Uhr । 4 «efon#*, tSsfert.4908 lorjlanbes. Der Vorstand. ^6ud^m£l!L_- 1, Juli ißtz, # Gickn >W Ihr, im Hotel Schutz. 94: «rgsfest M lvigzm Treue" «5 (ßtfith litjti). adschastliches Bei l". r Vereine und ge- t auf dem Festplatz. - 4898 lesaug. - Tanz. - liebem der Turnverein» iQit H. Lchmibt. laf.-Regts. Nr. 116 VataMotttWr. 11. * W in W°r »titXfiW- „ 1W lü hmilnv Spesen hi besten» l1*1^ M00003»*f ültig f”V-M 4404 r < Mr! TÄ»«* gätsAi reifen- ftbn%W"G««rtietnt ’reitun’ ^at.^nbent>tn Sy w» ^"s-Ibe fiA «erben dj, *«■ Si< bring« “wet ait Seltstn lt,“9 dl! Sttem ®°b‘ 2-3000 gifte '7 »NW« die Mill» ;«i Acht! ! 'Em die August- h manche 3immtt zur 'e®°N «erben. Nicht b“len können, durch c ble gewünschte Gaß- beanspruchte und viel t nicht vnsagen und !Nb ausnehmen. as Feuerwehrfest, i. E.V«»«' . ir.i W* N MüreJJlS-^ ------ Nr. 135 Erstes Blatt. Mittwoch den 13. Juni 1894 Ter (Mrftnttr Muzeiger rddjrint täghdi. nut AuSnahnir bc» Montag». Dir Sießntrr Aamtltenötälier tvrrbm drin Anzrigrr wöchmtlich drrimal drigrlrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. I*irrtfljäbngfr A»4efflr*b< Ur.7. Feruspcccher 51. 2lints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Annahme ^on Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bi- vorm. 10 Uhr Gratisbeilage: chießener Kamitienbtatter. Alle Annoncen-Burraux dr» In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den ..«ieftener Anzeiger- entgegen. 2lmtlid?cr Ttzoil. Bekanntmachung, betr. die bahnpolizeilichen Vorschriften bezüglich des Arbeiter» Frühzugs von Großen-Bufeck nach Gießen. Es ist in letzter Zeit wtederholt vorgekommen, daß bei dem in den Frühstunden zwischen Großen-Bufeck und Gießen verkehrenden Arbeiter-Frühzuge Personen die Wegübergänge knapp vor der Locomotive des Zuges noch überschreiten, ohne das Läuten mit der Glocke der Locomotive zu beachten und daß sie das warnende Locomotiv-Personal noch verhöhnen. Wir weisen daher darauf hin, daß der genannte Eisenbahnzug, ohne Bewachung der Uebergänge. nach den Vor« schriften über den Betrieb auf Nebenbahnen gefahren wird und daß nach § 2 der Bekanntmachung vom 15. Nov. 1886, betr. bahnpolizelliche Vorschriften für die Nebenbahnen im Großherzogthum, beim Ertönen der Zugsignale Fußgänger, Fuhrwerke, Reiter und Viehtransporte sich rechtzeitig von den (tzeleisen zu entfernen und dem Zuge vollständig auszuweichen haben. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bestraft. Gießen, 11. Juni 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Betr. wie vorher. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien Rödgen, Trohe, Alten - Bufett, Watzenborn - Lteinberg, Haufen und Garbcnteich. Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie wiederholt in Ihren Gemeinden publizieren lasten, und Ihre Ortrange- horigen zur Vorsicht beim Ueberschreiten der Eisenbahn- Uebergänge, namentlich derjenigen von der Kreisstraße nach Rödgen und am Schiffenberger Weg in hiesiger Gemarkung auffordern. Gießen, 11. Juni 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des ReichSgefetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittümarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Mai für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 16,80, Heu Mk. 9,50, Stroh Mk. 7,40. Gießen, den 11. Juni 1894. Großhcrzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betr. Vorträge über Obstbau im Kreise Gießen. Herr LandwirthschaftSlehrer Reichelt beabsichtigt im Laufe dieses Vereinsjahres an folgenden Orten des Kreises Gießen Vorträge zu halten, und zwar: am 24. Juni zu Kloster Arnsburg: lieber landmirthschaft- lichen Obstbau, am 8. Juli zu Großen-Bufeck. lieber Schnitt und Pflege hochstämmiger Obstbäume, am 29. Juli zu Bellersheim: lieber Oberhessische Obstsorten, am 25. August zu Gießen: lieber Schnitt und Pflege der Zwergobstbäume, am 26. August zu Lich: lieber Düngung der Obstbäume, am 2. September zu Lang-Göns: Heber Obstverwerthung. Nähere Bekanntgabe über Beginn der einzelnen Versamm- langen wird demnächst noch erfolgen. Gießen, den 11. Juni 1894. Der Vorsitzende des Bezirksvereins Gießen des Oberhest. Obstbau-Vereins: Dr. Wallau.__ Bekanntmachung, betr. Schafräude zu Allertshausen. Nachdem unter der Schafherde des Schäfer» Georg Kricb in Allertshausen die Räude festgestellt ist, haben wir über die betreffende Herde Gemarkungssperre verfügt. Es ist deßhalb bis auf Weiteres die Ausführung von .Schafen aus der Gemarkung Allertshausen nur zum Zwecke sofortiger Abschlachtung und nur mit unserer jedesmal besonders einzuholenden polizeilichen Erlaubniß zulässig. Gießen, den 11. Juni 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Nr. 27 de» Reichs-Gesetzblatt», ausgegeben den 7. l. M., enthält: (Nr. 2182.) Gesetz, betreffend den Schutz der Brief- tauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege. Vom 28. Mai 1894. (Nr. 2183). Allerhöchster Erlaß, betreffend Abgaben- tarife für die Kanalstrecke Holtenau—Rendsburg und die Benutzung der Hafenanlagen zu Holtenau. Vom 4. Juni 1894. Gießen, den 11. Juni 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Nachdem der Uebergang über die Oberhessischen Bahnen am Hotel Lenz vollendet und dem Verkehr übergeben ist, wird hiermit bekannt gemacht, daß die Rampe und die Brücke nur von Kranken- und -Kinderwagen befahren werden dürfen, im Uebrigcn aber für Fuhrwerke aller Art und Reiter verboten sind — bei Meidung der nach § 366 pos. 10 der Neichsstrafgesetzes festgesetzten Geldstrafe bis zu 60 Mk. oder Haftstrafe bis zu vierzehn Tagen. Gießen, den 7. Juni 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutsche» Reich. Berlin, 11. Juni. Zu dem Berliner „Bierkrieg" beginnt man jetzt auch regierungsseitig Stellung zu nehmen. Der Polizeipräsident von Berlin wurde vom Minister de» Innern aufgefordert, einen Bericht über den von den Socialdemokraten über eine Anzahl Berliner Brauereien verhängten Boycott einzureichen, der Bericht soll alSdann dem Kaiser unterbreitet werden. Der entbrannte Kampf geht inzwischen mit aller Schärfe weiter und wird von beiden Parteien, der socialdemokratischen Parteileitung und dem „Ringe" der Brauereien und Gaslwirthe, mit großer Zähigkeit geführt, lieber seinen AuSgang läßt sich noch immer nichts Bestimmtes sagen, obwohl die Stellung der verbündeten Brauereien und Gastwirthe namentlich durch den Anschluß deS Vereins der Berliner Weißbierwirthe an die Sache der boycottirten Etablissements offenbar eine Kräftigung erfahren hat. Neueste Nuchrlchtesu WolffS telegraphische» Torresponden,-Bureau. Berli», 11. Juni. Süddeutsche und mitteldeutsche Brauereien fragten anläßlich deS BierboycottS bet hiesigen