Nr. 293 ErAes Blatt. Freitag den l4. December 1894 Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamikien dkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Ztnzeiger. viertesjähriger Avonuemeatsprefsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Hkr.7. Fernsprecher 5L Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieße« 1 Gratisöeikage: Hießener Aamikienbkätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslände- nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Di« Bevölkerung auf dem platten Lande sei im Verhältnis zu den Städten zurückgegangen seit einem Jahrzehnt, und das beweise auch der Rückgang der Erwerbsverhaltnisse auf dem platten Lande. Es gebe aber sterilisirte Personen und sterilistrte Parteien, die nicht wüßten, wie es auf dem platten Lande ai'ssehe. (Beifall rechts.) Die Retcksregierung habe die Pflicht, alle Mittel flott zu machen, um dem Bauernstände zu helfen, und sie hoffe, alle Parteien, die es ernst meinten mit dem Wohl des Vaterlandes, würden ihr dabei helfen. Der Reichskanzler habe es gestern als .ine Lebensbedingung bezeichnet, die Ausgaben für Culturzw.cke zu steigern. Aber gerade die Finanzreform solle ja diesen Ausgaben eine Grenze ziehen. Ihr liegt der Gedanke zu Grunde, aus dem Abfulotismus der MatricularbeitrSge überzugehen in eine constitutionelle Finanzpolitik. Er begreife nicht, weshalb nickt gerade dtcser Gedanke der Linken sympathisch sei. Nach weiterer Befürwortung der Finanzresorm bestreitet Redner ferner, daß die Zolletnnahmen im Etat zu niedrig veranschlagt seien. Wolle man nicht unangenehmen Uebeiraschungen sich aussetzen — in Folge einer vielleicht guten Ernte und geringer Importe — könne man nicht anders veranschlagen. Auch bei den übrigen Einnahme-Positionen (Stempelabgabcn u. s. w.) fet eine vorsichtige Veranschlagung durchaus geboten gewesen. Es sei ein durchaus ungerechter Vorwurf, wenn man ihm fortgesetzt eine tendenziöse Behandlung dieses Etats vorwerfe. Mit Unrecht sei auch bemängelt worden, daß diesmal zu viel extraordinäre Ausgaben auf das Ordinarium übernommen worden seien. Wenn auch die vom Reichstage bei dem vorigen Etat vorgenommenen Erhöhungen von ElatsansäKen bei Post, Retchseisenbahnen und Zuckersteuer sich hinterher als berechtigt erwiesen hätten, so erwachse ihm daraus kein Vorwurf. Denn es verstehe sich von selbst, daß er die Einnahme - Schätzungen so vornehmen müsse. Wolle man die Mehrbelastung der Bundesstaaten durch die Militärvorlage ausgletchen, so bedürfe es jedenfalls neuer Steuern, bedürfe es der Finanzreform, mit deren jetzigen Grundsätzen sich doch auch Herr Rickert einver- follen, obwohl uns die Colonialpolitik bisher keine anderen Vortheile gebracht hat, als daß Hunderte von Real- und Gymnafial- sckülern nach den Colonien durchbrennen (Heiterkeit). Was nutzt aller Arbeiterschutz ohne das freie Coalittonsreckl! Wo sind alle Versprechungen geblieben, die man durch kaiserliche Ordre den Arbeitern macht? Nichts ist gehalten. Womit begründet man die Umsturzvortage? Kein Fürstenmord, kein größerer Anschlag ist vorgekommen. Man suchte die Vorkommnisse in Frankreich zu Grunde zu legen. Wiederholt habe ich erklärt, daß kein vernünftiger Mansch mit Attentaten die Sache der Socialdemokratie ober einer anderen Partei fördert; er fordert nur die Sache der Gegner und daher ist es erklärlich, daß solche Mörder nicht im Dienste der Polizei stehen. Solche Mtt'el werden immer anaemenbef, um eine Reaclion herbeizuführen. Ist es denn so auffällig, wenn nach einem Attentat geistesschwache Menschen auf berostratiscke Gedanken kommen und glerche Thaten verüben wollen? Solche Jndivtbuen finden Sie in allen Irrenhäusern. Man kommt gegen uns im ehrlichen Kampfe nicht auf, deshalb braucht man Ausnahmegesetze. Das neue Ausnahmegesetz könnte man als lox Stumm bezeichnen, denn sein Hauptzweck wird sein, die Arbeiter gegen die Unternehmer recdttoS zu machen. Wenn es irgend eine Partei in diesem Hause gibt, die dem verbrecherischen Anarchismus principiell feindlich gegenübersteht, so sind wir es, alle anderen sind anarchistisch (Lücken rechts). Wir verwerfen jede Gewaltthätigkeit. Redner wendet sich dann gegen den Militarismus und gegen die Colontalpolrlik. Letztere habe uns ungeheuer geschadet! Der eine Spruch der Potsdamer Disciplinar- kammer schade unserem Ansehen mehr, als hundert Stege in den (Kolonien uns nützen können. Der Capitalismus sei es, der die Staaten zerstört; die socialdemokratische Partei könne das ruhig mit ansehen; es sei eine Partei der Wissenschaft (Au!) und sie bekämpfe den Anarchismus von oben wie von unten! (Beifall bet den Socialdemokraten.) Persönlich bemerkt Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.), daß mm schon früher die Behauptung, er habe mit Caprivi bas Umsturzgesetz als eine Gegenleistung für den russischen Handelsvertrag vereinbart, als eine Verleumdung bezeichnet habe. Er (Stumm) würde ein ganz anderes Gesetz vorgeschlagen haben. Weiterbe« athung morgen- Deutscher Reichstag. 4. Sitzung. Mittwoch den 12. December 1894. In Erledigung der Tagesordnung werden mehrere schleunige Anträge der focialdemokrattschen Fraction (Auer u. Gen.) angenommen, wonach ble gegen die socialdemokratischen Abgeordneten Dogtherr,Külen,Stadtbagen undSchm tdt-Berlin schwebenden Strafverfahren wegen Beleidigung für die Dauer der Session eingestellt werden sollen- , . o Sodann setzte das Haus die erste Berathung des Etats Neueste Nachrichten. WolstS telegraphisches Corr esponderrz-Bureau. Berlin, 12. December. Dem früheren Justizminister Schelling wurden heute anläßlich seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums von verschiedenen Seiten ehrende Ovationen dargebracht. Vormittags erschien eine Deputation der Beamten des Justizministeriums zur Beglückwünschung und überreichte ihm ein Album. Persönlich waren erschienen der Kriegsminister und der Staatssecretär v. Boetticher. Der abwesende Cultusminifter schickte ein herzliches Gratulationstelegramm. Der Jubilar befindet sich in bester Gesundheit. Hamburg, 12. December. In namentlicher Abstimmung beschließt die Bürgerschaft mit 86 gegen 54 Stimmen, alle« Denen das Bürgerrecht unentgeltlich zu ertheilen, die fünf Jahre hindurch 1200 Mark Einkommen versteuert