b. inten. “Ä irlingsL^I Stellung von ik-chkii-HUn, afführungen. bei Herrn Schneider. Order sind für Dm« bei den Herren Friseur traße und Friseur Wahl, nähme am Ball zu 1 U Karten zur Berechtigung Pfg. bei den vorgenannter Der Vorstand, mnl'chiingm. W8t20tdnMft$ ic., ju vermlelhen. ntfurtnstratzr 10t W ng, 6-7 Mmr M aDm \ 1. AM zu mmiethlll, zweite Stock meines Hauset 57, bestehend aus 7 Zimmer. |5r, ist per 1. April ganz obc vermiethen. Heinrich Weiftet. gstraße Nr. 7, viB-i-rö Steint irterre-Wohnung, vier grch eist Zubehör, zu vermiethei'. Mark. Senner. : Stube mit Zubehör an eiar ifon zu vermiethen. chophach, Neuen Böue 7. )hnung, 4 Zimmer, auM ■en, Mestraße meinem Hause, Asterweg ^ te Stock, 6 Zimmer, 1 flj tt u. s, w, alsbald ob- r MU"' , ia nk 1. w all. 3uJjJeiB««®leF WsKÄAK serstratze aubeböruv» ßlmmein • DeIöikt6!!’- ^--^--xT'-M^mittlcr" **^8“ Der #Ujeeer Auzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener -»«Mittenölktter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Bterteltähriger Atsnaements»re1»i 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bey>g« 3 Mark 60 Pfg. Redaktion, rxpeditiw» und Druckerei: KchnlstraßeAr.r. Fernsprecher 6L Amts- und Anzeigeblutt für den Ttveis Gieren. ! Oratisöeikage: Hießener Jiamikienbtätter. > 16 Samtztag den 20. Januar 1894 Aintliche»e Theil. Gießen, den 17. Januar 1894. Betr.: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Da- Grotzherzogliche Kreisamt Gießen MM dte «rstzh. BürgermeiAerete« M «reise-. Wir erwarten die Erledigung unserer Verfügung rubri- cirten Betreffs vom 2. L Mts. innerhalb 8 Tagen. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 18. Januar. Der Kaiser hielt am Mittwoch im Berliner Residenzschlosse ein Capitel der Ritter des Schwarzen Adlerordens ab. Vorangegangen war die feierliche Investitur der neuernannten Ritter dieses berühmten preußischen Ordens , des Fürsten von Schaumburg - Lippe, des Prinzen Ludwig Ferdinand von Bayern und des preußischen Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg. Die gejammte Festlichkeit vollzog sich in dem hergebrachten glänzenden Ceremoniell. — Seit vorigen Dienstag ist nun auch der preußische Landtag neben dem Reichstage und den übrigen bereits versammelten Landtagen in die Erscheinung getreten. Nach den betreffenden Ankündigungen der Thronrede zu urtheilen, wird diese erste Session der neuen Legislaturperiode in Preußen mit Gesetzentwürfen nicht allzu sehr überlastet werden, dennoch erscheint gerade die begonnene Session geeignet, die allgemeine Aufmerksamkeit auch dem preußischen Landtage in erhöhtem Maße zuzuwenden, trotz der bevorstehenden wichtigen Entscheidungen im Reichsparlamente. Denn durch den signalisirten Gesetzentwurf über die Errichtung von Land- wirthschastskammern erhält der am 16. Januar eröffnete Thätigkeitsabschnnt des Landtages des führenden Bundesstaates seine besondere Bedeutung nicht nur für Preußen, sondern auch für das ganze Reich. Es liegt auf der Hand, daß eine so einschneidende Reform, wie sie offenbar die an- gekündigte Maßnahme bedeutet, nicht eine lediglich auf Preußen beschränkte bleiben kann, sondern daß sie schließlich ihren Einfluß mehr oder weniger auch auf die Reichsgesetzgebung in Betreff der Landwnthschaft äußern muß. Anderseits spielt auch die weitere Frage, welche die Landtagssession in Preußen mit beherrschen wird, die finanzielle, in das Gebiet der Reichspolitik hinüber. Die finanzielle Frage in Preußen ist mit jener im Reiche sogar vielfach oerquikt, so daß die anhebende | Thätigkeit des preußischen Landtages auch nach dieser Richtung 1 hin allgemeineres Interesse beanspruchen darf. — Im Herrenhause ist die landwirthschaft- liche Frage schon jetzt „angeschnitten" worden. In der Sitzung des Herrenhauses vom Mittwoch richtete der Präsident Fürst zu Stolberg an den anwesenden Minister für Landwirthschast, v. d. Heyden, die Anfrage, wann die Regierung zur Beantwortung der von der conservativen Fraction eingebrachten Interpellation darüber, welche Schritte die Staatsregierung außer den schon in der Thronrede angekündigten Maßnahmen behufs Beseitigung des wachsenden landwirthschastlichen Nothstandes noch weiter zu thun gedenke, bereit sei. Der Minister erklärte die Bereitwilligkeit der Regierung zur unverzüglichen Beantwortung der Interpellation, worauf der gedachte Gegenstand mit auf die Tagesordnung der Donnerstagssitzung gesetzt wurde. Deutscher Reichstag. 29. Sitzung. Donnerstag den 18. Januar 1894. Am Bundesrathst.sche: Graf Posadowsky, d. Bötticher, Dr. Miquel u. A. Zur Berathung steht zunächst ein schleuniger Antrag Auer auf Einstellung eines gegen den Abg. Klees fchwebenden Strafverfahrens. Der Antrag wird debattelos angenommen. Es folgt die erste Lefung der Wetnsteuer-Vorlage. Schatzsecretar Gras Posadowsky: Ich glaube nicht, daß durch die Wetnsteuer der Druck auf den Winzer sich vergrößern wird. Die Weinpretse sind am niedrigsten, wenn der Wein von der Kelter kommt. Weinhändler und Consumenten werden fortan bemüht sein, den Wein von der Kelter weg zu kaufen. Die kleinen Weine sind ja auch schon jetzt mit Landessteuern belegt, welche höher sind, als die hier vorgeichlagene Steuer. Man Hal gesagt, die Steuer werde auf eine Verschlechterung der Qualität hlnwtcken, das glaube ich nicht. Ein großer Vorzug der Vorlage liegt doch auch darin, daß sie die ausländuchen Weine zur Steuer heranzieht. Das wird zur Folge haben, daß man im Jnlande bestrebt sein wird, edlere Gewächse zu ziehen. Der Gesetzentwurf hat ferner den Vorzug, daß er die billigen Weine frei läßt. Daß dieses Gesetz einen Eonsum- rückgang zur Folge haben würde, glaube ich nicht. Auf der Verhandlung in Deidesheim hat der bayrische Landtagsabgeordnete Herr Seiffert aber zugegeben, daß die Wetnsteuer im Volke beifällig ausgenommen werde. Hoffentlich tritt die Majorität des Reichstages diesem Urtheil der Mehrheit im Volke bei. Abg. Schmidt (Elberfeld, freis. 