254 » 1 Helft iottm MS 7-irL ®l( feinen Äff»«* t Lacke) veckMU in 3« -Mn schnell unb WM" &**uss** "tt 200) CTM«» zu jonfti?!1 Au® uni M* “ »Es PSÄ^Ää WE mit Tfy^Tbin id)t. ' DOn lllhign, ■fasSÄ* tiestK- kostenfrei der Kani ko Verein za Frank- ')■ - Jahresbeitrag für oei ■uswärtige Mitglieder Mk 5 - leid für atelleaachende Niod*. lk. 2,50 für z Monate. [38t er- M M >n 6>*®«nn Baut, ,n Kirchstr. 2, Ül. ine lristvng-fLhtgt «fra» von einem Wiederon» svcht. an die Exped. b, 81 rin« Agenten f. b. «erf. *. I« Ctsarren a Pri». in* hohe Vergüt, gei. i. Lchümann, -amdurz, ür eine hiesige Wtrlhschch wtrb onöfähtger Wirth gesucht; en könnte auch eine Schwei«' mit ßrfulg otrbunbtn werben m btt &uxb. b- SL i 1. März oder \ April tim 2-3 zimmer nebst Zubehör) irrten mit Preiöangckr unter a die Hpeb. b Bi.__________ tünng erhält Jeder überalW ordere verPostkarteEtelleu-Aut« irier,Berlin-Mend2. s2dt M jung. «Ldcht«. amltöi fof, ges. Lteinstrahe 21,2. 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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. chralisöeitage: Gießener Iamikienölätter Alle Annonceu-Burcaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Fenilleton. Fanny. Humoreske von Gebh. Schähler-Peressint. (6. Fortsetzung.) „Ich weiß- o, ich habe Ihren Namen heute schon oft hören mllssen," sagte die Frau Oberst. „Wollen Sie nicht Platz nehmen?" Er that es, immer sehr verwundert. Die Frau kam ihm doch etwas sonderbar vor. „Ich muß Ihnen gleich sagen, Herr Doctor, daß mich die Angelegenheit sehr ergriffen hat, eö kam so schnell und unerwartet," meinte entschuldigend Frau Eulalte. „Sie nj.rbtn diese meine Erregung begreiflich finden, wenn ich sage, daß Aennchen wirklich der Liebling meines Herzens ist. Wenn ich sie verliere, schmerzt es doch sehr." Der junge Thterarzt empfand einiges Bedauern, also eine Hündin wars! „Sie sollen sie nicht verlieren, Frau Oberst, — sollen sie behalten," sagte er bestimmt, „dafür will ich sorgen. Ich darf wohl gleich an die Arbeit gehen? Ich curire sie Ihnen." Sie schaute ihn ganz erschrocken an. Der Mann sollte schüchtern sein? Das war rein unmöglich. Und wie empfindlich er war! Er sagte ruhig: „Behalten Sie sie,- ich sorge dafür!" Der Mann gefiel ihr nicht, aber im Interesse ihres Kindes mußte sie ihn weiter prüfen. Zu gleicher Zeit dachte sich der junge Thierarzt, wie viel Aufhebens eine Frau um solchen Köter mache! Sicher war es nicht einmal so gefährlich, wie gewöhnlich in solchen Fällen. Also „Aennchen" hieß das Thier. Was für Marotten die reichen Leute haben. Wie ein Kind taufen sie solchen Liebling. Wundern konnte er sich zwar darüber nicht sonderlich, kannte er doch Beispiele genug. Die verwittwete Frau Ober-Postsecretär aß und schlief mit ihrem Mops, einem dicken, fetten Köter, und um Allem die Krone aufzusetzen, nannte sie ihn sogar „Männchen". „Ich bedauere, Sie nicht vollkommen verstehen zu können," meinte die Frau Oberst. „Sie sagten curiren —" „Gewiß," versetzte er, „sehen Sie, gnädige Frau, die Suche sieht sich ost viel schlimmer an, als sie eigentlich ift; mit Ruhe läßt sich alles am besten abmachen. Früher war ich manchmal noch verzagt — ich hatte den Kniff in der Geschichte noch nicht so recht loS — aber jetzt, da tch selbstständig geworden bin, ist das anders. Ich sage Ihnen, gnädige Frau, mtr sind Fälle vocgekommen — Sie würden staunen! Die armen Creaturen wimmerten mich ost schmerz- lich an, ich aber brachte ihnen besonnene Ruhe entgegen und sthen Sie, solchergestalt hab