) ’’ Wehr» 1 “Mannt ,s «uiter 1 hiiiifa. Wlmg 1' S' * ^btrNnnng. ’ Nnb der «Sfr le. dir zur ""'m am 2. April. W Renner, Alice- ' Gartenstraße 30. ’rM mit, daß die ge, lkistuß auf bie tinftlntn lein besucht werden, der Vorstand. 's 8V2 Uhr, aus Wimpfen. fl ÖÖlktnodt, woju wir lieber haben gegen ZH Der Vorstand. llnen-Arbeiten März von 11 2 i°roie ein Cursur rasse. ?ute an jede. Mmttur. rsus. n.^.abUntttnd)t baMtn en arbeiten mochten, lm - Anmeldungen nehm ■6, entgegen. haefer Wwe. beitslehrerin. IUHTEU.I er W' en, bei , Abends : w ** -Ali-E, ern 1 ’on 70 * jetten»««* s&*, Nr. 59 Drittes Blatt. Sonntag den 11. März 1894 Der ttefewrt *»jci«er alchnnt täglich, ■tt AuSnahmr bei Montags Die Gießener peeiriielfithr »erden ban «n-eiger »dcheniltch »rtieet bnfdrft Gießener Anzeiger Kenerat-Zünzeiger. vberrajödrvgc, >>ewer*feUyt* l 2 Kerl 90 Wfr *M vringerloh». Du*» die Poß be*afM 9 Karl 50 PI«. Mcbacfwn. »n>fbtti*e und Druckerei: >4>(h«|<9r.L K^nlprecher 51- Zlints- und ZInzeigeblntt für den Iftets (Stefeeit Innahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgen den Lag erfcheinenden Nummer bis Corrn. 10 Uhr. Hratisbeilage: Gießener Aamikienkkätter. Alle Innoncen-BureauT des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgege». Amtliche» Theil. Bekanntmachuua. E» wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach $ 6 be« Reichsgesetze» vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnttt-marktpreise, einschließlich eine» Ausschlag» von Fünf vom Hundert, pro Monat Februa r 1894 für den Lieserung»verband Gießen pro 100 kg betragen: Hafer Jt 18.40, Heu JL 11.00, Stroh Jt 7.90. Gießen, den 8. März 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Abonnements - Einladung Zum Bezug des „(fiicfocncr Anzeiger" für das 2. Vierteljahr 1894 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur ttcnnmiß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz O b c r h e s s e n ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz jo frühzeitig wie möglich zur Kennttnß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Thcile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wisjens- wcrthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschast, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- ttkeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, chre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutrctendc erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). totales und provinzieller. Gießen, den 10. März 1894. ** Lehrer Wittweu- und Waiseukasse. Wir erhielten nachstehende Zuschrift: Nachdem vor einigen Jahren die Darmstädter BolkSschullehrer eine Wittwen- und Waisenkaffe gegründet und zwar mit recht gutem Erfolg, haben auch die hiesigen Volksschullehrer eine gleiche Kasse errichtet, die den hinterlaffcnen Wittwen und Waisen einen jährlichen Zuschuß zu der sehr gering bemeffenen staatlichen Pension gewähren soll. Beträgt die letztere doch jährlich nur 450 Mk., welcher Betrag weder in einem Verhältniß zu dem Dtensteinkommen deS Mannes steht, noch für eine einzelne Person zur noth- dürftigen Erhaltung deS Lebens hinreicht, und da, wo noch Kinder zu erziehen find, tritt, wenn kein Privatvermögen vorhanden ist, oft bittere Noth ein. Diese traurige Lage der Hinterbliebenen einigermaßen zu bessern, haben die Lehrer den Weg der Selbsthilfe beschritten, und wenn auch dieselben auS ihrem Einkommen keine großen Opfer bringen können, so wird eS ihnen doch möglich sein, durch einträchtiges Zusammenhalten etwas bieten zu können, um die Sorgen der Relicten einigermaßen zu erleichtern. Zum Vorstand der Kasse wurden die Herren Oberlehrer Fuhr als Vorsitzender, Lehrer Kalbfleisch als dessen Stellvertreter, Leib al» Schriftführer, Knauß als Rechner, Schaaf als Eontrolenr und I. Hartmann und Straub als Beisitzer gewählt. Bis jetzt sind der Kasse gegen 40 Lehrer als ordentliche Mitglieder beigetreten und es muß dankbar anerkannt werden, daß auch bereits mehrere Herren ihren Beitritt erklärt haben, die keine Ansprüche an die Leistungen der Kasse machen und sich doch zu einem jährlichen Beitrag verpflichtet haben- ebenso ist derselben auch schon eine Schenkung zu Theil geworden. Möge die neu errichtete Kasse sich auch außerhalb deS Lehrer- ftandeS Freunde und Gönner erwerben, möchten aber namentlich die Lehrer durch Opserwilligkeit und festes Zusammenhalten zeigen, daß Einigkeit stark macht. •• Jubiläum. Am gestrigen Tage beging der AmtS- diener bei dem hiesigen Hauptsteueramte, Herr Ehr. Weidi g, sein 50jährigeS Dienstjubiläum. Der Jubilar, ein geborener Gießener, wurde am 9. März 1844 als AmtS- diener bei dem genannten Amte bestellt und hat diele Stelle während seiner ganzen Dienstzeit ununterbrochen bekleidet. Durch unermüdlichen Fleiß und