Wr 298 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamirteuv kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlegt. Erstes Blatt. Donnerstag den 20. December___________ Gießener Anzeig er Aenerat-Wnzeiger. <894 viert ekjShrig« ASonnementrpretsr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: -chukstraße Zlr.7. Fernsprecher 51. Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gieszei». Deutsches Reich. Magdeburg, 16. December. Das kriegsgerichtliche Urtheil gegen die auf der hiesigen Cttadelle inhaf. tirten Oberfeuerwerksschüler ist gestern gefällt worden. Die Verhandlungen dehnten sich, der „Magdeb. Ztg." zufolge, bis in die zehnte Stunde aus. Die höheren Justizbeamten des Kriegsgerichts sind bereits gestern Nacht nach Berlin zurückgekehrt. Selbstverständlich ist über das Urtheil selbst hier nichts bekannt geworden. Die Feuerwerker befinden sich noch in der Cttadelle. Wann die Freigesprochenen entlasten werden, darüber kann man auch nichts sagen, die aus Baden und Württemberg stammenden sind bereits in der vergangenen Woche entlasten worden. Wie es heißt, sollen Mitte nächster Woche die sonst in der Cttadelle einquartirten Infanteristen ihre alten Quartiere wieder beziehen. — Die große Strafexpedition, welche kürzlich vom General-Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Obersten v. Scheele, gegen die Wahehe unternommen worden war, hat ihren Zweck nur sehr unvollkommen erreicht. Denn die Zerstörung der Hauptstadt der Wahehe, Kuirenga, und die von ihnen erlittenen empfindlichen Verluste haben auf die wettere Haltung dieses Räubervolkes durchaus keinen nachhaltigen Eindruck geäußert. Wie aus Ostafrtka gemeldet wird, haben die Wahehe ihre Raubzüge schon wieder ausgenommen und benehmen sich höchst herausfordernd gegen die Deutschen, so daß ein abermaliger Zug gegen sie wohl unvermeidlich sein wird. Wie verlautet, beabsichtigt Oberst v. Scheele tn der That, einen zweiten Kriegszug in das Land der Wahehe auszuführen, wozu der Gouverneur schon die nöthigen Vorbereitungen treffen soll. Ob die neue Ex- Gratisbeilage: Gießener Aamitienbkätter dem I. R. II. B. 6 1P. I. Stiefel II. C. R. II. B. 6 I. 17 1 Seitengewehr 17 R. 6. 93. 1 1 1 1 1 1 1 I. I. I. I. C. um. C. mn. C. C. C. 17 17 17 17 17 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Mantel Waffenrock Tuchhose Halsbinde Hemd Unterhose ff n ff n H tt 1 Leibriemen mit Tasche und Schloß 1 Säbeltroddel Nr. 44 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 15. d. M., enthält: Ä m . Nr. 2203: Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien über die Auslieferung der Verbrecher zwischen den deutschen Schutzgebieten, sowie anderen von Deutschland abhängigen Gebieten und den Gebieten Ihrer Großbritannischen Majestät. Vom 5. Mai 1894. Gießen, am 19. December 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Besondere Kennzeichen: Tätowirung in Herzform auf linken Arm. Bekleidet war derselbe mit: IIII. IIII. n. Gießen, den 18. December 1894. Seit.: Die Regelung der Sonntagsruhe im Müllereigewerbe. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzen e* Die «r»tzh. R arger meiner eie* de« «reife«. Steckbrief. Der unten näher bezeichnete Musketier Wilhelm Pfeiff der 6. Compagnie Infanterie - Regiments Graf Barfuß (4. Westfälischen) Nr. 17 ist, nachdem derselbe am 12. dss. Mts. während des Gefechtsschießens bei ChAteau Brehain Poften gestanden hat, bis jetzt noch nicht zurück- gekehrt und ist daher der Fahnenflucht dringend verdächtig. Sämmtliche Militär- und Civilbehörden werden ergebenst ersucht, auf den rc. Pfeiff zu vigiliren, ihn im Betretungs- falle zu verhaften, und durch die nächste Militär-Behörde hierher transportiren zu lassen. Mörchingen, den 16. December 1894. Königliches Commando des Infanterie-Regiments Graf Barfuß (4. Westfälischen) Nro. 17. Signalement. Vor- und Familiennamen: Wilhelm Pfeiff. Alter: 23 Jahre, 4 Monate, 14 Tage. R. II. B. 6 6 N. II. B. 6 R. II. B. 6 R. II. B. 6 All« Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Helm, gestempelt: 17 I. R. II. B- 6 C. II 17 I. R. II. B. 6 C. III. ----" C. UHL Amtlicher Theil. Gießen, 18. December 1894. «etr.: Die Kranken-, Jnvaliditäts- und Altersversicherung der Kreisstraßenwarte. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzeu an die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen den Gemeinde-Einnehmer anweisen, bezüglich der bis Ende December 1894 für die Kreisstraftenwarte vorlagsweise gezahlten Beiträge zu den Kosten der Gememde- krankenversicherung und zwar für 51 Wochen, sowie derjenigen für Jnvaliditäts- und Alters-Versicherung mit der KrerSkasse abzurechnen und die Vorlagen gegen Abgabe der Quittungen hierüber, zu welchen die den Gemeinde-Einnehmern demnächst zugehenden Formularien zu benutzen sind, in Empfang zu "^Wir sehen Ihrem Bericht darüber, daß die gedachte Ab- \ rechnung erfolgt ist, bis spätestens 1. Februar 1895 entgegen, f v. Gagern. Wir sehen binnen 8 Tagen Ihrem Berichte darüber : entgegen, ob und welche Mühlen in Ihrer Gemeinde resp. ! Gemarkung bestehen, welche ausschließlich oder vorwiegend ! mit durch unregelmäßige Wasserkraft bewegten Trieb, werten arbeiten. Unregelmäßig ist jede Wasserkraft, welche dem Betriebe nicht jederzeit regelmäßig oder in vollem Umfange zu Gebot steht. Sie ist namentlich dann vorhanden, wenn bei ordnungsmäßiger Benützung der vorhandenen Sammel- und Stauvorrichtungen in einem nicht unerheblichen Theile des 1 Jahres wegen der Schwankungen in der Art und dem Maße des Wasserzuflusses dem Triebwerke weniger Wasser zugeführt wird, als nach den vorhandenen Einrichtungen zum Betriebe erforderlich ist. Sollten solche Verhältnisse bei einer Mühle in Ihrer Gemarkung vorkommen, so wollen Sie den Grund der Unregelmäßigkeit genau anführen. v. Gagern. Dienstzeit: 2 Jahre, 1 Monat, 9 Tage. Größe: 1 Mtr. 645 cm. t Ort: Beltershain, Vaterland: \ Ärei6; Gießen. Religion: evangelisch. Profession: Fabrikarbeiter. Haare: dunkel. Stirn: frei. Augen: schwarz. Augenbrauen: schwarz. 