93p.): Es handelt sich hier nicht nur, wie man behauptet, um eine Besteuerung der besitzenden Klassen. In West- und Südwestdeutschland trinkt man den Wein statt Bier und Branntwein. Wollen Sie wirklich die Besitzenden besteuern, so führen Sie doch eine Reichsetnkommensteuer ein! Wir hier wollen nicht, daß dem kleinen Mann, der Wein statt Branntwein trinkt, sein Getränk vertheuert wird und er dadurch gezwungen wird, zum Branntwein überzugehen. Sie wollen ja mit dieser Vorlage den Kunstwrin treffen. DaS ist ja recht schön und ich habe nichts dagegen. Aber Sie defintren ja hier den Kunstwetn nich einmal so wie in dem Weingesetze. Wetter krttisirt Redner die Controllbesttmmungen, die zum Theil geradezu unerhört seien. Der Kleinhandel, der mit geringem Kapital arbeitet, muß dem Großhandel unterliegen. Nach alledem bitte ich Sie, daS Gesetz abzulehnen, und es auch nicht erst in eine Eommtssion zu verweisen. Geben Sie ihm gleich hier im Plenum eine schöne Bestattung! Abg. Bürkltn (natl.): Die Gegner der Vorlage gehen nicht alle von demselben Standpunkte aus. Eine Luxussteuer ist die Wetnsteuer bei uns nicht. Der Wein ist bei uns ja Dolksgetränk und wir hoffen, er soll es bleiben. Die Grenze von 50 Mk. ist aber nun viel zu tief gegriffen. Greifen Sie aber viel höher, so kommt bet dieser ganzen Steuer nicht viel heraus. Der Eonsumrückgang ist beim Wein noch viel zwetselloser als beim Tabak. Wer rauchen will, muß Tabak rauchen. Vom Weine dagegen kann, wer trinken will, sich zurückztehen und statt dessen Bier trinken. Redner schließt: Meine Freunde und ich stimmen gegen diese Vorlage, weil sie die Production, die Winzer, trifft und nicht den von der Regierung erwarteten Ertrag bringt. m Abg. von der Groeben (eons.) erklärt, im Wesentlichen mit dem Vorredner übereinzustimmen. WaS Vorredner zum Schutze deS Winzers gesagt, habe ihn gefreut; hoffentlich werde derselbe aber auch sonst in gleicher Weise das landwirthschaftltche Interesse wahr- nebmen. Eine Weinsteuer sei nothwendtg, aber nicht eine solche, wie sie hier vorgeschlagen sei. Redner schließt damit, seine Freunde seien gewillt, in der Eommtssion an einer Umarbeitung des Gesetzes, um dasselbe annehmbar zu gestalten, mitzuwtrken. Adg. Braubach (Ctr.) erklärt sich Namens seiner Freunde entschieden gegen diese Vorlage, welche in erster Linie die Production belaste. Die Winzer seien hauplsächltch kleine Leute und auf Qualttätswetne angewiesen, und gerade diese wolle ja die Vorlage besonders treffen. ,, . Staatssecretär Graf Posadowsk y tritt namentlich der Unterstellung entgegen, als ob die Regierung bet Ausarbeitung der Vorlage ohne genügende Kenntnisse der Verhältnisse vorgegangen sei. Abg. Dietz (Soc.) spricht sich mit Lebhaftigkeit gegen die Vorlage aus. Seine Partei lehne überhaupt Alletz ab, was zur Deckung der Militärvorlage diene. Die weitere Debatte wird sodann vertagt auf morgen, Freitag, 1 Uhr. Schluß nach 5 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphtfcheS Eorrespondenz-Bureau. Prag, 18. Januar. Omladinaproceß. Bei der heutigen Fortsetzung des Verhörs der Angeklagten ermahnte der Präsident die als Vertrauensmänner anwesenden ZeitungS- berichterstatter dringend, objeciiv zu berichten und sich subjec- tiver Bemerkungen zu enthalten. Hieraus laS der Präsident das Schreiben vor, das Zieg loser aus der Untersuchungshaft nach Außen zu schmuggeln suchte und in dem er seinen Vater und den Hausmeister-bittet, zu seinen Gunsten auszusagen. Der Staatsanwalt bezog diese Handlung als Verbrechen des Betruges in die Anklage ein und beantragte die Vor- Feuilleton. Das Amulett. Eine Pferdegeschichte von Th. Müller-Plattensteiner. (Nachdruck verboten.) „Dämelmann!" „Herr Oberstlieutenant?" „Haft Du gesattelt?" „Zu Befehl, Herr Oberstlieutenant. Ich will nur, ehe ich die Candare auflege, George Brown nochmal tränken und dann einige Male auf- und abführen, er bläht sich wieder so auf." „Hrrrrm," machte der Oberstlieutenant v. Kronen und trat vom Fenster, aus dem er über den Hof gerufen, zurück, um mit auf den Rücken gelegten Händen seine. Promenade durch das geräumige Zimmer sortzusetzen. Er war trotz der frühen Morgenstunde in voller Uniform mit allen Orden und Ehrenzeichen, deren er nicht wenige besaß, denn er hatte den letzten Feldzug in hohen Ehren mitgernacht, war seitdem mit Recht von der Sonne der Gnade seiner Vorgesetzten beschienen, bis zu seiner jetzigen Charge aufgerückt und heute sollte es sich entscheiden, ob er würdig sei, eine weitere Sprosse auf der Leiter des Ruhmes cmporzusteigen — er stand unmittelbar vor dem Regimentscommandeur — und heute war —> Jnspicirung. Er für seine Person war keinen Augenblick im Zweifel, wie bisher so auch diesmal glänzend zu bestehen, aber es hatte da noch Einer mitzusprechen, und wenn dieser Eine nicht bei (fhter Laune war, dann gute Nacht, Herrendienst! Dieser Eine war George Brown, der eben von dem Burschen aus dem Stalle gezogen wurde und der heute leiber — ungemein grämlich aussah — es war kein guter Blick, den ihm Kronen, der wieder an das Fenster getreten war, zuwarf. „Kann Sie auf Ehre versichern," hatte dazumal, als ! er George auf der Reitbahn bei den Cürafsiren wegen Kaufes probirte, . . . „kann Sie auf Ehre versichern," hatte der Premierlieutenant Graf Schmetter, das Monocle fallen lassend, in seinem schleppenden Tone zu Kronen gesagt, . . . „machen brillanten Handel; der Gaul ist nicht umzubringen, von dem dürfen Siss was verlangen . . . nur eins bitte ich zu beachten, der Kerl ist gewöhnt, daß er seinen Leistungen entsprechend geritten wird — lassen Sie ihn, mit allem Respect seis gesagt, nicht verbummeln . . . sein Rücken ist immens stark ... er würde gerade wieder so bockig werden, wie er damals war, als ich ihn roh bekam, bis ich ihm . . . Donnerwetter ja, . . . fast die Knochen gebrochen hatte!" Der Handel wurde abgeschlossen. v. Kronen, der gerade im Stande war, ein gut gerittenes Pferd ordentlich zu steuern und dabei hübsch im Sattel zu sitzen, war entzückt von feinem Kaufe - er hatte, seiner eigenen Aussage nach, in seinem Leben noch kein so folgsames, leistungsfähiges Pferd unter sich gehabt als George Brown und — wurde richtig zu sorglos. Der Gaul, bei dem bis jetzt die Schmetter'sche Dressur vorgehalten hatte, bekam allmälig weniger Bewegung; da die Verpflegung aber eine gleich gute blieb, begann er, schlechter zu verdauen, sein früherer Sattelzwang stellte sich wieder ein, er wölbte seinen Rücken wieder nach aufwärts, „gab ihn nicht mehr her", der Kopf mit dem bequem langgestreckten Halse entzog dem