tep* 'Ltzl... »etbice ^rfPungett. DMN ’JfJ’lu »rÄ: T-ÄMjRr^ 3uU » e- anduweTt Vndr. eeitt. [~~E^MtQ6eSr/7 mmtt UÄ> i'tTbtftan ----SWjBtlrt. el«rm Neubau, oalhin ^e brei Etagen, W< Sequetnildjl c ^Mtb'i.1.JuIiHch ernjefl 44. L, verüben ^Stock meine- Hau!« Nr. A, ist anbtrwii!; u "*r tiflen Methn Sofort hbSarjt Dr. Bdfct Logis, M ZiWn ^ute iu ptrmittytn. iM, Bahnbositrak 10. K iche Wohnung Im hbüe bis iM zimmnn,« k q. mi iÄÜtr Ist der I Ktr . vnmltthrn. £ röninger, Strinftr, U QAnlage 17, 8(hlfa| s. 3?. zu perntltlbtn. int Wohnung, befub o- mll- Aubthör, fowie W» auf Wunsch auch rr rat, n der Lüdanlaß, iswerih zu Dtrn Cfata C. 8. an die SMm-, 1 LsgtS zu iS tltMttti, Sollttorfit. •t iu btfttb. 6tb, t. Wnfi freier Laz t Such g bt bltstlbtn n ab. Mn, m W» Sn* lg- ^besondere Freund» J ms meines Lausers M»en f,6 s z ■ms Kr.,F“;;ri. t es mir möglich. * können. 16 Matt, 7 Mark, iichn» Marl 'eisberechnuog- " ungövoll ,ßasliaos. Nr 106 Erstes Blatt. Mittwoch den 9. Mai 1894 ■ 1^ n MU I ■■■■l^ - — — Ll~_M- - 1- - L- - - •» •• Brr OSo-rmrr >e|rt«n •d**tKl tigh ♦ «Kt Su4n«bmt bei IRenteql. Sdr Gießener HeetntelfiHei »crVr. km Inzeiger «ZGchntttich brtimel Gießmer Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. •terU(ti>r<|er JJmeadlmito« 2 Skarl 90 Dfj. ■* Bringerfob«. Durch b«t Pc>» b neue Hoffnung. Zwaier gesteht ohne Weiteres, daß die Rivalität zwischen den Vereinen „Schökelfreunde" und „Höhlenfreunde" die Gesellschaft veranlaßte, bei dem unsicheren Wetter die Höhlenfahrt zu unternehmen. Zwaier ist so munter, daß er zu Fuß nach Graz gehen wollte. Wien, 7. Mai. Die Rettung der in der Lueloch- höhle Eingeschlossenen rief' bei den vor der Höhle Versammelten den größten Jubel hervor. Als ein vom Kaiser an den Statthalter gerichtetes Telegramm, worin er seiner Freude über das mit so glücklichem Erfolg vollzogene Rettungswerk Ausdruck giebt, bekannt gegeben wurde, brachen die Anwesenden in stürmische Hochrufe aus. — Ueber die eingeschlossen gewesenen Personen theilt das „Neue Wiener Tagebl." folgende Einzelheiten mit: 1. Der Obmann der Gesellschaft Josef Fasching, Angestellter der Gasfabrik, 43 Jahre alt, verheirathet- 2. I. Oswald, Riemergehilfe, 21 Jahre alt, ledig- 3. I. Fölzmann, Berufsgenosse des Vorherigen, etwa 20 Jahre alt, ledig - 4. Carl Zwaier, Buchhandlungsgehilfe bei der Firma Wagner, 29 Jahre alt, seit einem Jahre verheirathet. Seine Frau befindet sich in gesegneten Umständen und weilt in Semriach- 5. I. Maier, 20Jahre alt, ledig- 6. F. Kurz, Maler, 28 Jahre alt, ledig — sämmtliche bisher Genannten Mitglieder der Gesellschaft — und 7. der 17jährige Realschüler Heid, der erst nach laugen inständigen Bitten die Erlaubniß erhielt, sich der Expedition anzuschließen und der sich auf die Abenteuer, die ihnen in der Höhle begegnen könnten, kindlich freute. — Die Majorswittwe Zwaier, deren Sohn sich unter den Eingeschlossenen befand, ist, wie Baron Mundy dem „W. Tagebl." meldet, in Semriach wahnsinnig geworden und mußte in das Beobachtungszimmer nach Graz überführt werden. Es ist dies dieselbe unglückliche Frau, welche durch wiederholte telegraphische Depeschen die Hilfe des Kaisers sich erbeten hatte und deren Bitten auch stets Gehör fanden._____________-- Cocales unb ^provinzielles. Gießen, den 8. Mai 1894. * * Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 1. Mai den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Hermann Sandmann zum