haben. Shaughai, 12. December. Meldüng des Bureau Reuter. Zwei japanische Divisionen in der Gesammtstärke von 25 000 Mann sind in Shanhaikwan bet Taku gelandet mit der Absicht, auf Peking vorzurücken. Meldungen aus Korea zufolge hatte der japanische Specialgesandte in Soeul, Graf Jnouye, eine wichtige Conserenz mit dem König. Die Demission des nach den Vorfällen im Juli von dem König ernannten Regenten ist wahrscheinlich. Eine starke Abtheilung Tonghaks wurde von den Japanern bei Koshin geschlagen. Die Tonghaks erlitten große Verluste- zwei Führer wurden getödtet. Depeschen deS Bure«« ,ßtrotoder Spiritussteuer gefordert werden. Dem Zuckercxpoit dürfen namentlich in Amerika keine unüberwindlichen Schranken gezogen werben; dem Vieh-Import muß entgrgengetreten werden, denn die Viehzucht ist der einzige Erwerbszweig der Land- wirtbschaft, der sich noch einigermaßen rentirt. Eine Aenderung der Staffeltarife, die heute alle tn dem Wasserköpfe Berlin enden, ist dringend nöthig; sie haben jenen Zustand erzeugt, den j.tzt der Berliner Magistrat mit Maßregeln bekämpft, die einer Einschränkung der Freizügigkeit gleichkommen, die ich schon früher empfohlen habe. Um den Umsturzbestrebungen entgegen,uwirken, genügt die Vorlage allein kaum, obwohl sie immerhin dazu dienen wird, der Socia - bemofratie die Rekruten zu entziehen, es ist aber doch rwthig, die Jugend zu einem guten Rcligions Unterricht anzuhalten und deshalb bedauern wir das Nichtzustandekommen des Volkssckulgesetzes und hoffen auf dessen baldige Wtederetnbringung. Für die Armeeverwaltung wäre eine umfangreichere Verwendung von activen Offizieren für den Intendantur-Dienst erwünscht; bei den Manooecn konnte auf eine Verwinde'ung der Flurschaden hingewirkt werden durch Fernbaltung des Publikums, das oft mehr zerstampft, als das Militär, für die Erwerbung neuer Schießplätze wnd man ebenfalls forgen müssen, denn das Schießen int Gelände schädigt und stört die ländliche Bevölkerung mehr, als die Zinsen für die Ausgabe zu neuen Schießplätz n. Unsere Marine mutz, namentlich in der Ostsee, die Suprematie behaupten, gegenüber anderen Nationen. Unsere Sym- pathieen gelten nach wie vor der Colonialpolitik; doch wünschen wir, daß ruhige, siitlich-inlacte Männer zum Colonialdienst verwendet werden, die dem deutschen Namen Ehre machen. Die bekannten Vorkommnisse bedauern wir. Wir werden die Regierung in der Finanzresorm unterstützen, denn dmch gute Finanzen wirb das Ansehen des Reiches am besten gewährt. (Beifall rechts ) Abg. Liebknecht (Soc.) erklärt, daß das Sitzenbleiben der Socialbemokraten, die von dem Hoch auf den Kaiser Überrascht wurden, kein prämeditirtes gewesen fei. Man spreche von Umsturz. Wie behandle man aber die Volksvertretung? Ein Wechsel im Kanzleramte finde statt, ohne daß wir über die Gründe auch nur das Geringste amtlich erfahren. Man verlangt Religion, Sitte und Ordnung, aber diese sind nicht möglich ebne Wahrheit. Nun steht in der Thronrede, daß die ärmeren Klassen entlastet werden sollen; als praktische Mittel werden die Tabaksteuer und ein neues Knebel- gefefc vorgeschlagen. Ist das Wahrheit? Das ist Heuchelei! (Ruse: Oho! rechtsJ Der Präsident ruft den Redner zur Ordnung, weil er eine an allerhöchster Stelle gehaltene Rede als Heuchelei bezeichnet habe. (Bravo! recht»). Um den Besitzer in der Ausbeutung des Besitzlosen zu schützen, braucht man den reaciionären Wauwau eines Umsturzgesetzes. Mit der Umsturzvorlage will man die Agrarier ködern, die bann für bie Bewilligung neuer Steuern ! und neuer Marine-, Militär- und Colonialforderungen stimmen pro 1895/96 fort. . . Abg. v. Rarborff (Reichsp.): Die Herren Bachem unb Richter haben gestern die Finanzlage so geschildert, als ob neue Steuern gar nicht nöthig wären. Herr Richter namentlich oariirt dies Thema, | wonach ro t keine neuen Steuern brauchen, immer ganz umwandelbar . und virtuos. Freilich kann Herr Richter auch schwarz malen ; (Heiterkeit), nämlich dann, wenn wir neue Aufgabe-Forderungen ] bewilligen sollen. Gestern bat Herr Richter bei seiner Hrllmalerei ' jedenfalls eins vergessen, nämlich daß wir diesmal 11 Millionen - sparen nur wegen der niedrigen Getretbepeeise, die sich doch andern können. Aber bie Hauptsache ist doch und bleibt, baß wir eine feste Grenze ziehen müsffn zwischen den Finanzen bes Reichs und der Einzelstaaten. Urb dazu bedarf es neuer Einnahmen für das Reich. Namentlich im Interesse der kleinsten Einzelstaaten, so z. B. Walvecks, d-4 längst bankerott wäre, wenn Preutzcn es nicht subventioniren müßte. Unsere indirecten Steuern werfen ja auch noch lange nicht soviel ab, wie in den anderen großen Culturstaaten. Dor Allem kann der Tabak noch mehr tragen. Herr Richter sprach von Staatsstreich unb Attentaten auf bas allgemeine gleiche Wahlrecht. Nun, das stehl aus, als dürfe dieses überhaupt nicht angegriffen werden. Dabei wird doch ober auch von jener Seite barüber an dem bestehenden Wahlrecht gerüttelt, indem Sie beisp clSweise das Frauenstimmrecht verlangen. Unb wenn tn der „Freis. Z^g." gesagt wird, daß bei bem jetzigen Wahlrecht das Niv'au des Reichstags sinke, so wirb doch auch Herr Richter zugeben, daß man, ebenso gut wie an eine Erweiterung, so auch an anbermette Mobificationen des Wahlrechts denken darf. Wenn Herr Richter an die Staatsstreich Broschüre des Herrn Constantin Rößler erinnerte, nun, so weiß man doch, daß dieser Herr mit keiner der bestehenden Parteien Verbindung unterhält. Eine starke Marine brauchen wir im Interesse unserer Wellmachtstellung. Auf das Thema des Ministerwechfels will ich nicht näher eingeben. Graf Caprivi ist Reichskanzler gewesen und damit ist mein Interesse an seiner Person vorüber. Ader den Fürsten Bismarck verfolgt Herr Rechter noch Immer mit demselben Hasse, wie damals, als er noch Reichskanzler war. Jedenfalls halte ich es übrigens für constituiionell, daß bei einem Wechsel im Präsidium das ganze Ministerium seine Portefeuilles dem Monarchen zur Verfügung stellt, damit die Krone volle Freiheit in der Wahl der Minister hat. Ick weiß nicht, ob das hier diesmal geschehen ist. Die Art, wie sich Herr Richter wieder über die Agrarfrage geäußert hat, war nur sehr erfreulich, denn bas leistet mir dafür Gewähr, daß kein Mitglied seiner Partei je wieder