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Gießen, den 14. Februar 1894. Der Director des landwirthfchaftlichen Bezirksvereins Gießen. Jost. Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Sätutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Deutscher Reich. Berlin, 15. Februar. Die Haupt- und Staatsaction des deutsch-russischen Handelsvertrages zieht fortgesetzt das öffentliche Jntereffe in Deutschland ganz vorwiegend auf sich. Auch das letzte der zum eigentlichen Vertragsentwürfe gehörigen wichtigen Actenstücke, die Denkschrift der Reichsregierung, ist nunmehr veröffentlicht worden. Sie behandelt die Handelsbeziehungen zwischen Deuts i land und Rußland während der letzten 10 Jahre in lichtvoller Weise, geht bann auf verschiedene Punkte des abgeschloffenen Vertragswertes und auf die hiermit zusammenhängenden Specialfragen näher ein und schließt mit einer klaren und sachlichen Widerlegung der gegen den Vertrag erhobenen Bedenken. Die Veröffentlichung der Denkschrift dürfte darum nur geeignet sein, die Stellung der Reichsregierung in der ganzen bedeutsamen Angelegenheit noch weiter zu verstärken. Im Uebrigen rückt in derselben die Frage nach den parlamentarischen Aussichten des russischen Vertrages mehr und mehr in den Vordergrund. Wenn sich die Stimmung im Reichstage gegenüber dem Vertrage mit derjenigen in unseren commerziellen und industriellen Kreisen allenthalben deckte, wie letztere fast Tag für Tag in entschiedenen Kundgebungen für den deutsch-russischen Handelsvertrag zum Ausdrucke gelangt, so müßte die Annahme desselben mit bedeutender Mehrheit unbedingt bereits seststehen. Indessen ist ein solcher Ausgang der bevorstehenden Reichstagsverhandlungen über den Vertrag noch keineswegs absolut sicher, mag auch die Wahr- scheinlichkeit hierfür sprechen. Offenbar werden aber die -Vertragsgegner einen harten Stand haben, ist doch ihre Stellung schon dadurch unverkennbar eine schwierige, daß Kaiser Wilhelm offen und energisch für den russischen Vertrag eintritt, wie dies Seitens des kaiserlichen Herrn erst jüngst wieder geschehen ist. In jedem Falle jedoch ist eine baldige parlamentarische Entscheidung in dieser Alles beherrschenden Frage nur wünschenswerth; da der Bundesrath in seiner am Donnerstag abgehaltenen Wochenplenarsitzung dem russischen Vertrage zugestimmt hat, so steht deffen Einbringung im Reichs, tage nichts mehr im Wege. Neueste Nachrichten» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. —Hamburg, 15. Februar. In ihrem heutigen Leitartikel übeT den russischen Handelsvertrag empfehlen die Hamb. Nachr." den Landwirthen, falls die genaue Prüfung im Reichstage ergeben sollte, daß der Nutzen des Vertrages für die Industrie erheblich größer sei, als der Schaden für die Landwirthschast wäre, zu erwägen, ob es nicht im Ja- tereffe der Aufrechterhaltung der Solidarität der productive» Stände nützlich sei, Bedenken gegen den Vertrag zurückttete» zu lasten, um einer weiteren Entfremdung zwischen Industrie und Landwirthschast vorzubeugen. Paris, 15.Februar. Nachrichten aus Rio de Janeiro melden, daß der Belagerungszustand um 60 Tage verlängert worden sei. _. . _ Helfiugfors, 15. Februar. Mittwoch Nacht setzte sich das Eis zwischen dem südlichen Theile des finnischen Meerbusens und dem Alandweere in Bewegung, lieber daS Schicksal von ungefähr hundert dort befindlichen Fischern ist nich bekannt. RettungSmaßregeln find getroffen worden. Alle Annoncen-Burcaux deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießen, den 14. Februar 1894. Vetr.: Erlaß einer Polizeiverordnung für den Kreis Gießen, betr. den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche in Gemäßheit unseres Ausschreibens vom 29. December v. I. (Gießener Anzeiger Nr. 2) die Namen der Fahrradbesitzer mit Angabe der denselben ertheilten Nummern noch nicht einberichtet haben, werden an alsbaldige Vorlage erinnert. v. Gagern. Ausschreiben. Der nachbezeichnete GerichtS-Accessist Karl Marx aus Gießen ist seit 13. Februar l. I. spurlos verschwunden und liegt deshalb die Annahme nahe, daß ihm ein Unglück zu- gestoßen sei. Um Nachforschungen nach dem Vermißten, ev. schonende Anhaltung im Betretungsfalle und Drahtnachricht wird gebeten. Beschreibung: Geboren am 14. April 1868, klein, dunkelbraunes Haar, schwarzes Schnurrbärtchen. Kleidung: Dunkelblaues Jaquet, braun in sich gestreifte Weste und Beinkleider, schwarzer Ueberzieher mit schwarzem Sammtkragen, niederer, schwarzer, steifer Filzhut, Zugstiefel, schwarzer seidener Regenschirm, Zwicker, silberne Remontoiruhr und silberne Panzerkette. Die Leibwäsche ift M. oder C. M. gezeichnet. Gießen, den 16. Februar 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresen iuö._________________________ Deutscher Reichstag. 50. Sitzung. Donnerstag den 15. Februar 1894. Die Berathung des PostetatS wird beim Extraordinarium sortgefftzt. , 2ßarf)Ur0 ((Str.) beantragt, die Position 157 000 Mk. für ein Poftgebäude in Deulschktone auf ein Jahr zurückzustellen. Die Poftbauten feien zu kostspielig. Für ein kleines ProvinzialstäbtLen 157 000 Mk! Wie ganz anders schränkte man sich in anderen Verwaltungen ein, so in Prenßm die Justizverwaltung, die für ein Gebäude in Demmin, in dem zwei Amtsgerichte Platz finden sollen, 88 000 Mk. fordert. Würde die Post in Deutschkrone Miethsräume beziehen, so würde man einschließlich der Dienstwohnungen für den Vorsteher und einem Unterbeamten wahrscheinlich mit 2100 Mk. Miethe auskommen. .. . , t „ Director Dr. Fischer: Wir riskiren, daß uns das alte Postgebäude in Deutschkrone über dem Kopfe einfällt. Zwischen Post- und GerichlSgebäuden lassen sich bei der Verschiedenheit des Zweckes zutreffende Vergleiche überhaupt nicht ziehen. Deutschkrone hat zwar nur 7000 Einwohner, ist aber als Postort sehr wichtig. Abg. Gamp (Rp.) vertheidigl die Position und weist darauf hin, daß die Nothwendigkeit der Forderung der Commission ein- mülhig anerkannt worden sei. . , Abg. Müller-Sagan (frf. Vlksp.) will die vorliegende Forderung nicht bekämpfen, findet aber im Allgemeinen, daß die Post zu luxuriös baue. Die Postoerwaltung sollte von ihrem Post-Zopffiyl ab- und zu einem soliden Verkehrsstyl übergehen. Abg. Schmidt-Warburg roetft nochmals darauf hin, daß der preußische Justizminister allm Luxus bei Bauten vermeidet und auch dazu vom Finanzminister gedrängt wird. ES wäre gut, wenn auch im Reiche der Rothstift etwas mehr waltete Abg Dr. Hammacher (ntl.) wendete sich gegen SJergleW zwischen verschiedenen Verwaltungen, deren jede ihre besonderen Bedürfnisse habe, und vertheidigl die Forderung für Deutschttone mit Rücksicht auf bie vorliegenden eigenartigen Verhaltniste- Wenn sich die Post bet ihren Bauten etwas nach dem Geschmack der jeweiligen Umgebung richte, sei bas nur richtig. 