*•» M.6 S,,r' »6-t ,Ä",; «tuBit 4 J* ~ Sunt; ?5,8’r teine Mett, "fm di- gro„ V?"8*' 6ol. ™”Ni taitrf™, 7' 616 n v°ch „ns ?9' er/ Franz, Jr unschuldig Mu, :r- Jörüggtrnann t)at 7 Tranz genbeii-t «i«m dir Tetrridr- et Banlvnrm und ier' das Aussichtsratbs- cn' d°b er Nicht gtgm ’• Diese Untenrdung ran-Siegen bekundci, i 1893 vier Actien im haben waren, gekauft lür gut. - Die Birgt- :•) ceistn zu öeifaujen ihn M. 3.00-3-' „ n 3.25 x ic. >e. ■■ 0. 'S. P. PoM^^n Gch« WM Leute, M Wet t alißerordentlich gim- jta. Ricdlckgc für r Herm £tto d«i> ■ Dicknertsmiihlk cberhcsft» Main] dadt a. #■ Bayerns *d,r Fiahr. rd ze5ichert Nr 133 Erstes Blatt. Sonntag den IO. Juni <894 Trr chi,h,n,r Anjcigcr erscheint täglich, nut Ausnahme bcS Montag-. Die Gießener Aa mirtenölLtler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-JCnzeiger. Vierteljähriger A öo,n,«e«t »peel» t 2 Mark 90 Psg. mit Vringerlohn. Durch die Poft bezog« L Mark 50 Pf,. Kedaction, Expeditio« und Druckerei: rch.rßr-t-Kr.7. Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblutt für den Kvci» Gieren» Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Barm. 10 Uhr. chratisöeitage: Gießener IamikienbCätter. Alle Annoncen-Burraux de- In» und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Bekanntmachung. Die Betretung des Bauplatzes in der Moltkestraße zwischen der Wieseckbrücke und der Grünbergerstraße, sowie das Be- treten des provisorischen Steges über die Wieseck auf der genannten Straße ist bei Meidung der in § 366 pos. 10 des Neichsstrafgesetzes angedrohten Strafen (Geldstrafe bis zu 60 Mark oder Haft bis zu 14 Tagen) für jeden Unbefugten verboten. Gießen, den 9. Juni 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________Fresenius.__________________ Gefunden: 1 Taschenmesser, 3 Borstecksnadeln, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Münze, 1 Schlüssel, 1 Scheere, 1 Sturmlaterne, 2 Päckchen Cigarren, 1 Aschekasten, 1 Bett» kiffen, 1 Schirmfutteral, 1 Schirm, 1 Kragen, 1 Taschentuch, 1 Damengürtel, 1 Damenhandschuh, 1 Paar Damenstiefel, 1 Pferdedecke und 1 Sack mit Inhalt. Zugelaufen: 1 weißer Spitzhund. Zugeflogen: 1 Taube. Gießen, den 9. Juni 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________Fresenius._________________ Das Berzeichnlß der seit der vorjährigen Steuerregulirung ganz neu erbauten, sowie der durch Bauveränderungen im Werth erhöhten oder verminderten und der ganz abge« gangenen Wohnhäuser und Gewerbsanlagen liegt von heute ab auf dem Büreau de» unterfertigten Ortsgerichts auf die Dauer von vier Wochen zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, den 8. Juni 1894. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. Gros. Deutscher Reich. Darmstadt, 8. Juni. Wie nun bestimmt ist, werden Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin nebst Gefolge vom 14. bis 17. Juni in Mainz Aufenthalt nehmen. — Durch verschiedene Blätter ging vor einigen Tagen die Mittheilung, wonach am hiesigen Hofe zum 15. August d. I. der Besuch Sr. Majestät de- Kaisers von Oesterreich bevorstehen solle. Demgegenüber ist die „Darmft. Ztg." beauftragt, zu constatiren, daß bei unserem Großherzogltchen Hofe nicht- bekannt ist, daß im Monat August ein Besuch Seiner Majestät des Kaisers von Oesterreich zu erwarten ist, während für Mitte October d. I. Seine Majestät Allerhöchstseinen Besuch in Aussicht gestellt haben. Neueste Nach^lchten. Wolffs telegraphisches Korrespondent- Bureau- Berlin, 8. Juni. Die Berathungen des Colonialraths eröffnete Director Kayser mit einem Bericht über die Lage und die Entwickelung der deutschen Colonien im vergangenen Jahre. Der „Nationalzeitung" zufolge betonte er, daß, wenn auch der rauschende EathusiasmuS für unsere Colontalbestrebungen geschwunden sei, sich doch in weiteren Streifen jetzt ein tieferes Berständntß für die Ziele der Colo- nialpolitik und ihre Bedeutung als nationales Unternehmen bemerkbar mache- sie fei in das allgemeine Bewußtsein übergegangen. Auch andere Redner bestätigten die allgemeine Stärkung der Colonialidee im BolkSbewußtsein. Wie der „Reichsanzeiger" mittheilt, wurde in der Versammlung die Verstärkung der Schutztruppe mit Genugthuung begrüßt und mit dem Vorsitzenden Director Kayser die Umsicht anerkannt, mit welcher der Gouverneur von Ostafrika, Scheie, für die Herstellung der Sicherheit gesorgt, sowie die Erschließung de» Landes gefördert hat. OechelhäuserS Ausführungen über de« Bahnbau sanden allgemeine Zustimmung. Bezüglich Südwest- afrtkaö wurde die Nothwendigkeit einer direkten Schiffsverbindung mit der Heimath, sowie einer Cabelverbtndun» betont. Die Grundbuchordnung für Deutschostafrika wurde einem Ausschüsse überwiesen. Die zweite Plenarsitzung findet heute um 3 Uhr statt. Berlin, 8. Juni. Die Verhandlung gegen den Abgeordneten A hlwardt wegen Beleidigung des Finanzminister» Miquel, welche auf morgen angcsetzt gewesen war, ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Danzig, 8. Juni. Die Untersuchung hat Cholerabazillen im Wasser an der Schleuse zu Plehnendors ergeben, weßhalb die hiesigen Badeanstalten polizeilich geschlosse« wurden. Zwei neue Erkrankungen werden avS dem Kreise Thorn gemeldet. Depeschen de» Bureau „Herold". Berlin, 8. Juni. Unter dem Vorsitze v. Ploetz'S ist heute Vormittag der Ausschuß deSBundeS der Landwirt he zu einer Sitzung zusammengetreten. Auf der Tagesordnung stand: die Stellung des Bundes zu den Landwtrth- schaftSkammern, das Versicherungswesen, das Genossenschaftswesen und das SpirituSmonopol, sowie eine Petition des deutschen LandwirthschaftSrathS. Berlin, 8. Juni. Die Deputation des Regiment» Royal Dragoona wohnte heute der Besichtigung de» 1. Garde-Dragoner-Regiments auf dem Tempelhofer Felde Von dem elften deutschen Bundesschietzen. Mainz, im Juni 1894. (Nachdruck verboten.) Noch eine volle Woche trennt uns von dem Beginn deS elften deutschen BundeSschießens und doch dreht sich um dasselbe heute hier schon säst das ganze öffentliche Leben! Nicht ohne Grund haben die maßgebenden Persönlichkeiten lange gezögert, bis sie sich zur Uebernahme des Festes entschließen wollten. Man war sich wohl bewußt, was es heißen will, ein Fest von der Bedeutung eines Bundesschießens würdig zu veranstalten, zumal eS nicht unbekannt, daß größere, bedeutendere und reichere Städte wie Mainz nicht in der Lage waren, alle Schwierigkeiten zu beseitigen, welche der Durchführung eines so großen Unternehmens hindernd im Wege stehen. Man gab schließlich vielseitigem Drängen nach, dabei hauptsächlich darauf rechnend, die gesammte Bevölkerung von Mainz für die Mitwirkung an dem Feste zu gewinnen. In letzterer