ich sie auch sämmtlich geheilt." Ür lachte sehr zufrieden. „Sic — Sie haben sie auch wieder heimgeschickt — ?" „Natürlich," erwiderte er. „Ach, die waren herzlich froh, bon mir wegzukommen." ^Das glaube ich," platzte die Frau Oberst heraus und dachte sich: „Das ist ja ein entsetzlicher Mensch!" „Ich kenne natürlich auch das Leiden Ihres Lieblings," suhr er fort, „das sind immer die gleichen Symptome. Der llcsitz deraniger liebel liegt immer im Magen." „Wie?" „Im Magen," betonte er, „da wird etwas hineingegessen, iaS verdaut sich schwer und verursacht die größten Störungen." „Aber das Herz ist doch —" versuchte die Mutter zu tntgegnen." „Ach, das Herz," lachte er, „das denken Sie nur, gnä- iige Frau. Das ist ja gar nicht in Mitleidenschaft gezogen." „Aber, mein Herr, ich muß doch wissen, was mein Annchen empfindet," vertheidigte Frau Eulalie ganz erregt. ,Dieses heiße Klopfen —" „Einen Kübel Wasser darüber," sagte er, während die Mutier halb ohnmächtig zurücksank, „das wäre manchmal das beite Mittel. Aber das sind nur eingebildete Symptome — Sie verzeihen, gnädige Frau, — das Uebel sitzt, wie erwähnt, zanz anders. Das Allgemeinbefinden ist natürlich stark beeinträchtigt,- aber glauben Sie mir und meiner Erfahrung — ast das Wimmern und Winseln kommt nur von den Leib- schmerzen. Das ist alles und ich garantire Ihnen, in zwei Tagen ist die „Herzkrankheit" — wie Sie wähnten — verschwunden und Ihr Liebling ist wohl und munter." Er hatte sehr ruhig und bestimmt gesprochen und erhob sich nun vom Stuhle. „Darf ich nun bitten, mir „Aennchen" zuzuführen?" Nein, das war doch zu arg! Möge Gott jede Mutter vor solchem Freier bewahren. Dem ihr engelsgutes Kind anvertrauen? Niemals! „O, wo hatte Aennchen den Kopf?" rief Frau Eulalie empört aus. „Sollten Sie das nicht wissen, gnädige Frau?" Der junge Thierarzt schüttelte erstaunt den seinigeu. „Bemühen Sie sich nicht weiter mein Herr! Was denken Sie denn?" tönte es voller Entrüstung von Eulaliens Lippen. „Weßhalb sind Sie bei solchen Ansichten überhaupt hier?" „Weßhalb?" erwiderte der höchst erstaunte junge Mann, „aber ich bitte Sie! Ich hatte doch mein Wort gegeben und das halte ich immer. Ich weiß nicht, was Sie so in Aufregung versetzt. Ich weiche ja gern einem anderen meiner Collegen, wenn Sie etwa denken, daß unter meiner Behandlung Ihr Liebling crepirt." Frau Eulalie that einen langen Entrüstungsschrei, den selbst der Oberst in seiner Arbeitsstube hörte und die Thür aufmachte, um zu horchen. „Sie bekommen mein Kind niemals!" schleuderte die empörte Mutter dem ganz perplex Dastehenden zu. „Sie Verführer!" „Erlauben Sie, nun wird mir die Sache aber zu bunt!" rief anderseits der junge Thierarzt, „Kind — Verführer ? — Ich hatte schon vorhin eine Ahnung, daß Sie nicht recht gesund —" „Ach!" — Eulalte riß am Klingelzug, mit Wuthblicken trat sie dann auf den erregten jungen Mann zu. „Für die Ehre Ihres Besuches* muß ich doch danken. Sie hätten ruhig zu Hause bleiben können. Sie haben gar nicht nöthig, die „arme Creatur" zu curiren und dann nach Hause zu schicken. Sie wird selbst zu Hause bleiben. Sie aber bitte tch, sich zu entfernen, denn Sie werden doch nicht im Ernste glauben, daß ich einem Menschen mit Ihren Ansichten meinen zarten Liebling anvertraue." „Das ist aber stark, Madame!" rief der Thierarzt empört, dem nun gleichfalls die Galle ins Blut stieg. „Denken Sie etwa, ich habe meine Zeit gestohlen? Ich werde Ihnen meine Rechnung senden." „Diese Unverschämtheit!" stieß Eulalie hervor. Nun