große Gewandtheit hat er sich im Dienste ausgezeichnet, sein biederer Character und gefälliges Wesen haben ihn überall beliebt gemacht. Vielseitig beglückwünscht blickt der Jubilar mit großer Freude auf die «hm in Anerkennung seiner langjährigen und treugeleisteten Dienste durch die Verleihung des Silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen gewordene Allerhöchste Auszeichnung. *♦ Der Kamps ums Dasein im Meuscheulebeu. Ueber diesen Gegenstand wird Herr Reallehrer Kahl am nächsten Montag im „Kaufmännischen Verein" sprechen. Einer Beur- theilung dieses Vortrages in einem rheinhessischen Blatte entnehmen wir folgendes: Herr Kahl zeigte unS, wie in der Natur das Schwächliche, Kränkliche unterliegt, daß der Große den Kleinen, der Größte den Großen frißt, daß gewisse Philosophen predigen, es sei der naturgemäße Zustand, daß auch die Menschenwelt mit zunehmender Cultur sich in dieser Richtung entwickele, und daß es naturwidrig und grausam sei, den wirthschaftlich Schwachen, der doch einmal zum Untergang und zum Elend bestimmt sei, zu stützen. — Daß dies nicht das Ziel des Erdendaseins des Menschengeschlechts sein könne, daß solche entsetzlichen, herzlosen Lehren grundfalsch sein müssen, wies der Redner in warmen Worten nach. Er führte unS auf einen andern Weg, er entnahm aus Beispielen, die unS die Gebilde aus der unorganischen Welt geben, daß nicht der Kamps umS Dasein allein daS treibende Princip Feuilleton. Wochtndrikse aus der Residenz. (Ortginalbcricht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 9. März 1894. Da» Fest der „Akademiker". — Soucette. — Neue Bilder. — Versammlung. Eines der beliebtesten und schönsten der alljährlich wiederkehrenden Feste ist unstreitig die vorn „Akademischen Verein" an der Darmstädter Technischen Hochschule veranstaltete musikalisch-declamatorische Abendunterhaltuug mit darauffolgendem Ball, die jedesmal im Saalbau abge- halten wird. Auch diesmal ist der Festabend in jeder Hinsicht glänzend verlaufen. Ein erlesenes Publikum füllte am vergangenen SamStag die Räume des städtischen SaalbaueS und folgte dem künstlerischen Theil des umfangreichen Programm 8 mit der größten Aufmerksamkeit und BcisallSlust. Der 70. Geburtstag Otto RoquetteS, der, wie im letzten Briefe gemeldet war, auf den 19. April des lausenden JahreS fällt, bildete den Mittelpunkt deS ganzen Festes, daS als eine Art Vorfeier zu diesem Dichterjubiläum gedacht war. Vortreffliche Borträge unseres JnstrumentalvereinS eröffneten dos Programm, dann folgten Liedervoriräge der Hosopernsängerin Fräulein Susanne Lavalle auS Mannheim, die im Eon- certsaale, wie auf der Bühne in Darmstadt schon freundlichen Beifall geerntet hat, und Biolinvorträge deS Herrn Musik- directors Miroslav Weber auS Wirsbaden. Den zweiten Theil deS Programms füllte die Aufführung eines kleinen dramatischen WrrkchenS von Otto Roquette. ES war ein flott geschriebener Schwank „Hanswurst", der im alten Leipzig der Gottsched'schen Ruhmes- und Herrscherzeit spielt. Die Mitglieder des Akademischen Vereins brachten das geistvolle, anspruchslose Stückchen ganz überraschend gut zur Aufführung und fanden wohlverdienten Beifall beim enthufiasmirten Publikum, das auch den beliebten Verfasser hervorjubelte. Nach einer Pause begann dann im prachtvoll geschmückten großen Saale der Ball, über den Ihr Referent leider nicht auS eigener Anschauung berichten kann. Er soll aber sehr lustig verlaufen sein und die tanzlustige Jugend bis zur frühen, oder besser späten Morgenstunde tm Dienste TerpfichorenS zusammengehalten haben. Jedenfalls kann der „Akademische Verein" auch in diesem Jahre mit Zufriedenheit auf das schöne Vereinsjahr zurückblicken, daS ohne Zweifel auch für den wohlthätigen Zweck, dem eS dient, der Unterstützungskasse armer LehrerSwittwen und -Waisen, sehr günstig verlaufen ist. Zum Schlüsse sei nech besonders erwähnt, daß auch Prinz Wilhelm die Veranstaltung mit seinem hohen Besuche beehrte und mit großem Interesse bis nach Beendigung deS umfangreichen Programms verweilte. Daß die Professoren und Docenten der Hochschule fast vollständig erschienen waren, braucht wohl nicht erst erwähnt zu werden. Sonst wäre von den künstlerischen V.ranftaltungen der letzten Woche vor Allem deS interessanten ConcerteS zu gedenken, daS Herr Mufikoirector Senff, der verdienstvolle Dirigent deS MozartvereinS, am Montag veranstaltet hat. Der Concertgeber fand gleich den ihn unterstützenden Solisten, Damen und Herren auS Darmstadt, verdienten Erfolg. Im Hoftheater ist der Schil le r-E ycluS bei der „Braut von Messina" angelangt. DaS Interesse deS Publikums ist dem großen künstlerischen Unternehmen, alle Dramen Schillers in chronologischer Reihenfolge aufzuführen, dauernd gewahrt ge- blieben, denn jeden Abend