KGT FRAU )87 DIE Ger U3C 2 ;>-L -iSssfcjs *Biiir Bob '^k-°r (Biajtnj k Nasche 18 Pf. per Flasche “h. Bob L^bamwstrahr i 1 Elalldüvg^H 1 ,n der ®n>(b. d gl. yo< und eine Panbil el ju Dttfaufm. __ftnbtnplaj 8. CHE? Sie Ihre Ge= t und Wohl- i schätzen, is Haus vor und schiech* eruch frei wo\ten, und: noch Brenn ” il, Soda und ipulver zu i wünschen, lUFEN SIE iR DIE ülight Seife. nliDklM. ^arfper lo^oxt ober sffgl erwiK. Är* ittUxTS’.Tnr 1 jnb i bft Zubeto. '7, Tf", Mittwoch den 21 Februar 1894 Nr. 43 Erstes Blatt. Der 6if^n#r Anzeiger erscheint täglich, mit AuSnahme bei Montag» Die Gießener Aamitienöräiier werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener A nzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger AAonuementspreir: 2 Mark 20 Psg. mit Vringerlodn. Durch bie Post bezogeit 2 Mark 50 Pig. Äebnction, (Sypebitiotr und Druckerei: -chiirNrahe?Hr.7. Fernsprecher 51. Amts- uitb Zlnzeigeblatt für beit Ureis Giefze». Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Hießener Kamitienblätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes.nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen Der Kaiser in Ariedrichsruh. Der Kaiser ist nunmehr beim Fürsten BiSmarck in FriedrichSruh zu Gast gewesen, in Erwiderung des Besuches, den der Altreichskanzler am Berliner Hofe am 26. Januar abgestattel. Mil diesem Gegenbesuche deS Monarchen im lauenburgischen Tusculum des früheren Kanzlers erfährt dessen Berliner Reise ihre nörhwendige Etgänzung, zugleich erhält hiermit die Versöhnung zwischen dem Kaiser und seinem ehemaligen ersten Berather ihre herrliche Besiegelung. Die Friedrichsruher Zusammenkunst wird sicherlich den Faden neu geschaffener Zuneigung zwischen dem erlauchten Echlrmherrn dc5 Reiches und dem greifen Einsiedler im Sachsenwalde fortspinnen und zugleich zur weiteren Klärung und Festigung ihres gegenseitigen Verhältnisses führen. Mit Freude und innigster sympathischer Theilnahn e ist daher daS deutsche Voll itn Geiste dieser Begegnung von FriedrichSruh gefolgt, sie läßt abermals echt patriotische Wünsche und Hoffnungen in den Herzen aller guten Deutschen aufleben. — Nachstehend lassen wir die uns von den DepeschenbureauS übermittelten Nachrichten über das wichtige Ereigniß folgen: FriedrichSruh, 19. Februar. Der Kaiser kam 5 Uhr 57 Min. an. Der Zug hielt bittet vor dem Schloß. Bismarck, Schwenningcr und Chrysander waren allein zum Empfang anwesend. Der Kaiser trug Marineuniform und Mütze. Die Herrschaften begaben sich fodann in das Schloß, wo die Fürstin BiSmarck im Vorsaal zur Begrüßung entgegenkam. FriedrichSruh, 19. Februar. 7 Uhr Nachm. Wilhelm und Herbert Bismarck sind nicht hier. Die Absperrung deS Schlosses und des Bahnhoss sind kurz vor der Ankunft deS Kaisers auf Wunsch des Fürsten aufgehoben/worden. Etwa 3000 Personen aus Hamburg und der Umgegead sind an- wesend. Prof. Schwenningcr kam um 4'/4 Uhr an. Der Reinbecker Kriegerverein hatte auf dem Perron mit seiner Fahne Ausstellung genommen. Als einzige osfietelle Vertretung des HerzogthumS Lauenburg war der Magistrat und die Stadtoertretung der Stadt Moelln erschienen. Eine Viertelstunde vor der Ankunft des Kaisers erschien der Fürst an dem Perron, gefolgt von den Hunden Tyras und Zelekka, dann erschien Prof. Schwenninger und Chrysander. Der Fürst trug unter dem grauen Mantel die Kürasfieruniform. Der Fürst unterhielt sich mit den Kindern des Kaufmann Vogt und einem Gendarmen. Bei seinem Erscheinen wurde der Fürst vom Publikum enthusiastisch begrüßt und wurden Hochs dem Begründer Deutschlands ausgebracht. Der Kaiser wehrte den Handkuß Bismarcks ab und streichelte TyraS. Der Fürst hatte den Mantel abgenommen. Im Vorsaal des Schlosses hat der Kaiser der Fürstin BiSmarck den Arm gereicht und sie in den gelben Salon geführt. In dem Gefolge befanden sich die Flügeladjutanten von Scholl und von Moltke, die Grafen Bülow und Lucanus. Während des Aufenthalts des Kaisers in FriedrichSruh ist Criminalcommissar Mäzier anwesend. FriedrichSruh, 19. Februar. Wie verlautet, überbringt der Kaiser dem Fürsten Bismarck verschiedene Geschenke. Ueder diesbezügliche Einzelheiten soll bis zur Uebergabe derselben strengste Discrenon geübt werden. FriedrichSruh, 19. Februar. Nach Eintritt der Dunkelheit begann die glänzende Illumination der Bahnhofsum- gibung und der Gebäude. Gleich nach dem Empfang und der Vorstellung des Gefolges begann das Diner, aus 12 Gedecken bestehend - der Kaiser saß zwischen dem Fürsten und der Fürstin. Nach dem Diner fand eine sehr lebhafte Unterhaltung statt. Der Kaiser stellte dem Fürsten zwei Soldaten verschiedener Waffengattungen mit der neuen leichteren Feldausrüstung vor. Punkt 9 Uhr erhob sich der Kaiser, begleitet vom Fürsten bis an den Waggon. Hier verabschiedete der Kaiser sich vom Fürsten durch wiederholtes Händeschütteln. Nachdem der Kaiser den Salonwagen bestiegen, blieb er am offenen Fenster Üehen und grüßte sortwährend mit der Hand winkend, bis 9 Uhr 8 Min. der Zug langsam sich in Bewegung setzte. Daß Publikum durchbrach unter endlosem Jubel die Absperrungen und kam dicht an den Wagen, den Fürsten umringend, der dann durch die Hilfe der Feuerwehrleute ins Schloß zurückgelangte. Die Zahl der auf dem kleinen Platze angesammelten Personen betrug weit über tausend. Deutscher Reich. Berlin, 18. Februar. Die „Post" meldet: In der Hauptverhandlung der Deutschen Landwirthschaft- l ich en Gesellschaft am 22. Februar wird Se. König!. Hoheit Prinz Heinrich den Vorsitz persönlich führen. Berlin, 18. Februar. DaS Comitö, welches die heute Mittag im diesigen Concerchause im Interesse des russiswen Handelsvertrages ftattgehabte Versammlung der Ver- tietcr der deutschen Industrie und Gewerbethätigkeit ein* berufen hatte, bestand aus den Herren: Commerzienrath Richard Rösike, Dr. Martins, Geheimerath Hahn, Fabrikbesitzer Behrens, Fabrikbesitzer Schramm, Fabrikbesitzer Heck- mann, Dr. Weigert. Zu Mitgliedern des Bureaus der heutigen Versammlung wurden noch gewählt: Geh. K-R Weintraub, Präsident der Handelskammer Offenbach, Fabrik- besitzer Königs Crefeld, Director Böttinger Elberfeld, Eom- merzienrath Wirth-Stuttgart, Fabrikbesitzer Max Frey- Mülhausen