210 ctikrn,Hobel- itch pineif.ll. er. ir Ansicht WS Io., Berlin W 57. mde“ Komane — - lOrellen ete. ■n’ Reich ülustrirte Reiseberichte aus allen Ländern die 3 Wochen ein Heft, lie. att! inde“ enthalt: lluatrirte ker-Bibliothek. chriften! Lifte».-------- 3 w • s s ce * * r ? «t r • s 5 3 * I . 1U Ifitutr fein« KL 7^ 101 ixÄ** sSSS-* Sießen-^^.^. ir. ^Kernseife lfe. 85 in Folgt ihrer 05% tln< SZS" Natur uti8 fprndä em UtbtM. . lötM, doch verwendet Grmßi B M., edNtWW l5.^ 5731L-——L-—r- Nr. 12. Erstes Blatt. ^Dienstag den 16. Januar 1894 Der Oieteuer Augeiger «scheint täglich, »ü Ausnahme deS Montags. Die Gießen« AumikieudtLtter w«den dem Anzeig« »Schenllich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. LieNeljährig« ^SounemeulspretZt 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bt$ogoi 2 Mark 50 Pfg. «edaction, Gxpediti«, und Druckerei: KchulSrate Ar.7. Fernsprecher 61. Zlints- und Zlnzeigeblutt süv den Uveis Gieren. Annahme Don Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. 1 Gratisbeilage: Gießener Aamikienbkätter. Alle Annoncen'Bureaur deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichem Theil. Bekanntmachung, betreffend die Schafräude in Reiskirchen. Da in den Schafheerden des Heinrich Schmidt I. und des Ludwig Stiehler zu Reiskirchen die Räude festgestellt ist, so wird hierdurch die Sperre über diese Heerden verfügt. Es dürfen hiernach Schafe aus der Gemarkung Reiskirchen nur zur sofortigen Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal besonders einzuholenden Genehmigung weggebracht werden. Gießen, den 13. Januar 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, am 12. Januar 1894. Betr.: Das Institut der Feldgeschworenen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen OW die »rsßh. värgerur elfter eie« des Kreises. Bis zum 15. Februar l. I. sehen wir Ihrem Berichte darüber entgegen: 1) Wie viel Feldgeschworene für Ihre Gemarkung zur Zeit bestellt sind. 2) In welchem Lebensalter dieselben stehen. 3) Ob einer oder mehrere derselben durch körperliche, häusliche oder geschäftliche Verhältniffe manchmal behindert sind, ihren Feldgeschworenenpflichten nachzukommen. v. Gagern. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig - freiwMgen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen betreffend. Diejenigen junzen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wenn der sich Meldende im G roßherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und mutz spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. (Wenn z 23. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen attiven Dienstzeit zu bekleiden, auszurüften, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Realschulen, Progymnafien, Realschulen , Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein | muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach Schema 18 zur Wehr - Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 5 von 1889 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfungs - Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Freiherr v. Gemmingen. Bekanntmachung, betreffend öie Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1894. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1894 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1894 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs - Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthalts- ort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten' für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein- c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegeu. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattsindet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung- auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 5. Januar 1894. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Freiherr v. Gemmingen. Deutsches »eich. Berlin, 13. Januar. Aus dem Reichstage. Der Seniorenconvent des Reichstages hat sich gestern über die geschäftlichen Dispositionen der nächsten Tage geeinigt: Am Montag kommen kleinere Vorlagen auf die Tagesordnung, am Dienstag fällt die Plenarsitzung aus. Der nächste, Mittwoch der 17. d. M., soll dann ein sogen. „Schwerinstag" sein, an dem Centrumsanträge zur Verhandlung gelangen werden. Am Donnerstag den 18. d. M. beginnt dann die Berathung des Weinsteuergesetzes. — Am DienStag tritt der neue preußische Land- tag zusammen. Gutem Vernehmen nach wird die Thronrede einerseits namentlich die Finanzlage in Preußen characterisiren und aus derselben die Nothwendigkeit der Reform der Steuer« im Reiche herleiten, anderseits die Bedeutung der landeS- gesetzlichen Action zu Gunsten der heimischen Landwirthschaft vetonen. Größere Vorlagen sind, abgesehen vom Etat und einem Entwürfe über die Errichtung von LandwirrhschaftS- kammern, wohl schwerlich zu erwarten, solche würden in Hinblick auf die vielen wichtigen Vorlagen, welche den Reichstag beschäftigen, auch kaum angebracht sein. — Die R e i ch s t a g s e r s a tz w a h l in dem oberschlesischen Wahlkreise Neustadt-Ziegenhals hat eine Stichwahl zwischen dem Centrumscandidaten Rittergutsbesitzer Deloch und dem Candidaten der polnisch-clertcalen Partei, Bauerngutsbesitzer Strzoda, nöthig gemacht. Der genannte Wahlkreis befand sich bis jetzt ununterbrochen im Besitz der Centrumspartei. Berlin, 13. Januar. Der „Reichsanzeiger" erklärt die gestern an der Börse circulirenden Gerüchte wegen der bevorstehenden Emission einer Reichs- oder preußiichen Staatsanleihe für jeder Begründung entbehrend. Berlin, 13. Januar. Der Cardinal Erzbischof von Sevilla ist gestern, von Professor Bergmann glücklich operirt worden - eS handelte sich um die Beseitigung eines Geschwüres im Gesicht. Die Königin-Regentin von Spanien, der Papst, die kirchlichen und weltlichen Würdenträger in Spanien wurden von dem glücklichen Verlaufe der Operation telegraphisch benachrichtigt. Berlin, 13. Januar. Auf der gestern zahlreich besuchten Kutscherversammlung beschloffen vom 15.Januar ab auch diejenigen Kutscher zu striken, welche zwar keine Taxameterdroschken fahren, aber bei den Besitzern solcher Droschken bedienstet sind. Die Gewerkschaftscommission sagte Unterstützungen zu. Gegenwärtig striken 440 Kutscher, von Montag ab 900. Berlin, 13. Januar. In der heutigen ersten Sitzung der Stempelsteuer-Commisson des Reichstages wurde eine Generaldiscusston abgelehnt und eine Specialdiscusfion in zwei Lesungen beschloffen. Der Steuersatz von eins beim Hundert sür inländische Actien, Actienantheilscheine rc. wurde angenommen. Berlin, 13. Januar. Heute Vormittag wurde die Nr. 2 des „Socialist" confiscirt, weil in dem darin enthaltene« Aufruf des Metallarbeiters Rodrian an die Arbeitslosen, i« welchem es heißt, daß die Hungrigen und Arbeitslosen mit aller Macht eine Aenderung der bestehenden Gesellschaft herbeiführen sollen, Aufreizung zur Gewalt gefunden wird. Frankfurt a. M., 13. Januar. Der römische Correspon- dent der „Franks. Ztg." bezeichnet die Situation als eine fortgesetzt schwierige. Man spricht von weiterer Mobillsirung. In Paris beobachtet man die militärische Bewegung Italiens angeblich sehr