M. 11* 2877 wbet5 aufmerksam. ^?wwaudo. ih. i Bhlik yiifitt. mete Küche, e Bkdienllug. MgSvoll Hickel, ren neuen Zellen er. • 3 a - r „ •». i) w dem Knabenhaur ter. Der Borstand. i'lrfje mW ustraliM r-hrnliö niJlO»l»rlr,?,e E&f*«** 'erk Ufwirpe"'__2- liAlirf. tg 15. Äd« ’dritilbrtinwtn, flMJ rner 3 Ttabl», Wir* irtrefföiHÄhM'SX rcv- und st«' und ssttM Zag»«' und iWJJJr , Blitidrtöo», IW** !A und . tftrfyfli M vomumv mwicenw^g - AttM S'-rk." ^enslnännern. e«en in g M-b-^ "L. 0*1’ Nr. 115 Drittes Blatt. Sonntag den 20. Mai 1894 Der H»«» *e»4bC|i<|< JU.I. Kev,frecher BL Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. Annah«« »ob Anzeigen zu brr Nachmittag« für bm felgmtxn La- erscheinenden Nummer bi« vorm. 10 Uhr. Hratisöeikage: chi-ßener KamitienMtter. | Sitzung der Stadtverordneten am 17. Mai 1894. (Fortsetzung.) Die drei ersten Gegenstände der Tagesordnung betreffen Gesuche, bezüglich deren sich die Stadtverordneten Versammlung über die Bedürfmßsrage zum AnSschank dezw. Berkaus von Branntwein zu äußern hat. Während das Gesuch des Herrn Johannes Hormann um Concession zum WirthschaflSbetrieb im „Wiener Hof" befürwortet wird, beschloß die Versammlung bezüglich des Gesuches des Herrn L. Hahn um Concession zum WirthschaftSbetrieb im Hause Bismarckstraße 8, sowie des Gesuchs des Herrn Wilh. Haas um Erlaubnis zum Verkauf von Branntwein Über die Straße im Hause Bleichstraße Verneinung der Bedürfnißsrage. Hierauf wurden widerruflich befürwortet: 4. das Gesuch deS Herrn Kbr. Haubach um Erlaubniß zur Errichtung eines Gartenhäuschens am Wismarer Weg, 5. daS gleiche Gesuch des Herrn Friedrich Berg am Nahrungsberg, 6. daS Gesuch deS Herrn Jac. Hildebrandt um Errichtung eines Backsteinhäuschens im Neustädter Feld und 7. das gleiche Gesuch deS Herrn Heinrich Volkmann II. Die Rechnung der Gemeinde-Krankenversicherung (für die sog. unständigen Arbeiter) für 1893 hat ergeben an Einnahmen 18 Maik, an Ausgaben 15,03 Mark. Die Rechnung wird genehmigt. Mehrere Rechnungen über ortSgerichtliche, aus der Parzellenvermeffung entstandene Kosten werden genehmigt. Der freihändigen Abgabe von Holz zu DecorationS zwecken im Gefammtertrage von 146 Mark wird nachträglich Genehmigung ertheilt. Der deutsche Hülf»verein zu Paris hat sich an die Stadt Gießen um Bewilligung eines Beitrags für seine Zwecke gewendet. Der Verein hat nach dem vorgelegten Jahresbericht ein Defizit von 3885 FrS., welches durch die an ihn gestellten Anforderungen hülsSbedürstiger Deutscher in Paris entstanden ist. Unter den unterstützten Deutschen befanden sich unverhältnißmäßig viele Hessen - so wurden im letzten Jahre auf Kosten deS Vereins in die Heimath zurückgesandt 529 Deutsche, darunter 39 Hessen, Baarunterstützung erhielten 3222 Deutsche (241 Hessen), ärztliche Hülse von Seiten deS Vereins wurde zu Theil 1712 Deutschen (86 Hessen), Krankenbesuche 1496 Deutschen (456 Hessen). ES wird auf Antrag der Armendeputation beschlossen, dem Verein einen ständigen Jahresbeitrag von 50 Mark zu bewilligen. Das Gesuch des $ivrn P. Leppla um Erlaubniß zur Anbringung eines Stegs über den Schoorgraben in der Südanlage zur Erleichterung des Verkehrs deS die Garten- wirthschaft deS GesuchstellerS besuchenden Publikums wird abgelehnt. _____________ Sitzung am 18. Mai 1894. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grllneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, EmmeliuS, Faber, Dr. Gutfletsch, Habenicht, Heß, Hehligenstaedt, Hornberger, Jughardr, Löber, Orbig, Dr. Ploch, Scheel, Simon, Dr. Thaer und Wallenfels. Für die Anbringung eines S ch u tz g e l än d erö längs des SchoorgrabenS in der Ostanlage und Südanlage waren f. Z. 3900 Mark in den Voranschlag eingestellt und versuchsweise auf 97 Meter Länge ein aus kleinen eisernen Säulen mit Bandeisenverbindung bestehendes Geländer auSgesührt worden. Betreffs der Frage, ob dieses Geländer fortgesetzt werden soll, hat die Baudeputation vorgefchlagen die Verwendung eines Geländermusters, welches sich von dem Probegeländer durch etwas weitere Felder und stärkere Flacheisenverbindung unterscheidet. Die Versammlung erhob den Vorschlag zum Beschluß, nachdem Herr Hehligenstaedt sich für eine Erhöhung dkS Geländers (das Probegeländer ist 60 Genth meter hoch) auf 80 Zentimeter ausgesprochen hatte. Die Anbringung eines gleichartigen Eisengeländers entlang der Al icestr aße würde einen Aufwand von 1600 Mk. erfordern. In Rücksicht darauf, daß die Hecke auf dem größten Theile der bezeichneten Straßenstrecke sich in einem guten Zustande befindet und der Kostrnaufwond im Verhältniß zum Nutzen ein ziemlich erheblicher ist, hat die Baudeputation beantragt, die Hecke zu belassen und zu pflegen, die vorhandenen Lücken durch Nachpflanzung von Dornen auszufüllen und für die Pächter der Wieseckböichungen Thüren anbringen zu lassen. Die Versammlung beschloß demgemäß. DaS (nachträglich gestellte) Gesuch der Herren Seuli ng und Pr etsag wegen Anbringung von Fenstern in der Brandmauer ihres Neubaues in der Schulstraße soll derart und auf Widerruf genehmigt werden, daß Gesuchsteller vor den betr. Fenstern Drahtgitter anzubringen haben. Betreffs der nachgesuchten Erlaubniß zur Errichtung einer Halle von Seiten der Firma W. Reiber wird aus Antrag der Baudeputation beschlossen, dem Gesuch auf Widerruf zuzuftimmen, sofern frag!. Halle 10 Meter von dem an 1 der Wieseck in der Bahnhofstraße belegenen Werkstattgebäude I entfernt, und nach der Ostseite hin soweit verkürzt rotrb, daß zwischen ihr und dem Nachbargrundstück ein 3 Meter breiter Durchgang verbleibt. Bor Schluß der öffentlichen Sitzung machte Herr Oberbürgermeister Gnautb Mittheilung von dem Eingang eine» Dankschreibens der Direktion Großh. H o f b i b l iot hek zu Darmstadt für die Überlassung von 23 Ansichten von Häusern und Straßemheilen Gießens. Wegen der s. Z. in der „Mitteld. SonntagSzeitung" erfolgten Kritik des der hiesigen Armenpflege zu Grunde liegenden sog. E berfelder Systems und des darin erwähnten SpecialfallcS, nach dem einer Wittwe daS Miethgeld von 5 auf 2 Mark rebudri unb ihr Seitens beS ArmenpftegerS Fuhr angebroht worden fein solle, auch dieser 2 Mark verlustig zu gehen, weil ihre Kinder zu gut gekleidet seien, find nochmals Erhebungen angestellt worden. Herr Oberbürgermeister Gnauth berichtete hierüber, daß betr. Wittwe geladen worden sei und erklärt habe, eine Verminderung der Miethe sei nicht erfolgt, ebeniowentg fei Seilens deS Herrn Fuhr die Aeußerung wegen der Entziehung der 2 Mark gefallen. Herr Fuhr habe sich vielmehr ihrer besonders angenommen und die Kinder zu Weihnachten mit Spielzeug , beschenkt. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärte hierauf, daß die städtische Armenpflege sonach ein Vorwurf nicht treffe* könne- er glaube aber, daß man den Organen der Armenpflege biefe Richtigstellung fdju'btg sei. vermischte» • Eine Universität auf Island. Aus Kopenhagen schreibt man ber „Franks. Zrg." vom 14. bsS. MtS. : DaS isländische „Althing" hat kürzlich eine Gesetzesvorlage über . Errichtung einer Universität in Reikjavik, ber Hauptstabt Islands, angenommen. Die hier lebenden isländische* Sludnenden haben ein großes Meeting gehalten, um gegen ! dielen Beschluß zu protestiren, indem sie erklären, daß fie die geistigen Anregungen der Hauptstadt nicht entbehren und ! nur in Kopenhagen ihre Slud-en mit gutem Erfolg absolvire* können. Außerdem würde man kaum die nothwendigen Lehrcrkräste für die isländische Universität beschaffen könne*. * Wie sich in einer Großstadt der Sommer ankündigt. In einem Berliner Blatt war Folgende- zu lesen: „Nachdem mein Hausknecht den Oleanderbaum auf den Hof gestellt, halte ich dem geehrten Publikum meinen schattigen Sommergarten bestens empfohlen." Feuilleton. Wochenbriefe sus der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Z. Darmstadt, 18. Mai. DaS Richtfest deS neuen Technischen Hochschul SebändeS. Bom Großh. Hoftheater. Noch nicht allzulange Zeit ist eS her, und nicht nur den so oft citirten „Aelteren unter unS" allein denkt eS noch, sondern auch wir Jüngeren können uns noch ganz gut erinnern an die Tage, wo eS in Darmstadt noch Leute gab, die, sobald die Rede auf unsere Technische Hochschule kam, die Achseln zuckten und nur ein ungläubiges Lächeln für deren kräftiges Emporblühen hatten. War die Zahl jener Schwarzseher auch nicht gerade groß, so konnte man doch dem Umstande, daß überhaupt noch Leute existieren, die derartige pessimistische Anschauungen hatten, schon einige Bedeutung beimessen, denn ein alteS Sprichwort sagt: Von Nichts kommt nichts — eS müssen wenigstens scheinbar Gründe für jene trüben Ansichten vorhanden gewesen sein. Unb in ber That für den, ber die Verhältnisse nur so obenhin kannte, mag bie eine einheitliche Organisation entbehrende und infolge dessen nach außen wenig bemerkbare Studentenschaft, die nur schüchtern ober überhaupt nicht mit ben Bürgern verkehrte, ein solcher Grund gewesen sein. Gott sei Dank, diese Verhältnisse sind gründlich geändert worden, die Studenten haben in Darmstadt durch ihre stets wachsende Anzahl ihre feste, einheitliche Organisation unb vielleicht am meisten burch ihr tactvolles Benehmen gegen bie Bürger, wie letztere sagen, „ein Numero gekriegt". Fast fein größeres Fest wirb in Vereinen unb Familien gefeiert, zu bem bie ftubirenbe Jugenb ber Technischen Hochschule nicht ihr Kontingent stellte, zur Freude der jungen Damen und nicht weniger zur Hoffnung — der Mütter. Unter diesen Umständen war es natürlich, daß unsere Hochschule allmälig unter ben Smbenten mehr unb mehr Namen bekam und immer zahlreicher besucht wurde, zudem den Vätern, die ihre Söhne in tüchtiger Lehrer Hände sehen wollten, damit nur ein Gefallen erwiesen wurde. So konnte eS mit der Zeit nicht auSbleiben, daß daS alte HauS am Kapellplatz, daS frühere Local der Gewerbeschule, nicht mehr den Anforderungen genügte und obwohl man mehrere Nebengebäude mietheke zur Unterbringung ber Bibliothek, bei mineralogischen Sammlungen :c., doch ein Neubau biingenb nothwendig würbe. Erfreulicherweise war es benn, kaum 14 Monate nachdem die Pläne beendet waren, infolge der schleunigen Inangriffnahme und emsigen Förderung der Arbeiten möglich, bereits am vergangenen SamStag Mittag daSRichtfestdeSneuenprächtigenHauptgebäudeS zu feiern. Dieses liegt an der Ostseite des großen Darmstädter Herrngartens, von dessen Schönheiten ich Ihren freundlichen Lesern schon früher berichtet habe, gegenüber dem Hoflheater, dicht bei dem EoulissenhauS auf dem Platze der ehemaligen Hosmeierei. In Gestalt eines gewaltigen E im Grundriß erhebt sich dort der colossale Palast. Die Vorderfront, bestehend in einem dreithürigen Portalbau, an den sich zu beiden Seiten vierstöckige mit je zehn Fenster Front versehene Flügel anschließen, nach Norden gerichtet. Das ganze Gebäude ist in solidem grauem und rothem Sandstein aufgeführt, reich mit gediegener Steinhauerarbeit geschmückt und überspannt eine Grundfläche von nicht weniger als 2854 qm. Zu dem Richtfeste war Herr Geh. Oberbaurath v. Weltzi en erschienen, daneben sämmtliche Docenten der Hochschule, je ein Vertreter der Korporationen und die Mitglieder des Ausschusses der Srublrenben, bie sämmtlich Aufstellung um bie im ersten Stockwerk des Mittelbaues errichtete Tribüne nahmen. Bald zogen bie beim Werke beschäftigten Bauleute mit klingenbem Spiele heran unb bie Feier begann. Hoch oben von ber Spitze des Gerüstes herab brachte ber Zimmerpolier Schmitt ben finnigen Zimmerspruch mit weithin vernehmbarer Stimme auS, ber in einem breifachen Hoch auf den LandeSfürst und bie Landesfürstin endete. ES sprach hierauf Herr Geh. Baurath Dr. Wagner, der geistige Urheber deS Hauptgebäudes, ber bem Großh. Hause, bem Ministerium, bem ßanbtag unb ber Stabt Darmstabt unb inSbejonbere den Hanbwerkern unb Bauleuten ben gebührenden Dank abstattete für ihr Aller Bemühen unb baS Zustandekommen deS Werkes. Sein Hoch galt dem ehrsamen Handwerk. Herr Geh. Baurath Prof. Dr. Schmitt beglückwünschte nun Namens der Baucommission den auSfÜhrenden Architekten zu seinem Werke, dankte den Bauhandwerkern für bie rasche Förberung deS Werkes unb ließ die völkereinigende Kunst unb Wissenschaft hochleben. Nachbem noch ber stuck. Busch NamenS der Studentenschaft auf baß Blühen unb Gebeihen ber Hochschule unb Herr Maurerparlier Schmibt Namens ber Arbeiter auf bie Bauverwaltung ein Hoch ausgebracht, war bie officielle Feier geschloffen, es folgte noch ein Rund- gang durch bie Räume beS Neubaues unb ein gemüthlicheS Zusammensein ber Arbeiterschaft beim fröhlichen Gelage, daS bis zum Abend währte. Im Großh. Hof theater geht mit Schluß dieser Woche bie Reihe ber Vorstellungen nunmehr ihrem Ende entgegen und das mit Recht, denn jetzt, wo draußen in der Natur Alles so prächtig grünt und blüht, schwindet allmälig der Sinn für daS in bem Musentempel Gebotene, bafür legten die Vorstellungen der letzten Wochen deutlich Zeugniß ab. Waren die Veranstaltungen des Instituts auch nicht gerade schlecht besucht, so zeigten sich doch in dem großen Hause gähnende Lücken, die selbst ber Ruf einer Künstlerin wie Frau Sucher nicht ganz auszufüllen vermochte. Schauspieler unb Publikum sinb eben saisonmübe. Einige recht tiefgrdfenbe Aenberungen sind in unserem Ensemble noch zum Schluffe vorgegangen durch den Weggang mehrerer recht tüchtiger Kräfte, so der Herren Steude (Bonvivantfach), Sachs (Komiker), Eilers (Baßduffo) unb Mayer (Tenorbuffo), sowie Frl. Roth (Sopranistin), besonders die drei ersteren und bie zuletzt genannte werben recht schwer zu ersetzen sein, ferner hat ber Hoscapellmeister de Haan sein EntlaffungS- gesuch eingereicht. Man sieht, der neuen