1911 !|ten iwenbet. M tu oi,M*n Tempo nach hm u übn l*i® und dadurch im »igglaubwüAgtzL nb!!chtn arm« «IJS M in üBlen aß SoroaS^ ad) blt LtistaMchunzda !r,w« E mhmm Will ttungm von 6-8 fl. Such kfe c^b obgleich sich dü "^^d°ch8si.da°oa. ba fich etwas «bgekühll. Mehreinnahmen. In da W speculattoe Kich, ffa nicht einheitlich, ffiäirmi lei gewonnen, «ohlenactim lt§ defttedizenden (fmbrui r Börse. Cenr« DOW 2. IIL 9./UL 6^3.88 u.89 Terb. SoL- t . . . . leAsenbithn- sObl L. A.. ,Dblig.l880r cono. Lir. D. Golb-Anl. 387 .. . L prto.Änl. 29.40 31.4« 64.50 6«# 70.- tlli 104.45 10310 24.35 23.80 45.90 47.05 102.25 101.45 100.90 101.70 80.10 49.40 52.65 99.41 99.25 «3.20 47- 5050 99.30 99 20 62.40 82.- 101.05 101.85 80 JO Lmdvdm \ 108.10\W8.— \ tt.-\ W dv. )u;n ®olb . SotbsSchk.) Joses Silber girmt 3UL ndchi • ■ M . • • Ow Mmo. ovkai gcnt rbtn.Sec.stft. elmeer . 188.30 188.-* 107'/, 127.- 126.95 - 104.75 105.5® g»:ta 1, BerrtvSbw $ereta8bctfj__ ,138.60 W» - '3 96.9» Bttl«g8«N^ i 347.70 M9- fgiSrito<- 165.- 1*50 15*$e •*"*|SäS5 ' ' ' ' 78.10 80.2« eSnwd^' nibbr.1 u< u ioi.- 9580 101- ,640 «41* 103.' 108.80 tuW^ *■< iw»1900 1’1115 iiL* 86* 86.20 87.» «bL eotfcfe goBrnWöton fei»-" rÜMZ^coo- 10^ roose .^Mse- ho- 13L Rr. 60 Ter »iehener Anzeiger erscheint täglich, mit Au»nabme des Montag«. Die Gießener m iliea dläller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal br, gelegt. Dienstag den 13. März Erstes Blatt. 1894 Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger. Vierteljähriger Z»a,ae«ent»,reir: 2 Mark 20 Psg. mit Lringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 60 Psg. Nedaenon, ijptbition Ullb Ti udrrri: <.rf>uffirate Mr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt süv den TLveis Gietzen. s j [ Hratiskeil'age: chießener Kamikienbkätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Zag erscheinenden Nummer bi« Sorin. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de- In- und AuSlande« nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger' entgegen. Der Antrag wird mit 14 gegen 10 Stimmen angenommen und der Rest deS Etats unverändert genehmigt. Beim Etat des ReichSschatzamtS wird der neue Posten des UnterstaatS- secretärS mit 12 gegen 11 Stimmen angenommen. BerU«, 10. März. Gestern Abend ist auf der Treppe der 12. Polizeiwache in der Linienstraße eine bomben» ähnliche Blechbüchse gefunden worden. Das verdächtige Gefäß wurde sofort in Wasser gesteckt und soll heute unter» sucht werden. Man weiß noch nicht, ob eS sich um ein Attentat oder einen schlechten Scherz handelt. Kiel. 9. März. Für die Hinterbliebenen der aus dem Panzerschiffe „Brandenburg" Verunglückten wurden von einem Berliner Bürger, der nicht genannt sein will, 15000 Mk. gestiftet. Der Fürst von Hohenzollern hat 500 Mk. übermittelt. Hamburg. 10. März. Die Altonaer Stadtverwaltung beschloß den Bau einer bis zum neuen Fischereihafen reichenden Industriebahn und zwar im Anschluß an die Staatsbahn. Attsland. Wieo, 10. März. Von gut unterrichteter Seite wird gemeldet, daß der österreichische Kaiser dem im Mai bei Pola stattfindenden großen Flottenmanöver beiwohnen wird. Während der Osterfeiertage besichtigt Kaiser Wilhelm das Marine-Etablissement in Pola. Wien, 10. März. Die „Neue Freie Presse" bringt einen Leitartikel über die Anwesenheit des Zaren- paareS auf der Soiroe beim deutschem Botschafter in Petersburg. Der Verfaffer des Artikels legt dem Umstande, daß der Verlauf der Festlichkeit zuerst durch Regierungsblätter veröffentlicht wurde, eine hochpolitische Bedeutung bei. Brussel, 10. März. DaS Wort deS KriegSministerS Bronsart v. Schellendorf, daß nur Taktiker vierten Ranges in der Schaffung eines Lagers bei Malmedy eine Gefahr für die Nachbarländer sehen, wird in der hiesigen Presse lebhaft commentirt und besonders auf die von General Brialmont in letzter Zeit in der Kammer gehaltenen Reden bezogen. Paris, 10. März. Das Organisation- - Comite für die Maifeier nahm die angebotene Mitwirkung der socialistischen Abgeordneten an, um das Arbeiterfest möglichst glänzend zu gestalten. Paris, 10. März. Hier und in der gesammten Umgegend nimmt der Typhus in schreckenerregender Weise zu. Der Decan der medicinischen Facultät hatte deshalb gestern eine längere Unterredung mit dem Ministerpräsidenten. Paris, 9. März. Gestern wurde der Vater BourdinS, deS in Greenwich durch Explosion verunglückten Anarchisten, verhaftet. Loudon, 9. Marz. Morgan, der Director der Ausgrabungen in Egypten, hat gestern die Pyramiden von Bachou öffnen laffen und Gräber der 12. Dynastie sowie verschiedene Schätze vorgefunden. Venedig, 10. März. Die heutigen Morgenblätter melden die bevorstehende Ankunft deS italienischen Königs- paareS, welches den deutschen Kaiser und seine Gemahlin hier begrüßen will. Wie die Verwaltung deS Palazzo Realo mittheilt, liegt eine osficielle Nachricht bezüglich deS Tages der Ankunft noch nicht vor. Amtliche* Theil. Nr. 7 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 7. d. M., enthält: (Nr. 2146.) Gesetz, betreffend die Ausführung des 16. November 1887 internationalen Vertrages vom 14 ^ebruar 18ij3 Zur Unterdrückung des Branntweinhandels unter den Nordseefischern auf hoher See. Vom 4. März 1894. (Nr. 2147.) Bekanntmachung, betreffend den Antheil der Reichsbank an dem Gesammtbetrage des steuerfreien ungedeckten Notenumlaufs. Vom 27. Februar 1894. Gießen, 12. März 1894. GroßhsrzoglicheS Kreisamt Gießen. _________________________v. Gagcrn.