> ■MÄ« 1894 Freitag den 9. Februar Erstes Blatt. Nr. 33 «ebarlton, (hprbitioir . und Druckerri: ^«kukckrahe iHr.7.. Fernsprecher 51. P»ie-ener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. " Bierteljähriger ^Sonncmentvpreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener AamikienSläller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. ießener Anzeiger Kenerat-Z(nzeiger. 1071 »eise. lbeuds 8 Uhr« ieK 'otzn Sach, rflanb tingelabeitt 5 nicht eingeführt L nicht gestattet. Vorstand. ÄT -re Walt für dar chresbeitrag gezahlt lEliseWerner. ' der Anstalt mit# 16 auch in diesem lalt zu sorgen und ialt. hiesigen und aus« l bitte bei tiy MW- Dachdecker. njährige Garantie. mg. daß ich von heute [881 Lier >e. litt, dem Mos«.___ icüüT , 849 ihr. eohtigußflZüinelBjähr.* Vorbildung. Ild.ll. DieDirectio^- STSäTWJ Fay's achte n Sali« d» i« ll unb XVIII» to, w * 5 Staute« b«td) '?< beste« Z ition löst gtz 8 Ben Kleider- zkins. r in _____-—“”"T -rKS Aints- uni 2lit$eiaeblaH für den ICrets Gieren. | chratisöeitage: Gießener Kamil'ienötütter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Amtliche* Theil. Bekanntmachung. Es ist wiederholt vorgekommen, daß die bestehenden NeichS'Telegraphenanlagen wegen Mangel an der nöthigen Vorsicht bei der Fällung von Bäumen, bei der Ausästung von Baumpflanzungen, durch unvorsichtiges Anfahren, sowie in Folge Zertrümmerung der in den Telegraphenlinien befindlichen Porzellan-Isolatoren durch Steinwürfe rc. derart beschädigt worden sind, daß Störungen und Unterbrechungen des Telegraphenbetriebes eintreten. Da die Beschädigung, bezw. Gefährdung der zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlagen gemäß der SS 317 und 318 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich strafbar ist, werden im Nachstehenden die bezeichneten SS zur Nachachtung und Warnung hiermit in Erinnerung gebracht. S 317. Wer vorsätzlich und rechtswidrig den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlage dadurch verhindert oder gefährdet, daß er Theile oder Zubehömngen derselben beschädigt oder Veränderungen daran vornimmt, wird mit Gefängniß von einem Monat bis zu drei Jahren bestraft. S 318. Wer fahrlässigerweise durch eine der vorbezeichneten Handlungen den Betrieb einer zu öffentlichen Zwecken dienenden Telegraphenanlage verhindert oder gefährdet, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis zu neunhundert Mark bestraft. Gleiche Strafe trifft die zur Beaufsichtigung und Bedienung der Telegraphenanlagen und Zubehörungen angestellten Personen, wenn sie durch Vernachlässigung der ihnen obliegenden Pflichten den Betrieb verhindern oder gefährden. S 318a. Die Vorschriften in den SS 317 und 318 finden gleichmäßig Anwendung aus die Verhinderung des Betriebs der zu öffentlichen Zwecken dienenden Rohrpostanlagen. Unter Telegraphenanlagen im Sinne der SS 317 und 318 sind Fernsprechanlagen mitbegriffen. Gießen, am 5. Februar 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekannünachung, betreffend Lehrcursus für Obstbaumwärter bei Baumschulbesitzer Th. Jäger zu Bensheim a. d. B. Zur Heranbildung von tüchtigen Obstbaumwärtern wird im Laufe des Frühjahrs 1894 wiederum ein Lehrcursus zur Ertheilung von theoretischem und practischem Unterricht im Obst- und Weinbau, sowie den verwandten Wissenschaften eröffnet werden. Die Theilnehmer haben sich die erforderlichen Bücher und Geräthschaften auf eigene Kosten anzuschaffen, was mit ungefähr 16 Mark geschehen kann. Ebenso haben dieselben für Logis und Kost selbst Sorge zu tragen. Herr Jäger .wird in dieser Beziehung zur Auskunftsertheilung bereit sein. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Der Frühjahrscursus beginnt mit dem 12. März und endet mit dem 12. Mai l. Js. Der Sommercursus beginnt mit dem 13. August und endet mit dem 1. September l. Js. Der Unterricht umfaßt: 1) Obstbau: in wöchentlich 6 Stunden, a. Obstbaumzucht, b. Obstbaumpflege, c. Baum- und Rebschnitt, d. Po- mologie, e. Obstbenutzung, übrige Zeit, f. Praktische Hebungen: Lehrer Jäger. 2) Hülsswissenschaften in wöchentlich 5 Stunden, a. Lehre vom Bau und den Lebensverrichtungen der Pflanze, b. Bodenkunde, c. Düngerlehre: Ober-Lehrer Dix. Den Schülern, welche es wünschen, können nach stattgehabter Schlußvrüsung Stellungen als Gärtner oder Obstbaumwärter durch Herrn Jäger vermittelt werden. Es werden hiernach Diejenigen, welche an besagtem Unterricht Theil zu nehmen wünschen, hiermit aufgefordert, sich baldthunlichst bei demselben mündlich oder schriftlich anzumelden. Wegen einer zu gewährenden pecuniären Unterstützung sind die betreffenden Gesuche bei den landwirthschaft- lichen Bezirksvereinen resp. deren Vorständen oder den Ge- meindevorständen der betreffenden Wohnorte einzureichen und werden diese hiermit freundlichst gebeten, dieser so wichtigen Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Bensheim, den 23. Januar 1894. Der Vorsitzende des landwirtbschaftl. Bezirksvereins Bensheim, v. Bechtold. Der dentsch-rusfische Handelsvertrag. Nach monatelangen, überaus mühevollen und verwickelten Unterhandlungen ist der neue deutsch-russische Handelsvertrag jetzt endlich zu Stande gekommen, abgesehen von einigen Formalitäten, die indessen in den nächsten Tagen ebenfalls zur Erledigung gelangen werden. Die Veröffentlichung des Gesammtinhalts des abgeschlossenen Vertrages steht zwar noch aus, aber immerhin ist mit dem künftigen Taris für die deutsche Einfuhr »ach Rußland bereits der wesentlichste und wichtigste Theil des neuen Vertragswerkes veröffentlicht worden, und gerade aus den einschlägigen Ziffern erhellt vie Bedeutung desselben für Deutschland. Rußland hat in diesen Zollpositionen hauptsächlich der Industrie und dem Handel Deutschlands Erleichterungen und Zugeständnisse gewährt, wie sie in solchem Maße bei der Zähigkeit, mit der Rußland seinen einseitigen Standpunkt in den zollpolitischen Unterhandlungen mit Deutschland lange Zeit sesthielt, kaum noch erwartet werden durften. Allerdings sind bezüglich einiger der wichtigeren deutschen Industriezweige bedauerlicher Weise entweder gar