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Signalement. 34—36 Jahre alt, mittelgroß, von kräftiger untersetzter Statur, hat blonde Haare und desgleichen Schnurrbärtchen. Bekleidet ist er mit dunkelgrauem Sackanzuge, dunklem, weichen, in der Mitte eingedrücktem Filzhütchen und soll benagelte Arbeitsschuhe tragen. Man ersucht ergebenst um eingehende Fahndung nach Zammert, der sich jedenfalls noch in der Umgegend von Gießen aufhält, Festnahme im BetretungSfalle und Nachricht hierher- Gießen, den 7. April 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Local-Reglement, betreffend den Verkauf des nicht labenreinen aber noch ge- meßbaren Fleisches in der Provinzial-Hauptftadt Gießen. Mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 22. Februar 1892 zu Nr. M.-J. 31570/90 und nach Anhörung der Stadtverordneten-Ver- fammlung werden hiermit auf Grund des Art. 56 der Städle- Ordnung und in Ausführung des Art. 313—318 des Polizei- Strafgesetzbuches für den Verkauf des durch die Fleischbeschau als nicht ladenrein, aber noch genießbar erkannten Fleisches in der Stadt Gießen im Nachtrag zu dem Local- Regleme> t vom 28. Mai 1886 folgende Vorschriften erlassen: ßratisßrifage: chießencr Kamikienökätter. Amtliche* Theil zu Alle Mnnoncm.Burraur M In- und Iu«lanbH nrfrmce Anzeigen für den „Gießener Anzeiger^ entgegen. »«nahm e von Anzeigen zu bet NachrniNag« für bee felynben tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 4. d. M. enthalt: (Nr. 2160.) Bekanntmachung, betreffend die Anzeigepflicht für die Schwrineseuche, die Schweinepest und den Roth- lauf der Schweine. Vom 2. April 1894. Gießen, den 7. April 1894. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. § 1. Sämmtliche» durch die Fleischbeschau als nicht ladenrein, aber noch genießbar erkanntes Fleisch muß längstens innerhalb 24 Stunden nach getroffener Entscheidung an die im öffenttichen Schlachthaus befindliche, oder eine sonstige von Grobherzoglichem Polizeiamt bestimmte Verkaufstelle (Frei- bank) verbracht und darf nur dort ausgehauen und verkauft werden. $ 2. Das Aushauen (Auspfunden) und Verkaufen des nicht ladenreinen Fleisches an der Freibank hat durch den von der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen hierfür bestellten, vereidigten und der besonderen Aufsicht des Fleischbeschauers unterstellten Aushauer gegen Bezug der festgesetzten Gebühren zu geschehen. Die Vereinnahmung des Geldes für das verkaufte Fleisch hat der Aushauer gleichfalls zu besorgen, falls der Eigenthümer des Schlachtthieres sich dieselbe nicht vorbehält. § 3. Der Verkauf des Fleisches findet in dem vom Eigenthümer bezw. vom Aushauer des Fleisches innerhalb der Tagesstunden von Morgens 8 bis Abends 8 Uhr durch Anschlag an der Verkaufstelle und durch öffentliche Anzeige bekannt zu machenden Termine statt, und er muß daffelbe bis auf 250 Gramm herab abgegeben werden. Die Abgabe von Portionen über 3 Kilogramm ist nur an solche Personen gestattet, welche sich über den beabsichtigten ordnungsmäßigen Verbrauch des Fleisches bei der Polizeibehörde glaubwürdig auSweisen können und eine desfallsige Bescheinigung des Polizeiamts vorzeigen. An Personen, welche als Wiederverkäufer bekannt sind, wie Metzger, Viehschlächter, Wirthe ober Garköche, dürfen Fleisch, Fett ober Eingeweibe von nicht ladenreinem Vieh nicht abgegeben werden. Ebenso ist es den genannten Gewerbetreibenden untersagt, Fleisch, Fett oder Eingeweide von der Freibank kaufen ober kaufen zu lassen. Die Polizeibehörbe kann bezüglich solcher Speise- oder sonstigen Wirthschaften, die sich mit der Anfertigung und Verabfolgung von Fleischspeisen aus nicht ladenreinem Fleisch befaffen wollen, Ausnahmen unter der Bedingung zulaffen, daß dieses sowohl am Aushängeschild, als auch im Wirths- local durch entsprechende in die Augen fallende Tafel mit deutlicher Schrift bekannt gegeben sein muß, sowie daß bei Ertheilung der Erlaubniß eine entsprechende Veröffentlichung im Kreisblatte stattzufinden hat und daß die Fleischspeisen in den gedachten Wirthschaften nicht anders als in völlig gar gekochtem Zustande abgegeben werden dürfen. entrichten: A. Au die Schlachthauskasse: a) für Großvieh (Ochsen, Faselochsen, Kühe sowie Pferde) pro Stück..........0.— Mk. b) für Kleinvieh.........4.— „ § 4- Die Bestimmung des Preises für das auf der Freibank feilzuhaltende Fleisch ober für sonstige Theile von mcht tabenreinen Schlachtthieren steht bem Eigenthümer zu, falls dieser nicht vorzieht, die PreiSbesttmmung dem Fleischbeschauer zu überlasten. Muß wegen Abwesenheit des Eigenthümer» der Verkauf des Fleisches ohne denselben stattfinden, so hat der Fleischbeschauer den Preis zu bestimmen, und dabei möglichst 'das Jntereste des Eigentümers zu wahren. § 5. An der Freibankstelle muß sowohl der Preis de» Fleisches, als auch die Gattung und das Geschlecht de» Schlachtviehes sowie der Grund bezw. die Krankheit, wegen deren dasselbe als nicht ladenrein erkannt wurde, in geeigneter Weise in deutticher Schrift und für Jedermann sichtbar angeschrieben sein. § 6. Für die Benutzung der Verkaufstelle (Freibank), die Auslagen und die Thätigkeit des bestellten Aushauers hat der Eigenthümer bestimmte Gebühren zu bezahlen, welche in einer von der Grobherzoglichen Bürgermeisterei Gießen zu ertastenden Bekanntmachung festgesetzt werden. § 7. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden nach Art. 313—318 de» Polizeistrafgesetzbuche» und bez. § 26 des Local-Reglements vom 21. Mai 1886 bestraft- S 8. Dieses Local-Reglement tritt acht Tage nach seiner Verkündigung in Kraft. Gießen, den 31. März 1894. GroßherzoglicheS Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung, betreffend die Gebühren für den Verkauf des nicht labenreinen. aber noch genießbaren Fleisches auf ber Freibank im städtischen Schlachthaus. S 1- Für die Benutzung und Reinigung der Verkaufsstelle (Freibank), die Bekanntgabe der Verkaufszeit und die Thätigkeit des Aushauers hat der Eigenthümer folgende Gebühren Feuilleton. In Usuheims größter Stunde. Erzählung von Wilhelm Wagner. (3. Fortsetzung.) tzckehardS Freund Höri war ebenfalls die ganze Nacht im BadehauS anwesend, aber er hielt sich nicht in dem Zimmer auf, nur von Stunde zu Stunde blickte er verstohlen herein und wechselte einen besorgten, fragenden Blick mit Ameliens Mutter. Eckehard lag meistens ganz still- das viele Champagnertrinken hatte ihn müde gemacht. Dennoch schlief er nicht an- ballend längere Zett, seine Seele war zu sehr erregt im Kampfe um Bleiben und Scheiden. Für Ameliens Mutter war es eine traurige Nacht; ihre Gedanken zogen zu der Mutter des Kranken, die jetzt auf öder Landstraße, in Nacht unb Sturm zu ihrem schwerkranken Sohne fuhr, in der qualvollen Angst, ihn vielleicht nicht mehr lebend anzutreffen. Die gute Frau faltete die Hände und flehte Gott so heiß an, daß er den kranken Jüngling erhalten möge, al» wäre er ihr eigenes Kind. DaS Licht brannte trübe und zitterte manchmal, wenn der Orkan das HauS angriff, daß es in seinen Grundfesten erbebte. Ameliens Mutter schauderte alSbann jebeSmal zusammen unb betete ein Vaterunser. Aber als sich einmal nach einem erdbebenartigen Stoße ber Kranke plötzlich lautlos aufrichtete unb anhaltend starren Blickes nach dem Fenster schaute, da wurde eS ihr so angst, als sei ber jüngste Tag für sie alle gekommen. Sie eilte scheu nach ber Thür und riß sie auf. Draußen vor der Thüre saß ber treue Höri auf einer Bank unb wartete. Er achtete nicht viel bes Sturmes und fragte jetzt sogleich nach bem Freunde. .,Ach, kommen Sie doch mit, mir ist eS zu schauerlich, bei ihm allein zu sein — bei diesem Wetter. Ich glaube, eS geht mit ihm zu Ende." Höri verfärbte sich und trat rasch mit AmelienS Mutter in das Zimmer. Eckeharb hielt sich noch immer halb aufgerichtet unb blickte nach bem Fenster- als er ihre Tritte hörte, sank er mit einem tiefen Seufzer in bie Kiffen zurück. Die beiden stellten sich neben baS Lager. Da toanbte Eckeharb den Kopf nach ihnen, blickte sie erst an wie im Traume unb sagte bann lächelnd: „Fürchtet Ihr Euch vor den Elementen draußen? Ich nicht- auch in dem Brausen des Sturmes hört meine Seele eine Melodie, die vielleicht die Musik ist zu einem großartigen Naturereigniß. Hört Ihr, wie sich die Elemente aufbäumen? Was ist dagegen das Bangen eines kleinen Menschenherzens! — Horcht! Was war das wieder für ein Sausen und Fliegen? Mir warS, als hätte eS meine Seele mitnehmen wollen." Die beiden, welche um ihn standen, aber entsetzten sich, denn sie dachten, er spräche im TodeSkampfe. Gegen das Fenster fegte der Regen in wilden Stößen und in daS Geheul deS Sturmes mischte sich manchmal ber scharfe Knall eines Ziegels, der vom Dache auf die Erbe geschleudert wurde. Eckehard aber lag wieder ganz ruhig unb lauschte mit Hellen, großen Augen dem Sturme, als warte er auf ein Ereigniß, das ihm bie Elemente bringen sollten. Endlich begann im Osten ber Tag zu grauen. Der Orkan wurde etwas schwacher, aber heftiger fielen Schnee und Regen zur Erde. Unten im Hause ging ganz leise die Thüre. „Melie?" rief Eckehard glücklich. Sie war es in ber That- trotz Sturm unb Regen hatte sie beim ersten Licht des neuen Tages daS Elternhaus in ber Hauptstraße verlaßen. Hochklopfenden Herzens tret sie in bas Zimmer unb schon in ber Thüre hatten sich ihre Blicke gefunben. Eckehard richtete sich auf, streckte ihr beide Hände entgegen : „Melie!" Sie eilte zu ihm, setzte sich auf den Rand deS Bettes unb umfaßte Eckeharb wie zur Stütze unb schmiegte sich bicht an ihn, tnbem sie wortlos immerzu in seine Augen blickte, glücklich, ihn noch zu haben unb boch bebenb vor ber EM- scheibung am neuen Tage. Liebevoll streichelte Eckeharb AmelienS Hänbe unb flüsterte zärtlich: „Melie, wie gut von Dir, baß Du zu mir gekommen bist — so früh. Unb wie schön Du heute auSsiehft, wie so herrlich geschmückt - Dein blonbeS Haar gescheitelt wie ich eS liebe unb zu beiben Seiten umrahmt eS Dein liebe» milbeS Antlitz, unb bie Wangen so roth heute unb Deine Augen glänzen wie bei einer jungen Braut." Amelie schauderte leicht zusammen unb lehnte tief traurig ihr kleine» Köpfchen an seine bleiche Wange. Ihre Mutter unb Hörl aber verwunberten sich unb buchten, er spräche abermals im Fieber. „Warum bist Du so traurig, meine Melie?" fragte Eckeharb. Da warf sich baS junge Mädchen schluchzend an feine Brust und stammelte: „Ach, weil ich Dich bann nicht mehr haben kann." „Ich bleibe ja bei Dir, Melie," sprach Eckehard. Aber da kam ihm auf einmal seine ganze Lage in baß Gedächttttß. Doch er zeigte fein Zagen, ruhig sagte er: „Melie, lasse mich den neuen Tag sehen. Gehe hin unb ziehe bie Vorhänge vom Fenster zurück, weit zurück, damit ich meine Seele stärken kann an ber Gewaltigkeit ber Natur." Amelie that, wie er ihr geheißen. Ein matter Schein brang in baS Zimmer, ber Anfang deS entscheidenden Tages. Ameliens Mutter, bie sich über baS Wesen ihrer Tochter sehr erstaunte, aber heute nichts zu sagen wagte, trug bie Lampe vor die Thüre und löschte sie auS. Die kurze Entfernung ihrer Mutter benutzte Amelie, um rasch wieder an das Bett zu gehen; dort stützte sie Eckehard an sich, damit er hiuauSsehen konnte. (Fortsetzung folgt.) B. Au den Aushauer: a) für Großvieh pro Stück.....6.— Mk. b) für Kleinvieh pro Stück.....2.50 „ C. An denselben, falls ihm vom Eigenthümer auf dessen Gefahr auch die Vereinnahmung des Geldes übertragen wird, weiter: a) für Großvieh pro Slück.....2.