1894 Sonntag den 9. September Erftcs Blatt Nr. 211 Aints- und 2ln,iciacblatt für den Ureis Gieren. chralisöeikage: Gießener Kamikienbkälter 2. bc Kinder unter 13 Jahren dürfen in Fabriken nicht 1. 2. 3. 3. Wöchnerinnen dürfen während vier Wochen nach ihrer 4. 4. 8. 9. 10. be- der der Gewerbe-Ordnung.) Wer Kinder unter 14 Jahren oder junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren in einer Fabrik beschäftigen will, muß hiervon der Orts. Polizeibehörde vorher schriftlich Anzeige machen. (G.-O. tz 138, Abs. 1.) In der Anzeige sind anzugeben: die Fabrik, die Wochentage, an welchen die Beschäftigung stattfinden soll, Beginn und Ende der Arbeitszeit und der Pausen, Art der'Beschäftigung. — Soll hierin eine Aenderung eintretcii, so muß davon vorher der Behörde weitere Anzeige gemacht werden. (G.-O. § 138, Abs. 2.) 5. In jedem Arbeitsraume, in welchem jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren beschäftigt werden, muß an einer in die Augen fallenden Stelle ein Verzeichniß der darin beschäftigten jugendlichen Arbeiter unter Angabe der Arbeitstage, des Beginns und Endes der Arbeitszeit, des Beginns und Endes der Pausen ausgehängt sein. (G.-O. § 138, Abs. 2. Vgl. auch Ziffer 10 unten.) 6. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht länger als 6 Stunden, junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren dürfen nicht länger als 10 Stunden täglich beschäftigt werden. (G.-O. § 135, Abs. 2 und 3.) Die Arbeitsstunden aller Arbeiter unter 16 Jahren dürfen nicht vor Uhr Morgens beginnen und nicht Über 8^ Uhr Abends dauern. (G.-O. § 139, Abs. 1.) Die Arbeiterinnen unter 16 Jahren dürfen überdies am Sonnabend sowie an Vorabenden der Festtage nicht nach 5*/2 Uhr Nachmittags beschäftigt werden. (G.-O. § 137, Abs. 1.) 7. Zwischen den Arbeitsstunden müssen allen Arbeitern unter 16 Jahren regelmäßige Pansen gewährt werden. Für solche, welche nur 6 Stunden täglich beschäftigt werden, muß die Panse mindestens eine halbe Stunde betragen. Den übrigen muß mindestens Mittags eine einstündige, sowie Vor- nnd Nachmittags je eine Halb- Niederkunft überhaupt nicht nnd während der folgenden zwei Wochen nur beschäftigt werden, wenn das Zeugmß eine# approbirten Arztes dieses für zuläfstg erklärt. stündige Paufe gewährt werden. (G.-O. § 136, Abj. 1.) Während der Pansen darf den Arbeitern unter 16 Jahren eine Beschäftigung im Fabrikbetriebe überhaupt nicht und der Aufenthalt in den Arbeitsräumen nur dann gestattet werden, wenn in denselben diejenigen Theile des Betriebes, in welchen jugendliche Arbeiter beschäftigt sind, für die Zeit der Pausen völlig eingestellt werden, oder wenn der Aufenthalt im Freien nicht thunlich und andere geeignete Aufenthaltsräume ohne unverhältnißmäßige Schwierigkeiten nicht beschafft werden können. (§ 136, Abs. 2.) An Sonn- und Festtagen, sowie während der vom ordentlichen Seelsorger für den Katechumenen- und Confirmanden-, Beicht- und Communion - Unterricht bestimmten Stunden dürfen Arbeiter unter 16 Jahren nicht beschäftigt werden. (§ 136, Abs. 3.) In jedem Arbeitsraum, in dem Arbeiter und Arbeiterinnen unter 16 Jahren beschäftigt werden, ist eine Tafel, welche die vorstehenden Bestimmungen in deutlicher Schrift enthält, anszuhängen. (§ 138, Abs. 2.) Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den jolaendrn Tag erscheinenden Kummer bi« Borin. 10 Uhr. viertel tähriger Adonnementspretsr 2 Mart 20 Psg. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchnlsirahe ^r.7. Fernsprecher 51. fchäftigt werden (G. O. § 135, Abs. 1). Kinder über 13 Jahren dürfen in Fabriken mir schäftigt werden, wenn sie nicht mehr zum Besuch Volksschule verpflichtet sind. (G.-O. § 135, Abs. Minderjährige dürfen nur beschäftigt werden, wenn sie mit einem durch die Polizei-Behörde ihres letzten dauernden Aufenthalts-Ortes oder ihres ersten deutschen Arbeits-OrteS ausgestellten ArbeitSbuche versehen sind, welches von dem Arbeitgeber einzufordern, zu verwahren und auf amtliches Verlangen jeder Zeit vorzulegen ist. (G.