21?» tersweg 67 in os Heiur. Knaygj Söhne, SeUe & Winkelmann Saiten, mos. ?Äge Arbeit Garantie. jg genommen. S\ illetj Pinaud, ee l Wm efte re. Mn. __ figen Zl-nlen «geführte Mer --- 3016 ees 4 Taschä. DbcrScS,n,fprt418 flflpCW . Nr. 86 Der erscheint täglich, eit Luänabmk bei Montag» Die Gießener »ewlfhelfilt« Mrten dem Anzeiger MAchenll.ch dreimal kn^deft Erstes Blatt. ZamStag den 14. April ---- —-- 1894 Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Niertetjadrrge, Aliutaeitinttol 2 Mark 20 Pjg. «M Vringerlahn. D«ch die Post dez«G» 1 War! 50 Pi, Maetwn. ErVebitire imb Druckern: Kernjprecher 6L Zlnrts- und Anzeigeblutt füv den Kreis Gieszeir. Annahme von Anzeigen zu ber Nachmittags für bei folgenden Tag erscheinenden Nummer bil Sonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Hießener Kamikienökätter Alle Annoncm-Bureaux bei In. und Auslandes nehm« Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger- entgegen. 2lmtlid?«r Tbeil. Bekanntmachung, betr. Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Rußland. Das nachstehend abgedruckte Ausschreiben Gr. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 5. d. Mts. bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 11. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Darmstadt, 5. April 1894. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz an die (tzrofiherzoglichcn Kreisämter. Rach einem Erlaß de» Kaiserlich Russischen Finanz- ministers an die Zollbehörden ist auf Grund des zwischen dem deutschen Reich und Rußland abgeschlossenen Handelsund Schifffahrtsvertrags (Schlußprot. 1. Theil z. Act. 6 u. 7) die Bestimmung getroffen worden, daß deutsche Maaren, über welche ordnungsmäßige Frachtpapiere vorgelegt werden, zu den vereinbarten Zollsätzen abzufertigen sind, sofern sie von einer ihren deutschen Ursprung nachweisenden Bescheinigung begleitet oder mit Fabrikzeichen versehen sind, aus denen unzweifelhaft entnommen werden kann, daß sie deutscher Fabrikation sind. Die genannten Ursprungszeugnisse können — außer von den Kaiserlich Russischen Consulaten und Consularagenten — von den Großhcrzoglichen Bürgermeistereien und den Polizeibehörden, sowie von den Großherzoglichen Handelskammern unter Beifügung des Amtssiegels ausgefertigt werden und können als Muster für solche Ursprungszeugnisse die unserem lithogr. Ausschreiben vom 29. Mai 1893 zu Rr. M. I. 14912, die Ausstellung von Ursprungszeugnissen für nach der Schwei; auszuführende deutsche Maaren betreffend, beigefügten Formulare bei entsprechender Aenderung des Vordrucks bis auf Weiteres benutzt werden. Wir empfehlen Ihnen die vorstehende Verfügung durch Abdruck in den Kreisblättern zur Kenntniß der Interessenten und der bethelligten Behörden zu bringen. Finger. Best. Bekanntmachung, betr. Verminderung der Herbstzeitlose. Im Interesse der Wiesenkultur ordnen wir auf Grund 3et Art. 24 der Wiesen-Polizei-Ordnung auch für das laufenden Jahr an, daß die auf den Wiesen wachsenden Herbstzeitlosen zur Zeit des höchsten Saftstandes durch Ausrupfen der Stengel beseitigt werden. Da das Ausziehen möglichst bei feuchtem Boden zu geschehen hat, damit der Schaft der Pflanzen nicht schon dicht unter dem Boden abbricht, so ist jedenfalls der Eintritt eines durchweichenden Regens abzu- warten, ehe mit der Arbeit des Ausrupfens begonnen wird. Die auSgerupften Pflanzen sind nicht auf_bie Wege zu werfen, woselbst die Schafe durch das Fressen derselben Schaden nehmen können, sondern abseits von den Wegen unterzubringen. Die Beseitigung der Herbstzeitlosen hat bis zum 20. Mai l. I zu erfolgen, die bis dahin säumigen Besitzer haben sich der Erhebung von Strafanzeigen zu gewärtigen. Gießen, den 11. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern.___________________ Gießen, den 11. April 1894. Betr.: Wie oben. DaS Großherzogliche Kreisamt Gieße« — dte vürgtrrrreistertie» des KreUes. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie, alsbald und dann nochmals nach 14 Tagen in ortsüblicher Weise veröffentlichen lassen. Hinsichtlich der Gemeindewiesen wollen Sie insofern otetelben nicht verpachtet sind und hiernach den Pächtern die Beseitigung der Herbstzeitlosen obliegt, das Ausrupfen auf Gemeindekosten veranlassen, wozu zweckmäßigerweise Schulkinder zu verwenden sind. Bis zum 25. Mai l. I. erwarten wir Ihren Bericht darüber, ob unserer Anordnung entsprochen worden ist. Et- waige Anzeigen, welche Sie wegen ungenügenden Befolg- derselben für erforderlich halten, wollen Sie uns hierbei, ! ehe Sie dieselben in das Feldrügeregister aufnehmen, mit vorlegen. v. Gagern. Polizei-Verordnung, betreffend die Vertilgung der Maikäfer. Unter Zustimmung des Kreis-Ausschusses und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 6. März zu Rr. M. I. 5910 wird in Gemäßheit des Art. 78 des Gef. vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise und Provinzen betr. für den Kreis Gießen verordnet was folgt: § 1. Jeder Besitzer eines Grundstücks ist gehalten, innerhalb eines von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden und öffentlich bekannt zu machenden, geeigneten Zeitraums fämmtliche auf dem Grundstück befindlichen Bäume und Gebüsche täglich Morgens bis spätestens 8 Uhr durchschütteln bezw. durchsuchen und die gesammelten Maikäfer auf geeignete Weise vernichten zu lassen. Von den Waldungen unterliegen dieser Bestimmung nur die mit Laubholz bestockten Bestandsränder längs der Felder, Wiesen, Culturflächen, Blößen, Schneisen und Wege. § 2. In jeder Gemeinde bestimmt der Gemeinderath alljährlich eine oder, wenn erforderlich, mehrere Commissionen von je 3 Mitgliedern, welche sich davon zu überzeugen haben, daß die in § 1 angeordneten Maßregeln befolgt werden. Finden dieselben, daß bei einzelnen Besitzern dies nicht oder nicht in genügender Weise der Fall ist, so kann auf deren Antrag die Ortspolizeibehörde das Sammeln der Maikäfer auch gegen den Willen der Verfügungsberechtigten auf deren Kosten vornehmen lassen. Bezüglich sämmtlicher Waldungen fällt die vorstehende einer Commission überwiesene Aufgabe der Staatsforstver- waltung zu. § 3. Zuwiderhandlungen gegen die in § 1 getroffenen Anordnungen werden auf Grund des Art. 78 des Gesetzes vom 12. Juni 1874, die innere Verwaltung rc. betr., mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. bestraft. S 4. Vorstehendes Reglement tritt mit dem heutigen Tage in Kraft. Gießen, den 11. April 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 11. April 1894. Betr. : Die Vertilgung der Maikäfer. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen •* die «rote- Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie auf die heute in rubr. Betreff erlassene Polizei-Verordnung aufmerksam machen, bemerken wir, daß die in § 1 derselben vorgesehene Anordnung nur dann zu treffen ist, wenn ein Hauptmaikäferflug für Ihre Gemarkung oder Theile derselben eintritt. Ist dies aber der Fall, dann haben Sie sofort die nöthigen Anordnungen zu treffen und uns dies umgehend zu berichten. Die in § 2 der Verordnung vorgesehene Commission wollen Sie alsbald durch den Gemeinderath ernennen lassen und uns die Namen der ernannten Personen bis zum 1. Mai l- I- berichtlich anzeigen. Die Vertilgung der eingesammelten Maikäfer wird am Besten durch Zerstampfen in Gruben und nachherige Ueberschüttung mit ungelöschtem Kalk bewerkstelligt. v. Gagern. Die innere Lage. Die mit dem Wiederzusammentritte des Reichstages acut gewordene Frage nach dem eigentlichen Schicksale der Steuergesetzentwürfe und nach dem weiteren Verlaufe der jetzigen Session überhaupt hat inzwischen bereits eine vorläufige Beantwortung erfahren. Aus den Ergebnissen der am Montag abgehaltenen Berathung des Seniorenconvents des Reichstags geht hervor, daß dessen Arbeiten höchst wahrscheinlich schon Ausgangs nächster Woche zum Abschluß gelangen werden, bis dahin sollen neben einigen Initiativanträgen nur noch diejenigen Sachen zur Erledigung kommen, welche die Commission resp. die zweite Plenarlesung paffirt haben. Was aber die Vorlagen über die Tabakfabrikatsteuer und über die Weinsteuer anbelangt, so soll zwar die Steuercommission dieselben noch erörtern, im Plenum erscheinen sie indessen schwerlich mehr, sie werden daher in der Commission stecken bleiben, wenn die Regierung sie nicht formell zurückzieht. Mit diesen geschäftlichen Dispositionen muß man die Durchführung der steuer- und finanzpolitischen Action in der gegenwärtigen ReichStagSsession als gescheitert betrachten und daS ist vielleicht ganz gut. Die überraschend schnelle Erledigung der Novelle zum Stempelabgabengesetz in einer einzigen Sitzung bekundete hinlänglich die Abgeneigtheit des Plenums, sich noch in ausgedehnte steuerpolitische Debatten einzulassen, während zugleich die glatte Ablehnung des auf die Besteuerung der Quittungen, Checks und Frachtpapiere bezüglichen TheileS der Novelle erkennen ließ, daß der Reichstag auch den anderen, von ihm noch nicht durch- berathenen Steuerprojecten das nämliche Schicksal bereitet haben würde. Angesichts dieser Stimmung des Parlaments erscheint ein einstweiliger Aufschub der eingeleiteten Steuer- und Finanzreform von selbst ganz wünschenSwerth, auch abgesehen von der fortgesetzt äußerst dürftigen Besetzung deS Hause». Bis zum Beginne der nächsten Wintercampagne des Reichstages bleibt dann der Reichsregierung vollkommen Zeit, bie jetzt nicht zur Erledigung gelangenden Steuergesetze jener Umarbeitung zu unterziehen, von der schon lange das Gerücht geht und weichenden betreffenden Vorlagen später vielleicht eine etwas freundlichere Aufnahme im Parlamente verschaffen würde. ' v Infolge des nahen Schlusses des Reichstages wird voraussichtlich auch noch manche andere Frage ihm fern bleiben, die das Parlament unter Umständen sonst vielleicht beschäftigt und höchst wahrscheinlich zu erregten und langen Debatten geführt hätte. Hierher gehört u. A. der vom Abgeordneten Grafen Kanitz und seinen conservativen Freunden gestellte Antrag auf Einführung eines Getreidemonopols, zu dessen Erörterung jetzt schwerlich mehr Zeit erübrigt. Einen positiven Erfolg würde der Kanttz'sche Antrag im Reichstage wohl kaum erzielt haben, aber bei seinen Tendenzen wären die sich im Parlamente wie außerhalb desselben so schroff entgegenstehenden wirth- schaftspolitischen Gegensätze sicherlich aufs Neue aufgewühlt worden, und wir haben in Deutschland während der letzten Monate derartige Erregungen doch wahrlich genug gehabt- Auch mit der Kladderadatsch-Affaire wird der Reichstag nunmehr verschont bleiben, hoffentlich sinkt sie jetzt in daS verdiente Nichts zurück, nachdem eS keinem Zweifel weiter unterliegt, daß den bekannten Angriffen und Behauptungen im „Kladderadatsch" lange nicht die Bedeutung zukommt, die ihnen in vielen Kreisen der Nation ursprünglich beigelegt wurde. Mit der vor der Thür stehenden großen parlamentarischen Ferienzeit werden wohl auch die hier und da noch immer spukenden Gerüchte von Differenzen und Mißhelligkeiten innerhalb der leitenden Berliner Kreise vorerst endlich verstummen. Allerdings ist eS zweifellos, daß Reibungen zwischen den leitenden und maßgebenden politischen Persönlichkeiten bestanden haben, ja, daß vielleicht noch gewisse hieraus resultirende Verstimmungen zurückgeblieben sind. Einstweilen ist es indessen wenig wahrscheinlich, daß sich letztere erneut zu einer förmlichen ernsten Krisis auswachsen werden unö wenn dem Schluffe des Reichstages erst noch derjenige deS preußischen Landtages nachgefolgt sein wird, dann dürften auch die Conflictsgerüchte auf längere Zeit ruhen, die Stille in der parlamentarischen Arena würde ihrem Gedeihen nun einmal nicht förderlich sein. Deutscher Reich. Berlin, 12. April. Noch vor dem Schluffe der Reichstagssession ist ein für unser Parteileben bemerkenSwertheS Ereigniß eingetreten: Der Centrumsabgeordnete Dr. Lieber bat seine Mandate zum Reichstage und zum preußischen Abgeordnetenhause niedergelegt. Man wird in der Ver- muthnng schwerlich irren, daß Herr Dr. Lieber zu seinem Aufsehen erregenden Schritte durch die Meinungsverschiedenheiten veranlaßt worden ist, die sich zwischen ihm, als dem eigentlichen Führer der Centrumspartei, und anderen hervorragenden Centrumspolitikern allmälig herausgebildet hatten. Darüber, wer an Stelle Dr. LieberS zur Leitung der CentrumSpartet berufen werden wird, herrscht noch völlige Ungewißheit. — DaS preußische Abgeordnetenhaus führte am Mittwoch zunächst die Specialdebatte des Eisenbahnetals, welche mehrere Sitzungen beansprucht hatte, unter Genehmigung sämmtlicher zur DtScussion gestandenen Titel zu Ende. Darauf erledigte daS Haus einen bislang zurückgestellten Posten deS CultuSetats, sowie verschiedene Rechnungssachen und genehmigte schließlich das Etatsgesetz und den Nachtragsetat, womit die zweite Lesung des Etats beendigt ist. — In Berlin war der deutsche Handwerkertag vom Montag bis Mittwoch versammelt. Seine Verhandlungen flotten den Berlepsch'schen Vorschlägen zur Organisation des Handwerks, denen gegenüber der Handwerkertag im Allgemeinen keine unfreundliche Stellung eingenommen hat; schließlich sind indessen die ausgestellten Gegenvorschläge der Jnnungs- freunde zur Annahme gelangt. — Rudolf v. Bennigsen vollendet am 10. Juli sein 70. Lebensjahr. Die nationalliberale Partei plant zu diesem Ehrentage ihres Führers in Anbetracht der bedeutenden Verdienste, die sich derselbe als Patriot, wie als besonnener Staatsmann und Politiker erworben, eine Kundgebung der Dankbarkeit und besonderen Ehrung. Deutscher Reichstag. 