel dafür, was der heutige „Cultur-Staai" für Mittel anzuwenden ve> mochte. Herr Schall hat in seiner ganzen Rede nicht ein einziges Wort der gehM hei ung für Itnc scheußliche Mißhandlung ber Dahomer-Weibcr « ch ° l l (cons.): Die Verurtheilung solcher Mißhandlungm versteht sich von selbst Ich habe schon oft ausgesprochen, baß die Hauptursache der Zustände drüben nicht die schlimmen Eigenschaften der Schwarzen seien, sondern das schlechte Beispiel der Weihen Luther steht thurmhoch über dem Verdacht, die Sklaverei zu billiaen' Abg. Dr. Lieber (Ctr.): Das Christenthum ist die Quelle der Cultur, ist es doch Thalfache, baß es im Gegensatz zur damaligen Cultur in Erscheinung getreten ist. Bebel ist eben unfähig, das Christenthum zu verstehen. Vor dem Christenthum galt: die Menschen find entweder Sklaven oder Freie? Erst das Christenthum bat an die Stelle hiervon gesetzt: die Menschen find alle Ebenbilder GotteS. Abg. Bebel: Was ich über Luther sagte, war wörtlich dessen eigenen Schriften entnommen. Was Sie an den Lebren deS Christen- thums rühmen, hat dieses den Schriften von Sokrates, Plato, Aristoteles entnommen. Der Etat für Kamerun wird genehmigt, desgleichen der für Togo. Beim Etat für Südwestafrika motivirt Abg. Dr. Ham- macher (natl.) das harte U>thetl, da« die Commission durch den Mund des Referenten über Herrn v. Francois gefällt hat. Südwest- asrika besitzt landwirthschaftlich großen Werth und ist auch für deutsche Niederlassungen geeignet. Der Colonift Hermann in Kukub hat in der kurzen Zeit von zwei Jahren einen starken Bestand von Wollschafen heranzuziehm und schöne Erfahrungen zu erzielen vermocht. Leider sind die Hoffnungen auf eine glückliche Entwickelung vorläufig zerstört. Francois hat an Truppen erhalten, was er verlangte, trotzdem hat Witbot sogar Kukub vernichten könnm. Fransois hat seinen Erfolg in Hornkrans im April v. I. überschätzt; er ist nicht der richtige Mann an der richtigen Stelle. Augenblicklich herrscht dort volle Anarchie. Abg. Bebel: Aehnliches Unglück, wie es Hermann in Kukub begegnete, wird auch anderen Ansiedlern begegnen. Das muß doch den Qpfermuth der Colonialschwärmer bätrpfen. In Sübwestafrika ist die Wollschafzucht die Hauptsache; die Concurrenz für die deutsche Landwirthschast wird dort künstlich gefördert. Er wünscht Aufklärung darüber, daß im April in Hornkrans zahlreiche Frauen und Kinder gelobtet worben. LAW Abg. Graf Arnim (Rp.) sieht in Sübwestafrika eine unserer zukunftsreichsten Colonien. War es überhaupt richtig, den Krieg mit Witboi zu beginnen, wenn derselbe so aussichtslos ist, wie ihn der Reichskanzler neulich dargestellt. Director Kayser: Auch nach Südwestafrika ist ein Commiffar zur Untersuchung abgesandt worden. Die Behauptung, es herrsche dort Anarchie, ist übertrieben. Abg. v. Cuny (natl.) stimmt Namens seiner Fraction den Auslassungen Dr. Hammachers und des Grafen Arnim zu. Der Etat für Sübwestafrika wirb genehmigt. Morgen: Anträge betr. die Handlungsgehilfen und das Haustrgewerbe. Neueste Nachrichten Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 20. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht^ einen Aussatz über die Nachhaltigkeit bes Gold- bergbaues in ber Sübafrikanischen Republik (Transvaal). Wilhelmshaven,' 20. Februar. Der Kaiser traf mit dem Prinzen Heinrich programmmäßig um 11 */2 Uhr auf bem Bahnhofe ein, wo er von ber Abmiralität empfangen würbe. Er begab sich zu Wagen mit bem Prinzen Heinrich burch bte reich beflaggten Straßen, wo Martnetruppen Aufstellung genommen hatten unb ihn mit Hurrah begrüßten, nach bem Exercierschuppen zur Rekrutenvereibigung. Das Wetter ist prachtvoll. Wilhelmshaven, 20. Februar. Der Kaiser begab sich um 6 Uhr per Kutter von ber Bauwerft nach ber Ausrüstungswerft, woselbst in bem festlich geschmückten Boots- schuppen eine Festaufführung: Bilber aus ber Vergangenheit unb Gegenwart ber beutschen Marine, stattfinbet. Beim Passiren bes Kaiserbootes brachten bte in Parabestellurg stehenben Besatzungen ber im Hafen liegenben Schiffe Hurrahs aus. Die Werft unb ber Hafen sinb reich electrisch beleuchtet. Wilhelmshaven, 20. Februar. Der Kaiser begab sich mit Gefolge um 7 Uhr an Borb bes Panzerschiffes „König Wilhelm", wo bas Festbiner stattfinbet. Das Schiff war prachtvoll becorirt unb electrifch beleuchtet. Wilhelmshaven, 20. Februar. Dem Vernehmen nach unternimmt ber Kaiser morgen mit bem Torpeboboote S 22 eine Fahrt in See unb besichtigt bie Haubitzenbatterie. Nach der Rückkehr findet bas Frühstück bei dem Chef ber Nordsee- station, bem Viceadmiral Valois, statt. Wilhelmshaven, 20. Februar. Der Kaiser hielt nach Bereibigulig ber Rekruten an bas gesammte, im Exercier- schuppen ber Matrofenartillerie versammelte Maschinen- unb Heizerpersonal etwa folgenbe Ansprache: Er nehme Veranlassung, dem gesammten Personal sein tiefstes Beileib auszu- fprechen über bas Unglück, bad sich ereignet habe. Sein Auge beobachte nicht nur, was über Deck, sonbern auch was unter Deck geschehe. Er könne bem Maschinenpersonal, bas jetzt in den Vordergrund trete, seine höchste Anerkennung aussprechen und habe daher auch befohlen, daß die in ihrem