WLZL i-SgiS. fr»’ tM,6rt5 -; s in btnfn-A' be4ti ' J'ßenftnb ldÄ^,.Ä. rttZL§ ZLO rnrrZL ?Ä”3&S* ' Unter den l eine Wiener Na-rt-t na* unmitttibm bevoiftehen (J WH TranSpürtivmhm at Ä Ä*“ SufiorirS ™ Wltnbt weide. vI m -uch Centralb-bn, wanclrten vier Sfrocmt ir toabe zu verlbeilen. « «!d b" ®oii|<* MMalm sowohl als Ote M in Bilde eine aeüm ner und Doitmunder »gtfa enmartt wird weniger juwt April eine Sinschrinlun, ki . whlte ottfiimmtnb, beb ta l3«i)tn weit unterboten Wa , wmn auch der Statut ter ' ü Böch. Coan dow 30 HL t.fiv Ag-A.88u.8S . Serb. GoL- itc . . . . WtnW' vDbLLL. 12101 UM 64.W UM 69.20 68 Ji .,DbH&.1880r 103.6 5 108 K COIW. ßit. D. / 23.80 23.6 Golt - AoL 187 . . \ «W 481 L YÜV.M. \XOLM\1«1 imt«6 ttdmcer 61.90 101.05 101.90 19.80 4845 5260 103.« 9S.1t »2.15 101JO 10110 80.50 4831 5185 W« w.» «u tfmßomhrrba 1103 20 bo. 88.40 inner M M(6#) fyltf SM gorent M atahn . - ®** SP ' ' \W\ IW Ldw Wend'. 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Betr.: Erlaß einer Polizeiverordnung für den Kreis Gießen; betr. den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. DaS Sroßherzogliche KreiSamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Preises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 29. Decbr. v. I. (Anzeiger Rr. 2 von 1894) machen wir Sie darauf aufmerksam, daß Sie sich bei Bedarf von Nummern für Radfahrer, unter genauer Angabe der erforderlichen Zahl und des Namens und Wohnortes der betr. Personen, jedes» mal an uns zu wenden haben, worauf wir die Bestellung bei dem Lieferanten W. Hamel dahier bewirken werden. __________________v. Gaa trn.______________________ Bekanntmachung, betr. die Faselschau zu Gießen im Jahre 1894. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß am 18. April l. I, Bormittags IO Uhr, gelegentlich des an diesem Tage stattsindenden Viehmarkts zu Gießen aus dem Viehmarktsplatze eine öffentliche Faselschau durch die Körcommission abgehalten werden wird. Die Schau beginnt Vormittag» 10 Uhr- zur Ankörung kommen nur Fasel der Vogelsberger und Berner, speziell Simmenthaler Raffe; auch müssen die Bullen sprung- fähig sein. Den Besitzern guter Thiere können, soweit die Mittel reichen, Wegegelder, vorbehaltlich näherer Bestimmung in Aussicht gestellt werden. Gießen, den 7. April 1894. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _______________v. Kagern. Rr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 31. v. M., enthält: (Nr. 2159). Bekanntmachung, betreffend die Ver- längerung des Handelöprovisoriums zwischen dem Reich und Spanien. Vom 30. März 1894. Gießen, den 7. April 1894. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutscher Reich. Darmstadt, 9 April. Der Großberzog und die Prinzessin Alix werden am 15. d. Mts. nach Coburg abreisen. — Am VermählungStage des GroßherzogS, 19. April, wird Se. König!. Hoheit nebst hoher Gemahlin Abends im Jagdschloß Kranichstein eintreffen. Berlin, 9. April. Die Monarchenbegegnung von Venedig ist im Rahmen jenes innigen persönlichen Ver- hältniffeS verlaufen, welches ja schon längst zwischen Kaiser Wilhelm und dem Herrscher Italiens obwaltet und daS nunmehr durch ihre Zusammenkunft in der alten Dogenstadt eine neue Weihe erhalten hat. Besondere politische Züge sind bei dieser Entrevue nicht hervorgetreten, nicht einmal irgendwelche Trinksprüche sind zwischen den beiden Monarchen an festlicher Tafel gewechselt worden. Dennoch weiß Jedermann dieS- sei S wie jenseits der Alpen, wie sehr die soeben am Strande der Adria stattgefuadcne Begegnung Kaiser Wilhelms und König Humberts nicht nur sür die innige persönliche Freundschaft zwischen beiden Herrschern, sondern auch für die enge polnische Freundschaft und die vielen sonstigen nahen Beziehungen zwischen ihren Reichen und Völkern erneut Zeugniß abl-gt. Wenn darum gewaltige Bolksmassen den erleuchten Freunden und Verbündeten während ihres Aufenthaltes in Venedig immer wieder begeistert zujubelien, so kam hierbei gewiß nicht lediglich südländischer Enthusiasmus, sondern auch das Bewußtsein und die Genug'huung weiter 51 reife des italienischen Volkes über die Fortdauer der deutsch.österreichi- schen Allianz zum Ausdruck. Der Aufenthalt Kaiser Wilhelms in Venedig hat übrigens länger gedauert, als ursprünglich projectirt war, denn die berühmte Lagunenstadt beherbergte den deutschen Kaiser vom Samstag Mittag bis zum Montag Vormittag in ihren Mauern. Zum genannten letzteren Zeitpunkte verließ der Kaiser zu SchiftzBcnedig wieder, während König Humbert am Montag Abend abreiste und zwar zunächst nach Florenz zum Besuche der Königin von England. Die Kaiserin Auguste Victoria hatte auf ihren Plan, eben- falls nach Venedig zu kommen, noch in letzter Stunde infolge einer heftigen Migräne verzichten müssen, so daß alsdann auch die gleicher Zeit geplant gewesene Reise der Königin von Italien nach Venedig unterblieb. Arr-land. — Der Urheber deS jüngsten anarchistischen Attentat- in Paris scheint endlich ermittelt worden zu sein. Dem „Journal deS DebatS" zusolge ist dies der Geschäftsagent Henry B., welcher seiner LogiSwirthin gegenüber angeblich eingestanden hat, daß von ihm die Bombenexplosion im Restaurant Foyot veranlaßt worden sei. Auf die De- nuaciation der Wirthin hin erfolgte die Verhaftung 93.8; derselbe leugnete zwar vor dem Polizeicommiffar mit Entschiedenheit, für feine Thäterschaft liegen jedoch dem Vernehmen nach schwerwiegende VerdachtSgründe vor. Selbst wenn aber die Pariser Polizei in dem erwähnten B. wirklich den Urheber des neuesten Bombenattentates erwischt haben sollte, so würde hierdurch an der fortgesetzten Bedrohung der sran- zösischen Hauptstadt durch die anarchistischen Verschwörer schwerlich viel geändert, denn wer bürgt dasür, daß die Pariser Anarchisten vielleicht noch vor der Aburtheilung deS B. nicht neue Bombenexplosionen Hervorrufen? Deutscher Reichstag. 