ev ® K in ieT' MUöatf«; n Hlch JtilNti, v'Auchhandlunq, L sl87S fein »chllrreis. Äg , in bin oberen Mgrsehe. sowie •Partei. m siattsipdm. - schänd. Mehr. S'/.HIjt: ilung iandeS. ; Borstand. Ä? 4 W- rmama." »rstand. ler. TM 1894: ölee-Truppe, unter :n Matthias aus nrterEpecia5.äte/r- amm. tzntrtt Pitz« _ Ätt Mann mit Br» Jdw. DUnft, btt am indntm6olonlti®-6 nbdunbmitbtr Führ, such! bisdab.-mbcr-o. E. 150 an die Slo-b. n iu«ri5’y.ä •SÄ«» ä. erbittet man unter rrprd^Ll.___ gesM i894. tn« -SM &'4tL <64* 111*0 96.80 18.40 ■2« .60 3420 SS.t» 369.60 2LÜ.1& 154-40 U14 113J0 734 •Htf* 3 p6L 4 Nr. 4t Zweites Blatt. Sonntag den 18. Februar ---1----------------------- 1894 Drr fUfttatr A»zei-er «scheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Wsmikte»! lstler »erden dem Anzeiger »tzchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kmerat-Wnzeiger. Vlerteljähnger KßanaemeitapreiL» 2 Mark SO Psg. ■* Vriogerlohv. Durch die Poft bezöge» i Mark 50 Ps^ «tiartwn, rxpedittzE und Druckerei: Achutstrstze Kr.R. Fernsprecher 6L Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» solgmdrn Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienbtätter ÄTU Lnnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege». Amtliche»' Theil. Bekanntmachung, das Grfatzgefchäft pro 1894 betreffend. Die Musterung und LooSziehung der Militärpflichtigen oes Kreises Gießen für das Jabr 1894 findet an den nachbenannten Tagen statt und zwar: I. Zu Lich im Rathhaussaalc. Montag den 5. März, Vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich und Großen-Linden; Dienstag den 6. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Grüningen, Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns und Langsdorf; Mittwoch den 7. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Muschenheim, Münster, dlieder-Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen, Ober- Besfingen, Ober-Hörgern und Rabertshausen; Donnerstag den 8. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rodheim, Röthges, Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit Steinberg. Freitag den 9. März, Vormittags von 9 Uhr an: Loosziehung II. Zu Gießen in dem Tchulhause in der Schulstraßc. Samstag den 10. März, Vormittags von 8 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, Großen-Buseck und Klein-Linden; Montag den 12. März, Vormittag von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1892 und 1893); Dienstag den 13. März, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1894) der Stadt Gießen und derjenigen der Gemeinden Hattenrod und Heuchelheim- Mittwoch den 14. März, Vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck; Donnerstag den 15. März, Vormittags von 8 Uhr an: Loosziehung. III. Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen. Freitag den 16. März, Vormittags von 8l/2 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter und Lindenstruth; Samstag den 17. März, Vormittags von 8V2 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Montag den 19. März, Vormittags von 8V2 Uhr an: Loosziehung. Besondere Bestimmungen. 1) Zur Musterung haben sich, bei Meidung der gesetzlichen Strafen, zu stellen: Diejenigen, dem Großherzogthum Heffen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen, welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil — ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz — haben und ftch nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Heffen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhalten; b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehrburschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universttät Gießen oder das Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; e) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslande geboren sind, und weder im Großherzogthum Hessen, noch in einem andern deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalten; und im Jahre 1874 geboren find; ferner Sämmtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1892 bezw. 1893 zur ückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberufen worden sind. Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst ertheilt worden ist. 2) Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten- oder drittenmale erscheinen, haben ihre Loosungsscheine mitzubringen. 3) Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter Zurückstellung in Anspruch genommen wird, so ist für Vorlage der zur Beurkundung der behaupteten Thatsachen erforderlichen Nachweise und Zeugnisse vor dem zur Musterung anberaumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigkeit eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat der betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz-Commission ein* ! zufinden. Noch nicht eingereichte ZurücksiellungSausprüche sind bei der Großherzoglichen Bürgermeisterei vorzubringen und die Verhandlungen baldigst — unter allen Umständen vor Beginn de- Grsatzgeschäftes — an die Ecsatz-Commission einzusenden. Verspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. 4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. s. w., so ist dies durch amtlich ausgestellte oder beglaubigte Zeugnisse des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuweisen. Das Vorhandensein von Gpilepste ist durch die eidliche Erklärung von mindesten» drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5) An der Loosziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jedem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche be Feuilleton. Drr Jutzharddrunnrn im 19. Jshrhundrrl. Von Dr. O. Buchner. An einer andern Stelle*) habe ich erzählt, wie von 1736 an der sind, theol. Ju ghard sich durch viele Jahre hindurch bemühte, seine Vaterstadt Gießen mit einem berühmten heilkräftigen Gesundbrunnen ebenfalls berühmt zu machen und dadurch die anderweiten Heilbrunnen des benachbarten Taunus völlig in den Schatten zu stellen. Obgleich er sich 25 Jahre aufs eifrigste darum bemühte, so war doch alles vergebens. Gegen den Willen des Landgrafen und der sürstl. Regierung scheiterten alle Bemühungen an dem Widerstand der Väter der Stadt, die auch die kleinsten Ausgaben scheuten, obgleich in Aussicht stand, daß dieselben tausendfach durch den neuen Gesundbrunnen eingebracht werden könnten. Jughard starb in Armuth und Elend und sein Brunnen blieb ein offenes, wenn auch ausgemauertes Loch neben der Straße nach Butzbach weit außerhalb der Stadt- das muth- willig verunreinigte Wasser konnte nur zum Gießen und zum Benetzen der Strohseile benutzt werden. Als 1784 die jetzige Landstraße nach Butzbach gebaut, als dann im Beginn unseres Jahrhunderts die Festungswerke der Stadt geschleift wurden, war die Möglichkeit gegeben, an der Seite der Landstraße die Stadt zu erweitern und den Berg aufwärts zu vergrößern. In der Thal wurde 1818—19 die große Kaserne, jetzt die alte Klinik erbaut, einige wenige Privathäuser schloffen sich an, der Bau der katholischen Kirche wurde geplant und 1840 beendet, kurz eS entstand in den ersten 30 Jahren unseres Jahrhunderts der Anfang eines neuen Stadttheils auf dem Seltersberg, der wesentlich abstach gegen die alte Stadt mit ihren winkeligen Gassen tiib kleinen Häusern. Aber es fehlte ihm an Wasser, und doch war gerade 100 Jahre früher der Jughardbrunnen entdeckt und mit überschwänglichen Hoffnungen begrüßt worden. *) Buchner. Aus Gießens Vergangenheit. „Die neue Stadtanlage", wie noch in den 30 er Jahren der Stadtheil auf dem Seltersberg genannt wurde, war vorwiegend von Professoren und Spitzen der Gesellschaft bewohnt. Der Geh. Rath Dietz hatte sich ein Haus an der Ecke der Frankfurter und Universitätsstraße gebaut (jetzt Grünewald), gegenüber an der anderen Ecke wohnte der Prof. Balser. Am dritten Eck, das als vorspringender Flügel zum alten Kasernenbau gehörte und mit seiner Säulenhalle gar stattlich auSsah, wohnte der Prof, und Universitäts- Bibliothekar Adrian- im entsprechenden rechten Seitenflügel hatte Justus Liebig seine Wohnung und das berühmte chemische Laboratorium. Zwischen den einzelnen wenigen Gebäuden waren weite, baumreiche Gärten und Felder. Weiter aufwärts standen nur weit auseinander vereinzelte Gebäude. Am 10. Februar 1835 erließ der Geh. Rath Dietz mit 16 Mitbetheiligten eine Eingabe an den Stadtvorstand mit der Bitte, „die neue Stadtanloge" mit einem Brunnen zu versehen. Der Vorschlag ging dahin, das