keine oder doch nicht weiter belangreiche Herabsetzungen des bisherigen hohen russischen Zolltarifs zu erlangen gewesen, was z. B. von der Galanterie- und.Waarenbranche, von der Gardinen-, Spitzen- und Stickerei-Industrie und von der Porzellan industrte gilt. Dafür haben aber die meisten anderen Zweige ter deutschen Industrie, und unter ihnen mit die hervorragendsten, theilweise ganz erhebliche Zollermäßigungen von rufsischer Seite erfahren. Hierher gehören namentlich die Eisen- und Maschinen-, sowie die Kohlenindustrie, ferner die Leder-, Flachs-, Hanf- und Jute-Industrie, die Fabrikation von Kleineisen- und Blechwaaren, die Uhren- und die Musik- waaren - Industrie, die Woll-Industrie, die Sammet- und Plüsch-Industrie, die Strumpfwaaren- und die Posamenten- waaren « Branche und noch viele andere Industriezweige. Durchschnittlich beträgt die von Rußland dem deutschen Partner auf den meisten industriellen Gebieten durch den neuen Vertrag gewährte Herabsetzung des EingangSzolleS zwanzig Procent, doch treten für verschiedene deutsche Waaren- gattungen auch Zollermäßigungen von dreißig Procent und darüber in Kraft. Zu diesen Vortheilcn für die deutsche Industrie kommt noch das russische Zugeständniß, wonach alle Tarifconcessionen, welche Frankreich in dem russisch-französischen Handelsabkommen vom Jahre 1893 bewilligt worden sind, auch den deutschen Jndustrieproducten ohne Weiteres zugestanden werden sollten. Ferner ist der neue deutsch-russische Handelsvertrag auf zehn Jahre abgeschlossen, er läuft also biß zum Jahre 1904, und dies ist eine verhältnißmäßig lange Zeit. Sie gewährt dem Handel und der Industrie Deutschlands vor Allem die Möglichkeit, sich im Verkehr mit dem Czarenreiche auf weiter- ausschauende Dispositionen einzulassen, ein Moment, das bisher bei der absoluten Unberechenbarkeit und Willkür der russischen Zollpolitik vollständig gefehlt hat- jedenfalls eröffnet sich der Gewerbthätigkeit und dem Exporthandel Deutschlands nunmehr die begründete Aussicht, wenigstens einen Theil ihres früheren ausgedehnten russischen Absatzgebietes wieder erobern zu können. Wenngleich nun nicht abzuleugnen ist, daß die Vortheile des neuen Handelsvertrages mit Rußland in erster Linie unserem Handel und der Industrie nützen, so hat doch auch schließlich die deutsche Landwirthschaft bis zu einem gewissen Grade hieran Antheil. Von landwirthschaftlichen Producten, oder von Erzeugnissen, die aus solchen hergestellt werden, haben einige ganz bedeutende Zollermäßigung russischerseits erfahren : Kartoffelmehl, Stärke, frische Früchte, Gemüse und ganz besonders Hopfen, welches wichtige landwirthschaftliche Product bei der Einfuhr nach Rußland künftig nur noch 70 Pf. Zoll per Kilogramm, anstatt 2 Mk., zahlen wird. Anderseits muß die deutsche Landwirthschaft freilich die Herabsetzung der deutschen Getreidezölle gegenüber Rußland auf 3.50 Mk. per 100 kg mit in Kauf nehmen, und in diesem Punkte wird die zu erwartende Bekämpfung des russischen Vertrages seitens der parlamentarischen Vertreter unserer Landwirthschaft sicherlich am schärfsten einsetzen. Indessen muß da zunächst an der Annahme sestgehalten werden, daß künftig einfach die russische Corcurrenz bei der Brodversorgung Deutschlands theilweise wenigstens wieder an die Stelle der österreichischungarischen, rumänischen, amerikanischen u. s. w. Getreideeinfuhr treten und daß demnach die Auslandsconcurrenz für Allc Annoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Aießener Anzeiger" entgegen. die deutsche Landwirthschaft hiermit nicht weiterverstarkt werden wird. Um Uebrigen kommt neben der wirthschaftlichcn Bedeutung auch die politische Bedeutung des deutsch-russischen Vertrages in Betracht und auch die Gegner des Vertrages werden die politische Seite d sselben nicht unterschätzen wollen. Hier ergiebt sich auch ein bedeutsames patriotisches Moment, welches für das deutsche Parlament mit zu Gunsten des russischen Handelsvertrages ins Gewicht fallen muß, und vielleicht wird sich der Reichstag.in feiner Mehrheit bei Be rathung des Vertrages um so eher für ihn entscheiden, als sich ja Kaiser Wilhelm auf der jüngsten parlamentarischen Soiree beim Reichskanzler in jedem Sinne so entschieden für den russischen Vertrag unter besonderer Betonung feiner politischen Bedeutung ausgesprochen hat. Vielleicht dürste gerade diese klare und überzeugte Stellungnahme des erlauchten Monarchen für das erzielte Vertragswert manchen in dieser Frage noch schwankenden Parlamentarier zur Ausgabe seiner Bedenken bestimmen. Deutsche- Reich. Gotha. 7. Februar. Seine Königl. Hoheit der Großherzog von Hessen, Ihre Königliche Hohett die Prinzessin Victoria und Ihre Kaiserliche Hobeit die Frau Herzogin begaben sich Lestern Morgen nach dem Schloß Friedenthal. Am Nachmittag wurde mit Wagen nach dem Schlößchen Siebleben gefahren, wo großer Empfang durch die Einwohner des festlich geschmückten Dorfes stattfand. Abends folgten die Allerhöchsten Herrschaften einer Einladung deS Oberst v. SandeS zum Balle. D. Ztg. Berlin, 7. Februar. Die diesjährige Generalversammlung des Bundes derLandwirthe findet am 17. Februar Nachmittags 2 Uhr im Feenpalast statt. Die fremde Presse soll ausgeschlossen werden. — Die entschiedene Stellungnahme des Kaiser- zu Gun st en deS deutsch-russischen Handelsvertrages, wie sie der erlauchte Monarch in seinen Äußerungen auf dem jüngsten parlamentarischen Diner beim Reichskanzler so klar bekundete, hat begreiflicher Weise allseitig große Beachtung gefunden. Der Monarch hob eingehend die wirthschaftliche Bedeutung des Vertrages hervor, er betonte aber auch die politische Wichtigkeit desselben und sprach die Erwartung aus, daß patriotische Erwägungen wie das Gefühl der Verantwortlichkeit den Reichstag zur Annahme des russischen Vertrages bestimmen würden. — DaS preußische Abgeordnetenhaus erörterte am Dienstag zum ersten Male die Vorlage über die Errichtung von Landwirthschaftskammern. In der Debatte, an welcher sich die Centrumsabgeordneten Schmidt, Herold, v. Soe und v. Schalscha, ferner die Conservativen, resp. Freiconservativen v. Mendel, v. Puttkamer, v. Tiedemann- Bomst und v. Tzschoppe, der Pole v. Zoltowski, der Nationalliberale Dr. Sattler und Minister v. Heyden betheiligten, ließ zahlreiche Bedenken der einzelnen Parteien gegen die Einzelheiten der Vorlage zu Tage treten. Die Debatte wurde am Mittwoch fortgesetzt. Deutscher Reichstag. 