1894 Mittwoch den 10. October Aints- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. chralisöeikage: Gießener Kamitienökätter. 2lmtiid?er Theil t bringen. v. Gagern. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießen, den 1. October 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. für tauglich befunden worden, als Gemeindezuchtstiere Der. wendet zu werden. Nr. 237 Erstes Blatt vierteljähriger Avounementspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Ditrch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchurstraßeIr.7. Fernsprecher 51. Deutsches Reich. Berlin, 8. October. Die Frage der Bekämpfung der Umsturzbestrebungen foü den Hauptinhalt des Vortrages gebildet haben, welchen der Reichskanzler Graf Caprivi dem Kaiser vergangene Woche in Schloß Hubertusstock gehalten hat. Inwieweit die betreffenden Maßnahmen, welche hierbei der verantwortliche Leiter der Reichspolitik muthmahlich in Vorschlag gebracht hat, von dem Monarchen gebilligt worden sind, wird sich nun wohl bald zeigen. Denn Ende dieser Woche bereits wird sich daö preußische Staats- ministertum, wie weiter verlautet, mit der Sache beschäftigen und nachher dürften die zu erwartenden Entwürfe endlich die letzte Reife erhalten. Auch der preußische Ministerpräsident Graf Eulenburg wurde für diesen Dienstag oder Mittwoch zum Vortrag vom Kaiser in Schloß Hubertusstock erwartet. — Die kürzlich im Retchsamr des Innern von Regierungsvertretern und Sachverständigen gepflogenen Beratungen in Betreff des unlauteren Wettbewerbes sollen im Allgemeinen eine Verständigung über die geplanten gesetzgeberischen Maßregeln gegen die illoyale GeschäftScon- currenz ergeben haben. Man wird wohl annehmen dürfen, daß nunmehr der in seinen Grundzügen angeblich schon festgestellte Gesetzentwurf zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes umgehend zur vollständigen Ausarbeitung gelangt und daß er alsdann auch ungesäumt der Oeffentlichkeit zur Beurtheilung übergeben wird. Inwieweit die spärlichen osficiösen Mittheilungen über die Ergebnisse der im Reichs- amte des Innern stattgehabten Conferenz zutreffend sind, muß allerdings noch dahingestellt bleiben- jedenfalls läßt sich aus besagten Mittheilungen noch kein abgerundetes Bild von der künftigen Vorlage, betr. die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, gewinnen. — Die nächste Zeit wird zwei Reichstagsersatz- Sichmer Anzeiger Gmeral-Wnzeiger. Der chltßeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montag-. Die Gießener AamtlienvrLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grohh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Soweit Ihre Gemeinden von vorstehender Bekannt- , machung berührt werden, beauftragen wir Sie, solche auf ortsübliche Weise zur Kenntniß der Gemeindeangehörigen zu wählen bringen, diejenigen in Osterburg-Stendal und im zweiten anhaltinischen Wahlkreise Bernburg- Cöthen. Beide Nachwahlen sind durch die AmtSbesörde- rung der bisherigen Inhaber der in Rede stehenden Mandate nöthig geworden, da die letzteren in Folge dessen erloschen sind. Osterburg-Stendal ist ein alter parlamentarischer Sitz der Conservativen, immerhin waren daselbst bei den allgemeinen Reichstagswahlen vom Jahre 1893 bedeutende freisinnige und socialdemokratifche Minderheiten hervorgetreten, die Möglichkeit einer engeren Entscheidung bei der Osterburger Nachwahl ist also keineswegs ausgeschlossen. Ganz zweifellos wird aber die Reichstagsersatzwahl in Bernburg Cothen eine Stichwahl zeitigen, denn vier Candidaten stehen sich hier gegenüber, der bisherige nationalltberale Vertreter, Professor Di. Friedberg-Halle, ein freisinniger Caudidat, ein soc.aldemokratischer Candidat und ein Vertreter oer sogen. Mittelstandspartei. Voraussichtlich kommt eß zur Stichwahl zwischen dem Nationalliberalen und dem Sozialdemokraten, deren Ausgang sich indeffen jetzt noch durchaus nicht mit Sicherheit beurtheilen läßt. — JmProcesse gegen die Angeklagten im Antonienhütte n - K r a w a l l ist vom Schwurgericht zu Beuthen O./Schl. am Sonnabend daß Urtheil gesprochen worden. Dassttbe lautet gegen 21 Angeklagte, worunter 3 Frauen, auf Ge- fängnißstrasen von 2 Jahren an bis herab zu 1 Monat. 31 Angeklagte wurden freigesprochen. — Zum Schutze der Fremden in China find dem Vernehmen nach umfassende gemeinsame Maßnahmen der Mächte geplant. Es schweben in dieser Richtung zwischen Deutschland, England, Frankreich, Rußland, Italien und Nordamerika Verhandlungen, welche die baldige Erzielung eineß Einverständnisses erwarten lasten. Je eher gemeinsame Schritte der Mächte zum Schutze ihrer Untertanen in China erfolgen, desto bester ist dies natürlich, denn die Lage der Bekanntmachung, die auswärtigen Zahltage der Kreiskaste betreffend. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der Kreiskasterechner vom 1. d. Mts. an monatlich nur noch je einen Zahltag und zwar: 1. in Grünberg am ersten Mittwoch jeben Monats, 2. in Hungen und Lich am ersten Montag jeden Monats, abhalten wird. Gießen, am 8. October 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, am 8. October 1894. Betr.: Wie oben. Bekanntmachung, betreffend die Ernennung von Amtstaxatoren und deren Stellvertretern in Wildschadensangelegenheiten. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß an Stelle des verstorbenen Gr. Bürgermeisters Walz zu Lich der Gr. Bürgermeister Görlach zu Eberstadt zum Amtstaxator im III. Wildschadensbezirk und der Gr. Bürgermeister Kuhl zu Dorf-Gill zu dessen Stellvertreter ernannt worden ist. Wildschadensklage ist stets bei dem Amtstaxator des betr. Bezirks zu erheben. Gießen, ben*5. Dclober 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. Betreffenb: Die Faselschau zu Gießen im Herbst 1894. Bei der am 26. September l. I. zu Gießen abge- haltenen Faselschau sind, die nachstehend verzeichneten Fasel Ordn. Nr. | Eigenthümer. Aasel. _____ Bemerkungen Namen Wohnort R»,s- Alter Farbe Körper- deschaffen- heti Geiund- hettS- und Näbrzustand 5 1 : 2 - 3 i 5 Evert). Huber Gg. Schmand V. Hrch. Wack I. Keßler VI. Erben Friedr. Weller Leppermühle Watzenborn Hochelheim Großen-Linden Atzbach Srmmentt. Bag. Vogelsberger Vogelsberger Vogelsberger Vogelsberger Bast. !