ist das Hofkheaier überfüllt. Einen ganz besonderen Kunstgenuß verspricht der Männerchor „HumanitaS" in seinem WohlthätigkeitS-Loncert zum Besten der Hinterbliebenen der auf der „Brandenburg- Verunglückten zu bieten. . Der rührige VereinSvorftand hat nämlich den rühmlichst bekannten Meister deS LiedervortragS, Kammersänger Eugen Gura, für sein Eoncert gewonnen: unzweifelhaft wird dieser Name eine ganz außergewöhnliche Zugkraft ausüben und dem edlen Zwecke dadurch ein glän- zender künstlerischer und materieller Erfolg beschieden sein. Ueberhaupt haben wir im Kunftleben noch viel Interessantes für den Rest der Winterszeit zu erwarten. Schon in der nächsten Woche beginnt Max Alvary fein Gastspiel in WagnerS „Siegfried", ihm folgt Frau Sucher aus Berlin als „Isolde", „Brünnhilde" u. s. w. Auch vom Gebiete der bildenden Kunst kann ich Ihren Lesern diesmal etwas berichten. Die Direction unserer berühmten Gemäldegallerie hat die berühmte Sammlung durch werthvolle neue Stücke bereichert. So ist Ed. GrütznerS „Weinprobe im Klosterkeller" und W. Dietz' „Hunnenschlacht" kürzlich erworben worden. DaS erst- genannte Werk ist ein Oelbild deS populären Illustrators des MönchslebenS, das zweite ist eine prächtige Kohlenzeichnung, eine Scene auS SchrffelS „Ekkehardt", den Kampf der Mönche mit den Hunnen darstellend. Zum Schluffe fei noch der Bericht über die vom Ober- bürgermeister kürzlich berufene Versammlung nachgetragen, in der über die Seiner König!. Hoheit dem Großherzog darzubringenden Ovationen auS Anlaß Allerhöchstseiner Ber- mählung. Es wurde beschlossen, daß.die Vereine der Stadt beim Einzuge deS jungen Herrscherpaares Spalier bilden sollen, dann werden sämmtliche Gesangvereine der Stadt Abends eine große Serenade veranstalten, die eventuell nach der Festvorstellung im Hoftheater stattzufinden hätte. Einstweilen wurden die näheren Abmachungen einem Festausschuß übernagen, der noch in dieser Woche seine Thätigkeit begonnen hat. Zur Betheiligung an dem mit der Serenade zu verbindenden Fackelzuge haben fich bereits eine Menge von Vereinen gemeldet. Sobald nähere Einzelheiten bekannt werden, sollen Ihre Leser ausführlichen Bericht erhalten. Jedenfalls wird fich der Einzug des jungen Paares in die Residenz de» Hessenlandes zu einem glänzenden Feste für ganz Dcmnstadt und die umliegenden Städte gestalten. 2. i Privat-Verkehr gebräuchlichen Buchdruck-Arbeiten empfiehlt sich die Wasserzu- und Abfluß nach gesetzlich geschütztem System baut. Ja einem solchen Behälter liegen die großen Kohienvorräihe vollkommen unter Master, sind also dem Einfluß von Sonne, Licht und Lust wie in einem Kohlenbergwerk entzögen, büßen deshalb bet längerem Lagern nichts an Heizkraft ein und sind der Gesadr der Selbstentzündung entrückt, während der laufende Tagesbedarf der Kohlen über Wasser auf dem für längere Zeit berechneten, festen Bestand de« Kohlenlagers aufgehäuft wird. Verkehr, Ccmb* und Volkrrvirthschaft. - Verfälschte Butter und die Jntereffen der Laud- wirthschaft. Durch verfälschte Butter und unter trügerischem Namen verkaufte Kunstbutter und Buttersurrogate können die Interessen der Landwirthschast enormen Schaden erleiden, denn auf diese Weise wird der Preis der ächten und guten Butter wesentlich berabgedrückt. Wie sich die Landwirthe und landwirthscha'tUche Genossenschaften gegen eine solche Schädigung ihrer Interessen schützen können, lehrt der folgende Vorgang. Der „Verband htnterpommerscher Molkerei-Genossenschaften" hat in Berlin 19 Tage lang durch je 100 Personen in verschiedenen Geschäften Butter etnkaufen und diese vom Chemiker Dr. Bischoff untersuchen lassen. Die chemischen Untersuchungen ergaben, daß von je 1000 Buttersorten 174 verfälscht waren, davon die meisten mit mehr als 60 pCt. Margarine (Kunstbutter). Selbstverständlich werden diese Butterverfälschungen zur gerichtlichen Bestrafung herangezogen. Ca. 2000 Stück Foulard-Seide Mk. L35 bis 5.85 p M. — bedruckt mit den neuesten Dessins und Farben — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. his' Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert. Damaste rc (ca- 240 versch. Qual, und 20i 0 verseh. Farben, DessinS ») yy Porto- und steuerfrei ins Ha«-!! Catalog und Muster umgehend. _ G, Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u. k.hoa.), Zurich. abgeschlossen, aber uns Allen, wenn wir versammelt waren, hat die Frau in den verschiedenen Gestalten: als junges Mädchen, als unabhängige Wittwe u. s. w. gefehlt. Wenn an diesen Abenden wenigstens für weibliche Bedienung gesorgt gewesen wäre! Aber immer nur Junggesellen — und es waren nicht die jüngsten — um sich zu haben, das geht nicht auf die Dauer, das war vorauszusehen. Und so haben wir den Geist der weibersetndlichen Zusammengehörigkeit so lange