1894 NK. 220 Zweites Blatt. Donnerstag den 20. September Amts- und Anzeigeblatt für den Ttreis Gieren Hratisbeitage: Gießener Kamittenötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Vierteljähriger , Zibonncmentspreisr, 2 Mark 20 Pfg. mir Bringcrlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchutNraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vermischte» ♦ DLfseltzorf, 17. September. Der Postcassirer Robert G'raichen auS Essen a. d. R. ist nach Unterschlagung von Postkassengeldern in Höhe von 30,000 Mk. seit 6. September flüchtig. Gratchen ist am 6. September Abends in Darmstadt gesehen worden, seitdem sehlt jede wettere Spur. Graichen stammt aus Ziegelheim (Kr. Zwickau), ist 1,75 Meter groß, hat schlanke Gestalt, dünnes schwarzes Haar (Platte), schwarzen, nicht starken Schnurrbart mit Fliege, gebräunte Gesichtsfarbe, trägt Stahlbrille. Seine Kleidung bei der Abreise bestand in Jaquetanzug aus dunklem, blaucarrrrt und roth melirtem Stoffe und weichem schwarzem Filzhut. Der Flüchtling spricht sächsischen Dialect und ist auch des Französischen und Englischen mächtig. Auf Ergreifung Graichens und Wiedererlangung des Geldes hat die Oberpoftdirectton in Düffeldorf 1200 Mk. Belohnung ausgesetzt. Von etwaiger Festnahme ist die Staatsanwaltschaft in Effen zu benachrichtigen. * Ein Dachdeckergeselle aus Querfurt, der bei der Arbeit auf dem Dach eine« Neubaus ein etwa s/i Centner Schiffsnachrrchterr. Hamburg, 17. September. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg-Amertka-Ltnie. Dampfer -Virginia" ist am 15. September von Newyork in Kopenhagen angekommen. Dampfer „Polynesia" ist am 15. September, 2 Uhr Nachmittags, von Newyork via Scandinavien nach Stettin abgegangen. Postdampfer „Persta" ist am 15. September, 6 Uhr Nachmittags, von Newyork nach Hamburg abgegangen. Dampfer „Albtngia »st am 15. September in Neworleans angekommen. Postdampfer „Grasbrook", von Westindien kommend, hat am 1b. Septembn^, 9 Uhr Abends, von Havre die Reife nach Hamburg fortgefetzt. Post- dampser „Borussia" ist am 15. September, 2«/i Nachmittags, von Hamburg via Havre nach Westindten abgeyangen. Dampfer „Wandrahm" ist am 15. September, 9 Uhr Morgens, von Montreal nach Hamburg abgegangen. Postdampfer „Bavaria", von Westindten kommend, hat am 16. September, 11 Uhr Morgens, von Havre die Reife nach Hamburg fortgesetzt. Dampfer „Hungarta", von «altiuwre nach Hamburg zurückkehrend, passirte am 16. September, 6 Uhr Morgens, Lizard. Postdampfer „Prüfst-" ist am 16. September Morgens von Hamburg via Havre nach Newyork abgegangen. Pofl- dampfer „Eheruskta" ist am 16. September in Colon angekommen. Postdampfer „Rhenania", von Westindien nach Hamburg zurück- kehrend, ist am 16. September, 1 Uhr Nachmittags, in Havre ang^ kommen. Dampfer „Baumwall", von Montreal via Antwerpen nach Hamburg zurückkehrend, p»sstrte am 16. September, 7 Uhr Morgens, Ltzard. Postdampfer „Moravia" ist am 17. September Morgens von Newyork in Hamburg angekommen. Dampfer „Stetnhoft ist am 15. September Nachmittags von Hamburg via Antwerpen nach Montreal abgegangen. Postdampfer „Russia" ist am 16. September, 7 Uhr Morgens, von Hamburg via Havre in Newyork angekommen. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A-amilienvtLlter werden dem Anzeiger wächentlich dreimal beigelegt. Theil. Großherzogliche Fachschule für Elfenbein- und Holzbildhauerei und verwandte Gewerbe zu Erbach i. O. Das Wintersemester beginnt Montag, den 8. October Lehrfächer: Zeichueu und Modellieren, Schnitzen in Elfenbein und Holz, Borträge über plastische Anatomie, Stillehre und Materialieuknnde; Unterricht in Buchführung, Rechnen, Deutsch rll. s. w. Schulgeld pro Halbjahr 10 Mark. Unbemittelten Schülern kann die Entrichtung des Schulgeldes nachgelaffen, auch die Stellung der Zeichenmaterialien und die unentgeltliche Ueberlaffung der Werkzeuge für die Dauer des Besuches der Schule bewilligt, sowie auswärtigen der Besuch der Schule durch einen Unterstützungsbeitrag erleichtert werden. Bei Gesuchen um Gewährung der einen oder anderen Art dieser Erleichterungen, welche bei dem Hauptlehrer einzu- reichen sind, werden neben der Vermögenslage des Schülers auch die Vermögensverhältniffe der Heimathsgemeinde oder das Vorhandensein geeigneter Stiftungsmittel in Betracht gezogen. Anmeldungen nimmt der unterzeichnete Hauptlehrer entgegen und ist auch zur weiteren AuskunstSertheilung bereit. Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes. Der Großh. Hauptlehrer. I. V.: Mülberg^er. Görig. Mchener Anzeiger Generat-Mnzeiger. oder einem Lappen auf. Die feinsten wie die gröbsten Gegenstände aus Stahl und Elfen können damit geschützt werden. Die Salb« ollte immer tn Bereitschaft fein und befonderS vor Eintritt de« Winters, bevor die Gcräthe aufgehoben werden, in Anwendung kommen. DaS Verhüten des Rostes besteht .bekanntlich darin, den Sauerstoff der Luft abzuhalten, und jdieS ist am besten zu erreichen mit Ueberziehen der Gegenstände mit einem Fettfirniß, wie oben angegeben. ______________ — «in wichtiges «eneS verfahre« in der vniter- bereitung. Müller tn Königsfeld erh,elt aus ein „Säuerungs» verfahren" ein Patent. Da dieses Verfahren tn verschiedenen mtlch- wirthfchaftlichen Versuchsstationen sich practifch günstig bewahrt hat, so theilen wir über d-Sselbe Folgendes mit: Dieses neue Der^hrm besieht darin, daß man dem zu verarbeitenden Rahm, bezw. der Milch, den zur Verbutterung erforderlichen SäuerungSgrad willkürlich zu passender Zeit durch Beimischung einer entsprechenden Menge chemisch reiner Salzsäure verleiht und darauf sofort die Butterung bytnnt. Eine Säurenmenge von 2 bis 4 Gramm pro Liter Rahm ist ausreichend, um die augenblickliche Herbeiführung deSfmtgem Rahm- zustandes zu bewirken, welchen man practifch als die „ButterunaS- reife" bezeichnet. Abgesehen von dem großen Nutzen, der durch die Befchleunigung und Vereinfachung deS ganzen MolkeretwefenS erzielt wird, ergtebt sich durch Anwendung des Müller sch en Verfahren« eine größere Ausbeute an Butter, gleichzeitig fällt dieselbe seiner und gleichartiger aus und erweist sich außerdem haltbarer als die nach dem früheren Säuerungsoersahren gewonnene Maare. -^ Molkereien machen wir auf dieses Säuerungsoersahren für Butterbereitung ganz besonders aufmerksam. schweres Stück Dachpappe so unvorsichtig neben sich gelegt | hatte, daß es ins Rollen kam und herabstürzend eine Frau auf der Stelle tobt schlug, ist am Montag von der Strafkammer in Naumburg mit 3 Monaten Gefängniß bestraft worden. * Spremberg, 18. September. In der Friedrichshainer Juliusgrube fand eine Explosion schlagender Wetter