'Nase: gewöhnlich. Mund: gewöhnlich. Zähne: voll und gesund. Bart: kleiner schwarzer anfangender Schnurrbart. Kinn: gewöhnlich. Gesicht: gewöhnlich. Gesichtsfarbe: blaß. Gestalt: mittel. Feuilleton. Weihnachtsbilder. (Nachdruck verboten.) I. Die Weihuachtspuppe. E. Welche Fülle von Spielarten schließt der Begriff „WeihnachtSpuppe" in sich? Wenn w'r sie alle an unserem Auge vorbeiziehen lassen, so werden wir gewahr, daß das Scepter der Mode auch auf diesem Gebiete die größten Um- Wälzungen zu Wege gebracht hat. Wo sind die Zeiten hin, da die schlichte Holzpuppe und die ebenso nüchterne Lebkuchenpuppe daS Helle Entzücken der Kinderwelt wachrufen konnte! Unsere Großmütter müssen wir fragen, wenn wir uns Bescheid holen wollen über jene ältesten und primitivsten Puppenformen, — denn in den Spielwaarenläden der mittleren, großen und größten Städte bekommen wir sie schwerlich noch zu sehen. Vielleicht, daß auf einem bescheidenen Christmarkt, in den kleinen Buden, an welchen das zahlungsfähige Publikum schnell vorüber- hastet, hie und da eine solche überlebte Puppenfigur auftaucht ! Heber die Holzpuppe mit ihrer grellrothen Bemalung hinaus führt dann die Porzellanpuppe, der wieder von Ihrer vornehmeren Schwester, der Wachspuppe, der Platz sortgenommen wird. Galt ehedem schon die „Puppe zum Aus- und Anziehen als ein kleines Wunder in der Kinderwelt, so ist dieses Wunder längst überholt und übertrumpft durch die „Augen auf und zu machende", die „Papa und Mama sagende" und mit „wirklichem" Haar auSgestartete Puppe. Die neueste Errungenschaft besteht augenblicklich in einer Puppe, die einen ganzen Phonograph m sich trägt und vermöge dieses Apparats sprechen, beten und fingen kann. Wer Phantasie besitzt, kann aus den quiksenden Lauten dieser Puppe das Liedchen „Kommt ein Vogel geflogen" und das Gebet „Müde bin ich, geh zur , Ruh" . . . undeutlich heraushören. Dreißig Mark kostet der Spaß. Wer nicht gerade auf das Neueste und Sensationelle erpicht ist, wird ihn für den zweifelhaften Genuß etwas zu theuer finden. Weir ästhetischer berührt uns hingegen eine andere „Wunderpuppe", welche, kraft der Anwendung eines sehr einfachen mechanischen Gesetzes, sobald man sie an der Hand führt, kleine, allerliebste Schritte macht, also wirklich geht! Zu den „Novitäten", welche wir hauptsächlich nur m den Läden der Weltstädte antreffen, gehören auch noch immer die meist auf Bestellung gearbeiteten historischen Puppen. Da haben wir eine Puppe, die als Königin Luise, eine andere, die als Frau Rath Goethe gekletdet ist rc. rc. Auf den ersten Blick präsentirt sich der Einfall ganz originell, aber im Grunde widerstrebt er der Idee der Puppe. Diese soll nichts Fertiges sein, nicht eine bestimmte Figur, sie empfängt ihr Wesen und ihre Bedeutung erst durch das Spiel des Kindes und dieses verfolgt in der Regel doch kein anderes Ziel, als in der Puppe ein Kind zu sehen, welches gewiegt, gehätschelt nnd geputzt sein will. Mit den ernsten Costüm- figuren hört selbstverständlich solch kindliches Spiel auf. Die Garderobe der Puppe ist ein sehr wichtiges Moment und die Erfindungskunft ist hier wahrlich auch nicht müßig gewesen. Vom ausgesprochenen Babyanzug bis zum Staat der Balldame findet sich alles beisammen, was nur irgend den Sinn reizen kann. Ein Zuviel macht sich leider auch hier bemerkbar. Ich will nicht davon sprechen, daß die Menge der Kinkerlizchen und bunten Fähnchen, die da in so graziöser Anordnung geboten werden, der Börse der Eltern erhebliche Mehrausgaben stellen — unsere Industriellen wollen auch leben und schließlich muß jeder selbst am besten wiffen, wie weit er bei den Weihnachtseinkäufen gehen kann — ich möchte nur darauf Hinweisen, daß bei dieser Fülle fertiger Toilettengegenstände für die Puppen und Püppchen der eigenen Erfindungsgabe der Kleinen fast gar kein Spielraum mehr gelaffen wird — und das muß dazu beitragen, einen unsteten, flackrigen Sinn und Oberflächlichkeit zu erzeugen. Mit der Puppe selbst und ihrem Anzuge hat sich naturgemäß auch die Wohnung verändert und ist zu den Be- dürfniffen des modernen Luxus aufgestiegen. Das kleine, bescheidene Puppenstübchen mit seinen glatten drei Wänden und jener bürgerlichen Ausstattung, die im Allgemeinen den Character der „Berliner guten Stube" trug, ist zwar auch noch vorhanden, muß sich aber verstecken vor den großen Prunkstücken, die als „Puppenhaus", Villa, Schloß rc. die Blicke auf sich ziehen. Ein dreistöckiges Haus, nach den modernsten Bedürfnissen eingerichtet, kostet die Kleinigkeit von 120 Mk. Aber neben dem Wohnhaus hat die Spielwaaren- industrie noch eine Menge anderer Gebäude gestellt, die eine frühere Zeil in diesen Miniaturausgaben auch noch nicht kannte. Da blitzt uns ein ganzes Oeconomiegebäude entgegen mit sauberen Stallungen, Milchkammern, Taubenschlag rc. rc. Wenn uns auf diese Weise der Segen des Landlebens vor Augen geführt wird, so bringt und ein niedliches Modewaarengeschäft in nächster Nachbarschaft die Bedürfnisse der Stadtpuppe zur Anschauung, und eine Markthalle versetzt uns mitten in das Treiben der Großstadt. Das find die Ableger, welche die primitiven Formen „Puppenstube" und „Kaufladen" getrieben haben. Und nun gar erst die Einrichtung von Stube und Küche! Ueber den Küchenschrank der Puppe ließe sich heute schon eine besondere Plauderei schreiben. Das entzückendste Porzellan wetteifert mit den zierlichsten Messern, Gäbelchen, Löffelchen rc. rc. In den Zwerghaushalt hat man nun auch schon Thermometer, Eismaschine, Fruchtpresse u. dgl. geschafft. Was soll eigentlich noch weiter kommen? Wir wissen es nicht. (Fortsetzung'folgt.) pedition die erstrebte Demüthigung der Wahehe endlich zur Folge haben wird, das muß freilich dahingestellt bleiben. e Ausland. Petersburg, 19. December. Der Erfolg der neuen russischen Anleihe ist äußerlich ein ganz besonders glänze.,der. Allein in