Berechnung hat man sich nicht geirrt, denn von dem Augenblick an, als es feststehende, unabänderliche Thatsache war, daß in Mainz das Bundesschießen zur Abhaltung kommt, wurde Jedermann hier sofort mit sich einig, daß, wenn man einmal A gesagt, auch B sagen müsse, und es daher eine Pflicht der Allgemeinheit hier sei, alle Kräfte zum Gelingen des Ganzen einzusetzen. Alle Rücksichten und Meinungs- verschiedenheitcn ließ man verschwinden und nur der eine Gedanke belebte Alle, daß Mainz als Festort des elften deutschen Bundesschießlns den anderen Städten, welche bis jetzt Bundesschießen in ihren Mauern hatten, würdig zur Seile stehen möge. Mil Leichtigkeit überwand man die nicht zu unterschätzende Schwierigkeit bezüglich des Garantiefonds, der mit Rücksicht auf die colossalen Ausgaben — allein die verschiedenen Bauten erfordern eine halbe Million — eine beträchtliche Höhe haben mußte. Mit gleicher Leichtigkeit fanden sich für die zahlreichen Commissionen die geeigneten Persönlichkeiten, die sich mit Berständniß, Lust und Liebe der Bewältigung der Riesenarbeit Hingaben. Bis aus unbedeutende Kleinigkeiten ist das Werk heute bereits so gut wie vollendet und ohne Ueberhebung und Uebertreibung kann man heute schon sagen, daß, vorausgesetzt, daß keine elementaren oder sonstige unvoraussehbare Ereignisse eintreten, das goldene Mainz ein Fest sehen wird, wie ein ähnliches in einer Stadt von der gleichen Größe wie Mainz noch selten oder vielleicht noch nie gefeiert wurde. Neben der allgemeinen begeisterten Theilnahme der fest- geübten, heiteren, lebensfrohen Bevölkerung har Mainz bei dem Bundesschießen gegenüber vielen anderen Städten den Vorzug, daß es über einen Festplatz verfüg:, wie er in der That bezüglich seiner Lage, Größe und Entfernung von der Stadt nicht schöner gedacht werden kann. Durch nachstehende । kurze Wanderung nach demselben wird sich der auswärtige | Besucher des Schützenfestes hier leicht orientiren können und I gleichzeitig einen annähernden Begriff von den Dimensionen und der Disposition des gesammten Festplatzes sowohl wie von einzelnen Bauten aus demselben bekommen. Auf einer weitgeslreckten Anhöhe, von welcher man eine herrliche Aussicht nach dem Rhein und Main, sowie nach dem Taunus und der Bergstraße genießt, gelegen, stößt der Festplatz unmittelbar an die „Neue Mainzer Anlage," dieses weithin bekannte reizende Stückchen Erde! Von dem Centrum der Stadt gelangt mau durch größtentheils breite und schöne Straßen in kaum fünf Minuten an den Eingang der „Neuen Anlage," durch deren wohlgepflegte, zu beiden Seiten mit reizenden Blumenbeeten und saftigen Rasenplätzen umsäumte Wege und schattige Laubgänge man in wenigen Minuten ohne Anstrengung den Festplatz erreicht, auf welchen man bei Benutzung der Straßenbahn oder einer der sonstigen zahlreichen Fahrgelegenheiten auch auf anderen Wegen in nicht mehr wie zehn Minuten von der Stadt aus kommen kann. Zwischen der „Neuen Anlage" und dem Fe^tplatz, der eine Gesammtlänge von circa 690 Meter und eine mittlere Breite von circa 320 Meter hat, liegt ein halbkreissörmiger Platz von 55 Meter Halbmesser mit einem Rasen-Rondell in der Mitte. Hinter dem Rondell betritt man durch das mittlere Thor des Hauptportals den Festplatz in der Diagonalrichtung, welche auf den im Mittelpunkt des Platzes aufgestellten Gabentempel führt. Das von dem Architecten Clemens Rühl hier entworfene Portal hat mit seiner Einfriedigung die Gestalt eines, mit Thürmen und Zinnen gekrönten Mauern befestigten mittelalterlichen Stadtthores. lieber dem mittleren, überwölbten, zehn Meter breitem Thor erhebt sich auf massigen Steinpfeilern der eigentliche Thorbau. Der Ouaderunterbau desselben wird durch einen ringsum vorspringenden Fries in Fachwerk bekrönt; in der Mitte der quadratische Hauptthurm, dessen Spitze sich 22 Meter über dem Boden erhebt. In den Feldern des Fachwerkfrieses sind die Wappen der deutschen Bundesstaaten, auf den nach Außen und nach dem Feftplatz zugekehrten Flächen des Thurmes der deutsche Reichsadler aus Goldgrund (sechs Meter hoch). Auf den Steinpfeilern seitlich der Wölbung ist noch das hessische und Mainzer Wappen angebracht. Der zunächst dem Eingangsthor gelegene ftockseitige Gebäudecornplex bildet den eigentlichen Theil des Fcstvlatzes mit den Festbauten, während auf der Rückseite des CornplexeS auf einer Länge von 300 Meter die Schießhalle mit den 145 Schießständen dahinter placirt ist. Vor dem mittleren Eingänge der Schießhalle steht das Schießbureau. Gleichlaufend mit der Längsachse an der südwestlichen Seite des Platzes erhebt sich, in üblicher Weise aus geführt, die Fest- Halle, von deren riesigen Dimensionen man sich einen um gesähren Begriff machen kann, wenn man erfahrt, daß in derselben nicht weniger als 3700 Sitzplätze sind, d. h. Sitzplätze, daß 3700 Personen bei einem Bankett bequem Platz finden können. Der Festhalle gegenüber, auf der Rheinseite befinden sich in weiter Ausdehnung die Restaurationsgebäudc des Münchener Löwenbräus und des Hanauer Hofbräu», sowie ein Platz für einen Fesselballon. Der Schiebhalle gegenüber liegen ebenfalls Restaurationögebäude: die 2000 Sitzplätze enthaltende Halle für den Ausschank offener Weine, eine zweite Halle des Hanauer Hofbräus und de» Wiener Cafv. Daran anschließend in der westlichen Ecke de» Festplatzes ist der Juxplatz mit dem Fleckenftein'schen Riesen- Elephanten. Letzterer ist ein terrassenartiger Ausbau vo« 35 Meter Höhe, der die Form eines Elephanten hat und dessen Inneres in verschiedenen Abteilungen ähnlich de« Eiselthurm in Paris, Bier-, Wein- und Champagner-Restaurationen birgt. Das Geripp des RiesenthiereS ist massiv von Eisen hergestellt und geschieht der Aus- und Abgang zu demselben durch die colossalen Beine. Gewissermaßen als Krönung des Ganzen ragt in der Mitte des Festplatzes der Gabentempel hervor, der einen luxuriösen Anblick bietet. Auf breitgelagertem, achteckigem Unterbau, zu dem vier breite Freitreppen hinaufführen, erhebt sich in den Formen italienischer Renaissance der Kuppelbau des Tempels. Bon den Freitreppen gelangt man zunächst zu dem 3 Meter breiten Rundgang, von welchem die in dem lO'/x Meter tiefen Ausstellungsraum hinter einer Glaswand aufgestellten Fest- und Ehrengaben besichtigt werde« können. Im Innern des Ausstellungsraumes führt eine Wendeltreppe nach der 11 Meter hohen Plattform, vo« welcher man den ganzen Festplatz übersehen kann. Ueber dieser Plattform erhebt sich bis zu einer Höhe von 22 Metern ein schlanker kuppelgekrönter Thurmausbau mit hohen Bogenfenstern , von dessen Spitze die Reichssahne weht. Die Geländer der Freitreppen, die Brüstungen