77. Sitzung. Montag den 9. April 1894. Eingetreten: Abg. v. Dzieinbowski. Derselbe hat üch der Netchspartei angeschlossen. Aus der Tagesordnung steht zunächst der Handelsvertrag mit Uruguay. Abg Gras Kanitz (cons.) erklärt, seine Partei stimme dem Vertrage zu. Die Industrie dürfe sich aber von demselbeu nicht allzuviel versprechen. Es treffe auch hier zu, was er beim Vertrage mlt Rußland gesagt habe: daß sich nämlich stark verschuldete Staaten den LuxuS einer großen Einfuhr nicht gestatten könnten. Die deutsche Landwirthschait ferner werde von dem Vertrage keinen Gewinn haben. Umsomehr müsse er die Regierung bitten, wohlwollende St.llung zu dem conservativen Anträge betr. Monopottstrung des Handels mit ausländischem Getreide zu nehmen. Auch bitte er die Regierung, sich zu diesem Anträge schon vorher zu äußern, ehe derselbe hier im Hause zur Berathung gelange. Abg. Ham o, ach er (natl.): Zu einem solchen Anträge binnen 24 Stunden Stellung zu nehmen, kann man von der Regierung wohl ernstlich nicht erwarten. Abg. Möller (natl.) erklärt stch NamenS seiner Freunde für den Vertraa. Bedeutend sei Uruguays Ausfuhr nur in Fleifchextract, Guano, Häuten; in anderen landwirthschastttchen Produclen, wie Wolle rc., sei die Ausfuhr zurückgegangen. Abg. Barth (frf.): DaS Schweigen der Regierung auf daS Ansinnen des Grafen Kanih bedeute doch wohl, daß die Regierung wenig geneigt sei, auf jenes Verlangen einzugrhen. Eigenthümttch genug sei der Antrag der Agrarier besonders mit Rücksicht auf die Handelsverträge. Würde der Antrag angenommen, so würden die ausländischen Staaten, mit denen wir aber erst die Handelsverträge abgeschlossen, d-r ihnen daraus erwachsenden Vortheile verlustig gehen und das würden sie stch schwerlich gesallen lassen. Abg. Rickert (frf. Vp.): Ist denn der Antrag überhaupt ernst gemeint? Ich habe geglaubt, es handle stch nur um einen Scherz! Sollten Sie ihn aber wirklich einbrlngen, dann bin ich undrdtrgt dafür, daß wir ihn möglichst bald, womöglich noch in dieser Woche zur Berathung stellen, denn über einen solchen Antrag muß möglichst rasch vor aller O'ffentttchkert verhandelt werden! Abg. Gras Kanitz: Das Schweigen der Regierung ist erklärlich, der BundeSrath hat ja über unseren Antrag noch keinen Beschluß gefaßt. Der Vertrag wird sodann in erster und zweiter Lesung genehmigt. ES folgt die zweite Berathung deS Patent-, Muster- und Markenschutz-Abkommens mit der Schweiz. Die Commission beantragt Genehmigung. Abg. Ha mma cher (natl.) bedauert, daß der Vertrag leider nur die Modelle und nicht das EisindungLoerfahren schütze. Abg. Lenz mann (frs. Vp.) fordert die verbündeten Regierungen auf, mit der fchweizerifchen Regierung in diplomatifche Verhandlungen zur Abstellung bte'cr Abnormität einzutreten. Abg. o. Stumm (ReichSp.) hoffi gleichfalls, die Schweiz werde ihre Patentgefetzgebung ändern, aber nicht au6 Anstand, fondern aus wohlverstandenem eigenem Inieresse. Den Anstand möge man hier nicht hinein bringen, denn auch unfere Industriellen hälten früher, unter unserem früheren mangelhaften Patentgefetz-, fremde Eifind- , ungen benutz'. Abg. Hammacher bestreitet letzteres, insbefondere für die , rheinische Industrie o. SrummS Ausführungen würdkn schwerlich ' dazu dienen, in unserem deutschen Interesse daS schweizeresche Volk zu einer Änderung seiner Patentgefetzgebung zu veranlassen. r Abg Bachem (Etr.) desü'wortet gleichfalls Verhandlungen mit der Schweiz, um diese zu einer Abänderung ihrer Patentgefetzgebung zu veranlassen. • Das Abkommen wird genehmigt. ES folgt zweite Berathung des Diehfeuchen-Gefetzes. Adg. Graf zu Inn- und Knyphaufen (HoSp d. Eons.) ist für das Gesetz, welches e« uns ermögliche, unS bei Viehseuchen im AuS : lande gegen dieses abzufperren und bittet die Regierung dringend, auf Grund der betreffenden Bt'i'erun- deS SU'H.S im Jater«sse unser er Landwirthschast die bis j'tzt an unseren Grenzen herrschenden Zustände abzustillen. Abg. Stephan-Beuthrn (Etr.) äußert verfassungsmäßige Bedenken grgm S 4 der Vorlage, wonach bei bedrohlichem Umfange von Seuchen im AuSlande der Reichskanzler selber einzuschreitm befugt sein solle, während ihm nach der Verfassung nur die Beaufsichtigung der von den Medicinalbeamten zu treffenden Maßregeln zusteht. Auf Anfrage deS Abg. Müler»Eagan (frs. Bp.) bezeichnel Reg.