i. E., Ferd. Siebert (i. F. Schichau), Elbing, Ilgen-Lindner, Präsident der Handelskammer Sonneberg, Fabrikbes.BödinghauS-Barmen, Fabrikbes. HermSdorf-Chemnitz. Die Versammlung war von etwa 2000 Industriellen und Gewerbtreibenden aus ganz Deutschland besucht. Nach eingehenden Reseraten 1) des Generaldirectors Rösike-Berlin, 2) CommerzienrothS Henneberg Berlin, 3) Otto v. Pfister- München, 4) Generaldirector Wilh. Kollmann Bismarckhöhe über die wirthschastlichen und politischen Vortheile, deren Deutschland durch die Annahme deS deutsch russischen Handelsvertrages theilhastig werden würde, nahm die Versammlung folgende Resolution an: „Die am 18. Februar 1894 im Concerthause zu Berlin anwesenden Vertreter der gesommten deutschen Industrie und Gewerbethäligkeit sprechen ihre Genug- thuung darüber auS, daß eS der deutschen Reichsregierung ge- lungen ist, ein seit Jahrzehnten vergeblich erstrebtes Zoll- bündniß mit Rußland zum Abschluß zu bringen. Die durch diesen Vertrag für einen großen Theil der deutschen Industrie erreichten Zollermäßigungen, daS dem Deutschen Reiche zu- erkannte Recht der Meistbegünstigung, insbesondere die für einen Zeitraum von zehn Jahrtn gesicherte Stetigkeit im Verkehr mit dem großen östlichen Nachbarreich, gewährleisten der gewerblichen Production Deutschlands eine Vermehrung ihres Absatzes, deren dieselbe dringend bedarf und die der ganzen Nation zum Dorthetl gereichen wird. Die Versammlung er* kennt das Zustandekommen des Vertrages einmüthig als eine dringende Nothwendigkeit für die gedeihliche Entwickelung von Industrie, Handel und Gewerbe an und erwartet daher von der Vertretung des deutschen Volkes, daß dieselbe dem vorgelegten deutsch-russischen Handelsvertrag ihre Zustimmung ertheilen wird." Deutscher Reichstag. 63. Sitzung. Montag den 19. Februar 1894. DaS Mandat des Abg. Grafen Ka nitz-Schloebau wird als durch feine Ernennung zum Geh. Ober-RegterungS-Rath und vortragenden Rath im preußtfchen Hausmtnisterium nicht et loschen et klärt. Es folgt erste Berathung deS Gesetzentwurfs betr. den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege, * Abg. Dr. Müller-Sagan (frs. VolkSp): Sollen die Bestimmungen ihren Zweck erfüllen, so müssen sie auch auf Eiviltauben ausgedehnt werden und sich auch auf die Schäden erstrecken, welch- die Tauben auf den Fluren anrtchten. Er beantragt Verweisung der Vorlage an eine Commission. Abg. Gröber (Ctr.) hält gleichfalls Ergänzungen der Vorlage für nöthig. Eommtssionsverweisung wird abgelehnt; die zweite Lesung findet demnächst im Plenum statt. Die Berathung deS Etats der Schutzgebiete wird beim Etat für Kamerun fortgesetzt. Referent Prinz Arenberg: Nach übereinstimmender Ansicht der Commiision ist die Meuterei in Kamerun durch unzweifelhafte Mißgriffe hervorgerusen. In den ganzen dottigm Vorgängen liegt eine Blamage für Deutschland. Es wäre auch gefährlich, in dem LoSkaus von der Sc averet einen Grund zur Beschiänkung der persönlichen Freiheit zu sehen. Wenn sich die Mtttheilungrn über die Züchtigung der Frauen bestätigen, verd'ent der Kanzler Leist den scharistm Tadel. Entkleidung zum Zw.cke der Züchtigung entzieht sich jeder parlamentarischen Bezeichnung und es n uß dtsciplinartsche Bestrafung eintreten, wenn nicht daS Ansehen Deutschlands schweren Schaden tileiben soll. Abg. Gras Arnim (91p.): Wenn wir Freunde der Colonialpolitik Mißgriffe tadeln, geschieht es, um die bessernde Hand anzu- legen. Mtl Herrn Bebel über nationales Empfinden zu reden, wäre vergeblich. Leider ist aus den Ausführungen des Reichskanzlei s keine Hoffnung auf Besserung zu entnehmen, da er die Nothwendigkeit einer Aenderung des Systems nicht anerkennt. Der Umstand, daß Bebel die Peit'chen früyer vorlegen konnte, als noch der Leist'sche Bericht eingegangen. beweist, daß er auch dort schon Beziehungen hat, was unsere Hoffnungen auf Besserung nur noch verringern kann. Bedauerlich ist, daß nicht schon vor Wochen nähere Nachrichten ein- geganaen find, obwohl wir für eine Kabelverbindung mit Kamerun 140 000 Mk. zahlen. Ein anerkannter Grundsatz ist, Negerfrauen nicht zu peitschen. Falsche Sparsamkeit war es, dm Dahomern Lohn nicht zu zahlen. Wenn der vom Reichskanzler so scharf ver- urtheilte Wißmann sich auch nicht zum Mitglied der Oberrechnunge- kammer eignen möge, so hat er sich doch um dm deut'chen Namen sehr verdient gemacht. Redner tadelt die Programmlosi^kett unserer Colonialpolitik und dm Verzicht auf die wichtigsten Punkte im Hintcrlande von Kamerun. Reichskanzler Gras Caprivi: Wenn Vorredner bedauert, daß wir jetzt nicht gewisse Punkte im Hinterlande von Kamerun uns gesichert haben, so kann ich ihm sagen, daß wir und Gegenden gesichert haben, in die noch keines Deutschen Fuß gekommen. Zur Untersuchung der Kameruner Vorgänge ist Regier ungSrath Rose hinauSgcschickt worden; es ist daS doch ein DiSciplinaroerfahren. Die nächste Poft kann erst »m nächsten Monat eintreffen. Die Meuicrei ist unterdrückt; wir haben 120 Mann binausgeschickt; hätten wir nur 20 geschickt, so hatte man uns hier Vo'würse gemacht. VorauS- sehen kann man eine Meuterei niemals. Der Reichskanzler vertheidigl dann insbesondere auch den Gouverneur Zimmerer. Wißmann bade er keine Vorwürfe gemacht, er habe ihn nur angeführt, um dem Vorwurf des BureaukratismuL entgegenzutreten und zu beweism, daß ein gewisser RureaukratiSmuS nicht zu entbehren sei. Er 'chätze die Verdienste WißmannS ebenso hoch wie Von ebner. Abg. Hasse (ntl.) schließt sich hinsichtlich Käme,uns Allem an, was Gras Armin gesagt und unterwirft sodann die Abmachungrir zwilchen Deutschland und England und Deutschland und Frank,eich. Herr Richter mag ja darin Recht haben, daß Afrika dem oiel- beschästigten Reichskanzler eine Last sei. Aber wie ist England bemüht, jedeS Jahr neue coloniale Erwerbungen zu machen. Die Engländer sind freilich nicht wählerisch in ihren Mitteln, wie man bei ihrem Vorgehen gegen die Portugiesen am Schiva sieht. Frankreich hat die Zeit bei Erholung seit 1870 zu gewaltigen afrikanischen Eroberungen, zur Aufrichtung eines afrikanischen Weltreichs benützt- Daß der Reichskanzler die Colonialpolitik nicht als eine Lust, sondern als eine Last betrachtet, bezweifeln