43. Sitzung. Mittwoch den 7. Februar 1894. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die Anträge des Eentrums und der Freifinntgen auf Abänderung des Wahlgesetzes (Abgabe der Stimmzettel In geschloffenen Couverts). Beive Anträge stimmen wörtlich überein. . Abg. Gröber ((Str.): Der Antrag wurde schon im Vorjahre von einer Commission berathen und wir haben hier nur die Beschlüsse der Commission wieder ausgenommen. Das Wahlrecht soll nicht prtnciptell abgeändert, sondern nur geschützt werden. Man sagt, die öffentliche Wahl fchärfe das Gefühl der Verantwortlichkeit; die tiefste Verantwortlichkeit hat Jeder vor seinem Gewissen. Eine andere Verantwortlichkeit will das Gesetz nicht, namentlich keine solche gegenüber Vorgesetzten oder Arbeitgebern, wodurch die freie Wahl illusorisch gemacht würde. Um den Wähler vor jeder Beeinflufiung zu schützen, mutz ihm im Wahllocal ein geschlossener Raum zur Verfügung gestellt werden, in dem er frei von jeder Beobachtung seinen Stimmzettel in ein amtliches Couvert einlegen kann. Dem Terrorismus bei den Wahlen muß ein Ende gemacht werden. Als zweckmäßig schlägt der Antrag auch eine Verlängerung der Wahlzeit bis Abends 7 Uhr vor. , r , Abg. Rickert (frs. Ver.): Der vorliegende Antrag befriedig, uns eigentlich nicht, aber wir acceptiren ihn als Cowpromiß, da in der vorjährigen Commifsion nicht mehr durchzusetzen war. Alle zu kleinen Wahlbezirke müßten aus der Welt geschafft werden. Die Annahme des Antrags werde jedensalls das Vertrauen in unsere öffentlichen Institutionen stärken. m Abg. v. Czarlinskt (Pole) spricht für den Antrag. Bei da: letzten Wahlen fei ein hoher Regierungsbeamter in seinem Wahlkreis herumgereist und habe die nationalen Gegensätze geschürt. Abg. Lenz mann (srs. Volksp ): Herr v- Meyer-»rnsw«we sagte einmal, nur bei der öffentlichen Wahl bekunde sich der Manrres- muih. Nun, Herr v. Meyer konnte leicht Mannesmuth zeigen; aber in meinem früheren Wahlkreise, den jetzt Herr Möller vertritt, ist -gar mancher Arbeiter zum Selbstmord getrieben worden, weil er brotlos wurde, nachdem er entweder mir oder dem Socialdemokraten seine stimme gegeben batte. Bezeichnend ist, daß dieser Wahlkreis bet jeder Wahl wegen Mandatskassirung zweimal wählen mutz. Der socialdemokratische Vorschlag, die Wahl auf den Sonntag zu verlegen, ist ganz gerechtfertigt. Redner behält sich noch einige Berbesserungs- anträge für die zweite Lesung vor. Abg. Blos (öoc.): Wir sind mit dem Anträge einverstanden, obgleich er eine absolute Wahlfreiheit nicht schafft. Auf dem Gute wird einfach constattrt, „so viel gegnerische Stimmen sind abgegeben, so viel Lertte werden entlassen." Gegen solche Maßregelungen gibt es keinen Schutz. Die Wahl sollte am Sonntage stattftnden. Leider würde ein bezüglicher Antrag aussichtslos sein. Die Regierung wnd dem Entwürfe nicht zustimmen, sie betrachtet die Regierungs- g.wall nur als Mittel, alle Fortschritte zu bremsen. Unsere Zustimmung zu dem Entwürfe ist daher nur als Demonstration zu betrachten. Abg. Merbach (Rp.) erklärt sich Namens seiner Freunde gegen de», Arstrag. Auch wir wollen durchaus die Freiheit der Wahl. (Widerspruch links.) Jawohl, und zwar mehr als die Soctaldemo- kralen, welche die Freiheit der Wahl nur darin sehen, daß sie jeden Aroetler zu zwingen suchen, socialdemokratisch zu wählen. Wenn Du nicht für unfern Candidaten stimmst, heißt es da, soll Dirs ichlecht^ gehen. Die vorgrschlagenen Bestimmungen sind ganz undurchführbar. Die Abstempelung der amtlichen Couverts und das Couoertiren ist viel zu zeitraubend; der abgeschlossene Raum, der den Wähler dem „Auge des Tyrannen" entziehen soll, läßt sich in vielen Wahllocalen gar nicht beschaffen. Abg. Dr. Osann (natl): Aus bloßer Temonstrattonslust darf man keine Gesetze machen. Lenzmann versuchte eine Pression zu Gunsten des Antrags auszuüben; der größere Theil meiner Freunde wird sich dieser Pression aber nicht fügen. Die Wahlbeeinflussung Uegt in ter Hauptsache gar nicht im Wahllocal, sondern vor demselben. Herr Gröber sprach von Wahlbeetnflussung durch die Arbeitgeber. Er hätte dann auch von der der katholischen Geistlichen sprechen sollen, die ihre Wähler ins Wahllocal begleiten. Der ganze Antrag erschwert die Wahl nur und diese Erschwerungen bringen die Leute dahin, überhaupt nicht mehr zu wählen. Abg. Graefe (Ref.-P.) tritt für den Antrag ein, spricht aber gegen Vornahme der Wahl am Sonntag. Der schlimmste Terrorismus wird von den Socialdemokraten ausgeübt. Darunter leide besonders der Mittelstand, Fleischer, Bäcker, Gastwirthe, die boycotttrt würden, wenn sie nicht nach Wunsch wählten. Abg. Hilpert (bayr. Bauernbündler) tritt für den Antrag ein. Abg. Träger (frs. Volksp.): DieintellectuelleWahlbeeinflussung wollen wir nicht beseitigen, möge sie nun vom Geistlichen, vom Landratb ober vom Arbeitgeber ausgehen; beseitigen aber müssen wir die Beeinflussung durch Machtmittel. Auch der Regierung kann es nur angenehm sein, die wahre Meinung des Volkes kennen zu lernen. Abg. Möller (natl.) wünscht Verweisung oes Antrags an eine Commission, da er einen guten Kern enthalte und deshalb nicht 2 liwive abgewiesen werden sollte. Was die Vorgänge in meinem Wahlkreise anlangt, so habe ich meinen dortigen Freunden stets ab- gecathen, die Arbeiter in illoyaler Weise zu beeinflusien. Viel stärker, viel schlimmer und viel unmoralischer als bei den Arbeitgebern findet sich die Wahlbeeinflussung bei den Arbeitnehmern. , . Abg. Auer (Soc): Den alten Kalauer, daß die Socialdemo- ;"ten die eigentlichen Wahlbeeinflusier seien, hätten sich die Herren sparen können. Derjenige, dem die Faust an der Gurgel sitzt, soll 1-tzt das Karnickel sein! Das glauben die Herren doch selber nicht. Wir haben nur ein Klasienbrwußtsein geschaffen, auf das wir