in einem ländlichen Wahlkreise gewählt wird. Herr Richter sprach über die Agrarfrage so ebne Kenntnis wie ein Berliner Geheime- ralh. (Heiterkeit.) Das Elend auf dem Lande ist sehr groß. Wenn das mit der Roth unseres Bauernstandes so fortgebt, sehe ich sehr trübe in die Zukunst. Auch unsere Industrie leidet schwer; der Export nach den Silberländem ist erheblich zurückgegavgcn. Deutschland würde sich ein großes Verdienst um die ganze Welt erringen, wenn es die internationalen Silberconferenzen wieder einberufe. Seine (Redners) Partei habe Vertrauen zu dem Reichskanzler, seinem persönlichen Wesen und Patriotismus. Er hoffe, dasselbe werde ollen Stürmen im Reiche gewachsen fein unb diesem alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumen. (Beifall rechts.) Abg. Rickert (frf. Vzg.) wendet sich zunächst gegen die neuen Steu-rpläne unb das Bestreben, den Einzelstaaten Bezüge über die Matricularbeiträge hinaus zu sichern. Daß es gegenwärtig neuer Steuern nicht bedürfe, gehe aus der neuerlichen Entwickelung der Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern hervor. Der Befürchtung, daß wirklich das vorliegende Etatjahr ein Mehr der Matricularbeiträge über die Uebcrwelfungen in Hohe von 33 "Millionen bringen werde, brauchten sich die enzelstaitlichen Herren Fmanz- minister nicht hinzugeden. Für Abhilfe der landwirthsckaftlichen Nothlage werde u. A. Beibehaltung ober womöglich Erhöhung bet Zuckerausfuhrprämien gefordert. Aber was Helse das den Land- wirlhen, wenn durch diese künstlichen Mittel wieder ein Anreiz zur Steigerung der Zuckerproduction gegeben werde?! Redner fordert eine bewegliche Reichseinkommensteuer. Der Herr Reichskanzler habe tn Bezug auf Colonialpolitik und Marine ein ganz neues Programm entwickelt. Darnach werden wir immer größere Forderungen für Colon-en und Marine zu erwarten haben. Glauben Sie denn auf der Rechten, die Sie so andauernd über Nothlage der Landwirthschaft klagen, daß den Bauern geholfen werden kann, wenn wir fortgesetzt neue Millionen für Armee und Marine bewilligen muffen? Der Herr Reichskanzler habe gestern erklärt, er werde vollzöge. c Verträge, also die Handelsverträge, refpectiren. Aber das sei doch seldstoerständlich. Der Herr Reichskanzler könne sogar froh ein, daß der Graf Caprivi diese Verträge geschlossen und dadurch einen Damm geg'N die Agrarier aufgeworfen habe. Die größten Feinde der Landwirthschaft seien die, welche fortwährend durch ihre Klagen das Vertränen und den Credit der Lanbwirlhe erschüttern. Auch an unserer Währung werde perütMt, aber es werde Herrn v. Kar- dv'ff nicht gelingen, uns die Goldwährung zu nehmen. Wir werden dem Vaterlande an Mitteln bewilligen, was wir für nöthig halten, ohne daß wir dafür Dank verlangen, wie Herr v. Ploetz (Abg. ». Ploetz: Nanu, lassen Sie mich zufrieden! Heiterkeit) Redner bringt den neuesten Antrag des Staatsanwalts betr. Verfolgung Liebknechts wegen Majestälsbeleidigung zur Sprache. Seit dem Justizminister Graf Lippe sei so etwas nicht vorgekommen. Man solle sich doch hüten, an den Privilegien dieses Hauses durch solche Verfassungs - Auslegungen zu rütteln. Ucberminben werde man die Ex-Demokratie nur durch eine volksthümliche Politik. Staatssecretär Graf Posadowsky entaegnet, die Nothlage der Bauern sei nicht zu leugnen, und ein zufriedener Bauernstand fei die stackste Macht gegen die Socialdemokratie. (Beifall rechts.) klnignng keine Mehrheit für den Antrag vorhanden sein wird. Die konservativen Mitglieder haben sich zum größten Theile auf den Standpunkt gestellt, falls nach der Ansicht der Regierung die Durchführung des Antrages v. Plötz-Kanitz mit einer loyalen Aufrechterhaltung der Handelsverträge vereinbart wäre, für den Antrag zu stimmen. Centrumsmitglteder sind in dle tvirthschaftliche Vereinigung noch nicht eingetretcn. Berlin, 12. December. Die vertrauliche Besprechung, welche im Reichstage zwischen dem Präsidium und Abgeordneten mehrerer Parteien stattgefunden, hat daS Er- gebniß gehabt, daß die Nothwendigkeit der Verstärkung der DiSciplinarbefugnisie des Präsidenten allseitig als norhwendig anerkannt worden ist. Bestimmte Beschlüfle sind noch nicht gefaßt worden. Berlin, 12. December. Wie die „Börsenzeitung" hört, begibt sich Fürst Bismarck in den allernächsten Tagen nach Friedrichsruhe, woselbst ihm der Reichskanzler Fürst Hohenlohe sofort nach Eintritt der Weihnachtsferien des Parlaments einen Besuch abstatten dürfte. Berlin, 12. December. Nach einer Meldung der „Post" befanden sich unter den socialdemokratischen Abgeordneten, welche bei dem Hoch auf den Kaiser sitzen geblieben waren, auch die Herren Wilhelm Schmidt (Frankfurt a. M.) und Schumacher (Solingen). Frankfurt a. M., 12. December. Professor Dr. Gustav Gunz, köntgl. Kammersänger, früher Mitglied des Hof- theaters in Hannover, ist infolge eines Schlaganfalles plötzlich verschieden. KarlSrvhe, 12. December. Gestern Abend legten sämmt- liche Arbeiter der Hofmöbelfabrik Reutlinger ihre Arbeit nieder. Spät Abends tagte eine große Holzarbeiter Versammlung, welche sich mit den strikenden Arbeitern solidarisch erklärte und über die Fabrik eine Sperre verhängte. Wien, 13. December. Die „Polit. Corr." meldet aus Petersburg, das Zarenpaar werde Anfangs nächsten JahreS die wichtigsten Provinzen Rußlands, besonders Polen und Südrußland, besuchen und in Warschau längeren Auf- enthalt nehmen. Budapest, 12. December. In der kaiserlichen Cabinets- eanzlei in Wien find bis jetzt 25000 Dankdepeschen Quß Ungarn anläßlich der Sanctionirung der Kirchengesetze eingegangen. Lüttich, 12. December. Der Anarchistenprozeß gegen den angeblichen Baron Sternberg und Genossen wird am 15. Januar 1895 beginnen. Die Anklageacten werden in deutscher und französischer Sprache abgefaßt werden, da sich unter den Angeklagten auch Deutsche befinden. Paris, 12 December. Dem „Echo de Paris" zufolge will der Kriegsminister eine Gesetzesvorlage, betreffend die Umänderung der JnfanterieauSrüstung durch An- Wendung von Aluminium, etnbringen. DaS Gewicht der Ausrüstung soll hierdurch von 26V2 auf 24 Kilo vermindert werden. Paris, 12. December. Heute Morgen gegen 8 Uhr starb der Kammerpräsident Bürde au. Paris, 12. December. DaS Leiden Pasteurs hat sich bedeutend verschlimmert. Jeder