1894 Sonntag den 16. September Drittes Blatt. Nr. 217 ÄtUdwn, eptbW* und Drucker«: Kcru Decher BL BVrtdtäbri^a >Saeeee<*t»ft«iM 2 «Hart 20 W ■* vringerlah«. 5h*4 dir Post be-HGM 2 Mark 50 Ps,. Dir Gießener »erden de» Bnjrig« »dchnttlich dreimal brifdctt Der Gtzchenrr **»d«« aschemt läßlich, ■H Ausnah«» de« Montag« Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den livcii Giefzrn. chratisöeikage: Hießener Aamitienötätter 2 oermlklyrn-..........—u — iHuucit» u> v» - ----—— 7284] Eine schöne Wohnung, 3 Zimmer 76311 Ein gut möbltrteS Zimmer mit mit allem Zubebehör und etwas Garten- Schlafcabinet im ^^^^tSwürdig Äheil, im Haupthaus, an ruhige Leute/zu vermiethen. ___Walltborstraße^ owie eine Chatsenremise für 2 Chaisen, 7152 Ein gut möbl. Zimmer zu ver- oder auch für Lagerraum geeignet, zu Ziethen. M t c „ „ - fragen Schloßgaße 19. 7352 von 40431 vstaulage 16 ist der 2. Stock, 7112] Möblirtes Zimmer zu oermttth. »abnhofstratze 62, IN. 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Da ktmmt so a Bauernbenkl in d' Stadt Münka etna, tragt an Streicher wia an Schleppsabel, a Haub n wia an Luftballon, macht Sprüch wia a Richtiger und iS a Patzer durch und durch. Schaug'nS, das feinste Fruahstuck in der Münchner- stadt mueß doch meiner Lebtog a richtig'S Paar Wetß- würschterln sein. Wenn Oaner in an WirthShaus a Weißwurscht essen thuet, na kenn i, wo er dahoambt is! Zum Beispiel a alter Münchner schneid', a paar Wärschtel quer in der Mitt'n durch, faßt a Hälfte beim Zipfl, ziagt d' Haut durch die Zähn, an Druck un fort is. Sehg'ns, da is der Saft und all S beinand. Der Feinere, der schneidt S nach der Läng auf, ziagt d' Haut aba und schiabtS bröcklweiS g'fchnitt'n etna. Dös is scho' a Gottesgab verhonakelt. Mit AuSnahm 'S thuet's Oana z'weg'n dem, daß er a mal 5719] Eine Wohnung, zwei Zimmer mit Cabinet, Küche mit Wasserltg. und onstigem Zubehör, sofort sehr billig an nur ruhige Miether zu vermiethen. Wallthorstratze 17. ~76b4]' Eins. möbl. 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Damischer Tropf, sag i, Stockwürscht sanS, wia Du a Stock bist und wennst koa Weißwurscht macha kannst, na kauf Kreuzerwürs^ Jetz'n hoaß mi der Mensch an Schuester und an Aufdrahrer und sagt, i verstand gar net, was a guete Wurscht war. Drauf hab i'n Teller z'sammt die Würscht au Ofen hin- geworfen, weil mi der Zorn übermannt hat, und b n furt Dös war die ganze G'schicht." - Richter: „Bezahl haben Sie nichts?" - Angekl.: „Glei' darauf hab i meintCenzl g'schickt und fragen lassen, was i schuldig bin, aber der Wirth hat g'sagt: er kunntS nimma auSmacha, die Sach kam ans Schwurgericht. A Markl hab i eahm no anbot u, wenn- im Gueten ausganga wär, er hat aber g'sagt, da g langa koane dreihundert Stutzen." — Ohne Zeugenvernehmung wurde die Strafe auf 3 Mk. herabgesetzt. Herr Z. wollte gleich seine Schuldigkeit bereinigen, wurde aber auf einen späteren Besuch des Gerichtsboten vertröstet - ^Auch «cht, meinte er, „der Wagt ° Fufz gerl mehr« und mueß selber die Weißwürscht probir'n in dera Malefizkneip n, damit Oaner vom G'richt woaß, was döS für a Graffl iS. ®ie_ mit die Würscht, da hat» was ! ’8 Beste i«, Sie schaug->» ,’erft an, Wenns a Anderer ißt und nachher erst b stell n, mich krieagt Koaner mehr dran!" - Der Angeklagte kam mit einer leichten Strafe davon. 7576] Ein Logis (3 Zimmer mttSu» behör) bet Jungblut, Promeuadehau^. ' 7369] Zwei ineinandergehende Stübchen zu vermiethen. Bachgasse^l9.