Reiter fortwährend die Zügel und bald glaubte Kronen sein Bataillon nicht mehr von einem Pferde, sondern von einem Dromedar herab zu com- mandiren. Hätte er es über sich vermocht, ihn einem tüchtigen Reiter zur Correctur zu übergeben, so wäre mit der Zeit vielleicht alles wieder ins richtige Geleise gekommen, dies gab aber sein Stolz nicht zu, er dünkte sich selbst Manns genug; da er aber nicht im Stande war, ernstlich mit George zu raufen, so zog er jedesmal den Kürzeren. So lange er ein Bataillon führte, war Kronen natürlich weniger exponirt; als er aber Oberstlieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier geworden war und sehr häufig den Regiments Commandeur zu vertreten hatte, gab die Un- folgsamkeit George Browns zu den größten Unannehmlichkeiten Veranlassung . . . schon einige Male hatte der Divisions- Commandeur, Excellenz, zu Krönens Brigade- und RegimentS- Commandeur geäußert: „Wenn je einer der Stabsoffiziere meiner Division zum Regiments - Commandeur prädestinirt war, so ist es Kronen, . . . aber die Reiterei in letzter Zeit, die Reiterei ... ei, den Teufel noch mal!" Er hatte es wohlmeinend an der inbirecten Aufforderung, sich für den wichtigen Tag mit einem zuverlässigeren Pferde zu versehen, nicht fehlen lassen, in dem Punkte aber war Kronen, wie schon bemerkt, eigensinnig, er hätte lieber den Hals gebrochen, als eingestanden, er könne George wirklich nicht mehr reiten. „Na also," machte v. Kronen, nachdem er einen prüfenden Blick auf die Uhr geworfen, drückte sich den Helm in die krausen, noch tadellosen Haare, und schon im Begriffe, die Thürklinke zu fassen, wandte er sich nochmals zurück, zündete eine Cigarre an, schob dieselbe, „heute erst recht, murmelnd, in den Mundwinkel, nahm im Vorübergehen von seiner Frau und Tochter, welchen die Bedeutung des heutigen Tages schwer auf der Seele lag, kurzen Abschied und betrat gleich darauf den Hof. George Brown war entschieden sehr schlechter Laune. Mit gestellten Haaren, hängendem Kopse, die Ohren scharf zurückgelegt, so ließ er sich, aufgetriebenen Leibes, in dem Hose herumziehen. (Fortsetzung folgt.) Ladung von Zeugm in dieser Sache. Neue Unruhe im Sitzungssaale veranlaßte den Präsidenten, auf das Energischeste anzukündigen, im Falle der Wiederholung von Ruhestörungen in Abwesenheit der Angeklagten zu verhandeln. Der zwanzigjährige Angeklagte Wenzel Cizek, Advokatenschreiber, gab an, daß in einigen Sitzungen der Omladina in Cladno und Wien die jungczechischen Abgeordneten Graf Kaunitz und Kaizl anwesend waren, und daß ihnen von der jungczechischen Partei 100 Gulden angeboten worden seien, damit die Internationale die Jungczechen bei dem Kampfe um das allgemeine Stimmrecht unterstütze. Die Omladina bestünde aus 22 Vereinen und sei über verschiedene Gebiete zerstreut. Der Präsident theilt mit, daß der Angeklagte Hoch nach London geflüchtet sei. Der Staatsanwalt beantragt die Verlesung der Schriftstücke über Raußen und über Petardenbereitung aus den Acten Cizeks. Der Vertheidiger remonstrirt mit Ausfällen auf den Staatsanwalt, weshalb er vom, Präsidenten zur Ordnung gerufen wird. Gegen die Angeklagten, die sich durch geheime Zeichen verständigen, schreitet der Präsident mit energischen Rügen ein. Depeschen des Bureau „Herold"'. Berlin, 18. Januar. Die in der Brauerei Friedrichshain angesagte Versammlung der Arbeitslosen konnte nicht abgehalten werden, weil der Etnberufer heute Morgen verhaftet wurde. In Friedrichshain war ein sehr zahlreiches Aufgebot von Schutzleuten erschienen. Berlin, 18. Januar. Um gegen das Vorgehen der Polizei bei der heutigen Arbeitslosen-Versammlung zu pro- testiren, soll eine große öffentliche Volksversammlung einberufen werden. Bei dem Zusammenstöße mit der Polizei sind zahlreiche Personen durch Schlagen mit Gummischläuchen und durch Säbelhiebe verwundet worden. Schneidemuhl, 18. Januar. In der nächsten Woche wird sich eine Deputation des Magistrats nach Berlin begeben, um vom Kaiser die Genehmigung für eine Brunnenlotterie zu erstreben. Leipzig, 18. Januar. Das hiesige Landgericht verur- theilte heute die Anarchisten Cigarrenarbeiter Hentschel und Kürschner Rabe wegenTheilnahme an dem Anarchistenclub „Autonomie" zu sechs, bezw. zehn Monaten Gefängniß. Wien, 18. Januar. Wie die „Polit. Corresp." meldet, erörtert man in hiesigen diplomatischen Kreisen besonders die Aufmerksamkeit, die der Kaiser dem französischen Gesandten Loze zu Theil werden ließ. Bei der Hoftafel seien alle Mitglieder der Botschaft anwesend gewesen, was eine seltene Auszeichnung bedeute. Dem Botschafter war auch freigestellt, den Tag des Diners selbst zu bestimmen. Prag, 18. Januar. Am Thore der Kaserne auf dem Josephplatze wurden mehrere Packete mit anarchistischen Flugblättern gefunden. Rom, 18. Januar. Die meisten der bereits zahlreich eingetroffenen Abgeordneten billigen vollkommen das Vorgehen der Regierung. — Rudini dementirt eine angebliche Unterredung mit einem Berichterstatter des „Figaro". Rom, 18. Januar. Die Befürchtung, noch vor Eröffnung des Parlaments könne eine Ministerkrtsis eintreten, macht sich nun auch in höheren politischen Kreisen geltend. Eine Strömung gegen neue Steuern tritt im Cabinet immer auffälliger hervor. Rom, 18. Januar. Dem „Popolo Romano" wird aus Palermo gemeldet, daß den Freiwilligen vom Rothen Kreuz auf Sizilien Befehl ertheilt wurde, sich auf ihre Einberufung gefaßt zu machen. Heute beginnt die Truppenvertheilung über sämmtliche Jnselgemeinden -r die Feldlazarethe haben Anweisung erhalten, das Fehlen von Ausrüstungsgegenständen sofort zur Anzeige zu bringen. In den Hafenstädten haben die vielen Truppenlandungen das Gerücht hervorgerufen, es handle sich um eine Expedition nach Tunis. Rom, 18. Januar. In politischen Kreisen wird die Verhängung des Belagerungszustandes überMassa nicht übereinstimmend beurtheilt. Die „Trtbuna" schreibt, es mache sich im Cabinet eine starke Strömung gegen die neuen Steuern bemerkbar. Man befürchtet, daß noch vor Beginn des Parlaments eine partielle Krisis ausbricht. Rom, 18. Januar. Die nach Carrara abgesandten Truppenabtheilungen verfolgen ununterbrochen die Anarchisten, welche sich in die nähere und weitere Umgebung der Stadt geflüchtet haben. Es konnten bereits viele Festnahmen der Aufwiegler stattfinden. Die größte Bande, welche auch mit Waffen versehen ist, hat sich auf die Berge zwischen Massa und Carrara zurückgezogen. Venedig, 18. Januar. In ganz Oberitalien herrscht anhaltende Kälte- dieselbe hat bereits 15 Grad überstiegen. — >. । ' ' ..... Sitzung der Stadtverordneten am 18. Januar 1894. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Faber, Flett, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heß, Hehligenftaedt, Homberger, Keller, Löber, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Unterm 23. November v. Js. hatte die Versammlung beschloffen, dem Kaiserlichen Postamte die Genehmigung zur Anbringung eines Briefkastens an der Vorgarteneinsrie- digung des Chr. Schwalb'schen Hauses (Ecke der Nordanlage und verl. Afterweg) zu gestatten, sofern der Eigenthümer nichts dagegen einzuwenden habe. Die Genehmigung ist seitens desselben nicht erfolgt und soll nunmehr fragt. Briefkasten neben dem Gitter des Vorgartens aufgestellt werden. Die Versammlung ertheilt hierzu die Genehmigung. Zufolge eines im vorigen Jahre auf diesbezügliche Anfrage des Verschönerungsveretns gefaßten Beschlusses ging das Wetterhäuschen in der Südanlage als Geschenk in Besitz der Stadt über. Die Voraussicht, daß mit der dadurch übernommenen Unterhaltungspflicht der Stadt Lasten entstehen würden, hat sich bestätigt, weil das betr. Wetterhäuschen bisher dreimal erbrochen und des größten Theiles der Apparate beraubt wurde, ohne daß es gelang, den Thäter zu ermitteln. Es ist danach beantragt worden, für die 'Wiederbeschaffung der nöthigen Apparate und Herstellung des Häuschens einen Credit bis zu 100 Mk. zu bewilligen. Die Versammlung erhob diesen Antrag zum Beschluß. Gegenüber den Anregungen der Herren Dr. Gutfleisch und Scheel, man möge seitens der Stadt eine Belohnung auf die Ermittelung der Thäier setzen, da es sich doch um dem öffentlichen Interesse dienende Sachen handle, bemerkte Herr Oberbürgermeister Gnauth, daß dies auch in der Baudeputation erwogen worden sei- es könne aber eine Belohnung nicht mehr in Betracht kommen, da schon längere Zeit seit dem Einbruch verstrichen. Es deuteten auch alle Anzeichen darauf hin, daß der Einbruch nicht aus Rohheit vollbracht sei, sondern daß es lediglich auf die Apparate (Thermometer, Barometer) abgesehen sei, die von sachkundiger Hand abgelöst worden zu sein scheinen. Herr Habenicht empfiehlt Herstellung haltbarerer Verschlüffe, die jetzt daran befindlichen seien leicht zu öffnen. Der vor einiger Zeit angeschaffte, von Herrn Wagnermeister Faber angefertigte K e h r t ch t w a g e n hat sich nach den darüber erstatteten Gutachten Sachverständiger bewährt- doch wurden seitens derselben für die weiteren zwei noch zur Anschaffung empfohlenen Kehrichtwagen einige Verbesserungen vorgeschlagen (leichtere Bauart [in der Debatte auch von Herrn Helfrich empfohlen), etwas höhere Räder, geringere Kastenhöhe, längere Rungen, zwei sanstatt drei) Einfüllthüren rc.). Es wird beschloffen, die beiden Wagen (unter Bewilligung des für den ersten angelegten Anschaffungspreises) anfertigen zu lassen. Der Anregung des Herrn Wallenfels entsprechend soll das mit der Abfuhr des Kehrichts betraute Personal angewiesen werden, stets nur eine Kloppe offen zu halten, damit der mit Anschaffung der Wagen beabsichtigte Zweck, den Staub zu vermindern, auch erreicht werde. Die Punkte 4, 5 und 8 der Tagesordnung fielen aus, da die Vorarbeiten zu den betr. Gegenständen in den Deputationen noch nicht erledigt sind. Nach Mitteilung des Verwalters ist der Eingang zum Verwaltungsgebäude des Schlachthauses verbesserungsbedürftig. U. a. werde bei Regenwetter das Wasser in den Hausgang geschlagen, auch verursache das Vorhandensein nur einer Thüre Zug in den den Zwecktn des Schlachthauses dienenden Bureau- und Untersuchungsräumen. Ueber die von der Baudeputation empfohlene Anlage eines Windfanges vor der Thür und Verlegung der Freitreppe wird nicht abgestimmt, die Sache infolge anderweiter, aus der Mitte der Versammlung gemachter Vorschläge vielmehr an die Baudeputation zurückverwiesen. Der Voranschlag der Realgymnasiums und der Realschule für 1894/95 weist eine Vermehrung der Lehrerstellen um eine auf, gleichzeitig aber auch eine Verschiebung in deren Characterverhältnissen. Es sollen an Stelle der bisherigen 13 definitiven und 5 provisorischen Lehrerstellen 16 definitive und 3 provisorische geschaffen werden, um in Verbindung mit der vorgesehenen Erhöhung des Durchschnittsgehaltes von 3565 Mk. auf 3750 Mk. mehr Stabilität in den Lehrkräften zu erreichen. Der Voranschlag balancirt danach in Einnahme und Ausgabe mit 97 227 Mk., die persönlichen Ausgaben (Besoldungen rc.) belaufen sich auf 91527 Mk. Nach Abzug des auf 49827 Mk. veranschlagten Schulgeldes sind 41200 Mk. zuzuschießen, wovon die Stadt die Hälfte mit 20600 Mk. zu tragen hat. Die sonstigen von der Stadt zu bestreitenden sachlichen Ausgaben betragen 6073 Mk., sodaß der Gesamrntzuschuß der Stadt sich auf 26 673 Mk. stellt gegen 27 701 Mk. im Vorjahre. Die durch Vermehrung der Lehrerstellen und Erhöhung des Durchschnittseinkommens entstehenden Mehrkosten sollen ausgeglichen werden durch Erhöhung des Schulgeldes um 8 Mk. für den einzelnen Schüler. Die von den Herren Heyligenstaedt und Keller revidirte Rechnung des Gas- und Wasserwerks für 1892/93 hat Veranlassung zu einer Beanstandung nicht gegeben, weshalb definitive Genehmigung der Rechnung erfolgt. Der Voranschlag des Gas- und Wasserwerks für 1894/95 wird nach dem von Herrn Oberbürgermeister Gnauth erstatteten Commissionsberichte beeinflußt durch den Antrag auf Ermäßigung des Gaspreises- diese Ermäßigung soll allmälig fortgesetzt werden, um einestheils ein dem Gaspreis in anderen Städten entsprechendes Niveau zu erreichen, anderntheils der Concurrenz zu begegnen, die der Gasbeleuchtung durch andere, billigere und bessere Beleuchtungsarten droht. Nach erfolgter Vergrößerung der Gaserzeugungsapparate kann ein tägliches Quantum von 6000 cbm garantirt werden. Gleichmäßig begünstigen soll die Gaspreisermäßigung nicht alle Abnehmer. In erster Linie wird die Ermäßigung der monatlichen Gasmessermiethe für kleine Consumenten empfohlen und zwar je nach Flammenzahl auf 70, 60, 