statt- zwei Fördermänner wurden getödtet. * Constantine, 17. September. Der Tischler Brun erwachte in der letzten Nacht infolge eines Geräusches. Er ergriff sein Gewehr und schoß auf eine Gestalt die er im Garten wahrnahm. Ein Schrei ertönte, der Tischler hatte seine Mutter getödtet. • Die neueste Volksbelustigung. In der „Jenaischen Zeitung" stndet sich folgendes Inserat: Schützenptatz Jena. Sonntag den 9. und Sonntag den 16. September: Zwei große Volksfeste, verbunden mit '.Ausstellen, Schießen und Braten eines mächtigem braunen Bären. Derselbe ist drei Jahre alt und wiegt 280 Psund. Nächsten Sonntag, als dem 9. September, wird derselbe auf der Schützenwtese aus- gestellt, um 3 Uhr und um 5 Uhr gefüttert und nachdem von dem berühmten Bärenjäger Mr. Johnson auS Grönland vor den Augen des Publikums erlegt. Sodann abgezogen, ausgeweidet, acht Tage auf Eis gelegt und Sonntag den 16. September am Spieß gebraten und portionsweise verspeist. Großes Concert, Caroussel, Schießbude, Kinder- belustigungen zur Stelle. Die Vorkehrungen sind so getroffen, daß jede persönliche Gefahr ausgeschlossen ist. Verkehr, Caub» unb Vott»«> irth schaft. — Soll man die Pferde Morgen« oder Übend« pntzen l Durch das Putzen, besonders das Striegeln, wird bie Hautlhättgkett ungemein angespornt, baS Blut drängt nach der Körperoberfläche, die Blutgefäße tn derselben erweitern sich und es entsteht größere Disposition zu Erkältungskrankheiten. Geschieht das Striegel» Abends, foj ist der Retz bis zum nächsten Gebrauch der Thtere vorüber, nicht aber, wenn dasselbe Morgens kurz vor der Arbeitszeit geschieht. Der plötzliche Temperaturwechsel, welcher im Minier nichl zu umgehen ist, kann, namentlich bet edleren Pferden, dann besonders leicht üble Folgen nach sich ziehen. Es kommt hinzu, daß beim Striegeln am Abend die erhöhte Hautthätigkett den Thteren die ganze Nacht im warmen Stalle zu Gute kommt. Der festgesetzte Schmutz und Schweiß, welche die Poren der Haut verstopfen, hindern die RespirattonSthätigkett und muffen Abends entfernt werden, denn nur bei guter RefptrationSthättgkett ist auch eine hohe Leistungsfähigkeit denkbar. — Gegen da« Rosten der «ikergerLthe «nd landwirlh- schaftttche« Maschtnenthetle. Da die Landwtrthe, zumal in nassen Zähren, viel Verdruß und Nachthetl von dem Rosten der Ackergerälhe und dem Etnrosten landwtrthschaftltcher Maschtnenthetle haben, so sei erwähnt, daß das Rosten von Ackergeräthen und anderen Eifensachen durch einen einfachen Ueberzug von Speck und Harz leicht vermieden werden kann. Man schmilzt drei Theile Speck mit.einem I Theile Harz zusammen und trägt die Mischung mit einer Bürste Fenilleton. Aennchkn will ins Kloster. Von Göza GLrdonyt. (Autortsirte Uebersetzung.) (Nachdruck verboten.) — 10. Juni'. Ich that eine Gelübde, Nonne zu werden. Die Nonnen find lieb und gut und haben ein reines Herz. Gott hat sie gern. Ich konnte mir das Himmelreich nie ohne Nonnen vorstellen. Seit drei Tagen bin ich zu Hause. Ich durchstreifte Wald und Flur. Der Wald ist jetzt feierlich und ernst. Die Bäume beten, die Bienen singen und die Seelen der Blumen steigen zum Himmel empor. Die Felder und Fluren haben noch daffelbe Aussehen wie vor fünf Jahren. Die großen weißen Gänse führen kleine gelbe Gänschen im Grase spazieren. Wie seltsam, daß ich Julie