Wsrit ^lnspector. 8 J® iff eine bautrnbt 8 WS« vffE 8 Nr- DÜU. [50H S 53DQDDQaaoQQ lristvngssLhigt Sfia. Uucht jumMizf sehr elnm wnnSgüch fn flut eingtfäbrttn ter für 6U6tn ?rpen lür ai|, E”8rto-P-«i,e, । . 4926 #ll)ennben| fltetn Hobe P'vvtsto« Off- sub. E. 86SS an '/ »tanlfurt a. w. orbtntllitrjungt.wddxr M* wkrbkn sinba halb SttHuni- JkJfttttMrt vaftz. thtt BafltttvtbtUtt mit mxtint)\tftflti®thtib<> )|ortifltn Eintritt gefugt r Expeb bs. U. Pferdeknecht sucht . Spie», Neuenweg 29. t- ein tüchtiges Dienst' V mädchen aus Johamitt [rau K. 5chioffer. [5016 etlicher Dienstmädchen Wtfl L L___ Iht braves WnSL natr HJhnn hiit &tHunt tltcher Sutfcher ober tMtf. W*v» UUx. 41 » Ss-tz beten- .-— ieusioaat 1 ^szklS (28 » Äg; Mädchen Hai noch Zag: zevgnäheo unb Mm. ir Expeb- bs- Bl- __ ensammlunfl erre-INohnuny Pieren mt5rtl4tnb, Nr. 139 Erstes Blatt. Sonntag den 17. Juni 1894 Der chieheuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag-. Die Gießener AamikiensttLIIer werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. fttrndjäbriger Lboune»ent»,rei» r 2 Mark 20 Pfg. mit Bring erlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 5-) Pfg. Nebactiou, Efpedeti»« und Druckerei: -chulstrntzc Rr.7. Fernsprecher 51. Aints- unb Zlttzeigeblcrtt für beit Kreis (Sietem Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. ■in---- __________■____________- ■ ■ chratisßeikage: chießener Iamikienbsätter. Alle Annoncen-Bureaur deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den .Gießener Anzeiger" entgegen. Abonnements - Einladung Zum Bezug des „Gieszcner Anzeiger" für das 3. Vierteljahr 1894 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kcnntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mitthcilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener- Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so süihzcitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Bcvbachttmgen und Erfahrungen in Haus- wirthschast, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Juli den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrci zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger wcitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). Deutscher Reich. — Aus einer statistischen Zusammenstellung der Bcsitzwe chsel, die sich in den Jahren 1889 biS^1892 im Königreich Sachsen vollzogen haben, ergibt sich, daß die Vcr- kausswerthe der landwirthschastlichen Grundstücke bis Ende 1892 fortdauernd im Steigen begriffen waren. Die amtliche „Leipz. Ztg." begleitet die Meldung von dieser Thatsache mit der Bemerkung, daß darin unzweifelhaft der Hauptgrund für die schwierige Lage zu suchen sei, in der sich gegenwärtig die Landwirthschaft befindet. Neueste Nachrichten. Wolff- telegraphisches Corr espondenz-Bureau. Kol«, 15. Juni. Der Vorstand des Afrikavereins deutscher Katholiken hat für die im deutschen Schutzgebiete thätigen Missionsgesellschaften, wie die „Kölnische Volkszeitung" mittheilt, 105,000 Mk. bewilligt. Budapest, 15. Juni. Der „Budapester Correspondenz" zufolge fand bet Aladar Andrassy, welcher gegen die Ehevorlage gestimmt hat, eine Conferenz von Magnaten statt in Anwesenheit WekerleS und SztlagytS. Ein Theil der Oppositionellen beharrte streng auf dem ablehnenden Standpunkte- andere regten Abänderungen an, welche ihnen die Genehmigung der Vorlage ermöglichen würden. Die Minister lehnten die gemachten Vorschläge als das Wesen der Vorlage beeinträchtigend ab und erklärten, die Initiative zur Aufnahme neuer Bestimmungen in das Gesetz nicht zu beabsichtigen, sie forderten jedoch die oppositionellen Mitglieder, ! welche dies wünschen, auf, concrete Vorschläge zu machen. Loudon, 15. Juni. AuS Westport wird weiter gemeldet, daß sich auf dem Schiffe, welches in der Nähe von Westport kenterte, 110 Personen befunden haben. ES war« irische Arbeiter, die das Schiff, dos kein Dampfer, fonbent eine Schaluppe war, von der Insel Achill nach Westport bringen sollte. Bisher find dreißig Leichname aufgefund« worden. Petersburg, 15. Juni. Das (Somite für den Bau einer sibirischen Eisenbahn beschloß die Entsendung einer Expedition zur hydrographischen Aufnahme der Mündungen deS Jenisieis, des Obs und eines TheileS des karisch« Meeres. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 15. Juni. Heute Vormittag begaben sich der Kaiser und die Kaiserin auS Anlaß des Sterbetage« Kaiser Friedrichs III. nach dem Mausoleum in der FriedenS- ktrche zu Potsdam. Dort wurden schon von früh Morgen« ab zahlreiche kostbare Kranzspenden niedergelegt. Einen der ersten Kränze überbrachte eine Deputation deS Offiziercorp« des Großh. badischen Infanterieregiments Kaiser Friedrich ID. Nr. 114. Berlin, 15. Juni. Die Saalsperre für focla« ltstische Bersamml ungen in Berlin und Umgegend hat heute begonnen. Zuwiderhandelnde Brauereien zahlen 5000 Mk., Wirthe 500 Mk. Conventionalstrafe. Potsdam, 15. Juni. Die Ersatzmann schäft für die ostafrtkantsche Schutztruppe wurde heute Mittag zur Vorstellung beim Kaiser hierher befördert. Der Kaiser hat eine große Momentausnahme von der Truppe herzustell« befohlen. Altona, 15. Juni. Die Stichwahl in Pinneberg findet am 23. Juni statt. St. Johann, 15. Juni. In der Grube „Reden" ist durch eine Schlagwetterexplosion eine Anzahl Bergleute verunglückt, zwei lebensgefährlich. Troppan, 15. Juni. Das Unglück in dem „Franziska" - und „Johann"-Schacht wurde durch fünf Explosione» verursacht. Es ist das größte Unglück, welches bisher he Ostrauer Revier stattfand. — Ueber die Gruben-Kata- strophe werden der „Franks. Ztg." noch folgende Detail« mitgetheilt: DaS Gräflich Lartsch'sche Grubenrevier zerfällt in zwei Theile, den FranziSka-Schacht und den Johann-Schacht. Die Explosion erfolgte zugleich in beiden Betrieben. I» Feuilleton. Wochenbriefe sus der Residenz. (Origtnalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Z. Darmstadt, 15. Juni. Bom Hofe. — Das Mufikfest. — Verschiedenes. Eine trübe Regenwoche liegt hinter uns. Nur selten rvagte sich die Sonne hinter dem dunkelen Gewölk hervor und sandte ein Paar kärgliche Strahlen zur Erde nieder. Dazu herrschte mitunter eine an winterliche Tage gemahnende Temperatur und die Lust zu Spaziergängen und Ausflügen wurde einem gründlich verleidet. Unser Großherzog und seine junge Ge- mahltn werden sich unter diesen Umständen auf ihrem Sommersitz in Auerbach wohl auch nicht gerade behaglich gefühlt Haden, und so ist denn daS bei schönem Wetter ganz herrliche „Fürstenlager" schon am Mittwoch wieder verlaffen worden und der Großherzoglichc Hof wird nun für kurze Zeit im goldnen Mainz residiren, um dann wieder hierher zurückzukehren. Für den Herbst ist uns bereits wieder hoher fürstlicher Besuch angekündigt. Se. Majestät Kaiser Franz Josef von Oesterreich