r entgegen. 'en ls o »e s u^°"uar Cl, !*••*>* O^NUNg. ’uJ*» be8 ar und Kassel. ■**%£ tiou: t^l8 Inmann. nm«. *e« Wbfitum bie «, •Lager iS Spruck) verlegt habe Vertrauen bestens danke, ren und mich in meinem hren. achtungsvoll s Macht tttre Stock btx Wlittai* ibttft ist M obtt obm ®an: &•) mdst GartrngrUrndr ic, . vnmtrthm. n NebmtMse bei Herrn-ot. meinem Neubau, Bahndos- ist der Parterresiock (5 bis 6 i WohnrLumen zu vermiethen. ^g. Pfaff, Maurermeister, Wetzsteingaste 49. meinem Neubau, LudwizS- ist der 8. Ltock, bestehend Zimmern mit allem Zubehör, jen. S' H. V«»* ' 1894 Erstes Blatt. Nr. 15 Äichener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. rlints- unb Anzeigeblatt für den liveis Gietzen. Freitag den 19. Januar Die Gießener A««ttt-,»t»ttAustralien mit 54,8 Meilen auf 10,000 Einwohner. Ihm folgt Queensland, Neu-Seeland, Canada, Tasmanien, Vereinigte Staaten von Nordamerika, Victoria. Frankreich mit 5,9 Meilen ist das 19. Land der Reihe, Belgien „ 5,3 „ ,, // 21. „ „ « England „ 5,2 „ „ n 22. „ ,, /, Deutschland hat 5,4 , auf 10,000 Einwohner, Schweiz „ 6,8 „ m 10,000 „ Rußland 2> „ , 10,000 „ Den letzten genauen Berichten nach hatte Europa am Beginn des vorigen Jahres 141,610 Meilen Eisenbahnen, und zwar Deutschland 26,960 Meilen, 5 Frankreich 23,560 „ England 20,300 n Rußland 19,295 „ Oesterreich 17,430 „ Italien 8280 „ Spanien 6290 n Schweden und Norwegen 6110 „ Belgien 3290 „ Es wird angenommen, daß in Europa die Eisenbahnen jährlich um 2484 Meilen zunehmen, in den Vereinigten Staaten aber sogar um 5590, und zwar besitzen dieselben jetzt 170,675 Meilen Bahnen. 1 * Rudolph Schück. Australien „ LVVXJ „ 4850 „ im Betriebe. wohnerzahl anzustellen. 1. in dem bei uns einzureichenden Baugesuche besonders angegeben wird: a) ob drei oder weniger Räume zum Wohnen ver- miethet werden sollen; b) ob Räume an Schlafgänger vermiedet werden sollen; c) ob Räume als Schlafräume für Gesellen, Gehülfen, Lehrlinge oder sonstige Arbeiter, die bei dem Arbeitgeber wohnen, sowie für Dienstboten bestimmt sind. 2. In dem oben erwähnten Baugesuche eine besondere Verfügung in gesundheitlicher Hinsicht über die Benutzung der Räume (neben dem Gesuche um baupolizeiliche Genehmigung) beantragt wird. Die baupolizeiliche Genehmigung allein schließt die vorbemerkte Verfügung nicht in sich und greift dieser nicht vor. Die Räume, für welche die Verfügung beantragt wird, sind ihrer Bestimmung gemäß genau zu bezeichnen. Gießen, den 16. Januar 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung, betreffend die Ergänzungswahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. Bei der am 17. ds. Mts. vorgenommenen Wahl ist Herr Simon Reis zum Mitglied des Vorstandes der rsraelrtrschen Religionsgemeinde dahier gewählt worden. Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß wahrend dreier Tagen, nämlich am 22., 23. und 24. d. Mts. i $ $®a^Protocott mit allen Anlagen auf dem Büreau des 1. Vorstehers, Herrn Sigmund Heichelheim dahier, offen gelegt fern wird, und daß während der unerstrecklichen Frist dieser drei Tage die Stimmberechtigten, sowie der Gewählte von dem Wahlprotocoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und Einwendungen gegen die Wahl oder gegen den Gewählten, berw. auch eine Ablehnung der Wahl, bei Vermeidung des Ausschlusses bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen vorbringen Gießen, den 17. Januar 1894. Der von Großh. Kreisamt Gießen ernannte Wahlcommissär: Hach. Deutscher Reichstug. 28. Sitzung. Mittwoch den 17. Zauuar 1894. — Zuf der Tagesordnung stehen zunächst Wahlprüfungen. ™C.a,»tr?0Lfür. flüüi0 ru erklären die Wahlen der ? Broekmann (Ctr.), Graf v.d. Decken (Welfe), Haus (Ctr.) Hilpert (bayr. Bauernd.), Jebson (ntl.), Legier (Soc.j ^cons.)' Graf v. Mirbach Vcons.), Zimmermann (Ctr.), Miß (Erst Volksp.), Wellstein (Ctr.), Wenders (Ctr.), v. ArnSwaldt- Bohrne (Ctr.-Hosp.), Buddeberg (frf. Volksp.), Dr. v. Diernbowski- Iom an (Pole), Graf v. Kanitz (cons), Lotze (Reforrnp.), Schrntdt- Sachsen (Soc.) und Weidenfeld (Ctr.). Ebenso sollen für gültig erklärt werden die Wahlen der Abgg. Hosang (ntl.), v. Winterfeldt- °* Wolszlogier (Pole), v. Colman (cons.), Mer- bach (Rp.) und Stephann - Torgau) (Rp.). Bezüglich der Wahlen der Letztgenannten sollen indeh noch Erhebungen über in Wahlprotesten behauptete Vorgänge stattfinden. Das Haus beschließt durchweg nach den Anträgen der Commission. J?.?0 Berathung deS Centrumsantrags auf Abänderung des Gesetzes betr. die Erwerbs- und Wirths chaftsgenossen- ich asten. Abg. Wattendorff (Ctr.) begründet den Antrag, welcher den Consumvereinen den Verkauf von Maaren an Nichtmitglieder M Strafe untersagt wissen will, weil damit dem Kleingewerbe schwerer Schaden zugefügt werde. Was nütze es dem Schuhmacher wenn er noch so viel in feiner Lehre gelernt hat, wenn die Consum- vereüie mit Schuhen, Stiefeln und Pantoffeln handeln! Er gehe zu Grunde oder komme in Abhängigkeit von dem Consumverein. Eine Berechtigung der Consumvereine