1894 Mittwoch den 19. September Erstes Blatt. Nr. 219 Die Gießener Aamttiendlälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal bcigelegt. Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, wit Ausnahme deS MontagS. vierteljähriger Adonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Stedartion, Expedition und Druckerei: Kchulstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Gießener Anzeig er Kenerat-Mzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Aveis Gieren. chratisöeitage: Gießener Jamitienblätter. lichcn eine Depesche aus Söul, wonach die Japaner am 15. September bet Tagesanbruch die Stellung der Ehtnefen irr ...A Atnor WtO hTtrlt tl tll fl ffll Ausland. Men, 16. September. Kaiser Franz Joseph hat am Sonntag kurz hintereinander die österreichische und die unaarische Delegation in der Ofener Hofburg empfangen und die Ansprachen der beiderseitigen Präsidenten mit bedeutsamen Worten beantwortet. Der Monarch betonte hauptsächlich die fortdauernde Beruhigung der europäischen Lage, aber erwies rualeich auf die Nothwendigkeit für Oesterreich Ungarn hm, trotzdem, gleich den übrigen Großstaaten, für die consequente Fortentwickelung seiner Wehrkraft zu wirken D-rKaff-r hob dementsprechend die den Delegationen unterbreiteten m,l - tärischen Mehrforderungen hervor, wobei er i-doch v-rsich-rie, bei Ausstellung der betreffenden Voranschlag- seien die finanziellen Berhältnifle der Monarchie zu Grunde g^egt worden. Bezüglich Bosniens und der Herzegowina macht die Rrde Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für bex «olgendcn Tag erscheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr. Amtlichem Theil. Bekanntmachung, betreffend die Faselschau zu Gießen im Herbst 1894. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß m Verbindung mit dem am 26. September l. 3«. 3U Gießen MRnbenben Viehmarkt eine öffentliche durch die Körcommission abgehalten werden soll. Bei der ötpau, welche Vormittags 10 Uhr beginnt, und welche nur zum Zweck der Ankörung stallftndet, wird die Korcommtssion nur inrunafäbiae Bullen Vogelsberger und Berner, fpeciell Sim menthaler Raffe berücksichtigen. Den Besitzern guter FaK rönnen, soweit die Mittel reichen, Wegegelder, vorbehaltlich näherer Bestimmung in Aussicht gestellt werden. Gießen, den 17. September 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Torrrspondenz-Buremr Berlin, 17. September. Meldung der „Nalional-Ztg." In einer Conferenz von Abgeordneten des Vereins Nordwestdeutscher Holzhändler und des Vereins Ostdeutscher Holzhändler, m welcher über die Modalitäten des Holzverkaufs in Staatsforsten, Zahlungsbedingungen, Cnutions angelegenheiten rc. berathen wurde, ist bezüg ich einer R^he von Punkten völlige Ueberemstimmung erzielt worden. Die Vertreter der Forstverwaltung sagten zu, mehrere Wünlche der Holzhändler in wohlwollende Erwägung zu zieh«en. Barzin, 17. September. Der Fürst und die Fürfttn Bismarck überstanden den gestrigen Tag v-rhaltmßmoßig Majestät ta ©“neSenant Z h 6« Pillnitz die Glückwünsche Seiner Lftä mdm R öhrigen Jubiläum als Chef des ost- nreustischen" Dragoneriegiments Nr. 10. Nachmittag» um 5 Uhr findet auf Schloß Pillnitz eine Festtafel statt, an weL 7 a. Generallieutenant v. Pleffen die Deputatton Minister ^dler^v" " ®L«minl"'ee " W. H. «.r^h^taubiaten Botschafter und Gesandten und der sächsische Militärbevollmüchtigt- in Berlin, Gras Bchthum, theilnkhmen. 17 September. Der Minister Lepgues wohnte gestern der Enthüllung einer Statue der Republik bei Aus ine Ansprache des PsarrerS, welcher m, ffi.lftriAt it werde den Rathschlügen des Papstes ? und Einigkeit predige, er- solgen W-Icker überaus an "bte Weisheit des I Papstes welcher überall Frieden und Einigkeit predigt Auch I di, Republik ist eine Regierung der Duldung und Versöhnung, Depeschen deS Vurexu ^Herold*. Serlin 17. September. Der „Staatsburgerzeitung zufolge findet die für heute angesagte °lksversam mlung , in der Ahlwardt sprechen sollte, nicht statt, weil Ahlwardt der nachgesuchte Strafaufschub nicht bewilligt Word« ist. Ahlwardt muß seine Strafe heute Abend um 6 Uhr antret«. Berlin, 17. September. Der „Reichsanzeiger veröffevt licht die Ernennung des ®tntxaV^x\nt^nUn gci6er .„m zweiten, des Hof- und Dompredigers Krttzinger zum dritten und des Superintendenten Schntewind-Langensalza zum vierten 9Sof» und Domprediger am Dom zu Berlin. $ Berlin, 17^September. Die Abberufung deS außer- ordentlichen Gesandten am schwedisch-norwegischen Hofe, Grafen von Wedel und deffen Versetzung in den Ruhestand wird heute amtlich publicirt. Lalle a S., 17. September. Eine gestern Nachmittag abgehaltene social dem akratische brsammlung sastie den noch in die Drucksachen für den Frankfurter Parteitag aufzunehmenden Beschluß, daß sie das Derhal en der socialdemokratischen bayerischen Landtagsabgeordneten, welche bekanntlich für Bewilligung des daher,scheu Etat« gestimmt haben, nicht in Einklang zu bringen vermöge mit den Grundsätzen der socialdemokratischen Partei Deutschlands, und den Parteitag ersuche, zu dieser Augelegenhest iU nehmen. Als Abgeordneter sür den Parteitag wurde StUnEeaatgemünb, 17. September. ®ie I deckte hier einen Falschmünzer, welcher zahlreiche Mark, und Thalerstücke In Falstfieaten in b-n Verkehr »°br°cht hatte. München, 17. September. Die broncene Büste de» P r i n z r e g e n t e n in der Vorstadt Neuhausen wurde gestern I Nacht vom Sockel gestoßen, ohne indeß weitere Beschädigungen ku erleiden." Zwei Tagelöhner und ein Keffelschmie wurden als der That verdächtig verhaftet. Sie haben auch ein- gestanden, wollen jedoch im Rausch und im Scherz gehandelt I ha^Rom, 17. September. Vier junge Männer versuchten am Marineministerium rothsarbige Aufrufe anzu- schlagen. Die Polizei kam dazu und verhaftete einen- den i drei andern gelang es, zu entfliehen. Die Aufrufe waren in London hergestellt und enthielten die Aufforderung zum ^"';L°"17'°Zt7mber. Die