nicht mehr vorfinde. Ein anderes Mädchen hütet jetzt die Gänse. Julie ist heran- gewachsen und hat geheirathet, die Arme. O, mein Gott! Ihr Mann hat sie schon zweimal geprügelt. Mama sagte, daß ich auch schon ein großes Mädchen lei- es werde nun bald an der Zeit sein, mich zu ver- heirathen. „Niemals! Niemals!" rief ich verzweifelt. Und ich ging in den Garten hinaus. Ich verbarg mich zwischen den Johannisbeersträuchern und weinte. — 11. Juni. Heute war Herr Balogh bei uns. Ein junger Guts- Besitzer. Unser Nachbar. Er will mich heirathen. Und er ifi es, der nicht zugeben will, daß ich Nonne werde. Ich fühlte, wie ich bleich wurde. Meine Glieder bebten. Ich sah ihn an, wie man einen Mörder anblicken mag, und ließ ihn in meinen Augen lesen, daß ich ihn Haffe. Er lächelte und ergriff meine Hand. Er wagte es, sie anzufaffen. Dann meinte er, sie sei klein und weiß. „Mama," sagte ich und riß meine Hand los, „ich habe Kopfweh." Die Mutter gab dem Zug die Schuld. Kathi vergeffe immer sechs, acht Fenster zu schließen, wenn sie mit dem Abstäuben fertig sei. Ich küßte der Mama die Hand, grüßte Herrn Balogh mit einem kurzen eisigen Kopfnicken und begab mich in mein Zimmer. In der That, ich war betäubt. Infolge der aus- gestandenen Aufregung durchglühte mich fieberische Hitze. . . Ich schaute meine Hände an. Sie find wirklich klein und weiß. Wie gut wird es mir paffin, wenn ich sie in der Kirche zum Gebete falte. Ich sank auf das Sopha, und wie ich so ruhte, kam es mir vor, als ob das Kleid der Aebtisfin in meiner Nähe rauschte. Ich schloß die Augen. Ich vermag auf dtese Weise ihre Erscheinung mir immer hervorzurufen. Da stand sie nun vor mir in ihrem dunkelblauen Gewände und dem über ihre Schultern herabwallenden großen weiten Kragenmantel, himmlische Güte auf ihrem geheiligten, bleichen Antlitz und tiefe Andacht in den flachsblumenblauen Augen. Um mich herum höre ich das einschläfernde heilige Brausen der Orgel. Und die Aebtisfin flüstert: „Gebet Acht, daß Ihr nicht in Versuchung geführt werdet!" O, nun begreife ich erst die heilige Mahnung, jetzt erst erleuchtet sie mich. Der Versucher ist erschienen. Mein Herz, meine Seele, nun seid stark! * — 12. Juni. Heute war Familienrath. Papa sagte, er habe Herrn Balogh's Besitzung angesehen und im Grundbuche nachschlagen lassen. „Die Heirath ist wünschenswerth." Damit schloß er den Bericht und setzte seine Pfeife in Brand, ohne mich auch nur um meine Meinung befragt zu haben. Mama nickte fortwährend mit dem Kopfe, sah mich dann hinter dem Augenglas hervor an und wiederholte leise: „Die Heirath ist wünschenswerth." „Papa," sprach ich mit erstickter Stimme, „ich möchte Nonne werden." Daraushin warf Papa den FidtbuS zu Boden, wendete sich heftig zu mir und rief zornig: „Komm mir nicht wieder mit Deinen Nonnen, die alle . . ." Ich hielt mir die Ohren zu und lief in mein Zimmer, um seine Lästerung nicht zu hören. O, wie schrecklich ist doch dieser Papa manchmal! Man merkt ihm an, daß er nicht von Nonnen erzogen wurde. * — 13. Juni. Kathi, welche durchs Schlüsselloch den wetteren Verlauf des Familienraths belauscht hatte, erzählte mir dann, daß man mich zur Heirath nicht mehr zwingen werde- Herr Balogh möge auch weiter ins Haus kommen, so oft es ihm beliebt, aber zu mir werde man nichts mehr über die Sache reden. In