rt. "bW»,, w ® Pfg. ^rktplatz 1 *• • 13lt ■Dirigent. mäT- *«»K, •c nd Eiszeit. Damm, bittet Vorstand. :fauf bei Hem ^80M 1- ründung einer Mt cenden Haupt- i 25. l. Ms., sls dahier ein. >4. zomite. t ^achm. 3 Uhr, cntWurf. Ständen einen Gr- -sorstfchuöes, vor- iertheidigung unserer ber Stellung n^men. n Oltsvorstande« - stände bet Provmr «tag d-°l8' ib bringend einjulwen. ittr ji jniN' er.__ Isscliule Mt ?Ä«a,,w“r* h Vorbild^. stralien JfiSff» cseelSC 1851 rWM derks ganbt, tan* IiebP<ätnÖ^ 1894 Sonntag den 18. Februar Erstes Blatt. Nr. 41 Zlints- und Anzeinel'lntt für den riveis (ßiefecn chratisöeitage: Gießener Kamitienölätter. Alle. Annoncen-Burcauz des In- und Auslandes nehmt* Anzeigen für den „Gießener Anzeiger« eiugegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Redaktion, tSxpcbiliort und Druckerei: ZchnlaraKe Ar.7. Fernsprecher 51. Oietzencr Anzeiger erscheinl täglich, mit Ausnahme des Montags. Vierteljähriger Aipeetmtatspcris: 2 Mark 90 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mail 50 Ptg. Die Gießener Aa mllieu vläller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Feuilleton vom russischen Handelsvertrag gesprochen wurde, in Berlin ihrer Besorgniß über die Wirkung der Staffeltarife Ausdruck verliehen. Der Minister erklärte weiter, daS Ergebniß der augenblicklich slat,findenden Verhandlungen zwischen Preußen und Bayern lasse sich noch nicht vorauSsehen und »heilte ferner mit, auch Sachsen, Württemberg und Baden hätten bet der preußischen Regierung wegen der Staffeltarife reclamirt, mit welchen Bundesstaaten ebenfalls Verhandlungen in dieser Frage bevorständen. In der weiteren Debatte wurden sehr widersprechende Meinungen über die Wirkungen der Staffeltarife, wie der Aufhebung derselben taut. Wochcnbriese aus der Residenz. Darmstadt, 16. Februar 1894. (Ortginalbertcht für den „Gießener Anzeiger".) Zwei Feste. — Theater und Coucerte. — Vom Alpenvereiu. Allerlei. Die Bevölkerung Darmstadts rüstet sich gegenwärtig, im April dieses Jahres zwei schöne Feste zu begehen, die gerade für unsere Residenz von eigenartiger Bedeutung fein werden. Am 1. April feiert der greise Ehrenbürger Darmstadts, der eiserne Kanzler Fürst Bismarck, feinen 79. Geburtstag, und gegen Ende desselben Monats soll in Coburg die Hochzeitsfeier unseres geliebten Großherzogs mit Prinzessin Victoria Melita von Coburg stattfinden. Zum Zeichen der allgemeinen Antheilnahme an diesen frohen Festen planen die Frauen und Jungfrauen Darmstadts verschiedene Kundgebungen. So hatten sich am vergangenen SamStag eine große Anzahl Frauen aus allen Gesellschaftskreisen der Stadt im Rathhaussaale zusammengefunden, um über Absendung einer Glückwunschadreffe — versaßt vom Reichstagsabgeordneten Herrn Dr. Osann — und eines Festgeschenkes, bestehend aus 80 Flaschen edelen hessischen Rebenblutes, zu bergthen. Die Versammlung nahm einen schönen Verlauf und schon jetzt steht daS Gelingen des schönen und originellen Unternehmens außer Zweifel. Fürst Bismarck möge das Geburtstagsgeschenk „von zarter Hand" freundlich aufnehmen und aus der Huldigung entnehmen, wie dankbar und sver- ehrungsvoll man in Darmstadt des großen Ehrenbürgers, der das Deutsche Reich geschaffen, gedenkt. Für das Hochzeitsfest unseres Landesherru planen die Darmstädter Mädchen und Frauen gleichfalls eine Huldigung. Tin Comitä, dem Damen aus allen Kreisen angehören, wird nähme an der dortigen Ma'-nesest^chkeit weiter. — Das preußische Abgeordnetenhaus begann am Donnerstag die Erörterung des Justizetats, welche am Deutscher Reichstag. 51. Sitzung. Freitag den 16. Februar 1894. Auf Antrag Auer u. Gen. wird beschlossen, die Einstellung des gegen den Abg. Möller-Waldenburg schwebenden Straiverwhren» (wegen Uebertretung deS Nereinsgesehes) für die Dauer der Sesstoi Deutsches Reich. Berlin, 16.Februar. Der Gegenbesuch des Kaisers * beim Altreichskanzler findet, wie neuere Berliner Meldungen versichern, am Montag den 19. Februar statt. Der Monarch trifft im Laufe des genannten Tages in FriedrichSruh ein und speist Abends beim Fürsten BiSmarck/ alsdann reist der Kaiser, soweit bekannt, nach Wilhelmshaven zur Theil- . Ausland. Linz, 16. Februar. Die erste K. K. Donau-Dampf- schifffahrts-Gesellschafl hat die Güt e r ausn ahm e von und nach allen Donau, Theiß- und Save-Stationen mit dem 15. Februar l. I. eröffnet. 3u den wirtschaftlichen und handelspolitischen Kämpfen. Der vielumstrittene deutsch-russische Handelsvertrag hat auch noch andere wirthschaftlicke und handelspolitische Streitfragen hervorgerufen, und zu den letzteren gehören die Aufhebung des Identitätsnachweises für zur Ausfuhr bestimmtes Getreide und die Aufhebung der Eisenbahn-Staffeltarife für Getreide und Mehl. AuS dem Streite um diese Fragen eht man wieder einmal, wie verschiedenartig die Interessen nicht nur der verschiedenen Erwerbs- und Beruefsklaffen, 'andern sogar einer und derselben BerusSklasse in demselben Reiche sind. So kommt zum Beispiel die Aufhebung des Identitätsnachweises für ein- und auszuführendes Getreide keineswegs den deutschen Landwirthen überhaupt zu Gute, sondern nur diejenigen Getreideproducenten haben Vortheil davon, welche Getreide in größeren Mengen an das Ausland verkaufen können und dies sind in der Hauptsache nur die Laudwirthe der östlichen, sehr viel Getreide bauenden Provinzen Preußens. Genau umgekehrt liegt aber die Frage der Auf- bebung der sogenannten Staffeltarife, denn von diesen hatten die Laudwirthe des östlichen Deutschlands Borcheil, indem sie mit Hülfe der niedrigen Staffeltarife Getreide (die Händler auch Mehl- nach Sachfen, Thüringen, Bayern, Westfalen, Rheinland usw. fast unter günstigeren Bedingungen verkaufen konnten als die Laudwirthe dieser Länder und Provinzen selbst. Die Aufhebung der Staffeltarife hebt also für die Laudwirthe des Ostens einen Vortheil auf, vermindert aber dafür die Ueberschwemmung der westlichen und südlichen Theilc Deutschlands mit Getreide- und Mehlsabrikaten. Es ist daher nur, natürlich, daß von Seiten Bayerns und Sachsens eine Aufhebung der Staffeltarife verlangt wird, denn man beabsichtigt damit einen Ausgleich für die neue Lage, welche durch den Abschluß deö deutsch-russischen HandelSver- rrageS und die Aufhebung des Identitätsnachweises für aus- zuführendes Getreide geschaffen würde. Die Sorge der deutschen Laudwirthe, daß der Abschluß des deutsch- russischen Handelsvertrages und die darin enthaltene Er- Spenden für ein würdiges Hochzeitsgeschenk für das hohe fürstliche Brautpaar entgegennehmen und Sr. Königl. Hoheit die Festgabe seiner Zeit überreichen. Ueber die Wahl des Geschenkes usw. wird Ihr Referent später berichten. Daß natürlich auch die Stadt Darmstadt als solche dem hohen Brautpaar ein Festgeschenk weihen wird, ist selbstverständlich. Ueber die künstlerischen Veranstaltungen der vergangenen Woche ließe sich sehr viel berichten. Das Haupt- Interesse der Musikfreunde nahm eine Aufführung von Richard Wagners herrlichem Werke „Die Meistersinger" mit Herrn Weber als „Hans Sachs" in Anspruch. Das Werk ging in neuer Einstudirung über unsere Hofbühne und fand wiederum einen