__________________________ Die Bürgermeistereien Albach, Alten-Bufeck, Bersrod, Daubringen, Eberstadt, Ettingshausen, Großen - Buseck, Heuchelheim, Lauter, Lich, Lumda, Mainzlar, Muschenheim, Ober-Bessingen, Queckborn, Röthges, Steinbach, Steinheim werden an die Einsendung der Sterbzählkarten für Januar und Februar erinnert. Gießen, den 12. März 1894. Krotzh. Kreisgesundheitsamt. Deutsche» Reich. Berlin, 10. März. Die Kaiserin tritt nebst den kaiserlichen Kindern am Montag die angekündigte Erholungsreise nach dem österreichischen Süden an. Die Reiseroute geht über BreSlau, Oderberg und Wien- am Dienstag Mittag werden die erlauchten Herrschaften in Abbazia eintreffen. Der Kaiser gedenkt seiner Familie erst einige Tage später nachzusolgen. — Die Einberufung einer internationalenMünz- conferenz nach Berlin auf Grund des Programms der Doppelwährung ist von den Herren Dr. Ahrendt, v. Kar- dorff, Leuschner und Wülfing, Mitgliedern der von reichswegen eingesetzten Silber - Enquete - Commission, beantragt worden. Ob indeffen die Reichsregierung dem Antrag Folge leisten würde, selbst wenn ihn die Silbercommission befürworten sollte, ist zur Zeit mindestens noch fraglich. — Im „Reichsanzeiger" wird endlich die Abberufung des württembergischen Gesandten am Berliner Hofe, v. Moser, offiziell bekannt gemacht. Hiermit verschwindet ein Zwischenfall von der politischen Bildfläche, welcher seinerzeit viel Staub aufwirbelte und der trotzdem noch nicht völlig aufgeklärt worden ist. — Noch sehr der Aufklärung bedürftig ist aber eine andere, gegenwärtig viel besprochene Affaire, diejenige der Art griffe des „Kladderadatsch" gegen hochgestellte Renchsbeamte. Ganz offen bezichtigt das genannte Witzblatt dick Herren Geh. Legationsrath v. Kinderlen - Wächter und Gfch. LegationSrath v. Holstein, beide vom Auswärtigen Amt, g-rwiffer politischer Umtriebe und Jntriguen, nachdem daS fälatt die genannten Reichsbeamten zunächst als „v. Spätzle" i Md „v. Austernsreund" angegriffen hatte. Außerdem werden ' lese Anklagen jetzt auch in Briefen eines der Redacteure M „Kladderadatsch" erneuert und hierbei wird auch noch Le dritte politische Persönlichkeit, der preußische Gesandte " München, Graf Eulenburg, gleicher Jntriguen beschuldigt. '.ffälliger Weise scheint man in den Berliner Regierungs- ; sen gesonnen zu sein, diese Angriffe des „Kladderadatsch" gj n so hochgestellte Beamte hinzunehmen, ohne daS Ein- i itcn der Gerichte zu veranlassen- natürlich trägt diese '4nc Haltung nur dazu bei, daß der ganze peinliche „ Wenfall in der öffentlichen Meinung immer lebhafter er- 5 " wird. i Berlin, 10. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: in einzelnen Preßorganen auch neuerdings wieder der T^e gtaum gegeben wurde, die verbündeten Regierungen für die lausende Session darauf verzichten, die dem s fit gemachten Steuervorlagen durchberathen zu sehen, so hnb>ir in ber Lage, auS bester Quelle versichern zu die verbündeten Regierungen unter allen Um» nanoen rauf bestehen, nicht nur über die Steuervor- «/ ndern auch über das Finanzreformgesetz vom Jtetd^tQgbnie bestimmte Antwort zu erhalten." Berlk, 9. März. Die Budgetcommission deS .n etchstax hat heute die Einnahmen deS Reiches an Zöllen, ^erbrauchsfiaern und Aversen berathen. Die Zölle und die Tabaksteuer vurden unverändert genehmigt. Beim Titel L-uckersteuer, reren Brutto - Einnahme 85 160 000 Mark be» beantrag Richter 5 bis 6 Millionen mehr anzusetzen. Deutscher Reichstag. 68. Sitzung. Samstag den 10. März 1894. Abg. Koscielski (Pole) hat sein Mandat niedergelegt. DaS Hanbelsprovtsorium mit Spanien wird in erster unb zweiter Lesung bebattelos angenommen. Der zweiten Lesung des Handelsvertrages mit Rußland gebt eine kurze GeschäftSordnungS Debatte voraus. Abg. v. Manteuffel (conf.) gibt Namens seiner politischen Freunde dem Bedauern darüber Ausdruck, daß die Commission bei einer so wichtigen Angelegenheit keinen schttstlichen Bericht erstattet habe. Abg. Rickert: ES wärm 3 bis 4 Wochm verlorm wordm, wmn schriftlicher Bericht erstellet worden wäre; der Vertrag wäre dann nicht biS zum 20. d. Mts. zu Stande gekommm und d-mtt gescheitert. Abg Bachem (Str.): Der Wunsch nach einem schriftlichen Bericht mußte Angesichts der Kürze der Zeit, da wir jedmfallS vor Lstero fertig werden wolltm, zurücktreten. Abg Hammacher (natl.) gibt den Sonservativm anheim, noch jetzt etnm Anttag aus schriftliche Berichterstattung kinzubrftrgen. Abg. o. Manteuffel: Damit würdm wft doch keinmErfolg habm. Die Berathung erstreckt