stolz find. Sie wurden sonst noch mehr Schtndluber mit den Arbeitern spielen. Präsident v. Levetzow rügt diesen Ausdruck. Nachdem noch Abgg. Dr. Barth (frs.Der.) und Ulrich (Soc.) sur den Entwurf gesprochen, wird ter erste Theil desselben gegen die stimmen der Rechten und der Mehrheit ter Nationalliberalen angenommen und dann Vertagung beschlossen. Morgen: Etat des Innern, Postetat. Neueste Nachrichten» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 7. Februar. Die hiesige medicinische Facultät hat durch ihren Decan, Professor v. Bergmann, anläßlich des Ablebens Billroths, ein Beileidstelegramm an die Wiener Facultät gesandt. Helgoland, 7. Februar. Hier herrscht starker Nordweststurm. Das Denkmal Hoffmann v. Fallerslebens wird von der See umspült, die Einfriedigung wurde von den Wellen weggerissen. Das Denkmal wird geborgen. Die Stelle ist dem Comile schon vor der Aufstellung als eine un- paffende von den Helgoländern bezeichnet worden. Paris, 7. Februar. Aus Rio de Janeiro wird gemeldet, daß der Präsident Peixoto forlfahre, verdächtige Personen, darunter viele Fremde, verhaften zu lassen. Die Nachricht, daß zwischen Mello und Saldanha Meinungsverschiedenheiten entstanden seien, wird dementirt. Depeschen teS Bureau „Herold". Berlin, 7.'Februar. Die Unterzeichnung des deut sch- russischen Handelsvertrags erfolgt am 9. Februar durch Caprivi und Schuwalow. — Entgegen der neuerdings verbreiteten Nachricht, daß der Unterrichtsminister eine neue Verfügung über den Beginn und dasEnde der Schul- pflicht getroffen habe, erklärt der „Reichsanzeiger", die Nachricht beruhe anscheinend auf Verwechselung mit einer Anordnung vom 4. März 1880, welche seit 14 Jahren gehandhabt werde. — Im Reichstagsfoyer verlautete, die Regierung unterziehe die Wetnsteuer einer gänzlichen Umarbeitung und solle eine Flaschenwein st euer planen. Die wirthschastliche Vereinigung des Reichstages ist heute zusammengetreten behufs Stellungnahme zum russi» sche-n Handelsvertrag. Kardorff hat einen Antrag emgecracht, die Bundesregierungen möchten ein Reichsgesetz Kollegen, roobu.-d) der Bundesrath ersucht, ermächtigt und rerpflichtet wird bei^Einfuhr von Roggen, Weizen und Mehl in das deutsche Reich denjenigen Staaten gegenüber, welche Papi-rvalmen mit Zwangscurs besitzen, b-zw. in welchen für G°ld Ausgeld gezahlt wird, Zollzuschlägc zu erheben unter entsprechender gleichwerthiger Normirung des Zollzuschlags aus Einsuhr von Mehl nach den Werthrelationen zwischen Getreide und Mehl. Rach verschiedenen AuS- sührungen gegen den Handelsvertrag wurde der Antrag einer Subcommission überwiesen. Berlin, 7. Februar. Wie verlautet, beabsichtigt die Vertretung der Stadt Berlin den russischen Delegirten Lei den Verhandlungen des Handelsvertrages ein Fest zu vermrstalten. Berlin, 7. Februar. Während des gestrigen Fastnachtsballes im königlichen Schlosse wurde der Reichs kanzler Graf v. Caprivi wie auch der italienische Botschafter Graf Lanza vom Kaiser und der Kaiserin durch Gespräche ausgezeichnet. Stuttgart, 7. Februar. Im „Schwäbischen Merkur" wenden sich eine Anzahl Gutsbesitzer gegen die durch den russischen Handelsvertrag bevorstehende Zoller- mäßigung auf 3,50 Mark. Die Einsender verurtheilen jedoch nichts destoweniger die Agitation des Bundes der Landwirthe. Hamburg, 7. Februar. Durch einen orkanartigen Sturm sind Hierselbst große Verheerungen verursacht worden. Berichte von der unteren Elbe melden heftige Stürme und Schiffsunfälle. Wien, 7. Februar. Der „Polit. Corresp." geht aus Sofia die Meldung zu, daß sich der Zustand der Fürstin Luise verschlimmert habe. Sämmtliche Minister sollen in das Palais berufen worden sein. Prag, 7. Februar. Bei einer polizeilichen Haussuchung im Vereinslocale des Studentenclubs „Slavia" wurden zahlreiche amerikanische Zeitungen und Zeitschriften, sowie eine Statue, welche die französische Republik darstellt und von französischen Studenten dem Club dedicirt worden war, confiscirt. Paris, 7. Februar. Dem Präsidenten Carnot ist eine große Anzahl Drohbriefe zugegangen, in welchen ihm deutlich gesagt wird, daß die Anarchisten bei der nächsten Gelegenheit den Tod Vaillants rächen würden. Paris, 7. Februar. Die Wachen auf dem Friedhöfe Jvry sind verstärkt worden, da man eine Entführung des Leichnams Vaillants durch die Anarchisten befürchtet. Venedig, 7. Februar. Auf der Treppe des Oberlandesgerichtsgebäudes zu Livorno explodirte unter heftiger Detonation eine Bombe, welche großen materiellen Schaden verursachte. Zwei Stunden nach der Explosion fand trotzdem eine für diese Zeit anberaumte Gerichtsverhandlung gegen Anarchisten statt. Dieselbe endete mit der Bestätigung der durch die erste Instanz erfolgten Verurtheilung der Anarchisten. Sofia, 7. Februar. Aus der Thatsache, daß der Tauf- fei erlich keil des neugeborenen Prinzen die diplomatischen Vertreter Griechenlands, Englands, Oesterreich-Ungarns, Belgiens und ein Abgesandter des türkischen Commissariats beiwohnten, zieht man den Schluß, daß in nicht mehr allzu langer Zeit die Anerkennung des Fürsten Ferdinand seitens der europäischen Mächte erfolgen werde. Petersburg, 7. Februar. Die Aerzte des Czaren dringen wegen der anhaltenden Schwäche deffelben auf baldigste Uebersiedelung nach Gatschina, indem sie der Luftveränderung eine raschere Genesung zuschreiben. Newyork, 7. Februar. Nach einer offiziellen Statistik wanderten in Amerika während des Jahres 1893 ein: 60,000 Italiener,. 