großen Erfolg. Im Schauspiel, wo „Charleys Tante" auch nach Fastnacht ihre Zugkraft unvermindert bewährte, interessirte der Schillercyclus, der am Freitag letzter Woche mit den „Räubern" einen vielversprechenden Anfang nahm und in dieser Woche fortgesetzt wurde, in hohem Grade. Die künftige Woche wird eine Aufführung der gejammten Wallenstein-Trilogie bringen. Von Concerten sei ber prächtigen Aufführung von'Haydns „Jahreszeiten" zuerst gedacht. Die Preffe spendete der Wiedergabe des großartigen Werkes durch den Musikoerein und die auswärtigen Solisten übereinstimmend das größte Lob. Es wirkten als solche mit der Bassist Herr van Rooy aus Rotterdam, Frl. Dorothea Schmidt aus Hamburg und Herr Franke-Förster aus Köln. Am Dienstag gab der kleine Raoul Koczalski sein Abschiedsconcert im Traubesaal und auch diesmal hatten sich seine Bewunderer in großer Zahl eiugefunden. Der kleine Künstler hat hier demnach in seinen sämmilicheu Concerten außerordentlich gefallen und 'sich die Gunst des Publikums dauernd gesichert. Das nächste große Hofmusikconcert ist für den 26. Februar anberaumt worden, über das Programm und die Solisten w'rd wohl im nächsten Briefe näher berichtet werden können. Eine rege Thatigkeit entfalten gegenwärtig auch unsere Mäßigung Der deutschen Getreidezölle einen weiteren großen Rückgang der Kornpreise zur Folge haben werde, vermögen wir nicht unbedingt zu theilen, denn der Getreidepreis wird nicht durch den deutschen und russischen Markt, sondern durch die Lage aus dem Weltmärkte bestimmt und auf ben Weltmarkt muß auf diesem oder jenem Wege, fei es über Deutschland, sei eS über Schweoen, sei es über England ober Oesterreich das russische Getreide doch gelangen. Hebt sich aber durch den Abschluß deS deutsch-russischen Handelsvertrages in Deutschland Industrie und Handel und dadurch die yanze Geschästslage, so kann auch leicht eine Steigerung der zu tief gesunkenen Getreidepreise stattfinden. Ueberdies kann auch der künftige ErnteauSfall leicht an dem Getreidepreise eine Aenderung hervorbriugen, zumal die amerikanischen Laudwirthe in Folge der niedrigen Preise, welche sie für ihren Weizen erzielten, viel Neigung zeigen, den Weizenbau etwas einzuschränken. Die wirkliche Erlösung von so vielen wirthschastlichen Kalamitäten kann aber in der Hauptsache doch nur durch ein neues Ausblühen der Industrie und des Handelsherbeigeführt werden, denn dadurch gelangen alle Güter zu einem angemtffeneren Preise, und der Eintritt dieses neuen Aufblühens wird auS guten Gründen erwartet. nach ihrer Stellung in dieser Frage, unter Protest gegen die angebliche Einmischung Bayerns in eine rein preußische An- gelegenheit. Eisenbahnminister Thielen lehnte es ab, auf die Anfrage des Vorredners eine Antwort zu geben, dagegen bezeichnete er die vielverbreitete Annahme, Bayern habe seine i Zustimmung zum russische Handelsvertrag von der Auf- | hcbung der Staffeltarife abhängig gemacht, als durchaus unzutreffend. D'e bayerische Regierung habe schon lange, ehe alpinen Vereine. Nachdem erst kürzlich die Section Starkenburg einen Vortragsabend veranstaltet hat, sprach am vergangenen Dienstag der Director der Technischen Hochschule, Herr Prof. LepsiuS, über „Pergamon und seine Kunstschätze", er fand, wie den Berichten der Tagesblätter zu entnehmen ist, für seine Schilderungen wohlverdienten Beifall. Großes Interesse hatte übrigens auch ein Vortrag des Herrn Ingenieur Beck im Ortsgewerbeverein erregt. Der genannte Fachmann sprach am letzten Freitag über „James Watt und die Er- findung der Dampfmaschine." Die Ballsaison wird nun auch bald ihr Ende finden. Für den 3. März steht eines der beliebtesten und glänzendsten Ballfeste des Winters in Aussicht. Der „Akademische Verein" an der Technischen Hochschule plant für ben 3. März fein alljährlich wieberkehrenbes Concert, bem stets ein großer Ball zu folgen pflegt. Diesmal wird eine Dichtung unseres einheimischen Dichters Prof. Dr. Otto Roquette ausgesührt werden, es ist ein einactiger Schwank, betitelt „Der Hanswurst". Das Erträgniß des ganzen Festes ist auch diesmal für einen wohlthätigen Zweck bestimmt, es soll der Ludwig- Alice Stiftung für arme Lehreröwittwen zufließen. Die studentischen Korporationen entwickeln sich übrigens in Darmstadt in schönster Weise fort. Jetzt wird sich daS CorpS „Rhenania" sogar gleich anderen Korporationen in verschiedenen Universitätsstädten sein eigenes Haus bauen. Als Baustelle ist ein Platz im Villenviertel der Dieburgerstraße ausersehen, also in einer landschaftlich prächtigen Lage. So wird denn unsere Residenz eine recht flotte Studenten- stadt, oder vielmehr sie ist es schon geworden, denn die Zeiten, wo nur wenig Hundert Studirende am Polytechnikum weilten, sind nun vorbei und die Eröffnung deS großartig angelegten Neubaues der Technischen Hochschule wird wohl noch viel mehr wissenSdurstige Jünger der Technik unb, der ihr verwandten Wiffenschasten hierher ziehen. genannten Tage biS zum Kapitel „Landgerichte und Amts- gerichte" gefördert wurde. Die Debatte trug vorwiegend einen juristischen Kharacter. — Im Herrenhause wurde am gleichen Tage die , schwebende Angelegenheit der Aufhebung der Staffel- ; tarifc besprochen. Graf Klinkowströrn srug die Regierung Amtliche» Theil. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 silbernes Armband, 1 Taschenmesser, 1 Spazierstock, 1 Zwicker, Geld, 1 Paar und 1 einzelner Handschuh, 1 Kinderkragen, 1 Herrenhut, 1 Korbdeckel, 1 Peitsche, 1 Drahtzange und 1 Lederriemen. Gießen, den 17. Februar 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. JU ^Dann^wird in die Berathung deS Etats deS Auswarttgcn Amtes in Verbindung mit dem Etat für die Schutzgebiete und dem Nachtragsetat für 1893/94 eingetreten. ES werden mehr verlangt 32 900 Mk. für einen dritten Director, einen vortragenden Rath und einen Hst Sarbeiter, ersteren tn der Colontalabtheilung, den Rath in der handelspolitischen und den Hilfsarbeiter in ber Rechtsabtheilung. Abg. v. Staudy (cons.) wünscht eine ziclbewutzte Colonial- politit Die Zustände in unseren Kolonien surd unbesrredigmd. Vorfälle können ja Vorkommen, aber so wie jetzt tonne es nicht weiter gehen. Ein großer Theil meiner Freunde ist für Errichtung . eines besonderen Colontalamts. Was die Regierung vorschlägt, ist nur eine halbe Maßregel; wir haben daher in ber Commission Die Streichung bes gesorberten brüten Direktors beantragt. Abg ve. Hammacher (natl.): In bem Endziel' Schaffung eines ColonialamtS, sinb wir mit bem Vorredner einig; »u Meiern- Ziel ist bie Forberung ber Regierung aber ein bedeutsamer schritt. Die Mchrforderung wirb bewilligt. ... Bei „Gesanblschast in Athen' wünscht Abg. Schmibt-War- burg (Ctr.) Eintreten ber Reichsregierung für bie Interessen Der Besitzer griechischer Staalspaptere. Qu „Gesandtschaft in Bukarest" bemerkt Abg. Hasse (natl.), in Bukarest sei ein Petroleum-Unternehmen zusammengebrochen, bessen Metten auch in Berlin verbreitet würben. Die Gründer Blumenfelb unb Singer seien wegen Betrugs verurtheilt. Zu ihren Gunsten habe nun eine hiesige Bank ihren Einfluß geltend zu machen gesucht. Er bitte .die Reichsregierung, in Bukarest keinen Zweifel darüber zu lassen, baß Regierung und Volksvertretung von Deutschland sich mit dem Vorgehen jener Bank nicht identifictren. Die Commission beantragt Streichung der von der Regierung für den Bolschafter in Rom gewiderten Zulage von 20 000 Mk. Aus Anfrage des Abg. Dr. Hammacher (natl.) erwidert Director Reich ar d t, daß seit August die unbehinderte Durchführung des Transttgepäcks durch Italien, falls nur die Anmeldung ordnungsgemäß erfolge, auch ohne stete Anwesenheit des Reisenden erfolgen kann. Die Zulage wird abgelehnt. Beim „Generalconsulat Shanghai" beschwert sich Abg. Jebsen über die Schwierigkeiten, die dem deutschen Dampferverkehr nach dort durch die Engländer gemacht werden. Belm „Consulat Athen" bejaht der Reichskanzler Graf Caprivi die Anfrage des Abg. Schmidt-Warburg, ob Seitens der Regierung Schritte zur Wahrung der Interessen der Bcfitzer von griechischen Papieren erfolgt feien. Beim „Konsulat in Porto-Allegre" wünscht Abg. Hasse Erhöhung der Zahl der BerufSconsulate, besonders in Brasilien, weil sich die Wahlconsuln dort als nicht energisch genug erwiesen hätten. Abg. Richter bemerkt, die von der Geschäftswelt an die BerufSconsulate geknüpften Erwartungen hätten sich vielfach nicht erfüllt, weshalb sich an einigen Plätzen die Einziehung derselben empfehlen dürfte. Der Titel „Geheime Fonds" wird nach kurzer Motivirung seines ablehnenden Volums durch den Abg. Richter bewilligt. Beim Titel „Unterstützung deutscher Schulen im Auslande" wünscht Abg. Hasse Bewilligung des dafür ausgeworfenen Betrags (100000 Mk.). Aermere Staaten, wie Italien, verwendeten mehr für diesen Zweck. Namentlich müsse für die deutschen Schulen in der Levante mehr geschehen, sowohl zu Nutz unserer materiellen Interessen, wie im Interesse unseres nationalen Ansehens. Zum Colonialetat beantragt die Commission folgende Resolution: a) die verbündeten Regierungen um Beseitigung derjenigen Hindernisse zu ersuchen, welche der Ausbildung der in den Colonien wirkenden Väter vom heiligen Geist entgegenstehen; b) die verbündeten Regierungen um Vorlegung eines Gesetzentwurfs betr. Bestrafung von Sklavenraub und Sklavenhandel. Die Berathung erstreckt sich zunächst auf den Etat für Ostafrika und die beiden Resolutionen. Bet dem Etat für Ostafrika bat die Commission den Reichszuschuß von 3'/, Millionen auf 3 370 000 Mk. herabgesetzt. Abg. Bebel (Soc.): Die Budgetcommtssion ist diesmal möglichst sparsam gewesen, hat sogar, was bisher unerhört war, Abstriche beim Mtlttäretat gemacht; nur am Colonialetat habe sie diese Sparsamkeit nicht geübt, obschon unsere Colonialpolittk den von uns vorausgesagten Gang genommen hat. Im Vorjahr sind für Ostasrika mehr Mille! aufgewendet worden. Diesmal sollen wir sogar den Retchs- zuschuß von 2‘/i Millionen auf 3Ve Millionen erhöhen und außerdem Nachtragsforderungen für militärische Zwecke bewilligen. Diese Ausgaben stehen in keinem Verhältniß zu den wtrthschaftltchen Vortheilen, die Deutschland von Ostasrika hat. Der ganze Handel der Colonie beträgt 18 Millionen Mk. Dem gegenüber stehen diese 3Va Millionen Retchszuschuß, 900 000 Mk. Dampfersubventton und Ausgaben für Kabel und dergl. Wir besitzen auch nicht das nöthtge Menschenmaterial, um die Colonien nutzbringend zu verwalten; das beweisen die bekannten Erlasse des Ctotlgouverneurs v. Wrochm. Wie waren solche Erlasse überhaupt möglich! Man hat gefragt, ob ein vernünftiger Mensch so etwas anordnen könne, und man bat vom Tropenkoller gesprochen. Jetzt wird der Erlaß über das Grüßen auch auf Europäer angewendet. Ein Herr Klemm, früher Photograph, sitzt im Zimmer der deutschen Firma Hofmann. Da ruft eine Stentorstimme: Hofmann, kommen Sie mal raus. Der junge Mann geht heraus und wird wieder mit Stentorstimme angerufen: „Weshalb grüßen Sie mich nicht? Ich bin der Vicegouverneur und stehe hier im Namen des Kaisers." Der junge Mann wurde mit Schweinehund, Flegel und dergl. überhäust und dann durch Schwarze abgeführt. Derartige Uebergriffe sind häufig. Der Mann kann unmöglich länger auf seinem Poften bleiben- Die Peitsche ist überall im Schwünge, und zwar die Nilpferd-Peitsche. Ich werde Ihnen morgen so ein Ding vorlegen. Ein Schlag bannt genügt! Mit einem solchen System kommen wir zu keinem Erfolg. Ausstände bald hier, bald dort. Durch die Missionen, um derentwillen das Centrum für die Colonialpolittk ist, wird die Cultur nicht gehoben. Das Chrtstenthum ist hier nur Finsterntß. Reichskanzler Graf Caprivi: Ich hin wohl eben so human wie der Vorredner, kann aber nicht verurthetlen, ehe ich nicht den anderen Theil gehört habe. Was er über die Prügelstrafe getagt, wird geprüft und eoent. Abhülfe geschafft werden. Ueber den Fall in Kamerun ist Untersuchung im Gange. Das segensreiche Wirken der Missionen erk nne ich an und ich werde Alles thun, um den Vätern im helligen Geiste ihre Thätigkeit zu erleichtern. (Beifall im Centrum). Und nun Ostasrika. Ich habe lange nach einem geeigneten Mann gesucht. Herr v. Wrochen wurde mir empfohlen und ich glaube nicht, daß es richtig ist, ihn in solcher Weise lächerlich zu machen. Was hat er denn verbrochen? Er hat militärische Honneurs vorgeschrieben. Das hat sich doch sonst bewährt. Die Verordnung gegen die Hunde rechtfertigte sich dadurch, daß die frei umherlaufeuden Hunde Träger von Krankheiten und Ungeziefer sind. Ueber den Fall Klemm muß ich erst Bericht abwarten. Die dortigen Beamten haben bei dem Deutschen nickt auf Wohlwollen zu rechnen. Dieser kommt mit übertriebenen Erwartungen hin; geht nun nicht Alles gut, so schimpft er wie alle Deutschen auf die Behörden. (Heiterkeit.) Ich übernehme für die Beamten die volle Verantwortung und werde Ungehörigkeiten, wenn erwiesen, abstellen. Abg. Graf Arnim (Rp.) tritt den Uebertreibungen Bebels entgegen und empfiehlt das System mehr kaufmännischer Beamten. Weiterberathung morgen. Nerreste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Dresden, 16. Februar. Da die Besserung im Befinden des Königs stetig fortschreitet, werden weitere Bulletins vorläufig nicht ausgegeben. Helfiugfors, 16. Februar. Die Zahl der Frauen und Kinder, die sich auf der losgelösten, ungefähr 100 Werst großen Eisscholle befinden, wird auf 500 geschätzt, meistens find es Jngermanländer. Die Finländer, welche die Gefahr bemerkten, retteten sich rechtzeitig. Die Küstenbevölkerung ist bedacht, den Unglücklichen Brod, Kleidung und Holz zuzuführen, was insofern mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist, als das offene Meer zwischen der Küste und dem Etsfelde Nachts zugesroren tst. Trotzdem hofft man die Unglücklichen zu retten. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 16. Februar. Am nächsten Mittwoch beginnen im Abgeordnetenhause die Debatten über die Staffel- tarife. Nach der „Voss.Ztg." nahmen heute die Verhandlungen über die Wirkung der Staffeltarife wieder ihren Anfang. Eine Aenderung des Systems der Staffeltarife liegt gutem Vernehmen nach nicht in der Absicht der preußischen Regierung. Außer Bayern haben auch Württemberg, Baden und Hessen Bedenken gegen die Fortdauer der preußischen Staffeltarife für Getreide und Mühlenfabrikate geltend gemacht. Die commissarischen Verhandlungen mit diesen Staaten beginnen am nächsten Mittwoch. Köln, 16. Februar. Die durch den letzten Sturm.verursachte Betriebsstörung der Telephonlinie Köln-Berlin ist wieder beseitigt. Karlsruhe, 16. Februar. Die Handelskammer für die Kreise Karlsruhe und Baden erklärte sich für die Annahme des russischen Handelsvertrags unter Beibehaltung der Goldwährung., Paris, 16. Februar. Wie aus den Aussagen der Mutter des Dynamitattentäters Emile Henry hervorgeht, hat sich letzterer in jüngster Zeit auch in Deutschland aufgehalten. Paris, 16. Februar. Durch Zufall ist es der Polizei gelungen, die Wohnung und das Laboratorium des Attentäters Henry zu entdecken. Unbekannt gebliebene Genossen des Anarchisten versuchten nämlich in das Zimmer Henrys etnzubrechen, um die Papiere und Correspondenzen zu vernichten. Die Polizei überraschte die Einbrecher bei der Arbeit und machte dabei die erwähnte sensationelle Entdeckung. Saint Etienne, 16. Februar. Die Polizei entfernte heute früh Plakate, welche an verschiedenen Mauerecken angebracht waren und Drohungen gegen Beamte und Capi- talisten enthielten. Brüssel, 16. Februar. Laut „Jndepedance beige" werden heute zwei französische Polizei-Jnspectoren erwartet, um bei den Brüsseler Anarchisten, welche mit dem Bombenaltentäter Henry verkehrten, Nachforschungen anzu- ftellen. — Die französischen Eisenbahnzüge werden auf dem Bahnhofe in Mons streng bewacht. Rom, 16. Februar. Am 18. d. Mts. findet die Schluß- feier des Bischofsjubiläums des Pap st es statt. Leo XIII. wird in der Basilika eine feierliche Messe abhalten, an welcher auch der italienische Pilgerzug theilnehmen wird. Derselbe trifft am 17. ds. Mts. in Rom ein. Am 18. wird der Festausschuß Almosen unter die Armen Roms vertheilen. Privataudienzen wird der Papst nicht ertheilen. Loudon, 14. Februar. Ein Anarchist, der gestern zur Ausführung eines Attentats nach Greenwich gefahren war, hatte das Unglück, in der Nähe der Sternwarte zu straucheln und hinzufallen. Hierbei explodirte die Bombe, die er in der Tasche trug," und riß ihn in Stücke. — Nach Entdeckung der anarchistischen Verschwörung werden die bekannten Anarchisten von den Schutzleuten streng bewacht. — Der Anarchist heißt MartialBourdin. Er stand im dreißigsten Jahre. Der Sprengstoff, der offenbar Nitroglycerin war und sich in einer Flasche befand, scheint für die Propagandisten der That auf dem Continent bestimmt gewcsen zu sein. Odeffa, 16. Februar. Das Asowsche Meer ist zu- gefroren. Das Eis hat einen Meter Dicke. Washington, 16. Februar. Die republikanische Vereinigung des Ohiostaatrs hat in ihrer gestrigen Versammlung den bekannten Schutzzöllner Mac Kinley als Candidat zur nächsten Präsidentenwahl ausgerufen. Kiel, 16. Februar. (Privatdepesche.) Auf dem neuen Panzerschiff „Brandenburg" fand eine Dampfrohr-Explosion statt, wodurch es zahlreiche Todte und Verwundete sowie Demolirungen gab. Die Explosion fand bei der Vormittags Dorgenommenen forcirten Probefahrt des Panzerschiffes „Brandenburg" statt. Bisher wurden außer zahlreichen Verletzten 46 Todte ermittelt. Vier Werftdampfer wurden zu sofortiger Hülfeleistung abgesandt. Die „Frkf. Zrg." veröffentlicht folgende Privatdepeschen: Kiel, 16. Februar. Ein fürchterliches Unglück ist auf dem Panzerschiff „Brandenburg" durch Platzen des Hauptdampfrohrs heute Mittag in der Wiker Bucht geschehen. Die gesummte Maschinenwache ist theils getöbtet, theils verwundet. Alle Marineärzte und Krankenträger haben sich an Bord der „Brandenburg" begeben. Kiel, 16. Februar. Der Transportdampfer „Pelikan" soll das manöverirunfähige Panzerschiff „Brandenburg" aus der Außenföhrde hereinschleppen. Gezählt werden etwa 40 Todte, darunter Marine-Baumeister Öfters, Marine-Ingenieur Schulz (von der Firma Heuer in Gaarden), ferner die Ingenieure Mielke und Jvnsen vom Vulkan, von denen der Letztere, gänzlich vermißt wird. Das Unglück fand bei forcirter Probefahrt statt. Kiel, 16. Februar. Der Unglücksfall des „Branden-,, bürg" ereignete sich um 11 Uhr beim Stollergrund. Gerüchtweise verlautet, daß der Kaiser hierher kommt. Das Wolff'sche Correspondenz-Bureau meldet: Kiel, 16. Februar. Der Unfall auf dem Panzerschiff „Brandenburg" erfolgte heute Vormittag bei einer Probefahrt. Nach amtlicher Mittheilung ist auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise das Hauptdampsrohr der Steuerbordmaschine geplatzt. Das Unglück ereignete sich hinter dem Stollergrund, etwa drei Meilen von Bülk. Als die Nachricht der Explosion hier gemeldet wurde, erhielt das Wacht- schiff „Pelikans den Befehl, zur Hülfeleistung zur „Brandenburg" abzugehen. An Bord des „Pelikan" befand sich Prinz Heinrich. Die Tobten, bcren Zahl 39 beträgt, sind bereits hierher geschafft. Die in bet Todtenliste aufgesührten Hand- werker sinb Arbeiter ber kaiserlichen Werft. Es scheint sicher, baß bie Zahl ber Verwunbeten, wovon inzwischen zwei gestorben sind, nicht mehr als neun beträgt. Kiel, 16. Febr. Das Unglück geschah um 11 Uhr. Als bie Explosion erfolgte, würben sofort alle Mannschaften auf Deck beorbert unb bie Pumpen klär gemacht. Zur Zeit bes Unglücks befanben sich 41 Personen im Maschinenraum, barunter viele Arbeiter. Von biefen hat sich nur ein einziger gerettet, ber an ber Treppe stanb, um nach oben zu steigen. Die „Brandenburg" ist noch nicht (spät Abends) hier eingetroffen unb liegt angeblich noch in ber Stranber Bucht. Kiel, 16. Februar. Bei ber Explosion auf ber „Branbenburg" sinb getöbtet: Maschineningenieur Merks, Reserve- Unteringenieur Schulz, Obermaschinist Kirsch, Obermaschinenmaat Bank, Klstenfeger, Linderhaus, Maschinistenmaat Meyer V., Hampel, Jansen II., Obermaschinistenapplikant Petri, Oberhetzer Glauthier, Heizer Blankenbach, Batz, Reiche, Schröder, Ullrich, Oft, Witte, Sell, die Matrosen Heuser, Ziegenmeher, Trewes, Maschinenbaumeister Dfcr», bie Maschinenbauer Dietrich, Schüler und Müller, Werkmeister Stuetzer, Werksührer Pernol, die Vorarbeiter Jung, Musfeldt, Hansohm, die Maschinensckloffer Bollhof I, Schreck, Kupferschmied Freiberg, die Arbeiter Weigandt, Oppermann, Lebus, Ingenieur Mielke vom „Vulkan"- Maschinen-Ober- ingenieur Janßen wird vermißt. FriedrichSruh, 17. Februar. (Privatdepesche.) Der Kaiser reist am Montag um 2 Uhr von Berlin ab und trifft hier um 6 Uhr Abenbs ein; er spoupirt bet der Familie Bismarcks unb reift Nachts nach Olbenburg, bezw. Wilhelmshaven weiter. totales rrnd Provinzielles. Gießen, ben 17. Februar 1894. ** Verzeichuiß der Geschworene« für bie am 5. Marz beginnenden Sitzungen des Schwurgerichts ber Provinz Ober- Hessen. 