Nr. 241 Erstes Blatt. Sonntag den 14. October 1894 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger Amts- und Anzeigeblutt für den Ursis Gieren. chratisöeikage: Hießener Jamilienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Die Gießener A>amilieu v kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hleßeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. vierteljähriger Avonncmentspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. । Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße £lt.7. Fernsprecher 51. Amtlicher Theil. Gießen, am 12. October 1894. Betr.: Die Fleischbeschauordnung und die Instruction für Fleischbeschauer vom 10. April 1880. (Regierungsblatt Nr. 11 und 12 von 1880). DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen 8 Tagen auf Grund genauer Erkundigung berichten, ob die Fleischbeschauer Ihrer Gemeinde und deren Stellvertreter im Besitze der Handausgabe der Fleischbeschauordnung nebst der dazu gehörigen Instruction sich befinden. v. Gagern. Gesunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Cigarren- Etuis, 1 Scheere, 1 Thürdrücker, 1 Bleifederhalter, 1 Paar und 2 einzelne Handschuhe, 1 Taschentuch, 1 Pferdeteppich, 1 schwarzes Tuch, 1 Koppelkette, 1 Arbeitsjacke und Gyps. Zugelaufen: 1 Stallhase. Gießen, den 13. October 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsches Reich. Berlin, 12. October. Der Kaiser hat die Waldes- einsamkeit von Schloß Hubertusstock am Sonnabend wieder verlassen, um sich nach einem nur ganz vorübergehenden Aufenthalte in der Reichshauptstadt nach Schloß Friedrichs- Hof u. s. w. weiterzubegeben. Noch vor seiner Abreise von HubertuSstock empfing der Monarch den preußischen Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg, womit der vorangegangene Besuch des Reichskanzlers Grafen Caprivi in HubertuSstock seine Ergänzung erfahren hat. Nach einer Meldung der „Nat.-Ztg." war der Abreise des Grafen Eulenburg zum Kaiser eine Unterredung zwischen den beiden Staatsmännern vorangegangen, woraus man wohl den Schluß ziehen kann, daß die mmhmaßlichen Vorträge derselben bei dem Monarchen über die Bekämpfung der Umsturzbestrebungen in übereinstimmendem Sinne gehalten worden sind. — Der Bundesrath überwies in seiner Wochenplenarsitzung vom letzten Donnerstag verschiedene Entwürfe untergeordneter Bedeutung den zuständigen AuSschüsien. Von I den Ausschußbeschlüssen über die Vorlage, betr. die Zoll- I behandlung der Verschnittweine und Moste, nahm der Bundes- . rath Kenntniß. — Die Eröffnung der neuen Retchstags- session wird, wie die „Kreuzztg." behauptet, doch gleich im neuen Reichstagsgebäude im Anschlüsse an die übliche Feier im Weißen Saale des Berliner Refidenzschlosies stattfinden. Trotzdem sei es aber nicht ausgeschlossen, daß einige Sitzungen noch im alten Hause abgehalten würden. Unbestimmt sei es noch, unter welchen Förmlichkeiten sich die Feier der ersten Sitzung im neuen Reichstagsgebäude abspielen werde. Als Tag der Eröffnung des Reichstages wird jetzt der 17. November genannt. — Der heute in Braunschweig im Alter von noch ; nicht 60 Jahren verstorbene Generallieutenant Hans Her- ! warth v. Birtenfeld war ein Großneffe des General- ' feldmarschalls; er war zuletzt Commandeur der 27. Jnfan- . teriebrigade in Düsseldorf und vorher des 6. Westfälischen Infanterie-Regiments Nr. 55 in Detmold und lebte seit 1890 im Ruhestände in Braunschweig. Arr-laud. Paris, 12. October. Die Vorbereitungen der 1 Franzosen für den drohenden Krieg gegen Ma da gas car ; nehmen ihren Fortgang. Hierzu gehört es auch, daß laut j einer am 11. October veröffentlichten Verordnung der fran- j zösischen Regierung die Einfuhr, der Verkauf, der Transport ; und der Besitz von Waffen und Munition für Diego Suarez, i Ste. Marie de Madagascar und Rossi Bö, außerdem auch ' für die Colonie Obok am Rothen Meere, untersagt worden ift. . Diego Suarez ift ein unter französischem Schutze stehender nicht unbedeutender Hafen im äußersten Nordosten Madagas- * cars, Ste. Marie de Madagascar und Nossi Bö sind zwei den Franzosen gehörige Inseln in den madagassischen Gewässern, jene östlich, nicht weit von der Küste, diese nordwestlich von Madagascar gelegen. Inzwischen ist der Specialgesandte Frankreichs, der Deputirte Lemyre de Vilers, in der Hafenstadt Tamatave auf Madagascar eingetroffen und nach dreitägigem Aufenthalte nach Antananarivo, dem Sitze der Howas-Regierung, weitergerelst. Antwerpen, 12. October. Die vom belgischen Staate angeborenen 100,000 früheren Albini-Gew ehre wurden von einer Hamburger Firma mit 4 Frcs. bezahlt, während ein Lütticher Syndicat nur 65 Ctms. geboten hatte. Die Gewehre sollen nach China verkauft sein. Petersburg, 12. October. Die Abreise desKaisers von Rußland von der Krim nach Corfu soll nunmehr in den nächsten Tagen erfolgen, wahrscheinlich am Dienstag. Unentschieden ist noch die Frage der Einsetzung einer Regentschaft für die Zeit der Abwesenheit des Czaren von russischem Boden, man nimmt an, daß der Kaiser sich bet wichtigen Angelegenheiten entweder die Entschließung Vorbehalten oder dem Czarewitsch ein im Vertrauen des Czaren stehendes Mitglied des Kaiserhauses zur Sette stellen werde. — Ueber geheime Pläne Rußlands im östliche» Afieu sind allarmirende Gerüchte aufgetaucht. Ihnen zufolge bezweckten die im Aufstande gegen die chinefische Regierung befindlichen Mongolen, ihr Land nach der Vertreibung der Chinesen Rußland zur Einverleibung anzubieten, in Rußland selbst sollen nur wenige Eingeweihte um diesen angeblichen Plan wissen. Natürlich wäre anzunehmen, daß die russische Regierung von demselben Kenntniß habe und ihn billige, aber zunächst klingt die ganze Nachricht noch wenig glaubwürdig, schon deshalb, weil die anderen Mächte schwerlich ohne Weiteres eine so ungeheuere Vermehrung des asiatischen Landbesitzes Rußlands, wie es die Einverleibung der Mongolei wäre, gestatten würden. Was die Frage einer Intervention der Mächte im japanisch-chinesischen Kriege anbelangt, so ist in dieser Beziehung offenbar noch nichts geklärt, auch bleibt vorläufig ein Eingreifen dieser oder jener einzelnen Macht in die ostasiattschen