a. '6 »«(iS, /. Uhr, eG Nachricht bringe. öu^ribenben -—.__3941 r ^orttanK eis ‘iichenplatz 21. aent 3en P|atze " erung: tfjte MMkL ju bezieh, zwei 5 Zieh' t schönst, freier v Auch g-be dieselbe-.-u lb. sirr, an Steind »nttn. itlere Stock, l auih Kw. ist per sofott in «er« enkleidermacher. A-M 71iofm (tf bst Zubehör, Ecke der graste, w Juli zu rti durch ^rchitrct, WMorstr. '♦ Rt. 1 Wohnung (n Zimmer u. Zub. - u Ärchii^kl Lirin. iamilienlojis aus fofcn Irünbergerstrasti 38. lstrahe 12, ütebenhat mg zu vermiethen. t6 MtoL frmtur & BldtRMfril.V i alleinstehende Perlon vermieden, wort V’W- , ,, »astvhl, Sieinstrahe 41. önmoht 3i*Wf (ofott ibosttroße 61,3. Stock. Zimmer alebald zu ver» i'önes iju perm. NeuW>l ^zimmerTH 6&W*lL ♦ itren an )016en , Wit»'N"1 °u" per Ä Schwär*' kLr Nr. 107 Brr Mnut >«|ti|a l»ch, er. tUwifcm« bei Kentogl. Der ®u$enrr WTVr »em Iftjrtgct »reieef Erstes Blatt. Donnerstag den 10. Mai __1894 Gießener Anzeiger Kenerat-Ztnzeiger. T4rr1«lsttzngn >lntranrt»fNtor 8 «art JO ¥t|. ■* vrmgkrtotM. Dur® »v Pol begehe 2 »ad 50 We. HfHthon tro«*U» mtb Xru4Bf|ri|( W-V Acrniprech« 5L. Aitttr« und Anzeigcblatt für bett Kreta Giehen. Frist von 8 Tagen Ille ÄnnoacetuBunam bei In. und lullanbe« «chm» ■ n|ti|tn für den ^Gietzener Injeigcf niifef» Troppau, 9. Mai. Strikende Bergarbeiter wollten heute früh den DreisaltrgkeitSschachl bei Polnisch- Ostran üb er fall en. Die GenSdarmen machten von ihrer Waffen Gebrauch. Ungefähr 20 Personen sind tobt oder verwundet; eS wurde Militär requirirt. Der LandeSprästdent ist nach Polnisch-Ostrau abgereist. und mit dem Poststempel Wien, ein, welche die Drohung enthielten, das MagnatenhauS würde in die Luft gesprengt werden, falls die Ctvilehevorlage zur Annahme gelange. Graz, 8. Mai. Ueber das Befinden der au» der Lueloch. höhle geretteten Höhlenforscher wird gemeldet, daß sich alle leidlich wohl befinden bis auf den 15jährigen Realschüler Rudolf Heid, welcher als blühender Jüngling die Unterwelt betreten und als schwachfinniger Greis wieder ans ^.ageSltch. gekommen. Die Schwester deS Unglücklichen fiel beim Anblick ihres furchtbar entstellten Bruders in Ohnmacht. Heid erkennt Niemanden, manchmal lächelt er wie geistesabwesend. ES wird der sorgsamsten und aufopferndsten Pflege bedürfen, den jungen Mann am Leben zu erhalten. Wie weiter gemeldet wird, wird sich der StaatSanwalt mit der Expedition nach der Luelochhöhle beschäftigen. Mailand, 8. Mai. Bei dem Zusammenstoß zwischen Polizei und DolkShaufen am Sonntag bei der Ankunft CriSpiS wurde eine Anzahl Personen, darunter auch Kinder, durch flache Hiebe verwundet. Diele Radicale, darunter zwei Redacteure deS „Secolo", wurden verhaftet. Pari», 8. Mai. An der Statue der Jungfrau von Orleans wurde gestern von einem Vertreter der royalistischen Jugend ein Kranz, dessen Schleife die Inschrift trug: „Die royalistische Jugend der Jungsrau von Orleans" niedergelegt. Es dauerte jedoch nicht lange, bis der Kranz von der Poltzei I entfernt wurde. — Gin Schreiben deS Grasen von Paris an die Mitglieder des royalistischen CongresseS fordert zur Fortsetzung des Kampses auf, um zu beweisen, daß die royalistische Bewegung in Frankreich noch nicht erstorben sei. . m London, 8. Mai. Die Preffe beschwört dte Gruben- I besitz er und Bergleute Schottlands, sich zu verständigen, I damit das Schauspiel eines verderblichen Strikes England I und Deutschland erspart bleibe. Newyork, 8. Mai. Bergarbeiter in Alabama Haden I Maschinen und mechanische Zecheinrichtungen durch Dynamit- I expl osionen vernichtet- der Betrieb ist vollständtg ein- I gestellt. Deutsche» Reich. Darmstadt, 8. Mai. Wegen deS Ablebens Ihrer Königlichen Hoheit der verwittweten Herzogin Max Emanuel in Bayern, geborenen Prinzessin von Sachsen- Coburg und Gotha, ist aus Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer bis -um 14. l. MtS. einschließlich angeordnet worden. Berlin, 8. Mai. Es scheint fast, als ob die anhebende \ sommerliche Stille in der inneren Politik durch die Wieder- aufnahme der zunächst gescheiterten Action, betr. die Finanz, und Steuerreform im Reiche, gestört werden solle. Aus gut unterrichteten Berliner Kreisen verlautet mit Be- ilimmtheit, daß regierungsseitig alsbald an die Ausarbeitung eine» neuen Entwurfes zu einer systematischen Umgestaltung der ReichSsinanzen herangegangen werden würde. Zugleich werde dieser. Plan auch die Rejorm der preußischen Finanzen umfassen, und da ähnliche Bewegungen sich auch in den Re- gierunngSkreisen in anderen Bundesstaaten geltend machten, so stehe im kommenden Sommer eine neue Finanzminister- Eonferenz zu erwarten. Letzterer würde der Reichsschatz, secretär Graf Posadowsky neue Steuergesetzentwürfe behufs Bermehrung der eigenen Einnahmen be» Reiches vorlegen. Von einer abermaligen Eonferenz bet Finanzminister der größeren Emzelstaaten ging schon lange das Gerücht, vielleicht wird sich nun das Projcct zur Zeit der Hundstage verwirklichen. Was indessen die angekündigte anderweitige Auflage der Frankfurter Finanzminister-Conserenz an neuen steuer- und finanzpolitischen Vorschlägen hervorbringen wird, da» kann man wohl noch ruhig abwarten, eS dürste Niemand besonders darauf brennen, die ferneren Steuerpläne der ver- bündeten Regierungen kennen zu lernen. totales mn- provinzielle», Gießen, den 9. Mat 1894. ** Personalien. Durch Entschließung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 5. Mai wurde der Großh. Fabrikinspector Möser zu Darmstadt mit Rücksicht aus die zeitweilige Beurlaubung deS Großherzogl. Fabrikinspectors Kraus bis auf Weiteres mit der Versetzung der Dienstgeschäste des Fabrikaufsichtsbeamten für den Fabrik- aufsichtSbczirk II und der Chemiker Friedrich Lösser auS Darmstadt mit der Versetzung des Dienstes eines Assistenten bei dem Fabrikinspector beauftragt. ** Arena Kieffer. Wenn wir Veranlaffung nehmen, nochmals auf die Vorstellungen der Arena Kieffer zurückzukommen, so geschieht dies, um der Ueberzeugung Ausdruck zu geben, daß im Verlauf der letzten Jahre ein derartiges Unternehmen mit gleich guten, ja vorzüglichen Leistungen nicht dagewesen ist. Ohne auf die Reichhaltigkeit des Programms näher einzugehen, muffen doch die mit Eleganz verbundenen Ausführungen der Parterregymnastik, am fliegenden Reck, deS Jongleurs, sowie deS Schlangenmenschen hervorgehoben werden. In angenehmer Abwechslung folgte im Verlauf de» gestrigen Abendprogramms ein kunstgerecht imitirter Schuhplattler, sowie ein von den kleinen Geschwistern Kieffer aller- liebst gegebener Schwäbischer Tanz. Die gut geschulten graziösen