öffnete sich die Thür ein wenig. Aennchen steckte den Kopf herein und rief erglühend: „Mama, Mama! Er ist da, ich habe ihn!" Herr Erich Wimmerlich stand ängstlich noch hinter der Küchembür, der Dinge harrend, die da kamen. „O, Du mein bethörtes, verblendetes Kind!" jammerte Eulalte, „Du mußt ihn vergessen, den Treulosen." „Wie?" „Da steht er, der Sünder! Nie — niemals wirst Du diesen Mann heirathen!" Mit schneidender Stimme gebot es die Frau Obei st, sie sah nicht das erstaunte Gesichtchen Aennchens. „Das glaube ich selbst," rief der junge Mann, „denn ich bin ja bereits verheirathet." Mit einem „Ach"-Schrei fiel die Frau Oberst in einen Sessel. „Herr, und Sie wagen es — ?" „Und glücklich verheiratet- Vater zweier Kinder — wenn Sie das etwa auch tnteressirt." „Das ist zu viel!" stöhnte Eulalte. „Bitte sehr, Madame! Ich hoffe noch auf zahlreichere Nachkommenschaft." (Schluß folgt.) - Frankfurter Theaterbrief. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) Gastspiel der Signorina Prevosti. — Noch einmal Der Talisman. — Der Ring des Gyges. — Schwänke und Märchenstücke. Dr. M. Das Auftreten der großen italienischen Gesangstragödin Franceschina Prevosti, die erst seit einigen Jahren in Deutschland reist, warf auf alte, wohlbekannte Werke ein neues Licht. Verbrauchte und vergilbte Opern, wie Donizetlis „Linda v. Chamounix", erscheinen in neuem Glanze, sobald die Prevosti ihre Künstlerseele in ihnen vibriren läßt. In dem Augenblicke, wo sie den Stoff in ihre Individualität hineinzieht und uns sozusagen in dieser das Werk von Neuem schenkt, ist die Frage: haben wir es mit Der- I gangener ober moderner Musik zu thun? völlig überflüssig geworden. Denn wo die Prevosti wirkt, sei's nun in der Verdi'schen Effectoper oder in dem Gounod'schen Rührstück, ist allemal Leben, innere und äußere Wahrheit. Man hat die iralienische Sängerin Prevosti mit der italienischen Schauspielerin Düse verglichen. Auch bei der Düse fragt man nicht: spielt sie Ibsen, Sudermann ober Dumas. Man weiß im Voraus, baß jede ihrer Leistungen, die immer ein Stück Leben umspannt, der Beurtheilung stets neue und interessante Gesichtspunkte abwerfen wird. Dumas „Camelien- dame" bedeutet in der Literatur einen überwundenen Standpunkt, und nicht viel besser ergeht es der Verdi'schen Vertonung „La Traviata". Da kommen zwei große, impulsive Künstlernaturen über das abgelebte Sujet und frisches, bestrickendes Leben gewinnt plötzlich das, was zwischen den Zeilen ruht, was aus den Noten nur wie discrete Ahnung herausklingt. Von der Prevosti muß man die letzten Sätze des ersten Actes der „Traviata" singen hören, dieses halb angstvolle, halb selige Bangen vor dem neuen Leben: In quai sogni mi perdo! Povera donna, sola, Abbando- nata in questo popolso deserto ehe appellano Parigi . . . (In welche Träume verliere ich mich! Armes Mädchen, allein, verlassen in dieser von Menschen erfüllten Einöde, genannt Paris) — und man begreift die „Traviata" nicht als Sensationsstück, sondern als Seelengemälde. Was kann am Ende große Künstlerinnen zur Gounod'schen „Margarethe" hinziehen, die sich jede Coniervatoriumsschülerin zum Debüt erwählt?! Aber wenn die Prevosti die Rolle gibt, entwickelt sich diese zur tragischen Gestalt im höchsten Sinne des Wortes. Der „Talisman" ist auf dem Frankfurter Spielplan nun schon die zweite Saison und erweist sich, obgleich das fein gearbeitete Stück auf jede drastische Wirkung verzichtet, noch immer als zugkräftig, wozu Besetzung und Jnscenirung das