* 8‘A Uhr: ^8sfrage" !"dn «b°i»en W^ ™ 6m\n" k2L°rft°°d in und Bekannten anzuzeigen, dass brasse 5 «in IBScktn meinem Vorhaben ;u Theil werden zu iherung entgegen, und aufmerksame üht sein werde. 1 und ergebens! Kuppel. Strasse Nr. 30. in der SS Januar 1894. K ÄutWtu, iasa ^geschält unter der Mi!« eiburg i B. mir bisher geschenkte zu übertragen, «er wird. hachtungs^oll k. Ferber. Nbe M iftbeM « rrn Ferbei V»M Firma: «WA . -J93* ,ocbge Ä Ibr ^ebe°e a “u erb»«- d dauer«11 zu ;VO11 E.!>E DC UL ®(. ' ggö*?^ Nr. 6 Erstes Blatt. Dienstaa den 9. Januar 1894 Der chUßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener AamiltenvtLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Vierteljähriger ASonuenrentsprei» e 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Txpediti« and Druckerei: Kchntstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Tkveis Gieren. .......................... , , — ■ 1 1 "-S chratisbeikage: Hießener Aamitienbkätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche» Theil. Nr. 39 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den ZI.Decem- ber 1893, enthält: ,rr t (Nr. 2137.) Handels, und Zollvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Serbien. Vom 21./9. August 1892. (Nr. 2138.) Uebereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und Serbien, betreffend den gegenseitigen Muster- und Markenschutz. Vom 2L/9. August 1892. Gießen, den 6. Januar 1894.! Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 6. Januar. Das preußische Staats- Ministerium Hielt am Donnerstag wiederum eine Sitzung ab, in derselben führte der Kaiser selbst den Vorsitz. Ob dieser jüngsten Conserenz des preußischen Ministerrathes eine besondere Bedeutung zukommt, aus welche die Gegenwart des Monarchen allerdings Hinweisen könnte, entzieht sich noch der Beurtheilung. — Die Blättermeldungen über eine Vorlage, welche dem Reichstage nächstens in Betreff der Aufhebung des Identitätsnachweises für Getreide gemacht werden soll, werden als ungenau bezeichnet. Es heißt, an zuständiger Stelle erwäge man zwar diese Frage für den Fall des Zustandekommens des deutsch-russischen Handelsvertrages, endgültige Beschlüße seien aber noch nicht gefaßt worden. — Die in Berlin seit einiger Zeit eröffneten Verhandlungen über die Abgrenzung zwischen der deutschen und der französischen Interessensphäre im Hinterlande von Kamerun rücken nur sehr langsam von der Stelle. Es wird hierüber aus der Reichshauptstadt gemeldet, die französischen Unterhändler erhöben derartig große Ansprüche, daß deren Erfüllung die Ausdehnung von beutsch-Kamerun nach dem Innern des nördlichen Afrikas für immer unmöglich machen würde. Nun, die Franzosen werden wohl noch mit sich reden lassen, sie haben ja in ihrem Colonialmagen schon bislang ungemein viel schwere afrikanische Brocken noch zu verdauen! — Aus dem deur'schen Schutzgebiete im südwestlichen Afrika lauten die Nachrichten andauernd ungünstig. Neuerdings ist die Meldung von der Plünderung der Station Kubub durch den berüchtigten Hendrik Witboi eingelaufen, der freche Angriff auf Kubub scheint das deutsche Ansehen in jenem Theile Afrikas noch weiter geschmälert zu haben. Wenigstens besagt ein aus Lüderitzland der Zeitung „Volk" in Berlin zugegangener Brief, daß die bis jetzt den Deutschen noch freundlich gesinnten Nama-Stämme begönnen, dem von Witboi auf sie ausgeübten Drucke nachzugeben, da die Nama von den Deutschen keine Munition mehr bekämen. Es stehe zu ^befürchten, daß der Süden des Schutzgebietes von der Seitens Witbois verursachten aufrührerischen Bewegung angesteckt werden würde. — Augenscheinlich ist eine Vermehrung der deutschen Schutztruppe im südwestlichen Afrika unbedingt erforderlich, soll dort nicht Alles drunter und drüber gehen. — Zur politischen Lage schreibt die „Börsen- Zeitung": Je mehr wir uns dem Wiederbeginn der Parlamentssitzungen nähern, um so stiller wird es, um so erwartungsvoller sieht alle Welt den kommenden Geschehniffen entgegen. Gesagt ist Alles, die Aufstellung der Treffen ist vollzogen — nun wird