Darbietungen aller Piecen waren stets fesselnd und sanden ungeteilten reichen Beifall. Den Schluß der gestrige« Vorstellung bildete eine Pantomime, „Die Zauberflöte", deren grotesk-komische und dabet im Sinn gut verständliche Ausführung die Besucher aufs Angenehmste verabschiedete. Wie verkündet, finden bloS noch zwei Vorstellungen statt, auf welche wir besonders Hinweisen, da ein Besuch derselben einige unterhaltende Stunden verbürgt. Die Arena ist mit Sitzplätzen gut eingerichtet und können Damen ohne Bedenken den interessanten Vorstellungen betwohnen. ♦* Boa hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt Fuhrknecht Adolf B e ck aus Alzey von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Diebstahls, die Dirne Louise Form aus Ausland. — In der freien Schwei, geht man den Herren Anarchisten und den ihnen geistesverwandten Elementen endlich ebenfalls kräftiger zu Leibe. Durch Bundesraths, beschluß sind die Brüder Friedrich und Heinrich Hoß aus Bremen und der Schreiner Dedeck auS Böhmen aus dem Gebiet der Eidgenoffenschaft ausgewiesen worden. Die Genannten sind Mitglieder der anarchistischen Partei, sie sind auS dem speciellen Grunde von der AuöweisungSmaßregel betroffen worben, weil sie am 1. Mai eine schwarze Anarchistensahne in Zürich öffentlich herumtrugen. Ferner ist vom Bemer Gerichtshof der Wühler und Agitator Wassilieff, Secretär der Arbeiterorganisation zu Bern, wegen Anstiftung deS Berner Strahencrawalles vom vorigen punt nach mehrtägigen Verhandlungen zu der verhältnißmäßtg hohen Strafe von elf Monaten Gefängniß verurtheilt worden. — Im ungarischen Oberhause haben am Montag die Plenarverhandlungen über die Civi l e h e-V o rl age begonnen. Die Commission empfiehlt die unveränderte Annahme des Entwurfes und unterliegt es keinem Zweifel, daß sich die Mehrheit des Hauses in diesem Sinne entscheiden wird. In der Montagsdebatte sprach Fürstprimas Vaszary gegen die Vorlage, hauptsächlich auS dogmatischen Gründen, während Gajzago und Juftizminisler Dr. v. Szilagy für die Vorlage Bekannimachuna. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnih gebracht, daß die nach S 6 des Reichsgesetze» vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eine» Aufschlag» von Fünf vom Hundett, pro Monat April 1894 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen; Hafer JL 17.40, Heu JL 10.—, Stroh 7.90. Gießen, 8. Mai 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. . v. Gagern. Gießen, den 8. Riai 1894. Betr.: Die Vertilgung der Maikäfer. Daß Grotzherzogliche Kreisamt Gietzen Ml die «rotzt,. Bürger«eiitereie« bei Kreise». Diejenigen von Ihnen, welche unserer Verfügung vom 11. April l. I. — Anzeiger Nr. 86 — noch nicht nachgekommen sind, erinnern wir an Erledigung derselben mit »'N »n.k.gtn,u dtt rr°chmm«s» sttt| Arrtfisßrifadt: <8>vtfetxwx AamilienötäHer tie trtotintnkfn Kummer fcii v.rm 10 Uhr _______ eintraten. Letzterer erntete mit seinen Darlegungen lebhaften | i Beifall. — Die Stadt Klauseuvurg in Siebenbürgen macht äugen- I i blicklich durch den vor dem dortigen Schwurgericht sich ab- I spielenden sogenannten Memorandumproceß von sich I reden. 23 Mitglieder des Executiv-ComiteS der rumänischen I Nationalpartei in Siebenbürgen, sowie eine Anzahl anderer I Personen sind angeklagt, sich durch eine von ihnen an den I Kaiser von Oesterreich gerichtete politische Denkschrift des I Verbrechens der Aufreizung schuldig gemacht zu haben. In I der Denkschrift (Memorandum) wird auSgesührt, daß die I im Jahre 1848 erfolgte Vereinigung Siebenbürgens mit I Ungarn die den Rumänen gewährleistete Autonomie vernichtet I habe- der betreffende Beschluß sei von einem Landtage gefaßt I worden,'in welchem die rumänische Bevölkerung des Lande« I weder ihrer Zahl noch ihrer Bedeutung nach entsprechend I vertreten gewesen sei. Kaiser Franz Josef hatte e8 seiner I Zeit abgelehnt, die mit Ueberreichung der Denkschrist beauf- I tragte rumänische Deputation zu empfangen. In den Kreisen I bei Siebenbürger Rumänen zeigt sich anläßlich des Klausen- I burger ProcesseS eine bedenkliche Erregung, die ihr Echo auch I im Königreich Rumänien findet und hier wie dort unliebsame I Demonstrationen befürchten läßt. Auch der Proceß selbst I dürfte nicht glatt verlaufen, schon am ersten Verhandlungs- I tage, am Montag, kam e« mehrfach zu Zwischen- I fällen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Corresponden,-Bureau. «Berlin, 8. Mai. Eonferenz der Centralstelle I für Arbeiterwohlfahrtsei nrichtungen. Der! Stabsarzt Wutzdorff- (Berlin) referirte über Reinhaltung I der Lust in den Fabrikräumen, woran sich eine längere I Debatte schloß. Hierauf wurde die Conserenz geschloffen. I । Die Mitglieder besichtigten später verschiedene industrielle I Etablissements. Köln, 8. Mai. Wie der „Köln. Ztg." aus Petersburg I gemeldet wird, ist die Hochzeit der Großfürstin Xenia I aus Anfang August festgesetzt. Der Czare witsch reist in einiger Zeit nach England zum Besuche seiner dort weilenden I Braut. Baar ((Santon Zug), 8. Mai. Der Durchschlag des AIbiS-Tunnels auf der im Bau befindlichen directen Linie Zürich-Gotthard ist heute genau nach Berechnung erfolgt. Der Albis-Tunnel ist nächst dem Gotthard-Tunnel der größte der Schweiz. Brüssel, 8. Mai. Der Arbeite Minister empfing heute das Mitglied deS Ausschusses des Verbandes deutscher BerufSgenoffenschaften, Handelsrichter Emil Jacob aus Berlin, in längerer Audienz, um erläuternde Mittheilungen I über die Ausstellung des Verbände- in Antwerpen entgegenzunehmen. Der Minister bekundete ein lebhaftes Interesse I an den überreichten Statuten und Unfallverhütungsvorschriften ' I der BerufSgenoffenschaften. Depeschen deS Bureau »Herold-. Berlin, 8. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." theilt osficiös mit, die dem Kaiser zugesallene Gemäldegallerie des Grasen Schack werde ungestört in ihrem alten Heim an der Briennerstraße in München verbleiben, da das Haus infolge Vereinbarung mit den Erben ebenfalls an den Kaiser übergegangen sei- die Gallerie werde auch künftig für daS Publikum geöffnet bleiben. Berlin, 8. Mai. Die hiesigen Böttcher sind, weil ihre Forderung auf 30 Mark wöchentlichen Minimallohn und neunstündige Arbeitszeit nicht bewilligt und ihnen am 1. Mai nicht freigegeben worden ist, in den AuSstand etngetreten. Bisher haben sich demselben 350 Mann angeschlosien. Berlin, 8. Mai. Der im Duell verwundete Redacteur deS „Kladderadatsch", Dr. Polstorff, befindet sich außer aller Gefahr und wird voraussichtlich bald wieder her- gestellt sein. Hamburg, 8.' Mai. Kanzler Leist kommt am Donnerstag mit dem Dampfer „Eduard Bohlen" auS Kamerun hier an. Wien, 8. Mai. Die Befürchtung, daß die ausständigen Arbeiter gestern Abend Scandale insceniren würden, hat sich dank der umfaffenden Sicherheitsmaßregeln nicht erfüllt. In Mährisch-Ostrau dehnt sich der Strike der Kohlenarbeiter immer mehr aus. Die Behörden verlangten : Militärverstärkung. Budapest, 8. Mai. Bor Beginn der heutigen Sitzung des Oberhauses, in welcher das Ehegesetz diScutirt wurde, gingen Korrespondenzkarten, in ungarischer Sprache geschrieben Scchshelden von derselben Behörde wegen Diebstahls; Schlosser Georg Victor Maria Scharek aus Ratibor vom Amtsgericht Worms wegen Strafvollzugs,- Tapezier Theodor Alwin Ender aus Groß-Schönau bei Bautzen von demselben Amtsgericht wegen Strafvollzugs- Schleifer Philipp Hitzel von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Urkundenfälschung- Landwtrth Philipp Meng aus Hohen - Sülzen vom Untersuchungsrichter II in Mainz wegen betrügerischen BankerottS- dte verheirathete Taglöhnerin Elise Müller aus Weckers- Heim von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls- Steinmetz Johs. Römer aus Bensheim vom Amtsgericht Zwingenberg wegen Widerstands - Arbeiter Franz Carl Seibert aus Offenbach vom Untersuchungsrichter II in Darmstadt wegen Unterschlagung. ** Pfingst-Urlaub. Während der Pfingstfeiertage werden so viele Mannschaften beurlaubt, als sich mit den dienstlichen Verhältnissen vereinbaren läßt. Für die zeitliche Ausdehnung dieser Beurlaubungen wurden die Ausbildungsrücksichten als maßgebend bezeichnet. Auch die Bestimmungen wegen der Ernte-Beurlaubungen, bezüglich deren trotz Einführung der zweijährigen Dienstzeit bet den Fußtruppen eine wesentliche Aenderung nicht eintreten soll, werden demnächst erwartet. ♦♦ Die Bestimmungen des n§ 21 der Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands, betreffend das Verfahren gegen Reisende ohne giltige Fahrkarte», werden von dem Publikum nicht derart .beachtet, wie es das Interesse der Reisenden erfordert. Nach den besonderen Bestimmungen hat derjenige Reisende, welcher ohne giltige Fahrkarte betroffen wird, für die ganze von ihm zurückgelegte Strecke und, wenn die Zugangsstatton nicht sofort unzweifelhaft nachgewiesen wird, für die ganze vom Zuge zurückgelegte Strecke das Doppelte des gewöhnlichen Fahrpreises, mindestens aber den Betrag von 6 Mk. zu entrichten. Der letztere Betrag ist auch für den Fall zu bezahlen, daß der Zug sich noch nicht in Bewegung gesetzt hat. Derjenige Reisende jedoch, welcher unaufgefordert dem Schaffner oder Zugführer meldet, daß er wegen Verspätung keine Fahrkarte habe lösen können, hat nur den gewöhnlichen Fahrpreis mit einem Zuschläge von 1 Mk., keinesfalls jedoch mehr als den doppelten Fahrpreis zu zahlen. Um sich gegen Schaden und Weiterungen zu schützen, ist es für den Reisenden in letzterem Falle geboten, sofort vor oder beim Einstetgen dem Schaffner oder Zugführer aus freiem Antriebe zu melden, daß er sich nicht im Besitze einer Fahrkarte befinde, und nicht erst das Erscheinen des Schaffners zur Prüfung, bezw. Durchlochung der Fahrkarten abzuwarten. Die Beobachtung der sofortigen Meldung ist auch insofern besonders wichtig, als auf den abgesperrten Strecken eine Nachprüfung der bereits beim Zugang zum Bahnsteige durchlochten Karten im Zuge nur noch insoweit ftattfindet, als der Aufenthalt des Zuges auf der Station hierzu ausreicht. Reisende, welche die fragliche Meldung unterlaffen, haben demnach bei unterwegs stattfindenden Zugs- revifionen durch die hierzu besonders angestellten Zugsrevisoren zu gewärtigen, daß von ihnen der doppelte gewöhnliche Fahrpreis, mindestens aber der Betrag von 6 Mk. etn- gezogen wird. Der Reisende setzt sich außerdem einer strafrechtlichen Verfolgung wegen Betrugs aus. Darmstadt, 5. Mai. Der eine der beiden Großherzoglich hessischen Fabrikinspectoren, Herr Fritz Kraus dahier, ist unter sehr günstigen Bedingungen als Münz dir ector der südafrikanischen Republik (Transvaal) nach Pretoria berufen worden und derselbe beabsichtigt in aller Kürze zur Ueber- nahme dieser Stellung dorthin abzureisen. Kraus war früher hessischer Münzmeister und folgte dann, als das Eingehen der Darmstädter Münze beschlossene Sache war, einem Rufe nach Oft elften zur NeueinfUhrung des Münzsyftems im Königreich Korea, woselbst bis dahin alle Zahlungen nur in Naturalien, insbesondere in Erbsen und Reis, geleistet wurden. Herr Kraus unterzog sich innerhalb mehrerer Jahre der ihm gestellten Aufgabe, trotz der in Korea ausgebrochenen Wirren, mit bestem Erfolge und richtete in Söul eine Münze nach europäischem Muster ein. Nach seiner Rückkehr in die Heimath wurde ihm die damals neu geschaffene Stelle des zweiten hessischen Fabrikinspectors übertragen, zu deren Wirkungskreis die Provinz Oberhessen und ein Theil von Rheinheffen gehören. Darmstadt, 7. Mai. Der zweite hessische Katholikentag fand gestern Mittag 3 1/2 Uhr im städtischen Saalbau hier statt, und zwar wurden wegen des sehr starken Zudrangs von Theilnehmern zwei Versammlungen, die eine im großen Saale unter dem Vorsitze des Herrn Landtagsabgeordneten Dr. Schmitt aus Mainz, die andere im Garten, präsidlrt von Herrn Landtagsabgeordneten Frhr. Dael von Ko et HW an scheid, abgehalten. In der erstgenannten Versammlung begrüßte Namens des Localcomitös Herr Bankbeamte Lippert die Erschienenen, indem er auf die dem Katholikentag zur Erörterung obliegenden Gegenstände hinwies und zur Einigkeit gegenüber den Gegnern ermahnte. Herr Dr. Schmitt sprach sodann über den sehr zahlreichen Besuch seine Freude und seinen Dank aus und erinnerte im Weiteren an den nahe bevorstehenden Jahrestag der 102. Wiederkehr des Geburtstages des Papstes Pius IX. und die heutige Lage des Oberhauptes der katholischen Kirche. Die Ansprache gipfelte in einem dreifachen Hoch auf den Landesherrn und Seine hohe Gemahlin, sowie Papst Leo XIII. — Ueber die Ordens frage verbreitete sich Herr Jnstitutsvorsteher Dr. Kübel aus Gießen. Er meinte u. A., die Protestanten wetteiferten auf dem Gebiete der Mission und Nächstenliebe mit den Katholiken, seien aber leider nicht im Stande, den Segen des Ordenswesens zu begreifen, und suchte die speciell gegen den Jesuitenorden, deffen Wirken näher erörtert wurde, erhobenen Vorwürfe zu widerlegen. Die im Anschluß an den Vortrag angenommene R-es o luti on forderte die Wiederherstellung der territorialen Unabhängigkeit des Papstes, die Aufhebung des Gesetzes, betreffend den Mißbrauch der geistlichen Amtsgewalt, und des Gesetzes, betreffend