Blätter veröffentlichen das Testament des Grafen von Parts, datirt Stowehouse 21. August 1894 mit der Ueberschrift: „Letztes Adieu an meine Freunde". Der Graf sagt u. A. in dem Testament für ihn sei es ein Trost, zu denken, datz °lle Monarchisten I sich seiner erinnern würden, wenn für Frankretch glück ch Tage hereinbrechen sollten. Politische Beruhigung werde.aber erst durch die Rückkehr zur nationalen und traditionellen LaÄ WW erben. Nachdem bann b.r ®r f seine politische Rolle seit dem Kriege 1870 dargelegt hat, ährt » fort: Wenn ich Fehler begangen habe, so habe ich Vc bona fide begangen. Alle meine Handlangen sind mir stets durch meine Hingebung an Frankreich und an die Sache, welche ich vertrete, eingegeben worden. Mela Ziel ist immer aewesen, das traditionelle Princip zu bewahren, zu besten Hüt« mich meine Geburt gemacht hat. Ich wollte Frankretch keweisen daß dieses Princip mit den modernen Ideen und der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung nicht unverMbar ift Schließlich wiederholt der Gras den Wunsch, daß Frankreich zur christlichen Monarchie zurückkehren möge. ’ London, 17. September. Cardinal Vanghan hielt eine bedeutende ktrchenpolitische Rede. Fast alle hiesigen Blätter commentiren dieselbe und erörtern hauptsächlich die Stelle, wo der Cardinal aussührte, die katholische Klrche sei bereit, der anglikanischen Kirche gegenüber in Bezug auf Disciplin weitgehendste Concessionen zu machen, daß ste aver I im Princip der Autorität nicht mit sich handeln laste. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger» entgegen. Betr.: Feldbereinigung in den Gemarkungen Rüddmgs- I hausen, Ruttershausen, Staufenberg und Stembach. I Der Unterzeichnete ist vom 24. dss. Ms. ab auf v,er I Wochen beurlaubt. Gießen, den 17. September 1894. Der Vollzugs-Commiffär Dr. Wallau, Grobherzoglicher Kreisamtmann. I Deutsches Reich. Berlin, 17. September. Die Kaisermanöver der I deutschen Flotte haben nach dreitägiger Dauer mit einem I »ootsmanöver und einer Ruderregatta im Prorer Wsik am SamStag Nachmittag ihren Abschluß gesunden. Doch find diesen maritimen Hauptmanövern in dies» Woche weitere Uebungen der zusawmengezogenen Flotte auf hoher See nach gefolgt Die bisherigen Flottenübungen sind °^e größeren Unfall verlaufen, abgesehen vielleicht von emer Maschinen- Havarie des Torpedodivisionsbootes „U 7 . _ Das preußische StaatSministerium hielt Sonntag Nachmittag unter dem Vorsitz des Mmtster- präsidenten Grafen Eulenburg eine Sitzung ab. Mit was sich der Ministerrath in dieser seiner lüngsten Sitzung beschäftigt haben mag, darüber kann man bis letzt indeffen nur | Vermuthungen hören. U. A. taucht die Annahme auf, es könnte sich hierbei um die Frage des «^etzgeberrschen Vorgehens gegen die Umsturzpaitelen gehandelt ^en - inwieweit diese Combination vielleicht zutreffend ift, muß indeffen durchaus noch dahingestellt bleiben. — Der Kaiser hat ein Schreiben an seinen Schwager, den Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein, gerichtet, in welchem eö heißt, der Kaiser habe durch V leihung des Namens „Fort Herzog von Holstein an das Fort VH zu Königsberg erneut die hohen Verdienste ehren wollen, welche die Fürsten und Prinzen des schleswig-holsteinischen HauseS von den Zetten des Großen Kurfürsten an sich um das Vaterland und die Armee erworben hätten. — Die widersprechenden Zeitungsnachrichten über die Benennung eines der Königsberger FortS mit „Kanitz" seitens des Kaisers erfahren jetzt in der „Ostpreußischen Zeitung nach- stehende authentische Richtigstellung: „Es sind infolge wider- soreckender Zettungsmeldungen Zweifel entstanden, ob die Verleihung des Forts X an die Familie Kanitz später als die anderer FortS an ostpreußische Familien erfolgt fei. Wir sind in der Lage, den Zweiflern gegenüber zu bemerken, daß diese Verleihung zu demselben Zeitpunkte und in derselben Weise ftattgefunden hat, wie die übrigen." de- W die erfreuliche Mittheilung, baß diese Provinz , s'°^ben Glaube^ und auch im Jahre 1895 in der Lage sein wurden, ihre Ver da - September. Die Abendblätter veröffent- waltungSbedürfniffe aus eigenen «inuahmen bereiten ju Depefche au« Söul, wonach bie J°P°N" können. In einem Appell an die patriotische sich September bei Tagesanbruch die Stellung der Chinesen Delegationen bei Berathung der ihnen unterbreiteten V - Pinapang angegriffen und nach einer mehrstündigen lagen klangen bie kaiserlichen Worte aus. — Die friedekün- bei Ping ) g 8 8 n auf beiden Flanken Pinghang benben Aeußerungen beS österreichifchen bei einer Schlach^^ch^^i^ Zo,000 Pinghang vertheibigenden solchen hochofficiellen Gelegenheit, wie eS ber Empf 9 ßhtnefen feien 16 000 tobt, verwundet und gefangen. Die Delegationen ist, werben gewiß bei allen Frie enSfr unben Lhinefen ^“/^Vxibte und 270 Verwundete. in Europa unverhohlene Genugthuung hervormfen, die »3b , September. Meldung des Bureau Reuter, gemein vorherrschende Anschauung von der Sicherung der Nachrichten melden, gegenwärtigen politischen Verhältniffe Europas finbet durch I rws v»'^°b-nen^ue^ e g @d)[Q4t IS. diele Kundgebung des Kaisers Franz J°!