Wirren recht unwahrscheinlich. Die „Köln. Ztg." hat jedenfalls nicht Unrecht, wenn sie meint, daß auch bet einer etwaigen Dictirung des Friedens seitens Japans in Peking die in den oftasia- tischen Dingen am meisten betheiligten Mächte noch immer Zett hätten, ihre Interessen zur Geltung zu bringen. — In den Meldungen vom ost asiatischen Kriegsschauplätze machen sich erneut Widersprüche geltend. Einerseits soll die Avantgarde der japanischen Armee über den Aalufluß zurückgeworfen worden sein, anderseits aber wird gemeldet, die japanischen Truppen hätten das Südufer des Yaluflusses besetzt und den Feind zurückgedrängt. Dann wieder hieß es bezüglich der japanischen Flotte, ste sei infolge ihrer starken Beschädigungen bei der Seeschlacht im Ualubusen gar nicht mehr zu gebrauchen. Andere Meldungen indessen versichern im Gegensatz hierzu, die japanische Flotte beherrsche den Golf von Petschtli vollständig. Vor Wet-Hei- Wei, der starken chinesischen Festung am Südrande des Pet- schilt-Golfes, wird ein neues Seetreffen zwischen Japanern und Chinesen erwartet. I entwickelten Familiensinn zur Schau und widmet sich mit großer Fürsorge der Pflege seiner Jungen, die in der Regel im Juni zur Welt kommen und die Zahl von drei bis vier Stück selten überschreiten. Bedauerlicherweise hat das Eichhörnchen, wie wir bereits oben andeuteten, außer den aufgeführten verschiedenen guten Eigenschaften, die ihm volles Anrecht auf unsere Sympathie sichern, auch mehrere recht üble. Nicht selten kommt es vor, daß die Forstverwaltungen zu strengen Maßregeln greifen müssen, da die Eichhörnchen oftmals ganze Waldungen vernichten, wenn ihrem Treiben nicht energisch Einhalt geboten wird. Es wohnt dem kleinen Thier ein ungeheurer Zerstörungstrieb inne, der fich so recht zeigt, wenn man ein gezähmtes Eichhörnchen sich selbst überläßt. Wehe dem Buche, dem Tische, dem Stuhle, kurz, jedem festen und harten Gegenstand, der ihm erreichbar ist. Mit großer Ausdauer und Hartnäckigkeit wird es alles zernagen und zerbeißen. Nicht weniger schlimm hausen die Thtere im Freien, wo sie eine wahre Landplage für das junge Grün sind und die frischen Bäumchen mitleidslos mit ihren scharfen Zähnen zernagen. Diese Thätigkeit ist um so bedenklicher, als das Eichhörnchen einen so lieben, unschuldsvollen Eindruck macht, daß man den niedlichen Thieren gar nichts Böses zutraut; die Forstbeamtea lassen sich durch diese scheinbare Harmlosigkeit nicht täuschen und strecken jedes dieser kleinen schmucken Waldfrevler erbarmungslos durch eine Ladung Schrot nieder. Eine ganz besondere Vorliebe besitzt das Eichhörnchen übrigens für Eier, die es aus den Nestern der Vögel mit der Gewandtheit eines geschickten Diebes entwendet. Die gegen das hübsche Thierchen geschleuderten Vorwürfe sind mithin nicht unberechtigt und man kann Buffon nicht so unrecht geben, wenn er in seinem Buche über das Eichhörnchen sagt, daß fich dasselbe mit jenen liebenswürdigen Leuten vergleichen läßt, mit denen man gern in größerer Gesellschaft zusammenkommt, deren zweifelhafter Ruf es aber nicht zuläßt, daß man ihre nähere Bekanntschaft sucht. FernUeton. Ein Wstdfrkvter.. Von Dr. Herrn, v. Kleinstadt. (Nachdruck verboten.) Wer hätte nicht schon an schönen Sommer- oder Herbsttagen beim Durchwandern eines Waldes ein leiseS Knabbern oder ruckweises Sägen vernommen, das unsere Aufmerksamkeit erregt? Unwillkürlich bleiben wir stehen, um die Ursache dieses Geräusches zu ergründen, das bisweilen auS den höchsten Wipfelkronen der Bäume an unser Ohr dringt. Nicht lange währt eS und wir bemerken ein rothbrauues Thierchen mit buschigem Schweif, der länger ist als der Körper selbst, mit weißem Bauch, kleinen spitzen Ohren und zwei listigen schwarzen Augen — es ist das „Eichhörnchen" oder wie eS der DolkSmund allgemeiner nennt, das „Eichkätzchen". Munter sehen wir das ungemein scheue Thierchen, das durch seine hübsche Erscheinung, seine Anmuth in den Bewegungen, vor allem aber durch sein so unschuldig aussehendes und dabei doch so spitzbübisches Gesicht einen unwiderstehlichen Reiz auf den Beschauer ausübt, von Zweig zu Zweig Hüpfen und nicht eher ruhen, bis eS sich auf dem höchsten ihm erreich, baren Punkt in Sicherheit glaubt. Und in der That kann es kaum etwas Drolligeres geben, als die tollen Sprünge dieses kleinen Waldbewohners, der gezähmt das Entzücken der Kinder und Erwachsenen hervorruft. Wollen wir das Eichhorn in der freien Natur beobachten, so müssen wir unS völlig still verhalten und nicht die ge- ringste Bewegung machen, sonst entzieht fich das Thierchen schnell unseren Blicken, indem es in sein fast immer sehr hoch gelegenes Nest verschwindet und nicht eher wieder zum Vorschein kommt, bis der Beobachter seines Weges gegangen ist. Leider ist das sonst so nette Thierchen mit argen Fehlern behaftet und zwar sind es recht bedenkliche, die in der kleinen Brust wohnen. Wir werden diese Fehler noch näher beleuchten, wollen aber doch die guten Eigenschaften vorausschicken, um nöthigenfalls mildernde Umstände, deren es . leider nur zu oft bedarf bei der Verurtheilung, ihm zusichern i zu können. Der berühmte Zoologe Buffon nennt das Eichhörnchen ! ein lebendes Symbol der Thätigkeit, des Fleißes und der Reinlichkeit, und wirklich kann es kaum ein flinkeres, leb- ! hafteres Wesen als dieses geben. Allerdings hat man, und i nicht mit Unrecht, behauptet, das Eichhörnchen widme seine : ganze Zeit, oder doch wenigstens einen großen Theil derselben, dem Putze- es „putzt" sich mit großer Lebhaftigkeit oft fünf bis zehn Minuten lang das kleine Mäulchen, daß man glauben kann, es reibe dasselbe mit seinen Füßen, die ganz das Aussehen von Händen haben, blank. Diese Koketterie und das Bestreben, fich von der besten Seite zu zeigen, ist übrigens nicht nur dem Eichhörnchen eigen, man findet das auch bei den Vögeln und den in der Wildniß lebenden Affen in noch höherem Grade. Auch äußerst schlau ist das Eichhörnchen- es weiß sich stets vor Roth zu schützen und trägt zu rechter Zeit alles zusammen, waS ihm im kalten Winter als Nahrung dienen soll. Nicht gerade sehr wählerisch in seiner Nahrung, verspeist es