die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen, sowie Beseitigung des Ordensgesetzes. — Die sociale Frage war Gegenstand einer Ansprache des Herrn Rechtsanwalts Dr. Frenah aus Mainz. Der Redner spricht zunächst von der unchrist- lichen Richtung unserer Zeit, die bedenkliche Früchte zu reifen beginne. Die Beseitigung der im socialen Leben hervorgetretenen Mißstände liege auf dem religiös-sittlichen und materiellen Gebiete. In ersterer Beziehung müsse es wieder dahin kommen, daß nicht der Egoismus, sondern das höhere göttliche Gesetz die Triebfeder des menschlichen Denkens und Handelns werde- die Religion dürfe nicht als eine polizeilich geschützte Institution, sondern als das lautere Evangelium des Welterlösers erscheinen- die Menschen sollten sich gegenseitig hilfreich beispringen, aber nicht mit Hochmuthsdünkel, sondern mit christlich wahrer Liebe, die vom Herzen zum Herzen spricht. Als materielle ober ökonomische Forderungen werden bezeichnet der Schutz der ehrlichen Arbeit, die Entlastung der unteren Klassen von öffentlichen Abgaben, die Erhebung einer nach oben progressiven Einkommensteuer, die größere Berücksichtigung der Interessen der Landwirthschaft und des Handwerks durch die Gesetzgebung, die gesetzliche Fixirung der Arbeitszeit u. dgl. m. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß alle christgläubigen und staatserhaltenden Elemente sich gegen die auf den Umsturz abzielende Socialdemokratie — zu deren Characterisirung vorher das Erforderliche ausgeführt worden war — vereinigen möchten und betont, man werde in dieser Beziehung gern mit Anderen zusammenarbeiten. Eine Resolution im Sinne der Frenay'schen Ausführungen fand Annahme. — Ueber die Schulfrage referirte Herr Pfarrer Schäfer von Ober-Ingelheim. Eine seine Darlegungen resumirende und von der Versammlung angenommene Resolution fordert die Wiedereinführung der Confessionsschule in Hessen, die Einrichtung eines katholischen Schullehrer-Seminars daselbst (in Bensheim), eine Verordnung dahin, daß der Kirche volle Freiheit in Ertheilung des Religionsunterrichts gewährt wird, Aufhebung der Bestimmung, daß die Ordensleute von der Schule ausgeschloffen sind u. s. w. — Das Referat über die Presse hatte Herr Rechtsanwalt v. Brentano aus Offenbach a. M. übernommen. Der Redner constatirt, nachdem er der Bedeutung der Presse überhaupt gedacht, den großen Aufschwung der katholischen Preffe in den letzten zwanzig Jahren, stellt verschiedene Gruppen von Zeitungen auf, pole- misirt dann scharf gegen die „den Character verwässernde" sogen, farblose Presse der Generalanzeiger u. s. w. und die socialdemokratische Presse, der Religion und Sitte, Vaterland und Liebe zum häuslichen Herd überwundene Standpunkte seien. Im Weiteren wird dahin plaidirt, daß die Presse der großen christlichen Confessionen, eingedenk des Wortes, daß die Religion das Wort des Volkes ist, sich einigen solle, und werden die Anforderungen erörtert, die man an die gute christliche Presse zu stellen hat, als Wahrhaftigkeit, Kämpfen mit christlichen Waffen für die von Gott eingesetzte Autorität, thunlichste Vermeidung der persönlichen Kritik, möglichstes Betonen deffen, was alle Christen einigt, nicht was sie trennt, freie und unabhängige Stellung, Aufschlußgeben über die wahre Volksstimmung u. s. w. Die beiden großen christlichen Confessionen würden hoffentlich mehr und mehr erkennen, daß sie gemeinsam gegen diejenige Richtung Front zu machen hätten, deren Sieg gleichbedeutend mit dem Untergänge aller Cultur und Sitte wäre. Der Vortragende fordert schließlich die Anwesenden zur Unterstützung der katholischen Presse und zum Eintritt in den Preßverein für die Katholiken Deutschlands auf. Eine dementsprechende Resolution nahm die Versammlung an. — Auf ein Tags zuvor nach Rom gesandtes Telegramm ertheilte, wie nunmehr verkündet wurde, Papst Leo XIII. der Versammlung den apostolischen Segen. Alsdann ergriff Herr Dr. Schmitt zur Schlußansprache das Wort, worin er u. a. barlegte, aus welchen Gründen die hessische Centrumspartei mit der stärksten Partei im Landtage, der nationalliberalen, nicht zusammen- gehen könne, ferner erwähnte, daß bei den nächsten Landtagswahlen die Parole der Partei sein werde: für oder wider die Ordensgesetze, der Stellung der preußischen gesetzgebenden Factoren zur Ordenssrage gedachte und schließlich die friedfertige Gesinnung der Katholiken, die mit allen ihren Mitbürgern im Frieden leben wollten, versicherte. Nach einem dreifachen Hoch auf Herrn Bischof Dr. Haffner wurde bald nach halb 7 Uhr mit dem katholischen Gruß die Versammlung geschloffen. (D. Z.) D. Maiuz, 7. Mai. Elftes deutsches Bundesschießen. An dec Fertigstellung der Bauten auf dem weitausgedehnten Festplatze wird jetzt mit allem Eifer gearbeitet. Der Vollendung am nächsten sind die Festhalle, die Schießhalle und das Schießbureau, während sich die offene Weinhalle erst im Gerippe zeigt. Ein prächtiger Kuppelbau wird der Gabentempel, ebenso zeigen das thurmgekrönte Portal und die bayerische Bierhalle sehr schmucke Bauformen. Auch die übrigen Bierhallen, die Küchen- und Anrichteräume, die Musiktempel und Tanzböden, die electrische Beleuchtungs- Anlage sind im Werden. Von dem Riesen-Elephanten, der als Aussichtsthurm dienen wird, sieht man bereits das eiserne Gerippe. — Nach Anzeige des Hofmarschallamts in Berlin hat Se. Majestät der deutsche Kaiser, um sein Interesse an dem Bundesschießen zu bethätigen, für dasselbe einen Ehrenpreis gestiftet. — Von neuerdings angemeldeten Ehrenpreisen sind noch zu erwähnen: Hamburger Schützengesellschaft 1 Pocal i. W. von 750 Mk. - Leipziger Schützengesellschaft zwei Ehrenpreise von je 200 M. in Etuis- Berliner Schützenbund 300 M. - Altschützengesellschaft Gotha je einen Becher i. W. von 60 M. auf Stand und Feld, sowie 100 M. auf Scheibe Deutschland - Donnerstags - Schützengesellschaft in Frankfurt a. M. 100 M. - Schützenverein Rüsselsheim eine Nähmaschine- H. C. Huch-Berlin ein Krimstecher- Fritz Bruch Mainz eine Ehrengabe 300 M. - Bezirks-Schützenverein- Thüringen 150 M. - Wilh. Schmolz u. Co., Solingen eine Ehrengabe- Bürger!. Schützengesellschaft Schweinfurt Baar in Etui 100 M.- Ludw. Felmer, Schriftführer des Central- Ausschusses 200 M-- Executiv-Comits des Provinzial-Schützenfestes in Florenz eine Schale und eine goldene Denkmünze 160 M.