54,000 Deutsche, 38,000 Russen, 30,000 Irländer, 23,000 Oesterreicher und 14,000 Engländer. Cocofes tttrd prot>htsfe(les, Vietze», 8. Februar 1894. ** Aus ter Garnison. Am 8., 9., 10., 12., 13. und 14. d. Mts. findet beim Jnsanterie-Regiment Kaiser Wilhelm die Besichtigung der im October v. I. eingestellten Rekruten statt. Seine Excellenz der commandirende Herr General v. Wittich und der Brigade-Commandeur Herr Generalmajor v. Oppen sind zu diesem Behufe in der hiesigen Garnison eingetroffen. ** Zst die Bahn zur Rückzahlung des Betrages nicht benutzter Fahrkarteu verpflichtet? Durch § 6 der Verkehrsordnung wird die Bahnverwaltung zur Beförderung aller sich dazu meldenden Personen verpflichtet, welche die allgemeinen Beförderungsbedingungen erfüllen, so weit die der Bahn zur Verfügung stehenden Mittel dazu ausreichen. An gleicher Stelle wird die Bahn zur Rückzahlung des Fahrkartenpreises veranlaßt, wenn der Reisende die beabsichtigte Fahrt infolge eines bei der Bahn etngetretenen Hindernisses, z. B. Ueber- füllung des Zuges, Unmöglichkeit der Abfahrt wegen Schneewehen und dergleichen nicht ausführen kann. Die Frage, ob die Bahn zur Rückzahlung des Fahrpreises auch dann angehalten werden könne, wenn der Fahrgast wegen eines bei ihm eingetretenen Hindernisses die Fahrt nicht unternehmen kann oder will, hat zu vielfachen Meinungsverschieden- heiten Veranlassung gegeben, insbesondere bei der Erörterung der Uebertragbarkeit der Rückfahrkarte. Ueber diese für das reisende Publikum wichtige Frage giebt nun die „Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen" einer Erörterung Raum. Der Reisende, so heißt es da, welcher am Schalter eine Fahrkarte löst, schließt damit einen Transportvertrag ab, dessen Bedingungen außer Vorauszahlung des Preises sich nach den bekannt gemachten allgemeinen Transportbestimmungen richten. Soweit diese eine Einschränkung nicht enthalten, kommt das bürgerliche Recht zur Anwendung. Diese Vertragsbedingungen, auch das durch Abdruck auf der Rückfahrkarte bekannt gegebene Verbot der Uebertragung der letzteren, sind für den Fahrgast verbindlich, mag er dieselben vorher gekannt haben oder nicht. Zu seinem Gunsten enthalten sie die Herabsetzung des Fahrpreises bet Rückfahrkarten, zum Schutze der Bahnverwaltung die Beschränkung der Giltigkeitsdauer der Fahrkarten. Durch die Ueberschreitung der Fristen wird die Fahrkarte rechtsungiltig, nicht aber erlischt damit ohne Weiteres der Anspruch aus dem Transportvertrag. Denn wie nunmehr allgemein anerkannt, ist die Fahrkarte nicht Jnhaberpapier, d. h. nicht selbstständiger Träger von Rechten, die mit der Hinfälligkeit derselben ebenfalls fallen, sondern sie ist vielmehr nur ein Legitimationsschein, ein Ausweis über den Vertragsabschluß. Inhalt des Vertrages ist das Trausportversprechen. Kommt dieses nicht zur Ausführung, so hat die Bahn ihrerseits die Vertragsleistung nicht bethätigt. Für die Leistung des Reisenden ist damit der Grund fortge- | fallen- bei dem Erlöschen der Verpflichtung der Bahn erlischt I auch die [einige und er kann zurückfordern, was er der Bahn bezahlt hat, die um diesen Betrag ohne Grund bereichert ist. Dieser Auffassung hat die preußische Etsenbahnverwaltung Rechnung getragen, indem sie bie Betriebsämter anwies, bei verfallenen Rückfahrkarten auf Anfordern des die Rückfahrt nicht ausführenden Reisenden den auf diese entfallenden Theil des Fahrkartenpreises zurückzuerstatten. ][ Aus Friebelhaufe», 7. Februar. Die seit drei Jahren neu ^eingerichtete Haltestelle Friedelhausen bietet nicht nur den in der Nähe liegenden Dörfern manche Ver- kehrserleichterung, sondern auch den AuSflüglern aus den benachbarten Städten Marburg und Gießen. In 15 bis 20 Minuten wird die Höhe erreicht (Staufenberg), die schon für gar Manchen das Ziel einer Erholungs- und Erfrischungstour geworden ist, immer aufs Neue mit Lust und in Erwartung lieblicher Ausblicke erstiegen. Wenn wir auch für dies Jahr zur Besteigung der genannten Höhe, sowie der Altenburg bei dem Dorfe Odenhausen einladen und auffordern, so hegen wir dabei die gewisse Erwartung, daß nach beiden Seiten hin die Wege endlich einer gründlichen Erneuerung unterzogen werden. Die benachbarten Gemeinden, vor andern besonders Staufenberg, dürfen nicht länger unthätig in dem Gedanken verharren: man wird schon auch so den Weg wohl zurücklegen und finden können, oder: wir wollen die Ehre, den Weg menschenwürdig gestaltet zu haben, willig Andern überlassen. Die nicht lange Strecke z. B. von der Haltestelle bis zu der Chaussee von Kirchberg nach Sichertshausen in der Richtung nach Burg Staufenberg ist in einem Zustande, wie er kläglicher nicht sein könnte und hier erfordertes schlechterdings die Ehre einer wohlhabenden Gemeinde, nun nicht mehr zu zaudern, sondern auszuführen, was schon längst hätte geschehen müssen. Dasselbe ist auch zu wünschen, für den Verkehr bis zu der Brücke bet Odenhausen, und gewünscht ist von Vielen schon eine kräftige Bank zum Ausruhen und zur Umschau auf der Altenburg. An die herrliche Fußtour: Gießen—Krofdorf—Waldhaus (mit Ruhebänken), von da weiter Altenburg—Friedelhausen—Staufenberg oder Friedelhausen direct Gießen sei auch für diesen Sommer erinnert. Der Weg führt durch Thal, Wald und über Höhen, ist nicht allzu anstrengend und in hohem Maße genußreich. Butzbach, 6. Februar. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr zählt 125 Mitglieder; davon entfallen 25 auf die Steiger und 80 auf die Spritzenleute und Hydrantenmannschaften. D:e Ordnungsmannschaft zählt 20 Mann. Als Hülfsmann- schaften stehen dem Corps ca. 150 Mann, die Altersklasse vom 21.—45. Lebensjahre, zur Verfügung. • Diese finden als Druckmannschaften, Raummannschaft und Reserve Verwendung. Der Geräthebestand ist der Hauptsache nach: 5 Spritzen, 1 Schlauchhaspel mit Hydrant, 1 Geräthewagen mit 2 Hydranten, 1 mechanische Schiebeleiter, eine Anzahl Fackeln, Lettern rc. 2c. § Grebenhain, 7. Februar. Der hier stationirte Gendarmerie-Wachtmeister Schreck wurde in gleicher Diensteigenschaft nach der Station Wöllstein (in Rheinhessen) versetzt, und Wachtmeister Krebs von der Gendarmerie-Station Altenstadt ebenfalls in gleicher Diensteigenschaft nach Grebenhain. D Vom westlichen Vogelsberg, 7. Februar. Nachdem die Preise für fette Schweine kurz vor Weihnachten mit 45 und 46 Pfg. für das Pfund Lebendgewicht ihren Höhepunkt erreicht, gingen dieselben um Weihnachten bemerkens- werth zurück und fielen bis auf 42 und 40 Pfg. per Pfund Lebendgewicht. In letzterer Zeit haben die Preise wieder angezogen und stehen gegenwärtig auf 44 und 45 Pfennig. Diese Preissteigerung entsteht aus der um diese Zeit nach dem häuslichen Schlachten naturgemäß verminderten Anzahl fetter Schweine, weshalb