iuttflen. satte und »noch«« * “Molt durch Bnoerger Wwe. Wei. ■ ?tur nnd pl . ■reide in jZ- M- ®a[ibet 16 100 etüj Nk. 6.5». ^USr.8. KlVmU Staat W^'^wü. itt, 5-0 jimmtr lvermiethL ' omWraßk 10. Stock, 4 auch 5 ZI«. '« Wort ju vn> . KKchsträtze 2. e 17, Bel-Stage, «. Salton u. f. w. mfc » hvchMrr'scha tuljißtfiiirte ju otri Vohnmig, 4 Bim. allem Zubehör, pro lhen. BabOKr. 2. Neubau, StM/trafr , sind SÄOhnUUM 1b 2 Lämmern, st jt 3 Zimmern Ä . OctobiT a. c.| Lteinstraßr?, E 9, II. Stock, bZW »fort zu vcmiethen. nmer und Küche, zu Mtt, Srandgasie. ig, rod Stauner att Wafferüg. und iofoxt M Mz x vrrmiüheu. ^ped d. Bl lgstrabe sind 3 grobe m Zubehör zu om »dwiMaße 36. , 4 bis 5 Zimmer NLHeres Ederstr. 6. »iS von 1 Zimmern, rtbor und sömmtl. er, eveA früher zu ckrath,Mm^s7. >nung 2. Stock, W Mör-zuoermMhell. , $[§marWLr "Neubau, Mbtdh-, Stock mit je 5 0J -rund allem f* taunM- uattK' ck an ew- ^elr bi 1. Noormber« ist. ser bist.Oktoberi» ta6< l!i_———- NeübäüTH^E zahnhofS), fhib 7m je« IiockensMer KE ’ftl Preis tocl. b 6' —--- Nr, 191 Freitag den 17. August 1894 Der -t«Ihe«er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener AamikieuSkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Gießener Anzeig er Kenerak-Anzeiger. Vierteljähriger Aöonnemcntsprel« r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulüratze Fr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Hi-ßm-r Kamm-»«««»? s Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddingshausen. Bei Prüfung des Grundbuchs rubr. Gemarkung hat sich ergeben, daß ein großer Theil der Grundstücke auf die Namen der jetzigen Eigenthümer noch nicht überschrieben ist. Ich fordere deshalb die Grundbesitzer in der Gemarkung Rüddingshausen auf, spätestens innerhalb 3 Monaten dafür Sorge zu tragen, daß ihre Grundstücke auch im Grund, buche auf ihre Namen überschrieben werden, da die Ersatzgrundstücke nur dem im Grundbuche eingetragenen Besitzer zugetheilt werden und keine Rücksicht auf Zusammenlegung der auf verschiedenen Namen stehenden, jedoch einem Besitzer gehörenden Grundstücke genommen werden kann. e Gießen, den 15. August 1894. Der VollzugS-Commisiär Dr. Wallau. Grobherzoglicher Kreisamtmann. Wegsperre. Der von der Kreisstraße Wieseck—Alten-Buseck nach der Wiesecker Mühle führende Weg ist wegen Vornahme von Bauarbeiten an demselben für den Fährverkehr bis auf Weiteres gesperrt. Gießen, den 15. August 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsche» Reich. Berlin, 15. August. Kaiser Wilhelm hat seinen Besuch in England beendet, an diesem Freitag erwartet man im Neuen PlatS bei Potsdam die Heimkehr des Monarchen. Der deutsche Herrscher hat sich auch bei seinem diesjährigen Aufenthalte in England lebhafter Sympathie - Bekundungen Seitens weiter Bevölkerungskreise zu erfreuen gehabt, welche Kundgebungen sowohl dem kaiserlichen Enkel der greisen Königin Victoria, als auch dem mächtigen Schützer und «Förderer des Völkerfriedens Europas galten. Die zwei letzten Tage des Aufenthaltes des kaiserlichen Herrn auf britischem Boden waren vorwiegend dem englischen Heere gewidmet. Am Montag nahm er über die Truppen im Lager von Aldershot eine sehr gelungen verlaufene Parade ab, am Dienstag wohnte er einem großen Scheingefecht von 12 000 Mann verschiedener Waffengattungen in Lang • Valley bei. Der Kaiser befehligte hierbei die „Nordarmee", mit welcher er die gegnerische „Südarmee" in die Flucht schlug. Sowohl bei dieser Gelegenheit, als auch anläßlich der Parade am Montag hat sich der erlauchte Monarch sehr anerkennend über die Haltung und die Leistungen der Truppen wie über ihre Feuilleton. Der (Batten im August. Von A. Fintelmann, städt. Garteninspector in Berlin. (Schluß.) In dem Blumengarten beendigen wir die Veredelung der Rssen und verschiedenen Ziergehölze, die sich durch Ableger, Stecklinge oder auf natürlichem Wege durch Damen nicht vornehmen lassen, bis etwa Mitte deS Monats, wie dies auch im Obstgarten zu geschehen hat und sorgen für eine leichte Lockerung der bereits hergestellten Veredelungen, damit die Fäden derselben die sich weiter ausdehnende Rinde nicht etnschneiden und die eingesetzten Augen gefährden. Sowie eine weitere Vermehrung der Rosen durch Stecklinge auch jetzt noch stattfinden kann, vervielfältigen wir auf gleiche Weise in einem lauwarmen Kasten, der noch mit sandiger Lauberde oder mit einer Lage sandigen Torfmulls gefüllt wurde, eine große Anzahl der unseren Garten zierenden Plüthensträucher, als da sind die verschiedenen Spiersträucher, Spirea Thunbergi, triloba, prunifolia, aquilegiaefolia, chamaedrifolia, ulmifolia, expansa, callosa, pachy- staebys; die blutrothe Johannisbeere, Ribes sanguineum; die geschlitzt- blättrige Albeere, Ribee nigrum laciniatum; der chinesische und persische Flieder, Syringa chinensis und peraica; die chinesische Pflaume, Prunus sinensis; die reichblühenden Weigcln, Weigelia floribunda rosea; die dunkelgrüne Forsythie, Forsythie viridissima; die herab- hängende