- Hamburger Schützengesellschaft ein Kaffee- und Theefervice mit Brett 125 Mark- Schützengesellschaft Sprendlingen 100 Mk. in Etui 105 Mk. - Gg. Jacobs, 2. Schützenmeister der Mainzer Schützengesellschaft, Vorsitzender des Schieß-AuSschnffes auf Feldscheibe Berlin, Leipig, Frankfurt und Mainz je eine goldene Damenuhr zu 50 Mk., 200 Mark. Verrnischte-. * Luftkurort Laasphe a. b. Lahu, 8. Mai. Wer für sich oder seine Familie in der bevorstehenden Reisesaison einen Sommeransenthalt sucht, dem empfehlen wir das von Jahr zu Jahr mehr in Aufnahme kommende Landstädchen Laasphe, das, im oberen Lahnthal zwischen Westerwald und Rothhaar- gebirge, in einen Kranz schön bewaldeter, mit Eichen, Buchen und Tannen bestandener Berge eingebettet liegt. Bei seiner hohen (320 Meter über den Meeresspiegel) und doch geschützten Lage, seiner ozonreichen Luft und seiner vorzüglichen Quellwasserleitung bietet es alle Bedingungen für einen gesunden, nervenstärkenden Aufenthalt. Bei der Stadt münden eine Anzahl von Nebenbächen in die Lahn, welche idyllisch schöne Seitenthäler durchfließen, wodurch eine Fülle von Abwechselung in die zu unternehmenden Spaziergänge und Ausflüge gebracht wird. Ueberall in den Thälern sowohl, wie auf die Höhen führen bequeme schattige Wege, welche Seitens des dortigen Gebirgsvereins reichlich mit Wegweisern versehen und mit Ruhebänken ausgestattet sind. Die Stadt wird überragt von dem schloß Wittgenstein, in dessen nächster Umgebung sich besonders schöne Promenadenwege, wie auch zwei Pensionen befinden. In der Stadt selbst sind mehrere gute Hotels, Pensionen und eine Anzahl Privatlogis vorhanden. Zwei tüchtige Aerzte und eine Apotheke befinden sich am Orte. Sportliebhabern bietet sich Gelegenheit zur Ausübung der Jagd und Forellenfiischerei. Erreicht wird Laasphe mittelst der Eisenbahn Marburg-Creuzthal, welche an beiden Enden der Stadt Stationen besitzt (Laasphe und Friedrichs- Hütte) und auf welcher täglich in jeder Richtung fünf Züge mit birecten Anschlüssen von und nach Berlin, Hamburg über Cassel und Hannover, Frankfurt a. M. und Cöln verkehren. Zu jeder näheren Auskunft ist der Vorsitzende des dortigen Gebirgsvereins, Major a. D. Geisler, bereit. * Marburg, 8. Mai. In den Tagen des 9., 10. und 11. Juni wird in Marburg, dem vom Gauturntage gewählten Festorte, das 22. Gauturnsest des Gaues Hesse» IX. Kreis (Mittelrhein) abgehalten. Die sestgebende» Vereine sind „Turnverein", „Turngemeinde" und „Academ. Turnverein (A. T.-V.)". Es wird ihnen aus allen Kreisen der Bürgerschaft eine der guten Sache angemessene Unterstützung zu Theil. Die vor einiger Zeit von dem Hauptfestausschuß gebildeten Einzelausschüsse haben schon eine rege und eifrige Thätigkeit entfaltet, um die zu einem würdigen und schönen Verlaufe eines so großen Turn- und Volksfestes erforderlichen weitverzweigten Vorbereitungen und Maßnahmen in bester Weise zu treffen. Die hiesigen Vereine Haden ihre Betheiligung am Feste bereits zugesagt. Von den 40 Turnvereinen des Gaues Hessen außerhalb Marburg, an die Rundschreiben und Einladungen ergangen sind, steht eine sehr zahlreiche Theilnahme sicher zu erwarten. Es werden voraussichtlich 3—400 auswärtige Turner zum Feste erscheinen, so daß man auf die turnerischen Vorführungen und Leistungen sowohl im Einzelwettturnen als im Musterriegenturnen mit Recht gespannt sein darf. Als Festplatz ist der in nächster Nähe der Stadt schön gelegene weitausgedehnte Exercierplatz, der sogenannte Kämpfrasen, mit anerkennenswerther Bereitwilligkeit der Behörden zur Verfügung gestellt worden. Er wird den schon fertiggestellten Entwürfen und Plänen nach einen großen, abgeschlossenen Turnplatz, 2 Tanzplätze, 2 Musik« tribünen mit Sängerpodium, 5 geräumige, gegen jede Unbill der Witterung geschützte Wirthschaftshallen und den bei einem Volksfest unentbehrlichen Juxplatz umfassen. Das Ganze wird Abends in prächtiger Weise electrisch beleuchtet werden. Die Veröffentlichung des reichhaltigen Festprogramms erfolgt bald. Nach Allem aber darf man sich wohl der Hoffnung hingeben, daß das Fest ein sehr schönes wird. Für die Festtheilnehmer werden die Sehenswürdigkeiten Marburgs, welche an sich schon hochbedeutend und für Jedermann interessante Anziehungspunkte bilden, unentgeltlich gezeigt werden. Der gute Ruf Marburgs hinsichtlich seiner freigebigen Gastfreundschaft bürgt dafür, daß alle Festgäste eine freundliche Aufnahme finden und befriedigt von dem Gebotenen eine angenehme Erinnerung an die hier verlebten Stunden mit in ihre Heimath nehmen werden. * Crefeld, 7. Mal. Der Luftschiff er Ferrel und Miß Polly hatten gestern im hiesigen Thiergarten Luftballon- Fesselfahrten unternommen. Als Miß Polly kurz vor Eintritt der Dunkelheit zum Absturz mit dem Fallschirm den Sprung aus der Gondel machte, versagte die Auslösemechanik des Schirms und die Artistin hing hülflos unter der Gondel, die zu erklettern sie nicht mehr die Kraft hatte. Endlich gelang es ihr, eins der Selle, die den in bedeutender Höhe schwebenden Ballon hielten, zu ergreifen. An diesem ließ sie sich unter Einbüßung der Haut der Handflächen zur Erde hinabgleiten. Hierbei gerieth die Luftschifferin noch in die Zweige eines Baumes und wurde dann bewußtlos weg- getragen. Des nach Tausenden zählenden Publikums hatte sich während des Vorgangs eine große Aufregung bemächtigt. Viele Frauen fielen in Ohnmacht. Die außenstehenden Zuschauer überkletterten schaarenweise die Umzäunungen, stürmten in den Garten und vermehrten so die Verwirrung. * lieber die Rettung aus dem Laeloch wird der „Frankfurter Zeitung" weiter berichtet: Einer der geretteten Erforscher der Luelbchhöhle, Karl Zwaler, erklärt, die Gesellschaft sei schon am 29. April um Mitternacht in die Höhle in bester Ausrüstung und mit Proviant für zwei Tage eingestiegen. Sie durchwanderten die Oswaldsgrotte, um neue WM' DchoM setzt dir @ holz vM also zur" Die und lehrt ein M ; Platz be flIn Mon fasten/ a Nahrung war die 3=1*1* Wtllfy u fängnifc fl ftt bin er chaniaer । Sprengen 5W 6 der Abg. Ud) und Sleiermr an der N würdig z> Jelohnun! Änbuße Der Drin ausschufsc stad in Fl Sie spott hegte, ui im fallen die mehr t geschätzt, i Ein SBitm retteten, Vinnen, i Der Real Rervrnkra darf fand Tompagn zünder daselbst wollte, ei zugerichtei jein in dc •81 Polizeilich davon in reine M jeden Mo mittels fa 9 9« 15» Mal ( Rahe drb Eisbahn" die der 1 AuSstellun sind sehr Deutschtan Jagdhunde Plämiirte Prämissen, Frankfurt stellung ist 3 Uhr. SSSBS Dpi Öätgetj „ * tb. i'oos n. Die her und einer: umstehend Montag Bo, M«n A tb. ■ i6t c 9’9=6 PM , * Scannten < S-M-i Nett, 7 4*« -LZ "* » 50% Kai. N,. _ d« tat H *”8««6,h7 •*«*", «Ua , =='■ * L ‘9 “«b d°ch ™" borjigo^ *• ft« 4 » kl> Stüit tnUnben 71 totl4t MH* M- 60, : ^pazingaoge unb tn