^ ih f 16 bz bei P ingyan vollständig geschlagen gat^n8^ -'nem Still- worden feien; 20,000 Chinesen »gaben sich, stand in den Rüstungen keine Rede sem könne. Lemberg, 17.September. Gestern trafen 90 Polen, die in Sibirien'verbannt waren, hier ein. Sie wurden am Bahnhof von Frauen mit Blumen überschüttet. Die | Aufforderung der Polizei, stch zu i«ft«uen, würbe willig befolgt. Nach Besichtigung ber Wftenung bi' Sibirier einer Einladung des Abgeordneten Lewokowski zu | einem Effen, wo viele Toaste ausgebracht wurden. Einige Gemeinderäthe, welche zu Ehren deS Namensfestes des C^ren an einem Hofdtner theilnahmen, wurden ausgezischt. Beim Banket zu Ehren der Posener Polen sagte Koscielskt, Polen sei untheilbar- die preußischen Polen hätten von den galizt- schen Polen gelernt, ihre politischen Kräfte zu sammeln und jene Klugheit zu entfalten, welche den G-suhlen Schweigen I auferlege, damit nichts geäußert werde, was schaden könnte. I Petersburg, 16. September. Der C z o r ist Ende voriger Woche mit seiner Familie von Schloß Bielowesch nach Spala I in Polen übergesiedelt, wo er seine Erholungseur fortsetzen I will Auch der brustkranke Großfürst Georg, der zweite I Sohn des russischen Kaiserpaares, hat die Uebersiedelung von ! Bielowesch nach Spala mitgemacht, obwohl er noch recht I leidend sein soll. Es heißt darum, daß auf Anratheni des I Professors Sacharjin Großfürst Georg nächstens nach Zars- I koie-Selo übersiedeln würde, woselbst sich bekanntlich ein I prachtvolles kaiserliches Palais befindet, das für Brustkranke I aam besonders geeignet sein soll. I — Der Präsident von Peru befahl, sämmtliche gefangen I genommenen Offiziere der peruanischen Insurgenten-Armee I vom Major auswärts zu erschießen. Ein neuer Beweis, wie I grausam gerade die Revolutionskriege in Südamerika ge- I führt werden. Uebrigens scheint es mit dem Mgsten Auf- I stände in Peru allerdings wieder zu Ende zu sein. Loudon, 17. September. Wie die „Times" au- Shanghai melden, find die Behörden von Tientsin davon benachrichtigt worden, daß 21 japanische Transportschiffe mit 10000 Mann Truppen abgesegelt sind, um einen Einfall in China zu bewirken. Die chinesischen Hafenbehörden haben auf diese Nachricht hin alle notwendigen Vorsichtsmaßregeln ergriffen. Der chinesische Admiral Ting fährt in südlicher Richtung den japanischen Schiffen entgegen. Glasgow, 17. September. Der Bergarbeiterausstand naht seinem Ende; heute früh sind ca. 10 OO0 angefahren. Petersburg, 17. September. Der Großfürst-Thronfolger reist Anfangs October nach Darmstadt. Petersburg, 17. September. Zwei Kanonen- und vier Torpedoboote gingen von Kronstadt nach dem Mittelländischen Meere ab, um sich mit den Kreuzern „Dschiquit", „Haidamack" und „Wsadnik", sowie mit dem Panzerschiff „Kaiser Nicolaus I." nach den koreanischen Gewäffern zu begeben. Zu dem Mittelmeergeschwader werden das Panzerschiff „Gangert" und der Kreuzer „Wladimir Monomach" stoßen. Konstantinopel, 17. September. Im Bezirk Erzerum fanden zwischen Steuereinziehern und Armeniern blutige Strahenkämpfe statt, die solchen Umfang annahmen, daß eine Truppenverstärkung dort nothwendig wurde. Tanger, 17. September. Wie letzte Meldungen aus Casablanca besagen, find die der marokkanischen Regierung zugegangenen Proteste wegen der Vergewaltigung des britischen, dänischen und anderer europäischer Consuln völlig erfolglos geblieben. Die Negierung des Sultans sei ganz ohnmächtig, die Urheber der Attentate zu bestrafen. Loyaler mti provinzielle» Gießen, den 18. September 1894. * • Au8 dem GerichtSdieust. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 13. September wurden bis auf Weiteres beauftragt: der Gerichtsaffessor Martin Hessel in Lauterbach mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Worms und 2) der Gerichtsassessor Dr. Schneider in Mainz mit Wahrnehmung der Dienst- Verrichtungen eines Amtsanwalts bei den Amtsgerichten Lauterbach, Herbstein, Schlitz und Ulrichstein. * * Neues Theater. Wie wir hören, soll das Theater im Stein'schen Saalbau am 30. September mit einem Gesangs- Schauspiel „Der Trompeter von Säckingen" eröffnet werden und dürfen wir in Anbetracht der großen Beliebtheit dieses DolkSstückes wohl ein vollbesetztes HauS erwarten. * • Zu dem Doppel-Selbstmord, über welchen wir in vor. Nr. berichteten, kann heute nachgetragen werden, daß die beiden Leichen gestern Nachmittag nach Lollar gebracht wurden. Die $rau wurde als die Gattin eines hiesigen Schreiners erkannt; sie hatte sich in Gesellschaft ihres ebenfalls taubstummen „Freundes" am Freitag aus der ehelichen Wohnung entfernt und sich mit demselben in Wieseck, später in Lollar aufgehalten. * * Braud. Heute Mittag s/412 Uhr brach Löwen- gaffe 13 durch Entzünden von Holzwolle vor den im Hofe an daS Wohnhaus stoßenden Ställen ein Brand aus, der, wenn nicht schnelle Hilfe seitens der Nachbarschaft zur Stelle gewesen wäre, leicht hätte große Dimensionen annehmcn können. • ’ Die Gießener OmuibuSgefellschaft hat die neu angeschafften Sommerwagen in Dienst gestellt. * * Die Rückkehr des Kaiser Wilhelm Regiments aus dem Manöver erfolgt morgen Abend gegen 11 Uhr. Die Quartiermacher sind bereits hier eingetroffen. * * Cholera. Aus Bürgeln wird amtlich gemeldet: Eine Neuerkrankung an Cholera ist auch in den letzten Tagen nicht vorgekommen. Die alten Kranken befinden sich wohl. Ein Theil ist soweit wieder hergestellt, daß er in den nächsten Tagen aus der Baracke entlassen werden kann. * * DaS Grabdenkmal des Gründers des hessischen Landes- lehrervereins, Herrn JohannSchmitt, wird voraussichtlich in den ersten Tagen des Monats October aufgertchtet werden. Bei der Enthüllungsfeier werden die Vertreter der Bezirkslehrervereine, sowie sonstige Mitglieder deS Vereins und Freunde deS Verstorbenen anwesend sein. D. Ztg. * * Obstmarkt deS Oberheff. ObstbauvereiuS. Am 3. October wird im Saalbau zu Friedberg der Obstmarkt des Ober- hesfischen ObstbauvereinS abgehalten. Zu demselben sind seitens der sich Betheiligenden Durchschnittsproben von 5 Pfund einzusenden. Auch ist die Menge des zu verkaufenden ObsteS sowie der Mindestpreis, zu dem es abgegeben werden darf, anzugeben. Auch diesmal wird man bemüht sein, im Jnter- effe der Verkäufer die höchsten Preise zu erzielen. Es ist deshalb unerläßlich, daß die lobenswerthen Bestrebungen deS Vereins seitens der verkaufenden Züchter dadurch unterstützt werden, daß die Waare thatsächlich den Proben entspricht. Daher ist es auch nur zu billigen, wenn die Beschicker bei unreeller Lieferung von den ferneren Unternehmungen deS Vereins ausgeschlossen werden. Man hat denObftmarkt absichtlich so spät gelegt, um dadurch nämlich den Züchter zu bewegen, sein Obst nicht zu früh abzumachen, sondern es möglichst lange am Baume hängen zu lasten, weil es dadurch seine volle Güte für Tafel und Obstweinbereitung erhält. * * Preußische Staatsbahu - Verwaltung. Die mittleren Bureaudienstbeamten der Staatsbahnverwaltung, welche infolge der Eisenbahnorganisation ab 1. April einen anderen amtlichen Wohnsitz erhalten, sollen noch in diesem Monat davon benachrichtigt werden. Die den ab 1. April 1895 functionirenden Eisenbahn - Directionen beizugebenden Rechnungs - Directoren sollen für ihre wichtigen Stellungen mit weitgehenden Befugnisten ausgestattet werden. * * Die Fahrkarten für die Harmouikazüge. Um die Streitfrage, ob der Inhaber einer mit dem Vermerk „Giltig für alle Züge" versehenen Fahrkarte bet Benutzung der sog. DurchgangS.