sorgsam. Der Fmanzminister Sonnino findet Schwierigkeiten in der Zusammensetzung des finanziellen Programms. Man versichert dem Korrespondenten, daß Ersparnisse auch im Kriegsministerium stattfinden werden. Die innere Lage in Süditalien vergrößere indessen die Ausgaben. Die Abgeordneten Bovto, Jmbriani und Pansina haben eine Depesche an Crispi gesandt, in der sie betonen, daß sie sich bemühten, Beruhigung herbeizuführen, aber die Heilung sei nicht mit. Blei und Pulver zu erzielen. Stuttgart, 13. Januar. Der Kriegsminister veröffentlicht einen Erlaß, demzufolge die württembergischen, nach Preußen commandirten Offiziere, königliche Flügeladjutanten ausgenommen, preußische Uniformen tragen sollen und umgekehrt. Ausland. Wie«, 13. Januar. Die Morgenblätter widmen dem scheidenden deutschen Botschafter, Prinzen Reuß, äußerst sympathische Abschiedsworte. Daß der Botschafter lediglich aus Gesundheitsrücksichten zurücktritt, begegnet Zweifeln. Paris, 13. Januar. Vor dem Denkmale Napoleons aus bem Place Vendöme legten gestern mehrere Manifestanten einen Kranz nieder, welcher die Inschrift trug: „Dem Sieger der Schlacht bet Rivoli." Rom, 13. Januar. Der Stadtrath genehmigte eine» Terrainaustausch zwischen der deutschen Botschaft und der Gemeinde Rom zur Erweiterung des protestantischen Friedhofs am Monte Testaccio und ertheilte der römische« Stadtcapelle die Erlaubniß zu einer einmonatlichen Concert- tourne in Deutschland. Rom, 13. Januar. Die gouvernementale „Gazetta de Populo" behauptet, die Regierung besitze Beweise dafür, daß eine ausgedehnte Verschwörung gegen die italienische Einigkeit bestände. Crispi werde diesbezügliche Docnmente der Kammer vorlegen. 9tom, 14. Januar. Der „Agenzia Stefani" wird aus Massa gemeldet, daß bewaffnete Banden das Land zwischen Massa und Carrara durchziehen. Auf einige Gendarmerie Patrouillen wurde geschossen und dabei ein Gendarm getödtet und zwei verwundet. Die Telegraphenverbindungen find theilweise unterbrochen. Man erwartet Truppenverstär- kungen. — Weitere Depeschen der „Agenzia Stefani" auS Palermo melden wiederholt, daß auf Sizilien Ruhe herrscht. Rom, 14. Januar. Der „Agenzia Stefani" wird aus Carrara gemeldet: In der letzten Nacht haben die Anarchisten einen Anschlag ausgeführt, indem sie die Landstraße zwischen Carrara und Massa sperrten, die berittenen Gendarmen angriffen und in die Kaserne der Zollwächter etu- drangen; letzerere wurden entwaffnet. Rom, 14. Januar. Nach weiteren Meldungen aus Carrara durchzogen gestern Abend aus Anlaß der Einberufung der Militärpflichtigen größere Arbeirerschaaren unter aufrührerischen Rufen die Stadt. Als Militär einschritt, erfolgte ein Zusammenstoß, die Menge zerstreute sich schließlich; ein Th eil derselben zog jedoch nach der Kaserne der Zollwächter und zwang die letzteren, ihre Waffen auszuliefern. Die Manifestanten zogen sodann auf die Landstraße, welche nach Massa führt, und versperrten dieselbe. Zwei Carabinieri, die ihnen in den Weg kamen, wurden verwundet. Barcelona, 13. Januar. An der Küste wurde ein Topf mit Dynamitpatronen und Lunte gefunden. Die Polizei hofft noch weitere von derartigen kleinen anarchistifchen Dyna- mitdepots zu entdecken. Palermo, 13. Januar. Durch einen heute veröffentlichten Erlaß wird die Einfuhr aller Feuerwaffen nach Sizilien untersagt. Die Einwohner werden aufgefordert, alle Waffen bei der Polizeibehörde zu hinterlegen. Die bisher ausgegebenen Waffenpäffe werden für ungiltig erklärt, doch können dieselben eventuell unter Berücksichtigung der betreffenden Persönlichkeiten und Verhältnisse erneuert werden. Uebertretungen des Waffenverbotes werden mit Gefängniß von 6 Monaten bis 2 Jahren bestraft. Denjenigen Personen, welche Waffen bei der Polizeibehörde hinterlegen, werden dieselben seiner Zeit kostenlos zurückgestellt werden. Deutscher Reichstag. 26. Sitzung. Samstag den 13. Januar 1894. Die Erklärung betr. den Abschluß eines Handels-Provt- iortums zwischen dem Reich und Spanien uom 1. bis 31. Januar d. I. wird in dritter Lesung endgültig angenommen. Abg. Dr. .Hammacher (natl.) widerspricht dem vom Abg. Rickert geäußerten Verlangen, daß der Regierung das Recht zustehen soll, im Falle von Handelsvertragsverhandlungen vorläufig Erleichterungen zuzugestehen, wenn uns die Meistbegünstigung gewährt werde. Da8 würde die Rechte des Parlaments beschränken. Hierauf wird die erste Berathung der Tabaksteueroorlage fartgesetzt. Abg. El emm-Ludwigshafen (natl.): Nachdem Seitens der verbündeten Regierungen bestimmt erklärt worden, daß sie einer Reichseinkommensteuer nicht zustimmen würden, ist es nicht angezeigt, »och daraus zmückzukommen. Durch das jetzige Tabaksteuergesetz ■rtrb der Tabakpflanzer sehr geschädigt, während durch diese Vorlage den Pflanzern mehrfach entgegengekommen wird. Doch bestehen auch gegen diese Bedenken. Der Rauchtabak darf nicht höher besteuert werden als Cigarren und Schnupftabak. Der Tabakbau ist für wette Gegenden unseres Vaterlandes von der größten Bedeutung, insbesondere für die Pfalz, wo seit 1660 Tabak gebaut wird. Daß die Vorlage vom Standpunkte der Tabakpflanzer aus unannehmbar sei, kann ich nicht zugeben, vorausgesetzt daß sie die nöthigen Modifica- ttonen erfährt. Wenn die Vorlage Gesetz würde, so würde dle Tabaktndustrie ebensowenig eine Einbuße erfahren, als sie durch das Gesetz von 1879 erfahren hat. Seitdem sind zahlreiche neue Tabak- fabrtken entstanden und die Tabaktndustrte ist zur Blüthe gelangt. Die von den Tabakfabrikanten ausgehende Agttatton übersteigt alles Maß. Auch die Pflanzer haben Anspruch auf Berücksichtigung ihrer Interessen. Abg. Dr. Schneider (frs. Volksp.) bekämpft die Vorlage sowohl vom Standpunkte des Producenten, wie von dem des Consu- «euten. Wenn man den von der Regierung selbst in Betracht genommenen Consumrückgang anntmmt, so werden 26 000 Arbeiter mit dem Inkrafttreten der Vorlage brodlos. Gleichzeitig werden Tausende von Existenzen im Tabakhandel und den Nebenindustrien zerstört. Einen etgenthümlichen Eindruck muß es nach außen hin machen, wenn die Regierung erklärt: es nützt Euch Alles nichts; wenn ihr diese Vorlage ablehnt, so kommt der Tabak später daran. Zu einer solchen Beunruhigung einer einzelnen Industrie fehlt es an jeder moralischen Berechtigung. Die Regierung hat kein Recht, sich über die Agitation der Tabaktndustrtellen zu beschweren, die sich doch nur ihrer Haut wehren. Am meisten würden die selbstständigen kleinen Industriellen leiden, wenn die Vorlage Gesetz würde. Die Vorlage arbeitet dem Monopol vor; wenn ein großer Thetl der in der Tabaktndustrte Beschäftigten existenzlos geworden, so werden die übrig bleibenden gern bereit sein, gegen Entschädigung abzutreten. Ferner wird die Vorlage die Socialdemokratie fördern und dazu beitragen, daß diese ungleich stärker bei den nächsten Wahlen hier einzteht. Dazu bieten wir unsere Hand nicht. Bayerischer Ftnanzmivister Dr. v. Riedel: Ein Consumrückgang infolge des neuen Gesetzes ist nicht zu besürchten. Dagegen sprechen zwei mächtige Factoren: Gewohnheit und event. Bedürsntß sowie Findigkeit der Industrie in Bezug auf den Geschmack. Die bayerische Regierung stehe ganz