40 und 25 Pfg. Was den Gaspreis selbst betrifft, so soll derselbe zunächst für Großabnehmer, soweit solche (Bahn und Universität) bisher nicht schon Rabatt genossen, durch Gewährung eines mit dem Verbrauch steigenden Rabatts ermäßigt werden, und hat die Commission folgende Rabattsätze vorgeschlagen: für Abnehmer von jährlich 1000 bis 2000 cbm 3pCt., von 2000 bis 5000 cbm 5 pCt., von 5000 bis 10000 cbm 7i/z pCt., über 10 000 cbm 10 pCt. Für die über 50 000 cbm beziehende Universität soll der seitherige Preis von 21 auf 20 Pfg. pro cbm ermäßigt werden, für die 90000 cbm verbrauchenden Eisenbahnen auf 18 Pfg. festgesetzt bleiben. Der Preis für Motoren-und Heizgas soll von 16 auf 15 Pfg. pro cbm ermäßigt werden, und hat man in der Deputation bei Zuversicht Ausdruck gegeben, daß gerade dadurch die Einführung von Motoren- und Kocheinrichtungen gefördert werde. Den durch diese Ermäßigungen eintretenden Einnahmeausfall von 3400 Mark hofft man durch erhöhten Verbrauch auszugleichen und nach dem in die Lage zu kommen, den Gaspreis wiederum zu ermäßigen. Dem Gesuch des Gastwirthe-Vereins von Gießen um Ermäßigung des Gaspreises konnte die Deputation nicht entsprechen, da sich unter den rabattgenießenden Großabnehmern bereits 26 Wirthe befinden, die verlangte Ermäßigung auch die Folge haben würde, daß Inhaber großer Fabrikräume, Schaufenster u. s. w. mit demselben Rechte Anspruch auf Ermäßigung erheben könnten. Die in dem Gesuche der Gastwirthe noch betonte Begünstigung der Besitzer von Kraftmaschinen geschehe aus anderen Gründen. — In dem Voranschlag zeigen sich die hauptsächlichsten Posten wie folgt: Ordentliche Einnahmen: Für Gaß 130 734.34 Mk., für Coaks 35 450 Mk., für Theer 3432 Mk., für Ammoniakwasser 1501.50 Mk., für Gaseinrichtungen 12 000 Mk., für GaSmessermiethe 1300 Mk., von Gebäuden und Grundstücken 1570 Mk. Außerordentl. Ein nah men: Capitalaufnahme 11 000 Mk., Geldanschlag der Magazinsbestände 17 000 Mk., Geldanschlag der Gasbereitungsmaterialien rc. 14 000 Mk., Geldanschlag der in Miethe gegebenen Gaseinrichtungen, der Betriebswerkzeuge rc. 14 150 Mk. Ordentl. Ausgaben: Geldanschlag der aus den Vorjahren zu übernehmenden Gas- bereitungsmaterialien rc. 14 000 Mk., Anschaffung von Gaskohlen 56 500 Mk., Coaks zur Unterkellerung der Retortenöfen 12 226 Mk., Arbeitslöhne 14 400 Mk., Hilfsmaterial 1900 Mk., Arbeits- und Fuhrlöhne 4000 Mk., Unterhaltung der Gebäude 900 Mk., Unterhaltung der Retortenöfen 1600 Mk., Unterhaltung der Betriebswerkzeuge 1950 Mk., Geldanschlag der aus den Vorjahren zu übernehmenden Bestände an Einrichtungen, Werkzeugen rc. 14 000 Mk., Löhne der Laternenwärter 5750 Mk., Herstellung von Straßenlaternen und sonstige Unkosten 1250 Mk., Gaseinrichtungen 8000 Mk., Gehalte 10 400 Mk., Steuern und Abgaben, Versicherungsbeiträge rc. 3900 Mk., Bureaukosten, Anzeigen rc. 1600 Mk., Zinsen 19 800 Mk., Amortisation 25 000 Mk., Anschaffungen für das Magazin 17 000 Mk. Außerordentl. Ausgaben: Anlagecapital 11000 Mk., Be- triebsüberschüffe 13 000 Mk. Einnahmen und Ausgaben gleichen sich aus mit 242 750 Mk. Der Voranschlag wurde genehmigt. In dem Voranschlag für das Wasserwerk ist eine allgemeine Preisermäßigung ohne Unterschied des Verbrauchs der einzelnen Abnehmer vorgesehen. Diese Preisermäßigung soll am 1. October d. I. eintreten, nachdem man bis zum 1. August den Anschluß der Queckborner Quellen fertig zu stellen hofft. Der Wasserpreis soll danach von 30 auf 25 Pf. per cbm ermäßigt werden. Der nach Anschluß der Queckborner Quellen auf 1000 cbm erhöhte tägliche Zufluß läßt nach dem Commissionsbericht eine Vermehrung der Häuseranschlüsse und demgemäß einen höheren Verbrauch erwarten - aus dem Bericht ist ersichtlich, daß die Kliniken, deren eigene Wasserleitung nicht das benöthigte Quantum zu liefern vermag, an die städtische Leitung angeschlossen werden und die Stadt somit bereits einen beachtenswerthen Großabnehmer gefunden hat. Das mit reichlicherem Wasferzufluß wieder geweckte, durch die Erfahrungen der beiden letzten Sommer etwas erschütterte Vertrauen, würde unzweifelhaft zu einem erhöhten Wasserabsatz führen. In dem nächsten Voranschlag würde hoffentlich eine weitere Ermäßigung des Wasserpreifes und die Rabattbewilligung für Großabnehmer vorgesehen werden können. Die hauptsächlichsten Posten des Voranschlags sind: Ordentl. Einnahmen: Wasserzins 57 059.90 Mk., Wassereinrichtungen 10 000 Mk. Außerordentl. Einnahmen: Capitalaufnahme 567 350 Mk., Geldanschlag der in das folgende Betriebsjahr übergehenden Magazinsbestände 16 000 Mk., Geldanschlag der in das folgende Betriebsjahr übergehenden Betriebswerkzeuge rc. 4000 Mk. Summe aller Einnahmen 654 750 Mk. — Ordentl. Ausgaben: Betriebs- und Unterhaltungskosten der Quellenfassung, Maschinen und Kesselanlage bei Queckborn 2100 Mk., Unterhaltung der Zuleitungsstrecke bis zum Hochbehälter, des Stadtrohrnetzes, der Stollenanlagen, des Hochbehälters rc. 1650 Mk., Unterhaltung der Wassermeffer 1000 Mk., der Betriebswerkzeuge 1600 Mk., Wassereinricht- ungen 7000 Mk., Gehalte 8700 Mk., allgem. Unkosten 2000 Mk., Zinsen 36 480 Mk., Amortisation 6070 Mk., Anschaffungen für das Magazin 16 000 Mk., Geldanschlag der in das folgende Betriebsjahr übergehenden Bestände an Betriebswerkzeugen rc. 4000 Mk. Außerordentl. Ausgaben: Anlagecapital 567 350 Mk. Summe aller Ausgaben 654 750 Mk.____________________________________ Cocalcs rrird provinzielles. Hießen, den 19. Januar 1894. • * Die Gießener und Marburger Burfchenschaft feierte gestern den Tag der Wiederaufrichtung des Deutschen Reichs durch einen Festcommers in Steins Garten. Einen eingehenden Bericht über den Verlauf desselben behalten wir unS für die nächste Nummer vor. * * Verhaftet wurden: ein hiesiger Kellner wegen Unterschlagung, ein Frauenzimmer, und ein Arbeiter wegen Trunkenheit. ♦ * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Kaspar Baitz aus Gießen wegen Urkundenfälschung, von der Staatsanwaltschaft Gießen- Korbmacher Franz Kapp von Nieder-Olm wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Mainz- Dienstmagd Katharine Heß von Groß-Rohrheim wegen Diebstahls, vom Amtsanwalt Gießen- Mechaniker Jakob Konrad von Rainrod wegen Erpressung, von der Staatsanwaltschaft Gießen - Schlosser Ludwig Möller von Rebgeshain wegen Betrugsversuch, vom Amtsanwalt I Darmstadt. ** Handgepäck. Ein an die Eisenbahndirectionen gerichteter Erlaß des preußischen Eisenbahnministers macht auf die darüber erhobenen Klagen aufmerksam, daß Handgepäck ■ in den Personenwagen zuweilen in einer die Mitreisenden und Neubau des Aparkaffeuge- Holzversteigerung bäudes !ii Gladenbach in dkmSlkinbnchkrGkMkindtnnild. Gnauth. 