1 8 6 Uhr k <. A btt cttin. 2.» «Ix, •c Damen, bittet ” Vorstand. kauf bei Herrn ^0 Pf- etT~ 119. Februak certe, rften Abteilung der Buscha/ gebenden Schuhplatkltanzer. in des 15 jährigen Mnchrn. 60 Psg. r, MnMatz 1 und 1332 nb Dirigent, sanwalt in iberg, stralien rpltn mit OJloHrtto ■eoommirt Schaill- te erforderlich — iscHeo VetWn \3bl tllk bet W ifadoWnrnnre. , Nieren- und Bl-sen. ifen» und Gallensteine, -rleiden, HSmorrb-lden, !C. und Lnmnmmi-^ blunatn und ^olbtttu. lgm Quelle« wttden tau , fiStfS- »Ott [110S ; N”5' |«iffJL-—- UOS' „„id« i*i*k*j! ührE^ u-LslLZB Ävr* h x? .^lernen «M«°KÄ!L ntt^^red^ ^05^ f*1 Rr. 42 Erstes Blatt. Dienstag ben 20. Februar 1894 Der Hithtner Anielger rrscheml täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Ließ en er Al«milie-0tLt1-r werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeiger Kenerak-Anzeiger. BierteljLbriger Abonnemenlspreisr 2 Start 2U Pig. mit Bringerlotzii. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rcbaction, Lfpedition »nd Druckerei: ^cLutNraljc?lr.7. Fernlprecder 51. Zlints- und 2lnjn, das sich vorzugsweise zum Zucker-und Baumwollenbau eignet. Ich bedaure, daß das Hinterland Uganda abgeschnitten ist, aber auch so wird Ostafrika ein werthvoller Besitz für uns werden. Reichskanzler Graf Caprivi: Bis zu dem Grade von Wärme werde ich es schwerlich bringen, daß ich den Besitz von ganz Afrika wünschte, denn die Last, die jetzt Deutschland, England, Frankreich zufammentragen, wäre für Deutschland allein zu groß. (Sehr richtig.) Unser Programm ist: Festhalten, was wir haben und es möglichst fiuchtblingend machen. Vorredner hat den Assessorismus getadelt und bedauert, daß wir mit dem System Wißmann gebrochen haben. Aber an dem Militarismus des Herrn Wißmann laboriren wir noch fitzt. Aus den Wißmann'schen Rechnungen kann noch jetzt Niemand klug werden; wir haben erst jüngst einige Calculatoren für jene Rechnungen hinüberschicken müssen. Ein reines kaufmännisches Regime läßt sich nicht einführen; man wird suchen müssen, eine richtige Mischung zu finden. Ein festes Programm läßt sich nicht auffteUen, da die Verhältnisse wechseln und in den verschiedenen Colonien verschieden sind. Man wirst dem Gouverneur v. Scheele sein vieles Herumziehen im Lande vor. Das ist gerade gut; wenn Herr v. Scheele festsäße und sich blos mit Verfügungen beschäftigte, würden Sie wieder Ihre Stilkritik daran knüpfen. Um Erfolge zu erzielen, muß man auch Mittel haben. Man sagt, wir hätten zu junge Leute dort. Nun, Herr v. Francois ist doch gewiß nicht zu jung und hat Erfahrungen. Alte Leute kann man doch auch nicht nach den Tropen schicken. Wenn man über das Auftreten der Herren klagt, sollte man doch auch bedenken, daß lauter Männer dort find und daß das gesellige und vielleicht auch sonstige Niveau herabgeht, wenn der Verkehr mit Frauen ganz fehlt. Nun zu den Mißhandlungen in Kamerun. Wir haben dort Leute aus Dahomey, Leute der unbändigsten Art. Die Weiber wollten nicht arbeiten. Ich will über die Sache nicht urtheilen; ich habe ja Jemand zur Untersuchung hinübergeschickt. Aber jedenfalls war die Lage eine solche schwierigster Art. Die Frauen wurden bestraft, die Männer fühlten sich dadurch bedrückt und meuterten. Das ist anderwärts auch und wiederholt passtrt. Das Ereigniß ist unangenehm, es kostet uns (Selb; aber es ist doch kein Mißerfolg der Colonialpolitik. Das kann uns noch hundertmal paisiren. Südwestafrika anlangend, so konnten wir uns die Diebstähle Witbowis noch gefallen lassen. Aber die unter unserem Schutze stehenden