des Rundgange» und die Plattform sind als Steinbalustraden ausgebildet, plastisch ausgesührte Fruchtgehänge beleben die Flächen über dem Dach des Rundganges und die Shippel ist als Kupferdach mit reicher Vergoldung dargestellt. Das ganze Gebäude hat die leuchtende Farbe eineß weißen Sandsteins erhalten. Der Entwurf zu dem Gabentempel ist von dem genialen Architecten Wilhelm Usinger hier, der überhaupt die Oberleitung über sämmtliche Festbauten hatte. Breite Wege führen um sämmtliche vorgeschriebene Gebäude herum und gewähren selbst bei dem größten Verkehr Spielraum zur freien Circulation Außerdem durchschneide« noch vier Wege in der Richtung der Achsen und der zwei Diagonalen, welche sich in einem kreisrunden mittleren Platze vereinigen, worauf sich der Gabentempel erhebt. Die Flächen zwischen den Wegen bilden grüne Rasenteppiche und sind mit einer Reihe von Fahnenmasten umfänmt. Die Beleuchtung deS Festplatzes, wie auch der verschiedenen Hallen geschieht mittelst electrischen Lichts. bei und folgte darauf einer Einladung des Ofsiziercorps des Regiments zum Diner nach dem Offizierscasino. Für morgen Abend sind die Herren mit einer Einladung zur musikalischen Abendunterhaltung im Marmorsaale des Neuen PalaiS beehrt worden. Berlin, 8. Juni. In Hofkreisen wird der heute in Potsdam stattfindende Besuch des kr onp ri nzlich e n Paares von Griechenland als ein Beweis dafür angesehen, daß die zwischen demselben und dem Kaiser wegen deS Uebertritts der Kronprinzessin zum ''griechischen Glauben entstandene Verstimmung nunmehr beseitigt ist. Berlin, 8. Juni. Die Vorstände särnnnlicher deutscher Schifffahrts-Vereine werden vom Deutschen Centralverein für Fluß- und Canalschifffahrt auf Mittwoch den 13. Juni nach Berlin berufen, um für den Dortmund-Rhein-Canal einzutreten. Lieguitz, 8. Juni. Der socialdemokratische Frauen- und Mädchen-Bildungsverein wurde auS Gründen der Gemein- gefährlichkeit behördlicherseits aufgelöst. Myslowitz, 8. Juni. Die russischen Grenzbehörden haben heute die Vornahme gründlichster Desinfection aller aus Schlesien kommenden Reisenden angeordnet. Auch die Gütersendungen werden desinficirt. Budapest, 8. Juni. Justtzminister S z i l a g y i hat gestern Abend im liberalen Club erklärt, er verzichte auf den Eintritt in das neue Cabinet, damit die Krisis schneller beendet sei. Man hofft, Dr. Weckerle werde heute vom Kaiser empfangen werden, um die neue Mi nist er liste vor- zulegen. Warschau, 8. Juni. Die Cholera nimmt immer mehr zu. Die Bahnverwaltungen errichten sanitäre Beobachtungsstationen. Die Reisenden aus den verseuchten Ortschaften werden tsolirt befördert und desinficirt. £ocolc» unö provinzielles. Gießen, den 9. Juni. ** Schwurgerichtsverhandluug vom 9. Juni 1894. Zur Verhandlung kommt die Strafsache gegen Peter Netscher von Friedberg wegen betrügerischen Bankerotts. Als Beamter der Staatsanwaltschaft fungirt Großh. Gerichts-Assessor Koch, verlheidigt wird der Angeklagte von Herrn Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, als Geschworene wurden aus- geloost die Herren Gustav Friedrich Patz, Eugen Kaufmann, Johannes Weber V., Wilhelm Plank II., Johann Georg Schmidt, Jacob Nicolaus I., Ludwig Schön, August Mon- ranus, Johannes Hensel, Wilhelm Balser, Ludwig Schadeck II. und Johannes Schepp I. — Peter Netscher von Friedberg ist angeklagt, daß er in der Zeit vom August bis zum 20. December 1893 zu Friedberg und an anderen Orten als Schuldner, der seine Zahlungen eingestellt, über dessen Vermögen auch das Concursverfahren eröffnet worden ist, Handelsbücher, deren Führung ihm gesetzlich oblag, so unordentlich gesührt habe, daß sie keine Uebersicht seines Vermögensstandes gewährt haben; ferner es gegen die Bestimmung des Handelsgesetzbuchs unterlassen habe, die Bilanz seines Vermögens in der vorgeschriebenen Zeit zu ziehen und in der Absicht, seine Gläubiger zu benachtheiligeu, Vermögensstücke verheimlicht und bei Seite geschafft habe. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Peter Netscher, von Haus aus gelernter Weber, gründete, nachdem er dieses Handwerk ungefähr 15 Jahre lang betrieben hatte, zu Friedberg 1878 oder 1879 ein Ladengeschäft in Manufactur- waaren; neben diesem Geschäfte betrieb er auch einen Hausir- handel in Weiß- und Baumwollwaareu. Durch Beschluß Großh. Amtsgerichts Friedberg vom 9. Juni 1880 wurde über sein Vermögen das Concursverfahren eröffnet, die Forderungen der nicht bevorrechtigten Gläubiger betrugen etwa 23070 Mk., sie erhielten 38 Procent ihrer Forderungen. Dieses Concursverfahren wurde durch Beschluß des Gerichts vom 19. October 1881 aufgehoben. Hiernach fing die Ehefrau des Peter Netscher dasselbe Geschäft von Neuem an und war in diesem ihr Ehemann als Gehülfe thätig. Im Winter 1890/91 fiel einer in Friedberg damals bestehenden Spielgesellschaft „zur Hoffnung", deren Mitglied Netscher war, ein größerer Gewinn aus der Preußischen Klassen- Lotterie zu, von dem auf Netscher der Betrag von 9710 Mk. enifiel. Er cedirte seine Forderung an die genannte Spiel- gesellschaft in der angegebenen Höhe auf einen seiner früheren Gläubiger, die Firma Rapp jun. in Frankfurt a. M., was zur Folge hatte, daß er wegen Vergehens aus § 211 der Concursordnung und der Inhaber der Firma Rapp wegen Beihülse zu diesem Vergehen unter Anklage gestellt wurde. Dieses Verfahren endete mit der Freisprechung beider laut Urtheil der Strafkammer zu Gießen vom 22. März 1892. Inzwischen hatten diejenigen Gläubiger Netscher s, die bei dem oben erwähnten Concurs nur 38 Procent ihrer Forderungen erhalten hatten und von dem dem Netscher angefallenen Lotterie Gewinn erfahren hatten, sich geregt und auf Antrag eines dieser Gläubiger wurde am 17. Februar 1891 laut Beschluß des Amtsgerichts Friedberg der Concurs zum zweiten Male über das Vermögen Netscher's eröffnet. In diesem Verfahren kam ein Zwangsvergleich zu Stande, nach welchem die Gläubiger wettere 30 Procent zu den früher erhaltenen 38 Procent erhalten. Nachdem dieser Zwangsvergleich am 4. Januar 1893 gerichtliche Bestätigung gefunden hatte, wurde das Verfahren am 31. Januar 1893 aufgehoben. Netscher will bis zum 1. Mai 1892 im Geschäfte seiner Frau in der oben angegebenen Weise thätig gewesen sein, da er sich indessen nicht mit dieser und den Söhnen aus erster Ehe vertragen habe, sei er um diese Zeit aus dem Geschäft ausgetreten und habe im Mai 1892 ein eigenes Ladengeschäft mit Manusacturwaaren auf Commission in Friedberg angefangen. Nach dem Auszug aus dem Firmenregister des Amtsgerichts Friedberg wurde das Geschäft als Manusacturwaaren- und Kleiderhandlung, als Beginn des Geschäfts der 