Ihre gleichfalls redlich beitragen. Den in Selbst- Vergötterung versunkenen König Astolf spielt Herr Barthel, Herr Wallner gibt den wahrheitsliebenden, kühnen Omar. Die reizende humoristische Idylle, die von dem alten Korbflechter Habakuk und seinem Töchterchen Rita vorgeführt wird, ist Herrn Schönfeld und Fräulein Eichenberg anvertraut. Die Verhandlungen über den Schillerpreis haben die Discussion über den „Talisman" und seinen Autor wieder neu in Fluß gebracht. Des Kaisers Wort: Fulda sei ja noch so jung! weissagt dem Dichter eigentlich eine ganze Zukunft goldener Ernten! Wenn man auf dem Repertoire Hebbel's „Ring des Gyges" hart neben dem Fulda'schen „Talisman" erblickt, drängt sich ein nicht ‘ uninteressanter Vergleich auf. Das Schauspiel Hebbels, das aus dem Jahre 1856 stammt, gehört in eine Zeit, da sich ein grüblischer Kopf wie Hebbel die Problemdichtung erst künstlich construiren mußte — heute liegen ihm Stoffe sozusagen auf der Gasse. Wer jetzt eine //Frage", ein „Problem" aufgreift, darf nicht fürchten, einen Streich ins Leere zu führen. Das Leben ist so verwickelt und complictrt, daß die Bühnendichiung Mühe hat, mit ihm gleichen Schritt zu halten und nicht Gefahr läuft, beim Aufgreifen eines Specialfalles das allgemein Menschliche aus dem Gesicht zu verlieren. Hebbels „Ring des Gyges", dem die Frankfurter Regie eine gewissenhafte Einstudirung zu Theil werden ließ, ist in seiner Grundidee nur denkbar unter einer Reihe höchst gesuchter Voraussetzungen. Ein König, der im Besitz des schönsten Weibes ist, fühlt sich unglücklich, weil Niemand außer ihm den Werth dieses Besitzes zu beur- thetlen vermag. Auf sein Drängen muß mittelst eines Ringes, der die Kraft hat, seinen Träger unsichtbar zu machen, der Freund mit ihm das Frauengemach betreten. Dieser, überwältigt vom Anblick der schönen Königin, verräth seine Anwesenheit, und sie, die Königin, hat nach dem Gesetz der Sitte nichts anderes zu thun, als dafür zu sorgen, daß von den zwei Männern, welche sich an ihrem Anblick geweidet, nur einer am Leben bleibt. Dieser Eine ist aber nicht der Gatte, sondern der Ringbesitzer. In der That ein geschraubtes Thema, dem wir keine innere, unmittelbare Theilnahrne entgegenbringen können. Jrn Gebiet des Schwankes hat „CHarleys Tante" bislang noch immer den größten Erfolg. Ein harmloses Soldatenstück wie „Das Heirathsnest" von Gustav Davis kann damit nur schwer concurrlren. Ein neuer Schwank von Laufs und Jakoby, den Autoren der „Pension Schüller", ist in Vorbereitung. Die Märchencomödie „Prinzessin Dornröschen" dauerte über die Weihnachtszeit hinaus. Gömers Bearbeitung hat das Gute, daß sie den sinnig-naiven Kern nicht durch Ausstattungspomp erdrücken läßt. Cheviot od. Buxktn für einen ganzen Anzug zu Mk. 5.75 Velour od Kammgarn für e. ganzen Anzug zu Mk. 7.75 je 3 Meter 30 *m veiechnet lür den ganzen Anzug oerienden birect an Jedermann [6696 Erstes Deutsches Tuchversandtgeschäft Oettinger * Co., Frankfurt a. M., Fabrik-Oepöt. Muster fronen m Haus. Richt paßendes wird zurückgenommen. BekanntmachHMg 210 345 Buttron. [151 Bester Kaffee-Zusatz Das Wäsche- u. Ausstattungsgeschäft D.R. Patent Aeifgeöoienes. Telephon jlr 55 Telephon Ar. 55 Lindenplatz 3 [299 Drogen» und CdemitaliengeschLft. E ■j-. iO Deutsche» Reich-Patent Nr. 5731t. NUSS-KAFFEE a Emil Orbig, Delicat.-Handlg. co 3 L 5 Beispiel. 1 Pfd. gebrannten S Sparen Mäusburg Mäusburg. Wiener Bier Bayerisch Bier und nach 215 sein. 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