Stämme wurden unruhig, zumal sich Witbowis mit einigen derselben verband. Es bleibt uns nur übrig, Südwestafrika aufzugeben, ober bie Schutztruppe zu verstärken. Ein entscheibenber Schlag ließ sich nicht führen. Bei Hovrnkrans entkam Witbowis, so daß Francois nichts anderes üorig blieb, als ihm nachzugehen und ihn so lange zu beunruhigen, bis wir mit ihm fertig geworden. Die Engländer haben sich dabei ganz correct benommen. Man hat Francois' Behandlung seiner Truppen gerügt, aber die Verhältnisse liegen doch dort nicht so, daß er mit seinen Leuten Scat spielen kann. (Heiterkeit.) Wenn ein Kriegsschiff auf Reisen geht, isolirt sich der CapUän auch. Franyois möge leine Erfolge erzielt haben, aber er hat auch nichts verabsäumt und die Colonie ist nicht zurückgegangen. In Ostafrika hatten wir einen bedeutenden Mann an der Spitze der Verwaltung, Henn o. Soden. Ich bedauere, daß wir ihn nicht haben halten können Aber wir haben auch das Glück gehabt, wieder einen bedeutenden Mann zu erhalten, der bisher noch nirgends eine Schlappe erfahren hatte; er hat nur Erfolg auf Erfolg errungen Jedenfalls ist man nicht berechtigt, von Mißerfolgen der Colonialpolitik in den letzten Jahren zu reden. Abg. Dr. Lieber (Ctr.st Wir haben uns von Anfang an nicht der Täuschung hingegeben, daß in der Colonialpolitik Alles glatt gehen werde, und sind deshalb auch nicht enttäuscht. Wenn aber fortlaufend Beschwerden kommen, wie die über die Gouvernementsbefehle in Ostafrika und die aus Kamerun, bann muß sich bie Hingabe an unserer Colonialpolitik verringern. Allerbtngs muß man erst genauere amtliche Berichte abwarten, bevor man urtheilen kann. Die Kritik Bebels an den Missionen war wenig geschmackvoll. Die christliche Lehre ist nun boch einmal bas Culturfunbament; darin wird Herr Bebel nichts ändern. Selbstverständlich dürfen keine Firmen im Bereich des Reichsstrafgesetzbuchs Sklavenhandel treiben; aber so lange das Sklavenhalten nickt abgeschafft, werden nach der Richtung immer Überschreitungen Vorkommen. Wir streben dahin, daß in Deutschland mindestens eine Niederlassung der Väter vom heiligen Geist errichtet rotrbe, um junge Leute für bie Mission in unseren Colonien auszudilben. Abg. Bebel: Im Auslanbe würbe man sich gerounbett haben, wenn bie Vorgänge in Kamerun u. s. w. hier nicht zur Sprache gebracht worben wären. Was ber Reichskanzler über Herr v. Wrochen sagte, beweist nur, baß man ein guter Offizier unb boch schleckter Colonialleiter sein kann. Die militärische Schneibigkeit, bie hier schon im üblen Ruse ist, ist in Afrika noch weniger angebracht. Von ber Thäligkeit ber Missionen verheißt sich Rebner keinen Erfolg. Für Culturzwecke bieten sich Gelegenheiten zu Gelbausgaben in Deutschlanb genug, so beim Volktzschulwefen. Für den Unterhalt unserer Volks'chullehrer wirb nur notdürftig gesorgt. Wißmann, den Herr Hasse so lobte, hat sich gerade der größten Unterlassungssünden schuldig gemacht. Bei seinen Expeditionen war der Procentsatz der Kranken besonders groß. . Abg. Dr. Hammacher (nl.) verweist auf die blühenden Colonien anderer Länder unb barauf, baß England unb Frankreich mit ihrem reichen Colonialbesitz noch neue Colonien in Afrika erwerben. Ostafrika eignet sich nicht für beutfdje Nieberlasfungen in großem Stile, wohl aber für Plantagenbau, wie bie mit Tabak unb lanbwirthschastlicken Cullturen gemachten Anfänge beweisen. Erstes Erfor bemiß ist Ruhe und Ordnung. Für bie Verwaltung brauchen wir tüchtige Männer, gleichviel, ob sie früher Offiziere oberAssissoren waren. Schließlich sind es