677 // Deutsch gestemp- türk. 40V-FrancS Staals-Eiseubahn-Foosr Krämer. 575 125 Drei Pferde 160 80 60 350 Albert Mater«, Kinzenbacher Mühle. 40 3 20 rm rm rm rm 300 180 117 6000 20 80 350 10 15 30 1300 rm // »erkauft 655] Fichten-Stämme — 6 fm. Kaufliebhaber für das Reiserholz wollen dasselbe gefl. vorher ansehen. Der Anfang ist um die bestimmte Stunde am Heiligenwald bei Nr. 1. Steinbach, am 18. Jannar 1894. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. fst. Kieler Bücklinge, fst. Sardinen, fst. Rollmöpse, fst. Bismarckheringe, empfiehlt lb27 Hch. Arnold II., Marktstr. 28. Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Spenglerarbeit, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Holz-Prügelholz; Buchen-, 5O i-rn Eichen-, 15 rm Nadelholz-und Weichholz-Stockholz; Buchen-, 580 rm Eichen- und 700 rm Nadelholz und Weichholz- Reiserholz; Fichten-Neiserprügelholz (Bohnenstangen, Baumstützen rc.); Eichen-, 1 rm Erlen- und 7 rm Nadelholz-Nutzprügelholz; 571] Samstag den 20. Ja««ar 1894 Nachm. 2 Uhr tn der Brarnrn'schen Hofratthe tu Gießen werden gegen Baarzahlung öffentlich versteigert: 1 Sopha, 1 Kleiderfchrank, 1 Sessel und 2 Soffer. Versteigerung bestimmt. Engel, Gerichtsvollzieher. ff. Sauerkraut, ff. eingemachte Bohne» empfiehlt [526 Hch. Arnold II , Marttstr. 28. 0. N. Au8 be* oberen Niddathale, 15. Januar. Ihre Zeitung brachte vor einigen Wochen Nachrichten über die große Bedeutung der Vogelsberger Forsten und die darin erzeugten Holzsortimente. Gestatten Sie, hierzu einige weitere Daten zu fügen. Bei Eichelsdorf im oberen Niddathale befindet sich eine Jmprägniranstalt, welche nicht bloß von der Umgegend benutzt wird, es kommen sogar Holzsendungen von weit her, um in Eichelsdorf imprägnirt zu werden. Die Holzparthien kommen auf eiserne Wagen, werden mit diesen in den Jmpräguirungsraum geschoben und nach vollzogener Operation wieder herausgefahren. Früher wurde viel Buchen Holz imprägnirt und zu Eisenbahnschwellen verarbeitet. Es hat sich aber gezeigt, daß das Kiefern-Holz, seines Harzgehaltes wegen, der Fäulniß besser widersteht, als das imprägnirte Buchenholz, weshalb man wieder zum Kiefern-Holz zurückgekehrt ist. Das Buchen-Holz bester Qualität wird im Vogelsberg — obgleich dieser noch nicht genug an die große Verkehrsstraße angeschlossen ist — sehr gut bezahlt, denn die großen Holzhandlungen, welche für Möbel- und Jnstrumentenfabriken arbeiten, zahlen willig 21 Mark für das Festmeter Buchen-Stammholz erster Klasse. Geringere Sortimente (zweiter und dritter Qualität) gelten 16 Mark und weniger. Daß die Hölzer bedeutend im Preise steigen müssen, wenn die verschiedenen Nebenbahnen ein billigeres Verfrachten ermöglichen, liegt auf der Hand. An diesen Dortheilen nehmen außer dem Staate auch die Gemeinden, Private und Standeßherren Theil. So .hat z. B. der Graf von Laubach sehr schöne Buchenbestände, worin viele Stämme sind, welche 4 bis 5 Festmeter enthalten und wonach der Stamm mit 80 bis 100 Mark bezahlt wird. Außer den Buchen-Stämmen werden selbstverständlich auch Eichen, ! Kiefern, Fichten, Ahorn und Weihtannen gesucht und hoch , bezahlt. Eine Darmstädter Firma B. kauft Birnbaumstämme : zu Hohen Preisen. Dieses Holz wird zu Fournieren geschnitten und tiefschwarz gebeizt- die Firma B. besitzt ein besonderes Geheimniß über die Färbung der Hölzer, welche ' so schön werden, wie das feinste Ebenholz. Da Oberhessen nicht mehr genügende Birnbaumstämme liefert, werden sie aus der Schweiz und Tirol bezogen. — Die Vogelsberger Basalte sind weit und breit berühmt und werden für Chausseebauien und als Pflastersteine sehr geschätzt. Wenn sie einmal mit der Bahn transportirt werden können, muß ihr Absatzgebiet ein weit größeres werden. Obst, landwirthschaftliche Producte aller Art und Vieh kommen besser an Preis, sobald Bahnverbindungen vorhanden sind. Die Vogelsberger haben daher alle Ursache, dafür einzutreten, daß ihre Nebenbahnen bald gebaut werden. rm Buchen-, 4 rm Eichen-Scheitholz; rm Buchen-, 40 rm Eichen-, 10 rm Nadelholz- und 20 rm Weich- mit jährlich 6 Ziehungen tu Haupttreffer von 600.000, 400,000, 300,000, 200,000, 60,000, 80,000 Ararie» tu Äl. Treffer Ares. 400. Auszahlung der Gewinne mit 58% baar. Monatliche Einzahlung auf ei« IganzeS OriginaUos Mk. 6.— und 40 Pf. Porto, auch Nachnahme, mit sofortigem Gewinnanrecht Prospeete grati» und franco. Bankgeschäft Louis Zchmi-t in Cassel I. Oeffentliche Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege nach folgenden Loosen vergeben werden: 1. Erd- und Maurerarbeiten, 2. Maurermaterialien, Vermischtes * Ein theureö GeburtStagSfest. Die Kaiserin Ex Regentin von China feierte, wie der „Ostas. Lloyd." berichtet, am 17. November ihren 59. Geburtstag bei bester Gesundheit. Alle Prinzessinnen und die Frauen und Tächter hoher Würdenträger, im Ganzen gegen 500 Damen, wurden von ihr empfangen, um ihre Glückwünsche auszusprechen. Auf Wunsch der Kaiserin führte die Hoftheatertruppe ein Schauspiel auf, welches die ganze Geschichte der berühmten „Drei Königreiche" (von 225—266 n. Ehr. G.) behandelt. Die Kosten der Festlichkeit beliefen sich auf 400 000 Tael. Gemüse- f Conserven Ftn 4-, 2», 1, u. i/,-Psd.-Dosen.l Erbse« in 4 Qual. 31 Bohne« in 8 Sorten- Schnitt- u. Ttangenspargel. i Teltower Rüden, Earotte«, ^Champignons Steinpilze 4 u. s. n>. tn bekannt besten Ä Marken empfiehlt billigst Emil Orbiff Holzverfteigerung im Arnsdurger Walde. Mittwoch den 24. Januar l. Js. sollen in den Districten Colnhäuser Kopf, Feuerstadt, Nußgarten, Deckelborn, Hain und Aeußeres Chor öffentlich versteigert werden: Tabak-, Hering-, Cement- sowie alle Sorten von Fässern zu kaufen ges. Weilburger Mühlenwerke 576 in Weilburg. Zusammenkunft: Vormittags 10 Uhr im District Colnhäuser Kopf am Dorfgiller Fußpfad. 366 Arnsburg, den 11. Januar 1894. Gräfliche Oberförsterei. 