wir. Aber es handelt sich jetzt darum, daß andere unparteiische Mächte Appetit aus Gebiete bekommen, die uns gehören ober doch gehören sollten. Das gilt besonders von dem Hinterlande von Kamerun. Ein Rechtsanspruch auf solche Gebiete knüpft sich doch nur an die Forscher, welche sie zuerst besuchten, und in jenen Gebieten waren deutsche Forscher die ersten. Und da soll nun zu Gunsten einer Theorie verrichtet werde», wonach die Occupation Anspruch gewähre. Durch diese OccupationS- theorie sind wir benachtheiligt. Ich bedauere, daß wir in dem December» Vertrag mit England Kuka aufgegeben Haven. Daran läßt sich nichts mehr ändern. Um so bedauerlicher ist eS, daß wir jetzt durch den Beitrag mit Frankreich Wadai und andere Lander des Westsudans ebenfalls aufgeben wollen. Damit verliei en wir den Wcstfudan überhaupt. Adamana und Bornu sind zerrissen, mit Bagkirmi ioll dasselbe geschehen. Das bringt unS für die Zukunft große Gefahren. Sind die Mlltheilungen über den Vertrag mit Frankreich richtig, so wollte ich wenigstens mein Gewissen salviren und rechtzeitig meine Stimme dagegen erheben. Abg. Berkh (srs. Volksv.): Nicht die Linke dieses HauseS vernichtet die Colonialpolitik, das besorgt die Mißregierung in den Colonien bestens selbst. Kamerun hätte man von vornherein den mercanttlen Interessen überlassen sollen; nachdem daS aber n'cht geschehen, sind unsere Mißerfolge in ben lehigen Verhandlungen mit Frankreich umso bedauerlicher. Die besten Hinterländer, die man früher als den Hauptwerth der Kamerun - Colonie hinstellte, gehen uns jetzt verloren. Schon im Juli muß die Nachricht eingelaufm fein, daß Premier-Lieutenant Volkamer in Batinga nicht im Gefecht gefallen, sondern alS Geisel grausam ermordet worden ist. Nack Angaben deS Bruders muß man annehmen, daß Volkamer in geradezu schmählicher Weise im Stiche gelassen worden ist. Es find ihm 50 Dabomer neben 25 Weibern mit nur 300 Patronen »urlck gelassen worden. Versprechungen, ihm zu Hilf» zu kommen, find nicht eingefallen worden. Die Katastrophe ist nach den Angaben seines Bruders nur dadurch möglich geworden, daß ihn die vorgefihte Behörde rücksichtslos im Stiche ließ. Diese wie die Leistungen tz la Leist beweisen die Unfähigkeit unferer Colonialregierung. Besser die ganze Colonialpolitik aufgeben, als uns fo vor dem Au<- lande blamiren. Director derColonialabtheilung Geh. RathKayfer oertheidiat das deutsch-französische Abkommen über das Kameruner Hinterland Die Hamburger Kaufleute halten die Entsendung einer Expedition zu Landerwerbungen dortselbst abgelehnt; die Expedition wurde del halb auf Reichskosten vorgenommen und hat ein weites Gebiet für den deutschen Unternehmungsgeist eröffnet. Das betrübende Ende des Ober Lieutenant Volkamer sei durch die schwierigen Verhältuiffe. nicht aber durch ein Verschulden von Außen her veranlaßt. Das Abkommen mit England war nöthig, wenn nicht unser Gebiet den Pufferstaat zwischen dem englischen und französischen Gebiet bilden sollte. Die Expedition Volkamer s war durchaus genügend ausgerüstet. Abg. Bebel (Soc.) hält sowohl den Elfenbeinhandel wie auch den Handel mit Büffelhörnern für erschöpft infolge deS massenhaften Hinschlachtens der Thiere. Wir können England und Frankreich nicht folgen. ES kann uns nur recht fein, wenn sich Frankreich in Afrika engagirl; umfo mehr muß eS in Europa Ruhe halten. Der deutsche Handel braucht keine Colonien; er hat auch von den englischen Gebieten Afrikas und Australiens erheblicheren Nutzen. Die Nilpferdpeitschen sind allerdings von unseren Parteigenossen nach Europa gebracht worden, um hier diese christlichen Civilisations- werkzeuge vorzuzeigen, die auch auf deutschen Schiffen gegen schwarze Heizer angewendet werden. $>fe Firma Wölber und Brohn hat regelrechten Sklavenhanbel getrieben; sie hat sich verpflichtet, gute gesunde Waare zu liefern, nicht gesunde Leute wurden an Kön g Behanzin jutücfgegeben. Die Leute wurden mit einem Eisenringe am Halse versehen, durch beffen Hintere Deien sich eine Kette zog, so daß immer sechs Mann zusammengeschlossen würben. Diese „freien Arbeiter" wurden der Congo-Gesellschaft zu Eisenbahnbauliu überlassen. Hoffentlich bietet baS Hamburgische Strafgesetz noch eii e Hanbhabe, die Firma zu fassen. Die Kameruner Revolte hätte vermieden werden können. Die Schwarzen haben in meiner Achtung gewonnen, da sie sich die brutale Behandlung ihrer Frauen nia#t gefallen lassen wollten. Schade, daß der Schuldige, Leist, nicht ge troffen wurde, dessen Mißwiithschaft das deutsche Ansehen geschädigt ha . Weiterderathung morgen. Präsident v. Leoehow tbeNt mit, daß der HandelSverira: mit Rußland eingegangen ist. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 19. Februar. Die von der Delegirten Versammlung des Centralverbandes deutscher Industrieller angenommene Resolution besagt: Der Centralverband erklärt sich mit Entschiedenheit für Annahme deS russischen Handelsvertrages. Er würde in der Ablehnung Seitens des Reichstages eine schwere Schädigung der gewerblichen Thätigkeit und des Handels, sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage des Vaterlandes und insbesondere der Interessen der Arbeiter erblicken. Wilhelmshaven, 18. Februar. Dem Vernehmen nach ist während des hiesigen Ausenthalts des Kaisers auch ein Besuch des neuen Panzerschiffes „Kursürst Friedrich Wilhelm" in Aussicht genommen, der Dienstag Nachmittag erfolgen soll. Für Mittwoch ist die Besichtigung der neuen Haubitzenbatterie beabsichtigt, wohin der Kaiser sich vom alten Hafen aus mittels Torpedobootes begibt. Paris, 19.Februar. In Valence und Reims wurde je ein, in Romans und Umgegend zehn und in Lyon sieben Anarchisten verhaftet. Marseille, 19. Februar. Der Präfect unterzeichnete einen Ausweisungsbefehl gegen sechs Italiener, die am 24. Januar eine französisch-italienische Versammlung veranstalteten. London, 19. Februar. Der Prinz von Wales hielt heute im Saint-James-Palast einen Herrenempfang ab, dem der Großherzog von Hessen, die Prinzen Heinrich und Ludwig Battenberg, Prinz Eduard von Sachsen-Weimar, der Herzog Connaught, sowie die Botschafter Deutschlands, Oesterreichs, Rußlands, der Türket und der Vereinigten Staaten