Paris wurden auf dieselbe 12 Milliarden Frcs. gezeichnet, was einer Ueberzeichnung des Betrages der Anleihe um das dreißigfache gletchkommt. In ganz Frankreich wurde die Russenanleihe 60 mal gedeckt. In Berlin erfolgte eine zehnmalige Ueberzeichnung derselben, in London zeichnete man auf sie insgesammt 25 Millionen Pfd- Sterl., in Rußland selbst wurden auf die 400 Millionen der Anleihe 5 Milliarden gezeichnet. Die russische Presie bespricht natürlich voll Stolz diesen gewaltigen Erfolg der jüngsten Anleihe Rußlands, und der „Wjestntk finanschov" z. B. hat nicht Unrecht, wenn er hierbei meint, die Ergebnisse dieser Anleihe überträfen nicht nur alle bisherigen Anleihen Rußlands, sondern ragten auch unter den Anleihen aller anderen Staaten, selbst der creditfesteften, hervor. Neueste Nachrichten. Wolff- telegraphisches Torresponderrr-Burea«. Berlin, 18. December. Die Criminalpolizei hat den Kellner und Comproiristen Joseph Deutsch verhaftet, da es sehr wahrscheinlich ist, daß derselbe die wiederholten raffinirten Diebstähle von mehreren Hundert Mark in den Bureaus der Retchsbank zum Nachtheile der Kassenboten begangen hat. Straßburg, 18. December. Der frühere langjährige nationalltberale Reichs- und Laudtagsabgeordnete Dr. Jean North, ehemaliger Director der hiesigen Bodencredttbank, ist gestorben. Budapest, 18. December. WekerleS Reise nach Wien sinder wahrscheinlich schon morgen Nachmittag statt. Sofia, 18. December. Fürst Ferdinand beschied für heute den Präsidenten der Kammer zu sich, um ein Gutachten über die Zusammensetzung des künftigen CabtnetS einzuholen. Sofia, 18. December. Fürst Ferdinand empfing heute Nachmittag den Präsidenten der Sobravje, Todorow, und den Vicepräsidenten Danew, die über die Partei- Verhältnisse berichteten. Bis Abends 8 Uhr hatte der Fürst die Cabinetsbildung weder Jemandem angetragen, noch Je- wanden damit betraut. Petersburg, 18. December. Gestern ist die außer ordentliche türkische Mission unter Fuad Pascha hier eingetroffen. Depeschen bet Bureau ,5>ctsto" Berlin, 18. December. Der „Localanzeiger" meldet aus Magdeburg, daß heute die Freilassung der freigesprochenen Oberfeuerwerkerschüler erwartet wird. Im Lazareth des Militärfestungsgefängnisses befinden sich gegenwärtig noch drei Oberfeuerwerkerschüler. Berlin, 18. December. Die zweite Strafkammer des Landgerichts verurtheilte heute den Anarchisten Tischler- geselle Eicke wegen Aufreizung zur Gewaltthättgkeit, begangen durch eine Rede in einer öffentlichen Anarchisten- Versammlung, zu einem Jahre Gefängniß. Berlin, 18. December. Vor dem Schwurgericht begann heute der Pro ceß gegen mehrere Anarchisten wegen Falschmünzerei. Der Proceß wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Köln, 18. December. Der Konstantinopeler Correspondent der „Köln. Ztg." schildert in einem längeren Artikel die fortgesetzt grauenhaften armenischen Zustände. Kein Mensch dürfe aus jener Gegend abreisen, sämmtliche Depeschen und Briefe würden confiscirt. In der Nähe von Saffun flüchteten die Einwohner, darunter Frauen und Kinder, in die Kirche, worauf die Türken die Thüre erbrachen und Alle niedermetzelten. Der Correspondent versichert, eS wäre ein bedauerlicher Beweis von Schwäche der europäischen Diplomatie, wenn man die armenische Frage als Geringfügigkeit betrachte und sich auf türkische Versprechungen einließe. Von türkischer Seite zeige man das Bestreben, der europäischen Commission möglichst viele Hindernisse zu bereiten und deren Arbeiten derart hinzuziehen, bis in Armenien der harte Winter eintrete. Leipzig, 18. December. Die Revision des Staatsanwalts im Proceffe des ehemaligen Kanzlers Leist ist nunmehr beim Reichsgericht eingegangen. Der Termin zur Verhandlung ist noch nicht festgesetzt, voraussichtlich dürfte derselbe Mitte Januar stattfinden. Karlsruhe, 18. December. Der „Badische Beobachter" bezeichnet die Meldung des Wolff'schen Bureaus, wonach das Centrum wegen der Umsturzvorlage gespalten sei, als unzutreffend. Diese Mittheilung, welche Herrn v. Buol zugeschrieben wird, sagt ferner, die Fraction sei einhellig der Ansicht, die Vorlage nicht unbedingt ablehnen zu sollen, sondern eine genaue Fassung der Thatbestände und eine Ermäßigung der Strafbestimmung anzustreben. Wien, 18. December. Einer Meldung der „Pol. Corr." aus Petersburg zufolge haben in letzter Zeit auf der Universität Moskau arge Studentenunruhen stattgefunden, die durch bewaffnete Macht unterdrückt werden mußten. — Der Czar schenkte den Regimentern, deren Chef der verstorbene Czar war, dessen Uniformen. — Die Prinzessin von Wales tritt am 22. d. M. «die Rückreise an. Budapest, 18. December. Der der rumänischen Monopol- Gesellschaft gehörige Dampfer „Luna" ist in der Nähe des Eisernen Thores gescheitert. Mit der Mannschaft sind auch der Capitän und der Maschinist ertrunken. Rom, 18. December. Die telegraphisch herbeigerufenen Bataillone zur Verstärkung der Garnison sind hier eingerroffen. Die Ankunst des Militärs hat auf die Bevölkerung sehr verstimmend gewirkt. Die Stimmung, die in fast allen Kreisen herrscht, läßt das Schlimmste befürchten. Die Regierung hat bekannt gegeben, daß die hier eingetroffenen Bataillone sich nur auf dem Durchmärsche befinden. Rom, 18. December. Die Abgeordneten der oppositionellen Parteien begeben sich in ihre Wahlkreise, wo sie die Bevölkerung gegen die Regierung aufreizen wollen. Crispi soll fest entschlossen sein, den Kampf gegen die Opposition mit aller Energie zu führen. Paris, 18. December. Die heutigen Morgenblätter veröffentlichen mit großer Befriedigung die Meldung des französischen Specialgesandten in Madagascar, betreffend die Unterwerfung der Königin von MadagaScar. Der heutige Ministerrath wird sich mit den Bedingungen beschäftigen, welche Madagascar auferlegt werden sollen. Paris, 18. December. Bet der gestern stattgefundenen Besprechung betreffend die Präsidentenwahl in der Kammer scheinen zahlreiche Gruppen sich in