Landgerichtsrath bei diesem Gericht- am 5. Mai den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Oppenheim vr. Wilhelm Wagner zum KreiSamtmann bei dem Kreisamt Dieburg und den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Dieburg Heinrich Jrle zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Oppenheim — zu ernennen. * * Zur DiezFeier. Der Universität gingen aus Anlaß der am Samstag abgehaltenen Diezfeier folgende Telegramme zu: Der Universität Gießen sendet zur Feier des hundertsten Geburtstages des Altmeisters romanischer Sprachforschung Friedrich Diez die herzlichsten Glückwünsche Der academisch-neuphilologische Verein zu Bonn. An der heute im Geburtsorte des großen Meisters veranstalteten Diezfeier nimmt der Verein für neuere Sprachen zu Cassel freudigen Antheil und sendet allen Festgenossen herzlichen Gruß. Director Dr. Quiehl, Vorsitzender. * * Wegen Kindesmord wurde gestern eine Dienstmagd aus Lollar gefänglich eingezogen. Dieselbe hatte ihr neugeborenes Kind in Lumpen eingewickelt und dann im Bett erstickt. * * Unfug. Gestern Abend warf am Kanzleiberg ein Junge mit einem Stein nach einem Pferd. Das Pferd schlug aus und traf einen anderen Jnngen an den Kopf, so daß er eine nicht unbedeutende Wunde davontrug und in ärztliche ! Behandlung gegeben werden mußte. * ♦ Ueberfahren. Gestern Vormittag wurde in der Dammstraße ein Knecht von seinem Fuhrwerk überfahren. Er wurde in die Klinik verbracht. * * Sachbeschädigung. In der Wallthorstraße und am Lindenplatz wurden in verflossener Nacht mehrere Fensterscheiben eingeschlagen. Der Thäter wurde abgefaßt und wird sich wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. * * Diebstahl. Vor einigen Tagen wurden einer Dienstmagd 8 Mk. aus dem Koffer gestohlen. Heute wurde der Dieb in der Person eines schon zweimal vorbestraften Lehr» lings verhaftet. * * Zur Rekrntenaushebung schreiben die „Hamb. Nachr.": „Wie wir vernehmen, hat die vorjährige Aushebung einen Ueberschuß von Rekruten ergeben und das Kriegsministerium zu der Anweisung veranlaßt, daß beim dies- jäbrigen Aushebungsgeschäft von der Zurückstellung wegen zeitlicher Untauglichkeit nach Möglichkeit ausreichender Gebrauch gemacht werden soll, damit der Ersatz durchaus brauchbar und kräftig sei und eine Abnahme der Zahl der Wiederentlassungen wegen Dienftuntauglichkeit erzielt werde." *• Laudwirthe! Versichert die Feldfrüchte gegen Hagel- schlag! Der ist des Landmanns allergrößter Feind, denn im Nu ist er im Stand, seine ganze Hoffnung zu vernichten, die blühenden Saatfelder in eine Trümmerstätte zu verwandeln. Die Hagelversicherung ist es, die den Versicherten für den erlittenen Verlust gegen einen geringen Betrag entschädigt, und obwohl die Erkenntniß von deren hochwichtiger Bedeutung immer breiteren Boden gewinnt, so sind es namentlich die Kleinbauern, die der Einrichtung gleichgültig, ja mißtrauisch gegenüberstehen. Mit dem Lesen dieses Artikels allein ist es nicht gethan — wer noch nicht ^sichert hat, der soll die Versicherung sofort bei der geeigneten Stelle anmelden. ** Das Legen von Gift auf einem Saatacker, um die denselben besuchenden Hühner zu beseitigen, ist unerlaubte Selbsthilfe. Werden dadurch Hühner vergiftet, so macht sich der Betreffende einer strafbaren Sachbeschädigung schuldig, die mit Geldstrafe bis zu 1000 Mark oder Gefängniß bis zu zwei Jahren bedroht ist- fallen dagegen Singvögel dem ausgelegten Gift zum Opfer, so