-O. §§ 107 nnd 108. Vergl. auch die in jedem Arbeitsbuche abgedruckten §§ 111 u. 112 Aste «nnoncen-Vureaux de« In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „«iehener Anzeiger" kiitgegeu. 2lmtlid?er Ttzeil. Bekanntmachung. Ju Nachstehendem bringen wir die Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung über die'Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie erwachsener Arbeiterinnen in Fabriken und denselben gleichgestellten Betrieben (Werkstätten, die mit Dampf betrieben werden, größere Zimmer plätze, Ziegeleien und Brüche) nochmals zur Kenntniß der Betheiligten und empfehlen den Polizeibehörden, die Befolgung dieser Vorschriften strengstens zu überwachen. Gießen, den 7. September 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Meli or. I. Keschäftiguns jugendlicher Arbeiter nnd Ardkitkrinnen. Betheiltgung an dem Aete ankommt. ES sind demnach die Ergebntsie dieses zweiten Wahlganges noch abzuwarten, ehe sich die Zusammensetzung deS neuen weimaranischen Landtages beurteilen lasten wird. Königsberg, 7. September. Der uns gestern telegraphisch zugegangene, in vor. Nummer in abgekürzter Form ver- öffeutlichte Toast des Kaisers bei der gestrigen Gala- täfel hat folgenden Wortlaut: Nach alter deutscher Sitte unser erstes GlaS als Willkommenstrunk unserem Königlichen Gastei Seine Majestät der König von Württemberg, er lebe hoch, hoch, hoch! Se. Maj. der König von Württemberg erwiderte: Eure Majestät gestatten, daß ich meinen herzlichen und innigsten Dank ausspreche für die ebenso freundlichen wie gnädigen Worte des Willkommens, welche Eure Majestät soeben an mich gerichtet haben. ES ist mir eine hohe und aufrichtige Freude, als Gast Eurer Majestäten zum erstenmal in der Provinz Preußen zu erscheinen und mich von den Leistungen auch diese« TheileS der Armee überzeugen zu dürfen. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, Sie leben hoch, hoch, hoch I Seine Majestät der Kaiser erhob sich alsbald zu folgender Rede: Ich begrüße Sie, meine Herren, in diesem altehrwürdigen Schloste als die Vertreter dieser mir so theuren Provinz und heiße Sie von Herzen willkommen. Der Empfang in der alten Krö- nungSstadt Königsberg, den ihre Bevölkerung uns bereitet hat, ist Ihrer Majestät und mir zu H rzen gegangen, und bauten wir auf daS innigste dafür. ES sind nunmehr vier Jahre verflossen, seitdem ich mit Ihnen bei dem mir von .der Provinz gebotenen Mahle vereint war. Ich betonte da- malö, daß die Provinz Ostpreußen als eine hauptsächlich Landwirthschaft treibende, vor allen Dingen einen lelstungS- sähigen Bauernstand erhalten und behalten miisie, und daß Sie alS solche die Säule und Stütze meiner Monarchie sei. Es werde daher mein stetes Bestreben sein, für das Wohl und die landwirthschaftliche Hebung Ostpreußens angelegentlich zu sorgen. In den vier verflossenen Jahren haben schwere Sorgen den Landwirth bedrückt und es will mir scheinen, als ob unter diesem Einflüsse Zweifel aufgestiegen seien an meinen Versprechungen, ob sie auch wohl gehalten werden können. Ja, ich habe sogar tlefbefUmmerten Herzen- bemerken müssen, daß ans den mir nahestehenden Kreisen deS Adels meine besten Absichten mißverstanden, zum Theil bekämpft worden sind, ja sogar das Wort Opposition hat man mich vernehmen lassen. Meine Herren, eine Opposition preußischer Adliger gegen ihren König ist ein Unding. Sie hat nur dann eine Berechtigung, wenn sie den König an ihrer Spitze weiß. Das lehrt schon die Geschichte unsere« Hauses; wie oft haben meine Vorfahren Irregeleiteten eines einzelnen Standes zum Wohle des Ganzen gegenübertreten müssen. Der Nachfolger dessen, der aus eigenem Recht sou- beräner Herzog in Preußen wurde, wird dieselben Bahnen wandeln, wie sein großer Ahne. Und wie einst der erste König ex mo moa nata corona sagte und sein großer Sohn seine Autorität als Kocher de bronco stabilirte, so vertrete auch ich gleich meinem Kaiserlichen Großvater das Königthum aus Gottes Gnaden. Meine Herren, was Sie bedrückt, empfinde auch ich, denn ich bin der größte Grundbesitzer in unserem Staate, und ich weiß sehr wohl, daß wir durch schwere Zelten gehen. Täglich Ist mein Sinnen darauf gerichtet, Ihnen zu