(Harmonika»)Züge zur Zahlung deS Platzkarten- zuscklags verpflichtet sei, endgiltig zu erledigen, beabsichtigt die Eisenbahnverwaltung, den betreffenden Fahrkartenvermerk behufs Vermeidung mißverständlicher Auffastungen eine andere, Mißdeutungen der Art ausschließende Fassung zu geben. Der Neudruck zahlreicher Fahrkarten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. In der Zwischenzeit wird an der bisherigen Erhebung deS Zuschlags nichts geändert. * * Der Ausschuß der deutschen Turnerfchaft hat bet Ge legenheit deS 8. deutschen Turnfestes in Breslau darüber berathen, wie man sich gegenüber foctaldemokratifchen Turnern zu verhalten habe. Der Ausschuß hat nach dieser Richtung Abänderungen des bisherigen Vereinsgrundgesetzes in Aussicht genommen, in denen bestimmt wird: Der Ausschluß eines Mitgliedes kann vom Turnrathe beschlosten werden: 1) wenn dasselbe seinen Beitrag trotz vorheriger Mahnung drei Monate nicht entrichtet hat, 2) wegen grober und wiederholter Vergehen gegen die BereinSgesetze, 3) wegen geflissentlicher Gefährdung des turnerischen Lebens durch politische Umtriebe innerhalb deS Vereins. * * Berufs- und Gewerbezahluug. Der „Deutsche Reichsanzeiger" erwähnt den schon seit längerer Zett hervorgetretenen Wunsch nach Vornahme einer neuen Berufs- und Ge- werbezähluug. Das Bedürfniß sei nicht in Abrede zu stellen, da sich seit der letzten Zählung die gewerblichen i BerufSverhältnisse vielfach erheblich geändert hätten. AuS den Nachweisungen der Berufögenossenschaften ist gefolgert, daß von 1866 bis 1891 die Zahl der hauptsächlich industriellen Arbeiterschaft im Reiche um etwa 40 pCt., die Zahl der Arbeiter in der Eisenindustrie und der Textilindustrie je um mehr als 100,000, der Bergarbeiter um 80,000 gewachsen ist. Sowohl bei den gegemtmitig schwebenden Erörterungen über die Mittel zur Förderung der Landwirth- schaft, wie bei der Gesetzgebung aus dem Gebiete der Handwerkspolitik macht sich das Fehlen einer neueren Berufs- und Gewerbestatistik fühlbar. Dem Bundesrath ging eine Vorlage zu, betreffend die neue Statistik, worin zugleich als Zeitpunkt der neuen Statistik der 5. Juni 1895 vorgeschlagen wird. W. Au8 der Wetterau, 17. September. Dieser Tage brachte der „Gießener Anzeiger" eine Correspondenz „Aus dem Vogelsberg", welche auf die werthvollen, eßbaren Pilze, die jetzt überall erscheinen, aufmerksam machte. Was dort mitgetheilt wird, ist ganz richtig; es soll aber hier noch auf etwas aufmerksam gemacht werden, was viele Pilzliebhaber entweder nicht wissen, oder übersehen. Der feinste und werthvollste Pilz ist ohne Zweifel der „Champignon". Beim Ernten der Champignons wird nun ein großer Fehler gemacht, nämlich: der Pilz wird auSgestochen. Durch das Aussiechen thut man sich einen empfindlichen Schaden, weil der zurückbleibende Rumpf in Fäulniß übergeht und die nebenstehenden Champignons mit verdirbt. Daher kommt es, daß diejenigen Champignoncolonien im Freien, welche aus- gestochen werden, nach und nach zu Grunde gehen. Man vermeidet den Ruin dadurch, daß man die Champignons nicht aussticht, sondern aus dreht, wodurch das Faulen und damit das Verderben der Colonie verhindert wird. A Aus dem Ohwthal, 17. September. Die noch jungen Molkereien unseres Thales erfreuen sich auch während des Sommers einer dauernden guten Zufuhr von Milch. Die Erkenntniß bricht sich doch immer trotz aller Vorurtheile weiter Bahn, daß der Landwirth durch seine Milchwirtschaft selbst niemals den gleichen Erlös erzielen kann, wie durch Ablieferung der Milch an eine Molkerei. Milchlteseranten, denen nach den ersten Abrechnungen die Sache nicht behagte und die wieder zurgewohnten Hausbutterei zurückkehrten, merkten doch gar bald, daß das Hausbuttergeld lange nicht die Summe ausmachte, die sie in einem gleichen Zeiträume von einer Molkerei erhielten, und sie kehrten wieder zur Molkerei zurück. Gerade solche Versuche beweisen das Lucrative der Mtlch- lieferung an eine Molkerei. Die Magermilch, die von den Molkereien zurückerhältlich und der man anfänglich vielerseits gar keinen Werth beimaß, hat man mehr schätzen gelernt, seitdem man eingcsehen, daß sie ein treffliches Nahrungsmittel für das Haus wie auch das Vieh ist. Der Glaube, daß der Vollmilch nicht allein das Fett, sondern auch noch andere Stoffe entzogen würden, so daß die Magermilch gehaltlos sei, ist glücklich beseitigt. Thatsache bleibt, daß das Eiweiß in der Magermilch fünfmal weniger kostet, als das Eiweiß in der Form von Rindfleisch. H. Aus dem Horloffthal, 17. September. Unser Bahn- project ist um einen Schritt weiter gefördert worden. Ein Comitv, aus sieben Herren bestehend, hat eine sDenkschrift über die zu erbauende Bahn ausgearbeitet und an das Finanzministerium abgesandt. Außerdem geht dieser Tage eine Deputation von sechs Personen nach Darmstadt, um bei Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge, sowie bei den Excellenzen Finger und Weber die Wünsche der Bevölkerung vorzutragen und um Beschleunigung des Bahnbaues zu bitten. M. Gnuzeuau, 17. September. Der Großherzogliche Bürgermeister und Ortsgerichtsvorsteher Möller dahier ist heute wegen verschiedener Vergehen im Amte [in Untersuchungshaft genommen worden. *♦* Rixfeld, 17. September. Trotz