0 Acg0 Gröber (Ctr): In Deutschkrone könne man mit einer «eitrigeren (Summe auskommen; Thurm und sonstiger Schnickschnack könnten Wegfällen. Die Position wird gegen Centrum und Linke bewilligt. Bei der Forderung für den Postneubau in Greifswald tadelt Abg. Schmidt-Warburg (Ctr.) an den Bauplänen den verzierte« Giebel und dte'Thürme. Dieselben tonnten wegsallen. Greifswald habe genug schöne Gebäude. Der Titel wird bewilligt. Für Potsdam wird ein neues Dienstgebäude verlangt, auf Antrag der Commission aber wird die Regierung zur Errichtung nur eines Ziegelsteinbaues aufgefordert. Bei der Forderung für einen Bauplatz in Hamm zu einem neuen Poftgebäude beantragt Abg. Schmidt-Elberfeld Streichung. ES fei besser, noch einmal zu prüfen, ob nicht ein geeigneterer Bau- platz zu finden sei. ~ Abg. Lenzmann tritt entgegen seinen Fractionsgenofsen für die Position ein. Mit der Wahl des Platzes würden die Jntereffe» der kleinen Leute gewahrt. , t ... Nach längerer Debatte wird die Position bewilligt, ebenso der Rest des ExtrHrdinariums. Die Einnahmen an Porto und Telegraphengebühren sind mu 245Va Millionen angesehi. Die Budgetcommisston beantragt, den Ansatz auf 248 970 000 Mk. zu erhöhen. Abg. v. Staudy (cons.) beantragt Wiederherstellung des niedrigeren Ansatzes. . Director im Neichsfchatzamt Aschenborn bekämpft den Antrag der Budgetcommisston. Der Ansatz sei mit Rücksicht auf die wirth- schastliche Lage bemessen worden; das sei im Interesse einer vorsichtigen Veranschlagung geboten. ES liegt kein Grund vor, von dieser Regel abzugehen, umsoweniger, alS sich in den letzten Jahren statt der Mehreinnahmen Mindereinnahmen ergeben haben. Das laufende Jahr habe zwar ein Plus von 700 000 Mark ergeben, aber doch nur, weil wir bei der Veranschlagung besonders vorsichtig waren. Aus bloße Hoffnungen hin sollte man den Etatsansatz nicht Cr^2lbg. Schmidt-Elberfeld (frf. Volksp.) bestreitet, daß die Er- Höhung des Gewichts der einfachen Briefe den von der Postverwaltung behaupteten Einnahmeausfall zur Folge haben würde. Director Sachse hält fest, daß der Ausfall 5 Millionenchetrage» würde. Abg. Dr. Hammacher (natl.) spricht für den AntragStaudy. Es müßten ganz ungewöhnliche Gründe vorliegen, um ein Abweichen von den alten Grundsätzen zu rechtfertigen. Für die Einnahme- Veranschlagung solle man der Regierung die Verantwortung überlassen. Das Schwungrad unseres geschäftlichen Lebens ist Lin einer retarbirenben Bewegung. ... Abg. Richter (frf. Volksp.): ES hanble sich hier nicht um Grundsätze der Vergangenbeit, sondern um eine Schablone Da« Haus habe das Recht, die Einnahme festzustellen; ift e9 nun nothig, den Etat immer nur nach der Schablone zu veranschlagen / Weshalb sollen wir das Jahr 1892/93 zur Grundlage der Berechnung nehmen, nachdem dasselbe ein besonders unglückliches war. Die Regierung habe ein Interesse an der niedrigen Einnahme-Veranschlagung, weu sie höhere Steuern wolle. Aus dem Handelstags-Diner habe ja der Staatssecretär selbst vor übertriebenem Pessimismus gewarnt und auf die wachsenden Posteinnahmen hingewiesen. Allerdings, wenn die Quittungs- und Frachtsteuer angenommen werden, können bte Einnahmen zurückgehen; das zu vermeiden haben wir aber in Der ^Staatssecretär v. Stephan: Wir haben gar kein Interesse daran, den Etat möglichst niedrig anzufetzen; aber seit meinen do» Richter erwähnten Auslassungen haben sich dieDerhältniffe ungünstiger gestaltet. Im December v. I. war der Ueber sch uh unserer Verwaltung um ungefähr 2 Millionen niedriger als im December 1892. Eine Erhöhung des Etats würde nur zu Enttäuschungen führen, umsomehr als die Post in ihrer Entwickelung von dem Verkehr in allen Ländern abhängig ist. Ick brauche nur auf Amerika hinzuweisen. Soeben hat der Lloyd beschloss«, seine -weite wöchentliche Fahrt nach Amerika einzustellen. Und was glauben Sie, welfy Kosten uns der Sturm der letzten Tage macht e Nach unser« Berechnung 600 000 Mk.; in Hamburg allein 197000 Mk. Solche unvorhergesehene Ereignisse fallen sehr ins Gewicht. m.ß.r Nachdem noch Abg. v. Leipziger (cons.) gegen, Ab^Bedel (Soc.) für Erhöhung deS Ansatzes gesprochen, wird die Erhöhung beschloffen.^tat Reichsdruckeret wird nach unerheblicher Debatte angenommen. Morgen: Etat des Auswärtigen. Gießener Anzeiger = Bekanntmachung. Für diejenigen Jmpfpflichtigen der Stadt Gießen, welche mit der Impfung für das Jahr 1893 noch im Rückstände sind, werden im Laufe dieser Woche die Aufforderungen zu- gestellt. Der Nachweis, daß die Impfung geschehen oder aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben ist, kann nur in den Vormittagsstunden von 10 bis 12 Uhr in unserem Dienftlocale, Bahnhofstraße, bei Photograph Becker, persönlich, jedoch mit derselben Wirkung durch portofreie Zuschrift oder Einwerfen verschlossener Schreiben in den Briefkasten des Kreisgesundheitsamts geschehen. Ueber- sendete Impfscheine sind alsbald wieder abzuholen. Dem sonstigen Nachweis ift die erhaltene Aufforderung jedesmal beizusügen, da nur hierdurch die Identität des betreffenden Impflings und dessen Auffinden in der Jmpfliste gesichert ist. Ungenügende Nachweise und solche, aus denen die Zugehörigkeit für den betreffenden Impfling nicht mit voller Sicherheit hervorgeht, gelten als nicht geschehen und wird das Verfahren weiter fortgesetzt, selbstverständlich ohne daß unsererseits dem Betreffenden eine Benachrichtigung zugehen kann. Gießen, 16. Februar 1894. _______________Großh. Kreisgesundheitsamt.