der Wahl Briffons geeinigt zu haben. Die Candtdatur Melines, welche ebenfalls in Betracht kommt, hat weniger Aussicht. Paris, 18. December. Der Proceß gegen den Hauptmann Dreyfus wegen Landesverraths wird morgen Mittag um 1 Uhr seinen Anfang nehmen. Anläßlich dieses Procesies veröffentlicht die „Libre Parole" einen ausführlichen Artikel, der die Angelegenheit für Dreyfus ungünstig behandelt. Die Freunde des verhafteten Hauptmanns sollen jetzt seine Rettung angegeben haben. Noch in den letzten Tagen haben sie bet verschiedenen hohen Persönlichkeiten den Versuch gemacht, um die Anklage gegen Dreyfus niederzu- schlagen. Paris, 18. December. Hiesige Blätter veröffentlichen die sensationelle Nachricht, daß wegen der schlechten Behandlung der Bevölkerung in Algier ein Aufstand der Araber auszuhrechen drohe. Ein Abgesandter der Araber werde demnächst nach Paris kommen, um über die Behandlung, welche ihnen die Verwaltungsbehörde angedethen läßt, Klage zu führen. Madrid, 18. December. Gestern Abend fand in der Wohnung des früheren Ministerpräsidenten CanvvaS eine fürchterliche Gasexplosion statt. Niemand wurde verletzt. Der Materialschaden lst enorm. Loudon, 18. December. Aus Peking wird gemeldet, daß die Japaner bereits in Niutschuang eingetroffen sind und daß der Angriff auf diesen Ort bevorsteht. Ein andere japani'che Truppenabtheilung bedroht Tientsin. Loudon, 18. Decbr. Nach einer Meldung des „Standard" aus Shanghai marschiren die zwei japanischen Armeen gegenwärtig mit zusammen 72000 Mann gege^Tientstn. Loudon, 18. December. Officiell wird faS Gerücht, der englische Botschafter in Paris verlasse seinen Posten, dementirt. Loudon, 18. December. Meldungen aus Peking schildern die dortige Lage als sehr ernst. Trotz der Versicherung, welche die chinesische Regierung über die Sicherheit und den Schutz der ausländischen Gesandtschaften gegeben hat, befürchtet man Exceffe, weßhalb die Legationen entschlossen sind, trotz des Protestes von Seiten Chinas zu ihrem Schutze Matrosen von Tientsin kommen zu lassen. Petersburg, 18. December. Durch kaiserlichen Ukas sind sämmtliche Verwaltungschefs Rußlands angewiesen worden, die Versetzungen von Beamten aus confefsionellen oder nationalen Gründen künftighin zu unterlassen. Sofia, 18. December. In Regierungskreisen wird versichert, das neuzubtldende Cabinet werde unter allen Umständen die alte Richtung in der inneren und äußeren Politik beibehalten. foeoUf und Gießen, den 19. December 1894. * * Goldene Hochzeit. Herr Uhrmacher Chr. Leo beging heute mit seiner Gemahlin, Christiane, geb. Petri, das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Wie wir bereits meldeten, wurde dem Jubelpaare gestern Abend von dem „Kron- bauer'schen Qu artettverein" und dem „Sängerkranz", deren Mitglied Herr Leo seit langen Jahren ist, ein Ständchen gebracht. Dem Jubelpaare gingen gestern und heute einegroßeMengebriefltcherund telegraphischerGlllckwünsche zu. Der „S ä n g e r k r a n z" und der „U h r m a ch e r v e r e i n für Gießen undUmgebung" überreichten prachtvolle Gedenktafeln- Abordnungen der Gewerbe bank, deren Aufsichtsrath Herr Leo angehört, und der Loge „L. z. Tr.", sowie anderer Vereinigungen brachten heute Vormittag ihre Glückwünsche dar. Auch wir können nicht umhin, unseren lieben Mitbürger hiermit herzlichst zu beglückwünschen, wir sind gewiß, daß auch die Einwohnerschaft Gießens mit uns einig ist in dem Wunsche, daß dem Jubelpaare noch manches Jahr freudvollen Daseins beschteden sein möge. * * Feuer. In dem Mansardenstock eines Hauses am Marktplatz emstand gestern Nachmittag gegen 2i/2 Uhr Feuer, welches aber, ohne weitere Dimensionen anzunehmen, von den Hausbewohnern gelöscht werden konnte. Die Entstehungsursache ist noch nicht aufgeklärt- in einem Verschlag, worin die Kutscher ihre Kleidungsstücke aufbewahren, soll es zuerst gebrannt haben. * * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Schmied Eduard Becker aus Haiger, zuletzt in Gießen, vom Amtsanwalt in Gießen wegen Diebstahls- Kellner Florian Elting aus Lebenhan, seither in Darmstadt, von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Unterschlagung- Taglöhner Vitus Glaser und Jacob Glaser aus Klein- Steinheim vom Amtsanwalt in Offenbach wegen Körperverletzung- Handarbeiter Peter Knobloch aus Osthofen, zuletzt in Guntersblum, vom Amtsgericht Osthofen wegen Strafvollzugs- Häfner Johann Meyer aus Heusenstamm vom Amtsgericht Offenbach wegen Strafvollzugs- Metzger Heinrich Scheider aus Runkel a. d. Lahn vom Amtsanwalt in Mainz wegen Unterschlagung - Eltsab. Anna Maria Schuhmann aus Fulda von demselben- HandlungS- reisender Heinrich Conrad Süßmuth aus Ober-Widders« heim von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Urkunden» fälschung. ** 3« Amerika verstorbene Hessen. New-York City, N.-Y.: Charles Böswald, 56 Jahre alt, aus Heubach. — Cincinnati, O.: Margaretha Wüst, geb. Becker, 70 Jahre alt, aus Meiches. — Emden, Jll.: Maria Scholz, Ehefrau von Carl Heinrich Scholz, 64 Jahre alt, auS Darmstadt. — Findlay, Hancock Co., O.: Heinrich Wolf, 63 Jahre alt, aus Gadernheim. — Yel lowsprtn g s Pike bei Wilkesbarre, Clark County, Jnd.: Eltsabetha Steinmann, geb. Klinger, 75 Jahre alt, aus Lörzenbach. *' Rückfahrkarten betreffend. Von der Königlichen Etsen- bahn-Direction zu Hannover wird uns mitgetheilt, daß mit Rücksicht auf die diesjährige Lage des Weihnachtsfestes die am 22. December und an den folgenden Tagen gelösten Rückfahrkarten noch am 27. December und die am 29. und 30. December gelösten Rückfahrkarten noch am 2. Januar k. I. zum Antritt der Rückfahrt zugelaffen werden sollen, auch wenn nach den allgemeinen Bestimmungen die gewöhnliche Gültigkeitsdauer alsdann abgelaufen ist. A Ruppertenrod, 18. December. Ein originelles Nachtlager hatte sich ein hier durchreisender Handwerksbursche auSerwählt, nämlich den in einer Wagenhalle befindlichen Postwagen. Die in letzterem liegen gelaffenen Papiere, wonach