von Amerika beiwohnten. Loudon, 19. Februar. Heute begann in Greenwich die Leichenschau Bourdins, der von seinem Bruder identi- ficirt wurde. Als die Geschworenen den Schauplatz der Explosion besichtigten, stieg ein französischer Anarchist unter aufrührerischen Ausrufen auf ein Parkgitter und versuchte eine Anrede zu halten. Die Polizei gebot Ruhe, worauf er sich in unziemlichen Worten über den Minister Asquith ausließ. Depeschen des Bureau »Herold*. Berlin, 19. Februar. Der Bundesrath genehmigte in seiner heutigen Sitzung den deutsch-russischen Handelsvertrag. Derselbe ist sofort dem Reichstag zugegangen. Berlin, 19. Februar. Nach dem „Reichsanzeiger" wurde im Auswärtigen Amt von den Bevollmächtigten Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, Belgiens, Frankreichs, Groß- britaniens, Italiens, Luxemburgs, Rußlands und der Schweiz ein Protocoll unterzeichnet, wodurch die Niederlegung der Ratificationsurkunde der Dresdener internationalen Sanitätsübereinkunft, sowie der Beitritt GroßbritanienS zu letzterer festgestellt wird. Berlin, 19. Februar. Nach dem „Reichsanzeiger" hat die vom Reichsmarineamt eingeleitete Untersuchung der Ursache des Unglücks auf dem Panzerschiff „Brandenburg" zunächst ergeben, daß das Personal des Schiffes und der kaiserlichen Werft in jeglicher Beziehung seine Schuldigkeit gethan hat. Berlin, 19. Februar. Dem Bandesrath ist heute der Wortlaut des am 10. Februar zwischen Deutschland und Rußland abgeschlossenen Uebereinkommens zu- gegangen, wonach jedes der beiden Länder auf Verlangen diejenigen seiner früheren Angehörigen wieder übernimmt, welche ihre Staatsangehörigkeit durch Abwesenheit oder aus anderen Gründen verloren und eine neue Staatsangehörigkeit nicht erworben haben. Berlin, 19. Februar. Auf der gestrigen Versammlung der Kaufleute und Industriellen wurde der Plan der Gründung eines Allgemeinen deutschen Jndufirteverbandes nach der Art des Bundes der Landwirthe eingehend berathen und schließlich an einen Ausschuß verwiesen. Berlin, 19. Februar. Der Centralausschuß der Freis. Volkspartei beschloß gestern, zwischen dem 22. und 24. September einen Parteitag in Eisenach abzuhalten. Kiel, 19. Februar. Die Einsar gung der Leichen der unglücklichen Opfer der Explosion ist heute Nachmittag beendet worden. Das Befinden der Schwerverletzten ist noch ein sehr unbefriedigendes. Wien, 19. Februar. Heute begannen vor dem hiesigen Schwurgerichte die Verhandlungen gegen die Wiener Anarchisten. Der Gerichtshof beschloß nach Verlesung der Anklageschrift entgegen der Meinung aller Vertheidiger den Ausschluß der Oeffentlichkeit. Budapest, 19. Februar. Im Abgeordnetenhause begann heute unter lebhaftester Bewegung des Hauses und vor überfüllten Gallerien die Debatte über das Ctvilehege setz. Der Referent Teleszki, der ehemalige Unterstaats- secretär im Ministerium des Innern, leitete dieselbe durch eine längere Rede ein, die an historischen und juridischen Argumenten überaus reich war und eine Vertheidigung der obli- gatorischen Civilehe gegen jede andere Form derselben, sowie nne Vertheidigung des Ministeriums gegen das Separatvotum Polonycs enthielt. Vor dem Abgeordnetenhause hatten sich große Menschenmassen eingefunden, namentlich war die Studentenschaft überaus zahlreich vertreten. Die Studenten begrüßten die Minister und die Anhänger der Civilehe mit stürmischen Hochrufen, während die Gegner laute und wieder- holte Aeußerungen des Unwillens empfingen. Belgrad, 19. Februar. Gegen den Minister Nikolajewitsch ist durch mehrere unbekannte Personen ein Attentat verübt worden, über welches nähere Nachrichten noch aus- stehen. Sechs des Verbrechens Verdächtige sind verhaftet worden. Belgrad, 19. Februar. Verschiedene P räfecten haben ihre Entlassung erhalten, da sie in weiteren Kreisen die I Verbreitung aufrührerischer Flugblätter und Broschüren gestattet hatten. Sofia, 19. Februar. Im Befinden der Fürstin Louise ist ein Rückfall eingetreten. Drei Wiener Professoren sind hierher berufen. Brüffel, 19. Februar. Die Eigenthümerin eines Hotels in der Avenue Poison d’or erhielt von einem Anarchisten einen Drohbrief, worin ihr mitgetheilt wurde, daß ihr Hotel demnächst in die Luft gesprengt werden solle. Der Brief wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Madrid, 19. Februar. Die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich gerieth auf ihrer Reise von Madeira nach der Riviera in große Lebensgefahr. In Folge des hohen Seeganges wäre die kaiserliche Dacht „Greif" bei Almeria (Südspawen) beinahe gescheitert. Zum Glück bemerkte der vorüberfahrende Dampfer „Ville de Bordeaux" die Gefahr und rettete das Schiff, worauf die Kaiserin ihre Reise über Altcanre fortsetzte. Newyork, 19. Februar. Der „Herald" meldet aus St. Paolo, daß die Paranastaaten tn die Hände der Aufständischen gefallen sind. Peixoto sandte 1200 Mann Verstärkung nach der Lapafestung. Paris, 20. Februar. In einem Hotel Garni, Rue Saint- Jacques, explodiere Nachts eine von einem Reisenden zurück- gelassene Bombe, als die Wirthin mit Polizeiagenten ein verschlossenes Zimmer öffnen wollte. Die Wirthin und zwei andere Personen sind verwundet, der Materialschaden ist gering. Nach dem unbekannien Reisenden wird eifrig gesucht. Cocoles rrrrd provinzielles. Hießen, den 20. Februar 1894. * * Aus der Garnison. Major Em mich hier ist nach Mittheilung des „Marb. Tgbl." mit der Führung des Hessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 in Marburg beauftragt worden. * * Tur die Stelle de8 Direktors der Zellenstrafanfialt Butzbach ist, wie die „D. Ztg." meldet, der Großh. Staats, anwalt Clement in Gießen in Aussicht genommen. Demselben ist ein mehrwöchiger Urlaub zur Besichtigung nicht- hessischer Zellenstrafanstalten bewilligt worden. * * Concert Verein. Am 3. März gibt der Concert-Verein sein sechstes und damit letztes Concert tn diesem Vereinsjahr, j Gewählt ist Händels Samson, fürwahr ein würdiger I und bedeutungsvoller Schluß einer Reihe hervorragender Kunstgenüsse. Wir möchten behaupten, daß das 102. Concert- jahr eines der bedeutendsten war, das der Verein seit Jahren zurückgelegt hat- ein echter, künstlerischer Hauch hat alle Unternehmungen