Forsythie, Forsythia suspensa, zur Bekleidung sonniger Wände oder Einfriedigungen sehr geeignet; verschiedene Pfeifensträucher, Philadelphus coronarius, coronarius nanus, Satsumi, grandiflorus; die rifpenblütige Hortensie, Hydrangea paniculata; die reineren Arten von Heckenkirschen, Lonicera fragrantissima, Lede- bouri, coerulea u. a. m. Sie alle können bei trübem Wetter gleich nach ihrer Bewurzelung direct ins freie Land auf gut gelockerte Beete, die Rosen dagegen zunächst in kleine Töpfe, in denen sie zu überwintern sind, gepflanzt werden, doch müssen wir den ersteren, weil noch empfindlich, einen halbschattigen Platz onweifeu oder sie gegen die Sonnenstrahlen Anfangs zu schützen suchen. Führung ausgesprochen. Am Montag Nachmittag hatte Kaiser I Wilhelm von Aldershot aus der Kaiserin Eugenie in dem benachbarten Farnborough einen Besuch abgestattet, eine zarte I Aufmerkiamkeit des hohen Herrn gegenüber dieser vom Schicksal so schwer geprüften Frau. — In der Angelegenheit der Reform des Militärstrafverfahrens verlautet neuerdings, daß der betreffende Entwurf dem Kaiser schon vor Antritt seiner Nordlandsreise Vorgelegen habe und daß der Allerhöchsten Entschließung hierüber schon in nächster Zeit engegengesehen werden könne. Neueste Nacheichten. WolffS telegraphische» Eorrcspondenz-Bureau. Berlin, 15. August. Nach dem „Reichssnzeiger" betrugen die Einnahmen an Wechsel stempel st euer vom April bis Juli er. 2 409 229 Mk. gegen 2 407 691 Mk. in demselben Zeitraum des Vorjahres. Berlin, 15. August. Der Landrath des Kreises Colmar (Rcgbz. Bromberg) macht bekannt, daß auch in dem an beiden Ufern der verseuchten Netze belegenen Kreise Colmar und zwar bei Samotschin und in Usch Erkrankungen an asiatischer Cholera mit zwei Todesfällen vorgekommen sind. Kaffel, 15. August. Die 2 3. Hauptversammlung des deutschen Apothekerveretns wurde heute Vormittag durch Frölich-Berlin eröffnet. Nachdem die Begrüßungen Seitens der Staatsbehörde und der Stadtbehörde erfolgt waren, wurde beschlossen, die Maturitätsprüfung als wettere Vorbildung und Selbstvertretung des Standes den Behörden gegenüber zu fordern. Ungefähr 500 Lyellnehmer sind anwesend. Königsberg i. Pr., 15. August. Der Minister der öffentlichen Arbeiten bewilligte für die nordostdeutsche Gewerbe-Ausstellung im Jahre 1895 kostenfreie Rückbeförderung der unverkauften Ausstellungsgegenstände auf den preußischen Staatsbahnen. Metz, 15. August. Heute Nachmittag wurde nach allgemeiner Schmückung der Kriegergräber in der Schlucht bei Grav elott e unter Theilnahme einer tausendköpfigen Menge eine Gedenkfeier für die 1870 Gefallenen abgehalten. Paris, 15. August. Die bonapartistischen Ausschüsse des Seinedepartements veranstalteten heute ihr Jahresbanket, woran 600 Personen theilnahmen. London, 15. August. Gestern Abend explodirte im Briefkasten des Postbureaus der Londoner Vorstadt New- Croß eine Röhre aus brauner Pappe, die anscheinend mit Schießpulver gefüllt war. Der Briefkasten und einige Briefe wurden beschädigt, aber sonst kein großer Schaden angerichtet. Die Röhre enthielt keine Adresse- auf der Außenseite des Umschlags stand: „Zum Andenken an Ravachol, Bourdin, Vaillant, Santos." Die Untersuchung ist eingeleitet- man nimmt an, daß es sich um einen schlechten Scherz handelt. Die im vergangenen Monat durch Stecklinge vermebrten Topf- , pflanzen, wie Heliotrop, Fuchsien, Cupheen, Aliernantheren, Coleus, Achyranthes, Jresinen ufw. fetzen wir nach ihrer Bewurzelung in I Töpfe, halten sie einige Tage bei Anfangs geschlossener Luft bis zur Durchwurzelung der Töpfe in Kästen und Härten sie dann nach und nach zur Ueberwinterung ab, indem wir sie der Einwirkung auch der kühleren Nächte aussetzm. In gleicher Weise Härten wir ab die zum Winierflor bestimmten und im vergangenen Monat ausgesäeten Cinerarten, Cineraria hybrida und die Pantoffelblumen, Calceolaria hybrida, nachdem sie noch mehrmals unter Verwendung recht kräftiger Mistbeeterde und nicht zu kleiner Töpfe verpflanzt wurden. Die grünen Blattläuse find ihre lästigsten und eine freudige Entwickelung bindernden Feinde, denen wir erfolgreich begegnen, indem wir die Pflanzen mit verdünnter Tabakslauge nachhaltig, besonders unter Berücksichtigung der Unterseite der Blätter, des Haupisitzes der Läuse, üb-rspritzen und sie nach Durchwurzelung der Töpfe in thaufrifchen Nächten ohne Fenster lassen, dtefe aber, um die Läuse durch einen den Pflanzen selbst nicht schädlichen schrofferen Witterungswechsel empfindlicher zu treffen, am Tage mit hoher Luft wieder auflegen. Stiefmütterchen, Vergißmeinnicht, das orangegelbe Berufskcaut (Erigeron aurantiacus), die Alpenafter (Aster alpinus), den Goldlack, die Winterlevkoyen, die Svenen pflanzen wir bis zu ihrer Verwendung — letztere drei nur bis Ende des Monats, zu welcher Zeit fte in Töpfe zu fetzen sind — ins freie Land aut besondere Beete. Goldlack und Winterlevkoyen werden leicht von dem Mehlthau befallen und müssen zur Verhütung