Wasser des Jughardbrunnens bergab an einen geeigneten Ort ober in die Stadt zu leiten, um diese mit fließendem Wasser zu versehen. Gegen Erwarten rasch, schon acht Tage darauf, ging der Stadtvorstand auf den Plan ein. In der Thal war auch die Wassernoth groß. Als bei Liebig ein Brand ausbrach, mußte das Wasser, das zum Löschen gebraucht wurde, „von denen in der Nachbarschaft wohnenden Gendarmen aus dem Kasernenbrunnen heraufgepumpt und in Waschschüsseln herbei- getragen werden, sodaß die Erstickung dieses Brandes in seinem Entstehen nur als wahres Wunder betrachtet werden kann." Schon im März machte Hoskammerrath Hofmann, der Vater des nachmals so berühmt gewordenen kürzlich verstorbenen Chemikers A. W. v. Hofmann einen Voranschlag, wonach die Kosten der Leitung 530 fl. betragen könnten, wenn keine besondere Schönheit bei dem Wasserbehälter verlangt werde. Doch stellte er als möglich in Aussicht, daß für einen Stollen vom Brunnen aus, um eine größere Wassermenge aufzuschließen, weitere 15 bis 150 fl. Kosten entstehen könnten. Dadurch ergebe sich aber wahrscheinlich die Möglichkeit, die Stadt bis zum Wallthor mit springendem Wasser versehen zu können. Nach seinen Untersuchungen u»d Messungen liefere der Jughardbrunnen jetzt schon in 17 Stund« von 5 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends 123/4 Ohm Wasser,- 28 Familien wohnen vor dem Thore, für diese aber reicht daö Wasser jetzt schon nicht aus, wie viel weniger später. Es kann also kein fließender Röhrenbrunnen angelegt werden^ dagegen ist der Fall vollkommen ausreichend. Immerhin konnte die Arbeit beginnen, wenn auch vorerst nur auf dem Papier. Da der Jughardbrunnen immer noch offen dastand und nach wie vor verunreinigt wurde, fe wurde nicht etwa ein Deckel auf den Brunnen, sondern eine Warnungstafel neben denselben beschlossen. Es wurde auch viel gemessen und geschrieben über die Menge Wasser, die der Brunnen liefern könne, sowie ob ein fließender Röhrenbrunnen, ein Springbrunen ober sonst etwas aufzustellen sei und wo. Voranschläge über die entstehenden Kosten rourb« aufgestellt und alle Punkte wohl erwogen. Im Juni 1835 unterwarf Liebig das Wasser bei Jughardbrunnens einer chemischen Analyse. Er sand bartx „kleine Mengen von Kohlensäure, kohlensauren Kalk, Kochsalz, salzsauren Kalk und etwas Gyps." Man könne daraus entnehmen, baß eS zu ben vorzüglichsten und angenehmst« Trinkwassern zu rechnen ist. Obgleich schon ein Bergmann für bie Arbeit vorgesehen, auch der Vertrag wegen Lieferung der Thonröhren für die Leitung abgeschlossen war, so ging daS Unternehmen doch nicht vorwärts. So wurden denn im Juli 1835 von den Betheiligten abermals neue Hebel angesetzt, um die Arbeit in Gang zu bringen, aber sie konnten trotz aller Bemühung« nicht so kurzerhand die neu entstandenen Zweifel heben, sb der Brunnen Wasser genug liefere, ob auch wirklich Fall genug vorhanden sei, anderer Schwierigkeiten gar nicht zu gedenken, die viel Tinte und Papier kosteten. Endlich am 20. August 1835 wurde mit dem Bergmann Lo renz Kirchdörfer von Schwäbischhall ein Vertrag abgeschlossen und diesem die Arbeit bei dem zu tret* dem Aufrufe nicht anwesend find, zieht ein Mitglied der Er- fatz-Commission das Loos. 6) Die Großherzoglicherr Bürgermeistereiea haben fSwmtitche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellung-pflichtigen Militärpflichtige auf Grund der ihnen bereit- rugeganaenen Stammrollen zu der Musterung vorzuloden. Bemerkt wird hierbei, daß Militärpflichtige, welche fich au-wäriS aufbalten, zur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur an ihrem Aufenthaltsort gestellungspflichtig stnd. Die Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten • haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinde im Musterungstermin rechtzeitig anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren J/a Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Musterungsgeschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Grobherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des MUitärdienstes unwürdig ist, und sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Im Anschluß an das Ersatz'Geschäft findet Donnerstag den 8. März im Rathhaus zu Lich, Mittwoch den 14. März in dem Schulhause in der Schul st raße zu Gießen, Samstag den 17. März im Gasthau s zum Rappen zu Grünberg, die Clafstfieirung der Maunfchaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebot- und der Grfatz-Referve rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehr- uüinner ersten und zweiten Aufgebots, sowie die Ersatz- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 16. Februar 1894. Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Melior. Locales und provinzielles. Gieße», den 17. Februar 1894. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 15. Januar wurde der Rechtsanwalt Ferdinand Eberwein, nach erfolgter Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bet dem Amtsgericht Nidda, zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Vilbel, — am 24. Januar wurde der Rechtsanwalt Georg Friedrich Scriba in Groß-Umstadt, nach erfolgter Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Groß-Umstadt, zur Rechtsanwaltschaft bei der Kammer für Handelssachen des Landgerichts der Provinz Starkenburg mit dem Sitz in Offenbach, — an demselben Tage wurde der Gerichtsassessor Ernst Ludwig Rosenberg in Gießen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Alsfeld zugelassen. benden Stollen übergeben. Dafür wurde ein besonderer Betrag von 150 fl. verwilligt. Nun begann die Arbeit auch im Erdreich. Bon der Universilätsstraße aus, wurde ein Graben ausgeworfen, der dann in einen Stollen überging, vor der Gendarmeriekaserne (jetzt Geschäftshaus für die Werkstätten der Oberhessischen Bahnen) wurde ein Luftschacht angelegt, im Jahre darauf wurde der Jughardbrunnen selbst vertieft und zwei Seitenstollen von 12 und 27 Fuß Länge getrieben, durch welche eine größere Menge von Wasser aufgeschlossen wurde - 200 Ohm standen jetzt schon zur Verfügung und auf weiteres war beim Legen des Hauptstollens sicher zu rechnen, auch konnte bestimmt durch Vergrößerung der beiden Brunnenstollen auf eine noch größere Waffermenge gerechnet werden. DaS ganze Unternehmen war daher auf dem besten Wege in kurzer Zeit beendet zu werden. Aber wo blieb der Kostenvoranschlag Hofmanns. Schon jetzt im Mai 1836 waren die Kosten auf 1500 fl. gestiegen und abermals wurde dem Gemeinderath die Frage vorgelegt, ob der Brunnen wirklich ausgeführt werden solle oder nicht. Es wurde beschlossen, die Stadtkasse sei für daö laufende Jahr 1836 durch die Ausgrabung der Wteseck, die Anlage der Grünberger Straße und andere Ausgaben derart in Anspruch genommen, daß es schwer werde, die Brunnenanlage aus dem Seltersberg auszusühren, wenn die Interessenten selbsten das Unternehmen nicht durch einigen Beitrag unterstützen würden. Auf Mittheilung dieses Beschlusses hin wurde unter den Detheiligtcn sofort eine Liste in Umlauf gesetzt, um freiwillige Beiträge für den Brunnen zu zeichnen. Geh. Rath Dietz stand mit 22 Gulden obenan, dann folgte Prof. Balser mit 20 Gulden. Der Dritte, dem die Liste zugestellt wurde, war Liebig. Dieser aber entwickelte in ausführlichem Schreiben, daß wenn auf dem seitherigen Wege des Sammelns fortgefahren werde, von den cc. 10 Familien, die herangezogen werden könnten, etwa 120 fl. zusammengebracht werden würden, denen ein Voranschlag von 1500 fl. gegen» überstehe. Wenn aber von einer solchen Bagatelle die Ausführung des Brunnens abhängig gemacht werden solle, so * * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Zwei Lehrerstellen an der Vorschule zu Worms, von denen die eine mit einem evangelischen, die andere mit einem katholischen Lehrer zu besetzen ist, mit eine» nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von je 1200—2500 Mk. Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Marienborn, Kr. Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geiß Nidda, Kr. Büdingen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Ober-Flörsheim, Kr. Worms, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Orgamstendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Allertshofen Hoxhohl, Kr. Dieburg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Herbstein, Kr. Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Egelsbach, Kr. Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 1000 Mk. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- metndeschule zu Abenheim, Kreis Worms, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reichelsheim i. W., Kr. Friedberg, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist die Hälfte des Organistendienstes verbunden. * * Neben dem außerordentlichen Anwachsen der Ausgaben für das Gesängnißwesen nehmen im Großherzogthum Hessen auch fortwährend die Kosten des Staates, der Kreise und der Gemeinden für die Unterbringung und Verpflegung der Geisteskranken sehr zu. Dabei sind thatsächlich die dafür bestimmten Anstalten und Räume im Großherzogthum noch nicht groß genug. Die vorhandenen Geisteskranken können darin leider noch nicht sämmtlich untergebracht werden. Das neue hessische Staatsbudget für 1894/97 führt, wie der „Worms. Ztg." mitgethetlt wird, in diesem Betreff auf: 1) Landeshospital Hofheim mit 660 Pfleglingen und einem jährlichen Kostenaufwand von 392186 Mk., denen an Einnahmen aus Pflegegeldern und Erträgnissen des Anstaltvermögens 247 468 Mk. gegenüberstehen, so daß immer noch ein jährlicher Staatszuschuß von 144700 Mark erforderlich bleibt. 2) Landes-Irrenanstalt Heppenheim mit 465 Pfleglingen und einer jährlichen Ausgabe von 343540 Mk., der für Pflegegelder eine Einnahme von 189 400 Mark gegenübersteht, so daß der jährliche Staatszuschuß sich zunächst berechnet auf 154140 Mk. Dazu kommt: 3) die Anstalt für Blödsinnige, Alicestift in Darmstadt, mit 160 Pfleglingen und einer Jahresausgabe von 73 630 Mark. Hierzu tritt in Kürze 4) die neu psychiatrische Klinik in Gießen mit etwa 100 Geisteskranken und bedeutenden Ausgaben. Ohne die nach Millionen von Mark sich berechnenden Bau- und Anschaffungskosten der genannten Anstalten mit den jährlichen Zins- und Unterhaltungskosten (für Gebäude usw.) dabei in Betracht zu ziehen, sei nur erwähnt, daß allein in dem genannten neuen Staatsbudget zu Bauzwecken gefordert sind: 1) für die Anstalt für Blödsinnige 45 210 Mark und 2) für das Landeshospital Hofheim 1 025 000 Mk. zur Erweiterung und Aufnahme von insgesammt 800 Geisteskranken. Daneben wird allmälich an die Errichtung einer dritten Landesirrenanstalt, oder an die Anlage von weiteren Siechenhäusern gedacht werden müssen. Aus der Wetterau, 12. Februar. Das Comite für die Ausführung der Bahnlinie Frankfurt-Stockheim versendet an die Zeitungen ein Circular, in welchem es sich bitter halte er es für eine Stadt wie Gießen weder für würdig, noch für anständig, wenn sie diese Summe annehme. Um aber den Brunnen rasch ausführen zu können, erbiete er sich, der Stadt 1500 fl. zu 3«/0 vorzufchießen, oder durch Hülfe der Bewohner der Vorstadt unverzinslich zu beschaffen, wenn sie auf den ersten Vorschlag nicht eingehen könne. Ob der Gemeinderath auf einen der beiden Vorschläge Liebigs einging oder nicht, ist aus den vorhandenen Acten nicht zu erkennen; jedenfalls aber bewilligte er für die Bauzeit 1837 eine Summe von 652 Gulden- ein halbes Jahr später gab auch der Kreisrath Knorr seine Genehmigung. Da Kirchdörfer dazu noch sich beschwerte, er könne mit den vorgesehenen Kosten nicht auskommen, weil vielfach festes Gestein mit Pulver gesprengt werden müßte, so wurde zwischen ihm und der Stadt im October 1837 ein neuer Vertrag geschlossen, dagegen der neu ausgearbeitete und vorgelegte Bauplan des Bauaufsehers Straub verworfen. Zwar war viele gute Zeit verloren worden, aber die Arbeit konnte doch wieder beginnen. Da kam aber ein neues Hinderniß gerade von Seiten des Hauptbetheiligten, des Geh. Rath Dietz. Dieser beschwerte sich, daß durch den tiefen Graben vor feinem Haufe feine Gartenmauer gefährdet werde und verlangte, die Stadt solle ihm für das Unverletztbleiben seines Eigenthums Bürgschaft leiste». Dessen aber weigerte sich der Stadtvorstand aufs entschiedenste (September 1837). Lieber solle die ganze Brunnenanlage unterbleiben. Der Jughardbrunnen gebe Wasser genug für die Bewohner des Seltersbergs- da sie nun auf alle Weife die Arbeiten hinderten, so möchten sie ihr Wasser denn an diesem Brunnen holen, wo man allenfalls eine gewöhnliche Pumpe, um ein übriges zu thun, hineinfetzen wolle. Dietz