-Commissar HauS die Grenzsperre als im geaeben.n Falle em- psehlcnSwerth, wogegen die Landquarantänen gerade die Gefahr der Ausbreitung der Seuche vermehren. Zu 8 17 beantragt Abg. Boeckel (Antis) die Viehhändler zur regelmäßigen Führung von Büchern über Ab- und Zugang bei ihrem Viehbestände zu verpflichten. Die Controlle des gefammten VichhandelS könne nicht scharf geuug sein, um Manipulationen der Viehhändler, durch welche die Bauern geschädigt würden, unmöglich zu machen. Abg. Kruse (ntl): Eine solche Bestimmung gehöre gar nicht in ein Viehseuchen Gesetz; auch sei es fraglich, ob das, was der Antrag wolle, durchführbar fein werde. Sicherlich nicht ohne starke Vermehrung der Bcamttn. ES stehe auch dahin, ob überhaupt eine genügende Anzahl von Thterärzten da fd, um auch die öffentliche» Schlachlhäufer zu beaufsichtigen, wie da- nach einem von der Commission beschlossenen Zusatz zum S 17 geschehen solle. Abg. Bick (Soc) schlägt vor, die Beaufsichtigung der „Schlachthäuser" durch beamtete Thierärzte nur vorzuschreiben, „insoweit dieselben nicht schon unter communaier Aufficht stünden." Minister v. Heyden erwidert dem Abg. Kruse, an der genügenden Anzadl von Thterärzten werde eS nicht fehlen. Nach Ablehnung deS Antrags Boeckel wird $ 17 genehmigt. Im Artikel 6. Maul- und Klauenseuche, wird auf Antrag des Abg. Brunck (ntl.) die Bestimmung gestrichen, daß die Jmpfmrg der von der Seuche bedrohtrn Thiere poltzeittch angeordnet werden kan». Damit ist die Berathung des Gesetzes beendet. Die Eommisston beantragt dazu noch eme Resolution- Die Regierungen zu ersuchen, in Betreff der Einschleppung von Viehseuchen aus dem AuSlande, insbesondere der Maul und Klauenseuche, die allerstrengsten Maßregeln zu ei greifen (welche in der Resolution im Einzelnen empfohlen werden) und in Bezug auf die Tilgung der Maul- und Klauenseuche im Jnlande gewisse gleichfalls näher angegebene Vorschriftm zu cilaffcn. Ferner beantragt die Commission, verschiedene Petitionen dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen und zugleich die Erwartung auszusprechen, daß die Anforderungen an die Vorbildung der Thierärzte nicht herabgesetzt werden. Im Laufe der längeren Debatte über die Resolution legte Minister Thielen gegen die von o. Kardoiff aufgestellte Behauptung Verwahrung ein, daß die neuerliche Verbreitung der Maul- und Klauenseuche bet unS in Zusammenhang mit unserer Seuchen- Convention mit Oesterreich-Ungarn stehe. Abgesehen von einem einzigen Jahre habe bei unS auch schon vor jener Convmtion stets die Seuche geherrscht, lieberbaupt habe dieselbe bei unß weniger ihren Ursprung in Ansteckung vom Auslande her, als in Gründen, die in unserem eigenen Lande lägen. Die Regierung habe auch bisher schon in jedem gegebenen Falle die erforderlichen Anordnungen getroffen und ob die neuen Maßnahmen, welche die Resolution empfehle, so besonders wirksam seien, sei noch zweifelhaft. Die Resolution wird schließlich angenommen gegen Freistnnige und Socialdemokraten. Morgen: Wahlprüfungen, Abzahlungsgeschäfte. Neueste 27achr^chten. WolffS telegraphisches Correspondmz-Bureau. Berlin, 9. April. Den heutigen Verhandlungen deS deutschen JnnungS- und allgemeinen deutschen HandwerkerrageS wohnten Vertreter deS Reichskanzlers, des Staatssecretärs deS Innern, des HandelSminlsterS und des Polizeipräsidenten bei und sprachen Namens ihrer ChesS die wärmste Sympathie mit dem deutschen Handwerk, daS lebhafteste Interesse für die Berathungrn und die besten Wünsche für den Erfolg auS. Beutel-Berlin referirte über die Organisation deS Handwerks und die Regelung deS Lehrlingswesens, Magier München über die Errichtung von Handwerkskammern, Voß-Hamburg über Gesellen-Ausschüsse und Regelung deS Lehrlingswesens. Berlin, 9. April. Nach auS Loanda heute einge- troffenen Telegrammen hat Major Leut wein den Häuptling der sogenannten KhauaS Hottentoten NamenS Andreas Lambert gefangen genommen und wegen des an dem Händler Kribr im Jahre 1893 verübten Mordes kriegSrechtlich erschießen lassen. Der ganze Stamm wurde entwaffnet. Lamberts Nachfolger erkannte die deutsche Hoheit an. Abbazia, 9. April. Kaiser Wilhelm kehrte mit Gefolge heute Abend 81/2 auf der A^cht „Christadel", bezw. dem Schulschiff „Moltke" zurück. Die Kaiserin, die Prinzen und der Hofstaat erwarteten den Kaiser am Landungsstege, wo die Feuerwebr mit Fackeln Spalier bildete. Der Strand und das Hotel Quarnero waren glänzend beleuchtet. Brüssel, 9. April. Gestern Abend wurde im Orte Herchies bei MonS eine Bombe gegen das Treibhaus deS Notars Dalere Bernard geschleudert. Die Explosion verursachte großen Materialschaden, jedoch keinen Verlust von Menschenleben. Die gerichtliche Untersuchung ist eröffnet. Christiavia, 9. April. Der Correfpoudent verschiedener schwedischer Provinzblätter, der das Gerücht über eine Aeuße- rung deS Kronprinzen von einem bewaffneten Einfall in Norwegen verbreitet hatte, erklärte dem nor- wegischen StaatSminifter in Stockholm, daß diese Mittheilung Ans den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 7. April 1894. In geheimer Sitzung erledigte die Kammer heute zunächst den Antrag des Abg. Weber und Genossen, Verwilligung von 100000 Mark zum Hochzeitsgeschenk Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs. Der Antrag wird mit 37 Stimmen angenommen. Dem Antrag stimmten nicht zu die Abg. vr. Schröd er, Hirsch, Osann,, sowie die Socialdemokraten. Die General-Debatte über die Justizverwaltung wird hierauf fortgesetzt. Abg. Schmidt-Mainz führt aus, daß das Verhältniß in Rheinhessen zwischen den Anwälten und den Richtern ein ausgezeichnetes sei und deshalb habe er sich für verpflichtet gefühlt, die Beschwerden derselben zur Kenntniß deö Hauses zu bringen, um diese Beamten in ihrer Berufsfreudigkeit zu stärken. Sehr oft seien die Richter in Mainz genvthigt, die Functionen des Gerichtsdieners zu übernehmen, weil es an ausreichender Hilfe fehle. Vier