der Logirgast dem Schreinergewerbe angehört, verrtethen die Sache. — Wie alljährlich um die Weihnachtszeit, so sieht man auch jetzt fast alltäglich ganze Trupps Handwerksburschen auf den Straßen wandern. Dieselben gehören ihrem Aeußeren nach aber nicht zu den bekannten Vaganten, sondern einem ehrsamen Handwerke an. Wo ein solcher Handwerksbursche zur nassen, kalten Winterszeit nach oft meilenlangem, beschwerlichem Wege an die Thüre klopft und um einen Teller warme Suppe oder etwas Warmes zu essen bittet, da befürchte man nicht, das Vaganten- thum zu unterstützen, sondern gebe herzlich gern. 8. Bellersheim, 17. December. Hier ereignete sich in vergangener Nacht ein bedauerlicher Unglücksfall. Während die zwei erwachsenen Töchter eines hiesigen Einwohners schliefen, brach die Zimmerdecke der im zweiten Stockwerke des Hauses befindlichen Schlafstube herunter und verschüttete beide Mädchen. Das eine derselben kam, ohne Schaden genommen zu haben, davon, während leider daS andere 20jährige Mädchen so schwere Verletzungen erlitt, daß es alsbald verschied. § Bernsfeld, 18. December. Drei Wochen lang eine lange Stecknadel, deren Kopf die Größe einer Erbse hat, im Leibe zu haben, ist ein ebenso seltenes Vorkommniß als lebensgefährlicher Zustand. Und doch hat ein hiesiges Kind eine solche so lange Zeit bei sich getragen. Dasselbe hatte vor drei Wochen bei einer Spielerei mit der Stecknadel dieselbe plötzlich verschluckt. Ein operativer Eingriff erschien nicht möglich. Jetzt ist die Nadel auf natürlichem Wege abgegangen und das Kind aus drohender Lebensgefahr errettet. Nieder-Moos, 14. December. Wenigen Einwohnern unseres Vogelsberges wird es wohl vergönnt sein, eine so große Reise auszusühren, wie eine hiesige alte Frau. Dieselbe hat zwei Töchter in Bukarest (Rumänien), die ihr fortwährend schrieben, sie sollte zu ihnen kommen und alles Verlockende versprachen. Schließlich gab die Mutter nach, veräußerte ihre wenigen Sachen und begab sich Ende Mai d. I. auf die Reise, um den Rest ihres Lebens bei ihren Töchtern zu verleben. Als einige gute Freunde ihr zuredeten, hier im Vogelsberg zu bleiben, wurde sie fuchswild und meinte: „Ich komme mein Lebtag nicht wieder, ich bin froh, wenn ich erst aus Nieder-Moos heraus bin." Ende November kam nun an den hiesigen Bürgermeister von einer dieser Töchter ein Brief mit der Meldung, daß ihre Mutter in nächster Zeit dort wieder eintrrffen werde und mit der Bitte an den Bürgermeister, für dieselbe eine Wohnung zu besorgen. Dieser Tage ist nun die „alte Lies" glücklich wieder in ihrem Heimathsorte angekommen. Es soll ihr jetzt im rauhen Vogelsberg besser gefallen und will sie nie wieder in eine südliche Großstadt. (L. A.) Lanterbach, 18. December. Der obere Vogelsberg ist mit Schnee bedeckt, so daß dort bereits Schlitten verkehren können. Ober-Olm, 14. December. Nächster Tage feiert die Hebamme I. Louis Wittwe ihr '50jährtges Dienst- jubiläum- dieselbe ist im 76. Lebensjahre, jedoch noch sehr rüstig und versieht ihren Dienst mit großem Pflichteifer. Klein Krotzenburg, 16. December. Die seit einigen Wochen hier herrschende Maserneptdemte hat leider bis heute unter der Kinderwelt über ein Dutzend Opfer gefordert. Seit letztem Montag sind die Schulklaffen auf behördliche Anordnung bis auf Weiteres geschloffen. Die Epidemie hat sich inzwischen auch auf die Nachbargemetnde Hatnstadt ausgedehnt. Von den dortigen Schulkindern ist eine sehr große Zahl von der Seuche ergriffen. D. Ztg. Vermischtes. * W. Wetzlar, 18. December. Heute wurde ein achtzehnjähriges Mädchen wegen Kindesmord verhaftet. Sie hat ihr Kind gleich nach der Geburt erdroffelt. * Frankfurt a. M., 17. December. Freifrau Luise v. Rothschild war, was ihrem Wunsch entsprechend erst jetzt, nach ihrem Tode, bekanntgegeben werden sollte, die anonyme Spenderin, die durch Schenkung des CapitalS von 100,000 Mk. für das städtischen Schwimmbad seinerzeit die Inangriffnahme des Werkes ermöglichte, dessen Vollendung zu schauen ihr nicht mehr vergönnt sein sollte. * Biebrich, 10. December. Dieser Tage starb hier eine ältere Wittwe, die trotz ihrer Pension recht ärmlich lebte und aus übertriebener Sparsamkeit weder ihre schöne Wohnungseinrichtung in Anspruch nahm, noch sich genügende Nahrung gönnte. Sie brannte zum Beispiel niemals Licht. Ihr einziges und gewiß recht schönes Vergnügen (!) bestand barte — im Geld zu wühlen. Nach ihrem Tode fanden die "Leben 8000 Mark in Gold, lauter Zwanzigmarkfiücke, 13000 Mark in Papierscheinen und ein Körbchen, das Silberfeld enthielt, vor. Außerdem hatte die Wittwe noch einige Eapitalieu angelegt. ♦ Kiel, 14. December. Zahlreiche Opfer hat der Bau der coloffalen Hochbrücke des Nord-Onsee-Canals bei LevenSau gefordert. Nach erfolgter Verkesrsübergabe hat noch in voriger Woche der Arbeiter Baade durch die Kurbel der selbstlaufenden Winde schwere innere Verletzungen erlitten, sodaß er ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Im Ganzen forderte der Riesenbau in P/a Jahren nicht weniger als 33 Opfer. Vier Verunglückte waren auf der Stelle tobt, 29 haben mehr oder weniger schwere Verletzungen erlitten. * Geestemünde, 15. December. Der hier angekommene Tankdampser Brilliant rettete auf hoher See die Besatzung deS sinkenden amerikanischen Schuners Wllliamine, von Norfolk nach Plymouth bestimmt. ♦ Aas Sachsen, 15. December. AuS Concurrenz- neid versuchte in SachSdorf ein Schmtedemeister seinen ihm gegenüber wohnenden Berufscollegen durch einen Schuß in den Kopf zu töbten, brachte ihm aber nur eine schwere Ver- wunbung bei. Der Thäter erschoß sich, als er sah, baß sein Concurrent nicht töbtlich getroffen war. * Straßburg i. E., 17. December. Die Vorbereitungen für bie Jnbustrie- unb Gewerbe-Ausstellung, bie im nächsten Jahre hier staitfinben wirb, sind soweit gediehen, daß man eine hervorragende Provincial-Ausstellung erwarten darf. Das Ausstellungs-Gebiet umfaßt Elsaß Lothringen, Baben unb bie