helfen. Aber Sie müssen mich dabei unterstützen, nicht durch Lärm, nicht durch Mittel der von Ihnen mit Recht so oft bekämpften gewerbsmäßigen Oppositionsparteien, nein in vertrauensvoller Aussprache zu Ihrem Souverän. Meine Thür ist allezeit einem jeden meiner Unterthemen offen, und willig lethe ich ihm Gehör. DaS sei fortan Ihr Weg und alS ausgelöscht betrachte ich alles was geschah. Um mich aber zu vergewissern, ob wirklich ich meinen Versprechungen nachgekommen fei und die Fürsorge, die ich ber Provinz einst versprach, in der Weise auSgeführt worden ist, wie Ich es wünschte, habe ich zusammenstellen lassen, waS für die Provinz unter meiner Regierung bisher geschehen. ES sind seit der Zeit, alS ich zu Ihnen sprach, für Eisenbahnen, zum Erlaß für Darlehen an Deich- und MeltorationSoerbände, für Weichsel-Regulirung und Seekanal für Ostpreußen 85 600000 Mk. und für Westpreußen 24 Millionen Mark aus allgemeinen Staatsmitteln aufgewendet worden, zusammen 110 Millionen. Mein Wort habe ich gehalten. Aber noch mehr: ich werde fortfahren in stetem Bemühen für dieses Land zu sorgen, und der nächstjährige Etat wird bereits neue Beweise meiner landesväterlichen Fürsorge bringen. Meine Herren, sehen wir doch den Druck, der auf uns lastet, und die Zeiten, durch die wir schreiten müssen, von dem christlichen Standpunkt an, in dem wir erzogen und aufgewachsen find, als eine uns von Gott auferlegte Prüfung! Halten wir still, ertragen wir sie in christlicher Duldung, in fester Meßmer Anzeiger Heneral-Anzeiger. Der chlthener JUjdgtr rrfdjeint täglich, nut Ausnahme drS MonlagS. Die Gießener A»««itienvrLlter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal drigckegt. Deritsche» Reich. Darmstadt, 7. (September. Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich und Seine Königliche Hoheit der Prinz von Wales treffen heule Nachmittag 2 Uhr 13 Min. hier ein. Höchstdieselben begeben Sich vom Bahnhof aus nach dem Manfoleum auf der Rosenhöbe und von dort zu Besuch der Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften nach Schloß Heiligenberg. Berlin, 7. September. König Albert empfing in Königsberg, als er am Donnerstag Nachmittag aus dem Manöver zurückgekehrt war, eine Abordnung der in der ostpreußischen Hauptstadt wohnenden Sachsen. Die Abord- nung überreichte dem Monarchen ein Bild, das au» tausend Briefmarken hergestellte deutsche Wappen darstellend. Der König Albert sprach seinen Dank für das sinnige Geschenk aus und unterhielt sich in liebenswürdigster Weise mit den Herren der Deputation. Vor seiner Abreise nahm er daS Diner im Casino des Offiziercorps des 10. Dragonerregi- ment« ein, wobei dem hochfürstlichen Regimentschef fettens des Offiziercorps ein Bild, daS Regiment in Parade-Auf- ftellung darstellend, überreicht wurde. — Dr. v. Bötticher, StaatSsecretär im Reichsamte des Inneren und Vicepräsident dcS preußischen Staats- ministeriumS, ist nach Beendigung feines Urlaubes wieder in Berlin eingetroffen. Dagegen weilt Reichskanzler Graf Caprivi noch in Karlsbad, von wo er erst Anfang October nach Berlin zurückzukehren gedenkt. Wie man hört, bekommt dem Reichskanzler auch der diesmalige Curanfenthalt in dem genannten böhmischen Badeorte ganz vorzüglich. — Im Großherzogthum Weimar haben sich die W a h l m ä n n e r - W a h l e n für den Landtag unter der daselbst leider üblichen geringen Wahlbeteiligung vollzogen. In einer ganzen Reihe von Wahlkreisen, so in Weimar-Stadt, in Ilmenau u. f. w., mußten wegen der schwachen Bethet- [igung die Wahlen für ungültig erklärt und neue ausge- schrieben werden. DieS auf Grund der Bestimmung deS weimaranischen Wahlgesetzes, daß mindesten« die Hälfte der Wahlberechtigten eine« Wahlkreises an der Urne erscheinen muß, wenn die vollzogenen Wahlen Kraft erlangen sollen, daß aber andernfalls ein nochmaliger Wahlgang ftattzufinden hat, bc welchem eS dann allerdings nicht mehr auf die (§ 137 Abs. 5.) . 5. In jedem Arbeitsraum, in dem Arbeiterinnen über 16 Jahren beschäftigt werden, ist eine Tafel, welche vorstehende Bestimmungen unter Ziss. 1 6 in deutlicher Schrift enthält, auszuhängen. (§ 138 Abs. 2.) Gesunden: 1 Brille mit Futteral, 1 Haarnadel, 1 Regenschirm, 1 Paar Handschuhe, 3 Taschentücher, 1 Damenhut, 1 Stück Vorhangstoff und 1 Kreidezeichnung. 