es sich darum handeln, wer geschickter operirt, ob diejenigen, welche, zu einem Theil mindestens, Sonderinteressen vertreten, oder jene, welche die Verhältnisse von einer höheren Warte aus ins Auge fassen. Der Reichskanzler findet unerbittliche Gegner im Lager derer, die er lieber zu seinen Freunden zählte und muß die Unterstützung von Parteien annehmen, deren Existenzberechtigung ihm nicht zu allen Stunden als unbezweifelbar erschien. Die Regierung tritt indessen unberührt von allen internen Vorgängen der letzten Zeit mit den Neuforderungen in den neuen Abschnitt der Reichstagsthätigkeit ein, sie wartet zunächst ruhig ab, welche Stellung der Reichstag zu der Vorlage nehmen wird und wie sich die Dinge in der Commission gestalten werden. Berlin, 6. Januar. Gegenüber den Auslassungen verschiedener officiöser Blätter können wir mittheilen, daß Caprivi allerdings den Reichsfinanzreformplan Miquels unterzeichnet und eingereicht hat. Trotzdem steht fest, daß der Reformplan gegenwärtig Caprivi sehr unbequem ist. Der Reichskanzler ist jedenfalls der Ansicht, die Durchdrückung des Finanzplans sei momentan höchst inopportun. Bei der hohen Einsicht Miquels war zu erwarten, daß er bannt einverstanden war, die Entscheidung über den Plan zu vertagen. Hamburg, 6. Januar. Die „Hamburger Nachrichten" bringen heute die Antwort auf den an Bismarck gerichteten Brief, den Graf Arnim-Schlagenthin in der „Frankfurter Zeitung" und im „Berliner Tageblatt" veröffentlichte. Der offenbar aus Friedrichsruh stammende Artikel drückt lebhaftes Erstaunen über die unhöfliche Sprache des Schreibens aus. Ferner heißt es, auch wenn diese Unhöflichkeit nicht als Hinderniß zur Beantwortung vorläge, würde sich der Fürst kaum bewogen fühlen, mit Arnims Sohn einen Kampf fortzusetzen, den vor 20 Jahren der Vater geführt hat. Bismarck wolle sich nicht in den Dienst des Reclamebedürf- niffes des jungen Arnim stellen. Berlin, 7. Januar. Ueber die am Kaiserlichen Hofe im Laufe dieses Winters stattfindenden größeren Festlich, keilen sind nunmehr die endgiltigen Bestimmungen getroffen worden. Nach denselben finden folgende Hoffestlichkeiten statt: Mittwoch den 17. Januar: Fest des Hohen Ordens vo« Schwarzen Adler - Sonntag den 21. Januar: Krönungs- und Ordensfest; Mittwoch den 24. Januar: Große Cour bei de« Kaiserpaare; Samstag den 27. Januar: Aus Anlaß deS Geburtstages des Kaisers: Gala - Oper; Mittwoch de» 31. Januar: Ball im Königlichen Schlöffe - Freitag de» 2. Februar: Subscriptionsball im Königlichen Opernhause/ Dienstag den 6. Februar: FastnachtSball im Königliche« Schlosse. — Die Marine-Verwaltung hat mit dem Begin» dieses Jahres eine Anordnung getroffen, die sowohl für die Kriegsmarine wie für die Handelsschifffahrt von großer Bedeutung ist. Ueber die Eisverhältnisse in unseren Häfen war man bisher vielfach auf Private Nachrichten angewiesen. Vo» jetzt ab werden während der Eisperiode die sechs neuerrichtete» Küstenbezirksämter täglich kurze Berichte über die Eisverhält- nisse an den deutschen Küsten veröffentlichen. Als Jnspectore« der Ostküste, bezw. Westküste Schleswig-Holsteins sungireu, wie wir bet dieser Gelegenheit mittheilen wollen, die Capi- täne zur See Dittmer und Chüden. — Zur Einrichtung eines ständigen ZollbeirathS wird heute gemeldet: Es ist bekanntlich erwogen worden, ob es sich empfehlen möchte, den Zollbeirath, der für die Verhandlungen über den russischen Handelsvertrag berufe» worden war, zu einer ständigen Einrichtung zu gestalten. ES sollen sich indeffen mancherlei Einwände dagegen geltend gemacht haben und man soll vorläufig zu dem Ergebniß gelaugt sein, daß ein Bedüriniß für eine ständige Auskunftsstelle nicht vorhanden sei. Indeffen ist anerkannt worden, daß der Zollbeirath angesichts der ihm jetzt gestellten Aufgaben sehr werthvolle Dienste geleistet hat. Anstand. Triest, 6. Januar. Die Bora hat nachgelassen, der Schiffsverkehr wurde wieder aufgenommen. Dagegen Feuilleton. Der zerbrochene Krug Ein Lustsviel von Heinrich von Kleist. Ueber die Bühne des Theatrrvereins geht, wie