*/< Jahr 1'/. Jahr 2 Jahre 17 Monat 23 Monat gelv unD weiß braunroth gelb und roth braun braun gut genügend genügend genügend genügend gui gut gut gut gut Angetoil Angekört Angekört Angekört Angekört Fenilleton. Welche Bedeutung hat die theoretische Ausbildung für den Gewerbestand? (Schluß.) Es entsteht nun die Frage: Wie kann es möglich werden, daß der Handwerkerstand — eine gewichtige Säule des heutigen StaatSlebens — sich wieder thatkräfiig und erfolgreich beleben, wieder den ihm gebührenden Standpunkt einnehmenkann? Wir kben bekanntlich im Zeitalter des Dampfes und werden dem Zeitalter der Electricität nicht mehr allzu ferne stehen- aber auch im Zeitalter der populären Wissenschaften befinden wir uns, wie noch nie ein Volk vor uns.sH^^^Mu-M Insbesondere sind es die Errungenschaften auf dem Gebiete der Naturwiffenschaft, welche in den Dienst der Arbeit gestellt werden und nicht mehr wie früher engherzig im Kreise der Gelehrten — vielfach sogar nur in aller Stille — verbleiben mußten. Daß neunzehnte Jahrhundert hat in seiner Eile so manchen alten Zopf abgeschnitten, so manche traditionelle Anschauung verbannt und dem Einzelnen freiere geistige Kraft und Arbeit zugestanden. Hierdurch sind aber die Anfo.derungen des Lebens an den Einzelnen auch bedeutend größere, sowohl in practischer, wie theoretischer Hinsicht geworden. Mit einfacher Handfertigkeit kommt der Handwerksmeister heute nicht mehr allein vorwärts- schlier-t sich derselbe der Zeit nicht gebührend an, so wird ihn diese Zeit einfach über den Haufen rennen. Das Handwerk muß eben anders ausgebildet werden, als dies früher geschah und theilweise noch jetzt geschieht- eß muß die Losung allgemein werden: „Praxis und Theorie". Erst bann, wenn diese Anschauung zur allgemeinen geworden sein wird, ist die ersehnte Befferung der Verhältniffe des Handwerkerstandes zu erhoffen. Diese wirthschaftliche Ve.bindung practischer Fertigkeiten mit theoretischem Wiffen kann aber wiederum Ersprießliches nur dann hervorbringen, wenn als Verbindungsschnur die Praxis selbst sich macht. Es wird auf diese Weise die niedere Thätigkeit im Handwerk zu idealer Leistungsfähigkeit sich ent* wickeln und das ethische Bewußtsein — das Pflichtgefühl — wird durch die theoretische Erziehung stärkeren Ausdruck gewinnen - es wird das Pflichtgefühl ganz allein die richtigen Bahnen zeigen, auf denen die Befriedigung im Berufe — in sich selbst — und nicht in der Beihilfe anderer Menschen ge- fanden werden kann. Wenn es im Handwerk erst so aussehen wird, dann ist auch die Zeit nicht allzu ferne, wo der Ausruf:, „wer will heute noch ein Handwerk lernen", illusorisch geworden sein wird. Eltern und Jünglinge werden am Handwerk wieder Gefallen finden - es werden dem Handwerk wieder befähigtere Jünglinge zugeführt und die oft falschen Anschauungen: meine Söhne müssen sich zu Wissenschaftlern ausbilden, immer mehr verdrängt werden. Um aber diese neue Bahn mit Erfolg zu betreten, muß die Werkstatt gute Vorbilder zeigen- der Jüngling muß bei Zeiten daran gewöhnt werden, daß das Pflichtgefühl — insbesondere Fleiß und Ausdauer im Berufe — nur allein die Meisterschaft erbringen kann. In den gewerblichen Lehranstalten ist die Verbindung zwischen Schule und Werkstatt durch die Lehrmethode ganz besonders zum Ausdruck zu bringen und die erforderliche Begeisterung für den Beruf in geeigneter Form zu pflegen. Die Aufnahme eines Lehrlings in eine Werkstatt muß abhängig gemacht werden von der Aufnahme in die Schule, und daß Verbleiben in der Werkstatt von den Resultaten in dieser, wie in der Schule. In einer derartig aufgebauten Werkstatt werden nach und nach alle Klagen heutiger Art verstummen- Respect und Ansehen werden wieder Einkehr halten in den Stätten deß BürgerthumS. Die Aufgabe der gewerblichen Lehranstalten mutz es nun fein, den Lehrstoff dergestalt zu behandeln, daß der practifche Werth, beziehentlich die practifche Verwendung desselben, in erster Linie ins Auge gefaßt und jede hier uu- nöthige langatmige Beweisführung von feststehenden Lehr- sätzen vermieden, sondern nur in kurzer Form die Richtigkeit derselben erklärt wird. Ein tieferes Eindringen und schließ- lich doch nur ein Auswendiglernen, würde in das rein wissenschaftliche Gebiet führen, wozu aber hier zweifellos die Zeit fehlt und eher Nachtheil als Vorthetl bringen würde. Werden z. B. die Lehrsätze und Beweisführungen an praktischen Gegenständen behandelt, so wird daß richtige Verständniß wie die paffende Anwendung dem Schüler schneller den Werth einer solchen Lernthätigkeit vor Augen sühren, und maß die Hauptsache ist: der Geist wird nicht unnöthig maltratirt, zumal derselbe für andere Zweige — das Zeichnen tm Allgemeinen wie im Speciellen — kräftig erhalten bleiben mutz. Da das Zeichnen im Sinne practischer Verwerthung alß eine Reproduktion vorausgegangener geistiger Thätigkeit an- zusehen ist, und im praktischen Leben dergleichen geistige Thätigkeiten erst den richtigen Werth erhalten, wenn diese Reproduktion, oder die Kenntniß: daß Gedachte für das Auge festzuhalten, geläufig angewendet werden kann, so erklärt sich, daß für den gewerblichen Unterricht das Zeichnen obenan stehen muß. , Um aber daß Zeichnen als vortheilhaftes Hilfsmittel zur Reproduktion geistiger Thätigkeit im gegebenen Falle aawendeu zu können, ist daß gründliche Erlernen desselben ein