▼ Fritz Nowack, Wäsche-Mik empfiehlt sein großes Lager in fertiger Wäsche für Damen, Herren und Kinder. Anfertigung sämmtlicher Wäsche-Artikel k in solider und seiner Ausführung, 3188 A 1894 Freitden 20 April 8irrtelj8l)necT "sicherten. tz«r»lprkch1 131-2® Thema berührend, und die Eifrigsten folgten sogar^noch dem abfahrenden Zuge ein Stück Wege«, *■' ' Beine mit der Dampfkraft deS Zuges Solche Tage waren Festtage für die Kadetten. Meistens kam der Kronprinz deS deutschen Reiches ganz überraschend, er war plötzlich da und wohnte dem Unterricht bei, ohne sich vorher irgendwie anzumelden. Er schien die Vorbereitungen, die zu einem Empfang getroffen wurden und die in einer nervösen Unruhe der Lehrer gipfelten, nicht gern zu sehen, wobei ich nicht behaupten will, daß Se. Kaiser!. Hoheit jemals von den kleinen Hilfsmitteln Kunde erhalten hat, mit denen die Lehrer das geistige Niveau ihrer Klaffe möglichst hoch hinaufzuschrauben suchten. Plötzlich hieß es in einer der Zwischenpausen: „Der Kronprinz ist da!" und wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Gerücht. Besonder- beliebt aber war wohl der Kronprinz, weil er niemals in seiner Eigenschaft als militärischer Vorgesetzter kam oder diese Eigenschaft wenigstens hintansetzte, sondern weil er stets in seiner jovialen, leutseligen Art mit den Kadetten verkehrte. Da standen denn die jungen Kadetten in den Pausen in dichten Trupps um Se. Kaiserl. Hoheit geschaart und jedes Wort deffelben, welches meist die Lustig- feit anregte, wurde mit lautem Beifall ausgenommen. In der Klasse selbst war der Kronprinz ein stiller Zu- Hörer. Aber wie oft erzählt man sich, daß er einen „Rein- gefallenen", der wohl sein Tagespensum nicht ordentlich „intus“ hatte, durch ein unvermutheres Gespräch aus der Verlegenheit geriffen habe. Den größten Triumph aber gab eS, wenn Se. Kaiserl. Hoheit die Anstalt wieder per Wagen verließ. Die Freude der Kadetten, welche manchmal wohl in etwas unmilitärische Zudringlichkeit ausartete, hatte Anlaß zu dem Befehl gegeben, kein Kadett dürfe bei der Abfahrt deS Kronprinzen die AnstaltSmauern wieder verlaffen. Auf Neber- schreitung deS Befehls stand hohe Strafe. Und so kam es denn wieder einmal, daß Se. Kaiserl. Hoheit abfuhr und hinterher ein getreuer Schwarm von Kadetten, die sonst alle dem Wagen das Geleit bis zum Bahnhof zu geben pflegten, ohne sich durch die scharfe Gangart der Pferde, wie durch die Weite deS Weges abhalten zu lasten. Diesmal stutzte alles am Ausgang, denn die Furcht vor Strafe hielt wohl jeden zurück. Da beugte sich der Kronprinz, dem wohl eine Ahnung des wahren Sachverhalts kam, aus dem Fenster und sein „Kommt nur mit, Jungen-!" bewirkte, daß alle guten Mahnungen und drohenden Strafen wie der Wind verflogen und der ganze Schwarm mit lautem Hurrah dem Wagen nacheilte. Teilweise ohne Mütze, die Schulbücher noch unter dem Arm, folgten die Kadetten im edlen Wettlauf dem Wagen ! bis auf den Bahnhof. Hier scherzte Se. Kaiserl. Hoheit nut | ihnen noch bis zur Abfahrt des Zuge-, bald dieses, bald jenes . 01. lllld. |.| 9 Uhr: ilung Erb. 2. Dividendenver- stattfinden und zwar: von Vormittags 8 bis 11 Uhr Wegen Erneuerung der Eisenbahnbrücke bei Dorlar, über die Strecke Wetzlar — Lollar (Wegeübersichrung Dorlar—Waldgirmes) ist der Weg daselbst bis aus Weiteres gesperrt. Krofdorf, 18. April 1894. 