tritt Bestrafung gemäß § 2c und § 3 des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1888, betr. den Schutz von Vögeln, ein. Die Strafe würde in diesem Falle in Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder in Haft bis zu. sechs Wochen bestehen können. E. Echzell, 6. Mai. Eine recht angenehme Erb» schäft hat eine Familie in unserer Nachbargemeinde Bingenheim gemacht. Es handelt sich dabet zwar nicht um eine Million, wie die Erbschaften aus England und Amerika in der Regel aufgebauscht werden, wohl aber um einige Tausende, die ganz sicher sind. Vor einem Vterteljahrhundert wanderte eine Frau nach England aus und verheirathete sich dort, es ging ihr gut und sie legte etwas zurück. Ihr Mann und sie starben ohne Leibeserben und jedes der Eheleute vermachte seinen Antheil an dem Erworbenen an seine Verwandten. Der Theil beträgt etwa vierundzwanzig Tausend Mark. Die vier Geschwister der Erblasserin erhalten alsbald je tausend Mark, die verbleibenden zwanzig Tausend werden reservirt und verzinslich angelegt, bis über ein seit Jahren verschollenes Familienmitglied Bestimmtes festgeftellt ist. Kommt dieses Mitglied nicht mehr zum Vorschein, so gehen die zwanzigtausend Mark wieder in vier Theile. § Aus dem Kreise Alsfeld, 7. Mai. Die Besserung dec Rindviehpretse, hervorgerufen durch die verbesserten Futteraussichten nach den letzten Regenfällen, hat sogleich wieder ein weiteres Steigen der Rindfletschpreise nach sich gezogen. Das Piund Rindfleisch, das seither 60 Pfg. gekostet, gilt bereits 64 Pfg. Das ist eine bemerkenswerthe Differenz zu den Preisen des Winters, während dessen man nur 40 Pfg. für das Pfund bezahlte. Voraussichtlich aber bleibt es nicht bei dieser 60 o/gigen Steigung, sondern wird, da das Rindvieh zum Verkaufe mit dem Beginn der Grünfütterung noch seltener wird, noch mehr in die Höhe gehen. Darmstadt, 7. Mai. Handelsnotiz. Das Bahn- consortiumBachstein und DarmstädterBank hat seine verschiedenen Straßen- und Außenbahnunternehmungen in eine Actien- gesellschaft umgewandelt. Zwingenberg, 4. Mai. Eine exemplarische Bestrafung nahmen dieser Tage mehrere Bensheimer Fortbildungsschüler am hiesigen Schöffengericht entgegen. Dieselben beleidigten auf dem Heimweg von der Schule einen jüngeren Lehrer in roher Weise. Sie müssen ihre Ausschreitungen mit 3 Wochen, bezw. 14 und 8 Tagen Haft büßen. △ Aus Rheinhessen, 7. Mai. Die Fröste der letzten Nächte haben nach den vorliegenden Nachrichten in der hiesigen Gegend, hauptsächlich in den Gemarkungen Kastel, Kostheim und in den Niederungen von Hochheim beträchtlichen Schaden an Weinbergen und Obstanlagen verursacht. In den berühmten Gemüseorten Gonsenheim, Mombach und Budenheim ist nur wenig von den Folgen des Frostes wahrzunehmen, gleich wie in den Weinorten Laubenheim, Bodenheim, Nackenheim, Nierstein und Oppenheim kaum etwas von den Wirkungen der kalten Nächte in den Weinbergen und Weingärten gefunden werden kann. In Oppenheim hat man in zwei Nächten durch gewaltige Raucherzeugung den bei sinkender Temperatur sich bildenden Reis erfolgreich verjagt, wozu die Bewohner durch Allarmschüsse aus dem Schlaf geweckt wurden. △ Mainz, 7. Mai. Die hiesigen Antisemiten haben gegen die Aufstellung eines Heinedenkmals hier jetzt auch eine Eingabe an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet. — Das Denkmal-Comite hat inzwischen der Bürgermeisterei die Mittheilung zukommen lassen, daß, falls