— Mk. b) für Kleinvieh pro Stück.....1.50 „ Gießen, den 31. März 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Deutsches Reich. Berlin, 7. April. Der im Wahlkreise Meseritz-Bomst an Stelle des Herrn v. Unruhe Bomst gewählte Abgeordnete Herr v. Drtembowski ist der Fraction der Reichspartei beigetreten, deren Mitgliederzahl somit jetzt 29 beträgt. Berlin, 7. April. Der Antrag des Grafen Kunitz auf Einführung eines Getreide-Monopols ist nunmehr bekannt- er lautet: Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach 1) der Einkauf und Verkauf des zum Verbrauch im Zollgebiete bestimmten ausländischen Getreides, mit Einschluß der Mühlenfabrikate, ausschließlich für Rechnung des Reiches erfolgt, 2) die Verkaufspreise im Mindestbetrage wie folgt festgesetzt werden: a) für Weizen auf 215 Mk. pro Tonne, b) für Roggen auf 165 Mk. p. T-, c) für Gerste auf 155 Mk. p. T., d) für Hafer aus 155 Mk. p. T-, e) für Hülsenfrüchte auf 185 Mk. p. T., f) für' Lupinen auf 80 Mk. p. T., g) für Malz auf 175 Mk. p. T., h) für Mais auf 150 Mk. p. T., i) für Mehl und Mühlenfabrikate : entsprechend den für das Getreide festgesetzten Mindestpreisen, nach dem gesetzlich fixirten Ausbeuteverhältniß. Coburg, 7. April. Es steht nunmehr fest, daß der russische Thronfolger den Hochzeitsfeierlichkeiten nicht beiwohnen wird. Die offizielle Liste der Theilnehmer weist den Namen des Thronfolgers nicht auf. Kiel, 7. April. Wie in hiesigen Marinekreisen verlautet, gedenkt der Kaiser bereits im Mai seine Nordlandsreise anzutreten. Die kaiserliche Aachr „Hohenzollern" befindet sich auf der Werft in Reparatur. Ausland. Wie», 7. April. Wegen des theilweisen Strikes der Bildhauergehilfen haben die Meister beschlossen, alle Gehilfen zu entlasten und die Arbeit erst dann wieder aufzunehmen, wenn letztere unter den bisherigen Bedingungen um Beschäftigung nachsuchen und die neunstündige Arbeitszeit acceptiren. Wie», 7. April. Die hiesigen Bauarbeiter wollen bei Nichtbewilligung ihrer Forderungen in den allgemeinen Strike eintreten, der 50,000 Arbeiter umfassen soll. Pola, 7. April. Gestern Nachmittag gegen 5i/2 Uhr traf der Deutsche Kaiser hier ein und wurde von den Vertretern der Marine, dem Bürgermeister und dem Bezirks- Hauptmann empfangen. Nach der Begrüßung besichtigte der Monarch das Tegetthoff-Denkmal und stattete alsdann der Erzherzogin Maria Theresia einen Besuch ab. Unter den lebhaftesten Hurrahrusen der zahlreich versammelten Menge fuhr der Kaiser nach dem Marine-Casino, um dem Diner beizuwohnen. An demselben nahmen Erzherzog Karl Stephan, Prinz August von Coburg, Graf Eulenburg, Graf Moltke, sämmtliche österreichisch-ungarische Admiräle Polas, die Offiziere des „Moltke" und zahlreiche Stadtvertreter Theil. Auf eine Ansprache des Freiherrn v. Sterneck, der auf den Kaiser ein Hoch ausbrachte, dankte Letzterer für das herzliche Entgegenkommen und faßte seine Wünsche für das Wohlergehen der österreichischen Kriegsmarine mit dem Ausdruck seiner innigsten Freundschaft für den Kaiser Franz Joseph zusammen. Der Toast fand enthusiastische Aufnahme. Um 10 Uhr Abends verließ der Kaiser das Casino und fuhr um 2 Uhr nach Abbazia zurück. — Sämmtliche Wiener Tageszeitungen besprechen den gestrigen Toast Kaiser Wilhelms anläßlich des Diners im Marine-Casino zu Pola und bezeichnen die Rede als die beste Illustration zu der einzig in ihrer Art dastehenden Intimität des deutsch-österreichischen Bündnisses und der innigen Waffenbrüderschaft zwischen den Herrschern der beiden Monarchien. Reichenberg, 7. April. Der Statthalter gab bekannt, daß die in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter nicht darauf rechnen dürften, daß ihnen am ersten Mai freigegeben würde- eine etwaige Arbeitseinstellung an diesem Tage würde nach der ganzen Strenge des Gesetzes behandelt werden. Venedig. 7. April. Bei herrlichem Wetter ist heute Mittag Kalser Wilhelm hier eingetroffen, empfangen vom König Humbert und begrüßt von einer großen Menschenmenge. Die beiden Monarchen umarmten sich wiederholt und trugen ihre Freude, sich wiederzusehen, in offener Weise zur Schau. Das Wetter ist prachtvoll. Auf dem ganzen Wege zum Schlöffe wurden den Monarchen stürmische Ovationen dargebracht. Im Königsbau angekommen, betraten beide Herrscher den Balkon und verneigten sich dankend nach allen Seiten. Abends beabsichtigen die hohen Herrschaften die Beleuchtung des Hafens anzusehen und der Theatervorstellung beizuwohnen. — Wie verlautet, werden bei dem Galadiner keine offiziellen Toaste avsgebracht werden. Venedig, 7. April. In der vergangenen Nacht wurden über 300 berüchtigte Personen in polizeilichen Gewahrsam genommen. Alle Besitzer von Restaurants, Cafäs und Verkaufsläden haben die Weisung erhalten, keine Packete in Verwahrung zu nehmen. Veuedig, 7. April. Alle Blätter bringen herzliche Be- grüßungsartikel anläßlich des Hierseins Kaiser Wilhelms. „Adriatico" schreibt an der Spitze seiner heutigen Nummer, Veuedig, welches so oft den glorreichen Friedrich Wilhelm gesehen, empfange freudig dessen erhabenen Sohn, welcher die alte Freundschaft für Italien in seinem Herzen trage/. Venedig erblicke in Kaiser Wilhelm ein Symbol des Friedens und der thatenreichsten Manneskraft. Deutscher Reichstag. 76. Sitzung. Samstag de« 7. April 1894. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Am Bundesrathstische: Graf v. Caprivi, Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht die zweite Lefung der Stempelsteuer-Vorlage. Zur Berathung wird zunächst der Effectenstempel gestellt. Abg. Richter (frs. Vp): Unsere Gründe gegen dieses Gesetz haben wir bereits in der ersten Lesung erklärt. Da aber die Mehrheit des Hauses für die Vorlage zu stimmen scheint, werden wir uns in der Debatte nur auf einige Punkte beschränken. Wir sind gegen jede Steuererhöhung, folonge die Liebesgaben nicht abgeschafft sind; gegen die Erhöhung des Effectenstempels sind wir fpectell, weil wir nicht glauben, daß sie besondere financtelle Ergebnisse bietet, ebenso stimmen wir gegen den Lotteriestempel bezw. seine Verdoppelung. Ohne weitere Debatte wird hierauf zunächst von dem Stempeltarif der Abschnitt „Actien, Renten- und Schuldverschreibungen", also die No. 1,2 und 3 genehmigt. Bei Tarifnummer 4, „Kaufund sonstige Anschaffungsgeschäste" soll nach den Commissionsbeschlüssen die Steuer für j.