3ußcfIoflCii: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 8. September 1894. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. II. Keschäftiguvs erwachsener Arbeiterinnen. 1 Wer Arbeiterinnen über 16 Jahren in einer Fabrik beschäftigen will, muß hiervon der Ortspolizcibehörde vorher schriftliche Anzeige machen. (§ 138, Abs. 1.) । In der Anzeige sind anzugeben: Die Fabrik, die ! Wochentage, an welchen die Beschäftigung stattfinden sott, Beginn und Ende der Arbeitszeit und der Pausen, Art der' Beschäftigung. — Soll hierin eine Aenderung eintretetl, fo mnß davon vorher der Behörde weitere Anzeige gemacht werden, (tz 138, Abf. 2.) Arbeiterinnen über 16 Jahre dürfen nicht länger als 11 Stunden täglich, an Vorabenden der Sonn- und Festtage nicht länger als 10 Stunden täglich beschäftigt werden, (tz 137 Abs. 2.) I Die Arbeitsstunden dürfen nicht in die Nachtzeit zwischen 8i/2 Uhr Abends und 5»/a Uhr Morgens fallen. Am Sonnabend sowie an Vorabenden der Festtage ist die Beschäftigung nach 5«/2 Uhr Nachmittags verboten. (§ 137 Abs. 1.) Zwischen den Arbeitsstunden- muß den Arbcltcrinncn eine mindestens einstüudigc Mittagspause gewährt werden. Arbeiterinnen über 16 Jahren, welche ein Haus wesen zu besorgen haben, sind auf ihren Antrag eine halbe Stunde ' vor der Mittagspause zu entlassen, sofern diese nicht mindestens ein und eine halbe Stunde beträgt. (§ 137 Abs. 4.) Entschlossenheit und in der Hoffnung auf bessere Zeiten, nach unserem alten Grundsätze: noblesse oblige! Eine erhebende Feier hat sich gestern vor unseren Augen abgespielt: Bor uns steht die Statue Kaiser Wilhelms I., das Reichsschwert erhoben in der Rechten, das Symbol von Recht und Ordnung. Es mahnt uns alle an andere Pflichten, an den ernsten Kampf wider die Bestrebungen, welche sich gegen die Grundlage unseres staatlichen und gesellschaftlichen Lebens richten. Nun, meine Herren, an Sie ergeht jetzt mein Ruf, auf zum Kampf für Religion, für Sitte und Ordnung gegen oie Parteien des Umsturzes. Wie der Epheu sich um den kuorrichten Eichstamm legt, ihn schmückt mit seinem Laube und ihn schützt, wenn Stürme seine Krone durchbrausen, so schließt sich der preußische Adler um mein Haus. Möge er und mit ihm der gesammte Adel deutscher Nation ein leuch- rendes Borbild für die noch zögernden Theile des Volkes werden. Wohlan denn, lassen Sie uns zusammen in diesen Kampf hineingehen, vorwärts mit Gott, und ehrlos, wer seinen König im Stiche läßt! In der Hoffnung, daß Ostpreußen als erste Provinz in der Linie dieses Gefechtes gehen wird, erhebe ich mein Glas und trinke es auf das Gedeihen Ostpreußens und seiner Bewohner. Die Provinz lebe hoch, hoch, hoch! Neueste Hadert Wolff» telegraphisches Korrespondenz-Bure«. Berlin, 7. September. Der Rendant des hiesigen neuköllnischen CreditvereinS, Ney, ist wegen Urkundenfälschung, Betrugs, Unterschlagungen, Untreue und Vergehen gegen die ConcurSordnung zu vier Jahren Zuchthaus und sechs Jahren Ehrverlust, unter Ausschluß mildernder Um- stände, verurtheilt worden. Elbing, 7. September. Der Kaiser begab sich mit seinen Gästen Vormittags zur Parade des 17. ArmeecorpS, bet der, nachdem die Front der beiden Treffen abgeritten war, die Uebergabe der Standarte an das 1. Leibhusarenregiment erfolgte. Der König von Württemberg führte dem Kaiser das Cürassierregiment „Herzog Friedrich Eugen von Württemberg" vor. Die Kaiserin wurde bei der Einfahrt in die Stadt vom Oberbürgermeister Elditt mit einer Ansprache bewillkommnet. Als der Kaiser vom Paradefeld zurückkehrte, nahm er nach der Begrüßung durch die städtischen Behörden auf dem Friedrich Wilhelms-Platze den dargebotenen Ehrentrunk. Marienburg, 7. September.