Amtsrichter seien vom Chef des Justizministeriums aufgefordert worden, auf das Land zu gehen. Gleichzeitig sei denselben mitgetheilt worden, falls sie nichtgingen, würden sie nie in das Colleg kommen. Dies sei ein Eingriff in die Unabsetzbarkeit des Richterstandes. Auch in anderen Landeslhetlen seien diese Klagen laut geworden und daher sei es Pflicht der Kammer, gegen ein solches Verfahren Front zu machen. Unbegreiflich fei es auch, daß man junge Leute, welche sich im Vertrauen auf das Gesetz der juristischen Laufbahn gewidmet, blos wegen ihres politischen Glaubens nöthige, eine andere Carriere einzuschlagen oder aus einem leichtfertigen Gerüchte ohne zuverlässigenMwahrS- mann beruhe und sich als jedes Grundes entbehrend erwies. Kopenhagen, 9. April. Der König reist Ende des Monats nach Wiesbaden, wo Kaiser Wilhelm ihn besuchen wird. Milwaukee, 9. April. Eine Feuersbrunst zerstörte das Davidsonhotel und das Theater. Die Polizei meldet 16 Todte und eine Anzahl Verwundete. Der Schaden wird auf eine halbe Million Dollars geschätzt. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 9. April. Der ,,Reichsanzeiger" publtcirt die Verleihung des Großcomthurkreuzes des königlichen Hausordens von Hohenzollern an den Reichskanzler Grafen Caprivi. Berlin, 9. April. Die Steuercommission ist heute Mittag behufs Neuconstituirung zusammengetreten. Zum Vor- sttzenden wurde Rintelen (Centr.), zum Stellvertreter Paasche (natl.) gewählt. Die nächste Sitzung soll Montag den 16. d.',M. staltsinden zur Berathung der Tabaksteuer, dann soll die Weinsteuer und die Finanzreform vorgenommen werden. Berlin, 9. April. In der heutigen Sitzung^ des Seniorenconvents des Reichstages erklärte ^Präsident von Levetzow, der Reichstag werde vermuthlich Ende der nächsten Woche geschlossen werden (nach der „Kreuzzeitung" würde der Schluß am 18. April erfolgen). Demnach sollen nur die Vorlagen erledigt werden, welche bereits die Commission, bezw. die zweite Lesung passirt haben- außerdem noch Initiativanträge des Reichstags. Berlin, 9. April. Schneidermeister Dowe hat gestern vor einigen Engländern, Amerikanern, Franzosen und einem höheren deutschen Offizier trotz des Polizeiverbots an seinem eigenen Körper seinen kugelsicheren Panzer vorgeführt. Zunächst wurde mit einem jetzigen Jnsanteriegewehr nach einem Eisenblock geschossen, in den die Kugel einen Meter tief eindrang. Sodann wurde ein Schuß auf Dowes gepanzerte Brust abgegeben und — die Kugel blieb im Panzer stecken. Dowe erklärte, gar nichts zu fühlen. Ein Versuch an einem ‘ lebenden Pferde fiel ebenfalls glänzend aus. Coburg, 9. April. Während des Aufenthalts des Kaisers Hierselbst kommt eine Escadron des in Bamberg garnisonirenden 2. bayerischen Ulanenregiments, dessen Chef der Kaiser Wilhelm ist, hierher. , Wien, 9. April. Privatmeldungen aus Ungarn zufolge glbr die dort herrschende anhaltende Dürre zu ernsten Besorgnissen Anlaß. In Krain ist der Wassermangel sehr groß. Die Flüsse, sogar der Zirknitz-See, sind fast vollständig ausgetrockner. Das für den Eisenbahnbetrieb erforderliche Wasser muß aus Laibach beschafft werden. Prag, 9. April. Dienstleute fanden auf den Feldern der Ortschaft Großjenitsch drei mit Dynamit gefüllte Blechbüchsen- eine explodirte beim Oeffnen, wobei ein Mädchen schwer verletzt wurde. Man glaubt, es handle sich um einen Racheacl eines entlassenen Arbeiters. Rom, 9. April. In Siena platzten vor der Wohnung des Obersten Bertelli zwei mit Etsenstücken gefüllte Bomben, welche das Haus unbedeutend beschädigten. Fünf Anarchisten wurden verhaftet. Paris, 9. April. Der „Figaro" meldet, er werde morgen eine Unterredung seines römischen Correspondenten mit dem König Humbert, die vor dessen Abreise nach Venedig stattgefunden hat, veröffentlichen. König Humbert und seine Umgebung hätte seinem Correspondenten eine liebevolle Ausnahme bereitet. In ernsthaften politischen Kreisen I wird der Veröffentlichung mit Achselzucken entgegengesehen. I „Soleil" schreibt, sämmtliche Meldungen bezüglich einer Verständigung zwischen Italien und Frankreich seien rein phantastischer Natur, indem die Begegnung zwischen König Humbert und Kaiser Wilhelm sowie die Erklärungen Crispis in der Finanzcommission den Beweis geliefert hätten, daß Italien sich mit gebundenen Händen und Füßen an Deutschland ausgeliefert habe. Constautinopel, 9. April. In vergangener Nacht brannte das größte Hotel von Constautinopel, das Hotel d'Angleterre, fast vollständig nieder. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. von ihrem Glauben abzufallen. Er sage, Diejenigen, welche letzteres thun, sind schlechter als die Ersteren. Durch ein derartiges System werde dec Heuchelei Thor und Thür geöffnet und ihm sei Derjenige lieber, der offen seine politische Meinung bekenne, als ein Heuchler. Er habe sich für ver- vfltchlel gehalten, diese Mißstände zur Sprache zu bringen, denn für ihn gebe es in einem Rechtsstaat nichts edleres als einen freien, unabhängigen Richterstand. Staatsminister Finger erklärt, der Tag werde kommen, wo die Frage der Einrichtung eines besonderen Justizministeriums erörtert werden müsse, weil außer den vorgebrachten Gründen auch noch andere für eine Reorganisation des Justizwesens in Hessen vorhanden seien. Er könne aber seine gestrige Erklärung nur wiederholen, daß, so lange er im Amte sei, und das werde voraussichtlich nicht