15. Juni 1892 und als Inhaber Peter Netscher von Friedberg in das Firmenregister eingetragen. Das Geschäft ging nach den eigenen Angaben Netschers schlecht, sodaß er es am 15. Januar 1893 wieder aufgegeben habe. Die Maaren, die er hatte, habe er zum Theil an seine Lieferanten zurückgeschickt, diejenigen Maaren, die er gut habe verkaufen können, habe er sich auf eigene feste Rechnung von den Lieferanten geben lassen und dann im Wege des Haustrhandels verkauft. Er habe von da an lediglich einen Hausirhandel betrieben und zwar in den drei Provinzen des Großherzogthums. Dieser Hausirhandel wurde von Netscher mit drei Gehilfen betrieben, von denen einer 12 Mk., die beiden anderen je 7 Mk Wochenlohn nebst Ersatz der Reisekosten erhielten. Die mitgenommenen Waarengelder wurden von Zeit zu Zeit an ihn abgeliefert, nach seiner eigenen Angabe betrug die Gesammteinnahme 800 bis 1000 Mk. Trotzdem wurde im Geschäfte Nichts verdient, die Maaren wurden oft billiger verkauft, als sie kosteten, und sie wurden dann abgesetzt, nur damit ein Geschäft gemacht wurde und Netscher Geld in die Hand bekam. Die Folge war, daß er .seinen Zahlungs- Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen konnte. Er entfernte sich am 26. October 1893 unter Mitnahme eines erheblichen Theiles seiner Lagerbestände von Friedberg und wurde sodann auf Antrag eines Gläubigers durch Beschluß des Großh. Amtsgerichts Friedberg vom 20. November 1893 zum dritten Male über das Vermögen Netschers das Concursverfahren eröffnet. Die Forderungen der nicht bevorrechtigten Gläubiger in diesem Concurse betrugen nach der Tabelle etwa 16 879 Mk., denen etwa 7230 Mk. Activa gegenüberstehen, sodaß nach Ansicht des Concursverwalters die nicht bevorrechtigten Gläubiger nur 20 Procent ihrer Forderungen erhalten werden. Bei seinem Weggänge von Friedberg, welcher heimlich erfolgte, nahm Netscher einen großen Posten seines Lagerbestandes an Anzugsstoffen in ganzen, halben und viertel Stücken und in zu Anzügen bereits abgeschnittenen Stücken, sowie in Hemden und Unterkleidern mit; er verlud dies Alles auf seinen ihm gehörigen Wagen, den er, mit einem Pferd bespannt, auch sonst bei seinen Geschäftsreisen benutzte. (Forts, folgt.) L. Spielrasen. Die nun auch für Gießen in Fluß gebrachte Frage der Anlage und Unterhaltung eines größeren Platzes für Jugend- und Volksspiele scheint wieder einen Schritt weiter gebracht worden zu sein. In der am Donnerstag Abend im Hotel Victoria abgehaltenen Sitzung der in die Commission gewählten Herren wurden die Hauptgesichtspunkte einer gründlichen Besprechung unterworfen, i Es konnten natürlich nur vorbereitende Schritte geschehen und das Arbeitsmaterial an die verschiedenen Herren vertheilt werden. So ist die Platzfrage noch nicht endgültig fest- gestellt. Soviel läßt sich jedoch jetzt schon übersehen, daß von allen vorgeschlagenen Plätzen, dem Trieb, an der Wiesenstraße rechts der Wieseck, hinter dem Fulda'fchen und Schnmer'schen Garten, in der schwarzen Lach, an der Actienbrauerei, am Schiffenbergerthal, im Philosophenwald (unter Schaffung eines freien Platzes am Jugendfestspielplatz), dem Platz des Eisvereins u. s. w., der letztgenannte die meisten Vorzüge hat, weil er nahe an der Stadt gelegen, leicht zugänglich ist und doch mit wenig Kosten so abgeschlossen werden kann, daß er die Spielenden vor der Zudringlichkeit Unbefugter schützt. Die einzelnen vorgeschlagenen Plätze werden nach Größe, Miethpreis und Erhältlichkeit eingehender geprüft werden. Der Punkt, der natürlich im Vordergrund der Besprechung stand, unserer Ansicht nach der Angelpunkt der ganzen Sache, betrifft die Kosten der ersten Anlage, Unterhaltungskosten, sowie Deckung derselben. Man nahm an, daß etwa 1000 Mk. Anlagekosten, dagegen 1800 Mk. jährliche Unterhaltungskosten, einschließlich Pacht erwachsen würden. Da doc Platz nicht allein sür die Schuljugend berechnet ist, sondern auch Erwachsenen, Herren wie Damen entsprechende Spielplätze, wie z. B. 2 bis 4 Lawn-Tennishöfe, zur Ver- sügung stellt, beschloß man zunächst, alle Behörden und Vereine, welche ein Interesse an dem Gelingen des Unternehmens Haden, um Unterstützung und jährliche Beiträge anzugehen, also Universität, alle Schulen und Turnvereine. Mir zweifeln nun nicht, daß von Seiten unserer Behörde Alles gethan werden wird, was geschehen kann, sind aber doch der Ansicht, daß in Gießen wie anderwärts — z. B. in Bonn, wo. ein zehn Morgen haltender Musterspielplatz für 66000 Mk. von 40 Bürgern dem Eisclub zur Verfügung gestellt wurde — die Hauptkosten durch Zuschüsse von Seiten der Privaten gedeckt werden muffen. Nun handelt es sich ja allerdings für Gießen nicht um Ankauf eines fo ausgedehnten Grundstücks, sondern um Ausbringung der jährlichen Pacht und der unserer Ansiht nach etwas niedrig gegriffenen Unterhaltungskosten, aber die aufzubringende Summe ist eine recht bedeutende. Trotzdem zweifeln wir nicht, daß sich in unserer Stadt, die so viele gemeinnützige Einrichtungen und Veranstaltungen dem edlen Sinne hochangesehener Einwohner verdankt, nicht nur die Eltern der Kinder, welchen das geplante Unternehmen zunächst zu Gute kommt, bereit finden werden, feste Beiträge für eine Reihe von Jahren zu versprechen. Mir sind überzeugt, daß Alle, die ein Herz für die gedeihliche, gesunde Entwickelung unserer Jugend und des I gejammten Volks haben, gerne beitragen werden, dies zeitgemäße Unternehmen zu fördern, und ängstliche Gemüther, die ja auch bei der Gründung des Eisvereins nicht gefehlt haben, werden gerade an dem Gelingen dieses Unternehmens gesehen haben, daß bei gutem Millen auch scheinbar unüberwindliche Schwierigkeiten besiegt werden können. Man darf nicht vergessen, daß es sich bei der Einführung der Jugend- und Volksspiele nicht allein um Kräftigung des Körpers handelt, sondern daß im ernsten Spiel sittliche Momente, Stählung des Millens und der Ausdauer, schnelle Entscheidung im Wechsel, ein scharfer Blick und rascher Entschluß heran- gebildet werden, die bei dem gegenwärtigen Betrieb des deutschen Schulunterrichts von der Schule naturgemäß nicht in dem Maße erreicht werden, wie dies bekanntlich das ganz andere Ziele verfolgende englische Erziehungsfystem erstrebt. Wie sehr bei dem deutschen Publikum die Vortheile der Schul- und Volksspiele Anklang finden und gewürdigt werden, beweist der eine Umstand, daß in kurzer Zeit in nicht weniger wie 441 deutschen Städten größere Spielplätze im Betrieb stehen, auf welchen meist fchulweise gespielt wird. Wie wir hören, beabsichtigt die Commission, nachdem die vorbereitenden Schritte erledigt und daS Unternehmen einigermaßen gesichert