gestärkt, bis wir auseinanderfielen. Der Fasching hat unS den Rest gegeben. Einige Mitglieder, die prächtigsten und der Stolz des Vereins, hatten sich wahrscheinlich durch das abschreckende Beispiel, welches greise Junggesellen geben, bekehrt, schon im vergangenen Jahre grobe Verstöße gegen die Vereinsstaluten zu Schulden kommen lassen und über Hals und Kops um eine Hand angehalten,- das endete wie gewöhnlich mit einer Hot zett. Andere wurden gleichfalls durch suspecte Beziehungen zu Personen des anderen Geschlechts mißliebig und gewisse alleinstehende ältere Herren, die kaum allein stehen konnten und sich schon an gar nichts mehr erinnern können, vergaßen sich so weit, auf den Maskenbällen im Sofiensaal und im Coloffeum ihr Heil zu suchen. — Ich selbst habe die Fahne des Cölibatärs so lange hochgehalten, bis mir die Hand so weh that, daß ich sie einer jungen Dame anbieten mußte, zu Schleuderpreisen, denn auch ich habe gesehen, daß der Mensch nur im Wannenbad allein fein soll und daß dem Hagestolz ein furchtbares Unglück winkt. Es thut mir leid, aber es hat so kommen müssen, ich war mit Leib und Seele Junggeselle und wenn ein lebensfähiger tüchtiger Hagestolzenverein zu Stande gekommen wäre, würde ich es noch sein, aber als ich sah, wie es kommen würde, nahm auch ich auf Freiersfüßen Reißaus. Trauring aber wahr! — Ergebenst ein gebrochener Hagestolz und Mitglied des aufgelösten Wiener Junggesellenvereins." * Das Anrauchen von Meerschaumpfeifeu ist eine Kunst und unter Umständen ein Vergnügen- daß es aber auch als Gewerbe betrieben wird, ist neu. In Brüssel, wo die Meerschaumindustrie eine hohe Entwicklung erreicht hat, lebt — so schreibt ein Berichterstatter der „Münch. Reuest. Nachr." — ein Mann, ein pensionirter deutscher O'fizier, dem das Pfeifenrauchen als ausschließliche Erwerbsquelle dient. Und er ist nicht der Einzige seines Zeichens. Das Sonderbarste an der Sache ist, daß dieser Mann selbst Nichtraucher ist. Um seine Pfeifen „anzurauchen", bedient er sich eines sinnreichen Apparates, an welchen sie, nachdem sie kunstgerecht gestopft sind, angeschraubt werden- mittelst eines am Apparate befind- , lichen Blasebalges wird der nöthige Luftzug hergestcllt, öer den Tabak gleichmäßig in Brand erhält und bis auf das letzte Körnchen verkohlen läßt. Der alte Herr arbeitet nur für Pfeifenfabrikanten, die ihm für jede kunstgerecht angerauchte Pfeife 10 Francs bezahlen. Trotz dieser verhältnißmäßig glänzenden Bezahlung ist das Geschäft doch nicht allzu einträglich, weil die Aufträge nur spärlich einlaufen. Die Sufttoärme inner- und außerhalb einer großen Stadt ist, wie jeder weiß, verschieden, und zwar ist es in der Stadt wärmer, als im Freien. Heber die Größe dieses Wärme- Unterschiedes gehen die Ansichten jedoch sehr auseinander, und es ist deshalb interessant, daß Professor Hellmann diesen Temperatur Unterschied aus Grund sorgfältiger Beobachtungen unlängst für Berlin festgestellt hat. Es ergab sich, daß die durchschnittliche Jahrestemperatur innerhalb der Stadt Berlin um 0,5® C. höher ist als außerhalb derselben. In , der warmen JahreSzei: ist der Unterschied zwischen Stadt und Freiland am größten, in der kalten am kleinsten, doch nimmt er bei starkem Frostwetter zu, wie der kalte Januar 1893 beweist. Damals betrug das absolute Minimum der Temperatur in der Stadt — 23,3®, außerhalb dagegen — 31,0®. Der Wärme-Ueberschuß in der Stadt steigert sich bis zum Abend; denn während im Freien schon Abkühlung infolge von Ausstrahlung eintritt, ist solche in der Stadt, deren Häusermassen die bei Tage eingestrahlte Wärme in sich aufgenommen habm und nur langsam wieder abgeben, viel weniger zu spüren. Jeder Großstadtbewohner weiß, daß, wenn er im Hochsommer Abends aus dem Freien in die Stadt zurückkehrt, ihm eine Art Backofenluft entgegenstrahlt. Nach den Untersuchungen von Professor Hellmann ist es an Sommerabenden gegen 9 Uhr in der Stadt Berlin durchschnittlich um etwas mehr als 1® wärmer als außerhalb derselben. An einzelnen windstillen Tagen kann sich dieser Unterschied bis zu 3® und darüber steigern. Der Laie würde ihn dem unmittelbaren Gefühl nach meist für noch größer halten. * Väterliche Nachsicht. Ein Schweizer Blatt erzählt: In Amrisweil wurden letzten Herbst einige fein gekleidete St. Galler Fräulein von Buben mit Aepfeln beworfen. Entrüstet beschwerten sie sich beim Vater der muthwillgen Schlingel. „Es het nünt z'säged," lautete die Antwort, „mer Hand jo hür gottlob Obs guueg." Technische Fortschritte. «in WasiereNvator. Wie das „Leip. Tageblatt" meldet, hat sich nach Art der bekannten Elevatoren zum Heben von Körnet n, Mahlgut, Gement, Erde, Steinen u. s. w. die Firma Ang. Schmidt in Wurzen einen Wasserelevatoren patentiren lassen, der mittelst Rädervorgelege