Berufe an Bord der „Brandenburg" Verunglückten mit allen militärischen Ehrenbezeugungen bestattet würden. Wenn das Maschinenpersonal, das anerkannt das vorzüglichste aller Nationen sei, fortfahre, diese Kaltblütigkeit und Pflichttreue an den Tag zu legen, könne es stets seiner Anerkennung und seines kaiserlichen Dankes gewiß sein. Rom, 20. Februar. Der Papst empfing heute den Pfarrer Kneipp aus Wörrishofen. RewHork, 20. Februar. Nach einer Meldung des „Heralb" aus Montevibeo haben bie Commanbanten ber frentben Kriegsschiffe in Rio be Janeiro ben Abmiral ba Gama aufgeforbert, eine Besprechung mit ihnen abzuhalten unb sie verlangten von ihm bas Versprechen, bie fremden Kauffahrteischiffe in ber Bay nicht zu belästigen. Gama ertotbertc, er mürbe zusttmmmen, wenn bte Aufständischen als Kriegführenbe anerkannt würden. Die Befehlshaber erklärten darauf, daß sie ihre Regierungen um Rath fragen würden. Depefchen deS Bureau „Herold". Berlin, 20. Februar. Nach Mittheilung der „Post" tritt die Silber-Enquete-Commifsion am nächsten Donnerstag unter dem Vorsitze von Pofadowskys im Reichstage zusammen. Berlin, 20. Februar. In der Reichstags-Commission zur Berathung ber Novelle zur Concursorbnung würbe in ber heutigen Sitzung ber frühere Beschluß, bie Forberungen der Werkmeister, Handwerker und Arbeiter als berechtigte anzuerkennen, in zweiter Lesung wieder aufgehoben. Berlin, 20. Februar. Fürst Bismarcks Befinden wird von allen der gestrigen Zusammenkunft in Friedrichsruh beiwohnenden Berichterstattern als ein vortreffliches geschildert. Auch die Laune des Altreichskanzlers soll eine sehr gute gewesen sein, dieselbe habe sich in allerhand scherzhaften Aeußernngen kundgegeben. Berlin, 20. Februar. Zu den bereits sichtbaren Erfolgen des deutsch-rusfischen Handelsvertrages gehören die in den letzten Tagen aus Petersburg und Moskau von dortigen Großhäufern verlangten Mustersendungen von verschiedenen, wieder einfuhrfähig gewordenen Artikeln. In Berlin und anderen Fabrikftädten weilen augenblicklich Vertreter großer russischen Firmen, welche Aufträge überbringen, die bis zum April zum Versandt gelangen müffen. Fabriken von künstlichen Blumen, Phantasiewaaren und ähnlichen Artikeln haben Aufträge bekommen, die sonst nach Paris vergeben worden wären. Kiel, 20. Februar. Heute Vormittag wurden vier dem Civilstande angehvrende Opser der Katastrophe aus dem Panzerschiff „Brandenburg" unter sehr zahlreicher Theilnahme der Bevölkerung, sowie Offiziere und Mannschaften beerdigt. Der Maschinist Stephan ist heule Vormittag seinen Verletzungen erlegen. Am Nachmittag erfolgte das Leichen- begängniß von den dreißig Maschinisten des Panzerschiffes „Brandenburg" ; 600 bis 700 Personen geleiteten die mit Fahnen und Kränzen reich geschmückten Leichenwagen zum Kirchhof, lieber dem offenen Grabe wurden Ehrensalven abgefeuert - die Anwesenden waren tief ergriffen. Posen, 20. Februar. In polnischen Kreisen verlautet auf das Bestimmteste, die polnische ReichLtagS- sraction werde geschloffen für den deutsch-russischen Handelsvertrag stimmen. Leipzig, 20. Februar. Am Donnerstag wird vor dem Reichsgericht die Revision des Rentners Samuel Seemann-Berlin gegen das Urtheil im Hannoverschen Spielerprozeß verhandelt werden. Seemann wurde am 1. November 1893 zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Am gleichen Tage wird die Revision gegen die im zweiten Wucherprozeß am 17. November verurteilten Spieler Hirsch und Hollmann verhandelt. Wien, 20. Februar. Gestern Nachmittag fanden wieder Kundgebungen der Arbeitslosen statt. Als die Demonstranten in die innere Stadt ziehen wollten, wurden sie hieran von der Polizei gehindert. Es erfolgten zahlreiche Verhaftungen. Paris, 20. Februar, lieber die Dynamitexplo fion in der Rue Saint Jaques werden weitere Einzelheiten bekannt. Ein unbekannter Reisender, der als ein untersetzter, schwarzbärtiger Mann beschrieben wird, hatte vor einigen Tagen in einem Hotel Garni der erwähnten Straße ein Monatszimmer gemiethet. Da er gestern Nacht nicht heimkehrte und Versuche, die Thür seines Zimmers zu öffnen, mißlangen, holte man die Polizei. Die Schutzleute erschienen um 2 Uhr Nachts. Als ein Polizeiagent die Thüre mit Gewalt aufstieß, hörte man das Fallen eines Gegenstandes, wahrscheinlich einer Bombe, und darauf erfolgte eine starke Explosion, bei welcher die Wirthin schwer und zwei Pensionäre durch Sprengstücke leicht verletzt wurden. Der diensthabende Schutzmann war derjenige, der s. Z. Ravachol verhaftete. Man glaubt, daß der Attentäter dieses gewußt hat und daß der Anschlag daher als Racheact zu betrachten ist. Paris, 20. Februar. In der Stadt Herry ist gegenwärtig die größte Aufregung über ein neues, heute Nachmittag entdecktes Bombenattentat. Der Polizeicommiffar, der f. Zt. Ravachol verhaftet hatte, erhielt ein Schreiben eine- gewissen Babardy, in welchem ihm dieser mittheilt, daß er sich aus Liebesgram den Tod gegeben habe. Der Ci. nmiffar begab sich auf diesen Brief hin mit mehreren Polizisten nach der Wohnung Babardys; als man die Thüre aufriß, sauste eine Bombe hernieder, ohne jedoch zu cxplodiren. Die Höhe derselben