auf dem Boden der Vorlage. Wie viele von denen, die den Stab über dieselbe brechen, haben sie überhaupt gelesen! Ich kann nicht zugeben, daß der Consum vermindert «erden würde, und ebenso wenig, daß der Entwurf die Kosten für die Militärvorlage auf die schwächere Schultern lege. Das ganze Ziel der Agitation ist, daß der Tabak überhaupt nie mehr in den Kreis steuerlicher Erwägungen ausgenommen werde. Es wird noch einmal gesagt werden: es wäre doch besser gewesen, wenn wir damals den Entwurf der Regierung angenommen hätten. Die Regierungen kannten auf eine stärkere Heranziehung des Tabaks gar nicht verzichten. Mit Reichs-Einkommen- und Reichs Erbschaftssteuer würden wir geradezu Raubbau treiben. Man spricht immer von Luxussteuern. Das hier ist auch eine LvxuSsteuer. In der ganzen dreitägigen Debatte ist kein anderer gangbarer Weg angegeben worden. Durch die Vorlage werden dem Handel und der Industrie die Lebensadern nicht unterbunden. Sie führe nicht zum Monopol, sondern schließe dasselbe aus. Man spricht von schrecklichen Controlbestimmungen. WaS wird denn verlangt? Eine Buchsührung über die Ankäufe nnd die Verwerthung des Tabaks, also etwas, was heute schon in jedem ordentlichen Geschäft besteht. Werden die Steuer vorlagen ab- gelebnt, so ist eine Erhöhung der Malricularbeiträge und damit eine Erhöhung der directen Steuern unausbleiblich. Ob damit die Klassen, die man schonen will, mehr geschont werden, als durch diese Tabak- fteuervorlage, steht noch sehr dahin. Es handelt sich um die Ordnung der Finanzen des Reiches und der Einzelstaaten. Prüfen Sie den Entwurf vorurtheilsfret und genau. Abg. Frhr. v. Hammerstein (cons.): Der bayerische Finanz- Minister kann leichten Herzens an die Vorlage herantreten, da in Bayern die Tabakstvdustrie nicht so große AuSdehnmrg hat, wie in anderen Tbeilen des Reiches. In meinem Wahlkreise Herford gtebt es allein 8000 Tabaksarbeiter. Für diesen Kreis handelt es sich um eine schwerwiegende socialpoliiische Frage. Wenn man auch zugeben kann, daß die Deckung auf dem Wege der indtrecten Steuern erfolgen muß,- so braucht man sich deshalb noch nicht für diese Vorlage zu erklären. Die Bterfteuererhöhung hat ihrer Form, nicht des Objectes wegen Beanstandung gesunden, man kann also wohl darauf zurückkommen. Der Bierconsum zeigt eine rapid steigende Tendenz, während der Tabakconsum stabil bleibt. Ein Consumrückgang läßt sich zwar statistisch nicht Nachweisen, aber auch nicht bestreiten. Wird vom Cigarrencousum in größerem Umfange zum Consum von Pfeifentabak übergegangen, so werden viele Arbeitskräfte überflüssig. Die Ctgarrenindustrie Westfalens würde mit Annahme des Gesetzes größtenlheils ruinirt werden. Ich freue mich, hier den Beweis liefern zu können, daß ich, obgleich überzeugter Agrarier, auch für die berechtigten Interessen der Industrie eintrete. Die Control- maßregeln find drückend für den ehrlichen und ungenügend gegenüber dem unehrlichen Fabrikanten. Von dem Stundungssystem verspricht man sich viel Gutes; aber dem Kleinbetriebe gegenüber ist eine Stundung nicht möglich. Das Tabaksmonopol wird durch diese Vorlage nicht ausgeschlossen; wenn die Noth die Einführung desselben erheischt, so wird es auch kommen. Abg. Dr. Böckel (Reformp): Wir stimmen gegen die Vorlage, sowie gegen jeden Versuch, dieselbe zu verbessern, da wir sie für princtpiell falsch und schädlich halten. Sie würde dazu sühren, die Kleinbetriebe den Großbetrieben pretszugeben, viele Tausende von Arbeitern brodlos machen und dem kleinen Mann ein unentbehrliches Genußmtttel zu vertbeuern. Die Vorlage ist auch überflüssig. Wir haben nicht für die Einzelstaaten zu sorgen. Dieselben mögen bei sich selbst wirthschaften lernen und nicht so kostspielige Prunkdaulen, Paläste, Kirchen. Denkmäler rc. aufführen. Die durch die Mtlitär- vorlage entstandenen Mehrausgaben lassen sich anderweit decken. Wir halten an der Börsensteuer fest, aber die Börse darf nicht so sanft angegriffen werden. Warum führt man keine Wehrsteuer 'ein, keine Jagdscheinsteuer, keine Besteuerung des Totalisators, der Wettrennen, keine Luxussteuern? Daß die Juden ordentlich blechen sollen, ist keine Frage. Gegen eine Reichs-Einkommensteuer führt man Verfassungsbedenken an; warum hatte man solche nicht, als man die Legislaturperioden verlängerte? Während man eine Steuer vorschlägt, die Taufende von Arbeitern brodlos macht, macht man Millionengeschenke mit den Handelsverträgen. Verschonen Sie uns mit dem russischen Handelsverträge; das wird der Landwirthschaft mehr nutzen, als das Eintreten für die Tabakspflanzer en dieser Stelle. Die Rcichseinkommensteuer wird kommen; aber es ist Zett, daß diese und andere Reformen bald kommen, benn ber allgemeine Kladderabatsch ist näher, als man glaubt. Redner oertheidigt seine Partei gegen den Borwurf, sich bet der Militärvorlage durch die schönen Augen des Reichskanzlers Haden bethören zu lassen. Der Reichskanzler habe die von ihm (dem Redner) gestellte Anfrage in befriedigender Weise beantwortet, aber fein Wort nicht gehalten. Wir haben angenommen, daß das Ehrenwort eines preußischen Generals mehr gelte. (Präsident o. Leoetzow ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung.) Staatssecretär Graf v. Posadowsky weist die Angriffe des Vorredners zurück. Eine Reichs Einkommensteuer würde mit den Bündntßoerträgen, auf denen die Reichsoerfassung beruht, in Widerspruch stehen. Durch diese dreitägige Debatte habe die öffentliche Meinung Aufklärung erfahren, aber schwerlich zu Gunsten der Gegner der Vorlage. Wenn die Steuervorlage abgelehnt und der Bedarf durch Erhöhung der Matricularbeiträge gedeckt werden soll, so ist in Preußen eine mehr als 30°/oige, in einzelnen deutschen Staaten eine 750/otße Erhöhung der Einkommensteuer erforderlich. Eine solche Erhöhung wird aber viel unangenehmer empfunden werden als die vorgeschlagene Tabaksfabrikatsteuer. Abq. Rösicke (wildlib.) bekämpft die Vorlage. Er stehe nicht auf dem Standpunkte des heil. Florian: Verschon' mein Haus, zünd' andere an. Weiterberathung Montag 1 Uhr. Cocales unö protHttsteöes, Gießen, den 15. Januar 1894. ** Die ordentliche Sitzung des Kreistages findet Mittwoch den 24. Januar ds. Js., Vormittags 10 Uhr, in dem Regierungsgebäude dahier mit folgender Tagesordnung statt: 1) Neuwahl der drei Körcommtssionen des Kreises Gießen für 3 Jahre. (Art. 6 des Gesetzs vom 26. October 1887.) In den letzten 3 Jahren gehörten an: a) Der Körcommission des Bezirks Gießen: Heinrich Velten III.-Großen-Linden (Mitglied); Beigeordneter Schadeck Lollar (Mitglied); Joh. Weber V.-Lang-Göns (Stellvertreter); Rentner Fr. Georgi- Gießen (Stellvertreter), b) Der Körcommission des Bezirks Hungen-Lich: Bürgermeister Bopp-Bellersheim (Mitglied); Bürgermeister Köhler-Langsdorf (Mitglied); Bürgermeister Roth-Muschenheim (Stellvertreter); Bürgermeister Gerlach- Eberstadt (Stellvertreter), c) Der Körcommission des Bezirks Grünberg: Bürgermeister Faulstich-Weitershain (Mitglied); AdministratorHermann-Winnerod (Mitglied); OeconomJ.Wolf- Villingen (Stellvertreter); Bürgermeister Stein-Kesselbach (Stellvertreter). 