als Preisregulateure bestehe unter den heutigen Verhältnissen nicht mehr. Die Consumvereine Mtngen den Kaufmann zur Weiterausdehnung des BorgsystemS. ??n ^aeren fkitenS der Consumvereine an Ntcht- mttglieder ist schon heute verboten; aber es fehle eben die Strafbestimmung zur Durchführung des Verbots. Abg. Clemm-Ludwigshafen (ntl): Die beantragte Straf- oestimmung würde die Consumvereine unmöglich machen, da die Verkäufer unmöglich alle Mitglieder kennen können.DieConsumveroerine wirkten zu Gunsten der Baarzahlung und beförderten den Spartrieb. ^aF.Snll!D?Dr^cinLa^ltcnr °uch größtentheils Steuern und müßten deshalb dieselben Rechte haben wie die Kaufleute. Eine Straf- bestimmung ließe sich höchstens gegen die Consumvereine rechtfertigen, ™trfM*e„tmluerSrti!a6,‘n- , ™?n Möge aud) an die eitlen land- wtrthschaftlichen Consumvereine denken, die keineswegs nur an Mit- gueoer verkauften. voll- (cons.): Den Consumvereinm solle XnKSti0ret£-rocS on' ?ber keine Bevorzugung vor anderen Ge. fteU^ 6Jre6cr bas GenossenschaftSprincip auf den Kopf IrStP fanden Consumvereinen dm Verkauf an Nichtmitglieder erlaubte. Redner stimmt mit seinen Freunden für den Antrag. Cons,.^-.»!' .^\eiber (M- Volksp.): Die Vorstände der ?uderer Genossenschaften unterliegen bereits so trollrnaßregeln, daß eine weitere Verschärfung nur Verbitterung Hervorrufen müßte. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) spricht für den Antrag. Die foba ^Ewerbtleibenden schwere Concurrenz, ^re Geschäfte über den Kreis ihrer Mitglieder hinaus fAmJ? u’r /$ C, 23erctne ^ien allerdings steuerpflichtig, aber es sei !5”err' Einkommen zu ermitteln, da dasselbe in Gestalt billiger W-armpreise den Vereinsmilgliedern zugetheilt werde. 9 t.IbUw !?".) und v. Czarlinski (Pole) sprechen sich ^Ür be" aus. Letzterer wünscht, daß namentlich die Offizier- und Beamtenvereine getroffen würden da diese die Ge- werbtreibmdm besonders schädigten. ' ' Hin^JanLbeL' Abg. Klemm-Dresden (Resormp.): Die Consumvereine seim meist entartet; sie seien große capitalistische Unternehmen geworden So arbeite der große Breslauer Consumverein mit einem Jahresumsatz von 11 Millionen Auf einer Marine-Werkstatt habe der Consumverein allein an Bier 30 000 Mk. verdient, weil man die Arbeiter gezwungen habe, ihren Bedarf vom Consumverein au entnehmen, obwohl sie das Bier anderswo billiger haben konnten Ludwig von Bayern habe in hochherziger Weise erklärt, daß er die Offizier-Vereine nicht wünsche, um nicht eine Kluft zwischen Offizierm und Bürgern zu schaffen. Abg. Dr. Osann (natl.) erklärt jedenfalls eine Ergänzung des ' | *nkrass dahin für nöthig, daß die Strafe nur bei absichtlicher Zu- ’ Widerhandlung eintrete. Abg. v PodbielSki (conf.) weist darauf hin, daß die Offizier- und Beamtmvereine gewöhnlich nicht Genossenschaften, sondern Actiengesellschasten und andere Vereinigungen mit Corporattons- rechtm seim, deren Grundcapital meist auS freiwilligen Beiträgen zusammengebracht sei. Man könne sie nicht mit Consumvereinen auf gleiche Stufe stellen. Abg. Dr. Hammacher (natl.) widerspricht dem. Der Rahmen des AntraaS müsse auch auf diese ausgedehnt werden. Die Verweisung deS Antrags an eine Commission wird ab- gelehnt. Die zweite Berathung findet sonach ohne Weiteres im Plenum statt. Morgen: Weinfteuergesetz. Neueste Nucheßchteir. Wolffs telegraphisches Correspondmz-Bureau. Prag, 17. Januar. Omladinaproceß. Heute begann das Einzelverhör mit dem Angeklagten Holzbach, welcher die bei ihm vorgefundenen Pläne und Skizzen der Omladina-Unternehmungen als Skizzen zu einem Roman bezeichnet, den er zu schreiben beabsichtigte. Das Programm seines Vereins bestände nur in allgemeinen freiheitlichen Bestrebungen. Rom, 17. Januar. Die Stadt Massa wurde in der vergangenen Nacht von Truppen bewacht- in Carrara sind drei weitere Compagnien eingetroffen. Die Municipalität von Carrara erließ an die Einwohnerschaft eine Proclamation, in der sie dieselbe zur Ruhe und Achtung vor dem Gesetze auffordert. Die strickenden Marmorarbeiter zwingen noch die Arbeitenden, die Arbeit einzustellen. Infolge des gestrigen Zusammenstoßes vor den Stadtthoren verbargen sich achtzig Anarchisten in den Häusern Massas, wo sie verhaftet wurden. Truppen verfolgten die Ruhestörer ins Gebirge. — Auf Sieilten herrscht weiter Ruhe- die Entwaffnung wird fortgesetzt. Rom, 17. Januar. Dem den Belagerungszustand über die Provinz Massa-Carrara verhängenden königlichen Decret geht ein Bericht der Minister an den König voran, worin die unaufhörlich von bewaffneten Anarchistenbanden verübten Gewaltthaten dargelegt werden. Der Bericht bemerkt, die Bewegung sei keine politische, sondern eine gegen den Bestand der Gesellschaft gerichtete, da sie auf die nationale Auflösung, die Schädigung des Eigenthums und die Zerstörung der Familie abziele. Die Handlungen und Programme dieser Feinde des Vaterlandes beweisen zweifellos den Zusammenhang der Vorgänge in Massa-Carrara mit den sicilianischen. Zur raschen Unterdrückung dieser