Nr. 244 Zweites Blatt. Donnerstag den 18. October 1894 Der -ießener JUqeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«. Die Eichener A»«mtrte«Stälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlrgt. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Vierteljähriger Abonnemcnlspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, Lxpedittoa und Druckerei: Schukfirahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de« I (txYrtViilRinfnAP* fttftt6^44^1* Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Ausländer nehmen folgendm Tag erscheinenden Nummer bir Borm. 10 Uhr. | ^<-UU5VVU.U4jC. ^UlHlUtnPlUnCr. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichem Theil. Gießen, am 16. October 1894. Betr.: Den Wiesengang. Das Sk-ßherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach Art. 7 der Wiesenpoiizeiorduung ist in diesem Monat der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deshalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und uns die über den Wtesengang aufzuuehmenden Protocolle bis längstens 20. November l. I. vorzulegen. In diesen Protocollen haben die Wiesenvorstände, waS Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche sie bei dem letzten Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht- 2) welche Anordnungen von den Wtesenvorständen zur Beseitigung der bet dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von ihnen getroffen worden sind »der vorgeschlagen werden- hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos 2C., auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, deS ErdauSwurfs aus den Be- und Entwässerungsgräben, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Ent- wäfferungSgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren- 3) VerbefferungSvorfchläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung die Bildung von Waffergenossenschaften nach dem Gesetze vom 30. Juli 1887 über die Bäche und nicht ständig fließenden Gewäffer (Regierungs-Blatt S. 159) erforderlich ist. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wtesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorftand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen auf Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des i Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls find J die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Protocollen einstweilen zu erwähnen. Das Protocoll über den Rundgang ist von allen Theil- nehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesen- Vorstandes verhindert, am Rundgange Thetl zu nehmen, so ist dieses am Schluffe des ProtocollS zu bemerken. Sollte der Wiesenvorftand, der außer dem Großherzog- ltchen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderaths in besonderer Verhandlung vorlegen. v. Gagern. Bekanntmachung. betreffend die deutsche Vieh-Versicherungsanstalt in Mainz. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß Großh. Ministerium des Innern und der Justiz die der deutschen Viehversicherungsanstalt in Mainz ertheilte Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum Hessen wieder zurückgenommen hat. Gießen, den 15. October 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Schafräude zu Stangenrod. Die Schafräude in der Bönig'schen Heerde in Stangenrod ist erloschen und sind die verhängten Sperrmaßregeln hiermit wieder aufgehoben. Gießen, den 16. October 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Betreffend: Den Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg pro 1894. Der diesjährige Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg soll Mittwoch den 24. 1. Mts. zu Friedberg abgehalten werden. Alle Fasel, welche an der Prämiirung theilnehmen sollen, müssen längstens Vormittags 9 Uhr auf dem Platze sein. Die Anmeldung muß mit Zugrundelegung unten abgedruckten Anmeldeformulars bis zum 22. l. Mts. beim Secretariat des landw. Bezirksvereins vollzogen werden. In den abgesperrten Ring dürfen nur diejenigen Fasel gebracht werden, welche zur Prämiirung angemeldet sind. Nicht genügend gefeffelte Thiere werden zurückgewiesen. Nach einem Beschluß des landwirthschaftlichen Provinzial- Vereins und Mittheilung des Präsidiums sollen nur Simmen- thaler Reinzuchten prämiirt werden - Kreuzungs-Produkte mit anderen Raffen find daher ausgeschlossen. Von Ausstellern selbst gezüchtete Thiere werden höher prämiirt als angekaufte. Angekaufte Thiere müssen mindestens !