Brauereien an, ob die Gründung eines Verbände- der Brauereien Deutschlands angezeigt erscheine. Die Beantwortung der Frage wird für die nächste Woche erwartet. Rom, 11. Juni. In der E ncy clica, deren Erscheinen unmittelbar bevorsteht, wird der Papst nach dem Hinweise auf die großen Kundgebungen der Katholiken anläßlich seines jüngsten Jubiläums in vier oder fünf Fundamentalpunkten seine leitenden Ideen über den friedlichen und wohlthätigen Einfluß des PapstthumS entwickeln. Die ganze Encyclica ist vom Geist deS Friedens getragen; eine politische Frage wird in derselben nicht behandelt. PariS, 11. Juni. Der russische Botschafter Baron Mohrenheim überreichte heute Nachmittag im Jnduftrie- palaste der Gemahlin Carnot» ein von russischen Frauen dargebrachteS Buch über Kronstadt. Carnot, sowie die Minister und die Mitglieder der russischen Botschaft wohnten der Überreichung bei. London, 11. Juni. DaS Oberhaus nahm mit 49 gegen 26 Stimmen in zweiter Lesung die Bill an, die bestimmt, daß alle imp ortirte Maaren die Bezeichnung des fremden Ursprungs tragen müßen, und die Einfuhr in fremden Gefängnissen fabricirter Gegenstände beschränkt. Im Laufe der Debatte bekämpfte Playfair die Vorlage energisch als eine schutzzöllnerische. Glasgow, 11. Juni. Die schottischen Bergleute zeigten an, daß sie am 24. Juni die Arbeit ein ft eilen werden. Der AuSstand betrifft 70000 Arbeiter. Tanger, 11. Juni. Meldung des Bureau Reuter. Der Tod des Sultans von Marokko erfolgte am 4. Juni plötzlich in Tadla zwischen MarakeSck und Ca>a Bianca. In Fez befürchtet man Unruhen. Die Behörden in Tanger trafen VorsickstSmaßregeln, die Ruhe in dieser Stadt ausrecht zu erhalten. Depeschen de» vuresn .Herold-. Berlin, 11. Juni. Der Kaiser hat gestern Abend den StaatSsecretär v. Marschall zu längerem Bortrage empfangen. Gegenstand de» Vortrages soll da» Abtommen Englands mit dem Eongostaat gewesen sein. Berlin, 11. Juni. Der Colonialrath hat sich btfl zum Herbst dieses Jahres vertagt. Berlin, 11. Juni. Nach Mittheilung einer hiesigen Correspondenz darf als sicher betrachtet werden, daß in der nächsten Reichstagssession die Reichsfinanzresorm nicht wieder zur Verhandlung gelangt. DaS „Berl. Tagebl." erfährt hierzu, die Weinfleuer werde jedenfalls nicht wiederkommen, Miquel halte jedoch an der Tabaksteuervorlage fest. In welcher Form die letztere wieder eingebracht werden solle, siehe noch nicht fest. Berlin, 11. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin werden, wie auS Bergen nach Christiania gemeldet wird, am 3. Juli auf Stalheim eintreffen. Im dortigen Hotel sind 36 Zimmer bestellt worden. Der Aufenthalt auf Stalheim wird zwei Tage währen. Berlin, 11. Juni. Dem Direktorium der beut« scheu LandwirthschaftSgesellschaft ist au» dem Civilcabinet deS Kaisers folgendes Telegramm zugegangen: „Se. Majestät der Kaiser und König haben das Ergebenheits- telegramm der zur 9. Wanderversammlung in der Reich»- Hauptstadt vereinigten Landwirthe Deutschlands mit Befriedigung entgegengenommen und taffen für diesen Ausdruck treuer Gesinnung wärmstens danken. Se. Majestät wünschen von Herzen, daß bte deutsche Lanbwirthschaft, deren Wohlergehen für da» gelammte Vaterland von so großer Bedeutung ist, durch bte Berathungen ber Wanderversammlung und die mit derselben verbundene Ausstellung kräftigste Anregung und Förderung erfahre." Berlin, 11. Juni. Auf dem in den letzten Tagen hier abgehaltenen Vierten BerbandStag der deutschen Post- und Telegraphenassistenten, auf dem die Mitglieder der Assistentenvereine sehr zahlreich erschienen waren, führte Postassistent Kaßnitz aus, die Lage der Post- assistenten könne nur auf dem Wege der Selbsthilfe gebeflert werden. Die Kluft zwischen den höheren und niederen Beamten müsse endlich überbrückt werden. Der Redner ftin» bigte einen neuen Entwurf über bie Satzungen deS VerbanbeS an. Assistent Fonk ging in längerer Rebe auf baS Thema: „Maßregeln gegen BerbandSmitglieber" ein. ES seien erst letzthin in Bremen 14 Assistenten versetzt worben, nur weil sie dem Verbände angehörten. Hiergegen müffe öffentlidb protestier werden. Nachdem noch über die Geschäftslage des Verbandes berichtet worden war, wurden die Verhandlungen Samstag Nachts geschloffen und ein FestcommerS abgehalten. Berlin, 11. Juni. Dem Vernehmen nach sollen fortan die Bezirksfeldwebel und die Unteroffiziere des BezirkScom- mandoS alljährlich auf 14 Tage zum Dienst in der Front abcommanbirt werben. Budapest, 11. Juni. Kaiser Franz Joseph reift heute Abend nach Wien zurück. Jede Abschiedsfeierlichkeit ließ er tierbeten. Budapest, 11. Juni. DaS neue Cabinet wird sich am Dienstag dem Parlament tiorstellen, nachdem e» vom Kaiser definitiv bestätigt worden. In den Sitzungen de» Abgeordnetenhauses und des MagnatenhauseS sind sofort heftige Angriffe gegen bie Ehegesetzvorlage unb daS neue Cabinet zu erwarten. Braffel, 11. Juni. Die rabicale Presse bedroht bie Regierung mit Revolution, fall» dieselbe morgen, gestützt auf eine Mehrheit auS ber Rechten, beschließe, daß bie Kammer, trotzdem die Mandate abgelaufen find, die Session wetterführen sollte. Lüttich, 11. Juni. DaS Syndikat der Kohlengrubenbesitzer unb Eisenhüttenbefitzer deS hiesigen Reviers haben an die Kammer und an den Senat energische Protest- schreiben gegen bie Schutzpolitik gerichtet. 35000 Hafenarbeiter au8 Antwerpen stehen im Begriffe, dasselbe zu thun. Aulwerpe«, 11. Juni. Der Organisationsausschuß ber Weltausstellung hat beschlossen, von allen Ausstellern, welche in ber Ausstellung verkaufen, 300 Franken Taxe zu erheben. Da diese einheitliche Tore von den kleinen Verkäufern als ungerecht, von allen Verkäufern jedoch al» zu hoch angesehen totrb, so ist gestern beschlossen worden, alle Verkaufsbuden zu schließen, falls bie Taxe nicht vermindert würde. London, 11. Juni. Wie die „Times" aus Philadelphia melden, wird der Secretär des Schatzamts, Senator Johns, welcher mit der Redaction des Tarifgesetzes beschäftigt ist, demnächst einen Besserungsantrag einbringen, durch welchen der deutschen Regierung betreffs des Zuckertarifs entgegengekommen werden soll. Madrid, 11. Juni. Der Sultan von Marokko, Muley Hassan, ist vor einigen Tagen gestorben. Sein Sohn Abdul Aziz wurde von der Armee und den Ministern zum Kaiser proclamirt. — Aus Anlaß des Todes des Sultans von Marokko erhielt ein Schiff des französischen Mittelmeer- geschwaders den Befehl, in die Gewässer von Med-el-Kebir abzugehen. Newyork, 11. Juni. Im Kohlenrevier Omaha hat die Polizei mehrere Anarchisten verhaftet, die Gebäude in die Luft zu sprengen versuchten. In Massilion brachten ftrikende Bergleute einen mit Nichtunionkohlen