rohen Aus- chreitungen schlägt der Ministerrath den Belagerungszustand vor. Deveschm deS Bureau „Herold". Karlsruhe, 17. Januar. Die zweite Kammer stellte an die Regierung die Aufforderung, im BundeSrathe gegen die Tabakfabrikatsteuer zu stimmen. Die Nationalliberalen sprachen sich dahin aus, daß die Abstimmung sich lediglich gegen den jetzigen Gesetzentwurf richte. Ferner wurde die Regierung seitens der Kammer aufgefordert, gegen Frachtbrief- und Quittungssteuer zu stimmen. Wien, 17. Januar. Die Polizei entdeckte in Wels eine geheime Verbindung, welche meistens aus Lehr- mrschen besteht und nach socialdemokratischem Muster organi- trt ist. Dieser Verein stand auch mit erwachsenen Socialdemokraten in Beziehung und wurde, wie es scheint, von letzteren geleitet. Wien, 17. Januar. Wie das „Armeeblatt" meldet, hat der Reichskriegsminifter eine Verordnung erlassen, nach welcher der schriftliche Verkehr in der österreichisch-ungarischen Armee künftighin auf den unumgänglich nothwendigen Bedarf zu beschränken sei und in den schriftlichen Ausführungen alles vermieden werden solle, was nicht zur Sache selbst gehöre. Prag, 17. Januar. Omladinistenprozeß. Der Hauptangeklagte Holzbach erklärte bei dem heutigen Verhör auf eine Frage des Mitangeklagten Hain, ein Polizist habe ihm versprochen, daß er aus der Haft entlassen würde, wenn er die Namen der Omladinaführer nenne. — Als der Bericht- erstatter des „Hlas Naroda" in den Gerichtssaal trat, wurde er vom Publikum mit Schimpfworten überschüttet und beinahe thätlich angegriffen. Der Präsident verhinderte mit der Androhung strenger Strafen weitere Demonstrationen seitens des hocherregten Publikums. Prag, 17. Januar. In der verflossenen Nacht wurde wiederum eine große Anzahl von Broschüren aufrührerischen Inhalts in die Kasernen geworfen. Es gelang, die Verbreiter der Broschüren festzunehmcn. Brüssel, 17. Januar. Die heutige Kammersitzung war nur von 55 Abgeordneten besucht und wurde infolgedessen aufgehoben. Rewyork, 16. Januar. Die Meldungen über die Ereignisse in Brasilien lauten widersprechend. Es heißt, in den Provinzen Bahia und Pernambuco sei die öffentliche Meinung den Insurgenten günstig. Bei der Eroberung der Eugenos-Jnsel durch die Insurgenten wurden 40 Regierungssoldaten getödtet und 60 gefangen genommen. In Riogrande haben die Insurgenten die Stadt Nilotes verbrannt. Die Insel Concelias ist von den Insurgenten mit 250 Mann besetzt worden. Berlin, 18.Januar. Der preußische Etat 1894/95 beziffert sich in den ordentl. Einnahmen auf 1,879,449,391 Mk. gegen das Vorjahr mehr 43,936,131 Mk., die ordentlichen Ausgaben beliefen sich auf 1,891,612,410 Mk., gegen das Vorjahr mehr 47,509,155 Mk., die außerordentlichen Ausgaben auf 58,036,981 Mk., gegen das Vorjahr mehr 8,826,976 Mk., zusammen 1,949,649,391 Mk., Fehlbetrag 70,200,000 Mk., also mehr 12,400,000 Mk., welcher durch eine Anleihe zu decken ist. Der Beitrag Preußens zu den Reichsausgaben ist 37,058,915 Mk. höher als im Vorjahre. Eoealer rrriö provinzielles, Gießen, den 18. Januar 1894. ** Allarm. Heute Morgen 7i/t Uhr wurde das hiesige Regiment allarmirt. ** Goldene Hochzeit. Nachdem am vorigen Sonntage 50 Jahre vergangen, seit Herr Möbelfabrikant Reiber m den Ehestand getreten, fand gestern Abend auf dem Lenz'schen Felsenkeller eine solenne Feier dieses frohen Ereignisses statt. Die Feier verlief in heitester Stimmung, legte aber auch Zeugniss für das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitern ab. Ein kunstvoll ausgeführtes Diplom war dem Jubelpaare bereits am Sonntag überreicht worden. § Oueckborn, 17. Januar. Die käufliche Abtretung eines in hiesiger Gemarkung gelegenen reichen Quellengebtets an die Stadt Gießen behufs Verstärkung der dortigen Wasserleitung kommt der Gemeinde in mehrfacher Hinsicht sehr zu Statten. Neben einer namhaften Kaufsumme erhält der Ort selbst eine Wasserleitung, welche drei im Orte herzustellenden Brunnen das Wasser zuführen soll. Außerdem gewähren die schon seit einigen Wochen begonnenen Erdarbeiten an der Wasserleitung jetzt in einer ohnehin verdienstlosen Zeit den Leuten Gelegenheit, ein Stückchen Geld zu verdienen, was bei einer fast nur Ackerbau treibenden Bevölkerung von Belang ist. □ Ans dem Ohmthal, 17. Januar. Obgleich das Milchergebniß der Kühe durch den Futtermangel erheblich beeinträchtigt wird, ist doch die Ablieferung von Milch an die Molkereien eine durchaus zufriedenstellende. Die Lieferungen Seitens der Landwirthe sind in steter Zunahme begriffen. Allerdings vollzieht sich die Umwandlung von der Hausbutterei in den Beitritt zur Molkerei nur langsam, da man in kleinbäuerlichen Kreisen häufig noch immer den Molkereien mit einigem Mißtrauen begegnet. Dessenungeachtet greift aber auch die Erkenntniß von der entschieden besseren Verwerthung der Milch durch Ablieferung an die Molkerei immer weiter um sich. Zu den bereits seit längerer Zeit in Thätigkeit befindlichen Molkereien unseres Ohmthales zu Nieder-Ohmen und Nieder-Gemünden