3. 4. 5. 6. 7. Vormittags Uhr: Pfarrer Schlosse^ Nachmittags 5 Ubr: Pfarrverwalter Dr. Grein. Ktnderkirche Vormittaas 11 Uhr: Pfarrer Schlos er Nächsten Sonntag den 28.Januarjim Abendgottesd enst : Beichte heiliges Abendmahl für die Matthausgemeinde. Bibelstunde im Turnsaale der Stadlknabenschule Donnerstag den 25. Januar, Abends 8 Uhr: Pfarrer Schlosser (Bilder QU9 ÄchLsten"^amsta g den 27. Januar, am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers, wird Vormittags Milttargottetzdienst tn der Stadtktrche abgehalten. Sonntag den 21. Januar. Septuagesima. belästigenden oder gefährlichen Weise untergebracht wird. Der Minister hat unter Hinweis auf die Zusatzbeftimmung 1 .zu § 28 der Derkehrsordnung, welche besagt, daß jeder Bahnpoffagier nur auf den über oder unter seinem Sitzplatz befindlichen Raum zur Unterbringung von Handgepäck Anspruch hat, daher die Eisenbahndirectionen veranlaßt, die über die Mitnahme von Handgepäck in den Personenwagen bestehenden Vorschriften den Statt'ons- und Zugbeamten in Erinnerung zu bringen und letztere anzuweisen, soweit möglich, auch darauf zu achten, daß bei Unterbringung des Handgepäcks in den Personenwagen auf die persönliche Sicherheit der Mitreisenden die erforderliche Rücksicht genommen wird. Zwei gebrauchte Leder-Landauer sowie mehrere offene Wagen billigst abzugeben. A. Kilbinger, 8. Weißbinderarbeit. Angebote auf die vorbenannten Arbeiten bezw. Lieferungen sind kostenfrei und versiegelt mit der Aufschrift „Angebot auf ......Arbeit an dem Sparkaffengebäude zuGladenbach" bis zum Eröffnungstermin Montag den 12. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr bei dem Sparkaffenrechner Müller in Gladenbach einzureichen. Zeichnung, Auszug aus dem Kostenanschläge und Bedingungen können an den Wochentagen: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag, während der Dienststunden im Sparkaffen- büreau eingesehen werden. Die Angebote können sich auf einzelne, mehrere oder auf alle Loose erstrecken. Zuschlagsfrist vier Wochen. Gladenbach, den 17. Januar 1894. Der Bezirks-Bauaufseher. 574 C. Werner. Aeikgeöolenes. Bücklinge, Caviar marinirte und Bismarck-Häringe Sardinen, Sardellen Rollmöpse, Brathärinae. i3i> J. M. Schulhof. Bekanntmachung. Auf Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 11. I. Mts. sollen die Baufluchtlinien in der Verlängerung der Bergstraße jenseits des Schiffenbergerwegs vorerst wieder aufgehoben werden. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Einwendungen hiergegen binnen 14 Tagen vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab bei der unterzeichneten Behörde vorgebracht werden können. Gießen, 18. Januar 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. noch sehr gut erhalten, mit Zubehör billig zu verkaufen- [531 NähererS bei der Exped. d- Bl. Prima Hammelfleisch Keule bis zu 18 Pfd. schwer, empfiehl 558] Metzger Rosenbaum. G. Aus dem Kreise Gießen, 18. Januar. Nachdem Herr Obstbautechniker Metz in diesen Tagen in Hattenrod, Harbach, Queckborn Vorträge über Obstbau gehalten und practische Unterweisungen vorgeführt hat, wird derselbe bis gegen Ende ds. Mts. in Lauter, Writershain, Rüddings- hausen, Keffelbach, Londorf, Allertshausen, Climbach, TreiS, Mainzlar, Daubringen, Staufenberg und Lollar sprechen. Möchte es dem Redner gelingen, zu den alten Freunden immer neue Freunde für die schöne Sache des Obstbaues zu gewinnen. t Lich, 18. Januar. Nach einer vorausgegangenen Einladung durch die Herren Oberamtsrichter Wehner und Bürgermeister Walz fand gestern Abend im „Holländischen Hof" dahier eine Versammlung statt, in welcher beschlossen wurde, auch in diesem Jahrr wieder die Geburtstagsfeier Sr. Majestät des deutschen Kaisers . am 27. ds. Mts., Abends 8 Uhr, im Saale des Gastwirths ; Heiland durch Ansprachen, Musik- und Liedervorträge festlich \ zu begehen. Sämmtlichc Vereine hiesiger Stadt haben bereits ihre Betheiligung zugesagt. t G. Hattenrod, 19. Januar. Wie verlautet, werden die Kletten der Bürgermeisterei, deS Ortsgerichts und Standesamtes heute an den kürzlich neugewählten Beigeordneten Ro ck ; überliefert. Gegen Ende October wurden nämlich — wie s. Z. vom „Gieß. Anz." gemeldet — das Bürgermeisteramt dem damaligen Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamten durch behördlichen Beschluß auf die Dauer von 3 Jahren übertragen. Wegen bald darauf eingetretener Krankheit war jedoch der neue Bürgermeister nicht im Stande, die drei Aemter zu verwalten und darum mußten dieselben von dem bisherigen Beigeordneten, der bekanntlich bei den erfolglosen Bürgermeisterwahlen als Candidat ausgestellt war, geführt werden. Bei der Beigeordnetenwahl siegte der Gegencandidat Herr Rock und erhält dieser nach einem dreifachen und hoffentlich letzten Wechsel diese Aemter. B. Ans dem Kreise Büdingen, 17. Januar. Auf Anlaß deö Kreisgesundheitsamtes werden in unserem Kreise allwöchentlich Wasser st andSmessungen und zwar gewöhnlich em Montag vorgenommen. In jedem Orte wird ein Brunnen herausgesucht, an welchem die Messungen stattfinden. Die dieSwöchentliche Messung hat an dem Brunnen, welchen Einsender zu messen pflegt, ein deutliches Zurückgehen des Wafferspiegels zu erkennen gegeben, was um so begreiflicher ist, weil die erste Hälfte des Monats Januar ungewöhnlich trocken war, denn wir hatten weder Schnee noch Regen. Da eS wieder feuchter geworden, dürste sich der Wafferspiegel na^ einig'er Zeit wieder heben. - 8,1?S «SV* Übernehm enden Gaz- ''Anschaffung von Gas. «bS? "" &Ä“ 5 ,btI Retortenösen ^Werkzeuge 1950 M. 1 z" übernehmenden »Z HOOO M, Löhne ;™9 von Straßen. 