beträgt 12 cm; im Durchmesser mißt sie 6*/, cm. Die über das plötzliche Ereigniß tief erschrockenen Polizisten benachrichtigten sofort den Municipilrath, welcher Anweisung gab, die Bombe nicht anzurühren. Die Bewohner deS Hauses und der Nachbargebäude räumten sofort ihre Wohnungen, da in der ganzen Umgebung die größte Furcht herrscht, daß die Bombe jeden Moment cxplodiren könne. Paris, 20. Februar. Der Polizeiagent Prisson, welcher bei der Verhaftung des Anarchisten Henry verwundet wurde, erhielt vom Baron Rothschild 10,000 Francs geschenkt. Brüssel, 20. Februar. In der Wohnung des Druckereibesitzers, welcher die Anarchistenblätter „Antipatriote" unb „Sibertaire" druckt, hielten heute der Staatsanwalt und der Untersuchungsrichter eine Haussuchung ab. Eine vollständige Geheimdruckerei wurde entdeckt. Alle noch vorhandenen Nummern der beiden Blätter wurden confiöcirt. London, 20. Februar. Aus Brasilien wird berichtet, die Kasfeepslanzer seien sehr unzufrieden über die Aushebung der Nationalgardisten, weil es dadurch an Arbeitskräften mangelt. Rio de Janeiro, 20. Februar. Die Aufständischen haben die Regieruugstruppen in Faszina geschlagen. General Sarairo ist in Jgnato angekommen und marschirt jetzt auf St. Paolo zu. General Mello wird die Beschießung von Santos beginnen; wenn Sarairo dort angekommen ist. Die Kaffeepflanzer sind sehr unzufrieden über die Aushebung der Nationalgardisten, weil dadurch die Kaffeeculturen ihrer Arbeitskräfte beraubt werden. Paris, 21. Februar. „Jour" meldet: Gestern Abend habe der Maschinist des Opernhauses einen Mann bemerkt, der einen Gegenstand am Eingangsportal niedergelegt. Der Maschinist habe den Mann verhaften lassen, die Polizei fand bei ihm zwei Bomben, ähnlich der aus der Rue Saint Jaques. *■> «Sä WZ •• Sät Ä. B"«*S 7> ieintn L *» das dre Panzerschiffe Meten die mit "tchenwagev zu« ^Mrensalv» ab- ’W « Kreisen verlautet Reichkta-z. ^sch-russischeu H«. rstag wird vor de« 8 Samuel See. moverschen Spieln- würbe am 1, \ verurtheiit. S« im zweiten Wucher. Spieler Hirsch und sanden wieder n statt. Al« dir den wollten, wurden i erfolgten zahlreiche »namitexplosian tert Einzelheiten Heals ein untersetzter, , hatte vor einigen löhnten Strafet tin rn Nacht nicht heim, Zimmers zu öffnen, Schutzleute erschienen gent die Thiire mit eines Gegenstandes, ' erfolgte eine starke und zwei Pensionäre Der bun^Wribt verhaftete, gewußt hat und dafe rächten ist. dt herry ist gegen- eues, heute Nachmittag Polizeicommiflar, der ein Schreiben eines er mitkheilt, dafe er abe. Der 6t 'wiffar rtren Polizisten nach Lhitre ausritz, sauste rplodirtn. Die hbhr er mitzt sie 6'/, cm. ^schrockenen Poiizisteu h, welcher Anweisung Die Bewohner der ginnten sofort ihre ing die grötzte Furcht < ■ fi-ptobiren könne, ilijeiajiot »rill’1' ?säss « All. O* * würben t#» Hile» »ith bn,5 , fr w 5 dadurch an W»* . gsuiständtf^rn eschlasr«' i* ■.«-*55 in Über Wjhrec 8 ein« ® ,(..t ®s Kn ** Localer und provinzieller. chietzeu, den 21. Februar 1894. ••-r. Boa der Uaiverfität. Professor Karl Elbs in Freiburg i. Bad. ist an Stelle des verstorbenen Professors Lellmann zum crdentlichen Professor für Chemie an sie Ludewigs Universität berufen worben. ** flng der Garnison. An Stelle des zum Commander r des Heifi'chen Jäger Bataillons Nr. 11 ernannten Majors Emmtch ist der Major Kühne zum Commandeur deS 4. Bataillons deS Infanterie-Regiments Kaiser W lhelm be stimmt worden. Zum Commandeur deS 2. Bataillon« genannten Regiments wurde der Major Kopka von Lossow vom Ärenavter-Regiment König Wilhelm I. (2. WestpreußlscheS) Nr. 7 ernannt. *♦ Freisinnige Partei. In der gestrigen MonatSver- sammlung der freisinnigen Partei, welche zahlreich be. sucht war, fanden die Ausführungen deS Referenten über die RetchSfteuergesetze, welche gegenwärtig dem Reichstag vorliegen, den ungetheilten Be.sall der Versammlung. — Nach, dem bereits früher eine Resolution gegen die Tabaktsteuer gefaßt wurde^ gelangte gestern Abend noch eine weitere gegen die, den geschäftlichen Verkehr belastenden Miquel'schen ©teuer» projecte (Quittung-, Frachtbrief- und Check Steuer) zur einstimmigen Annahme, weiche dem hohen Reichstage zugehen wird. Um den zahlreichen Interessenten in unserer Stadt Gelegenheit zu geben, ihre Anschauung über den im Reichstage vorliegenden deutsch.russischen Handelsvertrag zum Ausdruck zu bringen, findet nächsten Montag den 26. d. Mts. !m Saale deS Casö Leib eine allgemeine Wählerversammlung statt, in welcher Herr Bankdirector Fr. Thor wart aus Frankfurt a. M. die Freundlichkeit haben wird, daS Referat zu erstatten. Bei der hohen politischen Bedeutung, welche gerade der vorliegende deutsch-russische Handelsvertrag hat, unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß aus allen Kreisen unserer Stadt und deS Wahlkreises sich ein lebhaftes Interesse dieser geplanten Versammlung zuwenden wird. ** Die Vorstände der Metzger-Innungen von Mainz, Darmstadt, Gießen, Worms und Offenbach haben an daS Großh. Ministerium und die oberste landwirthschastltche Behörde in Darmstadt in Betreff der Verwerthung des Fleische? von tuberkulösem Vieh im Großherzogthum Hessen eine