ist nun letzthin noch eine zu Grünberg getreten, die ebenfalls Milch aus den oberen Thaldörfern abholen läßt. Nidda, 14.Januar. Von einem schweren Schicksalsschlage wurde gestern gegen Abend die Familie des Großh. Bürgermeisters Knöpp zu Kohden betroffen. Letzterer hatte im Laufe des Nachmittags amtliche Geschäfte erledigt und begab sich darauf in seine nebenan gelegene Werkstätte (er war seines Handwerks Zimmermann). Bald darauf hörte man in der Nähe einen dumpfen Knall. Da in Kohden gegenwärtig die außerordentlich zahlreich vorhandenen und dem Ackerbau schädlichen Sperlinge abgeschossen werden, so glaubte man in der Nachbarschaft, der Knall rühre von einem SpaHen- schuß her. Als aber einige Minuten darauf Knöpp von seiner Tochter gesucht wurde, weil ein Bürger nach ihm fragte, fand ihn dieselbe in seinem Blute schwimmend entseelt in der Werkstätte. Vor ihm lagen in die Hobelbank gespannt die beiden Läufe einer Doppelflinte, deren Schaft abgeschraubt seitwärts liegend vorgefunden wurde, daneben ein Hammer und anderes Werkzeug. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat Knöpp die Flinte zerlegen wollen, wodurch ein in dem einen Laufe befindlicher alter Schuß losging, ihn ins Herz traf und am Rücken wieder herausging. Der Tod ist augenscheinlich sofort eingetreten. Der Schmerz der betroffenen Familie ist groß. Knöpp war 56 Jahre alt, verheirathet und Vater zweier Kinder. Das Bürgermeisteramt verwaltete er erst etwas über zwei Jahre. D. Ztg. Butzbach, 16. Januar. Am vergangenen Samstag hatte sich eine größere Anzahl von Mitgliedern des Oberhessischen Obstbauvereins in denselben Räumen des Hessischen Hofes versammelt, in denen genau vor fünf Jahren der Wetterauer Obstbauveretn durch Landwirthschaftslehrer Dr. v. Peter ins Leben gerufen wurde. Deßhalb fand auch an diesem Tage die Hauptversammlung des Vereinsbezirks Friedberg, des Gebietes des ehemaligen Wetterauer Obstbauvereins, statt. Der Präsident des Gesammtvereins, Geh. Reg.-Rath Dr. Braden, begrüßte die Versammelten und gedachte zunächst des unser ganzes Hessenland mit Freuden erfüllenden Ereignisses, der Verlobung S. K. H. des Großherzogs. Hieraus wurde Kreisamtmann Süffert einstimmig zum Vorsitzenden des Vereinsbezirks Friedberg des Oberhessischen Obstbauvereins an Stelle des ausgeschiedenen KreisamtmannS Dr. Wallau gewählt, worauf Dr. v. Peter, der Director der Geschäftsstelle des Vereins, ein anschauliches Bild von der Entwickelung des Vereins, der jetzt 4500 Mitglieder zähle, gab, und die außerordentlich rege Thätigkeit desselben in den fünf Jahren schilderte. An diesen reihte sich ein Vortrag des Secretärs des Vereins, C. Reichelt, an, über die fernere Thätigkeit des Obstbauvereins, sodann gab Obstbautechniker C. Metz in humoristischer Weise seine freudigen und traurigen Erlebnisse als Obstbauapostel in Oberheffen zum Besten. An diese Versammlung, welche von 1/212 bis 3 Uhr dauerte, schloß sich ein gemeinsames Mittagessen an, das mit ernsten und heiteren Reden gewürzt war, in denen besonders der Verdienste der Stadt Butzbach, deren Vertreter jedoch fehlte, und des Oberforstmeifters Neuß um die Sache des Obstbaues gedacht wurde. Auch die Großh. Regierung in Darmstadt hatte sich durch Oeconomterath Müller von da vertreten lassen, der den Verein als einen der rührigsten Obstbauvereine Deutschlands feierte. Mögen die weiteren Erfolge des Vereins denen der ersten fünf Jahre entsprechen, dann wird der Obstbau Oberhessens alsbald eine Bedeutung erlangen, die dem Absatz in wirksamster Weise zu Gute kommen muß. Vermischtes. * Mannheim, 15. Januar. Der „reichste Bauer im Odenwald", der Landwirth und Gemeinderath Johann Urban ..s„ Lauer «J D-- den 18. Ohmen 'in noch eine zu Griinberz den oberen Thaldörsein em schweren Schicksals, nd die Familie des Grosth. 1 betroffen. Letzterer hatte che Geschäfte eckdigt und an gelegene Werkstälte (et nn). Bald darauf hörte Knall. Da in Kohden -eich vorhandenen und dem gossen werben, so glaubte rühre von einem Spatzen- iten darauf Knopp von l ein MM mch Vc,m Mir Mtrnmenb ent- n layn in dir Hobelbank Doppelflinte, deren Schalt efunden wurde, daneben ein Aller Wahrscheinlichkeit ’n wollen, wodurch ein in Schuß loSging, ihn in! herausging. Der Tod ist )er Schmerz der betroffenen Zahre alt, verheirathet und rrmeifteramt verwaltete er D. Ztg. rgangenen Samsiag hatte liebem des Oberhesstschen neu des Hessischen Hofes ns Jahren dn Wetterauer stSlehrer vr. v. Peter halb fand auch an diese» Brreinsbezirks Friedberg. Betterauer DM*«* nte-rein«, M** *,Sw* L »-« OdnhC'I»« feesS n; ?:s- *sk-- °nn traurigen e freudigeu ren_ 06*3 A ik ‘M2 M (rf(J ‘fi® a."'e!, bijimi«6 6” tn denen - > . c.hlte, 'm 01(16“"'* ■ ia oertrete» Mil» “ iauot«1"! «Ä »la”T Siernetfel von Lauda, wurde heute vom Schwurgericht wegen Anstiftung zum Meineid (er hatte eines seiner Dienstmädchen veranlaßt, in einem wegen Vergehens gegen die Seucheordnung gegen ihn eingeleiteten Verfahren einen Falscheid zu