meiner Freude schenkte ich Kathi das Bild der heiligen Genovefa, auf welches Schwester Theresia geschrieben hatte: „Aennchen Nagy zum Lohne für die Tugend de« Schweigens." „Nun magst Du schon kommen, Versucher!" dachte ich. — Und er kam auch. (Fortsetzung folgt.) Concursversahren. lieber das Vermögen des Jean Häuser in Leihgestern wird auf seinen Antrag heute, am 15. September 1894, Nachmittags Uhr, das Concursversahren eröffnet Der Kaufmann Ferdinand Hoffmann in Gießen wird zum Concurs- verwalter ernannt. Concursforderungen find bis zum LS.October 1S94 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände — und Wollene und wasserdichte Pferdedecken, wasserdichte Wagendeckeu billigst bei 6586 Louis Wittich II-, Sattler, ___________Neustadt 6«___________ Oscar Hopfners Institut 38. Ostanlage 38. empfiehlt zur gefl. Benutzung eine geatchte Personenwaage 7305f neuesten Systems. zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag den2S.Oct.R8S4, Bormittags S Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Coucursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Coucursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 30. September 1894 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen. _________Dornseiff. [7643 Vergebung von Bauarbeitern Im Hof der Universitätsbibliothek wird ein neuer Holz- und Kohlenschuppen, eine Müllgrube und eine 18 Meter lange Einfriedigungsmauer zur Ausführung kommen. Die hierbei vorkommende Maurer- und Stein- Hauerarbeit, sowie die Zimmerarbeit und der Abbruch des alten Holzstalles sollen öffentlich vergeben werden. Die Angebotunterlagen liegen im Amtslocal unterzeichneter Stelle offen, woselbst auch die Angebotformulare abgegeben werden. Eröffnung der Angebote: Samstag den 22. Sept. d. Js., Vormittags 11 Uhr. Beginn der Ausführung: Montag den 24. Sept. d. Js. Gießen, den 17. Septbr. 1894. Großh. Kreisbauamt Gießen. Reuting. 7648 Obftversteigerung. Freitag den 21. d. Mts., Vormittag um IO Uhr an» fangend, soll das Gemeinde - Obst, bestehend in Aepseln, Birnen und Zwetschen, öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist beim Teich, im oberen Theil des Orts. Rödgen, den 17. September 1894. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. ________Jnderthal. 7645 Obftversteigerung. Donnerstag den 20. Sept, sollen auf dem Zimmer'schen Hofgut dahier Aepsel, Birnen und Welschnüsse am Baum versteigert werden, sowohl Wirthschaftö- wie Tafelobst. Zusammenkunft unweit der Ziegelei, Vormittags 10 Uhr. [7596 Winnerod, den 14. Septbr. 1894. Hermann. Bergmann kommt! Alle Sorten prima Stein- und Nußkohlen, sowie auch kleingemachtes Holz und Briketts, im Kleinen und im Großen Von 25 Ctr- an liefere ab Bahnhof frei ans HauS. 7101 J. Unverzagt, _______________Stetnftraße. X Meine Briketts, X welche sich durch große Sauberkeit und Heizkraft, sowie den geringen Aschengehalt von nur 6o/g auszeichnen, bei wenig Nuß und gar keinem Geruch, verkaufe von 20 Ctr. ab ü Centner 73V, Pfg. frei ans Haus- 6987 Alle übrigen Kohlensorten liefere in nur guter und reiner Qualität zum billigsten Tagespreis. Gg- Unverzagt, 5 NaplanSgasse 5. fl cS « & ® *■* e m fj o " E » s " C « S5® e N Backsteine, Feldbrand la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe und gute Abfahrt, auch können dieselben an die Baustelle geliefert werden. 