> volle 1000 Mk. berechnet werden. Abg. Müller-Fulda (6tr.) beantragt, die Steuer zu berechnen „für je volle 1000 Mk. oder einen Bruchtheil dtefes Betrages." Abg. Gefcher (conf.) ist mit feinen Freunden entfchteden für diesen Vorschlag, weil derselbe geeignet sei, einer wetteren Herabdrückung des sinanciellen Erfolges dieses Gesetzes entgegenzuwirken. Abg. Placke (ntl.) stimmt ebenfalls dem Anträge Müller zu, zugleich aber einem inzwischen eingegangenen Anträge Rintelen, welcher dahin lautet, daß bet der Anschaffung von Staats-, Reichsund Communal - Schuldverschreibungen der den Nennwerth übersteigende Betrag bet der Stempelsteuerberechnung außer Betracht bletben soll, falls der NennweUh 1000 Mk. nicht übersteigt. Die beiden Anträge werden nach kurzer Discufsion angenommen. Hierauf wird Tarifnummer 4 a (Anfchaffungsgefchäfte für Werthpapiere) genehmigt. Es folgt 4 b: Anschaffung von Maaren. Die Commission hat den Stempel für auf bestimmte Termine zu liefernde Maaren auf 2/10, für alle anderen Maaren aus */io pro Mille festgesetzt. Die Regierungsvorlage batte eine solche Unterscheidung nicht, sondern überhaupt nur die „börsenmäßtg gehandelten" Maaren und zwar mit 4/10 o/0 versteuern wollen. Abg. Frese (frs. Vgg.) beantragt, die Regierungsvorlage wiederherzustcllen. Der Verkehr in zahlreichen Maaren würde durch eine Besteuerung im Sinne des Commtssionsbeschlusses zu sehr leiden. Abg. Richter stimmt dcmVorredner durchaus bei, desgleichen die Abgg. Meyer-Halle (frs. Vgg.^ und Miller (ntl.), indem sie die Befürchtungen des Abg. Frese hinsichtlich des Rückgangs des Maarenverkehrs theilen. Commissionsreferent Gamp (Reichsp.) tritt für die Beschlüsse der Commission ein. Bet Wiederherstellung der Regierungsvorlage würde man ein Unrecht gegenüber dem Handel in all den Waarcn begehen, in welchen Termingeschäfte stattfinden. Staatsfecretär Graf Pofadowsky theilt mit, daß sich die Regierung mit den Beschlüssen der Commission einverstanden erklären könne. Abg. Werner (Antis.) spricht sich für die Aufrechterhaltung der Commtssionsbeschlüsfe aus; der Terminhandel muffe nach Möglichkeit besteuert werden. Abg. Richter: Diese letztere Ansicht sei zutreffend, es handle sich hier aber darum, ob eine Ausdehnung der Besteuerung auf alle möglichen Warengeschäfte staltfinden solle. Redner plaidtrt für Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Abg. v. Stumm (Reichsp.) empfiehlt einstweilige Annahmeder Commifsionsbeschlüsfe mit dem Vorbehalt, bis zur 3. Lefung eine beffere Fassung zu finden. Hierauf wird die Debatte geschloffen und Tarifnummer 4b in der Fassung der Commissionsbeschlüsse angenommen. Nr. 5 betrifft den Lotterie-Stempel: 10 Proc., während die Vorlage auf 8 Proc. gelautet batte. Abg. Werner (Anttf.) giebt feiner Genugthuung hierüber Ausdruck. Die Genehmigung der Tarifnummer erfolgt widerspruchslos. Damit ist der Tarif erledigt; es folgt das Gesetz selbst. Artikel I lautet § 38, Abs. 2 dabin, daß derControlle in Bezug auf gesetzmäßige Abgabenentrichtung öffentliche Anstalten, Actiengesellschaften, Commandttgesellschasten aufActien, eingetragene Genossen- schaften und G e f e l l f ch a f t e n mit befchränkter Haftung unterliegen. Abg. Schneider (frs. Vp.) beantragt, die vorstehenden, gesperrt gedruckten Worte zu stretchen. Wenn die Genossenschaften denjenigen Bedingungen genügten, welche ihnen ohnehin schon durch das Gesetz auferlegt feien, fo könne man auf eine solche Controlle verzichten. Graf Pofadowsky erfucht um Ablehnung dieses Antrages. Auch die betr. Genossenschaften könnten Geschäfte in folchem Umfange treiben, daß die Revision geboten erfcheine. Abg. Möller (natl.) spricht sich für den Antrag aus, welcher alsdann abgelehnt wird. Artikel II, Qutttungsstempel, Check-, Giro-, Fracht-Stempel, ist von der Commission gestrichen. Graf Pofadowsky theilt mit, daß fick die Regierung von der Richtigkeit der Gründe, von denen sich die Commission bet Ablehnung dieses Artikels habe leiten lassen, nicht überzeugen könne. Auf jeden Fall müsse der entstandene Ausfall auf die eine oder die andere Weife wieder gedeckt werden. Abg. v. Manteuffel (conf.) steht ganz auf dem Standpunkte des Reichsfchatzsecretärs. Die Abgg. Rintelen (Ctr.) und Singer (Soc.) rechtfertigen die Strerchung des Artikels durch die Commission. Derartige Vorschläge wurden immer abgelehnt werden und stets mit derselben Ein- müthtgkett. Abg. Richter kann nur wünschen, daß auch Tabak-und Weinsteuer von der Commission ebenso kurzweg abgelehnt werden. Nach kurzen wesenlosen Bemerkungen wird Artikel II, dem Commissionsbeschlüsse gemäß, fast einstimmig abgelehnt. Endlich wird beichlossen, daß das Gesetz am 1. Mai 1894 in Kraft treten soll. Damit ist die zweite Berathung des Gesetzes erledigt. Es stehen noch mehrere Resolutionen zur Berathung. Die Commission beantragt eine solche dahin, die Regierungen zu ersuchen, daß von den Börsenaufsichtsorganen Fürsorge getroffen wird, daß beim Commtssionsgeschäst dem Comitlenten keine höheren Stempelbeträge in Rechnung gestellt werden, als vom Commisstonär selbst bezahlt worden sind. Eine Resolution v. Cuny (natl.) bezweckt die baldige Vorlegung eines Börsen-Organisationsgesetzes aus Grund der Ergebnisse der Börsen-Enquete. Eine Resolution Bachem (Ctr.) amendirt diese Resolution dahin, daß statt „Börsen-Organtsattonsgesetz" gesagt wird: „Gesetz zur Organisation der Börse namentlich in der Richtung der Beschränkung der volkswirthschaftlichen Schädigungen durch die Specu- latton." Für die Resolution v. Cuny treten die Abgg. Heyl v. Herrnsheim (natl.) und v. Kardorff (Retcksp.) ein. Staatssecretär v. Bötticher hofft, daß bezüglich einesBörsen- Organisationsgesetzes, wie einer einheitlichen Regelung des Böism- wesens überhaupt bis zur nächsten Session ein Einverständniß zwischen Reichstag und Regierung hergestellt sein werde. Abg. Bachem (Cir.) empfiehlt sein Amendement. Abg. Richter erklärt sich gegen die Resolution Cuny. Abg. o. Cuny ändert in seiner Resolution das Wort „BörsenOrganisationsgesetz" in „Börsengesetz", um damit das Amendement Bachem überflüssig zu machen. Nach längerer Debatte wird die Abstimmung bis zur dritter? Lesung vertagt. Nächste Sitzung Montag 1 Ubr. Vertrag mit Uruguay, Abkommen mit der Schweiz, betr. Muster- und Markenschutz, Viehseuchengesetz, Abzahlungsgeschäfte. Schluß 6 Uhr. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Paris, 8. April. Wie das „Journal des DebatS" meldet, wurde heute der Geschästsagent Henry B. infolge der Denunciatton seiner Hauswirthin, der er die Urheberschaft der Explosion im Restaurant Foyot bekannt haben soll, verhaftet. Vor dem Polizeicommissar leugnete der Verhaftete zwar mit Entschiedenheit, es sollen jedoch schwerwiegende Verdachtsgründe für seine Täterschaft vorltegen. Brüffel, 8. April. Ein Haufen Anarchisten zog gestern, mit einer schwarzen Fahne ausgerüstet, durch die Stadt mit dem Rufe: „Tod den Bourgeois!" Auf der Grande Place kam es zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, welche die schwarze Fahne gewaltsam entfernte und sechs Verhaftungen vornahm. Cordova, 8. April. Ein Haufen Arbeitsloser plünderte eine Anzahl Bäckerläden. Der Gouverneur stellte mit Hilfe von Gensdarrnerie die Ordnung wieder her. Cocafcs und provinzielles. Gieße», den 9. April 1894. ** Oeffentliche Sitzung des Kreisausschuffes des Kreise» Gießen vom 6. April 1894. Zur Verhandlung gelangt die Reclarnation gegen die Beigeordnetenwahl in Langsdorf. Vier Personen erhoben gegen die fragliche Wahl Reclarnation, welche sich darauf stützte, daß 1. der Bürgermeister nach erfolgter Feststellung der Wählerliste durch Großh. Steuercommissariat noch weitere Namen unbefugt in dieselbe ausgenommen und 2. die Schlüssel der Wahlurne allein in Verwahrung genommen habe, 3. der Polizeidiener zum Austragen von Stimmzetteln und Herbeiholen säumiger Wähler benutzt worden sei, 4. ein Wähler unberechtigt zurückgewiesen und 5. die Thurmuhr nicht nach der Postuhr regulitt worden sei, wodurch mehrere Wähler von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch hätten machen können. Bei der heutigen Verhandlung erklärte der Bürgermeister, daß er allerdings vier Namen nachgetragen habe, daß er sich hierzu aber berechtigt gehalten und die Eintragung auch vor der Offenlegung der Wählerliste bewirkt habe. Die Urne sei während der Mittagspause vorschrtftsmäßig versiegelt worden und habe er den Schlüssel zu derselben in Verwahrung genommen. Daß der Polizeidiener Wähler herbeigerufen haben solle, habe er nicht wahrgenommen, Stimmzettel seien durch denselben wohl einige ausgegeben worden, worin er tndeffen kein Unrecht erblicke. Die Zurückweisung eines Wählers sei aus dem Grunde erfolgt, weil die Wahlzeit abgelausen war. Der Urnftand, daß die Thurmuhr nicht mit der Postuhr übereingestimmt habe, falle nicht ins Gewicht, da die Mahlzeit nach der ersteren sich richten müsse. Der Vertreter der Reclamanten weist u. A. namentlich darauf hin, daß die Voraussetzungen zum Nachtrag der vier Personen in der Wählerliste nicht Vorlagen, nachdem Großh. Steuercommiffariat die Liste fest- gestellr hatte. Die Reclarnation wurde als unbegründet abgewiesen und den Reclarnanten die Kosten des Verfahrens, sowie ein Aversionalbetrag von 10 Mk. auferlegt. ** Oberhesfischer Geschichtsverein. Zu dem am vergangenen Donnerstag unternommenen Vereinsausflug hatten sich ungefähr 35 Theilnehmer aus Gießen und der Umgegend, darunter einige Herren vom Marburger Geschichtsverein, am Bahnhof eingefunden. Der Ausflug galt der Begehung des Pfahlgrabens von Garbenteich bis Arnsburg, insbesondere der Feststellung des sogenannten Soldan'schen Gräbchens. Um 12 Uyr 30 Mm. erfolgte die Abfahrt nach Garbenteich, von wo man unter der Führung des Herrn Director Or. Land mann zunächst die alte Straße, die von Grüningen nach Lich führt, zu gewinnen suchte und dieser folgte bis zu der Stelle, wo sie beim Eintritt in den Wald den Limes schneidet. Von da ab gtngs am Limes entlang in der Richtung auf Arnsburg, wobei die an dieser Strecke liegenden Römerthürme besichtigt und nach ihrer Bedeutung von Herrn Director Landmann erklärt wurden. In der Nähe des Bahnwärterhäuschens Nr. 10 hört der Pfahlgraben auf, um sich auf der anderen Seite fortzusetzen, wo er zunächst durch das Dickicht des Waldes läuft, mithin nicht passirbar ist. Erst nach seinem Austritt aus diesem Gehölz bildet er, zu beiden Seiten von hochstämmigen Fichten bestanden, einen wundervollen Gang. Auf dieser Strecke war es, wo Herr Director Land mann an den vorhergehenden Tagen einige Versuchsgräben hatte ziehen lassen, um das Soldatische Gräbchen nachzuweisen. Im vorigen Jahre hatte Herr Geh. Oberschulrath Sold an im hohen Taunus einen Graben entdeckt, der tn einer geringen Entfernung vom Limes mit diesem parallel läuft und dem genannten Herrn in gewisser Beziehung zum Pfahlgraben zu stehen schien. Diese Entdeckung führte zu einer weiteren, nämlich zur Feststellung der eigentlichen römischen Grenzbezeichnung. Herr Bauinspector Jacobi in Homburg v. d. H. hatte aus Grund der Soldan'schen Angaben Nachgrabungen vorgenommen und das Vorhandensein eines mit dem sichtbaren Gräbchen theilweise zusammenfallenden ausgesteinten und wiederzugeworfenenGrabenS festgestellt. Diese Ausstetnung bildete die eigentliche römische Reichsgrenze, die in einer Entfernung von ca. 10 Metern von der Krone des Walles aus gemeffen, parallel vor diesem herläuft. Das Vorhandensein des auS- gesteinten Grenzgrabens für unsere Gegend nachzuweisen, war der Zweck der Nachgrabungen des Herrn Director Land- mann. Hierzu war eine Stelle gewählt worden, von der der Wall einen stumpfen Winkel bildet, da Herr Dr. Landmann von der Voraussetzung ausging, daß gerade der Scheitel des ' Neu eingetroffen! " Frühjahrs- und Sommer- Kleiderstoffe S olms- Dtstrict 80 Ctr. // h VIII, 19jäbrige Ninde ti Tistrict 1365 (Str. Gnau th. 3173 3172 Gnauth. I A-: Bogt. 3145 Ein Haus Textors Terrasse 3116 L. * 1 geöffnet. H. Heldmann 300 30 200 400 350 5 Vistrict n n 6. Oft-Aulage: Pflasterung des Straßenkreuzes an der (senden* berg*, Wiesen- und Mollkestraße. Pläne, ArbeitSbeschreibunq und Bedingungen liegen auf dem Stadt- bauamle offen und sind Angebote ver- schlossen und mit genauer Aufschrift versehen bis zum genannten Termin dorthin einzureichen. Angebotformulare werden auf dem Stadtbauamte abgegeben. Gießen, 7. April 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Aeilgeöotknes. Backfische H. Lublinski, Neustadt 1 GIESSEN empfiehlt vorzügliche Roth- und Weißweine, directer Bezug aus Ungarn, vorzügliche italienische Rothweine, TresterISttis zu äußerst billigen Preisen. Ferner orrerire Weißwein von 50 Pfg. an, Rothwein von 80 Pfg. an die Vi Flasche. Aerztlich empfohlenen spanischen Rothwein, garantitt rein, deutschen und französischen Cognae, sowie prima Hamburger Tropfen. 