Besuch wurde strengstens untersagt. London, 12. December. DaS Parlament ist für den 5. Februar einberufen worden. London, 12. December. Aus Neu-Fundland wird gemeldet, daß die Handelsbank und andere Handelshäuser ihre Zahlungen eingestellt haben. Die Bevölkerung zog sofort ihre Depots von der Staatsbank zurück, sodaß die letztere unverzüglich geschloffen werden mußte. Die Aufregung in der Bevölkerung ist sehr groß. London, 12. December. Wie aus Tientsin gemeldet wird, hat eine japanische Truppenabtheilung die Befestigung Kiutschow, an der Straße von Peking nach Mukden belegen, eingenommen. Bei Kinkuahow sind die Chinesen nach heißem Gefecht geschlagen worden und nach Tschenkou geflüchtet. Die Japaner hatten 40 Todte und Verwundete zu verzeichnen - auf Seite der Chinesen betrug der Verlust 100 Todte und zahlreiche Verwundete. Petersburg, 12. December. Der Minifierrath wird demnächst über ein neues Preßgesetz in liberalem Sinne Beschluß faffen. Konstantinopel, 12. December. Der Sultan ließ allen Vertragsmächten die Einladung zugehen, Vertreter zu der mit der Untersuchung der armenischen Vorgänge beauftragten Commission nach Saffun zu senden. WB. Berlin, 13. December. Die GeschäftSord- nungs-Commisston deS Reichstags lehnte mit neun gegen vier Stimmen die Genehmigung zur Strafverfolgung Liebknechts und Genoffen ab. Cocalts nnb jprovknztelle». Gießen, den 13. December 1894. * • Empfauß. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 12. December u. A. den Rendanten Reitzel von Schotten, den Rendanten Stroh von Gießen, den Hauptlehrer Traber von Gießen. * • Ernennungen. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 5. December l. I. wurden die Lehramtsaccessisten Dr. Edmund Lücken in Darmstadt, Dr. Heinrich Schnell in Darmstadt, Karl Hattemer aus Bensheim, HanS Kißner in Pfungstadt, Wolfgang Textor in Gießen, Adolf Kemmer in Gießen, AloyS Matthes in Darmstadt, Ferdinand Markert in Gießen, Karl Noll in Gießen und Karl Braun in Vilbel zu LehramtSaffefforen ernannt. ♦ ♦ Die gestrige Jahresversammlung der Organe der offenen städtischen und der freiwilligen Armenpflege im Restaurant Feidel war gut besucht. Herr Oberbürgermeister Gnauth führte den Vorsitz. Ec nahm nach Eröffnung der Versammlung zunächst>Ver- anlaffung, seinen Dank für das zahlreiche Erscheinen abzustatten, insbesondere aber die freiwilligen Armenpfleger, | wurden- er hob dabei die Borthetle hervor, welche (wie welche zum ersten Male zusammengetreten, zu begrüßen. AlS ! in Gießen) die vorwiegend in Naturalien gewährte Unterwichtiges Moment bezeichnete er das Eintreten der offenen ? stützung vor der von dem Referenten auf der Kölner Armenpflege in die zweite Periode seit ihrer Umgestaltung, Verhandlung für die städtische Bevölkerung befürwortete ferner die Neueintheilung der Bezirke, die erweiterte Beweglichkeit j Geldunterstützung habe und kam auf Grund dieser und in Zutheilung der einzelnen Pflegefälle an die Armenpfleger. AlS I weiterer Darlegungen zu dem Schluffe, daß an dem besonders erfreulich bezeichnete Herr Oberbürgermeister auch den I bisher in Gießen befolgten System eine Aenderung für Umstand, daß der größte Theil der Armenpfleger aus denselben j nicht nöthig zu erachten sei. — Herr Pfarrer Schlosser Herren bestehe, die bereits in der ersten Periode ihre Kraft | legte schließlich seine Ansichten über die Anrechnung der der Armenpflege gewidmet. Dem Bericht über das rechnerische I Invalidenrente, über die gemischte Unterstützung aus der Ergebniß der Armenpflege pro 1893/94, das im großen j freiwilligen und der städtischen Armenpflege und über den Ganzen als ein günstiges in Bezug auf den städtischen Zu- I Einfluß dcS in Gießen geübtenj Miethspairouats auf die Woh- schuß, auf die Rückzahlung der verschiedenen Vorlagen mit I nungSverhältnisse dar. — Die Versammlung wurde hierauf hohen Beträgen u,w. bezeichnet werden konnte, entnehmen [ vom Herrn Oberbürgermeister mit dem Dank für das wir folgende Ziffern: ES wurden verausgabt an Geldunter- j Interesse an den Verhandlungen und mit der Mittheilung stützungen Mk. 27581.42, für ärztliche Behandlung und | geschlossen, daß er auch im nächsten Jahre wieder eine Ver- Arzneien Mk. 12566 10, für B.'gräbnißkosten Mk. 827.57, [ sammlung der Organe der Armenpflege veranstalten werde, für Verpflegung armer Geisteskranker Mk. 515 40, für I nach der guten Aufnahme, welche die beiden Versammlungen Unterbringung armer Kinder in Familien Mk. 5760.67, I bei den Betheiligten gefunden. für Fürsorge verwahrloster, blinder und taubstummer Kinder I *♦ Cigarreuverkauf in Wirthfchaften. In der am Montag Mk 2861.04, für Anschaffung von Schulbedürfniffen Mark I abgehaltenen Monatkversammlung des Vereins Leipziger I 672.99, an Lehrgeldern Mk. 65. Die oben angeführte j Gastwirthe wurde, wie daS „Leipz. Tagbl." berichtet, u. A. Summe der Geldunterstützungen vertheilt sich tote folgt: I mitgetheilt, daß vor Kurzem 26 dortige Gastwirthe zur Ver- Geldunterstützung an hiesige und auswärts befindliche Per- I antwortung gezogen wurden, weil sie an Sonn- und slwenoMk. 9461.82, Unterstützungen zur Miethe Mark I Feiertagen mehr als zwei Cigarren auf einmal au 10043.05, Kleider und Schuhe für arme Personen und für I einen Gast verkauft und sich damit einer Uebertretung deS Covfirmandenkleider Mk. 1824.47, Broduntnstiitzungen Mark I Gesetzes beziehentlich der Bestimmungen über die SonntagS- 2655.34, Brennmaterial als Unterstützung Mk. 1710.09, I ruhe schuldig gemacht haben. Man ist in gaftgewerblichen M'lch und Effen Mk. 841.56, Beiträge an Wohlthätigkeits- I Kreisen aus die schöffengerichtliche Entscheidung sehr gespannt, anstalten, Vereine rc. Mk. 1045. — In der Summe für I ** Keilerei. Heute Vormittag kam es am Seltersweg ärztliche Behandlung und Arzneien ist einbegriffen die AVer- I zwischen dem Letter eines Rollfuhrwerks und einem Omnibus- sionalvergütung von Mk. 10000 an das Großh. Univ.