80. Sitzung. Donnerstag den 12. April 1894. Bet sehr schwach besetztem Hause wird zunächst in dritter Lesung der Handelsvertrag mit Uruguay debattelos angenommen, ebenso das Patent-, Muster- und Markenschutz-Abkommen mit der Schweiz. Es folgt die dritte Lesung des Gesetzentwurfs stber die Abzahlungsgeschäfte. Abg. Meyer-Halle (frf.): In der Fassung zweiter Lesung verläßt dieser Entwurf die einfachsten Grundsätze der Billigkeit. Wird ein Vertrag aufgehoben, so steht doch im Allgemeinen fest, daß derjenige Theil, der den Vertrag -u erfüllen bereit ist, ohne Schaden davon kommen muß. Hier dagegen gestaltet man — was an sich schon eine Abnormität ist — dem Käufer, von dem Vertrage zurückzutreten, und man sorgt dann noch dafür, daß der Käufer schadlos bleibt, während auf den zur Eriüllung des Vertrages bereiten Verkäufer solche Rücksicht nicht genommen wird. Das Gesetz schädigt den redlichen Abzahlungs-Verkäufer zu Gunstm des Käufers, durch besten Schuld doch der Abzahlungsoertrag rückgängig wird. Ich »erde deshalb gegen das Gesetz stimmen. Abg. v. Buchka (cons.) ist im Gegensätze dazu der Ansicht, das Gesetz werde in der vorliegenden Form wohlthättg wirken. Unbilligkeiten gegen den Verkäufer enthalte dastelbe nicht. Ein Antrag Auer (Soc.) will in dem in der zweiten Lesung aus Antrag der Socialdemokraten aufgenommenen S 7, welcher für den Fall schriftlicher Vertragsabschlüsse den Verkäufer verpflichtet, dem Käufer eine zweite Ausfertigung der Ver- tragsurkunde auszuantworten die vorstehend gesperrt gedruckten Worte ersetzen durch: „gleichlautende, von beiden Theilen - unterschriebene". Staatssecretär Nieberding: Der ganze Paragraph gehöre nicht in das Gesetz. Die Vorschrift des Paragraph würde nicht nur die eigentlichen Abzahlungs-, sondern jedes Geschäft mit Thetlzahl- ungen treffen und dadurch in bedenklicher Weife in den gesarnrnten Geschäftsverkehr eingreifen. Das sei wohl nicht Absicht des Hauses. Der ganze Entwurf schütze die Interessen der kleinen Leute in genügender Weise. Man möge daher nicht in letzter Stunde, in einer gewissen Ueberhastung, eine Bestimmung in das Gesetz aufnehmen, welche der Regierung die Annahme des Gesetzes erschwere. Abg. Lenzmann (frs. Vp.) bittet ebenfalls um Streichung des S 7. Gegen Betrug habe man ja genügenden Schutz im Strafgesetzbuch. Auch für Darlehns- und Miethsvertrage sei ja die Aushändigung einer zweiten Urkunde an den Schuldner nicht vorgeschrieben, weshalb denn hier, wo doch das Bedürfnis dazu sicherlich nicht dringlicher sei. Abg. Auer (Soc.) bedauert den Widerspruch gegen den Paragraph, der doch in zweiter Lesung allseitig Beifall gefunden habe. S 8 will nach dem Beschluß zweiter Lesung allgemein alle Werthpapiere (undLotterieloose) von dem Theilzahlungsverkehr cmsschließen, während das nach der Regierungsvorlage nur hinsichtlich der „Inhaberpapiere mit Prämien" (sowie der Lotterieloose) der Fall sein sollte. Abg. Meyer (frs. Vp.) beantragt Wiederherstellung der Fassung der Vorlage. Staatssecretär v. Bötticher befürwortet diesen Antrag, der nach längerer Debatte angenommen wird. Die Gesammtabstimmung über das so geänderte Gesetz findet morgen statt. Endlich wird die Novelle zur Eoncursordnung, wonach den Vermiethern in Ansehung ihres Entschädigungsanspruchs für vorn Eoncursverwalter vorzeitig erfolgte Kündigung von Miethsverträgen ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Miethers (und Eoncursschuldners) nicht mehr zustehen soll, in zweiter Lesung unverändert angenommen. Bei Feststellung der Tagesordnung beantragt Abg. Rickert den Antrag des Grafen Kanitz, betr. die Verstaatlichung des Getreidehandels, auf die Tagesordnung zu setzen. Abg. Richter: Ich bitte dann aber wenigstens, den Gegenstand nur als letzten auf die Tagesordnung zu setzen, denn gar so viel Ehre orauchen wir ihm nicht zu erweisen. Der Antrag Rickert wird mit der von Richter vorgeschlagenen Maßgabe angenommen. Morgen: Rechnungssachen, Petitionen, Abstimmung über den Entwurf betr. die Abzahlungsgeschäfte, Antrag Kanitz. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 12. April. Die gemischte Deputation zur Be- rathung der Stellung der städtischen Behörden zu der Berliner Gewerbeausstellung 1896 beschloß, den Gemeindebehörden zu empfehlen, für die Ausstellung den Treptower Park zu gewähren, ferner eine Beisteuer von 300,000 Mk. zu leisten mit der Maßgabe, daß die Stadtbehörden über etwaige Ueberschüsse der Ausstellung in gleicher Höhe dis- poniren können. Berlin, 12. April. Der Bundesrath stimmte dem Antrag Preußens auf Verlängerung der Frist für die Gestattung der Ausnahmen von der Gewerbeordnung in Bezug auf den Unterricht in den Fortbildungsschulen an Sonntagen zu. Berlin, 12. April. Nach einer der hiesigen brasilianischen Gesandtschaft zugegangenen amtlichen Depesche aus Rio de Janeiro ist die Nachricht, daß Rio Grande sich in der Gewalt der Aufständischen befinde, vollkommen unrichtig. Köln, 12. April. Wie die „Köln. Ztg." aus Berlin meldet, verhandelte gestern der Ausschuß der Colonialgesellschaft über die geplante Expedition nach Togo. Graf Pfeil sei von der Leitung zurückgetreten und es hätten sich erhebliche Bedenken dahin geltend gemacht, ob, wenn man diese Expedition unternehme, nicht andere Unternehmen zurückgestellt werden müßten, die vielleicht wichtiger erschienen. Zur endgiltigen Entscheidung wurde eine Sitzung nach Frankfurt a. M° berufen. Antwerpen, 12. April. Die Mitglieder der Börse erhoben heute beim Gouverneur Protest gegen die neuen Getreidezölle, die in der ministeriellen Erklärung vom 3. d. M. angkkündigt wurden. Chicago, 12. April. Mehrere Fabrikbesitzer beschlossen, die Fabriken zu schließen, weil die Arbeiter sich weigern, ihre Beziehungen zu den berufsmäßigen Agitatoren aufzugeben. 10,000 Arbeiter feiern. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 12. April. Der Kaiser wird noch vor dem 2. Mai, an welchem Tage die Besichtigung des 1. Garderegiments z. F. in Potsdam stattfindet, nach dem Neuen Palais in Potsdam zurückkehren. Berlin, 12. April. Die Währungsenquetecommission ist heute wieder zusammengetreten. Vormittags fand eine private Vorbesprechung statt, an der auch Bamberger und Büsing theilnahmen. Berlin, 12. April. Im Reichstage wird in der laufenden Session jedenfalls noch die schon vor längerer Zeit im Bundesrath eingebrachte Novelle zum Zolltarif, die eine andere Tarifirung von Aether, Chloroform, ätherischen Oelen u. s. w. enthält, zur Berathung gelangen, nachdem sie bereits in den Ausschüssen durchberathen worden ist. Sie ist noch in einigen Punkten erweitert worden und soll im Juli in Kraft treten. Der Antrag Hessens, betr. die Zollbefreiung von Petroleum und Mineralölen, die zur Reblausvertilgung verwendet werden und auf Zurückzahlung des Zolles für solches Petroleum, ist von den Ausschüssen abgelehnt worden. Berlin, 12. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." stellt in einem längeren, anscheinend offiziösen Artikel über den Antrag des Grafen Kanitz, betreffend Verstaatlichung des ausländischen Getreidehandels, den ablehnenden Standpunkt der Regierung zu diesem Anträge dar. Trotz des hervorragenden Grades von staatserhaltender Wirksamkeit, den die Antragsteller für sich in die Waagschale zu werfen haben mögen, würde die Regierung pflichtgemäß doch davon absehen müffen, der großen Mehrheit der Bevölkerung zu Gunsten einer einzelnen Schicht Opfer aufzuerlegen, die an den Character von Kriegscontributionen streifen. Köln, 12. April. Ein Bericht der „Köln. Ztg." aus Friedrichsruh conftatirt, daß Fürst Bismarck seit einigen Monaten sich eines außergewöhnlichen Wohlergehens und einer Heiterkeit erfreue, wie sie ihm seit Jahren nicht mehr be- schieden gewesen. Die Berliner Reise habe insofern günstig gewirkt, als sie dem Fürsten zum ersten Male wieder nach seiner KrankheitdasVertrauen inseineKräfte zurückgab. Mit besonderer Besorgniß spreche der Fürst von der durch den russischen Handelsvertrag zum mindesten nicht verbesserten Lage der Landwirthschaft. Betreffs der Memoiren des Fürsten Bismarck erfährt die „Köln. Ztg.", daß dieselben vollständig vollendet sich in den Händen des Verlegers befänden, welchem nur die eine Bedingung gestellt sei, daß der Fürst sich den Zeitpunkt des Erscheinens Vorbehalte. Wien, 12. April. Die amtliche „Wiener Abendpost" widmet dem morgen hier eintreffenden Deutschen Kaiser herzliche Begrüßungsworte, indem sie gleichzeitig hervorhebt, daß die Zusammenkunft der beiden Souveräne eine neue Bürgschaft für jene innigen Beziehungen bilde, welche zum Heile Europas zwischen den beiden erlauchten Herrscherhäusern und deren Völkern bestehen. Wien, 12. April. Wie die „Polit. Corresp." meldet, hat Kaiser Wilhelm den Erzherzog Stephan zum Contre- Admiral der deutschen Marine ernannt. Budapest, 12. April. Das Abgeordnetenhaus nahm das Ehegesetz als Grundlage einer Spezialdebatte mit 271 gegen 106 Stimmen an. Die Minister wurden nach Verkündigung des Resultats mit stürmischem Beifall begrüßt, namentlich Szilagyi. Der Jubel Pflanzte sich auf der Straße fort. Abbazia, 12. April. Das gestern Abend zu Ehren der kaiserlichen Kinder hier abgebrannte Feuerwerk währte 1V2 Stunden und bot einen überaus großartigen Anblick. Nachdem zahlreiche Raketen, Leuchtkugeln in den prächtigsten Farben, Sonnen u. s. w. abgebrannt worden, erschien in einer Ausdehnung von 56 Quadratmetern der Reichsadler mit der Kaiserkrone. Auf der Brust des AdlerS befand sich ein „W.", aus tausenden blauen Feuerwerkskörpern zusammengesetzt. Die vier ältesten Prinzen wohnten auf einer eigens für sie erbauten Tribüne dem großartigen Schauspiele bei, während das Kaiserpaar und der Herzog Günther von Schleswig - Holstein vom Balkon der Villa Angiolina aus das Feuerwerk in Augenschein nahmen. Rom, 12. April. Zwei Anarchisten, die, wie verlautet, ein neues Attentat auf die Kammer beabsichtigten, wurden auf dem Wege dorthin gestern angehalten. Der eine davon, der eine in ein großes Tuch eingeschlagene Bombe bei sich trug, wurde feftgenommen, der andere entkam im Handgemenge. Rom, 12. April. Sardinien wird von einer neuen Plage heimgesucht, indem ungeheure Heuschreckenschwärme die ganze Ernte zu vernichten drohen. Paris, 12. April. Die Annahme gewinnt an Boden, daß es sich bei dem Interview des „Figaro"-Correspondenten darum gehandelt habe, das französische Capital für eine große Anleihe Italiens in Frankreich günstig zu stimmen. Allgemein herrscht die Ansicht vor, Frankreich dürfe den italienischen Finanzen nicht zu Hilfe kommen. Abbazia, 13. April. Kaiser Wilhelm reifte gestern Abend 88/4 Uhr, von der Kaiserin, dem Herzog Ernst Günther und den Spitzen der Behörden bis zum Bahnhof Mattuglie begleitet, nach Wien ab. Er sprach gegenüber dem Statt- Halter seine besondere Zufriedenheit über den Aufenthalt in Abbazia aus. Abbazia, Bolosca und Mattuglie waren glänzend beleuchtet. Locales tmb Provinzielles. Gieße», den 13. April 1894. * * AHSC. Aus Anlaß der Einzugsfeier Sr. Königin Hoheit des Großherzogs und Seiner Hohen Gemahlin findet am 20. d. Mts. nach Beendigung des Fackelzuges und der Serenade eine festliche Bereinigung alter und junger Corpsstudenten im städtischen Saalbau zu Darmstadt statt. * * I» ben Ruhestand versetzt wurde am 2. d. Mts. der Großh. Hauptsteueramtsdiener bei dem Hauptsteueramte Gießen Crtsttan Weidig auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai d. I. an. ’• Ueberfahre«. In einem Theile der vorigen Nummer berichteten wir über einen Unfall, der sich gestern Nachmittag gegen 3 Uhr am Kinzenbacher Bahnübergang ereignet hat. Darnach gerieth ein Heuchelheimer Landwirth, der vom Felde heimkehren wollte, sammt seinem mit zwei Kühen bespannten Wagen unter einen Bahnzug. Die Kühe blieben auf der Stelle tobt, während der Landwirth lebensgefährliche Verletzungen am Kopfe davon trug, die seine Verbringung in die hiesige Klinik nöthig machten. * * „Er Hot!" Gestern Abend 8 Uhr liefen Kinder am Neuenweg einem Betrunkenen nach und riefen ihm das allbekannte „er Hot" nach. Der Mann drehte sich plötzlich um und schlug einem zehnjährigen Mädchen mit dem Stocke derartig auf den Kopf, daß das Kind eine nicht unbedeutende Verletzung davontrug. Dieser Vorfall dürfte die Eltern oer- anlassen, ihren Kindern den Unfug des Nachlaufens und Rufens zu verbieten. Der Thäter wurde verhaftet. * * Revisionen. In den hiesigen, zur Anfertigung von Cigarren bestimmten Betrieben fand gestern wiederholt eine polizeiliche Revision bezüglich der Handhabung der gesetzlichen Vorschriften statt.