Eingabe gerichtet, worin sie sich eingehend gegen die ^griffe wenden, welche in dem Landesausschuß der Land» wirthschaftlichen Vereine und deren Zeitschrift bezüglich der Verwerthung deS Fleisches von tubereulosem Vieh gegen das Metzgergewerbe erhoben wurden. Im Anschluß an diese Ab- wehr beantragen die gesummten Metzger-Innungen bei dem Ministerium eine Aenderung der hessischen Fleischbeschau, wie auch des Freibankwesens, welche in ihrer jetzigen Gestaltung den Metzgern wie auch den Landwirthen schwere Schädigungen verursacht, ohne dem Fleisch consumirenden Publikum den beabsichtigten sanitären Schutz zu gewähren. ** Die noch in den Händen des Publikums befindlichen gestempelten Briefumschläge und gestempelten Streifbänder, welche seit dem 10. December 1890 Seitens der Verkehrs- onstalten nicht mehr verkauft worden sind, sollen nur noch liö Ende Juni 1894 zur Frankirung von Postsendungen zugelassen werden. Vom 1. Juli 1894 ab verlieren die bezeichnenden Werthzeichen ihre Gültigkeit. Dem Publikum soll indeß gestattet sein, vom 1. Juli 1894 ab die alsdann noch nicht verwendeten derartigen Werthzeichen bis spätestens Ende December 1 8 9 4 nach dem Nennwerth des Stempels gegen Freimarken zu 10 oder 3 Psg. bei gleichzeitigem Rückempfang des Betrages der Herstellungskosten oon 1 Pfennig für den Briefumschlag und x/a Pfennig für baö Streifband umzu tauschen. Ist nur ein einzelnes ütreifbanb umzutauschen, so muß die Vergütung von Her- tellungSkosten unterbleiben. Ebenso kommen bet dem Umtausch einer größeren, nicht durch 2 theilbaren Zahl von Streifbändern für daS überschießende Exemplar Herstellungskosten .nicht zur Erstattung. ** Rückfahrkarten. In der Budgetcommission des preußischen Abgeordnetenhauses erklärte sich Eifenbahnminister Thielen gegen die Einführung von Rückfahrtkarten mit zehntägiger Gültigkeit und bezeichnete überhaupt das ganze Institut der Riicksahrtkarten als reformbedürftig; dasselbe fei eventuell vollständig abzufchaffen. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt. Die Dienstmagd Katharina Heß aus Groß-Rohrheim, zuletzt in Groß • Karben, von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls,- die Ehefrau des Johann Ho ffmann avS Uitenbach in Pofen, Viktoria, zuletzt Dienstmagd in Burg- Gemünden von derselben wegen Körperverletzung- Ludwig Hohmann aus Erbenhausen von derselben wegen angeblicher Beraubung deS Schuhmachers C. Gust. Rob. Büttner aus Mylau- Schneidergeselle Wilhelm C. Carl aus Breslau vom Amtsgericht Alsfeld wegen Diebstahls- das Schwindlerpoar Koch ans Mannheim, unzweifelhaft identisch mit Georg Koch aus Waldenburg, und deffen Ehefrau Marie, geb. Wahl aus Homberg (Bez.-Amt Pforzheim), früher auch Walther und Schneider aus Oehringen, Heilbronn und Stuttgart von der Polizeiverwaltung in Offenbach wegen fortgesetzter an verschiedenen Orten verübter Betrügereien; Taglöhner Ehr. Lehnleitner aus Bodenheim, zuletzt in Weisenau, vom Amtsanwalt in Mainz wegen Unterschlagung- Tag- löhnerin Elise Müller aus Weckersheim von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls - Ziegelarbeiter Julius Seemuth aus Altloßheim, Kreis Mannheim, vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahls; Winzer Philipp Becker II. aus Bodenheim, zuletzt in Mainz von demselben, wegen Körperverletzung. ______________ A Nieder-Ohmen, 20. Februar. E>n schwerer Unfall ereignete sich heute Morgen auf der in der Nähe befindlichen Eisensteingrube „Louise". Der im Tagbau beschäftigte Gustav Steeg von Elpenrod wurde durch plötzlich berabrutschende Erdmassen verschüttet und konnte nur als Leiche aus dem Erbschuit hervorgezogen werden. Allgemein bedauert man den jungen, erst 18jährigen, fleißigen Arbeiter. § Mehlos-Gehaag, 18. Februar. Bei der hier abgehaltenen Bürgermet st erwähl für die eine Bürgermeisterei bildenden Gemeinden Metzlos und MetzloS Gehaag sielen auf Wilhelm Nuppel, Schuhmacher von MetzloS, 29 Stimmen und auf Heinr'ch Diehl von MetzloS Gehaag 27 Stimmen. Ersterer ift somit gewählt. Der seitherige Bürgermeister Alt von hier halte eine Wiederwahl abgelehnt. Der Sitz der Bürgermeisterei, welcher bisher nur in Metzlos Gehaag war, kommt mit der Wahl nach MetzloS. Die Ortsbewohner von Metzlos waren in letzter Zeit bei der oberen Verwaltungsbehörde um Errichtung einer besonderen Bürgermeisterei in jedem Orte vorstellig geworden. § AuS dem Kreise AlSfeld, 20. Februar. Die Besserung in den Preisen für daSRlndoieh, die mit dem Näherrücken deS Frühlings sich bernerkenswerth steigert, hat bereits ein Ausschlagen der Fleis chpreise im Gefolge gehabt. DaS Pfund Rindfleisch, das seither mit 50 Pfennig bezahlt wurde, kostet jetzt 52 Pfennig. DaS ist der Anfang der Verteuerung der Fleischpreise, die im Laufe dieses Jahres eine ungewöhnliche Höhe erreichen dürsten. Zellhaufen bei Seligenstadt, 18. Februar. Einen Act der Dankbarkeit erwieS Herr Major z. D. v. Hombergk zu Vach aus Darmstadt dem hiesigen Landwirth Georg Friedrich. Der genannte Oifizier wurde am 18. August 1870 in der Schlacht bei St. Privat auf einem frisch aufgeworfenen E fenbahndarnrn durch eine feindliche Kugel schwer verwundet und hätte