2) ErgLnzungswahl eines Mitglieds der verstärkten Ersatz-Commission an Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Pracht von Grünberg. 3) Ergänzungswahlen für die Musterungs- und Aushebungs-Commissionen zur Beschaffung von Mobilmachungspferden. (Für den verstorbenen Taxator im Aushebungs-Bezirk Gießen, Stallmeister Balser, ist eine Ergänzungswahl vorzunehmen; ebenso sürdenzummtlitärffchenAus- Hebungs-Commissär designirten Gutsbesitzer Schlenke-Hardthof.) 4) Vorlage der Kreiskasserechnung für 1892/93; hierzu: Bericht des Kreisausschusses über die Verwaltung und den Stand der Kreisverbands-Angelegenheiten, sowie Anträge auf Genehmigung der vorgenommenen Credit-Überschreitungen unter Rubrik 23, 23 a, 26, 27 und 33 zu Lasten der nachgewiesenen Deckungsmittel, sowie auf Declaration des vorjährigen Beschlusses wegen Uebernahme der Kosten der außerordentlichen Armenpflege. 5) Antrag der Gemeinde Großen- Linden auf Nachlaß von Kreis-Umlagen in Folge der Re- duction ihres Communal-Einkommen-Steuercapitals. 6) Beschluß über die nach Art. 2 des Gesetzes vom 24. Mai 1893, die Kosten der Landarmenpflege betreffend, aus der Staatskasse an den Kreis Gießen zu zahlende Pauschsumme. 7) Festsetzung des Kreiskasse-Voranschlags für 1894/95. ** Concert Verein. Mit einer ununterbrochenen Kette von Kunstgenüssen hat das Jahr 1894 begonnen, fast will es scheinen, als wenn der Januar dieses so jungen und doch an hervorragenden Ereignissen auf dem Gebiete der schönen - Künste bereits schon so reichen Jahres, der bedeutungsvollste ! Monat des ganzen werden soll. Noch sind wir voll des ; Eindruckes, den die vortrefflichen Münchener Quartettgenossen ' in uns hinterlassen, noch zehren wir an den köstlichen Genüssen und schon wieder ruft uns der Concert-Verein zu einem bedeutungsvollen Unternehmen. Anläßlich eines Concertes, welches außerhalb des Rahmens des Vereines stattfand, lernten wir eine junge, unbekannte Künstlerin kennen. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, trat sie nur auf die Empfehlung ihres Lehrers (Heermann) gestützt, der selbst bereits für den erkrankten Professor Barth einspringen wollte, aber plötzlich aus gleichem Grunde absagen mußte, in die Bresche. Kalt war der Tag, kalt der Saal und noch kälter das spärlich versammelte Auditorium, war es doch nur ein kleines jugendliches Mädchen, wie sollte dieses die beiden gereiften Künstler ersetzen? Aber nicht lange sollte dieses fremde Verhältniß zwischen Darbieten und Empfangen dauern, Fräulein Rode, die Tochter des braven Frankfurter Musikers Rode, gewann im Sturm die Herzen aller Anwesenden. In ihrem Spiel lag nichts Einstudirtes, nichts Gedrilltes, was sie bot, waren nicht die Gaben eines Wunderkindes, sondern es war Selbstempfundenes, künstlerisch Fertiges. Dem allgemein laut werdenden Wunsche, diese junge Künstlerin in einem Orchesterconcerte als Violinvirtuosin auftreten zu sehen, entsprachen die anwesenden, ebenfalls begeisterten Vorstandsmitglieder des Concert - Vereines, indem sie Fräulein Rode sofort für den 21. Januas engagierten. Die junge Dame nahm freudig an, sie wählte sich als Hauptstück das neunte Concert D-moll von Spohr mit Orchester und wird daneben Compositionen von Veuxtemps und Hubay mit Clavierbegleitung vortragen. Miß Mabel Se y to n aus London, eine jugendliche Clavierspielerin, wird ebenfalls als Solistin auftreten und zwar in erster Linie mit den Variationen über ein Thema von Paganini von I. B r a h m S. Schon die Wahl dieser Piece zeugt vom gediegensten Geschmack und läßt auf ein ernstes, künstlerisches Streben schließen, die junge Dame hat aber auch schon in den Concerten des Philharmonischen Vereins mit schönstem Erfolge mitgewirkt, worüber uns sehr anerkennende Urtheile zugingen. Ganz besonders möchten wir aber noch auf den orchestralen Theit des Abends Hinweisen, der diesmal mit ganz besonderem Glück und Geschick zusammengestellt ist. Den Anfang macht die prächtige Euryanthe-Ouverture, die man immer gern wieder hört, dann folgen zwei Werke, die für Gießen Novität sind. Mozarts poesievolle Nachtmusik für Streichorchester und die Suite L’Arlesienne des geistreichen Franzosen Bizet. Letzteres Werk wird und muß von durchschlagendem Erfolge fein, der Componist der reizenden Oper Carmen hat in dieser Suite dem Orchester eine der dankbarsten Aufgaben gestellt, ohne zu grübeln oder zu deuteln befriedigt er den Hörer in der vollkommensten Weise und sein Esprit fesselt von Anfang bis zum Schluß. ** Man kann der Leitung des ThealervereinS, der es nun gelungen ist, nach den Frankfurtern und den Darmstädtern auch die Mitglieder des königl. Theaters in Cassel zu einem Gastspiele zu bewegen, wahrlich das Lob großer Rührigkeit nicht versagen. Und das Gießener Publikum erkennt dies durch immer zahlreicheren Besuch der Vorstellungen auch freudig an. Am letzten Theaterabende stand Kleists „Zerbrochener Krug" im Mittelpunkte des Abends und des Interesses. Wir sinb in unserem Blatte auf den Inhalt, den Bau und den poetischen Gehalt dieses Meisterwerkes schon eirigegangen, so daß unS heute nur die Darstellung zu beschäftigen hat. Das Stück steht und fällt mit der Wiedergabe des Dorfrichters Adam. Herr Jürgensen gab dieses Cabinetstück humorvoller Characterisirung mit liebevoller Versenkung in alle die feinen Intentionen des Dichters und umging die Gefahr der Karikirung, der selbst ein Friedrich Hase nicht überall entgeht, mit großem Geschick. Alle die Nuancen, durch welche Kleist den alten Adam so lebenswahr gestaltet hat, die Lüsternheit, die dummdreiste Pfiffigkeit, die Kriecherei, die Brutalität, die nervöse Furcht — Alles kam voll und ganz zur Wirkung. Herr Ewald hatte als Schreiber Licht einen schweren Stand, da der Dichter den Character etwas ungewiß gezeichnet hat, und auch die Worte des Bearbeiters „nun kommt Licht inS Gericht" zur Klärung nicht übermäßig viel beitragen; jedenfalls sptelte er flott und sympathisch. Vorzüglich fügten sich Frl. Harke und Frl. Barteldes in das Ensemble ein; die Rolle der Frau Martha Rull hätte vielleicht noch einige Chargirungen vertragen. Die Bearbeitung des Herrn Schmidt hat die hier und da etwas kräftigen Stellen angenehm abgeschwächt, passende Kürzungen vorgenommen, den Veit Tümpel gestrichen, den Schluß präciser gefaßt. Das Zusammenspiel war des höchsten Lobes würdig, sowohl in diesem Stücke wie in den beiden anderen lustigen Nichtigkeiten, die es einrahmten. Hohe Anforderungen darf man an keines der Beiden stellen; sie wollen Lachen erregen und haben das, Dank der ausgezeichneten Darstellung, auch vollbracht. Die Minna des Frl. Barteldes und der Fritz-des Herrn Ewald waren Cabinetstückchen; Herr Jaritz spielte schneidig den liebenswürdigen Schwerenöther und kroch mit Anmuth in Kleider- schränke und unter Schreibtische; Herr Johow war als würdiger Vater, Gerichtsrath und Oberst dreifach verschieden und dreifach wacker; Frl. Eichelsheim sah allerliebst aus und trug redlich zum Gelingen bei. — Hoffentlich sehen wir die geehrten Gäste, die uns einen so heiteren Abend bereitet haben, und denen wir aufrichtigen Dank schulden, bald einmal wieder bet uns in Steins Saalbau. ** Gebrauchsmuster-Eintragung. Ventil mit elastisch gelagerter Tellerplatte: H. Schaffstaedt, Fabrikant in Gießen, 7. October 1893. Oberhesfifcher Geschichtsverein. Namens des Ober- hessischen Geschichtsvereins hatte dessen Vorsitzender Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Ernst Ludwig, als dem hohen Patron des Vereins, dessen Glückwünsche zur Verlobung telegraphisch übermittelt. Seitens des hohen Herrn ist hierauf eine verbindliche telegraphische Danksagung eingetroffen. ** Auf das seitens des Knegervereins Gießen an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog gerichtete Glückwunschtelegramm lies folgende Danksagung ein : „Ich danke Ihnen für 5 Ihre freundlichen und treuen Glückwünsche. Ernft Ludwig." >fa, ta tet« •Ml« »n : ®tuni1' «b«" p,l"’t" ?9' '«lt btt s ' u«b 'dchkn, Kit ?' "»t 16 36er niij die!