1. Gerbig, Heinrich in Eifa, 2. Schmidt, Heinrich VII. in Romrob, 3. Reitz, Wilhelm I. in Echzell, 4. Jäger, Karl in Schlitz, 5. Holzapfel, Ebnarb, Rechtsanwalt in Gießen, 6. Feller, Franz Wilhelm in Lollar, 7. Küchel, Hermann in Butzbach, 8. Geißler, Heinrich I. in Ruttershausen, 9. Bär, Löb in Gießen, 10. Jochem, August in Laubach, ll.Hormann, Johannes In Nieber-Ofleiben, 12. Sonbermann, Philipp III. in AlSfelb, 13. Riebesel, Friebrich, Frhrr. zu Eifenbach in Lauterbach, 14. Loth, Heinrich in Kirschgarten, 15. Meinert, Karl in Konrabsborf, 16. Frank, Johannes I. in Kestrich, 17. Bücking, Rubolf in Alsfelb, 18. Klingelhöfer, Friebrich in Alsfeld, 19. Lein, Heinrich in Klein-Eichen, 20. Klein, Wilhelm in SBurggräfenrobe, 21. Flemming, Otto in Bübingen, 22. Boreen, Heinrich II in Lauterbach, 23. Köhler, Heinrich X. in Langsborf, 24. Euler, Heinrich in Ober - Breibenbach, 25. Kirch, Jean in Gießen, 26. Hoffmann, Karl in Hofgüll, 27. Schmibt, Heinrich, Konrab in Lonborf, 28. Keller, Karl Friebr. Wilhelm in Offenheim, 29. Wenzel, Johann Ernst in Alsfelb, 30. Schmibt, Otto in Gießen. Z. Neues Theater. Auch die gestrige Aufführung bes brelactigen Schwankes „Der ungläubige Thomas" von Laufs unb Jakobi hatte sich, wie die vorhergegangenen, eines recht zahlreichen Besuches des Publikums zu erfreuen, bas ber trefflichen Wiebergabe bes Stückes ben gebührenben Beifall spenbete. Mit biefer Vorstellung hat die heurige Theatersaifon ihr Ende erreicht. Es ziemt sich deshalb wohl an dieser Stelle der rührigen Direciion Dank dafür zu sagen, daß sie trotz ber engen Verhältnisse unb Schwierigkeiten, bie am hiesigen Platze bestehen, verhältnißrnäßig recht günstige Resultate erzielt hat. Besonders gilt bies vom künstlerischen Stanbpunkte aus. Ist bie Rentabilität bes Unternehmens bis jetzt auch noch keine bebeutenbe, nun so hoffen wir von ber Zukunft, daß sie bringen möge, was bie Gegenwart mehr ober minber versagte. Möge Herr Director Reiners emsig weiterftreben, bann wirb ber Erfolg nicht ausbleiben! ** Damhoser Coucert. Morgen Sonntsg finbet im „(Safe Leib" bas erste Concert ber Oberbayrischen Sängergesellschaft Darnh of er statt, welche unur Protection bes burch seine frischen gernüthvollen Lieder-Compositionen bekannten K. K. Kammersängers Thomas Koschat ihre Concertreisen giebt und specicll die Wiedergabe der Koschatschen Chöre pflegt. Der Gesellschaft wurden zahlreiche Anerkennungen zu Theil und dürste ein Besuch der Concerte empfehlenswerth erscheinen. (Siehe Ins.) ** ConcerthauS Lahnstein. Die Concerte der Oberinn- thaler Tyrolergesellschaft Ploner erfreuen sich größten Beifalls, der gerechtfertigt erscheint durch die harmonische Durchbildung bes Chors, ber mit Verstänbniß borgetragenen Solls unb ben sehr ansprechenben Zithervorträgen. Wir machen auf bie morgen Sonntag ftatifinbenben Adschieds- concerte hierburch aufmerksam. (Siehe Ins.) ** Geistesgestörtheit? Als gestern Mittag bie Sträflinge bes Filial-Arbeitshauses von ber Arbeit zurückkehrten, verfiel einer derselben in ben Neuen-Bäuen in einen Zustand von Geistesgestörtheit unb belästigte bie Passanten, wobei ein Menschenauflauf entstaub. Der Mann hat schon einigemal berartige Anfälle gezeigt; man glaubt, baß er Geistesgestörtheit siwulirt, um entlassen zu werben. * * Verhaftet würbe gestern ein Dienstrnäbchen wegen Diebstahls. * * Da8 unbefugte AuSlöfcheu der Straßeulaterne« hat in letzter Zeit Nachts wieder überhand genommen. Es wurden fast in jeder Nacht freiwillige Laternenwärter abgefaßt. Unter diesen befanden sich Studenten, Postgehülsen rc. * ♦ Sachbeschädigung. In verflossener Nacht wurden einem Wirth in der Bahnhofstraße Fensterscheiben eingeschlagen. Der Beschädigte stellte gegen die bekannten Thäter keinen Strafantrag. * * Ordens Verleihung. Dem Bürgermeister Johannes Schwarz zu Garbenteich wurde das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" verliehen. * * Ueber die größeren Truppenübungen im Jahre 1894 ist bestimmt worden, daß das 1. und 17. Armeecorps Kaifer- manover halten. Jedes Armeecorps hat für sich große Parade und Corpsmanöver gegen marfirten Feind. Demnächst folgen dreitägige Manöver der beiden Corps gegen einander. Den beiden Corps wird je eine Luftschifferabtheilu.ig zugetheik. Beim 1. und 17., sowie beim 14. Armeecorps wird je eine Cavalleriedivision aufgestellt. Die Herbstübungen derjenigen Armeecorps, welche nicht vor dem Kaiser Manöver abhalten, finden in Gemäßheit ber Bestimmungen ber Felbbienstorbnung unb unter möglichster Berücksichtigung ber Ernteverhältnifse statt. Bei ber Auswahl bes Uebungsgelünbes sowohl als ber Ausführung aller Hebungen ist auf Verringerung der Flurschäden Bedacht zu nehmen. Bei dem Garbecorps, bem 3., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 10. unb 11. Armeecorps finden Generalstabsreisen, bei bem 14. Armeecorps eine Festungs- 'Dister Sä* ^>°!NOdn! ' ®'* (4^ be1?'*8”* ‘"i»- «IlJrt» Öd, ^bruar I8S4. nb,^vn. ’ , 3’9«, ??"ln ®«Se», 3l/ Hermann k 9- «fc, *' H-Horviatin, lnn/ Philipp m' ■ iu Eilens tn 15. Meimn, “J: *» «eftrl*, K°l», grltbrit A-°, 20. Slein, Otto in Büdingen, "hier, HelnrlchL 'ber'Bleidenbach, Karl in HofM, 28. Keller, Karl / Johann Tmß : AuMrung des e Thomas von vorhergegangenm, kums zu erfreuen, > den gebührenden ; hat die heungr ftd) deshalb wohl nt dafür zu sagen, Schwierigkeiten, die itzig recht günstige i vom künstlerischen des Unternehmend so hassen wir von ie Gegenwart mehr r Reiner- emsig außbleibtn! y findet im ,Cas6 schen ; Mkt Hrvleckon eder-Compositionm as Koschal ibre abe btt Koschatschen eiche Anerkennungu ■te emPfehlenSwerth erte der Dbtrinn* rfteuen sich größlell ch die harmonische bnifc vorgetragenrn lervorträgen. Wir mdenden Abschieds- sns.) Rittag die Straf' Arbeit zurückkehrlen, ien in einen Zustand Baffanten, wobei ein w w» ** aß er GetsteSgestdN )i** fftxi -Nachtwurden eine« Mtw W» !im S* -* ngen «• . Arweecolps ft ir ßä! salzen d. Demn°M^ >ezen ein^dt *Äb je * neecorp ^^„igen bstiibnn^" galten, er ^^kLttordnunS derFeld^hgltniste btöt ®arhCCrpg finde" irf* ** GeoeralstabSreise, bei dem Gardecorps, dem 4., 7., 9., 10., 11., 15. und 17. Armeecorps finden Cavallerie Uebungsreisen statt. Größere Pionierübungen haben bei Gtatz, Serben, Mainz und Straßburg stattzufinden. Die Rückkehr der Fuß truppen in ihre Standorte muß bis zum 29. September 1894, welcher als der späteste GntlassungSrag gilt, erfolgt sein. — In gut unterrichteten militäri'chen Kreisen verkämet, daß in diesem Jahre besondere Manöver an Flußübergängen und Flußlinien abgehalten werden sollen. Diese Hebungen, welche bisher noch niemals stattgefunden haben, werden bei den diesjährigen Üaisermanövern an der Weichsel ein sehr intcr» effantefl, theilS sogar großartiges Gepräge erhalten, nament* Uch da gleichzeitig größere Schwimmmanöoer stattfinden sollen. *♦ Die Erleichterung bei 3nfanteriegepä(f8 ist beschlossene Sache. In der Budgercommission des Reichstags theilte der Kriegsminister v. Bronfart mit, daß der Kaiser die ihm unterbreiteten Vorschläge, betr. die Erleichterung des In- janteriegepäcks um 13 bis 14 Pfund, genehmigt habe. Die Wichtigkeit dieser militärischen Reform ist klar, nur wird Iber die Art und Weise ihrer Durchführung noch Näheres abzuwarten sein, bis jetzt hört man hierüber nur allerlei Muthmaßungen. *• Wechselstempelfieuer. Im Ober - PostdirectionSbezirk Darmstadt wurden im Monat Januar 1894 an Wechselstempelsteuer 15278,80 Mark vereinnahmt. Zuzüglich der Einnahme in den Vormonaten (ab 1. April 1893) ist eine Einnahme von 126 863,60 Mark oder 4208 Mark mehr als im entsprechenden Zeiträume deS Vorjahres zu verzeichnen. ** ViehstattstifcheS aus dem Großherzogthum Hessen. Nach der soeben fertig gestellten Statistik über die am 1. Decem- ber 1893 stattgehabte Viehzählung hat es sich ergeben, baß gegen da« Vorjahr ein nicht unbedeutender Rückgang zu verzeichnen ist. Die Stückzahl des Rindviehs ist von 321 641 «uf 289 974 ober um 9,8 pCt. und bei den Schweinen von 246 913 auf 232 884 ober um 5,7 pCt. zurückgegangen. Den größten Rückgang weist die Provinz Oberhessen auf. Er beträgt bei dem Rindvieh 14,2 und den Schweinen 10,8 pCt., in der Provinz Starkenburg 5,3 reff). 