^Das kaiserliche Paar traf um 21h Uhr hier ein und wurde von der Bevölkerung jubelnd begrüßt. Beim Eintritt in die Stadt hielt der Bürgermeister eine Ansprache, auf die der Kaiser dankend erwiderte. Eine Ehrenjungfrau trug ein Gedicht vor und überreichte einen Blumenstrauß, den die Kaiserin dankend entgegennahm. Auf der Marienburg ist um 6 Uhr Parade- ^sel. Abends 8 Uhr 10 Min. verlassen die Majestäten Marienburg mittelst Sonderzug. Der Kaiser steigt in Schlobitten aus und begibt sich in das Hauptquartier, das ^e?g°zurück ®0^na; bie Kaiserin kehrt nach Königs- Marienburg, 7. September. Der Kaiser sprach sich über die Parade des 17. Armeecorps überaus lobend aus. Als das Kaiserpaar sich dem Hochschlosse näherte, stieg die Kaiser- standarte auf demselben auf, wo außerdem auch die Standarten der neun Hochmeister, die einst das Hochschloß bewohnten, aufgezogen wurden. Der König und der Herzog von Württemberg trafen vor dem Kaiserpaar bereits um 1^ Uhr ein. WB. Buckingham, 8. September. Der Graf von Paris ist heute Vormittag 8 Uhr gestorben. WB. Charlotteuburg, 8. September. Professor Helmholtz ist heute Mittag gestorben. Depeschen des Bureau ^Herold". Berlin, 7. September. Professor von Helmholtz ist von den Aerzten aufgegeben,- sein Ableben kann stündlich erfolgen. Seit dem zweiten Schlaganfall am Mittwoch ist der Kranke vollständig bewußtlos und blieb ohne Nahrung. Berlin, 7. September. Ein Telegramm aus Königsberg berichtet der „Nationalzeitung" in Ergänzung der heute früh gebrachten Mittheilung: „In der Liste der zum Provinzialdtner einzuladenden Personen wurden vom Kaiser selbst gestrichen: Graf Kanitz, Graf Mirbach, Graf Klinkowstroem, Graf Dohna-Wundlacken, derj frühere Landrath, jetzige Feuersocietätsdirector v. Klitzing. Berlin, 7. September. Die „Kreuzzeitung" sagt zu der heutigen Meldung der „Nationalzeitung" aus Königsberg, wenn dieselbe zutreffend sei, so sei es nur eine logische Con- fequenz der Anschauungen des Kaisers, wenn er die Freunde der gegenwärtigen Wirthschaftspolitik besonders ehrt und den Gegnern sein Mißfallen zu erkennen gibt. Die kaiserliche Kundgebung müsse allerdings die den Handelsverträgen nicht zustimmenden konservativen schmerzlich berühren, die Überzeugung jedoch, daß nach bestem Gewissen gehandelt worden sei, lasse ein Gefühl der Bitterkeit niemals aufkommen. Berlin, 7. September. Der erste Fall asiatischer Cholera, der nicht eingeschleppt, sondern infolge leichtsinniger Lebenshaltung eingetreten ist, liegt allem Anscheine nach hier vor. Am Dienstag Morgen starb der Bootsmann Carl Grothe auf einem Frachtkahn an der Marchbrücke bei Charlottenburg, nachdem er am Abend vorher drei Liter Birnen auf einmal gegessen und dazu einige Glas Weißbier getrunken hatte. Die Untersuchung der Excremente in Kochs Institut soll unzweifelhaft Cholera aaiatica nachgewtesen haben. Varzin, 7. Sptember. Die Fürstin Bismarck wurde gestern von einem Plötzlichen Unwohlsein befallen. Sie muß das Bett hüten, da die Schwäche groß und äußerste Schonung geboten ist. Hamburg, 7. September. Das hiesige Schiff „Marianne", Paris, 7. September. Das Zuchtpolizeigericht verur- 1894. 3 Kg. (2 Psd.) Wetßbrod 1 2 1 führte mehrere Wagen Gepäck, sowie einige Faltboote mit sich. * * Manöver. Von den im Bereich des 11. Armeeeorps getroffenen anderweitigen Manöver-Dispositionen wird die 25. (Großh. Hess.) Division nicht betroffen- die Manöver derselben nehmen den geplanten Fortgang. * * Fahnen für die vierten Bataillone. Am 12. September (dem Geburtstage Sr. Kgl. Hoheit des f Großherzogs Ludwig IV.) findet auf einem unmittelbar nordwestlich des Bahnhofes Ober-Ramftadt gelegenen Felde in Gegenwart Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs die feierliche Uebergabe der Fahnen an die vierten Bataillone der Infanterie^Regimenter der Großh. Hess. (25.) Division statt. * * Die Reservisten hessischer Regimenter, welche die Herbstmanöver mitzumachen haben, sind diesmal dem 117. Regiment in Mainz zugetheilt worden. Dieselben sind gestern von Mainz aus mittelst Sonderzug nach dem Manövergebtet im Odenwalde befördert worden. Das so gebildete Reserve- Bataillon tritt sofort in Thätigkeit, da die Idee angenommen wurde, daß dasselbe telegraphisch zur Unterstützung einer bedrängten Armee-Abtheilung herbeigerufen wurde. * * Rebenbahulinie Grünberg-Loudorf. Die neu errichtete Neubauabtheilung für obenbezeicynete Linie soll die Bezeich-- Rom, 7. September. Der Handelsminister stellte den Entwurf eines Börsengesetzes fertig, durch welches die Termingeschäfte einer besonderen Controle unterzogen werden. Pari«, 7. September. Ministerpräsident Dupuy ist vollständig genesen hierher zurückgekehrt und wird am Dienstag einem Mintfterrath präfidtren. 