beladenen Zug zum Entgleisen. In Knoxville vertrieben bewaffnete Bergleute Arbeiter der Kohlen-Gesellschaft, welche zerstörte Geleise wieder Herstellen wollten. Loyaler unb provinzieller. Gießen, den 12. Juni 1894. ** Schwurgerichtsverhandluug vom ll.Zuni 1894. (Schluß.) Der Angeklagte Bernhard stellte noch immer dieIihm zur Last gelegte Verleitung zum Meineid in Abrede; von verschiedenen Zeugen wurde jedoch versichert, daß Bernhard den Friedrich auf einem Gange von Angenrod nach Appenrod dringend gebeten habe, die erwähnte falsche Aussage abzugeben, da er (Friedrich) allein im Stande sei, ihm zu helfen. — Nachdem die Geschworenen (Obmann Herr Wilhelm Balser) die an sie gestellten Schuldfragen bejaht hatten, verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten Friedrich wegen Meineids in eine Zuchthausstrafe von einem Jahre und zehn Monaten abzüglich von einem Monat Untersuchungshaft, den Angeklagten Bernhard wegen Verleitung zum Meineid in eine Zuchthausstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Dem Angeklagten Friedrich wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren, dem Angeklagten Bernhard solche auf die Dauer von vier Jahren aberkannt; endlich wurde auf die dauernde Unfähigkeit beider Angeklagten, als Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden, erkannt. ** Schwurgerichtsverhandluug vom 12. Juui 1894. Zur Verhandlung kommt die Strafsache gegen Johannes Westerweller Wittwe von Melbach wegen Meineids und Heinrich Schmidt Eheleute von da wegen Anstiftung. Die Anklage vertritt der Großh. Erste Staatsanwalt Jöckel, vertheidigt werden die Johannes Westerweller Wittwe von Herrn Rechtsanwalt Justizrath Bai st, die Heinrich Schmidt Eheleute von Herrn Rechtsanwalt Grünewald, als Geschworene fungiren die Herren Ludwig Schadeck II., Karl Koch, Johannes Hensel, Conrad Schmidt, Jacob Adam, Friedrich Herdt, August Montanus, Johannes Seim, Jacob Nicolaus L, Otto von Helmolt, Ludwig Schön und Eugen Kaufmann. Johannes Westerweller Wittwe Marie, geb. Meinhardt, 37 Jahre alt, ist angeklagt, daß sie am 2. März 1894 vor Großh. Schöffengericht Friedberg den in der Strafsache gegen Johannes Schmidts Ehefrau zu Melbach wegen Thierquälerei vor ihrer Vernehmung geleisteten Eid wissentlich durch ein falsches Zeugniß verletzt habe; Heinrich Schmidt von Melbach, Schmiedemeister, 55 Jahre alt und seine Ehefrau Marie dagegen, daß sie die Johannes Westerweller Wittwe zu einem Verbrechen des Meineids durch Versprechen oder andere Mittel vorsätzlich bestimmt haben. — Die heutige Verhandlung gab folgenden Sachverhalt: Heinrich Schmidts Eheleute leben mit den Johannes Schmidts Eheleuten zu Melbach, ihren Nachbarn, in Unfrieden und sind die Ersteren gegen die Letzteren sehr feindlich gesinnt, namentlich in Folge von Streitigkeiten wegen des Federviehs, welches von den Heinrich Schmidts Eheleuten gehalten wird und öfters die Eheleute Johannes Schmidt in ihrer Hofraithe belästigt. Die Johannes Westerweller Wittwe, eine arme Taglöhnerin, hatte in dem Hause der Heinrich Schmidts Eheleute öfters gewaschen, geputzt und sonstige Arbeiten verrichtet, wofür sie niemals Geld, sondern nur Brod und sonstiges Essen und Trinken, auch Kleidungsstücke u. dgl. erhielt. Es war ihr bekannt, daß die Heinrich Schmidts Eheleute mit den Johannes Schmidts Eheleuten verfeindet waren und hatte ihr die Heinrich Schmidts Ehefrau auch angesonnen, mit der Johannes Schmidts Ehefrau nicht zu sprechen. Die Heinrich Schmidts Ehefrau hatte nach der Versicherung der Johannes Westerweller Wittwe derselben im Januar l. I. eines Tages gesagt, sie solle ihr behilflich sein, daß die Johannes Schmidts Ehefrau tüchtig gestraft würde, weil sie den ganzen Tag schimpfe und kreische. Dabei äußerte sie, sie (Frau Westerweller) solle sagen, sie hätte gesehen, wie Frau Johannes Schmidt mit einem Stein ihrem Welschen das Bein entzwei geworfen habe. Wenn sie so sagen würde, dann wolle sie ihr zu Ostern Kuchen geben und sonst noch allerlei Sachen, wenn die Frau gestraft würde, auch wolle sie, wenn sie in Noth wäre, helfen. Sie wolle dem Gendarm Vogel eine Anzeige darüber machen und sie (Frau Westerweller) und den Heinrich Will als Zeuge angeben. Frau Westerweller versprach ihr, so zu sagen. Heinrich Schmidt machte dem Gendarm Vogel die Anzeige, daß Johannes Schmidts Ehesrau seinem Welschen das Bein entzwei geworfen habe und Frau Westerweller, sowie Heinrich Will Zeuge seien. Bei dem nächsten Patrouillengang in Melbach verfügte sich Gendarm Vogel in das HauS des Heinrich Schmidt, welcher abwesend war. Die Ehefrau desselben zeigle dem Gendarmen einen Welschen mit geschindeltem Bein und wiederholte die Anzeige ihres Mannes. Gendarm Bogel begab sich hisrauf zur Wittwe Westerweller und erhob, da diese die Wahrheit der Anzeige bestätigte, am 22. Juni 1894 gegen Johannes Schmidt's Ehefrau Anzeige wegen Thierquälerei. Gegen den hierauf erlassenen Strafbefehl erhob die Johannes Schmidt's Ehefrau Einspruch und kam die Strafsache, nachdem Frau Westerweller noch von dem Großh. Bürgermeister die Richtigkeit der Anzeige bestätigt hatte, am 2. März 1894 zur Hauptverhandlung vor Großh. Schöffengericht Friedberg. In diesem Verhandlungstermin sagte die Wittwe Westerweller unter Eid Folgendes aus: Von meinem Fenster aus sah ich, daß Frau Schmidt mit einem Stein nach dem Welschen warf. Ob sie ihn getroffen hat, kann ich nicht sagen. Es war diesen Winter nach Weihnachten, es kann am 11. Februar gewesen sein. Später am selben Tag sah ich den Welschen, das Bein war entzwei, wie ich glaube, durch den Steinwurf. Es wurde hierauf Heinrich Will, 14 Jahre alt, unbeeidigt vernommen und sagte derselbe aus, er habe am 11. Februar von der Haus- thüre seines Oheims aus gesehen, daß Johannes Schmidt's Ehefrau den Welschen seines Oheims der Art mit einem Stein geworfen habe, daß das Bein entzwei gegangen sei. Auf diese Aussage hin erklärte noch Frau Westerweller, nach dem Wurfe habe der Welsche im Hof gelegen und weiter auf den Vorhalt, daß sie zuerst erklärt habe, sie habe das nicht gesehen: „Ich sah's nur ein Bischen." Das Schöffengericht schenkte den Angaben der Zeugen keinen Glauben und sprach die Johannes Schmidts Ehefrau bezüglich der ihr zur Last gelegten That frei. Bald darauf räumte Frau Westerweller ein, daß sie die von ihr bezeugten Wahrnehmungen niemals gemacht habe und zu diesem falschen Zeugniß durch die Heinrich Schmidts Eheleute verleitet worden sei. Am Tage vor der Schöffengerichtsverhandlung sei Frau Schmidt Abends in ihre Wohnung gekommen und habe sie aufgefordert, am anderen Tage vor Gericht zu sagen, sie hätte gesehen, daß Johannes Schmidts Ehefrau