durchweht, interessante Novitäten haben wir kennen gelernt, ohne dabet den Genuß der klassischen Musik entbehren zu müssen, den ja eine Vereinigung von der Bedeutung des Gießener Concert - Vereins in erster Linie zu pflegen hat. Das Oratorium Samson, welches neben dem Messias das populärste Werk Händels ist, gehört zu den bedeutendsten Schöpfungen auf dem Gebiete der dramatischen Kirchenmusik. Seiner Handlung liegt die biblische Geschichte vom Ende jenes Simson, des Siegfrieds der Israeliten, zu Grunde, welcher durch Weiber-Verrath in die Hände der Philister gefallen, geblendet und durch Ketten geschändet, unvermerkt wieder in den Besitz seiner alten Riesenkraft gelangt und mit einem letzten Heldenstück die Feinde und Bezwinger seines Volkes und sich selbst mit in den Trümmern des niederstürzenden Tempels begrub. Die Musik Händels zu dte,em großartigen Stoff auch nur in seinen Hauptzügen zu analysiren, verbietet uns leider der Raum, es wäre eine dankbare Aufgabe gewesen, diese gewaltige Tonschöpfung vor der Aufführung in seiner ganzen Bedeutung klar zu legen. Wir dürfen wohl mit Sicherheit voraussetzen, daß unsere altehrwürdige Stadtkirche am 3. März zur Aufführung, als auch am 2. März zur Hauptprobe eine stattliche Versammlung in sich aufnehmen wird, wenn auch vielleicht kein Koczalskifturm auf die Billet- kasse statlfinden wird. * * Vortrag de8 Herrn Prof. Falb. Der große Saal von „Steins Garten" war gestern Abend dicht besetzt 'von Damen und Herren aus allen Gesellschaftsklassen, um dem Vortrage zuzuhören, welcher auf Einladung des Kaufmännischen Vereins Herr Prof. Rn d. Falb aus Berlin über „Kritische Tage, Sündfluth und Eiszeit" hielt. Herr Prof. Falb sprach ca. l1/» Stunde, und ist es erklärlich, daß sowohl der Vortragende, weit bekannt als Theoretiker auf dem Gebiete der Wetterkunde, wie das Thema selbst das allgemeine Interesse der Anwesenden in Anspruch nahmen. Der Thatsache, daß das Interesse an den Witterungserscheinungen in allen Volksschichten stark hervortritt, gab denn auch Prof. Falb in seiner Einleitung Ausdruck und verbreitete sich darauf auf die Ergebnisse der Wettersorschungen, die den Horizont bisheriger volksthümlicher Anschauungen um manchen Kreis erweiterten. Seinen eigenen Beobachtungen und Forschungen legte Prof. Falb den Einfluß des Mondes auf das Wetter zu Grunde- in dieser Beziehung habe er allerdings vor 25 Jahren andere Ansichten vertreten, Ansichten, auf die sich heute noch seine Gegner beriefen. In verständlicher Weise legte hierauf Prof. Falb die Ursache dar, wodurch die Luftströmungen entstehen, worin das auf bedeutenden Höhen herrschende gleichmäßig schöne Wetter seinen Grund habe, wodurch die electri- schen Spannungen in der Lust (Gewitter) entstehen. Der Schlüssel zu seiner Witterungstheorie über die „kritischen Tage" liege in dem schnellen Jndiehöhesteigen warmer Luft und deren rascher Ausbreitung daselbst nach den Polen. Durch dieses Aneinandergerathen warmer und kalter Luft entstünden nicht nur die starken Luftströmungen, sondern es seien auch die Gewitter häufiger. Die Stellung vom Monde zur Erde und zum Aequator, die Stellung der Sonne zur Erde und zum Aequator, die Finsternisse u. s. w. führten je nach ihrem Zusammentreffen zu den Ordnungen, in die er die „kritischen Tage" eingetheilt. Die theoretisch stärkste Höhe der Anziehung des Mondes würde am 26. März 1896 eintreten, dieser somit i ein kritischer Tag erster Ordnung werben. In diesem Jahre sei am 29. September starke Strömung zu erwarten, ferner seien als kritische Tage zu bezeichnen: der 21. März, der 6. April, der 30. August. — In dem zweiten Theile seines Vortrages legte Herr Prof. Falb auf Grund seiner Forschungen in der Wetterkunde den Zusammenhang der Sündfluth und Eiszeit dar. Es sei zweifellos, daß die Unterbrechung jeder Cultur um das Jahr 4000 vor Christi Geburt, mit der „großen Waffe,Periode", als welche die Sündfluth zu bezeichnen sei, in ursächlichem Zusammenhänge stehe, daß aber auch Eis- funde in Gegenden, in denen heute kein Eis mehr entsteht, darauf hindeuten, daß es eine große Eisperiode gegeben hat. Wasserperiode und Eisperiode träten nach 10 OOOjähriger Zwtichenzeit wieder ein. Eine große Wasserperiode, also eine zweite Sündfluth, würde um das Jahr 6400 eintreten. Aus der Thatsache, daß heute kein Wein mehr wächst in Gegenden, die im Mittelalter ein vorzügliches Getränk lieferten, folgerte Prof. Falb, daß wir einer Bereisung des Klimas und damit auch der Eiszeit entgegengehen. — Allseitiger Beifall lohnte am Schluffe Herrn Prof. Falb für seine Ausführungen, die manchen wertvollen Einblick in das Walten der Natur boten und Anlaß geben werden zum Nachdenken über die Gegensätze, in denen sich Prof. Falb mit anderen Gelehrten in Bezug auf Wetterkunde, Wettervorhersage u. s. w. befindet. Jedenfalls gebührt auch dem Kaufmännischen Verein der Dank des Publikums, daß ihm gestern Abend ein so interessanter Vortrag geboten wurde. *’ Alpen Vereins Ausflug. Trotz des herrlichen Wetters hatten sich zu dem vorgestern unternommenen sechsten Winterausflug des Gießener Zweiges des großen deutschen und österreichischen Alpenvereins nur einundzwanzig Herren, unter denen der Verein mehrere wcrthe Gäste begrüßen konnte, eingefunden. Hat er doch wie alle anderen Bestrebungen, die mit unserer lieben deutschen, in schlimmen Zeiten erworbenen, Gewohnheit brechen wollen, den Körper stets als Aschenbrödel zu behandeln, gar manches Vorurtheil zu überwinden: die Sitte, im Winter doch ja ängstlich daS Zimmer zu hüten, während doch unsere Muskeln, nicht auf einen solchen Winterschlaf eingerichtet, auf ihr unveräußerliches Recht sich zu bethätigen, nicht verzichten können, ohne zu verkümmern- unfpre Angst vor Zugwind und Erkältungen, die beispielsweise dem Engländer so oft ein beinahe mitleidiges Lächeln entlockt. — Der Verein verließ mit Zug 10" Gießen und genoß zuerst von der Höhe des burg- gekrönten Kalsmunts den lieblichen Blick auf Wetzlar. Weiter links fand das Auge erst eine Grenze an den Höhen um die Dianaburg- in einer wie ein Firnfeld schimmernden Waldlücke erschien der herrliche Greifenstein. Dann stieg mau westlich ab und durchschritt den Wald, aus