wird zu Beginn deS October in Darm- stadt zu mehrtägigem Aufenthalt erwartet und ein Gerücht will wiffen, daß auch der deutsche Kaiser noch im Laufe dieses Jahres hierher kommen werde. Großfürst Nikolaus von Rußland, der zukünftige Schwager unseres Großherzogs, soll schon ftüber zum Besuche seiner hohen Braut, der gegen- wärtig in England weilenden Prinzessin Alix, bei uns em« treffen. Natürlich werden diese Fürstenbesuche wieder Anlaß zu festlichen Empfängen usw. geben, doch sind vorläufig alle Nachrichten über die Zeit der Ankunft der verschiedenen hohen Herrschaften noch unzuverlässig. Rüstig schreiten die Zurüstungen zum Mittel- rheinischen Musikfeft voran, das augenblicklich im Mittelpunkte des Interesses steht. Große Plakativerkünden an allen Straßenecken das auch schon an dieser Stelle mit- getheilte Programm, bte Bilder der Solisten, unter denen sich ja thatsächltch nur Kunstgrößen ersten Ranges befinden, sind in den Schaufenstern der Kunsthandlungen ein Haupt- anziehungspuokt. Ganz einzig in seiner Art wird jedenfalls der Schauplatz aller der geplanten Festlichkeiten, die große Festhalle auf dem Exercierplatz werden. Die Kunst- und Handelsgärtnervereinigung, die dort in Form von großartig angelegten Pflanzendecorattonen eine Ausstellung ihrer Er- zeugnisse darbieten wird, macht alle Anstrengungen, diese wirklich großartig zu gestalten. Ein von Herrn Hoftheatermaler Schwedler angefertigter Entwurf, der zur Zeit öffentlich ausgestellt ist, veranschaulicht das Arrangement der ganzen Ausschmückung der Festhalle. Außer den Pflanzengruppen der verschiedensten Art wird auch ein großer Springbrunnen ausgestellt werden und ein künstlicher Wasserfall soll für die bei der gegenwärttgen Temperatur allerdings nicht unumgänglich nothwendige Kühlung sorgen. Für den großen Festball wird ein eigener Tanzboden hergestellt, da der Saalbau augenblicklich umgebaut wird und daher nicht zu benutzen ist. Uebrigens sei nicht vergessen, hier noch eine interessante Thatsache anzuführen, die eine mitwirkende fc-nnftlmn betrifft. Im Jahre 1853 nämlich, als in Darmstadt zum ersten Male ein mittelrheinischeS Musikfest abgehalten wurde, wirkte als Solo- Sopranlstin Frau Kammersängerin L e t s i n g e r auS Stuttgart mit, die Mutter von Frl. Elisabeth Leisinger, die nun diesmal genau denselben GesangSpart übernommen hat, wie vor vielen Jahren ihre Mutter,- gewiß ein eigenartiges Zusammentreffen. Die Anmeldungen von ftemdem Besuch zum Musikfest laufen übrigens sehr zahlreich ein und so darf denn jeder Festgast ein paar fröhliche und genußreiche Tage erwarten, an herzlicher und gastfteundlicher Aufnahme werden eS die Residenzbewohner gewiß nicht fehlen lassen. Der Mozarrverein hatte ttotz aller Arbeit und Proben für das Fest doch noch Muße gefunden, für nächsten SamStag ein So mm er fest im städtischen Saalbaugarten vorzubereiteu; nun hat aber der Himmel doch einen Strich durch die Rechnung gemacht unb das Fest mußte verschoben werden. Hoffentlich werde ich jedoch den Lesern Ihres Blattes demnächst über den Ausfall der in ein großes Gartenconcert und einen Ball zerfallenden Veranstaltung einen kurzen Bericht erstatten können. Unmittelbar vor dem Musikfest wird übrigens auch noch ein größeres studentisches Fest in Darmstadt gefeiert werden, das Corps „Hassia" an der hiesigen „Technischen Hochschule", eine der ältesten und stärksten studentischen Verbindungen, wird zu Anfang Juli sttn 50jährigeS Stiftungsfest begehen und plant dafür verschiedene Auffahrten usw. Die rege Antheilnahme der Darmstädter Einwohnerschaft ist der angesehenen und beliebten Eorporation gewiß. Seit unserem letzten Wochenbericht ist auch der rasch vorwärts schreitende Bau unserer Johanniskirche zu eine« neuen Abschluß gelangt, indem nunmehr schon das stattliche Kreuz mit dem Üblichen Wetterhahn auf der Thurmspitze an- gebracht werden konnte. Die gesährliche Arbeit ist glücklich vollendet worden, und der Leiter deS ganzen Baues, Herr Kirchenbaumeister Schwartze, hofft zuversichtlich, bafe da« neue Gotteshaus noch vor Beginn des Winters seiner Bestimmung übergeben werben könne. Die Ausschmückung de« Jnneuraums ist durch zahlreiche hochherzige Stiftungen gesichert und Herr Professor Noak ist zur Zeit mit der Anfertigung von zwet^großen kirchlichen Gemälden beschäftigt, die für die neue Studie bestimmt sind. Die archilectonifche Wirkung deS schönen Baues läßt sich bereits jetzt recht gut erkennen und es ist ganz zweisellos, daß die Johanniskirche baulich die schönste Kirche unserer Residenz «erben wirb. Sonst bleibt auS der vergangenen Woche nichts Besonderes mehr zu berichten. DaS Mainzer Schützenfest bildet natürlich auch für Darmstadt ein beliebtes Gesprächsthema, vor Allem wegen der schlechten WitterungSauSfichten- Haben wir ja doch während deS Turnfestes im letzten Jahre auch mit der Ungunst deS Wetters zu kämpfen und darunter zu leiden gehabt. Wir wünschen unseren Nachbarn in Mainz von Herzen gutes Wetter und ein paar heitere Festtage. Daß auch die Darmstädter Schützen nach der alten Rheiuftadt pilgern werben, unb mit ihnen noch Hunberte von ander« Leuten auS der Residenz, die vom Schießsport weiter nicht viel verstehen, ist selbstverständlich. Franziska-Schacht waren gestern 4 Uhr Nachm. 360 Mann der Belegschaft eingefahren - halb 10 Uhr Abends bemerkte man im vierten Horizont, dem Wilhelm Floetz Schacht eine Detonation. Auf die bezügliche Meldung fuhr sofort der Betriebsleiter mit Mannschaft zur Untersuchung ein. In einer Tiefe von kaum 250 Meter erfolgte eine zweite furchtbarere Explosion, die mehrere Mann der Uatersuchungs- Mannschaft tödtete und andere schwer verwundete. Der Betriebsleiter erkannte sofort, daß die ganze Belegschaft im Wilhelm Floetz verloren sei. Auf dem benachbarten Fran- ziSka-Schacht hatte man gleichfalls eine Detonation wahrgenommen und auch dorthin eine Untersuchungsmannschaft entsendet, doch wurde auch diese von einer zweiten Explosion betroffen, wobei fünf Mann gerödtet wurden. Assistent Bindae vom benachbarten Sechser-Schacht unternahm nun mit der gesummten Mannschaft die Reltungsaction im Franziskaschacht, welche er bis halb 4 Uhr Morgens fortsetzte, doch gelang es nur, zehn Todte und zwei Schwerverletzte zu bergen. — Wetter wird gemeldet: Heute 745 Uhr* früh bemerkte der Betriebsleiter Kohout, daß aus dem Wetterschacht und der Franziskagrube Rauchwolken aufstiegen. Er vermuthete, daß ein Grubenbrand ausgebrochen sei. Auf seine Meldung verordnete der Bergrath Grey den Rückzug sämmtlicher Rettungsmannschaften, was sich als wichtige Maßregel erwies, da kurze Zeit darauf eine dritte furchtbare Explosion erfolgte, der Zweifellos die gesammte Rettungsmannschaft zum Opfer gefallen wäre. Nach dieser Explosion war jede weitere Action