dem Welschen mit einem Stein wider das Bein geworfen und derselbe im Hofe gelegen hätte und weiter solle sie sagen, daß Frau Schmidt den ganzen Tag ihre Hühner nicht in Rahe lasse und sie schlüge. Sie habe ihr denn auch versprochen, so zu sagen. Am anderen Morgen sei Heinrich Schmidts Ehefrau schon Morgens gegen 5 Uhr gekommen und habe sie aufgefordert, vor ihrem Weggang erst noch einmal zu ihr zu kommen und mit ihrem Manne nach Friedberg zu gehen. Sie sei auch hingegangen und habe Frau Schmidt ihr noch einmal vorgesagt, wie sie vor Gericht sagen solle, ebenso dem Heinrich Will. Heinrich Schmidt sei damals nicht in der Stube gewesen. Als derselbe jedoch hereingekommen, habe Frau Schmidt ihrem Manne bemerkt, er solle ihnen unterwegs die Worte noch einmal vorsagen, damit sie sie nicht vergäßen. Hierauf sei sie mit Schmidt und Will weggegangen. Auf der Chaussee, wo der Weg nach Schwalheim abzweigt, habe Schmidt gesagt, da hinten käme der Polizeidiener, sie wollten lieber über Schwalheim gehen, da seien sie eher dort. Sie hätten diesen Weg eingeschlagen und habe Schmidt unterwegs sie einige Mal gefragt, ob sie es noch wüßte, was sie bejaht habe. Nachdem sie in Friedberg ihre Aussage gemacht habe und Frau Schmidt freigesprochen worden sei, habe sie mit den Eheleuten Schmidt, die ihr anscheinend böse gewesen, nicht mehr gesprochen. (Fortsetzung folgt.) ** Die 35. ordentliche Generalversammlung der Gewerbe- bank Gießen, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, fand gestern Abend unter Leitung des Herrn C. Loos, als Vorsitzenden des Aussichtsraths, im Saale des Hotel Einhorn statt. Der Vorsitzende theilte zunächst mit, daß auch im abgelaufenen Jahre die Geschäfte der Bank sich erfreulich erweitert, der Umsatz vergrößert hätten, ebenso der Gewinn, wogegen die Bank Verluste nicht zu verzeichnen habe; die Werihe seien in bester Ordnung. Ziffernmäßiger Nachweis über die Thätigkeit der Bank war den Mitgliedern bereits vorher durch den gedruckten, der Nummer 127 des „Gießener Anzeiger" beigelegten Jahresbericht ertheilt worden, weshalb der Vorsitzende von einer eingehenden Berichterstattung absehen konnte. — Bei der hierauf vorgenommenen Ersatzwahl für die statutgemäß ausscheidenden Mitglieder wurden die Herren Carl Berg mit 64, Chr.Leo mit 61, Daniel Heil mit 53 und Chr. Schopbach mit 49 Stimmen wieder-, Herr Heinrich Leib mit 48 Stimmen an Stelle des freiwillig ausgeschiedenen Herrn Ph. Uhl neu gewählt. — Der Vorstand hatte beantragt, 13 Mitglieder, welche theils die Bürgen geschädigt hatten, theils mit ihren Beiträgen im Rückstände oder von hier unbekannt wohin verzogen waren, auszuschließen; die Generalversammlung ertheilte hierzu die Genehmigung. — Die Jahresrechnung wurde genehmigt, dem Vorstande und dem Aufsichtsrathe Decharge ertheilt, sowie der vorgeschlagenen Art der Vertheilung des Reingewinnes die statutengemäße Zustimmung ertheilt. — Der vom Vorsitzenden zur Kenntniß der Anwesenden gebrachte Revisionsbericht des Herrn Verbandsdirector Diehls- Kassel verbreitete sich zunächst über einige Bemerkungen in Bezug auf die Einrichtungen der Bank und einzelne Bestimmungen des Statuts; Herr Loos theilte hierzu mit, daß diese Einrichtungen sich indeß seither bewährt hätten und keine Veranlassung vorläge, Aenderungen eintreten zu lassen; allenfalls könne man der angedeuteten Vermehrung der Vorstandsmitglieder von zwei auf drei näher treten, sobald dies für nothwendig erachtet werde, was bisher nicht der Fall gewesen. Im Uebrtgen spricht sich der Bericht recht lobend aus über das Geschäftslocal der Bank, die sichere Aufbewahrung der Werthe, die Buchführung, die Credit- und Bürgschaftsliste, die Art der Creditgewährung, die Abfassung der Documente, den Aufsichtsrath und den Vorstand. ** Von der Universität. Nach dem soeben erschienenen Personal-Verzeichniß besuchen die Vorlesungen im Sommer- Semester 1894 602 Hörer, darunter 26 nicht immatriculirte. Im Gegensatz zu der an einigen Universitäten Deutschlands bemerkten Abnahme der Frequenz im Vergleich zum Wintersemester 1893/94 hat sich hier eine Zunahme um 51 Hörer ergeben. Es widmen sich: der Theologie 68, der Rechtswissenschaft 140, der Medictn 112, der Thierheilkunde 34, der Zahnheilkunde 3, der Philosophie 8, der Mathematik 18, den Naturwissenschaften 9, der Chemie 36, der Pharmacie 25, der Cameralwiffenschaft 46, der Forstwissenschaft 10, der Geschichte 6, der classischen Philologie 25, der neuren Philo- \ logie 36. — Der Staatsangehörigkeit nach gehören an: Hessen 434, Preußen 99, Bayern 10, Sachsen, Hamburg, Oesterreich-Ungarn, Nordamerika je 3, Württemberg, Baden, Sachsen-Gotha, Sachsen-Meiningen, Braunschweig, Rußland, Holland je 2, Oldenburg, Mecklenburg-Schwerin, Elsaß- Lothringen, England, Bulgaren je 1. — In der theologischen Facultät fiel die Zahl der Studirenden im Vergleich zum Wintersemester von 71 auf 68, sie stieg bei der juristischen Facultät von 105 auf 140, bei der medtcinischen von 126 auf 149, bei der philosophischen von 215 auf 219. — Der Abgang während des Wintersemesters betrug 128, der Zugang im Sommersemester 187. e ** Aus dem Zustizdienst. Ernannt wurden am 9. Juni der Oberamtsrichter bet dem Amtsgericht Ltch Wilhelm Wehner zum Landgerichtsrath bet dem Landgericht der Provinz Oberhesieu, der Oberamtsrtchter bei dem Amtsgericht Fürth Dr. Karl Riedel zum Landgerichtsrath bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg und der Staatsanwalt bet dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Karl Theobald zum Landrichter bet diesem Gericht. — Mit Rücksicht auf die fortdauernde Verwendung des Großh. Landgerichtsraths Pückel in Darmstadt zur Aushilfeleistung im Ministerium des Innern und der Justiz während der Verhinderung des Großh. Mtnisterialraths Dr. Dittmar wurde der Großh. Oberamtsrtchter Dr. Schneider in Langen mit Aushilfeleistung bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg vom 16. k. M. an beauftragt. * * Gleiberg Verein. Das diesjährige Gleibergfest wird tuin bestimmt am Sonntag den 24. Juni stattfinden. Die Mitwirkung verschiedener Gesangvereine ist gesichert. Im Uebrigen wird die Marburger Jägercapelle concertiren. Abends Tanz. Nach Abschluß des Programms werden wir Näheres mittheilen. Der stark beschädigte Aussichtsthurm wird bis zum Feste wieder hergestellt und den Besucheen des Gleibergs geöffnet sein. * * Postpersonal Nachrichten. Der Postassistent Fitzky in Schotten ist zum Postverwalter ernannt worden. — Der Telegraphensecretär B lö t e in Worms tritt in den Ruhestand. * * Gestohlen. Gelegentlich des Festes auf der „Schönen Aussicht" wurde am Sonntag einem jungen Manne eine