1 Kg. (2 Psd.) 1 Kg. (2 Psd.) 2 Kg. (4 Pfd.) t das am 21. April mit 17 Man: Besatzung von Cardiff nach Santos segelte, ist seitdem verschollen. Die standksamtlichen und kirchlichen Nachrichten mußten wegen Raummangel für die nächste Nummer zurückgestellt werden. 48 ? 22 44 „ 20 , 40 , 60 , 24 Pfg. 5 : S : 44 „ 20 „ 40 „ M „ 22 Pfg. 19 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod 1 Kg- (2 Pid.) Schwarzbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod Gießen, den 8. September 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth. 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod 2 Kg. (4 Pfd.) 3 Kg. (6 Pfd.) in die Anstalt zurückgebracht- der dritten konnte man noch I nicht habhaft Ul^.sn-gim-ut Mr. 6, welches! ->°m s. SepttmbSeptember bisher zur Beobachtung in der Umgebung Marburgs ver- I 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod . bleiben mußte, ist heute Vormittags hier durchmarschirt. I bet Carl Wallenfels II. . Einige Schwadronen zogen durch die Stadt, die anderen ! dM Tafelbrod .... über die Anlagen in der Richtung nach Frankfurt weiter. I i Kg (2 Wechbrod Das Regiment, welches aus seinen bisherigen Garnisonen I 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod Mühlhausen und Langensalza nach Hanau verlegt wird, I 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod ‘ nung „Großh. Hess. Staatseisenbahnen, Neubauabtheilung III"’ führen und ihren Sitz in Grünberg erhalten- sie ist der Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen unterstellt. ** Garteubau.Ausstelluug.iu Maiuz. Obwohl für die Ausstellung 16,000 Quadratmeter in geschlossenen und offenen Räumen zur Verfügung stehen, mußten Hunderte von Anmeldungen zurückgewiesen werden. Die gemeldeten 300 Aus- steller, darunter die ersten Gärtnereien Deutschlands, nehmen - - - , mit ihren ca. 16 Gruppen alle verfügbaren Plätze in An- theilte gestern den Anarchisten Cusset, welcher in der I spruch. Um die Warmhauspflanzen unterzubrinaen, mußte, Wohnung eines Poltzetagenten eine Dynamitpatrone nieder- I da der gedeckte Raum nicht ausreicht, noch eine zweite Halle gelegt hatte, zu drei Monaten Gefängniß. Bei der Verkün- I in Bauauftrag gegeben werden. Mainz erhält eine Garten- digung des Urtheils rief der Verurtheilte aus: „Hoch lebe I bauausstellung, wie sie in Deutschland wohl noch selten da die Anarchie!" Wegen dieses Rufes wurde er sofort zu I war. Zwei auswärtige Autoritäten auf dem Gebiete des weiteren acht Monaten Gefängniß und 1000 Francs Geld- I Gartenbaues, welche gestern in Mainz anwesend waren, büße verurtheilt. I haben, nachdem sie von den getroffenen Arrangements und Pari«, 7. September. Wie die „Cocarde" mitzutheilen I den Anmeldungsltsten Kenntniß genommen, wörtlich erklärt: weiß, werde der Herzog von fOrleans nach dem Tode I „Eine solche Ausstellung hat Mittel- und Süddeutschland des Grafen von Paris kein Manifest senden, sondern nach I auch nur annähernd noch nicht gesehen." Frankreich zurückkehren und durch die Thar reden. I Loudon, 7. September. Der Gewerkvereins-Con-I VSkMischtes. Wanderung mittelloser Ausländer verbieten. I olera in Bürg^ln^aeht^'der^Oberbest Qto folgernde ^w»-rk, 7 September. Ei« gewisser Maison, der I amtliche Mitteilung ^u: "Am Mittwoch sind in gestern in Pi.tsbnrg wegen Ermordung einer Frau gehenkt I Bürgeln neu- Erkrankungen an asiatischer Cholera nicht vor- mMen ‘£'1 I fletommcn- ®fc Kranken sind zum Th-il schon aus bem SBtge Comnl k.7 d - » °n archisti scheu I der Besserung. Der Stand der Seuche war gestern Abend ÄÄ,f ' Sprengung öffent- I als günstig zu bezeichnen. Bestand: 12 Kranke, kein neuer licher Gebäude bezweckt habe. I Todesfall. Die Baracke, welche gestern erwähnt wurde, ist H. Paris, 