unmöglich. Gegen 7 Uhr Früh erfolgte die vierte Explosion und gegen 10 Uhr Vormittags die fünfte, was auf eine fortgesetzte Entwickelung von Gasen schließen läßt. Nun wurde die Schließung sämmtlicher Schächte und Ventilationen angeordnet, um den Brand durch Luftabschluß zu ersticken, was mindestens mehrere Tage erfordern wird. B>s dahin ist weder eine Bergung der Leichen, noch eine sonstige Rettungsaction denkbar. Die int Schacht Gebliebenen sind selbstverständlich alle tobt. Wien, 15. Juni. Die „Neue Freie Presse" meldet aus Sofia, es gingen Gerüchte, daß Unregelmäßigkeiten in der Finanzverwaltung der Stadt Sofia und der Abrechnung der Stadtbahnen und öffentlichen Bauten entdeckt worden sind. Thatsache ist, daß die Regierung die Vorlage aller Abrechnungen angeordnet hat. Hiermit hängt zusammen, daß die Regierung an die Bureaus der Sobranje und Stadtämter Siegel anlegen ließ. Wien, 15. Juni. Hier hat sich ein vorbereitendes Comito gebildet zur Gründung einer Colonialgesellschaft, welche sich die Regelung des Auswanderungswesens und die zielbewußte Inangriffnahme österreichisch-ungarischer Colonisationsarbeit in fremden Welttheilen angelegen sein laffen will. Paris, 15. Juni. Der Leibarzt des verstorbenen Sultans von Marokko, Lenarez, ist hier emgetroffen. Er bestätigte, daß Muley Hassan nicht vergiftet worden, sondern an einer Leberkrankheit gestorben ist. Lüttich, 15. Juni. Gestern wurden zwei Deutsche, Wilke und Posten, auf die Denunciation des im Untersuch- ungsgefängniß fitzenden Anarchisten Müller verhaftet. Sie sollen an Dynamitdiebstählen theilgenommen haben. Die Geliebte Müllers gab zu Protokoll, daß dieser die Bomben beim Theater und dem Hause des Bürgermeisters gelegt habe. Tanger, 15. Juni. Die Bevölkerung Casablancas und der übrigen Küstenstädte verhält sich ruhig. Das Begräbniß Muley Hassans hat vorgestern in Rabat ftattgefuuden. Sultan Abdul Aziz gab den Befehl, alle gefangenen Banditen zu enthaupten. Hongkong, 15. Juni. Die Epidemie kann als in der Abnahme begriffen gelten. Für den Handel sind durch dieselbe nur unwesentliche Störungen entstanden. Karwin, 16. Juni: Nach den bisherigen Erhebungen waren in die Explosion s sch ächte 750 Bergleute ein- gefahren. Im „Johannesschacht", „Franziskaschacht" und „Tiefbauschacht" sind 168 getödtet, 19 geborgen. Der Grubenbrand dauert fort. Die Rettungsarbeiten sind vorläufig unmöglich. totale» unb provinzielles. Gießen, den 16. Juni 1894. ** Vogelsbergers Höhen Club. Der Hauptausflug auf den Hoherodskopf findet am Sonntag den 1. Juli 1894 statt. Anfang des Festes um 12 Uhr Mittags. Con- cert und Tanzvergnügen. Die letzten Züge haben von Schotten (8-0) und von Gedern (805) nach Gießen und Büdingen, von Mücke (922 und 845) nach Gießen und Fulda Anschluß. Von den am Feste theilnehmenden Herren wird zur Deckung der Kosten ein Beitrag von 50 Pfg. erhoben. ** Für Fischzüchter ertheilt die „Deutsche Fischerei- Zeitung" den Rath, alle thierische Nahrung, welche den Fischen gereicht wird, nicht anders als in gekochtem Zustande zu verabfolgen- es hat sich nämlich herausgestellt, daß es zwischen Warm- und Kaltblütern gemeinsame Bacterien giebt und daß durch Versütterung mit krankem Fletsch bei Fischen Epidemien erzeugt werden können. Friedberg, 13. Juni. Das hiesige Amtsgericht hat den Vormündern und Curatoren des Gerichtsbezirks bei einer Ordnungsstrafe von 20 Mark für jeden einzelnen Ueber- tretungssall untersagt, die ihnen anvertrauten Sparkasse- Einlagebücher aus den Händen und namentlich an solche Personen abzugeben, die sie mit Stellung von Vormundschaftsrechnungen beauftragt haben. Zugleich werden die betreffenden Vormünder und Curatoren für eventuelle Verluste, die durch Abgabe solcher Einlagebücher an dritte Personen — einerlei zu welchem Zwecke — entstehen, als haftbar erklärt. Veranlassung zu der Anordnung gab der Umstand, daß der flüchtige Gerichtsschreiber-Aspirant Müller ein ihm zum Zwecke der Stellung einer Vormundschafts - Rechnung eingehändigtes Einlagebuch mit einer gefälschten Zahlungsanweisung versah, den Betrag von 300 Mark erhob und unterschlug. 0 Atzenhain, 15. Juni. Im benachbarten District „Lichten Walde" wurde ein recht frecher Diebstahl begangen. Dort hatte ein Glasermeister aus Grünberg eine 2Vi Festmeter haltende Eiche gesteigert. Als er dieselbe dieser Tage heimfahren wollte, war die Eiche spurlos verschwunden. Angestellte Ermittelungen haben noch zu keinem Resultat geführt. Der Eigenthümer der Eiche hat eine Belohnung von 50 Mark ausgesetzt für Den, der Anhaltspunkte zur Habhaftmachung des Diebes machen kann. Alsfeld, 12. Juni. Gestern ereignete sich hier ein Fall, der lebhaft an den „Erlkönig" erinnert. Eine Frau aus dem eine Stunde von hier entfernten preußischen Orte Berfa hatte ein etwa ein Jahr altes Kind, dessen Mutter in Kassel dient, in Pflege. Das Kind wurde unwohl. Die besorgte Mutter nahm dasselbe, wie das in den ehemals kurhessischen Dörfern des oberen Schwalmgebiets Sitte ist, auf den Rücken, band es in ein Tuch und eilte nach Hilfe mit ihm in unsere Stadt. In einem befreundeten Geschäftshause bot sie ihm | noch etwas Milch aus einem Fläschchen an. Das Kind nahm auch dieselbe, schüttete sie aber sofort wieder aus. Hierauf ging die Frau zum Arzte. Nachdem sie die von dem Doctor verschriebene Arznei in der Apotheke erhalten hatte, band sie ihr Kindchen wiederum auf den Rücken und eilte mit ihm in raschen Schritten nach Hause. In der frohen Hoffnung, mit der mitgebrachten Arznei ihr liebes Kleine gesund machen zu können, band sie ihr Tuch auf und nahm das Kind vom Rücken. Allein es wollte keine Arznei mehr- — es war unterwegs gestorben zum großen Schrecken und Leidwesen der treuen Pflegemutter. A Ans dem Ohmthal, 15. Juni. Vielfach meinte man, daß bei den diesjährigen Heugrasverste igerungen auf Domantal- und Communalwiesen die Preise für das Heugras stark in die Höhe gehen würden. Wie die bereits abgehaltenen Versteigerungen bekunden, so hat man sich in dieser Befürchtung getäuscht. Wohl übertreffen die diesjährigen die vorjährigen Preise um mehr als das Doppelte, die aber damals in Hinsicht der wenigen Grasspitzen, die auf den ausgetrockneten Wiesen standen, dennoch ungleich höher waren. Wie die heute abgehaltenen Heugrasversteigerungen von Domanialwiesen in Gemeinden des Ohmthals ergeben, so muß der diesjährige Preis, der im Durchschnitt für den Morgen Wiesen 24 Mk. beträgt, als völlig normal bezeichnet werden. Der Stand des Grases in den Thalwiesen ist kein vollkommener. Das dichte Bodengras ist vielfach zurückgeblieben, daß es auch jetzt noch nicht trotz der Bodenfeuchtigkeit durch die fortwährend kalte Witterung zu wachsen vermochte. Eigenthümlich ist das ungewöhnlich starke Auftreten der Wucherblume in den