- I kutscher zu einer Keilerei. Der Rollfuhrmann war nicht Rentamt, ferner Mk. 377.25 Kurkosten für auswärts erkrankte I rechtzeitig ausgewichen und schimpfte und schlug alsbald auf gieftflie Arme, Mk. 1554.85 für Arme, bezüglich deren Er- | den ihm Vorhalt machenden Omnibuskutscher ein. Der mit satzpflicht besteht, Mk. 204.90 für Medicamente und Brillen, I Fahrgästen stark besetzte Omnibus traf mit Verspätung am Mk. 128.10 für Hebammengebühren, Mk. 300 für Badekuren. I Bahnhof ein. Anzeige wurde erhoben. In der nun folgenden DiScussion wurde die Höhe der I ** Rauferei. Bei einer gestern Abend in der Grünberger- Pauschalsumme (10000 Mk.) beanstandet, welche dle Stadt | straße stattgefundenen Rauferei erhielt ein junger Mann mit alljährlich für die Verpflegung armer Kranker an die Uni- | einem Messer einen Stich in den Oberarm. versitätsklinik entrichtet- es wurde indeß entgegnet, daß diese j * Warnung vor Wafchedieben. Wäschestücke während Summe nur hoch erscheine, in Wirklichkeit aber es nicht j der Nacht in HauSgärten hängen zu lassen, haben in letzter sei, wenn man damit vergleiche die Kosten, welche der Stadt I Zeit verschiedene Hausfrauen bitter zu bereuen gehabt. Au durch Errichtung eines eigenen Krankenhauses entstehen würden - | verschiedenen Stellen der Stadt kamen Wäschediebstähle vor. es wurde neben 'der für eine Universitätsstadt bestehenden I Es ist gar nicht zu verivundern, wenn aus unverschlossenen moralischen Verpflichtung zur Ueberweisung ihrer Kranken | Gärten und Höfen, zumal in entlegenen Siadttheilen, gestohlen an die Klinik weiter darauf hingewiesen, daß die Verwaltung | wird, denn sogen. Gelegenheittdiebe finden sich jederzeit. der Kliniken der Stadt durch Aufnahme der Frauen in die I ** Bei Frostwetter darf aus Hausern oder Hofraithea Frauenklinik, sowie dadurch entgegen gekommen, daß sie für I kein Waffer auf die Straßen abfließeu oder geschüttet werden, die Desinsection der Mobilien ihren Apparat zur Verfügung stellt. I In allen Fällen ist der Hausbesitzer verantwortlich, wenn Seitens des Herrn Pfarrer Schlosser wurde ferner her- I nicht der Thäter selbst zu ermitteln war. Die Schutzmannvorgehoben, daß im Vergleich zu früher nicht nur die Der- I schäft hat strenge Weisung erhalten, Uebertretungen zur Anzeige pflegung in, sondern auch außerhalb der Klinik eine bessere I zu bringen- eine besondere Verwarnung tritt nicht mehr ein. geworden, in letzterer Hinsicht durch die Anstellung eines be- I Diese Weisung bezieht sich auch aus das Reinigen der Trottoirs sonderen poliklinischen Assistenten- es sei Wunsch der Herren | von Schnee und Eis, sowie auf das Streuen bei Glatteis. Professoren gewesen, den Kliniken die Kranken aus der Stadt I Bei Reinigung der Trottoirs dürfen scharfe Instrumente zu überweisen, es sei constatirt, daß man mit der Behänd- | nicht benützt werden, da bei Asphalt- und CementtrottoirS lung der Armen in den Kliniken zufrieden sein könne. — | leicht Schaden entsteht, für welchen der Hausbesitzer haftet. Die weitere aus der Mitte der Versammlung gegebene An- I __________- regung, es möge den Bezirksvorstehern das Recht verliehen I B. Borsdorf, 12. December. DaS trockene, helle, mäßig- werden, in dringenden Fällen Unterstützung bis zu einer ge- | kalte SBtnterroctter fördert die Waldarbeiten in jeder wissen Höhe nach eigenem Ermessen zu bewilligen, sowie I Weise. Es wird nicht bloS Holz gefällt, sondern es werden auch Anweisungen auf die beim Hospitalverwalter zu ent- I auch Wegbauten auSgeführt, bei welchen die Leute einen annehmenden Naturalien auszustellen, soll noch Gegenstand der I genehmen Nebenverdienst finden. Berathung in der Armendeputation bezw. im Stadtvorstand | 0 Darmstadt, 12. December. Die fünfte ordent- werden. — Herr Oberbürgermeister Gnauth berichtete I liche LandeSshnode wurde heute eröffnet. Morgens um hierauf über die letzte in Köln abgehaltene Versammlung des I 10 Uhr versammelten sich die Mitglieder der Landessynode „Deutschen Vereins für Armenpflege," welchem auch Gießen I in der Stadtcapelle, woselbst ein Gottesdienst stattfand. Um angehört. ES wurde dort nach Bekanntgabe des auf den j halb 12 Uhr begannen die Verhandlungen im StändehauS. Verein bezüglichen statistischen Materials und der Mit- I Oberconsistorial Präsident Goldmann eröffnete die Verhand- theilungen über die Armenpflege im AuSlande, sowie über | lung mit der Bekanntgabe eines Schreibens Sr. Kgl. Hoheit verschiedene das Inland betreffende Fragen der I des Großherzogs, in welchem derselbe die Mitglieder der offenen Armenpflege verhandelt, auch die Frage der Ein- j fünften ordentlichen Landessynode begrüßt, für deren Arbeiten deziehung Bayerns und Elsaß - Lothringens (auf welche j reichsten Segen erfleht und die fünfte Synode für eröffnet Reichsgebiete sich bekanntlich das Gesetz über den UnterstützungS- I erklärt. Nunmehr erfolgte die Vereidigung der 53 neuge- wohnsitz nicht erstreckt) erörtert und vorgeschlagen, die I wählten Mitgliedern der Synode durch Präsident Goldmann nächste Versammlung in einer bayerischen Stadt abznhalten. | und die Wahl des Alterspräsidenten. Als solcher wurde Einen weiteren wichtigen Gegenstand der Bearbeitung I Decan Staudinger ernannt. In einer trefflichen EröffnungS- burd) den Verein soll demnächst bilden die Fiage über | rede begrüßte derselbe die Mitglieder der Synode, dem den Verlust des Wahlrechts bei Armenunterstützung. Das I Wunsche Ausdruck gebend, daß Golt es geben möge, daß die Referat über „Ehrenamtliche und berufsamt- I Arbeiten auch dieser Landessynode mit dem Geiste der Liebe liche Thätigkeitj in der städtischen Armen- I und deS Friedens durchdrungen seien zum Segen der evan- pflege^, über welches ebenfalls in Köln verhandelt wurde, I gelischen Kirche. Zunächst fand die Prüfung der Wahlacten erstattete Herr Pfarrer Schlosser. Ec erläuterte eingehend I sür die Neugewählten durch 5 Commissionen statt, welche daS sogenannte (auch in Gießen angenommene) Elberfelder I längere Zeit in Anspruch nahm. Sämmtliche Wahlen bis System, hob besonders die Schwierigkeiten in dessen An- j auf Büdingen, Wöllstein und Oppenheim, welche beanstandet Wendung in großen Städten hervor, gab unter fachlicher I werden, finden Genehmigung. Hierauf vertagte fich die Begründung der freiwilligen Thätigkeit in der Armenpflege I Synode auf morgen früh um 9 Uhr, wo dann auch die vor der bezahlten, berufsmäßigen den Vorzug, weil erstere I Wahl des Bureaus statlfindet. die beste Schule für den Gemeinsinn fei. — Auf die An- I △ Mainz, 12. December. Der auf dem Bataillons- frage des Vorsitzenden, ob vielleicht