der fast täglich vorkommenden Unglücksfälle beim Maschinenbetriebe wird nicht die erforderliche Vorsicht beobachtet. Der nachfolgende Fall mag wiederholt zur Warnung dienen. DaS 12jährige Söhnchen des Maurermeisters Schaub hantirte in der Scheuer an der im Gange befindlichen Fegmühle. Plötzlich gerieth ein Finger in das Räderwerk und verwickelte sich derart, daß das Kind aus der gefährlichen Lage erst befreit werden konnte, nachdem daS Räderwerk auseinander genommen worden war. Ein Finger ist vollständig zerquetscht. -1- Rudlos, 17. September. Einem hiesigen Landwirth entsprang dieser Tage ein trächtiges Multerschweiu und flüchtete in den nahen Wald. Trotz aller Mühe war ein Einfangen deö Thieres unmöglich. Erst nach einigen Tagen, nachdem das Thier im Walde eine Anzahl Ferkel geworfen, konnte dasselbe mit seinen munteren Nachkommen wieder in seinen Stall zurückgebracht werden. 0. Orteuberg, 17. September. Wir erfahren aus guter Quelle, daß das Bahnproject Stockheim—Lindheim—Frankfurt in letzter Zeit eifrig gefördert worden ist. Unser Städtchen hat bekanntlich eine reizende Lage, die lebhaft an diejenige von Lindenfels im Odenwald (Weschnitzthal) erinnert. Die romantische Burgruine, daö sogen. Konradskloster gegenüber Selters und das dicht dabei liegende Dörflein Selters, welchem das Dörflein Effolderbach mit seinem schönen Kirchlein gegenübersteht, dazu saftige Wiesen, schöne Waldungen und prächtige Berge geben aus einem Raume von kaum einer Stunde ein Gesammtbild, wie eö nicht häufig wieder zu finden ist. Ein reicher Frankfurter Herr hat sich eine Villa bei uns gebaut und eine wettere ist projectirt. Wenn die Bahn, wie oben bezeichnet, ausgebaut ist, wird unser reizendes Nidderthal, das auch weiter aufwärts nach Lißberg, Hirzenhain und Gedern herrliche Punkte aufzuweisen hat, alljährlich hunderte von Frankfurtern und anderen Touriften- anlocken, denen der Umweg über Gelnhausen seither zuviel Zett wegnahm. Durch diese dtrecte Bahnlinie wird der ganze westliche Vogelsberg bedeutend gewinnen und das gegen ihn gehegte Dorurthetl dürste sich in vielen Gegenden bald verlieren. * Schotte», 17. September. Gestern Nachmittag brannte in dem eine Stunde von hier gelegenen Rudingshain Scheuer und Stallung des Heinrich Neumann II. bis zur Erde nieder. Die Scheuer war bis zur Firste mit Erntevorräthen angefüllt. Der Brandbeschädigte ist versichert. Man spricht davon, daß spielende Kinder daS Feuer angezündet haben tonnten, Gewisses ist über die Entstehungsursache bis jetzt noch nicht bekannt geworden. nn. Darmstadt, 17. September. Ueber das von mir gemeldete Familien-Drama kann ich noch das Nachfolgende berichten: Schon bereits vor längerer Zeit sollen sich bei Wölfelschneider Spuren einer fixen Idee gezeigt haben, so daß er seinem Dienst nicht mehr in dem Maße entsprach, als es nöthig war. Man trug fich sogar bei seiner Direktion mit dem Gedanken, W. zur Kräftigung seiner Gesundheit auf eine Zeitlang zu beurlauben. Dieses Anerbieten scheiterte aber an dem Widerspruch Ws. Infolge dieses Zustandes hatte seine Frau sehr viel zu leiden, ohne daß jedoch der häusliche Frieden hierdurch gestört wurde. Nachdem Wölfelschneider seine schauderhafte That vollbracht und seine vier Kinder tobt vor sich liegen sah, versuchte er sich an drei Stellen in seiner Wohnung aufzuhängen, zunächst an einem Nagel des Spiegels, ebenso an der Uhr und an einem B'.ld, wobei er das Bett abgerückt hätte. Da sämmtliche Nägel die Last nicht trugen und ausbrachen, richtete W. den Revolver gegen sich und feuerte sich einen Schuß in die rechte Schläfe. Gestern Abend wurden die Leichen auf den Friedhof gebracht. Bemerkenswerth ist dabei noch der Umstand, daß der Verstorbene den letzten Wunsch ausgesprochen hat, zwischen seinen vier Kindern beerdigt zu sein. In der ganzen Stadt herrscht allgemeine Theilnahme um die so schwer geprüfte Frau, welche von einem so harten Schicksal betroffen wurde. A Maiuz, 17. September. Die allgemeine deutsche Gartenbauausstellung erfreut sich eines fortwährend steigenden Besuches. Die Zahl der bis jetzt gelösten Eintrittskarten ist um ein Drittel größer, als vorgesehen war. Heute Nachmittag verweilte Staatsminister Finger von Darmstadt in der Ausstellung. Bei der gestern begonnenen Preisvertheilung erhielten die Ehrenpreise: den Kaiserpreis für die großartige Gesammtleistung die Firma Weber & Cie.-Wiesbaden, den Ehrenpreis vom Großherzog für die zweitbeste Gesammtleistung I. Bose-Mainz, den Ehrenpreis des Großherzogs von Baden für Coniferen P. Smith Hamburg, den Ehrenpreis der Stadt Mainz für Obst der Rheingauer Obstbauverein, die fünf Ehrenpreise der Mainzer Damen: I. Wolf-Mainz für Gesammtleistung, I. Rose-Mainz für Gesammtleistungen in Bindereien, Weber & Cie.-Wiesbaden für Gesammtleistung, Gebr. Boland-Mainz für Bindereien, F. Wolf-Mainz für Gesammtleistung, Ehrenpreis der landwirthschaftlichen Behörde in Darmstadt die Herren Pawlitzki & Möller-Wiesbaden für Bäume, Ehrenpreis des Mainzer Gartenbauvereins die Firm» Weber & Cie.-Wiesbaden für die schönste Decorationsgruppe, Ehrenpreis der dendrologischen Gesellschaft M. Leichtlein- Baden für Brataegus-Neuheit, die Ehrenpreise der Frankfurter Gartenbaugesellschaft M. König-Wiesbaden, Walther DueSberg- Nieder-Walluf und A. Hoß-Frankfurt für Begonien, für Rosen und für Lilium, Ehrenpreis deS Gartenbauvereins von Baden Gebrüder Harster-Speyer für Nymphheen, Ehrenpreis deS Gartenbauvereins der preußischen Staaten M. Becker- Mainz für die sschönste Decorationsgruppe, Ehrenpreis des Gartenbauvereins in Darmstadt I. Wols-Mainz für Decorationsgruppe, Ehrenpreis des Gartenbauvereins-Mainz G. Schube- Leipzig für Decorationsgruppe. Vermischte». * Berlin, 17. September. In der letzten Nacht wurde der Geschäftsführer einer hiesigen Telegraphenbauanstalt in Halensee nahe beim Grunewaldbahnhof bei der Begehung eines Sittlichkeitsverbrechens gegen ein Schulmädchen betroffen und verfolgt. Er rannte auf der Flucht in einen sumpfigen Pfuhl und ertrank darin.