dieselben umsomehr von Händlern gesucht werden. Aus der Höhe der Schweinepreise erhellt, daß unter den jetzigen Verhältnissen die Schweinezucht für den Landwtrth bei Weitem die lohnendste unter aller Viehzucht ist. Weiskirchen, 5. Februar. Am vorletzten Sonntage feierte ein hiesiger junger Mann, Arbeiter in einer Offenbacher Fabrik, mit einem Mädchen aus achtbarer Familie das Hochzeitsfeft. Am Dienstag nahm der junge Ehemann in Offenbach die Arbeit wieder auf, kehrte aber vorgestern nicht, wie er versprochen, zu seiner Frau zurück. Die geängstigten Angehörigen begaben sich deßhalb gestern nach Offenbach und erfuhren auf der Polizei, daß am Mainufer Arbeiterkleider gefunden worden seien. Die Leute erkannten in den Kleidungsstücken den Anzug des Vermißten. In dem vorgefundenen Portemonnaie befand sich eine Notiz, in welcher der Lebensmüde die junge Frau wegen seines Vorhabens um Verzeihung bittet. Als Motiv des Selbstmordes bezeichner man einen Brief, welchen der Verlebte von seiner früheren, nach Amerika ausgewanderten Geliebten erhalten hat, worin diese ihren Besuch in Aussicht stellt. Vermischtes Ms. Aus Kurhefsen, 7. Februar. Familientragödie. In dem Flecken Wabern (Bahnstation der Main-Weser- bahn) hat sich gestern ein Aufsehen erregender Vorfall zugetragen. Der begüterte und bisher angesehene Oeconom Thielepape, welcher schon seit längeren Jahren mit seiner Ehegattin in schlechtem Einvernehmen lebte, gerieth mit derselben abermals in heftigen Zwist, der den Mann dermaßen in Wuth versetzte, daß er sein Jagdgewehr herbeiholte und aus allernächster Nähe zwei Schüsse auf feine Frau abgab, welche dieselbe tödtlich verwundeten. Die Frau fiel blutüberströmt zusammen. Der Mörder richtete darauf die Waffe, nachdem er solche von Neuem geladen, gegen sich selbst und stürzte, in den Kopf getroffen, sofort tobt zusammen. Frau Thielepape ist ebenfalls kurz darauf ihren Wunden erlegen. Das jitr stationirte Mchn Dnch- vn» barmerie-Stanon Eigenschaft nach iruar. Nachdem Weihnachten mit Hl .hren Höhe- ichten bemerkens- Psg. per Pfund ne Preise wieder und 45 Pfennig. « diese Zeit nach minderten Anzahl ehr von Händlern . Schweinepreise en die Schweine« lohnendste unter willige Feuerwehr aus die Steiger ntenmannschasten. Als Hülssmann« ' Altersklasse vom Diese finden als erve Verwendung, ach: 5 Spritzen, iräthewagen mit e Anzahl Fackeln, Ls flehten Sonntage !x in einer Offen* achtbarer Familie ■r junge ^ann t atr vordem zurück. Die gt‘ ilb gestern nach a6 am W* , ^üte erkannten '»"■ 3"A" 1£g Sotftabenä» tm«beS bei*'1 „ feiner früheren, gelten »°"° !rn wanchx ’M Qu 7e , cv 0 den ' In 15 bis bK die scho, ^lrischu^. und in gy. ,.roil auch für fawir der ^ansso^ i’6 ? b*« J« Smeueeunj «, »»Uni«” « Wfälig in 1U? i° den ®cq 6,1 »ölen 6ie » ta, M, c i- «• von der 9 nach Tichnls- l6r9 ist in einem ^ndhierersordm * Gemeinde, >ren, was schon nch zu wünschen denhausen, und 'ank zum Aus« An die hrnliche lt NtWtn), -tausendrrg oder ^esrn Sommer Wald und über n hohem Maße ilientragöd/b' 'd. Vain-Ms-r- 1-r D-'i-ll jüF 1 Oeconom 8"' «l feSn* wieth M in EÄ- ;.A*W 3 (3) 2 1 (1) 2 I 0) 6 (4) 2 (1) 1 1 1 (1) (1) 1 1 (1) 1 Diphtheritis Lungenschwindsucht Lungenentzündung Sonstige entzündliche Erkrankungen der AthmungS-Organe Gchirnschlagflutz Gottesdienst der israelitischen Keligiousgesellschatt. Freitag Abend 5o° Uhr, SamStag Vormittag 8" Uhr, SamStag Nachmittag 3“ Uhr, Samstag Abend 615 Uhr. betrifft, fo kann sie nach den Beobachtungen unsere» Verfaffers sowohl was die unterrichtliche GeffteS-und Ver standeSbtldung wie auch die sittlich-religiöse Charactersorderung angeht, nicht erreichen und auswetsen, waS die d.utsche leistet. L. Universität- - Nachrichten. Franksurt a. M., 7. Februar. Dem katholischen Dtvisions- pfarrer Koch bat die Universität Freiburg den Tocfortticl für Forschungen aus dem Gebiete der Geschichte und deS UnterrichtS- wrsenS verlieben. 1.Lebensjahr: 2.—15.Jahr: - 3 (3) Verkehr, Land- nnd Volk-wirthschast. Limburg, 7. Februar. Fruchtmarkt. Rother Wei,en X 12.20, writzer Weizen X 00.00, Korn X 9.85, Gerste X 7.80, Hafer X 7.25. Literatur nnd Aunst. — Th. Ohwald, Superintendent in Beyer-Naumburg, Provinz Sachsen: Jtaltenifche »eise - «riuuerungen, Leipzig. Fr. Richter. 1893. 76 Seiten. 1 Mk.; und Ostwald: Ueber da» italienische BottSschulwesen. Berlin 1893. (20 Pfg.), ein Vortrag. Der Verfasser war für den Winter 1890/91 bis Mitte Mat berufen, die deutsch-evangelischen Glaubens- und StammeS- genossen in Bologna und Ancona in Gottesdiensten zu sammeln und sie und ihre Kinder in der Zerstreuung zu stärken und im evangelischen Bekenntnih zu festigen. Die oben genannten Schriften, gewandt und fesselnd geschrieben, legen nicht nur von dieser seiner Thättgkest Zeugnth ab, sondern zeichnen weiterhin klare und ansprechende Bilder von dem kirchlichen und socialen Leben des italienischen Volkes. Ostwald hat dasselbe auf Wanderungen bis zum Süden des Landes kennen gelernt; eingehender verweilt er bei der Schilderung der italienischen Hauptstadt und eröffnet uns Blicke in die landschaftliche Schönheit wie in die so reichhaltigen Kunstsammlungen der „ewigen Stadt." Auch unser Verfasser billigt den Plan weiter evangelischer Kreise Deutschlands, in Rom ein würdiges evangelisches Gotteshaus zu erbauen, und ist der Ueberzeugung, diese Absicht, für deren Verwirklichung bereits über 200 000 Mk. freiwillig gesammelt sind, werde am wenigsten durch die italienische Regierung gehemmt, die auch in diesem Punkte durchaus anders denkt als das Regiment im Valican. Was die Volksschule Italiens A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vielt der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Schifsrnachrichten. — Der Postdampfer .Pennland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Februar wohlbehalten in Newyork angekommen. — Der Dampfer „Pennsvloania" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Februar wohlbehalten in Philadelphia angetommen. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 10. Februar: Vorabend 500 Uhr, Morgens 906 Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, Sabbathausgang 6*5 Uhr. Motiv der schrecklichen That ist noch nicht genügend aufgeklärt. | Thielepape war noch ein junger Mann; er stand früher beim | 13. Husaren Regiment. * Maanheim, 7. Februar. Ein Zug der Main-Neckarbahn rannte gestern infolge Versagens der Carpenter-Bremse mehrere Wagen an und schädigte sie ziemlich bedeutend. ♦ In BreSlau regen sich alle Hände zur würdigen Vorbereitung des 8. deutschen Turnfestes, das bekanntlich in den Tagen vom 21. bis 24. Juni dort stattfinden soll. Den Ehrenvorsitz haben Oberpräsident Dr. v. Seydewitz und commandirender General v. Lewinski übernommen, zum ersten Vorsitzenden wurde Oberbürgermeister Bänder gewählt. » Bern, 7. Februar. Zwei Wilderer, beide Familienväter, wurden am Schwarzsee, im (Kanton Freiburg, von einer Lawine verschüttet. ♦ Pari«, 7. Februar. Im Vororte Montmartre erschlug verfloffene Nacht ein betrunkener Arbeiter seine Frau und seinen 16jährigen Sohn, welcher seine Mutter gegen die Mißhandlungen, denen dieselbe öfters ausgesetzt war, in Schutz nehmen wollte. * Brüssel, 7. Februar. Ueber einen in der letzten Nacht aus der Bahnlinie Brüssel-Paris bei Compiegne stattgehabten Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Personenzuge gehen die Meldungen auseinander. Augenzeugen sagen aus, daß 5 Todesfälle und 21 Verwundungen, davon fünf schwere, vorkamen- die Bahnverwaltung will nur von 3 Tobten, 6 schwer und mehreren leicht Verwundeten Kenntnih haben. * LouiSvikle, 7. Februar. Zwei Personenzüge stießen gestern Abend in der Nähe deS Bahnhofes zusammen. Zwölf Wagen wurden zermalmt. Die Zahl der als schrecklich verstümmelten Leichen unter Trümmern hervorgezogenen Personen beträgt 35. ES wird angenommen, daß 80 Menschen umgekommcn sind. • Auch ein Jubiläum. AuS Reichenhall kommt folgende Jubiläumsnotiz: „Dieser Tage hat Herr Zahntechniker Hermann Pruckner in Reichenhall den zw an zigtausend st en Zahn während seiner Praxis gezogen." Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in Gießen. 5. Woche. Dom 28 Januar bis 3. Februar 1894. Einwohnerzahl: angenommen zu 22100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 30,58°/«bezw. 16,47 nachAuSschl. der Ortsfremden Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom — Die Waffen ho»! Die Staff4 solche anderer Autoren enthalten. Zn beziehen durch alle BuchbandlDge1' und Postanstalteu- Mermischie Anzeigen. Ti * eine stlb. Damen uhrvond.Turn- VVll halle (RordaM.) viSSreuenvüue7 Abzugeben gegen gute Belohnung daselbst._________________________11126 Pfeifenclub „Cititia“. ftzreitag Abend r Restauration Felslng. [1111] Der Borstand. 1109] Nette Wohnung, 3—4 Zim. mit Wafferltg., Mitte der Stadt per 1. April zu rnlethen gesucht. Offerten aub B. D. 61 mit Preisangabe an die Exped d. 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" 1124] Ein Laufmädchen sofort gesucht^___________________Bleichstraße 21. 1121] Mehrere Mädchen mit langjährigen guten Zeugnissen suchen Stelle für sogleich ober spater- Näh bei Ber- miethfrau Hetzler, Erlengaste 1b. Deutsche > ensg»-AueUlt in »InligMU Zum Abonnem ent empfohlen» KM Durch Krankheit genöthigt, habe ich mein unter der Firma J. Ricker’sche Buchhandlung hier bestehendes Geschäft an Herrn Alfred Töpelmann aus Leipzig verkauft. . Indem ich für das Vertrauen und für die in letzter Zeit mir vielfach gewordene wohlwollende Theilnahme bestens danke, bitte ich, auch meinem Nachfolger freundlich zu begegnen und ihm die schätzbare geschäftliche Verbindung zu erhalten. Dafür wäre ich besonders dankbar. Für die Begleichung meiner Aussenstände aus den Vorjahren ist Herr Töpelm anu ermächtigt, rechtsgültig darüber zu quittiren. Die Bezüge dieses Jahres gehen auf die Rechnung des Herrn Töpelmann. Hochachtungsvoll ergebenst F. H. Reimer. p. P. Unter Bezug auf die obensteh en den Worte des Herrn Reimer gestatte ich mir hierdurch die ergebene Bitte auszusprechen, das meinem Vorgänger erwiesene Vertrauen auf mich gütigst übertragen zu wollen. . , . Ich hoffe, dass es mir vergönnt sein wird, der J. KlCKer senen Buchhandlung auch weiterhin ihren alten guten Ruf zu erhalten. Es wird mein Bemühen sein, durch sorgfältige und schnelle Besorgung aller geschäftlichen Aufträge und V ünsche meine Kunden stets zur Zufriedenheit zu bedienen und mir ihr Vertrauen zu erwerben. Mich Ihrer Beachtung bestens empfehlend, zeichne ich mit vorzüglicher Hochachtung Alfred Töpelmann in Firma: J. Ricker’sche Buchhandlung. Giessen, im Februar 1894. [1101 VWer an Erkältung » Wer an Husten an leidet, der gebrauche nur Fay’s ächte Sodener Mineral-Pastillen Zu haben in allen Apotheken, Droguerien und Mineralwasser- Handlungen rc. 490 ä 85 Pfg. pro Schachtel. Confirmanden - Kleiderstoffe: reinwollene Eachemirs, pr. Met. 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Die noch ausstehende Genehmigung desselben durch den Deutschen Reichstag ist eine Lebensfrage für einen großen Theil der deutschen Ausfuhr, die Ablehnung wäre gleichbedeutend mit einer empfindlichen Schädigung der Interessen zahlreicher Gewerbetreibender und der Abschneidung der Erwerbsgelegenbeit für viele Tausende deutscher Arbeiter. Der Reichstag steht somit vor einer hochwichtigen Entscheidnng! Gegenüber dem Widerstand, welcher von agrarischer Sette, im vermeintlichen Interesse der Landwtrthschaft, dem Zustandekommen des Vertrages entgegengesetzt wird, bedarf es des etnmüthigen Zusammennehens der gelammten industriellen und gewerblichen Bevölkerung, des Fabrikanten wie des Arbeiters, des Kaufmannes wie des Handwerkers, kurz Aller, deren Wohlergehen unmittelbar oder mittelbar mit dem Gedeihen von Industrie, Handel und Verkehr verknüpft ist. Die Unterzeichneten haben deßhalb eine Ochntliche Kundgebung ?n Gnn-cn des dentsch-ruWen Handelsvertrags für Sonntag, den 11. Februar 1894, Nachmittags 3 Uhr, im großen Saale des Saalbaues (Eingang Junghofstraße) zu Krankfurt a. W. vorbereitet. Zu dieser Versammlung, für welche die Herren Moritz Ponfick (Mitglied des Zollbeirathes) aus Frankfurt a. M., Hermann Breuer aus Höchst a. M., Emmerich Weißmüller aus Bockenheim, Reichstagsabgeordneter Rudolph Koepp aus Wiesbaden und Adolf Baumann aus Frankfurt a. M. die Berichterstattung übernommen haben, wird hiermit ergebens! eingeladen. 