Direktion wird daS Leben nicht gerade sehr leicht gemacht. Hoffen wir indessen, daß es ihr gelingen möge, die entstandenen Verluste durch recht geeignete neue Kräfte zu ersetzen, damit im nächsten Winter unsere Hofbühne wiederum auf ihrer altgewohnten Hohe stehen werde. • 3m Bäckerladen. Kleiner Knabe: „Ich bitte um einen Laib Schwarzbrod von heute, da ist's Geld." — Bäcker: „Du bringst fünf Pfennige zu wenig, das Brod ist aufgeschlagen." — „Hm, die Mutter hat mir aber nicht mehr mitgegeben. Wann ist's denn ausgeschlagen?" — „Heute." — „So, dann geben Sie mir eben einen Laib von gestern." * Ein Herr geht in Gesellschaft. Auf dem Corridor sagt er zum Diener: „Sind die Herren alle im Gesell- schastsanzug hier?" — Diener: „Jawohl, alle." — Herr: „Also bin ich der einzige im Frack?" — Diener: „Nein, ick habe auch einen an." Lan-rvirthschaftliche Winke und Rathschläge. △ Aus Oberheffe«, Mitte Mai. Larrdwirthschaftliche Rück-, Um» und Borschau. In Nr. 81 (drittes Blatt) dieser Zeitung vom 8. April haben mir, nachdem das Osterfest velstrichen und die Zeit gekommen war, datz der Bauer zum Handwerkszeug greifen mutzte, uns über die Lage des deutschen, speciell des oberhessischen LandwirthS im Allgemeinen ausgesprochen. Es möge gestattet sein, dies zur Jetztzeit, wo wir an einer Etappe der landwirthschaftltchen Arbeiten angekommen sind, in Form einer Rück, Um- und Vorschau zu thun, denn es bieten sich eine Menge Gründe und Ursachen dafür. Gemischte Gesühle waren es damals, als wir uns über die Lage aussprachen, denn überall, wohin man den Blick richtete, sah es unerquicklich und wenig ermutbigend aus. Es ist bester geworden in Acker, Wirsen «nd Garten, viel bester, a»S wir damals z« hosten wagte«. Seit einer Reihe von Jahren sah eS mcht so gut aus, wie jetzt in der Mitte des Monats Mat. Die Körnerfrüchte stehen üppig und kräftig in Halm und Aehre, denn der Roggen ist säst ganz ausgewachsen, eine Erscheinung, wie man sie um diese Zett selten findet. Dazu kommt, daß dieArrtter- anSstchten gut geworden stnd, obgleich der deutsche Klee fast ganz fehlt. Die »lüthe der Odstbäume ist ohne jede Gefahr und Schaden vorübergegangen, so daß wir — wenn kein Unheil nach- fotgt — wahrscheinlich eine «och reichere Obsternte zu erwarten »oben, als wir sie im vorigen Jabre 1893 empfingen. Schon gehen die Frühkartoffeln ans und daö GartengepstLnre wächst so frendig empor, daß man seine Freude daran haben muß. Ungeziefer «nd Schädlinge treten nur vereinzelt und an wenigen Orten auf. Das ist der Stand heute, am dritten Pfingstfeiertage, in der Mitte des Wonnemonats Mat. Dem Berichterstatter geht das Herz auf, wenn er in all die Pracht und Herrlichkeit hinaussieht und es ist ein Hochgenuß für ihn, sich so lobend aussprechen zu können. Anders wird die Sache, wenn wir unsere Blicke, über die Grenzen unserer Provinz und unseres engeren Vaterlandes htnaus- schwetfen lassen! Die Rohheiten und Scheußlichkeiten scheinen sich immer mehr zu häufen. Kein Tag vergeht, an welchem man nicht i'gend etwas Erschütterndes lieft oder erfährt. ES gährt itt der Erdkugel, wie die fürchterlichen Erdbeben in Griechenland und Südamerika zetg.n, wöbet Tausende von Menschen das Leben verloren. ES gährt über der Erde, wie die Austritte in Nordamerika, in Indien, ui Frankreich und anderen Ländern beweisen. Wenn sich die Gährungen und Spannungen über der Erde entladen, werden sie viel weiter um sich greifen und viel schauderhaftere Folgen haben, als die Ausbrüche innerhalb unseres Planeten. Wir wollen hoffen, datz unser geliebtes deutsches Vaterland stark genug sein wird, die unausbleiblichen Erschütterungen ohne schwere Folgen zu ertragen und wünschen, daß Alles geschehen möchte, was diese Erschütterungen mäßigt und mildert. Man gebe dem Arbeiter was ihm gehört; man behandle jeden als Menschen, ohne Dünkel und Hochmuth, ohne daß man sich dabet etwas vergiebt. Man vergesse nicht, daß wrr uns in einer Zett des wtrthschaftliwen Umschwunges, der politischen Neugestaltungen, der religiösen und philofophtschen Kämpfe und Unklarheiten, dem Drange nach tieferer Erkenntnrß und Forl- entwickelung befinden, wo gerade der geistig und leiblich Schwache am meisten der Nächstenliebe bedarf. In ruhigen Zeiten, wenn Gewerbe, Landwtrthschaft und Handel, Künste und Wissenschaften blühen, also die Vötkerfamtlien friedlich nebeneinander bestehen, finden auch die weniger Starken ihre Bahn vorwärts. Eine krankhafte Sucht unter der j tzt lebenden Menschheit ist diejenige: vo« fich rede« z« mache«. Darauf läuft zum guten Theile das Sponwesen hinaus. Einer will es dem Anderen zuvor- fbun und so kommen die tollsten Fexereten zum Vorscheine. Was ist das Höhlenabenteuer in der Luelochdöhte im Semrtachthale anders als eine Fexerei und Sportlerei, die man spleenigen Engländern überlassen muß, welche Zeit und Geld genug haben, derartige brotlose Künste auszuüden. Auch unter den Landbewohnern rtgt sich der Nachahmungstrieb für solches Allotria. Wir Bauern haben wahrlich genug zu thun und brauchen uns nicht mit Radlereien, Ruder clubereten, Pferderennen, Jagdvergnügen, Angel- und Ftschereiparthieen, wie es hie und da vorkommt, die Zett zu ver- t eiben. Ebenso häßlich, vom Standpunkte des Rechtes und der Sittlichkeit aus betrachtet noch viel verwerflicher, ist das nichtswürdige Bestreben der Menschen, ihre Mitmenschen Und Nachbaren herabzusctzen und zu oerläumden. Das Schreiben von annoymen Briefen ist in manchen Orten epidemisch geworden. Die Wahlen tragen zu diesen, die Eharackere untergrabenden Erscheinungen vieles bet. Man muß es der Gerichtsbehörde danken, daß sie die Derläumder und annonymen Bttesschreiber die ganze Schwere des Gesetzes fühlen läßt. Diese Erscheinungen, wie noch viele andere, auf die wir nicht näher etngehen können, sind Zeichen der Zett, gleichsam Zuckungen tat staatlichen und kirchlichen Leben, die Den Sturm andeuten. Er wird kommen und die Luft wieder reinigen, wie es bei allen derartigen Stürmen seit Jahrhunderten der Fall gewesen ist. Wir wenden uns nach dieser kleinen Abschweifung wi der zur Landwirthschaft zurück. Schon vor mehreren Johnn sprachen wir in dieser Zeitung klar und deutsch aus: Deutschland müffe darnach strebe«, feine Brotfrüchte selbst hervorz«bringe«, damit es von dem A«Sla«de unabhängig würde. Dazu gehöre, daß es durch intensivere, rationelle Bewirthschaftung höhere Erträge aus seinem Grund und Boden herauszöge. Unsere Ansicht ist durch eine Arbeit des Herrn Geh. Oberregierungsrathes Dr. Thiel bestätigt werden. Deutschland braucht etwa 22 Millionen Doppelcentner Getreide (Haser, Gerste, Wetzen, Roggen) und Hülfenfrüchte (Erbsen) mehr, als es seither erzei gt hat. Wir zahlen dafür in runder Summe an das Ausland 300 Millionen Mark. Herr Dr. Thiel hat nun Durchschnittsberechnungen auf Grund von zehnjährigen Erfahrungen