desselben, nach thaufrischen Nächten oder nachdem sie zuvor mit Wasser etwas angefeuchtet worden, vermittelst eines hierzu sich eignenden Apvaratetz mit Kupferspecksteinmehl (Fostite) oder auch mit reiner Schwefelblüthe leicht bestäubt werden. Etwa bereits befallene Pflanzen find sofort zu entfernen und am besten zu verbrennen, keinenfalls aber auf den Düngerhaufen zu werfen, da wir von hier auS sicher die Pilz wieder in den Garten bekommen würden. , . „ , Mitte deS Monats werden die Hecken von Lebensbaumen, Fichten, Eibenbäumen (Taxus baccata), Wacholder rc. geschnitten und zwar in der Weise, daß der untere Breitendurchmesser der Hecke ein größerer sei alS der obere, um auch den unteren Zweigen genügendes Licht zukommen zu lassen. Beim Mangel deffelben lausen Sofia, 15. August. Der Jahrestag der Thronbesteigung des Fürsten Ferdinand wurde in herkömmlicher Weise durch Truppenschau und FestgotteSdienst begangen. Nachmittags fanden Volksbelustigungen statt, die programmmäßig verliefen. Der Fürst begnadigte 245 wegen gemeiner Verbrechen Verurtheilte- außerdem alle wegen politischer Verbrechen Verurtheilte, darunter Rizow und Arnandow, die im Panitza Proceß, sowie Wassiliew, Bobekow, Dzudzew, Welikow, die im Beltschew-Proceß verurtheilr worden waren. Nur Karawelow wurde nicht begnadigt, weil er sich weigerte, den Fürsten um Gnade zu bitten. Dem Metropoliten von Varna wurde der Alexanderorden verliehen. WB. Berlin. 16. August. Der „Nationallib. Corresp." zufolge finden wegen Neuerrichtung einer katholisch- theologischen Facultät an der Universität Straßburg zwischen den weltlichen und kirchlichen Behörden Verhandlungen statt, welche Erfolg in Aussicht stellen. WB. Lyon, 16. August. Caserio wurde früh 4 Uhr 55 Min. ohne Zwischenfall hingerichtet. Depeschen bei Bureau .Herold". Berlin, 15. August. Die „Post" schreibt zu dem vorgestrigen anarchistischen Revolveratrentat: Deutschland hat, obwohl eS in Gestalt des Anschlags auf dem Niederwalddenkmal und der Ermordung des Polizeiraths Rumpf in Frankfurt a. M. seitens der Umsturzverschwörer eindringliche Lecttonen erhalten hatte, der anarchistischen Gefahr geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Angesichts des vorgestrigen Attentats dürfte man der von der „Poft" vertretenen Anschauung betpflichten, daß betreffs der Umsturzpropaganda die manchefterliche Taktik des ruhigen Gewähren- lassens schwere Bedenken hat. Berlin, 15. August. Wie den „B. N. N. N." auS Kiel telegraphisch gemeldet wird, machen die Kreuzer „Condor" und „Cormoran" auf der Kasserwerft seeklar- die Abreise nach Ostasien wird am 20. August erfolgen. Kiel, 15. August. Kaiser Wilhelm hat heute Morgen Gravesend auf der „Hohenzollern" verlassen und trifft am Freitag Morgen hier ein. Am Freitag Abend reift der Kaiser nach Wildpark weiter. Königsberg, 15. August. Aus der Provinz Ostpreußen werden heute 4 weitere Cholerafälle gemeldet. Bet einem Ulanen des Regiments „Graf Dohna" In OrtelLburg wurde asiatische Cholera festgestellt und bei Pinnau starb ein Schiffer an der Seuche, während seine Frau und ein Kind daran erkrankten. Johannesburg (Ostpreußen), 15. August. Bet einem großen Waldbrand im Mehlankener Forst, der 700 Morgen Wald vernichtete, find drei Personen in den Flammen umgekommen. Köln, 15. August. Bei den choleraverdächtigen Kranken immergrüne Hecken leichter, als solche von laubabwerfenden Gehölzen, Gefahr, unten lückenhaft zu werden und damit schneller an Ansehen zu verlieren, abgesehen davon, daß sie in solchen Fällen weniger leicht verjüngt werden können, wie die letzteren. Die Zeit des Schneidens ist zugleich die geeignetste zum Verpflanzen von Coniseren — Nadelhölzern — im Allgemeinen, wenn dies auch allezeit vom frühesten Frühjahr an bis zum Eintritt des Frostes geschehen kann. Anzurathen ist jedoch ein zu weites HinauS- schteben der Pflanzzeit niemals, da die Coniseren andernfalls bei ungünstigem Winter leicht zu Grunde gehen, wenngleich ein sorg- sälliges Etndecken ihrer Wurzelballen mit Laub oder anderem Frost abhaltenden Deckenmaterial die Ausfälle zu vermindern vermag. In den Monat August endlich fällt auch die Hauptverpflanzungs- zeit der weiften unserer Stauden, immerdauernder Pflanzen, wenn auch im Allgemeinen als Regel gelten soll, fte unmittelbar nach der Blüthe, bezw, wenn das Kraut hinfällig zu werden beginnt, zu verpflanzen. Immer läßt sich dies jedoch nicht genau durchführen, sei es, daß es an dem nöthigen Platze gebricht, sei es, daß die erforderliche Zeit in den einzelnen Blüiher Perioden der verschiedenen Stauden fehlt. Wir sparen uns deshalb diese Arbeit oortheilhast für den August auf und verpflanzen bezw. thellen nun unter andern den hohen Rittersporn, Delphinium hybridum; die chinesische Pfingstrose, Paeonia chinensis — diese dürfen jedoch nicht zu stark geteilt werden, da sie sonst das Blühen im kommenden Jahre aussetzm — den purpurrothen und gelben Fingerhut, Digitalis purpnreaunb ambigua; das himmelblaue