1 E, Gaseintichtungen Steuern und Abgaben, ^ureaukosten, Anzeigen rc. nortifation 25 000 Ml 17000 M. tat 11000 Mk., De. vhmen und Ausgaben Der Voranschlag wurde das Wasserwerk ist ne Unterschied des Der- orgesehen. Diese PreiS- . eintreten, nachdem man der Queckborner Quellen preis soll danach von 30 den. Der nach Anschluß 0 cbm erhöhte tägliche Bericht eine Vermehrung einen höheren Verbrauch chllich, daß die Kliniken, benötigte Quantum zu ing angtfd)lofltn werden beachtenSwerthen Groß- ichlicherm nyn dn düden letzten en, würde unzweifelhast ihren. In dem nächsten weitere Ermäßigung deS igung für Großabnehmer luvtsächlichsten Posten deS Annahmen: Wasserzins i 10000 Mk. Außer- aufnahme 567 350 Mk., jettiebsjahr übergehenden ieldanschlag der m das t Belriebswerkzeuge rc. >men 654 750 Mk. - und Unterhaltungskosten eililmlage bei M®* stollenanlagen, des W M°, »» »*"* sss* Mk, Summe aller „ -Knüppel, „ -Stöcke, „ -Wellen, Eichen - Knüppel, „ -Stöcke, Jedes Loos gewinnt s«eeeff. Ziehung am 1. Februar 1894. Deutsch gestemp. türk. 400-FrancS Eichen Wellen, rm Nadel-Scheitholz, „ „ -Knüppel, „ „ -Stöcke, Nadel-Neiser, yinzieller- --L-- mö ein * »sv* Gießen ^e0 Sorbma^ 'erM- 3« der Johanneskirche. Vormittags 9'/» Ubr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Ubr: Kinderkirche der Johannesge, meinde. Pfarrer Dr. Naumann. Der NachmittagSgotteSdienst in der Johanneskirche f&Dt$?b6eIftunbe am Montag den 2^. Januar, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaal der Johanneskirche. .Marcus, Cap. 10, von Vers 17 an: ^EinS fehlt dir"; der reiche Jüngling. Pfarrer Dr. Naumann _ , _ arei.Mka Mtssionsstunde: Mittwoch den 24. Januar, Abends 8 Uhr im Confirmandensaale der Johanneskirche. Der Apostel Paulus und seine Mission. Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. <• Uh. @di8S6onnitU«VÖa68 °°n 6% Uhr an ®eleBen?eit »ur W Beichte; um 6‘/i Uhr erste hl. Messe; um 7*/« Austheilung der hl. Communion; um 8 Uhr zweite bl- Messe; MilitSrgotteS- dienst mit Predigt; um 9'/, Uhr Hochamt mit Predigt, NachmMasS um 5'/- Uhr Christenlehre; darauf sakramentalische BrüderschastS- andacht _____________ Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 20. Januar: | Vorabend 4^ Uhr, Morgens 9°° Uhr, Nachmittag s 3«"> Uhr I Sabbathausgang 5to Uhr- * Bräfsel, 17. Januar. Ein Gemälde von Rembrandt, welches einen Werth von 50,000 FrcS. besaß und einer Rentnerin auf dem Nord Boulevard gehörte, ist gestohlen worden. • Krakau, 17. Januar. Die Schauspielerin Aniela Wyrwicz wurde heute Abend in ihrer Wohnung von dem Schauspieler Chadzyvski wegen unerwiderter Liebe erschossen. Der Mörder jagte sich dann selbst eine Kugel in die Stirn. In einem zurllckgelaffenen Briefe bittet er um ein gemeinsames Begräbniß. Die Ermordete zählte zu den begabtesten und beliebtesten Mitgliedern des hiesigen Theaters. * Neihe, 17. Januar. Das Schwur g ericht sprach dem „Berl. Tgbl." zufolge nach zweitägiger Verhandlung im Wiederaufnahmeverfahren den Goldarbeiter Menzler aus Leobschütz, welcher im Jahre 1889 wegen wissentlichen Meineides und zwei Bankerottsällen zu vier Jahren Zucht- Haus verurtheilt worden, gänzlich frei. Bis auf wenige Monate batte Menzler die gegen ihn erkannte Strafe bereits verbüßt.____ Kirchliche Anzeigen 6er Stabt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 21. Januar. Septuagesimä. In der Etadtkirche. Seltersweg 19. Gandersheimer Sanitätskase. [34] Mittwoch den 24. d. Mts., von Morgens 9ya Uhr an soll in dem hiesigen Gemeindewald, District I Helgenwald, nachverzeichnetes Holz ! versteigert werden: Buchen-Scheitholz, KUPPER’s KRAFTBIER ist nur aus Malz und Hopfen gebraut, enthält doppelt so viel Malzextrakt als die besten Münchener Biere und ist deshalb äußerst nahrhaft und leicht verdaulich ; es hat nur ganz geringen Alkoholgehalt und wirkt somit nicht berauschend. Niederlage in Gießen bei H. Kempf, Lndwigstratze 26. achtfach, preisgekrönt! Niederlagen in «testen bei: Helnr. Belloff II., Alicestr., bei: W. M Noll, Cderstr- 2, Hoh. Zell, Neustadt- 162 in Henckrrlheirn bei Ph. Neldel II. Job Halnbaoh Wwe, J. Häuser, Ludwigstr-, L Kalkhof, Sel'erSthor 25, Alb. Köohlln, Gartenstr. 38, F. Kühnhold. Ludwigstr-, Joh. Wllh Kurz, Neustadt 28, Kg Kinkel, F. Lony Naohf., Dammstr. 34, Ludw. Loth, Wavthorstr, Aug. Noll II., Bahnhofstr. 51, Emil Orblg, Bahnbofstr., Carl Petri, Marktplatz 18, H A Sack, Neuenweg 58, W. Seullng, Nordanlaae, R.Schlabach Nacht. LudwigSpl. 4, Aug. Voigt, Selkersweg, Herrn Vogt II., Ludwigstr- 20, Anerkannt reellster, wohlschmeckendster und im Gebrauch billigster Kaffee zu 80, 85, 90, 95 und 100 Pfg pro Vz'Psund'Packet. Java^WAaffee Geschw. Heerz, Neuenweg 7 empfehlen ihr Lager in fertiger Damen-, Herren- und Kinder- Wäsche. Extra-Bestellungen hierin werden entgegen genommen, dieselben rasch und pünktlich ausgeführt. Lieferungen ganzer Aussteuern von Leib- nnd Bettwäsche werden übernommen. Taschentücher in großer Auswahl. Das Sticken und Zeichnen derselben wird rasch und billigst besorgt. [406 468] Zwei noch fast neue Eonver« satton-lexicon (Brockhaus und Pierer), 17 Jahrgänge der Dentschen Jüger» zeitung, 24 Jahrgänge der HomSo pathtschen Zeitung, 1 große Anzahl homöopathischer Bücher, 1 HauS- «. 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Volbediog, homöopathischer Arzt In Düsseldorf gewendet, welcher meinen Sohn in kurzer Zeit davon geholfen hat, wofür ich meine« herzl. Dank ausspreche. 367 Neu «Affet bet Brackel, Kreis Dortmund. ____Aug. HSke. Ein Wärter zum 1 Februar gesucht. 58i] Chirurgische Klinik. Neues Theater, Giessen Freitag den 19. Januar: WM Zum Benefiz für Frau Webo. ■■ Sensations-Novität: Die Ehre. Sensations-Schauspiel in 4 Acten voe. Hermann Sudermann. Nächste Vorstellung: Montag den «2. Januar: Neu! Neu? Zwei glückliche Tage. CsmSbericht soll E. Wassmchleben, Karcktz sr«M. Frsuksntter Börse vom 19. Januar 1894. SchlvÄeoMis 1 Uhr 15 Min. 3% Reichsanleihe 3V«»/o do. 3% Preuß. Consol» 3Vi°/o do. 84.85 100.30 85.45 100.65 40/0 Ung. Gold-Rente 50/0 Jtal. Rente 30/0 Portugiesen 40/0 Griech. Monopol-Anl. 96.00 73.7© 2t .86 34.00 Dtsconto-ComWanL^ÄE, 172.40 Lomb. E.-B.-Act. 9V.7L Darmstädter Bank-Act. 129.20 Buschtheradrr E^B.-Rci- 372.25 Dresdener Ban?--Act. 130.80 Elbchal-Bahn-Act. 201.87 Nordd. Lloyd-Act. 113.70 Gotthard-Bahn-Äch 148.80 Wiener Bankver^Act 102 25 Schweizer Nordost.-B^Ac'- 103.30 Oest. Eredtt-Act. 289.C0 Mainzer E.-B.-Act. 103.00 3t*L MMUmeer^ Act 74.90 Marienburger 102.80 Gelsen. Bergw.«»ct° 145.4° | 83er. Königr-LLnrrh^Aet. 1 et be«3: fest. 114.0© Retch*ba«hDtücsrLt 4 — Frankfurter Bank-Di-Losü 4 pttt 20 Franken-St. 20 do. in Vi Dollars in Gold «eidso rte«. Brief Geld Brief Geld 16.16 16.12 Ducaten 9.60 9.55 16.15 16.11 Engl. Sovereigns fl. 20 32 20.28 4.19 4.16 Ruff. JmperioleS 16.65 16.68 Rebaction> «. Schepda. — Druck «nd Verlag der BrüblNcken Dri^ckerei (Fr. Ehr. Pietsch'! czt Gießen.