— 7423 j Großes, freundliches Zimmer mit Küche au vermiethen. «reuzplatz Nr. v 6237] Schöne Mansardenwohnung, Liebigüraße 59, Neubau, sofort zu verm. 6259) Schönes ffamilienlogiS, drei Zimmer, Küche, Wasserleitung und allem Zubehör, wegzugshalber bis 1. Ottober zu vermiethen. Kirchstraße 11. aa Jemandem d' Haut o'ztag'n kann. A G'scheerter, der s b'stellt fich a Stücker viere, schneid'tS mit sammt der Haut auf und verdroffelt's z'sammt die Soatliug, daß nixa z Grund geht. Also ..." — Richter: „Bitte, Sie schweifen zu weit von der Sache ab, bleiben wir bet dem groben Unfug. — Angekl.: „Entschuldigens, Herr Staatsanwalt, glei kemmia mir auf den grob'n Unfug von dera Wirthschaft. Also a richtige Weißwurscht mueß weiß, saftig und wollet sein. Dös Mollete kann mer Koan beschreib'n, dös mueß der Gusto auf'm Züugl geb'n, 'S mueß a Schnittling drinna sein und beiletb net z'viel Salz, aa koane hart n Krüsperln oder gar a wengl von an auSg'sott'na KalbSkopf. Und jetzn kemma mer auf das ganz conträre Gegentheil von aner Weißwurscht und solchene gibts beim Herrn X. m der Wirthschaft. Da bin i also feit Jahr und Tag alle Fruah, bestell mir drei Stück und a Maß. Seit vierzehn Tagen hat der Wirth an neuch'n Metzger, so an Halbwild'n von der boarischen Ostgrenz und der Kerl macht Wür cht: . . erbarm- lich sag i Eahna. Wias etna schneid n, spritzt Eahna s Wasser ins Gesicht, 's Brat is roth und verschwemmt, g salz n san's wia di' Haring, von an Greanzeug fcf Spur und was d' Hauptfach is, Abends kann mer aa no Weißwürscht Yao n und dös woaß doch a jed's Kind in München, a Weißwurscht därf net Elfe läut'n hör'n. Am 5. Juli kriag t w eder drei Würscht und da sag i zur Kellnerin: Säh, Marie, wennö heut wieder so rar san wia gestern, na bleib i auS und geh zu der Babettl am Bictualienmarkt. Thuet mer leid, sagt dös Schnapperl, i steck net drinnet und machS aa nö^> dös müassn's an Metzger verzähln'n. Die sagt nachher n Wirth, 6075] Schöne Wohnung, 2. Stock, fünf Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. Bäckermeister Alt«, Bismarckstraße 6 5721] In der Ludwigstraße sind 3 große Wohnungen mit allem Zubehör zu ver- miethen. 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Er liegt daher zunächst die Lifte der stimmberechtigten Mitglieder am 16., 17. und 18. ds. MtS. in der Pfarrwohnung, Göthestraße 44, zur Einsicht der Gemeindeglieder offen. Während der Offenlegung können Einwendungen bei dem Kirchenvorstande vorgebracht werden. Der Kirchenvorstand der Lukasgemeinde: „Atherebin“ Versteigerung. Dienstag den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerschcn Saale — Neustadt 10 — versteigert: 1 Saloneinrichtung, 1 Büffet au« Eichen, verschiedene Mahagonimöbcl, 1 Piantno, 1 Damenschretbtisch, mehrere SophaS, Schränke, Spiegel, 1 vollständiges Bett u. a., weiter 9 Jagdflinten, 1 Kalesche und 4 Kühe. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 7691 ____________Gerichtsvollzieher. Bergmann kommt! Alle Sorten prima Stein- und Nußkohlen, sowie auch kleingemachtes Hol, und Brikett», im Kleinen und im Großen Von 25 Ctr. an liefere ab Bahnhof frei ans Hau«. 7101 J. Unverzagt, Steinstraße. lobend. Hal. 