THSlnn sovM, Ege Wege, welche Schmit Wegweiser : lmd. Die Stabt in/ deffea acichsta labentoege, wie auch iklbst find mehrere PrioatiogiS vor. ' Apothekr dchnbeu Gelegenheit zur Aus- «eicht wird Laasphe >l, welche an beiden phe und Friedrichs. Richtung fünf Züge rlin, Hamburg über mb G'öln verkehren, sltzende des donigen Hielt. |tn des 9./ 10. uni auturntage gewählter » Gaues Hesse/ n. Die festgebeck inde" und „Accki. :n aus allen Snsm angemessene llntrr- von dem Heupisest. en schon evr rege zu einem würdigen rn> und Volksfestes urchMis>^rlM Derme chuden ihre Don den 40 Iura« irburg, an die Rund« , stehl eine sehr zahl« Es werden voraus, um Feste erscheinen, cungen und Leistungen usterriegenturaen mit h ist der in nächster ,edehnteElcercierplatz, lmrvSwerther Bereü' gestellt worden. & |e« »«» M"°;5 nm* 2®5 it unb dm tu* a|en. W •* ich btleudu«»"6 "; ttotoiit«** EI°® mtS wird u“r SS-5 " s,, eine freundliche * St*" ““ »tiä# W1 ” 60t ®* dem , -s,Mrchamk gtedieAu-M, floSunttr Sndli-H Kraft stntte- bedeutender l tN liest! n. ßrde Handst^ $ in die *«1 W iann halte!>ä :n Pnbli ^Mt. ,ebenden ie ovbens"d ^Be- Laun^y DerwurE üritlernn^ , 2age t® AuSgänge aufzufiudeu. Da fie aber keine fanden, kehrten fie Nachmittags um zwei Uhr zum Ausgang zurück, wo sie ent» fetzt die Entdeckung machten, daß der Ausgang durch Schwemm« Holz verrammelt und das Wasser im Steigen war, fie mußten also zurück nach oben. In den Höhlen war eS ganz finster. Die Eingeschlofienen suchten neuerlich nach einem AuSgaoge und kehrten immer wieder in die OSwaldhöhle zurück, wo sich ein um acht Meter erhöhter, drei Quadratmeter umfassender Platz befand. Dort harrten sie aus. Der Proviant war am Montag aufgezehrt und nun mußten sie bis Mittwoch fasten, an welchem Tage sie glücklicherweise das Kistchen mit Nahrung und sechszehn Kerzen fanden. Am Tage der Rettung war die letzte Kerze auf ein Drittel abgebrannt. Die Ein- geschlossenen schliefen oft bis sechszehn Stunden,- sie wußten, welche Zett el war und sie waren auf weitere Wochen Ge« fängniß gefaßt. Die Luft in den Grotten war rein. AIS ftc den ersten Sprengschuß vernahmen, gaben sie mit einem -Hammer ein Rücksignal. Am Sonntag Abend hörten sie da- Sprengen sehr deutlich und ganz nahe, so daß sie über ihre M.-ttung beruhigt waren. — Im Abgeordnetenhause würdigte der Abg. Forcher die glänzende RettungSaction beim Lue« loch und beantragt dringlich Namens der Abgeordneten SteicrmarkS, die Regierung aufzufordern, die Verdienste der an der Rettung der Höhlenforscher Betheiligten entsprechend würdig zu belohnen und außerdem behufs Gewährung von Belohnungen und Entschädigungen für etwa erlittene materielle Einbuße die ihr zur Verfügung stehenden Mittel heranzuziehen. Der Dringlichkeitsantrag wird angenommen und dem Budget, ausschusse zugewiesen. — Die Sympathien für die Geretteten sind in Folge unbescheidenen Auftretens umgeschlagen. Ste spotten der ängstlichen Besorgniß, welche man für sie hegte, und behaupten lächelnd, sie hätten noch einige Tage im Felsenkeller vertragen. Die Kosten der RettungSaction, die mehr als hundert Personen beschäftigte, werden auf 1500 fL geschätzt, deren Deckung durch Beiträge von Privaten erfolgt. Ein Wiener Theateragent unterhandelt bereits mit den Geretteten, um fie zur Darstellung eines DramoletS zu ge« winuen, in welchen ihre Erlebnisse geschildert werden sollen. Der Realschüler Heid wird in die Grazer Anstalt für Nervenkranke gebracht. • Berlin. 8. Mai. Auf dem UebungSplatze bei Klaus« darf fand am Sonntag Nachmittag ein Soldat der sechsten Eompagnie des 1. Eisenbahnregiments einen Granat» zünder, welchen er mit sich in die Kaserne nahm. Als er daselbst den Zünder mit einem Messer auseinandertheilen wollte, erfolgte eine Explosion, wodurch der Soldat e.usetzlich -ugerichtet wurde. Der Aermste wurde bei vollem Bewußtsein in daS Lazareth gebracht. * Zwei Millionen Liter Milch verbraucht Berlin nach Polizeilichen Erhebungen täglich. In der Stadt selbst werden davon in 400 Molkereien mit rund 5000 Kühen 70,000 Liter reine Milch gewonnen, während von auswärts per Bahn irden Morgen 1V? Millionen Liter eintreffen und der Rest mittels Fuhrwerk zur Stadt gebracht wird. • Hundeausstellung ia Frankfurt a. M. Am 13., 14. und 15. Mai (Pfingsten) findet in Frankfurt a. M. in nächster Nähe des Hauptbahnhofes auf dem Terrain der „Neuen Eisbahn" an der Bahnstraße eine Foxterrier-Hunde-Ausstellung, die der Deutsche Foxterrier - Club arrangiert, statt. Die Ausstellung verspricht sehr interessant zu werden, denn es find sehr viele Nennungen eingelaufen, die besten Foxterriers Deutschlands concurriren um den Champion-Titel und die Jagdhunde werden geprüft. Viele in England schon oft prämiirte Hunde werden zu sehen sein. Um die Hunde zu prämiiren, wird ein Engländer Mr. Francis Redmond nach Frankfurt a. M. kommen. Die Eröffnung der Hunde-AuS- stellung ist am ersten Pfingftfeiertag den 13. Mai Vormittags 9 Uhr. Zu dieser Zeit beginnt auch die Prämiirung. Am 14. Mat Vormittag- werden die Jagdhunde geprüft und Nachmittags 4 Uhr werden sämmtltche prämiinen Hunde den Besuchern der Ausstellung vorgeführt. • In einem Haufe des Dorfes Diemitz bei Halle ward am Sonntag eia alter armer Wanderer merkwürdig liebenswürdig empfangen. Ein kleiner fünfjähriger Knabe trat ihm entgegen, nahm ihn bei der Hand und sagte: „Komm, Mann, oben liegt Dein — Eierkuchen." Der Alte folgte verwundert, und da ergab sichs, daß die Mama aus Spaß gedroht hatte, den Eierkuchen einem Bettelmann zu geben, wenn daS Söhnchen nicht folge. Da er eS für Ernst gehalten, brachte er den Hungrigen gleich mit, der auch der thm seltenen Speise alle Ehre anthat und sich unter Segenswünschen entfernte. • Eia merkwürdiger Steife droht in Wien auSzubrechen. Die Ammen in der Kaiserstadt an der Donau haben sich nämlich zusammengethan, um für ihre Lebenshaltung folgende Zugeständnisse zu erstreiten: „1) Der Minimallohn einer Amme beträgt monatlich 15 Gulden. 2) Jede nicht in den Bereich des eigentlichen Ammendienstes fallende Hausarbeit kann von der Amme zurückgewiesen werden. 3) Das Austritts« gelb oder die nach Absolvierung deS Dienstes der Amme gebührende „Ausstattung" muß den Mindestwerth von 30 Gulden repräsentieren. 