scheint sich darauf beruhigt zu haben, und so konnte die eigentliche Stollenarbeit im November 1837 von zwei Seiten in Angriff genommen werden. Aber die Kosten! Schon sind über 1000 Gulden ausgegeben, auch der Voranschlag nicht unbeträchtlich überschritten. Für 1838 waren 1500 Gulden vorgesehen. (Schluß folgt.) beklagt, daß es mit dem Bau der Bahn, trotzdem eine- Rentabilität der Linie außer Zweifel steht, nicht vorwärts gehen will. „Die Zeitverhältnisse, so führt das Circular aus, die allenthalben den lebhaften Wunsch für Aufbesserung der Bedingungen des Erwerbslebens rege machen, sind dazu angethan, möglichst ungesäumt die Hand anzulegen an größere öffentliche Unternehmungen zur Vermehrung der Arbeitsgelegen» heilen und der Beschäftigung von Gewerbe und Industrie. Die auffällig große, übergroße Sparsamkeit der preußischen Finanzverwaltung betreffs der Entwickelung der Verkehrsanstalten und wirthschaftlich'productiven Neu-Anlagen kann kein Abhaltungsgrund sein, die Factoren der an dem Projecte zunächst betheiligten Bevölkerung zu ersuchen, immer und immer wieder bei der Regierung und zwar auf möglichst baldigen Beginn des Bahnbaues zu drängen. Die Hinhaltung der Angelegenheit erwächst zu einer schweren Schädigung der wirthschaftlichen Interessen unserer ganzen Gegend." Vermischtes. * Pariser Universität. In dem Jahresbericht der Pariser Universität für das Unterrichtsjahr 1892—93 fällt vor Allem der ungeheure Zulauf an Studirenden auf, die die Hauptstadt überfluthen und die Provinzanstalten veröden lassen. Im Jahre 1893 hat es Parts auf 11914 Studierende gebracht, was gegen das Jahr vorher einen Zuwachs von 1166 bedeutet. Der Lehrkörper der Universität beklagt dieses Zuströmen der studierenden Jugend als ein wahres Unglück. In der letzten Sitzung des Generalraths ließen zwei Decane ernste Nothruse vernehmen. Namentlich die Räume der Pharmaceutenschule und der practischen Anatomie sind vollständig unzureichend, die Masse der neuen Ankömmlinge aufzunehmen. Eine große Anzahl von Medicinern gelangt aus Mangel an Raum und Leichen gar nicht mehr zum Seciren. Wenn hier nicht Abhülfe geschafft wird, muß da§ Studium der Medicin in Paris an der Uebersüllung und in der Provinz an Schülermangel ernstlich Schaden leiden. Die Ziffer von 5000 Studirenden der Medicin für die Hauptstadt allein macht jede weitere Bemerkung über diesen Gegenstand überflüssig. Sehr bemerkenswerth neben der gewaltigen Hauptzahl der Hörer ist auch die Zunahme der Ausländer. Es waren im vorigen Jahre nicht weniger als 1358 Nichtfranzosen, 107 mehr als im Jahre vorher, immatricuürt. Das weibliche Geschlecht stellt dazu einen verhältnißmäßig sehr starken Procentsatz. Bei der juristischen Fucultät zählte man die wenigsten, zwei Französinnen und eine Ausländerin. Dagegen hörten 149 Ausländerinnen und nur 16 Französinnen medicinische Vorlesungen. Naturwissenschaften studierten 7 Französinnen und 9 Ausländerinnen. Nur in der philologischen Facultät hatten die Französinnen mit 141 die Ueberzahl gegen 23 Ausländerinnen. Die sechs Schülerinnen der Pharmaceutenschule waren sämmtlich Landesangehörige. Unter der Gesammtzahl von 343 Studentinnen stellte Frankreich 171 und das Ausland 172. Ueber- mäßig groß und für den Lehrkörper der Universität geradezu erdrückend war auch die Zahl der abgehaltenen Examina. Die juristische Facultät hüt 6427, die medicinische 6803, die Pharmaceutenschule 1887 aufzuweisen. Die philologische Facultät har 21 Kandidaten die Doctorrvürde ertheilr, die hierzulande, man kann sagen, ausschließlich von Candidaten für das academische Lehramt erworben wird. Für die sogen. Licenz, welche die Befähigung für das höhere Schulamt gewährt, wurden 398 Candidaten geprüft. Die Facultät der Naturwissenschaften hat 30 Candidaten zu». Docior promovirt und 309 Prüflingen Licenz für das höhere Lehramt gewährt. Außerdem aber haben diese beiden Facultäten über 10000 Candidaten für das Baccalaureat geprüft, das unferm Abiturienten-Examen entspricht. Neben den Ergebnissen über die Lehrtätigkeit und die Prüfungen meldet der Bericht noch von manchen andern Arbeiten des Lehrkörpers, von Neubauten, Neueinrichtungen und Vergrößerungen bei der