Wasser in senkrechter Richtung aus Brunnen und bergt hebt. Der Elevator arbeitet aber auch gleich vorthetlhast in sandigen, schmutzigen und schlammigen Wässern, in Kohlenschächten, Steinbrüchen und bei Wasserbauten. Ein Mann hebt mit den zuckerhutsörmigen Bechern, die an Ewarts zerlegbaren Treibkeiten befestigt sind, in der Stunde 7 Cbm. = 140 Centner Wasser. Da die Wasserelevatoren von Jedermann leicht und schnell auf die gewünschte größere oder kleinere Schöpftiefe abgeändert werden können, und die Becher rasch enger oder weiter zu setzen sind, so eignet sich die Vorrichtung auch zum Ent- und Bewässern landwirthschaftlicher Grundstücke. Für Brunnenwasser werden die Schöpfkästen aus starkem Eisenblech verzinnt oder gestrichen geliefert. Bortheilhafte und sichere, Kohlenlager. Da sch echt lagernde Kohlen durch Sonne und Luft starke Einbuße an ihren Brennstoffen erleiden und außerdem auch noch die Gefahr vorbanden ist, daß die Kohlen sich selbst entzünden, so seien Fabriken und Eisenbahnverwaltungen auf eine neue Art von Kohlenlager aufmerkfam gemacht, welche die Gesellschaft für Betonbau von Diß & Co. in Düsseldorf aus wasserdichten Cementbetonbehältern mit Patentwandungen, mit fei. Er zeigte uns, daß wir in unferm Mitmenschen den Bruder erkennen, der gleiche Rechte mit uns hat, daß wir besten Brod nicht zu unseren Gunsten schmälern dürfen, daß unsere heutigen Einrichtungen vielfache Umgestaltungen erfahren wüsten, daß dem beispiellosen Anwachsen colostaler Reichthümer in der Hand einer kleinen Minderheit eine Schranke gesetzt, daß der rücksichtslosen Jagd nach dem Gelde und dem herzlosen, unbegrenzten Wettbewerb, der unbekümmert um Roth und Jammer, die er im Gefolge hat, dahinrast, ein Ziel gesetzt werde — daß aber innerhalb dieser Grenzen und der Rücksicht auf die Rechte und Ansprüche, die auch unsere Mitmenschen auf ein menschenwürdiges Dasein haben, ein Wettbewerb bestehen bleiben müsse, weil dies auch ein wesentliches Mittel für den Fortschritt sei. ** Der Getreidemarkt. Träger Verkehr bei weichenden Preisen bildet zur Zeit wieder den hervorstechenden Character- zug des Getreidegeschäftes. Anregung zurBelebung von auswärts fehlten in der abgelaufenen Berichtswoche fast gänzlich, die bester klingenden Meldungen vom amerikanischen Markt sind auf den einheimischen Markt offenbar ohne Einfluß geblieben. Die Umsätze in Roggen und Hafer bewegten sich an den meisten Plätzen in sehr engen Grenzen, die Preise in beiden Artikeln zeigten hierbei gegenüber denen der Vorwoche um durchschnittlich »—Vi Mark niedrigere Notirungen- im Hafer behaupteten sich dagegen überwiegend wenigstens die vorwöchigen Notirungen. Ein merklicher Rückschritt machte sich auch in den Preisen für Spiritus bemerklich, augenscheinlich aber nur als Folge der sich auf dem Getreidemarkt zeigenden allgemeinen geschäftlichen Unlust. An der Berliner Productenbörse notirten: Weizen per 1000 Kilogramm von 134 bis 145 Mark, Roggen von 119 bis 123 Mark, Hafer von 134 bis 177 Mk., Gerste von 107 bis 180 Mk. A Mainz, 9. März. Die sich im hiesigen Untersuchungs- gcfängniß befindlichen Mordbuben, welche den siebzigjährigen Greis in Heppenheim erschlagen und beraubt haben, haben vor dem Untersuchungsrichter ein volles Geständniß abgelegt. Demnach war es nur die Absicht der beiden Thäter, den alten Mann zu berauben - da derselbe aber sein Geld unter dem Kopfkisten aufbewahrte und bei der Annäherung der beiden Räuber erwachte, versetzte ihm einer derselben, der Küferbursche Rohrbacher aus Bleichweiler in der Schweiz, mehrere tödtllche Messerstiche. Der Complice des Rohrbacher ist der aus Flonheim gebürtigte Dienstknecht Keil. Bedeutende Bettiebsersparnisse “eXln maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirthschast durch Ausstellung einer Wölfischen VocomobUe als Betriebsmaschine erzielt- Die von der rühmlichst bekannten Maschinenfabrik von N. Wolf in Magdevnrg-Bucka« seit mehr als 30 Jabren als Svecialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mitt ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsam - C ef t des Brenn material Verbrauchs, Dauerhaftigkeit und «i» stungssähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrevren den Sieg davong'.tragen. [403 vermischter. * Au8 Elsaß-Lothriugen, 6. März. Der „Metzer Ztg." zufolge wurde vor ungefähr zwei Monaten in Mülhausen ein Einjähriger des Infanterie-Regiments Nr. 142 zu vier Wochen strengem Arrest verurtheilt, weil er auf die Frage eines Vorgesetzten, ob er Reserve Offizier werden wolle, die Antwort ertheilte: Ja, wenn wir miet er französisch geworden sind. Nach Verbüßung seiner Strafe ist er nunmehr feiner Eigenschaft als E.njährig-Fi eiwilliger entkleidet und zur Ableistung einer zweijährigen Dienstpflicht dem Infanterie-Regiment