irgendeine Aenderung I Bureau des m Kastel garnisonirenden 11. Pionier-Bataillons in den Einrichtungen der Armenpflege in Gießen em- I beschäftigte Zahlmeister-Aspirant Elend ist seit mehreren pfehlenSwerth sei, äußerte fich die Versammlung verneinend. I Tagen spurlos verschwunden. Seit etwa Jahresfrist ist das DaS Referat über den folgenden, in der Kölner Versamm- I bereits der zweite militärische Beamte, der von dem Kaffen- lung behandelten Punkt: „Die Bestrebungen der Pri- | Bureau des 11.Pionier-Bataillons spurlos verschwunden ist. vatwohlthätigkeit in ihrer Zusammenfassung" I — Der in der hiesigen Schuhfabrik der Firma Eichbaum erstattete ebenfalls Herr Pfarrer Schlosser. Referent betonte I ausgebrochene Strike hat bereits zu Straßenscenen geführt, in der Darlegung seiner Stellung zur Frage die Nothwen- I bei welchen die Polizei einschreiten mußte. Die Strikenden digkeit des Zusammenwirkens von bürgerlicher und freiwil- I versuchten nämlich mehrere von auswärts zugereiste Collegen, liger Armenpflege und erörterte die Frage, inwieweit die I die in der Fabrik in Arbeit traten, mit Gewalt von der Leistungen der freiwilligen Armenpflege aufgerechnet werden I Arbeit abzuhalten, fo daß Polizei zum Schutz der fremden könnten bei Ausmessung der von der bürgerlichen Armen- I Arbeiter nothwendig war. Ein auswärts wohnender Arbeiter pflege gewährten Unterstützung. — Herr Oberbürgermeister I wurde unter polizeilichem Schutz nach dem Bahnhof gebracht, Gnauth berichtete über die Verhandlungen, welche über die I während ihm die Sinkenden unter lauten Schimpfereien das „Art und Höhe der Armenunterstützung", unter I Geleite gaben. Scheidung ländlicher und städtischer Verhältnisse, und über I △ Mainz 12. December. Die von der Stadt Mainz den jährlichen Mindestbetrag (Ausschlußsatz), mit welchem I dem im verflossenen Jahre verstorbenen Director des eine Familie mit denkbar bescheidensten Ansprüchen aus- I römischen-germanisch-n Central Museums, Professors Dr. fommen müsse, ehe sie der Armenpflege anheimfalle, gepflogen Lindenschmitt, in dem hiesigen Museum als bleibende Enn- -.erring an den berühmten Forscher und weltbekannten Ge» lehrten errichtete Büste wurde heute Vormittag von dem Oberbürgermeister Dr. Gähner der städtischen Maseums- Depnrarion mit einer entsprechenden Feier übergeben. — Die Büste, die in einer Nische des zweiten SaaleS des Museums ausgestellt ist, ist in weißem Marmor nach einem Modell deS Mainzer Bildhauers Scholl gefertigt und gibt die Züge des Verstorbenen in lebenstreuer Wärme wieder. Dermifcfctes. Ma. Bon der Schwalm, 12. December. Mordversuch. Der Besitzer der Losiemühle bei Schrecksbach wurde am vorgestrigen Abend, als er auf dunklem Pfade seiner abgelegenen Mühle zueilte, etwa 300 Meter vom Dorfe vou einem im Hinterhalt liegenden Mann plötzlich überfallen and mittelst eines sog. TodtschläqerS in geradezu entsetzlicher Weise mißhandelt. DaS rechte Auge wurde ihm aus geschlagen und daS linke verletzt, das Nasenbein wurde zertrümmert, ferner erlitt der Äermste schwere Verletzungen an Brust, Armen rc., so daß der telegraphisch herbeigerusene Arzt die Uebersührung deS lebensgefährlich verletzten Mannes nach Marburg in die Klinik anordnete. Es soll sich um einen Racheact handeln, ein deS Attentates verdächtiger Mensch ist auch bereit- festgenommen. • Stargard i. P, 12. December. In der vergangenen Nacht erstickte hier eine au- vier Personen bestehende Arbeiterfamilie. Die Frau konnte gerettet werden. * Chicago, 12. December. Reutermeldung. Gestern Abend stießen zwei Kabel-Straßenbahnzüge im Washington Street Tunnel unter dem Chicago Fluß zusammen. Die Züge wurden zertrümmert, drei Passagiere getödtet und zwölf verletzt. Die Trümmer gertechen infolge deS Umsturzes der Oefen in Brand. * Der Unterschied zwischen Pferd «ud Efel. Einige Gemeinde,ä'he einer großen schwäbtschen Stadt hatten ihren satyrtschen Witz über einen biederen, durch seine Derbheit bekannten Mitbürger, der aber noch im weisen Raih der Stadt saß, derart loSgelasien, daß derselbe wohl oder Übel für den Abend zur Zielscheibe deS gemeinderäthlichen Spottes und WitzeS bestimmt schien. Der gute Mann wollte das aber nicht sein, leerte sein GlaS, nicht aber, ohne vorher den Gemetnderäthen ein „Räthsel" aufzugeben. „No iahr Herra, wenn ihr grab die g'scheitste sei wend, so saget emol: „Was ist für a Unterschied zwischa ama Pferd und ama Esel?" Lang bertetheu die weisen Väter der Stadt. Der eine erwiderte: „DaS Pferd hat kurze, der Esel lange Ohren!" der andere erwiderte wieder etwas anderes. „Alles nex," meinte der Räthselaufgeber. Endlich bestürmt, doch die Auflösung zu sagen, erwiderte er: ,,A Pferd isch no nie uf'm Rothaus g'weg, aber — gut' Nacht, meine Herra!* Sprach's und verließ seine verblüfften Peiniger. (Herater ttnb Kauft — Deutsche Novelle« betitelt sich eine Sammlung von Novell-n, welche Victor Laverrenz soeben in Berlin (bet I ß. Laverrenz) Hal erscheinen lasten. Er schildert darin in tret Abthellungen einzelne Episoden aus der Vergangenbett deS deutschen Volkes und bietet in nvvelli'ttfcher Form cu^turgeschichtliche Einzelbilder. Die erste Novelle: Thutsko führt uns daS alte Germanien zur Zeit der Römeikämpfe vor Augen, die zweite: Die Freunde schildert unS die unseligen Wirren, welch-' der dreihtgiäbrtge Krieg ü^r unser Vaterland gebracht bat. Die dritte: Die schöne Müllerin bietet eine Ltebestragödie au? dem glorreichen Feldzüge 1870/71. DaS elegant ausgestattete Werk kostet 2 Mk. Gebunden (zum Preise von 3 Mk.) eignet es sich besonders als Geschenkwerk für jede deutsche Familie. Universitäts - Nachrichten. Straßburg, 12. December. Sicherem Vernehmen nach hat Prof. Kohlrausch den Ruf nach Berlin als Nachfolger von Helmholtz angenommen. Schiffsnnchrichten. Hamburg, 12. December. Neueste Nachrichten über die B-wegungen der Damvfer der Hamburg-Amerika Linie. Postdampfer „Teutonia" ist am 10. December in Havana angekommen. Postdampfer „Markomannta" ist am 10. D»cember von Neworleans dtrect nach Hamburg abgegangen. Postdampfer „Scanbia", von Newyork nach Hamburg zurückkebrend, hat am 11. December, 6 Uhr Morgens, Liza>d passtrt. Dampfer „Slavonia", von N wyoik nach Stettin bestimmt, ist am 11. December, 2 Ubr Nachmittags, von Ehristtanssand