Sorbonne, welche die beiden philosophischen und die theologische Facultät vereinigt, und bei der juristischen, sowie der medicinischen Facultät. Außerdem hat man sich mit allerlei theoretischen und practischen Fragen und Neuerungen beschäftigt und unter andern auch einen Plan der Vollendung entgegengeführt, wie, nach dem Vorbild der belgischen Universitäten, auf breiter Grundlage an der Universität ein gründlicher Unterricht in politischen und socialwissenschaftlichen Fächern zu ertheilen wäre. Es sind da noch allerlei Schwierigkeiten zu überwinden, aber man glaubt, den Plan zunächst theilweise doch zur Durchführung bringen zu können. * Das Heidelberger Faß. Aus der Kur Pfalz schreibt man der „Franks. Ztg.": Ein Pariser Corresponbent des „Jll. Wiener Extrablattes" behauptet, das Heidelberg er große Faß sei durch ein jüngst fertiggestelltes Faß in Paris, das 850 Hectoliter hält, bei Weitem übertroffen. Das ist ein großer Jrrthum, denn das Heidelberger Faß hat nach zuverlässigen Angaben einen ungefähr dreimal so großen Rauminhalt als jenes. Sein Riesenbauch ist im Stande, 283,000 Flaschen, gleich 236 Fuder ober 2360 Hectoliter, aufzunehmen. Für seine Herstellung wendete seiner Zeit Kurfürst Karl Theodor 80,000 Gulden auf. In gefülltem Zustande wiegt es ungefähr 266,000 Kg. Victor Scheffel singt von ihm: „Noch steh ich fest, wo alles fiel, Des Pfälzer Geists ein Funken Groß im Gedanken, flott im Stil Und gänzlich leer getrunken." — Bei Influenza - Epidemien erweisen sich vorzugsweise Alan» ächte Sodener Mineral-Pastille« als ein ausgezeichnetes Linderungsmittel. Aufgelöst in süßer Milch wird durch sie die Heftigkeit der catarrhalischen Affectiouen abgeschwächt, die Schleim- absonberung sehr begünstigt und dem Leidenden dadurch wohlthätige Erleichterung gewährt. Fay* ächte Sodener Mineral- Pastillen find in allen Apotheken, Drogerien- und Mineralwasser- Handlungen a 85 Pf. per Schachtel zu haben. (9195 1 lür mSE? Ntn, aFs et «TS ,fln» f*: ;£»'ä! 1®* >0 d-r begrub.» * auf, dir die Wstalten veröden H 914 Studierende Nadis von Wfltat brtlay :nb al8 ein wahrrö '^lraths ließen zwei imentlid) die Raume |d>cn Anatomie sind neuen Ankömmlinze Medicinern gelang r nicht mehr zum fft wird, muß das lleberstlllung und ach Schaden leiden. : Mediän für die meitung über diesen ^nswerth neben der ich die Zunahme der re nicht weniger als im Jahre vorher, )t stellt dazu einen Bei der juristischen ei Französinnen und Ausländerinnen und sungen. Naturwisien- d 9 Ausländerinnen, ten die Französinnen nderinnen. Die sechs iren sämmtlich Landes- an 343 Studentinnen lanb 172. Hebet' Universität geradezu ^atau ^amna. Mümsche M3, die . Die philologische orwürde ertheilt, die eßlich von Candidaten wird. Für die sogen, as höhere Schulami rüst. Die, FacM idaten zun. Docvor iir das höhere W- ese beiden FaeuMm lauieat geprllsr, dak Reben den Ergebe Lcksungen meldet der titen des Lehrkörpers, j Vergrößerungen bei jil.frt'f»'” n"‘‘‘ i dn m h°> ■»«’ l>» ffll u«d »«“n»en & MtSoW „Kd »er Wl* ", er Um°erß-°- «« 1M w' 0mW"11 Ä*>- ’A«®* 4 d-, ««» ,r Äs’* * *2360 tzE alles siel, Funke" »-«®1 W.A eMS li* oger""' abtn- Bekanntmachung. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Eorsirmanden auf Ostern 1894, bestehend in Knaben- Anzügen von schwarzem Tuch, in schwarzem Cachemir, weißem und farbigem Flanell, soll im Sub missionswege vergeben werden und sind deßfallstge Offerten unter Bei- schluß von Mustern bis spätestens zum 25. d. M. bei Herrn .bo#pi- taloerroalter Grüneberg verschloffen abzugeben. Gießen, 13. Februar 1894. Armendeputation der Stadt Gießen. Gnauth. Holzversteigerung. Dienstag den 20. Februar L I soll im Staufenberger Gemeindewald, Districten Strackenloh, Eich, roalb und Schabenberg, nachverzeich- neteS Holz versteigert werden: 59 Eichen-Stämme mit 69,57 fm, bi» zu 73 cm Durchmesser; der größte Theil der Stämme eignet sich vorzüglich zu Schnittholz, 90 Nadel'Stämme mit 12,07 fm, 8 Eichen-Stangen, 3575 Stück schöne Fichten-Derbstangen mit 88 fm bis 14 m Länge, 340 Stück Fichten-Reisstangen. Mittwoch den 21. Februar: 2 rm Buchen-Scheit, 74 „ Eichen-Scheit, 40 „ Buchen.Ki.