sicherlich fein Leben verloren, wenn ihn nicht der Infanterist Friedrich in Sicherheit gebracht hätte. Lange fahndete Herr v. Hombergk nach feinem im Schlachtengewühl verschwundenen Lebensretter, der in seiner Bescheidenheit sich seiner That niemals rühmte. Erst kürzlich erfuhr der gerettrre Offizier den Namen des wackeren Kriegers und übersandte demselben vorgestern neben einem herzlichen Dankschreiben zur Erinnerung an jene That ein prachtvolles Gemälde, darstellend die denkwürdige Schlacht bei St. Privat. Vom Main, 19. Februar. Am Postschalter eines links- maintschen hessischen Städtchens gab gestern eine biedere Bauersfrau einen „eingeschriebenen" Brief auf. Nachdem der Brief amtlich behandelt und der Frau der Auflieferungsschetn zugestellt war, erwartete die Aufgeberin die Rückgabe des Briefes. Sie war nämlich der bombenfesten Ansicht, der „eingeschriebene" Brief fei seinem Inhalte nach in die Postbücher eingetragen, die „Abschrift" werde dem Adressaten zugestellt, das Original aberderAbfenderin zjurückgegeb en. Nur nach vieler Mühe gelang eS, die erstaunte Frau von ihrem seltsamen Jrrthume zu überzeugen. Singen, 18. Februar. Seit Mitte November 1893 wird die 19 Jahre alle Tochter eines hiesigen Postbediensteten vermißt. Gestern wurde im Rhein bei Capellen die Leiche dieses Mädchens aufgefunden. Florsheim, 16. Februar. Während der Fastnachtzeit wurde einem coftümirten Einwohner dahier von einem Bäckermeister fpaßhalber der Cy lind er eingetrieben, der durch diesen Gewaltact vollständig die Fatzon verlor und für feinen Eigenthümer werthlos wurde. Der Geschädigte stellte darauf dem Bäckermeister folgende Rechnung zu: Ein neuer Cylinder 8 Mark, Hin- und Rückreise nach Mainz, Verzehrniß u. f. w., sowie einen halben Tag versäumt 4 Mark, macht rund 21 Mark. Der Bäckermeister beglich die Rechnung, erstattete aber alsbald an maßgebender Stelle die Anzeige, daß der Mann in eine höhere Steuer stufe kommen möge, denn laut vorliegender Rechnung verdiene er pro Tag 8 Mark. Wer von Beiden wird nun den größten Schaden haben ? Vermischtes. * Wie der „Reichs-Anzeiger" meldet, beläuft- sich nach den der Centralstelle der preußischen Staatsforstverwaltung bis jetzt vorliegenden Nachrichten die Masse des durch den jüngsten Sturmwind geworfenen Holzes in den Staatsforsten auf rund 700000 Festmeter. Diese durch Schätzung gewonnene Zahl dürfte indessen kaum an die Wirklichkeit heranreichen. Auch stehen aus vielen Oberförstereien die Berichte über den muthmaßlichen Umfang des entstandenen Sturmschadens noch aus. * In Sebnitz i. S. fand man bei einer Ausschachtungsarbeit im Hofe eines Gutsbesitzers einen großen Topf mit Münzen aus dem 17. Jahrhundert, deren Gesammtwerth sich auf etwa 40,000 Mk. beziffert. * Pest, 17. Februar. In Rekefely bei Temesvar wurde die Kurpfuscherin Therese Kleisch von Bauern als Hexe gekreuzigt. Die Thäter sind noch unbekannt. * St. Petersburg, 20. Februar. Nach amtlicher Meldung sind sämmtliche auf der Eisscholle von der finisch-ingerman- ländischen Küste abgetriebenen Fischer gerettet worden. * Froschwangel. Der Frosch, der den dem Alt-Elsässer so beliebten Leckerbissen, die Froschkeulen, liefert, scheint jetzt immer seltener zu werden. Früherund noch vor zehn Jahren wurde auf dem Weißenburger Markte daS Hundert Frofch- keulen zu 60 bis 80 Pfg. verkauft. Schon seit langem ist der Preis derselben auf Mk. 1.60 gestiegen, uud jetzt werden Mk. 2 bezahlt. Französische Hotelbesitzer aus Luneville und Nancy lassen sich dieselben sogar für Mk. 5 bis 6 das Hundert schicken und die französische Nachfrage steigert sich immer noch von Jahr zu Jahr. Damm sieht man auch jetzt täglich die auf pfälzischem Gebiete wohnenden „Froschkeulenhändler" die Waldbrunnen und Waldquellen im Wasgau aufsuchen, wo sich der Frosch mit Vorliebe im Winter aufhält und wo sich noch, aber auch mit vieler Mühe, ein lohnender Fang bewerkstelligen läßt. * Tas theuerste Reclameschilb Per Welt befindet sich natürlich in brn Vereinigten Staaten Nordamerikas, und der südliche Theil deö Madiion Square in New 9) rk ist das engere Vaterland desselben. Jenes w8ignboard“ — AuS- hängelchild — kostet die Kleinigkeit von 25 000 Mark und ift wohl nicht nur das theuerste, sondern auch baß größte auf der Erde, denn es mißt nicht weniger alS 68 F..ß der Höhe, 60 Fuß der Breite nach, während die 107 Buchstaben, auS der sich die Rcclame zusammensetzt, eine Länge von 6 Fuß haben. Eintausendv erhundertsiebenuudfünzig elcctriiche Lampen, welche 145 Pserdekräfte repräsenliren, sind nothwendig, um die Buchstaben zu bilden und der Strom dazu wird der Edison Jlluminating Company zum Preise von 24 Cent — I Mk. auf die Minute Brennzeit entnommen- dies wäre 60 Mark in der Stunde und manchmal leuchtet jenes Reclamcschttd an einem Abend drei bis vier Stunden. Dieser Prc ö wird aber nur gezahlt, wenn alle Buchstaben der Annonce erleuchtet sind, was nicht sehr oft vorkommt, da dieser Rcclame- apparat auf solche Weise eingerichtet worden ist, daß nur einige Worte in electrischem Lichte erstrahlen können. Welche Firma ist eS, die reich genug, eine so kostenreiche Anzeige machen zu können? Wir