1100 Ha«del»kam«er Frankfurt a. M. Handelskammer Bingen. Handelskammer Darmstadt. Handelskammer Dillenburg. Handelskammer Gießen. Hanoelskammer Hana«. Handels« kammer Limburg a. L. Handelskammer Mainz. Handelskammer Offenbart» a. M. Handelskammer Stegen. Handelskammer Wiesbaden. Handelskammer Worms. Verein für Handel u. Industrie, Bockenheim Elrktro«techuischer Verein, Frankfurt a. M. Technisarer Verein. Frankfurt a. M. Verein für Handel u. Verkehr. Frankfurt a. M. Mittel« rheinischer Fabrikanten Verein, Mainz. ■pculldkr 5'ljönix Ikrfidjcrungs - Gesellschaft in Frankfurt a. M. Der Deutsche Phönix versichert gegen Brand-, Explosions- und Blitzschaden unter günstigen Bedingungen zu festen, billigen Prämien ohne jede Nachschußverbindlichkeit Mobiliargegenstände aller Art, Maaren, Fabrikgeräthschaften, Landwirtschaftliches Mobiliar re. Zu Versicherungsabschlüssen empfiehlt sich und jede Auskunft ertheilt bereitwilligst der Vertreter: ' i069 dolf Bieier, Gießen, Westanlage 45. rp IDine ivnbk ich mein Amckibk« nicht los ? . weil 1125 Du bls fetzt den richtigen Heilweg noch nicht kennen gelernt und eingeschlagen hast. üt nicht ungewöhnlich, daß der große Meister Zufall heilbringende Agentien entdeckt, die in des sachverständigen Arztes Händen eine erfolgreiche Wirkung erzielen. War nicht Prießnitz, der empirische Begründer der Wasserheilkunde, dessen zum WMfahltsort für die Leidenden ward, ein einfacher Bauer? Hat nicht in der Frauenheilkunde ein schwedischer M?ior, Namens 4,hure Brandt, eine BehandlungS-Methode ins Leben gerufen, die dem Messer des Chirurgen bereits ein weites Gebiet geraubt hat und die jetzt Gemeingut aller Aerzte zu werden beginnt? . _ Auch auf dem Gebiete der Bekämpfung der Nervenkrankheiten beginnt es Licht zu werden und auch hier ist ein Weg in der Erschließung begriffen, der in einfachster, naturgemäßer Weise gegen die mannigfachen Formen nervöser Erkrankungen ©rtolge jetttgt, die dieseit 50 Jahren in unveränderter Weise in Anwendung gebliebenen medikamentischen Hilfsmittel, wie Brom, < Esten, Arsenik rc. völlig ru verdrängen im Stande sind. Es giebt eine Menge Menschen, die weder krank noch gesund sind, habet aber über Unbehaglichkeit in Leib und Seele klagen, von jeder Fliege geärgert werden und sich selbst und anderen, ohne zu wollen, zur Last leben. Andere wieder werden von Angst, Furcht ober Trübsinn gefoltert, sinb schlaflos ober von wilden Traumen belästigt, während dritte mit Kopfschmerzen, Kongestionen, Gedächtntßschwäche, Ohrensausen und Ohnmachtsanfällen k Aermsten der Armen endlich leiden an Lähmungen, Veitstanz, Epilepsie. Alle diese Belasteten, die jedem Alter, Geschlecht unb Stanb angehören, sind bte Nervösen unb mehr oder weniger die Opfer der Lebensform unserer Zeit. V-rf°h-m, ün,-7-ichtt7K wM U"b ™ 2Befen dne3 neuen' «b-rr-sch-nd-Er,°lg- -tnh°l-ndm Schkeuditz in Sachsen, bebufs kostenloser Erlangung einer belehrendm Schrift über Rervenkrarrkheiterr ««d Schlagflntz (Vorbeugung u. Heilung). Akademische Vorträge. Dienstag, 13. Februar, Abends 8 Uhr, in der Universttätsaula: Professor Dr. Schwartz: Der Dichter Pindar. Eintrittskarten sind in der Ferber'schen Univ.-Buchhandlunq, Studentenkarten auch bei dem Univ.-Hausmeister zu haben. [1099 E. K. G. V. An die Probe am Freitag den 9. Februar wird erinnert._________________________________________[1123 MHMeranenverein Gießen MH Montag den 12 Februar d. I., Abends SV3 Uhr >3^ bei Kamerad Rühl (Neustadt) General - Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht, 2. Nechnungsablage, 3. Vorstandswahl, 1122]_________4. Verschiedenes.___________ Der Vorstand.____ Freiw. Gail’sche Feuerwehr. Montag den 12. Februar, Abends 8V2 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung in der Restauration Böhm. Tagesordnung: Vorlage der neuen Statuten. 1104__Der Vorstand. Geschäfts Empfehlung. Unterzeichnete empfehlen sich einem hiesigen und auswärtigen Publikum in allen in das Dachdeckerfach einschlagenden Arbeiten Reparaturen werden prompt und billigst ausgeführt. Gütigen Aufträgen entgegensetzend zeichnen achtungsvoll [1103 Job. Lapp und Karl Korndörfer, Dachdecker, _______Katharinengafse 8 und Wetzsteingasse 22._____1103 Ball-Blumen, Stickerei- und Tüllkleider, Spitzen, Bänder, Handschuhe empfiehlt in großer Auswahl 9577 Ä. Fangmann, Bahnhofstraße 29. Aonröbericht bo« E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 8. Februar 1894. SchWHe-mffe 1 Uhr 15 Min. Reicht dsnk-Diikoni 3 pttt — Frankfurter Bank-Discont 3 p4L 3% Reichsanleihe 8Vi°/o do. 3% Preuß. Consol« 3Vt% do. 86.50 101.65 86.50 101.75 4% Ung. Gold-Rente 50/0 ^t«L Rente 30/0 Portugiefen 4% Griech. Monopol-Anl. 95.60 75.10 20.60 35.00 DtSconto-LmLvumd^Sinitz. 177.90 Lomd. E^-B.-Sct. 90.00 Dacmftädter Barck-Sct. 131.40 Buschcherader L-B^-Sct. 368.75 Dresdener B«ck-Act. 134.60 Elbth-l-Bahn-Act. 200.25 Nordd. Lloyd-«ct. 113.30 Gokthard-Bahn-Act. 150.50 Wiener Bankver^Act 104 00 Schweizer Nordost.-B^-Ucl. 113.90 Oest. Credtt-Act. 290.00 Mainzer E^-B.-Act. 110.90 Jtal. Mittel rneerbahn »et. 77.60 Marienburger 75.50 Gelsen. Berga-.-Not. 144.801 8er. rrönigS-Laurah.-Lcr. 118.50 Leader, r fest. 4.19 SebBeti»«: Ä, tefibeila. - Druck und «erlag der Brühl'fchA Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) in (SiefietU in der doppelten und einfachen Buchfüb, rund', sowie Correspondenz vollständig bew. ist, sucht Stell, pr. 1. April. Gefl Dff. aub Z. 310 an die Exp. d. Bl. erb. «ekdfoete«. »rtef Geld 16.25 16.22 Ducaten 20 Franken-St. 20 do. in 1/, Dollars in Gold 16.24 16.19 Engl. Sovereigns 4.19 4.16 Ruff. Imperiales Brauer-Akademie zu Worms. I 1008] Ein junger Mann, welcher B-g.nn M* SS?™", am L b" b°'”,elkn unb ilnfodlin S“4fÜ[>= Programm und Unterrichtsplan zu erhalten durch die Direction 1023____________________________________ Dr. Schneider. Brief Geld 9.601 9.55 fl. 20.35 | 20.30 16.65 | 16.63 Die heutige Yummer uwfafit 6 Seiten.