Haupt- bedingniß. Nachdem die Elemente: das Freihand- und Ornament- zeichnen, Projectionszeichneu, Schattenzeichnen und Perspectiv- Europäischen und nordamcrikanischen Staatsangehörigen in China scheint sich von Woche zu Woche zu verschlimmern. Die chinesische Regierung aber ist offenbar nicht mehr im Stande, die Fremden gegen Ausschreitungen feiten» der erregten Bevölkerungömasfen zu schlitzen, ganz abgesehen davon, daß die chinesischen Behörden selber vielfach eine feindselige Stellung gegen die Fremden einnehmen. Nerrefte 2Iad?ric^ieit» Wolff« telegraphische« Lorrespondcnz-Bureau. Berlin, 8. October. Wie verlautet, tritt der Colo« nialrath am 18. b. Mtd. zusammen. Es werden ihm die Etats der Schutzgebiete vorgelegt werden. Ferner soll über die Ausdehnung der Woermann-Linie bis Deutsch-SUdwest- afrtka, über telegraphische Verbindung des Schutzgebiets mit Deutschland, den Ausbau der Swakop-Müudung und die Herstellung einer Eisenbahnlinie in Deutsch-Ostafrika berathen werden. Breslau, 8. October. Die Grenzsperre bei MyS- lvwttz ist gestern aufgehoben worden, der Grenzübcr- gang auS Oesterreich wurde gestern für den Verkehr eröffnet. Rom, 8. October. Baccellt sprach sich in einem Jnterwiev mit dem Redacteur der „Italic" rescrvirt über die Bedeutung deS Heilserums zur Bekämpfung der DtphtheritiS aus und widerrtcth einer allgemeinen Anwendung des Mittels, so lange noch die Versuche fortdauern. Paris, 8. October. Gutem Vernehmen nach erfolgte die Entsendung von vier französischen KriegSschisfen nach China infolge Einvernehmens zwischen den bctheiligten Mächten. Rive de Gier, 8. October. Bet einem gestern Abend in einem Cafshauie auö unerheblicher Ursache entstandenen Streite zwischen französischen und italienischen Arbeitern wurden fünf Arbeiter verwundet, darunter drei schwer. Fünf Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Staatsanwaltschaft wurde benachrichtigt. London, 8. October. DaS Bureau Reuter erfährt, die heutige Rückkehr Roseberys nach London sei ohne jrdc politische Bedeutung. Rosebery kam nur aus der Durch- reise nach seinem Landsitze bei Epson hierher. DeveichUt ve« JÖurean ,X>croIL*. Berlin, 8. October. Der Ministerpräsident Graf Eulenburg ist heute zum Besuche des Kaisers nach Hubertusstock gefahren. Derselbe trifft morgen wieder in Berlin ein. Berlin, 8. October. Der Kaiser wird am Samstag den 13. d. Mis. von Friesack, wohin derselbe sich von HubertuSstock bezw. Eberswalde früh begibt, um daselbst der Enthüllung des Denkmals für Kurfürst Friedrich I. beizu- wohnen, in den ersten Nachmittagsstvnden in Berlin wieder eintreffen, bis Abends im Königlichen Schlosse Hierselbst verweilen, später das Opernhaus mit der Kaiserin besuchen und um 9 Uhr 40 Mtn. Abends von hier nach Frtedrtchshos zum Besuche der Kaiserin Friedrich abretsen. Berlin, 8. October. Zur Erinnerung an den Besuch de« Fürsten BiSmarck beim Kaiser in Berlin erhielten die Soldaten der ersten Compagnie deS zweiten Garde-RegimentS je ein Bild Bismarcks mit der Unterschrift: „Zur Erinnerung an die Ehrenwache des 26. 1. 1894." Berlin. 8. October. Wie wir auS bester Quelle erfahren, har drr Reichskanzler in der Audienz beim Kaiser in HubertuSstock sich bereit erklärt, dem Reichstage eine Novelle zum Strafgesetzbuch vorzulegen, welche einzelne Bestimmungen deS gemeinen Rechts in der Richtung amendtrt, daß der Umsturzbewegung schärfer entgegengetreten werden kann. Als Einzelheit wurde uns angeführt, daß eine Bestimmung der Novelle dahin zielt, unmündigen jungen Leuten den Besuch von politischen Versammlungen zu verbieten. ES wurde unS versichert, daß der Reichstag, falls er die Regierungsvorlage verwirft und gleichzeitig cS ablehnt, auS feiner Mitte einen Ersatz zu bieten, aufgelöst werden soll. Berlin, 8. October. Zwischen der deutschen und der dänischen Telegraphenverwaltung werden augenblicklich Verhandlungen geführt über die Errichtung einer Telephonverbindung zwischen Kopenhagen-Berlin über Odense, zeichnen ?c. gründlich erlernt worden sind, muß unverzüglich zum Entwerfen und Scizziren von Constructionen und Formen, wie solche durch das bezügliche Fach geboten erscheinen, ver- geschritten werden, hm die nöthtge Uebung zu erlangen, einen Gedanken rasch auf Papier zu reproduciren. Alles Copiren von Vorlagen in verjüngtem oder ber- größertem Maßstabe ist nutzlose Zeitverschwendung- eS schläfert den Geist ein, anstatt denselben frei zu machen. Wenn zwar Zeichnungen von selbstschöpferischer Hand gefertigt nicht als Glanzstücke einer Ausstellung angesehen werden können, so ist aber damit nicht viel verloren, wohl aber gewonnen ist damit viel, wenn aus der Zeichnung zu erkennen ist, daß der Verfertiger daS richtige Verständntß zur Lösung der ihm gestellten Aufgabe besessen hat. Auch hier gilt der Grundsatz: Zett ist Geld. Es muß deßhalb vorerst mehr Gewicht auf den practischen Werth der Zeichnung, als auf da« Aussehen derselben gelegt werden. Bekanntlich macht in allen Dingen nur die Uebung den Meister, und so wird die Staffage einer Zeichnung — die geschmackvolle Ausstattung — sich nebenbei ganz allein heraus- bilden. Daß natürlich der fortwährende Hinweis auf das Wohlgefällige einer Zeichnung, welche Sauberkeit, Correctheit und Proportion zeigt, nicht außer Auge gelassen werden darf, ist selbstverständlich. Eine Unterlassung in dieser Richtung würde die ethische, die erzieherische Seite lahm legen. Der erste und wichtigste Zweck gewerblicher Lehranstalten ist aber ohne Zweifel derjenige: den Schüler zum selbständigen Denken und Handeln zu erziehen, denn jede Halbbildung ist ein Nachtheil für den Einzelnen wie für die Gesammtheit. Nur allein durch Ausbildung deS jungen Mannes zur Kolding und Hamburg. Ein Gespräch zwischen Kopenhagen und Berlin soll 4 Kronen (4.50 Mk.) kosten. Im dänischen Budget für das nächste Jahr werden zur Anlage der Telephon- leitung 217 000 Kronen verlangt. Wiesbaden. 