wollen jenem Hause keine Reclame machen, aber wer von unseren geehrten Lesern nach New Uork kommt, vergesse nicht, sich diese amerikanische Merkwürdigkeit anzusehen. * Aluminium-Trommeln. Zu den neuesten Erscheinungen in der deutschen Armee dürsten die großen Trommeln her Infanterie Kapellen, gemeinhin Pauken genannt, auS Aluminium gehören, wie sie bereits von mehreren preußischen Regimentern, darunter das 1. Garde-Regiment zu Fuß in Potsdam, geführt werden. Die dort befindliche „Große Trommel" mit ihrem hellglänzenden, weißen Kessel fällt allgemein auf. Natürlich hat der Metallkeffel vor dem bisherigen Holzkessel in Bezug auf Klang bedeutende Vorzüge, das war längst bekannt, doch scheiterte die Einführung von Messingtrommeln dieser Art an dem zu bedeutenden Gewicht deS großen Instruments. Durch Aluminium ist diesem Fehler abgeholfen worden, und eß steht zu erwarten, daß bei dem gegenwärtigen Wettstreit der Militär-Kapellen eS nicht lange dauern totrbr bis sämmtliche große Trommeln aus diesem Metall zur Ein- sührung gelangt sind. Universität- - Nachrichten. — Aus Jena, 16. Februar, schreibt man der „5ttf. Zig.": Der Orientalist Professor Stickel kündigt auch für daS näctftc Semester mehrere Vorlesungen an. Er vollendet im Sommer sein 89. Lebensjahr. In diesem Alter ist wohl kein anderer akademischer Lehrer im Lehramt thätig gewesen. Stickel besitzt eine geradezu wunderbare körperliche Rüstigkeit und aeiftiae Regsamkeit. Literatur uttfc Kttitft. — Adrian BatdtS Allgemeine Erdbeschreibung. Ein Handbuch des geographischen Wissens für die Beoürfmsse aller Gebildeten. Achte Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von 0r. Franz Hetderich. Mit 900 Illustrationen, vielen Textkärtchen und 25 Kartenbeilagen auf 41 Kartensetten. Drei Bände. In 50 Lieferungen ä 75 Pfg. oder in 10 Abtheilungen ä 3.75 Mk. Auch in drei eleg. Halbfranzbänden ä 15 Mk. zu beziehen. Bisher 45 Lieferungen auSgegeben. (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Von diesem trefflichen Werke, welches wir bereits unseren Lesern angezeigt und auf das Wärmste empfohlen haben, liegen nunmehr 45 Lieferungen vor. Die letzteren Lieferungen, 41 bis 45, behandeln die drei süd- europäischen Halbinseln: die Balkan-, die Apenninen- und die Pyrenäen-Halbinsel. Der Verfasser führt unS in großen Zügen den gcologisch-orographischen Aufbau dieser Gebiete vor und schildert in fesselnder, durch reiches statistisches Material delegier Darstellung Land und Leute. Da wir uns auf dem Boden uralter Kulturstätten bewegen, nimmt er auch oft Gelegenheit, werthvolle historische Re- miniscenzen einzuflechten. Die artistische Ausstattung des Werke- ist eine vorzügliche. Zahlreiche, nach Photographien angefertigte Illustrationen, sowie Texikärtchen und besondere in mehrfachem Farbendruck ausgesührte Kartenbetlagen unterstützen und beleben die Lectüre. Wir wünschen dem Werke, an welches Verleger wie Autor ihr Bestes gesetzt, die weiteste Verbreitung. — Deutscher Kaiser-Saal. Geschichte der deutschm Kaiser in Bioaraphien von Bruno Gebhardt. Lieferung 2 bis 5. Preis je 50 Pfg. Stuttgart. Union Deutsche Verlagsgestllschaft. Dahier vorliegende Werk darf den Anspruch erheben, einem Bedürsniß der deutschen Hausbibliothek entgegenzukommen. Unter Verwerthung aller neueren Ergebnisse der historischen Forschung wird hier in vor- tresflicher Ausstattung ein Buch geboten, das nicht in trockener Lehrform, sondern in Gestalt anmuthiger biographischer Essays die Gestalten der deutschen Kaiser an untz vorüberziehen läßt. Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — Zeitschrift deS Leipziger Metz-BerbandeS, herausgegeben vom Meß-Ausschuß der Leipziger Handelskammer. Heft 1. Preis pro Heft 50 Pfg., für Mitglieder deS Leipziger MeßverbandeS unentgkltlich. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Eietzen. 7. Woche. Dom 11 Februar bis 17. Februar 1894. Einwohnerzahl: angenommm zu 22 100 (Incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSztffer: 25,88°/« bezw. 11,76 nach Ausschi, der Ortsfremde». Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Scharlach Diphtherttis 1 5 (4) — _ — 1 5 (4) Lungentuberkulose 1 (1) 1 (1) — — Sonstige Erkrankungen der Ath- mungs-Organe 2 (1) 1 _ 1 (1) Neubildungen 1 1 — — Sonstige benannte Krankheiten______ 1 — 1 — Summa: 11 (6) 3 (1) 1 7 (5) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommm. Ca. 2000 Stück Foulard-Seide Mk.1.35 bis 5.85 p M. — bedruckt mit den neuesten Dessins und Farben — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert. Damaste rc (ca- 240 versch. Qual, und 20( 0 versch. Farben, DessinS tc.) Porto» »nd stensrfrei in» Hau»!! Catalog und Must« umgehend. .. .1122 6. Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u. k. Hoti.), Zürich. 1519 1506] Ziegler-Stege. 58 1527] E. G. Kletnhenn. ist bie 3 5 Statt jeder besonderen Anzeige 2 Wetzsteinstraße 38. mtethen. 