dem man nach einer guten Stunde Wanderns plötzlich einen Ausblick auf das noch durch eine tiefe Mulde von einem getrennte Braunfels gewinnt. Nach kurzem Aufenthalt im traulichen „Solmser Hof" — der auch durch das Mißverhältniß des zur Verfügung stehenden Raumes und der Zahl der Gäste wohl Manchen an das Treiben aus vielbesuchten Alpenvereinshütten erinnerte — schlug man den Weg nach Weilburg ein; selbstverständlich ließen es sich mehrere Herren nicht nehmen, die Gunst der Beleuchtung auszunützen und sich mit dem photographischen Apparat ein dauerndes Bild von Schloß Braunfels, das ja an malerischer Wirkung seinesgleichen in Deutschland sucht, zu verschaffen. Dazu bot dem schalkhaften Momentphotographen das nicht von jedem gleich elegant genommene Hinderniß eines Bächleins dankbare Gegenstände. Die „Hohe Straße" führte die Teilnehmer schon gegen 4er höhe der burg- auf Wetzlar. Weiter n den höhen um die schimmernden Dald- i. Dann stieg man auS dem man nach einen Ausblick auf ntm getrennte Braun« l ttaulichen „Tolmser iß des zur Lersügunz We tootjl Manchen einShÜtten erinnerte \n- ^ü^weMMch ,wrn, bk Gunst der dem photographischen ß Braunfels, das ja in Deutschland sucht, haften Momentphoto« elegant genommene lenstände. Die „hohe gegen 41/g Uhr nach jne Lage a-i vielge- en Tchloßselsen noch ndrssen im „Deutschen Achtuhrzug in ange- , wurde die Thatsache tzt noch nicht in allen „„t(,e(rfi8n»nl6»oM er beispielsweise selbst mb unbekannt, welche lpenvereinen geschaart, tieier aller touristischen och gelten die Worte: ch freuen, i sein- i ruhen huhen iu " 21. rb- «• Ptrioi, Lait| 10000iiLl|1L lserperiode sssfa uw in@*S Äfn' fol8(« „D1Q8 und damit Ausführungen, die derNatur'bot« ? “ ^e Gegrusätz, ^}«en in Bezu ^bchndet. IrÜ Lettin der IbtBb * s° lateres. aber meint, er kenne bem Ausflug, stounenr iiarn. Und eine ein« * ?'/totuntrlW' >mmt. ,n Sonntag UNO " ? < w»t,n' g.idiinntt”- in W> iratt®8' ”, „Kfliiiil01 kN r , g rdor / 5 । Schirmflickerin Christine RieS, Ehefrau des Jakob Peter NleS aus Olfen, von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Diebstahl«, Laglöhner Peter Schm'dt von Wald« Michelbach vom Amtsgericht Langen wegen Strafvollzugs - Dienftmagd Marie Weib le aus Sandfurth (offenbar identisch mit der ebenfalls ausgeschriebenen Ladnerin Marie Weibel auS Sandhofen) vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahl« und Unterschlagung- Bettfedernreiniger Jakob Zauner von Pleitersheim und dessen Tochter M a r ie Zäu n er vom Amtsgericht Oppenheim wegen Strafvollzugs. * • Preise der wichtigsten Lebensmittel im Jahre 1894. Die Getrerdepreise haben sich im Januar nicht wesentlich gegen den Bormonat geändert, Weizen und Gerste haben ihren Preis von 141 und 142 Mk. bewahrt, Roggen ist von 127 auf 125 Mk. und Hafer von 159 auf 157 Mk. gesunken. Unter den Hülsenfrüchten sind Linsen von 455 auf 458 Mk. im Preise gestiegen, Kocherbsen und Speisebobnen kosteten statt 159 und 227 Mk. nur 157 und 223 Mk. Kartoffeln und Stroh sind theurer geworden, erstere kosteten statt 39,9 40,9 Mk., letzteres statt 59,3, 61,2 Mk. Heu ist von 93,6 auf 93 Mk. gefallen. Die Fleischpreise haben sich kaum verändert: Rind« und Kalbfleisch ist von 1,22 auf 1,21 Mk. für daS Kilogramm gefallen, Schweine- und Hammel« fleisch haben ihren Preis von 1,33 und 1,17 Mk. bewahrt. Geräucherter Speck kostete statt 1,70 nur 1,68 Mk., Eßdutter 2,43 nur 2,29 Mk., Mehl zur Speisebereitung aus Weizen und Roggen statt 28 und 25 nur 27 und 24 Pfg., und der Breis der Eier endlich ist von 4,48 Mk., für das Schock (60 Stück) auf 4,62 Mk. gesunken. * * Gebrauchsmuster Eintragung. Pumpenstiefel mit Holz- futler: Hermann Minheim in Gedern, 28. Dccember 1893. • • „Und Frau." Bon der Oberpostdirection in Mägde« bürg ist vor Kurzem eine Entscheidung von allgemeinem Interesse gefällt worden. Eine gedruckte Neujahrs« karte war vom Absender handschriftlich mit Namen, Stand und dem Zusatze „und Frau" versehen und dann, mit einer Dreipfennigmarke frankirt, abgesandt worden. Vom Postamte des Empfängers war aber der Zusatz „und Frau" als nicht zulässig erklärt worden. Auf die Beschwerde des Adressaten, der Strafporto gezahlt hatte, hat die Magdeburger Oberpostircction nun entschieden, daß bei Drucksachen die handschriftliche Angabe des Absenders mit dem Zusatze vUNd Frau" als zulässig anzusehen ist. ** Für Briefmarkensammler mag die Mittheilung von Interesse sein, daß in Oesterreich neue Marken zur Ausgabe gelangen, nämlich Nachportomarken in verschiedenen Werth-Ziffern. x Wohnfelb (Vogelsberg), 19. Februar. Ein hiesiger, j i« den 60er Jahren stehender Einwohner fiel am Abend in 1 den durch daS Dors führenden seichten Wasserlauf so unglücklich auf einen spitzen Stein, daß er sich den Schädel verletzte und an der erhaltenen schweren Verletzung verstarb. An Sem Tage war gerade Bürgermeisterwahl gewesen. Der Thatbeftand deS Unfalls wurde gerichtlich ausgenommen. Friedberg, 17. Februar. In dem über den Nachlaß deS Taubstummenlehrers Billasch emgeleiteten Concurs- Verfahren hat die erste Gläubigerversammlung statt- gesunden. Einem Schuldenstand von 35,000 Mark steht eine Activmasse von bloS 1000 Mark gegenüber. Von vier Lebensversicherungs-Gesellschaften, bei welchen der Gemein- jchuldner versichert war, weigern zwei wegen des vorliegenden Selbstmordes die Zahlung, während zwei weitere an den Policeinhaber, an welchen der Schein verpfändet war, anstandslos zahlten. Die Verpfändung, die in den letzten Tagen vor dem Ableben des B. erfolgte, dürfte vielleicht von den Gläubigern angefochten werden. (D. Ztg.) iv Büdingen, 19. Februar. Gestern Abend hat sich im hiesigen Haftlocal der Peter Kuhl von Vonhausen, welcher wegen Sittlichkeilsverbrechen in Untersuchung stand, erhängt. Mainz, 16. Februar. Vom 1. März ab darf in verschiedenen Militärkantinen der hiesigen Garnison kein Branntwein mehr an die Militärpersonen verabreicht werden. Oppenheim, 16. Februar. Der Ausschuß deS Land- wirthschaftlichen Vereins für Rheinhessen wählte als Ort für die geplante Wein« und Obstbauschule die hiesige Stadt. Die Regierung gewährte die Mittel für die Einrichtung. Vermiete». * Marburg, 13. Februar. Unter den im hiesigen