3510 Das Bürgermeisteramt. Mehener Anzeiger Henerat-Mnzeiger. sofort unbl.Naiburd) ittfntr, LowtMilc d, . iGlastroielster scheiff. zuvcrl. vertb I. alt iudjt irgend rtramnspoften nbrik oder (jrö= chäst unter sehr n Ansprüchen. che Kaution Jt werden. Cfr in die Exped. Unvergeßlich werden jedem diese miterlebt hat, unvergeßlich wie die Tempelhoser Felde zu Berlin, bei denen die Kadetten als bic ersten an Sr. Majestät vorbeiparadtrten. ES war dteS dte Zeit der letzten Regentenjahre Seiner Majestät Kaiser Wil- Helms I. TheilS noch zu Pferde, theils im Wagen stehend, hielt er die Parade über die Truppen ab, während in unmittelbarer Nähe Se. Kaiserl. Hoheit der Kronprinz der Truppenschau beiwohnte. Da standen zu Beginn der Parade die jungen Kadetten in Compagniefront unter präsentinem Gewehr, während die heiße Augustsonne herzlich wohlmeinend auf die Helmbüsche und UnisormSröcke herabbrannte, so daß mancher „Schlappe" vor der Zeit in den Schatten der Bäume getragen werden mußte. Aber endlich kam der kaiserliche Zug. Die Regimentsmusiken am rechten Flügel begannen ihr Spiel, die ganze Front herunter wurde es ausgenommen, die Fahnen und Standarten senkten sich und Kaiser Wilhelm- „Guten Morgen, meine Herren," wurde mit einem donnernden Guten Morgen, Majestät," von den Kadetten erwidert. Wieder gingen die Augen rechts, denn schon solgte der Kronprinz, der mit prüfendem Blick die Front entlang ritt. „Guien Morgen, Kadetten!" — „Guten Morgen, Kaiserliche Hoheit. Wohl keinem kam dies Wort nur rein mechanisch von den Lippen. Dann folgten der damalige Prinz Wilhelm, jetzige Kaiser Wilhelm II., Ihre Majestät die Kaiserin und bk Äron. Prinzessin, Prinz Heinrich und Gemahlin, kurz, fast allexAngehörigen des kaiserlichen Hauses, während der dicke Staub des Tempelhofer Feldes, aufgewirbelt von den anreitenden Cavallerieregimentern, in dichten Walken in der Luft lag. Die Cüraste blitzten, die schwarz-weißen Fähnchen flatterten und während noch am linken Flügel die RegimentSmusiken spielten, das „Guten Morgen, Majestät," weiterhallte, kam bereit- der f Befehl: „Das Kadettencorps aufstellen zum Parademarsch. I Mit Augen rechts und angefaßtem Gewehr marschirten dann ! die Kadetten in Compagniesront an Sr. Majestät und den Kaiserl. Hoheiten vorüber, im Ai.schluß daran das 1^ Garde- Regiment z. F. u. s. w, während die m"; —« — ** Garde Infanterie-Regimenter im Spiel Cafe Restaurant und Weinstube. ff Wormser Spofklbrüu hell und dunkel. R-ingehaltenk Wem- -m Ma. an. MMagdtisch von 12-2 Uhr. Speisen i 1» «rt/iu jeder Tag-s,-ir. Freundliche Restauration«- und G-iellschastrz'Mm-r^ Obiges Restaurant hab- mit dem Heutigen übernommen und b.tte H. I. r“tn« DfT *e|->- 1200 duetriezweigen. "bO qm Grabgarten 3289 EkRtrOtCChlliSChti Jilblik )iger, Sptnglttmtlfitr, Ntborstraßr 43- tlebrlmg! Leib, Wra§t 2 Ausgebot. Für die Menage de- 3. Bataillons ;nftr. Negts. Kaiser Wilhelm soll nachstehende Lieferung im Wege öffentlichen Au-gebotü vergeben wer- den: I Für die Zeit vom 1. Mai 1894 bis 31. Juli 1894 der Bedarf an frischem Ochsen- und Kalbfleisch und Nierenfett. Die Lieferungsbedingungen können n Kaserne II., Zimmer Nr. 66, ein zesehen und daselbst Abschrift gegen Irstattung der Schreibgebühren belogen werden. Angebote sind mit der Aufschrift Angebot auf Lieferung von Fleisch, geschloffen und portofrei bis spätestens L5. April 1894 an die unter- rc.chnete Commission einzureichen. Gießen, den 18. April 1894. Menage-Commission 3506_______III. Kaiser Wilhelm. Sroßhrrzoglich Bberhessische Eisenbahnen. Die Lieferung von 108=341 m Weichen- fdraußen auS Eichenbolz ist zu vergeben, Bedingungen mit Verzeichnis find bei irnferer MagazinSoenoattung, sowie den Stationen Alsfeld, Lauterbach und Hungen eßnzusehen, auch gegen frantirte Sinsen- b«n6 oon 25*f6. turdbunfttSetTttariat iu «»alten, «ngeboit mit bejü8hd>er MlsschrM oerfeien, «8 ium 25. d. » o.abier einjureiäen. 