8. October. Der „Wiesbadener General- Anzeiger" bringt folgende Meldung: Gestern tagte im „Neuen Nathhause" der Ausschuß der „Freien Vereinigung von Krankenkassen im Regierungsbezirk Wiesbaden." Es wurde beschlossen, eine Einladung zur Gründung einer Vereinigung sämmtlicher deutschen Kcankenkassenvcrbände ergehen zu lassen und zwar soll die constituirende Versammlung in Frankfurt a. M. stattfinden. Krankenkaffenverbände bestehen bis jetzt in Sachsen, Hessen, Baden, Bayern, Württemberg, Elsaß-Lothringen, Thüringen, Schleswig-Holstein und im Regierungsbezirk Wiesbaden. Die Tagesordnung ist vorläufig wie folgt festgesetzt: 1) Antrag des Ausschusses der Freien Vereinigung von Krankenkassen im Regierungsbezirk Wiesbaden zwecks Gründung eines Verbandes von Krankenkassen im Deutschen Reiche- 2) Antrag desselben Ausschusses, die Versammlung wolle beschließen, bei der Reichsregierung vorstellig zu werden, daß die Fürsorge sür durch Unfall erkrankte Kassenmitglieder vom Beginn der 7. Woche nach dem Unfall auf die Berussgenosseuschaft übergehe. 3) Antrag desselben Ausschusses betreffend Eingabe an die Reichsregierung um Herabsetzung der Rücklagen in den Reservefonds der Krankenkassen von 10 pCt. auf 5 pCt. der Beiträge. 4) Antrag desselben Ausschusses, die Versammlung wolle beschließen, bei der Reichsregierung dahin vorstellig zu werden, daß Verträge, welche von Krankenkassen und Krankenkassen- Verbänden abgeschlossen werden, stempelfrei sind. Eisenach, 8. Oclober. Auf dem antisemitischen Parteitage kam nach achtstündigen stürmischen Verhandlungen, aus denen 150 Delegirte aus ganz Deutschland theilnahmen, eine Einigung zu Stande unter dem Namen „Deutschsociale Reformpartei". Ahlwardt wurde als Hospitant zugelaffen. Augsburg. 8. October. Heute Nachmittag starb hier der Bischof Dinke l. Rom. 8. October. Wegen eines auf dem Fenster des Polizeipalastes Vorgefundenen Explosivkörpers mit brennender Lunte wurden von der Polizei mehrere verdächtige Personen in Hast genommen. Mailand, 8. October. Bei einer heute Nacht hier gehaltenen Anarchistenrazzia wurden gegen 30 Personen verhaftet. Paris, 8. October. Im Tivolisaale fand gestern Abend ein großes Meeting der Eisenbahnbeamten statt- an demselben nahmen sämmtliche Delegirte des Congresses Theil. Delegirter van Cools, Führer der holländischen Socialisten, hielt eine revolutionäre Rede, in der er behauptete, daß die Elscnbahngesellschaftcn die Syndicate zerstören wollen, weil sie dieselben fürchten- die Gesellschaften haben daS Geld, die Syndicate verfüge« über die Arbeiter. Die Zeit ist aber nicht mehr fern, wo die vereinigten Arbeiter der ganzen Welt revolttren werde«, um die Capiralisten auszurotten. Die Rede wurde mit Beifallsrufen aufgenommen. Sodann nahm das Meeting die Tagesordnung an. Die Theilnehmer der fremden Nationen werden wegen ihrer muthigen Haltung beglückwünscht. Loudon. 8. October. Die hiesigen Blätter veröffentlichen Telegramme aus Shangai, wonach drei leichte Geschütze und 4000 Gewehre in Tokau von aus Hamburg kommende« Schiffen ausgeladen worden sind. — Prinz Kung, Mitleiter der Kriegsoperationen, beschäftigt sich gegenwärtig mit VertheidigungSwerken in der Nähe von Peking. Derselbe steht in beständigem telegraphischem Verkehr mit Li'Hung-Tschang, welcher in Tientsin weilt und an Kung 8000 Soldaten abgesandt hat. — Unter den chinesischen Generälen sind bedenkliche Streitigkeiten ausgebrochen. — Die japanische Armee ist noch immer unter bester Disciplin und gewinnt tagtäglich mehr Sympathie bei der koreanische« Bevölkerung. — Ein französisches Admiralschiff ist in den chinesischen Gewässern eingetroffen. London, 8. October. „Standard" bringt ein Telegramm, nach welchem der Oberbefehlshaber der japanischen Armee, Prinz Uamagata, im Namen seiner Regierung dem Selbständigkeit wird die Freude im Berufe geweckt und die Brücke für eine vortheilhaftc Zukunft geschlagen. Ganz auffällig läßt sich beobachten, wie derartig ausgebildete Schüler allen jugendlichen Unarten abgeneigt sind und immer nur das Bestreben zeigen, daS Lernen gründlich zu pflegen. ES ist eine Freude, die ethische Entwickelung des Schülers so recht auS der den Geist befriedigenden Lehrmethode entfalten zu sehe«. Wenn schließlich die Handwerksmeister durch öfteren Besuch des Unterrichts ihr lebhaftes Interesse bekunden und in speciell practischen Fragen belehrend mitthätig sein wollten, so kann an einer Besserung im Handwerk nicht mehr gezweifelt werden- eß wird sich daS Handwerk wieder auf diejenige Höhe schwinge«, auf welcher es unter anderen Formen in früheren Zeiten gestanden hat- cs wird sich mit der Gegenwart auS- söhnen, sich dieser wie der Zukunft entsprechend auschließen lernen und endlich stolz darauf werden, sich zum Theil selbst geholfen zu haben. ES wetteifern Staat, Gemeinden und Vereine, in ethischer und finanzieller Hinsicht dem Handwerk die nöthige Beihilfe zu leisten. Ist eß doch vornehmlich Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe, welche sich des Handwerks in jeder Beziehung bereitwilligst annimmt und belehrend eingreift, wenn eß sich um die theoretische Ausbildung oder um Fortschritte auf dem Gebiete der Technik handelt. Wird all daß Dargebotene richtig benutzt und vortheil- haft verwendet, so kann es nicht außbleiben, daß das Hand- werk wieder erblühen und erstarken muß zur eigenen Freude, wie zum Wohle und Segen des Staats- und Gemeinwesen«. Darum ein Glückauf der Zukunft des Handwerks I diplomatischen Corps mitgetheilt hat, daß er im Falle der Einnahme Peking« seinen Truppen nicht die Erlaubniß zur Plünderung der Stadt geben werde. Athen, 9. October. Die Offiziere, welche wegen der Ausschreitungen