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[7599 Honte: Schweinefleisch, nicht Iladenrcin, per Pfd. 50 ärztlich wie duroli Presse craplbhlon, wirken I blutroinigond und loiaton vorzügliche Dionate gegen Iliimoifhoidiilloiden, habi-| tuollo V m-stopfung, MagenboHohwerdon und Loborloidon jOhneLoi bsohneiden zu erregen. In Apotheken erhältlich, wenn nicht, veranlasst Fabrik von Apoth. E. Hupertz u. Co. in Köln a- Rh. die Zusendung durch j Döpöt. Man achte auf Sohutzmarko (Sothotr (Kßtvdötwutfl Für die Zeit vom 1. November 1894 bis zum 31. October 1895 in frischer, feinster Qualität, empfiehlt bfie Lieferung von Heu, gedroschenem Stroh, Hafer, Weizen- 7011] «Mil Fischbach, schalen, Futtermehl und Metzdors'schem Hundekuchen für da« 76M1 atm» h Thierspital in Großherzoglicher Veterinäranstalt dahier vergeben werden. Reflectanten werden ersucht, ihre Angebote an uns einzuschicken und JCinC wird bemerkt, daß die Lieferung von Heu, Stroh, Hafer, Weizenschalen (frflbe und späte) sind zu verkaufen, und Hundekuchen im einzelnen und im ganzen vergeben werden kann, daß Wo? sagt die Exped. d. Bl.---------- die Lieferung frei in das Thierspital nicht auf einmal, sondern im Verlaufe la. SpeiseMebeln |bcö Jahres je nach Bedürfniß zu erfolgen hat. senden unter Nachnahme [7^62 2. Dklkauf von Dünger im Thiechital pi Gießen. X Meine Briketts, XI (Mfcn).l In der Zeit vom 1. November 1894 bis zum 31. October 1895 ----- - - - - - I 7444] Wegen Einführung des soll der im Thierspital dahier erwachsende Dünger an den Meistbietenden verkauft werden. Die Fiaslheubikrhilndlung von Ph. Bob empfiehlt Prima Flaschenbier aus der Brauerei Textor (Bichler) hellsarbifl, per Flasche 18 Pfa., dunkel Cxportbier, per Flasche 20 Pfg. [866 Jede« Quantum frei in« Haus. Ph. Bob 11 Bahnhofstr. 11. Unser ilsener ist beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes und weil es außerordentlich gut bekommt. ES kostet 597 per i/r-Ltr.-Flasche 15 Pfg. Gebr. Rvhrle, Exportbierbrauerci. Gießen, den 13. September 1894. Der Vorstand des Thierspitals dahier: _______________________Professor Dr. Pflug._______________ Kohlenlieferung. Mr das anatomische und das zoologische Institut soll die Lieferung von: ca. 350 Centner Hütten-Cokes, ca. 100 Centner gewaschene Nußkohle 1. Gr. auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, Vormittags von 10 bis 12 Uhr offen. Obstverfteigeruna. Donnerstag den 20. d. M. soll das hiesige Gemeindeobst, be- stehend in sehr vielen Birne», Zwet- schen und Aepfeln versteigert werden. Der Anfang der Versteigerung ist Morgen« 10 Uhr im Ort. Grüningen, den 14. Sept. 1894. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. ____________Gilbert. [7556 Mühlen-Nnliiiiif. Die zwischen Großenlinden und Lützellinden gelegene, etwa eine Wegstunde von Gießen entfernte Lulz- mühle soll ' Montag, d. 17. Sept. 1894, Nachmittags 4 Uhr, auf dem Gemeindehaus in Grossenlinden versteigert werden. Das Anwesen besteht aus zwei« stöcktgem Wohnhaus, Mühle mit zwei Mahlgängen, Backhaus, Scheuern und Stallungen, sowie einigen Morgen Gärten, Aeckern und Wiesen. Zur Erwerbung weiterer Ländereien ist gute Gelegenheit geboten. Die Müllerei, vorzugsweise Kunden- geschäft, sowie die damit verbundene Bäckerei wurden von den früheren Besitzern mit bestem Erfolg betrieben. Das Object kann billig und mit einigen Tausend Mark Anzahlung erworben werden. Verkauf aus freier Hand kann ebenfalls stattfinden. Nähere Auskunft ertheilt: [7376 I Boeck, Concuröverwalter Gießen, Wallthorstr. 18. „Löwe von Luzern* und Namenszug. _____________Preis Mk. 1-_______[1471 Backsteins, Heldbrand la. Qualität. Jedes Quantum billtaft. Rahe und gute Abfahrt, auch können die- elben an die Baustelle geliefert werben- 6226 Andr« Euler._i