Eicheln, Nüsse, Kastanien und was fich sonst ihm bietet, ja, im zahmen Zustande kann man es sogar dahin bringen, Fleisch zu fressen, während Nüsse dann keinen Reiz mehr auf das Thierchen ausüben. Auch ein ganz eminentes Gedächtniß weist das Eichhörnchen auf- es weiß ganz genau, wohin es einen Gegen- stand verschlept hat und noch nach Monaten wird es seine Verstecke mit unfehlbarer Sicherheit wieder ausfinden. Sein Nest baut das Eichhörnchen sehr kunstvoll; es verwendet hierzu alles, was ihm irgend erreichbar ist, wie Baum- rinde, Moos und ähnliches, und sorgt, daß, obwohl oben offen, der Regen in dasselbe nicht eindringen kann. Hier übersteht es auch wohlgemuth und guter Dinge die Stürme des Winters, wobei es fich mit dem angehäuften Borrath der Lebensmittel wohl einzurichten weiß. Auch eine hervorragende Tugend, die nicht vielen Thieren innewohnt, besitzt das Eichhörnchen: es trägt einen sehr fein — Ueber die Ursachen, weßhalb Sheng, der Taotat ton Tientsin und Duffe Li Hung Tschang's in Ungnade gefallen ist, werden letzt aus englischer Quelle folgende Einzelheiten mitgetheilt. Gerade vor dem Ausbruch des Krieges wurde er beauftragt, Waffen und Munition anzukaufen. Nach der Probe erwiesen sich aber die Gewehre als völlig unbrauchbar und eine Menge Beschwerden liefen in Tientsin und Peking ein. Li Hung Tschang selbst leitete die Untersuchung, und dabei soll sich herausgeftellt haben, daß Sheng 300,000 veraltete Gewehre von deutschen Agenten angekauft hatte, die von den europäschen Armeen als werthlos verworfen worden waren. Sheng bezahlte 2 Taels für daS Stück, berechnete aber dem kaiserlichen Schatzamt 9 Taels per Stück. Die Patronen waren auch nicht gut. Auch daran habe Sheng reichlich verdient. Li Hung Tschang ließ seinen Neffen kommen und hielt ihm das vor. Sheng gestand seine Schuld, und der Vizekönig entbrannte so heftig im Zorn, daß er seinem Neffen eines an die Ohren gab. Sheng wurde darauf nicht mehr in der Oeffentlichkeit gesehen. Niemand kennt seinen jetzigen Aufenthalt. Er ist wegen schlechter Gesundheit beurlaubt, so lautet die amtliche Meldung. Diese Mittheilungen sind mit Vorsicht aufzunehmen, da sie von interessirter Seite auszugehen scheinen. Neueste Nachrichten. Wolff« telegrapbtscheS Eorrcfpondarr-Bureau. Berlin, 12. October. Die in ausländischen Blättern abgedruckte Depesche des „Newyork Herald" aus Berlin vom 8. October über eine angebliche Meuterei der Reservisten des 80 Regiments ist ebenso vollständig erlogen, wie die hierauf bezüglichen Meldungen eines inländischen Blattes. London, 12. October. Einer Reuter - Meldung aus Shanghai zufolge soll dort ein Gerücht verbreitet sein, wonach China Friedensverhandlungen angeknüpft und sich angeblich erboten hätte, die Unabhängigkeit Koreas anzuerkennen und eine Kriegsentschädigung an Japan zu zahlen. Wilva, 12. October. Nach achttägiger Verhandlung bei verschloffenen Thüren ist nun der Proceß gegen die Leute, welche am 10. October v. Js. in Kroshi, Kreis Roszienh, die Schließung der katholischen Kirche zu verhindern suchten, beendet. Bon den 70 Angeklagten ist eine Anzahl zu Strafen von vier Monaten Gefängniß bis zu zehnjähriger Zwangsarbeit verurtheilt worden. Ferner wurden Einige zu Ärreststrafen verurtheilt und Einzelne freigesprochen. Der Gerichtshof beschloß, den Kaiser zu bitten, die zehnjährige Zwangsarbeit in einjährige Gesängnißhast zu verwandeln, die Uebrigen zu begnadigen. Depeschen deS 8ure«u .Herolds Köln, 12. October. Bei Duisburg stieß gestern Abend ein Güterzug mit mehreren Rangir« wagen zusammen. Der Materialschaden ist ganz bedeutend. Personen wurden nicht verletzt. Bei derselben Station fand heute Morgen ein Zusammen st oß des von Oberhausen kommenden Personenzuges mit einem Güterzuge statt. Hierbei sind mehrere Personen theilS schwer, theils leicht verletzt worden. Köln, 12. October. Infolge von Lohndifferenzen mit den Bauunternehmern haben heule fämmtliche an der Herz-Jesu-Kirche beschäftigten Steinhauer die Arbeit eingestellt. Preßburg, 12. October. Die Clericalen haben gegen den heule Nachmittag hier eintreffenden ungarischen Justizmini st er Szilagyi große Demonstrationen angekündigt. Seitens der Polizei wurden umfaffende Vorsichtsmaßregeln getroffen. Paris, 12. October. Der Kriegsminister Mercier hat infolge des Grenzzwischenfalles, wo französische Soldaten mit deutschen fraternisirten, angeordnet, daß die Besatzung der Grenzgarnisonen künftig ohne besondere Erlaubniß sich nicht über die Grenze begeben darf. Loudon, 12. October. Einer Meldung aus Tientsin zufolge schiebt die Bevölkerung dem Vicekönig Li-Hung- Tschang für alle Niederlagen, welche die Chinesen erlitten, die Verantwortlichkeit zu. In Maueranschlägen wird gegen ihn die Anschuldigung erhoben, der Armee die allernoth- wendigste Munition nicht geliefert zu haben. London, 12. October. Eine Meldung aus Aokohoma besagt, daß das Gerücht einer Intervention der europäischen Mächte in Aokohoma große Erregung hervor« gerufen hat. Japan werde die kriegerischen Operationen indeß nicht eher einstellen, bis es Rechte erlangt und die Sicherheit erhalten hat, daß China sich in die Angelegenheiten auf Korea nicht mehr einmische. — Aus Shanghai wird gemeldet, der Kaiser von China hat in vermummter Gestalt mit einigen Getreuen die Stadt Peking inspicirt, um sich über die Gährung im Volke zu überzeugen. London, 12. October. Die „Times" meldet ans Peking: In seinem Bericht über seine Niederlage in der Schlacht am Aaluflusse schreibt der chinesische Admiral Ting der Ueberlegenheit den japanischen Schnellfeuer- Kanonen zu. Infolge dessen sind Unterhandlungen mit Krupp eingeleitct zur Lieferung der gleichen Kanonen rote die japanischen. — Die chinesische Regierung soll je drei Schiffe der chilenischen und argentinischen Regierung angekaust haben. Loudon, 12. October. Nachrichten aus Tokio zufolge haben japanische Kriegsschiffe sich deS chinesischen Schiffes „Tenk-Jomaru" bemächtigt. Diese Beschlagnahme wurde der chinesischen Regierung officiös mitgetheilt. Die koreanische Regierung hat acht adelige Personen nach Hiro abgesandt, um die Japaner wegen der letzten Siege