3105 rang, Maurer, Pflaster- und Chaussirarbeiten. Blcichftraße: Pflaster- und Chaussirarbeiten. Verdingung. Die Maurer- und Pflaster- arbeiten zur Ausführung erhöhter Bürgersteige sollen Dienstag, 17. April d. I., Bormittags 11 Uhr, im öffentlichen Angebotverfahren auf dem Stadtbauamte vergeben werden, nämlich: Loos I. (Sonnenstraße, Asterweg, Schottstraße) Versetzen von Bor d- u. Bandsteinen rc. rd. 598 Ifd. m. Loos II. (Steinstraße, Seltersweg, Kreuzplatz und Neuenweg), desgleichen, rd. 600 lfd. m. An Pflasteraufbruch sind vorgesehen rd. 1608 qm. An Herstellung von Gossenpflaster 720 qm. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamte offen, wohin Angebote auf vorgeschriebenem Formular bis zum genannten Termin einzureichen sind. Gießen, 7. April 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Revier Altenberg: ,Du Tills Wäldchen", Schlag II, 19jährige Rinde . Revier Hcifterberg: Dobcrg", Schlag VII, 20jährige Ninde . . . . Montag den 21. Mai, Nachmittags 27. Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Heinrich Mein in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 969 — 19 qm Hofraum mit Stall auf dem Asterweg, Flur 1 Nr «70 — 19 qm Hofraum (Mist- stStte) bafdtft, Flur 1 Nr. 974 — 75 qm Hofraithe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießcn, 6 April 1894. Grotzb OrtSgericht Gießen. und was Wiesen und Wald schon an Blumen und zierlichen Pflanzen bieten, ist herzerfreuend. Leider muß aber con* statirt werden, daß die bisherige Witterung den Saaten und Futterkräutern nicht bekommt. Diesen sehlt der Wegen, dessen Mangel sich um so fühlbarer macht, je ungünstiger noch die kalten Nächte daö WachSthum beeinflußen. Man mag sich noch so sehr auf seinen Spaziergängen an dem Blüthenflor, dem Gesang der Bügel, der milden klaren Lust erfreuen, daS Gefühl der Bangigkeit beschleicht dabei doch den Naturfreund, wenn er sieht, daß von all dem Schönen der Landmann, der Garten* und Feldbesitzer nichts profitin. Der Wunsch nach baldigem ergiebigen Regen ist ein all* gemeiner — möge er bald in Erfüllung gehen. Der gestrige Sonntag war beinahe als beiß zu bezeichnen, er wurde zu Ausflügen in die Umgebung weidlich benutzt. — Daß am 8. April Concerte im Freien veranstaltet werden, wie diel gestern im Philosophenwald geschah, gehört gewiß auch zu den Erscheinungen, die nicht alle Jahre wiederkehren. *• Der „Warinenerein Gießen" hielt vorgestern Abend die erste ordentliche Generalversammlung ab, die gut besucht war. Nach einem Rückblick auss verflossene BereinSjahr, nach Kasseablage und Entlastung des GesammtvorstandeS wurden für daS BereinSjahr 1894/95 wieder, resp. neu gewählt: L. Kaiser, Vorsitzender, R. Rüdiger, Schriftführer, G. Heb- streit, Kassirer, Kameraden Braun und Handloser wurden zu Rechnungsprüfern ernannt. DaS Stiftungsfest, zu welchem dieses Jahr nur engere Einladung erfolgen soll, findet am 28. April statt. Nach Schluß des geschäftlichen Theils füllten Marinelieder, Borträge, abwechselnd mit Hochs auf die höchsten Borgesetzten, den zweiten Theil der Versammlung aus und hielten die Mitglieder bis zur späten Stunde zusammen. •* Sachbeschädigung. In verflossener Nacht wurden von roher Hand in der Sandgasse Fensterscheiben eingeschlagen. Der Thater ist ermittelt und zur Anzeige gebracht. Verhaftet. Ein Dienstmädchen, welches seiner Herrschaft nach und nach Weißzeug im Werthe von 70 Mk. ent» wendet hat, wurde verhaftet. *’ In Bezug auf die Beibringung von UrsprungSzeug- uifsen bei der Einfuhr deutscher Waareu nach Rußland sind durch einen Erlaß des Kaiserlich russischen Finanzministeriums an die Zollbehörden nachstehende Bestimmungen getroffen worden: Deutsche Maaren, über welche ordnungsmäßige Frachtpapiere vorgelegt werden, sind zu den in den Verträgen mit Deutschland und Frankreich vereinbarten Zollsätzen abzufertigen, sofern sie von einer ihren deutschen Ursprung nachweisenden Bescheinigung begleitet ober mit Fabrikzeichen versehen sind, aus denen unzweifelhaft entnommen werden kann, daß sie deutscher Fabrikation find. Die genannten Ursprungszeugnisse können von russischen Gesandtschaften, (Sonfulaten und Consularagenten, sowie von deutschen Handelskammern, Communal- und Polizeibehörden unter Beifügung des Amtssiegels oder auch von den deutschen Zollämtern ausgefertigt werden. Die bei inbirccter Einfuhr obligatorische Vorlage der Faetura des Fabrikanten kommt für deutsche Maaren in Wegfall- ebenso wird die Vorlage einer von dem AusgangSzollamt des Durchfuhrlandes ausge- „fflingerten", Schlag XII, 11 jährige Rinde . . Revier Kraftsolms: „Schirarerich", Schlag I, 19jährr.:e Rinde . . . „SaubornSwaldchen", 24jährige Rinde . . . . „Fuchsheck", Schlag XIII, 21jährige Rinde . . . zusammen Schiffsnachrichten. Hamburg, 6. April. Der Hamburger Dampfer „Esten", Capitän Bruhn, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt- Actien.Gesellschaft, ist am 4. April wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 6. April. Der Hamburger Dampfer „Wandrahm", Eapitön Kühn, von der Hamburg-Amerikanischen Packeisahrt-Actikn- Gesrllschaft, ist am 4. April, 6 Uhr Abends, von Hamburg in Boston angekommen. Spirlplau der vereinigten frankfurter Ltadttheater Opernhaus. Dienstag den 10. April: Tannhäuser. Mittwoch den II. April: Flick und Flock. Donnerstag den 12.März: Fidelio. Freitag dm 13. April: Flick und Flock. SamStag den 14. April: Baiazzo. Fortuntotz Lied. Sonntaa den 15. April: Die Afrikanerin. Montag den 16. April: Das Wintermärchen. Schauspielhaus. Dienstag den 10. April: Vergangenheit. Nach Mitternacht. Mittwoch den 11. April: Heimath. Donnerstag den 12 April: Heimath. Freitag den 13 April: Zopf und Schwert. Samstag dm 14. April: EharleyS Tante. Vorher- Grtngoire. Sonntag dm 15. April: Niobe. Montag den 16. April: Niobe. Die Wirthschast ist von heute ab täglich Nachmittags Verdingungen.! Die Arbeiten und Lieferungen zum Ausbau neuer Straften sollen, nie unten angegeben, Montag den 16. April 1894, vou Vormittags 10 Uhr an, tuf dem Stadtbauamte im öffent- Hen Angebot Verfahren verdungen i>erben, nämlich: 1. Mollkestraße: Erd-, Maurer-, Zimmerer-, Schloster-, Weiß, bmder, Pflaster- und Chaussir- arbeiten. |2. Schottstraßc: Pflaster- und Chaussirarbeiten. & Lteinstraße: Erd-, Pflaster- i und Chaussirarbeiten. 