4) Die Amme darf nur als „Amme" und nicht, wie eS in Wien Sitte ist, als „Dienst- mädchen" Polizeilich gemeldet werden." Sollten ihnen diese Forderungen nicht zugestanden werden, so wollen die Ammen in den Strike eintreten. * Pest« 8. Mai. Heute Nachmittag stürzte ein im Bau begriffener Rauchfang der Actiengesellschaft für keramische Industrie in Steinbruch ein - drei Arbeiter wurden getödtet, zwei verwundet. * Au« der Welt der Naturwunder. Nicola Tesla, der berühmte Electritiker, erzeugte jüngst, wie „Scientific American" berichtet, in einem dunklen Raume durch In« schwingungsetzen der Luft mittelst Einführung electrischer Ströme von 800 OOO Volt Spannung ein herrlich glänzendes Licht. TeSla sagt: „Wenn ich die Luftschwingungen auf 1000 ober gar 10000 Millionen steigern kann, kann ich Sonnenlicht in bi^ern Raume erzeugen. Schwingungsmehrung folgt aus Mehrung beS Bolts- beten Steigerung ist aber zur Zeit nicht angängig, weil wir noch keine Mittel kennen, mit so stark gespannten Strömen zu hantiren, ohne daS Leben zu gefährden. Wenn es gelingt, die Schwingungen auf das Tausendfache Der jetzigen zu bringen, so ist die Erscheinung nicht mehr Electricität, sondern Licht. Nach Telas Meinung wird auf diesem Wege in absehbarer Zeit Sonnenlicht aus Electricität fabricirt werden können. Mag in dieser Prophe- zeihung eine gute Dosis Drang nach Forscherruhm gemischt sein, ein „Unmöglich" ist hier sicher nicht am Platz- es würde das Schicksal jener Aeußetung theilen, welche man noch 1828 dem G. Stephenson in England Angesichts seiner Verheißungen über Locornotivleistungen entgegenhielt: „Die Einwohner von Woolwich würden sich eher auf einer Congre'schen Rakete abfeuern lassen, als daß sie sich einer so schnellsahtenden Maschine anvertrauen würden." Hniöcrfitäts - Nachrichten. Heidelberg, 8. Mai. Prof. Czerny erhielt einen officieDen Ruf an Stelle Billroths. ? Betrieb. Die Abgabe electrischer Energie für Kraftzwecke wird für das laufende EtakSjahr der Berliner Elrclricitätswelke auf 500.000 Dis 600 000 Kilowattstunden berechnet. Vorhanden find 64 Motorin für Aufzuge und Fahrfiüble, 103 für Ventilation und Luftheizung, • 2?r Zuckeret und Pavierfadrikation, 24 für die Metallindustrie, b für Holz- und Lederindustrie', 10 für Schlächtereien, 35 für aPa’Spürereien und 38 für sonstige gewerbliche Anlagen, yur 60 Motoren liegen bereits wieder Anträge oor. . _ ~ »ahagonistraßenpftaster. Um aus den ewigen und lehr störenden Rcvaraturen detz PfiasterS der Durchfahrt rue Lufayette in JJarift berauSjufouimen, läßt die Pariser Stadtverwaltung da» mlt brasilianischen MahagonibtScken von außerordentlicher Zähigkeit auSlegen. Die Kosten stellen sich für da« Q uadratmeter auf 50 FrcS. Die hohm Kosten werden durch die größere Dauerhaftigkeit wieder hereinzubolen erhofft. - E« ist ein solcher Versuch noch nirgends unternommen worden und darf man auf das Resultat gespannt sein. Ueberhaupt muß bei dieser Gelegenheit erklärt werden, daß die Frage eines wirklich Dauerhaften, practischen unb geräuschlosen Straßenpfiasters noch immer nicht gelost ist. Citaratar unb ICtinft. — Die Leipziger „Jllustrirte Zeitung« bat im Juni 1893 ihren 100. Band, ihr 50. Jahr beendet. Ihre Entwickklung kann man gut und gern ein herrliche« Zeugniß deutschen Fleißes, deutschen ' Streben-, deutscher Kunst nennen. „Nicht rasten unb nicht rosten", war der Wahlspruch ber Herausgeber unb biesem Wahlspruch ent» sprach ihr Thun, unb diesem Thun ward der verdiente Erfolg in hohem Maße zu Theil. Wie die Zeitung sich in dem halben Jahrhundert ihres Bestehens velvollkommnet Hal, das zeigt am besten ein Vergleich ber ersten Jultnummer von 1843 mit Der ersten Juli- nummer Des Jahres 1893. Gewiß war DaS damals Geleistete für Die Damalige Zeit etwas Großes, Eigenartiges. Aber Damals gab eS fast keinen Wettbewerb. Daß Die „Jllustrirle Zeitung" trotz der fabelhaft gesteigerten Ansprüche, trotz Der mit allen möglichen Mitteln arbeitenDen ehrlichen unb weniger ehrlichen (Soncurrenj ihren ersten Platz behauptet hat, DaS ist Der berounbernben Anerkennung werth. Unb dieser Anerkennung mögen noch einmal an dieser Stelle Worte geliehen werden. Die „Jllustrirte Zeitung" ist ein Bilderbuch ber Zeitgeschichte im eigentlichsten Sinne. AlleS, waS in Den Mittelpunkt DeS Interesses tritt, politische Begebenheiten unD fürstliche Feste, Ausstellungen und Jubiläen, Veranstaltungen und Unternehmungen aller Art werden im Bilde mit bewundernSwerther Schnelligkeit unb mit nicht minber bewundernSwerther Treue wiedergegeben. WaS hinten in Serbien, was drüben über dem Meere geschehen ist, was unser Kaiser auf seinen Fahrten geschaut und gethan hat, Das sehen wir nach 8 oDcr 14 Tagen in Der „Jllustrirten". Aber nicht DaS Große unD WeltdewegenDe allein findet Beachtung und Darstellung, auch das Kleine unD scheinbar minber löebeutenbe. Neben ben protzenhaften Weltausstelluzigsbauten Chicagos finben auch die Silber der feiernden Fürstcnschulen ihr Plätzchen: über ber silbernen Hochzeit bes italienischen Königspaares wird DaS Leipziger Schützen- jubUäum nicht vergessen: auch DaS Alltagsleben unserer Großstädte wird im Bilde geschildert. Wir wandern im Geiste mit Dem Zeichner nach Der Schweiz unD Tirol, nach Dem Salzkammergute unD ben Dolomitten, nach Danzig unb FranzenSbab; wir Dürfen neu ent- ftanDene Denkmäler und berühmte Gemälde und Statuen in trefflichen Zeichnungen schauen; ©eenen au« neuen Opern unb Schauspielen werben uns vor Augen geführt. Eine mit großer Umsicht unb rühmenSwerther Sorgfalt zusammengestellte Siachrichtensammlung unterrichtet unS über alles Wissenswerthe unb laßt kein Gebiet deS Lebens außer Beachtung. Dem besonderen Unterhaltungsbedürfniß ber Frauen ist durch Die angesügte Frauen - Zeitung Rechnung getragen worben. Die Auswahl ber Erzählungen für diesen Theil verdient Anerkennung. — Der soeben erschienenen neuesten Nummer ber beliebten »Jllustrirten Wäsche Zeitung" ist ein Zuschnetdebogen beigegeben, welcher nicht weniger als 90 sich auf Die Abbildungen deS HauptdjatteS beziehende Einzelschnitte enthält. DaS nützliche Blatt kostet nur 60 Pfg. vierteljährlich unb ist zu diesem Preise durch alle Buchhandlungen unb Postanstalten noch für bas laufende Quartal unter Nachlieferung ber bereits ausgegebenen Quartalsnummern zu belieben.___________________________________________ Technische Fortschritte. — 3«r Arage der Einführung von Eleetromotore« im Kleingewerbe. Der für die Industrie ber Zukunft voraussichtlich hochwichtige Electromotoren-Betrieb für Maschinen des Kleingewerbes hat in Berlin bereits ansehnliche Bedeutung erreicht. Nach einer MÜtheilung deS Dr. Passavant (Berliner Electricltätswerke) im Electrotechnischen Verein sind in Berlin bereits 358 Elcctro- motoren mit einer Gesarnmtleistung von rund 1200 Pferdestärken Witterungsaussichten Wetterbäuschen, Südanlaae. Barometer: Thermometer: Hygrometerftand ~8. Mai, Mittags 12 llhr min. 748 mm, max.750 mm „ + 60R. „ + 14°kl. Trocken unb schön. 