1,7 pCt. und in Rheinhessen 7,5 reff). 1,8 pCt. X Elpenrod, 16. Februar. Auf Veranlassung deS Vorsitzenden des KriegervereinS zu Bleidenrod, Herrn C. Friedrich, hat sich ein Jirvalidenverein für den Amtsgerichtsbezirk Homberg gebildet, als dessen Präsident Forstwart Jäger dahier durch Wahl bestimmt wurde. Herrn Friedrich gereicht die Gründung dieses Vereins für nothleidende Kameraden umsomehr zur Ehre, als er selbst nicht Invalide ist und nur beS edlen Zweckes wegen besagte Gründung ins Leben ge- rufen hat. □ Vom Vogelsberg, 16. Februar. Wenn auch der Winter nach der seither sehr milden Wetterlage wiedergekehrt, so ist doch fein Auftreten am Tage über sehr gelind, nur des Nachts übt er noch feine Herrschaft aus. DaS Frieren »ährend der Nacht und Aufthauen während des Tags hat der Landwirth nicht gern, da erfahrungsgemäß die Wintersaat unter solchen Umständen leicht Noth leidet. Durch das Aufthauen hebt sich der gefrorene Ackerboden, damit zugleich die ihn bedeckende Saat. Hierdurch wird letztere gelockert und fallt bann leicht dem Frost zum Opfer. Namentlich gilt dies für den Winterraps, der febr oft, nachdem er den eigentlichen Winter überstanden, an solchen Witterungscinflüssen zu Grunde geht. Das Korn hat recht gut überwintert und zeigt ein prächtiges Aussehen. Nur die Lagen, auf denen das Wasser keinen Abzug hat, haben Noth gelitten. Auf ihnen ’> »st daS Korn anSgewäflert. Vom Weizen läßt sich noch nicht | viel sagen, doch scheint sein Stand ein guter zu sein. Schlecht sieht es mit dem Klee aus, der gerade deS Futtermangels wegen in diesem Frühjahr am wenigsten entbehrt werden könnte. Der Kleesamen vermochte ,m vorigen Trockenjahr weder aufzugehen, noch fortzuwachsen. Hoffentlich ersetzt seinen Ausfall ein umso besserer und früherer GraSwuchS. A Mainz, 16. Februar. Am zweiten Osterfeiertage wird durch den Bischof Haffner die in der Neustadt erbaute BonifatiuSkirche confecrirt. Die neue Kirche, die ihrer Vollendung rasch entgegen scMitet, liegt in unmittelbarer Nähe deS EentralbahnhofeS und bietet gewissermaßen den Abschluß der dort befindlichen Monumentalbauten. Die Kosten deS Baues der neuen Kirche wurden außer durch Veranstaltung einer Lotterie zum größten Theil durch freiwillige Beiträge ausgebracht. Gegenwärtig ist man mit dem Aushängen der Glccken beschäftigt, deren größte ein Gewicht von 60 (Sentner hat und ein Geschenk eines Gönners der neuen Kirche ist. — Unter den Truppen der hiesigen Garnison sind in der letzten Zeit mehrfach Fälle von Genickstarre vorgekommen. In zwei Fällen hatte die Krankheit einen töbt« lichen Verlauf. A Mainz, 16. Februar. Die zurWahldesBürger- meisterS bestellte Commission hat heute Abend eine dreistündige geheime Sitzung abgehalten. Ueber die gefaßten Beschlüsse hat man sich vorerst Stillschweigen gelobt. Acht Personen haben sich für den Bürgermeisterposten gemeldet. Gerüchtweise verlautet, daß man beschlossen, von den auswärtigen Bewerbern Umgang zu nehmen, und den seitherigen Beigeordneten I)r. Gaßner in Vorschlag zu bringen. A Mainz, 17. Februar. (Privatdepesche.) Beigeordneter Dr. Gaßner wurde einstimmig zum Bürgermeister vorgeschlagen. <*** den der Stadt «letze». Sntgebott* Februar: 13. Karl Struth, Schlosser dahier, mit Ernestine Stengel hterfelbst. 15. Wilhelm Mootz, Taglöhner dahter, mit Katharine Oß-oald hterselbst. 16 Wilhelm Weigand, Bahnarbeiler zu Köln-Deutz, mit Auguste Elise Otto Hierselbst. «tzefchltetznngen. Februar- 14. Jchanncs Greb, Maurer dahier, mit Margarethe Frank hterselbst. v Geborene. Februar: 4. Dem Schneider Friedrich Dührkop ein Sobn, Karl. 5. Dem Weichensteller Christian Arnold eine Tochter. 7. Dem Kupferschmied Karl Ludwig Petri ein Sohn, Cbristtan. 8 Dem Friseur £ad Albert Ernst Kosowtzky eine Tochter, Barbara Aurelie. 9. Dem Schneider Ludwig Simon ein Sohn, Friedrich Franz Karl. 11. Dem Barbier LoutS Flick eine Tochter, Lina. 13. Dem Feldwebel Georg Rtz ein Sobn, Karl Georg Hermann Wilhelm 13. Dem Schmied Johann Georg Schäfer ein todt- geborenes Kind weiblichen GeschUchis. 14. Dem Calculator Karl Schäffer eine Tochter, Marie Luife Adelheid. 15. Dem Metzger Nathan Günther ein todlgeborenes Kind weiblichen Geschlechts. 16. Dem Vicefeldwebel Johann Peter Büttner Zwillinge, zwei Söhne. Seftorbettt. Februar: 10. Marie Nassauer, geb. Christ, 38 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Heinrich Friedrich Nassauer dahier. 10. Anna Helene Johanna Leppla, 1 Monat alt, Tochter von Restaurateur Beter Leppla dahier. 11. Johanna Janz, 1 Jahr alt, Tochter von Taglöhner Heinrich Janz dahier. 12. Marie Margarethe Weller, 2 Jahre alt, Tochter von Locomotioheizer Jacob Weller dahier. 12. Geheimer Kirchenrath Professor Dr. Wichetm Eduard Köllner, 87 Jahre alt, dahier. 15 Gecng Heinrich H-ß, 1 Jahr alt, Sohn von Schnetdetmeister Wilhelm Heß dahier. 15. Emilie Jockel, geb. Weck, 52 Jahre alt, dahier, Wutwe von Gastwirth Heinrich Jockel. Arrrzug aus den Kirchenbüchern der Stadt Sieben. Evangelische Gemeinde. ü^traaU. MarkuSgemeinde. Den 11. Februar. Wilhelm Adolf Schneller, Dachdecker zu Gießen, und El,se Erd, Tochter de» raglöhner« Hcim.ch Erb Altenbufeck. LukaSgemeinde. Den 11. Februar. Ludwig Zlcrtein, Lierbrauer, und Wilhelmine Biebricher, Tochter deS Schmieds Philipp Bicbricher zu Gtetzen. Johannetzgemeinde. Den 11. Februar. Heinrich Wilhelm Völpel, Kutscher |U Gießen, und Marie Dtehl, Tochter des verstorbenen Maurermeisters Ballhafar Diehl zu Großen Linden. Seianfte. MatthLuSgemeinde. Den 11. Februar. Dem Fuhrmann Wilhelm Hahn ein Sohn, Albert, geboten den 6. Januar. MarkuSgemeinde. Den 16. Februar. Ein unehrlicher Sohn, Carl Wilhelm, geboren den 18. Januar. LukaSgemeind e. Den 10. Februar. Dem Weinhändler August Schwan eine Tochter, Gertrud Helene Ottilie Mathilde, geboren den 3. Januar. Den 11. Februar. Dem Compioirist Ferdinand Schmidt ein Sohn, Karl Heinrich Ludwig, geboren den 15. Januar. Denselben. Dem Former Wilhelm Pietsch ein Sohn, Arthur Friedrich Heinrich, geboren den 6. Januar. Den 16. Februar. Dem Locomotivführer Otto Ploch eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 22. December. Beerdigte. MatthLuSgemeinde. Den 11. Februar. Eltiaveth Hainbach, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Johanne» Hainbach, alt 26 Jahre, gestorben den 9. Februar. MarkuSgemeinde. Dm 16. Februar. Julius Wiedefeld, Vorsteher der Güterexpedition zu Treysa, alt 60 Jahre, starb den 13. Februar zu Treysa. Jobannesgemeinde. Den 13. Februar Marie Nassauer, geb. Christ, Ehefrau de» Kaufmanns Heinrich Friedrich Nassauer, alt 38 Jahre, starb den 10. Februar. Den 15. Februar. D. Eduard Köllner, Professor und Geh. Kirchenrath, ein Wittwer, alt 87 Jahre, starb den 13. Februar. AirchttcheAnzeigen der evnng. Gemeinde. JohanneSttrche. 