mehr lange dauern, da er bereits 49 Dienstjahre hinter sich habe, werde er diese Veränderungen nicht mehr vornehmen. Vielleicht würden die Herren Schmidt oder Metz dazu berufen sein, dies zu thun. Er komme nun zu dem, was Herr Schmidt gesagt habe. Derselbe habe offenere Sprache geführt wie Herr Metz-Gießen. Er habe ihm (den Minister) ein gewisses Vertrauensvotum ausgestellt, während er seinen Stellvertreter mit Mißtrauen angegriffen habe. Das könne er nicht gelten lassen. Für das System sei er allein verantwortlich. Er wisse wohl, daß gegen seinen Vertreter Mißstimmung und Vorurtheil im hessischen Richterstand herrsche. Er müsse aber bekennen, daß derselbe ein treuer, ehrenhafter Beamter sei. Er übernehme die ganze Verantwortung für dessen Thätig- feit und er bitte die Herren, welche ein Mißtrauensvotum gegen denselben erlassen wollen, es nur gegen ihn zu richten. Der Herr Abg. Schmidt habe sich über die Zustände auf der Gerichtsschreiberei zu Mainz beschwert, insbesondere beim Hypothekenwesen. Diese Zustände seien nicht zu ändern, so lange nicht das Wettrennen beseitigt werde, bet solchen Hypo | thekenverschreibungen der Erste zu sein. Minister Finger \ widerlegt sodann noch eine Reihe von dem Abg. Schmidt gemachter Ausstellungen und kommt sodann auf die Rede des Abg. Schmidt wegen der Abweisung und Zurücksetzung von jungen Juristen wegen ihres Glaubens. Hier verfahre die Regierung nach den Grundsätzen, welche dem allgemeinen Interesse genügten. Er sei kein Gegner gegen die Ernennung eines Juden zum Richter. Aber es habe auch seinen Haken, die Herren in jeder Stellung zu verwenden. Auf dem Lande würde es großen Anstoß erregen. Er habe nichts dagegen, daß wieder einmal ein jüdischer Richter ins Colleg eintrete. Dies müsse aber mit Rücksicht auf die öffentliche Rechtspflege mit Maß und Ziel geschehen. Abg. Metz- Darmstadt sagt, der oberste Gerichtshof habe früher im Deutschen Reich einen guten Ruf gehabt. Diese Zeiten seien aber durch verschiedene Umstände leider vorüber. Abg. Metz-Gießen erklärt, Staatsminister Finger genieße bei ihm wie auch in Oberhessen volles Vertrauen, während sein Vertreter es nicht genieße. Der Herr Staats- mintster habe ihn aufgefordert, die Fälle zu nennen, in. welchen die Regierung den Schein der Zurücksetzung nicht gewahrt habe. Er wolle ihm den Gefallen thun. Der eine Fall ist der, daß ein Amtsrichter nach Gießen berufen wurde, in Wirklichkeit aber ruhig auf seinem Posten in Zwingenberg blieb. Der andere Fall ist die auffallend rasche Ernennung eines jungen Landesgertchtsraths zum Oberlandesgerichtsrath. Der Mann heiße Hallwachs und sei ein Reffe des Chefs der Justizverwaltung. Das habe Aufsehen erregt. Staatsminister Finger erläutert die Gründe des ersten Falles. Der zweite Fall sei der, daß bei der Ernennung des Oberlandesgerichtsraths sein Stellvertreter, Geh. Staatsrath Hallwachs, gar nicht mitgewirkt habe, sondern daß dessen Ernennung nur seiner Qualification zuzuschreiben sei. Derselbe habe sich auch vortrefflich bewährt. Geh. Staatsrath Hallwachs nimmt nun das Wort und erklärt, es sei ja von dem Herrn Staatsminister die Erklärung abgegeben worden, daß er für alles Vorgebrachte die Verantwortung übernehme. Eine solche Erklärung habe ihn schmerzlich berührt. Er habe mit treuer, selbstloser Hingabe dem Staate gedient und es werde ihm vielleicht noch in der Zukunft die Genugthuung zu Theil, daß man ihm Unrecht gethan habe. Sem ganzes Verbrechen bestehe darin, daß er die Interessen des öffentlichen Dienstes höher gestellt habe als die Person. Er wisse aber auch, daß er deswegen zu den bestgehaßten Männern des Landes zähle. Er widerlegt ebenfalls die Beschwerden oer Abg. Schmidt und Metz und schließt, er nehme Alles auf sich mit dem Bewußtsein, seine Pflicht gethan zu haben. Abg. Euler wünscht, daß Bensheim recht bald ein Amtsgericht erhalte. Abg. Friedrich halte es für eine Pflicht des Abgeordneten, daß er die Stimmung der Volkskreise zur Geltung bringt. Es sei nicht zu bestreiten, daß dem Chef der Justizverwaltung Mißtrauen entgegengebracht werde. Er sei für Vieles verantwortlich, was geschehen sei, insbesondere dafür, daß eine gewisse Partei, die Intoleranz treibe, sich auf ihn berufe. Abg. Ulrich kommt nochmals auf den Fall Katzenstein zu sprechen. Er empfiehlt der Regierung, dafür zu sorgen, daß die Schreiber der Rechtsanwälte ihren Sonntag frei erhalten. Abg. Köhler stimmt dem Verhalten im Falle Katzenstein zu. Seine, die antisemitische Partei sei nicht intolerant. Ministerialrath Schliepe widerlegt noch einige Punkte. Abg. Erk zieht sein dem Staatsminister Finger vorher gestelltes Vertrauensvotum wieder zurück. Hierauf wird die Sitzung geschloffen. Dienstag 9V3 Uhr Fortsetzung. Localer unb provinzieller. Gießen, den 10. April 1894. ** Se. Königl. Hoheit der Großherzog kamen gestern Abend 7 Uhr 51 Min. von Frankfurt hier an und fuhren um 8 Uhr nach Alsfeld weiter. Die Rückreise erfolgt am Mittwoch Vormittag 8 Uhr 22 Min. ** Se. Majestät der König von Sachsen kamen in vergangener Nacht mit dem Zuge 12 Uhr 19 Min. hier an und traten sofort die Weiterreise nach Dresden an. *♦ Unterricht für stotternde und stammelnde Schüler. Wir erhalten über den an der hiesigen Volksschule seit einiger Zett eingesührten Stottercursus folgenden Bericht: Gestern Mittag um 3 Uhr versammelten sich im Knabenschulhause (Nordanlage) auf