4. Ttephanftraße: Thonzeuglicfe- । vermischte». • Frankfurt a. M., 8. April. Heute Mittag fand auf dem hiesigen Friedhose die Beerdigung von sechs Opfern der Brandcatastrophe im früheren Britanniahotel unter der Theilnahmc von Tausenden statt. Die Leiche der siebenten bei dem Feuer ums Leben gekommenen Person wurde auf Wunsch der Eltern nach Nieder-Wöllstadt befördert, woselbst die Beerdigung heute Nachmittag erfolgt ist. * Fraukfurt a. M, 7. April. Heute Abend gegen 7 Uhr bat der in der Großen Fischergasse Nr. 25 in Untermiethe im dritten Stock wohnende Hausbursche Hermann Brückner sein eigenes 5 Monate altes Söhnchen derartig mißhandelt, daß daS Kind dem unmenschlichen Vater unter den Händen starb. Der Mörder wurde durch Schutzleute verhaftet. Bor dem Hause hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt, die ihrer Entrüstung gegen den Thäter lauten Ausdruck gab. Berlin, 7. April. In der hiesigen Reichsbank sind gestern dem Obersteiger Dittrich aus Rüdersdorf 12 500 Mk. deutsche Reichsanleihe abhanden gekommen, ohne daß man den Dieb bisher gefunden hätte. Lohrindenverkauf. Der diesjährige Ertrag an eichen Lohrinde aus Fürstlich Braunfels'scheu Waldungen und zwar: stellten Bescheinigung darüber, daß die Waaren von ihrem Eintritt in daS betreffende Land ab ununterbrochen unter Kontrolle der Zollbehörden gewesen sind, nicht gefordert. Die Vorlage der UrsprungSzeugiffe kann bei der Einfuhr der Waaren, als Anlage der Frachtpapiere, oder bei Abgabe der Zolldeclaratton, endlich auch später, binnen drei Wochen und Zollamt« zu T'fltS und der Zollämter an der Dflfüfte des Schwarzen Meeres binnen eine« Monat» nach öcm Aage des Eingangs der Waaren erfolgen. Falls die porlagc der Ursprungszeugnisse erst nach der für die Abgabe der Declaration vorgeschriebenen Frist erfolgt, hat der Empfänger auf der Declaration den deutschen Ursprung der Waaren zu bescheinigen. in freundlicher Lage der Außenstadt, zur Errichtung eines Tpecerei - Geschäftes | günstig gelegen, unter leichten 1 Dienstagr Wochena»artt. Zahlungsbedingungen zu ver- ----------^rQU kaufen. Cff. bcf. die Gxpcd. ^Hrosa-Kartoffein^kau': b. Bl. unter S. M. (<. 3169 Daselbst ein Stall zu vermteihm. । soll im Wege der Submission unter den bei uns einzusehenden Bedingungen, »eiche gegen die in den letzten Jahren nicht abweichen, verkauft werden. Gebote sind bis }ume 14. April 1894, Bormittags 11'/, Uhr, fchriftlich, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns tinzurcichen, zu welcher Zeit die Eröffnung der eingegangenen Offerten § stattfindet. Diesem Termine können die betreffenden Kaufliebhaber anwohnen. 3146 Braunfels, den 5. April 1894. Fürstliches Rentamt. Kraft. 51 daintt da»« 19 IDas beste und billigste-. Von ersten Autoritäten irarm empfohlen: vielfach preisgekrönt. lOJähriger grosser Erfolg. Man (llT • verlange in der hiesigen Niederlage (f L V * linisonxt kleine Bro- n 11 U * * schüre über 7 I fl V *J über- 1 ogelpftege. LJ V M troffen für g < _ HgS Kanarienvögel, r 5^“ einheimische Finken, I C S ....................... Amseln, Drosseln.Staare, i. M J Nachtigallen,,frem dePrachtfinken, V Papageien usic. Ab Köln, umsonst illustr. Kataloge über Käfige, Preislisten über alle Ar,en Gustav Voss,Köln. Probepackete ä 1<> Pfg. in der hies. Niederlage bei ■. Emil Fischbach, Seltereweg L4. " 2206 | ’**«■>* '^°urnai des Cn ^uarchistr^ °usserüstn, durch 8 ^urgeoiS!« mit btt^olüti ^rnte 4® Pli,, ^er tzm^tur füllte rdnung wird« ohtMes. ^en April 1894. btl Pteifel ^"Handlung gelangt die "lenwahl in Lang-, egen die fragliche Wahi tzle, daß 1. der Bürger- der Wählerliste durch itere Naareo unbefugt ii Schlüssel der Wahlurne abe, 3. der Polizeidimn md Herbeiholen säutniger Wähler unberechtigt zurü- nach der Postuhr regM hier von ihrem Wahlrch innen. Bei der hap elfter, datz er allach aß er sich hierzu dr x- ung auch vor fcn Ifitn» e. Die Urne sei chnnd j versiegelt ttwtai uab in Verwahrung zevvrnrnw. »igerufen haben solle, habt ttel fehlt butd) bafelbta rin er mbefftn hin Unrecht 1 Wählers fei aus dem abgriachn war. Drr a\\t tox Ha^a^x totxtiw ichr, da dir Wahlzeit M : Vertreter der Reclamanttn , daß die Voraussetzungen , in der Wählerliste nicht :commiffot die Liste fest' , wurde als unbegründet die Kosten des Verfahren!, ) Mk. auferlegi. in, Zu dem awverMtnen isausflug halten sich W b der Umgegend, datanttr chichtsverein, am BaM )er Begehung des W asbnrg, Grabch Abfahrt nach Garbenleit ung des Herrn Direcm Ljmes entlang i° ;tr ” hWer Streike liegende- unt daS^ Axh. Obtt- -K-i- daß 96 Dinkels, den doch auch das dem Wall parallel laufende Gräbchen bilden würde, besonders deutlich hervorgehoben sein mitffe. In der That waren durch die Nachgrabungen Steine zu Tage gefördert worden, darunter ein starkes Exemplar, unter dem sich verschiedene Scherben von grauem Thon vorfanden. Diese Scherben bestätigen eS zweifellos, daß wir eS hier mit einem Grenzstein zu thun haben. Die vorgenommenen Messungen ergaben denn auch ziemlich genau die anderwärts gefundenen Abstände, nämlich von dem Grenzstein bis zur Krone des Walles im Scheitel des von diesem gebildeten Winkels = 10 Meter, vom Grenzstein in senkrechter Linie bis zur Strane des Walles — 9,20 Meter, vom Grenzstein in senkrechter Linie bis zur Grabensohle — 4 Meter. Die in einiger Entfernung nach diesen Maaßen gemachten Nachgrabungen ergaben zwar daS Vorhandensein von auffallenden Steinen, aber auch daS Fehlen von Scherben, Nägeln, Kohle ober bergt. Doch ist schon durch die im ersten Graben unter dem Stein gefundenen Scherben die AuSsteinung der alten - ^mischen ReichSgrenze auch für unsere Gegend als erwiesen zu