sich zunächst auf Artikel I: Gleichstellung der Angehörigen des fremden Staates mit dem Einheimischen in Bezug auf Handel und Gewerbebetrieb, unter Zusicherung der Meistbegünstigung mit der Maßgabe, daß die Landesgesrhe auf die Fremdm Anwendung finden sollm. Nach einem eingehenden Referat deS Abg. Möller nimmt daS Wort zunächst Abg. Haff« (natl.): Die in der Sommission Seitm« der Regierung abgegebenen Erklärungen über die wirthfchaftSpolitische Bedeutung de« Artikels I haben uns nicht völlig genügt. Wft bitten deshalb um Wiederholung dieser Erklärungen hier. Dft Bestimm- ungen über den Bevölkerungsaustausch sind hier nicht so klar, wie z. B. in dem Vettrage mit Serbien. So bedarf eS der näher« Aufklärung über die Behandlung der Judm, die nicht ReichS- angehölige find. Wie deckt sich Artikel I mit dem $22 deS Echluß- prolokolles, wonach die russischen Juden in Rußland auch ohne Paß ausgenommen werden müssm, wenn ihr Aufenthalt In Deutschland nicht länger als ein Monat gebauert hat. Was die Einwanderung russischer Arbeiter anlangt, welche man früher alS Folge der Sachsen gängeret ansah, so hat sich inzwischen gezeigt, daß man die Ursache und Wirkung verwechselt hat. Diese Einwanderung ist jedenfalls entbehrlich. Wir werden aber tiofcbem, eine ganze Anzahl meiner Freunde, für den Artikel I und dm Vertrag stimmen. Ferner wünschen wir eine Bestätigung der Aufhebung der Staffeltarife möglichst schon vor dem 1. September. Reichskanzler Graf Caprivi: Wesmtliche wftthschaftliche Be- denkm, die Staffeltarife schon am 1. August aufzuheben, bestehen nicht. Die Zweifel, ob auch die Staffeltarife für die ganze Dauer des russischen HandelSvettrageS aufgehoben bleibm werden, haben fich durch die einfache Erwägung, daß ja die Motive für die Aushebung der Staffeltarife wesentlich zusarnmmhängen mit dem Handelsverträge und der Aushebung des Jbmtitäts-RachweiseS. ES ist also eine einfache logische Schlußfolgerung, daß die Staffeltarife für die Dauer deS Vertrages aufgehob-n bleiben. Bindende Erklärungen können wir darüber natürlich nicht abgebm, da ja die Möglichkeit von NothstandSfällen eintreten kann. WaS die Ursache der Aufhebung der Staffeltarife anlangt, so kann ich erklären, daß dft erste Anregung dazu von der mtscheibmstm Stelle in Preußen auS- gegengen ist. Staalssecretär o. Marschall: Die Reichsregierung hat vollständig freie Hand, russische Individuen abzuschieben, auSzuweisen ober nicht zuzulaffm. DaS Hohettsrecht bleibt vollständig unberührt. Verschieden von der Frage, wie russische Staatsangehörige zu be- bandeln sind, ist die, wie solche zu behandeln find, welche die russische Staatsangehörigkeit verloren haben. In diese» Beziehung enthalt S 22 des SchlußprotokollS einen großen Fortschritt, insosern fich Rußland verpflichtet hat, auch solche Individuen wieder auszunehrnm. Bisher war eS dazu nicht verpflichtet. Abg. Lotze (antis. Reformp.): Wir erblicken im Artikel 1 eine nicht zu unterschätzende nationale Gesahr. ES ist ja bekannt, welcher Art die russtsch-jübischen Einwanberec finb. Schon biete« Artikels I halber müssen wir ben Vertrag ablehnen. ES ist bekannt, wie bet Reichskanzler über bie Antisemiten benft, er sieht «in unS bie Vorfrucht ber Soctalbemokratie. Aber nicht wir, sonbern vielmehr gerabe baS Jubmtbum ist bie Vorfrucht ber Soctalbemokratie. Abg. Rickert (fr. Vp.): Ich habe bie Erklärungber Vertreter ber Regierung so ausgesatzt, baß eine generelle Reform bes Eisen- bahntarifwesenS in Aussicht ist. Aus bie Jubensrage einzugehen, halte ich hier nicht für nöthig, um so weniger, als ich bie Erledigung des Vertrages nicht aufhalten will. Eine nationale Gefahr liegt in dem Artikel l nicht, dazu ist die Zahl der rufsischM Staatsangehörigen bei uns zu gering. Unsere Regierung hat auch ausreichende Macht- mittel, um eine Ueberschwemmung mit Einwanderern zu verhüten. Abg. Liebermann von Sönnenberg iDeutschsoc.) will gegen den Vertrag im Allgemeinen sprechen, wird jedoch daran durch den Vicepräsidmtm v. Buol verhindert, woraus er in Aussicht stellt, in der Generaldebatte der britten Lesung, unb alsbann zu jebem Paraoraph zu sprechen. (Heiterkeit). In biesem Vettrage liegen alle Vottheile auf Seiten Rußlands unb gar keine auf Seiten Deutschlands. ES ist bekannt, daß eS keinen schlechteren Markt giebt als *n Rußland. (Präfid. v. Leoctzow weist ben Redner wiederum auf »rttW J.) Vortheil von dem Vertrage haben nur wenige deutsche Industrien. Der Absatz nach Rußland wird auch ftotz diese« Vertrages immer mehr abnehmen. Run die nationale Seile deS VettraaeS. Jetzt, wo Rußland in witthschaftlicher Roth war, hätte — wie dies früher Fürst Bismarck so gut verstand, es nahe gelegen, mehr für bie Interessen unserer StammeSgenossen zu sorgen. Ein kalter Wafser- strahl nach Rußland hätte ergehen müssm, sind doch die russischen Blätter fo unverschämt, unS mit Krieg zu bedrohen, wmn wir ben Vertrag nicht annehmen. Wozu haben wir benn bie alte Spritze, bie Nordbeulsche Allgemeine?! (Große HefterkeitI