« «eien : d-i braoen %?"* " d>- 6tr»„ „,|lnl" chr Ä“ E-- MÄ8'* “mirtuof,, *£**« L"SL B-Vis Äita"te fcl( mH e8 St* Wh£ fe nft"1 So"tettl" d-r *® ®W mitgetonEt, Ringen. Gan: UI om orchestralen Theil 7. m,t 9R besondere« “• Den Slnfang madjt ' ÖIe man immer gern e, die für GleßrvAvvM nusik für Slrerchorchester >es MMrn Franzosen nutz von durchschlagende« izenden Oper Carmen Hal der dankbarsten Aufgaben i deuteln befriedigt er den 2 und sein Esprit fesselt ^es Theaterveremr, der es rtern und den Darmstädtern seaterS in Caflel zu eine« as Lob großer Rührigkeit 'llblikum erkennt dies durch tedungen and) freudig an. lists „Zerbrochener Krug" eS Interesses. Mr N denDaunnddenpomschen tingegangen, so daß uni chaftigen hat. Das Stück be des Dorfrichters Adam. Cabinetstück humorvoller ersenkung in alle die seinen umging die Gefahr der Hase nicht überall entgeht, uancen, durch welche Kleist Met hat, die Lüsternheit, ciecherei, die Brutalität, die I und ganz zur Wirkung. Licht einen schweren Smd, as ungewiß gezeichnet hat, rs „nun kommt Licht ws jßig viel beitragen i M- ch. Vorzüglich fügten stch in daS Ensemble em; rSÄ.«s SK*t &TÄ" E- »T- des Herrn Ew°l ieltt W*. j gleider- » Odn» ‘ JllÄ* ■ .< mit etoftti* S’’ .««■ 8«bTil«" " jafffat 5 . d,z Ob«' „in gia«*1"8. Sein« , Ernst ; ’»«*” L««« - £5*® g A. S'«° • * Thiergualerei. Ein Bauersmann, welcher ein Schwein im Schlachrhaule einstellte, schn'tt demselben, tim es zu kenn- zeichnen, kurzer Hand ein Stück vom einen Ohre ab) er wurde wegen Thierquälerei zur Anzeige gebracht. ♦ ♦ Unfall. In der Nackt vom SamStag zum Sonntag, beim Auslöichen der Nichtrichllarernen, glitt der Laternen »ärler Schäfer von hier auf seinem Rundgang zwischen Sicher- und Grünbergerstrabe in der Nähe des Lerchenwäldchens >n» und erlitt einen Armbruch. ♦ * Diebstahl. Heute Morgen wurde auf erhobene Anzeige ein Handwerksbursche auf der Herberge dahier verhaftet, »elcker seinem Schlafcollegen während der Nacht 1 Mk. aus der Tasche entwendet hatte. * Reiskirchen, 14. Januar. Heute hielt Herr Obstbautechniker Metz von Friedberg einen recht lehrreichen Vortrag Aber das Thema „Pflanzung und Pflege der Obstbäume". Die Versammlung, welche im Gundrum'schen Saale stattfand, war recht zahlreich besucht. § Heisters (Kreis Lauterbach) 13. Januar. Der hiesige Bürgermeister Conrad Dietz, ein allgemein geachteter und angesehener Mann wurde gestern plötzlich von einem schnellen Tod ereilt. Derselbe war auf dem Heimweg aus Herbstein begriffen, fiel in der Nähe des Friedhofs plötzlich um und «ar sofort eine Leiche. Jedenfalls hat ein Schlaganfall seinem Leben ein jähes Ende bereitet. Dietz stand im Alter von 74 Jahren und war bereits 43 Jahre Bürgermeister über die Orte Heisters, Wllnschen-Moos und Zahmen. Erst im vorigen Jahre wurde er einstimmig wiedergewählt. § Crainfeld. 13. Januar. Der Jagdpächter Heinrich Schmalbach VI. schoß in der Nähe unseres Orts ein besonders starkes Eremplar einer Wildkatze. 4- Büdingen, 14. Januar. Heute wurde unser neu- erbautes Gewerbeschulgebäude unter entsprechenden Feierlichkeiten eingeweiht. T Rinderbügen, 13. Januar. Der Bergmann H. von hier, welcher vor einigen Tagen auf der Zeche „Hedwig" verunglückte, ist seinen Verletzungen erlegen. Gernsheim a. Rh., 12. Januar. Heute wurde von der Holzhandlung Heinrich Bauer dahier ein nach Worms bestimmter Wagen mit Eichendielen im Gewichte von fünfzig Gentnern über die Eisdecke des Rheines nach dem jenseitigen Ufer verbracht. Da dies der erste das Eis hier passirende Wagen war, wurde derselbe von zwölf Männern an längeren Seilen gezogen und die Pferde hinterher geführt. Es ist dies ein Beweis, zu welcher Stärke es das Eis durch die anhaltende Kälte schon gebracht hat. Mainz, 14. Januar. Heute früh kurz nach 6 Uhr wurde am diesseitigen Tunneleingang der 20jährige Maschinenheizer Hermann Ranis von dem Frühschnellzuge Darmstadt-Mainz ßberfahren und so schwer verletzt, daß er gleich nach jeiner Ankunft im Rochushospital starb. D ermüdetes. Me. Marburg, 14. Januar. Auf der Main-Weser-Bahn zwischen Hausen und Bockenheim wurde vorgestern ein junger Mann von einem Eisenbahnzuge überfahren und getödtet. Man weiß nicht, wie der junge Mann unter den Zug gekommen ist, noch wer er ist und woher er kam. Die Untersuchung wurde sofort eingeleitet. Ms. Kassel, 14. Januar. Der hiesige Bezirksausschuß hat auf Grund des Gesetzes über die Schonzeiten des Wildes den Schluß der Jagd auf Hasen, Auer-, Birk- und Fasanenhennen, Haselwild und Wachteln für den Bereich des Regierungsbezirks Kassel auf den 18. Januar Abends festgesetzt. Ms. Witzenhausen, 14. Januar. Auf eine beklagens- werthe Weise kam in Weidenbach der in weiteren Kreisen als Landwirth geschätzte Bürgermeister Hübenthal ums Leben. Derselbe war in der Scheune beim Wegschaffen des Strohes oben in den „Kehlhölzern" besckäftigt, als er infolge eines Fehltrittes durch die nicht hinreichend geschützte Scheuerluke stürzte und dadurch so schwere innere Verletzungen erlitt, daß alsbald der Tod eintrat. Hübenthal war ein sehr beliebter Mann- Beweis: er war 32 Jahre lang hintereinander Bürgermeister von Weidenbach. Das will in einem Dorfe viel sagen. * AuS Westpreußen, 11. Januar. Im vorigen Jahre mußte die Schule zu Rahnenburg geschlossen werden, weil weder die Regierung noch die eingeschulten Güter Holzmaterial lieferten. Der Cultusminister entschied, daß die Regierung zur Holzlieferung verpflichtet sei. Die letztere hat dagegen die Gutsbesitzer als die zur Lieferung Verpflichteten verklagt. Da b'.s jetzt kein Holz geliefert wird, muß die Schule abermals geschlossen werden. St. Antwerpen, 13. Januar. Die einzelnen Abtheilungen der Ausstellung sind jetzt definitiv abgemeffen. Die größte derselben ist die belgische, die 30000 Quadratmeter umfaßt, bann folgen die französische mit 15 000, die deutsche mit 10000, die englische und italienische mit je 4000, die holländische mit 3000, die österreichische und russische mit je 2000, die schweizerische mit 1500 Quadratmeter usw. Daß die Belgier weitaus den größten Raum für sich in Anspruch nehmen würden, war ja vorauszufehen, dagegen war man keineswegs auf eine solche starke Betheiligung von Seiten der deutschen Industriellen gefaßt gewesen, in Folge deren die deutsche Abteilung die drittgrößte der ganzen Ausstellung wurde. Außerordentlich interessant verspricht