bie Umftänbe, bie den Einen ober ben Anberen als geeignet erscheinen lassen. Der Lanbeshauptmann Schmiele in Neu Guinea, als junger Assessor hinausgesch'ckt, beweist, baß >s nicht barauf ankommt, was Einer früher war. In Sübwest- afrika ist cs ein zweifelloser Mißerfolg, wenn HenbrikWitbowis entgangen ist unb uns bergeftalt geschäbigt hat. Rebner empfiehlt schließlich beide Resolutionen. Abg. Ehni (fübb. Volkps.) beantragt Beseitigung ber auch in ben deutschen Colonien noch fortbouemben sog. Haussklaverei. Abg. Dr. Lieber (Str.) unb v. Salisch (cons.) verwahren sich, Ersterer vom katholischen, Letzterer vom evangelischen Standpunkte aus gegen die Bebel'schen Angriffe auf bas Christenthum. Abg. Bebel erroibert, es hanble sich hier nicht um Christen- thum unb Civilisation, sondern um Eroberungen in ganz gemeinem materiellen Interesse. Der Etat für Ostafrika wird unter Kürzung eines Postens für Bauzwecke um 130000 Mk. genehmigt unb bie von ber Commission vorgeschlagenen Resolutionen angenommen, bas Ehni'sche Amenbemeni aber abgelehnt. Montag: Vorlage, betreffenb bas Halten von Brieftauben, Colonialetat. Hcuefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Corrcsponbenz-Bureau. Friedrichsruh, 18. Februar. Dem Vernehmen nach trifft der Kaiser am Montag Nachmittag um 5 Uhr 57 Min. hier ein unb reist kurz nach 9 Uhr nach Hamburg weiter, wo bie Ankunft Abends 10 Uhr 24 Min. erfolgt. Von hier setzt ber Kaiser vom französischen Bahnhofe aus um 10% Uhr die Reise fort und kommt am Dienstag früh 7 Uhr 20 Minin Bremen an. Um 7 Uhr 24 Min. erfolgt bie Abfahrt nach Oldenburg, woselbst die Ankunft um 8% Uhr statlfindet. Nach zweistündigem Aufenthalt in Oldenburg wird die Reise fortgesetzt. Um 11% Uhr Mittags trifft der Kaiser in Wilhelmshaven ein. Paris, 18. Februar. Nach hier vorliegenden Meldungerr habe das Geschwader der Aufständischen die Beschießung von Rio de Janeiro eingesielt, die Bevölkerung bitte um Frieden. 5000 aus dem Süden kommende Aufständische sollen in den Staat Sao Paulo eingedrungen sein. Rom, 18. Februar. Der Papst celebrirte heute Vormittag als Abschluß der Feierlichkeiten anläßlich seines Bischofsjubiläums in der vaticanischen Basilika eine Messe, der ungefähr 50,000 Personen beiwohnten, die den Papst auf das Lebhafteste begrüßten. Das diplomatische Corps, die Patrizierfamilien, die Ritter des Maltheserordens wohnten der Messe auf besonderen Tribünen bei. Petersburg, 18. Februar. Der Kaiser hat die Geneh- migung ertheilt, daßderHanbelsvertragmitDeutsch- land dem Plenum des Reichsraths vorgelegt werbe. totales rrnd provinzielles. Hießen, den 19. Februar 1894. ** Sitzung Großh. Handelskammer am 13. Februar 1894- Anwesend die Herren Koch, Scheel, Gail, Katz und Kraatz. Schon in den letzten Sitzungen wurde der d e utsch- russische Handelsvertrag nach verschiedenen Richtungen ber Berathung unterzogen - bie Kammer steht nach wie vor auf dem Standpunkt, die vor zwei Jahren inaugurirte vertragsfreundliche Politik der Reichsregierung zu unterstützen, nachdem die Kammer in diesem Sinne bereits früher selbstständig Eingaben an den Reichskanzler gesandt, hat sie sich nach Kräften an der zu Gunsten des deutsch-russischen Vertrags in Handels- und Jndustriekreisen allgemein ins Leben gerufenen Agitation betheiligt. — Am 28. v. Mts. fand in Frankfurt a. M. eine Vorbesprechung der Frankfurter Handelskammer und derjenigen Hessens, Hessen-Nassaus und sonst interefprten Körperschaften statt. Bei dieser sowohl, als auch bei der darauf folgenden imposanten Kundgebung zu Frankfurt