JnnungSschlachthause in der Zeit vom 1. April 1892 bis dahin 1. April 1893 geschlachteten 2615 Stück Großvieh, 5015 Stück Schweinen, 5675 Stück Kälbern, 1168 Stück Hämmeln, 23 Stück Ziegen, in Summa 14496 Stück Schlachtthieren im Gesammt-Schlachtgewicht von 966 402 Kilogramm wurden constatirt folgende Krankheiten bezw. Fehler: Tuberkulose (Perlsucht) in 17 Fällen, Darmentzündung in 4 Fällen, Lungenentzündung in 1 Fall, Bauchhautentzündung tu 1 Fall, Nierenvereiterung in 1 Fall, Ruhr in 1 Fall, Schweinepocken in 2 Fällen, Egelwurmkrankheit (Fäule) in 4 Fällen, Blutige Beschaffenheit m 2 Fällen, Kalkconcremente in 1 Fall, Trichinen in 1 Fall, Finnen in 6 Fällen, Absceffe (Eiterherde, Geschwüre) in 52 Fällen, Leberegel in 106 Fällen, Echinokokken in 31 Fällen, Knochenbrüche (mit der dadurch bedingten blutigen Beschaffenheit) in 11 Fällen, Eber und Binnen-Eber, welche geschäftlich nicht verwendbar, in 2 Fällen. Infolge dieser Beanstandungen wurden: 1. völlig vernichtet bezw. zur hiesigen Wasemeisterei verwiesen: II Stück Großvieh, 5 Schweine, 5 Kälber, 3 Hämmel, 1 Ziege - 2. an die Verkäufer zu eigener Verwendung zurückgegeben: 9 Schweine, 1 Kalb - 3. auf der Verkaufsstelle für minderwerthiges Fleisch im Schlachthause verkauft: 8 Stück Großvieh- 4. nur die ergriffenen Organe vernichtet bei: 54 Stück Großvieh, 32 Schweinen, 4 Kälbern, 107 Hämmeln, 3 Ziegen - vor dem Schlachten verendet und deshalb zur Wasenmeisterei: 1 Kalb. AuS den Jahresberichten pro 1893 der im hiesigen Schlachthause bestehenden beiden Versicherungskassen ist ersicht- ltch, daß dieselben zum Segen der betheiligten Kreise immer mehr gedeihen. Die Fleischerinnung verdient für diese s. Z. von ihr selbstlos geschehenen Gründungen den Dank des vieh« besitzenden Publikums. Die Geschäftsbewegung der Kaffen war etwa folgende: A. Schlacht-Großvieh-VersicherungSkaffe: Von 1752 Versicherungsnehmern wurden versichert 1968 Stück Großvieh, welche bei Zahlung einer DersicherungS-Prämie von 2 Mk. pro Stück Ochsen und Bullen, 3 Mk. pro Stück Kühe, 1 Mk. pro Stück Ru der und Stiere einbrachle: 3375 Mk. Z"r Entschädigung fielen der Kaffe: 3 Ochsen, 13 Kühe, 1 Rind und 1 Stier, in Summa 18 Stück, wofür eine Gesamml-Eutschädigungssumme von 3275.77 Mk. zu zahlen war. Bei Begleichung dieser Summe kam der Kaffe zu Gute der Betrag von 1531.99 Mk., welcher erlöst wurde aus 9 minderwerthigen Fleischverkäufen, sowie der in weiteren 9 Fällen möglich gewesenen Verwerthung gewiffer Theile von Versicherungsstllcken. Zuiückgewiesen wegen Krankheits Verdachts wurden die Versicherungs-Anträge bezüglich eure« Ochsens und dreier Kühe- außerdem mußte der vorläufig völlige Ausschluß eines ViehbesitzerS von der VersicherungS- nähme seines Viehes erfolgen, biß der Beweis der Aenderung seiner Stalleinrichtung erbracht ist. B. Schweine-Versiche- rungskasse. Es wurden versichert nach den durch Jnnungs- beschlüffe erweiterten Versicherungsbestimmungen gegen Zahlung einer Prämie von 50 bezw. 75 Pfg. pro Stück: 132 Schweine von Prioatschlächtern, 2284 Schweine von Landwirthen und Handelsleuten rc. Zur Entschädigung fielen der Kasse 10 Schweine, wosür zu zahlen waren 958.32 Mk. Das Bestehen beider Kaffen ist durch das verzinslich angelegte Vermögen derselben gesichert und wird in BeanstandungS- fätlen der volle Werth der versicherten Schlachtthiere, welcher in der Regel nach dem jeweiligen Tagespreise berechnet wird, ersetzt. Leider darf eß auch diesmal nicht unerwähnt bleiben, daß 5 Stück Großvieh und 3 Schweine beanstandet und gänzlich verworfen werden mußten, welche nicht versichert waren, da hier die nun schon so oft geäußerte Meinung vorherrschte, das Vieh sei gesund und deshalb die Versicherung nicht nöthig. Den Vieheigenrhümern sind in diesen Fällen große Verluste entstanden. Wiederum eine allgemein zu beherzigende Warnung. * Frankfurt a. M., 17. Februar. Die Strafkammer verurtheilte. den Abdecker Hirsch und Metzger Fasel zu sechs Monaten Gefängniß wegen Vergehens gegen daS Nahrungsmittelgesetz. Hirsch harte am 20. März da« gesundheitsschädliche Fleisch eines RindeS an Metzger Fasel verkauft und letzterer hat es dann in seinem Laden vertrieben. * Frankfurt a. M., 19. Februar. Die Strafkammer verurtherlte heure einen noch nicht 18jähriglN Schustergesellen, der in der Werkstatt unpassende Redensarten über den Kaiser gerhan hatte, wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß. * Boppard, 17. Februar. Der durch den großen Brand entstandene Schaden wird auf 300000 Mark angegeben. Am meisten betheiltgt ist die Gothaer Feuerversicherungs- Gesellschaft. * Der Unfug mit den Pfauenfedern hat während der Fast« nachtötage in Brüssel außer seiner Belästigung auch noch einen anderen Charakter angenommen, nämlich den der Spitzbüberei. Eine Anzahl Taschendiebe machte sich den „Spaß" zu Nutzen, um „Geschäfte" zu machen. Wenn sie eine Dame bestehlen wollten, trat einer der DiebeSgenossen vor sie hin und kitzelte sie mit einer Pfauenfeder ins Gesicht. Während so die Aufmerksamkeit der Dame abgelenkt war, leerte ein anderer Diebesgenoffe die Taschen des betreffenden Opfers. Hatten die Spitzbuben es auf eine Cravattennadel abgesehen, so hielten sie dem Betreffenden mit der einen Hand einen Pfauenwedel vorö Gesicht, während sie mit der anderen Hand tue Nadel in geschickter Weise loslösten. Wenn nichts anderes, so dürfte vielleicht dieser neue Industriezweig dem ebenso unschicklichen wie plumpen Treiben mit den Pfauenfedern ein Ende machen. * Wie viel Zwanzigpfennigstucke in Nickel sind nothwendig um einem Silbenhaler das Gleichgewicht zu halten? „Sechs," räth der Eine, „acht" der Zweite, „zehn" der Dritte. Alles sehlgeschoffen! — Drei! Bon Silberthalern gehen nämlich 27 auf ein Pfund, von N'ckclzwanzigern 80. Ein Thaler wiegt aber 18,518 Gramm, ein Zwanziger 6,25 Gramm, und drei Zwanziger sind mithin noch etwas fchwerer als ein Thaler. Werö nicht glaubt, wäge nach. * ein neues Heizmittel. In Amerika werden jetzt „Petroleum-BriquetteS" hergestellt, welche nach dem Fachblatte „Scientific American“ den dreifachen Heizwerth besitzen, wie Kohlenbriquettes von derselben Größe. Um das Rohpetroleum in eine für Heizwerke geeignete Form