die Finanzfrage Schwierigkeiten mache, man sich mit der Aufstellung einer Büste begnügen werde. — Der Centralausschuß für daS elfte deutsche Bundesschießen hatte vor einiger Zeid bea H Schein'" hat der J * p Wenpre M Kranken, wird bei Sahl o Gicht, Entzüi krankh unöD° Serstop fjdttn du so können finden, l sondern dl Mneralw und Gehe Stofswech bereits a hervorrui auSzusche Mineral« durch di schlirs Unterstüs durch bei Soolbc wirksamst Neural schwäch Lchwes vorzüglich katarr! sucht. - und Bal Salzschli * c Denkn Büste ik herrlichu strichel Anstrichs unstaltet es den l * \ Kneeb' gemeldet J in u «w 'S*«- tbt kte- 9lnfier. Q?8efa§t und nnöon«n haben botS'Ä£ '^havb. Natl < ! ""9 '*> * d°« fceu, ' ,°5 beim bitä. «'-h-ndntzldiwt bS“8 Mta .W dir Sitter, i’tlt werde." rä$,e gegen ßfl0tl. ?;ölter vofinung zu ver- r Trüwmersiälte zu die den Lnsicherlen n Seckgrn Benag " deren hochwichnger »iE, so smb xz rlchlung 9ltid)8üitig, Lesen dieses Anikell nid)t ^sicherr har, er geeigneten Lielle li Saatacker, um die sgen. Ist unerlaubte rgiftet, so matit sich Migung iiulbig! oder GefinM bis :yn Singvügri dem t Wafyng tzrM $2. Mm 1888, belr. asr würde in diesem oder in Hast bis zu angenehme tzrb- chbargemeinde Bingen» zwar nicht um eine and und Amerika in tr um einigt Tausende, sahrhunderk wanderte ratzte sich dort, es Ihr Mann und sie qfytaitt ttuMxt x \tvat Verwandten, j Tausend Mar!. Die in alSbald je tausend isend werden reservirt eit Jahren verschollenes lt ist. Kommt dieser ,en die zwanzigtausend * i. Die Sefieeunj bet iienetbeifeTttnglittet. ; ,, h°i s°gl-ich * ,i|e noch fit 1-!°»"' ! 0 ¥fs- grfM itoeithe Diffe-mj!» jen man nur40 % d aber bieidt es mit Fütterung notf) feiten« „etil. D»S ®* ' »tsJ S-r.. . at8fte der letzten te inhtrbi* . ad)XtÄten ^sthxjm I ia”8!n-4&gMb'" 1 " bt‘« 3«-10 b“! :W' l tinl»4*“ i h** “ Ln«»®1”' r«Ks ?®tinSätiS sH'”* : wurden- aerl°>". <»»ä ben Kaiser zum Besuche emgeladen. In einer von dem Geheimrath LucanuS soeben hierher gelangten M rrheilung hat der Ratfcr zu wissen thun lassen, daß er eS sich versagen müsse, persönlich theilzunehmen, daß er indeß geneigt sei, einen Ehrenpreis zu stiften. Dermifc^tes. * Bad Salzschlirf. 7. Mai. Den Heilung suchenden Kranken, welche tm Frühjahr sich zu einer Badecur entschließen, wird bei der großen Zahl der angepriesenen Bäder die richtige Wahl oft recht schwer, insbesondere Denjenigen, welche an (Sicht, HarngrieS, Nieren, und Blasensteinen, Entzündungen der Nieren und Blase, Leber« kranlheitcn, Gallensteinen, Gelbsucht, Magen« und Darmkatarrh, Hämorrhoiden, Rheumatismus, Verstopfung und Fettsucht leiden. Da diese Krankheiten durch Störungen des Stoffwechsels verursacht werden, so können sie auch nur durch Beseitigung der letzteren Heilung finden. Erreicht wird diese nun nicht durch äußere Mittel, sondern durch den innerlichen Gebrauch derjenigen alkalischen Mineralwäsier, welche in Folge ihrer chemischen Bestandtheile und GehaltS an Lithium die Fähigkeit besitzen, nicht nur den Stoffwechsel normal zu gestalten, sondern auch die im Körper bereits abgelagerten harnsauren Salze (welche jene Krankheiten Hervorrufen), wieder aufzulösen und durch Nieren und Blase auSzuscheiden. Von allen diese Eigenschaften besitzenden Mineralquellen nimmt ausweislich der Analyse und bestätigt durch die überraschendsten Heilerfolge der Salz- schlirfer BonifaeiuSbrunnen den ersten Rang ein. Unterstützt wird die raschere