a. M. am 11. l. Mts. war die Kammer vertreten. — Von dem Deutschen Handelstag sind die Mitglieder desselben zu. einer außerordentlichen Plenarversammlung auf den 21. d. Mts. eingeladen. Gegenstand der Tagesordnung ist ebenfalls der deutsch-russische Handelsvertrag sowie die Währungsfrage. Auch wird die Kammer voraussichtlich vertreten fein. — In der 24. Sitzung des Bezirks - Eisenbahnraths Hannover kam der von den Delegirten der Handelskammern Kassel und Gießen, Herren Freiherr Waitz v. Eschen und F. C. B. Koch, gemeinsam gestellte Antrag: „Königliche Direction wolle für den Localverkehr den Zügen 75 und 76 die erforderliche Anzahl zweiachsigerWagen beigeben unter gleichzeitigem Wegfall ber Zufchlaggebühr für Entfernungen unter 80 Kilometer" zur Verhandlung, wurde einstimmig angenommen und liegt Sr. Excellenz Herrn Minister Thielen zur Entscheidung vor. — Nach Äußerungen Seitens der Direction war bei der Umwandlung jener Züge zu Durchgangszügen der Umstand, daß diese keine 3. Klasse mitfübren, ausschlaggebend ohne daß man sich über die schweren Schädigungen des Localverkehrs klar war. — Die alsbald nach jener Neuerung zahlreich ein- gelaufenen Proteste Seitens der betheiligtcn Handelskammern, politischen und wirthschastlichen Vertretungen, nicht minder die Erörterungen in beregter Sitzung haben der Direction überzeugend dargethan, daß diese Schnellzüge dem Localverkehr unentbehrlich sind. Es ist Geneigtheit vorhanden, statt der Züge 75 und 76 zwei andere Zugverbindungen zu Corridor- Zügen umzuwandeln, zumal Durchgangswagen 3. Klaffe sich in ber Herstellung befinden. — lieber die Frage ber Bahnsteigsperre, sowie bie Erh ebung ber Platz - gebühr fanb durch den ständigen Ausschuß des Bezirks- Eisenbahnrathß Frankfurt a. M. in feiner Sitzung vom 15. Januar l. I. eine Vorberathung statt. Die am 28. Februar l. I. tagende Plenarversammlung wird sich ausschließlich mit dieser Angelegenheit beschäftigen und die Beseitigung bestehender Mißstände herbeizuführen suchen. — Die Kammer erachtet die Einrichtung, daß bei den Ober- hessischen Eisenbahnen im Gegensatz zu den an dieselben anschließenden preußischen Staatseisenbahnen aus Rückfahrkarten kein Freigepäck gewährt wird, als den Interessen des reisenden Publikums zuwiderlaufend und beschließt, bei ber Direction der Oberhessischen Bahnen eine Aenderung dieser Bestimmung anzuregen. — Das Kaiserliche Postamt dahier theilt der Kammer eine Bekanntmachung mit, betreffend ben Anschluß an bie Stadtsernsprecheinrichtung und werden die Interessenten auf diese Bekanntmachung, bie in ben hiesigen Zeitungen publicirt ist, hingewiesen. — Infolge ber mit bem Vorstand des Kaufmännischen Vereins gepflogenen Beratungen behufs Erhaltung und Förderung der von letzterer Körperschaft ins Leben gerufenen kaufmännischen Fortbildungsschule — verbunden mit Lehrlingsheim — wurde beschlossen, den hiesigen Firmen - Inhabern den Beitritt zu jenem Verein als unterstützende Mitglieder zu empfehlen. Ein dahingehender Aufruf wird in Kürze erfolgen, seine Beihätigung sei auch an dieser Stelle auf das Wärmste empfohlen. *♦ Meineid. In das hiesige Provinzialarrefthaus wurden 5 Frauenspersonen aus Beienheim bet Friedberg eingeliefert, die beschuldigt sind, in einer vor dem Schöffengericht Friedberg verhandelten Privatklage um einer Bagatelle willen einen wissentlichen Falscheid geschworen zu haben. Die Verhaftung wurde durch den Untersuchungsrichter am hiesigen Landgerichte angeorbnet. ieüer. ' Februar “J3. Stinnj 18(jt ®;‘I/ Katz un! »urdedn deut sch. chl-enenRichtuag» Rt nach mit 6ot jö^ren inaugurinr "S M unteren, :iits früher selbst, ’ty hat sie sich »ach russischen DertragS Leben tzrrusenrn sand in Franlsun :tei Handelskammer sonst interessiricn als auch 6d der zu Frankfurt a.M. ten. — Bau dem tglieder desselben zu gaus den 21. d. Mts. ng ist ebenfalls der die WährungSsrage. treten sein. - In Eisenbahnraths der Handelskammern o. Eschen und F. C. uto tyiyv ,a i^bet. ■Ä ? 