schwören) zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten ver- urtheilt. Obwohl er 50000 Mark Caution auf der Stelle hinterlegen wollte, wurde Fortdauer der Haft beschlossen. Ms. NiederMarsberg, 17. Januar. Auf dem hiesigen Bahnhofe fand gestern Nachmittag kurz vor Ankunft des fälligen Kasseler Personenzuges um 5 Uhr eine förmliche Schlacht zwischen Weißen und Schwarzen statt, sodaß unser sonst so friedliches Städtchen in nicht geringe Aufregung versetzt wurde. Eine größere Negergesellschaft aus Ostasrika, die unter Führung eines Impresario gegenwärtig Hessen und Westfalen bereist, um sich in ihren heimathlichen Sitten, Kämpfen und Gesängen rc. zu produciren, hatte auch hier Vorstellung gegeben und sehr gute Geschäfte gemacht. Die Schwarzen der Truppe, sechs Männer und mehrere Weiber, hatten nur spirituöse Getränke erhalten und waren davon betrunken geworden, worauf sie über die Stränge schlugen, Niemanden gehorchen wollten und sich in des Wortes voller Bedeutung „wie ein Wilder geberdeten". Da sie nun mit dem Personenzuge von Kasiel nach Arnsberg weiterfahren wollten, so trafen sie in dem überfüllten Wartesaal 4. Klasse mit einer großen Anzahl Arbeitsleuke aus der Stadt und Umgegend zusammen. Die Schwarzen fangen Händel an, die anwesenden „Bleichgesichter", darunter mehrere handfeste westfälische Metzger und Oeconomen, Leute, die unter der Waffe gedient haben, verstehen keinen Spaß, die Neger werden kampfesmuthig und ziehen ihre Säbel, Messer re. und hauen wüthend um sich, sodaß Blut fließt. Die Westfalen schlagen mit ihren derben Knotenstöcken dazwischen, hauen mit Biergläsern um sich, sodaß auch mehrere von den Schwarzen blutende Wunden erhalten und nun entsteht unter dem fürchterlichen Gcschreie und Gejohle der weißen und schwarzen Weiber rin blutiges Handgemenge, ein förmlicher Kampf, bei dem es blutige Köpfe in Menge setzte. Als der Zug einläuft, pflanzt sich die Schlägerei auf den Bahnsteig hinaus, doch nun naht Hülse in dem Zugpersonal. Unter Aufgebot der Ortspolizei, Gendarmen und Bahnbeamten gelingt es, die Schwarzen zu bändigen und ihnen die Waffen abzunehmen. Der Zug muß Ve Stunde halten. Die Schläger und die Geschlagenen werden sestgenommen und von der Polizei abgeführt. Mehrere Personen, auch einige von der Truppe, sollen schwere Verletzungen am Kopfe davongetragen haben. Der Bahnsteig wie Wartesaal wies größere Blutlachen auf. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. Der Vorfall erregt natürlich Aussehen. *Wie es in Chicago aussieht, das zeigt nachstehende Stelle ^us einem dem „Votgtländ. Anzeiger" zur Verfügung gestellten Privatbrief, den ein schon seit zwölf Jahren in Chicago ivetlender Deutscher an seinen Bruder in Tannenbergsthal bei Jägersgrün gerichtet hat: Das Geschäft 'liegt in den ganzen Bereinigten Staaten sehr darnieder, ich habe, seitdem ich dieses Land zu meiner Heimath machte, noch keine traurigeren Zeiten mitgemacht, als wie gerade jetzt. Die meisten Fabriken haben ihren Betrieb eingestellt- gegenwärtig lausen 115000 Menschen ohne Beschäftigung hier herum mb "zwar allein in Chicago,' von den 115 000 Mann haben 20000 keine Unterkunft, ich meine kein Bett und keinen Cent Geld. Unser Rathhaus beherbergt jede Nacht gegen 2000 Mann, welche sich auf das steinerne Pflaster legen, um nur einigermaßen vor der großen Kälte, die hier herrscht, geschützt zu sein. Es ist also mit einem Wort eine Hungers« notfj ausgebrochen, wie sie Amerika noch niemals gesehen hat: leider find jetzt auch keine Aussichten vorhanden, daß die Zeiten besser werden. Die Detailgeschäfte haben fast gar nichts zu tbun, dieselben haben einen großen Theil ihrer Commis entlassen, die nun gleichfalls ohne Arbeit und hungrig Herumlaufen. Dazu kommt noch, daß man gegenwärtig seines Lebens auf der Straße nicht mehr sicher ist, die Stellenlosen halten Dich mit gespanntem Revolver auf offener Straße an und verlangen: „Geld oder das Leben!" Ihr habt auf alle Fälle in den deutschen Zeitungen davon gelesen, daß Einbruch, Mord und Todtschlag hier jeden Tag vorkommt. Bor einigen Tagen hat sich zwischen 2 und 3 Uhr früh in einer Wirtschaft Folgendes zugetragen: In der sehr seinen Wirtschaft saßen zwölf Gäste- auf einmal kamen vier Kerle herein, bewaffnet bis an den Hals. Zwei von ihnen begaben sich an die Tische, wo die 12 Gäste saßen und verlangten bereit Geld- einer von den Kerlen bewachte die Thür und einer hielt dem Wirth den Revolver vor die Nase und nahm die Kasse an sich. Erst nachdem die Kerle die sämmtlichen Leute ausgeplündert hatten, verließen sie das Local. * Ein schmerzlich getrübtes Weihnachtsfest war dasjenige im Pfarrhause zu Wil tschau (Kreis Breslau.) Zwei herzerschütternde Anzeigen geben hierüber Auskunft. Dieselben lauten: „Am zweiten Weihnachtsfeiertag nahm der liebe Gott drei unserer Lieblinge, Martin, Sophiechen und Liefe!, nach schwerer Diphtheritis >u sich." — „Heute Vormittag folgte unser kleiner Erich seinen drei Geschwistern in die Ewigkeit nach. Wiltschau, den 29. December 1893. Pastor