goldene Uhr gestohlen. Als muthmaßliche Thäter wurden die in der bayerischen Bterhalle während der Festlichkeit thätige Kellnerin und ihr Begleiter, als sie heute Vormittag abreisen wollten, zur Polizeiwache gebracht und bei ihrer Durchsuchung die gestohlene Uhr auch gefunden. * * Streit. Zwei Gemüsehändlerinnen kamen heute Vormittag auf dem Markte in so heftigen Wortwechsel, daß der Friede erst durch die Polizei hergeftellt werden mußte. Die Liebenswürdigkeiten, welche sich beide ins Gesicht schleuderten und nicht gut wiederzugeben sind, verursachten einen großen Menschenauflauf; ein Strafzettel wird das Nachspiel sein. * * Em betrunkener Gestellungspflichtiger, welcher Passanten und Fuhrwerke belästigte, sich auch auf der Straße herumwälzte, wurde in Poltzetgewahrsam gebracht. * * Selbstmord. Unteroffizier M. des Artillerie-Regiments Nr. 25 zu Darmstadt, ein geborener Gießener, hat sich gestern erschossen. Eine Untersuchung, in die er ver- wickelt schien, mag M. zum Selbstmord veranlaßt haben. * * Neues Seitengewehr? In der Spandauer Gewehrfabrik sind '400 Stück Bajonnete angefertigt worden, die an Truppentheile zur Probe verausgabt wurden. Sie sollen zum Zwecke einer Erleichterung der Jnfanterie- ausrüstung das jetzige doppelt so schwere Seitengewehr ersetzen. Bis zum Herbst wird die Entscheidung über die Einführung dieser neuen Waffe getroffen werden. * * In Gebrauchsmustern von im Großherzogthum Hessen lebenden Erfindern wurden u. A. folgende Eintragungen vollzogen: Sturmlaterne mit in einen Schlitz mit Kerben eingreifender Sperrfeder zum selbstthätigen Feftstellen des verschiebbaren Zugglases: Kauffmann & Cie. in Gießen, 9. April 1894. Regulirofen mit einem durch Handhebel mit der Regulirthür zwangsläufig verbundenen Luftschieber: Eisenwerk Hirzenhain, H. R. Buderus in Hirzenhain, 19. April 1894. * * Zur Warnung. Ein Genfer Uhrenhändler, der sich bereits verschiedentlich mit seinen Gläubigern abgefunden hat, treibt einen frechen Schwindel, indem er in deutschen Zeitungen scheinbar sehr billige Uhren anbietet, die er gegen Einsendung des Betrages zu liefern verspricht. So unglaublich es scheint, sind doch viele auf diesen Schwindel hineingefallen. Dem Betreffenden fehlte es natürlich an Ausflüchten nicht und nur mit Mühe ist es Einzelnen gelungen, für ihr gutes Geld schlechte Waare zu erhalten. * * Wie muß eiue Wohnung vom Miether übergeben werden? Darüber liegt folgende neue Reichßgerichtsentschei- dung vor: Wenn in schriftlichen Miethverträgen, die man immer vorher genau durchlesen sollte, es lautet: „dem Miether, wie er sie übergeben erhalten hat", so ist daS immer nur mit dem Zusatz zu verstehen, soweit sie nicht durch ordnungsmäßigen Gebrauch abgenutzt, also „abgewohnt" ist. Der Miether hat aber allen durch unpflegliche Benutzung veranlaßten Schaden zu ersetzen. Er hat abgerissene, mit Schmutzflecken besudelte Tapeten repariren, zerbrochene Fensterscheiben wieder Herstellen zu lassen/ ja er kann auch in Anspruch genommen werden, wenn er durch Bermiethungen, z. B. Massenquartiere rc., das Logis unverhältuißmäßig abgenutzt hat. Für Durchbrennen der Ofenrohre, Herde, Zerspringen der Ofenplatten rc. braucht er nur einzustehen, wenn sie durch Ueberheizen ruinirt sind, sonst nicht. Aehn- liches gilt auch von schadhaften Schlössern, Thürklinken, Schlüsselschildern. Nur wenn sie durch gewaltsames oder fahrlässiges Behandeln schadhaft geworden, muß sie der Miether in Stand setzen. Verlorene Schlüssel muß er ergänzen. Der Miether hat die Miethlocalitäten vollständig zu räumen und den Schlüssel zu übergeben. So lange letzteres nicht geschehen, setzt er den Miethvertrag thatsächlich : fort und muß den Miethzins weiter bezahlen. Herkömmlich ist, daß der Miether beim Auszug die Wohnung gereinigt, „besenrein" hinterläßt. L-.;K 21 K t)QH u ÖU} 219- - i26 b' drr Zu, wurden am 9 a . Gericht Lick t-Ä't unb btt SiL. öem M-Ä* *S,ä‘4 ““Äitam,, h? mrU"9 d" ®* frei» tert 6«*“ eerbunW 8uW6“' , PuderuS in hrrzrnha , ,t J« M Mttn ** Ht n gegen SinfenbunS id-l „ut tj&ss neue WWJB bte man f»0*.' ’L« fo i» *• *«'" TJitt s>- * erstes- ?0 aW* -genutzt/ a jo BenutzuvS 4Td) unpflrM „tt Er hat FenM' iaiireö,C in er burLc(^lt[li6otas? * S !°s ’>Ä w\ p- * ’ÄS* s*r*Ä«is -S^rS -..-ablen. * .«einigt/ t ?u Elus Oberhefse«, 10. Juni. Wer dem Zustand und a m1 6cr Staatsstraßen wie auch SreiSstraßen in unserem nördlichen Oberhessen ein wenig seine Aufmerksamkeit schenkt, der wird bemerken, daß dieser Zustand ein vortrefflicher ist und daß man Seitens der betreffenden Organe stets darauf bedacht Ist, denselben zu erhalten und zu verbessern. Dor Allem gilt das von den Staatsstraßen, aber auch die Kreisstraßen, die früher sehr oft in sehr schlechtem Zustande sich besanden, zeigen eine fortwährend zunehmende Verbesserung. Allerdings weisen letztere eben wegen der beabsichtigten Verbesserung oft eine sehr starke Chaussirung auf, die namentlich der Landwirth seines Zugviehes wegen nicht gerne sieht. Bei dem fortwährenden Streben, Staats- und Kreisstraßen zu verbessern bezw. auf ihrem trefflichen Stand zu erhalten, muß eß nun Wunder nehmen, daß man noch einen Factor duldet, der unerkannt der größte Feind einer guten Straße ist, wir meinen — die Pflugschleife. Diese aus zwei Holz- oder Holzstangen spitzwinkelig zusammengefügte Schleife dient zur Beförderung des Pfluges. Ihre schädliche Wirkung auf die Straße beruht darin, daß sie fortwährend die im Bau der Straße festgefahrenen Ehausseesteine loSreißt und zusammenschleift. Diese sogenannten Rollsteine vermögen nun den besten Weg schlecht zu machen. Für daS Zugvieh sind sie eine wahre Plage, für das Fuhrwerk Steine des Anstoßes im wörtlichen Sinne und für die Radfahrer Klippen, an denen vorbeizulootfen nicht immer möglich ist. So oft auch die Straßenwarte die Rollsteine ablefen, stet- fördert Flugfchleife andere zu Tage. In die frisch chaussirten Straßen reißt sie förmliche Geleise, wodurch die Ehausseesteine sich nicht festsetzen und so den Weg erschweren. Und wie leicht fdnn diese unheilvolle Pflugschleife durch zwei kleine Raderchen ersetzt werden. Die Kosten, die hieraus entstehen, sind so unbedeutend, daß sie ein Hinderniß nicht bilden können. Der Landwirth selbst würde ja durch besseren Zustand feiner Fahrstraßen nur Nutzen haben. Darum fort mit der Pflug- schleife! Wenn cS aber zu ihrer verdienten Verbannung kommen soll, muß ihr fernerer Gebrauch behördlicherseits verboten werden. Hoffentlich regen diese Zeilen hierzu an. △ Aus dem Kreise Alsfeld, 11. Juni. Dieser Tage wurde daß neue Schulhaus zu Liederbach im Beisein deS Herrn Kreisamtmanns Rach und deS Herrn KreiSschul- inspectorS