^ * Berlin, 17. September. Der Bildhauer Henning, dessen Atelier sich im Rauch-Museum befindet, hat sich heute erschossen. * Solingen, 17. September. Auf eine eigentümliche Weise ist hier ein Mann zu Tode gekommen, In der Wohnung eines Freundes hatten verschiedene Männer vorgestern Abend deS Guten zu viel genossen; einer, der nahe am Ofen saß, war eingeschlafen und ruhte so fest in Morpheus Armen, daß er von den Zechgenossen nicht mehr zu wecken war; deshalb beschloß man, ihn schlafen zu lassen. In der Nacht jedoch fiel dem Betreffenden, der auf dem Stuhle saß, immer mehr der Kopf nach unten; er fing sich mit seiner Halsbinde in der Klinke der Ofenthür, an dieser * Hat er sich bann erwürgt, anscheinend ohne etwas davon zu merken. Gestern Morgen sand man ihn entseelt in diesem Zustande. * Leipzig, 17. September. Im gestrigen Entscheidungs-Rennen zwischen Codh und Fischer-München legte Ersterer in 7 Stunden 229 Kilometer und 912 Meter zurück. Fischer gab das Rennen nach P/j Stunden auf. ♦ Warschau, 17. September. Unweit der Gouvernements- stadt Minsk stürzte ein dreistöckiges Gebäude ein. Bisher wurden 18 gräßlich verstümmelte Leichen unter den Trümmern hervorgezogen. ♦ Pferdebestaud im deutschen Reiche. Am 1. December 1892 hatte das deutsche Reich einen Pferdebestand von 3836256 Stück gegen 3313711 Stück in 1883, also etwa 9 pCt. mehr. Der Preis ist in dieser Zeit um 12 pCt. in die Höhe gegangen. * ttatzensteuer. Bon einem Menschen- und Thierfreund wird der „Wiener Zeitung" Folgendes geschrieben: „Die Latze kratzt und springt Einem ins Gesicht- stiehlt und nascht in Küche und Keller- vernichtet Vogelnester, mordet massenhaft nützliche Vögel- frißt junge Hasen und Rebhühner- begeht Brandstiftungen- erwürgt kleine Kinder- stört in ihrem LtebeSfrühling die nächtliche Ruhe und fängt zuweilen Mäuse. Und doch ist die Katze heilig, unantastbar und vor Allem steuerfrei. Der Hund wird angekettet, geschlagen, gestoßen, eingesperrt- er dient auf der Jagd und im Kriege- er rettet Ertrinkende und vom Schnee Verschüttete- er hungert und friert- er stirbt auf dem Grabe seines Herrn, dem er im Leben gedient, den er bewacht und vertheidigt hat — und der Hund wird besteuert." Aus allen diesen Gründen befürwortet der Einsender die Einführung einer Katzensteuer. Die Idee ist nicht übel. . ♦ Das kann gut werden! Die „Petersb. Ztg." erzählt wie folgt von einer Verschwörung gegen alle Traditionen des Clavierspiels. Ein musikalischer Querkopf, A. I. Poperekow, hat kürzlich dem Blatte zur Besprechung eine neue Methode übersandt, nach der er Allen, die nur arabische Ziffern lesen und ein Clavier in „handgreifliche »Nähe" bekommen können, in einer Stunde das Clavierspieleu beibringen will! Die Methode ist so unglaublich einfach und so unendlich unmusikalisch, daß sie ohne Zweifel die weiteste Verbreitung finden wird. Das ganze Notensystem ist abgeschafft, statt deffen bekommt der Schüler ein Blatt Papier, auf dem 85 große arabische Ziffern fett gedruckt sind. Hinten sind sie mit Gummiarabicum bestrichen. Man schneidet also das Blatt in 85 Vierecke und klebt die einzelnen Ziffern auf die Tasten des Claviers. Ist die Claviatur nummerirt, so schlägt man ein Notenheft auf, in dem sämmtliche Noten durch Ziffern ersetzt find, die in verticalen Colonnen ange- ordnet sind. Und nun sucht man einfach die entsprechenden Ziffern auf der Claviatur auf und schlägt die Töne nacheinander an. Die Tacte sind durch Striche angegeben. Der Ausdruck und das Gefühl hängen vom Pianisten und der Pedalanwendung ab. Einige Anleitungen sind aber doch beigegeben. In einer heißt es z. B.: „Man muß mit denjenigen Fingern spielen, mit welchen ,eö am bequemsten ist. Dabei muß man nicht einen, sondern alle Finger beider Hände in Anwendung bringen, wenn das nothwendig ist." An anderer Stelle meint der Erfinder allen Ernstes: „Nach dieser Methode können auch Taubstumme jede beliebige Piöce nach dem Catalog herunterspielen." Es ist also thatsächlich nicht auf die Spieler, sondern auf die Zuhörer abgesehen. Und dafür hat Herr Poperekow ein Privilegium für seine Methode in allen Ländern genommen. ♦ Ein lustiger Vorfall hat sich neulich in Sangerhausen zugetragen. Ein Maurer war in einem Gehöfte mit Reparaturarbeiten beschäftigt. Plötzlich wurde der Mann ernst und still- behutsam entfernte er einen Stein nach dem andern aus der Mauer, bis er endlich an einen großen Quader kam. „Hier muß ein Schatz verborgen sein, die Sache ist höchst verdächtig?" also ließ sich unser Maurer vernehmen und die Umstehenden verharren in lautloser Stille und warteten der Dinge, die da kommen sollen. Nachdem auch der große Stein aus der Mauer beseitigt war, brachte der Maurer zuerst ein höchst merkwürdiges Ding ans Tageslicht, nämlich eine schwarze Gesichtsmaske. „Heren Se, die stammt noch aus der Cholerazeit - da wurden solche Dinger getragen," belehrte der Maurer die umstehenden Personen, und jetzt wurde weiter geforscht und was fand man noch? Verschiedene Wäschestücke, Handtücher u. A., auch ein Frottirhandtuch. „Das stammt aber nicht aus der Cholerazeit!" ließ sich ein Nachbar zur allgemeinen Heiterkeit der Umstehenden vernehmen. Nachdem nun aber der nach „Schätzen" lüsterne Maurer 'jum Schluß noch einige Stücke Tapete aus der Maueröffnung hervorgekramt hatte, ging dem Hausbesitzer schließlich ein Licht auf und er brach in die Worte aus: „Mensch, Sie find doch nicht etwa in den Wandschrank gerathen?" Und richtig, so wars auch. Die Anfangs so geheimnißvoll betriebene „Schatz- gräberei" führte schließlich eine ungeheure Heiterkeit herbei. Schiffsnachvichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 17. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II., Capt. L. Störmer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. September von Bremen und am 7. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, Can^» rrird Volkswirthschaft. Sistze«, 18. Sept. Marktbericht- Aut dem heutig n Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,10—1,15, Hühnereier 1 Stück 6-7 2 Stück - A. Ä6fc pr. St. 4-8 A, KäsemaLe pr. St- 8 A, Erbsen vr. Liter 17 A, Linsen pr. Liter 28 A. Tauben pr. Sßarrr ,-a 0,50—0,75, Hühner pr. Stück X 0,90—1,20, Hahnen pr. Sr < 0,50—0,85, Enten pr- St- X 1,60 bis 1,90, Ochsenfletsch pr. Pfd 74—78 A, Kuh- u. Rindfleisch pr. Pfd.--70 A, Schweine, fletsch pr. Pfd. 66—76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 68—70 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 58—68 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50—6,50 X, Weißkraut pr. Stück--A, Zwiebeln pr. Eentner 7,00— 8,00 X- Milch pr. Äter 16-20 A, Enteneier 2 St. 11 A, Gänseeier 10 4- — 3«r Gesunderhaltung unserer Viehbestände und zur Förderung der Züchtung. Die vielfach geplante Anregung, den Viehbeständen bei fehlerhafter Zusammensetzung des Futters phosphorsauren Kalk zu verabreichen, um der „Knochenbrüchigkeit" bei den Rindern und der „Beinweiche" bei den Schweinen vorzubeugen, hat die besten Erfolge gehabt. Der Verbrauch an pbosphor- saurem.Kalk zu Futterzwecken war allenthalben ein sehr großer, ganz besonders haben die Landwirthe in Sachsen, Thüringen und dem Rheinland dieses Mittel angewandt, um eine möglichst regelrechte Ernährung der Hausthiere durchzuführen. Vorstände von Eberstationen in Westfalen und desgl. von Bullenftativnen in Sachsen sprechen sich über die Wirkung des phosphorsauren Kalkes aus der chemischen Fabrik von M. Brockmann in Leipzig-Eutritzsch günstig bezüglich der Nachzucht dieser Thierarten aus; denn es empfehle sich, schon den Valerthieren das ganze Jahr hindurch Gaben von phosphorsaurem Kalk mit dem gewöhnlichen Taget futter zu verabreichen. Dasselbe gilt für tragende Thiermütter; sie haben, nachdem die halbe Tragezeit vorüber, viel Ausgabe an Knochenerden für das Knochengerüst des im Mutterleibe sich ausbildenden Jungen. Deshalb sollen Stuten vom 7. bis 8. Monat, Kühe vom 5. bis 7. Monat, Schafe von der 12. bis 14. Woche, Sauen von der 9. bis 10. Woche, Hündinnen vom 40. Tage der Trächtigkeit ab etwas phosphorsauren Kalk gefüttert bekommen. — Ist man gezwungen, vorwiegend kalkarme oder leicht fäuernde Futterstoffe zu verfüttern (Knollen- und Wurzelgewächse, Heu von überschwemmt gewesenen Wiesen, durch Regen ausvelaugtes Heu, Rübenblätter, Rübenschnitzel, Schlempe, Träbern), ist es verständig, phosphorsauren Kalk den Thieren verabreichen zu lasten, um ben üblen Folgen des Genusses kalkarmer Nahrung und Krankheiten wie Verdauungsstörungen, Durchfällen, Zehrungen, Schlempemauke und dergl. vorzubeugen — So haben verschiedene Großgrundbesitzer und Domänenpächter in Pommern und der Mark Brandenburg die ständige Fütterung des phosphorsauren Kalkes an ihre groben Viehbestände mit dem besten Erfolg durchgeführt. Ueberhaupl hat sich das Brockmann'sche Calciumphosphat in eigentlich Viehzucht treibenden Gegenden viele Freunde erworben, so in Baden und in OstsrieSland, wo eS auf der Ostfiiesischen Ausstellung für Landwirthschaft und Gewerbe in Norden 1894 ben ersten Preis zur Futterkalke zuerkannt erhielt. — Will sich der Landwirtd die genannten Erfolge sichern, so beginne er die Verfütterung deS phoSphorsauren Kalkes schon beim Uebergang von der Sommer- zur Winterfütterung, er wird so am besten die Gesundheitsstörungen in dieser Periode beseitigen, und fährt er damit ort, seinen Viehbestand auch gesund erhalten und die Züchtung ördern. witterungransfichteii am 18. September Morgen« 8 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage) Barometerstand L___g, L ff ff L z Trocken und schön- Thermometer r will. 4- 4° R., mta. + 6° R. Hygrometer: IraatrUeg: Die punttirte Linie bei der Baromeierscala gibt ben Stand des vorhergehenden Doge- an. 22. © öS Wichtig für Hausfrauen! Bernhard Curt Pechstein, Wollwaaren-Fabrrk Mühlhausen i. Th., fertigt aus Wolle, alte« gestrickte«, gewebten «nb andere« reinwollenen Sachen und «bsallen haltbare n«d gediegene Stoffe für Damen, Herren und Kinder, sowie Portieren, Schlafdecken und so weiter in den modernsten Mnstern bei billigster PreiSstellnng und schnellster Bedienung. 4040 Annahme und Musterlager in Gießen bei: LoniS Rothe«» berger Wtw., Neuenweg 22., Ein schreiendes Unrecht IM« Waschen und Baden der Säuglinge und Kinder eine andere Seife verwendet, als die nach ärztlicher und chemischer Prüfung für vollkommen neutral befundene Doerlogs Seife mit der Eule. Nicht allem erzielt sie für das Kind eine blendend schöne Haut, sondern sie erspart ihm auch das lästige Brennen, Jucken, Aufspringen, daS in allen Fällen auch als die erste Ursache zu dem für die Kinder w schmerzlichen Wundsein angesehen werden muß. Doerings Seife nut der Eule ist zu 40 Pfg. käuflich. "223 Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. Soeben erscheint: Brockhaus’ Kon versations- Lexikon. 14. Auflage. Jubiläums-Ausgabe. 300 Karten. 130 Chromos. 16500 Seiten Text. 980 Tafeln. 9500 Abbildungen. direkt aus der Fabrik von von Elten & Keussen, Crefeld, in jedem Maab zu beziehen. Schwarze, farbige u. weiße Seidenstoffe, Sammle, Plüsche und BclvetL Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten- Seidenstoffe - Concursv erfahren. lieber das Vermögen des Jean Häuser in Leihgestern wird auf semen Antrag heute, am 15. September 1894, Nachmittags 5*/, Uhr, das Concursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Ferdinand Hoffmann in Gießen wird zum Concurs- uerwalter ernannt. Concursforderungen sind bis zum 15.October 1894 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag deu23.Oct.1894, Vormittags 9 Uhr, — vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Concursmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auf erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 30. September 1894 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen. Dornseiff. [7643 Bekanntmachung. In unserem Gesellschaftsregister Nr. 17 Seite 116, „Actiengesell- schäft Buderus'sche Eisenwerke zur Main-Weser-Hütte bei Lollar" wurde heute folgender Eintrag vollzogen: Laut beglaubigter Anmeldung vom 20. Januar 1892 ist Hugo Buderus zu Hirzenhain als Mitglied des Vorstandes aus- geschieden. Gießen, den 15. September 1894. Großh. Amtsgericht Gießen. 