angestellt und gesunden, daß unser Vaterland seine Körnerfrüchte selbst hervorbringen wird, sobald aus den Mo, gen Roggen ca. 70Pfd., aus Weizen ca. 160 Pfd., auf Gerste 150 Pfd., auf Hafer 30 Pfd. und auf Erbsen etwa 30 Psd. mehr erzeugt wird, als seither. Wir haben nun in der Wetterau die Erfahrung gemacht, daß durch Rübenbau, künstliche Dungftoffe und tieferes Pflügen wett mehr als oben angegeben, erzeugt wird. Für uns bestehl daher kein Zweifel darüber, daß unser Vaterland ferne Brotfrüchte selbst erzeugen kann. (Schluß folgt.) lieber die Verjährung. Die V rjäb'ung der Forderungen spielt im Gefchäfttzleben eine große Relle. So mancher Posten wird uneinbringlich, rotil der Gläubiger verabsäumt hat ehe die Verjährungsfrist eintrat, gegen den Schuldner durch Zah!ungsbefehl ober Klage die Verjährung zu unterbrechen ober sich em ausdrückliches Scdnldunei kenntniß ousstellen zu laffen. Das kann um so leichter vasfiren, als die Veijährungs- friften in den einzelnen Staaten Deutschlands verschiedenartig sind. Die landrechtlichen Verjährungsfristen muß aber Jeder kennen, der Geschäfte außerhalb seines Heimathsftaates vornimmt, und es verlohnt sich daher wohl, einmal diese Fristen tabellarisch anzugeben, damit die Leier fich jederzeit orienttren können, wann die ober jene ihrer Forberungen verjährt. Man unterscheidet zwischen allgemeiner oder längerer Verjährung und besonderer ober kurzer Verjährung. Dre letztere greift Lei Forderungen von Kaufleuten, Buchhändlern, Krämern, Händlern jeder Art, Fabrikanten ufw. Platz, wenn nicht Maaren und Arbeiten in Frage kommen, die dem Schuldner zum eigenen Grwerbs- oder Handels-Betriebe geliefert oder geleistet worden sind. Im letzteren Falle greift, mit Ausnahme von Braunfchweig, Sachfen- Metningen, Schaumburg-Lippe, Württemberg und Bremen (in welchen Staaten auch bei Lieferungen und Leistungen letztgedachter Art die kurze Verjährung gilt), immer die allgemeine Verjährung Platz. Wir werden die allgemeine Verjährung mit A und die kurze Verjährung mit K bezeichnen. Die Verjährungsfristen sind in: S.-Altenburg: A 31 Jahre 6 Wochen 3 Tage. K 3 Jahre. Anhalt-Bernburg und Anhalt Dessau: A 30 Jahre. K 3 Jahre. Baden: A 30 Jahre. K 1 Jahr. Bayern: A 30 Jahre. K (rechtsrheinisch) 3 Jahre, (linksrheinisch) 1 Jahr. Braunfchweig: A 10 Jahre. K 2 Jahre. Bremen: A 10 Jahre. K 3 Jahre. Elsaß Lothringen: A 30 Jahre. K 1 Jahr. Sachsen Cobura-Gotha: A 31 Jabre 6 Wochen 3 Tage. K 3 Jahre. Hamburg: A 20 Jahre bezw. 10 Jahre (je nachdem Gläubiger und Schuldner an einem Orte wohnen oder nicht). K gewohnhetts- rechtliche Fritten. Hessen: A 30 Jahre. K 2 Jahre in den Provinzen Starkenburg und Oderhessen, 1 Jahr für Rbeinhessen. Lippe-Dettmold: A 30 Jabre. K 2 Jahre. Lippe-Schaumburg: A 30 Jahre. K 3 Jahre. Lübeck: A 10 Jahre. K gewohnheitsrechtliche Fristen. Mecklenburg-Schwerin und Strelitz: A 30 Jahre. K 3 Jahre. S.-Meiningen: A 31 Jahre 6 Wochen 3 Tage. K 3 Jahre. Oldenburg: A 30 Jahre. K 5 Jahre (für „nichtoervriefte Forderungen"). Preußen: A 30 Jahre. K 2 Jahre. Reuß ältere und jüngere Linie: A 31 Jahre 6 Wochen 3 Tage. K 3 Jahre. Sachsen: A 30 Jahre. K 3 Jahre. Schwarzburg-Rudolstadt: A 31 Jahre 6 Wochen 3 Tage. X 3 Jahre. Schwarzburg-Sondershausen: A 31 Jahre 6 Wochen 3 Tage. K 4 Jabre. Waldeck: A 30 Jahre. K 4 Jahre. S.-Weimar-Eisenach: A 31 Jahre 6 Wochen 3 Tage. K 4 Jahre. Württemberg: A 30 Jahre. K 3 Jahre. Es sei bei dieser Gelegenheit gleich aus Folgendes noch hin- gcwiesen: Eine einfach briefliche Mahnung unterbricht die Verjährung nicht, vielmehr nur die Klageerhebung ober bie Erwirkung eines Zahlungsbff hlek. Wirb ein schriftliches ober mündliches 9h er; kenntniß der Schult) gegeben, so verjährt bie Forberung erst nach Ablauf her Zeit, bie für bie allgemeine Verjäh ung gefetzlich fest- gestellt ist. ES ist jedoch nicht sls ein Anerk nntniß der Schuld anzufehen, wenn der Schuldner Abzahlungen darauf geleistet hat. Vrelmehr ist trotz der Abzahlungen der R st der Forderung der Verjährung unterworfen. V-rb.-Ztg. der Vereine Ereditreform. Verkehr, Land« «nd Volkrn-irthschast. — Die Soci6t£ de la Liqueur BSnedictine der Ahtet zu Focamp, deren Streben sters dahin geht, den guten Ruf zu bewahren, welchen ihr Product in Folge feiner Reinheit, Feinheit und Vortrefflichkeit erlangt hat, betrachtet es als ihre Pflicht, die Consumenten auf die unredliche Handlungsweise aufmerksam zu machen, deren sich eine deloyale Eoncurrenz bedient, um den echten Liqueur B6n6dictine durch irgendwelche Llqueure anderer Fabrikation zu ersetzen. Die Eonsmnenten werden daher gebeten, stets genau den Liqueur de Fdcamp zu verlangen und darauf zu achten, datz man ihnen die Original-Flasche mit den betr. Marken und Et quetten und deren Handzeichnung des General - Directors A. Legrand aine verabfolgt. Köstritz, 12. Mai. Die hiesige Brauerei, deren Producte einen Weltruf besitzen und bis in die fernsten Zonen ve> sendet werden, hat einen neuen Erfolg zu verzeichnen, den Jeder, der sich an den Prvducten derselben erlabt hat, mit Freuden begrüßen wird. Auf der internationalen Ausstellung für gewerbliche und landwirthschaft- liche Producte zu Amsterdam, ist der Brauerei ein Ehrendiplom mit der Berechtigung zur Führung der goldenen Medaille zu Theil geworden. Eine Thalsache, die um so bedeutender ist, wenn man b,denkt, welch eine große Eoncurrenz auf dem Ausstellungswesen besteht. Die fürstliche Brauerei Köstritz unterhält auch am hiesigen Platze Niederlagen und verweisen wir unsere geehrten Leser auf die bequemen Bezugsquellen. Köstritz, 12. Mai. Am Mittwoch den 9. ds. Mts. fand der diesjährige Remonte markt statt, zu welchem von dem Pächter des sürttlrch n Rittergutes Herrn O-conomierath Zersch 21 Pferde gestellt worden waren, von denen 14 Stück von Seiten der Commission gekauft worden sind. Diese Thalsache ist mit Freuden zu begrüßen, roetl sie den Beweis bringt, datz es mög ich ist, auch in unserer Gegend Pferdezucht mit Erfolg zu betreiben. Sämmtliche vorgesührte Pferde erhielten allgemeine Anerkennung, und die von der Commission nicht gekauften Pferde dürften als elegante Wagenpferde ansprechen und allen denen empfohlen werden, welche auf ein gesundes und leistungs- sähiges Material Werth legen. Citeratar tuib Tlunft — Mütter« dürste bie Nachricht willkommen fein, daß der bekannte Verlag von John Henry Schwerin in Berlin vom April- Quartal ab unter dem bezeichnenden Titel „Kindergarberobe", illu- ftrirte Monatsschrift mit Zufchneibebogen zur Selbstanfertigung der Kinderbekleidung und Zertfchrift zur handarbeitl chen Beschäftigung und Unterhaltung der „Kleinen", ein Blatt herausgiebt, das die Verwerthunq unmodern gewordener oder abgenutzter Kleider Er- wachfener für die Kinder gestattet und solche handarbeitliche Beschäftigungen für die „Kleinen" vorsührt, welche aus anderweitig