Heilwirkung der BonisaciuSquelle durch den Gebrauch der hiesigen, Überaus kohlensäurereichen Soolbäder und Moorbäder. Letztere finden außerdem wirksamste Anwendung gegen Frauenkrankheiten, Neuralgien, Ischias, Lähmungen, Nervenschwäche und Hautaffeettonen. — Die hiesige Schwefelquelle und Stahlbrunnen bieten ferner vorzügliche Heilwirkung gegen Hals« und Bronchial- katarrhe, Scrophulose,Blutarmuthund Bleichsucht. — Kostenfreie Zusendung von Analysen, Brunnen« und Badeschriften erfolgt durch die Badeverwaltung zu Salzschlirf. * In Baden Baden wurde in dir Nacht zum 1. Mai das Denkmal Kaiser Wilhelms I. vor der Trinkhalle, eine Büste in carrarischem Marmor, von Kopf in Rom, zur Verherrlichung der Maifeier mit blutrother Farbe angestrichen. Wie eS scheint, lassen sich die Spuren dieses Anstrichs nicht ganz beseitigen. Man hat daher das verunstaltete Denkmal vorläufig mit einem Kasten überdeckt, um es den Blicken der Vorübergehenden zu entziehen. * Berlin, 5. Mai. Der amerikanische Rennpferdezüchter Kneebs, dessen Pferde in Deutschland als reeordloS angemeldet waren, ist, wie Berliner Blätter melden, in Berlin verhaftet worden. Seine Pferde find beschlagnahmt. Bei den FrühlingSrennen in Deißensee, in Mühlenkamp-Altona hatte er mit einer Stute Sieg auf Sieg errungen, von der er behauptet hatte, daß sie in Amerika noch nicht gesiegt habe. Jetzt hat sich herauSgestellt, daß das Pferd in Amerika als vielfache Siegerin — „Bethel" — bekannt ist. * Neuwied, 5. Mai. Auf dem Walzwerk „Germania" in Neuwied wurde heute das Verfahren zur Erzeugung von Ketten ohne Schweißung auf dem Wege des WalzenS nach- Patenten von £. Klatte vor zahlreichen Fachleuten praktisch vorgeführt. Die Ergebnisse waren recht befriedigend. " ! ' !' ■ '2! Verkehr, £anO* rrir- Volkswirthschaft. • Uten. 8. Mai. Marktbericht. Aut dem heutigen Bixbemnarft kostete: Butter pr. $fb. X 1,15—120, Hühnereier 1 Stück 5 4, 2 Stück y 4, Jtfifc pr. St. 5-8 4, Rälcmatte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 17 4, Änsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar X 0,80—1,00, Hühner pr. Stück x 1,00—1,60, Hahnen pr. St x 1,20-1,70, Enten pr. St. X 1,60 bi« 2,00, Ochsensteisch pr. Pld 70-74 4- Kuh, u. Rindfleisch pr. Psd. 60-64 4, Schweine, fleisch pr. Pfd. 60—70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60--4, Hammel« fleisch pr. Psd. 56-68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-5,00 X, Weißkraut vr Stück 4 -10 4, Zwiebeln pr. Gentner 10,00—12,00 X, Milch pr. Liter 16- 20 A, Enteneier 2 Et. 11 4, Gänseeier 10 4- Literatur unö Kunft — Die ethischen Srziehungsaufgaben unserer Zeit. Von R. Wulckow. (Gießen, Emil Roth.) 96 S. X 1.50., in cleg. Ealicoband X 2.—. Ter Verfasser vorliegender Schrift verbreitet sich in acht Abschnitten in marcanter Weile über die sittlichen und socialen Schäden der Gegenwart. Er erkennt sowohl bei den höheren, wie unter den mittleren und niederen Schichten unseres Volke« eine Entartung der seelischen Mächte, die einerseits in einem unfruchtbaren Pessimismus, andernseits in einer maßlosen Begehrlichkeit nach Stnnengenuß in die Erscheinung tritt. Mit scharfem Blick deckt et die Quellen aus, welche die harmonische Entwickelung und die höhere Ausbildung unserer nationalen Tugenden in falsche Bahnen leiten und die Volksseele vergiften. Falsche Phtlosophemen haben krankhafte Weltanschauungen gezeitigt und eine sog. realistische Lttteratur