zu bringen, bereitet man eine Mischung auS 1 Liter Petroleum, 10 % Harz, 150 Gramm Seifenpulver und 330 Gramm Aetznatron und erhitzt Alles unter ununterbrochenem Umrühren. Recht zweckmäßig ist es, der Mischung noch einen Zusatz von 20% Sägemehl und Sand zu geben, da auf diese Weise die PetroleumbriquetteS sehr fest werden. Die dicke Maffe bringt man dann in Formen, trocknet 10—15 Minuten und läßt dann abkühlen. PetroleumbriquetteS, nach dieser von Maestrc,cci herrührenden Vorschrift hergestellt, sind in wenig Stunden zum Gebrauch fertig. Citeratar unb Knnft — Hortense de Goupy, die bekannte Verfasserin deS bereits in vierter Auslage erschienenen Buches: „Die Schönheit des Weibes" tritt mit einem n-uen Muke vor das deutsche Frauenpudliknm, dessen Gedanken wir als ebenso eigenartig wie glücklich bezeichnen müssen. Sie unternimmt es nämlich, einen Führer zu schaffen, der, die Entwickelung des Weibes vorn Säuglingsalter bis zur völligen Reife begleitend, alle die Mittel und Wege angibt, wie weibliche Schönheit erworben und erhalten werden kann. Treffend betitelt sie ihr Buch. „Unserer TScht-r »rrieh««- i*t Schönheit* (Verlag Kirchliche Anzeigen -er evang. Gemein-L. Mittwoch den 2l. Februar, Abends 6 Uhr, in der Stadtkirche: dritte Passionsandacht. Pfarroerwaller Dr. Grein. oon F. Slahn, Berlin) und schon bei oberflächlichem Durchblättern baS b,< v.'tasscrm ihr rtve.k auf den 6nUn fl“fbuaut unb ^'sl ss.n ist, eine gediegene, in etnttfm Geist gehaltene Arbeit zu liefern. Verkehr, tanO. und volkrwirthschaft. ~ 3«« fältel der Futterersparniß. In vielen Wirth- v-u "nd tiw.naoü ü.i.6 l»«le w.gm Wan,,! » fn ' kl ab(J °uch wegen der Ablieferung der Milch e? kb7u 68,16 <5d,a)tlirr stat'findenden B solgui'g Der Ställe daS Rindvieh nur zweimal täglich geiüttert. Es mutz werden Auch “nb babci auch x aftfulter peg-ten treiben. Auch muß die erste Fütterung (ebr zeitig, früh 5 Uhr, !ine mekeimch! 3 »br sta'ifiuden. Man hat damit S an, Sutter erzielt, ohne nennenSwe'the ftflih?6.,. earI.e,l’rn- T?JU sch f,bt dies dem Um- ba« Vieh mögl.chst wenig durch Verkehr im Stalle " SÄ' und in feiner Verdauung g.stä.t unb damit das völlig ausgenutzi wird, «ußc.dern wird aber auch eine nicht unbeträchtliche Arb.ilSersparniß erzielt, die bei dem fühl- baren Mange! an Mägden nid)' iu unterschätzen ist. * .w lanbwirlhschafttichen Ausstellung in Vertin. In Berlin wird bekannitich im Juni b. I etne g.oße und allgemeine deutsche landwirtt-schastliche AuSst.ll.rna statistnden ^«^^uehmerin ist die in Berlin ansässigeDeutsche Landwirtbichast«- grsellschaft, welche eS sich u. A. zur Aufgabe gestellt Hai, alljährlich allgemein deutsche landwirthschattttcheWaicherautzstellungen abzuhalttn und ist die« fett dem Jahre 1887 in ten Städten Fiark'urt a. M., BreSlau, Magdeburg, Straßburg i. E., Bremen, Königsberg i. Pr., aRüncben geschehen und in bleiern Jahre wird nun in Berlin die Ausstellung durchgesührt. Man rühmt den Ausstellungen der Deutschen Landwirthschafis-Gesellschaft nach, daß sie an Durchbildung von gesunden AuSstellungsgrundsähen und übersichtlicher Aufstellung, sowie ordnungsmäßiger Handhabung in ihrer Art Musterhaftes leisten. Die Schlichtheit dieser Ausstellungen tn Berlin wird durch den schönen Platz gehoben werden, welchen die Väter der Reichühauptstadt der Deutschen Landwirhschafis - Gesellschaft zur Abbaltung der Ausstellungen angewiesen baben, nämlich die Rasenplätze de» Treptower Parkes. ES wird daher den Besuchern der Ausstellung eine gewisse Ueberraschung geboten werden, wenn sie an den Ufern der Sorte oberhalb Berlins weite Parkflächen finden, die an Dichtigkeit de« Rasen« und des Baumwuchses nicht« zu wünschen übrig lassen. Zweifellos haben die Berliner städtischen Behörden der Deutschen LandwirthschaftS - Gesellschaft ein Zuootkommen dadurch bewiesen, daß sie ihr diesen Park zur Verfügung stellten. Schiffsnachrichten de» NorSv. Lloyd. In Gießen vertreten durch die Agenten Earl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 19. Februar. (Per ttansatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Darmstadt, Capt. G. Thumann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcber am 3. Februar von Bremen abgegangen war, ist vorgestern, 9 Uhr Abends, wohlbehalten in Newyork angekommen. SpUlpUm Oer vereinigten Zrankfnrter Htaöttheater Opernhau». Mittwoch den 21. Februar: Das verwunschene Schloß. Donnerstag den 22. Februar: Fiaaros Hochzeit. Freitag den 23. Februar geschlossen. Samstag Den 24. F biuer: Lohengrin. Sonntag den 25. Februar, Nachmittags 3«/i Uhr: Orpheus. Abends 7 Uhr: Lucrezia Borgia. Da« Versprechen Hinterm Herd. Montag den 26. Februar: Concert zum Besten der Orchester-Penstons-Kasie und der Wittwen- und Waisen- Kasse des Orchesters. Gchanspielhan«. Mittwoch den 21. Februar: Die ZkarlSschüler. Donnerstag den 22. Februar: Gastspiel deS Herrn Friedrich Haase. Die Bekehrung. Hierauf: Ein unbarmherziger Freund. Dann: Ein feiner Diplomat. Zum Schluß: Eine Partie Piquet. Freitag den 23. Februar: Vorletztes Gastspiel deS Herrn Fr. Haase. Emilia Galotti. Samstag den 24. Februar: Der Veilchen- fresser. Sonntag den 25. Februar, Nachmittags 31/« Uhr: Der ungläubige Thomas. Abends 7 Uhr: AbschiedSoolstellung de« Herrn Friedrich Haase. Die Schwestern. Ca. 2000 Stück Foulard-Seide Mk.1.3k» bis 5.85 p M. — bedruckt mit den neuesten DessinS unb Farben — sowie schwarze, weiße unb farbige Seibenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.G5 p. Met — glatt, gestreift, carrtrt, gemufterL Damaste rc (ca. 240 versch. Qual, unb 20' 0 verfch. Farben, DessinS rc.) 8W Porto- und steuerfrei in« Hau«!! Katalog unb Muster umgebenb [122 llzustarke Schweißabsonderung tritt ebenso bet Jung rote Alt auf. Gebraucht nun zu den Körper-Abwaschunaen eine nicht garantirl reine und äußerst milde Seife, so ist daS Wundsein unausbleiblich. Diesem liebel vorzubeugen, verwende man zu den Waschungen der Säuglinge, der Kinder, wie bei all n außergewöhnlich Schwid-mden keine andere Seife als Doerings Seite mit der Eale, sie ist die mildeste unb also auch die einer zarten Haut zuträglichste und wirkungsvollste Toilette seife. 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