nicht mehr verwendbaren Gegenständen, wie Wollresten, alten Postkarten, Garnrollen, Zündholzschachteln und Aehnlichem zur Freude der Lieblinge selbst angesertigt werden können. Jede Nummer bringt einen großen doppelseitigen Zuschneidebogen, der vollständige Schnitte für jedes der vielen verbildlichten Kinder - Costüme enthält. Dieses coucurrenzsreie nützliche Blatt kostet nur 60 Pf. vierteljährlich. Unentgeltliche Probenummern bei sämmtlichen Buchhandlungen. Abonnements durch die Buchhandlungen und alle Postanftalten. — Neben dieser allen Müttern gewiß sympathischen Zeitschrift bringt genannte Verlagsbuchhandlung (John Henry Schwerin, Berlin W.) des Weiteren vom April - Quartal ab ein Blatt zur Ausgabe, das von den handa«.beitenden Domen gewiß mit ausrichtiger Freude begrüßt werben bürste. Es nennt sich „Frauenhände" illustrirte Monatsschrift für weibliche Handarbeiten, ist von der Fachautorität Emmy Heine redigirt und bringt, Masche um Masche, Stich um Stich verbildlicht und beschrieben, in Naturgrößen Originalen, Vorlagen aller nur möglichen Handarbeitentechniken. Der erstaunlich billige Vierteljahr spreis für „Frauenhände" von 50 Pf. läßt bei dem gediegenen Inhalt des Blattes solgern, daß die Zeitschrift in allen Familien sich bald heimisch machen werde. Sämmtliche Buchhandlungen verabfolgen von „Frauenhände" kostenfreie Probenummern und nehmen Abonnements zu 50 Pf. vierteljährlich entgegen. Auch bei allen Postanftalten kann man auf „Frauenhände" zu 50 Pf. quartaliter abonniren. — Deutsche Bürgerkunde. Kleine« Handbuch de« politisch Wiffenswerthen für Jedermann von Georg Hoffmann und Emst Groth. Gebunden 2Mk. Verlag von Fr.Wilh. Grünow in Leipzig. Alle von Vaterlandsliebe und echt deutscher Gesinnung beherrschten Männer fühlen die Pflicht, an dem öffentlichen Leben entschiedener und thatkrästiger Theil zu nehmen, als es bisher geschehen ist, aber viele weichen vor den Aufgaben zurück, weil ihnen die Fragen, um die es sich in den politisch und witthschafilichur Kämpfen handelt, unklar, verworren, unlösbar erscheinen, weil sie keine ausreichende ober genaue Kenntniß von den Formen des öffentlichen Lebens im Reich, Staat und Gemeinde hoben, und well ihnen auch keine Hilfsmittel zu Geboten stehen, aus denen sie sich in allen den wichtigen Streitfragen über Verfassung, Recht, Steuerwesen, Militär, Wirthfchaftspolitik u. s. w. sogleich Aufklärung verschaffen könnten. In der vorliegenden Bürgerkunde haben die Verfasser. denen eine längere richterliche und lehramtliche Praxis zur Sette steht, dem deutschen Volke ein solches Hilfsmittel, ein kleines Handbuch des politisch Wiffenswerthen geboten. Es ist ihnen gelungen, den schwierigen Stoff, die verwickelten Fragen des staatlichen Lebens, in einer klaren Form, in einer gemeinverständlichen, gediegenen Sprache darzust-llen, sodaß ein zweckmäßiges Handbuch für Jedermann entstanden ist. Jedermann heißt bet diesem Buche aber in der That jeder Mann jedes Standes. Der Arbeiter wie der Handwerker, der Kaufmann wie der Landwirth, der Beamte wie der Gelehrte, alle flehen im öffentlichen Leden und haben darin mitzu- wirktn, unb für Jeden flieht das Buch klaren Aufschluß über hundert Fragen, die an ibn herantrdten. Die Verfasser haben nicht vom Standpunkt irgend einer politschen Partei aus geschrieben. Sie sind der fetten Ueberzeugung, daß sich mit der wachsenden Kenntniß der Grundlagen in unserem Staatsleben auch die Parteigegensätze mildern unb sich bie Liebe zum Vat.rlanbe unb deutsches Staatsbewußtsein kräftigen werden, und so hoffen sie, daß sich diese „Bürgerkunde" als ein rechtes Volksbuch für das ganze Volk erweisen wird, —iiiirri" ---- -------------- - Theatralische KÜchengeheimniffe. Die Tendenz nach möglichst realistischer Darstellung der Bühnenereignisse hat sich auch auf die Nahrungsmittel erstreckt, und jedes Theater, das sich und seine Künstler respectirt, ist weit von seiner veralteten, naiv-primitiven Auffassung entfernt, welche es gestattete, ein Festmahl mit Schaugerichten aus Pappendeckel zu bestreiten, bei dem aus zinnernen Gesäßen — kein perlender Wein floß. Allerdings muß man in des „schönen Scheines" sich oft mit Täufchungen behilfen. So wird z. B., wie die »Wiener Mode" erzählt, im Burgtheater anstatt der Suppe Thee servirt; die substanziellen Gänge, Fisch, Rindfleisch unb Braten werden durch täuschende Nachahmungen aus Marzipan ersetz', und auch der Käse unb bie Birne zum Schluffe bes Diners sind Werke des Zuckerbäckers. Nur so ist es möglich, den WirklichkeitSdrong des Publikums zu befriedigen, ohne den Kauwerkzeugen des Salonliebhabers und der Naiven zuviel zuzumutben. Wen auch die Weinkarte interessirt, dem wollen wir verrathen, daß der feurige Rbem- oder Ungarwein Limonade, der dunkle Bordeaux ober ®urgunber Himbeersaft sind. Nur der Champagner wird durch die Mumficenz der Intendanz echt, und zwar in den besten Marken behufleUt, weil er nicht wie die übrigen Weine, die Stimme umschleiert vielleicht auch, weil man von ihm einen befeurigenden Einfluß auf die Darstellung erwartet. Brodpreise vom 20. Mai bis 3. Juni 1894. 2 24 u w 1 2 1 2 1 2 1 1 2 3 Der hiesigen Bäcker. Kg. (2 Pfd.) Tafelbrob Kg. (4 Pfd.) „ Kg. (2 Psd.) Weißbrot) . • bei S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) Kg. (4 Pfd.) Weißbrot) bet S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) Kg. (2 Psd.) Schwarzbrod Kg. (4 Pid.) Kg. (6 Pfd.) „ 25 Psg. 50 „ 23 „ 25 „ 46 „ 50 , 21 „ 42 „ 63 , Der auswärtigen Bäcker. Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bei Aug. Deibel von Wiestck . Kg (4 Pfd.) „ „ Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden 40 Ka. (2 Psd.) Schwarzbrod b. W. Steinmüller v.Lang-Göns21 Kg. (4 Psd.) „ „ Gg. A. Heuser v. Gr.-Linden 38 „ F. Schön v. Ruttershausen u. Joh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 40 „ W. Steinmüller v. L.-Göns 42 „ Äug. Deibel von Wieseck . 44 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod „ Gust. Jacobi v. Alten-Buseck, 8 V Balth. Christ Ww. v. Wieseck 66 Der Brodverkäuser. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 25 Pf«. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 50 r 1 Kg. (2 Pid.) Weißbrot) 23 , 2 Kg. (4 Pfd ) Weißbrot) A , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod 21 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod • 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod 63 w Gießen, den 19. Mai 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Privat-Verkehr gebräuchlichen empfiehlt sich die Buchdruck-Arbeiten ___ Holzgelderhebung. Künftige» Dienstag den Mai d. I. soll die letzte aus- wärtige Erhebung von Freiherrlich von Nabenau'schen Hol^eldern statt finden, und zwar: L von Dornuttag» 8—11 Uhr in der Wirthschaft de» Herrn Karl Ranft in Beuern; 2. von Mittag« 1—3 Uhr in der Wirthschaft de» Herrn Ferdinand Gundrum in Reiskirchen. Londorf, am 18. Mai 1894. Der Rentmeister. 