Polemonium, Polemonium coeruleum; den Eisen Hut, Aconitum Mapellus; die Herzblume, Diclytra spectabilis; den Alant, Inula Helenium; die verschiedenen Glockenblumen, Campanula; die Schlüsselblumen, Primula; das Seifenkraut, Saponaria ofticinalis; die Rachtviole, Hesperis matronalis; die Flammenblume, Phlox decussata; den Storchschnabel, Geranium, u. a. m. Von Zwiebeln, die Ende des Monats ins Freie gelegt werden müssen, mögen zum Schlüsse noch genannt sein: die Kaiserkrone, FritiUaria imperialis; das Kiebitzei oder die Schachbrettblume, Fritillaria Neleagris; einige Lilien, Lilium Brownicandidum unb dauricum, ferner Tulpm, Tazettm, Jonquillm, Narzissen, Crocus, Scilla und Hyacinthen. wurde Brechdurchfall festgestellt und das Rheinwaffer keimfrei befunden. Budapest, 15. August. DaS im Bau begriffene Palais der Commerztalbank in Szatmar ist eingestürzt und hat 16 Arbeiter unter sich begraben. Die Polizei und die Feuerwehr sind mit den Rettungsarbeiten beschäftigt. Den Umständen nach zu schließen, sind viele Arbeiter tobt. Rom, 15. August. In dem Hause des ZeitungS- verkäuferS Ci art wurde auf die Denunctation eines vor einigen Wochen verhafteten Anarchisten Martottini eine Durchsuchung veranstaltet, die ein überraschendes Resultat lieferte. P?an fand nämlich eine vollständige Werk- stätte zur Herstellung von Explofivkörpern mit einem chemischen Laboratorium, Schmelzöfen und dergl., sowie ein Magazin, in dem 30 Bomben fast fertig lagen. Ciari und sechs Genossen wurden verhaftet. Eine zum Explodiren vollständig vorbereitete Bombe gleicht genau der bei der Kammer gefundenen und sollte nach dem Beschluß einer Versammlung von 15 Anarchisten, wie die „Italic" wiffen will, vor dem Hause Criöpls gelegt werden als Protest gegen die Der- urtheilung Legaö und Cesarios. Unter den Verhafteten befindet sich auch der mit der Legung dieser Bombe Beauftragte. Nach der Aussage des obengenannten Anarchisten Mariottini sollen seit zwei Jahren' alle Bomben, die in Rom geworfen wurden, im Hause CiariS angefertigt worden sein. Paris, 15. August. Das „Amtsblatt" veröffentlicht morgen den Termin zur Neuwahl eines Abgeordneten im Arrondissement Nogent an Stelle Casimir PerierS. Paris, 15. August. Die Meldung, Caserios Mutter sei in Pout>sur-Seine eingetroffen, um die Damen Perier und Carnot anzuflehen, sie möchten sich für den Sohn verwenden, bestätigt sich nicht. Caserio zeigt sich im Gefäugniß gleichgiltig gegen sein Schicksal und verbringt seine Zeit mit Lesen des Don Quixote. London, 15. August. Die irische Pächterbill wurde vom Oberhaus mit 240 gegen 30 Stimmen abgelehnt. London, 15. August. Nach Meldungen ans Tokio hat am Samstag ein weiteres Seetreffen zwischen den Chinesen und Japanern stattgesunden, in dem wieder die Chinesen unterlagen. Belgrad, 15. August. Heute früh ist ein Ukas erschienen, durch den eine größere Anzahl wegen politischer Ver- gehen Verurtheilter begnadigt wird. Coeale« «n- provittjicUc» Gießen, den 16. August 1894. * * Ernennung. Se. Königl. Hoheit der G r o ß h e r z o g haben Allergnüdigst geruht: Am 15. August den Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, Professor Ludwig Munch, zum. Direetor des Realgymnasiums daselbst mit Wirkung vom 1. October l. I. an zu ernennen. * * Empfang. Seine Königl. Hoheit der Groß Herzog empfingen gestern u. A. den Professor Dr. Buchhold von der höheren Mädchenschule hier. * * Feuerwchrfest. Die Arbeiten auf dem Festplatz im OSwaldsgarten gehen ihrer Vollendung entgegen,- die Fest- bauien, besonders die große Eingangspforte, beweisen, daß ma.i auch in Bezug auf Kunst bestrebt ist, dem Feste äußerlich Glanz zu verleihen. Es bedarf nur noch des Eintritts günstiger Witterung, und das Fest wird Alle befriedigen, die daran rheilnehmeu. Auswärts sieht man der Entwickelung der Fest- vorbereitungen mit großem Interesse entgegen; sämmtliche -Blätter des Großherzogthums und der benachbarten preußischen Landestheile berichten eingehend über die Festvorbereitungen, so daß auf einen starken Zustrom von Gästen zu rechnen ist. Nun liegt es an der Feststadt Gießen, ihre Gäste, seien es die uniformirten wie die nichtuniformirten, würdig und freundlich zu empfangen. Daß dies geschieht, davon sind Alle überzeugt, die früheren in unseren Mauern abgehaltenen größeren Festlichkeiten beiwohnten. Festlich geschmückte Straßen und Häuser werden unsere Gäste aufnehmen, Fahnen und Flaggen ihnen ein herzliches „Willkommen" entgegen« Pattern. Aber nicht nur im Schmuck der Feststadt wird sich die Freude über das Erscheinen einer großen Anzahl Feuerwehrmänner aus allen Theilen des Landes bekunden, sondern hoffentlich in recht hohem Maße an der Theilnahme der Einwohnerschaft am Feste selbst. Man hörte in Den letzten Wochen öfters fragen: „Warum soll mau sich an einem Feste betheiligen, das nichts Be- fonderes bietet und nur für die Feuerwehr Interesse hat?" Nun, wir meinen, ein Blick auf das Festprogramm, auf die herrlichen Festbauten, ein Einblick in die