Daß ber «unb ter Lanbwirthe biesen Drohungen entgegengetreten ist, ist ein Verdienst, von ihm gewesm. Dte Ruffm sollen nur kommen, wie ein Mann werden wft zufammenftehm, auch der Landsturm. (Gelächter links. Ruse: Falstasfiade! Große Heiterkeft). Herr R.chftr ruft mft zu. .. (Richter: es ist unwahr, ich habe kein Wort ge'agt.) Nun bann war eS (auf Singer weismb) ber Herr! (Große Heiterkeit!. (Abg. Richter: Sie wollen sich wohl nur interessant machen?) Nun, die Zeitm find vorbei, wo man fich mit dem Namm Richter interessant machm konnte. (Heitetteit). Wft roetben in Ostpreußen einen schweren Kampf haben, namentlich auch der rnffischm Iubm wegen, benn diese hat ja schon Napoleon als Spione bmutzt. Zehn Jahre sollen wir jetzt die rusfifchm Iubm behalten unb baS ist genug, um unS zu ruftrirm. Abg. v. Hammerstein (cons.): Daß bie russischen Iubm eftre Lanbpiage feien, fei allgemein anerkannt, ebenso baß bmfelbm burch Attikel 1 ber Zutritt nach Deutschlanb erleichtert werbe. Darum sei er mit feinen Freunbm gegen biefen Attikel. Abg. Fürst Radziwill (Pole): Der heutige Hanbelsvertrag läßt sich nicht von bet gesammten HanbelSoertragspolttik loSlösm. EMe Aufrechterhaltung des Differmttalzolles gegen Rußland können wft daher um so wmtger für richtig hatten, als auch ohnehm zum 3V3 Mark-Zoll über die anderen Grenzen große Mafim Getreide frlnrin* strömen würdm. Auch würdm bei Aufrechterhaltung deS DiNermtial- zolle» bie an Rußl-nb grmzmdm Landestheile zu todtm Wtnreln werden. Wenn wir für den Vertrag fHmtnen, so deshalb, weil wir die Versuche der Regierung nicht verhindern wollen, für alle Be- thetttgten, die Landwtrthschast nicht ^ausgenommen, eine größere «Stabilität zu erringen. Abg. Hilpert (bayerischer Bauernbündler) empfiehlt die Ablehnung desAnikelsl und damit des ganzen Vertrages, Insbesondere vom Standpunkte der Landwirthschaft. Gehe es mit den Handelsverträgen so weiter, so werde es zu einer Bauern-Demokratte kommen, die ja allerdings anders vorgehen werde, als die andere Demokratie. Abg. Bachem (Centr.) protestirt dagegen, daß in diesem Hause über die Judenfrage so gesprochen wird, wie Liebermann v. Sonnenberg dies gethan hat. Abg. Richter schließt sich dem an und nimmt seinen abwesenden Freund Lenzmann dagegen in Schutz, daß er sich in der Commission als Judenfeind bekannt habe. Redner bedauert sodann die Aufhebung der Staffeltarife. Verlangt werden dieselben nur von dm interessirten Producenten und Müllerkreisen. Am allerwenigsten berechtigt sei das Verlangen, die Regierung solle sich auf dauernde Aufhebung der Staffeltarife binden. Abg. Graf Arnim (R. P.) tritt für Aufrechterhaltung der Staffeltarife ein. Das Reich wolle Preußen zu deren Aufhebung zwingen. Reichskanzler Graf Caprivi: Ich weiß nicht, woher Graf Arnim das hat. Ich muß jedenfalls diese Auffaffung als eine irrige zurückweisen. Abg. Schall (cons.) erklärt, aus seinem christlichen Herzen wie aus seinem agrarischen Herzen heraus den Vertrag ablehnen zu müffen. Sei es denn gut, daß Leute, wie die russischen Judm, die eben erst mit dem Packen über dieGrenze kämen, solchen Einfluß bei uns gewönnm, sogar in religiösen Angelegenheiten? Abg. v. Heeremann (Ctr.): Die Art und Weise, wie die Juden hier angegriffen werden, kann das Judentbum nur stärken. (iLehr richtig!) Bei uns im Westen wünscht kein Mensch die Staffeltarife, weil d>e Productionsverhältnisse zu ungleich sind. Abg. Richter: Die Aufhebung der Staffeltarife würde nur den Wafferwegen zu gute kommen. Je mehr er gegen unbegründete Bevorzugung der Landwirthschaft sei, desto mehr protestire er gegen eine solche Hintansetzung berechtigter Jnteressm der Landwirthschaft im Osten. (Bravo rechts.) Abg. Holtz (Reichsp.) spricht sich gegen Artikel I aus, aber, wie er bemerkt, nur aus sachlichen, nicht etwa aus antisemitischen Gründm. Abg. v. Kardorff (Rp.) führt als Gegner des Vertrages aus, wie Fürst Bismarck niemals Handelsverträge anders als nur auf kurze Frist abgeschlossen habe. In namentlicher Abstimmung wird sodann Artikel I mit 200 gegen 146 angenommen. Dafür stimmten: Freisinnige, süddeutsche Volkspartei, Socialdemokraten, Polen, Welfen, Elsässer, ferner das Gros der Nationalliberalen und etwas weniger als die Hälfte des Centrums. Außerdem dre Conservativen Hohenlohe - Oehringen, Hohenlohe-Waldenburg, Uhden, Dönhoff—Frirdrichstein, fowie die Reichsparteiler Schultz— Lupitz, v. Stumm, Baumbach, Höffel, Krupp, Leuschner, Merbach, Meyer—Danzig. Dagegen stimmten Antisemiten, Bauernbündler, das Gros der Con- servativen (mit jenen4 Ausnahmen), das Gros des Centrums (etwa 40, während 15 bis 20 fehlen mochten), das Gros der Reichsparteiler, endlich die Nattonalliberalen Bantleon, Brunk, Bayerletn, Friedberg, Günther, Hahn, Heyl zu Herrnsheim, Osann, Hosang, Marquardsen, Münch—Ferber, Schulze—Henne, Schwertfeger, Walter. Die nächsten Artikel werden debattelos angenommen. Im Artikel 5 verpflichten sich die Conservativen, Ein- und Ausfuhrverbote nur aus schwerwiegenden Gründen erfolgen zu lassen. Abg. o. Hammerstein bemängelt diese Faffung als zu deutungSsähig. Bundescommissar v. Thielemann: Diese Bestimmung ist gerade auf unseren Wunsch in den Vertrag ausgenommen. Nöthigen- salls stehen uns Retorsionsmaßregeln zu Gebote. Hierauf werden noch die Artikel 5 und sodann 6 bis 18 angenommen, worauf die Wetterberathung auf Montag 1 Uhr vertagt wird. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 11. März. Die „Post" theilt aus Hannover mit, sicherem Vernehmen nach habe v. Bennigsen erklärt, demissioniren und sich nach Tübingen in das Privatleben zurückziehen zu wollen. Newyork, 11. März. In der Nacht zum Sonntag explo- dirte vor einem Wirthshaufe im italienischen Viertel eine Bombe, ohne Jemanden zu verletzen. Sämmtliche Fensterscheiben der benachbarten Häuser zersprangen. Von dem Thäter fehlt jede Spur. Berlin, 12. März. Die Kaiserin mit sämmtlichen Kindern ist heute früh 8 Uhr 27 Min. nach Abb azia abgereist. Der Kaiser gab der Kaiserin bis zum Bahnhofe das Geleite. Cocales und LrovrnzreLles. Gießen, den 12. März 1894. ** Oeffentliche Sitzung des Proviozialausschuffes der Provinz OberhefikN am 10. März 1894. 1. Antrag der Stadt Gießen auf Enteignung des Bel los'scheu Hauses Nr. 26 in der Sonnen ft raße. Behufs Verbreiterung der genannten Straße beantragte die Stadt Gießen die Enteignung eines, in die Baufluchtlinie fallenden Theiles des Bellos'schen Hauses. Die Stadt erbot sich, die nöthigen Bauveränderungen auf eigene Kosten auszuführen und dem Eigenthümer den Werth des Grund und Bodens nach sych- verständiger Abschätzung zu vergüten, rc. Bellos ging hierauf nicht ein, verlangte vielmehr die Enteignung des ganzen Hauses, wofür derselbe 8000 Mk. forderte. Die Stadt bot den Betrag von 3500 Mk., die Sachverständigen taxirten den Werth des Hauses auf 4500 Mk., während die Localcommission die Summe von 4000 Mk. für angemessen erachtete. Der Vertreter der Stadt führte u. A. aus, daß nicht der Miethertrag der Berechnung des Werthes zu Grunde gelegt werden könne, daß vielmehr das bei der öffentlichen Versteigerung erzielte Gebot den wahren Verkaufswerth des fraglichen Hauses darstelle. Neben diesem Gebot von 2340 Mark will die Stadt Gießen noch für bauliche Erneuerungen rc. 1160 Mk., also im Ganzen 3500 Mk. vergüten. Der Vertreter des Expropriaten hielt daran fest, daß der 20fache Miethwerth die richtige Entschädigung sei. Der Großherzogl. Kreisbaumeister berechnete den jetzigen Bauwerth des fragl. Hauses auf 2500 Mk. Der Provinzialausschuß erkannte,, daß der rc. Bellos verpflichtet sei, das fragl. Haus gegen eine Entschädigung von 4500 Mk. an die Stadt abzutreten. Antrag auf Ausspruch der Enteignung ist binnen 2 Monaten zu stellen. Die Kosten des Verfahrens hat die Stadt Gießen zu tragen. — 2. Antrag des Großherzogl. Kreisamts Gießen auf Entziehung der Wirthsch afts-C oncession der Ludwig Belte Ehefrau in Lang-Göns. Der Antrag ist damit begründet, daß die Ehefrau Velte Gäste (meist umherziehende Korbmacher) ohne Berechtigung beherbergt und in der Wirthsftube ihr eigenes Bett aufgestellt hat. Wie festgestellt ist, haben auch die Fremden in der Wirthsftube übernachtet. Die im 72. Jahre stehende Wirthin hat einen geistesschwachen Sohn zu versorgen und bittet, ihr die Wirthschaft noch zu belassen, damit sie nicht der Gemeinde zur Last falle. Der Provinzialausschuß beschloß, dem kreisamtlichen Anträge stattzugeben.— 3. Gesuch des AdamLorenz Bingel von Grüningen um Erlaubniß zum Betriebe einer Gastwirt h sch ast. Das in Rede stehende Gesuch ist im vorigen Jahre bereits abschlägig beschieden worden. Der Gesuchsteller hatte dasselbe nun wieder erneuert und dazu angeführt, daß im vorigen Herbste während des Manövers eine Anzahl Offiziere in Grüningen keine Verköstigung hätte erhalten können. Der Kreisausschuß lehnte die Ertheilung der Concession wiederholt ab, worauf Gesu^steller Recurs erhob. Die Bürgermeisterei Grüningen hat über das Vorkommniß bei Gelegenheit der Herbstmanöoer Bericht erstattet- danach hatte Wirth Arnold die Verköstigung von Offizieren des Infanterieregiments 116 nur deshalb nicht übernehmen wollen, weil derselbe schon seit etwa 14 Tagen mit der Verpflegung anderer Offiziere zu sehr in Anspruch genommen gewesen sei. Einige Tage nachher sei auch der Divisionsstab bei Arnold mit voller Verpflegung einquartiert worden. Der Vertreter des Gesuchstellers beantragte Ertheilung der erbetenen Concession, indem er darauf hinwies, daß der vorerwähnte Fall an und für sich nicht, wohl aber im Zusammenhalt mit den bei der früheren Verhandlung erwähnten Punkten geeignet sein werde, das Bedürsniß zur Errichtung einer weiteren Gastwirthschaft zu begründen. Der Recurs wurde abgewiesen und dem rc. Bingel die Kosten des Verfahrens, sowie ein Aversional- betrag von 10 Mk. auferlegt. ** Juristisches. Weiterer Vortrag für Gerichts-Accessisteu Dienstag den 13. März, Abends 5 Uhr, im Justizgebäude und zwar: Fortsetzung über „Nachlaßverfahren, insbesondere ' Inventaraufnahme". ** Mit dem am Samstag Abend stattgefundenen Con- certe mit darauffolgendem Tanze schloß der Gesangverein Säugerkraoz seine Wimervergnügen ab. Die an dem Abend gebotenen Chöre, als „Landerkennung" von Ed. Grieg, „Villanello alla Napolitana“, ein italienisches Tanzlied aus dem 16. Jahrhundert, „Unterm Lindenbaum" Von Sturm — das waren Leistungen, welche zeigen, wie Dirigent und Sänger stets vorwärts streben, mit welchem Fleiß und Eifer geprobt wird. Deutlich schöne Aussprache, reine Intonation, gut nüancirt, — das sind Vorzüge, welche sich der Verein zu eigen gemacht. Zwei gemischte Chöre: „O Thäler weit, o Höhen" von Mendelssohn und „O Sonnenschein" von Schumann, schlossen sich den Männerchören wirkungsvoll an. Namentlich war das erste Lied eine ganz vorzügliche Leistung. Solis für Tenor und Bariton, von Mitgliedern des Vereins, künstlerisch durchdacht zum Vortrag gebracht, weitere Männerchöre und zum Schluß auch etwas Humoristisches, verhalfen den Abend zu einem genußreichen und unterhaltenden zu gestalten. Dem Verein und seinem tüchtigen strebsamen Dirigenten, Herrn Franz Bauer, denen wir schon so viele wirklich schöne Abende verdanken, rufen wir zu: Auf der beschrittenen Bahn so fortfahren, nicht nachlassen, der Lohn bleibt nicht aus! ** Der Circus Lorch hat am Samstag seine erste Vor' stellung gegeben. Seit einer Reihe von Jahren arbeitet die rührige Direction daran, das Unternehmen stetig zu vergrößern und tst ihr dies auch, wie der Augenschein lehrte, durchaus geglückt. — In der Eröffnungsvorstellung, welche sich bei vollkommen ausverkauftem Hause darbot, wurde jede einzelne Nummer lebhaft applaudirt, verschiedene Nummern öfter durch Hervorruf verlängert. Der Circus ist mit Reitern, Reiterinnen, mit Gymnastikern, Clowns rc. in einer Weise versehen, die eine günstige Wirkung nicht verfehlen kann. Das vorgeführte Pferdematerial ist ausgezeichnet, die Dressur ist staunenswerth. Die beiden Directoren, Herren Gebrüder Lorch, zeigten sich uns als Meister in Bewältigung aller Schwierigkeiten der Dressur und lösten ihre Aufgabe in vortrefflicher Weise. Ueberhaupt scheint die Familie Lorch, welche durch zahlreiche Mitglieder im Circus vertreten ist, aus vorzüglichen Künstlern zu bestehen. Es würde zu weit führen, wollten wir jede einzelne Nummer hier erwähnen, wohl verdient aber die brillante Ausführung des Jockeyreiters Gent, wie wir erfahren, ein Schwiegersohn des Herrn Adolf Lorch, eine specielle Anerkennung. Auch das sechsjährige Söhnchen des Herrn Geni scheint schon in die Fußtapfen seines Vaters zu treten, denn auch er präsenttrte sich uns als Miniatur-Jockey auf einem reizenden kleinen Pferdchen. Als Lohn für seine Leistungen empfing der vielversprechende Knabe von allen Seiten Apfelsinen, welche er vermittelst eines kleinen Schiebkarrens in Sicherheit brachte. Die Clowns unterhielten das Publikum auf das Beste. Nicht vergessen wollen wir außerdem, daß das Auge auf den glanzvollen, eleganten Costümen mit Befriedigung verweilt. Mit Spannung sieht man der am Dienstag stattfindenden, erstmaligen Aufführung der Sensationspiece „Der Circus unter Wasser" entgegen. Die gestrigen 2 Sonntags-Vorstellungen waren abermals bei ausverkaustem Hause aufgeführt und boten uns von Neuem ein schönes, abwechslungsvolles Programm. ** Das Wetterhäuschen an der Südaulage, welches der Stadt vom Verschönerungsverein im vorigen Jahre geschenkt wurde, ist wieder mit neuen Beobachtungs-Instrumenten versehen worden. Hoffentlich bleiben diese Instrumente, nachdem der Entwender der früheren verhaftet worden, für die Folge von Frevlerhand verschont. ** Der erste Musterungstag am vorigen Samstag verlief im Allgemeinen ruhig. In einer Wirthschaft in der Wetzsteingaffe hatten sich auch zwei Nichtgemusterte zwischen die Rekruten gemischt und des guten so viel genommen, daß, sie sich gegenseitig prügelten und einige Fensterscheiben zertrümmerten. Ein Strafmandat wird folgen. * * Zwei Haudwerksburfcheu, die am vorigen Samstag die Verpflegung in Anspruch nahmen, erlitten im Polizeihof epileptische Anfälle. * * Gestohlen. In verflossener Nacht wurde aus dem Thierpark an der Pulvermühle eine türkische Ente im Werthe von 30 Mk. gestohlen. * * Heute Morgen 8 Rhr 23 Min. passirte mit Schnellzug Ihre Königl. Hoheit Priuzeffin Heinrich von Preußen auf der Reise nach Darmstadt die hiesige Station. * * Selbstmord. Heute Morgen wurde in der Lahn unterhalb des Felsens die Leiche eines jungen Mädchens gelandet. Arbeiter hatten gesehen, daß das in der Nähe der Lahn laufende Mädchen in dieselbe gehen wollte, beabsichtigten auch solches zu verhindern, aber das Mädchen lief weiter hinauf und kam denselben aus den Augen. Später trieb die Leiche auf dem Wasser. Die Persönlichkeit ist noch nicht festgestellt. E—- Bad-Nauheim, 8. März. Nachdem schon im Laufe des Winters das Hotel Bellevue hier um den Preis von 120000 Mk. an einen Herrn Fischer aus Thüringen übergegangen war, ist nunmehr auch das Gasthaus „Zur