— Die Revision bei den Bäckern wegen des Gewichts des Brodes fand auch heute statt; es wurden wieder einige zu leicht befundene Brode confiscirt. * * Der eingetretene Umschlag in kühlere und feuchtere Witterung scheint sich über größere Gebiete Europas zu er- strecken. Es liegen diesbezügliche Nachrichten aus verschiedenen Gegenden vor. In einigen Gegenden Westdeutschlands traten gestern sogar heftige Gewitter mit ausgiebigem Regen ein. * * BarackeN'Kaseruement. Für das zur Unterbringung des 4. Bataillons zu errichtende Baracken-Kasernemem an der Grünbcrgerstraße sind im Voranschlag für 1894/95 162,000 Mk. eingestellt. Den Ban hat die Stadt übernommen, wofür ihr außer Verzinsung des Baucapitals von der Reichsmilitär-Verwaltung auch die Kosten der Bauleitung nach der Hamburger Norm für Architecten und Ingenieure vergütet werden. Die Bauleitung, Anfertigung der Ent- würfe, der Arbeitszeichnungen, Kostenanschlag und Abrechnungen geschieht durch das Stadtbauamt. Die Absicht, das Kaserne- ment ab 1. October d. I. der Militärbehörde zu überweisen, läßt sich nicht durchführen, da die Gebäude bis zum genannten Zeitpunkte nicht mehr fertig zu stellen sind. * * Der Fechlvereiu Waifenschutz hielt am Mittwoch Abend seine Generalversammlung ab. Aus der Rechnungsablage ging hervor, daß die Abtheilung Gießen im Ganzen 300 Mark zum Waisenhausbau an die Oberfechterei Mainz abgeführt und ca. 70 Mark zur Unterstützung bedürftiger Familien in der Stadt Gießen verausgabt. Vom alteir Vorstand wurde der erste und zweite Vorsitzende, sowie der Kassirer wieder gewählt, als Schriftführer wählte die Versammlung die Herren Weiß und Semmler, als Materialienverwalter Herrn Währum, als Vergnügungsrath Herrn Hamel und als Controlleur Herrn Möckel, ferner wurden die Herren Kuder und Wohlmuth als Kassenrevisoren ernannt. Am 20. Mai findet in Mainz die Landesversammlung des Vereins „Hessischer Waisenschutz" statt,- etwaige Anträge, welche dort von der Abtheilung Gießen zu stellen sein werden, sollen in der Ende April einzuberusenden Mitgliederversammlung erwogen werden. In der Versammlung kam die erste Nummer des hessischen „Fechtvereins Waifenschutz", welche von der Oberfechterei in Mainz herausgegeben wird, zur Ver- theilung. * * Musterregister. Im Monat März wurden vorn- Amtsgericht Gießen 51 Modelle und Muster, die von zwei Urhebern eingereicht wurden, als neu geschützt veröffentlicht. — Seit 1. April 1876 wurden im Reichsgebiete 1,166,935 neu geschützte Muster und Modelle veröffentlicht, darunter 8765 von Ausländern niedergelegt. * * Postpersoualnachrichle». Dem Geheimen Expedirenden Secretär im Reichs-Postamte Mannich ist eine Poftraths- stelle bei der Ober-Postdirection Darmstadt übertragen worden. — Versetzt sind: Der Postrath Schön hals von Darmstadt nach Cöln (Rhein), der Postkassirer Kuhlmann von Mainz nach Oldenburg (Gr.) behufs Uebernahme einer Postinspector- stelle, die Postkassirer Neumann von Offenbach (Main) nach Schalke und Meyer von Worms nach Oberstem behufs Uebernahme der Vorsteherstellen der Postämter I daselbst, die Ober-Postdirectionssecretäre Elling von Trier nach Mainz, Klinkott von Oldenburg (Gr.) nach Offenbach (Main) und Elsässer von Coblenz nach Worms behufs Uebernahme von Kassirerstellen, der Ober-Postsecretär Weber von München- Gladbach nach Darmstadt, die Postsecreiäre Meißner und Heb er er von Mainz nach Braunschweig bezw. Hamburg behuss Uebernahme von Bureaubeamtenstellen 1. Kl. bei den Ober-Postdirectionen daselbst, die Postsecrctäre Kokel von Worms nach München-Gladbach und Gombel von Mainz nach Oberhausen (Rheinl.) behufs Uebernahme von Ober- Postsecretärftellen, der Poftsecretär Sucka u von Mainz nach Korschen behufs Uebernahme der Vorsteherstelle des Postamts II daselbst, die Ober-Postassistenten Schupke von Gießen und Allmannritter von Hamburg nach Offenbach (Main), sowie R i tz i n g e r von Mainz nach Gonsenheim, die Post- assistenten Looß von Gießen nach Eisenach, Storger von Appenweier nach Nidda, Möser von Cöln (Rhein) nach I Mainz, Feist von Mainz nach Darmstadt und der /lesen Kindrr am W ihm das all- pWch um " M tztocke der- U'cht Mtbtuttnöe ste die ffclttrn DtI, Nachlausn» unb vnhchet. : Anfertigung von gestern wiederhol, rndhabung der gebe,' den Bäckern h hme statt; es 3robt constScin. hlerr uub Echtere ! Europas zu er« n aus verschiedenen deukschlands ttattn Rrgrn nn. zur Unterbringung ^N'Kaseruemem an hlag für 1894/95 it die Sladt ater' s BaucopiwlS von iflen der Baulenung tin und Ingenieure ifertigung der Eni- rg und Abrechnungen lbstchl, daS Kaserne- örbe ju Überweisen, iäude bis zum ge- lefltn finb. t Mittwoch Abend 16 der Mw M Tanzen Obniechinri Main; :stützung bediirstiger sgabt. Dom alteir ersitzende, sowie der litt wählte die Ber> er, alS Materialien- nügungsralh Herrn ckel, ferner wurden senrevisoren trnanui desversammlung des ,aige Anträge, weite sein werden, sollen tqliederversammluno ung fam die cfltc M<, den wird, M «er Mer. ’■ M 1894 m Tr 1 ®t®a^ltn iJ,8' 3eft =b"; li““ ’ •«oK > lDtc D°n/ * (^ia" rfers * Tjatöii1“ Telegraphenasfistent Wenzel von Mainz nach Darmstadt. — Aagestklle sind alS Posljecrerär der Postpraetikanr Jahn in Offenbach (Main), alS Postasfistenten die Postasnsteneen Kraußmüller in Gießen, Lorge, Reinig und Weber m Mainz, alS Telegraphenassistent der Postassistent MattherS in Mainz. — Zu Ober • Postasfistenten find ernannt die Postasfistenren Ehrhardt in Darmstadt, E n e n k e l in Worms, Pitzer in Gießen und Schweickerdr in Mainz. — Dem Postsecrerär Jungmann ist eine Buchhalterstelle bet der Ober-Postkaffe Darmstadt übertragen worden. — Aus ihren Antrag treten in den Ruhestand der Postsecretär Mayer in Gießen, der Ober Telegraphenassisten Helm in Mainz und der Postverwalter Kammer in Londors. — Der Postassistent Altvater in Friedberg (Hessen) ist gestorben. • • Eisenbahn Fahrplan Der am 1. Mai in Kraft tretende neue Fahrplan der Königlichen Eisenbahn - Direction Hannover weicht in dem den diesseitigen Bezirk betreffenden Theile bei folgenden Zügen mehr oder weniger ab. Die Schnellzüge Nr. 75 und 76 find zwischrn Hannover und Fiankfurt a. M. 40 bezw. 30 Mtn. beschleunigt und fahren wie folgt: Zug Nr. 75 Frankfurt a. M. ab 8*2 (statt 822), Eaffel an 1222- ab 1219 (statt an 11*8, ab 1222), Hannover au 3£2 (statt 30®); Zug Nr. 76 Hannover ab unverändert 22b, tzaffrl an 525, ab 535 (statt an 531, ab 5*6), Frankfurt a. M. an 9.20 (statt 9.50). Sämmrliche Anschlüffe beider Züge bleiben gewahrt. Durch entsprechende Verlegung der Süddeutschen Anschlußzüge wird eine wesentliche Vcrbefferung der Berbindungen zwilchen Hamburg und Berlin einerseits und Süddeutschland und der Schweiz andererseits herbetge- führt. Z. D. wird die Fahrtdauer Basel-Hamburg und in umgekehrter Richtung um je 3 Stunden abgekürzt. — Die Abfahrt des Schnellzuges Nr. 73 von Frankfurt a. M. wird um 15 Minuten hinauSgeschoben (ab 12.45 statt 12.80) und dadurch ein directer Anschluß an den 12.33 in Frankfurt a. M. eintreffenden Schnellzug von Würzburg (ab 9.29), Nürnberg (ab 7.12), Wien (ab 8£0 Westbahnhos) rc. hergestellt. Die Ankunft deS ZugeS 73 in Hannover bleibt unverändert (725), Sämmtliche Anschlüffe desselben bleiben gewahrt. — Per« sonenzug Nr. 405 Frankfurt a. M.