ist, eine allgemeine Versammlung aller Betheiligten zn berufen. Wir aber wünschen, es möge die beabsichtigte Sammlung und der Aufruf zur Zeichnung für das „Nöthigste" überall ein offenes Herz und eine offene Hand finden. * * Die gestern Abend auf dem Lahnstein abgehaltene erste Quartett-Soiree der Herren Kruse gestaltete sich für die wenig zahlreich erschienenen Zuhörer zu einem wahren Kunstgenuß. Ohne auf die einzelnen Piecen einzugehen, können wir sagen, daß das Programm ein gewähltes, das Ensemble-Spiel des Quartetts vorzüglich ist und daß die Führer der Solis, die beiden älteren Söhne des Herrn Kruse (Cello und Geige) Künstler in vollstem Sinne des Wortes sind. Freunden einer feinen klassischen Musik kann der Besuch der Kruse'schen Quartett-Abende aufs wärmste empfohlen werden. * * Fernsprechleitung. Auf Wunsch theilen wir den eben von der Post versendeten 3. Nachtrag zur Stadt- fernsprech-Einrichtung mit. Neu hinzugetreten sind: 19.Zinßer, A., Weiuhandlung, Seltersweg67. 95. Heßler, Chr., Metzgermeister, Marktplatz 19. 14. Mylius, H., Cigarrenfabrikant, Ludwigsplatz 9. — Zu streichen sind: 50. Keller'sche Druckerei, Sonnenstraße 6. 95. Stern, S., Wiener Feinbäckerei, Seltersweg 2. 14. Fritsch, Wilhelm, Seltersweg 83. * * Zu dem gestern gemeldeten bedauerlichen Unglücksfalle hören wir, daß ein Theil der bei der Margarethenhütte umgestürzten Hochofenschlacken der Bahn zum Bahnhofs-Umbau überlassen worden ist; diese läßt die Schlacken durch einen Unternehmer abfahren und in dessen Betriebe ereignete sich der Unfall. * * Steckbrief. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat den Steckbrief gegen den schon seit mehreren Jahren flüchtigen Oeconom Reinhard Schaum von Herrnhaag erneuert. Der Haftbefehl stützt sich auf Verleitung zum Meineid. * * Untersuchung. Gestern wurden bei sümmtlichen Metzgern polizeilich Proben von Schweineschmalz zum Zwecke der chemischen Untersuchung auf Reinheit entnommen. * * Ergriffen. Der kürzlich dahier von der Außenarbeit, entsprungene und wegen des Einbruchs im Bürgermeistereigebäude in Verdacht gezogene Strafgefangene C. Hofmann ist in Essen a. R. verhaftet worden und wird demnächst nach hier verbracht werden. * • Verhaftet. Ein dahier beschäftigter Schreinergeselle von auswärts wurde wegen Betrugs und Urkundenfälschung zum Nachtheil seines Meisters in Hast ge* nommen. * * Gestohlen. Aus einem Garten an der Rodheimer- straße wurde in verflossener Nacht eine Parthie Wäsche, als Hosen, Taschentücher, Strümpfe rc. gestohlen. Ein deS Diebstahls verdächtiger Arbeiter wurde verhaftet. * * Gebrauchsmuster - Eintragung. Ringförmiges Pessar mit Desinsectionsmittel-Behälter, Dr. Paul Weißgerber, Kreisarzt in Lauterbach, 28. April 1894. * * Reserveanzug. Der „Reichsanzeiger" bezeichnet die Zeitungsmeldung, daß die aus dem Militärdienst schei- denden Reservisten künftig keine Entlassungsanzüge mehr bekommen sollten, als irrig. Das Kriegsministerium habe angeordnet, ganz abgesehen von der Länge der Dienstzeit solle jeder Mann, welcher bei der Entlassung Civilkleider ober Mittel zu deren Anschaffung nicht besitzt, einen Eitt- lassungsanzug erhalten. ’ * Auszeichnung. Auf der mit dem 11. internationalen medicinischen Congreß in Rom verbundenen Ausstellung erhielt u. A. das Großh. Ministerium des Innern, und der Justiz ein Ehrendiplom. * * Zum ersten Male in diesem Jahre sollen diejenigen Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Infanterie, welche zu Friedensübungen eigene brauchbare Fußbekleidung mitbringen und tragen, eine Prämie von je drei Mark für die Hebung erhalten. Die Absicht, die seitens des Kriegsministeriums dabei verfolgt wird, zielt dahin, die Reservisten u. s. w. anzuregen, daß sie sich stets im Besitze kriegsbrauchbaren und eingetragenen Schuhzeuges befinden, wodurch namentlich die hohe Ziffer der Fußkranken vermindert werden soll. Für diese Prämien sind im Reichshaushalt 150000 Mk. eingestellt worden. * ♦ Kapellmeister Kern. Es dürste die Freunde und Bekannten des früheren Hoboisten des 116. Infanterie Regiments und späteren Capellmeisters des Jnf.-Regts Nr. 118, Herrn F. A. Kern, interessiren, daß derselbe jetzt in Merrill, Wis. U. St., eine recht annehmbare Stellung als Professor der Musik gesunden hat. Wie dec dort in englischer Sprache erscheinende „Merrill Advokate" berichtet, veranstaltete Herr Kern unter Mitwirkung seiner Gattin, eines deutschen Gesangvereins, sowie einiger namhaften Künstler kürzlich ein großes Concert, welches einen außerordentlichen Erfolg hatte und bei welchem sowohl Herr Kern wie feine als vorzügliche Pianistin bekannte Frau reiche Triumphe feierten. Anszng aus den Ktandesanrtsregistern ver Stadt Gießen. Aufgebote. Juni: 4. Konrad Becker, Zcihlmeister-Aßpirant zu Kassel, mit Bertha Eltfe Louise Nahrgaug Hierselbst. 4 Karl Louis Wilhelm Fäuerbach, Kaufmann zu Friedberg, mit Withelmilie Luise Karoline Malkomesius Hierselbst. 6. Ludwig Adolf Haubach, Schlossermtister dahier, mit Marte Luise Rühl hterseibst. Geborene. Mai: 27. Dem HilfsgertLtsschreiber Carl Seitz ein Sohn, Carl. 31. Dem Großh. Untversitäts-Prosesfor Dr. Reinhard Frank ein Sohn. 31. Dem Kaufmann August Monianus II. eine Tochter. 31. Dem Heizer Ludwig Waldschmidt eine Tochter, Frieda Minna Dina. Juni: 2. Dem Flaschenbierhändlec Ludwig Wagner eine Tochter. 2. Dem Kaufmann Wolf Katz ein Sohn, Julius. 3. Dem Bierbrauer Johann Heinrich Kraushaar ein Sohn, Johann Curt Heinrich, 5. Dem Kaufmann Joseph Sauer eine Tochter. 6. Dem Säg 'P-Ar DL ’ J, M blt J Wtn mir b[J zur Stadt, 1 Rugetreten find • Wim, h.. Zu slrrichea Md: ,6‘ 05.Stern,T L ^ltsch, Wilhelm, Erlichen NnMsM 'er Margarethenhürie zuui Bahnhoss-Umbau Schlacken durch einen Betriebe ereignete sich sauwaltschast hat den eren Jahren flüchtigen -rnhaag erneuert. Der ot Meineid. isämmtlichenMehgem ^alz zum Zwecke der ntnvmmrn. : von der Auflenarbeit )$ im Bürgermeifleik!- sangene C. Hosmana id wird demnächst ijligter Schreinergeielle s und Urkunden« Meisters in hast ge» ten an der Rodheioier- it yattylt M/chc, al» gefloßen, Sin der Ringiörmiger Pessar M anzeiger" bezeichnet die Militärdienst schei' e Entlassungsanziige Das KriegLministcrium ! der Länge der Dienst- t Entlastung Eivilkleider licht besitzt, einen Env dem 11. international« mndenen Ausstellung terium des Innern c>ahte sollen die/enO der Jnsanterie, weiche ' m, feiten« !-« «>* •fass rite »JÖlSS 16. E 118^ Herrn ;n Merrill, rselbe P^sessor dort in Herr '* 8*W SS&i * x Blt k „wplrant 1J ÄilttW ' ($ ti Seitz A erber ErDer. ft eine ’L SX» Restaurateur Ludwig Fetdel ein Sohn. 6. Dem Schreiner Martin Lämmer eine Tochter. 