0410 Gießen, den 16. April 1894. er. Direktion. Licht- und Kran-Anlagen. Wi. suchen für unsere überall vorzüglich -inerten F- bricate geeignete Herren als 2432 1422] Möbltrte Zimmer zu vermiethen mit und ohne Pension. Asterweg 2- werden stets angekaust. [23 Prospecte gratis und franco. 3231 3418] Ein schön möbl. 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Äpril 1894. roßc ^eben geschlossen tvurbi ZU treten, die Handhabung non Recht und Gerechtigkeit, die bieten die sicherste Gewähr für unserer jungen Großherzogin i in Gegenwart einer großen Anzahl deutscher und außcrdeutsch ihrem neuen Vaterlande, aber frohe Hoffnungen und wünsche regen sich, daß sich dieses der hohen Braut der Buud Victoria Bielila, Großherzogin von Hessen geb. 25. Houfmber 1876. Ernst l’uöluifl, Grohherrog von Hessen geb. 25. November 1868. wohlthätigen Barmherzigkeit, wie dasjenige ihrer unvergeßliche Reich die von den vorfahren erwiesene Treue zu bewahren Förderung der Wohlfahrt des Landes sich stets angelegen sein zu lassen, die Verfassung hochzuhalten, sowie dem Kaiser und Gott schuhe und erhalte lange unfern Großherzog Ernst L'uöw und unsere Großherzogin Victoria Melita. bestieg unser Großherzog den Thron sein Väter; diese Worte Linern unbeschriebenen Blatte aber gleicht noch das Leben Blatt füllen möge mit ähnlichen Werken der Liest Vorgängerin. Residenz und mit ihr das ganze Vaterland des Augenblicks, in welchem sie die Neuvermählter empfangen können. Ben vielen aufrichtigen Glück- und Segenswünschen zur heutige« hochzeits feier werden sich morgen anschließcn die aus viele» Tausenden von Ku terthanen Herzen dringen den Willkommensgrüße im theuren hessischen Vaterlande. Fürstlichkeiten in der heimath harrt freudig die hessische es die Kunde von der Verlobung £>v. Kgl. lstoheit öfs ißrohhmogö Ernst jTuinuig mit 9hrrr Kgl. öjoljFit der iPrinirasin Victoria Mlita von Losturg vernahm Bot sich doch durch diesen Herzensbund den treuen Hessen die frohe Zuversicht, wieder eine Großherzogin, eine Landesmutter zu erhalten, die den seit |6 Zähren verwaisten j)latz auf dem Throne ihrer Vorgängerin, der hochseligcn Großherzogin Alice, einzuuehmen berufen ist. heute, wo Bal, si;» hlirf.= asthaus. ie eine anerkannte wnjp ich abgeschlossenen Girl» [innig. lr. 5, iß iinterW1 i 331$ Wlbri LE g* ts angekach ’ 2"3 Ker, RohschlLLlei JHfler rch«imr,tselU LLb-rstr 'b Schneider. $ und einen WesteMbti,er v'cktk. 8-Knhoißrah! 8 lirger Lchrchmachrr oom Ä BilchAstMg bei valthasar Pitz m ^.'"berg bei Meßen 5*h„ ®O(| toe ■’M ^«ichertzrit uld 8”tW* sehen ** Scholl b _ [unbbin!» M.u-'d r.RSHr L Lo. «und -tietzitr Rem »atgLrtner gesucht. 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Anher delrnertrag m indessen weder Bedeutung des In diree Kündeten Regi HandelSverträ eingeleiteten fi in ihren Weser bezüglichen bi Stempelabgab "diese Vorlage bttanntlid) nu. nehmigt, dieO rundweg abgele struerdorlage u NM der? fion gescheitert, Steuer, und' Vierteln in di Handlungen b, über die Ta6a zwischen Regn recht gut mögl Wünschen der mthlich wird Tagung tin n tzesetzes unterL Von ande ■n seiner nun Atzung -es En dlesrnal einen K Handlungen ein, denen Stellen i ti01' von welche «°t betroffen 'u\ bit öeutfd heröorgek S. peinlicher ftittns b ?i"°wnien ward, h«e-«8 * 2*1°'» öir *?6töeufenk Ä “ betreff. 8ottbiliq?f?Er N schule. W.^,% bern 9 Ä- >> Anitid?n 11,1 »iQn ^ttr ?bo” d- 71 ?©*s