Wiesen. Wie mit einem weißen Schleier überzogen, sehen die Wiesen von fernher aus. Der Landwirth steht diese Pflanze nicht ungern, da ihr Erscheinen besseres Heu erwarten läßt, als das massenhafte Auftreten des gelben Klappertopfes. Obgleich die Blüthezeit der Heublumen bald vorbei ist, wird man hier mit der Heuernte noch nicht beginnen, weil man eben immer noch ein Wachsen des Bodengrases erhofft. In den Feldwiesen ist dagegen der Graswuchs sehr vollkommen- sie haben tm Winter eine gute Bewässerung erfahren, deren Folgen sich sehr bemerkbar machen. Wo eine Wiese mit der Wiesenegge und künstlichen Düngern, wie Thomasschlacke, behandelt worden ist, da sagt es ein vorzüglicher Grasbestand dem Landwirth „wo der Hase im Pfeffer liegt". * Vom Vogelsberg, 14. Juni. Forstwart Strauch von Breungeshain schoß kürzlich im Oberwald ein Wildschwein, das anscheinend erst vor Kurzem Ferkel geworfen hatte. Kurz darauf wurden durch Jäger zwei Frischlinge geschossen. § Vom höheren Vogelsberg, 14. Juni. Die seit einigen Tagen herrschende regnerische Witterung kommt unseren Landwirthen ungelegen, denn sie konnten das Aussetzen von Dickwurz und Kohlraben nicht beendigen, auch können sie nicht an das recht notwendige Heumachen denken; die winzigen Vorräthe an Heu und Stroh sind aufgebraucht- Klee ist nur spärlich gewachsen, so daß viel nasses Gras gefüttert werden muß. Die Winterfrucht steht schön, besonders das Korn, welches sich zu seit langen Jahren nicht beobachteter Halmhöhe mit schönen Aehren entwickelt hat. Die Sommerfrucht befriedigt im Allgemeinen, obwohl sie infolge der während der Aussaat herrschenden trockenen Witterung und darauffolgenden Kälte etwas zurückgeblieben ist. Die Kartoffeln haben sich gut entwickelt, nur muß dem Unkraut in den Feldern, das sich in diesem Jahre recht breit macht, fleißig entgegengearbeitet werden. Bürgel, 14. Juni. Der von hier gebürtige und hierher beurlaubte Soldat Huber vom Infanterieregiment Nr. 116 in Gießen wurde gestern Abend gegen 11 Uhr, als er in Begleitung eines Mädchens und eines anderen Burschen auf dem Wege von hier nach Mühlheim begriffen war, durch einen Revolverschuß am Kopfe schwer verwundet, so daß seine Aufnahme in das Offenbacher Krankenhaus erfolgen mußte. Als Thäter wurde der Tqglöhner Helfmann von Offenbach von der Gensdarmerie ermittelt und bald nach der That in Haft gebracht. Helfmann, der in der fraglichen Gegend Kirschen hütete, will dem Vernehmen nach von dem Verletzten zuerst angegriffen worden sein und aus Nothwehr seine Schußwaffe, die blind geladen gewesen sei, abgefeuert haben. Auch soll derselbe noch in derselben Nacht Anzeige von dem Vorfall bei der Offenbacher Polizei erstattet haben. Die Schwere der Verletzung läßt sich dadurch erklären, daß der Schuß in unmittelbarer Nähe abgefeuert worden ist. Die eingeleitete Untersuchung wird den Sachverhalt hoffentlich klarstellen. Kastel, 15. Juni. Heute Nachmittag sprang ein Deserteur vom 87. Infanterie-Regiment, der sich schon mehrere Tage von seinem Truppentheile entfernt hatte und in Wiesbaden festgenommen wurde, beim Rücktransport von der neuen Brücke in den Rhein und verschwand in den Wellen. Vernrischtes. * Braunfels, 15. Juni. Morgen findet die Betriebs« eröffnung der Ernstbahn statt. Es werden täglich 14 Züge abgelaffen, 7 von Braunfels nach dem StaatS- bahnhof und 7 in der entgegengesetzten Richtung. Der Fahrpreis für die einfache Fahrt beträgt für die dritte Klasse 30 Pfg., für die zweite Klaffe 50 Pfg. Rückfahrkarten werden nicht ausgegeben. * Cassel, 13. Juni. Ein Aufsehen erregender Straffall beschäftigte heute das hiesige Schwurgericht. Der Amtsgerichts- Secretär und Kassen-Rendant Carl Hof aus Abterode stand wegen schweren Amtsverbrechens, Veruntreuung und Urkundenfälschung rc. angeklagt vor den Schranken. Der Angeklagte ist 39 Jahre alt und bisher nicht bestraft, es wird ihm von allen Seiten das Zeugniß gegeben, daß er ein sehr tüchtiger, fleißiger Gerichtsschreiber war. Eben deshalb und weil ihm von allen Seiten, namentlich aber von seiner vorgesetzten Behörde das größte Vertrauen entgegengebracht wurde, erhielt er den besonders verantwortungsvollen Posten eines Gerichtsschreibers bei dem Amtsgericht in Abterode. Mit der Stelle ist zugleich die Verwaltung der dortigen Gerichtskaffe verbunden. Hof ließ sich nun verleiten, seit Sommer vorigen Jahres in einer großen Anzahl von Fällen die vereinnahmten Gerichtskostengelder zu veruntreuen und die Kassenbücher zu fälschen, um die Unterschlagungen zu verdecken- auch fertigte er falsche Belege an, um in betrügerischer Weise entsprechende Summen in Ausgabe stellen zu können. Im Ganzen handelt es sich um Veruntreuungen im Betrage von 3500 Mark. Hof ist umfassend und reumüthig geständig, er giebt vor, daß nur die Noth die Triebfeder seiner verbrecherischen Handlungen gewesen sei. Er hatte eine Familie von 9 Köpfen zu ernähren, Frau und Kinder wurden fortwährend von Krankheiten heimgesucht. Die Geschworenen bewilligten mildernde Umstände und so konnte das Gericht auf eine Gefängnißstrafe von drei Jahren erkennen. Ms. Von der Rhön, 15. Juni. In dem Städtchen Melbrichstadt und in der Umgegend herrscht große Aufregung über den plötzlichen Zusammenbruch der Viehhandlung von S. Sacki dortselbst. Eine große Anzahl kleine Handwerker und Geschäftsleute, ebenso viele Landwirthe erleiden schwere Verluste. Eine Metzgerswittwe verliert allein 16 000 Mark, viele andere Leute, die unbegreiflicher Weise ihre Ersparnisse dem Sacki anvertrauten, Beträge von mehreren Tausend Mark. Sacki soll an der Börse speculirt und große Verluste erlitten haben. Er wurde nach seiner Rückkehr von der Reise vom Gericht sestgenommen, machte später einen Selbstmordversuch, der jedoch vereitelt wurde. Die Gesammtpassiva sollen sich auf 150 000 Mk., die Activa auf nur 50 000 Mk. belaufen. * Wien, 15. Juni. In der Ausstellung wurde heute eine schwedische Briefmarke zu 35 Killing aus dem Jahre 1853 für 2000 Gulden an einen Pariser Sammler verkauft. * Ein ergötzlicher Vorfall ereignete sich, wie der Graudenzer „Gesellige" aus Jnowrazlaw berichtet, am Sonntag in dem Dorfe N. Der Geistliche hatte an zwei neugeborenen Knaben in der Kirche die Taufe vollzogen, als noch Gevatterinnen mit einem kleinen Mädchen an das Taufbecken traten. Die Zeremonie beginnt- aber als der Geistliche die Hand erhebt, um sie mit Wasser im Taufbecken zu benetzen, wird eine der Gevatterinnen von der größten Angst befallen und beruhigt sich nicht eher, als bis der Geistliche ihrem Wunsche gewillfahrt und das Taufbecken mit frischem Wasser hat füllen laffen. Erst auf dringendes Zureden des Geistlichen giebt sie den Grund ihres sonderbaren Benehmens an, und dieser besteht in nichts Anderem, als daß, wenn das kleine Mädchen