6. Dem Schlaffer Wilhelm Ranft ein Sohn. WettorKtu. Juni 3. Katharine Schmitt, geb. Kolb, 66 Jahre alt, Ehefrau von Briefträger Ludwig Schmitt babter. 3. Carl Schweitzer, 5 Jahre alt, Sohn von Bahnarbeiter Lhilipp Schweitzer dahier. 4. Carl Freitag, 22 Jahre alt, HauSbursche von Heuchelheim. 4. Anna Biehmann, 2 Jahre alt, von Kletnltnden. 4. Karl Ohr, 7 Jahre alt. Sohn von Elsenbabnschaffner Martin Ohr dahier. G. Johann Wilhelm Kurz, 70 Jahre alt, Kaufmann dahier. 8. Heinrich August Kaiser, 20 Jahre alt, Schlosser, Sohn von Bremser August Kaiser dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern »er Stadt Wietzen. Evangelische Geweinde. Getränt«. MarkuSgemetnde. Den 3 Juni. Schuhmacher Adolf Schwan und Marie Steinhauer, Tochter de- verstorbenen OrtsbürgerS Valentin Etetnhauer zu Erdmannrode. •«tauft«. Matthäusgemeinde. Dm 3. Juni. Dem Kutscher JustuS Pitzer ein Sohn. HanS ohanneS Hermann Ludwig Arthur Paul, geborm den 11. Mai. MarkuSgcmetnde. Den 3. Juni. Dem Knecht Ernst Martin eine Tochter, Lina Marte, geboren den 11. Februar. Beerdigte. Mattbäusgemeinde. Den 5. Juni. Katharine Schn-edt, geb. Kolb, Ehefrau des BriestrLger- Ludwig Schmidt, alt 64 Jahr«, gestorben den 3. Juni. Marku-gemeinde. Den 8. Jun«. Johann Wilhelm Kurz, Kaufmann, alt 70 Jahre, starb dm 6. Juni. Luka-aemeinde. ____Dm 3. Jun«. Georg Müller, Sohn de- Schlosser- Emil Muller, 9 Jahre alt, starb dm 31. Mat. Dm 5. Juni. Georg Heinrich Strmg, Kaufmann zu Malmö in Schweden, 33 Jahre alt, starb daselbst den 31. Mat. Dm 6. Junt. Karl Ohr, Sohn de- Schaffner- Martin Ohr, 8 Jahre alt, starb dm 4. Junt. Kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. «vaogelische «emeinle. Gottesdienst Sonntag den 10. Junt. 3. Sonntag nach Trinitatis. A« dar Etadttirche. Bormittag« 11'/. Uhr: Kinderktrche: Pfarrer Schlosser. Vermehr, Lund» und VoU-wirthschaft. Gtatza», 9. Juni. Marktbericht. Aut dem heutigm Wochmmarkt kostete: Butter pr. Psd. x 0,80—0,95, Hühnereier 1 Stück 5 4, 2 Stück 10-11 4, Käse pr. St. 5-8 4, «äsematte Pt. St. 8 4, Erbsen pr. Liier 17 4, Linsen pr. Liter 28 4, tauben pr. Baar X 0,86—1,10, Hühner pr. Stück X 1,20—1,40, Hahoer pr. 6t- X 1,50-2,00, Enten pr. 6t X 1.80 bi- 2,20, Ochsevfleisch pr. Psd 70—74 4- Kuh» u. Rindfleisch pr. Psd. 60—64 4, Schweine« fleisch pr. Psd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Psd. 60—66 4, Hammelfleisch pr. Psd. 56—68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50-5,00 X, Weißkraut vr Stück--4, Zwiebeln pr. Eentner 8,00—9,00 X. Milch tr. Btfrr 16 20 A, Entmeier 2 6t 11 4, Gänseeier 10 4, Kirschen pr. Pfd. 15—20 4 Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemeffrn am 9. Juni, zwilchen 11 und 12 Uhr: Wasser 13'/,, Luft 12°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Briefkasten. B. 8. Bis sitzt noch nicht« Derartige« «ingettoffen. Wir wollen jedoch sehm, was sich machen läßt. Frdl. Red. Die Fl 584 Äidmstossk direkt au« der flabrik allo au« erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, tu tedem Maaß zu de,leben. Mait verlange Muster mit entiabc de» «ewünlchtrn. Zimmer. 4895 4866] L. Wolf. Berein-local 4877 4871 Um „rite“ die torünberg gehörender schwerer Bullen, Simmenthaler Rasse, öffentlich meistbietend, unter den bei der Per» fteigerung bekannt gegebenen Beding» ungen, versteigert. Grünberg, am 8. Juni 1894. Gr. Bürgermeisterei Grünberg. Bullenversteigenmg. Mittwoch de» 13. d. TL, Vermischte Anzeigen. F. G. F. 4869 Montag Abend 8 Uhrr Hebung. Feuerteiailiißg. Heidelberg. 1 Aiskiisft erthelltdieFriedbef-Cemmistloe. BI/ X-ochwarte-Annerod. 1/ Abgang 27, Uhr am Fried» - |\ - Hof Bet ungünstiger Witte» 1 ■ rung Zusammenkunft im Eourse der Frankfurter Börse. ®orfe*»pcfrex>erict)r von E. W»sserwehlebeia, Bankgeschäft. Jede Woche bringt neue Veränderungen aus politischem Gebiete. Zu der Krtfi- tn Ungarn, welche bi- zur Stunde noch keine endgtltige Lösung gefunden hat. kommt nun auch noch der Rücktritt bk« Ministeriums Ertspi. So sehr unsere deutschen Börsm an der wetteren Entwickelung der italienischen Verhältnisse interesflrt sind und deshalb naturgemäß durch jede Verzögerung der Ausführung der Santrung-pläne ziemlich berührt werden, so kühl standen sie doch dem Ereigniß gegenüber, da man allgemein der Meinung ist, daß CriSpi wieder an die Spitze de- neuen EabtnetS trettn würde. Ungewißheit herrscht nur darüber, ob auch der seitherige Finanzminister sein Portefeuille behalten oder ob er und seine Reform- projecte als vollständig aufgegeben zu betrachten sein werden. Die Börsen würden da» Scheiden Somcinos nicht unflern sehen, wenn sie greifbare Anhaltspunkte dafür besitzen würden, daß mit ihm auch die Frage der Renlensteuererhöhung von der Bildfläche verschwindet und sein Nachfolaer die Gesundung der Finanzlage auf vollständig veränderter Bast« erstreben werde- Leider ist die« aber kaum anzunehmen. Italien fehlt eS an geeigneten Männern, welche fähig sind, das festgerannte L-taatSschtff wieder flott zu machen und die gleichzeitig auch Autorität genug besitzen, um im Parlament eine Mehrheit zu finden. Von Crispi aber kann nicht wohl angenommen werden, daß er heute aus die höhere Besteuerung der Renten, desitzer verzichtet, nachdem er seither scrupellos genug war, in die Verkürzung der Staat-gläubiger einzuwilligen und sie tn der Kammer zu verthridtgen. Sein Ansehen müßte wenigstens sehr darunter leiden und bet einem solchen Wechsel seiner Anschauungen müßte es auch mehr alS fraglich erscheinen, ob ihm die bisherigen Anhänger treu bleiben würden. Für die Rententnhaber wird es deshalb ziemlich gleichbedeutend sein, ob Somcino dem neuen Cabinet wieder angehört oder nicht. Auch tn Ungarn dürften die Verhältnisse durch den Mtntsterwcchsel keine wesentliche Aenderung erfahren. Allem Anschein nach wird die Krone durch die geschlossene Haltung der liberalen Partei gezwungen, tinen Theil der Forderungen Weckerle'S zu erfüllen und ihn von 'Jttuem zur Constttuirung des Ministeriums zu beruft*. Je mehr die Chancen im Laufe der Woche in dieser Hinsicht zunahmen, b fto zuversichtlicher wurde die Haltung der Börsen von Wien und Pest. Unsere deutschen Esfectenmärkte, welche sich nachgerade daran gewöhnt haben, ihre Dtrective von auswärts zu erhalten, folgten der gebotenen Anregung ohne Widerstreben und, da gleichzeitig auch von Parts und London, angeregt durch die nunmehr publtcirte Converston der egypltsch-türkischen Trtbutanleihe höhere Notirungen etnltesen, so vermochte sich auch tn Berlin und Frankfurt trotz der politischen Bedenken eine »rrhältnißmaßig feste Tendenz zu entwickeln, allerdings ohne daß damit eine erhebliche Vermehrung