schöne Festschrift genügt, um zu begreifen, daß das 16. Hessische Feu er w ehrfest seinen Besuchern recht viel bietet. Freilich, die Feuerwehr allein kann das, was das Programm aufweist, nicht ausführen, sie wird sich aus ihre Hebungen und den Brandattgriff, sowie auf ihre Qn bcn lebenden Bildern beschränken müffeu. Uber die Feuerwehr wird, wie dieö ja auch bei sonstigen Jqtcn geschieht, unterstützt durch andere Vereine; diesmal sind E wieder unsere wackeren Turner und Sänger, die das Fest verschönern Helsen. Turnerische Leistungen und Gesangs vortrage sind überall gern entgegengenommene Genüsse. Für musikalischen Genüsse sorgt in erster Linie die vor» zügliche Capelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm". Herr Musikdireetor Krauße soll ein sehr gewähltes Pro- gramm zusammengestellt haben. Zum Tanzen ist Gelegen- heit auf zwei Böden geboten; ferner wird ein großes Feuerwerk von einem berühmten Kunstfeuerwerker ab« gebrannt werden. Rechnen wir hierzu noch die anderen Ver« rTm"' den Festzug, die T ° ürcvcIllc, den Zapfenstreich, die Ausstellung von Feuer- ^hrgerathen, so bieten sich dem Besucher gewiß eine von Veranstaltungen, an denen er mit Freuden theil« nehmen kann. Aber gesetzt den Fall, da« Programm wäre ein weniger reichhaltige«, s.llle sich dach Niemand abhalten 1 nunmehr er« aufgeführt und zwar erscheint Flammen, aus dessen Fensterns Großvater, Mutter, Vater und Schlafe von Feuer Überrascht Feuerwehrleute besteigen, weil dem zweiten Jahre alter Eisenschienen beim ersten das Haus in eine Familie, bestehend aus ihren 6 Kindern, welche im wurde, nach Hilfe sucht, die Treppe niedergebrannt, am auf sah lich schienen und eoursmäßig zu beziehen. ** Unfall. Gestern Nachmittag stürzte aus Stock des Neubaues am Seltersweg em 14 Maurerlehrling. Derselbe schlug auf den Kleinkinderschule verwenden, was weit mehr im allgemeineren Interesse läge. Büdiugeu, 15. August. Ein wahrer Freund für Jedermann, ein Helfer bei Krankheiten zu jeder Zeit, wurde durch den unerbittlichen Tod in ein besseres Jenseits abgerufen. Es ist dies der seit circa drei Jahren von hier nach Offenbach gerufene Kreisarzt Dr. med. Karl Brettel, dessen Andenken bei Allen, die in Umgang mit ihm gestanden haben, ein bleibendes sein wird. H. Aus dem Horloffthale, 15. August. JndasFrucht- geschäft ist etwas Leben gekommen, indem von Getreide- Händlern aus Staden heute größere Parthieen Wetterauer Weizen zu 12,75 Mk. per Doppelcentner angekauft wurden. In den übrigen Getreidesorten ist noch kein rechter Zug; es werden zwar hier und da kleine Abschlüsse gemacht, die in der Regel bei sehr gedrückten Preisen stattfinden, weil die betreffenden Verkäufer des Geldes benöthigen, um Holz, Pacht u. dgl. rn. bezahlen zu können. Da der neue Weizen, welcher sehr schön ist, noch viel Feuchtigkeit besitzt und in den nächsten Wochen stark einzutrocknen pflegt, kann der jetzige Preis demjenigen von 13 Mk. in einem Monate, wenn das Schwinden und Eintrocknen stattgefunden hat, gleichgesetzt werden. Die Landleute stehen diesen Fruchtpreisen mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber, denn das Brod ist theuer und die Frucht, deckt nicht mehr die Erzeugungskosten. H. Aus dem Horloffthale, 15. August. Die gclbbereinig ung in der Gemarkung Gettenau ist nun so weit vorgeschritten, daß nächsten Samstag den 18. d. Mts. die Kulturarbeiten für die Zusammenlegung öffentlich versteigert werden können. 2 Mir. prima ESrimo f. eine« Wintertiberzieher zu M. 12.45 8,30 Mtr. schwerer Lodenstoff für einen Anzug zu M 8.75 nabelferttg ca. 140 cm breit, versenden dtrect franco Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Fabrlk-Depöt. 6395 Muster umgehend franco. NtchtvassendeS wird zurückgenommen. wie sie vielleicht Hauptzweck anderer Vereinigungen sind; unsere brave Feuerwehr hat in erster Linie den Beruf, Leben und Eigenthum der Mitbürger vor dem verheerenden Element „Feuer" zu schützen, sie fragt so wenig nach Genüssen, wie nach stürmischer Witterung, nach Hitze ober Kälte, wenn die Sturmglocke sie zu ernster, aufopfernder Arbeit ruft, sie springt Jedem helfend bei, fei er Christ oder Jude, sie fragt nach keiner Parteiangehörigkeit, wenn es gilt, „des Bürgers Dach zu schützen, sein Weib, sein Kind, sein Hab und Gut". — Ohne Rücksicht auf das im Festprogramm Gebotene sollte daher Jeder, der sonst nicht durch widrige Umstände verhindert ist, theilnehmen an dem Feste. Es' sind über 25 Jahre verflosfeu, seit ein in bescheidenen Grenzen gehaltenes hessisches Feuerwehrfest in Gießen stattfand, nur alle drei Jahre wird ein solches an jeweils zu bestimmendem Orte unseres engeren Vaterlandes abgehalten. Statten wir deßhalb unseren Feuerwehren einen Theil der Dankesschuld für ihr menschenfreundliches Wirken dadurch ab, daß wir uns recht zahlreich an dem Feste betheiligen. Das Opfer, welches uns die Lösung einer Eintrittskarte auferlegt, wird reichlich aufgewogen durch die Opfer, welche die Feuerwehr unverdrossen