bereits gemeldet, am 12. Januar eines der vortrefflichsten Lustspiele, das den Deutschen von einem seiner erlauchtesten Geister bescheert ward: „Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist. Den Besuchern der Vorstellung wird es will- kommen sein, durch eine ästhetische Würdigung, eingehende Characteristik und Analyse des Stückes auf den über alle Maßen genußreichen Abend vorbereitet zu werden. Wir entnehmen die nachfolgende Betrachtung der ausgezeichneten Kleist-Biographie Okto Brahms. — Das maßvolle Streben, welches für die Königsberger Zeit Kleists characteristisch ist, im Gegensatz zu der Maß. lofigkeit der „Guiskard"-Periode, bewährt sich noch einmal im „Zerbrochenen Krug" : er greift auf einen älteren Plan zurück, der vor dem Idealbild seiner großen Tragödie zerstoben war, und an eine fremde Vorlage lehnt er sich an. Wir haben gesehen, wie dem Dichter in der Schweiz die Anregung zu seinem Werke gekommen war. In dem kurzen Berner Aufenthalt, Anfang 1802, als ein freundliches, an Anregungen reiches Zusammenleben mit Zschokke, Wieland und Geßner sich gestaltet hatte und die Freunde sich gegenseitig ihre Werke vorlegten, wurden sie auf einen Kupferstich in Zschokkes Wohnung aufmerksam, und vereinten sich vor ihm, nach Zschokkes Worten „zum poetischen Wettkampf, wie Virgils Hirten": alle drei wollten sie den Vorgang auf dem Stiche zum Muster einer Dichtung nehmen. In seiner „Selbstschau" hat Zschokke, der eine anmuthige Erzählung in seiner bekannten Art zu dem Wettstreit geliefert hat, kurz über das Urbild berichtet: „In meinem Zimmer hing ein französischer Kupferstich : la cruche cass6e. In den Figuren desselben glaubten wir ein trauriges Liebespärchen, eine keifende Mutter mit einem Majolikakruge und einen großnasigen Richter zu erkennen." Dieses Urbild selbst ausfindig zu machen, ist bis jetzt nicht gelungen; aber ein Stich von Le Veau, nach dem Gemälde von Debucourt, „Le Juge ou la cruche cassee“ benannt, scheint ihm nahe zu kommen- man sieht in der Hauptgruppe den ernsten Richter und seinen blonden und hübschen Schreiber, vor ihnen vier Personen: einen Bauersmann, ein junges Mädchen mit einem zerbrochenen Kruge in der Hand, eine derbe Alte und einen kräftigen Burschen, den jene vorn bei der Brust packt- Nebengruppen dienen zur Belebung der ausdrucksvollen Darstellung. Es scheint, daß mehrere Traditionen in dem Bilde zusammentreffen: das junge Mädchen mit dem Kruge ist aus dem berühmten Gemälde von Greuze, welches dieselbe Figur ganz allein darstellt, einfach herübergenommen und hineingestellt in das ursprüngliche Gruppenbild der Gerichtsverhandlung, das dem Maler anderswoher, vielleicht aus einem Werk der niederländischen Kunst, überkommen war: denn auf niederländischen Stil weist Alles hin. In diesem früheren Bild trug dann auch die Mutter (nicht das Mädchen) den Krug, wie Zschokke für seinen Stich angibt, und wie er in seiner Erzählung, Kleist in seinem Lustspiel ausgeführt hat- und Kleist selbst, in einer „Vorrede", bestätigt seinerseits, daß die Mutter mit dem Fruge dar- gestellt war. Diese Vorrede, welche in lebendigster, dichterischer Dar- steüung das Bild schildert, findet sich in einem Manuscript des Lustspiels von Kleists Hand, das sich uns glücklich erhalten hat, und sie lautet: „Diesem Lustspiel liegt wahrscheinlich ein historisches Factum, worüber ich jedoch keine nähere Auskunft habe auffinden können, zum Grunde. Ich nahm die Veranlassung dazu aus einem Kupferstich, 'den ich vor mehreren Jahren in der Schweiz sah. Man bemerkte darauf — zuerst einen Richter, der gravitätisch auf dem Richterstuhl saß: vor ihm stand eine alte Frau, die einen zerbrochenen Krug hielt, sie schien das Unrecht, das ihm widerfahren war, zu de- monstriren: Beklagter, ein junger Bauerkerl, den der,Richter, als überwiesen, anbonnette, vertheibigte sich noch, aber schwach: ein Mädchen, baS wahrscheinlich in bieser Sache gezeugt hatte (bepn wer weiß bet welcher Gelegenheit da- Delictum geschehen war) spielte sich, in ber Mitte zwischen Mutter unb Bräutigam, an