Krone", eine der ältesten hiesigen Wirthschasten, von dem Besitzer, Herrn Stadtverordneten I. H. Fritz um den Preis von 42000 Mark an einen ehemaligen Hausburschen verkauft worden. Bad-Nauheim, 9. März. Während bei der in der Mitte der 30er Jahre erfolgten Eröffnung des Bades noch kein Arzt hier etabliert war und die ersten Kurgäste sich von Friedberger Aerzten behandeln lassen mußten, wird im nächsten Monat der 17. Arzt, Herr Dr. Schröder aus Oldenburg in Holstein, sich hier niederlassen und im Hause des Herrn Geh. Medicinalrath Dr. W. Bode II- Wohnung nehmen. D. Ztg. Barometer: Tbermometer: WitterungsaussichtN Wetterhäuschen, Südanlage. rttrchUche Anzeigen öcrcoang. Gemein^ Bi-belstunde (letzte im Winterhalbjahr) am Monta 4- 12. März. Abends 8 Uhr, im Confirmandensaal der Johannes Marcus Cap. 12, von Vers 20 an: DaS größte Gebot, dc> Opfer. Pfarrer Dr. Naumann Mittwoch den 14. März, Abends 6 Uhr: 6. Passion?^ r4« Pfarrer Dr. Naumann-—\ »Pirlplm» der vereinigten frankfurter Steif1*1 Opernhaus. , hpI. Dienstag den 13. März: Hüttenbesitzer. Mi 14. März geschlossen. Donnerstag den 15. März: Vas^. Freitag den 16. März: Wallensteins Lager. Pic?^«'_f SamStag den 17. März: Zum ersten Male: Swnt5™" den 18. März, Nachmittags 3»/> Uhr: Charleys Tan 7 Uhr: Jugend. Schauspielhaus. .leana Dienstag den 13 März: Norma. Cavalieri^61; - Mittwoch den 14. März: Nibelungen. Erster JJ- " g-hörnt- Siegfrieb. Sl-gsri-ds lob. D-°r»'"S 15. März: Hänsel und Gretel. Puppenfee.Freitag oen 16.März geschlossen. SamStag den 17.März: Figas . Sonntag den 18. März: Tannhäuser. Montag * 47 Die Nibelungen. Kriemhilds Rache. __— _________ „ 4- 30R. „ + 1O’R. , > Hygrometerstand: Sturm. Regen. Svr feucht- Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 nm. * Ein Gedenktag. Am 8. März sind 76 Jahre seit dem Eintritt des verewigten Generalfeldmarschalls Grasen Moltke in die preußische Armee dahingegangen. Wenn der große Heerführer auch von uns genommen ist, so lebt er doch nock im gesegneten Andenken der Nation, in den Büchern der Geschichte, in seinen Werken, in der Schule von Heerführern, die er gebildet, in der Armee, die von seinem Geiste erfüllt ist, im Regiment, das seinen Namen trägt. * Ein neuer Professor. Man schreibt der „Frks. Zig." aus Königsberg, 6. ds.: Die Species nicht akademischer Professoren ist um eine neue Nummer bereichert worden. Die „Societ6 du progres de la coiffure" in Genf hat dem Landsmaune Kants, Herrn Henri X. in Gumbinnen, wie das Institut der „Pr. L. Ztg." ausdrücklich mittheilt, auf Grund einer künstlerisch ausgeführten historischen Coiffure den Titel: Professeur de Coiffures nebst Diplom und eine goldene Medaille verliehen. Schiffsnachrichten -es Nord-. Lloyd. In Gießen oettreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 10. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän R. Sander, vom Nordd. Lloyd in Bremen, welcher am 27. Februar von Bremen und am 28. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern, 4 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Belgenland" der „Red Star Line" in Ant- werven ist laut Telegramm am 9. März wohlbehalten in Newyork angenommen. _ , Antwerpen, 9. März. Die Red Star Linie von Antwerpen nach Newyork macht bekannt, daß sie die Passagierpreise dritter Klasse um 20 Mk. ermäßigt. Verkehr, Land- unö VolkswirthschaA. Srünberg, 10. März. Fruchtpreise. Weizen X 1U.1> Korn X 00,00, Gerste X 00,00, Hafer X 16,76, Erbsen X 0(0,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00.00, Kartoffeln X OCkOO, Samen X 00,00. 11. März, Mttt712 UM 12. MczTMoraT^ gL min. 743 mm, max. 745 mm min. /Ti mrn>max" oK --- ---- 4- 30R. „ -r * * Mr :n wurde in k.r 0 , i*sss öttrs »&K5 Jbt« schon im Lause de; ‘er um den Preis yon ?.*** über, "usthm,Zur-rare' von dem Besser' 5Ntz um bin Preis Don 9en Hausburschen der- h"nd bei der in der Miii: ung des Bades noch ft. * Kurgaste sich to? jfa mußten, trrrö lm )err Dr. Schröter au; iebetlafltn und im Hause • W. Bode II. Wv^uur: D. N- >ter. iärz sind 76 Jahre fecitr ldrnarschalls Grasen i gangen. Wenn der;m: itn ist, so lebt er M;.' ition, in den Biujr:- irr er Schule von heMrrn, ie von seinem Oeiftt ersüllt nen trägt n schreibt der „Krkj. Az. Species nicht akademiiltur ’ummer bereiten worben. ?oiffure“ in Sens bat dem E. in Gumbinnen, mit ba% M MM, «A ton Tu-. Mm und eine jolir m- ,d ,6i not»», floft veitretm , . § mid Z. M- vchulhot mäalta«W«nMW*Ll l. Smbir, »°m Wb-« mftemn «”b.™ ei= , ist gestern, I Uhr JW en. **■* _ —** Vslkr«^^"'! .«WMft’ $Job®’1'/' 8MinS°2ö0er' Ä-le Zusrn^Mds xS.''^ ueÄ®* eSeitgs#6*’’6^ ^ssichi/"___- 4,s- Bekanntmachung. Eine größere Parthie altes Bau- uud Brennholz au» dem allen Regierung«qebäude aus dem Brand soll Mittwoch den 14. März, Nachmittags 4 Uhr, ai Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. «ießen, 12. März 1894. Sroßh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2184 Holzversteigerung. Areitag den 16. und Sams- tag den 17. März, jebe»mal von Vormittag» 9 Uhr an, soll in den Kiesecker Gemeindewaldungen, Di- fttiden Klau», Esfigvfad und Kornberg da» nachverzeichnete Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk« 43 Eichenstämme 54 Nadelstamme 58 Eichenstangen 1517 Nadelstangen und Nutzholz, mit 10,56 fm, .. 