haben die Frivolität und das Spiel mit dem Laster als das „Wahre" und „Wirkliche" in der Natur des Manschen und tm Leben der menschlichen Gesellschalt zu einem unheimlichen zukunsts- drohenden Gößen aufgebauscht. Von der heutigen Gesellschaft erwartet der Verfasser für eine Umkehr zu den ewigen und reinen Duetten der Begeisterung für die idealen Güter der Menschheit nicht mehr viel, deßbalb sucht er die Heilung in einer durchgreifenden Umgestaltung der Erziehung der Fugend in allen Schulgattungen, durch Veranstaltung der ethischen Einwirkung des Unterrichts auf die Schüler. Mit Recht sucht er die Schule mit dem Vorwurf zu belasten, daß sie vor allzu vielem tobten Formalismus, Gedächtnißkram und dgl. die ethische Seite des Unterrichts vernachlässige und dadurch denselben theilweise für das geistige, und sittliche Volksleben unsrucht- bar mache. Die Mittel, die er anfuhrt, die Weltübel durch eine verbesserte Erziehung zu mildern, mögen vielleicht Manchem nicht ausreichend erscheinen, immerhin aber verdienen sie die Beachtung aller derjenigen, welche im Dienste bet Erziehung und bes Unterrichts sieben. Aber die Schrift ist dennoch keineswegs nur „für Lehret und Erzieher geschrieben, sondern sie wendet sich vielmehr an alle Kreise des Volkes, denen die Kräftigung unsere« sittlichen Lebens und eine segensreiche Zukunst unsere« Vaterlande- Herzenssache ist." Ein betonten« Kapitel widmet bet Verfasser noch dem elbischen Berus der Frauen. Er ist voll der Hoffnung, daß sich ein heilooÜer Umwanblungsprozeß im Fühlen, Denken und Handeln der GcsammE heil unsere« Volke« vordereitel und stellt außer Frage, daß bei Lösung der Ausgaben der Zukunft den Frauen der entscheidendere Theil zufallen dürste. — Tie Schrift ist interessant und der Ver« faffer ist bei so manchen Schäden unserer Bildung und unterer socialen Anschauungen in seinen Darstellungen nicht wie die >ta«e um den heißen Br«i berumgegangen, sondern hat sie mit Schärfe und männlichem Muth, ohne dabei in socialdemokratische Anwandlungen zu v.tfallen, bloGgekgt. — Wir empfehlen seine Arbeit allen Denen, die berufen find, an dem idealen Aufschwung unsere« Volkslebens mitzuarbeiten, aber auch Denen, welche durch Geburt und Lebensstellung die Verpflichtung tragen, sich dem Besten ihrer Zeit anzuschlictzen bei den Bestrebungen, da« Vaterland zu einem Reich der Gerechtigkeit und des socialen Friedens auszudauen. — Die von Frauen und Jungfrauen Baden«, HefsenS und der Pfalz dem Ztzürften viSmarck oerehtie prachtvolle Lchainlle wie sie im „Pfälzischen Gewerbemuseum" hergestellt wurde, hat eine ganz vorzügliche bildliche Wiedergabe mit erklärendem IqI durch die Buchdruckerei Emil Thieme in Kaiserslautern gesunden. DaS prächtige, auf gutem Earton gedruckte Blatt ist zum Preise von 20 Pfennig in Briefmarken franco von der genannten Firma zu beziehen. Apotheker A. Flügge’s ___ ___Myrrhen - Creme ■ OeuUclMi Reichspatent No. 63 602. Bon 1800 bcutfdxn i'io|<|ioi607 — Praetische und nützliche Neuerungen brechen fick stet« bald Bahn und erwerben sich die Sympathien der großen Menge. Den schlagendsten Beweis für obige Thatfache lieferten jüngst Apo- tbeker Hupertz'jche Blutreinigungspillen — Dinntr Pills — Derdauungspillen, (Pilulae purgativae), die laut medicmal- amtlicher Beglaubigung da« weitaus beste Mittel npräfenliren, Störungen in der Verdauung zu befeitige.i, gegen Appetitlosigkeit und Stuhlverstopfung, Blutandrang nach