gegen die Zeitung „Akropolis" unter Anklage standen, sind sämmtlich freigesprochen worden. Petersburg, 8. October. I« allen orthodoxen Kirchen werden Gebete für die Wiedergen esung des Czaren abgehalten. Petersburg, 8. October. Da Seitens der Aerzte ein längerer Aufenthalt des Czaren im Süden durchaus für nothwendig betrachtet wird und dem Kaiser vorläufig alle geistigen Arbeiten ferngehalten werden müssen, sieht man einer baldigen kaiserlichen Verfügung entgegen, worin der Großfürst- Thronfolger mit der Regentschaft betraut wird. CocäU* und pvovinztevles Gießen, den 9. October 1894. ** Ordens Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigstgeruht, am 29. September dem Vorsitzenden des Ortsgewerbevereins zu Bingen Jakob Weyl von da und dem Vorsitzenden des Aufsichtsraths der erweiterten Handwerkerschule zu Bingen Joseph Choquet daselbst daS silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, am 3. October dem Gesangverein „Melo- manen" zu Darmstadt die silberne Medaille für Kunst, Wissenschaft, Industrie und Landwirthschaft zu verleihen. * * Provinzialansschuß-Sitzung. Samstag den 13. October d. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude dahier eine Öffentliche Sitzung des ProvinzialausschusseS der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhaildlung gelangen: 1. Antrag des Grobherzoglichen Kreisamts Schotten auf Entziehung der Berechtigung der frühere« Gemeindehebamme Fiedler zu Breungeshain zur Ausübung deS Hebammengewerbes. 2. Reclamation gegen die Wahl eineß Bürgermeisters zu Ulfa. * * Tagesordnung sür die Sitzung der Stadtverordneten-Ver- i sammlung Donnersta g de« 11. October 1894, Nach- < mittag« 4 U h r. 1. Abhör der Löber'schen StistSrechnung für 1893/94. 2. Voranschlag der Löber'schen (Stiftung für 1894/95. 3. die Abhör der Rechnung der Plvck'schen Stiftung für 1893/94. 4. die Festsetzung des Voranschlags der ' Plock'sche« Stiftung für 1894/95. 5. RechnungSergebniß des Gas- und Wasserwerks für 1893/94. 6. Herstellungen an der Licherstraße. 7. Herstellungen an der Krofdorferstraße. 8. Chaussirung des Aulwegs zwischen verlängerter Liebigstraße und Leihgesternerweg. 9. Ausbau der Schützenstraße. 10. Geradelegung der Wieseck- hier: Plan und Voranschlag. 11. Gesuch des Eisvereins Giebcn wegen Benutzung der städtischen Wiesen hinter den Eichen. 12. Verbindung zwischen der Franksurterstraße und den Bahnhöfen- hier: Aufstellung von Placatftöcken. 13. Gesuch von Bewohnern der Nord- anlage wegen Wafferabführung. 14. das Local der staatlichen Metalleiche- hier: Vertrag. 15. die Löhne sür Wald- Cultur- und Wcgbau-Arbeiten. 16. Wanderausstellung der deutschen Lalchwirthschasts-Gesellschaft zu Köln irn Jahre 1895. 17. Anschaffungen für das Schlachthaus und die Fleischbeschau. 18. Gesuch des Gerhard Bötz um Concession zum Branntwein- Verkauf über die Straße im Hause Neuenbäue 17. 19. desgl. des Georg Hebstreit um Concessionsertheilung zum Branntweinaußschank irn Hause Wahlthorstraße 46. * * Ernannt wurde am 29. September der Gerichtsschreiber-Aspirant Karl Plock in Gießen zum Hilfsgerichts- schreiber bei dem Amtsgericht Gießen mit Wirkung vom 1. October 1894. * * Kirchliche Dienstnachricht. Dem Pfarrer Friedrich Möller zu Lmdyeim wurde die erledigte Pfarrstelle zu Messel im Dccauat Darmstadt übertragen. * * Baurath Wallot wurde, wie die „Frkf. Ztg." aus Berlin meldet, nach Besichtigung des ReichStagsbaues durch den Architecte« - Verein feierlich zum einzigen Ehrenmitgliede genannten Vereins proclamirt. • ** Die böse Angewohnheit mancher Marktbesucher, sich j mit Körben auf dem Kopf auf das Trottoir zu stellen und । sich mit Ander« zu unterhalten, ganz ungenirt, ob die Pas- ‘ santen vorbei können oder nicht, mußte heute eine Bauersfrau ! büßen. Dieselbe stand in schöner Unterhaltung begriffen auf dem Trottoir in der Neuen-Bäue mit dem Korbe auf dem Kopf. Ein Paffant hatte sich durchgedrückt und sie unabsichtlicher Weise angestoßen, was zur Folge hatte, daß der Korb mit seinem werthvollen Inhalt an Butter und Eiern auf die Straße flog. * ’ Auszeichnungen. Auf der Weltausstellüng in Antwerpen erhielten aus dem Großherzogthum Heffe«: From- mann & Moria« in Darmstadt die Broncene Medaille, Karl Traiser daselbst die Silberne Medaille, Bittel & Co. in WormS desgleichen, Martin Mayer in Mainz die Broncene Medaille, Gebrüder Seck in Darmstadt Ehrendiplom, Heiligen- staedt & Co. in Gießen die Goldene Medaille, Georg Göbel in Darmstadt Goldene Medaille und Ehrendiplom, Carl & Co. in WormS Erwähnung, Karl Rexroth Lynen in Michelstadt Erwähnung, A. Geßner in Bingen die Goldene Medaille, Louis Preß in Mainz Goldene Medaille, M. D. Mayer Sohne daselbst Silberne Medaille. * * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Korbmacher Adam Klein von der Kröge wegen Diebstahls, und Erdarbeiter Joseph Pesarir auS Italien wegen Unterschlagung und Diebstahls, von der Staatsanwaltschaft Gießen- Zimmermann Wilhelm Pretsch auö Erzhausen wegen Betrugs, von der Staatsanwaltschaft Darmstadt- Schafhandler Heinrich K lös auß Langd wegen Betrugs, von der Staats- auwaltschaft Gießen, Joh. Fried. Gustav Schmidt aus Cunow wegen Diebstahls, vom Untersuchungsrichter I. zu Gießen. * * Soldatenbriefe. Da wieder die Zeit da ist, in welcher | die Rekruteneinstellungen stattfiuden, so seien die Einberufenen ! und deren Angehörigen auf folgende Vergünstigungen aufmerksam gemacht: Die bei der Linie stehenden Soldaten, ebenso die bei der Marine dienenden Mannschaften bt8 zum Feldwebel oder Wachtmeister, mit Ausnahme der Einjahrig- Freiwilligen und beurlaubten -Soldaten, genießen für ihre Person innerhalb des deutschen Reiches folgende Porto- vtrgünsttgung: 1) für gewöhnliche Briefe bis zu 60 Gr. und Postkarten an die Soldaten kommt Porto nicht in