Nr. 25 in Rastatt zugeführt worden. ♦ Aus Schleswig-Holstein, 5. März. Einen merkwürdigen R a ch e a c t vollführte in dem schleswigschen Kirchdorfe Wanderup ein Trunkenbold, indem er die versammelte Gemeinde mitsammt dem Pastor und dem Küster während des Gottesdienstes in . der Kirche gefangen fetzte. Der Attentäter war durch die Armencommission unter Vorsitz des Pastors auf die Liste der Trunkenbolde gesetzt worden und sann seitdem auf Rache. Als kürzlich der Fasten-Abendgottesdlenst stattfand, blieb der Kirchenschlüssel versehentlich in der Thüre stecken. Der Trunkenbold verschloß, nachdem die Kirche sich mit Andächtigen gefüllt hatte, die Kirche und ging feiner Wege. Nach Beendigung des Gottesdienstes suchten die Anwesenden den Ausgang, allein die Thüre ließ sich nicht öffnen. Unglücklicherweise waren auch noch alle Fenster mit starken Eisenstäben versehen, sodaß ein Entkommen ausgeschlossen war. Die ganze Gemeinde war gefangen. Nach vielen vergeblichen Bemühungen, ins Freie zu gelangen, versuchte man es, einen kleinen, schmächtigen Knaben durch das Eisengitter zu zwängen. Dies glückte- der Kleine erreichte glücklich den Boden und befreite die Gemeinde aus ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft. * Aulhraeitkohlen. Ein Hamburger Kaufmann, der ein größeres adeliges Gut im östlichen Schleswig gekauft, hat sich dort, da ihm das alte Herrenhaus nicht genügte, ein schloßartiges Gebäude aufführen laffen. Damit der Neubau zu Frühjahr ausgetrocknet ist und bezogen werden kann, sind dort mehrere sogen, amerikanische Oesen, Dauerbrenner, aufgestellt, welche Tag und Nacht mit Anthracitkohlen geheizt werden. Als die Hofknechte die ersten Fuhren von dem nächsten Bahnhofe geholt, war ein junger Verwalter neugierig, Ivie die Leute sich mit der Benennung dieser ihnen bis dahin unbekannten Kohlen abfinden würden. Er ging also an die Wagen heran und fragte: „Na? Wat hebbt Jt dar denn halt?" — „Dat sünd de nigen Kahlen för’t Herrenhus", war die Antwort. „Dat sünd ja lütte wunderliche Dinger", meinte der Verwalter, „wat sünd denn bet eegentli för Kahln?" — „Je, He^r", antwortete der Knecht, „dor hebt tot up den Bahnhof ok nachfragt, un de mönten fe Ante- smitenkahln! — Dat inaksche Wort hebbt wi in letzte Tid ja oftmals hört, aroer roi wüsten ni nid), wat bat eegentli weer — nu weet rot jo Bescheed!" * Das Ende des Wiener Jnnggefellenvereins. Das „Wiener Tageblatt" veröffentlicht folgende amüsante Zuschrift: „Ich mache Ihnen hiermit die ergebene Mittheilung, daß der Junggesellenverein aufgehört hat, zu bestehen. Der Verein, der einem von den Damen schmerzlich gefühlten Bedürfniß feine Entstehung verdankte, war einfach nicht lebensfähig. Seien wir ehrlich- jeder Einzelne von uns, das unwürdige Alter nicht einmal ausgenommen, hat die holde Weiblichkeit für feine Person nicht entbehrt, denn wir haben uns außerhalb des Vereins ja nicht so ängstlich von der Damenwelt Vekamrtmachmrg. Aufschrift der Postsendungen. Äer Sicherung schneller Beförderung und vestellunH der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß^jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Auffchrist die Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe fiel» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht-, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsorte-, erfolge. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0., N., NO. re.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Orlsbe- zeichnung ,Berlin"' zu vermerken. 3. Gibt e- mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung betzufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzuseben sind, ergibt sich aut dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Dost- orte*, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder RctchS-Postanftalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Retchs-Pofigebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, deffenungeachlet aber nicht alS allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Räheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bet größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der BesttmmungSoi t belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) «.], oder von Gebirgen [(Harz), (Riesengebtrge) k.J Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie [(Thüringen), (Altmark), «K.1 für den Zweck geeignet. tsenoungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch d t e j e n t a e P o ft- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremde« Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffenhe Land bez. der Landestbeil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Uebertunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und et liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anjufertigen. >005?