/a Jahr im Besitze des Ausstellers sein. Viehändler als solche find von der Bewerbung um Preise ausgeschloffen. Zur Bewerbung um die Vereinspreise sind nur die Bezirksangehörigen zuzulassen- sonstige Beiträge z. B. die Prämienzuschüffe der Stadt Friedberg können zur Prämiirung von Vieh aus anderen Kreisen oder nicht selbst gezogenem Vieh verwendet werden. Thiere, welche bei einer Preisvertheilung im laufenden Jahre Prä- miirt worden sind, können diesmal nicht concurriren. Ferner kann in derselben Kategorie für mehrere Thiere ein und desselben Besitzers nur ein Geldpreis gegeben werden. Jeder Aussteller hat die Ausstellungszeit bei Meidung des Verlustes der im zuerkannten Prämie einzuhalten. Unrichtige Angaben des Ausstellers in Bezug auf die programmmäßigen Anforderungen an die concurrirenden Thiere haben zur Folge, daß etwa zuerkannte Prämien wieder zurückbezahlt werden müssen. Auch ist in solchem Falle der Aussteller künftighin von der Zulassung zur Prämiirung ausgeschloffen. Die zum Abschluß gebrachten Verkäufe wolle man dem anwesenden Protokollführer zur Kenntniß bringen. Zu recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Friedberg, den 12. October 1894. Der Director des landwirthschaftl. Bezirksvereins Friedberg. Dr. Braden. Nr. der Anmeldung: . . . Anmeldeschein für die Ausstellung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins „Friedberg" zu Friedberg am 24. October 1894. Gattung deS ThiereS ......... Raffe (Reinzucht oder Kreuzung):...... Alter: .... Geschlecht:...... Selbst gezogen: . Gekauft (seit wann im Besitz) . Bereits prämiirt (wo und wann): ..... .....den .... . 1894. (Name des Ausstellers.) Für jedes Thier ist ein besonderer Anmeldefchein auszufüllen. Die Angaben gelten als auf Ehrenwort gemacht. Wer nachweislich unrichtige Angaben macht, wird zu späteren Ausstellungen nicht mehr zugelaffen. Frankfurter 8193 Möbelmagazin 87 Seltersweg 87 empfiehlt sein reichhalttges Lager in Kaste«- und Polstermöbel«. Billigste Berechnung. A. Ossmann, Tapezier- Oscar Hopfners Institut 38. Ostanlage 38. empfiehlt zur grfl. Benutzung eine geaichte Personenwaage 7305] «eneste« Systems. Wollene und wasserdichte Pferdedecken, wasserdichte Wagendeckeu billigst bei 6536 Louis Wittich II., Sattler, ___________»-«stabt 6.___________ Backsteine, Feldbrand I». Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe «Ad gnte Abfahrt, auch können dieselben en die Baustelle geliefert werden- 6226 Ändr. Euler. Strickwolle, prima Qualität, sowie Rockwolle, empfehlen billigst Geschw. Heerz, 8347_____Neuenweg 7. Direct von Hochseefischerei bez. Schellfische rc. von heute ab bis Samstag f. tägl. 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Das Schulgeld beträgt 1 Mark für den Monat. Dafür nehmen die Schülerinnen unentgeltlich an den Mahlzeiten Theil. Bei genügender Betheiligung kann der Unterricht auch auf andere Fächer des Haushalts (Nähen, Bügeln u. s. w.) ausgedehnt werden. Anmeldungen werden bis spätestens Donnerstag, den 18. October, im Schwesternhaus, Lonystraße 2, entgegengenommen. Ebendaselbst sind etwaige Gesuche um Freistellen anzubringen. Faul Polster, Capellmeister, Bahnhofstrasse 31 II. Anerkannt wohlschmeckendster und im Gebrauche billigster Kaffee. P. H. Inhoffen. Bonn Hoflieferant Ihrer Majestät der Kaiserin u. Königin Friedrich. Erste und grösste Dampfkaffeebrennerei in Bonn. Preise: 85, 90, 95 und 1OO Pfg. per i/2 Pfd.-Packet. M. Fromme Bahnhofstraße 61, part. J. Häuser, Ludwiqstr. Joh. Hainbach Wwe., Marburgerstr. Rh. Herrmann, Selter?weg. H. E. Jughardt, Markt. L. Kalkhof, SrlterSthor. Gg. Kinkel, Kreuzvlatz. Alb. Köchlln, Bergstraße Joh. Wllh Kurz, Neustadt- F. Lony Nacht, Dammstr. Ludw. 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Der Vorstand» Achtfach prämiirt! 8k SCH UTZ- $ Zu möglichst zahlreichem Erscheinen ladet die Mitglieder ergebenst ein__________________________Der Vorstand. Atelier f. Wortraitsmalerei. — Auch Unterricht daselbst. — Keine Aabrikarbeit. — Abends Montag Dienstag Mittwoch Aounerstag Areitag Samstag 8—9 Dopp. Buchfg. Franzos. II. Correspond. II. Eins. Buchfg. I. Rechnen II. Englisch I. Rechnen I. Dopp. Buchfg. Franzos. II. Correspond. II. Eins. Buchfg. I. Englisch II. Correspond. I. 9—10 Eins. Buchfg. II. Franzos. I. Wechsellehre I. Englisch II. Correspond. I. Eins. Buchfg. II. Franzos. I. Wechsellehre II. Englisch II.