ergangene Einladung der Schul- und Stadtvorstand und das Lehrercollegium der Knabengruppe, um einer Prüfung stotternder und stammelnder Schüler (Knaben und Mädchen) anzuwohnen. Eröffnet wurde dieselbe unter Vorlesung des Rechenschaftsberichts durch Herrn Oberlehrer Hahn. Derselbe weist eine recht beträchtliche Anzahl von Theilnehmern auf und beklagt bei mehreren Schülern das allzuhäufige Fernbleiben vom Unterricht. Bezüglich der Zweckmäßigkeit des Stotteruuterrichts verdient hervorgehoben zu werden, daß seine Bedeutung und zwar sowohl für eine erfolgreiche und ungehemmte Thätigke t in der Schule selbst als auch im Leben außer Frage steht. So viel Gewicht man mit Recht heutzutage auf eine tüchtige Ausbildung und Hebung der Hand und des Auges legt, so unbestreitbar ist die Thatsachc, daß auch Zunge und Lunge in der rechten Weise und am rechten Orte in Zucht genommen werden müssen. Hat sich aber einmal die Heberzeugung von der Nothwendigkeit der Hebung und Kräftigung dieser Körpertheile Bahn gebrochen, so ist die naturnothwendige Frage: Auf welche Weise kann dieses am besten geschehen; wie ist unterrichtlich diesem Hebelstande am besten abzuhelfen? Herr Lehrer Backes, dem dieser Hnterricht übertragen ist, legte Proben seines Lehrtalentes ab und führte die Art der Einführung in den Hnterricht, der Weiter- entwickelung desselben, des sicheren und präcisen Ansatzes in der Aussprache in lebendiger und geschickter Form vor. Hiernach gilt ruhiges und gleichmäßiges Aus- und Einathmen als Grundbedingung. Der Schüler erfährt, mit dem Athem sparsam umzugehen und diesen so zu reguliren, daß er für einen ganzen Satz ausreicht. Wird das im Geringsten verabsäumt, tritt also zu starker Athemverbrauch ein, so führt das zum alsbaldigen Stocken, erfordert Neuathmung und veranlaßt merkliche Störung. Wir bemerkten mit Vergnügen, daß diese Grundlehren von allen Schülern verstanden und in richtiger Weise zur Anwendung gebracht wurden. Bei entsprechend vorsichtiger Weiterbehandlung von Seiten der Klassenlehrer darf angenommen werden, daß die Heilung eine dauernde bleibt. Wie wir erfahren, sollen diese Stolter- curfe zum Segen der Betheiligten und im Interesse der Schule fortgesetzt werden. ** Mit der Arbeitslosigkeit scheint es noch nicht schlecht zu stehen. Schon öfters haben hiesige Meister Gesellen aus der Herberge gesucht und auch solche gefunden, allein in Arbeit treten wollten sie nicht. Gestern Abend wieder war ein Schuhmachermeister auf der Herberge und suchte Gesellen. Es waren zwei anwesend, aber in Arbeit zu treten lehnten sie ab, sie zogen vor, weiter zu walzen, obwohl sie ganz abgerissen und mittellos waren. W. Lich, 9. April. In verschiedenen Orten hiesiger Gegend, wie Muschenheim, Bettenhausen rc., sind noch altdeutsche Möbel anzütreffen, welche aus dem ehemaligen Kloster Arnsburg stammen. Der hiesige Schreinermeister Schultheß hat verschiedene derselben angekauft und in ihrem ursprünglichen Stile kunstvoll reftaurirt. So sind gegenwärtig bei demselben ein Eannelirter Kleiderschrank, ein mit reichem Schnitzwerk versehener Bücherschrank, ein sogenannter Luthertisch und eine Commode zum Verkaufe ausgestellt. § Vom höheren Vogelsberg, 5. April. Seit 14 Tagen herrscht hier so trockene Witterung, daß an die Ausnahme der landwirthschaftlichen Arbeiten kaum gedacht werden kann. Die wenigen Futtervorräthe von vorigem Jahr sind zur Neige gegangen und an ein Wachsen von neuem Futter ist bei gegenwärtiger Witterung nicht zu denken. Es ist daher begreiflich, daß unsere Landwirthe mit Sorgen der Zukunft entgegensetzen. Die Wintersaat, Roggen und Weizen, steht bis jetzt noch ziemlich schön, doch wird bald Stillstand und damit Verderben der Saat eintreten, wenn es nicht regnet. Mit der. Aussaat des Hafers ist bereits begonnen,, dieselbe aber bald wieder eingestellt worden. .Sollte, was wir nicht hoffen wollen, dies Jahr über wieder eine anhaltend trockene Witterung herrschen, dann würde der Schaden für die notbleidende Landwirthschast dreifach so groß werden, wie im vorigen Jahr; ja es würde für die Mehrzahl Landwirthe vollständiger Ruin sein. Die Preise für Rindvieh und Schweine sind in Folge des trockenen Wetters bedeutend gesunken. Der Handel auf dem Viehmarkte stockt überall. + Tübingen, 8. April. In verflossener Nacht sind dic in der Bahnhofstraße gelegenen Oeconomiegebäude des I. Fetzberger niedergebrannt. — Für das Steuerjahr 1894/95 wird die hiesige Stadt an Gemeindesteuern etwa 38 % mehr wie im Vorjahr erheben. △ Mainz, 8. April. Seitens der Regierung sind neuerdings- die Kreisämter angewiesen worden, die Polizeiorgane zur strengen Handhabung der Polizeiverordnung betreffend Verbot des Besuches von Wirthshäusern und öffentlichen Tanzlocaleir von Seiten schulpflichtiger Kinder, zu veranlassen. Beregte Polizeiverordnung belegt Besitzer oder Verwalter von Gast- und Schankwirthschaften, welche schulpflichtige Kinder ohne ihre Eltern ober Vormünder in ihrem Locale dulden, mit einer Geldstrafe von 30 Mk., die im Falle der Hneinbringlichkeit in Haft urngewanbelt wirb. — Verflossene Nacht wurde hier kurz nach Mitternacht Großfeuer gemeldet, das in einer Polstermöbelfabrik in unmittelbarer Nähe des GUterbahnhoseS der Hessischen Ludwigöbahn aus- gebrochen war. Das Feuer, dessen Entstehung bis jetzt noch nicht ermittelt ist, griff sehr rasch um sich und legte in