8. September. Der Gras von Paris ist I N wird heute, spätestens morgen belegt werden, gestorben. I Gestern Nachmittag trafen tn Marburg Se. Excellenz der — ■ 11 -- ... - 1 i I Herr Oberpräsident Magdeburg und der Herr RegierungS- Coccdes mtb I ^r“Rfccnt ®r°f Elairou d'Haussouville ein, um sich sofort . . „ ~ I »ach Bürgeln zu begeben. In ihrer Begleitung begaben sich ,, _. . Ziehen, den 8. September 1894. | ebenfalls dorthin der Landrath v. Negelein und der Kreis- ' ^te,äa‘et“al‘"n , -nm'ualHisch- Veremigung. Landes. I phystkus SanitätSrath Professor Or. v. Heusinger. ES wurde gruppe Deutsches Reich, deren Gründer Prosessor 6. Liszt, I eine eingehende Besichtigung aller zur Bekämpfung der Seuche .®e , früher in ®ie6en, ist, wird ihre nächst- I getroffenen Einrichtungen vorgenommen und dann, nach mehr- lahrlge 4. Versammlung hier in Gießen halten, am 4., 5., I ftünbigEm Aufenthalt, der Rückweg angetreten." - Der 6. und 7. Juni (Pfingstwoche). Zur Vorbereitung der Ver- I -I-Correspondent der „Oberhesi. Zig." hat von Herrn Prof, ^mmlung und emes würdigen Empfanges der auswärtigen I Dr. Fränkel noch Folgende« erfahren: „In den letzten Gaste hat sich bereit« ei« Ortsausschuß mit dem Vorsitz deS I Tagen ist kein neuer Erkrankungsfall mehr vorgekommen. Herrn Landgertchisprasidenvn Fretherrn v. Ricou gebildet, I Mit Ausnahme eines mehr als 60 Jahre alten Manne«, bcftebenb au« den Herren Provinzialdireetor v Gagern, I deflen Zustand zu Befürchtungen Anlaß gibt, ist das Befinden Oberbürgermeister Gnauth, Erster Staatsanwalt Jöckel, I der Erkrankten ein sehr gutes. Den meisten sieht man °. Prosessor vr. Frank und Rechtsanwalt vr. Fuhr. Als « gar nicht mehr an, daß sie überhaupt noch krank sind. Gegenstand der Berathungen stehen so gende Fragen auf der I Außerhalb deS Dorfes Bürgeln ist, wie allen ander« lautenden Tagesordnung : 1. Erscheinen die Bestimmungen des Reich«. I Meldungen auswärtiger Blätter gegenüber wiederholt betont o^a!?e/^?.^ch,7^,e^ - correctionelle Nachhast reformbedürftig? I werden muß, kein einziger Cholerafall vorgekommen. Der 2. Jnbividualstatistik wiederholt bestrafter Personen als Vor. I Gesundheitszustand in der Stadt Marburg, ihrer Umgebung Here,tung einer -llgemeinen Rucksallstattstck. 3 Das bei und den übrigen Orten des Kreises ist ein vorzüglicher."- ä“ ^un zu legende In der gestrigen Sitzung des Stadtra.hs wurde beschlossen, Strasensystem. Al« Berichterstatter können bereits genannt I die geeigneten Maßnahmen zu treffen, um auswärt« ver- werden die Herren: Geheimrath vr. Krohne-BerUn, Geheim- I breiteten unwahren Gerüchten entgegenzutreten. - In der Pr°f°fs°- vr Seuffert-Bonn, R°,chSg-richt«rath vr. I Stadt wird vielfach erzählt, daß man in ch-n benachbarten O «Hausen-Leipzig,-Staatsanwalt vr Damme-Berlm, Land- I großen Städten wie Cassel, Wiesbaden, Frankfurt °. M. da« rath Voerster-Merseburg, D.t-etor Schellmann-Brauweiler. I Publikum durch Maueranschläge vor dem Besuche Marburg« OmnibuS-gahrt-n. Sommerwagen für I warne. Nach den vom Verein zur Hebung de« Fremden- Gießener Omnibu«-G°s°M°ft sind hier eingetroffen. verkehr« eingezogenen bezüglichen Erkundigungen widersprechen Di- Wagen, von der Köln r Omnibus-Gesellschaft angekaust, I diese Erzählungen den Thutsachen. Man ist nirgendwo in önnen -in- großer- Anzahl Personen, als die geschlossenen, obenb-z-ichn-t-r W-ts- vorg-gang-n. D-r Verein zur Hebung fusie«, sind aber sehr leicht g-bautz sie werden nach gehöriger I des Fremdenverkehrs beabsichtigt durch -ine besondere Publi. Renovirung in Betrieb genommen. I cation allen auswärtigen über Marburg verbreiteten falschen Wegen B-umfre°-I, begangen durch Abbrechen der Auffassungen entgegenzutreten, sobald man zu der Annahme Kr°n-n Mn 26, an der Kreisstraße Gießen- Leihgestern berechtigt sein wird, daß in Bürgeln feine weiteren Cholera- Men en Obstbaumeu, wurde am Dienstag von der hiesigen I fälle mehr Vorkommen «erden. Ein vorheriges Eingreifen Strafkammer der Maurer Nuhn zu 1 Jahr Gefangmß! de« Verein« wäre „icht rathsam, weil etwaige weitere Nach- tra“e" m*6brai.4t= f0l*e8 *" "er die unrichtige