nach Gotbenburg abgegangen. Dampfer „Poly- nefia" ist am 11. December, 5 Uhr Nachmittags, von Swinemünde via Havre nach Newyork abgegangen. Postdampfer „Moravta" ist am 11. December, 7 Uhr Morgens, von Hamburg via Havre in Newyork angekommen. Verkehr, £anfc» tmfc Volkswirtschaft. Limburg, 12 December. Fruchtmarkt. Rotber Weizen X 11.50, wether Wetzen X 11.40, Korn X 8.55, Gerste 6.80, Hafer X 505. Gottesdienst in der Synagoge. SamStaa, den 15. December. Vorabend 4 Ubr. Morgens 9C<> Uhr, Nachmittags 3<” Uhr Sabbathausgang 5*° Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast Freitag Abend 4 Ubr, Samstag Vormittag 8"Uhr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 5'° Uhr. Bekanntmachung an unsere Leser. Es gereicht uns zu besonderer Gmugthuung, unseren Lesern von folgendem Abschluß Kenntntß zu geben, den wir in ihrem Interesse duichgeführt haben: Wir find mit Hermann Hillger Verlag Berlin und Eisenach dahin überetngekomm n, daß sie unS den ausschließlichen Vertrieb der von ihr unter dem Titel Kürschners Universsl-Konversslions-LcxiKon veranstalteten Neuausgabe von Joseph Kürschners „Quartlrxikon" für Gi.ßen und Umgegend üderti ägt. DaS Werk ist e ne vollständige, den Verhältnrss-n entsp'eckende, wesentltck bereicherte Neubearbeitung des genannten „QuattlexikonS", daS bereüs 1888 bet seinem ersten E>scheinen die wä> niste Anerkennung be'vorraaenber Z^r,ingen und Zeitschriften erfuhr. ES - vrbätt a»f ca. 2600 Spalte« r 213600 Zeile« Text v«d ea. 2500 Jllustratione« (übet 600 PortrLtS) gegen 1460 der ersten Auf-agc. Das „Quart- lex'kon" kosteie 10 Mark, das in zahlreichen Sprachen nackg a mte, außerordentlich verbreitete „Ta'cheniex kon" derselben Autors kostet 3 Mark, ein Preis, der durch seine Niedrigkeit allgemeines Aufsehen erregte. Unsere Abrna»u"aen mit H-rmann H llger Vsrlaa sehen uns in die Lage, Kürschners »Uaiversat-KottversatiouA« Lexikon", das den brachen Umfang dieses „Tasche-.t.xckons" hat, l'täti für 15 ober 10 Mark als Prämie für nur drei Mark unseren Lesern anzubieten. Billiger ist schwerlich je ein Buch gewesen, als dieser 231/» em bobe, 18 cm breite, 6 cm staike und 3 Prd. schwere Band, der sich in feinem soliden rothen Einband mit Leinwandrücken ungemein stattlich repräsentiert. Da« We«k ist un- zw.iselhoft ein besonders paffeudeS, ««gemein billige- Weih» nachiSgeschenk für Angeho-tge jeden Standes und j.b h Alters für jede Levens.age, bas sich aber auch Jebem zur Anschaffung für bie eigene B-nuhmg »mpfieblt. Kürschners L xikott ist gegen Erlegung von 3 Mk. in unserer Expedtnon zu haben und wirb gegen einen Zuschlag von 10 Pfennig burch unsere Austräger frei ins HauS adtefert. Nach auswärts oerfenbin wir 1—3 Exemplare in ein Packet verpackt, gegen Ensen- duna bes Preises in Briefmarken ober per Postanwe-suno, zuzüglich 60 Pfg. für Verpackung und Porto postfrei. Jrn Hi..blick auf bie ü eraus starke Nachfrage bitten wir Sie, Ihre Bestellung recht zettig auszuführen. Expedition deS »Gietzenet Anzeiger." Prämien-Schein. (Hier gefälligst abzuschneiben.) Inhaber bieseS Scheines ist zum einmalige« Bezüge der Weihnachts-Prämie bes „(Ateßener Anzeiger" berechtigt unb bestellt hterburch zum Preise von 3 Mark: Universal-Conversalions-L.xikon, herausgegebkn von Joseph Kürschner. Name unb Stanb: Ort unb Wohnung: Wir bitten, ben Prämien-Schetn ausgefüllt unb unter Beifügung bes Betrages für bie gewünschte Prämie nebst 50 Pfg. Porto, bezw. 10 Pfg. Bringerlohn, an bk Expebition beS „Gießener Anzeiger" gelangen zu lassen. ba= Acker qm Acker da- qm Acker qm vor qm Acker vnv Schellfisch, Cavtiatt, Immobilien: 18 Flur 18 Flurl Schellfische auf Eis 18 Flur 1 1 Flur 18 Flur 18 treffen heute ein bei 6958 1 Flur Flur 18 Flur 18 Flur 1 Flur 18 18 1 Flur 18 18 Flur 18 Flur 23 Flur 23 18 Flur Flur 23 Flur 18 Flur 24 Flur 18 Flur 24 18 Flur Flur 24 Flur 1 Nr. 783 381 qm in ber J. M. Schulhof. 18 Flur 9902 vor Acker 18 Flur ba» Acker 18 Flur I A-: Bogt. 9711 qm Acker bas 3212 Acker 18 Flur 25 ba» qm Acker 8978 18 Acker Flur 25 Acker ba» qm 18 Flur Flur 25 Acker ba$ Amerika, unb seinem Sohn August qm 18 Flur Flur 25 2862 Acker ba» qm 23 Flur 25 3212 qm Acker vor dem Weiher, 23 Flur 25 23 ba» Flur Flur 25 Flur 18 Acker auf 24 24 Acker am qm Flur 18 Acker da- qm Acker Flur vor qm bei Acker ba» Flur qm ba» 25 Acker ba» Flur qm 1663 qm Acker ba» meistbietend» versteigert werden- Acker ba» 25 Flur qm Acker da» qm Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur 1663 qm Acker ba» 1662 qm Acker ba» Flur 25 Flur 25 Flur 2i Flur 31 Flur 31 öffentlich Nr. 105-2819 halben Zehnten, Flur 25 Flur 25 Flur 25 selbst, Nr. 90 — 2900 qm Acker ber alten Sandkaute, Nr. 91 — 9125 qm Wiese selbst Nr. 96,/ioo — 3398 qm Hosraithe daselbst, Nr l^/ioio — 41 qm Grasgarten daselbst, Nr. 149 — 6825 qm Acker auf dem Aulweg hinter dem Weiber, Nr. 157 — 1950 qm Acker daselbst, Nr- 68—3567 qm dem Barresgraben, Nr. 42 — 3488 selbst, Nr. 43 — 2262 selbst, Nr. 44 — 2863 Nr. 49 — selost, Nr. 50 - selbst, selbst, Nr. 45 - selbst, Nr. 51 - selbst, Nr. 48 — 3050 qm Acker dem Weiher, daselbst, Nr. 8*/io — 2731 qm Acker daselbst. Nr. 9i/io — 2256 qm Acker daselbst, Nr 10 - selbst, Nr. 11 - selbst, Nr 12 — selbst, Nr. I8V10 d-»selbst, Nr. 13 - selbst, Nr. 14 - selbst. Nr. 21 — Nr. 10806/io — 100 qm Hosraithe bei der Kirche, Nr. 1075 — 7d7 qm Hosraithe bet dem Lindenplatz Nr. 1076 — 62 qm Hosraithe bei der Kirche, Nr- 1066 — 188 qm Hofraum in der Wetzsteinsgasse, Nr 1067 — 87 qm Grabgarten daselbst, Nr. 1068 — 87 qm Hofraum mit Sonnenfiraße öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. November 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. Gießen, 29. November 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. I A-: Bogt. Nr. 183/100 — 206 qm Acker zwischen dem Mittelgrund und der Chaussee, Nr- l^/ioe — 312 qm Acker Nr. 183/ioj - 206 qm Acker zwischen dem Mittelgrund und der Chaussee, Nr. 187/ioo — 312 qm Acker 24 Nr. 106 — 2825 selbst, 25 Nr. 48 - 3050 dem Weiher, 25 Nr- 49 — 3213 A. & G. Wallenfels 21 Marktplatz 21. billig und gute Abfahrt, kann zu jeder i Tageszeit abgeholt und auch geliefert werden. 