-Girßen fährt: Frankfurt a. M. ab 730 (statt 815), Gieße» an 9^2 (statt 10££) und zwar vor dem Schnellzuge Nr. 75 (Frankfurt a. M. ab 8^£). — Personenzug 99 a Gießen Marburg fährt: Gießen ab 10^2 (statt 986) im Anschluß an die Züge Nr. 405 und 75 von Frankfurt a. M., Marburg an 1051 (statt 1022). — Per- sonenzug Nr. 408 Marburg-Gießen fährt: Marburg ab 7.06 (statt 7.26), Gießen an 7.50 (statt 8.10), der Anschlußzug von LaaSphe trifft 7.00 (statt 7.20) in Marburg ein. * Postalische». Die serbische Postverwaltung hat die Absicht, demnächst den Postanweisungsverkehr nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn einzusühren. * • In Sachen der Platzkarten in den Harmonika-Zügen hat in der Prozeßsache des preußischen EiscnbahnfiScuS gegen den Herrn Franz Wallner zu Berlin das Amtsgericht I Berlin gestern dahin für Recht erkannt, daß der Anspruch deS FiScuS auf Zahlung der besonderen Gebühr von 2 Mark für die Benutzung eines Platzes 2. Klaffe in den sogen. Harmonika- Zügen für begründet erklärt und Beklagter demgemäß ver- urtheilt wird. 4~ Gründer-, 12. April. Vorgestern wurde der hier in Pension lebende und verstorbene Lehrer Bindewald zu Grade getragen. An 40 Collegen von hier und der Um» gegend, sowie frühere Schüler und Freunde von Groß-Eichen, in welcher Gemeinde der Verstorbene eine lange Reihe von Jahren gewirkt, folgten dem Sarge. Herr Pfarrer Koch dahier hielt die eindrucksvolle Leichenrede. § AuS dem Ohmthol, 12. April. Ein solch frühes Blühen der Odslbäume, wie gegenwärtig, ist doch für unsere Gegend ein seltenes Vorkommen. Wohl blühten auch vor zwei Jahren im April, dem ganz der jetzige gleicht, die Obst- bäume, aber damals doch erst von Mitte April ab. Jetzt aber blühen neben Kirsch» und Pslaumenbäumen auch bereits die Birnbäume und selbst die Blüthendolden der Apfelbäume sind schon sichtbar. Dabei ist der Blüthenreichthum in Hinsicht auf die vorjährige reiche Obsternte außerordentlich stark. Den Bienen bietet das sonnige Wetter die günstigste Gelegenheit, die Obstbaumblüthe reichlich auszunützen. Für den Imker find wieder die besten Aussichten auf ein gutes Bienenjahr vorhanden. Leider solche nicht für die Landwirthe, da die Trockenheit zu lange anhält. Eine eigenartige Erschei» nung bietet feit gestern die Ohm, indem ihr Wofferspiegel fast um Fußhöhe gestiegen ist. Sollte daS nicht wie das Steigen deS BrunnenwafferS auf baldiges Eintreten feuchten Wetters schließen lassen? — Interessant ist, waS eine alte Chronik von 1794, also genau einem Jahrhundert früher, berichtet. Januar und Februar waren sehr gelind und Schnee war wenig vorhanden. Am 15. Februar blühten Mandelbäume. Ende März war Klee von '/, Fuß Länge da; an HauSstöcken sand man Triebe von Vg Fuß. Im April war daS Korn in den Aehren, Bäume und Sträucher vollständig grün. Am 15. Mai traf man überall blühende Gescheine an den Weinftöckev, auch waren schon Kleeäcker zum Dürrsutter abgemäht. Ende deS Monats Mai kam eine Raupenplage, so daß sehr viele Bäume kahl standen. Der Wein war gut, aber durch Sonnenbrand ging viel verloren. Im September war Herbst und daS Stück Wein kostete in den Rheinlanden ca. 80 Gulden. Darmstadt, 12. April. Der Hochzeitskuchen der Prinzessin Melita von Coburg-Gotha (der künftigen Großherzogin) ist, wie aus London geschrieben wird, in der dorugen Hoseonditorei Günter angefertigt worden; er ist 6 Fuß hoch und wiegt mehr als 150 englische Pfund. Die Zuckergußverzierungen bestehen aus Myrthendlüthen, Eicheln und Eichenblättern, sowie Ulmenblättern, welch' letztere den seemännischen Beruf des herzoglichen Brautvaters versinnlichen sollen. Zwischen den Blüthen und Blättern sind die Monogramme des fürstlichen Brautpaares in rosa und hellblauer Seide emgeftreut und das Ganze wird überragt von einer Vase in Trompetenform, aus welcher lebende Blumen hervorsprießen. Neu-Isenburg, 10. April. In einer hiesigen Familie hatte die Mutter am Samstag Mittag ihre beiden Kinder, von denen eines 3 Jahre, daS andere nur einige Monate alt ist, längere Zeit allein in der Wohnung zugelassen, während sie ihrer Beschäftigung nachging. Bei ihrer Zurück- fünft fand sie das jüngste tobt vor, dasselbe war unter dem Kiffen deS Bettes erstickt. Der Schmerz der Eltern läßt sich leicht ermeffen. Langen, 11. April. Ein Herr von Egelsbach, welcher am letzten Dienstag den um 7 Uhr 7 Min. Abends von Darmstadt abgehenden und birect bis Langen burchfahrenden Zug benutzte, warf währenb beS PasfirenS ber Station Egelsbach feinen Han bkof fer au 6 b em Zuge unb traf ben am Uebergange stehenben Bahnwärter so heftig, baß berselbe umsiel. Wie man vernimmt, soll ber Wärter glücklicherweise keine gefährliche Verletzungen bavon getragen haben. HV. WormS, im April. Alle Krieger-und Militär» vereine, die bis jetzt der Hafsia noch nicht angehören, sind gebeten, Ihre Adresse baldgefälligst an die Annoncen»Eppe» bition von Haasenstein & Vogler, Vertreter W. Müßigmann, in Worms gelangen zu lassen. Verimischte-. * Tronsseau der künftigen Grotzherzogin von Heffev. Man schreibt ber „Frkf. Ztg." aus Lonbon vom 11. April: Die Ausstellung ber kostbaren Toiletten-Gegenstänbe aus ber Ausstattung der Prinzessin Victoria-Melita, zu deren Besichtigung die hiesigen Firmen, denen die Ausführung übertragen , heute eine Anzahl von Berichterstattern eingeladen, umfaßt alle jene Gegenstände, welche die Prinzessin bei den bevorstehenden Festlichkeiten tragen wird, unb eine beträchtliche Anzahl anderer Objecte mit Einschluß einer gar reichlichen Auswahl von Unterkleidung unb nicht weniger als fünfzig Paar Stiefeln und Schuhen aller Art. DaS Hochzeitskleid ist von der reichsten dickgerippten weißen Seide, durchwirkt mit zarten Blumengewinden, die von einem cremefarbenen Liebesknoten aus Perlen auslaufen. Orangenblüthen werden den Rock einfaffen, wie sie auch auf dem langen kostbaren Spitzenschleier befestigt werden. Ganz nach englischem Brauch. Von einem Myrtenzweig keine