Mittheilunge« über die Sachlage enthalten' A 0 n O YY1 (TQ Q V h 0 ahI Vm a w X 0 10 Q) a fX. k n... ( ( X — O _ , f“. ■ r zur Hebung des Fremden- nicht geringem W-rthe entwendete. Nachdem solche« gestern I Verkehrs, Herrn Kaufmann O. Binder, zu übermitteln, damit entdeckt, wurde sie verhaftet. derselbe die Berichtigung solcher Falschmeldungen veranlassen • « Entw scht. Drei in einer ErzkhungSanstalt unter- I kann. - Au« Cassel wird berichtet, daß gestern Morgen die gebracht gewef-ne verwahrloste lunge Mädchen hatten vor- I dritte Schwester des dortigen Diaeonissenhauses nach Bürgeln gestern Gelegenheit gefunden, daselbst zu entweichen. Zwei I abgereist ist. derselben wurden gestern Abend hier festgenommen und heute I---- Der auswärtigen Bäcker. Weißbrod bet Aug. Deibel von Wieseck Schwarzbrod b. W. Weitzel v. Lang-Göns „ W. Sleinmüller v. Lang-GönsÄ) „ „ I. K. Velten von Ktrch-Göns 36 „ F. Schön o. Ruttershausen u. W. Weitzel v. Lang-Göns 38 „ W. Steinmüller v. L.-Gönk, Aua. Deibel von Wieseck u. Gust. Jacobi v. Alten-Buseck 40 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod b. Baith. Christ Ww. v. Wieseck 60 Der Brodverkäufer Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettzeug und Krankenkleidern für die neuen Kliniken in Gießen soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Ver maltuugsbureau genannter Anstalt an den Wochentagen, Nachmittags von 3—5 Uhr, einzusehen. Offerten mit der Aufschrift „Liefer- ung von Weißzeug" sind verschlossen blS zum Samstag, d. 29. September 1894, Vormittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern au die Verwaltung der neuen Kliniken cinzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 4. October 1894. 7384 Gießen, den 7. September 1894. (' roßh. Direktion der neuen Kliniken Holzversteigerung. Von 230 qm Fußbodenaufbruch merden die alten Bretter und Lager- kwlzer nächsten Dienstag, d. 11. d. M., Vormittags IO Uhr im Hofe des Gymnasiums dahier in 4 Loosen versteigert. Gießen, den 7. September 1894. Großh. Kreisbauamt Gießen. __________Reuting.______7354 ^bstversteigerung. Donnerstag, d. 18. Sept., Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt die Fürstliche Gutsverwaltung Eberstadt und Arnsburg die dies- jährige Obsternte,bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, öffentlich meistbietend versteigern. Zusammenkunft im Hof in Eberftadt. Eberstadt, den 7. September 1894. _____Verwalter Müller. [7355 WhMDcrkaiif. Die zwischen Großenlinden und Lützellinden gelegene, etwa eine Wegstunde von Gießen entfernte Lnh- mühle soll Montag, d. 17. Sept. 1894, Nachmittags 4 Uhr, auf dem Gemeindehaus in Grosienlinden versteigert werden. Das Anwesen besteht aus zweistöckigem Wohnhaus, Mühle mit zwei Mahlgängen, Backhaus, Scheuern und Stallungen, sowie einigen Morgen Gärten, Aeckern und Wiesen. Zur Erwerbung weiterer Ländereien ist gute Gelegenheit geboten. Die Müllerei, vorzugsweise Kundengeschäft, sowie die damit verbundene Bäckerei wurden von den früheren Besitzern mit bestem Erfolg betrieben. Das Object kann billig und mit einigen Tausend Mark Anzahlung erworben werden. Verkauf aus freier Hand kann ebenfalls stattsinden. Nähere Auskunft ertheilt: [7376 I. Boeck, Concursverwalter, Gießen, Wallthorftr. 18. Montag den 10. Septbr., Nachmittags 1 Uhr, werden Hammftr. 7 ca. 1OOO Ctr. Kuhmist freiwillig versteigert^[7391 Beste und billigste Bezugsquelle für garanttrt neue, doppelt gereinigt u. gewaschene, echt nordische Bettfedern. wir versenden zollfrei, gegen Nachn. (jedeS be- liebigeQuantum)Gute ticüc fBmfcotrti per Pfd. für 60 Psg., 80 Pfg., 1 M. und 1 9)L 25 Psg.; Keine prima Halbdaunen 1 M. 60 Pfg. u. 1M. 80 Pfg.; Weiße Polarfed. 2 M. u. 2 M. 50 Pfg.; Silberweiße Beltfedern 3 M., 8 M. 50 Pfg. u. 4 M.; ferner Echt chinefifche Ganzdaunen (s-hr fücträft) 2 M. 50 Pfg. und 3 M. Verpackung zum Kostenpretse. — Bei Beträgen von mindestens 76 M. 6°/0 Rabatt. — Nichtgefallendes bereite zurückgenommen I Peeher Ä Co. in Herford t. Westf. ___________ [5035]________________ Tapisseriewaaren. 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