Hohenthal." * Don einem eigentümlichen Wachvergehen weiß das „Straßb. Tgbl." zu berichten. Ein Soldat des Infanterie- Regiments Nr. 143, der bei dem Fort Bosse in der Nähe von Kehl Wache zu stehen hatte, suchte sich die Langweile des Wachdienstes damit zu vertreiben, daß er Schlittschuh lief. Er wurde von dem Offizier der Ronde betroffen, arretirt, und wird nun fern von Madrid Gelegenheit erhalten, über die Unverträglichkeit von Eissport und Wachedienst nach- zudenken. * Eine Schneeschmelzmaschine. Um das kostspielige Reinigen der städtischen Straßen durch Zusammenkehren und Abfuhr zu sparen, ist nach dem „Amerikan Maschinist" zu Paterson von einer Gesellschaft eine Schneeschmelzmaschine in betrieb gesetzt worden, die in schneereichen Wintern vielleicht auch in Deutschland eingeführt zu werden verdient. Die Maschine steht aus vier Rädern, hat vorn einen Kessel für das als Brennmaterial verwendete Petroleum und in der Mitte einen Dampfkessel nebst Dampfmaschine, letztere soll einen Blaser bewegen. Hinten befindet sich die Schmelz, kammer. Das Verfahren ist folgendes: Der Dampf wird in den Boden des Petroleumkessels geleitet und verwandelt einen Theil desselben in Gas. Dieses steigt in den Sepa- rator, von wo es zu besonderen Brennern in den Ofen des Dampfkessels geführt und angezündet wird. Dadurch steigt der Dampfdruck sofort bedeutend. Hat er 60 Pfund Druck erreicht, so wird die Maschine angelassen und der Blaser in Bewegung gesetzt. Dieser treibt Luft, davon einen Theil zu den Brennern im Ofen, so daß diese mit starken Flammen brennen und der Dampfdruck während des ganzen Ganges der Maschine sich aus 100 Pfund und darüber erhöht. Ist das erreicht, so werden Ventile geöffnet und Gas, sowie Luft zu den 21 Brennern am Boden der Schmelzkammer gedrückt und diese dort angezündet. Heber den Brennern befinden sich Gitter, um Schnee und EiS zu halten, aber doch in Berührung mit den Flammen zu bringen. Das Schmelzen geht sehr rasch vor sich und das erzeugte Waffer wird in einen Behälter von dort in die Rinnsteine oder Abflußcanäle der Straße geleitet. Literatur und Kunft. — Dom rollende« Flügelrad. Darstellung der Technik des heutigen Eisenbahnwesens. Non A. o. Schwetger- Lerchenfeld. Mit 300Abbildungen. In 25 Lieferungen a 50 Pf. (A. Hartlebens Verlag tn Wien.) Bisher sind fünf Lieferungen erschienen. Die gelungene Idee, welche in diesem Werke verkörpert und im ersten Hefte tn anziehender Weise dem Leser audeinander- gesetzt ist, tritt tn den nunmehr erschienenen weiteren Lieferungen (2 bis 5) immer greifbarer hervor. Mit einer Geläufigkeit, der daS Talent des Verfassers im hohem Maße zu Gute kommt, werden die trockensten eisenbahntechnischen Themen dem Leser schmackhaft gemacht, wodurch die von großer Sachkmntniß zeigenden Ausführungen zu einer anziehenden fieetüre sich gestalten. Die Eintheilung der Eisenbahnen nach Maßgabe der ihnen zufallenden Aufgabe und nach dem Grade ihrer Leistungsfähigkeit, ferner der Unterbau mit seinen drei Hauptmomenten, als Erdbau, Tunnel- und Brückenbau, bieten des Interessanten in reicher Abwechslung. Besonders hervorzuheben ist die große Zahl von Abbildungen, darunter die schönen Vollbilder, welche das Verständniß des Textes wesentlich erleichtern. Wir dürfen es getrost sagen, daß tn so vollendeter Weise das Eisenbahnwesen zu populartstren bisher noch nicht versucht worden ist. Die allgemeine Theilnahme, welche die berufenen Kreise dem Unternehmen schenkten, fetzten den Verfasser in die Lage, mit den denkbar reichsten Mitteln zu arbeiten, was sowohl im Texte als tn dem vortrefflichen Jllustrationsmateriale zum Ausdruck kommt. V Verkehr, CanO* rrnd Volkswirthschaft. Limburg, 17. Januar. Fruchtmarkt. Rother Wetzen JL 12.15, weißer Weizen 00.00, Korn 10.05, Gerste JL 8.50, Hafer 7.25. Frankfurter Stadttheater. Der Andrang zu der ersten Vorstellung der berühmten italienischen Schauspielerin Eleonore Düse, mit ihrer italienischen Gesellschaft im Frankfurter Schauspielhause, ist ein so großer, daß sämmtliche Sitze für die erste Vorstellung schon einen Tag vorher vergriffen waren. Es empfiehlt sich daher, für die auswärtigen Besucher, welche einer der noch stattfindenden Gastvorstellungen der italienischen Künstlerin beiwohnen wollen (Freitag den 19. „Heimath", Samstag den 20. „Fedora" und Montag den 22. Abschieds - Vorstellung „Cavalleria. TUBticana“ und „Locandiera)" so frühzeitig als möglich ihre Bestellungen an die Kasse des Schauspielhauses zu richten, wo alle Anmeldungen und Anfragen, pünktlichst erledigt werden. «ottteHienR btt israelitischen Keligionsgesellschaft. Freitag Abend 43° Uhr, Samstag Vormittag 8“ Uhr, Samstag Nachmittag 3°° Uhr, Samstag Abend 5<° Uhr. f L W] direkt auS der Fabrik also auS erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, V Jl I lll IIII IIIII io jedem Maaß zu beziehen. Man verlange v ff ▼ Muster mit Angabe deü Gewünschten. Wobiliarversteigerung. Dienstag den 23. und wenn nöthig Mittwoch den 24. d. M. versteigere ich Ederstraße Nr. 7 dahier folgende Mobiliar-Gegenstände: Tische, Stühle, Betten, Com- moden, Sopha, Schul- und Lehrbücher , Büchergestell, Spiegel, Bilder, Taschen- und Wanduhr, Weißzeug, Küchengeräthe in Porzellan und Zinn, Waschbütten und sonstiges Haus- und Küchengeräthe. 