mit demselben Wasser getauft würde, wie die Knaben, so müßte sich das Mädchen später wegen Bartwuchses rasieren laffen! * 250 Mark für ein Pferdefutter — das ist ein bischen reichlich, ober ein Landbewohner in der Ukermark hat kürzlich diese Summe dranwenden müssen. Er hatte 350 Mark in Reichskassenscheinen zur Aufbewahrung in den Futterbeutel gethan. Ein Futterbeutel ist nun allerdings mehr dazu da, daß man daraus Pferde füttert, als daß man Kassenscheine hineinthut. Das dachte auch Derjenige, der den Futterbeutel zu diesem Zwecke benutzte, ohne zu wissen, welche Schätze darin verborgen waren. Als der Besitzer hinzukam, waren bereits zwei Hundertmarkscheine und ein Fünfzigmarkschein in den Magen des Pferdes gewandert, der dritte Hunderter konnte noch, obwohl auch schon zerknittert und angefressen, gerettet werden. * Welcher Verein der beste sei, wurde als schwere Preisfrage in einer Gesellschaft aufgestellt. Turn-, Gesang-, Kegel-, Stahlrad-, gesellige ober politische Vereine, eS gibt ihrer in Deutschland ja tausenderlei. Die Wahl war schwer, endlich aber sagte eine Dame: „Die Familie ist mir doch der liebste Verein. Mein Mann ist der Präsident, ich bin der Kassirer und Vergnügungsrath, für die übrigen Mitglieder sorgt der liebe Golt!" Ein allgemeines Bravo wurde der glücklichen Lösung zu Theil. Auszug aus den Standesanrts*egrste*rr der Stadt Sieben. Aufgebote. Juni: 9. Ernst Friedrich Hermann Konrad Engelbach, Finonz- asptrant zu Darmstadt, mit Johanna Christiane Luise Dorothea Jughardt Hierselbst. 13- Johann Heinrich Reichard, Taglöhner zu Erfelden, mit Elisabetha Slör dahier. 13. Lubin Froede, Feilenhauer zu Wetzlar, mit Anna Helene Wilhelmine Adelheid Steinbach zu Wetzlar. 13. Friedrich Menz, Taglöhner dahier, mit Anna Dorothea Eucker hierfelbst. 14. Friedrich August Johann Joseph Schmitz, Gärtner dahier, mit Christine Schraner Hierselbst. 14. Karl Franz Maria Kreuter, Apotheker dahier, mit Marie Auguste Theodore Antonie Briel zu Leipzig-Eutritzsch. ‘1* ^«8 Str°W ?-^Wgnichl». ^Abterode ftanb ' Angeklagte V^n ??it)m oon VtR «ehr tiM.., *» "nd toeilV 1*2“ v°rgeseh,ea Mttourbe, erhielt ,0’ten einer Gerichts. Mit btt Stelle fn Terichtskaße der. |eit Sommer vorigeu en vereinnahmtm 'd'e Kassenbücher zu "e^en; auch fertigte "Weise entsprechend 5jm Ganzen handelt ze von 3500 Mark, d'g, er giebt vor, dah Frischen Handlungm Kopsen zu ernähren, von Krankheiten heim- i mildernde Uwßäod, NW von drei In dem Städtchen herrscht protze Aus. uch brrBiehhandinng MM kleine Hand. : Landwirthe erleid» ittwe verliert olleio unbegreiflicher Leise rauten, Beträgt von n der Börse speculirt ii wurde nach seiner sestgenomnen, machte hoch vereitelt wurde. 0000 M., die Activa SSÄ*? EM KK-- 'fttHung warbt hellte 35 MM «mA dem nen pariser Sammler 'ich, wieder Graudenzer chtet, am Sonntag in an zwei neugeboren» gen, als noch Gevotke- das Tausberken irittn. in SliftUch! Ni««»» den |U be»P»i ” m ängft iurde ^ ^"Äng', eflt. ^utn,' ti piirt Die Mhi _ tfr Vie nn übrigen M lih, Bravo aVtl Juni: 13. Heinrich Eduard Emil Simon, Fuhrenunternehmer vahier. mit Helene Susanne Eleonore Friederike Reinhardt bierselbst. 13. Wilhelm Weitzel, Bäcker dahier, mit Karoltne Schäler hierseldst. 13 August Siebert, Fuhrmann dahier, mit Luise Katharine Schleen» väcker hierseldst. •eborttu. Juni: 5. Dem Kaufmann Josef Sauer ein Sohn (keine. Tochter). 5. Dem Schuhmachermeister Heinrich Lynker ein Sohn. 7. Dem Schlosser Konrad BonariuS eine Tochter. 8. Dem Kaufmann Israel Rothschild ein Sohn, Berthold Ravbael. 8. Dem Schuhmacher Heinrich Schomder eine Tochter, Marie Auguste Eltsabethe. 9. Dem Bierbrauer Franz Laaer Buchberger ein Sohn, Franz Laver. 10 Dem Schreinermeister Wilhelm Bender eine Tochter. 12. Dem Taglöbner Karl Schäfer eine Tochter. 12. Dem Versicherung- Inspektor KaSpar Köster ein Sohn, Wilhelm Johann 14. Dem DersicherungSbeamten Christian Ludwig Thomas eine Tochter. Geklorderr«. Juni: 9. Christian Moll, 43 Jahre alt, Diener des Armenamt» dahier. 10. Margarethe Dort, 41/« Jahre alt, Tochter von Zimmermann Heinrich Dort zu Großm-Buseck. 12. Georg Friedrich Rühl, 9 Monate alt, Sohn von Posthilfsboten Heinrich Rühl dahier. 12. Katharine Wilhelmine LangloutS, 9 Monate alt, Tochter von Kalkbrenner Heinrich Langlouis zu Oberbiel. 12. Balthasar Häuser, 47 Jahre alt, Landwind von Hausen. 13. Bertba Sauer, 57 Jahre alt, ledig dahier. 13. Robert Rtngleb, 6 Jahre alt, Sohn von Weih- btnder Christoph Rtngleb zu Lollar. Auszug ans den Kirchenbüchern der Stavt Gietzen. Evangelische Gemeinde. »«traute. Markusgemetnde. Den 13. Juni. Wilhelm Weitzel, Bäcker zu Stehen, und Karoline Schaler zu Gießen. Denselben. Fuhrmann August Siebert zu Gießen, und Luise Schleendäcker, Tochter deS Bergmanns Ludwig Schlcenbäcker zu Königsberg. JohanneSgemetnde. Den 13. Juni. Heinrich Eduard Emil Simon, Fuhrenunternehmer zu Gießen, ein Wittwer, und Helene Susanne Eleonore Friederike Reinhardt, Tochter des verstorbenen Schneidermeisters Konrad Carl Steinhardt zu Gießen »«tauft«. MattdäuSgemeinde. Den 10. Juni. Dem Schneider Georg Hartmann eine Tochter, Wilhelmine E tiabeth, geboren den 4. April. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Balthasar Brückel «ine Tochter, Anna Katharine, geboren den 9. Mai. Den 13. Juni. Dem Gastwtrth Jakob Horn ein Sohn, Arthur Karl Paul, geboren den 10. Mai. MarkuSgemeinde. Den 10. Junt. Dem Kaufmann Alfred Freund eine Tochter, Käthe Marte Oittlte, geboren den 30 Avrtl. Denselben. Dem Brauer Johann Wlber eine Tochter, Margarethe, geboren den 7. Mat. LukaSgemetode. Den 10. Juni Dem Mechaniker Wilhelm Jäger eine Tochter, Margarethe, geboren den 3. Mai. JohanneSgemetnde. Den 3. Juni. Dem Färber Conrad Schneider tn Philadelphia eine Tochter, Luise Lina Eltsabeiha, geboren den 14. Februar. Den 10. Junt. Dem PostauShtlfSbotea Georg Lenz ein Sohn, WUHelm PHUipp, geboren den 23. April. Denselben. Dem HllfSbremler Ludwig Scheid eine Tochter, Katharina Elisabeth, geboren den 15. April. Denselben. Dem Schuhmacher Heinrich Groh ein Soho, Andreas Georg Johannes, geboren den 3. April. Dmfelbm. Dem Musiklehrer Ludwig Huntemann eine.Tochter, Elisabeth Henriette Marte Anna, geboren den 8. Mai. Militärgemeinde. Dm 13. Junt. Dem Zahlmeister Karl Schramm ein Sohn, Ernst Wilhelm, geboren den 15. Mat. »««rdigta. MarkuSgemeinde. Dm 10. Junt. August Kaiser, Schlosser, Sohn von Bremser August Kaiser, alt 20 Jahre, starb den 8. Juni. Den 15. Junt. Bertha Sauer, Prtvattn, alt 57 Jahre, starb dm 12. Junt. JobanneSgemetnde. Den 11. Junt. Christian Moll, Armmdiener, alt 43 Jahre, starb dm 9. Junt. Brodpreise vom 17. Juni bis 1. Juli 1894. Ter hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Taselbrod......25 Pfg. bei Earl WallmfelS II.....26 „ 2 Kg. (4 Pfd.) , ......SO , bet Carl WallmfelS II.....52 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod......23 , bei S. Stern (Schlüchterner u. Casteler Brod) 25 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod......46 , bei S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) 50 w 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod......21 , 2 Kg. (4 Pfd.).......42 , 3 Kg. (6 Pfd.) „ .....63 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod bet Aug. Deibel von Wtesick . 24 „ 2 Kg. (4 Pfd.) „ , Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Ltndm 38 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod b. W. Stetnmüller v. Lang-GooS 20 , 2 Kg. (4 Pfd.) „ „ Gg. A. Heuser v. Gr.-Ltndm 36 w „ Joh. Kd. Belte v. Ktrch-GönS u. „ PH. Velten v. Gr. Linden 38 „ , F. Schön v. Ruttershausen u. „ W. Stetnmüller v. L.-KönS 40 „ „ Gust. Jacobi v. Alten-Buseck 42 „ „ Aug. Deibel von Wieseck . 44 „ ' 3 Äfl. (6 Pfd.) Schwarzbrod „ Balth. Christ Ww. v. Wieseck u. ” Gust. Jacobi v. Alten-Buseck 63 „ Der Brodvertäufer. I Kg. (2 Pfd.) Taselbrod . . . . 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod . 1 Kg. (2 Pfd.) Weißdrod . 2 Kg. (4 Pfd ) Wetßbrod . 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod . 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod . 25 Pf* 50 , 23 , 46 , 21 , 42 , 63 , Gießen, den 16. Juni 1894. Grobherzogliche- Polizeiamt Gieße». Fresenius. Perfebr, Canb« nnb Dolf*wirtbfd?aff» •Uten, 16. Juni. Marktbericht Äut b«m beuttgm Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd- A 0.80-0,95, Hühnereier 1 Stück 5-6 X 2 Stück - X Käse pr. 6t. 5-8 X Käsemaw pr. St. 8 X »rdsm or. Liter 16 X Linsm pr. Ater 30 X Dwdm pr. Paar A 0,70 - 0.90, Hühner pr. Stück A 1,00-1,30, Hahn« pr. St A 0 60-1.30, Entm pr. St- A 1.70 bi« 1.80, Ochsevfieisch pr. Bfb 70-74 X Kuh» u. Rindfleisch pr. Pfd. 60—64 X Schweine, fleisch pr. Pfd. 60-70 X Kalbfleisch pr. Pid 60-66 X Hammel, fleisch pr. Pfd. 56-68 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 0LO-5.00 A. Weißkraut pr Stück--4, Zwiebeln pr. Centn er 9,00—10,00 A. Milch v-. 8tt'r iß 20 X Enteneier 2 St. 11 X Gänseeier 10 X Kirschen pr. Pfd. 14-18 X Temperatur der Lahn und der Lust nach Reaumur gemessen am 16. Junt, zwilchen 11 und 12 Uhr: Master 11'/., Luft 12'/,° Rübsamen'sche Vadeanfialf. -frankfurter Etadttheater. Für dte Woche des Schützenfestes in Main, (vom 17. zum 25. Junt), während welcher Zeit ein starker Fremdm - Durchzug tu Frankfurt zu erwarten sein dürste, hat dte Intendanz dte Anordnung getroffen, daß tm Opernhause, sowie im Schausptrlhause, allabendlich Vorstellungen stattfiudcn, und daß den Fremdm ein mogl chst abwechslungsreiches Repertoir geboten wird. Dasselbe wird ein« Wagner-Oper („Lohengrtn" in seiner neuen Jnscmtrung und Ausstattung), sowie interessante ältere und modernste Opern enthalten; ferner die gänzlich neue Etnstudirung der Oper „Der König bat» gesagt". Endlich wird tm Opernbause eine einmalige Vor» strllung von SardouS „Madame SanS-G>'nr" auf vtelfettigeS Verlangen bet ermäßigten Preisen gegeben. Im Schauspielhause wird dtefrS zugkräftige Schauspiel In der betreffenden Woche an drei Abenden gegeben und außerdem gelangt die neue Operette „Lachende Erbm zur Aufführung. StitoMt direkt au. der gabrtk ago au. erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, in iedem Maab au btAidirn. Man verlang« Mutter mit enciabe de. (Vcwünfdjtm. Magenbeschwerden, schwache Verdauung, Appetitlosigkeit rc. quälten mich viele Jabre. Auf Wunsch bin ich gern bereit, Jedermann trneni* geltltch mitzutbeilen, wie sehr ich daran gelitten und wie ich ungeachtet meines hohen Alters davon befreit worden bin. ?. Äo®. pens. Köntgl. Förster, Bellersen, reiS Höxter.______________________1832 Nur kurze Zeit. Sämmtliche Artikel, als Blech- und Skvpf«r- sowie Pferdegeschirre werden verrinnt. [4971 Jean Dupuy, am SelterSthor. tebStarliu Käthe Stern Linie l! König. Belg. Posldampfcr von ' AuLkuujt ettheilcy: t schnelle Fahrten, gute ' Verpflegung. biCrgftf Preise voa der Becke & Marslly, Antwerpei F. J. Bothof, Generalagent, Mainz. Joh. Fr. Schaaf, Giessen, Diezstr. 18. H. Klippstein in Langsdorf. [206 Für Rrttnng mnssrnnksucht! ß versend. Anweisung nach 18jähriger 1« approbirter Methode zur sofortigen ü radikalen Beseitigung, mit, auch obne Vorwissen, zu vollziehen, LIM^eine Berufsstörung, unter Garantie. ‘WGI Briefen sind 50 Pfg in Briefmarken bei zufügen. Man adressire: .Privat-Anstalt VillaChri8tlna6eiSäokingeo,yabetv*60iO 1500—2000 Mark find an Private gegen Hypothek oder an Gemeinden auS der Kirchenkaste zu Ob- dornhof«« bis Ende Juni oder Anfangs Juli auSzulechen. Meldunaen bis zum 30. Junt an den Ktrchenoorstand. [5027 Kapitalien jeder Größe habe lortwährend auf Güter »nd andere Objekte zu mäßigen ZinS gegen I. Hypotheken zur Verfügung. L. Gödel Frankfurt a. M., 6032] Lützowstraße 23. Pferde zum Gchlachteu werben stets anqekauft. [28 Kegler, Roßschlächter. Börse»» ychesbeDiehr '0N Wasserwehleben, Bankgeschäft. Trotzdem dte ungarische MtnisterkrtsiS in der von der österreichischen Finanz- weit gewünschten Weise gelöst worden ist, war doch dte Wiener Börse die ganze Woche über unlustig gestimmt. In der Erwartung, daß Weckerle tm Amte verbleiben werde, hatte die dortige Speculalion namhaste HaussemgagementS etnge- gangen, welche sie nunmehr, nachdem ihre Hoffnung ersüllt war, zu realistrm wünschte; der Steg der ltberalm Partei in llngarn hat wohl guten Eindruck gemacht, er kann aber für dte Börse doch wohl kaum als Haustemottv gelten. Zudem richtete sich nach Beilegung der politischen Fragen Vie Aufmerksamkeit der dortigen Speculation mehr auf die Witterungsverhältnisse, welche gegenwärtig wegen der wenig sommerlichen Temperatur und dte Regenfülle die Ernteaussichten nicht mehr so günstig erscheinen lassen als bisher. Aus diesem Grunde war in Wien da« Angebot in den leitenden Spielpapiereu überwiegend und mußten sich dte Preis- notirungen etwas ermäßigen. An den deutschen Eff-ctenmäikten trug man den niedrigeren Coursen zwar Rechnung, jedoch ohne daß dadurch die Gcsammttendenz erschüttert roorben ist. Im Gegentheil zeigten einzelne Gebiete sogar recht feste Haltung. In erster Reihe verdienen hier Kohlenactten erwähnt zu werden, für welche rege Nachfrage entstand auf die Nachricht hin, daß dte preußische Etsenbahn- verwaltung den von dem rbetntsch-westsältschen Kohlensyndtkat für Locomottvkohlen geforderten Preis von 85 A bewilligt bat. Erhöht wurde dte gute Meinung noch durch Breslauer Nteldungen, denen zu Folge dort Maßnahmen geplant werden, um den Export oberschlesischer Kohlen nach Rußland und Oesterreich zu erleichtern, sowie durch Berichte aus Schottland, welche übereinstimmend eine Steigerung der Koblenpretse constatiren, die durch den dortigen Strtke verursacht wird. Späterhin fand zwar der Lteferungsoertrag mit den preußischen Staatsbahnen keine so günstige Beurtheilung mehr, weil sich Herr Thielen das Recht vorbehalten hat, bis zum 1. October freie Wahl zu besitzen, ob der Vertrag für ein oder für zwei Jahre gültig sein soll und man wohl annehmen darf, daß er von der längeren Dauer nur dann Gecrauch macht, wenn bis dorthin eine bessere Conjunctur für die Kohlen- tndustrte in Aussicht stehen wird. Die dem Syndikat angehörenden Zechen würden somit von der günstigen Markttage nur in beschränktem Maße prosittren. «uch verlautete, daß die Verkaufsoereintgung gezwungen sei, dte seither 5 A pro Doppelwaggon betragenden Umlagekosten auf 7 A ju erhöhen, wodurch der bei den heutigen Preisen ohnehin schon schmale Gewinn noch weiter reducirt werden wurde. Trotz der Abschwächung schließen die letlcnbcn Werthe Gelsenkirchener, Harpener und Htbernta zwei bis drei Procent über ihrem vorwöchentliLen Stand. Für Eise nackten war dte Stimmung nicht so günstig, weil der jüngste Bericht über die englische AuSsuhrstattstik von Neuem den Beweis lieferte, wie unfreundlich dte Lage des internationalen Eisenmarktes ist. Auf dem Fondsmarkt stehen immer noch die deutschen Anleihen im Mittelpunkt des Interesses. Dte dreiprocentigen Titel gewannen neuerdtngS wieder 50 H, während dte etnprocenttgen Consols und Reichsanleihen um ein weiteres Procent geworfen wurden. Ungeachtet man von den verschiedensten Setten barauf htnwetst. daß alle Grünbe gegen eine Convertirung sprechen, verbreitet sich bte Furcht vor einer solchen Maßregel tm Publikum immer mehr unb es wäre beshald bringenb zu wünschen, daß sich endlich dte Regterung osfic'ell dagegen aussprechm würde. Dank den JnteroenttonSkaufen einiger ersten Lanksirmen kam gegen Wochenschluß Stillstand in dte rückläufige Bewegung. . Der Tob des Sultans von Marokko hat auf die Börsen keinen störenden Einfluß gehabt, obwohl dadurch die Gefahr nahe gerückt tft, baß dte vielumstrittene marokkanische Frage wieder aus der Tagesordnung erscheint und vielleicht zu internationalen Verwicklungen führen kann. 9lur Spanier wurden stärker angedoten, wett man befürchtet, daß die Zahlung der wegen bet Meltla-Lffatre seitens Marokko s *u enlrtchtenben Contrtdution zum allermindesten verzögert werben wirb. Jtalimer dagegen waren recht fest auf die Beilegung der Ministerkrifis. Wie oorauSzusehen war, steht Crtspi wieder an der Spitze der Regierung und auch Herr Somcino ist Schatzmeister geblieben, da sich Niemand bereit zeigte, dessen Erbschaft anzutreten. Ob bas Cabtnet wesentliche Aenberungen an seinem Programm vorgenommm hat, läßt sich noch nicht deurtheilen; die Wahrscheinlichkett baflir ist sehr ger^g. Einige italienische Zeitungen wollen zwar wtffen, baß jetzt die Erhöhung dn Rentensteuer nur auf 18 Procent beantraat werde. Für den Kredit Italiens bleibt es sich aber ziemlich glrichgtttig, ob die Steuer auf dte Zinsen der Staatsschuld 2 Procent mehr ober weniger erhöht wirb. Dm Dorwurf scheint sich das Lanb leider nicht ersparen au wollen, daß es nur auf Kosten seiner ausländischen Gläubiger sein Budget ins Gleichgewicht bringen kann. Auch serbische Werthe warm zu höheren Coursm gefragt obgleich einige Mitglieder des dortigen Ministeriums bereits regterungsmube zu sein scheinen, «uf bie Bewerthung der mexikmiischm Anleihen hat die offiisteüe Bekanntmachung der Einlösung des Juli-Coupons keinm Einfluß ausgeubt. Von I den türkischen Fonds wurdm nur die Loose lebhafter und zu scharf anziehmdm Preisen gehandelt; die Genehmigung de» Sultan? zu der erhöhtm Trefferauszahlung soll unmittelbar beoorstchen. Unter den argentinischen Papieren fällt dte Provinz- Anleihe durch einen Rückgang von 4 Drocent auf; die Finanzlage der Provinz VuenoS-AyreS wird f o schlecht geschildert, daß da» Zustandekommm eine« Arrangemmt» kaum möglich sein wird. , „ _ . _ . Die Verhandlungen wegen Giündung einer deutsch,italievischen Bank sind nun soweit gediehen, daß auf baldige Ausführung des Projecte» gerechnet werden darf. Betheiligt sind sämmtliche großen Berliner Banktnstttute, die österreichische Credtl- anstalt und einige schweizer Firmen. Dieser Umstand verlieh dem Verkehr auf dem Bankenmarkt ein recht fest:» Gepräge. Ausgeschlossen warm nur österrcichische Actien, welche unter der matten Haltung der hetmischm Börsm zu leiden hattm. In der rapiden AufwSrtSbewegung der schwelzertschm Eisen bah nackten tft ein Stillstand etngetreten. Gotthardt haben sich voll behauptet, dte übrigen wurden durch Realisationen eine Kleinigkeit gedrückt. Von dm österreichischen habm Dvx- Bodenbachcr R.stactim 7 fl gewonnen, weil deren BergwerkSbesitz angeblich unter vortheilhastm Bedingungen an ein benachbartes Werk übergehen soll. Deutsche Bahnen find wmig verändert. Auch auf dem Geldmarkt hat sich keine nennenSwerthe Veränderung vollzogen. Nach der beute erfolgten officiellm Bekanntmachung macht die italienische Regierung die Einlösung de» Jult-CouponS in Gold ihrer dlrectm sowie der von ihr garanttrten Anlethm, gleich wie im Januar, wieder von der Beibringung de» AjfidavttS und der Vorzeigung der Stücke abhängig. Diese Maßregel erstreckt sich aus folgende Titel: 5<>/o Jtalienilche Rente, 30/0 garanttrte Italienische Eisenbahn-Obligationm, 30 0 Ltvorneser Eisenbahn-Obligationen, 5<>/o Toscaner „ „ 4° 0 Neapeler Stadt-Anleihe. In ihrem eigenen Jnteresie richte ich hiermit an meine werthen Geschäftsfreunde dteBitte, mir IhreStücke so bald als möglich zukommen zu lassen, damit ich für bie prompte Erhebung der Ztnsm und baldige Zurückgabe der Tttel Sorge tragen kann. Die nach Deutschland gesandtm Delegirtm der italienischen Regierung beginnen schon am 20. Juni mit der Prüfung der eingereichtm Ver- zcichnisse und Stücke, und es wäre mir deßhalb erwünscht, wenn mir meine verehrte Kundschaft noch vor dem genannten Tage ihre Titel übergeben würden, damit auch meine Einreichungen schon vor Fälligkett de» Coupon» conttollirt werten können. (Sourfe bet Frankfutter Börse. tiUtlMUib» vom 8./VL 15JVL 4°/„ Hessische Obligation- , Bayern .... , Sehen..... 105 15 106 85 104 55 104.50 106.30 104.40 3°/o Sächsische Rente. . 89.45 89.90 3i/,o/e BremerStaatsanl. 99.85 99.45 , Hamb.Staatsrmle 100.10 100.20 4»/c Oestt. Goldrente 98.55 98.30 , GriechischeMonopol- «nleihe . . . 36.40 36.45 4»/0 Rumänische Rente . 85.20 85.75 5»/o Ruff. Consol» S. m —,— —,— Coare vom 8./VI. 15./VL 4|/f°/o$ortu- Rmte .... 32.75 83.30 63.50 64 80 üo/oSerbffcheEtsenbahn- Hyp^Obl. L. A. . 4-/oSchwed.Oblig.l880r 66.10 67.— 101.85 101 95 1% Türkm conv. Ltt. D. 24.75 24.55 5®/o Ärgent Gold - AnL 1. 1887 ... 46.70 46 85 3i/i«/o Egypt. priv. Anl. 102.75 102.40 u Nachstehend-, in bet ®=meinbe 1 ITiÄÄ’ Leihgestern auszuführende Armine namhafte Belohnung, welcher mir । 