__ Bekanntmachung, betr. General-Versammlungen des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Freitag den 2. März 1894, Vormittags 10 Uhr wird auf Lonys Bierkeller (Westanlage) zu Gießen eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen abgehalten werden. Alle Mitglieder der landwirthschaftlichen Bezirks- und Orts-Vereine, sowie alle Freunde der Landwirthschast werden zu dieser Versammlung hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Tag esordnung: 1) Geschäftliche Mittheilungen über den Besuch der Ackerbauschulen zu Alsfeld, Büdingen und Friedberg und den der Obstbauschule zu Friedberg von Schülern aus dem Kreise Gießen rc. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin. 15. Februar. In der B udget commission Zes Reichstags machte derKriegswinister die Mittheilung, daß der Kaiser heute genehmigt hat, das Jnfanteriegepäck um 7 Kilogramm zu erleichtern. Berlin. 15. Februar. Der russische Handelsvertrag geht am kommenden Montag dem Reichstage zu. Berlin, 15. Februar. Wie es heißt, soll der Eisenbahnminister Thielen ein energischer Gegner der Aufhebung der Staffeltarife sein, so daß, wie ein hiesiges Blatt glaubt, die Stellung des Ministers gefährdet ist, falls derselbe an seiner Ansicht gegenüber der Majorität der Minister festhält. Der in einigen Tagen ftaltfindende Kronrath wird die Lage klaren. Berlin, 15. Februar. Die Nachweisung der Einnahmen an Wechsel st empelsteuer im Deutschen Reiche ergab für Januar 751,184 Mk., ab 1. April 1893 bis 31. Januar 1894 6,855,949 Mk, gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres 6,626,713 Mk., also mehr 229,236 Mk. Berlin, 15. Februar. Das „Südd. Tabakinteressentenblatt" hat die Meldung gebracht, es werde die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs geplant, welcher die Einführung der Umsatzsteuer für Tabakfabrikate bezweckt. Dem gegenüber versichert heute die „Nordd. Allg. Ztg." auf das Entschiedenste, die Regierung werde an dem System des dem Reichstage gegenwärtig vorliegenden Gesetzentwurfs unter allen Umständen festhalten. Dresden, - 15. Februar. Der König verbrachte den gestrigen Tag in gutem Wohlsein- die Nacht ist ebenfalls ohne Störung verlaufen. Wiesbaden, 15. Februar. Nach dem „Wiesbadener Tageblatt" ist der Gesammtbetrieb der fiscalischen Mineral- brunnen zu Nieder Selters, Fachingen und Geilnau auf 22 Jahre an Friedrich Siemens in Dresden gegen einen Pachtpreis von 310,000 Mk. und einen veränderlichen Zuschlag verpachtet worden. Wilhelmshaven, 15. Februar. Der Capitän zur See Stubenrauch wurde zum Commandanten v-n Helgoland ernannt. Altona, 15. Februar. Heute Vormittag ging hier ein heftiges Gewitter nieder- der Blitz traf zwei Häuser, ohne jedoch zu zünden. Wien, 15. Februar. Nach einer Meldung der „Neuen Fr. Pr." versichert man in eingeweihten Kreisen, Minister Giers werde auf seiner Reise nach Italien entweder mit dem Grafen Caprivi oder mit dem Grafen Kalnoky con- seriren. Es hänge dies lediglich von der Reiseroute, welche der Minister nehme, ab. Belgrad, 15. Februar. Die Haltung der Radicalen, welche zum größten Theile zur Partei Ristics gehören, wird immer drohender. Dre Regierung wird daher nicht umhin können, mit Gewaltmaßregeln gegen die das Volk aufhetzenden Rädelsführer vorzugehen. Paris, 15. Februar. Gestern Abend fand vor dem Elysöpalaste eine Detonation statt, welche in den angrenzenden Häusern große Erregung hervorrief. Die Untersuchung ergab, daß kein Dynamitattentat vorlag und daß der Knall von einem Gewehrschuß herrührte, den ein Militärposten in selbstmörderischer Absicht auf sich abgegeben hatte. Paris, 15. Februar. Gestern erklärte der Attentäter Le Breton vor dem Untersuchungsrichter Duchal, daß er Emil Henry heiße und am 26. September 1872 zu Barcelona von französischen Eltern geboren sei. Diese Erklärung wurde sofort dem Polizeipräfecten mitgetheilt, welcher unter den die Anarchisten betreffenden Papieren den Namen Emil Henry vorfand. Im Januar war der Attentäter in anarchistischen Versammlungen gesehen worden- sein Aufenthalt in London hat einige Monate gedauert. Henry hatte sich dorthin be- -geben, um mit seinen Genossen sich über die letzten Ereignisse zu verständigen. — Ueber die Persönlichkeit EmilHenrys wird weiter mitgetheilt, daß er ein Bruder von Fortune Henry ist, der zur Zeit wegen Anstiftung zum Morde eine dreijährige Gefängnißstrafe in Marievaux verbüßt. Emil Henrys Vater war Revolutionär und wurde während der Commune zum Tode verurtheilt. Er flüchtete nach Barcelona, woselbst kurze Zeit darauf Emil geboren wurde. Rom, 15. Februar. Die Aufhebung des Belagerungszustandes in Sicilten vor dem 20. d. M. ist sicher. — An die Abgeordneten wurden strengere Bestimmungen über die Vertheilung der Karten zu den Kammertribünen erlassen. Brüssel, 15. Februar. Von der durch das Journal „World" verbreiteten Nachricht, daß der Deutsche Kaiser zur Hochzeit deS Prinzen Carl von Hohenzollern mit der Prinzessin Josephine nach Brüssel kommen werde, ist an maßgebender Stelle nichts bekannt. London, 15. Februar. Es bestätigt sich, daß 25 hiesige Anarchisten mit der Ausführung verschiedener Attentate beaustragt sind. In politischen Kreisen hofft man, daß die englische Regierung sich mit der französischen über einen Auslieferungsvertrag in Betreff der Anarchisten verständigen werde. Sitzung fccr Stadtverordneten am 15. Februar 1894. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmeltus, Faber, Flett, Habenicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Schwall, Scheel, Simon und Wallenfels. Herr W. Steinbach beabsichtigt, einen Giebel und den Thurm seines im Bau begriffenen Wohnhauses in der Garten- straße in Holzfachwerk auszuführen, um das Ganze malerischer zu gestalten. Diese Ausführung hat die Dispensation von dem § 18 des OrtSbaustatutS zur Voraussetzung und wird solche auf Antrag der Baudeputation befürwortet. Das Gesuch des Herrn Fritz Kühn um Erlaubniß zur Errichtung eines in Fachwerkbau auszusührenden Gartenhauses am Nahrungsberg soll ausnahmsweise befürwortet werden. Das Gesuch des Herrn Joh. Georg Birken stock um Erlaubniß zur Erbauung eines dem Aufenthalt von Back- fteinmachern während des Sommers dienenden Arbeitshäuschens im Neustädterfeld wird mit der Beschränkung auf die Dauer eines Jahres befürwortet. Das Gesuch des Gießener Braunsteinbergwerks um Verbefferung eines Feldweges wird unter der Bedingung genehmigt, daß eine ordnungsmäßige Wafferabführung hergestellt wird, auch der Stadt keinerlei Verpflichtungen Dritten gegenüber aus der auf Kosten des Gesuchstellers vorzunehmenden Wegherstellung erwachsen. Herr PH. Lotz hat um Verbesserung des zwischen seiner Lackfabrik und dem Lethgesterner Weg gelegenen Thetles des Aulweges nachgesucht. Nach Bericht des Stadtbauamtes würde den jedenfalls auch Anspruch auf Verbesserung des übrigen Theiles fraglichen Weges erhebenden Interessenten wie dem öffentlichen Verkehr gedient, wenn der Weg in seiner ganzen Länge (400 Meter) auf drei Meter Breite chaussirt würde, was einen Aufwand von ca. 4500 Mk. erfordern dürfte. Es wird der Antrag der Baudeputation, Aussetzen eines Beschlusses darüber, angenommen, bis Voranschlag und Pläne über Herstellung einer Theil- oder der ganzen Strecke vorltegen. Auf Ersuchen des Gesammt-Kirchenvorstandes beschließt die Versammlung, die Reinigung des Platzes um die Johanneskirche durch die städtische Kehrmannschaft vornehmen zu lassen, weil genannter Platz als öffentlicher zu betrachten ist. — Weiter beschließt die Versammlung infolge der von dem Ktrchenvorstand als ungenügend bezeichneten Beleuchtung der Treppen am Hauptportal und am Thurmportal die Aufstellung zweier Gaslaternen. Von diesen soll die eine am Thurmportal als gewöhnliche Straßenlaterne von der Stadt unterhalten werden, diejenige am Hauptportal nur während der Abendgotresdienste brennen- auch hat für Bedienung der letzteren der Kirchenvorftand zu sorgen. Das von der Kirche an die Stadt zu entrichtende Aversum wird auf 3 Mk. pro Jahr und Laterne festgesetzt. Der spectelle Voranschlag über die Herstellung der Verbindungsstraße zwischen Linden- und Brandplatz schließt mit derselben Summe (10040 Mk.) ab wie der bereits früher vorgelegte generelle. Hierbei ist vorgesehen, daß auch die Fahrbahn, die allerdings nur während der Märkte für Fuhrwerk freigegeben wird, asphaltirt wird. Der Voranschlag wurde gutgeheißen. Auf Grund mehrfacher Vorstellungen Seitens der Anwohner, sowie der durch den Schulneubau an der Nordanlage für nöthig erachteten Herstellung einer besseren Verbindung zwischen der Innenstadt und Oswaldsgarten hatte sich die Stadtverordneten-Versammlung bereits im Frühjahr 1891 mit der Verbreitung des Gäßchens „Auf der Bach", zwischen der Wallenfels'schen Besitzung und dem ehemals Hanttsch'schen Hause beschäftigt. Nachdem das Gebot der Stadt, in Betreff eines zu erwerbenden Geländestreisens vor der Wallenfels'schen Besitzung: 10 Mk. pro Quadratmeter und Versetzung der Mauer auf Kosten der Stadt, nicht angenommen worden war, wurde beschlossen, durch Anlage der Ktrchstraße die gewünschte Verbindung herzustellen. Es ist nun neuerdings Seitens der Interessenten, besonders der Anwohner der Wetzsteinstraße, die Verbreiterung fragt. Gäßchens als Bedürfntß bezeichnet und der Stadtvorstand darum angegangen worden. Nach Verhandlungen zwischen den Interessenten und der Besitzerin des benölhigten Geländes ist es nunmehr zu einer Verständigung gekommen, wonach Letztere gewillt ist, das Gelände (25 Quadratmeter) .zum Preise von 10 Mk. pro Quadratmeter unter der Bedingung an die Stadt abzutreten, daß die Kosten der Versetzung der Mauer von der Stadt übernommen werden. Die Versammlung stimmt diesem Abkommen und dem Anträge auf Verbreiterung des Gäßchens auf 5 Meter zu. Die Kostenvoranschläge sollen der Versammlung später vorgelegt, auch bezüglich der von Herrn Habenicht empfohlenen unterirdischen Wasserabführung, Asphaltirung der Gasse usw. Vorlage gemacht werden. Den überden Geländeaustausch zwischen der Stadt und dem Staat, wegen des , Geländes zu den neuen Kliniken, der psychiatrischen Klinik, dem alten Hofgerichtsgebäude, der Senckenbergstraße usw. ausgefertigten Verträgen wird, nachdem deren Unterzeichnung Seitens der Vertreter des Staates und der Stadt erfolgt ist, die Genehmigung ertheilt. Zu dem Gesuch des Herrn Heinrich Jochem um Concession zum Wirthschaflsbetrieb im ehemaligen Hagge- müller'schen Hause an der Frankfurterstraße wird die Be- dürfnißfrage bejaht. totale* unk Prsvinzielle-. Sieben, 16. Februar 1894. ** Von der Universität. An der Großh. Landes- universität Gießen promovirten im Rectoratsjahr 1892—93 zu Doctoren der Theologie 2, zu Licentiaten der Theologie 3, zum Doctor der Rechte 1, zu Doctoren der Medicin 18, zu Doctoren der Thierheilkunde 3, zu Doctoren der Philosophie 17, zum 50jährigen Doctorjubiläum wurde 5 Personen das Doctordiplom erneuert. ** Der Motorwagen Kathreiner», welcher gestern unsere Stadt passirte, erhält seine treibende Kraft aus einem im Wagen selbst angebrachten Benzinmotor in Stärke von drei Pferdekrästen. Er hat, wie man uns mittheilte, 4000 Mark gekostet. Die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit beträgt 20 Kilometer pr. Stunde, der Benzinverbrauch für diese Zeit ca. 40 Pfg. Der Wagen hat ein Gesammtgewicht von 13 Ctr., mit ihm können Steigungen bis zu 12% leicht befahren werden. * * Damhofer-Concerte. Die oberbayrische Concertsänger- Gesellschaft Damhofer, welche Sonntag und Montag hier im „Cafe Leib" concertirt, erfreut sich, wie aus Berichten anderer Städte ersichtlich, bezüglich ihrer Leistungen eines guten Rufes. So schreibt u. A. die „Oberhess. Ztg." zw Marburg: Wenn man für gewöhnlich anderen derartigen Gesellschaften, die in den verschiedensten Prunkhaften Bezeichnungen ihre Reclamen suchen, eine gewisse Gleichgültigkeit entgegenbringt, so mag dies wohl einesthetls in dem Unglauben an die Echtheit der Landsmannschaft, anderentheils aber in der Minderwertigkeit der Leistungen derselben seinen Grund haben. Von der Damhofer'schen Gesellschaft verdient dies nicht gesagt zu werden, da dieselbe mit der Solidheit ihres Auftretens zugleich künstlerische und urwüchsige Leistungen verbindet. Ganz besonders aber ist die Zusammenstellung des Programms, vollständig frei von allem Anstößigen, hervorzuheben, das den Famtlienbesuch empfehlen läßt. * * Das gestrige Concert der Tyroler Concert Gesellschaft Plouer auf dem „Lahnstein" nahm einen sehr hübschen Verlauf. Die Darbietungen der Gesellschaft können infolge der guten Schule der einzelnen stimmlich recht begabten Mitglieder und der geschmackvollen Auswahl des Programms entschieden künstlerischen Anforderungen genügen. Leider war der Besuch des Concertes nicht so, wie es in Anbetracht des Gebotenen Wünschenswerth gewesen wäre. * * Ueber den Vortrag des Herrn Professor Falb in Frankfurt a. M. berichtet die „Franks. Zeitung.": Im Verein für Geographie und Statistik sprach am Mittwoch, 8. December, Professor Rudolf Falb aus Berlin über: „Kritische Tage, Sintfluth und Eiszeit". Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft trug der Redner die Hauptpunkte seiner seit 1875 von ihm verfochtenen bekannten Theorie der „kritischen Tage" vor. Erwähnt sei von neuen Argumenten Falbs nur, daß die im Jahre 1888 von der nordamerikanischen Regierung veranlaßte Untersuchung des Golfstroms durch Kapitän Btnsburg den auffallenden aber unzweifelhaften Be' weis geliefert habe, daß der Strom an „kritischen Tagen" schneller fließt, serner daß der vom Redner vorhergesagte 28. März 1892 thatsächlich sich als ganz hervorragend kritischer Tag erster Ordnung bewährt habe, weil damals 313mm Regen fielen, während vor und nachher die Regenmenge abnorm gering war, ja nur bis zu 4—8 mm betrug. Als nächsten kritischen Tag allererster Ordnung bezeichnete er den 27. März 1896. Im zweiten Theil seines Vortrags zeigte der Redner die Anwendbarkeit seiner Theorie auf die Frage der Sintfluth und Eiszeit. Mögen auch manche Combinationen des Redners überraschend kühn erscheinen, so machten sie doch auf das Publikum Eindruck, der sich in lautem Beifall äußerte. * * Das Obercoufistorium veröffentlicht in der „Darmst. Zeitung" eine längere Erklärung gegenüber den Auslaffungen des Mainzer bischöflichen Ordinariats in Betreff des Jesuitenordens. Der Beschluß sei weder eine Einmischung in die innersten Angelegenheiten der katholischen Kirche, noch ein Uebergriff und eine Friedensstörung. Das Ober- consistorium und die Landessynode nehmen das Recht in Anspruch, in der Angelegenheit die Regierung und den Großherzog anzurufen. * * Militärdieustzeit. Nachstehende Bestimmung ist dem „M. T." zufolge neuerdings an die Dienstvorsteher der Eisenbahn-Verwaltungen gerichtet: Um den Bediensteten, welche wegen Ableistung der Militärdienstzeit ausscheiden mü^'en, den späteren Wiedereintritt in den Eisenbahndienst zu erleichtern, ist denselben — zufriedenstellende Dienstführung vorausgesetzt — vor dem Austritt zu eröffnen, daß lle nach Ablauf ihrer Militärdienstzeit auf ihren Wunsch thunlichst wieder angenommen werden würden, daß sie jedoch drer Monate vor Beendigung der Dienstzeit von ihrer Rückkunft Anzeige an die vorgesetzte Behörde zu machen hätten. ES ist diese Bestimmung gewiß lobenswerth und dürfte die gegenwärtig beim Militär dienenden Mannschaften bezw. deren Angehörige interessiren. * * Die neuen Personenwagen der preutzifcheu Staats» bahnen für die dritte Klasse werden nach einem neuen System gebaut werden und größere Bequemlichkeit bieten. Es ist namentlich die Einrichtung von Seitengängen in den Wagen vorgesehen; die Coupes, die außerdem Seilen- thüren erhalten, sind untereinander verbunden. Die Thüren werden auch von innen, also auch von den Reisenden selbst zu öffnen sein. E—— Grüuberg, 14. Februar. In der heutigen Sitzung des Gemeinderaths wurde Herr Georg Schäfer, der Sohn unseres bisherigen Stadtrechners, nachdem letzterer sein Amt krankheitshalber niedergelegt, als Nachfolger seines Vaters zum hiesigen Stadtrechner gewählt. Ober - Widdersheim, 14. Februar. Am 13. Februar feierte in Rüstigkeit und Gesundheit in aller Stille der Großherzogliche Bahnmeister bei den Oberhessischen Bahnen, Felg er zu Hungen, seinen 70. Geburtstag. Derselbe war seit dem Jahre 1868 als Bauaufseher und ist seit 1870 als Bahnmeister an den Oberhessischen Eisenbahnen thätig, stets mit Erfolg bemüht, sich die Anerkennung seiner Vorgesetzten und die Liebe seiner Untergebenen zu erringen. Wie wir hören, wird Herr Felger am kommenden 1. März in den wohlverdienten Ruhestand treten. Wir wünschen ihm noch viele gesunde Jahre und sorgenfreie Tage, um sich seines Ruhestandes auch erfreuen zu können. D. Ztg. BadNauheim, 14. Februar. Zu den zwei hier bestehenden Kriegervereinen, dem dem hessischen Landesverbände angehörigen Vereine „Hassia", und dem ausschließlich aus ehemaligen Combattanten bestehenden Kriegerverein von 1870/71 wird sich ein dritter gesellen, der „Verein ehemaliger kurhessischer Soldaten", deren noch 66 hier leben' Der älteste davon ist 1814, der jüngste 1845 geboren. *t in • Stitung": 4 am Mittwoch, as Berlin über: dar einer zahb Hauptpunkte seiner -heorie der .krin- fyumtnten Falbs 'ordamerikanischett Iolsstroms durch zweifelhaften Br- Attischen ragen" urr vorhrrgesagte ^ervorrazend Inti« ul damals 313 mm ■t Regenmenge ab« mm betrug. Als bezeichnete er den es BortragS zeigte >rir aus die Frage manche Combina« Heinen, so machten sich in lautem Bei- eselll^k itin‘h hb’V"“1« 1 Solidheit ,? e Zusammen, &5E* 77 ^begabten Mit- .bl6 Programms i^s'?E'dermar ln Aabeirachr des »•-?£ erlun Eines. 4 L'°" * “*Ä !° ®Wta '4' Ute i. T'vnt ift. .‘'M,. |t in der „Damit, r den Auslastungen in Bettest des tlnt ßinmiidiung itholischen Kirche, >ng. Da» Qdn' nn daS Aecht in ung und den Groh- sestiwmung ist dem Vorsteher der Siien- sediensteten, welche Ausscheiden mi^en, ibahndienst zu er- ibt DirnstWung ssnen, dag nach Wunsch tunlichst itz sie jedoch drei ,on ihm W«»ck mch-» flätten. 6» mb iilifte bie haften 6t|”- b"“ ,«iiWn ew«' trotmniiienSWi” iteit bldin. » # *SS£ ”(n jitiftnben M ”fe nd ist I , ..a- stets 9 'tl7 ®e ®'r den !