üppel, 37 „ Eichen-Knüppel, 74 „ Nadel-Knüppel, 661/, Hundert Buchen-Wellen, 53 „ Eichen - Wellen (lange Haufen), 50 rm Eichen« und Nadel-Stöcke. Der jedesmalige Anfang ist Vormittag» 9 Uhr im District Stracken- loh beim Gemeinde-Sandsteinbruch und kommt das Stangenholz zuerst zur Versteigerung. Staufenberg, 14. Februar 1894. Gr. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. 1316 Bau- und Nutzholz- Versteigerung. Im Ettingshausener Gemeindewald, District: GabrielSzimmerplatz und Rredstein, sollen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, Dienstag, 20. Februar von 9’/2 Uhr -n und Mittwoch, 21. Februar. 27 Stück Fichtenschnittholz-Stämmc »on 27 bis 34 cm Durchmeffer und 25 m Länge, 256 Stück Fichlen-Bauholz-Stämme von 15 bis 26 cm Durchmeffer und 23 m Länge, 380 Stück Fichten-Derbstgn. zu Sparren geeignet, von 11 bis 14 cm Durchmeffer und 21 m Länge, 203 Stück Kiefern Bauholz-Stämme von 15 bis 21 em Durchmeffer und 18 m Länge. Der Anfang ist am ersten Tag auf dem GabrielSzimmerplatz und am zweiten Tage, wo die Versteigerung am ersten Tage endet. 1349 Freitag den 23. Februar, Brennholz-Versteigerung von Morgens 91/2 Uhr an, Distnct GabrielSzimmerplatz, Klingen-Zipfen und Riedstein. 56 rm Radel-Knüppel, 300 „ „ Astreisig, 130 „ „ Aststreu, 27 „ Dorn, Prima Qualität, 153 „ Nadel-Stöcke. Ettingshausen, am 14. Febr. 1894. Ör. Bürgermeisterei Ettingshausen. Görnert. Vieh- Bersteigerung. Dienstag den 20. Februar, ron Bormittags S Uhr ab, werden zu Hof Giseubach, Post und Bahnstation Lauterbach, Oberheffen 22 Pferde und 114 Kühe, worunter 67 schwere Achrkühe find, öffentlich wegen Pachtablauf verweigert und lade Liebhaber hierzu ein. 340] Gg. Fülberth, Pächter. Bekanntmachung. Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheiurich tung in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in An- qr ff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bz. Geschäftsräume 1C. rc. im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Fernsprecheinrichtung verbinden laffen wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum 1. März ds. Js. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüffe für den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüffe können erst im nächsten Bauabschnitt zur Ausführung gelangen. Darmstadt, 3. Februar 1894. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. _________________________________________Clavel._____________________________________ Donnerstag Sen 1. März d. I., Norm. 11 Uhr, werde ich mein Anwesen „Gasthos zum Ginhorn" einer freiwilligen Versteigerung aussetzen. Zusammenkunft im großen Saale des Hotels. Nähere Auskunft ertheilt Herr Rechtsanwalt Justizrath Dr. Neatz. 1241 Frau Justus Müller Wittwe. Mlcn-11. KiitsmMaeriiM. Auf Antrag der Frau Eduard Specht Wittwe soll deren am Weg nach Altenburg, Gemarkung Alsfeld, gelegenes Anwesen, bestehend in Mahlmühle mit zwei Gängen, Walzenstuhl, Schrotgang, Scheuer, Stallung, großem Garten nebst 5 Morgen bei der Hofraithe gelegenen Wiesen und ca. 12 Morgen ganz in der Nähe der Mühle befindlichen Aeckern bester Lage, Mittwoch Sen 28. I. Mts., Nachmittags 4 Uhr, im Rathhause unter günstigen Bedingungen versteigert werden. Die Mühle sowie die Grundstücke werden erst einzeln und dann zusammen der Versteigerung ausgesetzt. Alsfeld, den 8. Februar 1894. Großherzogliches Ortsgericht Alsfeld. Arnold. 1177 Aeikgeöotenes. Cognac Franzos, und Deutsch. Aerztlicli empfohlen. 1009 F. Schott, Bahnhofstr. 23. Ecke der Löweng. in besten Faeons, für Damen und Kinder. Extra-Weiten werden nach Maß angefertigt. [868 A Fangmann. Waschbütten in größter Auswahl empfiehlt billigst Wilh. Kohlermann, Küferei 814]Neustadt 15. Nähmaschinenbesitzer Zum Schmieren der Nähmaschine gebraucht daS Beste; es ist das Billigste t Die dem Petroleum älml. Vaselineöle haben keinen ölenden Fettgehalt u. ruiniren die Maschine. Klauenöl ist das beste Nähmaschinenöl, eS befitzt größte Schmierfähigkeit und harzt nicht! Klauenöl, präparirt für Nähmaschinen rc, von IHtöbia» & Sohn, Hannover, ist zu haben bei Herrn H. Kraft. Neuenweg 46. [209 ES kostet 597 [208 t ranco. •••••••••••• 1 Großherzoglicher Hoflieferant J M in Alsfeld. 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