9.Mai, Morg S Uhr min. 750 mm, max. 750 mm „ +4°R. „ 4- 10°R. Trocken und schön. MitUerer Barometerstanb bei 0° EL = 744,7 mm. Asphattirnngen. Die Herstellung von Bürgersteigen und einer Fahrbahn in Asphalt, wie nachstehend beschrieben, soll Montag den 21. Mai d. I., Bormittags 11 Uhr auf unserem Stadidauamte im öffentlichen Angebotverfahren verdungen werden. Loos I. Asterweg, Sonnenstraße, Neuenweg, SelterSweg, Kreuzplatz und Mäusburg Bürgersteige in Guhasphalt zus. rd. 1000 qm. LooS II. Marktlauben und Markt- laubenstraße Hallen und Bürgersteige in Guhasphalt, zusammen rd. 600 qm. Fahrbahn in Stampfasphalt oder mit Belag auö compri- mirten Asphaltplatten, zus. rd. 430 qm. Bedingungen und Angebotformu« .are liegen auf dem Stadtbauamte jur Einsicht offen oder find daher gegen poftfreie Einsendung von 60 H zu beziehen. Angebote sind bis zum (genannten Termin verschlossen und mit Aufschrift versehen bei unserem Stadtbauamte einzureichen. Gießen, 7. Mai 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4059 Gnauth. Kartoffeln in verkaufen. Echalstratze 6. 4045 Bekanntmachung. Am 15. Mai wird die im Landbestellbezirke des Postamts in Gießen belegene Posthülfstelle in Heuchelheim in eine Postagentur umgewandelt. Die Verwaltung dieser Postagentur ist dem Landwirth Jacob Kreiling VI. daselbst übertragen worden. Der Postverkehr der neuen Postagentur wird durch eine gleichzeitig zur Einrichtung kommende an Werktagen zweimal tägliche, an Sonntagen einmal tägliche Landpostsahrt zwischen Gießen und Kinzenbach vermittelt. Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum werden, wie folgt, festgesetzt. a. an Wochentagen: von 8 bis 10 Uhr Vorm. von 1 bis 2 Uhr Nachm. und von 4 bis 6 Uhr Nachm. b. an Tonotagen, an gesetzlichen Feiertagen und an den Geburtstagen Sr. Djajestät des Kaisers und Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs von 8 bis 9 Uhr Vorm. und von 5 bis 6 Uhr Nachm. Die Bestellung der Postsendungen in Heuchelheim wird wochentäglich zweimal um 836 Vorm. und 410 Nachm., an Sonntagen einmal um 830 Vorm. stattfinden. Darmstadt, 3. Mai 1894. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. I. V.: Winkelmann. Bekanntmachung. An den beiden Pfingsttagen, den 13. und 14. Mai, sollen zwischen Marburg und Weidenhausen folgende Sonderzüge gefahren werden. Marburg ab 12 Uhr 30 Mn. Nachm. Weidenhausen an 1 Uhr 34 Min. Nachm. „ ab 2 „ 04 „ Marburg an 3 Uhr 00 Min. Nachm. Diese Züge halten wie die übrigen Züge an jeder Station, mit Ausnahme von Niederwalgern. 4063 Cassel, den 8. Mai 1894. Königl. Eisenbahn-Betriebs-Amt (Main-Weserbahn.) Vergebung von Sauarbeiten. Die nachstehenden zur Erbauung eines Schulhauses für die Gemeinde Ettingshausen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, und zwar: veranschlagt zu Erd«u.Maurer«Arbeiten JC. 11936.71 Steinhauer- „ „ Zimmer« „ Dachdecker- „ „ Spengler- „ „ Schlosser- „ „ Schreiner« „ Weißbinder- „ „ Asphaltpappe-Lieserung „ Eisen« u. Röhren- „ „ werden am 2929.82 2494.66 1033.77 503.80 222.40 294.88 125.22 51.90 1315.28 Freitag den 18. Mai l. Js., Vormittags 10 Uhr, im Gemeindehaus zu Ettingshausen im SubmissionSweg vergeben. Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen bei Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen zur Einsicht offen. Gießen, am 8. Mai 1894. Der Kreisingenieur: 4053_____________Stahl. CF200 cbm Pflastersteine sind nach hier lieferbar. Angebote bis zum 15. d. M. 'einzureichen. Butzbach, 8. Mai 1894. Gr. Bürgermeisterei. 4051 Joutz. Lieferung von Besen. Die Lieferung der für 1894/95 erforderlichen 150 Stück Piassava besen soll verdungen werden. Bedingungen liegen auf dem Ttadt- bauamte offen und sind Angebote nebst Muster spätestens bis Freitag den 18. d. Mts., Vormittags IO Uhr, dorthin einzureichen. Gießen, 7. Mai 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 4058 Aus Anlaß des Pfingstfestes werden zur Entlastung der fahrplanmäßigen Züge und zur Erleichterung des Verkehrs auf den Hauptstrecken am 12., 13., 14. und 15. d. Mt«. Perfonen-Sonderzüge eingelegt. Das Nähere ist aus den auf den Stationen ausgehängten besonderen Bekanntmachungen ersichtlich. Köln, den 5. Mai 1894. Königliche Eisenbahn-Direction 4056 (rechtsrheinische). Abbruchs- versteigkrung. Freitag den 11. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird Wallthor- straße 38 eine Parthie altes Bauholz, theils zu Werkholz geeignet, eine Anzahl Bretter und altes Zink gegen Baarzahlung versteigert. 4066 ^UMA/V/v 187.00 134.60 140.30 103.00 104.37 287 37 79.10 Fst. Bliithenmehl, 1.80. Fferd-emist Ehr. Petri V. verkauft [2103 4054. Direkt am Rhein, Neu erbaut Provision gesucht. । Offerten unter G. C. an die Exped. 4060 ~4Ö52] Für mein Manufacturwaaren- undHerren-Garderobegeschäit ein tüchtiger Verkäufer Besitzer 6. Weber. 3607] PCL BtUf IDucaten Engl. Sovereigns Ruff. Imperiale« 97.15 78.10 22.80 35.10 et».'. 9L- Brief 9.60 144.801 »er. Kr«igs-L«r*ct Oest. Lrebit-Act. Jtal. Mittel«-«bah» Act «els». »«rw.-Act. Feststellung des 1894er Etats, Rechnungsablage pro 1893, Geschäftsbericht pro 1893. Der Vorsitzende: von Gagern. Geselligkeitsverein Gleiberg General-Versammlung Aejch4danr-Dieca«l 3 p«t. - Fr-nkturter Barck-Di,c-nt 3 fl. 20 42 20.37 16.65 16.63 Tagesordnung: 1. 2. 3. 4. Gießen, 9. Mai 1894. 4064 «omöberichr vo« E. WasserscMeben, Bankgeschäft. Frankfurt« Börse vom 9. Mai 1894. 1 Uhr 15 Min 88.20 4®/e Ung. Gold-Rente 101.80 6»/o Jtal. Rente 88.40 3o/0 Portugiesen 101.75 49] r.?’k,ine8 wandert, sucht in einem hiesigen Fabrik-, ucht. 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Obschon die erste Auflage desselben allgemein günstige Aufnahme fand, so mußte doch mit Rücksicht aus den rapiden Fortschritt der Electrotechnik zur Neubearbeitung gegriffen werden. Die Eintheilung, sowie einzelne Abtbeilungen sind einer gänzlichen Umarbeitung unterzogen worden; das Werk ist vollständig auf der Höhe der Zeit. A. Hartleben's Verlag in Wien. mÜ! $6 scheint jj gulBdi®1 »u Gieß' #«»*»"• ww 1 1 Eri Nun er! rerein und deines Gesan aber auch Hc fcmelung vor Diese Lersarn lallen werder tun wohl der seinen Sonn! fich was tot1 Ihr Sanger ein, Uhlich an z Stunde und vehr konnte Unter. wenig kiimo i rummten tt bet Herr B Stadt wart Je <0 Sonnen, dem Da m Ä mtes als Aan^e lamm Hesairgveretui UW Sache ging Ntäste wäre Mecht und d Bei bi, lderkulischer Freunde - .Des neueste tHalbschuhe, VK' svwi ötti hvchfilH -- Ju «Svj !G N »Ä 011t fußb, Ä tflj , Farbe, toi Moritz