'g-n set7^.'che ^brirre btm, ® fas?* d-» ®' ' ötT un- AX'tt »«Wtjfe dl! , egt werde. volle für btn und 76 dir er« ^rrÄa^eu bei« m Detzsall der ernungen unter genommen und liegt ur Entscheidung vor. tction war bei der jügen der Umstand hlaggebend- ohne dax a des Localverkehr/ >erung zahlreich w- :en Handelskammern, ungen, nicht minder haben der Direction mae dem Localverkehr vorhanden, statt der ndungen zu Cmidor. swagen 3. Klasse sich er die Frage der ebung der Platz- uSschuß des Sezirk- seiner S-tzung o°-" ifl statt. Die am *, * * astigen un d - ^führen suchen. a6 bei den Ob.r- rQh tu den an w isenbahut« aus M a als den Jnteresstn und beschlug eineAenderungdi : (ixc Postamt dabrer fr*i'” tat«*«*™«' ^0[’t e bereits telegraphisch mitgeiaeilt, hat die von der ©lobioerorbnct n - Versammlung gewählte SpeciabCornmnsion einstimmig beschloffen, den bisherigen Beigeordneten Dr. Gaßner als Bürge'meister in Vorschlag zu bringen. Außer Dr. Gaßner wa.en noch sieben Meldungen eingelaufen, darunter jedoch eine, die nur mit Vorbehalt gemacht war, weshalb der Name des betreffenden Bewerbers nicht öffentlich genannt wurde. Die Namen der übrigen Reflectanten sind folgende: Dr. von Wurmb In Schöneberg bei Berlin (Jurist), Baumspector V ves in Berlin, Dr. Stiefe in Zudem im Elsaß (Jurist), Reg erung^-Bau- meister Hausen in Hannover, Bürgermeister Hesse in Meerane in Sachsen, und Bürgermeister Tüessing in Tilsit. Nach eingehender Prüfung der Offenen, die mehrere Stunden in Anspruch nahm, kam die Commission zu dem Beschluß, den Stadtverordneten die Wahl deS Dr. Gaßner zu empfehlen. Eine Anzahl der übrigen Bewerber konnte keinerlei practische Thätigkeit im Verwaltungsdienst nachweisen, weshalb dieselben nicht berücksichtigt wurden. Dagegen waren drei Bewerbungen recht beachienswerth, die allerdings nach Ansicht der Com- mi'sion vor Dr. Gaßner keinen Vorzug Haden, da dieser Bewerber ebenso wie jene eine langjährige bewährte Thätigkeit im Verwaltungsdienst bethätigt hat. Nächst Dr. Gaßner batte Bürgermeister Thessing in Tilsit die größte Aussicht. Dr. Gaßner, der jetzt sicher als Bürgermeister zu beti achten ist, entstammt einer gut katholischen Mainzer Familie, ist aber selbst bis jetzt wenig politisch in die Oeffentlichkeit getreten. — Die Wahl des Bürgermeisters von Mainz findet, da die Commission ihre Vorschläge gemacht, nunmehr den 24. d. M. statt und wird ohne jeden Zweifel der seitherige Beigeordnete Dr. Gaßner als Stadtoberhaupt von Mainz aus der Urne hervorgehen. Bezüglich des Pc sionlrungS- Modus einigte sich die Stadtverordneten-Commi sion dahin, die Pensionirung nach der Dienstpragmatik der städtischen Beamten zu regeln. Danach werden nach fünf Jahren 40 pCt. des pensionsfähigen Gehaltes bewilligt, für weitere fünf Jahre pro Jahr 2 pCt. und für die folgenden zwanzig Jahre je 1 pCt. mehr pro Jahr. Nach zwölfjähriger Thätigkeit bezieht der Bürgermeister demnach 6650 Mark und nach dreißig Dienfljahren 8300 Mark Pension. — Die verflossenen Spätsommer hier stattgehabte internationale Ausstellung für Bäckerei, Condltorei rc. rc. hat, wie jetzt erst bekannt wird, ein nennenswerthes