betrachten. — Im weiteren Verlauf des AuSflugS' trennte sich die Gesellschaft, deren eine Hälfte den kürzeren Weg nach Kloster ArnSburg einschlug, während die andere bte Detter überschritt und mit Herrn Director Landmann dem ^nseitS des Flusses wieder ansetzenden Theil des Pfahlgrabens bis Arnsburg folgte. DaS gemüthliche Zusammensein beim kühlen Glase Bier wurde leider durch die Ungunst deS Fahrplanes allzu früh unterbrochen. Wir möchten die Gelegenheit benutzen, um an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß für Derartige Ausflüge die Bahnverbindung Lich—Gießen eine sehr ungünstige ist. Der letzte Zug geht von Lich chou um 6 Uhr 55 Mm. ab! Die Verwaltung der Ober- hessischen Bahnen würde sich gewiß den Dank aller Touristen erwerben, wenn sie für die Zeit der Ausflüge einen etwa um ) Uhr von Lich abgehenden Localzug einlegen wollte. ’• Ihre Majestät die Königin von Sachsen passirte heute >rüh 12 Uhr 19 Min. mit Schnellzug 53 auf der Rückreise 'on Baden-Baden nach Dresden die hiesige Station. Juristisches. Die Borträge für GerichtSaccessisten -verden Dienstag den 10. I. MtS. Abends 5 Uhr im Justiz- qebäude sortgesetzt. Herr LandgerichtSrath Müller wird über : a« WährschaftSgesetz beim Biehhandel sprechen. TaS gestrige Kontert unserer NegimentSmufik im -hilosophenwald war von Seiten deS Publikums stark besucht. Der herrliche Frühlingstag hatte Alles hinauS- gelockk, um sich an der Natur zu weiden und ungestört dem Ohrenschmaus hingeben zu können. — Die musikalischen Vorträge wurden, wie wir eS nicht anders gewöhnt sind, unter der bewährten Leitung deS Herrn Musikdirector Krauße schneidig auSgesührt und Sküche und Keller deS Herrn Leib ließen nichts zu wünschen übrig. Es wäre wünschenSwerth, •enu sich die Eoncerte im Philosophenwalde einer öfteren Wiederholung zu erfreuen hätten. ** Die anhaltende warme und trockene Witterung hat im Freien ein Bild der Vegetation hervorgezaubert, wie man rs sonst um diese Jahreszeit nicht gewohrn ist. Besonders )>e Baume haben sich zu herrlicher Blüthenpracht entfaltet, Schuhgeschäft mich Ihnen 3164 Todes-Anzeige Alleinverkauf 3162 Aliendorf an der Lahn, den 9. April 1894. 3155 Die Beerdigung findet Dienstag den 10. April, Nachmittags 2 Uhr statt. 3160 Der Vorstand. 31631 Vermischte Anzeigen. Omnibus-Gesellschaft" ? 3171 '.Süd-West 0.80 mein Geschäft 3177 3175 Gießen, 9. April 1894. Marie Lücke und Kinder. 2513] Bäckerlehrling S-s«K. Hu erfragen in der Exped. d. M W6*6 1 Heule Morgen wurde nach kurzem schweren Leiden unser liebes Töchterchen Margaretha durch den Tod von seinen Die 3154 Leiden erlöst. Um stille Theilnahme bittet Sltütti m ton; Dammstraße 29 Heinrich Belloff. unserer Fabrikate übertragen haben. Frankfurt a. M., im April 1894. Leise Anfrage! Wenn geht der erste Omnibus der „Gießener j.OUW wetten M brt|d (#W‘! dtiu^0’ Slonta M 8e Anerkannt I und unschZi Wmittel 1® Rfitn fr. ton kitne IHnfteu -reilag im San die trauernde Familie Freitag Wolkengasse 14. Gießen, 9. April 1894. Die Beerdigung findet Mittwoch den 11. April vom Leichenhause des Friedhofs aus statt. 3167] SchSn mSbl. Zimmer zu ver- miethen._____________Asterweg Nr. 44. 3179] Ein Zimmer mit Zubehör billig zu oermielhen. Marktstrahe 8, Hinterhaus. 3178] Ein am Trieb gelegenes Stück Land ist ubzugeben. 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Redaction: A. Schepd«. — Druck und Verlag bei Vrülrl'ickin Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) in Siehe» Ire heutige Wimmer umfaßt 6 Sette«. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen so schweren, unvergeßlichen Verluste meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Katharina Megerle sagen dem Herrn Pfarrer Dingeldey für die trostreichen Worte während des Krankseins und bei der Beerdigung, Herrn vr. S ch l i e p h a k e für die aufmerksame Behandlung, den Schwestern für die liebevolle Pflege und allen denen, welche uns während ihrer Krankheit bei Seite gestanden haben, sowie für die reichen Blumen« spenden den tiefgefühltesten Dank. 3174 Jakob Wegerle, Weichensteller i. P. Familie Sadowski. MWtnbt 32 22 11 5, Himmler tefb Mltmchtt und vor der X 2801_________ Mftv«e Na soll aus btm Erben bei Sichen gebe- Flur 27 Nc Si W öffentlich ft< versteigert wi die Genehm«, Gießen, 6. Großh Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Gatten und Vaters sagen wir Herrn Pfarrer Schlosser für seine wohlthuenden und trostreichen Worte, sowie der Schwester und .ganz besonders dem Herrn Rechtsanwalt Holzapfel für die gütige und unermüdliche Unterstützung auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. n mit „ • -ff Hausmacher Leberwurst ger- „ „ Rotb-u. Leberwurst, „ „ «-.w (S;rfte3 Geschäft am Platze, gegründet 18M). 9 Marktstraße! > wieder übernommen und unter meiner alten Firma M bln m m 25*9 «i Von heute an befindet sich v ' 17 auf gleich oder später gesucht H. Kühn, Seltersweg 36- Hochachtungsvoll L. Süss, 9 Marktstraße 9 Der Gesammtaustage der heutigen Nummer _________________ liegt eine Extrabeilage der Firma G. E. Lehr Söhne, Zy80] Ein junger Mann für Haus- Frankfurt a. M. bei. 3156 arbeit gesucht. Bergstraße 20.— Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass unser innigstgeliebter Sohn und Bruder Jacob Volk den 7. April, Vormittags 11 Uhr, nach langem schweren Leiden im Alter von 24 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Die trauernde Familie Ludwig Volk XII. von Jot). Ariedr. Satzung, Schmal« 3148] kalde«, Thüringen. empfiehlt und versendet gegen Nachnahme: ff. Cervelatwurst. . . . L Pfd. 1.20 Schinken, ohne Knochen s Beteranen-Uerein, Gießen. I Reisekasse. WB * Versammlung Mittwoch den 11. d. M., Abends 9 Uhr, bei Jaskowsky. verehelichen Theilnehmer werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Wermietßungen. 3151] Mansardenwohnung von 3 bis 5 Zimmern nebst Küche mit Wafferl. am 1. Juni zu oerm. Einzusehen nach 5 Uhr. S. «atzenstein Wwe., Wtlhelmstr. 1. 3159] Eine Stube mit Zubehör ver- miethet H Stephan, Sandgaffe 28. Geschäfts Groffnunst. 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