zu ' beglückwünschen. Shanghai, 12. October. Gerüchtweise verlautet, daß ' ein neues Attentat gegen die europäischen Missionare in Newschiwang begangen worden sei. Zwei japanische ■ Spione, welche von den Chinesen erwischt worden sind, wurden in Nanking hingerichtet. Cocalt* rrrid ptroittsfetfcs Gießen, den 13. October 1894. ** Sitzung der Großherzoglichen Handelskammer Gießen vom 11. October 1894. Anwesend die Herren Scheel, Gail, Heichelheim, Klingspor, Kraatz und Wortmann. Infolge einer Anfrage der Handelskammer Frankfurt a. M», die Währungsfrage betreffend, nimmt die Kammer Gelegenheit, sich entschieden für die Beibehaltung der Goldwährung auszusprechen, indem sie in einem Verlassen derselben von Seiten der Reichsregierung einen bedeutenden Schaden für den gesammten Handel und die Industrie erblickt. — Eine von derselben Handelskammer an den Reichstag gerichtete Petition, betr. Gesuch um Ablehnung der Abänderungsvorschläge zum Gesetz vom 12. Juli 1887 über den Verkehr mit Ersatzmitteln für Butter dahingehend, der Reichstag wolle dafür eintreten, daß die reelle Fabrikation und der reelle Vertrieb der Margarine weder durch Gesetzesänderungen unterbunden, noch auch, daß durch Besteuerung der Margarine deren Absatz rebuciert werde, beschließt man zu unterstützen. — Der Kammer gingen von maßgebender Seite Mitteilungen über zweifelhafte Firmen im Auslande, namentlich in Großbritanien und den Niederlanden zu. Dieselben liegen etwaigen Interessenten auf unserem Büreau zur Kenntnißnahme offen, ebenso eine Notiz, welche Vorschläge für den deutschen Ausfuhrhandel nach Siam, insbesondere in der Maschinen- und Eisenindustrie, enthält. ** Fahrplananderung der Gießener Omnibus - Limen. Die von uns am 8. d. M. gebrachte Verlegung des Frühzuges Nro. 408 von Marburg veranlaßt auch eine kleine Fahrplanänderung der Omnibuslinie A. (Bahnhof—Marburgerstraße). Mir verweisen auf die diesbezügliche in vorliegender Nummer im Jnseratentheil erlassene Bekanntmachung und bemerken dazu, daß Deckblätter zu den ausgegebenen \ Fahrplänen vom 15. d. M. ab bei Herrn Ernst Balser \ auf Wunsch unentgeltlich abgegeben werden. ** Panorama. Wie aus dem Jnseratentheile der i heutigen Nummer ersichtlich, findet die Eröffnung des j Schmidt'schen Panoramas, das sich vor zwei Jahren mit ) seinen ausgezeichneten landschaftlichen und architektonischen ! Bilderserien ein gutes Renommee erworben, morgen im Laden, i Neuen Baue 1, statt. Als erste Serie ist Hamburg, Helgoland, j Schloß Friedrichsruh rc. angesetzt. Diese Serie soll in der ! Farbenbeleuchtung und Plastik alles bis jetzt Gezeigte übertreffen. Dieselbe ist diesen Sommer aufgenommen und noch j nie ausgestellt worden. Nach dem, was Herr Schmidt früher geboten, bedarf es bei dieser Serie keiner besonderen Empfehlung. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß das Panorama auch Sonntags von 11 Uhr ab ununterbrochen geöffnet ist bis 10 Uhr Abends. ** Auszeichnung. Aus der Antwerpener Weltausstellung wurde der Beerenweinkelterei H. F. Nassauer in Gießen für die daselbst ausgestellten Dessert- und Sanitäts- toeine die bron cene Medaille nebst Diplom zuerkannt. Gewiß ein schöner Erfolg bei der überaus großen Concurrenz von Seiten Frankreichs, Italiens, Spaniens und Portugals. ** Diebstahl. Der Fahrraddieb, ein junger Mann von | hier, wurde in Groß-Karben verhaftet und befindet sich be- reits hier in Untersuchungshaft. Derselbe hatte sich vor \ einiger Zeit schon einmal ein Fahrrad angeeignet und stand ! dieserhalb noch in Untersuchung. Vor seiner jetzigen Flucht ■ mit dem entwendeten Fahrrad hatte sich derselbe er ft 10 Mk. j Reisegeld mittelst Schriftfälfchung zu verschaffen gewußt. ** Der Getreidemarkt. Aus dem Getreidemarkte will • sich noch immer keine Aussicht auf eine nachhaltige Wendung - zum Bessern zeigen. Im Gegentheil, die aus Amerika eingelaufenen Berichte über die starke Zunahme der Weizen- vorräthe auf dortigem Markte haben auf die ohnehin gedrückte Stimmung im deutschen Getreidegefchäft noch weiter l verschlechternd eingewirkt, so daß an den meisten Plätzen die Preise noch mehr gesunken sind. Die Umsätze bewegten sich dabei im Allgemeinen in beschränkten Grenzen, da. gegenüber den Realisationsangeboten die Kauflust vorwiegend eine ziemlich geringe war. Hafer behauptete sich in feinen bisherigen Preisen, allerdings aber auch bei beschränktem Verkehr. Preisnotirungen von der Berliner Producteubörse, alles zu 1000 Kilogramm gerechnet: Weizen von 112—132 Mk., Roggen von 102—110 Mk., Gerste von 95—180 Mk., Hafer von 107—144 Mk. SW. Aus der südlichen Welterau, 10. October. Ein gewaltiger Rückschlag ist — für uns wenigstens — urplötzlich im Obstgefchäste eingetreten, denn feit gestern sind alle Einkäufe eingestellt worden und die Nachricht traf ein: der Frankfurter Markt ist mit Kelterobft vollständig gesättigt und überfüllt, Niemand will noch haben, die Con- fumenten^finö vollständig versehen, man bietet nur noch 4 Mk. pro Doppelcentner, welcher zu Anfang der Woche noch mit 6Vs bis 7 Mk. bezahlt worden ist. Man kann sich denken, daß diese Nachricht sehr deprimirt, denn das Obst ist um die jetzige Zeit sehr gut geworden und wäre zu 4 Mk. pro Malter halb verschenkt. Wir glauben nicht, daß dieser Rückschlag lange anhält, rathen den Producenten aber doch, sich auf ungünstige Vorfälle einrichten und selbst Obstwein herzustellen, wenn es äußerst möglich ist. Bei 4 Mk. pro Malter, kommt das Glas Apfelwein auf 3 Pfg. zu stehen, unter Umständen wird es noch billiger. Im nächsten Jahre gibt es sicher eine schlechte Aepfelernte, denn nach 2 reichen Obsternten folgt schwerlich eine dritte, der Aepselwein wird darum in 1895 und bis zum Herbste 1896 ein sehr begehrter, ! gut bezahlter Artikel sein, an welchem ein schönes Stück Geld j verdient werden muß. Wer daher Fässer und Kellerräum- j lichkeiten besitzt, und ein Bischen etwas vom Obstweinmachen versteht, was gar nicht schwer zu begreifen ist, der lasse sich von den schlechten Preisen nicht ins Bockshorn jagen, sondern mache „Astheimer" was er unterftouen kann. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß er sein Obst um hundert Procent besser dadurch verwerthen kann, als wenn er es zu den jetzigen Schleuderpreisen weggibt. SW. Aus der südlichen Wetterau, 12. October. Der plötzliche Rückschlag im Kelterobstgeschäfte wird wahrscheinlich einige gerichtliche Nachspiele im Gefolge haben. Die Händler, welche noch zu höheren Preisen kauften, wollen nämlich die gekauften Quantitäten nicht abnehmen, sondern versuchen unter allerlei Vorwänden und Nörgeleien, wie man zu sagen pflegt: „die Halfter auszustrippen." Aber was gekauft ist, muß ordnungsmäßig bezogen und bezahlt werden, das ist Handelsrecht. — Wir machen noch darauf aufmerksam, daß solche Rückschläge, wie jetzt einer eingetreten ist, gar nicht selten vorzukommen pflegen, Diese „Baisse" wird bann von besonders schlauen Händlern benutzt, um die Bauern abzu- schlachten. Der „Gießener Anzeiger" hat vor mehreren Jahren in einem Aufsatze über „Obstverwerthung" auch auf diesen Fall aufmerksam gemacht. Wir sind der Ansicht, daß Grund zu Besorgniß nicht vorliegt, denn übermäßig viel Kelterobst, insbesondere Aepfel, hat es nicht gegeben, der Markt kann also auch nicht überfüllt und gesättigt sein. Der Rückschlag scheint uns daher mehr eine künstliche Mache zu fein. Wer einige Zeit zuzufehen vermag, wird wahrscheinlich seine Rechnung finden. Die Herstellung von Apfelwein wird noch ei-mal empfohlen. -o- Blofeld, 10. October. Die schweren Herbstarbeiten auf dem Lande mahnen zur Vorsicht, welche, wenn sie unterlassen wird, manchmal bitter gebüßt werden muß. Eine junge, blühende, kaum 32 Jahre alte Frau that sich dieser Tage beim Honigkochen am Kessel weh. Sie bekam Darmverschlingung, welche mit baldigem Tode endigte. Heute wurde die junge Frau unter großer Betheiligung zur letzten Ruhe bestattet. 0. Aus Oberhefseu, 12. October. • Wer die richtige Erziehung und Pflege des Obstbaumes sehen und auch lernen will, der lenke feine Blicke jetzt wieder auf die Staatsstraßen, wo man sich bereits mit den Einwinterungsarbeiten für die Obstbäume befaßt. Man wird bemerken, daß alle Stämme bis hinauf in die Kronen sauber abgekratzt und von der alten Rinde gereinigt werden, denn diese ist der richtige Zufluchtsort und Schlupfwinkel für alles Geschmeiß, Obstbaumschädlinge und Jnsecten, die dem Baume die größten Feinde im kommenden Frühjahre und Sommer sind. Das alles ist zwar schon hundert und tausend mal gedruckt und vorgetragen worden, trotzdem sollen die öffentlichen Blätter ihre Spalten immer von Neuem diesen Ermahnungen und Zurufen öffnen, weil es zu viele Obstbaumzüchter gibt, die Augen und Ohren haben, aber dabei doch weder sehen noch hören mögen. — Wenn die Stämme gereinigt sink', werden sie bis in die Krone hinauf mit Kalkmilch angestrichen, wodurch Eier und Larven des Ungeziefers vollends beseitigt werden. Ist dies geschehen, so binden die Straßenwärter die Stämmchen etwa 5 dis 6 Fuß hoch mit Buchenreistg, an welchem gegenwärtig das Laub noch hängt, sorgfältig ein. Man wählt wahrscheinlich Buchenreisig um deswillen, weil es sehr billig ist. — Wir machen weiter noch auf Folgendes aufmerksam: Die Zeit ist gekommen, wo das Weibchen des FrostspannerS (Geometra brumata) an den Obstbäumen in die Höhe fliegt, um seine Eier in die Knospen dieser Bäume abzulegen. Im nächsten Frühjahre schlüpfen die Raupen aus, umspinnen die Knospen, bohren sich hinein und fressen die entstehende Blüthe aus. Wenn man jetzt die sogenannten Kleberinge anlegt, kann man sich vor großem Schaden bewahren. Die Weibchen bleiben auf diesen Ringen hängen und können dort leicht vertilgt werden. Wie die Kleberinge mit Raupen- oder Brumataleim angelegt werden, weiß Jeder, es soll daher nur auf die Sache aufmerksam gewacht und darauf hinge- roiefen werden, daß jetzt der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, den kein Obstbaumzüchter versäumen sollte. Mainz, 12. October. Von der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wurde heute der Redakteur des „Mainzer Journal" wegen Beleidigung der Ober-Ersatzcommission zu einer Geldstrafe von 100 Mk. eventuell 10 Tage Gefängniß verurtheilt. Alsbald nach Annahme der neuen Militärvorlage hatte das genannte Blatt unter der Spitzmarke „Alles, was kriechen kann, wird genommen" nach der Mittheilung eines Arztes eine Notiz gebracht, in welcher behauptet wurde, daß ein schwindsüchtiger Mann hier zum Militärdienst ausgehoben und zum Train nach Darmstadt beordert worden fei. Durch diese Mittheilung fühlte sich die Ober-Ersatzcommission beleidigt, doch erfolgte vor dem Schöffengericht Freisprechung des Redacteurs, der in Folge Berufung sich heute vor der Strafkammer zu verantworten hatte. Während der Civilarzt, der dem Blatte die Mittheilung gemacht hatte, bei der heutigen Verhandlung deponirte, daß der zum Militärdienst AuSgehobene öfters krank gewesen, Lungenentzündung gehabt und Blut gespieen und gehustet habe, gab der Oberstabsarzt fein Gutachten dahin ab, daß der Ausgehobene nicht mit den behaupteten Leiden behaftet gewesen auch keine erbliche Belastung Vorgelegen, sondern die Untersuchung nur eine Lungenvereiterung ergeben habe, indeß nicht so hochgradig, daß der Mann hätte zurückgestellt werden müssen. Vermischtes. * Frankfurta. M., 12. October. Im Laufe des heutigen Tages soll auf dem beinahe fertiggestellten Städtischen Elcctricitäts-Werke ein erster practischer Versuch mit dem Anlassen des Stromes in das Straßennetz gemacht werden und zwar zunächst mit dem einen völlig vollendeten von vier Kesseln gespeisten 700pferdigen Dynamo von Kühn in Stuttgart. Die weiteren zwei noch vorgesehenen, gleichgroßen Dampfdynamos sind noch in der Montage begriffen und werden voraussichtlich erst in den nächsten Wochen zur Inbetriebnahme bereit fein. Die für ien 15. October vorgesehene Eröffnung des Gesammtbetriebes deS Werkes dürfte sich noch um einige Wochen hinauSziehen. Bekanntlich giebt das Werk den Strom für Leucht- und gewerbliche Zwecke an Private ab, eine Beleuchtung der Straßen «it electrischem Lichte ist noch nicht vorgesehen. • Ratibor, 11. October. In Biala stürzte da» zwei- stückige Wohnhaus des Stadtarztes Dr. KwieciuSkt ein. Bon sieben hierbei verunglückten