92 8 [1496 Telephon Ar. 55 Telephon Ar. 55 114.30 Bier der Actien Brauerei Gietzen 3p«. — Frankfurter Bant-Dtilcoul 3 pTl. Geldsprteu 4.19 Wiener Bier . Bayerisch Bier V6.U) 77.80 20.50 33.50 101.40 86.90 101.45 185.00 134.00 136.6 112.30 106.00 295.25 81.70 9037 369.10 211.50 155.30 118.70 112.40 72.50 Weib 9.65 Brief 16.25 Der Stadtrechner: Doepfer. fl. 20.4( 2035 16.65 16 63 148.801 »er. KönigS-Lemroh^Act. BtebcHi r fest. Stammholz- Versteigerung. Montag den 26. Febr. l.J., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen in dem Gemeindewald zu Ober-Weid- bach, District Schildberg und Farloh öffentlich versteigert werden: Eichen-Nutz- und Bau-Stämme von 2,8 bis 11 m Länge und 31 bis 120 cm Durchmesser — 37,65 fm Inhalt, darunter viele Schneidehölzer I. Klasse, Buchen-Nutzholz-Stämme I. Klaffe ---- 1,74 fm, Nadelholz - Stämme I. Klasse — 1,75 fm, Weichholz-Stämme I. Klasse = 0,40 fm. II. District Nennweg. ! Eichen-Nutz-Stämme I. Klasse — 27,55 fm, hauptsächlich zu Werk- und Wagnerholz geeignet, rm Eichen-Schichtholz I. Klasse. Das im District Nennweg befind- Londorf, den 21. Februar 1894. Heinrich Schmidt. Louise Engel. Karl Kliebe. Margarethe Kliebe, geb. Rabenau. Wermietyungen. 1517] Mansardenwohnung pr. 1. April an ruhige Leute zu vermiethen- ___________Bahnhofstraße 39, parterre. 1407] Eine Wohnung von zwei Zimmern und allem Zubehör sofort zu ver« Haminenkuch. 3iil)tlidj erfdjehteit 28 Hefte. Preis' pro Kost nur 30 Pfennig. Lindenplatz 3 empfiehlt Verlobte. 55 Wiesbaden, Februar 1894. Vielseitigkeit und Gediegenheit de- Leites — Schönheit der Bilder - Trefflichkeit der Ausstattung - überaus billiger Preis. x?a8 erste Heft ist durck jede Buchhandlung zur Anjicht zu erhallen. —® Abonnements •— Z in affen Rucvhanbfungru S o u r u a f -tf i y t & 111 o n e 11 und Do st a »stallen. Brief 9.60 Schlntzconrse l Uhr 15 Min. 86.90 4o/o Ung. Gold-Rent« »edirM-s: H — Dmck und »erlag der Brühl'fch« Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) ta Air heutige Kummer umfaßt 6 Seite» Die Itaflhenöier-Kaudkung m Daniel Heil Deutsche Lerlagö-Anstalt Stuttgart. Kine echte waßrßaft votkstümficHe Unterhallungs-ZeitsDrist Geld 16.22 Ducaten Holzverkauf in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. Dienstag den 27. d. M.,Vormittags 9 Uhr im Kahlert'schen Gast« Hause zu Krofdorf aus dem Schutzbezirke Krofdorf: Distr. 2 (Forst) Fichte: 26 Stämme und Stangen, Distr. 3 (Homberg) Fichte: 9 Stämme und Stangen, 3 rm Nutzholz. Distr. 8 (Lefchenwald) Eiche: 11 Stämme mit 6,53 fm, 19 rm Nutzholz, 1 rm Knüppel, 200 rm Reiser; Nadelholz: 95 Stämme und Stangen, 32 rm Reiser. Distr. 13, 15 (Kreuzfchläge) Fichte: 1 Stamm, 2 rm Knüppel. Distr. 19 (Buchwald) Eiche. 2 Stämme 1,48 fm; Buche: 1 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 1 rm Stockholz, 6 rm Reiser. Distr. 21 (Kühbett) Eiche: 14 rm Nutzknüppel, 5 rm Brennknüppel, 718 rm Reiser; Erle: 1 rm Knüppel, 5 rm Reiser; Fichte: 1 rm Knüppel. Distr. 22c (Kühbett) Fichte: 10 Stämme und Stangen. Distr. 23b (Buchwald) Eiche: 17 rm Stockholz, 95 rm Reiser. Buche: 1 rm Scheit, 2 rm Knüppel, 1 rm Stockholz, 21 rm Reiser. Krofdorf, den 17. Februar 1894. 1520 Der Oberförster: Freiherr Spiegel. CoirrSbericht m E. Wasswschleben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 21. Februar 1894. Hungen, den 20. Februar 1894. 1533 Bekanntmachung. Das 6. Ziel Gemeindesteuer 1893/94 ist innerhalb der nächsten 8 Tage bei Meidung des Beitreibungsverfahrens zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Zahltage: Dienstag, Donnerstag und Samstag. Gießen, den 21. Februar 1894. 50/0 9täL Rente 8% Portugiesen 4°/0 Grtech. Monopol-Anl. Lomb. E^B-Act. Buschtherader Elbthal-Bahn-Act. Gottbar d-Bahn-Act. Schweizer Nordost.-B>Act. Mainzer T.-B.-Act. Marienburger Ball - Blumen, Stickerei- und Tüllkleider, Spitzen, Bänder, Handschuhe empfiehlt in r,ir großer Auswahl 9577 L A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. Mittwoch, 28. Februar, Nachmittags 2Vi Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsaericht die dem Karl Jughardt zweiter und Christian Jughardt vierter von Gießcn gemeinschaftlich gehörigen Immobilien : Flur 38 Nr. 65,5 — 605 qm Hofraithe im Wallpforter Feld, rechts der Chaussee auf die herrschaftlichen Wiesen, Flur 38 Nr. 56,5 — 4083 qm Wiese daselbst, Flur 45 Nr. 146 — 350 qm Acker am Galgenweg freiwillig meistbietend versteigert werben. Gießen, 21. Februar 1894. Großh. Ortsgericht Gießen I. A.: »ogt. 1528 CZJ 23./2. 91. 7 u. Bef. III. [1505] liche Holz lagert an einer sehr guten Abfahrt ganz nahe an der Gladenbach- Gießener Bezirksstraße. Die Zusammenkunft ist um die oben benannte Stunde im District Rennweg bei dem Stammholz nahe an der Chaussee. 1499 Ober-Weidbach, den 19. Febr. 1894. Der Bürgermeister: Schmidt. Exportbier, hellfarbig (Wiener Brauart) do. dunkelfarbig (Märzenbier) Jedes Quantum frei in s Haus Holzverkanf in Mrflticher Oberförstern Hungen Schutzbezirk Lich, District Fuchsstrauch am Montag den 26. d Mts., Vormittags 10 Uhr. Eichen: 3 rm Rundscheit, 12 rm Prügel, 1700 Wellen, 15 rm Stockholz, Buchen: 2 rm Rundscheit, 10 rm Prügel, 400 Wellen, 6 rm Stockholz, Birken: 2 rm Rundscheit, 17 Wellen Besenreiser, Fichten: Stamm- und Stangenholz, 212 Stück, 10—14 rn lang, 12 bis 24 cm Durchmesser mit 39 fm, 3 rm Prügel, 25 rm Nutzreisig. Sammelplatz: Bahnwärterhaus Herzberger, Strecke Lich Garbenteich. 