4292 Schmidt. Kettgebotenes. Mi. SchiWhsus. Freibank. [4295 Heute Tamstag: 8chweinessei[ch. Nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg. Kornstroh § v-r kauft Carl Guter, Hammstraße 5. Badehaubeo, Badetücher, Badelaken, Bademäntel, Badehosen, verfch. Oröften, empfiehlt 4307 C. Fr. Conrad. 'Badehosen. Robert Stuhl, 4 3<>8 Neustadt 23. Feuerwerkskörper in reicher Auswahl b i August Noll, 4288 Bahnhofstraße 51. 3953] Beste «nd billigst- Torfstren und Mull liefert prompt RhSntorfwerk Bischofs« ’jeim Ä, Lohrey, Eomptotr Echonunge« a. Main« Haus mti ©arten, Diezstr. 5, ist zu verkaufen Näheres ck. »le«», Süd-Anl 1». 4288 •*7,*e?,“r Kinderwagen billig zu verkaufen. Rodheimerstr. 14, 3., »et Möser« Mühle__________________ 42(18] Gt« gutes rafelclavter zu verkaufen. Hammstraße W.___________ Grösstes :S Ä y sr Ausstellung: Grönbergerst 7 Mr ilhp Prw. Fr.Hewel ^Bildhauerei S er sr e Sämmtttche Kurzwaaren sind wieder in vorzüglichen Qualitäten zu bekannten billigen Preisen vorhanden. Watten für Schneider wieder eingetroffen. 3769 A. Werner, Ecke der Reuen Baue u. Lonnenstr. Rücken Apparate Gradhalter, Orthopädische Maschinen und künstliche Glieder, lÄr Sirfrs tfinbi i k«id«zeü, sowie Tuspensorieu, fir Iw schli»»ßrt> Fike psFeile Bruchbänder werden au» bestem Material zu billigstem Preise angefertigt. Otto Heger, Xureb. |tüt|i| Mb dri^fhit, (Rieften, Markt strafte 16. «b €eun unb ftdltanrn bi» 4 Uhr NachmUleg» gtafluti. [I55u Einladung zum Abonnement auf Cristall-BIock-Eis. 9^ beehre mich hierdurch mitzutheilen, daß meine Eiswagen regel« mäßig fahren. — Besonders hebe ich hervor, daß nur feinstes Cryetall- Eis zum Verkauf gelangt, und bitte um geneigten Zuspruch. Bestellungen werden im „frankfurter Hof" und „Hessischen Hof" entgegengenommen, woselbst auch Preislisten und Bedingungen er hältlich find. 3633 Hochachtungsvoll Emil Schmall, 83 Telephon 83. niußtrirte Preisverzeichnisse gratis und franco. [219 Spiel werke, Automaten, Aristons, Harmonikas, Zithern, Violinen. Flöten, ▲ sowie aWe Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der InNtrojuententabrik und Handlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf)., Giessen. ♦ Herren- und Knaben Strohhüte empfiehlt zu b igsten Preisen 4031 A. Fangmann Wtwe., Bahnhosftr. 29. Asterweg 47 und Ederstrasse 8 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in [1873 • Polster- und Kastenmöbeln aller Art. M Eigene Tapezier- und Schreiner-Werkstätte. LffhCarl Stückrath/ 9 Möbelfabrik raam- LM 71 Die Ilaschenbier Handlung m Daniel Heil RklkphlNl fir. 55 Idndenplatz 3 cktlkphoo Ilr. 55 empfiehlt Bier der Actien Brauerei Gießen: Wiener Bier per Flasche 18 Pfg Bayerisch Bier....... „ HO „ Exportbier, hellfarbig iWicncr Brauart) „ 23 „ do. dunkelfarbig (Märzenbier) „ 23 „ Jedes Quantum frei in’s Haus. Berger's Mexico Ang. Kilbinger ß (tzeschirr- und Wageusabrik Gleesen, Selteröweg 19 empfiehlt Luxus - Wagen und Geschirre aller Ärt »v de« billigste« Preis««. Gasthaus zur Mosel. Neu eröffnet. Vor dem Hanptbahnhof. Moselstratze 26. — Ecke der Kaiserstrabe. Schön cinger. Zimmer von Mk. 1.20 an, mit vorzügl Betten, giUc anerk. bürgl. Küche, reine Weine, prima Frankfurter Lagerbier, hell und dunkel unt> Apfelwein. [3766 Frankfurt a. M. G. Braun, Besitzer. Chocolade [3626 597 ES kostet empfehlen billigst Gert. C. A. Koch s Verlss<. dunkel 20 Pfg. Jedes Gg. Unverzagt, .tkohlen^andlung. per ^/r'Ltt.'Ftasche 15 Pfg. (tzebr. Röhrle, Exportbierbrauer, i. Exportbier, per Flasche [866 Quantum frei ins Hau». Ph. Bob 11 Bahnhofstr. 11. Wh e? Kahnthal. Die Lahn mit ihren LenentbSlern von d«r Quell« bis ium Rhein mit besonderer Berücksichtigung der Städte Kiehkn, Marburg, Bad Nauheim, Wehlar, Weilburg, L'ünburfl, Nassau. Diez u Ems von P'vs Dr. Otto Buchner. Mit 8 Karten und 2 StadtplSnen. 2. verbesserte und vermehrte Auflage 1W* In Baedekcrband Pr^°t JL 2. -MU Heinrich Hochstätter, SckUostgafse 19. C*rt. 1 X 20 Koche Europa - Führer. 1 X 20 L e i p r i g. Fussbodenanstrich, i Slhaufktistcr-RMltaur Zwei nute Zugpferdes ■“'Äf'ÄÄ ein- u. doppelspännig gefahren, zu verkauf. U 101)1-51 UUIvUUa Helnr Herzberger, Rodbeimerstr. 6. tn solider und geschmackvoller Ausführung empfiehlt »146 Dir siaschenbicihandlunz von Ph. Bob empfiehlt Prima Flaschenbier au» der Brauerei Textor (Bichler) hellfarbig, per Flasche 18 Pfg., 423)] Kartoffeln, sowie Eebse«- reiser verkauft T. Malko»estu«, Neuenweg 27. Bcrlag von tzmil Roth in (stießen, fiartf vom Grohtzmogthllm hkffkv. Mit Berückfichtigung der angrenzendLll Länder neu bearbeitet von Max Fromarm. 25 vermehrte Auflage. In Karton Mk. 2.8» ; aufgezogm Mk.4.50. Anerkannt beste, aufs genaueste nachgetra- gene Karte des Grohberzogthum». Bei dtrser neu bearb Aufl wurden die angrenzenden Länder eing-zeichnet, wodurch die Brauchbarkeit außerordentlich erhkht wurde. Karte der Proviui Oberheffea mit Angabe der Eisenbabnen, Staatsstraßen, Krrisstraßen Maßstab 1: dO l> v, G kße 110 110 cm. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von C- Weltzbachrr in Darmstadt. Preis roh in 4 Bl Mk. 3.50, auf Mm wand aufgezogen mit lackierten Staben Mk. 8.- Zu beziehen durch alle Buch- bandlungen, sowie gegen Einftuduag de« Betrages direct von: O«»u »oth, Verlag, Gießen Sprach- u. Reiseführer. Practisch und leicht fasslich- Parte«-voub fran^ais P (Franz.) 14. Aufl. Geh. 1 X 80 geb. 2 X 40 Do you epeak Englieh P (Engi) 13. Aufl. Geh. 1 X 20 geb. 1 X 80 Pariate italianoP (Ital.) 6. Aufl. Geh. I X 20 cart. 1 X 50 4 Habla V. Castellano P tipan.) 4. Aufl. Geh. 1 X 20 cart 1 X 50 4. Fala Vmoe. portugnesP (Portug.) 2. Aufl. Geh. 2 X 50 Bpreekt GHj HollandschP (Holl.) 3. Aufl. Geh. 1 50 4. Taler De DanskP (Dän.) 2. Aufl. Geh. 1 X 50 H Talar Ni SvenskaP (80h wed.) 2. Aufl. Geb. 1 A Ml 4 Mluvite ceskyP (Böhm.) Geh. 1 A 50 4- Tud ön magyanüP (Ung.) 2. Aufl. Geh. 1 X 50 4. Md wie« Pan po polskuP (Poln.) 2. Aufl. Mit Aussprache. Geh. 2.* Sprechen Sie Bussiach P Mit Auz- eprache 3. Aufl. Geh. 2 X 50 Sprechen Sie Bmnänlsch P Geh. 2 jH Sprechen Sie Berbiach? Geh. 2 X Sprechen Sie Türkisch P 2. Aufl. Geh. 2 A 50 Sprechen Sie Neugriechisch P 3. Aufl. Geh. 2 X 50 Sprechen Sie Arabisch P Geh. 2 X 50 Sprechen Sie Persisch P Geh. 3 X Sprechen Sie Japanisch? Geh. 4.x Sprechen Sie Chinesisch P Geh. 5 X Sprechen Sie SuahiliP Geh. 3 X Kochs Deutschland - Führer. Unser ilsener ist beliebt n"grn seine« vorzüglichen Geschmackes und weil e» a.iß'rordentl'ch gut bekommt. Führer den Vogelsberg. ^8n Zm Auftrage des Vogelsberger Höhen- clubS berauSgegeben von 1 Prof. Dr. Otto Buohner. 