kurzer Zeit die aus leichtem Fachwerk mit größtentheils Holzwandungen bestehenden Gebäulichkeiten, in welchen sich Werkstätten dieint es noch nld)i "W" iesige Meister | solche gesunden, allein n jestern Übend uitbti war rbcrge unb suchte ÄrMrn. | Arbeit zu tttun Itbntu ilyn, Moty - &*'■ (Rnaben »nb £™« ' 5 W?5 6tn i” »m<«, h n S”1*1 °>«n mit $,4t tta,l «»d Hebung 1 uchrn Weise und am Har sich dtt Norhivenditzlrit der ertherle Bahn gebrochrn, N welche Deiir kann Merrichrlich diesem Uebel> Lehrer Backes, dem dieser °en seine- LehrtalenteS ab dcn Unterricht, der Weiter- prücisen Ansatzes in der ,lcr Form vor. hiernach us- und Einathmen als -rsöhrt, mit dem Athew >u regulier», daß er für t> das im Geringsten ver ^verbrauch ein, so führt ! ordert Neuathmung ur: bemerken mit Brrgnüger öchiilern verstanden und- ebracht wurden. Bti ro nblunp von Teilen bt rden, daß die heilun. cen, sollen diese 6» in und im Intens, der 1, M rouv ", es ui«h 'Ä-- [ttttt MlMlj X* I«3 bwM jj / 6lt -rrliossi-'' ”5e» -seu-l-k en-anrel @t06l “ [bat{t' Dritter"^ (|, unm|f lD ü,. tD1Öbr((he'' ncl 1 M«'"T #1. sich *X*?f6n** unb kleine Wohnungen befanden, fast ganz in Asche. Dank des rechtzeitigen und energischen Einschreitens der Feuerwehr blieb das Feuer indeß auf feinen Herd beschränkt und war für die Umgebung schon kaum nach einer Stunde jede Gefahr beseitigt. Leider ist auch ein schwerer Unfall bei dem Feuer norgekommen, indem ein Zuschauer durch da« Herabsallen eines Steine- eine bedenkliche Kopfwunde erhielt, die dessen Verbringung in das Spital nothwendtg machte. * Oppenheim, 6. April. Auf einem Distanz ritt Saarbrücken—Darmstadt pafsirte gestern Abend 91/« Uhr Herr Lieutenant Schaafhausen von dem in Saarbrücken garni- sontrenden Dragoner-Regiment Nr. 7 die fliegende Brücke. ©CBQnntcr Offizier war um Vt3 Uhr gestern Morgen aus der Garnison weggeritten und gedachte um 1/a 12 Uhr NachtS in Darmstadt einzutreffen, waS auch ohne Zweifel gelang, da Pferd und Reiter, wenn auch ermüdet, sich doch in guter Kondition befanden und Terrainschwierigkeiten nicht mehr vorhanden waren. Kurze Rasten in Kaiserslautern und Alzey gerechnet, nimmt der Ritt 20 Stunden in Anspruch. DaS Pferd ist eine sechsjährige, untrainirie FuchSstutc. Permiicbro • Wiesbaden. 8. April. Auf dem heute hier abgehal? tenen Mittelrheinifchen Turntag waren 191 Vertreter von Vereinen mit 228 Stimmen anwesend. Eine Ein ladnng zur Thetlnahme am Antwerpener Turnfest wurde ab gelehnt weg n des deutschen Turnfestes in BreSlau. In Betreff eines Antrages wegen Einführung von BereinSturnen statt des MusterriegenturnenS bei Turnfesten wurde beschlossen, erst weitere Erfahrungen abzuwarten. * Wien, 8. April. Ein schweres Unglück ereignete sich in Neuso hl (Ungarn). Während deS Unterrichts stürzte in der Sladtmädchenfchule eine Mauer ein und begrub 17 Mädchen unter ihrrlj Trümmern, wovon vier tobt biteben und dreizehn schwer verletzt wurden. * Spitzer, 7. April. In Kirchheimbolanden b'rann t en in vergangener Nacht die Häuser deS Kaufmanns Lutz und MetzgerS Gilay vollständig nieder, Lutz und zwei erwachsene Sohne sanden den Tod in den Flammen. Scbiffinacbricbfcn. Der Potzdampfer „Maryland' der „Red Star Line' in Antwerpen ist laut Telegramm am 5. April wohlbehalten In New- uorf anaefommen. Verkehr, Cant- tint Volkswirthschaft. •itttM, 10. April. Marktbericht. Aut dem heutigen Wochemvarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80-1,10, HÜbmreier 1 Stück 6 4, 2 Stück 11 4, »11t pr. 6t. 5-8 4. Käsemattr dt. St. 8 4, Erbsen pr. Liter 17 4, Linien pr. Liter 80 4, Tauben pr. >0aar X 0,80—1,00, Hühner pr. Stück x 1,00—1,30, Hahnen pr. 6t X 1,40-1,70, Enten or. St. X 1,80 bis 2,21 Oebsevstcffch or. Did 68—72 4- Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60— 4, Schweinefiti sch pr. Pfd. 60—70 4, Kalbfleisch pr. Psd. 60--4, Hammü- fitisch pr. Pfd. 50—68 4. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50—5,50 X, Weißkraut pr Stück 4 -10 4. Zwiebeln pr. Eentner 10,50—12,50 X, Milch or. Liter 16 20 A, Enteneier 7 4, Känsteier 11—12 4. •rünberg, 7. April. Fruchtpreise. Wetzen X 14 14, Korn X 14,54, Gerste X 14,20, Hafer X 17,40, Erbsen X 21,20, Linsen 00,00, Wicken .* 00,00, Lein X 00.00, Kartoffeln X 4,36, Samen X 00,00. Eingesandt. Niesten, 10. April 1894. Bewgnebmend aus die wegen deS zahlreichen Besuche« deS PßilosophenwaldeS am vergangenen Sonntag in Ihrem geschätzten Blatte Dir. 82 gemachten Mittbeilungen, können wir unv den gemachten AuStührungcn ganz anfchlteßen, und dürste eS unsere« Erachten« in Anbeiracht der reichhaltigen guten Küche und de« Weinkeller« im Phtlosopdenwald wünschenSwerth sein, wenn Herr Leib neben dem guten Nöhrlevter auch noch, wie früher, da« vorzügliche Vxportbter der rtetien-vraueret Siesten führte. In diesem Falle würde auch den Biertrinkern mehr Rechnung aetragcn und bedarf e« hoffentlich nur diese« Hinweise«, um Herrn Leib zu veranlassen, auch den Wünschen vieler Biertrinker zu entsprechen- X. und Y. EheviotS und BklourS a Mk. 1.95 Psg. per Meter versenten jede beliebige Meterzahl an Jedermann Eratet Deuttehee Tecbvereeedtgeeobift Oettinger d durch unpa, tetilche« ärztliche« Urthetl begutachtet und Dr •rnerre IollrlKfrif» , Matke Löwe, empfohlen al« dte zuliägttast ägttche Waichietfe iü- Erwochienc und die zweckdienlichste, iür olle, denen baten liegt di« Haut zu psttgen und dieselbe scktSn, weich und gesund ! »U erstatten. P et« 25 Vsg. per Sitick. 