diesmal die Kongo-Ausstellung zu werden, die in einem besonderen Gebäude mit einer Grundfläche von einem Hectar ftattfinden soll. Die meisten der zu dieser Ausstellung gehörigen Gegenstände sind bereits in Brüffel eingetroffen, wo man sie in den Gebäulichkeiten der Kongo-Regierung untergebracht hat. Dieselben gehören theils dem Kongo-Staate, tbeils der Compagnie de commerce du Haut-Congo und theils dem Afrikaforscher Lieutenant Demeuse und bestehen aus über 8000 verschiedenen Objecten, die in allen Gegenden des - Kongo gesammelt wurden. Diese Gesawmt-Collection ist die größte und reichhaltigste Sammlung dieser Art, welche überhaupt existirt und efl befinden sich unter ihr zahlreiche Sachen von großer Seltenheit und bedeutendem Werthe. * Eine badische Ortschaft in bet Schweiz. Das badische Dorf Büsing en ist von allen Seiten durch die Schweiz eingeschloffen, liegt also mitten in Schweizergebiet. Die nächste schweizerische Stadt, Schaffhausen, liegt 3 Kilometer, das nächste badiicke Dorf, Gailingen, 4—5 Kilometer entfernt. Dieses isolirte Dorf Büsingen hat noch den glücklichen Ausnahmefall, daß es außerhalb des deutschen Zollverbandeß liegt, daher von allen Zöllen befreit ist. — In den 48er Jahren wollte ein Theil eines hessischen Regiments, welches zur Unterdrückung des Aufstandes nach Büsingen commandirt war, nach dem nächsten Ort Gailingen marschiren, wurde aber von den inzwischen zur Grenzbewachung herbei- commandirten, auf schweizerischem Gebiet befindlichen schweizerischen Soldaten angehalten, weil eben die schweizerische Grenze passirt werden mußte. Der hessische Führer erzwang sich den Durchmarsch, die Schweizer drückten der Ruhe halber einfach die Augen zu und besetzten die Strecke wieder, nachdem die Hessen durchmarschirt waren. In Büsingen leben viele Bauern mit dem hochklingenden Namen von Owe. * Der erste schwarze Unteroffizier. Der jugendliche Kameruner Paul Z a m p a , der in Berlin beim Garde- Füsilier-Regiment als Dreijährig-Freiwilliger seine militärische Ausbildung genoß, ist, wie das „Berl. Tagebl." hört, Ende vergangener Woche zum Unteroffizier befördert worden und am Sonntag über Wilhelmshafen nach seiner Heimath auf- gebrochen. Zampa soll dort der colonialen Schutztruppe eingereiht werden. ♦ Da8 Ergebniß der Hasenjagd. Gewiegte Jagdpächter haben heraußgerechnet, daß in ganz Deutschland in dieser Jagd-Saison rund fünf Millionen Hasen geschossen werden würden. Ob diese Berechnung richtig sein wird, steht zwar dahin, sie ist aber nicht ganz unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, daß die Hasenjagd bisher in den meisten Gegenden sehr ergiebig gewesen ist. Angenommen also, die Jagdpächter hätten sich nicht verrechnet, so würde ein Durchschnittsgewicht von 40 Millionen Pfund gleich 400000 Gentner herausge- rechnet werden können. Da ist also der Hase zu 8 Pfund gerechnet. Im Durchschnit kann nun der Hase zu 3 Mark gerechnet werden — das giebt ein Ergebniß der diesjährigen Hasenjagd im Betrage von 15 Millionen Mark. ♦ Andacht und Rangordnung. Man berichtet der „Frkf. Zeitung" aus München, 10. Januar. In der Abgeordnetenkammer wurde heute über die Pragmatisirung (Anstellung auf Lebensdauer mit Pensionsrecht) der Bezirks-Thierarzte verhandelt. Dabei gab ein Abgeordneter folgende Kleinstadt- Idylle aus dem Beamtenleben zum Besten: In einem Städtchen war den Frauen der Beamten ein besonderer bevorzugter Kirchenstuhl eingeräumt. Sämmtliche Beamtenfrauen weigerten sich aber, denselben zu benutzen, weil auch die Gattin des Bezirksthierarztes in demselben dem Gottesdienst anwohnen wollte, die sie nicht als „ebenbürtig" betrachteten. Wenn wir die Bezirksthierärzte pragmatisiren, schloß der Abgeordnete, kommt so etwas nicht mehr vor! * Wa8 ist ein Sonntagsjäger? Ein Sonntagsjäger ist ein gefährliches, jägerähnliches Individuum, welches gewöhnlich vermögend und in ansehnlicher Lebensstellung ist. Trotz seines gutmütigen und liebenswürdigen Aussehens ist es sehr grausam; es bedroht mit der Schußwaffe das Leben der Jagdfreunde und Treiber, tobtet sicher und rasch alle Jagdhunde, zerreißt Kleider und Stiefel auf die leichtsinnigste Art und Weise und verunreinigt die Jagdreviere mit Wursthäuten, Schinkenschwarten und Käsepapier. Ein Sonntagsjäger verfügt stets über eine besonders entwickelte Rednergabe — speziell im Vorbringen der abenteuerlichen Entschuldigungsgründe, sowie im Erzählen der unglaublichsten Heldenthaten und Jagdepisoden. Der Schaden, welcher durch ihn angerichtet wird, überwiegt die Vortheile, welche er bringt, bei Weitem. Letztere beruhen darauf, daß er für jedes jagdbare Wild sehr nützlich ift, indem er es zu Zeiten der Gefahr durch Warnungsschüffe vor den Jagdflinten Anderer wahrt und die dasselbe verfolgenden Jagdhunde tödtet. Er ist ein treuer Anhänger der Jäger, denn trotzdem ihn diese mit Veratchung behandeln, schleppt er ihnen Nahrung und Labung in Form von Delikatessen, Wein- und Liqueurflaschen massenhaft zu, und bezahlt die schlechtgezogenen Hunde mit enormen Preisen. Ec unterstützt durch zahlreiche Ankäufe den Wild- prethandel und verbraucht 90 pCt. der von der Industrie hergestellten Jagdstoffe und Jägerhüte,- ebenso ist er für die Schießpulvererzeugung von besonderer Bedeutung. Statistisch nachgewiesen zählte im Jahre 1892 Deutschland und Oesterreich-Ungarn 76 853 Sonntagsjäger, welche in diesem Jahre über 62985 000 Schüsse abgegeben haben. Sie erlegten: 3 starke und 118 schwächere Rinder, 632 Stück Ziegen verschiedenen Geschlechtes, 718 Schafe, 19215 Jagd- und 2562 gewöhnliche Hunde, 35 Rehböcke, 1153 Rehgaisen, 218 Hasen, 435 Rebhühner und 718 Jäger und Treiber (11 259 wurden blos verwundet). An Schadenersätzen leisteten dieselben 21728 913 Mk. 27 Pfg., wogegen die diversen Schmerzensgelder 15 783 361 Mark betrugen. * Da8 Alter der Pferde. Aus London schreibt man: Vor etlichen Jahrhunderten war einmal ein Gelehrtenstreit über die Frage ausgebrochen, was für eine Stellung ein Kmd einnehmen soll, das mit einem goldenen Zahn im Munde geboren würde. Nach langwierigen schwerwiegenden Argumentationen kam einer der Gelehrten auf den Gedanken, ob es n'cht rathsam )ei, die Schlichtung der Streitfrage zu verschieben, bis' das Kind mit dem goldenen Zahn thatsächlich geboren sei. Der Gedanke fand Anklang und der Streit harrt noch heute des Entscheids. An dieses Geschichtchen erinnert eine Correspondenz, mit welcher der gute alte — aber sonst so nüchterne — „Standard"- augenblicklich seine Leser zu amüfiren sucht, indem derselbe die Frage, ob ein Pferd von fün f zig Jahren alt zu nennen fei, zur Erörterung bringt. Wunderliche Frage — die der Correspondenz als Ueberschrift bient — ba boch selbst von den zahlreichen Briesen, welche über die Sache geschrieben werben, nicht ein einziger eine Münchhausiade von einem fünfzigjährigen Pferbe überhaupt vorzubringen wagt. In einem Eingesanbt theilt allerbings ein Herr mit, seine Frau habe eine Stute besessen, bie im Jahre 1889 im Alter von sechs- unbdreißig Jahren einen Unfall erlitten, in Folge beffen sie getöbtet werden mußte und der Herr scheint zu glauben, daß die Stute, wenn sie damals nicht getödtet worden, heute noch am Leben wäre. Uebrigens wird mit Bestimmtheit behauptet, das Pferd, das den Herzog von Wellington in der Schlacht bei Waterloo getragen und mehr als nur baS „Gnadenbrot" erhalten, fei nahezu vierzig Jahre alt gewesen, als eS — und zwar an einer überreichlichen Darreichung von Biscuit, Butterkuchen und Chocoladen - Bonbons — sein Dasein beschloß. ♦ AuS der LebenSgeschichte nuferer HauSthiere. Im verflossenen Sommer hatte der Frankfurter Thierschutzverein ein Preisausschreiben für „frisch und volkstümlich geschriebene, dem kindlichen Alter von 10—13 Jahren wohl- verständliche Aufsätze aus der Lebensgeschichte unserer Haus- thiere" erlassen. Nach dem dieser Tage erfolgten Unheil der Preisrichter erhielt den ersten Preis die Arbeit des LehrerS Rudolf Dtetz in dem nassauischen Orte Fraucndiez. Die preisgekrönte Arbeit wird demnächst im Druck erscheinen. Schistsnachrichten. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Dampfer „Italia" ist am* 10. Januar, 3 Uhr Nachmittags, von Swinemünde nach Hamburg abgegangen. Postdampfer „Alle- mannia", von St. Tbomas nach Hamburg zurückkehrend, ist am 11. Januar, 11 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Postdampfer „Grasbrook", von Hamburg via Geestemünde nach West-Indien bestimmt, ist am 11. Januar, 3 Uhr Nachmittags, in Havre mrgekommen. Postdampfer „Ascania" ist am 11. Januar von Hamburg und Havre in Vera Cruz angekommen. Dampfer „Slavonia", von Hamburg nach NeworleanS bestimmt, ist am 6. Januar in Savanah angekommen. ____ Verkehr, £anö» rrnd Volkrrvirthschaft» Srünbera, 13. Januar. Fruchtpreise. Weizen X 15,00, Korn X 14,00, Gerste X 00,00. Hafer X 16,00, Erbsen X 00,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 00,00, Samen X 00,00.__ ©eTatttttanadjunfl. AufsHrift der Postsendungen. Air Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsmdungen müßen auf denselben Empfänger und Bestimmung!- ort so genau bezeichnet sein, daß deder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Ausschrist die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stets an derselben Stelle der Ausschrist, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsorte», erfolge. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk ((X, NO. k.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der OrtSbe- zeichnung .Berlin" zu vermerken. 3. Gibt e» mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, fo ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung betzufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr al» maßgebend anzusehm sind, ergibt sich au» . dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al« allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch de» Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet fich die Angabe des Staates und bet größeren Staaten de» politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen ((Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) k.], ober von Gebirgen ((Harz), (Riesengebirge) x.J Nickt minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), nic.1 für den Zweck geeignet. tsenoungm nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außerdem eigentlichen Bestimmungsorte noch d i e j e n t ge P o st- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebtete belegen und zu den weniger bekannten Orten »u rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffend Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen lleberkunst der Sendungen an den Empfänaer wesenlltch beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigen. Kpirlpla« der vereinigten frankfurter LtaSttkeater. vperirva«». Dienstag den 16. Januar: Königin von Saba. Mittwoch den 17. Januar, Nachmittags 3V,Uhr: Dornröschen. Donnerstag den 18. Januar: Tannhäuser. Freitag den 19. Januar geschlossen. Samstag den 20. Januar, Nachmittags 3% Uhr: Dornröschen. Abends 7 Uhr: Figaros Hochzeit. Sonntag den 21. Januar, Nachmittags 3«/> Uhr: Dornröschen Abends 7 Uhr: Der Wildschütz. Schanspielha«». Dienstag ben 16. Januar: Der ungläubige Thoma». Am Scheidewege. Mtttwock den 17. Januar: Erste Gastvorstellung von Eleonore Düse mit ihrer italienischen Ges-llschaft. Cameliendame. Donnerstag den 18. Januar: Charleys Tante. Vorher: Millionär a. D. Freitag den 19. Januar: Zweites Gastspiel von Eleonore Düse rc. Heimath (carapaterna). Samstag den 20. Januar: Drittes Gastspiel von Eleonore Düse rc. Fedora. Sonntag den 21. Januar, Nachmittags 3V, Uhr: Charleys Tante. Abends 7 Uhr: Hannele. Vorher: Gringotre. Montag den 22. Januar: Letzte Gaflvoistellung von Eleonore Düse rc. Cavalleria rusticana (Schauspiel). Loc andiera. rcirchlicheAnreigen der evang. Gemeinde. Bibelstunde am Montag den 15. Januar, Abend» 8.Mr, im Confirmandensaale der JohanneSkirche: Markus Cap. 10: Ehesegen und Kindersegen. Pfarrer Dr. Naumann. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 22.Januar 1894 soll im Gießener Stadtwald nachverzeichnetes Hol;, versteigert werden: 1. Im Distrikt Brauhof Vormittags 9'/2 Uhr beginnend: 100 rm Eichenscheitholz, 76 „ „ -Knüppelholz, 4080 Wellen Eichenreistg, 74 rm Eichenstockholz; 2. Daselbst, Mittags 12 Uhr beginnend: 12 rm Eichennutzscheitholz, 9 Eichenstämme mit 10,02 fm, Schnittholz für Schreiner und Glaser geeignet; 3. Im Distrikt Oberhag, Nach mittags IV2 Uhr beginnend: 20 Fichtenstämme mit 3,91 fm, 185 Fichtenderbstangen m. 11,63 im, 515 Fichtenreisstangen mit 3,54 fm, 8 rm Buchenscheitholz, 33 „ Eichenscheitholz, 21 „ Eichenknüppel, 3 „ Fichtenknüppel, 100 Wellen Buchenreisig, 910 „ Elchenreisig, 390 „ Fichtenreisig, 2 rm Buchcnstockholz, 23 „ Eichenstockholz, 13 „ Fichtenstockholz. • Die Zusammenkunft ist an ter Licherstraße, 7. Schnelse. Gießen, den 15. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ____________Gnauth.________470 Verdingung. Die Lieferung des Bedarfs für 1894/95 : ca. 15250 kg Petroleum, 240 cbm Brennholz, 514 Haarbesen, 160 Piaffavabesen, 320 Besenstiele, 30 kg weiße Seife, 250 kg grüne Schmierseife, 1100 kg kryst. Soda, sowie die An- und Abfuhr der Steinkohlen wird am Montag, 5. Februar 1894, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftszimmer verdungen. [453 Garnisonoerwaltung in Gießen. Arbeitsverdingung. Die bei den Feldbereinigungsausführungen in der Gemarkung Steinbach vorkommenden. Maurerarbeiten, veranschlagt zu 233 JL, sollen Samstag den 20. Januar, Nachm. 2 Uhr, auf dem Gememde- hause zu Steinbach durch öffentliches Ausgebot vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Steinbach zur Einsichtnahme der Bietungslustigen offen. Gießen, am 16. Januar 1894. Der Gr. Culturingenieur f. Oberheffen. _______Wißmann._____454 Bekanntmachung. Im Concursverfahren über das Vermögen des Landwirths Heinrich Bingel zu Sichertshausen N 1/91 ist an Stelle des am 27. December 1893 verstorbenen Privat - Secretärs Homburg der Postsecretär a. D. August Völker zu Fronhausen zum Verwalter ernannt worden. [456 Fronhausen, 10. Januar 1894. ______Königliches Amtsgericht. Mittwoch d. 17. Januar, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meiner Amtsstube: 1 Pferd, 1 gr. Stück Leinen, 1 Stoßkarren, 1 Sopha u. a. Möbel. Geißler, 465___________________Gerichtsvollzieher. Hersteigerung. Mittwoch den 17. Januar d. I»., Nachmittags 2 Ubr, versteigere ich auf Oswalds Garten: zwei Zugpferde gegen Baarzahlung. [474 Born, Gerichtsvollzieher. Es hat gewonnen: »r. 268 die Bettdecke, , 842 , , , 371 , Tischdecke«. [472 -23om 1. Februar d. I. ab wird der Personenzug 212 (Wetzlar Abf. 441, Gießen Ank. 455 Nachmittags) m Dutenhofen zum Absetzen und Aufnehmen von Reisenden anhalten. Die Abfahrt daselbst erfolgt 450 Nachm. Köln, den 10. Januar 1894. 