der Umsätze Hand tn Hand gegangen ist. JZur auf einem Gebiete — den schweizerischen Eisenbahnpapieren — gestaltete sich der Verkehr lebhast und die Courssteigerung dieser Werthe trug viel zu dem freundlichen Aussehen dcS Marktes bei. Wie aus den Jahresergebnisstn ersichtlich ist, Haden blt einzelnen Linien im vergangenen Jahr einen ganz erfreulichen Aufschwung genommen und dir erzielten Betrtebsüberschüsse lassen durchweg eine höhere Dividenden-Vertheilung zu, als man vorher erwartet hatte. Da zudem seitens der Centralbahn sowohl als auch der 'Nordost- und der Jura- Stmplonbahn-Gesellschast die Converttrung ihrer vterprocentigen Prtoritätsschulden in Angriff genommen ist, so ist bei denselben in Zukunft eine erhebliche Verringerung der Ausgaben zu erwarten, welche den Actionären zu gute kommen wird. Diese Erwägung regte namentlich vielfach zu Käufen von Jura-Simplon- und Nordost- Actien an, wodurch dieselben über 3 Procent Coursaewinn erzielten. Bei den Käufen in letztgenanntem Effect wird aber wohl thetlweife auch noch der Umstand mitgesprochen haben, daß sich die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Verwaltung und dem Groß-Actionär Guyer-Zeller immer mehr vergrößern und dieser in her nächsten Generalversammlung einen Antrag auf die Entlassung nahezu sämmtltcher Ver- waltungSrathS- und DirectionSmitglieder einbringen will. Selbstverständlich werden nun von beiden Seiten Anstrengungen gemacht, die Mehrheit des «ctiencapitals hinter sich stehen zu haben. Oefterreichische Eisenbahnen sind wenig verändert, nur böhmische Westbahn wurden drei Gulden höher bezahlt. Auch italienische Bahnen waren vernachlässigt. Prtnce Henri prositirten durch den neuesten Decaden-AuSwets und die Erklärung der Dtrectton, daß der mebrfach erwähnte Prozeß gegen die Rodinger Hochosengesellschasl selbst bei unglücklichem AuSgange ohne Einfluß aus da« diesjährige Gewinnresultat sein werde, da schon früher eine Rückstellung in Höhe des streitigen ObjectS vorgenommen worden sei. Tie bessere Bewerthung der östlichen deutschen Bahnen hängt mit den anziehenden Getretdepretsen zusammen, da hierdurch die Möglichkeit vermehrter russischer Zufuhren naher geruckt wird. Lübeck-Büchener waren zu steigenden Coursen gefragt, weil der Bau eines Central» dahnhofes in Hamburg, zu dessen Kosten die Gesellschaft erhebliche Beittäge zu leisten gehabt hätte, vorläufig verschoben worden ist. £. , Das Kohlensnndtkat hat die Ablehnung seiner Forderung für Lokomotio- kohlen durch das preußische Eisenbahnminlstertum nicht auf sich beruhen lassen, richtete vielmehr eine Eingabe an Herrn Thielen, in welcher es den Preis von Mk. 85.- rechtfertigte. Dieses Vorgehen machte an der Bö.se guten Eindruck und bat die Hoffnung geweckt, daß doch noch ein befriedigendes EtnvcrstLndntß in dieser Angelegenheit herbeigeführt werden würde. Obwohl bis letzt noch nichts darüber »erteutete daß sich der Eisenbahnminister nun gefügiger »eige, wurden doch nicht unbedeutende speculativc Meinungskäufe in den tonangebenden Kohlenactien aus- aesübrt fo baß Gelsenkirchener annähernb drei und Harpener über ein Procent gewonnen haben. Eisenwerthe waren Anfangs der Woche niedriger angeboten, ?rhöuen sich aber späterhin durch Wiener Käufe die ebenfalls durch die Hausse der österreichischen Montanpapiere veranlaßt wordcn sind. Alpine Montan-Actien nottren , unter Berücksichtigung des durch die Eoupondetachtrung enolgten Zuschlags drei: ^^De°?FondSmarkt war recht ruhig. Selbst in jenen Renten, die direct! durch die Eingangs erwähnten poltf.schen Vorgänge berührt worden, entwickelte sich lebhafteres Geschäft, doch war die Tendenz im Allgemeinen test. Tie eigentliche Stütze des Rentenmarktes ist immer noch Pari«. Dort war man geneigt, ben Ruck» tritt CriSpts eher günstig für die Staatsgläubiger aufzufanen und schritt zu Deckungs- Kufen Rubtm wollte man wissen, baß bie Berhanblungm lowohl wegen Verpachtung des Alkohol-Monopols, als auch weg«, Grünbung einer deutsch-; italienischen Bank gute Fortschritte machen. Auch für Hagarn unb Türken ttat Varis als Käufer auf. werben würben gleichfalls bester bezahlt. Dir Nachfrage1 nach b-n 3proc. deutschen Anleihen hat etwas nachgelasien, nachdem von otnetofer ; Sette erklärt worden ist, daß vorläufig nicht an die Eonoersion der ^oc. Titel ge- dacht werde Auf dem Markt der amerikanischen EisenbahnbondS degirmt sich wieder eine bestere Meinung Eingang zu verschaffen. Nach Stev^orker Dreschen soll Aussicht vcrhanbm sein, daß der Juli-Coupon der erftat ^orthern Pacisic und der ü-*u. 6ptcc St. LouiS unb San Francisco Bonbs bezahlt werden wirb. i vom Jahre 1898 ab zum Bezug weiterer Zinsen bi« zum ursprünglichen Betrag von 4'/i Procent berechtigt, wenn und insoweit die Erträgnisse der Eisenbahn statutengemäß eine Zahlung von mehr als der Hälfte des ben zuerst erwähnten variablen Obligationen zustehenben MaximalzinSfußeS gestatten. Die Coupons pro 1891 unb 1892 sinb werthlos. Als Adfinbung für bie Coupons pro 1893 erhalten bie 1886er Obligationen 15 FrS., bie Obligationen von 1889 für je brei Obligationen 22V, Fr« Doctorwürde zu erlangen, eriheilt wistenschastl. geb. Männern, vestützt auf Gesetz und -rfahr , einschläg Informatton unter M V. 84. Nordd. Allgem. Ztg Berlin MW. am 1. Juli 1894 fälligen Pfandbrief-Coupon* werden vom 15. Juni a. er. abinBerlin an nn*erer Ca**e und au* wärt* bei den bekannten Pfandbrief-Verkaufsstellen eingelöst. 4H"1 Deutsche Grundschuld-Bank. Von den Banken waren österreichische Crebitanstalt bevorzugt. Auch Wiener Bankverein unb Länberbankactien zogen etwas an. Diese Stimmung kam nicht minber ben beutschen Banken iu gute. Bei HanbelSgesellschaftSanthetlfchetnen wie« man aus bie höheren Eourse ber serbischen Werthe unb ihr Interesse an bet schweizerischen I Centralbahn hin. Letzteres würbe auch für DreSbener Bankoctten in« Treffen geführt. Vormittags 11 Uhr wird in ®ä«ff«alM%»nab«an,6oTt8u”i«fif»«n E„«nb.hn,-I-Illch-I, DorJ -in d-r Semeinhe geschlagenen Arrangements erwähnm wir hier noch Das, waS für die deutschen Besitzer von Interesse ist. Die 4>/,proc. Schuldverschreibungen von 1889 mästen in Gruppen von je 3 Stück eingereicht werden, wogegen man eine neue gleich hoch ort -insliche Schulboerschrcibung ersten Ranges unb zwei Obligationen zweiten Ranges mit vetänberlichem Zinsfuß (jedoch im Höchstbetrag von 4', Procent) erhält. Der Nominalbetrag ber neuen Stücke ist gleich bemjenigen ber alten Titel. Die 4>/,proc. 1886er Obligationen (Beira-Beixa) werben tn 3proc. Schulbverschreibungen ersten Ranges umgetauscht unb erhalten außerbem noch einen veränberlichen Coupon, ber Heugras. Im Anschluß nn bie städtische Hengraöversteigerung (Montag den 11. Juni er.) soll die Heuernte von einer Miese am Schiffenbergerweg, (circa 4 Morgen) versteigert werden. 