Pfalz, die sich zum ersten Mal zu einer Ausstellung zusammenthun. Die bis jetzt errichteten Hallen bedecken eine Grundfläche von nahe an 15,000 Quadratmetern, es sind aber noch größere Ergänzungsbauten von etwa 3000 Quadratmetern, sowie die offenen Hallen mit ebenfalls annähernd 3000 Quadratmetern zur Ausführung beschloffen. * Marseille, 17. December. Ein vor einigen Tagen hier verstorbener reicher Grieche, Namens Zubhiropoulo, hat 61/, Millionen Franken für wohlthätige Zwecke hinterlaffen, darunter 125 000 Franken für alle während seiner Sterbewoche in Marseille geborenen Kinder. * Stockholm, 16. December. Von schwedischer Aufmerksamkeit erhielten die deutschen Marine-Offiziere ge- . legentlich des Erscheinens der deutschen Kriegsschiffe aus Anlaß der Gustav-Adolf Feier vor Stockholm einen schönen Beweis. Gleich nachdem das deutsche Geschwader im Einlauf zu Stockholm Anker geworfen, ließ die Allgemeine Telephongesellschaft — das hiesige Telephonwesen befindet sich in Händen zweier Privatgesellschasten — ein Telephonkabel an Bord eines der Panzerschiffe führen, sodaß die Flotte in unmittelbare Verbindung mit Stockholm gesetzt wurde, eine Zuvorkommenheit, die d e deutschen Marine-Offiziere überraschte und freute. * Aus Rußland, 16. December. Der Veteran der napoleonischen großen Armee, Lieutenant Savin, ist in Saratow, 125 Jahre alt, gestorben. Briefkasten. Herr 8. in B. Die Nachricht aus Bellersheim ging unS bereits von anderer Seite zu. Red. Universität- - Nachrichten. — Studentische Doctoren. Aus Berlin wird dem Marb. Tagebl." geschrieben: Die Studentenschaft hat eine Zahl ganz gelehrter Commilitonen aufzuwetsen. Unter den 5031 Jmma- tricultrten sind 132, welche bereits den Doctorgrad erreicht hav.n; über die Hälste davon sind Ausländer. E.ner derselben (Clark aus Amerika), besitzt neben bssenscha,ten widmet, ift bereits Doctor zweier Fociiltä'en, der Medicm und der Pbilos"pb'e. Literatur und Xanft — »Deutscher Soldatenhort", illusirirte Zeitschrift für daS deutsche Heer und die Martne. Hcrausgeber: General-Lieutenant z. D- H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. Berlin^., Mauerstraße 68. VI. Jahrgang Heft 8 erschien soeben und enthält: Schwarze Husaren. Ertäblung au8 einer ungedruckten Chronik. Von O. Elster. (Fortsetzung.) — Manoverskizzen. Humoreske von Artbur Rehbetn. (Mit Abbildung.) — Deutsche Armeegeicktchte: Ein glücklicher Husarenstreich aus der Unglückszeit von 1806. Von Friedrich von Kamphausen. — Erstürmung deS GaisbergschlosseS. (Mit Abbildung.) — Aus unseren Kriegsjahren. Von General der Infanterie z. D. v. Kretschman.,— Aus fremden Ländern: Aus West-Afrika. — Vorbeimarsch einer Schutztruppen-Compagnie in Ostafrika vor dem Kaiserlichen Gouverneur. (Mit Abbtld"ngen.) — Sport in Japan. — L-trafrechts- pflege in China. — Vermischtes. — Vaterländische Gedenktage. — Literarisches. — Splitter und Funken. — Kameradschaftliches Plauderstündchen. — Räthsel. — Briefkasten. — Inserate. kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde. Die Bibelstunde im Tu'nsaal der Etadtknabenschule am Donnerstag den 20. December fällt aus. Wöchentliche Ueberfich> der Todesfälle in Gietzen. 50. Woche. Vom 9. December bis 15. December 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSztffer: 23 53°/« bezw. 11,76 nach AuSfchl. der Ortsfremd«. Kinder A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: 2.—15. Jahn Diphtherltts 1 (1) Rose unb insectlosem — — 1 CD Haulausschlag 2 Tuberkulose anberer — 1 1 Organe 2 (1) Sonstige entzündliche 1 (1) — 1 Erkrankungen der AlhmungS-Organe 1 1 — — Sonstige benannte 1 (l) Krankheiten 4 (3) 2 (2) 1 Summa: 10 (5) 4 (3) 2 (1) 4 (1) 8>M^a^er seine Angehörigen, Freundin- finnrmn’s Qnifti f/Ni ren, Untergebenen rc. angenehm UOBrlllÜ ü6H6 • Xv überraschen will kaufe als Zu- ® i a gäbe zu den Besckeerungsaegen- der Gständen einen Carton Doerlng’s Seife mit in hochelegantem ©der Eule. Mit dieser Gabe wird Niemand •einen Fehlgriff t,un, weil Doering1» Seife §mit der Eule für die Toilette geradezu »uncntbeh'lich und zu je 3 Stück in äußerst •prachtvollen und elegant ausgestatteten als L Cartons ringel gt ist, sodast ein Meth- Reitrabe zum «nachtscarton mit Doering’» Seife mit de- . 2 Eule eines der nützlichst n und «prüfen' Wclhnachtö-Geschcnk. •übelsten Geschenken bildet. 100b3 (Ohne Preiserhöhung.) • Engros-Verkauf: 5 Benner & Krumm, Giessen. Cheviot»und Buxkin für einen ganze« «nzvg^u Nh. 5.75 Kammgarn u. Melton für einen ganzen Anzug Mk. 9.7» je 3,30 m für den Anzug berechnet, verfend.t bir Ausschnitt, i-ben Mt'twoch und Donners- 10280 nemricn waiiacn. tflfl eintr bet Otto Kapiansgasse 21. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 10251 BiSmarckhüriuge Caviar 8'Si0 Hummer in Dosen, Salm in Dosen, Conserven 10283 empfiehlt Heinrich Wallach. Spar- und Leihkasie Gießen. Im Monat Decmber l. I. werden bei ber^unterjeiebneten Kaffe außer den feststehenden Zahltagen, Mittwochs und Samstags, noch au jedem Dienstag und Donnerstag Zahltage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Emlagebücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen, oder zuschreiben zu lasten. Zinsen, welche bis zum 1. Januar k. I. nicht erhoben sind, werden den Einlegern ohne Weiteres in den Büchern der Kaste zugt schrieben und von diesem Tage an verzinst. Es brauchen hiernach alle diejenigen Einleger nicht zu erscheinen, welche nur Zinsen beischreiben lassen wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen. Kunstverein. Die Gemäldeausstellung im Thurmhaus am Braud ift Werktags von 11 bis 1 Uhr, Sonntags von 11 bis 3 Uhr geöffnet. Mitglieder des Kunstvereins und deren Familienangehörige genießen freien Eintritt, für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis: Sonntags Eduard Fuckert 110271 15 Neuen B&tte 15. Goldfische ron 10 bis 20 Pfg, Meermuscheln tätlich billig zu haben auf dem Liuveu- platz. 