•/ i6in noch i’*14'’ s,lh fein'* T-9-- . UH besieh-»"" ****#*«? le&fl* till ®lrlr t'»AUW’ ,°L Darmstadt, 15. Februar. Ein Unteroffizier deS hier garnisonirenden Infanterie-RegimentS Rr. 115 hat sich in verflossener Nacht im Woog ertränkt. Lingen, 15. Februar. Heute Morgen streßen zwei Güterzüge zusammen. Ein Heizer wurde verletzt. Mehrere Wagen find beschädigt. Vermischtes ♦ Mayen, 15. Februar. Im hiesigen Stadtwalde hat ein Arbeiter seine Ehefrau nach einjähriger Ehe mit einem Knüppel erschlagen. Die Leiche weist zahlreiche Kopfwunden auf. Der Mörder legte volles Geständniß ab. • Marburg, 13. Februar. Allgemeiner Deutscher Jagdschutz-Verein. Infolge Antrags deS Bezirksvorstandes für Oberheflen sind 1. dem Königl. Gendarmen Reinhard in Kirchhain eine Grotification von 12 Mk., 2. dem Königl. Förster Scholz zu Cappel, Kreis Marburg, eine Flinte, dem Königl. Forstaufseher Wellhausen zu Frauenberg, Kreis Marburg, ein Pürschglas für bewiesenen Elfer im Jagdschutz zuerkannt worden. Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — Würishofer BlÄtttr. Jlluftrirte Wochenschrift für das gesammte moderne Naturheti verfahren mit der Hygienischen Gratisbeilage: „Die Gesundheit." Unter ärztlicher Nedoctton von Oberstabsarzt Dr. Katz herauSgegeben von L. Viereck in München. Preis Mk. 2.- vtertelj. Kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Svaugelische Gemeinde. Gottesdienst. I« der Ltadtkirche. Sonntag den 18. Februar, RemintScere: Vormittag« 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittag« 6 Ubr: Pfarroerrvalter Dr. Grein. Beichte und heiliges Abendmahl für die MarkuS- gemeinde. Anmeldungen Tag« zuvor zwischen 1t und 1 Uvr in der Woh« nung deS PkarrerS der Gemeinde oder vor dem Gottesdienst von 67t Uhr an in der Sacristei. Kinderktrche: Vormittags 1t Ubr. Pfarrer Schlosser. Mittwoch den 21. Februar, Abends 6 Uhr: dritte Passions« andacht. Pfarroerwalter Dr. Grein. 3« der Joha«ne»kirche. Sonntag RemintScere, den 18. Februar: Vormittags 97> Ubr: Pfarrer Dr. Naumann Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittags« gotteSdtenst. , Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Kindergottesdienst für dteJohanneSgemeinde, ausnahmsweise Nachmittags 2'j, Ubr. Pfarrer Dr. Naumann. Bibelftunde am Montag den 19. Februar, Abends 6 Uhr. Marcus Cap. 11, von VerS 27 an: Die Vollmacht Christi. Pfarrer Dr. Nau mann Kath,lischt Gemeinde. Sonntag den 18. Februar, 2. Fastensonntag: Beginn der österlichen Zeit. EamStag: Nachmittags um 4'/, Uhr und Abend« um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 67s Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste bl. Messe; um 7'/« Ubr AuStbeilung der bl. Communion; um 8 Ubr zweite bl- M'sse; MllitLrgotteS« dienst, in wrlchem der Hirtenbrief des Hochwürdigstrn Herrn Armee« btschofs verlescn wird; um 9-, Ubr Hochamt mit Pr-dtgt- Noch« mittags um 57t Uhr Christenlehre; daraus sacramentalische Bruder« schastSandacht. Tuch- und Buxkinftoffc ä Mk. 1.75 Psg. p.Mtr. versenden in einzelnen Metern birect an Jedermann. Erste- Deutsches Tuchoersandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. Fabrik Depot. Muster umgehend franco 936 „Unsere Frauen und Mädchen „über Bleichsucht und Nervosität beklagen, wenn sie Maizkoffre trinken „wollten", sagt Pfarrer Kneipp — Mit Katbreiner'S Knetpp-Malz« Koffce mit Bild und Untrschrift des Herrn Pfarrer Kneipp ist daS echte Fabrikat.1 StitaHt direkt ou8 der Aabrik allo au6 erster Hand v " von Elten & Keussen, Crefeld, io iedcm Maas» Au beheben. Man verlange Muster mit Angabe deö Öcroünfebtm. Bekanntmachung, betreffend die Markenverwendung für die Invalidität-« und Altersversicherung der sog. unständigen Arbeiter (Taglöhner, Wäscherinnen, Büglerinnen, Nähterinnen rc.) Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die Beitragsmarken für die rubr. Personen immer noch, theilweise überhaupt nicht, theilweise nur sehr mangelhaft verwendet werden; im Jntereffe aller Betheiligten machen wir daher im Nachstehenden wiederholt auf die bezüglichen Vorschriften mit dem Bemerken aufmerksam, daß Verfehlungen dagegen fernerhin unnachsichtlich zur Anzeige gebracht und bestraft werden müßten. Die Arbeitgeber der oben bezeichneten Berufsarten sind verpflichtet, sich bei Beginn des ArbeitSverhältniffeS zu überzeugen, ob die bei ihnen beschäftigten Personen versichert sind und die Marke für die jeweilige Kalenderwoche eingeklebt und entwerthet haben. Der erste Arbeitgeber in der Woche, auch wenn die erste Beschäftigung erst Freitags oder Samstags stattfindet, hat die Marke einzukleben und zu entwerthen. Die Entwerthung hat durch Eintrag des EntwerthungStageS auf den einzelnen Marken in Ziffern zu erfolgtn, z. B. 31. I. 94. Diejenigen Arbeitgeber, wiche es unterlaßen, sich beim Beginn des ArbeitSverhältniffeS zu überzeugen, ob der Versicherungspflicht genügt ist, setzen sich, gemäß § 143, einer Geldstrafe bis zu 300 Mark aus. Besonders wird bemerkt, daß durch die bloße Erstattung des Beitrags- Äntheils an die Arbeitnehmer die Arbeitgeber ihren Verpflichtungen noch nicht nachgekommen, sondern vielmehr auch für die tatsächliche Marken- Verwendung haftbar sind. Damit die Arbeitgeber in der Lage sind, die richtige Markenver« »endung zu controliren, empfehlen wir den Arbeitnehmern, ihre Quittungskarten stets bei sich zu führen. Schließlich bringen wir den Arbeitnehmern in Erinnerung, daß sie verpflichtet sind, innerhalb der letzten 7 Wochentage eines jeden Monats ihre Quittungskarte, zwecks Ueberwachung der richtigen Markenoerwendung, der Hebestelle vorzulegen. Dieser Bestimmung wird zumeist nicht nachgekommen- wir laden daher alle Arbeitnehmer hierdurch ein, ihre Quittungskarten, soweit es bis jetzt noch nicht geschehen sein sollte, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei (Zimmer Nr. 14) in den üblichen Geschäftsstunden ungesäumt voczu- zeigen- für die Folge aber hat dies immer pünktlich, auch ohne besondere Aufforderung, zu geschehen; ausgenommen von dieser Verpflichtung sind diejenigen, welche nachweisen, daß sie die Beiträge für einen oder mehrere Monate im Voraus entrichtet haben, für die Dauer dieses Zeitpunkts. Die Zuwiderhandlung dieser Vorschrift unterliegt der im § 126 be« zeichneten Strafe. Gießen, den 13. Februar 1894. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1362 Holzversteigerung in den Waldungen der Stadt Hungen. 1) Montag den 19. Februar soll im District Herborn (Bauholz) nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 33 Kiefern-Schnittholz-Stämme von 32—53 cm Durchmesser, 2,4—9 m Länge — 22,88 fm. 345 KiescrN'Bauholz-Stämme von 15—32 cm Durchmesser, 3—17 m Länge — 114,73 fm. 9 Aspen-Stämme von 17—28 cm Durchmesser, 4—9 m Lange — 1,74 fm. 2) Dienstag den 20. Februar, District Buchwald und Mark« steinmühl (Brennholz): 403 rm Scheich., 67 rm Buchen-Knüppel, 231 rm Buchen-, 204 rm Buchen- und Eichen-DurchforstungS-Reisig, 136 rm Stöcke. Anfang an beiden Tagen Vormittags 10 Uhr, und zwar am ersten Tag am Bahnwärterhäuschen, District Herborn; am zweiten Tag Distritt Buchwald, an der Straße von Hungen nach Villingen. Hungen, den 12. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Hungen. _________________ Buttron. 1282 Oscar Höpfner’s Institut für Orthopädie, schwedische Heilgymnastik und Massage-Kuren aach ärztlicher Verordnung. Damen-Behandlung. Auch Behandlung im Hause des Patienten. Unbemittelte frei. [362 Anmeldezeit von 9—11 Uhr Vorm.: Giessen „Hotel zum Rappen“, 1. Etage, Zimmer Nr. 27. Sommer-Saison: Bad-Nauheim „Villa Hopfner“. Bekanntmachung. Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Confirmanden auf Ostern 1894, bestehend in Knaben- Anzügen von schwarzem Tuch, in schwarzem Cachemir, weißem und farbigem Flanell, soll im Sub- missionswege vergeben werden und sind deßfallsige Offerten unter Bei- schluß von Mustern bis spätestens zum 25. d. M. bei Herrn Hospi- talverwalter Grüncberg verschlossen abzugeben. Gießen, 13. Februar 1894. Armendeputation der Stadt Gießen. _________Gnauth._________ Holzversteigerung. Donnerstag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr anfangend, wer- )en im Gemeindewald Niederweid- ;ach, District Nonnscheid 32 ver- leigert: 61 Eichenstämme v. 3—14 m lang und 25—58 cm Durchmesser 51,02 fm. 2 Buchenstämme, 5 u. 8 m lang und 42 und 45 cm Durchm. mit 0,96 fm. 3 Nadelholzstämme mit 0,78 fm. Die Zusammenkunft ist im District bei Nr. 1. Niederweidbach, 15. Februar 1894. Der Bürgermeister ___________Kloos.________1356 Bau- und Nutzyost-. Versteigerung Im Ettingshaufener Gemeindewald, District: Gabrielszimmerplatz und Riedstein, sollen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, Dienstag, 20. Februar von 9*/2 Uhr an und Mittwoch, 21. Februar. 27 Stück Fichtenschnittholz-Stämme von 27 bis 34 cm Durchmesser und 25 m Länge, 256 Stück Fichten-Bauholz -Stämme von 15 bis 26 cm Durchmesser und 23 m Länge, 380 Stück Fichten-Derbstgn.zu Sparren gceignet, von 11 bis 14 cm Durchmesser und 21 m Länge, 203 Stück Kiefern Bauholz-Stämme von 15 bis 21 em Durchmesser und 18 m Länge. Der Anfang ist am ersten Tag auf dem Gabrielszimmerplatz und am zweiten Tage, wo die Versteigerung am ersten Tage endet. 1349 Freitag den 23. Februar, Brennholz - Versteigerung von Morgens 9Vr Uhr an, District Gabrielszimmerplatz, Klingen-Zipfen und Riedstein. 56 rm Nadel-Knüppel, 300 „ „ Astreisig, 130 „ „ Aststreu, 27 „ Dorn, Prima Qualität, 153 „ Nadel-Stöcke. Ettingshausen am 14. Febr. 1894. Gr. Bürgermeisterei Ettingshausen. G ö r n e r t. Gebr. Kaffee per Pfd. Mk. 1.60, 1.70, 1.80, 2 00 empfiehlt 1895 Modert Stuhl, Neustadt 23. Holzversteigerung. Montag den 19. Febrar d. I wird aus den Districten Esp, Hain, Junkenzipfen und Eichwald nachverzeichnetes Holz versteigert: 103 Eichen-Stämme (Wagnerholz), 40 Fichten- „ 1072 „ Derbstangen, 215 „ Reisstangen, 20 rm Nadel-Scheit, 224 „ „ Prügel, 213 „ Reisig. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr auf [ber Kreisstraße Geils- Hausen-Beuern im District Junten- zipsen am Eingang des Waldes. Dienstag den 20. Febr. d. I werden aus Den Districten Welmes und Streitwaldwasen versteigert: 52 Kiefern-Stämme, 50 Fichten- „ 25 „ Derbstangen, 21 rm Nadel-Schett, 104 „ „ Prügel, 98 „ „ Reisig, 11 „ i, 'SotocE. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Ort. 1268 Geilshausen, den 12. Febr. 1894. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. ____________Pfeiff.____________ Holz-Versteigerung. Am Montag den 19. Febr., Vormittags 10 Uhr, werden im Fronhäuser Gemeindewald versteigert: 25 Eichen zu 271l2 fm, und 150 Fichten zu 39 7? „ Zusammenkunft im Dfftrict Lichteneiche. Fronhausen, den 14. Febr. 1894. 1350 Ruth, Bürgermeister. ~Möbilienversteigeriing. Mittwoch den 21. Februar L Js., des Vormittags 9 Uhr an- sangend, sollen aus Antrag der Emanuel Arnstein II. Erben zu Laubach in dessen Wohnung 52 gesalzene Rindshäute, eine Parthie trockene Häute, eine Parthie Kalbfelle, eine Parthie Wildfelle, eine Parthie Sohl- und Oberleder, eine Ladeneinrichtung, sodann an Mobilien: Kleiderschränke, Tische, Sopha, Commode, 5 Betten, Stühle, ein Schreibpult und sonstige Haus- und Küchengeräthe freiwillig versteigert werden. Laubach, 16. Februar 1894. Großh. Ortsgericht Laubach. _________Jochem._______1347 Bekanntmachung. Donnerstag den 22. dS. MtS., Bormittags 10 Uhr, j versteigere ich am hiesigen Platze gemäß l Art. 354 des Handelsgesetzbuchs gegen Baarzahlung: 200 Ctr. Rapskuchen. Zusammenkunft um 7,10 Uhr auf meinem Bureau i Hungen, am 15. Februar 1894. Seipel, 1363] Gerichtsvollzieher zu Hungen. Aeikgeöotenes. 1212] «arten zu^oerkaufen (Kroß dorferstr.) vender, Hammstraße 2. J. H. Fuhr 25 Sonnenstrabe 25 empfiehlt in großer Auswahl: Herrcn-Shlipse Kragen u. Manschetten Hosenträger Unterjacken und -Hosen rc. rc. aller Art. |917 Thee Robert Scheibler, Cleve und London. Käuflich in ausgesucht feinsten Mischungen bei folgender Firma: 298 Carl Bieler. Sä rfj ÄJ 7Ä M Normal-Schulbänke In 12 verschiedenen Gattungen, für jede Art von Unterricht, nach neuesten Anforderungen der Schul-Hygiene undPädagogik. Fabrikat ersten Ranges. Billigste Preise. Frankolieferung. Prospecte und Kosten-Berechnung gratis, Feinste Referenzen im Grossherzogthum Hessen. Carl Elsaesser. Schulbankfabrik. 520 _____Schönau bei Heidelberg._____ Husten, Heiserkeit (Influenza) lindert man sofort mit 1106 Walthers Fichtennadel- Brust-Caramellen. 