Ansatz, sofern diese Briefe als „Soldatenbrief. Eigene Angelegenheit des Empfängers" bezeichnet find. Ausgenommen find hiervon die Stadtpostbriefe, welche das volle Porto zahlen müssen - 2) für die an Soldaten gerichteten Postanweisungen bis 15 Mk. beträgt das Porto 10 Psg., auch hier muß die obige Aufschrift vermerkt sein; 3) für die an Soldaten gerichteten Packete ohne Wertdangabe bis zu 3 Kilo 20 Pfg. Porto ohne Unterschied der Entfernung. Aufschrift ebenfalls wie oben. Alle Sendungen von Soldaten, sowie solche in rein gewerblichen Interessen des Adrefiaten oder Absenders genießen keine Portovergünstigungen.j -o- Au8 dem Bufecker Thale, 9. October. Zur Vervollständigung Ihrer Eorrespondenz vom 4. d. M. aus dem Streife Gießen melden wir Ihnen, daß daS geplante Kirchengesangfest der Kirchengesangveretne zu Allendorf an der Lumda, Beuern, Burkhardsfelden und Londorf in der That am 14. d. M. Nachmittags 2 Uhr in der Pfarrkirche zu Beuern gehalten wird. Die Festansprache hat Hr. Pfarrer Weber von Londorf übernommen, während das Programm wie in früheren Jahren wieder von Herrn Pfarrer Vogel in Beuern entworfen und ausgesührt ist. Als Mittelpunkt der Feier erscheint der Gedanke: Christi Leben — Christen-Leben. Die einzelnen Chorgesänge, durchweg Choräle und vorwiegend dem reichen Sanges- und Liederschatz der lutherischen Kirche entnommen, sind durch biblische Lectionen miteinander verbunden und an geeigneten Stellen durch Gemeindegesang unterbrochen. Im Gegensatz zur vorjährigen Feier in Londorf, sowie zur Feier in Grünberg im Jahre 1891 wird die Feier in Beuern diesmal den gottesdienstlichen Characler noch weit stärker betonen und an sich tragen. So tritt nicht nur die Anbetung als Ziel- und Höhepunkt des ganzen musikalischen Gottesdienstes klarer und bedeutsamer hervor, auch der Eingang der Feier wird der liturgischen Schulung der Gemeinde entsprechend reicher gestaltet sein. Orgelklang und Posaunenschall werden sich mit dem Lied der Gemeinde zum Lobe Gottes vereinen. Als Dirigent des Gesammtchores wird der seitherigen Uebung gemäß der Dirigent deö Festortes, Herr Lehrer Musch, fungiren, während den Orgelpart die Herren Lehrer Mergott-Veuern und Lindenstruth Großgerau übernommen haben. Zuletzt wollen wir Ihren Lesern noch ganz im Vertrauen verrathen, daß auch Frau Pfarrer Volp aus Allendorf die Festgemeinde durch den Vortrag zweier Arien (von Bach und Mendelssohn) erfreuen wird. Möge das Fest einen gesegneten Verlauf nehmen! o Oppenrod, 8. October. Die Wasserleitung Queckborn-Gießen geht demnächst ihrer Vollendung entgegen. Zur Zeit werden in Reiskirchen die Rohre bei der Wieseckbrücke und unter den Bahngeleisen her gelegt. Um Unglücksfälle bei den ungefähr 2 Meter tiefen Schächten zu verhüten, brennen Nachts Laternen bei denselben. Zwei hiesige und ein hier logierender Bursche sollen nun, geplagt vom Muthwillen, gestern Abend beim Nachhausegehen eine Laterne abgehängt und beschädigt und ein Wandlämpchen aus einer Schutzhütte mitgenommen haben. Der aufsichtführende Wächter von Reiskirchen verfolgte, unterstützt von seinem Sohne, die Sachbefchädiger, und gelang es ihnen, die Thäter am Lepperberge zu erreichen und deren Persönlichkeit festzustellen. Schotten, 8. October. Ein d r e i f a ch e S F a m i l i e n s e st wurde am vergangenen Sonntag in Stumpertenrod gefeiert. Gaftwirth Jöckel und Frau feierten ihre goldene Hochzeit, sein Schwiegersohn nebst Frau ihre silberne und deren Tochter mit ihrem gestern angetrauten Gemahl (Fuchs von Breungeshain) ihre grüne Hochzeit. Laubach, 3. October. Kommenden Sonntag hält Herr Pfarrer Nebel seine Antrittspredigt. Die Vorstellung desselben erfolgt durch Herrn Decan Münch in Ulfa. Wie verlautet, wird der hiesige Kirchengesangverein durch ent- sprechende Vorträge zur Verherrlichung der Feier beitragen. Büdingen, 7. October. Die heute stattgehabte politische Persammlung, in welcher der Reichstagsabgeordnete Herr Graf O r iola Rechenschaftsbericht über seine seitherige Thä- tigkeit im Reichstage erstattete, muß als vollständig wohlgelungene bezeichnet werden. Der Redner, Herr Graf Oriola, recapitulirte in zweistündigem fesielnden Vortrage die verschiedenen Gesetzesvorlagen rc., welche den Reichstag in der letzten und vorletzten Session beschäftigt haben und rechtfertigte seine Stellungnahme zu den einzelnen Puncten, auf welche er sehr genau einging. Unser Reichstagsabgeordneter nimmt es mit seinen, durch das ihm übertragene Ehrenamt eingegangenen Pflichten, sehr ernst, wie ein Jeder, der den heutigen Vortrag desselben angehört hat, dankbar anerkennen muß. Unser Wunsch geht dahin, daß der Herr Abgeordnete in der kommenden Session mit neuem Fleiß und Eifer seine ganze Kraft zum Wohle seines Wahlbezirkes und insbesondere des gesammten deutschen Vaterlandes einsetzen möge. (B.A.A.) Vom Vogelsberg, 8. October. Die Getreidepreise haben gegenwärtig einen so riesen Stand eingenommen, wie nie zuvor. Um die Hälfte des noch vor wenigen Jahren als normal geltenden Preises verkauft man jetzt Weizen wie Korn. Während damals für das Malter Weizen 24 Mark, für das Malter Korn 20 Mark bezahlt wurden, gilt jetzt der Doppelcentner Weizen 12 Mark, der Doppelcentner Korn 11—11,50 Mk. Dem Landwirth bietet der Verkauf seines Getreides keine lohnende Einnahmequelle mehr- er muß deshalb die Frucht auf eine andere Weise bester wie durch den Verkauf zu verwerthen suchen. Dieses geschieht durch die Viehzucht. In ihr kann der Landwirth die Differenz im Ausfall der Einnahme für Frucht wieder vollständig auö- gleichen. Die Preise für das Rindvieh und die Schweine, gemästete wie Jungschweine, stehen auf einer Höhe, die die früheren Preise um dastelbe Maß übertreffen, als die jetzigen Fruchtpreise den ehemaligen nachstehen. Griesheim, 6. October. Die Firma