18. Februar. Noch besonders sei darauf aufmerksam gemocht, daß die Feier des heiligen Abendmahls im Vormittagsgottesdienst stattfindet und zwar gemeinsam für die Lukas- und JohanneS- gemeinde; ferner, daß der Kindergottesdienst für die Jo» hanneSgemeinde Nachmittags 2'/, Uhr gehalten wird; endlich, daß die Bibelstunde am Montag nicht um 6 Uhr, sondern wie gewöhnlich um 8 Uhr Abends b ginnt. Schiffsnachrichten -es Nord-. Lloyd. In Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 16 Februar. (Per transatlantischen Telegraph.] Dir Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. Februar von Bremen und am 7. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern, 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, Land- unb Volksrvirthfchaft. (Sieten, 17. Februar- Marktbericht Aut dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter vr- Pfd- X 0,90—1,00, Hühnereier 1 Stück — 4. 2 Stück 11-13 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr- St- 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr Paar * 0.70—1,00, Hühner pr. Stück Jt 1,00-120, Hahnen pr. St X 1,2) 1,50, Enten pr. St- A 1,70 bis 2,0 >, Qchseufleiich pr. Pfd 62—Hb 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60—70 4, Kalbfleisch pr. Md. 50-56 4, Hammelfleisch pr. Md. 40—60 4, Kartoffeln vr. 100 Jtiln 4,00-5,00 X, Weißkraut pr Stück 4 -10 L. Zwiebel) pr. (fcenrnrr 10,00—10,50 X, Milch pr. Liter 16 20 H, Enteneier 8 4, Gänseeier 12 4 Holzversteigerungen in Gräflicher Oberförfterei Laubach. I. Donnerstag den 22 Februar d. I. 1. im Eselskopf (bet Laubach): 320 rm Buchen-Scheiter, 220 rm -Prügel, 90 rm «Stöcke, 100 rm -Reiserprügel 8 rm Fichten-Bohnen- und Lattenstangen, 6 Buchen-Stämme von 36—49 cm Durchm. — 4,29 cbm; 2. in der Scheppmalsdi ckung (unvorgezeigt): 80rrn Buchen- Stöcke, 90 rm -Reiserprügel, 59 rm -Stammreiser in Schichten; 3. im Wallenberg (unvorgezeigt): 10 rm Eichen-Scheiter, und -Prügel, 6 Eichenstammabschnitte von 34—69 cm Durchm. und bis 7 m lang — 5,94 cbm (Glaserholzrc.); 4. in Brühl und Birken (unvorgezeigt): 50 rm Eichen-, Birken-, Erlen- rc. Prügel, 6 rm Lärchen-Schichtprügel, 60 rm Eichen-Stammreiser (Schichten), 12 rm Fichten-Latten- und Bohnenstangen, 3 Birkenstämme von 23—39 cm Durchm. — 1,03 cbm; 7 Aspen von 23—28 cm Durchm. — 2,30 cbm; 5. in den genannten Di- stricten: Kohlreiser und Lesholz abtheilungSweise. II. Freitag den 23. Februar d. I. 1. im Hubberg (bei Villingen): 430 rm Buchen Stammprügel, 400 rm Zopf- und Ast- reifer, 23 rm Nadel- und Weichholzprügel- und -Stöcke; 2. im Lenzesberg (größtentheils vorgezeigt): UOrmBuchen-Stamm- prügel, 80 rm Zopf- und Astreiser, 11 rm Eichen- und Elsbeeren- Prügel;3. irn H ö l z ch e n (unvorgezeigt): 3 rm Lärchen-Schichtprugcl, 135 rm Buchen-Stammreiser in Schichten, 120 rm -Zopfreiser; 4. im Dörnberg (unoorgezeigt): 30 rm Buchen-Stöcke, 40 rm -Reiserprügel, 100 rm Stammreiser in Schichten; 5. in den genannten Districten: Kohlreiser und Leöholz abtheilungSweise. Zusammenkunft jedesmal um 10 Uhr Vormittags, am ersten Tage bei der Wetterbrücke im Eselskopf, am zweiten im Hubberg bei Holznummer 1 in der Nähe des „Aussichtsthurmes." Das bei der Versteigerung nicht vorgezeigt werdende Holz kommt jedesmal Mittags nach 1 Uhr beim Feuer zum Ausgebote und zwar am 22. Februar im Eselskopf, am 23. am Einganae in den Wendergrund von Villingen her. An diesem zweiten Tage werden auch noch Bestellungen auf Luchen- Stockholz, sowie auf größere Parthien -Reiserprügel (event. zur Lerkohlung im Walde) aus den Districten Silbach und Volpertskopf ent» -egengeno mmen. Laubach, 14. Februar 1894. 1396 Gräfliche Oberförfterei. Versteigerung von alten Bahnschwellen. DievSIag den 20. Kevruar, Nachmittags 1 Uhr, läßt die Bahnverwaltung 530 Siück unbrauchbare Bahn- schw llen, sowie eine Parthie altes Holz, an dem Riegelpscd dahier öffentlich ver- fteiflern. Die Btdingungen werden daselbst btfannt gegeben. 1397 Gießen den 17. Februar 1894. Großberzogliche Bahnmeisterei >'ll Arbeitsvergebung. Unterzeichnete beabsichtigt, ein neues Wohnhaus, fertig zum Schlüssel zu liefern, auf dem Submissionsweg zu vergeben. Die Vergebung findet Mittwoch den 21. d. Mts., Mittags um 1 Uhr - statt. Zeichnung und Voranschlag liegen in der Wohnung des Herrn H. Scheld, Drechslermeister, zur Einsicht offen. 1411 Großen-Buseck, den 17. Febr. 1894. _______Wittwe Dambmaun Montag l>. 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr werden im Bieker'schen Saale — Nru- ftabt — versteigert: Möbel aller Alten, 1 Pianino, 3Rcau- lateure, 7 Spiegel, 15 Spiegelgläser, 1 Ladenschrank. 1 Stoßkarren, 1 Schleudermaschine, 1 gr. kupferner Kessel, WirthSlische und -Stühle, 3 Wagen, 1 Sommerwagen, 1 Kub, 1 Näbmaschine. 1 gr. Spielwerk, 2 silberne Brodkörbe, 18 Tafeltücher, 1 Pierd u. a m. Geißler, 14(5 Gerichtsvollzieher. . 816) Ein Zweirad, sowie neun Bände BredmS Dhierleden billig zu verkaufen. Näheres bet der Exped. d. Bl. Holzversteigerung am Donnerstag den 22. dS. Mts., von Vormittags 10 Ubr ab, in der Woh' nung des Vorstehers Pfaff zu Kinzenbach. Es werden verkauft: 1t,80 fm Eichen- und 10,81 fm Kiefernstämme, 9 rm Eichen- und 4 rm Kieiem-Scheit- 1 vnd Knüppelholz, 485 rm Reiser, 5 rm । Stöcke. Das Holz liegt im Gemeinde-Wald von Kinzenbach. Krosdorf, den 16. Februar 1894. 1398] Der Bürgermeister: Kleine. Jeilgebotenes. Stadt Kassel. Prima Apfelwein 431 in Zapf. Peter König. । 1435] 20—26 (Zentner gutes DürrFutter»«taufen. Ludwig Schmitt in Rödgen. Bauplatz Bedingungen zu verkaufen. Näheres Ludwigsplatz 13 2. Stock. 1414 Schwere goldene Uhr billig zu verkaufe«. (1413 RähereS iu der «xped. d. vl. 1417] Guter Stalldünger ju ver- kaufen. Näheres in der Exped. d Bl. Prima Aepfelwein zapft Max Jaekoweky, _______^zum Aquarium^. [1423 1425] Ein gebrauchtes Pianino fist billig zu verkaufen. Nähere Auskunft erl heilt die Exped. d- Bl. Wermietijungen. 1410] Die seit Jahren von Herrn Geh. Rath Köllner innegehabte Wohnung, bestehend aus 8 Zimmern und aller Bequemlichkeit, ist alsbald zu vermiethen __Südanlage 7. 1407] Eine Wohnung von drei^Zim- mein und allem Zubehör sofort zu oer- miethen, sowie eine Wohnung von zwei Zimmern__________Wctzsteinstraße 38. 1406j Wohnung, bestehend aus drei Zimmern, Küche mit Wasserleitung, per 1. April zu vermiethen. Südanlage 7. 1416] Mansarde u. Hinterh. sogleich,, 2. 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Großstadtleben. Marsch (neu) Lincke. 2. Ouvertüre. Die Llbelta (Reißiger). 3. Zug der Frauen (Lohengrin) Wagner. 4. Waffenruf des Kaisers. (Clärens). 5. Ouvertüre. Don Juan (Mozart). 6. Cavatine für Piston (Haffel- mann). 7. Espärance. Walzer, lMStra). 8. Fantasie a. d. Rattenfänger, (Neßler). 9. Ta-ra-ta bum-ta-ra! Jux-Marsch. (Lincke.) 10. Variationen für Xylophon. (Schilling). 11. Melodienkran; Koschat'scher Weisen. (Seidenklanz). 