4875] L. Petri 11 LudwigSstr. Wegzug-halber versteigere ich Mittwoch den 13. Juni, Nachmittags 2 Uhr, Wallthorstraße 36, verschiedeneMöbel, Kleiderschränke, Tische, Holzbetten, Sopbas, 1 Schreibpult, 1 Pianino, 1 eiserne Kiste :c. rc Desgleichen Waschbütten, Züber, 1 Viehraufe und sonstige Stallgeräthschasten rc. rc. Gießener Uadfahret Herein. Heul« Sonntag früh 7 Uhr, Ab» fahrt nach kfrtedverg. Zusammenkunft am SelterSthor. [4884] D«r ftzahrwart. fedjhierbflnb Gießen-talir. Montag den 11. Juni, 4692 Abends 9 Uhr Monats-Versammlung bei Jochem „zur Selter-höhe/' 4705] Die am 1. Juli er. fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereit* vom 15. Juni er. ab an unserer Kasse in Berlin und an den bekannten Zahlstellen eingelöst. Pommersche Hypotheken - Actien - Bank. COBM V0M 8./VI. 1./VI. Coar* vom 8., VI. l./VI 4% Hessische Obligation- 105 15 104.80 4V»°/oPortug.-A. 88 u.89 5o/o emort Gerb. Go2>- 32 75 82.45 r Bauern .... 106 85 106.95 , Baden..... 104 55 104.75 Rmte .... 63.50 61.30 3*/0 Sächsische Rente. . 89.45 89.70 bo/vSerbischeEisendahn- ä'/,'Vo Bremer StaatSanl. 99.85 99.50 Hyv.-Obl. L. A. . 4°/oSchwed.Oblig.l880r 66.10 64.40 „ Hamb.StaatSrente 100.10 100.— 101.85 101.75 4o/o Oestr. Goldr ente 98 55 98 35 F/o Türken conv. Lit. D. 24.75 24.55 , GriechischeMonopol- 5»/0 Argem. Gold - Anl. Anleihe . . . 43/0 Rumänische Rente . 36.40 36.— v. 1887 . 46.70 46 75 85.20 85.50 31/1% Egypt. priv. Anl. 102.75 102.20 50/0 Ruff. Eonsol« S. in —.— —.— 4»/o Piälz. Ludwig-bahn 5% SÜdbahn Lombarde» 104.70 104.20 (Bexbach) . . . , Hessische LudwigSb. 104.50 104.40 4% bo. do. 98 90 98.95 3'Vo bo. bo. 62.95 62.90 1 68/69 garanl. . 103.25 103.25 4% Prag-Durer Gold . 101.50 101.25 , Elisabethb. steuerfrei , Rubolf Golb (Salzk.) 102.— 102.— Gold .... 102.20 102.10 , Franz-Josef Silber 79.60 5% Oestr. StaatSbehn . 110.10 110.20 30/0 fteetL garant. Jtal. 4o/o bo. bo. 102.50 102.70 Eisenbahn . . 48.70 48.65 36/0 do. bo. 3Vo Livorneser . . . 52 55 52.90 T-VllTEmist. 90.50 89.35 40/2 Ruff. Südw Effenb. 99.50 99.30 So/, bo. Ergänzungsnetz 5°/o Norbwestdahn Gold 88 15 109.25 87.75 108.60 40/g Wlabttawka« flemt 4% gar. Sarbtn.Sec.stsr. 99.30 63 75 99.20 64.- Uis«N»^HN-rUti«N. Ludwig-Has en-Lerbach. 229.40 228 50 Oest. Norbw^Bahn CttJ. 215-/4 215V« Hessische Ludwig-baho. 114.10 114 — Gottharbt..... 168.10 167 45 Pfälzffche 9lorbb«bn 116 — 115.80 Jtal. Mittelmeer . . 76 75 76.70 Lübeck-Büchner . . - 139 — 136 50 eo*t«tuttee. Deutsche Reichsbank 155.80 155 55 Dresdener Bank. . . 140.- 137.35 Berlin. Hmideisgesellsch. 13410 131.10 Mitteldeutsche Erebitb. . S-.- 96.80 Deutsche Ban! . . . 157.95 156 80 Wiener Bank-Verein . 1043 8 102 * , DeutscheGenostenschftSb. Württemb. Vereins bank 129.30 128.70 a.SoergelMar ristu-^Eo. 113.30 113 50 Deutsche Verein-bank . 107 106.30 BindingrBraucrei . 174 50 174.— Deutsche Bviag-anftalt 195 95 197.— r-tern- do. (Oberrad) 158.50 —.— Farbwerke,oorm.Meister, Bad. Snttirp u. Soda» LuciuS dt Brüning. 372.80 876.— febrtf .... 365 40 365.80 Ricbeck'scheMonuanverre 158 75 158.90 Hibernia Bergw.-Ges. . 119.— 116.— Bochumer Gußstahl 131.25 129.80 itoof«. Oestr. 1860rfl.500-Loose 124.40 124.90 Braunlchweig. 20 Thlr^- „ 18.54rfl.250- .. 125.55 125.50 Loose .... 104.30 108.55 4% Meininger Prämien- 3°/c OIdenturga Loose. 126.10 12540 Psandbr..... 128.70 128.60 3V«°/eKöln-MindruLoose 132.80 — WattÄHid«. 40/L. Franks. Hyp-Pfdbr. 43, sDeutscheGrundschld.- v. 91 ab . . . 3>/?/2Fr7cksLwP-Psddr. 104.— 103.95 Bk.-Pfandbr. I u. II 101.— 101.— 97.50 97.50 31/fVo do...... 97 40 97 40 ■ -Prcuß.Hvp^Act^Bk^ Pfandbr. XV.-18. 103 70 10360 31 VeKbein. Hyp.-B«rk- Psandbr. . . . 97.20 97.— Wh do...... 98- 97.80 4- Meininger Psandbr. 101 40 101.40 40/0 Preutz. Eentr^Bod^ 40/« do. do. Ered.-Pfandbr. b« unkündbar bis 1900 103.40 103.40 1886 ..... 102.20 102.20 DwaUs« OeiWtoiUTU 69/e BuderuS-Odligat. 105.— 105.40 40/c Eisendahn-Rentenb^ Oblipel. . 100 40 100.40 CeKrtUaM*« Visenbahn-Bonb-. 6-/oEhic.Milw.f.Storni 40,Chicago Burlington Nebraska 1927 < . $rt_ rückzahll». 1910 . 5°/^hic.Milw.f.St.Paul 114.90 114.90 86 90 87.20 41/jO/f California Pacif. Prr., rüchahll». 1921 . 63^ Sentt. Paris. TMrlg. 106.75 106.20 L M., rüchahlb. 1912 G3, ^PacifuifMrstouri con- 105.30 104 90 rückzahlb. 1896 . . 101.20 101.35 solidated I. W. r. 1920 91.60 92.— 4894 4893 4889 Der Vorstand. die vielen Beweise herzlichster Theilnahme uns betroffen habenden Verluste sagen Dank Die trauernden Hinterbliebenen: Familien Kurz, Rudolph, Beckel. Für bei dem innigsten Giessen, den 9. Juni 1894. Die Beerdigung findet Montag den 11. Juni, Nachmittags 6 Uhr, von der Wohnung (Gartenstr. 2) aus statt. Ntamens der Hinterbliebenen: Carl Moll. Akademischer Gesangverein. Auf Wunsch unserer bei dem Musikfest in Darmstadt mitwirkenden Vereinsmitglieder, finden die Proben' von jetzt an Montags für Tenor und Baß, Dienstags für Sopran und Alt und Freitags für alle vier Stimmen jedesmal um 8 Uhr Abends statt. Dienstag den 12. I. M., Abends 9 Uhr, im Vereinslokal. Vezirksfest in Lollar: Sonntag den 17. l. M. Abfahrt mit dem Zuge Mittags 4863 2 Uhr 10 Minuten. Todes - Anzeige. Statt besonderer Mittheilung, allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass heute Morgen um 10y4 Uhr nach langem schweren Leiden mein lieber Bruder, unser lieber Onkel und Schwager Christian Moll sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Heuchelheim. Heute Sonntag, den 10. Juni, bei Wirth Steinmüller VII: Fahnenweihe des Gesangvereins „Liederkranz" unter Mitwirkung der Gesangvereine Germania und Teutonia daselbst. Gesangsfreunde werden höflichst eingeladen. 4876_____________________________ Der Vorstand. Herren- und Knaben Strohhüte empfiehlt zu billigsten Preisen 4031 A Fangmann Wtwe., Bahnhosstr. 29. Die Eröffnung dkl Paöe- unh tzchnninlnanstall " "■ Ph. Carl Euler. Ueschäfts - Empfehlung. m Unterzeichnete empfehlen sich dem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum bet Neubauten in allen vorkommenden Dachdeckerarbeite«. ^n^?eparaturen von Dächern jeder Art werden sofort und billigst aus. aeführt. — Um gefällige Aufträge bitten Hochachtungsvollst Joh. Lapp und C. Korndörfer, El__________________Dachdeckermeister, Kathariuengaffe «. Oscar Höpfner’s Institut für Orthopädie, schwedische Heilgymnastik und Massage-Kuren nach ärztlicher Verordnung. Damen-Behandlung. Auch Behandlung im Hause des Patienten. Unbemittelte frei. 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