Hildebrand in Pfungstadt hat die Can t in e der reitenden Batterie auf dem Schießplatz gepachtet. Der jährliche Pachtpreis beträgt 3000 Mark. △ Mainz, 8. October. Das Landescomitte der social- demokratischen Partei Hessens hat jetzt gemäß Beschluß der Landesconferenz seinen Sitz von Darmstadt nach Mainz verlegt und sich gestern hier constituirt. Zum Vorsitzenden wurde Schreiner Stück, zum Secretär Redacteur Sprengle und zum Cassirer Stadtverordneter Tiesel gewählt. — Die zur Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes im Schooße der hiesigen städtischen Verwaltung schon längere Zeit schwebenden Verhandlungen sind neuerdings wieder ausgenommen worden und es steht zu erwarten, daß dasselbe mit dem Beginn des nächsten Jahres ins Leben tritt. Für die Leitung des Arbeitsamtes, daS auch als ArbeitSnachweifestelle für die 'Dienftboten”biencn soll, ist die Errichtung einer besonderen städtischen VerwaltunqS-Depu:ation in Aussicht genommen. A Aus Rheinhessen, 8. October. In Anbetracht deS starken Faulens der Trauben hat fast in der ganzen diesseitigen Provinz mit dieser Woche die Vorlese in den Weinbergen begonnen. In einzelnen Gemeinden hat sogar schon die allgemeine Lese ihren Anfang genommen. Durchgängig entspricht weder Qualität noch Quantität den ursprünglichen Erwartungen. vermischter. * Wetzlar, 8. October. In dem vorm Hauserthor, beim Luy'schen Felsenkeller gelegenen Schalsteinbruch ist gestern Morgen ein sehr starker Zu sammenbruch von Steinmasse n erfolgt. Mächtige, zum Theil wohl über 100 Ctr. wiegende Steinblöcke stürzten dabei in den Bruch, in welchem die Steinmaffen sich thurmartig aufbauten. Ein wahres Glück ist es, daß der Zusammenbruch an einem Sonntage erfolgte, sodaß kein Menschenleben in Gefahr kam. , Zwiebelr- pr. Zentner 3,80—4,00 Jt, Milch pr. Lite 16 20 X, Enteneier 2 St. — X Gänseeier — X Zwischen pr. Ctr JL 3,00—4.00 ar der Gebrauch >iner Wirklich guten reellen Seife verbürgt die E> Haltung eines frischen Teints. stautet ba.iet zu eurer Toilette Doerings Selle mit der EuL . Der Erfolg ist wunderbar, obalticfa sie schon zu 40 Pfg. käuflich ist. Engros-Ver- kauf: Benner &. Krumm, Glennen. 6223 Wichtig für Hausfrauen! Bernhard Curt Pechstein, Wollwaaren-Fabrik Mühlhausen i. Th., fertigt aus Wolle, alten gestrickten, gewebten und andere« reinwollenen Sachen und «bfüllen haltbare und gedieaene Stoffe für Damen, Herren «nd Sinder, sowie Portiere«, Schlafdecken und so weiter in den modernsten Mustern bet billigster PreiSsteklnrrg und schnellster Bedienung. 4548 Annahme und Musterlager in Gießen bei: LoniÜ Rothenberger Wtw., Neuenweg 22. Kochschule des Allgemeinen Vereins für Armen- und Kraukenpßege, Weftanlage 35. Ein neuer Curfus für acht Wochen soll Montag, den 22. October, eröffnet werden. Das Schulgeld beträgt 1 Mark für den Monat. Dafür nehmen die Schülerinnen unentgeltlich an den Mahlzeiten Theil. Bei genügender Betheiligung kann der Unterricht auch auf andere Fächer des Haushalts (Nähen, Bügeln u. f. w.) ausgedehnt werden. Anmeldungen werden bis spätestens Donnerstag, den 18. October, im Schwesternhaus, Lonystraße 2, entgegengenommen. Ebendaselbst sind etwaige Gesuche um Freistellen anzubringen. Der Vorstand: 8324 Schlosser. Strickwolle (Marke M. & W.) in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preisen, !!! Rockwolle von 90 Pfg. per Pfund an und höher. 7900 J. H. Fuhr, Sonnenstraße 25. N.B. Stricken von Strümpfen, Röcken rc. wird billigst besorgt. Auch stehen Musterröcke zum Abstricken gratis zur Verfügung. M. 1J0 u. 8 JO per Pfd. Torrtgl. Qa.lltlt. Prob«p»ok.te W Pf. and 1 Mk. Verkaufsstellen sind durch Plakate erkenntlich. 7563 Dampsmolkerei Ostheim bei Buhbach empfiehlt ff. Süssrahm-Centrifugen-Tafeibutter zum Preise von JL 1.20 pro Pfund in Poftkisten. Bei größeren Bezügen und aus Jahresabschluß billiger. 8311 Hochachtungsvoll Dampfmolkerei Ostheim bei Butzbach. Ausgebot. Die Lieferung des Bedarfs an Kartoffeln, frischen Gemüsen, Colonial- waarenrc. für die Unteroffizier- und Mannfchaftsmenage des 3. Bataillons Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 soll für die Zeit vom 1. November 1894 bis Ende October 1895 im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen können in Kaserne II, Zimmer Nr. 66, eingesehen und Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden. Angebot mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Kartoffeln, frischen Gemüsen, Colonial- waaren rc." sind verschloffen und portofrei bis spätestens 20. October d. Js. an den Unterzeichneten einzureichen. 8305 Clausius, Hauptmann und ^{65 bei Commission III Kaiser Wilhelm. Mittwoch den 10 Mbr. I. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerschen Saale — Neustadt 10 — versteigert: Sophas, Commoden, Kleiderschrärke, 1 Silberschrank, vollst Betten, Spiegel, Silber, Bilderrahmen, 1 Nähmaschine, 1 ßT. Spielwerk, 1 Pianino, 3 schw- Wagen, 1 Sommerwagen, 2 Hobelbänke ; ferner an Goldfachen: 5 Damen Uhr- Utttn, 8 »rochen, 5 Armbänder, 1 Medaillon, alles beflere Sachen- 1 Ring mit ächte« Stein n 4terswea 50. Blct/o BuderuS Obl. sowie alle Neuheiten der Saison zeigen ergebenst an Geschw. Schwarz 81 Seltersweg 81 Part. Scheel & Comp Seltersweg. Redactionr «. Scheyd». — Druck nnl Verla, der Brühl'schen Druckerei (Fr. Lhr. vtetfch) b» Gieren. Are heutige Dummer umfaßt 6 Serien aller Bücher und Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. Ricker’sche Buchhandlung Giessen. Den Empfang von SS Mod.eliM.ten ■— Palqaet-Ködea in Kochen unb Sichen, Riemen-, Fries- und Tafelböden in 54 verschiedenen Mustern, Bordüren und Rischen in 42 verschiedenen Mustern, Buchen-Parguet-Bo-en zur Verdoppelung auf alte ausgetretene Fußböden. Eichen- und Kuchen-Parquet in Asphalt verlegt. Gediegenster Boden sür Souterrains, Cafes, Turnhallen, Ladenlocale re. "WMZ Referenzen über ausgesührte Arbeiten jederzeit zu Diensten, über fix und fertig zu verlegende Parquetböden, einschließlich Oelen oder Wichsen gratis. 