12. Cupido- Polka. (Gungl.) Anfang 5 Uhr. Entrce 30 Psg. F. G. F. 1412 «»»tag «v-ndl Arnold. 28 Hark Belohnung! dem redl. Finder, der den am Fastnacht. Montag auf dem Maskenball in Leibs Saal verlorenen goldenen Zwicke« gefunden hat. [1433 Schillerstrabe 23, 11. Atelier für Portrailsmalerei. Unterricht im Einzelnen, als auch in Monatscursen. Otto Fritz^ Kunstmaler 24 Bleichstraese 24. [1374 Akademische Vorträge. Mittwoch, 21. Februar. Abends 8 Uhr, in der Univerfitätsaula: Professor Dr. Behaghel: lieber Sprachgebrauch und Sprachrichtigbeit im Deutschen. Eintrittskarten sind in der Ferber'schen Univ.-Buchhandlunq, Studentenkarten auch bei dem Univ.-Hausmeister zu haben.__[1379 Ireignniger Herein für den 1. Kess. MeichstagswaMreis. Monatsversammlung am Dienstag den 20. Februar, präcis 9 Uhr, in den oberen Der Vorstand LudwigSstratze. Hiezu ladet freundlichst ein 1467 13601 Sin junger Mann mit Be- Danksagung _ mui—iBW—TTi--ocr ouiycr ucut. u welche selbständig kochen Engag. Off unt. MUVMU» können, auch Mädchen |---------- Julius Wiedefeld Die trauernden Hinterbliebenen 1404 Treysa und Gießen, 17. Februar 1894. 3% Reichsanleihe do. 3«/i% gesucht. 111.40 Reichtüemr-DiSeitt 3p«. — Frankfurter B«ck-Dt»cs«l 3 p6L •; 1263] Mädchen suchen sofort Stellen- Vermiethfrau Spar«, Kaplansgasse 10. packten. 1376 sowie für die Blumenspenden und insbesondere die trostreichen Morte des Herrn Geistlichen sagen innigsten Dank Gäste können eingeführt werden. 1420 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unseres innigstgeliebten unvergeßlichen Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers 9.55 20.35 16 61 148.00 ] Ber. KSnigS-Laurah^Act. : still. Auf mehrseitiges Verlangen finden vnwiderrustich heute Sonntag den 18. Sebruar posten gesucht Caution kann gestellt werden. Gest Offert, erbittet man unter an die Exped- d. Bl- Tagesordnung: Borträge 1) über die Reichssteuergesetze, sowie 2) über das zukünftige Programm der freisinnigen Volkspartei. Nach den Vorträgen soll eine allgemeine DiScussion ftattfinden. Habe mich hier als Zahnarzt niedergelassen. M/g Preuß. Consols 3V.°/o do. Disconto-Lonummd^Lath. Darmstädter Bank-Set. Dresdener Bank-Aet. Norbd. Lloyd-Nct. Wiener Bankver^Act Oest. Eredtt-Sct. Jtal. Mtttrlmeerbah» Set. Gelsm. Grrzv^Sct. W. Koch, Zahnarzt, • Neustadt Nr. 4, J im Neubau des Herrn Phil. Wagner. Mh »rief 9.60 fl. 20.40 16.65 Einen Lehrling sucht das Nähmaschinen- und Fahrradgeschäft H. Kraft, Mechaniker, Neuenweg 40. s!418 Gießener freiw. Feuerwehr. Montag, 26. Februar 1894, Abends 8V2 Uhr: General-Versammlung- im Frankfurter Hof (Lechner). Tages-Ordnung: Ergänzungswahl des Vorstandes.. In Uniform. 1428 Der Vorstand. 1380 Der Vorstand. Geldforte«. Brief «Selb 16.25 J6.22 Ducaten 16.24 16.2" Engl. SoveretgnS 4.19 4.16 Rufs. Imperiales statt, von der hier altbekannten, berühmten und ächten Tyroler Bocal- und Jnstrumental-Coneert-Gefellfchaft Floner, aus dem Oberinnthal,Tyrol. 4 Herren, 3 Damen. — Höchst decentes Familien,Programm. Unfang Nachmittags 4 Uhr- AvendS 8 Uhr. Entree 40 Pf. Vorverkauf 3u Pf. bei Herrn «rufe, Lahnstein, ,'und Herrn Friseur Lehr« mund, Neuen Säue.____________________________________ ________ 20 Franken-St. 20 do. in */i Dollars in Gold Gesangverein „Harmonie." Sonntag den 18. Febrnar, Nachmittags 4 Uhr: Ausflug (mit WM) nach der „Germania." 13('6j Jung. Mann, welcher in dovp. . ____ , Buckführ. bewandert ist, sucht Stellung, rechttgung z. einj.-freiw. Dienst, der am Off. sub A. 100 an die Expedition 1. April seine Levrz in einem Colonialw- dieses Blattes erbeten. Engros-Geschäft beendet und mit der Führ. der Bücher vertr. ist, sucht bis dah. anderw. ‘SMXXfUrttft welche selbständig kochen j Engag. Off unt. E. 150 an die Exped. zurückgekauft. Zwei Aecker Grütze, am Echistenbergerweg gelegen, auf längere Zeit zu ver- Reingehaltene Exem- um Oimviuy um *v. jpvmi plare der Nr. 27 und 29 des! Räumen der Restauration Fei del. „Gießener Anzeiger" werden! in der Expedition Schulstr. 7 Comsbericht von E. Wasserschieben, Bankgrschäft. Frsukfurter Börse vom 17. Februar 1894. Schbchcourie 1 Uhr 15 Mtn. bet Pension im Hause. Offerten unt , 2. 10 bef. die Exp- d- Bl- 1256] Lehrmädchen für ein hiesiges Tapisserie - Geschäft per 1. April oder 11. Mai gesucht Offerten unter Nr. 3311 I an die Exped. d. Bl. erbeten.__ Heute Sonntag den 18. Februar 1894: 4*01*4* der ersten süddeutschen Theater-Varivtve-Truppe, unter Leitung des Charakter-Komikers Herrn Matthias aus Gießen. Nur vorzügliche Kräfte aus dem ersten Frankfurter Specia^.täten- Theater. Streng decentes Familien Programm. 1395 Anfang Nachmittag- 4 Uhr und AvendS 8 Uhr. Entr-e 20 Pfg. Hermann Heß, 1434]_______________Bahnhofftr. 4. £1403) Für ein junges Mädchen wird Lehrstelle in einem Ladengeschäft gesucht Ein tüchtiger Wagnergeselle kann dauernde Arbeit erhalten bei [1301 _________Karl Brück 11., Albach. 13021 Ein Junge von hier oder von auswärts kann bet mir in die Lehre treten. H. Ltchy, Frtsmr u. Perrückenmacher, _____________Seltersweg 43. 1323] Ein tüchtiges Mädchen mit guten Zeugnissen, welches im Haushalt Bescheid weiß, wird zum 1- März, eoent. später, gesucht j Frau Challier, Neuenwegs 1368] Brave Lauffra« od -Mädchen aesuckt._____________Onanlage 36, III. 1321] Ich suche ein tüchtiges Mädchen, das kochen kann, für Küche und Hausarbeit. Arau v. KurnatowSti, ________________Südanlage 4__ fnnipnifodiminnen Danksagung. Für die allseitig bewiesene herzliche Theilnahme bei dem herben Verluste unseres innigstgeliebten Kindes Georg Heinrich sagen Allen hierdurch den tiefgefühltesten Dank. 1432 Wilh. Hess und Frau. für Küche und Hausarbeit, können die besten ©teilen nachgewiesen werden durch 1213] Für einen zuverlässigen verhei- das erste Bermt.ty - Bureau von Frau ratbelen Mann wird ein Vertrauens« Müller, Teufelsluftgärtchen 26 11037 JUteüticfmarhfniS-^S^®. _________________[1370]__________________ Berg nebst Wiefe, nächst der Kaferne am Brand gelegen, auf längere Zeit zu verpachten. 1408 R. Oppenheimer Sohn, im alten Fild zu verpachten. XlCveiT Ph. «i«tatter Wwe. ________________[1421]_________________ 139u| Ein Student f. f. nächstes Sem- ein mSbl. Zimmer in ruh. Lage. Off unt. v- 36 mit PretSang- an die Exped. 1401) Ein Kaufmann sucht in der Nähe der Marburgerstraße mSbl. Zimmer mit Pcnstou pr- 1. März in gut Fam. Offert, unt. R. 8. an die Exped. d. Bl. 1415] Empf- m. i. Meiderm. u. allen and Näharbeiten in u auß. b. Hause. I. Bergmann, Bahnhofstraße 34. Für Schneider! 1426] Gehülfen gesucht. __Asterweg 22. Ein junger Hausbursche im Alter von 14—16 Jahren für baldigst gesucht. Näh in der Exped. d Bl [1386 86.60 40/0 Ung. Gold-Rente 95.80 101.45 50/0 Jtal. Rente 78.40 86.60 3% Portugiesen 2i .66 101.50 4°/0 Griech. Monopol-Anl. 34.20 181.20 Lomb. E^B^-Act. 89.62 133.10 Buschtherader E^-B.«Lct. 369.50 136.0« Elbthal-Bahn-Act. 210.75 113.50 Gotthard-Bahn-Ai^. 154.40 106.25 Schweizer Nordost.»B.-Act. 117.1« 293.01 Mainzer E^-B.-Nct. 113.20 824.0 Marienburger 73.20 Äebacttae; A ^H-tz-ra. — Druck t-'-r, •>< tdrtzhl'tch«» ^rudere* (Fr. Ehr. Bietsch) to Ließet Die heutige Nummer umfaßt 12 Seite»,