7641 G ebhardt. Vergebung von Bauarbeiten. Im Hof der Universitätsbibliothek wird ein neuer Holz- und Kohlenschuppen, eine Müllgrube und eine 18 Meter lange Einfriedigungsmauer zur Ausführung kommen. Die hierbei vorkommende Maurer- und Steiu- hauerarbeit, sowie die Zimmerarbeit und der Abbruch des alten Holzstalles sollen öffentlich vergeben werden. Die Angebotunterlagen liegen im Amtslocal unterzeichneter Stelle offen, woselbst auch die Augebotformulare abgegeben werden. Eröffnung der Angebote: Samstag den 22. Sept. d. Js., Vormittags 11 Uhr. Beginn der Ausführung: Montag den 24» Sept. d. Js. Gießen, den 17. Septbr. 1894. Großh. Kreiöbauamt Gießen. Renting. 7648 Verdingung von Tischlerarbeiten. Zum Verding von Kasernen-Ge- räthen, veranschlagt auf 604 Jt, ist Montag den 15. Octob. 1894, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftslocal her unterzeichneten Verwaltung, woselbst auch die Bedingungen ausliegen, Termin anberaumt worden. 7642 Garnison-Verwaltung in Gießen. Obftversteigerung. Freitag den 21. d. Mts., Vormittag um IO Uhr anfangend, soll das Gemeinde - Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist beim Teich, im oberen Theil des Orts. Rödgen, den 17. September 1894. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. _________Jnderthal. 7645 Obftversteigerung. Freitag den 21. d. Mts. soll das hiesige Gemeinde-Obst, be- i stehend in einer großen Quantität I Zwetschen, Aepfeln und etwas Birnen, versteigert werden. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Ort. Dorf-Gill, den 16. Septbr. 1894. Großh. Bürgermeisterei Dorf - Gill. Kuhl. 7637 Obstversteigerung. Samstag den 22. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, soll das der Gemeinde Launsbach gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Zwetschen und Birnen,meistbietend versteigert werden. Launsbach, den 18. Septbr. 1894. Der Gemeindevorsteher: Debus. 7664 Aeikgeöotenes. Scheuertücher gute Qualität, 90 cm groß, W 18 Pfg. >C Scheuertücher mit leinener Kette, 25 Pfg. "WC Scheuertücher extra schwer, leinene Kette, W 28 Pfg. | C. Röhr & Co. Schellfisch und Cadliau, 20 A per Pfd., fast täglich Auf., garant. frisch (7633] im Rebstock. 7555] Empfehle feinste, frffche Cervelatwurst und Mettwurst. Zwei Vs Stück- u. zwei 1/4 Stück- Weinfäffer billig zu verkaufen. 7586] C Klemmrath, Küfermstr. ________L. Pirr, Reue« BL«e. 7655] Eine elektrische Leit««« und eine Fahnenstange billig zu verkaufen. Bismarckstraße 6, 1. St- Kaffee, roh und gebrannt, in neuen Sortimenten, nur gute Qualitäten empfiehlt 5729 Emil Fischbach. Weinkellerei vou 7651 Heinrich Fabricius, Weingutsbesitzer, Wöllstein, Rheinhessen. Gute, nur reelle Weine. 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Fahrpreis 10 Pfennig. 10 Uhr AdenVS. Lin« A SelterSweg—ftwuj—Markt—Wallthor—Marburgerstraßo. Linie B Bahnhofstraße—Markt—Steum Baue—Grünbergerstraße. 3MF* Der Gefammt Austage der heutigen Nummer unseres Blattes ist ein Prospekt der in Berlin erscheinenden „Deutschen Tageszeitung“ beigegeben, aus den wir unsere Leser hierdurch besonders aufmerksam machen. 7640 7650] Ein kleines Famtlienlogis zu vermietben- Seltersweg 21. Vermischte Anzeigen. 7660] Eine Chaisen-Kapsel verloren. Abzugeben Neustadt 49. Vertreter! Für ein größeres Grabsieivgeschüft werden tüchtige Vertreter bei hoher Provision, eoent. festen Gehalt, per sofort gesucht. Gefl Off. U. V* 236 »Anvalidendanr^, Leipzig.7647 Ein sind, philol. (cl.), der Hebung zum Unterrichten hat, findet für längere Zeit Gelegenheit zu Privat unterricht. Wo? sagt die Exp. d. Bl. 7663 BauschuIeDöbeln Dir. Soheerer (frflh. i. Roda). 7653] Eine schöne Wohnuna zu ver- miethen, 3 Zimmer, Küche u. Sveisekam. mit allem Zubeb., Stall u. Bodenraum. W. 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Dem Herrn prßnlten b?i hohem ' Dr- me^- Vol beding spreche ich hiermit Madien Lohn^ guteStelle«. Mr seine erfolgreiche Behandlung meinen 7665 Frau Sparr, Seltersweg 50. I Dank aus. 7557] Eine gut empfohlene Wart- I.... - 8' von «al^ und Krankenpflegerin überuimmt Danksagung. "Seit'2 Jahren"litt ich an einem chronischen Maaencatarrh, verbunden mit den heftigsten Brust- und Magenschmerzen. Mit häufigen Kopfschmerzen, Uebelkeit, No*h zum Erbrechen, Aufstetgen einer Knäuels zum Halse und Verschleimung wurde ich vielfach geplagt. In Folge dessen war ich sehr abgemagert. Die Hülfe, die ich bei verschiedenen Aerzten nachgesucht, war vergebens. Da wandte gesucht. [7662 KönigSallee 6, durch dessen Behandlung Ludwtgstratze 34. , ich tn 6 Wochen vollständig gehellt worden 8»« vrav.S, st«tbi«<« S-st V B-handlun^^ist t »««ju einem Sinbe für nach auswärts l^E§„3ro^te ^rankh-itS-rfch-inung-n gefugt. 8u erfragen ' nicht me6r eingestellt- Auch habe ich Baitz, Bahnhofstraße 33, 2. , w e|n gesundes Aussehen und kann für Mittag- zu Alles essen und trinken Sogar das SVCavCyCH Kinder« gesucht. > Rauchen, was für den Magen so schädlich .......1 Dem Herrn Rkichhalttze Aosmhl dltr Arten Kinderwagen stets das Neueste, Zweckmäßigste uud Solideste SMF zu billigsten Preisen. A. Kilbinger Seltersweg 19. [1953 7661 Frau Eleonore Oncken geb. Thaden heute Morgen 9 Uhr im 81. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der Hinterbliebenen in Bern, Giessen, Heidelberg, Karlsruhe, Kiel, Wehnen: Prof. Dr. Wilhelm Oncken. Giessen, den 18. September 1894. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20. September, Morgens 11 Uhr, vom Sterbehause Goethestrasse 18 aus statt. 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