15,37 „ n 2,83 „ „ 70,05 „ B. Brennholz. Echtith stnüppelh Etoith. rm rm rm Buchen 297 64 41,4 Eichen 12 116 9 Nadel — 57 2 Aelsh Wellen 4260 650 735 Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde im District Klau» oberhalb der Sandgrube. Bemerkt wird, daß da» Brennholz am ersten und da» Bau-, Werk- und Nutzholz am zweiten Tage zur Versteigerung kommt. Wieseck, am 12. Marz 1894. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 2160 Nutzholzversteigerungen Samstag den 17. ds. Mts. 1) Gemcittdcwald Hochelheim, Beginn Vormittag« 10 Uhr an der Straße von hier nach Niederkleen mit Kiefernstammholz. Eichen: 2 St. I. Kl. = 5,42 fm, I St. IL Kl. — 1,33 fm, 2 St. III. Kl. — 1,08 fm, 11 rm Nutzholz und 4 rm Scheitholz; Nadelholz: 35 St. = 8,31 fm, 3 rm Nutzholz und 2 Stangen. 2) Gemeindcwald Dornholzhausen. Eichen: 1 St. I. Kl. ---- 3,08 fm, 2 St. II. Kl. = 3,33 fm, 7 St. III. Kl. ----- 3,37 fm, 3. St. IV. Kl. — 0,61 fm, 2 rm 9tutzh.; Nadelholz: 25 St. — 5,89 fm und 20 Stangen. 3) Gemeindew. Vollnkirchen. Eichen: 4 St. II. Kl. = 7,18 fm, 11 St. III. Kl. = 8,87 fm, 2 St. IV. Kl. — 0,44 fm, 5 rm Nutzholz; Nadelholz: 20 St. = 3,96 fm, 6 Stangen und 2 rm Nutzholz. 4) Gemeindewald Weiden Hausen. Eichen: 1 St. I. Kl. = 2,71 fm, 3 St. II. Kl. = 4,73 fm, 3. St. III. Kl. —3,11 fm, 3 rm Nutzholz und 0,03 nn Nadelholz- Stangen. 5) Gemeindewald Klein- Rechtenbach. Eichen: 1 St. I. Kl. = 2,52 fm, 4 St. II. Kl. = 6,30 fm, 4 St. III. Kl. — 3,04 fm, 4 rm Nutzholz; Nadelholz: 29 St. ---- 9,09 fm und 3 rm Nutzholz. Die gen. Waldungen liegen unmittelbar zusammen. Schluß der Versteigerung etwa 5 Uhr in der Nähe der Dörfer Groß- und Klein- Rechtenbach. Groß-Rechtenbach, 6. März 1894. 2033 Da» Bürgermeister-Amt. Donnerstag v. 15. Mär,, Nachmittag« 2 Uhr, laste ich Neustadt 55 (Bieker) ein vollständige» Wirlhschafl» Inventar, bestehend aus 18 rischen, 15 Bänken, 6 Dtzd Stühlen, 1 großen und 1 kleinen Regulator, Mester, Gabeln und sonstige zum Wirthschasttzbetrieb erforderliche Gegenstände meistbietend versteigern. Das Inventar ist sehr gut erhalten und in bestem Zustande. I A : [2162 H. C. Werner, Commisfionär. Holzversteigerung imIteinbacherGkMkindkwLl-. Künftiaen Donnerstag, al» den 15. März d. I., soll im Steinbacher Gemeindewald (District | Ameisekopf, Heegheck und Todtenzipfen) nachoerzeichnete» Holz versteigert werden: 96 Fichten, und Kiefern-Stamme, der größte Theil Fichten von 15 bi« 32 cm Durchmesser, 8 bi» 14 m Länge, 30 fm, l 60 Fichten-Derbstangen, bi» 12 m Länge, 6 fm, 2 rm Buchen-Scheiter, 3100 Buchen-Durchforstungswellen, 16 rm Kiefern Knüppel, 1000 Kiefern-Wellen, 17 rm Kiefern Stöcke. I Der Anfang ist Morgens 10 Uhr lim Todtenzipfen an der Kreisstraße Steinbach—Oppenrod. Steinbach, am 10. März 1894. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 2176 Krämer. Den Empfang ihrer Neuheiten zeigen hiermit ergebens! für die Frühjahrs- und Sommer-Saison 2170 G. D. Gebauer Nacht Louis Treff & Cie. Tuchhandlung. Eichen-Stammholz- 67 Seltersweg (Franz Eyserbeck) Seltersweg 67 berfteigerung. Flügel u. Pianinos 4.— [2593 Mit den in ollen Farben hergestellten' Sherry flüssigen Broncen kann man alle nur! „ ..... .. . denkbaren Gegenwände schön und dauer- Trane. Cognac, p. /< Litarfl. XI- n. 4 haft bronciren Zn Gietzen nur allein DeutscherCognM ,, /« „ „ 1.40 „ 1 . — . - - - - - . Ferner empfehle ich mein Lager in Deutschen und aelbatbereiteten Beeren-Weinen. Apfelspalten, Apfelringe, Birnen, Brünellen, franz., Brünellen, Italien., Kirschen, Pflaumen, Bordeaux, Zwetschen, hiesige, Zwetschen, türkische. [691 Gemischtes Obst empfiehlt in besten Qualitäten billigst Emil Fischbach. (yandersheirner Sanitätskäse. [34] zu haben in Fl. h z5 und 60 bei (2164 A. SS G. Wallenfels. Ein Niederrad Die so beliebt gewordenen Kümmelkäse find wieder eingetroffen und stet» voträthig bei A. & G. Wallenfels, 2183) 21 Maiklriay 21. 46 Rollwagen von 70 am Spurweite, 1 zwei spänmger Fufirwaqcn, I doppeltes compl. Perdegeschirr, schwere Ketten, Bickel, Hacken,Spaten, Gartenspritze, Bolzen, Klammern und sonstige Gegenstände werden verkauft. 2177] Gießen, Westanlage 16. Pit Flaschtnbitthlln-luug von Ph. Bob empfiehlt Prima Flaschenbier au« der Brauerei Textor (Dichter) hellfarbig, per Flasche 18 Pfg., dunkel Gxportbier, per Flasche 20 Pfg. (866 Jede« Quantum frei in« Hau». Ph. Bob _____11 Bahnhofstr. 11. Thomas-Phosphatmehl und Kainil beste» Dungmittel für Wiesen, stets vorräthig bei [2036 ____A. Kröll. Parket Böden buchen und eichen, liefert und legt fiele in bekannter Güte [716 Joh. Lenz, Schreinerei und Holzhandlung. MMWWW1 v. Freiburger ■■■ Münsterbiu- Cteld - Eiotterie Zlehsng 12. und 13 ApNI or. 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