jahraus, jahrein dem Gemeinwohl bringt. ** Einen hervorragenden Theil unseres Feuerwehrfestes bildet die mit demselben verbundene Ausstellung von Feuerlöschgeräthen und Ausrüstungsgegen- ständen jeder Art, die in der Turnhalle und dcm Schulhof der neuen Stadtknabenschule untergebracyi ift. Den prächtigen Ausstellungsräumen entsprechend, haben sich die besten und leistungsfähigsten Firmen dieser Branche, wie Magirus in Ulm, Müller u. Co. in Offenbach a. M., Metz in Heidelberg, Braün in Nürnberg, Lieb in Biberach daran betheiligt und ihr Bestes gebracht, um die Ausstellung zu einer wirklichen Musterausstellung zu gestalten. Alles ist darin vertreten, was irgendwie mit der Feuerwehr in Verbindung steht und um das Vcrhältniß unserer Feuerwehren auch harmonisch zu gestalten, führt Herr CH al li er die entsprechenden Instrumente vor. Es bietet sich also Interessenten die schönste Gelegenheit, sich über alle Bedarfsartikel der Feuerwehr eingehend zu informiren und eS kann deshalb der Besuch nicht allein den Laien, sondern insbesondere auch Denjenigen empfohlen werden, deren Fürsorge die Ausrüstung der Feuerwehr unterstellt ist. Wir behalten uns vor, auf hervorragende Einzelleistungen und Neuheiten noch näher zurückzukommen und wollen nur heute noch bemerken, daß die Ausstellung am Samstag Nachmittag 2 Uhr eröffnet und von da ab dem Publikum zugängig gemacht wird. Für Besitzer von Festkarten ist der Eintritt frei, während solche Personen, welche Festkarten nicht besitzen, ein Eintrittsgeld von 20 Pf. zu entrichren haben. * * Vom 16. Hess. Feuerwehrverbandsfest. Gestern Abend fand auf dem Festplatz eine Probebeleuchtung des ganzen FestplatzeS durch electrisches Licht statt. Der Beleuchtungs- Effect war ein großartiger und verlieh dem geräumigen Platz, fotote den verschiedenen Gebäulichkeiten Tageshelle. Leider vermißte man die electrische Beleuchtung auch in den Verkaufsbuden. Es dürfte keinen schönen Anblick gewähren, wenn dieselben von den Miethern durch Oellampen erhellt werden müßten. Der electrische Strom zur Speisung der zahlreichen Lampen und Bogenlichter wird in der Fabrik des Herrn Commerzienrath Wilh. Gail erzeugt. — Im Hintergrund des Festplatzes bemerkt man eine hoch aufragende Hausfront. Hier wird sich am Sonntag Abend den Festtheilnehrnern ein hübsches Bild entwickeln. ES werden daselbst 2 lebende Bilder des Kellergeschosses mit dem Kopfe an und fiel in den Keller. Er erlitt außer einigen Schürfungen im Gesicht schwere innere Verletzungen und mußte in die Klinik gefahren werden, woselbst er jetzt noch besinnungslos barnieberliegt. An seinem Aufkommen wirb gezweifelt. Soviel bis jetzt festgestellt wurde, trifft bei dem Unfall einen Zweiten keine Schuld, es liegt lebigUd) Unvorsichtigkeit von Seiten des Verletzten vor. ** Güter - Bahnhof Großen Linden. Durch verschiedene Zeitungen ging dieser Tage die Notiz, als ob ein Vertrag zwischen den Gemeinden Großen-Linden und Leihgestern zu Stande gekommen fei. Dies ist nicht richtig. Allerdings ist die Anlage des Güterbahnhosö vom Königlich Preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten genehmigt worden, eS wird jedoch ein Kostenzuschuß verlangt. Da die beiden Gemeinden sich über den Beitrag nicht einigen können, ist das Ganze in Frage gestellt. Die Gemeinde Leihgestern hat zwar einen Beitrag geboten, allein dieser ist so nieder be« messen, daß auf Verwirklichung des Projects kaum zu rechnen ist. Seitdem bestimmt ist, daß der neue Gürer-Bahnhof bei Gießen für Großen - Linden näher als seither kommt, scheint man in letzterer Gemeinde sich nicht mehr allzusehr für einen eignen Güterbahnhof zu interessiren, wenigstens will man ihn nicht Dermtfcfcte# * Raffel, 11. August. Große Bestürzung rief es bet den Schülerinnen einer hiesigen Volksschulklasse am Schluß einer Unterrichtsstunde um 11 Uhr hervor, als ihr Lehrer — ein noch junger Mann — plötzlich, vor dem Katheder sitzend, vom Stuhle sank und regungslos liegen blieb. Aus die Angstrufe der Kinder kamen andere Lehrer herbei, welche ihren Kollegen als Leiche fanden. Ein Schlagfluß hatte seinem Leben ein Ende gesetzt. * Siegen, 14. August. Den Actionären des verkrachten Siegener Bankvereins ist durch ein Urtheil des Arnsberger Bezirksausschusses ein günstiger Präcedenzfall geschaffen. In dem Processe gegen die ehemaligen VerwaltungsrathS- mitglieder der vor Jahresfrist von dem Rendanten Wilmes um eine Million geschädigten Sparkaffe zu Olpe wurden diese mit Rücksicht auf ihre geradezu unbegreifliche Vertrauens- seligkeit zur Regreßpflicht verurtheilt, sodaß sie mit ihrem ganzen Vermögen zur Deckung aller von Wilmes begangenen Unterschlagungen herangezogen werden können. Die eingelegte. Berufung harrt noch der Entscheidung. * Leipzig, 15. August. Bei einem Neubau am Markt ist beim Einziehen eiserner Balkenträger ein Gerüst gebrochen; drei Schlossergesellen sind schwer verletzt. * NenueS, 14. August. Das Kriegsgericht des 1- Korps verurteilte einen Soldaten, der gegen seinen Schwadronschef irn trunkenen Zustande einen Messerstich geführt hatte, zum Tode. * Nürnberg, 15. August. Der Schachspieler Walbrodt spielte in der letzten Nacht gegen 51 Gegner zugleich, gewann 42 und verlor 5 Partieen; 4 blieben remis. * Turin, 14. August. Der englische Pastor Davidson wollte mit seiner Tochter den St. Lukassteg in den Walliser Alpen besuchen. Ein sich loslösender Felsblock stürzte nieder und zerschmetterte das Mädchen, während der Pastor mit einigen leichten Wunden davon kam. dem Bankhause Aron Heichelheim übernommenen 3J/2 pKt. Gießener Anleihe von 1894, welche Anfang October'd. I. in die Obligationen umgetauscht werden, sind Bahnsteig Aufstellung genommen, sonst war jeder Empfang besonderen Wunsch unterblieben. — Ihre Majestät sehr wohl aus und nickte der grüßenden Menge sreund- zu- das Gebäude von außen und retten die Familienangehörigen mit eigener Lebensgefahr, gleichzeitig suchend daö Feuer zu bewältigen. Das zweite Bild zeigt die gerettete Familie in Gruppen vor dem Hause versammelt, um sie herum die Feuerwehr, die ihre Pflicht gethan, sich von der harten Arbeit den Schweiß von der Stirn trocknend. Wir ersehen auch hieraus, daß der Festausschuß das Möglichste thut, um den Festtheilnehrnern gerecht zu werden. * * Gießener Stadtanleihe. Die Jnterimöscheine der von Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 16. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Luft 15<>. Rüdsamen'sche Badeanstalt. Universität- - Nachrichten. — Berlin, 15. August. Geh. Rath Prof. Dr. Zeller, ber nach Abschluß seiner academischen Laufbahn in ben Ruhestanb getreten ist, wird Berlin verlassen und nach seiner schwäbischen Hetmath übersiedeln. Dem Vernehmen nach gedenkt er in Stuttgart seinen Wohnsitz zu nehmen. ** Touristen und Solchen, welchen es Vergnügen macht, schöne Fußtouren in nächster Umgebung unserer Stadt Zu machen, diene zur Nachricht, daß die von mehreren Mitgliedern der Section Gießen des Deutschen und Oesterreich. Alpenvereins vorläufig auSgesührten Wegebezeichnungen folgende sehr schöne Touren bedeuten. Vom Neustädter Viaduct anfangend: Rothe Striche: Gleiberg, Krofdorf, Fellingshausen, Dünsberg, Rehmühle. B. Büdingen, 15. August. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich traf heute Vormittag 1060 Uhr mit Extrazug, von Gelnhausen kommend, hier ein und wurde am Bahnhof, der polizeilich gesperrt war, von den Mitgliedern der Fürstlichen Familie empfangen und nach dem bereit stehenden, herrschaftlichen Galawagen begleitet, mittelst dessen die Fahrt durch die prächtig geschmückte Stadt nach dem Schlosse erfolgte. Ihre Majestät verweilte bei der Fürstlichen Familie bis zum Nachmittag und reifte um 230 Uhr wieder zurück. Der hiesige Kriegerverein hatte bei der Ankunft und Abfahrt lassen, das Fest zu besuchen. Man möge bedenken, daß es ■ zu theuer verkaufen, vielmehr das Geld zur Erbauung eine nicht Aufgabe der Feuerwehr ist, glänzende Feste zu bieten, f' " " L " ' Kohlenlieferung. Die Lieferung von 500 Gentner Anthracit-Zrohlen I. Qualität soll im Wege des öffentlichen Angebots unter den in Anlage A. zu dem Ministerial Erlaß vom 16. Juni 1893 enthaltenen allgemeinen und den aufgestellten besonderen Bedingungen vergeben werden. Verschlossene Angebote sind bis zum Eröffnungstermine: Dienstag d. 28. August 1894 Vormittags IO Uhr auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 15. August 1894. Großh. Provinzialdirection Oberheffen. v. Gagern. 6765 /rritag den 14. September Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die dem ftrdbetr Victor Hugo von Nor, be6771 Samstag den 18. August d. IS., Rachmittags 2 Udr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier: 1 Sopha, 1 Spiegel, 1 Tisch, 1 Com- mode, 1 Küchenschrank, 2 Taschenuhren, 1 goldene Halskette mit Medaillon, 6 Bettcoltcrn, 12 Bettvorlagen und andere Sachen. "@tn Theil dieser Gegenstände wird bestimmt versteigert. 6770 Dor«, Gerichtsvollzieher. Freitag den 17. August 1894, Vormittags 11 Uhr, zu Steinberg im Earl Hinkler'schen Hause werde ich gegen Baarzahlung öffentlich versteigern: - a 1 Drehbank, 1 Bandsäge, 1 Parthie Bohlen, 6 neue Stühle, 2 Kannen Lack rc. 6773] Engel, Gerichtsvollzieher in Gießen. Gummitischdecken, Wachstuch, Ledertnch, Unterlage ftoff re. empfiehlt billigst 6588 ____Heinrich Wn 1 lach. Ziigjaloiisien mit Stahlband und Ketten, D. R. Patent 9624, aus der Fabrik von Bajer u. Leibfried in Eßlingen empfiehlt zu Fabrikpreisen Martin Dörr, Schlossermeister. 5628]____Nordanlage 18._______ $üF~Destcolporteure Japan-Artikel' Fächer, Schirme, Pfauenfedern re. zu EngroS Preisen empfiehlt [6571 ErnftBalser Papierhandlung. Gr. Schellfische rc. per Pfd. 20 Pfg., Dienstag, Mittwoch und Freitag frische Zufuhren in Eitzpackung. Garan» tirt frische Waare, fsasl im Rebstock. Neue Grünekerne bei Robert Stuhl, 6014__Neustadt 23. SenfsaäFla. echt, empfiehlt [6559] Otto Schaaf. 