Deficit zurückgelassen. Um dasselbe zu beseitigen, hat sich der Ausstellungs-Vorstand nunmehr mit der Bitte an die Stadt gewendet, die Miethe für die „Stadthalle" (in derselben sand die Ausstellung statt) zu erlassen. Schifssnaeh richten. — Der Dampfer „Illinois" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 16. Februar wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Verkehr, £anb* und Volkrrvirthschaft, vrünberg, 17. Februar. Fruchtpreise. Wetzen JL 14.70, Korn JL 14.20, Gerste X 14.00. Hafer X 16,60, Eibfen JL 23,00, Linfen 00,00, Wicken Jt 00,00, Lein 00,00, Kartoffeln JC 00,00, Samen oN. 00,00. TttrehttcheAnzergen der evang. Gemeinde. Bibelstunde am Mo ntag den 19. Februar, Abends 8 Uhr Marcus Cap 11, von VerS 27 an: Die Vollmacht Christi. Pfarrer Dr. Nau mann Submission. Für die chirurgisch-ophthalmologische Universitäts klinik sollen pro 1894/96 «uf dem Wege der Submission vergeben werden: 1. Die Lieferung von: Backwaaren, Fleischwaaren, Specereiwaaren, sogen. Verbrauche-Gegenständen (Bürstenwaaren, Putzlumpen- r-ug rc.), Milch, Butter und Eier, Bier, Eis und Schreibmaterialien, 2. Das Reinigen der Wäsche für das Dienstpersonal, 3. Das Reinigen der Oefen undHerde, 4. Tas Reinigen der Senkgruben und । das Fortschaffen des Kehrichts rc.,' 6. Die Abgabe von Knochen und Gespül, 6. Die Abgabe von leeren Flaschen, 7. Die Unterhaltung des Gartens. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau offen. [1442 Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 5. März d. Js., Mittags 12 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen, den 16. Februar 1894. Großh. Verwaltungs - Direktion der chirurg.-ophtalm. Univ.-Klinik. Bose. Vosfius. Bekanntmachung. Vom 1. März d. I. ab verkehrt der jetzt um 5/z Uhr. Einladung. Alle Landwirthe, welche sich für Gründung einer Zuckerfabrik Berstadt interessiren, laden wir zur constituirenden Hauptversammlung auf WiM" Sonntag den 25. L Mts., Nachmittags 2 Uhr, zu Gastwirth Wolf dahier ein. Berstadt, den 14. Februar 1894. ,367 Das Local-Comite. ©•••••eeeeeeieieieeeeeeeeee • Habe mich hier als Zahnarzt ® j niedergelassen. j • W. Koch, Zahnarzt, • 9 Neustadt Nr. 4, ® 1427 im Neubau des Herrn Phil. Wagner- •••••••eeeeeieweeeeeeeeee Morddeutscher Lloyd Bremen. Beste Reisegelegenheit. Nach Newhork wöchentlich dreimal, davon zweimal mit Schnelldampfern. Nach Baltimore mit Postdampsern wöchentlich einmal. 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Tendenz r fest. uw ReichSbrnL-DtScsirt 3 pttt — Frankfurter Bank-DiVcLnt 3 pSt. «eldsorte«. Brief Geld <8cA 20 Franken-St. 16.25 16.22 Ducaten 9.60 9ck» 20 do. in Vi 16.24 16.20 Engl. Sovereigns fl. 20.40 20 M Dollars in Gold 4.19 4.16 Rufs. Imperiales 16.65 16.6k Kcbetito■ 1L HHeizba. — Druck und Verlag hts BrShl'Ws Smtffrn (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße« Are heutige Hlumrner umfaßt 6 Seiten. »uw $lon Di' ® etrbfli bfl W -n Z' Durd vnfiiätsstr halb her K sthMiA il Seite »ürbi taten Mrn litten Zahlu Daftü it6 Stallen Ettafir rot SelziAwev durch den 1 arbeit leite irag-widrig Arbeit, bei emstlmden. Hofr 1) vom S nicht in ge nach rechll Profil deS sei die St Gebhald'ilt öom 2i/ä i vtidung bo< HiR sei zehen, intt er mit tze> schlechte Ai lbie er [ml Januar 1& In [eii i'd Äropp fonntt: ßarker Frost Stollen fich ^Üt dessen »roppgch i Nun r Bergpraklikc 'W gebilde rftörtt betf tisaus bet § Mmt ein Rmsiart] $ । °«htn!önnei endung btI vachen.- 6o toü] 2 Z ?6rt [oh 10R bin 4“ erhöhen. . 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