6rhä tlich in t"tetztti b J I Seite mit der Eule ist kerne I andere Serie de- Weil Pabet ist uidrJ*' sie auch die profillichste für den Haushalt, wcil sie sehr lange auSretcht. Prer« 40 Pig. Engros-Verkauf: Benner &. Krumm, Giessen. 1667 — Praktische und nützliche Neuerung,n brechen sich stets bald Bahn und erwerben sich die Svmpathten der grohen Menge. Den schlagendsten Beweis für obige Tbatsache lteierten jüngst Apo theker Hup.'ttz'sche Blutreinigungüptllen — Dinner Pickst - VerdauungSptllen, (Pilalav purgativao) dte laut mcdietnal amtlicher Beglaubigung da« wrltau« beste Mittel rep^äsenttret' Störungen In der Verdauung zu beseitigen, gegen Appetitlosigket' und Sluhlverstopsung, Blutandrang nach dem Kopse, Alhemnolh, Hämorrboidal" und Leberletden zu wirken und dte Verdauung in vorzüglichster Weise zu fördern. Sie bewirken, ohne Letbschnetderr zu erregen, erwünschte Butretntgung, eine 0'grnschaft, dte bat Ptlleti so überraschend rasch die (Sunil ve« Publikums sicherte. — Die Dinner Ptll« — Dinner Ptll« VerdauungSpillen (Pilula- l-argativao), durch den „Löwen von Luzern" als Schutzmarke vor Nachahmung geschützt, ebensodutchdenNamenSzugApotheker6.Hupet6*Go , Köln a. Rhein sind durch Apotheken zu beztehin oder werden durch dte Fabrik von Apotheker HupcrtzLOo., Kölns.Nh. beschafft. (3187 Ein Ib*rtli 11 bii mache einem geehrten Publikum von (Aiesten und Umgegend die ergebene Milth.'ilung, dast ich da« seither in dem das in 1 1 1 1 1 Flur 83 Nr — Ibdv qm Acker am NahrnnaSbcrg hinter DrcchSlifchen Garten, dem da Acker Acker da- Acker da- Acker da- öffenilich meistbietend versteigert werden. Der Porftand. Neue BAu« Nr. 0. 3208 in Bremen 1606 bi« Asterweg: «in goid«u«r Ning Haufe. 3150 Flur Flur Flur Flur Flur Flur 1 Lehrling Mtbl.eauW.ffer.. LouiS Becker, Fronhausen. NB. Lehrgeld frei, Kost und Logi« im Alles rein und in bestem Zustand. ._.ö .... ..... 3207 3- 21.: L. nülilhauNen. Tarator. B. L. Gebauer Nachf. Franz Kyserbeck SelterSw^g 67. (active Mitglieder) bei Restaurateur Böhm, Neustadt. Tagesordnung: Rcchnungsablage; Vorstandswahl, Anträge zur Landesversammlung; Verschiedenes. SL-ir 33 Nr. 200 — 1391 qm selbst, Flur 33 Nr 201 - 1625 qm selbst, Flur 33 Nr 66a — 2000 qm srlbst, Flur 33 Nr. h6b — 1750 qm selbst W aisenschutz. Mittwoch den 11. 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SeineDurchlaucht der Prinz Albrecht zu Solms Braunfels Haden als Vormund de« minderjährigen Fürsten Georg Friedrich zu Solms-Brnunfel« cn Stelle des vorläufig mit Urlaub auf ein Jahr aus dem Fürstlichen Dienste ausgeschiedenen Oberförsters Ziegler-Stege zu Hungen den Nevur- förfter Friedrich Wiegmeyer daselbst mit der Verwaltung der vereinigten Fürstlichen Rentämter der Wetterau zu Hungen beauftragt. In dem wir dies hierdurch zur Kenntniß des betbeiliflten Publikum.- bringen, bemerken wir, daß der Geschäfts- und Kassatag des Rentamtes wie seither der Donnerstag jeder Woche bleiben wird. Braunfels, 5. April 1894. 3189] Aiirftliche Rentkammer. A«f Igmdjtlidje Ikrfügung sollen dte dem Heinrich »opp 11. zu- a.-hvrtgen in hiesiger Gemarkung gelegenen Immobilien, Hofraithe nebst Acker und Wiesen, Samstag den 28. ds. Mt» , Nachmittags 6 Uhr, öffentlich meistbietend auf hiesigem Rath- haus versteigert werden. Hausen, den 10- April 1894. Großherzogliche« OrtSgericht Hausen. 3183__Schmandt._________ Mittwoch den 23. Mai, Nachmittags 3 Uhr, gesucht. Grfl Off. unter G. G. 95 an dte Grved. d Bl oder an Haasenstetn & I Vogler, A «G., Frankfurt a M.___3190 2808] Lehrling sucht H. Lcherff, 3206 । Glasermetster, Löwengasse Nr. 5. Aeisgeöotenes. Gartenkics (?ahnkies) stet« vorräthig Lagerplatz Rodberg. Derselbe kann auch geltefert werde». 3199] Ehr. Rüvsamen tvtttw«. 3202j Kartoffeln zu verkaufen. LSberftraß« «r. S. Zriihrosa-Karlosseltt zu haben bei 3213 . I. Thoma», Schtffenbergcrthal 39. Neue egyptische Speise^wiebeln offerirt billigst • ^197 Eberh. Metzg er ')tettJ'nbt 3200] 3n freundlicher Lage Wohnung (6 Zimmer mit Zubehör) für 1. Juli gesucht Off, unter 1'. G, an dte Exp b Töchterpensionat, frankfurt a. W., frrrbodjflr. 47. 2560] Unterr in allen Schulfächern, fr. Sprachen, Malen, Musik, Handarb, Turnen. Französin und Engländerin, sowle staatl gepr HrndarbettSlehrerin im Hause Beste Veroflegung. Familienleben. 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Director, Adam Kehr, Rendant. ^trnhhnta werden gewaschen ge- Qll UUUUIC färbt und nach neuester .Hekfifchrr ->oP. Mermietfiungen. werden stets angekauft. [23 Kehler, Rotzschlächter. 3181 Asterweg 39 Abgang Zugang 223 37 3310 27 194 77 3445 09 60 1 2 3195] miethen Verzinsliches Kapital Waarenschulden . . Roch zu deckende Unkosten Reservefonds . . . Reingewinn . . . Landwirthschaftlicher Consum-Berein Treis a. d. Lumda eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. 632 24 1277 65 Nedactionr A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Sietzen. Die heutige Yurnmer umfaßt 6 Seiten- 3193] Bahnhofstraße Nr. 89 schöne Wohnung, erster Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. Juli zu vermiethen Näheres parterre. 1681] Der mittlere Stock, 4auchbZim, mit Zubehör, ist per sofort zu ver- miethen.Kirchstraße 2 per 1. Juli zu' vermiethen. 3027 H «rSninger, Steinstr. 43. 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