6226 Andr. Euler. 6575] LogiS in schöner, freier Lage, 6 Zimmer, Badezimmer u all. sonst. Be- quemlichkett. nebst Garten, gleich beziehbar, zu verm. Näheres durch Agent KleeS. 7278] Ludwigstratze 19 mittlere Etage zu vermtethen. Näheres bet Frau A. Petri, Neuenweg 41.____________ 6647] Der obere Stock, 6 Zimmer mit all. Zubeh., verm. Kirchstratze 1. 7576] Ein Logis (8 Zimmer mit Zu- behör) bet Jungblut, Promenadehaus. 7594] Schöne Familienwohnung im 1. Stock, 3 Zimmer mit Wasserleitung und sämmtl. Zubehör, zu vermtethen. Gg. «rast, Wetzstetngaste 42. 74541 Drei Zimmer, Küche und Zubehör im Hinterhause. Lindenplatz 5, 2. St. 7468] Krofdorferstr. 9 ist der unterste Stock zu vermtethen. Heinrich Rin« V.» Heuchelheim. 7402] Der 2. Stock meines Hause-, Bahnhofstr-59, best- aus 5 schönen Zimm, nebst allem ^Zubehör, alsbald zu verm- «. G. Kleinhen«. 7Bb8] Weserstratze 6 ist der Parterre- Stock vom 1. December ab anderweit zu vermiethen resp. beziehbar. Nähere- Marburgerstraße 88.________ 7381] Kl Familtenwohnung zu ver- miethen.Wolf, Bahnhofstr. 32. Wichtig für Hausfrauen! Die unter der Marke Mephanten- Kaffee' 7267] Die Wohnung in meinem Nebcnhause ist zum 15. October anderweit zu vermtethen. Rechtsanwalt Holzapfel. "7080] Grünbergerstr. itz ist der untere Stock, bestehend aus 6 Zimmern nebst Zubehör, zu vermiethen. , «ui/uwuifuutji ui, yuucuui, wcHjunuyuiuci ui» i «. & G. Wallenfels, Marktplatz 21. > vermtethen. «irchstratze 11 tt M f. AourVon rxtraf. Mokka H. Disqaä & Co., Mannheim, bekannten und beliebten flcbrannteu OualitntS-Kaffce per Pfund f. Westindisch Mischung ü W. 1.60 f. Wenado 6917] Hum 1. Oct. an ruhige Mtether 2 Zimmer, Küche, Wasserleitung rc. zu verm. W. Herder, Ktrchenplatz 11, II. 7034p Schillerstrabe 15, II, 5 Zim. mit Zubehör u Garten, per i. October. 6352] In meinem Neubau, Hofmann- straße (Nähe de« Bahnhofs), sind per October 2 Wohnungen von je 6 Zimmern mit Badezimmer, Trockenspeicher und sonstigem Zubehör zu vermiethen. Heinrich SarlL, Westanlage 42. 6259] SÄSneS ffamilienlogtS, drei Zimmer, Küche, Wasserleitung und allem Zubehör, wegzugshalber bis 1. October zu ' nermirtbrn. Oirdifirnftt II. „ v 1.70, „ 1.80, find stet- frisch zu haben " * 634t! in Sietzen r Aritz Gglh, Brandplatz 10, Wtlh. Haas, Bletchstraße 21, Jaeob H tuser, Ludwlgsstraße 36, «Ugust Roll 11., Bahnhofstraße 51, | Licht I Licht! Licht! Ich empfehle als Hauptvertreter für Gießen die zum Patent angemeldete« NeiiM (tauliililiWtfniifr. Die Glühkörper dieser Brenner werden mit dem neuesten Preßgasapparat vorbereitet, wodurch ein höhere Leuchtkraft und Haltbarkeit erzielt wird. Glühlichte für Vorplätze, Terrassen und Gartenbeleuchtung. Infolge wettgehende» Entgegenkouimens der Fabrikanten kann ich von heute ab den kompletten Glasglühlichtbrenner für 9 Mark liefern, Glastulpen von 1 Mark an. — Ferner empfehle GlühkSrper-Schützer, patenttrte verstellbare Glüh, körperträger, sowie Kleinsteller. Erlaube mir noch zu bemerken, daß meine Gasglühlichtbrenner nachweisbar 10% Heller brennen als die seither eingcführten. 6613 Uebernahme von Gasleitungen, sowie aller darin vorkommenden Reparaturen werden auf das Sorgfältigste, Prompteste und Billigste unter Garantie ausgeführt. P. Walter, Jnftallationsgeschäst, Kaplansgaffe 23. 