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Anläßlich meines.Wiegenfestes find mir von so vielen Seiten Glückwünsche und Blumenspenden zugegangen, daß ich allen lieben Pennbrüdern nur auf diesem Wege meinen Dank ausfprechen kann- [1342 Kritz, Pennbruder. 1354] Taschenmesser gefunden. Abzuholen__________Grünbergerstraße 47. 1352] Pedale von einem Velociped verloren. Abzugeben gegen Belohnung bet Busch & MylinS __in Heu chelhetm.__ Unterzeichneter empfiehlt sich im Anfertigen uud Aufpolstern aller Polftermöbel in und außer dem Hause bei solider Arbeit und billiger Berechnung. D. Linker Tapezier und Deeorateur ___________Seltersweg 85._______[1357 Dank. 367] Meine jetzt beinahe vierjährige Tochter Lisbeth war vor einem Jahre mit einem bösartigen Flechtenleiden (wahrscheinlich in Folge von Jmpfoergistung) behaftet. Zuerst bildeten sich an ihrem Körper Quaddeln; diese schwitzten eine gelbliche Flüssigkeit aus. Später entstanden kletenartige Flechtenschuppen, die sich fast über den ganzen Körper aus- bretteten, hauptsächlich aber über Stirn. Schläfen und Schulterblätter. Mehrere Aerzte befragte ich, keiner konnte dem Uebel dauernd steuern. Erst durch die homöopathischen Medikamente des hochgeehrten Herrn Dr. med. Bolbeding in Düsseldorf wurde meine Tochter dauernd und gründlich von ihrem bösartigen Leiden geheilt. Dies bezeugt der Wahrheit gemäß und mit innigstem Dank Isenburg am Harz- _____________Ar. «torbeck, Lehrer. I9ML Wer schnell und mtt geringen Kosten Stellung finden will, verlange per Postkarte die „Deutsche Vacanzen- post" in Ehlingen a. N. [731 Pferde zum Schlachten werden stets angekauft. [23 _________Kehler, Roßschlächter. 1279] Es wird ein noch gut erhaltenes Halbverdeck mit abnehmbaren Bock zu kaufen gesucht- Offerten unter Th. 333 an die Exped. dieses Blattes. Damhofer-Concert. Sonntag den 18. und Montag den 19. Febimar im Cafe Leib. Iur zwei große Koncerte, von der aus 6 Damen und 3 Herren bestehenden ersten Abthetlung der unter Protection des Compouisten Thomas Koschat stehenden Koschat'schen und Oberbayerischen Concertsänger und Schuhplattltänzer. Auftreten in Oberbayerischer Nationaltracht. Auftreten des 15 jährigen Zither-Virtuosen Herrn Adolf Glas aus München. Anfang S Uhr. Entree 60 Pfg. Billets im Vorverkauf bei Herrn Ph. Weiler, Marktplatz 1 und int Caf£ Leib ä 50 Pfg. 1332 Jacob Damhofer, Director und Dirigent. ^kaufmännischer verein. Montag, den 19. Febrnar er., Abends 8 Uhr, SIC in Steins Saalbau TB® llortriig XS? Ä W”. Thema: Kritische Tage, Sündfluth und Eiszeit. Um zahlreiches Erscheinen, auch von Seiten der Damen, bittet 1259 Der Vorstand. Mitglieder haben freien Zutritt. Karten für Nichtmitglieder im Vorverkauf bei Herrn Ernst Balfer, Mäusburg, 60 Pf., an der Kasse 80 Pf. SMBT Kaffeneröffnung 7>/z Uhr. Einladung. Alle Landwirthe, welche sich für Gründung einer Zuckerfabrik Berstadt interesfiren, laden wir zur eonstituirenden Hauptversammlung auf Sonntag den 25. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, zu Gastwirth Wolf dahier eitu Berstadt, den 14. Februar 1894. 1367_________Das Local-Comite. Versammlung $5 ;u Hungen im „Kolinser Hof" am Sonntag den 18. Februar 1894, Nachm. 3 Uhr, betreffend den Forstschutz-Gesetzentwurf. Nachdem die Großh. Regierung wiederholt den Ständen einen Gesetzentwurf, betreffend die Neuorganisation des Forstfchutzes, vor- gelegt hat, erfordert es die Nothwendigkeit der Vertheidigung unserer alten Rechte, daß wir der Regierungsvorlage gegenüber Stellung n^mctu Ich erlaube mir deshalb — im Auftrag des hiesigen Ortsvorstandes — alle Herren Bürgermeister, Gemeinderäthe und Markvorstände der Provinz Oberheffen zu einer bezüglichen öffentlichen Besprechung in den „Solmfer Hof" zu Hungen zum Sonntag den 18. Februar 1894, Nachmittags 3 Uhr, ergebenst und dringend einzuladen. Der Großh. Kürgermeister Langsdorf. 1230]____________________Köhler. __________ ftmthor’sche höhere Handelsschule zu Gera (Reuss). 45 Schuljahr. 848 1. Höhere Handelsschule mit Vorklasse (Quarta). Berechtigung zum elnjäbr.« freiwilligen Militärdienst, Schulbesuch 1—4 Jahre, je nach Vorbildung. 2. Handelsakademie für rein wissenschaftliche Ausbildung. Ueber Schulanfang, Unterkunft etc. Näheres durch die Prospecte.______Die Direction. America — Africa — Australien Wer schnell, sicher und bequem reisen will, verlange Fahrplan mit colorlrtea Landkarten, Beschreibungen und Prospecte über 15 der renommirt. Schnell- und Postdampferlinien — Angabe des genauen Reiseziels erforderlich — gratis erhältlich durch das Central-Bureau für überseeischen Verkehr W. Raydt$&TtCo., I, rue au Sucre, Antwerpen. 1851 -1368] Bram Läüffräu od .Mädchen 1358] Ordentl- Laufmädche« ober gesucht.Ostanlage 36, HI. -Hra« gesucht. Asterweg 40, III. 1341] aufe- Näh, zu erfr. in der Expkd- d. Bl. 1360] Ein junger Mann mit Berechtigung z. einj.-freiw. Dienst, der am 1- April seine Lehrz in einem Colonialw-- Engros-Geschäft beendet und mit der Führ, der Bücher vertr. ist, sucht bis dah. anderw. Engag. Off unt. E. 150 an die Exped. 1365] Ein fleißiges und ordentliches Dienstmädchen, nicht unter 20 Jahren, wird auf sogleich zu miethen gesucht. Bahnhofstraße 50, 1. 1304] Sauberes junges anständiger Mädchen, am liebsten vom Lande, tarnt sofort eintreten._______Schützenstraße 1. 897] Ich suche ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haus. Frau Professor Behaghel, Bahnhofstraße 71. 1307] Ein j. Mädchen für Morgens gesucht- Näheres in der Exped- d. Bl. I 1310] Zwei tüchtige Kuhrknechte ge- sucht.Hch. Timon. Neuenweg. 1346] Ein junger Kaufmann sucht so- 1321] Ich suche ein tüchtiges Mädchen^ fort Wohnung mit voller Pension, das kochen kann, für Küche und Haus- Offerten mit Preisangabe unter A. 8. arbeit. Ara« v. KurnatowSki, an die Exped. b- Bl- Südanlage 4. Ammer mit Perrfio« 8®=* Ein der heutigen Gesammt-Ausgabe beigegebe- £ff«kn mlt,U&60nfl. unt. L. 4. an I«« Prospekt über Kräutcrwein t>on Hubert Ullrich iw die Exped zur Weiterbeförderung erbeten.' Leipzig wlrd allen Leidenden besonders empfohlen. [1368 Nedection' 21. Schcyd». — T-ruck und Verlag bei Br ühl'iLcn Truckerri (Fr. Ehr. Pietsch) tu Gießen.