540] I. A.: Schneider, Taxator. Aeilgeöotenes. Heute: Schellfische. 561 Emil Orbig. 549] Guter Prio - Mtttagg- und «hendtisch. Adr. d. d. Eexped. d. Bl- Holzversteigerung im Villingener Gemeiudewald. Montag den 22. d. Mts. werden in den Districten Borgelberg und Langenberg, in ersterem anfangend, versteigert: 1. 96 StückEichenstämme von 40 bis 73 cm Durchmesser und 5 bis 8 m Länge, mit 61,80 cbin, zu Werk- und Schnittholz für Schreiner und Glaser geeignet. 2. 60 Stück Eichenabschnitte mit 15,09 cbm. 3. 3 Stück Hainbuchenstämme mit 0,88 cbm. 4. 25 Stück Eichenderbstangen mit 1,18 cbm. Dienstag den 23. d. Mts. werden in dem Distrikt Rothe versteigert : 1.351 Stück Fichtenstämme mit 134,09 cbm. 2. 144 Stück Fichtenderbstangen mit 15,56 cbm. Der Anfang ist jedesmal Vormittags 10 Uhr. Die Zusammenkunft im Ort. Villingen, den 17.Januar 1894. Großherz. Bürgermeisterei Villingen. 553 Koch. Holzverfteigerung in der Ireiherriichen Obersörsterei Rabenau. Es werden versteigert, Donnerstag, den 25. Januar Vormittags 9 Uhr in der Kliebe'schen Wirthschaft zu Londorf aus den Districten Noll 2 a, Noll 3 und Lemberg. Stämme: 7 Fichten von 25—28 cm m. D. bis zu 19 m lang ----- 6,23 fm. Scheiter Nm: Buche 74 I. Klaffe. 8 II. Kl. Nadelholz 30 II. Kl. Knüppel Rm: Buche 276 I. Kl., 36 II. Kl. Nadelholz 164 I. Kl. 72 II. Kl. Reisig Rm: Buche 173, Nadelholz 748. Stöcke Rm: Buche 40 I. Kl. 2 II. Kl. Nadelholz 10 I. Kl., 2 II. Kl. Nähere Auskunft ertheilt Forstwart Leyerer zu Odenhausen. Papiermühle, den 17. Januar 1894. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schlotterer. 546 Der Oberförster: Frhr- Spiegel. 572 Prima Hammelfleisch lyrA, SdlcUflfdlt Keule bis zu 18 Pfd. schwer, empfiehl UJV Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 16. Januar ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Dienstag den 23. d. M- ab auf Freiherr!. Rentei zu Londorf in Empfang genommen werden. Ueberweisung und erster Fahrtag: Mittwoch den 24. Januar. Holmverkauf in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. L. Dienstag de« 3». d. Mt»., Bonn. 9 Uhr, im Kahlert'schen ©oft« 'U§ zu Krofdorf aus dem Schutzbez. «rofdorfr Distrikt 18a (Urenzschlüge). Eiche 8 rm Reiser, Buche 80 rm Scheit, 3 rm Knüppel, 165 rm. Reiser. Distr. 23a. o. (vnchwaid) Eiche 43 Nutz- Hlz-Stangen, 3 rm Scheit, 2 rm Knüppel, 104 rm Reiser Buche« 65 rm Schert, 74 rm Knüppel, 3 rm Stockholz, 1004 rm. Reifer. Distr. 1 Freiherrliche Oberförsterei Rabenau, eingetroffen bei [432] Je Schulhof. 545] Schlotterer. Dienstag den 23. I. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Rödgen nachbenannte Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Accord gegeben werden und zwar: veranschlagt zu Erdarbeiten 196 je. 95 Basaltsteinlieferung 327 „ 50 „ Kieslieferung 45 „ — „ Chaussirungsarbeiten 46 „ 95 „ Bewahren von Cement- röhren 8 „ 10 „ Maurerarbeiten 62 ,, 78 „ Steinhauerarbeiten 68 „ 58 „ Gießen, den 17. Januar 1894. Der Bez. - Bauaufseher. 551 Senßf elder. Brennholz- Versteigerung in ttnUttdungk» h. Statt Hungen. Zur Versteigerung kommen: Donnerstag den 25. Januar l. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, ^im Distritt Buchwald: 386,8 rm Buchen- u.Eichen-Scheiter, 86,4 „ „ „ „ -Knüppel, 321 „ „ „ „ -Reisig, 114,8 „ „ „ „ -Stöcke. Zusammenkunft und Anfang an der Chaussee von Hungen nach Villingen. Hungen, den 16. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Hungen. Butftron. 542 571] Samstag den 20. Januar 1894 Nachm. 2 Uhr tn der Bramm'fchen Hofraithe iu Gießen werden gegen Baar- zahlung öffenllich versteigert: 1 Sovha, 1 Kleiderschrank, 1 Sessel und 2 Koffer. »ersteige*««- bestimmt. Engel, Gerichtsvollzieher. 585] Fast neuer Dame«« Masken- anrng zu oerk. Ederstr. 6, Nebenhaus. Versteigerung von Bauarbeiten. Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, will der Unterzeichnete in der Heß'schen Wirthschaft dahier folgende Arbeiten zwecks Erbauung einer Scheuer ver- accordiren: 1) Mauerarbeit taxirt zu 950 2) Dachdeckerarbeit „ 3) Zimmerarbeit „ 4) Schreinerarbeit „ 5) Schmiedearbeit „ 6) Glaserarbeit „ 7) Anstreicherarbeit „ 8) Pflasterarbeit ,. 9) Cementarbeit „ 10) Anfuhr von Mauersteinen „ „ 180 „ „ 350 „ , 270 „ „ no „ „ 10 n w 80 ,, // 50 " /, 40 „ „ 370 „ Münster, am 17. Jannar 1894. 552 Georg Heft. In Giessen erhältlich bei Emil Fischbach, Otto Schaaf, Gustav Walter, Mäusburg 13, Statt besonderer Anzeige Der Borstand. Ottilie Becker tief- die Slädtt'L die Exped. d. Bl 548 Giessener Concertverein Sonntag, den 21. Januar 1894, £ W [559 Heuchelheim, den 18. Januar 1894. Die Beerdigung findet Samstag Nachmittag 2 Uhr statt. Programm. v. C. M.v Weber. PIANINOS Der Vorstand des Kriegervereins 568 7) Suite [441 tem Preise zu haben. Hrtitn «. HarUeben» Verlag in Wien. 5o/o dltal. Rente 113.50 554 Neichlbauk-DtLcoat 4 p(6L — Frankfurter Bank-Di-conr 4 per Drei Pferde 4.16 Nuss. Imperiales 4.19 539 Asterweg 25. 