6075] Schöne Wohnung, 2. Stock, fünf Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. Bäckermeister NNck, Bismarckstraße 6. 5721] In der Ludwtgstraße sind 3 große Wohnungen mit allem Zubehör zu oer? miethen. Näheres Ludwlgsstraße 36. 5719] Eine Wohnung, zwei Zimmer mit Cabinet, Küche mit Wafserllg. und sonstigem Zubehör, sofort sehr billig an nur ruhige Miether zu vermiethen. ______________Wallthorvratze 17. 5335] In meinem Neubau, Stetnstraße nächst der Nordanlage, sind 5 Wohnungen mit ^je 5 Zimmern und 2 Kammern, sowie 1 Mansarde mit 3 Zimmern u. 1 Kam., nebst allem Zubehör pr. 1. October a. c. zu vermiethen.! A«dr. Euler, Steinstraße 11. 5266] Eine schöne Wohnung, 4 Zim. mit Mansarde und allem Zubehör, pro 1. October zu vermtethen. Bahnhofstr. 2. 5048] Wellanlage 17, Bel - Etage, 6 Zimmer, Badezimmer, Balkon u. s. w. sofort zu vermtethen.__ 1159] Schönes Logis, 5—6 Zimmer, ist an ruhige Leute zu vermiethen. ______& Sltnkel, Bahnhofstraße 10. 6089] Die Parterrewohnung Grün- bergerstr. 24 anderwest zu vermiethen. Wilhelm Hammel, Grünbergerstr. 27. 4846] In meinem Neubau, Frankfurterstraße, ist der dritte Stock mit 4 Zimmern und allem Zubehör zu vermiethen. ___Earl Haas jurr. 5535] Schöne «anfarven-Wohnung, best aus 4 Zimmern nebst allem Zubehör, an ruhige Mtether zu vergeben. SDamm» straße 34, Ecke Nord-Anlage.___________ 7277] Ein Mansarden-LogtS zu ver, miethen______________Grabenstraße 9. 7380] »eustadt 1 ist eine schöne Balkonwohnung, 3 Zimmer und Küche, per 1. October zu vermiethen- Ferner ist der von Herrn Schuhmachermetster Kratz bewohnte Laden per 1. October zu vermiethen. Nähere- ________Neustadt 78, 1 Treppe. Meine schöne Wohnung im 1. Stock, 5 Zimmer und Küche, vier Mansardenzimmer, 2 große Keller, Wasser- leitung, Badeeinrichtung ist per sofort ob. 1. Ott. preiSwerth zu verm. I. Slip, stei«, Bahnhofstr., Ecke Neustadt. 7222 7109] Hammstrabe 18 freundliches MansardenlogiS, 3 Zimmer mit Zubehör, v. 1. October ab zu vermtethen. Näheres __________________Lahnstrabe 11. 7284] Eine schöne Wohnung, 3 Zimmer mit allem Zubehör und etwas Garten- antbeil, im HaupthauS, an ruhige Leute, sowie eine Chatsenremise für 2 Chaisen, oder auch für Lagerraum geeignet, zu verm. Beziehb. am 1- Oct. Nähere- bet «hr. Sony, Lonys Bterkeller- 7359] Eine Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör, eventuell auch Gartenanth., bis zum 15. November zu vermiethen. _________________Bahnhofstraße 31. 7650] Ein kleines FamtlienlogtS zu vermtethen.____________SelterSweg 21. 7369] Zwei tnetnandergehende Stübchen zu vermtethen.___________Bachgaste 19. 7585] Stübchen mit Bett zu oermteth. Nähere-__________Kreuzplatz 10 III. 7397] Elegant möbltrteS Wohn- und Schlafzimmer in centraler Lage. Nähere- in der Exped- d- Bl-________ 7079] Ostanlage 9. Schön ruSdNrte- Zimmer zu vermiethen. __________ 7441] Schön möbltrteS Zimmer zu vermiethen-Neuen Baue 10 n. 7465] Schön möbltrteS Zimmer mit ober ohne Kost zu vermiethen. BiSmarckstraße 17. 7606] Ein schön mSblirleS Aimmer zu vermiethen. Löberstraße 2, pari. 7564] Eins. möbl. Zimmer billig zu vermiethen.___________Norbanlage 19. Contor mit Lagerhaus zu vermiethen. Marttstr. 29. 6639]______________Th. GeUfttS. Cin Faden, ^ge'schäft betrieben wirb, ist per November «. o. zu ver- miethen. Räumlichkeiten nach Bedarf vorhanden. 