9941 | Jakob Helfenbein Wtw. Marburgerstraße 83. daselbst, Flur 18 Nr. 10 - felbst, Flur 18 Nr. 11 — selbst, Mur 18 Rr. 12 — selbst, 3213 qm Acker /rtitagbenll Januar 1895, 5Iur 18 Nachmittags 3 Uhr, | Flur 18 sollen auf dem hiesigen Ortsgericht bie i ber Frau Jufiu» Müller «Sittwe und Flur 18 deren Kinder Austud Müller 2r und | Louise Müller in Gießen gehörigen Flur 18 selbst, Nr 158 — 5088 qm Acker ba, s/io — 3199 das Ibft, Frisch geschossene Hasen, m v sowie Reh im Anschnitt Schmidt in ber Gemarkung (Siefeen” ges■ empfiehlt 10072 w,0tn 3mmo6iU,n: Hch. Klotz, Mäusburg 17. Nr. 227io — 2337 qm baselbst, Nr- 235/to — 2082 qm baselbst Nr- 248l/100 — 1712 qm daselbst, Nr. I6V10 — 29(0 qm daselbst, Nr. 18Vio da'elbst, Nr. 13 — s.ldst, Nr. 14 - selbst, Nr. 21 — selbst, Nr. 227io daselbst, Nr 235/10 daselbst Nr 2487ioo daselbst, Nr. 167io daselbst, Nr. 98‘/iqo — 3398 qm Hosraithe bafelbft, | Flur Nr. l888/iofo — 41 qm Gras»' Flur 1 Nr. 364 - 75 qm Hosraithe im, kalten Loch, ! Bet lästigem Huste«. Heiserkeit rc. Flur 1 Nr. 366 — 38 qm Hofraihe da- flieht es tritt besseres Mittel als [ö689 Mrtiler’0 Fencheihonig. Zu hab- i. Fl. m. Schutzm ä 50 u-100 A bet «. u. «. Wallenfels, Gießen. E Kirchen- und Taunknscheilliol', Freitag den 11. Januar 1895, #a8pet3tm8Tv. Nachmittags 37, Uhr, ! KtetttLittdett. soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem ♦<*- o» ,n @lc6en 6“ Meiner Streusano Flur 27 Nr. 21V/io — 352 qm am 6 Langenstein 1 Irische Schellfische empfiehlt E. Dort, Wallthorstraße 43. Prima Qualität Schellfisch und Cabliau 110047 im «ebsto«. — 6242 qm Acker 2494 qm Acker ba» 3325 qm Acker ba» 3400 qm Acker ba» — 2337 qm Acker — 2082 qm Acker - 1712 qrn Acker — 2900 qm Acker 1663 qm Acker ba» 1663 qm Acker ba» 1662 qm Acker ba» - 6242 qm Acker 2494 qm Acker ba» 3825 qm Acker ba» 3400 qm Acker ba» null linlmw • Wirr. Iliinlii'ii. ttiiollfii." Wegen vorgerückter Saison verkaufen wir, um damit zu räumen, einen grossen Posten: zu und unter Selbstkostenpreis. 10130 K. Kolterhoff Söhne, Seltersweg. Baumschützer Verdingung'. empfiehlt [9944] A. Kröll. Nähmaschine, 1C 117] Frau Tränkuer, Löwengasse 13.1 Sin neue» j Mylord sHalbverdeck) i zu verkaufen. 10024 __Fr. Schwan jun., Wetzlar. । Ein gebrauchtes Break billig zu verkaufen; dasselbe eignet sich für Metzger oder Bäcker. Wegen Mangel an Raum bei 10061 PH. Klotz, Schmied. Die zur Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern auf dem städtischen Friedhöfe erforderlichen Auhrleistuugen, nämlich die Abfuhr von 150 cbm schlechtem Grund in die Nordanlage, sowie die Anfuhr von 200 cbm gutem Mutterboden aus der verlängerten Bismarck- straße, soll Samstag den 15. d. Mts., Vormittags 11 Nhr, auf dem Stadtbauamte vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen, auch sind Formulare für Angebote, die bis zu obigem Termin bei dem Stadtbauamt einzureichen sind, dort erhältlich. Gießen, den 12. December 1894 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 10129 Gnauth. Zn Wetzlar ist ein Haus mit in flottem Betriebe befindlicher Rinds- u. Schweine-; Metzgerei preiswerth zu verkaufen. Gefl. Offerten unt. V. W.; an die Exped. d. Bl. erbeten. 9982 Ausstellung der Weihnachtsarbeiten von den Ächülerinnen Wermietsiungen. Log s per 1. Januar 1895 zu ver- mieihen. 10126 ______Neuen VLue 6. 9983] Wohn- und Schlafzimmer, gut möblirt, billig zu vermiet en. »ahuhosstratze 68 I. 10116] Braves Mädchen kann Schlafstelle erh. Frau Tränkner, Löweng. 13. Vermischte Anzeigen. Entlaufen ein we ß u schwarz giflrcktes Hündchen, auf einem Vorderb hinkend, L d. Gegend o Steinbach gesehen w. Event. Miithlg g. Belohn, an Kaufmann Fischer, Nidda oder Gietzerr, Dammstr. 23. 121 Kleiner Weiher Spitz ist zugelaufen. (10127) Müblqc.sse 14. 14./12. A. 7'/2'Bef. III. 8V- U. Obl. 10106 Sxxxxxxxxxx?) 8889 Zitherlehrer X Adolf Arnold A Giessen, Dammstr. 24. Je Kunstgerechter Unterricht W nach anerk. bester Methode. W QgXXXXXXXXX^ Daa timt brr ftinsten SWthtk.-§M.DtilM- Innöü bin ich beauftragt, Gtldtt ans erste Kypa- theken ausMeihen. Jacob Grünewald 9943 rchillerstratze. Empfehlung. Als Masseuse und Privat-Kranken pflegeriu mit besten Zeugnissen empfiehlt sich den geehrten Herrschaften Gießens und Umgebung. Fräulein Amalie Füller, 9486 Marktftrahe 18. der Aliceschule: Sonntag u. Montag, 16. u. 17. Dec., ____________von 11—4 Uhr. i°i32 Kindergarten. Die Weihnachtsfeier meiner Zöglinge findet Sonntag den 16. December, Nachmittags präcis 3 Uhr, im Festsaal (Cafe Leib) statt, wozu ich die verehrten Eltern, Verwandten und Freunde höflichst einlade. Hochachtungsvoll 10125 Wittwe Rothe, Kindergärtnerin. rWWWWWMWWWWWWWWWWWWWMWWMWWMWMWWWWWWWMWWWW Chr. Leo Se,“™weS empfiehlt sein reichhaltiges Lager von [9891 Gold- und Silb erwaaron, foroie: Uhren jeder Art in schönster Auswahl. Eine Parthie zurückgesetzte versilberte Waaren und Schmnck- g gegenstände werden außergewöhnlich billig abgegeben. 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Große Auswahl in Neuheiten von G Lhvistbcrunrsehnrnek O empfiehlt 10136 Wilhelm Mayer, Neustadt 1. Die so sehr beliebte Mexico-Cigarre ist zu haben bei 10137 Tula Wilhelm Mayer, Neustadt 1. Coursbericht tum «S. Kurz & Co., Giessen, KahnhWatzt 63. Frankfurter Börse voi n 12. December 1894. 3Vi°/o DeutscheReichsanl. 104.20 4y6°/o Oesterr. Silberrente 81.80 3% Preuß. Eonfols 95.20 4 u/i; Ung. Gold-Rente 10105 3Va°/o Gr. Hessische Obl. 103 60 3% Portugiesen 25.60 40/0 Stadt Darmstadt v. 1891. 102.90 6®/o Mexicaner 70.— 4% ,, Worms unk. b. 1901 103.80 4°/q Monopol-Griechen von 1887 341.5 3v/g Oesterr. Staatsbahn v. 1885 88.50 4°/« Etsenb. Rentenb. Obl. 101.20 3o/o Jtal. staatsgar. Etsmb. 51.90 5o/0 BuderuS Obl. 105.05 3‘/2% Frankfurter Hyp. Bk. 4o/o Frkf.Hyp.Cred.V verl.L 100% 4o/o DeutfcheGrdschLA.unk.b.1904 3Vi°/o bto. 100.00 102.50 104.20 99.00 4% HamburgerHyp.Bk.unk.b.1900 104.25 3%% Preuß Hyp. A. Bk. 100.— 4o/o Pomm.Hyp.A.Bk.unk.b 1904 104.50 4%% Frankf. Landw. Ered. Bk. 103.— Darmst. Bk.-Actten 20 Franken-St. Engl. Sovereign- TollmS in Gold 319.75 20.33 4.16 Brtrt 16.23 20.37 4.19 16.20 I Franz. Banknote» I Oesterr. bto. I Amertc. Abendeourser 150.201 Oesterr. Credit-Actien Geldsorte« *rl» Brief *«r 8120 164 00 -.-4.15% Sieboicttom o 1»cr,bü. — Zji-uii mid iBtrUg bei Brüdt 'icher> Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) t» Gießen. Di- heuttgo Nummer ««faßt S SetteN»