dem Kopfe, Athcmnoth, Hämorrhoidal- und Leberleiden zu wirken und die Verdauung in vorzüglichster Weise zu sördern. Sie bewirken, ohne Leibschnerden zu erregen, erwünschte Bntreinigung, eine Eigenschaft, die d.n Pillen so überraschend rasch die Gunst des Publikums sicherte. — Die Dinner Pitts — Dinner Pills — VerdauungSpillen (Pdulao purgativae), durch den „Löwen von Luzern" als Schutzmarke vor Nach- ahmunggeschüht, ebenso vurch den Namenszug Apotheker E. Hupertz^Eo., Köln a. Rhein sind durch Apotheken zu beziehen oder werden durch die Fabrik von Apotheker Hnpertz L Eo., Köln a. Rh. beschafft. |318 unser •gen : 4044 um rom Bekanntmachung. Betriebs Eröffnung der Neubauftrelke Niederwalgern- Weidenhausen. Am 12. Mai d. Js. wird die von der Bahnlinie Cassel * Frankfurt bei der zwischen den Stationen Niederweimar und Fronhausen (Lahn) neu errichteten Betriebsstation Niederwalgern abzweigende Neubaustrecke Niederwalgern-Weidenhausen mit den Stationen Lohra, Gladenbach und Weiden- Hausen, sowie dem Haltepunkte Damm dem Verkehre übergeben. ; j D Auf die neue Bahnstrecke findet die Bahnordnung für die ^Nebenbahnen Deutschlands vom 5. Juli 1892 Anwendung. Hinsichtlich der speciellen Betriebs - Leitung ist die Strecke dem Königlichen Eisenbahn-Betriebsamte (Main-Weser-Bahn) in Cassel unterstellt. Von den vorgenannten Stationen werden Lohra und Gladenbach einstweilen nur für den Personen- und Gepäckverkehr, sowie Weidenhausen dagegen für den Personen-, Gepäck- und Güterverkehr, die Beförderung von Leichen und lebenden Thieren eröffnet, während der Haltepunkt Damm nur dem Personen-Verkehre dient. Der Verkauf der Fahrkarten an die auf dem Haltepunkte Damm zugehenden Reisenden geschieht durch den Packmeister. Der Uebergang der Reisenden von den Zügen von Frankfurt nach Cassel auf die Züge Marburg-Weidenhausen und umgekehrt findet in Nieder- weimar statt. Für die neue Strecke ist folgender Fahrplan vorgesehen: Zug Nr. Namen Zug Nr. Zug Nr. 472. Zug Nr. 474. der Station. 471. 473. 615 Vorm. 535 Nachm. ab Marburg an 850 Vorm. 825 Abends 629 „ 549 „ „ Nieder-Weimar ab 836 „ 8Z1 M 651 6" ,, „ Damm ,/ 820 „ 7 „ 659 „ 6^ „ „ Lohra .. 811 „ 716 „ 7" „ 634 ,/ " Gladenbach ,/ 800 , 735 722 „ 642 „ an Weidenhausen ab 749 „ 7£1 „ Directe Güter-Abfertigung von und nach Weidenhausen findet vom Eröffnungstage an mit den Stationen der Preußischen Staatsbahnen, der Oldenburgischen und Oberhessischen Bahnen statt. Ueber die zur Anwendung kommenden Frachtsätze ertheilen die Güter« Abfertigungsstellen Auskunft. 4019 Hannover, den 7. Mai 1894. Königliche Eisenbahn-Direetion, zugleich Namens der betheiligterr Verwaltungen. DoooaaoaooQoooaooD a Bunt- u. Mousielirr o o Glas-Imitation □ O in den neuesten Mustern empfiehlt G a Ernst Bloedner o 3 4028 SelterSweg. g aaoaooDaoaooooooDQ Cravatten, Kragen, Manchetten, Chemisetts, Handschuhe erhielten neue Sendung. 4034 Hamburger EilWsFMr Kirchenplatz II. Gemüse- u. Obfl-Conserven,n 4.2-, 1» und Vr-Pfd.-Dosen, verkaufe ich, soweit jetzt noch vorräthig, um im Herbst nur diesjährige frische Conservirung zu liefern, zu wesentlich billigeren Preisen, u. A- r- B.: 2Pfd-, iPfd.-Dose la. Schnittbohnen 40 28 Erbsen, fein 1.00 55 „ mittel I 70 40 „ ,, II 65 35 Stangenspargel 1.45 75 Schntttspargel 1.10 €0 u. s. w. (in anerkannt nur besten Marken, Moitrier, Metz; Lampe u. Koch, Braunschweig; Monsltnger u. Heserlein, Oppen, heim). 