6164 Einen Lehrer z. Vorder, f.d. Eini .Feeiw 'Ex. sucht e. j. Mann. Off. u. L. M. 703 Coursberich-t non J. Kurz & Co., Giessen, Kahnhafstraßc 63. käuflich übernommen habe. Es wird mein Bestreben sein, durch vorzügliche Küche, gute Weine, hiesige und auswärtige ff. Exportbiere meine Gäste in jeder Beziehung zu befriedigen. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme bei dem Hin- sch.iden unseres lieben Bruders, Schwagers, Onkels und Neffen, des Gymnasiasten * Otto Schneider, sagen wir unseren innigsten Dank. Gießen, den 9. October 1894. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 8316______Heinrich Schneider, Steueraufseher in Mosbach. Fritz Nowack, Gießen. Speeial.G-schäft für Braut - Ausstattungen. Anerkannt gute Qualitäten. ^Größte Auswahl. [7314] Billigste Preise. 4°/0 DeutfcheGrdsch.B.unk.b.1904 104.— 3«/,<>/o dto. ■ Neuheiten in deutschen und englischen Anzug- und Paletot-Stoffen 8321* Eleg. Zimmer billig zu ver- mieten-__Westanlige 13. 8313* Schön möblirtes Zimmer zu vermiethen._______Westanlage 7, pari. 8306* Gut möbl Zimmer zu verm. Restauration Gchadeck, Weidengasse 1. ‘ 8307* Schoa möbl. Zimmer zu vermiethen. Neuen Bäue 15 I. Concert, Theater, ansgeMrt non der hiksigtn Thcattr-Gesklischllst, und Ball. Sonntag den 14. Oktober, Nachmittags Ausflug nach Textors Hardt. Für Hausfrauen Mühlenbergs gesetzlich geschützte Möbelpolitur zum Selbstgebrauch, bestes Fabrikat der Gegenwart, für Instandhaltung polirtcr Möbel aller Holzarten, Pianinos rc., zu haben bei Aug. Noll, Bahnhofstr. 51, F. E. Wmter, Wallthorstr. 16, C. Leisler, Neuenweg, W. M. Noll, Ederstr. 1. [8517 Thee, Cacao § Chocolade, äußerst wohlschmeckende, völlig reine und gehaltreiche Sorten, empfiehlt die Adler-Drogerie, Seltersweg 39. 7918 Otto Schaaf. English. A teacher of more than 20 years ex- perience in educational work in secondary public schoolß in England is pro- pared to give lessons in English; he woold also be willing to conducta de- bating society. 8303 Apply to the office of this Paper. TMNebenverdienst bietet sich Reisenden durch den Vertrieb eines kleinen Artikels an Materialwaaren-, Militär - Effecten- Handlungen rc. Offerten unter 8. 100 8292J Eine erfahrene Schneiderin Vftllfntfifillirtl gesucht. für Kinderkleider gesucht. ^UUJlHUUUjni Aster Billa Pietsch. --------------------------- Ausverkauf sämmtlicher Waaren mit 10 Procent Rabatt. THME Buckskin-Rester in großer Menge bedeutend unter Preis. 7744 Gebr. Scheel. I Franz. Banknoten Oesterr. dto. Amertc. Bei Annahme größerer Mengen — mindestens 600 Centner — tritt j eine weitere Preisermäßigung ein. 7999 ♦ Für Anfuhr an das Haus, die vom Gaswerk aus bei Abnahme ♦ von 5 Ctr. erfolgt, werden 5 Pfg. für den Ctr. berechnet; Herr ▲ Emil Pistor schickt auch kleinere Mengen zu. ▲ Siädtislhcs Gas- unb Wassermrk Gießen^ > Georg Balser, ♦ Wermischte Anzeigen. 8134] Wohne jetzt Neustadt 31. I. Dietrich^Schuhmacher. Zur Anfertigung von rreppenban aller Art empfiehlt fich Justus Heck 7480)Neustadt 10. Bnn Sti» 80 90 163 40 4.16 Meine Schwester Margarethe litt schon mehrere Jahre an bösen, scrophulösen, steis entzündeten, rothen, schmerzhaften Augen, die stets eiterten und thränten. Als Alles nichts half, ging ich mit ihr zu Herrn Dr. Bolbeding, homöop. Arzt in Düsseldorf, «önigsallee 6, der sie durch seine Kur in öWochen schön und vollständig von ihrem jahrelangen Leiden heilte, wofür ich dem Herrn Doctor i Stuckeokes meinen besten Dank sage. 7054 Suppenwürze ebenso Maggi’s Fleisch-Extract find in Portionen frisch einge- f ♦♦ * / * <<* ♦ _________ A. & G. Wallenfels. UftflU Die leeren Original-Fläschchen L 65 Pfennig werden zu 45 Pfennig undßdiejenigen h Mk. 1.10 zu 70 fPfennig IG 411 Hl Hf P HIV V yVvViHf mit Maggi's Suppenwürze nachgefüllt. ^116 , Feier des 21. Stiftungs-Festes Samstag den 13. October, Abends 8 Uhr, in dm sämmtlichm Räumen des St ein'scheu Saalbaues, bestehend in 8^79] Ein Spenglergehülfe gesucht. _________Jean Schmidt in Lich. Don 1V—18 Jahren findet Beschäftigung. 82a0 A. Habenlcht, Lampenfabrik. 8141) Auf dq8 Büreau einer Maschinenfabrik wird ein Lehrling* mit bitt nöthtgen Vorkenntnissen zu alsbaldigem Eintritt gesucht. Selbstgeschriebene Offerten unter M. F. 50 an die Expedition d- Bl________________________ 8172) Suche einen Lehrling auf sofort. Wilhelm Weizel, Bäcker, Lang-Göns. Infolge Stadtverordneten - Beschluffeö vom 28. September 1894 tritt , eine Preisermätzigung für Gascokes ein und empfehlen wir diesen Einem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum diene ; vorzügliche Heizungsmatenal in fchöner, trockener Waare zu folgendes iUr Nachricht, daß ich mit dem Heutigen die Restauration zum 'gn ii* । Preisen: für den Centner BaNllsagUNg. im Kleinv-rkauf- °b 8 .60 99.20 26 — 66.— 35.20 1 1.20 104.90 4% HamburgerHyp.Bk.unk.b.1900 104.— s»S"“s ““ rffissä,» s 98.30 41/j°/o Franks. Landw. Ered. Bk. 103.— Pferde werden stets angekauft. [7518 Kessler, Pferdemetzger. Allen Magenleidenden nenne gern unentgeltlich ein Getränk, welches mich und Viele von langjährigen Magenleiden, Appetitlofigkeit und Ver- douungsstörungkn befreit hat. 8315 Pastor Lüders, Hannover. Clavierspieler hält fich zn paffenden Gelegenheiten bestens empfohlen. 7982 Arno Friede, Marktplatz 20. Dritter Mit les er zur „Tagt. Rundschau" gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 8280 . u« n-q Omnibus-Verbindung wH Mädchen ' ’ ’ ~ ' - Linie B vabnbosstrahe—««st—Neuen vüue—SründergerstrAtze. werden Mädchen von von angenehmem Aeußeren. aus guter 15—17 Jahren, auch Familie, in ein feines Geschäft in die ') Lehre gesucht.