10278 J. Kainz aus Passau. _. . . ..... Kieler Bücklinge Adertuch-MürM lcmpWt 9?79 Spindborde ; _ (g, Dori, Wallthorstraße. Waschseiler Sardellen, in großer Auswahl zu niedrigen Preisen 1 bei Heinrich Wallach. | (Milch)Becher. Versteigerung bestimmt. 10273 Engel, Gerichtsvollzieher. Kleinkinder-Bewahranstalt. Am nächsten Sonntag, den 23. December, soll die Christ- bescheerung unserer Anstalt gehalten werden. Nachmittags 4 Uhr findet zunächst in der Stadtkirche bei brennendem Christbaum eine kirchliche Feier statt — zugleich Gemeindegottesdienst — bei der die Kinder ihre Liturgie singen und der Pfarrer eine Ansprache hält. Alsdann werden gleich nach Schluß dieser Feier in der Kleinkiuderschule selbst, auch im Lichte des Christbaums, den Kindern ihre Gaben bescheert werden. Zu der kirchlichen Feier laden wir hierdurch allerseits freundlichst «in, ohne besondere Einladungen zu erlaffen, zu der Feier in unserer Anstalt können wir wegen des sehr beschränkten Raumes leider Niemanden einladen. Alle, die uns für die Christbescheerung unserer Anstalt noch Gaben zugedacht haben, bitten wir, dieselben baldigst an eine der Vorstandsdamen Gold. Md Sübersacheii-Versteigerung.! Bekanntmachung. l“a,ÄK Freitag den 21. December 1894, Nachmittags 2 Uhr, Mittwoch den 19. d. Mts.,'. K-;-nacknnn * ? zu Gießen in der früher Bramm'schen Hofrailhe !(Neustadt 55) werden oon Nachmittags 1 Uhr ab unb,1 ’,p nnhm durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: . die folgenden Tage, von Bor- ___________ E.mia urn g»— a) Silbersachcn. mittags 9 Uhr ab, werden im: „Erste Qualität von . Hofe des Bürgermeistereigebäudes, Schellfisch und CavUau Gartenstraße 2, Christbäumchen 10047 stets frisch im Rebstock.__ zum Preise von 10, 20, 30, 40 und _ ^utc unb’ morgen feinsten 50 Pfg. pro Stück, so lange der ~ - - - - - — Vorrath reicht, ausgegeben. Gießen, den 18. December 1894. An- und Berkaus von getragene« Kleider«, Weißzeug, Möbeln, Betten, Gold- unb Silber- fache«, Bücher«, Zettunge«, Acten, Papier, Kupfer, Meffing, Zinn- Blei unb Eisen. Ebenso werben Lumpen und Knoche« auf Verlangen jeberzett abgeholt bnrch 544i l-ouis Rothenberger Wwe. Prima Nußkohlen empfiehlt fuhren- und centnerwrise 9877 Sämmtliche Aackzuthaten in bester Qualttät empfiehlt E. Dort, Wolltborstr. 45. Weißes und Gelvurzauis, Buttergebacknes, Brenteu, Zimmtsterne und verschiedenes bunte Confeet, Honigkuchen eigenes Gebäck, sowie ächte Nürnberger Lebkuchen von Häberleiu, empfiehlt in bekannter Güte stets frisch 1002s Friedr. Noll Hofbäcker Telephon 81. Mäusburg 12. Mschsuttermehl zu haben bei 10145 Goldenberg & Marcus Christbäume find von heute ab auf dem Brand zu haben. 10288 Christbäume, oon beute ab große Auswahl 10219] ,3m Rebstock." Wkn-j-W (Bruft-Caramellen) von E. Übermann, Dresden, sind das einzige diätet. (Henutz- mittel bei Husten und Heiserkeit. Zu haben bei: 8942 Gebrüder Adami 14 Mäusburg 14. Theo, Chocolabe, Zucker, Rosinen^Corinthen, Sultaninen, Mandeln, Haselnußkern, Citronat, Orangeat, Vanille. Beste Qualität. - Billigste Preise bei [10281 Heinrich Wallach. Punsch-Efferrzen, Cfsenzen zu Bowlen, als Maiwein, Erdbeer, Ananas re. in Fläschchen von 25 unb 50 Pfg. Rum, Arrac, Cognac, ff. Ltiqaeure empfiehlt 1028 Heinrich Wallach. Großer, starker Hund zu verkaufe«. 9636 Näheres LSallthorstrafie 2. 10022) Drei vierräberige Transport- Wage« billig zu verkaufen. Karl Leib Kirchgasse 2. Buckskin-Reste weit unter Preis empfehlen 9773 Louis Treff & Cie. Leiden essen, 18. December Heute Nacht starb in lieber Sohn Die Beerdigung findet Donnerstag den 20. ds., Nachmittags 4 Uhr, 10270 von Grünbergerstrasse 16 aus statt. Den in unserem Bureau aufgestellten MMmd halten wir zur gefl. Benutzung bestens empfohlen. J. Kurz & Cie., Bankgeschäft 10209 Bahnhofstraße 63. Bäuerischer Gesangverein. Mittwoch (2. Feiertag), Abends S Uhr: Abeudunterhalturrg mit Berloosnug aer auf dem Lahnstein. Eintrittskarte« für einzuführende Nichtmitglieder ä 75 Pf. find -u haben bet H. Belloff, Alicestraße, Peter tkSnig, „Stadt Cassel-, Louis LSd, »Bter, grund" und bei H. Hermann, »Wiener Hof-. — An der Kasse 1 Mk. [10266 SW* Damen haben freien Zutritt. 'M Der Vorstand. Einen großen Wen neu eiugettoffeuer kkSchlllfröckeB M eihnachts-Geschenken sehr geeignet emftehlt zu billigst gestellten Preisen 10275 Carl Frensdorf Erstes Specialgeschäft für Herren- und Knabengarderobe Bahnhofstraße.Ecke Neustadt. Empfehle prima Süß-Rahm-Tafel-Butter zu Mk. 1.20, Landbutter per Pfd. Mk. 1.15, Schweizerkäse per Pfd. Mk. 0.90, Dampf-Molkerei Hießen 10021 Lahr. Hochfeine Süssrahmbutter, aus der Dampfmolkerei Ostheim b. Butzbach, empfiehlt [9901 J. Rfl. Schulhof. Atelier f. H'ortraitsmal'erei. — Auch Unterricht daselbst. — 10087 Otto Fritz, Bleichstmße 24. Die Wcinhan-!ung 5°"' unterhält ein großes Lager 9016 in- und ausländischer Weine. Wermiethungen. 10268] Mittlerer Stock, 4 Zimmer nebst Zubehör, Wasserleitung, Bleichplatz und Gartenantheil, per 1. April, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. ___________Grünbergerstratze 38. 10269] Wolke« gaffe 17 LogiS zu vermietbe«._____________________ 10196 Ludwigstratze 1, der mittlere Stock vom 1. April 1895 ab, ander- weit zu vermiethen. L. Petri II. 10185] Mansarden-Logis zu vermiethen. __________________Marktplatz 19. Göthestraße 31. Beletage, 5 Zimmer, mit allem Zubehör, Gartenantheil und Bleichplatz, per sofort zu vermiethen. Zu erfragen Selters- weg 67, H., od. Marktstr. 9. 10176 10113] Der zwe te Stock ist zu ver- miethen.__________EelterSweg 44. _ 9807] SchSue Wohnung von vier Zimmern nebst Zubehör «. Waffer« lettung ist per 1. Januar ev. später zu vermiethen. Tonnenstratze 25. Neustadt 1 ist eine schöne Balcon« Wohnung per sofort zu vermiethen. Näheres Neustadt 1, 2 Tr. 9578 9899] Freundl. Mansarden-Wohnung mit Wafferl. zu verm. Wallthorstr. 16. Vertag Eurt von Münchow. Soeben ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Großer Alan von Gießen Maßstab 1 : 5000. 