Müller festlich eingeweiht. Herr Lehrer Hahn hielt die Abfchiedsrede im alten, Herr Pfarrer Kling en- schmidt die Weihrede im neuen Schulhaufe. Dasselbe ist ein in jeder Hinsicht zweckmäßiger Bau, der seinem Erbauer, Herrn Kreistechniker Braun, alle Ehre macht. In Ober- Ohmen ist man gleichfalls im Baue zweier neuer Schulfäle begriffen, da die alten nicht mehr ihren Zweck erfüllten. Mainz, 8. Juni. Der Großherzog von Baden hat zum Bundesschießen einen theilweise vergoldeten Silber- pokal gestiftet. Von der Bergstraße, 8. Juni. ES ist eine wahre Freude, eben den herrlichen Stand der Saaten zu betrachten. Auch an Grünfutter herrscht eben ein wahrer Ueberfluß. Wenn nicht unvorhergesehene Naturereignisse, auf welche der Landwirth immer gefaßt sein muß, dazwischen kommen, dürfen wir auf eine reichgesegnete Ernte in fast allen Fruchtgattungen hoffen. Auch die Aussichten auf eine gute Kartoffelernte sind sehr günstig. Dcrmifcbtcs. • Wiesbaden, 11. Juni. Dte Feier der Enthüllung des Blücher-Denkmals in Laub am 18. d. MtS. verspricht unter Theilnahme des General-Obersten Freiherrn von Los als Vertreter des Kaisers und Königs, der Herren Oder Präsidenten der Rheinprovinz und von Hessen - Nassau, der commandirendcn Generäle deö achten und elften ArmeecorpS, vieler anderer hoher Militärs, der Spitzen der Behörden, zahlreicher Deputieren von Offizier CorpS, darunter auch des Blücher-Husaren-RegimentS, der Krieger-Vereine, Korporationen jc. tc. sehr glanzend zu werden. DaS Bankett auf dem Festschiff wird 160 Gedecke haben. Sämmtliche für die Feier in Betracht kommenden Schnellzüge halten am 18. Juni in Kaub. * Berlin, 11. Juni. Bei dem großen Armeejagdrennen stürzte Lieutenant Poncet vom 10. Husaren-Regiment. Er zog sich eine Gehirnerschütterung zu und erlitt eine Brust- quetschung. Er verstarb alsbald. * Halle, 11. Juni. Gestern wurde eine 32jährige Frau Namens Berk er als Leiche auf einem Felde bei Halle aufgefunden. An derselben ist ein Lustmord begangen worden. — Ein Mordversuch wurde an der HauSmannSsrau einer hiesigen Volksschule verübt. Augenscheinlich handelt eß sich auch hier um einen Lustmord. Von den Thätern fehlt noch jede Spur. ___________________________ Itmverjitäts - Nachrichten. — UntversitötS - Statistik. Die Kaiser-WUbelm-Uni- oersität zu Straßburg zählt in diesemSommerfernester 913imma- trilulkte Studenten, gegen 903 im vorjährigen Sommer. Von dieser Gesammtzahi sind 108 in der theologischen, 239 in der rechtS- und stiatSwisjenschastlichen, 292 in der mediclnischen, 119 in der philosophischen unb 155 in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Facultät tnkribtrt. Dem Domicil nach find 828 als Deutsche und 85 alS Ausländer verzeichnet: von den ersteren wiederum 123 alß Elsaß Lothringer selbst, 244 als Preußen (darunter 47 Angehörige der Provinz Hcsten-Nassau), 39 alß Badenser, 37 alß Bayern und 26 alß Württemberger, die übrigen Staaten sind mit kleineren Zahlen vertreten; von den Ausländern bilden die Schweizer (30) und Amerikaner (20) allein mehr als die Hälfte, Oesterreich-Ungarn ist mit 8 vertreten, Luxemburg mit 6, Rußland mit 5, England mit 4, Belgien, Bulgarien, Italien, 3ipen mit je 2, Dänemark und Holland mit je einem. — Die Universität Königsberg wird in diesem Semester von 712 Studirendcn besucht, von denen 109 der theologischen, 198 bet juristischen, 236 ber mebicinlschcn, 169 ber philosophischen Facultät angehören. Von ben Stubirenden stammen 469 auß Ostpreußen, 126 aus Westpreußen. — Rostock wirb von 436 Stubirenden besucht. Die theologische Facultät zählt 47, die juristische 97, die mcbicir.ische 120, bie philoiophische 172. - Die Frequenz der Hochschule Würzburg beläuft sich auf 1262 Studirenbe (gegen 1231 im Winter unb 1286 im 'vorigen Sommer). Aus die einzelnen Focultäten vertheilen sich bie Slubtrenben wie folgt: Theologm 119, Juristen 238, Mcbiciner 716, Philosophen 115, Pharmaceuten 44 unb Chemiker 60. 292 ber Jmmatriculirten sinb neu zugegangen. — An ber Universität Erlangen beträgt im laufenben Sommersemester bie Frequenz 1120 gegen 1137 im vorigen Sommerhalbjahr. Marburg. Die Frequenz ber hiesigen Universität zeigt einen Rückgang gegenüber dem vorigen Sowmerfemestcr. Die Zahl ber Stubirenden beläuft sich aus 866 (gegen 807 im Wintersemester 1893/94 unb 933 im Sommersemester 1893). Der theologischen Facultät gehören an 125 (gegen 108 unb 155), ber juristischen 212 (gegen 191 unb 224), bei m.bicinischen 232 (gegen 213 und 243), ber philosophischen 297 (gegen 295 unb 311). — An ber Universität Tübingen befanben sich im laufenben Semester 1209 ©tubirenbe (801 Württemberger unb 408 Nichtwürttemberger) gegen 1349 im vorigen Sommersemester. Hier ist also ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Evangelische Tbeologie fiubiren 309, katholische Theologie 165, JuriSprubenz 239, Meblcin 235, Philosophie 41, SlaatSwissenschasten 152, Naturwissenschaften 68. { Von ben 408 Nlchtwürttembrrgern sinb 376 Deutsche, bavon ; 266 Preußen. Verkehr, Canö* nnö Volksrvirthschaft.' •Ult«, 12. Juni. Marktbericht Lut bem t cuttern Wochenmari, kostete. Butter pr. Pte>. x. 0.90-0,95, büfnereta 1 Stück 5 4, 2 Stück 10-11 4, «sie pr- 6t. 5-8 X Käsemette pr. 6t. B 4, Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen pr. Liter 28 4 Inubai pr. Paar X 0,85-1,10, Hühner pr. Stück X 1,20-1,40, Bahnen Pr- St X 1,50-2,00, Enten pr. 6t- X 1.80 biß 2,20, Ochsensteisch vr-Vfd 70-74 4 Jhib» u. Rindfleisch pr. Ptd. 60-64 4, Schwei«. pr. Vfb. 60-70 4 Sawsteisch pr. Pid 60-66 4 Hammel- Asichpr. Psd. 56-68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo <50-5,00 X, Weißkraut pr. Stück--3, Zwiebeln pr- Lentner 8,00-9,1» X. Milch pr. etter 16 20 X Enteneier 2 St. 11 4. (Mnfeeier 10 4 Strichen pr. Pfd. 15-20 4- • -------------------J_l_ Temperatur der Lahn und der Vnft nach Reaumur gemessen am 12. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12, Luft 1». Rübsamen'sche Badeanstalt. —1 __ _____ ____ . ___— Lomuierstoffc a Mk. —.75 Pfg. per Meter in garantirt achtfarbigen Wafchstoßeu versenden in einzelnen Metern dircci an Jedermann. Eretee Deuteohei Tuch versa ndtgeeohäft Oettinger A Frankfurt n. 71., Fabrik-Dßpßt. Modernste Muster bereitwilligst franco. 936 Wichtig für Hausfrauen! Bernhard Curt Pechstein, Wollwaarcn Fabrik Mühlhausen i. 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Dagegen bildet KüpperS Kraftbier, lediglich auß Hopfen und Malz hergestellt, flüfsiges Brod unb Fleisch, ein VolkSgetränk von beruhigender, kräftigender, belebender Wirkung für unter nervöses Geschlecht. Erhältlich in allen besseren Droguerien, Delicatessen- unb Kolonial-- roaaren - Hanblungen. — En groß zu beziehen durch dte Bergische Brauerei-Gesellschaft norm. Küpper, Elberfeld. 