Spur. Ueber dem Kleid wirb die Braut einen Ucberrourf tragen, gleichfalls von weißer Seide mit Silber durchwebt mit einem Kragen aus reinweißen Straußensebern. Das „Weggehekleid" ist au8 Vigogne in dem leichtesten und feinsten Gewebe von blaßgrau- bläulicher Farbe, vorn in der Taille unb an den Hermein mit vielfachen Stickereien von Rosen und Vergjßmeinnicht- blüthen in ihrer natürlichen Farbe. Ein Mantel dazu ist gleichfalls aus Vigogne, aber von etwas dunklerer Schattirung. Ein besonders prächugeS Gewand ist dasjenige, was die Prinzessin bei ihrem Einzug in Darmstadt anlegen wirb. DaS Material ist ein weihrS Tuch von ber belicaten Farbe einer gelben Himbeere mit dem leisesten Anflug von Roth, ein wahrer Triumph ber Färberkunst, unb wirb durch vielfache Stickereien noch mehr zur Geltung gebracht. Und diese Menge traumhafter GesellschaslSkleider! Ob die Darmstädter Damen wohl schon hinreichend Vorbereitungen getroffen, ihrer hübschen jungen Großherzogin in angemessener Toilette zur Seite zu stehen? * Der erste Helgoländer Einjährige. Die Berechtigung als Einjährig - Freiwilliger zu dienen, hat sich alS erstxr Helgoländer ber löjabricc Kröger Franz, Sohn deS dortigen Einwohners Peter Franz, erworben. Er bestand das betreffende Examen in Düffeldors, wo er seit 6 Jahren daS Gymnasium besucht. * Newyork, 12. April. Ja Brooklyn ist gestern ein großes Mieths haus abgebrannt. Fünf Bewohner deS HauseS sind in ben Flammen umgekommen und sechSzehn Personen haben schwere Verletzungen davongetragca. 5d)i^snad>rid?tcn -es Nord- CloyL In Gießen oei treten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 12. April. (Per transatlantischen Telegraph.j Der Schnelldampfer Elbe, Capitän $t. v. Gössel, vom Nordd. Llopd in Bremen, welcher am 31. März von Bremen unb am 1. Apiil von Southampton abgegangen war, ist gestern, 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen. kirchliche Anzeigen der Statt Giehen Evangelische Gemeinde. Gottesdienst In der Lladlkirche. Sonntag den 16. April, Jubilate. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrverwalter Dr. Grein. Nachmittags 21/« Uhr: Pfarrer Schlosser. Vorstellung unb Prüfung der Konfirmanden au8 der Matthä uSgemernde. Nachmittag« 6 Uhr: Feierliche Entlassung der confirmirten Chorschüler, unter Mitwirkung der gesammten Chorschule. NSchstkÜnstigen Sonntag, den 22. April, findet die Confir- mationsfeier der Ma tthä uSgemeinde, und in Verbindung damit die Feier des heiligen Abendmahls, die Beichte dazu TagS zuvor statt. Anmeldungen dazu werden, soweit sie nicht durch die Confirmanden geschehen, im Pfarrhaus, oder nach der Beichte in der Sakristei erbeten. I« der AohauueSkirche. Samstag den 14. April: Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarrer Dingeldey. Sonntag den 15. April, Jubilate: Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Dingeldey. Konfirmation der Kinder aus der Lukas- u. Militär - gemeinde, Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 2'/, Ubr: Kinderkirche der LukaSgemeinde. AbendS 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nach den Gottesdiensten: Collecte für die Armen. Katholische Gemeinde. Sonntag den 15 April, 3 Sonntag n. Ostern: SamStag: Nachmittags um 4* 2 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte Sonntag: Vormittags von 6ff, Uhr an Gelegenheit jur bl. Beichte; um 6Vi Uhr erste hl. Messe; um 7*/t Uhr AuStheilung der hl. Cornrnunion; um 8 Uhr zweite hl. Messe. MilitärgotteSdienst mit Predigt, um 91/« Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf sakrarnentalische Bruderschastsandrcht. Witterungsaussichten Wetterbäuswen, Südanlaae. — . T2? Amll, Mm. 12 Um 13 Ao il. Mo.aensvUbr Barometer: Thermometer: Hygrometerstand: Mittler ei min. 745 mm, max.747 mm H 4- 9°R. „ + 17°R Neigung f. nasses Wett. Barometerstand bei 0° min. 743 mm, mar. 74amm „ +40R. „ + 6°R. Regen. 1. — 744,7 mm. nicht [3283 Rechtsanwalt Dr. Heertz 3284 MAGGI5 Suppen« würze Schneider, Gerichts - Tarator. Bekanntmachung. Forderungen an den Nachlaß des Fabrikarbeiters Peter Wallbott von Garbenteich sind binnen 14 Tagen bei uns anzumelden, als sonst sie bei Montag, den 16. April b. I., Nachmittags 2 11 br anfangend, verengere ich Kirchenplatz Nr. 18 (hinter dem Thurm) dahier, nachfolgende Gegenstände: willig versteigern. Wetzlar, 12. April 1894. fDer Concursver walter Montag »en 16. April 1894, Nachmittags 2 Uhr. lasse ich an Ort und Stelle, in Hinten« dach, dieJmmobilien des Müllers Albert werden. Hannover, den 9. April 1894. Königliche Eisenbahn-Direction. schränke, eine schwere Nähmaschine f. Schneider, eine Zu- schneide-Scheere, mehrere Bilder u. Spiegel, 2 Wanduhren, versch. Kücheugeräthe u. s. w., in vormundschaftlichem Austraqe. 3302 ~ " Bekanntmachung. Am 1. Mai d. I. tritt der neue Sommerfahrplan des diesseitigen Bezirks in Kraft, welcher schon jetzt bei allen diesseitigen Stationen eingesehen werden kann. Aushang- und Taschenfahrpläne zum Preise von 40 und 15 Pfg. das Stück find vom 1. Mai ab bei allen diesseitigen Fahrkarten-Ausgabestellen zu haben. Für alle während der Sommerfahrplanperiode eintretenden Fahrplanänderungen werden zu diesen Fahrplänen Deckblätter herausgegeben, welche von den Verkaufsstellen auf Anforderung unentgeltlich abgegeben erhöht überraschend den Wohlgeschmack der Suppen. .Ku haben bei Carl Echwaab, Hoss, SelterSweg Die leeren Original - Fläschchen von 65 Pfennig werden zu 45 Pfennig und diejenigen ä Mk. 1.10 zu 70 Pfennig mit Maggi'S Suppenwürze nachgefüllt. [2983 330U1 etbfenteifer find heute Samstag auf dem Brandplatz zu haben. Prima Salzgurken, Prima Lauerkraut empfiehlt Ä. Nützl. 3274 Zum Comet, OSwaldsgarten. Keisgeöotenes. 3281] et* Wägelchen Mist zu ver- ■ kaufen. Wolkengasse 13. 3281 der Regulirung des Nachlasses berücksichtigt werden könnten. Gießen, 12. April 1894. Großh. Amtsgericht. 3298 Langer mann. Versteigerung. Matern auf der Kinzenbacher Mühle, I I unb zwar die Mühle selbst, sowie die «opya, rische, .Stuhle, > lardwirthschasUichen Zwecken dienenden vettcu, 2 einth. Kleider- Grundstücke öffentlich meistbietend frei- Berger's Brause-Limonade-Bonbons zum 10 und 5 Pf. Verkauf. Robert Berger, Pössneck i. Thür. E Balkons, Veranden, Säulen. Kanalrahmen. | p Trottoirrinnen “SLÄ6 Baugegenstände H nach geschmackvollen und stilgerecht ausgeführten Modellen (Ira Hartgussroststäbe (j® aus bestem Specialeisen hergestellt. 