Maurern waren drei sofort todt, vier schwer verletzt. * Hamburg, 12. October. Der heute abgegangeue Afrikadampfer „Sulu Bohlen" nahm sechs Missionäre aus Limburg a. d. L. mit, die durch Vermittelung des hiesigen „St. RaphaelvereinS zum Schutze deutscher Auswanderer" befördert werden und ihre MijsionSthätigkeit in Kamerun auszuüben beabsichtigen. Sie nahmen einen eigenen kleinen Flußdampfer mit. (Frkf. Ztg.) ♦ Paris, 12. October. Vor glänzend besetztem Hause begann in der Oper die Premiöre des „Othello" von Verdi. Casimir Perier wohnte der Aufführung bei und gab nach dem ersten Acte daS Zeichen zum Beifall. In der Loge des Präsidenten befanden sich Dupuy und die Minister, sowie der italienische Botschafter. Während deS ersten ZwischenacteS rief Casimir Perier Verdi in seine Loge und decorirte ihn mit dem Großcordon der Ehrenlegion. Verdi verbrachte den nächsten Act in der Loge des Präsidenten. Beim Schluß des ActeS führte der Präsident den greisen Componisten an der Hand in den Vordergrund der Loge und klatschte ihm zu. Das Publikum erhob sich von den Sitzen und brach begeistert in den Ruf: „Hoch Verdi!" aus, zugleich mit Hüten und Taschentüchern winkend. Die Decorationen sind prächtig, die Aufführung gut; besonders ragt Maurel als Jago hervor. * Die deutsche Rhederei hat auf derWeltauSstellung in Antwerpen, auf welcher bekanntlich eine eigene internationale Section für Marinewesen geschaffen war, einen neuen Triumph gefeiert. Das unbestritten schönste Aus- stellungsobject war der Pavillon des Norddeutschen Lloyd mit seinem Inhalt. Bei der vor einigen Tagen stat:gehabten Preisvertheilung erhielt der Norddeutsche Lloyd den grand prix, die höchste verliehene Auszeichnung. Ausgestellt waren Modelle der Schnelldampfer von den Linien des Norddeutschen Lloyd, Bremen—New-Aork und Genua—New-Aork, Reichspostdampfer von den Linien Bremen—Australien und Bremen—Ostasien, Salondampfer von der Linie Bremen—Brasilien und Postdampfer von den Linien Bremen—La Plata und Bremen—Baltimore. Außerdem umfaßte die Ausstellung des Norddeutschen Lloyd SchiffSgeräthschaften, nautische Instrumente, graphische Darstellungen aus dem Betriebe u. a. Der Pavillon ist vom König der Belgier und seinen fürstlichen Gästen häufig besucht worden und bildete überhaupt eine Art Mittelpunkt der ganzen Weltausstellung. * Ein gelungenes Stückchen hat sich jüngst in Pforzheim ereignet. Ein biederer Handwerksmeister hatte Sonntags in seiner Werkstatt mit seinen Gesellen eine dringende Arbeit zu verrichten, waS freilich im Hinblick auf die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe eine nicht ganz unbedenkliche Sache war. Um sicher zu gehen, gab der Meister seinem Lehrling, der seit Ostern bet ihm ist, den Auftrag, sich auf die Straße zu begeben, um zu sehen, ob kein Schutzmann sich in der Nähe befinde. Meister und Geselle machten sich an die Arbeit und waren gerade im besten Zuge, als nach cfroa 10 Minuten die Thüre zur Werkstatt sich öffnete und der Lehrling mit den Worten hcreinstürmte: „Meister, endlich habe ich einen gefunden!" * Welch guten Geschmack da8 Seiuewaffer in Paris haben mag, kann man aus nachstehender Zusammenstellung der Thiercadaver ersehen, die im Laufe des Jahres 1893 im Weichbild der Stadt aus der Seine gefischt worden sind: 5652 Hunde, 3307 Katzen, 9108 Ratten, 17,200 Hühner oder Fasane, 3942 Vögel aller Art, 4209 Kaninchen, 789 Schweine, 7 Kälber, 4 Igel, 33 Pferde, 15 Schafe, 13 Affen, 6 Schlangen, zusammen nicht weniger als 28807 Cadaver, die zumeist schon im verwesten Zustand in den Fluß geworfen worden waren. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 11.October. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Havel, Capitän Th. Jüngst, vom Nordd. Lloyd tn Bremen, welcher am 2. October, von Bremen und am 3. October von Southampton abgegangen war, ist gestern, 5 Uhr Nachmittags, wohlbehalten tn Newvork angekommen. Bremen, 11.October. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Willehad, Capitän R. Nierich, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am 27. Septbr. von Bremen abgegangen war, ist heute, 9 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, Land- unb Volk-u>irth schäft. m ly- Octbr. Marktbericht, gut dem heutigen Wockenmartt kostete. Butter pr. Vfd. x -.90—1,10, Hühnereier Pt. Stück A. 2 Stück 14—15 4, Käse pr. St. 4—8 Jk. Käsematte PC. et 3 4, Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Baar X 0,50—0,75, Hühner pr. Stück X 0,90—1,20, Hahnev pr. et X 0.50- 0,85, Enten pr. St. X 1,60 bis i ,91 Ochsenftrllck or.Jgfb 74—^78 4, Kuh- u. Rindfleisch pr. Pfd. —70 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 66—76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 68-70 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 58—68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50—5,50 X, Weißkraut pr- Stück--4, Zwiebeln pr. Centner 3,00-3,40 X. Milch w . 8tar 16 20 A, Enteneier 2 St — 4, Gänseeier — 4, Zwetschen pr. Cir X 3,00—4.00 - LebenSverficherungS - Gesellschaft zu Leipzig, aus Gegenseitigkeit gegründei 1830 (alte Leipziger). Es sind vom 1. Januar biS Ende September 1894 4720 Versicherungen über 33240200 Mk. beantragt worden, 403 Versicherungen über 3 230000 Mk. mehr als im gleichen Zeiträume des Vorjahres. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 583 Mitglieder, die mit 3 759 400 Mk versichert waren. Der Versicherungsbestand stellte sich Ende September 1894 auf 60 900 Personen mit 422 Millionen Mark Versicherungs- hjmtne- Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueberschüsse den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als fünf Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42pCl. der ordentlichen Jabresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem l'/rpCt. der Summe der gezahlten Zusatz- pramren, was mit Rücksicht auf anderweite Auslassungen über diesen Punkt hier ausdrücklich heroorgehoben werden mag. Würde eine Dividende aus die Zusatzplänne nicht gezahlt, so wäre der Divi- dendensatz auf die ordmtlrche Jahresprämie noch wesentlich höher als 42 pCt. A«SMg au» den Standeraintsregiftern der Stadt Gietzen. Aufgebote. Ociober: 6. Georg Philipp Herbener, Bäcker zu Bockenheim, mit Maria Hinkel daselbst. 