20 Franken-St. 20 do. in */i Dollars in Gold Guter bürgert. Mittagstisch. 1515] Restauration Burggraf. 1504] Gute alte Violine r« kaufen gesucht. Anerb. mit Preisangabe unter A. O, gefl. schriftl. an die Exped. d. Bl- Jeikgeöotenes. Prima Sauerkraut empfiehlt [1530 Willi. Haas, Bleichstraße 21. 1531] Guter Stalldünger zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl.« 23 „ 23 „ 218 Vermischte Anzeigen. 1502] Wohnung von drei Zimmern nebst Zubehör per 1- April gesucht. Offerten mit Preisangabe unter G. W. 28 an die Exped. d. Bl. 1503] Zwei Kaufleute suchen einen wirklich guten Mittagstisch und Abend» essen in einem Prioathause. Off, unt. 8. 2 an die Exped. d. Bl-> 1525] Es wird für ein junacs Mäd« chen, welches im Nähen und Hausarbeit erfahren ist, eine Stelle bei Kindern nach auswärts gesucht. Näheres unter P. schriftlich bei der Exped d. Bl. niederzul. Donnerstag den 22. Februar 1894: VI. und letztes Abonnements-Coneert. Ouvertüre: Das Nachtlager (Kreutzer). Leonore, Nr. HI. (Beethoven) Am Strande. (Radecke). Einleitung zur Loreley. (Bruch). Einzug der Götter in Walhall (Wagner) Vorspiel zu Lobengrin. (Wagner). Variationen für Violine (Beriot). Kol-Nidrei, Adagio für Cello (Bruch). Arie a. Titus (Mozart). Fantasie a. Traviata rc. 1532 Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. 1514] Ein möblirteS Zimmer zu ver- miethen._____________Sonnenstraße 13. 1498] Möbl. Zimmer, event. mit Eabinet, zu vermiethenH L. Arohnhäuser, MäuSburg 7.^ 15241 Eine Stube mit Küche tu vermiethen. H. Plank, Kaplansgasse 2. 3n -er gehehten Sude aus Oswaldsgarten von Donnerstag ben 22. bis incl. Montag de« 26. Februar ist die große roologischeAus-ellMg Küchiec (25 Naturseltenhetten, lebend) zu sehen- Europas größte Naiurwunder- Geöffnet von 9 Uhr Vorm bis 9 Uhr Abends. — Als noch nie dagewesene Seltenheit zu sehen: 1. eine Kuh mit 6 Beinen und 3 Augen 2. ein Wunder-Rind, geboren in JnS- bruck, Tyrol, 16 Mon- alt, der untere Theil Kuh ?und der rückwärtige oder Kreuztheil Stier-Rind. mit doppeltem Kreuz und auf der linken vorderen oberen Schulterplatte mit einem fünften Fuß versehen. 3. ein Zwergstier und eine Zwergkuh, die -»n.vi-TT,——1 - —- —r beiden kleinsten Exemplare der Welt, Stier und Kuh, jedes nur 70 Ctm. hoch. 4. Eine Kuh mit 5 Beinen, das 5. ein Rehfuß. 5. Ein Pferd (Percheron) mit einem Ochsenfuß, geboren am 7. Febr. 1887. 6. Ein Schaf mit 6 Beinen. 7. Zwei Ziegen, jede mit 3 Beinen geboren. 8. Ein Exemplar, halb Schaf, halb Ziege. 9. Ein Kameruner Steinbock, erstes in Deutschland extsttrendes Exemplar. 10. Zwei Hennen, jede mit 3 Beinen. 11. Eine Gans mit 3 Beinen. 12. Ein Ochse mit 3 Augen und 4 Hörnern. 13. Ein Ichneumon, der gefährlichste Feind des Krokodils. 14. Ein See- oder Meer-Teufel, durch seine Electricität jedem in seine Nähe kommenden lebenden Wesen gefährlich. 15. Zwei Frettchen, Thtere, welche wild etnaefangen und zur Jagd abgerichtet werden. 16. Ein Paar Makis, genannt Fari, eine Lemurenart von der Insel Madagaskar. 17. Zwei Kameruner Fweraziegen, die beiden ersten Exemplare in Deutschland. 18. Die kleinste Ziege der W lt, 1 Jahr alt, 35 Ctm- hoch, 8 Psd. schwer. Außerdem befinden sich in d:r Ausstellung viele Arten seltener lebender Thiere, wie sie in zoologischen Gärten selten oder nie zur Schau ausgestellt sind. — Eintrittsgeld für Erwachsene 30 H, Militär und Kinder 15 H. «MF Sollte es dem Besucher nicht gefallen, so zahle ich ihm 3 JL. 5u zahlreichem'Besuche ladet höflichst ein [1507] F. Böchler. per Flasche 18 Pfg. 20 „ la. ist. gewässert. Stockfisch, Schellfisch, Hecht, Zander, Cobliau, Brai- bückinge, Kieler Bücklinge, ächt. Franks Würstel und westf Pumpernickel, schönstes Wild- und Mastgeflügel bet [1526 C. «. «l-inh-nn Todes - Anzeige Statt jeder besonderen Anzeige. Am 18. Februar, Vormittags 6 Uhr, verschied plötzlich unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter und Tochter Marie Schmidt, geb. Kliebe im 43. Lebensjahre. Tiefbetrübt zeigen wir dies theilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten an. 16.24 16.2 ' Engl. Sovereign« 4.16 Nuss. Imperiales Kümmelkäse wieder eingetroffen bei [1529 ______Wilh. Haa-, Bleichstraße 21. Gandersheimrr Ssnitätsksse alleinige Verkaufsstelle in Gießen bet filasversicherung. 1512] Für Sieben und Bezirk wird von einer ersten Spiegelglas - Verfiche- rungsgesellschaft ein tüchtiger w Vertreter -ee gesucht. Nur Leistungsfähige wollen sich melden unter Chiffre P. 8. 100 bet der Exped. d. Bl. [1512 1511] Ein jüngeres Mädchen für Vormittags zu Kindern gesucht. _________Nordanlage 18, parterre. 1510] «in einfaches Fräulein zur Stütze der Hausfrau gesucht. Adreffe zu erfr. bet der Exped- d. Bl. Laufmädcheu ß für kleine Haushaltung tagsüber gesucht.__LudwigSstratze 34. 1^35] Tapezierlehrling gesucht. H. Enders, KaplanSgaste 12. 1263]—Mädchen suchen sofort Stellen - Vermiethfrau Sparr, Kaplansgasse 10. 30/0 Reichsanleihe s’/jO/q do. 30/0 Preuß. Consol« 3'/,°/° do. DkSconto-LomMmL^-Lnth. Darmstädter B«ck«4Ut. Dresdener Bank-Set. Nmdd. Lloyd-Act. Wiener Bankver^Aet Oest. Lredit-Act. Jtal. Mittelmerrbah« Slet. Gelsen. Berpo^Set. gta