14188 Willst Du schön werden? Walche Dich mit Somng's Seile L'^ulk Sie ist dte beste Seife der Welt! Schön! Willst Du schön bteiöent Bknvrttde zur Toilette nur (idctii rlskrlNg'sSklk7.''^u!t! tOcflrrcf sindrst Tu nirgenbe. Roulttd) /> 40 Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. (667 Ga. 2OOO3hirf ^oulard-Lcidc Mk. 1.35 bis 5.85 p. M. — bedruckt mit den neuesten DesstnS unb Farben — sowie schwarze, weitze unb farbige Seidenstoffe von 78 Pf. biS Mk. 18.65 p. Met - glatt, gestreift, carrtrt, gemustert. Damaste tc (ca. 240 versch. Qual, unb 20t0 versch. Farben, Dessint rc.) XäT Porto- und steuerfrei int HauSl! Katalog unb Muster umgehenb. f122 6. Hennebergs Seiden-Fabrik (k. k. hom. Zürich. Bekanntmachung. Vom 6.—19. Juli 1894 sollen 494 zur Hebung eingezogene Lanb- wehrleute ohne Verpflegung in geeigneten Privatquartieren gegen eine Vergütung von 40 Pfg. pro Mann und Tag untergebracht werben. ES werden daher alle diejenigen Einwohner, welche zur Uebernahme von Einquartierung für die genannte Zeit und gegen die angeführte Vergütung bereit sind, hiermit ausgefordert, bis spätestens 20. d. M. ihre Anmeldung auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — vorzubringen. In der gleichen Frist haben eingezogene hiesige Landwehrleute, die in ihrer eigenen Familie einquartirt zu sein wünschen, bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung bezüglichen Antrag zu stellen. Gießen, den 11. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4941 Gnauth. Zwei Keller unter dem Schulhause in der Schillerftraße sind anderweit zu vermiethen. Näheres über Bedingungen und Preis ist bei der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15, zu erfahren. Gießen, 11. Juni 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4940______Gnauth.__ Du Heu- u. GrmmtkNltk von 2 im Heegftrauch gelegenen Wirsen, die eine 2, bie anbere 4 Morgen haltenb, zu verpachten- 14839 Carl Schwan sen., Geltertweg 64 Heugras- Versteigerungen drr Fürstlich Solmsilchen Mentet Lich. DaS HeugraS von ben Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Donnerstag den 21. Juni, vormittags prLei» 8 Uhr, von ben Wiesen in ber Gemarkung Lich, oberhalb ber Stadt, zusammen 1Ö0 Morgen Zusammenkunft an der Sau- brürfe, rächst ber BrÜhlwiete- An demselben Tage, Nachmittags prLeiS 1 Uhr, von ben Wiesen unterhalb ber Stabt Lick unb von ber großen Teichwiese, Gemarkung Hoi Albach, zunächst ber Staatsstraße Lich-Gicßen, zus ca- 30 Morgen Zusammenkunft im Schloßgarten an ber fei'entabnbrücfe. Freitag den 22. Juni, vormittags prLctS 8 Uhr, von ben Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachse«, ober- unb Sriederbesstvgen, i. Ganzen 130Diorgen- Zusammenkunst in Mühlsachsen. Montag den 25. Juni, vormittags PrLeiS 9 Uhr, von ber Fürstlichen Mönch- unb Strauchwaldwiese, Gemark Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in ber Mönchwiese. Lich, am d'. Juni 1894. Fürstlich Solmsische Rentei. 4748 chretling. Bekanntmachung. Vom 15. Juni b- I?. ab werben bie jetzigen Schnelllüge >Jlr. 73, ab Frankfurt a- 30? 12 Uhr 45 Rachm. an Ham- i bürg H. 10 Uhr 44 Abends unb Nr. 74 iab Himburg H. 12 Uhr 40 Rachm, an I Frankfurt a. M 10 Uhr 36 Abenbs mit , 4 acksigen Durchgangswagen I., U. u. HL i Classe beforbert- Von dem genannten Tage ab werben bie Wagen btefer Schnellzüge nicht mehr über die Hamburg-Altonaer Verbindung-' bahn nack bezw. von Altona duichgesührt. Die Reisenden finden Anschluß in beiden Richtungen durch besondere Zuge im bisherigen Fahrplan und müssen m Station Hamburg H. umftelgen. Die Wagen der obengenannten Schnellzüge sind mit nummerkten Sitzplätzen versehen unb ist bet Benutzung dieser Züge neben dem eigentlichen FahrkauS- w.ise eine Platzkarte 2 Mark für die I und II. Classe bezw. 1 Mark für die HI. Wagenclasse zu lösen Jrn Uebrigen wirb auf bie an den Fabr- fartenauSgatefteflen auSgehängte bezügliche Bekanntrnachuna verwiesen. Hannover, den 9 Juni 1894. . [4943 König!» Eisenbahn Direetion. Das Heugras von den Wiesen des Herr» Dr. Melchior 4*/2 Morgen haltend ist zu verkaufen durch [4937 Gg. Konrad Timon. 4935] Eine Part hie Dickwurzpftanze« (Oberndorfer) sind abzugeben. Oeconomieoerwalter ReVe, Zozelsgasse 9. Mittwoch den 27. Juni, I Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die der WilhelmAillmannWiltwe unv Kinder in Gießen gehörige Hofraithe Flur 1 Nr. 1108 — 69 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 15. Mai 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. .I. A.: Bogt. 4198 Berichtigung. In dem ConcurS über das Vermögen der Justus Müller Wittwe dahier steht der Prüfungstermin nicht den 14. sondern Donnerstag den 12. Juli 1894. Gr. Amtsgericht, gez. Gebhardt. Bekanntmachung. Donnerstag, 14. Jnni 1894, Vormittags IIV2 Uhr versteigere ich auf Anstehen des Herrn M. Rosenthal zu Gießen in dessen Lager, Liebigftraffe 13, gemäß Art. 343 u. ff. H. G.-B. öffentlich gegen Baarzahlung: 38V2 Centuer Hafer, 6 Centuer Mais. Versteig, voraussichtlich bestimmt. 4947] (Kugel, Gerichtsvollzieher. Zu verkaufen. *Ö* in der Nähe des FriedhoieS und Grün- bergerftra6e, zu jedem Geschäft passend- Off u. Nro. 159 a. d. Sro- d- Bl- 4886 BogelSberger Frühstücksküse stets frisch im Aüeinoerkquf bei A. Sf G. Wallenfels, 8932________Marktplatz 21._______ Stachelbeeren znm Et««ache« stets z« habe«. NLHereS in der «rpeditia« d. Bl. Aatürl. lUintrfllroflffft 4938 Carl Schwaab’s Delicatessen Handlung empfiehlt Neue Vollhäringe Neue Matjeshäringe ächte yfrants. Würstchen Neue Ztartoffel geräucherte LachSsorellen. halte in frischer Füllung stets vorräthig. August Noll, 4368 vahnhofstratze 5l. relepho« 10». JZadehosen. x(J Robert Stahl, 4038 23 Neeitadt 23 M rdkiisiittsiihkliliigö- imh Ersparnisi- KlliiK in ätnttMt Mark. Millionen [4943 von De 4930 Der Vorstand. 4936 ----4 Mitglleder-Weitraum im Betrieb. === 4925 Suppenwürze ebenso Maggis-Fleisch- iftoerbm SS(n#"TuÄ I •»•*«’’♦ V?p°'h°k.-G-ld bwtgstd.rch I M Mort Stdtog , i S-nsalMck-r^ock-nh^r,^ miethen. A. KrStt. mit zu vermiethen. 81. Keller. ist zu vermiethen Südanlage 7 fqo Vergüt. Verk vorzugSw L'50 Rest. Bew. u E. 2401 an 1 Hrinr. Eisler, Keßler, Roßschlächter. Hamburg. 1264)3 Krichtibszü-DttL»«! 8 »Lt. — Sr int futter «eur-Dtsc-m 3 pCL Geldsoete«. gesucht AsterwegL. 4946 16.15 16.11 Engl. SooereignS 4.161 Nuss. Imperiales 4.19 MAGGIs = Anter Staatsaufsicht. = = gegründet 1854. = Die tieftrauer nben Eltern August Kaiser u. Frau. 1 2 400 111 18 «nna folgend Brief 16.16 97.90 77.58 29.10 36 3V Die Iami werden wichen' e<3 9.55 20.28 16.63 2500 4 Vermischte Anzeigen. 