1 in G-dur b) Polonaise in As-dur L’Arlesienne, 95.90 73.20 20.76 34.30 91.00 370.25 202.00 149.00 103.10 108.50 72.80 J. Brahms. H. Vieuxtemps. Jeno Hubay. 171.70 129.50 130.70 113.20 102 87 288.62 72.10 Albert Mater«, Kinzenbacher Müble- S. Pascoe, Liebigstraße 26. 9 55 20.28 16.63 Wir habru Wern ytttutn Wie folgt: 100.2 84.95 verkauft 555] vom 569 5) a) Air varie6 bj Zephir 6) a) Nocturne Geldsorten. Brief Geld 16.16 16.12 Ducaten 16.15 16.11 Engl. Sovereign« 145.4 | ©er. K8nig«-Laurah.°Sl:. Le-denz . besser- für grosses Orchester n Georges Bizet. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu für Violine und ’’ Pianof. ” Dermischte Anzeigen. 521] Freundl. möbl. Zimmer, ev. mit Pension von einem Herrn auf sofort gesucht. Neuen Baue, Ludwigstraße, Gartenstraße oder angrenzende Straßen bevorzugt. Offerten unter K L an die Exped. d- Bl Mk. 2.50 (Sperrsitz ülk. 3.50), sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challie'r (Rudolphs Nachf.), für Studirende auch bei Hm. Hausverwalter Storck zu ermässig- Er schmeckt dellcat und bekommt vorzüglich. ------ Man kennt für gleichen Preis keinen besseren. ----- Beim Einkäufe verlangt stets diesen. zu wollen. NB. Nur Mitwirkende haben Zutritt. Lomb. E.-B.-Act. Buschtherader E^B.-Act. Elbthal-Bahn-Aet. GoUhard-Bahn-Act.! Schweizer Nordost^B^Alct. Mainzer E.-B-Act. Marienburger E^B.-Act- Hungen. Derjenige, welcher an den unterzeichneten Vertrauensmann wegen Josef Schiffmann geschrieben, aber keine nähere Adresse angegeben hat, wird gebeten, sich auf dem unten bezeichneten Bureau baldigst einzufinden. Verschwiegenheit zugesichert. Reisekosten werden vergütet. Gesucht Mk. 7000 gegen Sicherheit Off. unter W Z att Der Anil 1874 wird dun Der Bürg« Stadtverordnete: Die Zahl i doch kann durch in gleicher Weis geordnete mit $ Einem ode eines Zweiten t werden. Die Seigtoi in Ach'nderMgH Amtes zu vertret We obre Tesch besorgen. Die Vertrete Beigeordneten du anderweite Bestimm besoldeten Beigeor Hohe des Diensto Höhe des Lebensal Heute Nacht V24 Uhr entschlief sanft nach 6-tägigem Krankenlager unsere gute Tochter, Schwester, Schwägerin und 1 ante im Saale des Qesellsohaftsvereins unter Leitung des Grossh. Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und Mitwirkung des Fräulein Mina Rode aus Frankfurt (Violine), der Miss Mabel Seyton aus London (Pianoforte), sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. Clavierbegleitung Herr Gustav Trautmann aus Frankfurt a. M. SchhchttrirG 1 Uhr 15 Min. 84.95 4<>/o Ung. Gold-Rente Die Beerdigung findet Samstag den 20. ds., Nachmittags j/2^ Uhr, Sterbehause, Westanlage 22, aus statt. nach langem schweren Leiden heute Morgen 2 Uhr sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen |nna|m( »•* folfltnbtn Die Beerdigung findet Freitag den 19. Januar, Nachmittags 3 Uhr statt. „ L. Spohr. IkWctbRi N. Scheyba. — Druck und Verlag der Brühl'lchen Druckerei (Fr. Ehr. Piltsch) ta Gießen. Are ymtige Kummer umfaßt 6 Seite« Brief 9.60 fl. 20.32 16.65 Gießener Ruder-Gesellschaft u‘ Die verehrlichen Damen und Herren, welche bei den Aufführungen zum Stiftungsfeste Mitwirken, werden hiermit freundlichst ersucht, zur probeweisen Durchführung des Programms sich am Freitag den 19. d. M., Abends 8 Uhr, in Steins Saalbau einftnden Nachhittfeunterricht in allen Fächern (außer Griechisch) er- theilt stad. math. Offerten 8ub Nr. 10411 an die Exped. d. BL [10411 mit schöner Handschrift per sofort gesucht, per 15. April, event. ^üher. zu oermiethen. Schrift!. Offerten bef. dre Exped. d. Bl 543]Seltersweg 43. I« Allert bt8 Grobher des Innern nnd Gesetzentwnrl herzogttzuw - Mnden des @ri Zweiten Kammer Leschlußsassung n B ** nit ®i4”UI “ gning« Mermiethungen. 563] Ein neuhergerichtetes Familien- Logis zu oermiethen- Sonnenstr 9- 564] Ein Logis zu oermiethen bei Schreiner Hetz, Kaplansgasse 25. „ W. A. Mozart. von Mark 350 an. 20 Franken-St. 20 do. in /o Portugiesen 100.50 40/0 Griech. 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Verwandten und Bekannten hierdurch Idie schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder und Schwager Karl Löber Deutsche nnd amerik. Harmoniums von Mark 90.— an. Grösstes Lager aller berühmten Fabrikate, wie Bechstein, Blüthner, Biese, Steinweg, Kaps, Schiedmayer, Schwechten, Rud. Ibach Sohn, Berdux, Lipp, Kuhse, Estey etc. etc. Verkaufschon zu monatlichen Raten von Mk. 10.—, gegen Baar mit höchstem Rabatt, langjährige Garantie, freie Lieferung überallhin, Umtausch alter Klaviere. — Gespielte, gut reparlrte Pianos und Flügel zu Mk. 60—600.— Pianos zu vermiethen auf einzelne Tage, zu Hochzeiten, Concerten, Tanz-Unterhaltungen, zu Mark 6, 7, 8—12 (einschliesslich der Transportkosten). [35 Stimmung und Reparatur von Pianos billigst in bester Ausführung. Wilh. Rudolph, fls, Giessen, "KT WH