9. Theodor Witt, Kellner zu Wiesbaden, mit Catharine Volk daselbst. 10. Jakob Kolb, Dachdecker zu Offenbach, mit Marie Elise Luise Balser von hier. 10. Wilhelm Emil Eduard Julius Ludwig Schmitz, Barbier dabier, mit Katharine Weller Hierselbst. 10. Karl Anton Franz Braun, Lehrer dahier, mit Elisabethe Bromfield zu Auerbach a. B. 11 Ludwig Waldschmidt, Amtsgerichtsdiener-Substitut dabier, mit Ottilie Schäfer von Wieseck. 12. Hugo Joseph Maria Hoffmann, Zahlmeister dahier, mit Anna Maria Elisabethe Amthor zu Altendorf (Rheinland). 12. Philipp Römer, Posthtlssbote dahier, mtt Maria Luise Becker von Treis a. d. Lda. Eheschließungen. October: 6. Karl Ludwig Ernst Petri V., Lacktrer dabier, mit Katharina Elisabeths Geist Hierselbst. 10. Heinrich Specht, Sergeant dahier, mit Anna Zell hterselbst. 10. August Christian Rath, Müller zu Wetzlar, mtt Emma Dorothea Benner Hierselbst. 11. Bernhard Johann Waldemar Wachter, Installateur dahier, mit Johannette Kried hterselbst. 12. Christian Volkmann, Bahnarbetter dahier, mit Christine Wtdl hierselbst. 12. Johann Carl Neurath, Schreiner dahier, mit Luise Maria Schmidt hterselbst. 12. Christoph Konrad Dröll, Sattler und Tapezier dahier, mit Catharina Weber hterselbst. 12. Wilhelm Stetmnüller, Maurer dahier, mtt Anna Elisabethe Eis hterselbst. etbotmu October: 1. Dem Fabrikanten Wilhelm Emil Homberger ein Sohn, Otto Walter. 1. Dem Fabrikarbeiter Joh. Jacob Siemon eine Tochter, Emma. 4. Dem Metzgermeister Fritz Schlörd eine Tochter. 5. Dem Kaufmann Friedrich Troxel ein Sohn. 6. Dem Hilfs-Portier bet der Main-Weser-Bahn Adam Döring eine Tochter, Lina Maria. 7. Dem Lagldyncr Joh. jtail Schäfer dne Tochter, Elise Marie Christine. 7. Dem Sattler meister Aug. Kilbinger eine Tochter. 7. Dem Dachdeckermeister Heinrich Schmoll ein Sohn, Wilhelm Karl. 7. Dem Landgerichtsrath Hermann Sandmann eine Tochter. 7. Dem Fabrikarbeiter Karl Repp eine Tochter, Lina Elise. 8. Dem Schreiner Jos. Aug. Langer eine Tochter, Emile Marie. 8. Dem Ausläufer August Kersten ein Sohn, Wilhelm Gustav Hermann. 9. Dem Schneider Adam Volz Zwillinge, zwei Söhne, Hans und Wilhelm. 9. Dem Gymnasiallehrer Dr. Georg (Stemm eine Tochter. 11. Dem Schutzmann Andreas Göbel eine Tochter. Gestorbene. October: 5. Agnes Simon, geb. Briegleb, 77 Jahre alt, dahier, Wtttwe von Pfarrer Wilhelm Simon. 6. Otto Schneider, 19 Jahre alt, Gymnasiast dahier. 6. Wilhelm Max Schmidt, 7 Jahre alt, Sohn von Schneider Heinrich Schmidt IX. dahter. 7. Philipp Bindeburg, 22 Jahre alt, Pflasterer und Steinhauer von Annerod. 7. Michael Theiler, 35 Jahre alt, Bierbrauer dahier. 8. Konrad Uhl, 4 Jahre alt, Sodn von Bergmann Konrad Uhl zu Laufdorf. 10. Ernst Schubecker, 7 Jahre all, Sohn von Zimmermeister Georg Schubecker dahier. 10. Daniel Schaub, 26 Jahre alt, Schneider von Hatzfeld. 12. Marie Brune, geb. Kaiser, 39 Jahre alt, Ehefrau von Schuhmachermeister Carl Brune zu Gründerg, Kreis Gießen. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt (Siesten. Evangelische Gemeinde. •rtrauU. MatthäuSgemetnde. Den 12. October. Christoph Konrad Dröll, ©etthr und Tapezier zu Gießen, und Katharine Weber, Tochter deS verstorbenen Taglöhners Ludwig Weber zu Gießen. MarkuSgemeinde. Den 10. October. Christian August Rath, Müller zu Wetzlar, und Emma Dorothea Benner, Tochter des Schuhmachermeisters Philipp Benner zu Gießen. Dm 11. October. Bernhard Wachter, Installateur zu Gießen, und Johannette Krieb, Tochter deS Gemüsehändlers Heinrich Kried zu Gießen. Den 12. October. Christian Volkmann, Bahnarbeiter zu Gießm, und Christine Will zu Gießen. Denselben. Wilhelm Steinmüller, Maurer zu Gießm, und Anna Elisabeth Eif, Tochter des verstorbenen Ackermanns Ludwig Konrad Eif zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 10. October. Carl Ludwig Ernst Petri, Lack rer zu Gießm, und Katharine Elisabethe Geist, Tochter deS verstorbenen Eisendrehers Johann Matthäus Geist zu Steinbach. Setanfte« MatthäuSgemetnde. Den 7. October. Dem Taglöhner Christoph Steih ein Sohn, Karl, geboren den 8. September. Den 9. October. Dem Betriebsleiter der Gießener OmnibuS- Gesellschaft Anton Dorsch eine Tochter, Hedwig Marie Elsa, geboren dm 13. September. MarkuSgemeinde. Den 7. October. Dem Bureauvorsteher Louis Euler ein Sohn, Louis Karl Ludwig Heinrich, geboren den 10. September. Lukasgemeind e. Den 7. October. Dem Lacktrer Johannes Röhmig ein Sohn, August Konrad, geboren den 13. August. Denselben Dem Bahnarbeiter Karl Döpfer ein Sohn, Emst Friedrich, geboren den 2. August. Denselben. Dem Piioatter Josef Güngertch ein Sohn, Ernst Ludwig Rudolf Walther, geboren den 13. August. Denselben. Dem Schlosser Arnold Handloser eine Tochter, Dora Wilhelmine, geboren den 29 August. Denselben. Dem Kaufmann Rudolf Nowack eine Tochter, Marie Luise Käthchen Brunhild, geboren den 7. Juli. Den 11. October. Dem Restaurateur Christian Riegelmann ein Sohn, Karl Christian, geboren den 14. September. Johannesgemeinde. Den 7. October. Dem Realgymnastallehrer Heinrich Weyell ein Sohn, Hellmuth Philipp Carl Waldemar Gustav, geboren dm 23. August. Denselben. Dem Bildhauer Martin Schmall eine Tochter, Elfriede Hermine, geboren den 23. Juni. »etrptgte. Lukasgemeinde. Den 7. October. Agne« Simon, geb. Briegleb, Wittwe deS Pfarrers Wilhelm Simon, alt 74 Jahre, starb den 5. October. Johannesgemeinde. Den 7. Ociober. Wilhelm Schmidt, Sohn des Schneiders Heinrich Schmidt, all 7 Jahre, starb den 6. October. Den 12. October. Emst Carl Schubecker, Sohn des Zirnmer- meisters Georg Schubecker, all 6 Jahre, starb den 10. October. kirchliche Anzeigen der Statt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 14. October. 21. Sonntag nach Trinitatis. I« der Gtadttirche. Vormittags 11V« Uhr: Kinderklrche. Pfarrer Schlosser. Gottesdienst in der Synagoge. Montag den 15. October und Dienstag den 16. October Larrb- hültenf-fi. 1. Tag: Vorabend 5 Uhr, Morgens 8‘° Uhr, Nachmittags 4 Uhr. 2. Tag: Vorabend 6 Uhr, Morgens 8^Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends v" Uhr. ________A Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Montag dm 15. und Dienstag den 16. October Laub- ^^oraBenb 518 Uhr, Montag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Abends 615 Uhr. Dienstag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, Fefiesaus- gang 615 Uhr. Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage wird bedeutend erhSht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Bett iedSmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomodilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von «.Wolf in Magdebnrg-Bucka« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie undLaadwirthschaft verbreitet. GeringerBrennmaterial- verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit find dieHaupt- vorzüge dieser Maschinm, vermöge deren sie nicht nur auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzm stets den Steg daoongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet sind. (4472 Waschanstalt Grimberg. Durch vorschriftsmäßige neue Einrichtung unseres Aichlocals sind mir; in den Stand gesetzt, allen Anforderungen zu entsprechen und hallen wir' solches allen Jntereffenten bestens empfohlen. Grünberg, am 12. October 1894. Großh. 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Abendeonrser 150 50 | Oesterr. Credit-Actten Proben meiner Speisckartoffeln sind in kleinsten Quantitäten bei den Gemüsehändlern, den Herren Schäfer am Kirchenplatz und Klotz auf der Mäusburg käuflich zu haben. Die Preise der acht Sorten liegen nach Qualität zwischen 3,50 Mark und 8,— Mark per 100 Kilo Ein Mädchen für sofort gefacht. 8314 Bleichstraft- 11. (1 Malter). Gießen (Hardthof), 13. Octbr. 1894. Schlenke Turnverein. ^Hauptversammlung Mittwoch, den 17. Oetober er., Abends 9 Uhr, in der „Restauration Schnell". Gießener Omnibus-Gesellschaft e.G.m.b.H. Von Montag, den 15. October ds. Js. tritt folgende 87.301 4o/o Eisenb. Rentenb. Obl. 50.3015o/o Buderus Obl. 500 Mark als II. Hypothek auf ein Geschäftshaus zu leihen gesucht. Als I. Hypothek sind nur 50 pCt. der Taxation ausgenommen. Nähere Auskunft wird ertheilt]Stein« MchÄtzenhans. Sonntag den 14. Moder Grosses Concert Schmidts nMertroffeuks Aanorama Ayotopkastik Neuen Baue 1, Part. Einem hochgeehrten Publikum der Stadt Gießen erlaube ich mir ganz ergebenst zur Kenntniß zu bringen daß ich morgen Sonntag den 14. October mein elegant ausgestattetes 8439 Panorama Photoplastik nach zweijähriger Abwesenheit von hier wieder eröffnen werde. Erste Woche: Pracht-Serie I. Ranges. Hamburg, Helgoland, Norderney, Schloß Ariedrichdruh Fürst Bismark am Schreibtisch. (Ohne Concurrenz auf dem Continent.) Ersuche Kunstfreunde u.Kritiker, sich von der naturwahren Darstellung zu überzeugen Entree 30 Kinder 20 Abonnements: 10 Reisen 2 Schüler 1.50 Jt. Geöffnet von Morgens 10 bis Abends 10 Uhr. , Jeden Sonntag «ene Reise. ES gelangen nur hier noch nicht gezeigte Serien zur Anficht. Da die Saison nur bis 15. Jan. ausgedehnt wird, so bleiben sämmtliche Serien nur 8 Tage stehen. Um geneigten Besuch bittet Hochachtungsvoll ergebenst H. Schmidt. Danksagung. Für die überaus herzliche Theilnahme bei unserem schweren Verluste, für die zahlreichen Blumenspenden, sowie Herrn Pfarrer Naumann für die tröstenden Worte sagt den innigsten Dank 4°/0 HamburgerHyp Bk.imk.b.1900 104.— Gießener Eis-Verein. Dienstag den 16. Netader, Abends 8'/r Uhr eneraloerfamm(ung im Kaiserhof, 1. Stock. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Vorstandswahl. 3) Geschäftliches. Gießen, im October 1894. 8470 . Der Borstand. junger Bursche oom l 8453] Junger Mann sucht Be- Gelegenheit geboten schLftigung als Schreibgehülfe. Off unter K. M. 12 an die Exp. d-Bl. Halte mich meiner geehrten Kundschaft im Harniren von Damen- und Kinderhüten nach wie vor bestens empfohlen. 8471 Bahnhofstraße 59. IkUU J. Wachter 8471 geb. Krieb. X» Omnivits-Bervirrdurrg KSÄ 1«" ÄÄKÄÄ — Linie B BabnboffinAe—flUrft—fltuen »üue—Srünbergerstraß«._________ 3'/jr°/o Frankfurter Hyp. Bk. 99.— - _ , 4°/o Frkf.Hyp.Cred.V.verl.ü.lOO°/o 102.50 3»/s°/o Preuß Hyp. A. 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Exp. 8368 werden Mädchen von 15—17 Jahren, auch Mädchen für Küche und Hausarbeit durch Kran Müller, Vermieth-Büreau, 8309__________Löwenaasse._____________ 837b] Braves, tüchtiges Mädchen gesucht. _______________Steinstraße 30. 8423] Mädchen in kl Haushalt gesucht. Frau Weiftenbach, Bismarckstr. 8. Dienstmädchen, das schon in befferen Häusern gedient hat, zum soforrtigen Eintritt oder für später gesucht, von Frau Ingenieur Hilden, brand in Grünberg. |«434 Zu möglichst zahlreichem Erscheinen ladet die Mitglieder ergebenst ein__________________________Der Vorstand. ©onrsbericht von J. Kurz & Co., Giessen, Bahnhofstraße 63. Offene Stellen besetzt kostenfrei der Kaufmännische Verein zu Frankfurt (Main). — Jahresbeitrag für neu ein tretende auswärtige Mitglieder Mk. 5.— Einschreibegeld für stellesuohende Nichtmitglieder Mk. 2,50 für 3 Monate. [5876 Neues Theater, Giessen 8040 Steins Saalöau. (Direction: Adam Keiner«.) Sonntag den 14. October 1894 Nachmittags 37s Uhr Clavierspieler hält sich z« Pafienden Gelegenheiten bestens empfohlen. 7982 Arno Friede, Marktplatz 29. Eine Scheune mit oder ohne Stallung wird vom 1. Juli 1895 ab auf mehrere Jahre zu miethen gesucht. [8409 Kessler» Pserdemetzger Ein Schneider Beschäftigung 8469] bei P. I. Jacobi, Neue Bäue l7. 8413] Tüchtiger Pferdeknecht auf sofort gesucht von Johannes Krei- ling IX. Wtttwe, Wieses._________ Hausbursche gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 8368 8465] Stadtkundiges Hausbürschchen gesucht. __Heinrich Wallach. 8429] Ei« HanSbnrsche sofort gesucht. Rheinischer Hof, Frankfurlerstr 1. November. Westanlage 19. Victor v. Berndt . Herr Alexander Otto Der heutigen Nummer liegt ein Prospekt von W. Seck & Co., Oberursel, betr. Petroleumund Gasmotor GNOM (General-Vertreter: Gnstav Gross, _________ Nahiungsberg 3. 8437] Ein braves, jüngeres Mädchen vom Sande •yTURH" «edactton: Ä. Schevd«. — Drnck und Verl«, der Brühl'schm Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen. Dia hauktge Nummer umfaßt 10 «ettea»