4026 Emil Orbig, Bahnhofstrabe 30. Bekanntmachung. Die Stelle des Vorstehers an der vom Kreistage diesseitigen Kreises beschlossenen Kreiserziehungsanstalt für verwahrloste Kinder, welche in Mühlheim a. M. errichtet werden wird, soll demnächst und schon einige Zeit vor Fertigstellung des Anstaltsgebäudes zur Besetzung gelangen. Zur Anstellung ist ein seminaristisch gebildeter Lehrer in Aussicht genommen, welcher schon längere Zeit im Schuldienste gestanden hat und die Befähigung besitzt, neben der Leitung der Anstalt im Ganzen auch diejenige des landwirthschaftlichen Betriebs derselben übernehmen zu können. Der Anfangsgehalt des Inhabers der Stelle beträgt 1500 Mark jährlich neben vollständig freier Wohnung und Verpflegung für sich und seine Familie. Für die Zeit von der Anstellung bis zur Eröffnung der Anstalt wird für Wohnung und Verpflegung eine Vergütung in Baar geleistet. Die Ehefrau des Vorstehers ist ohne besondere Vergütung zur Leitung der Haushaltung der Anstalt, welche etwa 80 Köpfe umfassen wird, verpflichtet. Lehrer, welche einer ähnlichen Anstalt bereits vorgestanden oder darin beschäftigt waren, erhalten den Vorzug. Bewerbungen sind unter Beifügung von Zeugnissen bis zum 20. Mai d. I. hierher einzureichen. Persönliche Vorstellung ist vorerst unnöthig. Offenbach, den 4. Mai 1894. Großherzogliches Kreisamt. _________________________H aas. 4024 Zu vermiethen. Der neue Rampenabschlutzbau zunächst den Bahnhöfen in der Bahnhofstraße, zu Verkaufs- und Laaerzwecken geeignet, soll im Wege des öffentlichen Angebots Mittwoch den 16. dS. Mts., Vormittags 11 Uhr, vermiethet werden- Die Benützung des Raumes zu Echankwirthschaft oder zum Betrieb eines störenden oder lästigen Gewerbes ist ausgefchlosten- Plan und Bedingungen liegen auf dem Stadtbauamte offen, woselbst auch Angebotformu, lare abgegeben werden. Die Räume können vom 8. bis einschließlich 12. ds. Mts- täglich, Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, eingesehen werden Angebote sind bis zum genannten Termin verschlossen und mit entsprechender Ausschrift versehen bei unserem Stadtbauamte einzureichen. Gießen, b.n 7. Mat 1894. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen- 4013________Gnauth.___________ Bekanntmachung. Zum diesseitigen Localgütertarife vom 1. April 1890 ist d»•/// Deutsch-Oesterreich. Alpeu'Verein Donnerstag den 10. Mal, ZxVf ’A Abends 8 Uhr: Vj Monats Bersamm- V lang im VereinSlocal, Cafe Ebel. Vortrag: Eine Reise zur Weltausstellung in Chicago. Festsetzung der noch auszuführenden Sommer-Touren.________________4038 Verloren. § Sonntags ein großer HanSschlüffel verloren. Gest, abzugeben in der Exped- Geld gefunden. Näheres auf der Expedition d. Bl. 4017 Kräftiger Hausbursche gesucht von 4027 __Earl Hensel, Wallthorstraße. Kulmbacher Bier. E. leistungsfähige Kulmbacher Brauerei wünscht für Giessen und Umgebung ihr G-eneral-Depöt an e. gut situirte Firma gegen feste Rechnung zu vergeben. Offerte« sub A. 904 an Rud. Moffe in Nürnberg 4021 Kaufmännischer Verein Gießen. 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Sredit-Act. 288 25 Mainzer E.-B.-Nct. 114.70 3tcL MMelmeerbech» Set. 79.20 Marienburger 83.7Q Gelse». Bergw^Let. 145.501 »er. KüutgS-Lanrich^lU. 127^0 RtititbuMttcurt 3 pLt. — Frankfurter Barrk.DiSceut 3 Redaction: Ä. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'ichen Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen Are heutige Kummer umfaßt 6 Seite».