^ Sonnt pt*.0 r ®efabr her - .9eTf® btr Mf ,l!”' «s. 'bnigtn, S-ÄS Ä*? h da lefltin oniugtböL Le ®°tywmgtbtftä W, nimm unten rechtg BiflimmungSort* erfolg *6tn tft, mifctr £ M btt Ortete ÖtttalSlR. ^iurrogaTt daden ttltibt*. Dkn,n rZKÄ gS5 **» IW -krtchttichL JJW4 ober Mlich ranama eine iufäiiAi Ä föt bk Orttaamm w M, ergibt ml x dhkllL lauitnbtx Dost. ■ buxä) taüttung vba tonn. tßtnt Scftimmimgiori pv« faungeadjiel aber n'ch! all \ Io rmpfirhll tft sich, bk it her Sendung noch brt irtlgm Btjtchmgm dgnd bei gröberen Staaten brf gttTunggbfjh! u. s. ».), b ten ist, ober auch bk SngOe Elbe), (Rhein), (Main) Lj, ilengebtrge) K.J 31(41 ainba ie [(Ihringen), (illnurf), let, sie« ohne Postanstali II Mienoch diejenige Post, 6 die Bestellung bn embunt g. bkWßliuigcrfßlgtnWL inbunfl in cinan frtmbta vmlgtt Mannten Oitro p amen noch boi betrefttw Smbung anwtxxu j M huMwM t®B xi btn ^ropVangtr wc\enUi4 men Snitttfit bei Itfaibr, b genau onjutertlgen. ignng =ts- nnd r&nchliohen l., setbtnW.. flflnuM taIS'W( ._. „terbefl * MW WW itn Bekanntmachung, Gaspreis betr. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Äenntniß, daß infolge Stodt- v.rordneten-Befchlusses vom 18. Januar d. I. für Privatabuchmer auf bin Preis für Leuchtgas folgende Rabattsätze vom 1. April 1894 ab widerruflich gewährt werden: Der Grundpreis für Leuchtgas bleibt 22 Pf. für 1 cbm und roirb darauf, wenn der Jahresverbrauch auf einem zusammenhängenden Grundstück und bei einem und demselben GaSverbrauchende« eine Größe erreicht: cbm Nachlaß von 3 pCt. von // Beträge für den Gasverbrauch sind monatlich zu entrichten und zwar zu dem GruudpreiS von 22 Pf. für 1 cbm. Nach 1 001 2 001 6 001 10 001 5 7Vt 10 cbm ff ein n » gewährt. Die bis 2 000 „ 10 000 und mehr Schluß des vom 1. April bis 1. April laufenden Geschäftsjahres wird der entsprechende Nachlaß verrechnet. Der Preis des Gafes zum Betriebe von Gaskraftmaschinen, sowie für alle übrigen, nicht der Beleuchtung dienenden Zwecke (zum Kochen, Heizen und für gewerbliche Zwecke aller Art) wird gleichfalls vom 1. April d. Js. ab, ohne Gewährung von Rabatt, oon 16 Ps. auf 15 Pf. für 1 cbm widerruflich ermäßigt, sofern ein besonderer Gasmesser hierfür ausgestellt und den weiteren, hierauf bezüglichen Bedingungen entsprochen wird, nach welchen insbesondere die für wiche Zwecke erforderlichen Gasleitungen und Veränderungen nur durch uns gefertigt werden dürfen und die GaSkraftmaschinen außer mit Gummi- deuieln noch mit Druckreglern zu versehen sind. Ferner wurde beschlossen, vom gleichen Zeitpunkte ab die monatliche Miethe für zu leihende Gasmesser zu ermäßigen, wie folgt: für 3-flammige Gasmesser von 35 Pf. auf 25 Pf. * 5» „ „ „ 50 „ „ 40 „ n 70= „ t/ „ 70 „ „ 60 „ ,/ 20- „ , ,, 85 „ „ 70 , Gießen, 26. Februar 1894. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 1676 Otto Bergen. Bekanntmachung. Ermäßigung des Wasserpreises betr. Wir machen hierdurch schon jetzt bekannt, daß in der Stadtverord- „eten Versammlung vom 18. Januar ds. Js. beschlossen worden ist, vom ■ • Ccfobcr 1894 ab, foferne bis dahin — wie zu erwarten — die Einführung der Quellwasserleitung von Queckborn in das Stadtrohrnetz zum Gebrauche fertiggestellt ist, widerruflich den Preis für 1 cbm Wasser von 30 Pf. zunächst auf 25 Pf. herabzusetzen. Die Miudcftbcträge des jährlichen Verbrauchs bleiben dagegen tie elbtn, wie feit 1. April 1891 festgesetzt, nämlich: für ein Gebäude von 1 Famil'e bewohnt Mk. 15.— „ „ „ n 2 Famllien „ „ 25.— „ „ „3 und mehr Familien bewohnt Mk. 35.—. Familien, welche kein Wasser beziehen, werden dabei nicht gerechnet. Bezüglich der Wassermessermicthe bleibt gleichfalls die seit April 1891 stattgehabte — hier wiederholte — Festsetzung in Kraft: Der Wassermesser, nach dessen Angabe die Berechnung des Wasserverbrauchs stattfindet, wird dem Abnehmer vom Wasserwerk unentgeltlich geliehen. — Für sog. Controll e-Wassermesser ist jedoch, je nach Deren Größe, nach wie vor Miethe zu zahlen. — Hauptwassermesser man 50 mm und mehr Durchflußweite sind von den Abnehmern auf eigene Kosten anzuschaffen und zu unterhalten. Gießen, 26. Februar 1894. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 1677 Otto Bergen. Bekanntmachung. Das Hebregistcr pro 1894 liegt bei dem Unterzeichneten für jeden Interessenten 8 Tage zur Einsicht- offen und können nach Ablauf dieser vrift spätere Reclamationen nicht mehr berücksichtigt werden. Gießen, den 9. März 1894. Der Vorstand der israelitischen ReligionSgrsellschast. 