477 Königliche Eisenbahn-Direktion (rechtsrheinische). Verdingung von Erdarbeiten. Die Anschüttung des Erdkörpers für die Löberstrafte zwischen Goethe- und Bleichstraße mit rund 1400 cbm Erdtransport soll Donnerstag, 1$. d. Mts., Vorm. 11 Uhr, auf dem Stadtbauamte vergeben wer- den. Bedingungen liegen daselbst offen. Angebotformulare sind vom Stadtbauamte zu beziehen und die Angebote bis zum genannten Termine verschlossen dort einzureichen. Gemüse- Y Conserven y rtn 4-, 2-, b u. '/»-Pid.-Dosen. 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Ernestine Layerin 452] Die Belt'idlgunq gegen Herrn Christian Grimme in Vetzberg nehme ich hiermit als unwahr zurück. 476) Wohnung von 5 Zimmern, Küche und allem Zubehör, varlerre, in der Nähe des Ludwigsplatzes per sofort ; oder später zu rniethen gesucht. Nächste Vorstellung: Freitag den 19. Januar: SEI Zum Benefiz für Frau Wehn, BS Die Ehre. 468) Zw-i noch fast neue Eonver, fationStexicon (Brockbaus und Pierer), 17 Jahrgänge der Deutsche« Aäger- zeitung, 24 Jahrgänge der HomSo pathischen Zeitung, 1 g'oße Anzahl homöopathischer Bücher, 1 HauS- u. 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Das Verfahren ist für jeden menschlichen Körper sehr gesund, sowie leicht anzuwenden, sogar bei Kindern von einem Jahr, ohne jede Bor» oder Hungerkur, vollständig schmerzlos und ohne mindeste Gefahr, für den wirklichen Erfolg leiste Garantie, auch wenn vorher anderwärts viele vergebliche Kuren gemacht wurden- Streng reelles Verfahren. Bri.fliche Anfragen (nicht Postkarte) mit Retourmarke an: C. W. Wüsten, Frankfurt a. M., 6, Wingertftraße 11. Die meisten Menschen leiden, ohne daß sie es wissen, an diesem Uebel und werden dieselben größtentheils als Blutarme und Bleichsüchtige behandelt. Kennzeichen sind: Abgang nudelartiger oder kürbiSkernartiger Glieder, blaue Ringe um die Augen, Blässe des Gesichts, matter Blick, Appetitlosigkeit, abwechselnd mit Heißhunger, Utbeifeit, sogar Ohnmächten bet nüchternem Magen oder nach gewissen Speisen, Aufftetgen emes Knäuels bis zum Halse, Sodbrennen, Magensäure, Verschleimung, Kopfschmerz, Schwindel, unregelmäßiger Stuhlgang, Asterjucken, wellenartige Be- wegungen und saugende Schmerzen in den Gedärmen, beleate Zunge, Herzklopfen. Wer wirkliär gute« Eaeao trinke« will, dem sei empfohlen beim Eii raufe stets ausdrücklich Atlas Cacao zu verlangen Seine Qualität ist als vorzüglich bekannt und sein (Acschmack beltcat AtlaS-Eacao ist hier am Platze bei den Herren Emil Aifchbackr Otto Schaaf, Gustav Walter, Mäusburg 13, vorrätbig. [118 473 Gustav Müller und Frau. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Theilnahrne, welche uns bei dem Verluste unseres inniggeliebten Kindes in so reichem Maße von allen Seiten geworden sind, sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Gießen, 15. Januar 1894. $>auerTdjer Gesangverein. Sonntag den 28. Januar Abends 7 Ahr 593/4 Minuten Maskenball mit großartigen Hruppenauffüyrungen und Wokksöesustigungen im Saale des Caf«6 Leib. Ballkarten im Vorverkauf ä 1 Mk., Geheimkarten für Herren ä 50 Pf., für Damen ä 30 Pf. sind zu haben bei den Herren Daniel Heil, Lindenplatz, Wirsig, Seltersweg, Friseur Wahl, Neustadt, und L. Feldhaus, Schulstraße. 458 An der Kasse: Ballkarten ä Mk. 1.20, Galleriekarten ä 20 Pf. S®3* Nur Damen im Besitz von Einladungskarten sind zur Theil- nahme am Ball berechtigt. Der Vorstand. Gkilkralvkchumliing Donnerstag den 18. Januar e., Abends 9 Uhr, in der Restauration Schnell» Tagesordnung: 1) Entlastung des Rechners. 2) Ersatzwahl des Vorstandes. 469 Der Vorstand. GEGR: 1846 Local - Veränderung. Meinen werthen Kunden, sowie einem geehrten Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich mein Schuhwaaren - Lager von Marktstraße 9 nach IBtar Marktplatz 18 in das Haus des Herrn C. Petri (vorm. G. Ehr. Spruck) verlegt habe^ Indem ich für das mir seither geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, mir dasselbe auch fernerhin zu bewahren und mich in meinem neuen Locale mit Ihrem werthen Besuche zu beehren. 467 Hochachtungsvoll L. Süss Maehf. Ladenmädchen [10411 81) 500 Mk., wer d. Germanns 4b3J Eine gutgehende Bäckerei 1 wird in Gießen zu raufe« gesucht.. Schriftliche Offerten mit Kaufpreis unter L. W, 20 an die Exped. d. Bl. 460) Ich suche ein Mädchen für Küche , Zahn-Mundwaffer nicht schneew. Zähne, und Hausarbeit. j-rnals Zahnschmerz bekommt Aecht bei Frau Professor Hoffmann, Ostanlage 31.1 Wtlh. Schomber. 371) Ein solider braver Sellner auf sofort gesucht LonyS Bierkeller. Vertreter gegen hohe Provision. The Imperial Wine Company C Rählman« & Eo., Köln Kellner-Lehrling gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bl- [359 ——— --------— ---—-— 1 363) Zum Vertrieb unserer garant. 54L Auf das Comptoir eines hiesigen reinen spanischen und portugiestschen Fabrikgeschafts wird Ostern oder früher Weine rc. suchen geeignete ein Lehrling gesucht. fOfferten unter -- J- ICO an die Exped. d Bl._____________ das bessere Hausarbeit mit verrichtet, in Ieuerverficherung ! w AeuerverficherungSgesellschaften Nachhittfeunterricht locht tüchtige Vertreter gegen höchste in allen Fächern (außer Griechisch) er- Brovision- Off. sub G. C. 133 a. d. Exped theilt stud. math. Offerten sub Nr. 10414 d. Bl- oder an Haasenstein «. Bögler, an die Erped d. Bl. A.-G, Frankfurt a. M-- Danksagung;. Es ist uns ein herzliches Bedürfniß, für die zahlreichen Blumenspenden und die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahrne bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres unvergeßlichen Galten und Vaters, Herrn Zugführer Kolb aufs innigste zu danken. Besonderen Dank seinen Herren Vorgesetzten und Collegen, sowie dem Krieger-Verein, Männer-Turn- verein und der Vereinigung der „50jährigen" für die zahlreiche Betheiligung bei Erweisung der letzten Ehre. Wärmsten Dank den trostreichen Worten des Herrn Pfarrers Dingeld^y, sowie den ev. Schwestern für die liebevolle Pflege. Im Namen der licftrauernden Hinterbliebenen. H. Kolb. Mainz, den 15. Januar 1894. 466 Für die Theilnahrne bei dem Tode unserer lieben Tante fruukin Magdalene Magnus sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Gießen, den 15. Januar 1894. 462 Geschwister Lauckert. ReUctioni «. Scheyd». — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen, Die Heutige Kummer umfaßt 6 Seiten. $rr Vl*“"** t „i! MoniaS« D« ß»n°h°" e0*” HMVttski Vie Frau D „Itnndjtn, tzrirackn?" rief „Mit Mama, Aennchen, „DaS ist „Nicht? - $ itiroint Frau Sul „Für gemShnl :HahnenlaM>, bin' Lennchen vn „Thierarzt! i „9°, aufzui ■urkn! 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