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Der Sammelplatz für die Lotten I, II, III, V und VI der Pflicht-Jeuerwesir bei Brand- Der fahrplanmäßige Betrieb wird während des Feuerwehrfestes Sonntag und Montag, von 2 Uhr Nachmittags ab, auf beiden Linien eingestellt. Dagegen fahren unsere Omnibusse fortwährend und zwar: Sonntag vou « Uhr Nachm. bis 10 Uhr Abends, Montag von 2 Uhr Nachm. bis 10 Uhr Abends^ Bahnhof—Westanlage—Festplah; Festplatz—Neustadt—Bahnhofstraße—Bahnhof. 16.24 ; 16?. 0 —--- 4. 9, 4.15 6725) Ick futit einen iüch'ig>-n Pferdeknecht Danksagung. ^sür die vielen Beweise herzlicher Thellnahme während der Krankheit, sowie bei der Beerdigung unseres lieben Gatten, Vaters, Bruders, Schwagers, Schwiegervaters und Großvaters, Herrn Balthasar Oswald für die reichlichen Blumenspenden, dem Herrn Pfarrer Dr. Naumann für seine schöne, tröstende Grabrede, ferner den evangelischen Schwestern, welche während seines Krankenlagers hilfreich zur Seite standen, und der Gießener Freiwilligen Feuerwehr für die ihm erwiesene letzte Ehre, unseren innigsten Dank. 6762 _______ Die trauernden Hinterbliebenen. G »l d s o r,t e u. Zur Decoration! Feuerwehr-Wappen 10 Farben ausgeführt, 90 Zentimeter hoch, 65 Zentimeter breit. 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Stenographie" Gießen. 6738] Junges, reinliche« Dtenstmüd I M/i) Reichsarürihe chen alsbald gesucht. Bahnhofstraße 29,18Vo^o do. I.Treppe doch.__________________________|go/o Hrentz. Crafj» Braves Mädchen fev?- tagsüber zu einem älteren Kinde r« fuc$t. I •21« «»»L4Ä »Ä%M£L Tolroer cantionsfähiger Noröd. Llryd-siet. Mann, welcher durch miß- ltche Verhältniffe außer 2t«l. WML»«rrbechn tut Stellung gekommen, sucht! «elfe., •tretet irgend einen Posten als Vereiusdiener, Kassirer oder dergl. Näh. Aus- knnft bei der ExP. d. Bl. zur Weiterbeförderung in Empfang zu nehmen. Quittung in d. Bl. Während der Herbstferien eriheile ich Privat- 4 Nachhilfe- Vermischte Anzeigen. Warnung. melne S/.au M°-gar-,hc ~7U «eb. Horman. böswillig verlassen Hat, warne id> hiermit Jedermann, ihr Ä m-Lnetn Namen etwas zu borgen JJ&w ich für nrchts baffe. ___Johannes Will. 6783| Nr. 29 vat die Bettdecke toont^n" 86 *“ 6< 6093] Emviedt.^ mich im Wcißr^ng. 20 Franken-St. nähen, ktzticken und Watri,««. 20 do. j Näheres Neuenw^g^2 Hinterhaus. i Dollrrs in G.-ld Bekauttttmtzchnng. r,, Dem Kaufmann Herrn H. A. Sack, Neuenweg 58, ist eine amt- liche Verkaufsstelle für Postwerthzcichen übertragen worden. Greß en, 15. August 1894. Kaiserliches Postamt. I. V.: Goebel. frirtri*5hrfrr Kikbck. Ich habe den Alleinverkauf von dem berühmten Friedrichsdorfer Zwieback von Ferd. Gtemmler in Friedrichsdorf für Lollar «nd Umgegend übernommen und rffertre dens lben in Pack ten ä 20 Pfg. und .30 Pfg. Lollar 14. August 1894. Hoch chlungsooll ^51 H. GeissEer VI., Zur Germania. Bitte. 6744] Tüchtiger zuverlässiger Em evang. Geistlicher bittet für! eine schwer leimgesuchte Familie um auf sofort bet hohem Lohn gesucht. 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[6782] Der Vorstand. XVI. Hessischer Feuerwehrtag in Gießen am 18., 19. und 20. August 1894. Der Vorverkauf von auf Namen lautenden Eintrittskarten, — sog- Dauerkarten — für die Dauer des Festes gültig, zum Preise von: 3 Mark für eine Familie bis zu 5 Personen (erwachsene Söhne ausgeschlosien), 1.50 Mark für eine einzelne Person, findet von Mittwoch, den 15. August, bis Samstag Abend, den 18. August, statt, bei den Herren: Kaufmann Ernst Balser, Mäusburg 11. Instrumenten- und Musikalienhändler Challier, Neuenweg 9. Kaufmann Daniel Heil, Lindenplatz 3.1 Schreibmaterialienhändler Fritz Kühn, Seltersweg 36. Buchbinder Sann, Bismarckstraße 10. Kaufmann August Voigt, Seltersweg 46. Druckereibesitzer Joseph Weiuert, Neustadt 24. Friseur Gustav Gerhardt, Lindenplatz 12. ~b776ib~ rolhtegx---- 91 ttfitMdt meines Eursus beginnt den ». September. 2tNsgNg Damen, welche n..r Z-ubmn un7 K _______________ Lettersweg ^35?' | fänden lernen wollen, enheile ich Nachmittags von 2—4 Uhr Unterricht 6786] Als Stütze der Hausfrau wird l Meldungen nehme ich in meiner Wohnung, Sonnen straff- Ar. 12, ein j geb. Mädchen, das in allen Häusl. I entgegen. Acbtuna^voll Arbeiten gründlich erf sein muß, bei >6631 ■*■■■' Familienanschl. per 1 September gesucht. I i&U ■ Näher, u. Nr. 71. vostlagernd, Gießen. I --------------------------------- Photographie erwünscht_______________| 6768] Ein tüchtiges Mädchen a-« p WaBBjwa.fcUk J M lucht.__JJeroflrafteJl. »W &, M LWAALLLSV6N, KlMÜgLsHuU., ®US«Ä 2Üt »Srs. « 16. August 1894. ----—-------------------- 1 •s-*r ■ 161 0 J fler. ^S«iKtz»Lttrrh^U:t : sehr fest. 3 i*- i’irenffuvLtt" 8 p^L Fkilklilichl-MilDi'ii, Spliichk rc. zur Decoration, von 70 Pfg. an. 6674 Wilh. 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[6754] Der Vorstand. 91.60 4°/(r Ung. Gold-Nentr 99.60 102.60 Sftii. Rmte 81.40 92.00 Portugiesen 25.50 102.70 -Wo Griech. Monopol-Ärtt. 36.40 194 60 Lomb. L-B.-Act. 93.62 143.70 Buschcherad^ E.-B.-Ac:. 402.62 146.60 Elbthal.