2098] A. Marcus. Oster-Ausstellung. _• 2101 Die auf das Reichhaltigste mit Hasen und Eiern von Chocolade, Marcipan, Zucker und Bisquit assortirte Oster-Ausstellung ist eröffnet und lade zu deren recht zahlreichem Besuche ergebenst ein. H. Hettler Conditor. Tapeten die neuesten und schönsten Muster in reichhaltigster Auswahl zu billigsten Preisen, sowie Reste für jede Zimmergröße bedeutend unter dem früheren Hreise empfiehlt 1878 Heinrich Hochstätten, Lchloßgasse 19. Ladung. Julius Stern, geboren zu Bel- ersheim, Kreis Gießen, am 24.Januar 1867, zuletzt wohnhaft in Hungen, Handelsmann, Jsraelite, wird be- chuldigt, ohne Erlaubniß ausgcwan- )trt zu sein. Utbertretung gegen § 360 3lo. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Dienstag den 8. Mai 1894, Vormittags 10 Uhr vor das Großherzogliche Schöffengericht Hungen zur Hauptoerhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach S 472 der Strafproceßordnung von dem Großherzoglichen Bezirks«Corn« manbo zu Gießen ausgestellten Er« lärung vemrtheilt werden. Gießen, den 24. Februar 1894. Der Großherzogliche Amtsanwalt. __Wiener.______2113 Holzversteigerung. Montag den 12. März I. I., von Vormittags 9 Uhr an, kommt im Reiskirchener Gemeindewald im District Buchwald nachoerzeichnetes Holz zur Versteigerung. 100 Eichen-Stämme mit 27,52 fm Inhalt, 46 Nad. l-Stämme mit 14,16 fm Inhalt, 4 Etchen-Derbstangen mit 0,30 fm Inhalt, 66 Nadel'Derbstangen mit 5,13 fm Inhalt. 100 rm Buchen-Knüppel, 90 „ Buchen-Scheiter, 3000 Buchen Wellen, 40 rm Buchen-Stöcke. Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz des Vormittags zur Versteigerung kommt. Reiskirchen, den 7. März 1894. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 2088______Wagner._________ Die Kantine des 2. Bataillons oll verpachtet werden. Bewerber erhalten bis zum 15. ds. Mts. wochentäglich Mittags 12 Uhr nähere Auskunft in der Zeughauskaserne Stube Nr. 19. [2094 Die Kantinen-Commission bcö 2 Btls Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm Zicikgebotenes. 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ES scheint, daß die Abberufung des französischen Gesandten in Lissabon doch nicht etndruckSlos geblieben ist. Griechen lagen matt trotz der schönen Worte, welche der Ministerpräsident Trikupis immer wieder an die Gläubiger verschwendet. Die österreichische Goldrente erlitt eine kleine Einbuße, da in Erwartung der angekündtgten Emission speculative Abgaben ausgeführt wurden. Durch die Miquel'sche Erklärung im Landtage, daß tot Laufe dieses Jahres keine neue preußische Anleihe nöthig sei, nahm das Geschäft in deutschen Renten vorübergehend einen recht lebhaften Cha- racter an, doch konnten sich die Eourse nicht auf ihrem höchsten Stand behaupten. Bankactten bewegten sich im Anfang der Woche im scharfen Tempo nach oben, büßten nachher durch die stattfindenden Realisationen wieder einen Theil ihre» Gewinnes ein; immerhin schließen aber die deutschen Actten noch wesentlich üb« dem vorwöchentlichen Niveau, während die österreichischen unter dasselbe zurück- gegangen sind, da auch das Heimathland niedrigere Notirungen dafür sandte. Der Wiener Markt ist mit Localwerthen sehr stark überladen und dadurch für jeden ungünstigen Einfluß äußerst empfindlich geworden. So wenig glaubwürdig das Gerücht, daß der Exkönig Milan zum Generalissimus der serbischen Armee ernannt worden sei, bei seinem Auftauchen war, benützte man es doch in Wien als Vorwand, den Eours von Creditactten um 2 fl. herabzusetzen. Nur für seine Etsenbahnactten bekundete Wien fortwährend gute Meinung, da der österreichische Handelsmintster allen Anzeichen nach die Verstaatlichung der Nordwest-, Elbthal- und Reichenberg Pardubttzer Bahn in Angriff nehmen will. Die Actten dieser drei Linien erfuhren daraufhin Steigerungen von 6—8 fl. Auch von der Verstaatlichung der Staatsbahn war viel die Rede, und obgleich sich die Angaben bis jetzt nicht bewahrheitet haben, so p ofitirten die Actten doch 8 fl. davon. Der Enthusiasmus für die östlichen deutschen Bahnen bat sich etwas abgekühlt. Werrabayn sind 4 Procent höher infolge größerer Mehreinnahmen. In dm schweizerischen Transportwerthen vollzogen sich beträchtliche speculative Käufe, für Gotthardt-Actim soll Wien anhaltend Interesse zeigen. Auf dem Montanmarkt war die Stimmung nicht einheitlich. Wahrm» Bochumer 2 Procent niedriger sind, haben Laura ebensoviel gewonnen. Kohlmactim wurden höher bezahlt, da der Bericht des Kohlensyndicats befriedigenden Eindruck gemacht hat. Der Geldstand hat sich nur wenig verändert. Nkueu.gkbki«lchtkMasen als: Breaks, vier-, sechs- und achtsitzige Halbverdecke, Landauer und Selbstfahrer in Auswahl bei [803 Fr. Grauer, Wagenschmied, Butzbach. se/o BuderuS-Obligat. 1105.- 1105.10 Eourse der Frankfurter Börse. eUxrtiettitiOetu 7b] In meinem'tteubau, Ltetnnratze ll». nächst der Nordanlage, ist der zweite Stock mtt 5 Zimmern und allen Bequemlich, feiten, per sofort zu oermiethen. «Ude» Euter, Steinstraße 7, n 30/0 Sächsische Rmte. .