3. gänzlich umgearbeitete Auflage. Mit 4 Specialkai ten W" In Baed.kerband X 160. -MA Zu betiehm durch alle Buchhandlungen, sowie direkt gegen Einsendung deS Betrage» von: ____«mU Roth» «erlag, »teste«. Neuester vervollständigter ® Placat - Fahrplan | enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen (* lenken. Ä Frankfurt a. M.. Cansek Marburg, Friedberg, w Lollar. Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, J Fulda. Alsfeld. Gelnhausen. Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten und Laubach ankommenden und abgehenden Eieenbahnzüge, zum Preise von 20 I*f. in der Expedition des „Giessener Anzeiger“ vorr&thig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des »Anzeiger“ bezogen werden. schnell und hart trocknend, j (HanderSbeimer sowie alle übrlflt-ii Lacke und Warben Lebten billigst i Tanttatskase. »4 A. Ä G. Wallenfels, Nieder!.. T.». Kletnhenn.Babnhofstr. 3-4^—— Badebütten Verlag von (fmil Roth in Gießen, JU oeru^en. Reisszeuge von 2 bis 50 Mk. empfehlen LiehrichsNchf Gebr. Schmidt Neuenweg 16 Ludw. 5rohlermauu 4110__________Bleiivstraste 12. Beabsichtige wegen anderweitiger Äeschästsübernahme mein Vorder- und Nebeuhaus nebst Lager unter sehr günstigen Bedingungen und geringer Anzahlung zu verkaufen. 816 Vollständiger Ausverkauf. Der Berkaus dauert nur bis zum 1. Juli d. J und wird das Geschäft vollständig aufgegeben. Kroßes Lager in Kurz-, Woff- und Weißwaaren zu noch nie dagewesenen billigen Preisen. aMF*’ Günstige Gelegenheit für Wiederverkäufen und Näherinnen. 3866 Die Einrichtung, sowie Theke, Pult, Ständer find billig zu verkaufen. Bahnhofstraße Ar. 4. J. Spanier, Bahnhofstraße Nr. 4. Fußbodeuarrstrich Leinölfieeativ zum Einölen, Oelfarberr in allen Nüancen, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, Liedemanns ächter. reiner, ü reichfertiger Bernsteinschnelltrockenöll^ck mit Farbe, Weingeistlack, sofort trocknend, mit und ohne Farbe, sowie alle sonstigen, zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden nöthigen Waaren und Utensilien empfiehlt 931_______Emil Fischbach. U mzugshalber 1 Brtcfschrank, 1 Sopha mit 6 ge« schnitzte» Polsterstühlen, 6 Rohrstühle l Bettlade, 1 großer kupferner Kessel, 1 eiserner Mörser an verkaufen. 4224 Lina Loefer, Bahnhofstr. 58. Mrmiethungen. 4289] Schönes Logis, 4 Zimmer mit allem Zubehör, ist zu verm. Ostanlage 9 4287] Eine Slübe, Küche, Bodenkammer, Keller, zu vermietben. Mr. Mühlgasse 21. 4293] Zweiter Stock (3 Zimmer mit Zubehör) zu verm. Grünbergerstraße 43. 3653] Parterrewohnung per sofort ru vermiethen bei M. Rosenthal, Liebigstraße 13. 3501] Logt» von 4 Zimmern u- Zuveh, im 2- Stock, per 15. Juli zu vermiethen. I. Klingelhösfer. Aster weg 25. 3002] Wohnung (12 vH. monatlich) zu vermiethen. Schützenstraße 11. 3129] Eine Mansardenwohnung mit Zubehör, sowie 2 unmöbl. Zimmer find zu vermiethen. Nordanlage 28. 4210] Freundl. Wohnung, 3 Zimmer und Zubehör, im Hinterhaus zu oer- mtethen.______________Reustadt 15. 4155] Ein LoM im mtttl Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen Asterweg 4b. Näheres Ederstraße_& 4118] Ein kleines Familienlogis zu vermietben. Kaplansgasse Nr- 10 4124] Das von Herrn Lehrer Filz i. P. bewohnte Logis, Liebigstr. Nr. 66, 3 Zimmer rc., ist vom 10. n- Mts. an ander- weit zu vermietben. Näh. Liebigstr. 71, 2 3998] Ludwigstr. Rr. 5 Südseite, Wohnung von 5 Zimmer« rc., <»♦ auch mit Mansardwoynuug, zu vermiethen._________L. Petri II. 38791 Mansardenwohnung, 3 Zimmer mit Zubehör rc., per 1- Juli zu oer- miethen.__________Frankfurterstraße 43. 3881] Mansarde, 3 Z. nebst Zubeh., per sofort zu vermietben. Alicestraße 28. 3810] Grünbergerstr. 48, schöne Parterre Wohnung, bestehend aus 5 Zim-, Küche, Speisekammer rc-, an ruhige Leute zu vermiethen. Näheres 2. Stock. 3813] Wohnung von 7 Zimmern (eo Badezimmer), nebst Zubehör, Ecke der Schul- «. Sonnensteatze, per Juli zu vermiethen. Näheres durch L. Seuliug, Architect, Wallthorstr 3653] Die von Hrn. Pfarrer Dingeldey bewohnte Wohnung, bestehend aus 6 Zim. mit allem Zubehör, in der Ludwigstraße, ist anderweitig zu vermiethen. Wilh. Seipp I., Ludwigstr. 28. 3691] Bismarckstratze 10, 8. St., 6 Zimmer mit allem Zubehör per An- fang Juli zu vermiethen_______________ 3411] Bergstr. Rr. 1 Wohnung im mtttl. Stock — 7 Zimmer u. Zub. — zu vermiethen durch Architekt Stein.______ 3354] Logis, 2. Stock, o Zimmer nebst Zubehör, per 1. Juli zu vermietben- ________________________Schtllerstraße 9. 3351] ll) !_________Ar. Seibel, Ludwigsstraße. | 610] Freundliche Wohnung im Himer«. Hause von vier bis fünf Zimmern zu ver-! .miethen-__________________g. «röst. I 4239] Ein LogiS im mittl- Stock,1 5 Zimmer mit Bodenkammer, Wasier-; leitung, per 1. Juli zu vermiethen. Näh- ■ I «leiu. Brandgasse 2. i 4227] Logis im Hinterhause zu oer- miethen-_______________Westanlage 27. 420)] Freundl. Familienlogiö zu vermiethen._______«aplavSgaste 18. 3738] Schöne Wohnung, besteh aus 4 Zim- u- sämmtl- Zubehör, sowie schönem Vorgarten u. auf Wunsch auch mit Stall, unmittelbar an der Südanlage, per bald ob. später pretswerth zu verm. Offerten erbeten unter 0. 8. an die Expedition. 3909] Ein LogiS zu vermiethen. Metzger chofmana, Wallthorstr. 13. 2945] Logis, 4 zimmer, sowie 6 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen ____________L. Huhn Bleichstraß e _ 30271 Wegzugshalber ist der 2. Stock per 1. Juli zu vermiethen. 3027 _______ch Gröninger, Steinstr. 43. 3102] West anlage 17, Bel - Etage per 1. Juli ds. Js zu vermietben 2596j ^leichNr. Io, mittl. Stock, fünf Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. Näheres Lonystr- 20 im Mansardenstock. 2420] Der mittlere Stock, Liebigstr 69, Neubau, fünf Zimmer, Badezimmer nebst Zubehör und Gartenantheil, per 1. Juli zu vermiethen. Näheres Liebigstraße 58. 1340] Der 3 Stock meines Hauses, Wilhelmstraße Nr. 23, ist anderweit zu vermiethen und nach Uebereinkunft mit dem gegtzpwärtigen Miether sofort zu beziehen. _______Oberstabsarzt Dr. Weiwel. 2410] In meinem Nev bau in der Ludwigsstraße sind drei Stockwerke mit allem Zubehör zu vermiethen. Näheres durch Architect Hnhn, Bleichstraße. «arl Schleenbecker, Maurermeister. 2389] In meinem Neubau, verlängerte Bleichstr., sind die drei Etagen, je 6 bis 7 Zim-, Badez., nebst all. Bequemlichk-, auf Wunsch a. Gartenanth., z. 1. Juli beziehb-, z. v. Näh. Asterweg 44. L. Bernhard. 1581] Der mittlere Stock, 4 auch 5 Zim. mit Zubehör, ist per sofort zu ver» miethen-___Kirchstratze 2. 3845] Ein schön möbl Zimmer sofort zu verm. Bahnhofstraße 61, 3. Stock- 4244] Schön- Zim m- Bett, auf Wunsch auch m- Kost, zu verm- Mäusburg 9. 4225] MöblirteS Zimmer zu Der» miethen. Bahnhofstraße 62, 3 Stock. 1422] Möbltrte Zimmer zu vermiethen mtt und ohne Pension- Asterweg 2. Neuenweg 13 sofort zn vermiethen._____________ 4257] Zwei ineinandergehende möbltrte Zimmer zu vermiethen Alicestraße 28. Ein Laden in sehr verkehrsreicher Straße, in welchem ' Spe^ereigeschäst mit gutem Erfolge betrieben wurde, ist per 1. Novbr. a. c. anderweit zu vermieth. Wohnung, Keller n. sonstige Räume nach j Bedarf vorhanden. Anfragen beförd- unt.' E. F, 17 die Exped. d. Bl-33411 4087] Der von Herrn W. Katz seither innegehabte Laden nebst Wohnung ist vom 1. Aug. ab anderweitig zu vermiethen Gg. Möhl, Hofmetzger, Bahnhofstr. 