6057 E. Steinhäuser. Neuen Bäue 17. Bettwaaren. Bett- und Matratzendrelle in Prima-Qualitäten, Bettbarchende u. Danneneöper in nur federdichtenFabrikaten, Bett-Damaste, Cattnne, Bettzeuge re. in größter Auswahl, Waffeldecken, Piqn6decken, Steppdecken, Jacquard- Decken empfiehlt zu billigsten Preisen [7314 Fritz KTowack. HAlHM-NkchkilknlUL'-. *£ Lahnkalk-Jndustric y Äug. Gabriel jr. in Gießen Telephonanschlüsse 84 u. 88, Bahnanschluß Abendstern b. Kinzenbach-Gießen. Marmor- (Weitz-) und hydraul. Orau-Stückkalk. Gemahlene Producte in Säcken: hydraul. Graukalk, Cementkalk (Berputzkalk), Marmorkalk, Romancement. 2376 Hartgebrannte Ruffensteine (im Ringofen gebrannte Klinker). Z5 Simmtliche Stoffe sind von vorßglichffer Qualität Die gemahlenen Producte können ohne vorheriges Löschen verar- LMM' beitet werden und eignen sich für Mauer- und Berpntzzwecke ganz 3Mf vorzüglich. Vorzügliche Vtischmaterialien fiir GiPS und Cement. Zahlreiche Atteste stehen zur Verfügung- Kleine Presse. W Jllustrirte politische Tageszeitung 'NWU Frankfurt a. M. Jntereffantes, gediegene-, reichhaltige- und doch billigste- tßar Volksblatt mit entschieden freiheitlicher politischer Haltung. Ausführliche Reich«- und Landtagsberichte, mit PortraitS : der hervorragendsten Redner. Täglich eine oder mehrere Illustrationen. Jede Nummer umfaßt 12—40 Seiten. Erfolgreichstes Insertionsorgan. Man abonntrt bei allen Poftanstalten des deutschen Reiche- (Postzeitungsliste Nr. 3537) für da- IV. Quartal 1894 .......für Mark 2.— bet unseren auswärtigen Agenturen monatlich „ „ —.50 Agentur in Gietzen bei Herrn Hch. Wallach, Marktplatz 8. 3SF Neu eintretenbe Abonnenten erhallen bet Einsenbung ber Postquittung bie „Kleine Presse" bi- Enbe September kostenfrei. [7565 In jeder deutschen Familie sollte die „Thierbörse" gehalten werden; benn bte „Thierbörse", welche im 8. Jahrgang in Berlin erscheint, ist unstreitig das interessanteste Aach- und Kamiltendlatt Deutschlands. Für Jeben in ber Familie: Mann, Frau unb Kinb ist in jtder Nummer etwas enthalten, was intcrefftrt. Für nur 75 Pfg. pro Vierteljahr abonnirt man BW bei der nächsten Postansialt, wo man wohnt, auf bie .Thierbörse" unb erhält für biesen geringen Preis jebe Woche Mittwochs: 1- gratis: Den Landwirthschastlichen unb inbustriellen Central-Anzeiger; 2. gratis: Die Internationale Pflanzenbörse: 3. gratis: Die Naturalien, unb Lehrmtttelbörse; 4. gratis: Die Kaninchenzettung; 5. gratis: Da- tllustrirte Unterhaltungsblatl (Romane. Novellen, Beschreibungen, Räthselu s. w., u. s. w); 6. gratis: Allgemeine Mittheilungen über Laub- unb Hau-idirthschaft und 7. gratis: Monatlich zweimal einen ganzen Bogen eine- hochinteressanten, fachwissenschastlichen Werke-. Kein Blatt Deutschlands bietet eine solche Reichhaltigkeit an Unterhaltung und Belehrung. Für jeden Thier- und Pflanzenliebhaber, namentlich aber für Thierzüchtcr, Thterhändler, Gutsbesitzer, Landwirthe, Forstbeamten, Gärtner, Lehrer rc. ist die Tbierbörse unentbehrlich. Alle Postanstalten in allen Ländern nehmen jeden Tag Bestellungen auf die „Thierbörse" an, unb liefern bte im Quartal bereit- erschienenen Nummern für 10 Pf. Porto prompt nach. Man abonnirt nur bet ber nächsten Poftanstalt, wo man wohnt. StebatiWiB, — Druck unb 9)erlag KrLhl'schM Druckern (Fr. Lhr. Pietsch) ta Äiefte®: