Nr. 88 Zweites Blatt. Dienstag den 17. April 1894 w w 3402 tW sMst Siefcii. I'Mg )t präcis im bet bar Geschäftr- :en; 3. Statuten- Landes, sowie der mtetsiutzenden Mil- )l einer Commisüon SschusseS, sowie bet l Botanschktzer jüt ie, bie nach fz 51 immlung bem Bot- i:Ä U Sir VI, , A-L.2 m. agea -itte» mir tbciliflttiifl und 3379 orstand. * Mtaitl U WWW »ur. 2&Ö Besitzer -tisel. t27'^ Neu! hier. M Ven Belustigungau'* ^üS-r Der •Mw« «schont täglich, ■* lusnahmk bei Montags Die Glrtzrnkr ntrttn drm Lnzeiger »Schentlich Ul«umraUrutoi 2 Red 20 Ps§. ■* vrinq^rloha. Duech bie Post bt^efe 1 Mark 50 PI«. Rrkrtun, fltprbfttaB uab Drudrrrt: »milre*« »L Amts- und Anzeigeblutt für den Tiveis Giefzen. 7.^ | Hratisö-irage: chießener Kamikienötätt^ Ht iMtoeccx-flureanf H In- nb luileebe« nrt)— lejtigen für kn ^Gießener Äw|ti|er* mtgrgen. zu Darmstadt. PrivatklägerS, sind Offerten bis in Geräthe- n u in Aeitjieöotenes. Tod Tod 3381 3305 JL Johs. Nickel 2603 n 12811 Lacke, Pinsel rc. billigst. 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Aufrechterhaltung seines sonstigen In- : Halts aufzuheben und Angeklagter statt ' deffen in eine Geldstrafe von Einhundertfünfundsiebzig Mark, im Falle i der Uneinbringlichkeit mit achtzehn Tagen Gesängniß zu verbüßen, zu «erurtheffen sei. Die Kosten zweiter Instanz, ein- ' schließlich der dem Angeklagten dabei erwachsenen nothwendigen Auslagen, werden dem Privatkläger auferlegt. Die Richtigkeit der Abschrift der Ur theilsformel wird beglaubigt und die < Vollstreckbarkeit desUrtheilS bescheinigt. Gießen, den 6. April 1894. Gertchtsschreiher les tzrohh. ziitzzerichts, Versteigerung. Dteustag de« 17. rrpril d. Vormittag» 10 Uhr, versteigere i* im z« Gießen »0,000 /AHHASCHINEiT' ,8000fAHR!UDCH '(ABgEITERZAHL 1WJ nach unten. Selbst bei den serbischen Werthen war der Preisrückgang bisher gering» mit Ausnahme der Eisenbahnanleihe Lit. B, welche 3 Procent einbüßte, bewegten sich die Course meist etwa 1 Procent unter dem vorwöchentlichen Stand. Türken waren trotz der neuen Anleihe billiger angeboten und auch Spanier sind abgeschwächt. Ebenso behaupteten sich Italiener nicht ganz, während Mexicaner auf bessere Silberpreise fest lagen. Am meisten machte sich natürlich die Zurückhaltung in den Bankactien bemerkbar, da deren Erträgnisse durch die Börsenfteuer erheblich, geschmälert zu werden drohen. Allgemein fürchtet man, daß die Sommermonate, welche ohnehin sehr ruhig zu sein pflegen, diesmal vollends ganz leblos verlaufen werden. Zum Ueberfluß glaubte man noch auf die Betheiligung der einzelnen Institute an den ausländischen Staatsanleihen Hinweisen zu müffcn. Darunter hatten insbesondere die Antheilscheine der Berliner Handelsgesellschaft zu leiden, weil sich in deren Portefeuille noch große Bestände serbischer Werthe befinden. Als dann bekannt wurde, daß die Unterhandlungen mit der serbischen Regierung noch nicht abgebrochen sind, erholte sich der Cours wieder. Außerdem trug hierzu auch die Meinung bei, daß durch die großen Abschreibungen auf Corsortial-Conto im vergangenen Jahre einem etwa drohenden Verlust hinreichend vorgebeugt sei. Die österreichischen Banken wurden nach anfänglicher Ermattung aus Wiener Impuls wieder besser bezahlt. Eisenbahnwerthe hielten sich verhältnißmäßig noch am besten, doch warm die Ilmsätze gleichfalls nur beschränkt. Zu Gunsten der östlichen deutschen Bahnen führte man die anziehenden Getreidepreise ins Treffen, indem man hieraus auf vermehrten Import russischer Waare schließt. Für österreichische Papiere wirkte die Dividenden-Erklärung der Buschtherader Bahn ftimulirenb, deren Actien 12 fl. profitirten. Bei Lombarden wollte man wissen, daß das Verkehrsministerium der Conversion der 5proc. Prioritäten zugestimmt habe, indeß bleibt Bestätigung noch abzuwarten. Die Fusionsprojecte der schweizerischen Linien sind immer noch nicht verschwunden, wenngleich von keiner Seite etwas Bestimmtes bekannt geworden ist. Italienische Bahnen sind kaum verändert. Die Auslassungen des preußischen Eisenbahnministers im Abgeordnetenhause über die abgeschlossenen Schienenlieferungsverträge veranlaßten starke Abgaben in Eisenactien, indem die Werke infolge der theueren Rohmaterialien aus den Bestellungen nur geringen Vortheil zu ziehen vermögen. Nachdem man Anfangs der Woche die weitere Erhöhung der Walzeisenpreise noch als Haussemotiv angesehm hatte, tauchen aus Fachkreisen plötzlich Stimmen auf, welche diese Steigerung als durchaus nicht den thatsächlichen Verhältnissen entsprechend binstellen. Der russische Handelsvertrag habe nur den Fabriken landwirthschaftlicher Maschinen umfangreiche Aufträge gebracht, während die Nachfrage nach Roheisen seitens der anderen Fabriken kaum zugenommen habe. Es geht indeß jedenfalls zu weit, heute die Lage des Eisenmarktes als unfreundlich zu schildern, nachdem man gestern noch des Lobes voll war. Der Grund des Rückganges liegt eben hauptsächlich in den vorausgegangenen Courstreibereien, welche bei vielen Papieren das Maß des Berechtigten überschritten haben. Laura verloren drei, Bochumer sogar über 4 Procent, während bei Dortmunder Union der Verlust kaum zwei Procent beträgt. Im Anschluß hieran waren denn auch Kohlenactlßn weichend; doch ist deren Einbuße im Allgemeinen geringer. Der Ausweis der Reichsbank zeigt eine weitere Kräftigung des Status und auch am offenen Markt ist Geld noch etwas leichter geworden. das NUN 1 Dn Vnka thümer bezw. Tagesstunden x schlag an der 5 kannt zu mache auf 250 Gram Portionen übei Battet, welche achter Schwester-Stickereien ohne Apprvt, in Stücken von 4,20 Mtr. zu Fabrikpreisen bei [1286 J. Kaan jnn.- Kreuzplatz 1v. betreffend den meßbaren ph Mit Gen und der Justiz 31570/90 uni fammlung wert Ordnung und i Strafgesetzbuches beschau als nich Fleisches in der Reglement vom' CteoilMltUra. 13.'IV. 6.'IV. 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Hatte die Zuversichtlichkeit der deutschen Börsen schon in den beiden Vorwochen im Hinblick auf die dem Verkehr drohenden Lasten wesentlich nachgelasien, so wurde d«e S immung in der lausenden Berichtsperiode durch die Annahme des Stempelgesetzes äußerst unlustig und matt. Wenn auch längst kein Zweifel mehr darüber bestehen konnte, daß die Börsenstemr-Erhöhung nicht ausbleiben werde, so hat doch die am vergangenen Sonnabend erfolgte Abstimmung einen recht deprtmiren- den Eindruck gemacht. Die Debatten im Plenum sind mit geradezu unbegreiflicher Hast und unter vollständiger Außerachtlassung aller, selbst der berechtigsten Vorstellungen aus den berufenen Kreisen geführt worden. Nur mit geringen Ausnahmen trat der Haß gegen das bewegliche Kapital sowie das Bestreben hervor, die Börse möglichst hart zu schädigen und selbst im letzten Augenblick wurden noch Zusatzanträge angenommen, ohne daß sie auch nur im geringsten einer gebührenden Kritik unterzogen worden sind. Daß unter solchen Umständen die Effectenmärkte von dem seitens der Regierung in Aussicht gestellten Börsenorganisaltonsgesetz das Schlimmste zu befürchten haben, liegt klar zu Tage und dieser Umstand hat die Tendenz wohl noch in stärkerem Maße beeinträchtigt, als dies durch die Stempel- erhöbung geschah. Begreiflicherweise wurde durch die Letztere die Aufmerksamkeit der Börsenbesucher insofern von der eigentlichen Geschäfte thätigkeit abgeienkt, als sich die Unterhaltung fortgesetzt um deren zukünftige Wirkung in der Praxis, beziehungsweise um die Berechnung und Verkeilung der neuen Lasten zwischen Mäkler, Vermittler und Händler drehte. Anfangs der nächsten Woche finden sowohl hier als in Berlin Versammlungen der Interessenten statt, um sich hierüber zu eln*0ensBetfiärft wurde die Mißstimmung noch durch politische Meldungen, welche sich später zum Theil als leere Erfindungen erwiesen haben. So verlautete, daß in Sofia eine starke russenfreundltche Partei bemüht sei, einen engeren Anschluß Bulgariens an das Zarenreich zu erreichen, doch wurde die Nachricht wieder demen- ttrt. Mehr Grund zu Besorgnissen liefern die Belgrader Dipcschen. Bekanntlich haben sich die ausländischen Bankiers Serbiens vereinigt, um von der Regierung für die Vertreter der Obligationen größere Selbstständtgke t und weitgehendere Controll-Ermächtigungen zu verlangen. Man wollte wissen, baß der seibtsche Finanzletter die Vorschläge der Bankengruppe rundweg abgefehnt habe; neuerdings soll indessen der Ftnanzmintster seine Bereitwilligkeit ausgedrückt haben, die Conlroll- frage und sonstigen Wünsche der Delegirten im Einverständniß mit ihm und entsprechend der Würde des Landes zu regeln. Diese stolze Sprache steht schlecht im Einklänge mit der Thatsache, daß die Regierung einen Theil der für den Anleihedienst verpfändeten Gelder zu anderen Zwecken verwendet hat und wenn es auch verfrüht sein mag, von einer Ftnanzkrtsts zu sprechen, so ergibt sich daraus doch, daß die Gläubiger heute mehr als je auf dauernde Sicherstellung ihrer Rechte dringen müssen, lieber die weitere Entwicklung der italienischen Finanzen läßt sich immer noch kein abschließendes UUHeil fällen. Die Parlaments» tsche Commission scheint gegenwärtig eher geneigt zu sein, den Vorschlägen der Regierung zuzusttmmen, wenigstens nimmt sie gegen die Erhöhung der Rentenfteuer keinen so schroff ablehnenden Standpunkt mehr ein. Bei Berathung des Militär-Etats in der nächsten Woche muß indeß die Entscheidung fallen, denn wenn die Ausgaben für militärische Zwecke nicht erheblich vermindert werden, so ist unerfindlich, auf welchem anderen Wege die Deckung der Bedürfnisse ermöglicht werden soll. Vom Wiener Markt ausgehei d, trat auch an unseren Börsen gegen Wochenschluß leichte Befestigung ein. Dort beginnen jetzt die Saatenstandsberichte die Stimmung zu beherrschen und da am Donnerstag aus Ungarn Regen gemeldet wurde, schöpfte die Spiculation daraus neue Hoffnungen. Außerdem glaubt man dort nicht, daß die jüngste Reise des Directors der Credilanstalt nach Paris lediglich informatorischen Zwecken gedient habe, sondern bringt sie beharrlich mit der Absicht einer baldigen Emission österreichischer Goldrente an den französischen Märkten in Zusammenhang. Ein weiteres Stimmungsmotio bildet die Anwesenheit des Leiters der Deutschen Bank in Wien, welcher an den Conferenzen wegen der Begebung der jüngsten lürkischen Anleihe thetlnahm. Auch soll hierbei die Einführung der ortentalischen Eisenbahn-Actien an der Berliner Börse erwogen worden sein. Was die Coursveränderungen auf den einzelnen Gebieten anbelangt, so sind dieselben nirgends besonders stark. Die Unlust kam mehr in vollständiger Unthätig- feit als in großen Abgaben zum Ausdruck, denn auch die Contremine wagte nicht, Angesichts der Unsicherheit über die künftige Gestaltung des Verkehrs energisch 6Chic.Mllw.f.St.Paul Prtt, rückzahlb. 1910 . 50/oChtc.Milw.f.St.Paul 114.20 113.80 40/0 Chicago Burlington Nebraska 1927 . . 41/gO/c California Pacif. 88 60 8820 Prt., rückzahlb. 1921 . 107.35 107.25 I. M., rückzahlb. 1912 lg5 60 1046« 60/oC-entt. Pacif. I.Mr tg. 60/gPacif.osMiffouri con- 95.50 96.4« rückzahlb. 1896 . . —.— 102.35 solidated I. M. r. 1920 Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 123.45 123 85 Braunschweig. 20 Thlr.- 103.50 103.50 „ 1854r fl.250- „ 125.50 125 40 Loose .... 3v/v Oldenlurger Loose . 4°/o Meininger Prämien- 125.65 1261) Pfandbr..... 127 35 127.30 3l/,o/oKSln-MindnLoose 132.10 132.-