1. 4048] Laden mit Wohnnng Neuen Bäu; 1 sofort zu vermiethen. Näheres Bahnhofstraße 54 vermischte Anzeigen. UeS Starliu. 'Aotße Siern Linie König. Belg. Postdampfer von Auskunft crtheiicy- * schnelle Fahrten, gute Verpflegung, billigste Preist. von der Bedko & Mareily, Antwerpen F. J. .Bothof, Generalagent, Mainz. Job. Fr. Schaaf, Giessen, Diezstr. 18. H. Klippstein in Langsdorf. [206 GasIkitMil und Reparaturen an solchen werden unter Garantie sorgfältigster Arbeit zu den billigsten Preisen ausgeführt. Heb. Schaffstaedt, Gas- und Wafferieituugsgeschaft, Schanzeuftrafie IS. Telephon 35. [3435] Telephon 35. Magenbeschwerden, schwache Verdauung, Appetitlosigkeit rc- quälten mich viele Jahre. Aus Wunsch bin ich gern bereit, Jedermann unentgeltlich mitzutbeilen, wie sehr ich daran gelitten und wie ich ungeachtet meines hohen Alters davon befreit worden bin. F. «och, pens. König!. Förster, Bellersen, Kreitz Höxter 1832 I Gießen. Hypothek. Geld billigst durchs SensalWicke tt.Bockenh-- Frkst. a- M.«bbB Für Hausfrauen! Günther & Noltemeyer Zur Lust bei Kametu a. W. Fabrik zur Umarbeitung atter Wollfachen und Wolle. Wir liefern waschechte Kleiderstoffe, Flanelle, Buckskin, Schlaf- und Pferde, decken, Teppiche, Läufer und Portieren rc Annahmestelle und Musterlager J. C. Wallenfels, Färberei und chemische Wascherei, Gießen, Kirchenplatz 21. 4138 Pferde zum Schlachten werden stets angekaust. [28 _________Keßler, Roßschläcbter 4250] Gesucht per Septem- ber/October hübsche Wohnung von 4 bis 5 Zimmern und Zubehör, an freundlicher Lage. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 425V an die Expedition erbeten. 2841] Schöner Laden mit Logis Kaplansgasse Nr. 14 billig zu vermietben. Näheres Seltersweg 83 im Geschäft. 4015] «in schöner Laden, Mitte der Stadt, ist preiswerth mit oder ohne Wohnung zu vermiethen._____________ Ein HanS im Freien mit schönem Garten ist preiswerth unter günstiger Bedingung zu verkaufen durch B. «atzenstein, Schillerstraße 27 4150] In vorzüglichster Lage des Seltersweges ist ein schöner Lade« mit Wohng, p. sofort ob. später, preiswerth -u vermietben. Selbstrefl. belieb. Angebote unter X. M. 101 a. d. Exped. einzurcichen- 4201] Gesucht zum 1. August eine । Wohnung von 7 Zimmern, möglichst im j unteren Stock, mit Badeeinrichtung und i Gartenbenutzung. Anerbieten mit Preisangabe nimmt die Exped. d. Bl- unter | M. W. entgegen. । Nebenverdienst Mk. 3600 jährlich festes Gehalt können Personen jeden Standes, welche in ihren freien Stunden sich beschäftigen wollen, verdienen. Off. u. F. 406 an Heinr. Eisler, Frankfurt a. M. 4231 Atelier Emil Giessow Prefagefaflni Leipdt HR. (Gebr. Müller Nachfolger) 34 Bahnhofstr. 34 empfiehlt sich zu Aufnahme jeden Genre» ia nur künstlerischer feinster fühamg -u soliden Preisen, bei jeder Witterung, stet» mit Momnch platten. . GEWERBE SSTEILUNG LEIPZIG MgM Sonntags bis 6 Uhr geöffnet. Bilanz des Spar- und Vorschuß-Vereins E G. m. undesch. H. zu Alten-Buseck für 1893. a. Activa. JL Kaffenbestand . . . 8,132 46 Ausgeliehene Capitalien 119,424 01 Kaufschillinge von Immobilien . . . 7,867 90 Staatspapieren . . 42,222 — Mobilien .... 60 — Zinsenrückstände . . 2,557 47 180,263 84 b. Passiva. Kapitaleinlagen . . . Reservefond .... Mitgliederguthaben. . Reservirter Kaufschillingsrest .... 1 Provision und Nachläffe I v4L 175.225 68 772 16 3,666 — 20 — 580 — 180,263 84 Ende 1892 betmg die Zahl der Mitglieder . .71 In 1893 sind eingetreten ... 7 In 1893 sind ausgetreten ... 2 Hiernach mehr.......5 Daher Ende 1893 .... 76 Alten,Bus eck, den 17. Mai 1894. 4296 Der Vorstand des Spar- und Vorschußvereins E G. m. u H. Hch. Seuling I., August Th. Kraemer, L. W. Seibert, Director. Rechner. Controleur. 4216] Ein Mädchen, welch- noch Tage frei hat trn Weißzeugflicken u-Kleiderausbessern, ernpf. sich best- Näh Teufelslustgärtchen 3. 4190) Priv. Unterricht, auch Vorder zur Postgeh - rc- Prüfung- E. Wenzel, Dammstraße 41, 1. Stock. 3822] Mädchen können das Weißzeug« vühen, Hand« u- MaschinennLhen, sowie Zuschneiden gründlich erlernen- Geschw. Räuber, Bahnhofstr 2. Hausbursciie gesucht. Marktplatz Nr. 17.________4270 3103] Braver Junge, welcher Lust hat, die Photographie zu erlernen, kann bei mir eintreten. W. Becker, vor«. G. Backofen. Dienstmädchen, 0£I 4275 Ehr. Frutig, Asterweg 5. 4208] Ein oroentlicher Junge, welch« Lust hat, das Schmiedehandwerk zu erlernen, kann sof- eintreien bei Schmiedmstr. Jacob «olmer in Steinberg b. Gieße«. 4221] Ein Pferdeknecht sofort gesucht« _____________«ennel/ Riegelpfad 12. 4171] BraveS Mädchen auf 15 Juni gesucht. Näheres Kirchenplatz 21._______ 4137] Ein junges Mädchen zur Erlernung der Küche gesucht. Eintritt kann fofort erfolgen. _____Hotel «altwasfer, Wetzlar. 4319 Ein kräftiges Dienstmädchen auf sofort gesucht. Lahnstratze 11. Einen Gesellen 4321 Ehr. Will, Schmiedern., Krofdorf Fahrplan der auf Station Gießen vom 1. Mai 1894 ab verkehrenden Eisenbahnzüge. Ankunft. Abfahrt. 1226 137 809 1Q05 H55 J25 Kbb 309 4b7 625 761 939 960 1120. Frankfurt 263 500 524 665 807 10 <6 1208 221 504 56- 728 811 v_. 540 (führt 2.-4. Klasse). Friedberg (Localzug) 640 1165 (führt 2.-4. Klaffe). 239 519 802* 1QO8 1168 456 552 7I8 809 921 1136. Cassel 1230 lu2 420 820 10’6 1203 ISO 169 506 7ä7_954* 239 519 ß46 760 802* 1QO8 H&8 214 465 562 718 809 921 1136. Marburg 1230 1 62 420 560 s2'1 IO11 12°3 130 ,49 313 5"ö 767 954* 1003. 311 (führt 2.-4. Klaffe). Fronhausen (Localz.) 2’0 (führt 2.-4. Klafie). 1220 6^0 768 943 H48 Hb? 106 412 457 7I8 765 836 1149. Wetzlar 529 662 8" 1012 1026 121« 1238 2*0 506900 612 8^0 9221025 943 H57 106 412 718 836 1149. «ms—«oblenz 529 81410*212'0 246506 8228» 9£7. 1220 H48 457 766. Deutz—Söln 662 1026 1238 612. 8u2 136 453 1022. Fulda 8-0 12*0526 (dts Alsfeld) 8j0. 960 Z26 721 1037*. Gelnhausen 735 1225 146 (bis Hungen) 506 812H- 960 326 721 1037*. Schone» oezw. Nidda 736 1226 506 811tt- 64il (Montags und Dienstags aus Stockheim, sonst aus Nidda) 960 320 721 103"*. Gedern, Laubach bezw. Stockheim 736 1225 505 8*ltt- D>« Nachtzeiten von 6 Uhr Hbenbe bi» 5» Uhr früh sind durch Uaterstrrtchea der Minuteazahlen Dir fttien Ziffern dezetchnen die Schnellzüge- Du mit • bezeichneten Züge führen mir 1. und L Älafft. ♦) Nur Sonntags dis Siehm, an Wochentagen nur bis Nidda, Montag? und Donnerstag 1 St. 25 Win. später •ft Nur an Sonn» und Montagm bis Bübingen, sonst bis Stockheim. An Werktagen wird Morgens 5-3 in Geoßen-Buseck ein Zug 3. Kl. abgelassen,. welcher.b'" in Gießen eintrifft. eiter -Ä- - fcnid tinb .^riaa '-S OrAbl'schW äderet