5070^Kleincs Logis zu vermiethen. betten sind im Submissionswege zu beweiskräftige Auskunft über den Tckützenftratze 4 a. ' »mk ' Verbleib dieses Hundes geben kann. Vor --------------------- nergeoen nnb zwar. j Ankauf wird gewarnt- Näheres in ber1 1. Wetßbmderarbetten am Pfarr-, Exped. bs. Bl 5001 162.— 21 265.89 265 740.90 ’ Ende 1892 . . . 1893 1893 Ende 1893 . . 15. Juni 1894. 265 740.90 21 8% ReichSaalrih« 8«/i% do. 3% Preutz. EonsslS 3Vi°/q do. Rohrer, Bezirks-Bauaufseher. Gras-Versteigerung im Revier Arnsburg. Mittwoch den 27. ds. Mts., soll die diesjährige Grasernte auf den Gräfl. Wiesen in der Gem. Coln- hausen (von etwa 100 Morgen) öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft: Vormittags 9 Uhr bei Colnhausen. Arnsburg, den 13. Juni 1894. Aeikgeöotenes. Glück auf! Weimarloofe »IM., Hauptgew. i. W. »o« 50 000 M.; Alsfelder Zuchtviehloose »IM.; Geldloofe »3M., Hauptgew. r 90 000 M. Baar, empfiehlt und versendet 4643 A. Gletscher, Gieße«, Neustadt Nr. 55. Schaufenster-Rouleaur auf feinsten und besten Stoff, sowie Hostdraht-RouieauX in solider und geschmackvoller Ausführung empfiehlt 414o Heinrich Hochstätter, «chlotzgaffe 19. Mermielhungen. 5077] Wohnung von 3 Zimm., Küche, Wasser!, u. Zubehör an ruhige Miether zu oerm. Wilh Werber, Kirchenpl 4448] Schöne Familienwohnung, 3 Zimmer mit all. Zubehör, p. 1. Juli zu verm. ______Gg. Kraft, Wetzstetngaffe 42. 4670] Schöne Mansarde - Wohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör, zu verm. Näheres Ludwigstr. 46, im Mansardenstock. 478u] ein Logis zu vermiethen. ______Schreiner Kinkel, Rtitergasse 19. 4812] Mansarde, 2 Zim., 2 Cabtnette, Küche u. s. Zubehör alsbald zu vermieth. Germania-Neubau, zu erfrag. I. Ronftadt. 4980] Ein Logis zu vermiethen. _______________________'Schützenstraße 5. 4289] Schönes Logis, 4 Zimmer mit allem Zubehör, ist zu verm. Ostanlage 9 4124] Logis, 3 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung zu vermiethen. Näheres _______________Liebigstraße 71, 2. 3813] Wohnung von 7 flimmern (ev. Badezimmer-, nebst Zubehör, Ecke der Schul» «. Sonneustratze, per Juli zu vermiethen. Näheres durch L. Seuling, Architect, Wallthorstr. 3411] vergstr. Nr. 1 Wohnung im mittl. Stock — 7 Zimmer u. Zub. — zu vermiethen durch Architekt Stein. 5091] Bleichftratze 24 Wohnung im ersten Stock, 6 Zimmer, Badezimmer, 3 Mansarden, per 1- ober 15. August zu vermiethen-_____________M. Michel. 5073] Lndwigftratze 19 mittl. Etage, besteh. 6 Zim., Babez-, 3 Mans-, Trockenbob , Gartenanth. u. sonst- Zubh. per 1. Oct. zu verm. El. Petri Wwe., Neuenweg 41. > 5087] LogiS, gleich beziehbar, zu vers miethen. »e«en»Bä«e 20. 5048] Weftanlage 17, Bel - Etage 6 Zimmer, Babezimmer, Balkon u. f- w. cäöi sofort^ zu vermiethen.__ 5038] Freunbl. fyamilieulogiS zu vermiethen- Hammstratze 27. .5028] LogiS im 2. Stock, 3 Zimmer m. Zubeh., per August beziehbar zu ver- miethen. Grünbergerstratze 43. 5053] MaufardenlogiS zu vermiethen. K. Leib Wwe., Sckühenstraße 14. 5029] Eine Maufardenwohnung mit ollem Zubehör ist zu vermieiden. ______________Nordanlage 28. 5052] LogiS, 5 Zimmer mit allem Zubehör, sowie ein kleines Logis für einzelne Person zu verm. Ederstratze 6.___ 5051] Kleines LogiS zu vermiethen. _______g. Elsoffer, Marktstraße 27. 5063] Ein unmöbl-, auf Wunsch auch möbl. Zimmer zu verm. Bleichstr. 2. 5050] Zimmer mit Eabinet zu vermiethen, zum 15. Juli eoentl. früher. Frau vr. Ararrz Eckstein, Alicestr- 13. Bctef 16L2 16.18 zu erlangen, ertheilt wissenschastl geb- Männern, aeftützt auf Gesetz unb Erfahr - einschläg Information unter M. V. 84, Norbb. Allgem. Ztg. Berlin SW. 5057] In dem Haushaltungs- Pensionat von Frau Pastor Grosser in Sondershausen finden noch junge Damen zu ihrer weiteren Ausbildung liebevolle Aufnahme. Vorzügliche Empfehlungen zur Verfügung.________________ Tüchtigen Schreiner (S6 Philipp Hofmann, Heuchelheim. 4173] E. beflrenom. Hamburger Ci» garreN'HauS sucht e. Reisenden z. Bes. b. Priv. u- Restaur- - Kunbsch. geg. hohe Vergüt. £ ff. unter F 2402 an Heinr. Eisler, Hamburg._______________ Tüchtige Erdarbeiter inben sofort Beschäftigung am Hochbehälter ber Stabt Gietzen bet Annerod. Anmeldung auf ber Baustelle. 5082]_________________H. Winn. 5072] Ein junger HauSburfche ge- ucht von K. Plank, Wolkcrigaffe 16. 5031 ] Em junges, anständigesMädchen, welches schon längere Zeit im Colonial» und Dtlicateffengefchäft als Verkäu- erin thätig war, sucht gleiche Stelle. Wo? zu erfragen in der Exped. d. Ztg. 5076] Gesunde Schenkamme sucht Stelle. Näh, b- Frau Bären, Mäusb. 12 5056] Ein braves reinliches Lauf» Mädchen gesucht. Grabenstraße 8, 1H. 5062| Gin tüchtiges Dienstmädchen ür sofort gesucht. Frau E. Krumm, Bahnhofstraße 40. förfltrhi "n tüchtiges Dienst- t Mädchen auf Johannis oder früher. Frau Pfr. Schloffer. [5016 5015] Ei« braves Dienftmiidchen Bergstr! 15,^1. 5022] Ordentliches Dienstmädchen gesucht. Asterweg 1, I. glatt und | fa(onnirt, bunt gewebt Plüsche (Moquettesi wie abgepasste Kameel- laschen in reizenden Mustern und Farbenstellungen. pIQsehdeeken in reichster Auswahl, Le inenplOsche Woll'-eps. Granit il Satins zu Decorationo- u. Polsterzwecken versende zu Fabrikpreisen direct ■' an Private. — Muster franco gegen franco. | E. Weegmaun, Bielefeld. j Umfärbung in eigener Färberei billigst ^^—«,[1868]- — Prima Landbutter zum Einkochcn, per Pfund 85 Pfg. so lange der Vorrath reicht. 5089 ___________H. F. Nassauer. 5090] Ein gut erhaltenes Dreirad zu verkaufen. Wo? sagt die Exped d. Bl i Gute, reine Ziegenmilch zu kaufen I gesucht. Von wem? sagt d. Expd- d. Bl. I 50'81 Dickwurzpstanzen zu verkaufen Asterweg 17.______________________ 5030] Ein junger, schöner, starker, Hof- Hund billig zu verk. Näh, in d- Exp. d- Bl- Stachelbeeren zum Einmache« stets zu habe«. Näheres in der Expedition d. Bl. Bremer Lebensverfichernngs Bank für Lebens-, Aussteuer- und Mititairdienff-Werficherungen. Vermögen r...........11 218 808.68 Prämien- und Zinsen-Einnahme: . „ 2410665.20 Prämienreserve und Ueberträge:..... 10 675 059.33 Verficherungs-Bestand: 33596 Polieen mit „ 56 531 923.— Versicherungssumme. MC* Berichte über bas 26. Geschäftsjahr (1893) sind bei den Agenturen der Bank zu haben. 0085 * M_______________________________ Die Ilirection. Ä" Durch dtrecten größeren Bezug bin ich in der Lage, I *nnHQn Cognac, garantirt französ. Verschnitt Ll 111111H11 ■ per Literflasche ä Mk. 2— zu offeriren. 5033 VUIJIIIIUI e. Dort, Wallthorstraße 45. Tüchtige Rock- und Tailleiiarheiteriniieü per sofort gesucht. ^037 Stehr, Confection und Modes, Bad-Rauheim. in Brief- und Kartenform werden schnell und geschmackvoll angefertigt in der BrlihPschen Druckerei Schulstrasse 7. Dio Honigs «msaht 18 CeUm