10232 Nach amtlichen Quellen «en bearbeitet. Mit etmm Führer durch Gießen. Auf stark weiß Schreibpapier 75 Pfg. In Taschenformat gebrochen, auf Leinwand aufgezogen Mk. 1.50. Für Bureaux auf Pappe aufgezogen, lacktrt Mk. 2.—. Poröswasserdichte Lodenmäntel und Lodenjoppen in allen Kanons empfehlen 9584 L. Treff & Cie. 90321 Dritter Stock w. Vers-, sofort oder später beziehbar, zu vermiethen. ________L. Bramm, Ostavlage 31. 8850] In meinem Neubau, Steinstr. 17, nächst der Nordanlage, sind 3 Wohnungen mit je 5 Zimmern und 2 Kammern, nebst allem Zubehör und Gartenantheil sofort zu vermiethen. ________Andr. Guter, Steinstr- 11. 8660] Schöne Wohnung, 2. Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, Gartenbenutzung zu vermiethen- Bahnhofstraße 39, pari. 8682] Der dritte Stock, 7 Zimmer mit Zubehör, ist per 1. April 1895 zu vermiethen. L. Petri I. Ww„ Neuenweg 39. 5721] In der Ludwigstrape sind 3 große Wohnungen mit allem Zubehör zu ver- miethen- Näheres Ludwtgsstraße 36. 5048] Westaulage 17, Bei - Etage, 6 Zimmer, Badezimmer, Balkon u. s. w sofort zu vermiethen. Näheres bet Ä. Klees, Südanlage 18. 5266] Eine schöne Wohnung, 4 Zim mit Mansarde und allem Zubehör, per sofort zu vermiethen. Bahnhofstr. 2. 1159] Schönes LogiS, 5—6 Zimmer, ist an ruhige Leute zu vermiethen. L. «linket, Bahnhofstraße 10. 10067] Wohnungen von 5 Zimmern nebst allem Comfort per sofort oder 1. April zu vermiethen. Westanlage 44 9760] Eine schöne Wohnung mit allem Zubehör, sowie Gartenantheil zu ver- mtethen.___________Bahnhofstraße 60. Wilhelmstraße 3 4 Zimmer, Küche, Speicher und Kellerräume, sind per 1. Januar 1895 zu ver- mtethen. Näheres Markt 10. 10103 408Z] Der von Herrn W. Katz seither innegehabte Laden, nebst Wohnung, ist sofort zu vermiethen. Gg. Mäht, Hofmetzger, Babnbofftr. 1. 9904] Möbltnes Zimmer per 1. Jan. zu verm Nordanlage-Wierstr. 11. 8583] MöblirteS Zimmer mit Cabtnet zu vermiethen._________Ne nweg 36. 8609] 2 schöne, unmöblirte Zimmer zu vermiethen. BtSmarckstraße 6 11. Z Möbl. Zimmer zu vermiethen. 40 Bahnhosstr. 40. 7079] Ostanlage 9. Schön msblirtes Zimmer zu vermiethen.__ 10172] Zwei möblirte Zimmer zu ver- mieihen.__Schillerftraße 27. Möbl. Zimmer in ruh. Loge an einzelne Dame zu verm. Westanlage 7, n. Gut mäbl., geräumiges Zimmer zu vermiethen- Bletchstraße 5, Mtttelftock. Mermischte Anzeige»!. Entlaufen ein Fox Terrier, weiß m't braunen Flecken. Wiederbrtnger Belohnung. 10^76____________Ludwigstratze 8. Muff liegen geblieben 10287 Robert Haas, Sesiersweg V<. 8809 Zitherlehrer Adolf Arnold Giessen, Dammstr. 24. Kunstgerechter Unterricht nach anerk. bester Methode. Privat-Capitalistea bestellt Probenummern der „Neuen Böreen-Zeitung“, Berlin, Zimmerstrasse ICO. Vereandt gratis u.franco. iür «in Photographische- Geschäft mit Familien- Wohnung wird für April oder Mai 1895 zu miethen gesucht. Offerten unter 8. 100 an die Expedition des Gießener Anzeiger erbeten. 10249 werd?» Mädchen, “bürgernd) kochen können, auf gleich und Weihnachten von Fra« Müller, 1. Vermtethbureau, TeufelSlustgärtche« 26. [10218 10266] Mädchen gesucht für hier und für Darmstadt durch Frau Hütteuverger, SelterSweg 67. Verehrlichen Interessenten zur gefl. Kenntnißnahme, daß ick mich als Markscheider hier niedergelassen habe. 9985 Ludwig Henrich, Markscheider Frankfurterstraße 59. In jeder deutschen Familie sollte die „Thierbörse" gehalten werden; denn die „Tbierbörse", welche im 8. Jahrgang in Berlin erscheint, ist unstreitig daS interessanteste Fach» und Familienblatt DeuischlandS. Für Jeden in der Familie: Mann, Frau und Kind ist in j der Nummer etwas enthalten, was interessirt Für nur 75 Pfg. pro Vierteljahr abonnirt man 1SGBT bet der nächsten Postanstalt, wo man wohnt, auf die „Thterbörse" und erhält für diesen geringen Preis jede Woche Mdiwochs:' 1. gratis: Den Landwirthschasilichen und industriellen Central-Anzeiger; 2 gratis: Die Internationale Pflanzenbörse; 3. gratis: Die Naturalien- und Lehrmittelbörse; 4. gratis: Tie Kaninchenzeilung; 5. gratis: Das illustrirte Unterhaltungsblatl (Romane Novellen, Beschreibungen, Räthselu s w , u. s. w ); 6. gratis: Allgemeine Mtttheilungen über Land- und Hauswirthschaft und 7. gratis: Monatlich zweimal einen ganzen Bogen eines hochinteressanten, fachwissenschastlichen Werkes. Kein Blatt Deutschlands bietet eine solche Reichhaltigkeit an Unterhaltung und Belehrung. Für jeden Thier- und Pflanzenliebhaber, namentlich aber für Tbierzüchter, Thterhändler, Gutsbesitzer, Landwtrthe, Forstbeamten, Gärtner, Lehrer rc. ist die Thierbörse unentbehrlich. Alle Postanstalten in allen Ländern nehmen jeden Tag Bestellungen auf die „Thierbörse" an, und liefern die im Quartal bereits erschienenen Nummern für 10 Pf Porto prompt nach. Man abonnirt nur bet der nächsten Poftanstalt, wo man wohnt. 1887 81.80 100 30 25.50 70.10 33.80 101.20 105.05 4V6u/o Oesterr. Stlberrente 4°/o Ung. Gold-Rente 3°/o Portugiesen 6% Mexikaner 4% Monopol-Griechen von 104.15 95.65 103.7' 103.10 103.90 31/#0/o DeuttcheRetchsanl. 30/0 Preuß. Consoltz 3Vfi°/o Gr. Hessische Obl. 4% Stadl Darmstadt 0. 1891. 4% „ Worms unk. b. 1901 3.o/o Oesterr. Staatsbahn v. 1885 3°/u Jtal. staatsgar. Eifenb. 88.451 40/0 Eisenb. Rentenb. Obl. 51.5515o/o Buderus Obl. 9991] Wohnung mit Bureau Käs ©brauch.® von 8—10 Zimmern in ein oder f ■ * c .. lrtne lefftungSfahige Allgäuer Kase- zwe: Stockw. für nächstes Frühjahr flrma sucht für Gießen «. Umgebung gesucht. Oss. mit Preiüang. unter einen tüchtigen Vertreter. Gefl. Offerten K. J. 0. an die Exped. erb. »"b T 66 an Rudolf Moffe, Kempten 10267! Mädchen zwischen 16 bis 17 (Bayern).------------------------10284 Jahren für tagsüber gesucht. 10274] Tüchtiger Pferdeknecht so- Zu erfragen in der Exped- d. Bl- fort gesucht Hammstratze 5. Coursbericht von J. Kurz & Co., Giessen, Aahnhofßraßt 63 Frankfurter Börse vom 18. December 1894. 3t/2o/0 Frankfurter Hyp. Bk. 100.00 4o/o Frkf.Hyp.Cred.V öerU.100% 102.50 4o/o DeutfcheGrdsch.B.unk.b.1904 104.20 3