2100 Ä Handels- und Maschinengnss jeglicher Art M liefern zu billigen Preisen W Buderus’sche Eisenwerke, Eisengiesserei, Main-Weser-Hütte, Station: Lollar fOberhessen). Vermischte Anzeigen. [3286 3291 Lager bei Herrn Da«. Wirths »achf., Baumaterialien-Geschäst, Gtetzen. I 20—25 OOO 9RF 5 <*K AHÜV <>uni rv„ .... m.. « . I • Ällhmtft lMter, zu verkaufen. SN.UT VRHr»sr, Hammstr. 7. 3255 3W Concordia. *WE im Coucerthaus Zahnstein. Tod Tod 3240] "l,i* Stahlbad reisender fnftiurert »THVIyy Uemlltim a «a?!r0Sr billigste ««-ippsche itzttr. und Kurmitt-l genau nach Snei .g V°'W' R-?i°°u»Lfl flfttftl arkfm. b. den Kurarzt Dr. Rud--«h-u,.n. Prasp, grat d d. Besid-r Helsel. l^R Ein Zunge gfflX* 32J±Bäcker Kro«e«berg. i» lunjiiflcn w ---------------- Pferdeknecht. Nach Amerika solche wollen sich melden, die mit mit den vorzüglichen Schnelldampfern des — 2318 3V«»/o do. Icebcwi: schwankend. Reichs-LLr-DtSesnt 3 ptt — Hrankfurter Baak-Dtteont 3 pCt. sagen herzlichen Dank 3288 Postmeister Luckhardt u. Familie Brief 16.24 16.201 Ducaten 4.20 Rebtctio«; A. Hcheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in «letze». Hahn, Oberlehrer. ®d» SLS 20.37 16.6& Dammstraße 29 Heinrich ßelloff. 1913] Ein Glaserlehrltng gefacht Sadrv. Schmitt. Dt»conto-La»r»uk»Ü^M.«ttz. Darmstüdter Bank-Lct. Dresdener B«ck-Lct. Nordd. Lloyd-Act. Mener Barckver^Art Oest. Credtt-Act. 3ttL Mtttelweerbatz» Art Gelse». «ersw^Ae!. Gnauth, Oberbürgermeister. tt* EO cm Itarr, mit u ohne Asphaltpappe, liefert zu den billigsten Preisen die von A. & O. Mack concessionirte Fabrik ---------13% Reichsanleihe 3294] Ein Mädchen empfiehlt sich 3»/,»/, do. rm Waschen. Putzen und sämmtl. Garten- 3»/« Preuß. ToufolS arbeiten. Steinftratze 46. S. ----- 20 Franken-St. 20 do. tn •/• Dollars tn Gold Brief 9.66 st. 20.421 16.® Heinrich Probst. Gips- und Gipsdielen - Fabrik, Sieinbach Schw.'Hall, Württbg. Danksagung. r l allen Denjenigen, die sich bei der Beerdigung unseres nebm Töchterchens betheiligt haben, sowie für die vielen Blumen- spenden und dem Herrn Pfarrer Dingeldev für sein Gebet am Grabe. 3285 Die trauernde Familie Freitag «omSbericht so» E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 13. April 1894. Montag den 16. April, Abends 8% Uhrr Erste Uebung. -----------------------Das Commando. Seldsoete«. ' Geld Empfehle mich im Bügeln (Glanzbügeln) Frau E. Raab, Neuen-BSue 7. Knabenhandarbeit. ,.a Sonntag den 15. April d. I., von Bormittaas 11 Uhr 4 Uhr, soll in dem Conferenzzimmer der Stadt- knabenschule eme Ausstellung der von den Schülern in dem Unterrichts- Cursus vom 1. November 1893 bis 10. März d. I. gefertigten Kerb, schmttarbeiten stattfinden, zu welcher wir hiermit einladen Gießen, den 12. April 1894. <1* bic un,5 entgegengebrachte Theilnahme an dem schmerzlichen Berlust unseres braven Sohnes und Bruders Ernst Wermietimngen. 3290] Schtllerstratze 15 «e« her. SÄ9,1 Neubau, fünf Zimmer, Badezimmer nebst Zubehör und Gartenantheil, per 1. Juli zu oermiethen. Näheres Liebigstraße 58. Bureauvorsteher oder gewandter Brrrearrgehilfe wird auf ein Recktsanwaltsbureau in Marburg gesucht Nähere Auskunft ertheilt Geschäftsführer Drescher, hier, Ludwig» straße Nr. 14______________________3306 3070] Für eine Eisen« und Eotoaiat« äBaatMMune xehrling mit guter Schulbildung, event. auch ein Mädchen, welches sowohl im Ge» fchäfte, wie im Haushalte thätig sein müßte, gesucht. Anerbieten befördert die Annoncen-Expedition von Haasenstein & Bögler A.«iS. in Krankfurt a. M. 8ud O. 0. 91. Schuhmacher sofort gesucht. Marktplatz 5, Hl. 3282 11> Der mtttl. Stock, 6 Zimmer, Badez. I MM * f |j u. allem Zubeh., ist pr. sofort an eine Jlgtithiitrtititrt iiuiiKiagiiiiy. 3076] Wohnung von 4 Ztm. u allem I * 132121 mptn Zubeh. zu verm. Verlängerter Asterweg 48. Meme Mutter hatte schon lange Zett f®dretbeßef*äft suche 3267] Freundl. FamUienlogib zu mit einem schweren Hals- und Leberletden r - vermtethen. Kaplansgaffe 18. !-u thun ; trotz aller ärztlichen Hülfe wurde n " "°b>-Fmmer bllligzuD-r g*S ^nlethen. Nordanlage 19. alles umsonst, die Leber war und blieb I lt93] Möbltrtes Zimmer zu oermiethen. geschwollen und schmerzte. . r9QiM1 2963] Schöne Mansardenwohnung, i ________MäuSburg 12. I Durch Zufall erfuhr ich auf einer Netse 13231] 4 Zrm.ner mit Zubehör, zu oermiethen.! 475] Blockstraße 2, Ecke Selterswea den guten Erfolaen, welche Herr »264] Ein. ., beziehbar im Mai. Bahnhofstraße 10. i 3- Stock, möbl. Zimmer alsbald »u verm' IDeetor Volbedlng, homöopathischer Arzt welcher augenblicklich den Reiseposten einer L. «linkel» 1 —32381 ffijn großes und ?tn kt-in/s n DÜ88eldorf, durch seine homöopathische großenDestMation versieht, sucht p. 1. Juli 16.24 16.201 Eugl. Sovereigns '<-zx 4-161 Ruff. Imperiales mich wegen meiner Mutter an ihn. Mama I e»der aufs Eomptoir. Gefl. 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Von Metz aus wird der Verein färbe f5-7 R.1 „eM „ I i H Weißenburg und Straßburg mit ihren Sehenswürdigkesten u umliegMden Schlachtfelder besuchen. - Die Rückreise erfolgt über Heidelberg, Darmstadt und Frankfutt und wird die ganze Reise 5 Tage SeHe” en' 7 Nichtvereinsmitglieder, welche sich dem Verein zur s^n?st-ns ^ zollen, wollen thre dtesbezüglichen Anmeldungen bi» längstens 15. Mar l. I. bei Kamerad Schwan, Marktstraße 19, bewerk- '!?Utgen. ^3287 Einett Lehrling Asrddentschen Lloyd chl llll-lltl «... »„«, MSus^rg. in Bremen' 1606 »■ im" M°b'"Bad'nh°sst7-ßrio 13. I D^or” Volbedlng,"bo^ktÄr Ä”rü I w-lch-r^ugenhl7ck7ch dknÄs-p7st-nLr befördert Passagiere der concess. Agent *- »>ink-,._________________________ 3238J Ein grobes und -In kl-l^ !° ?aTldorf| b“rd> ’einc »°möopathische »robenD-ftMation nersteht, sucht p. 1. Juli Carl L<»OS II, G,eIMl. ~84J Jlanfatbe, 3 >j. nedft Zubeh, Zimmer, möblirt" zu Perm,Men I B-h-ndlungSw-ts- erjidte und ich wandte | dL anderwdt Stellung als «Hf,n»et —----------------- H per 1. Mai zu vermieth. Mtcestraße 28.1 Diezstratze »r. 15. 1091] Nordanlage Rr. 29 ist hie' Etage mit allen Bequemlichkeiten und Cabinet, Gartenantheil zu vermtethen. ___Wilh. Seuli«g, Nordanlage 31. ___, ............. Ahnung von 3 ger. Zimmern mit und ohne Pension, mit Zubehör zu vermiethen. feettfi MSser, Gartenstraße 30. «dUtcserie 1 Uhr 15 Mi». 88.20 101.60 88.30 102.(0 4% Ung. Gold-Rente 5o/o Jtal. Rente 3% Portugiesm 4Grtech. Monopol-Arrl. 96.40 76.1) 22.90 34.90 189.00 Lomb. E^-B.-Act. 89.12 136.00 Buschtherader E^-B^Act. 371.00 143.30 Elbthal-Bahn-Act. 219.25 108.50 Gotthard-Bahn-Acl. 158.20 103.76 Schweizer Nordost^B^Uct. 110.20 289 12 Mainzer E.-B^-Act. 114.50 79.00 Marienburger E^B^Act. 85.80 146.501 «ct. ÄflaiflPßetnMUL 13180 2>ie heutige Nummer umfaßt 6 Seiten. firt K4(X