4949] Ein braves Dienstmädchen (Bett 16.121 Ducaten 147.201 Scr. «vntsI.Lflarah.-Let. Cia'»a anksagung. Allen Denen, welche unseren lieben, unvergeßlichen Sohn zur letzten Ruhestätte begleiteten und durch wohlthuende Beileidsbezeugungen und reiche Blumenspenden bei unserem so herben Verluste ihre Theilnahme erwiesen haben, sagen Allen, insbesondere Herrn Hauptmann Seitz und dein Unteroffiziercorps der 8, Eomp. hiesigen Regiments, Herrn Pfarrer Grein für seine trostreichen Worte, sowie dem Verein Amicitia unfern innigsten Dank. Gießen, 12. Juni 1894. D»LorUs-E-«mi«Uv.-U»t-. Berck-LeL. Dresdener Bflvk-Aet. Norbd. Lroyd-Aet. Wiener Bankver^Act Oest. Tredtt-Net. 3tel. MMÄsuerdRhu «ct Selsen. Hitße» crscht' mit Al Btid 9.60 st. 20.32 16.65 Extract frisch eingetroffen bet: Köhler & Hönisch in Hungen. Die leeren Original-Fläschchen L 65 Pfennig werden zu 45 Pfennig und diejenigen d Mk. 1.10 zu 70 Pfennig mit Maggi's Suppenwürze nachgefüllt. 4740 FerieN'Souderzüge nach Irarckfurt a. M, Basel und München. Im Laufe dieses Sommers werden jezwei Ferien-Sonderzüge von Hamburg nach Frankfurt a. M. und Basel, sowie nach München befördert werden, zu welchen im Preise ermäßigte Rückahrkarten auch auf einigen diesseitigen Stationen znr Verausgabung gelangen. Die Beförderung der Züge erfolgt am 14 /15. Juli und 11./12. August. Alles Nähere ist aus besonderen Uebersichten zu ersehen, welche auf Anfordern von den Fahrkarten - Ausgabestellen Harburg H„ Lüneburg, Uelzen, Celle, Hannover, Northeim, Göttingen, Münden, Caffel, Marburg, Gießen, Geestemünde, Bremen, Minden, Hameln und Hildesheim'ko st en- Zum weiteren Beitritt laden ein die Vertreter: Hießen: Ad. Bieler, Generalagent: E. Fischbach. Hrünberg: Louis Moll. Saubach: 'W. Klipstein. Wetterfest): Lehrer Jakob. 4942 «omSSerßcht »ex E. WasserscMeben, KanKgeschSsl. Frankfurt«: iüörfr vom 12. Juni 894. N Directc 147 00 dem G des Ba Verschll Durfte Wechsel Wenn 1 sie ntch solche A Aussicht Seyb! läge, ’ Specul achter müssen, unter c des Bc viel zu achter Verhäl verein beantw im war ein sort A Jahres solchen rath üt dann h Hellen । eine S! geschafft durch $ Mindest nach de hat. - die Sili hat von nichts g, Dr Hhpothe Gesamlr Firma: Differer die fie r Mark. Vi, bekundet machen,' zur wirk WM m Fü Pulve Stegen^ trug- b' Se Ne, Getretdk ^schicht des Vex achter Getreide ^srl v °b inU Nutzten, lbii °«! B-> A-lih,,, EchM, Nach D Brügge. Waffen Ferner S«9 «: w «NI 20 Franken-St. 20 do. in •/• Dollars in Gold Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten theilen wir hierdurch tiefbetrübt mit, daß unser innigstgeliebtes Söhnchen e Georg Friedrich Rühl im Alter von 9 Monaten, nach kurzem schweren Leiden, heute Nacht 3 Uhr sanft entschlafen ist. 4945 Gießen, 12. Juni 1894. Die tieftrauernden Eltern Heinrich Nühl und Frau Lindengaffe 18. Grosse Hindernissrennen )U Frankfurt am Main am 17. Juni, Nachmittags^ Uhr, auf der Rennbahn am ForsthanS. v* an nur Herrenreiten, 2 Alach«, 2 Hürdenrennen und 3 Hteeple-Ebases mit 82 Nennungen, wofür 17,000 Mark an Geld und 12 Ehrenpreise ausgesetzt, u. a. Preis von der Main» tut (Hürdenrennen) Mk. 3600 und 1 Ehrenpreis, Preis der Billa Leonore (Steeple-Chase) Mk. 1500 und 3 Ehrenpreise, Ariadne Gteeple«Chase Mark 2500 und 3 Ehrenpreise. smr Grosser Preis von Frankfurt mk« 6000 und 5 Ehr erpresse. I. Tribüne Mk. 6, Damenkarte Mk. 4, II. Tribüne Mk. 1, Stehplatz 50 Pfg>, Wagenkarte Mk. 5- Wald (District Hausberg) Buchen-Wellen (sog. Schaffutterwellen), Eichen-Stämme von 34—39 cm Durchmesser mit zusammen Mer Ueöerschuß den Herstcherten. Jabresüberschuß in 1893: Mark 3 887 417. BekanlltmachttUg. Das Reichsgesetz zum Schutze der Waarenbezeich- nungen (Markengesetz) vom 12. Mai 1894 tritt mit dem 1. Oetober 1. I in Kraft. ... Nach diesem Gesetz müssen sämmtliche Marken, auch die m dem bisherigen Zeichenregister in Gemäßheit des Gesetzes vom 30. November 1874 eingetragenen Warenzeichen, sofern sie ihre Gültigkeit behalten sollen, bei dem Kaiserlichen Patentamt in Berlin zur Eintragung in die neue Zeichenrolle angemeldet werden. Nach § 4 Absatz 1 des neuen Gesetzes wird bie Eintragung versagt, wenn das angepreldete Zeichen als ein Freizeichen anzusehen ist; nach § 24 c. e. findet diese Vorschrift auch auf die bereits eingetragenen Waarenzeichen Anwendung, falls dieselben neu angemeldet werden. Das Kaiserliche Patentamt in Berlin beabsichtigt, für die Zwecke der ihm nach 2 ff. 24 c. e. obliegenden Vorprüfung der Anmeldungen eine Sammlung der im diesseitigen Interessengebiete im Verkehr befindlichen Freizeichen durch unterzeichnete Behörde zu veranstalten. Wir fordern daher unter Hinweis auf die bedeutenden Nachtheile, welche eine Versäumung der Anmeldungspflicht im Gefolge hat, alle Inter« effenten auf, ihre sämmtlichen Marken, sowohl die überhaupt noch nicht zum Eintrag gekommenen, als auch diejenigen, welche bereits in Gemäßheit des Gesetzes vom 30. November 1874 angemeldet worden sind, mit einem Vermerk, ob dieselben als Freizeichen oder als Eigenthum der betr. Inhaber angesehen werden sollen, spätestens bis zum 15. Juli I. I. an die unterzeichnete Behörde gelangen zu lassen. Gießen, den 12. Juni 1894. 4928 Großherzogliche Handelskammer. I. V.: R. Scheel. Aikdklk Timfpriiinien. — Hohe Mviden-kn für die Versicherten. Günstigste Versicherungs-Bedingungen. Der Rechenschaftsbericht für 1893 ist soeben erschienen und jedem Versicherten aus Verlangen unentgeltlich von der Bank zu beziehen. Bekauntmckchtutg. Donnerstag den 14. Juni 1894 sollen im Anneröder Slebectton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scherr Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) ht Stehen. Are heutige Yummer umfaßt 6 Seiten zu besetzen, für die ein Gehalt von 1500 Mk. vorgesehen. Bewerber müssen in schriftlichen Arbeiten bewandert, mit dem Fuhr wesen und der Pferdehaltung vollständig vertraut, militärfrei und im Besitz guter Zeugnisse sein, außerdem eine Caution von 500 Mk. hinterlegen können. Selbstgeschriebene Offerten mit Einschluß von Zeugnißabschriften sind an den Vorsitzenden F. Helfrich in Gießen zu richten. Persönliche Vorstellung erst nach Aufforderung erwünscht. [4944 Öeconomie versteht, findet sofort Stellung Neuenweg 28. i______________ 4952] Ein kräftiger Arbeiter sofort' gesucht in der Schneidmüble Hammstr. 27.: „ , . - , , - --- -------------— ■ von der Marburgerstr nach dem Bahihof. Abzugeben Marburgerstr. 20. 4927 4543J Zwei Logis zu vermiethen. _____________Schiffeubergerweg 63. 4747] Schöne Marffarden - Wohnung Ltebigstraße 59, Neubau, per 1. 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