ber Schürze - wer ein falsche- Zeugniß abgelegt hätte, könnte nicht zerknirschter baftehen: und ber Gerichtsschreiber sah (er hatte vielleicht kurz vorher das Mädchen angesehen) jetzt den Richter mißtrauisch zur Seite an, wie Kreon bet einer ähnlichen Gelegenheit den Oedip, als die Frage war, wer den Lajus erschlagen. Darunter stand: Der zerbrochene Krug. — Das Original war, wenn ich nicht irre, von einem niederländischen Meister." Man sieht, mit welcher plastischen Kraft der phantasie- volle Poet sogleich das Bild in Handlung auflöst und Beziehungen knüpft zwischen seinen Personen, an die der Maler nicht gedacht hat: mit solchen Gedanken mag er vor de« Original gestanden, und eben dadurch, daß er sie den Freunde» aussprach, die Idee des Wettkampfes angeregt haben. Er selbst hat seinen Plan damals entworfen, aber niedergeschriebe» wurde wenig ober nichts- 1803 in Dresben, wie wir sahen, vor ber zweiten Pariser Reise, reizte ihn bann Pfuel durch vorgebliche Zweifel, brei ©eenen bes Stückes zu bictire». Jetzt erst, 1806, kam er zu bem Werk zurück unb am Ende des Jahres lag es fettig. Wie sich jener erste Schweizer Plan zu der Dresdener und Königsberger Ausführung ber* hält, wissen wir nicht, aber es läßt sich nach Kleists dichterischer Art vermuthen, daß sie einander sehr ähnlich waren- unb sicher hat er den Grundgedanken seines Werkes: daß der Richter der Schuldige ist, gleich damals aus Eigenem gefaßt unb ihn Zfchokke mitgetheilt, ber ihn sich für seine Novelle zu Nutzen machte. Ganz aus Kleists Anschauung kommt er, bieser Grunb- gebanke. Seht, was bas für eine Welt ist, in ber ihr lebt! ruft er. Ihr habert um ein Nichts- unb wenn ihr Recht sucht vor ber bestellten Instanz, finbet ihr ben ärgsten Sünder als euren Richter! Die „gebrechliche Einrichtung der Welt zeigt der Dichter an einem neuen Beispiel, unb wie um eine» zerbrochenen Krug der Mikrokosmos eines ganzen Dorfes in Aufruhr kommt- aber er zeigt doch zugleich, wie einen laufen aus Italien fortgesetzt fHiobsposten über furchtbare Kälte und Schneestürme ein. — Die Anarchiftenjagd in Frankreich geht flott weiter. In Paris wie in zahlreichen Provmzialstädten fanden abermals viele Verhaftungen von Anarchisten statt. Speciell in Marseille wurden gegen fünfzig Anarchisten verhaftet und entdeckte die Polizei bei der Gelegenheit einen großen italienischen Anarchisten-Club. In Grenoble fand die Polizei bei der Frau eines Anarchisten ein förmliches Dhnamitlager auf. In dem Städtchen Rive-de-Gier wurde die Verhaftung eines Polizeibeamten vorgenommen, deffen Zugehörigkeit zur anarchistischen Partei über allen Zweifel feststehen soll- ein Polizist als Anarchist — das wäre allerdings auch etwas ,fin de siede!“ Rom, 6. Januar. Auch in Sangiovanni (Cosenza) kamen, wie die „Riforma" meldet, öffentliche Tumulte vor, welche jedoch rasch von der Polizei unterdrückt werden konnten. Ein in Mailand auf den Straßen auSgebrochener Streit, bei dem es sich wieder um Sicilien handelte, wurde ebenfalls bald beigelegt. Paris, 6. Januar. Die Verhandlungen im Prozeß V aillant werden nunmehr am Montag oder Dienstag ihren Anfang nehmen. Kopenhagen, 6. Januar. Wie es heißt, werden Kaiser Wilhelm und das Czarenpaar anläßlich der silbernen Hochzeit deS Kronprinzen von Dänemark Mitte Mai hier eintreffen. Chicago, 5. Januar. Die hiesigen Arbeitslosen beabsichtigen, am Sonntag eine große Kundgebung zu veranstalten, um durch dieselbe die Staatsbehörde zu bestimmen, bedeutende öffentliche Arbeiten sofort ausführen zu laffen. Nerrefte tlad?rid?tcn» Wolffs telegraphisches Korrespondenz- Bureau. Berlin, 7. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Meldung mehrerer Blätter auf Grund englischer und amerikanischer Berichte von einem Angriff auf ein Mitglied der deutschen Gesandtschaft in Tokio reducirt sich nach de» inzwischen aus Japan eingetroffenen zuverlässigen telegraphischen Informationen auf Unfug, welcher durch einen betrunkenen Japanesen verübt wurde. Der Betreffende wurde inzwischen bereits bestraft. Auch die angebliche Mißhandlung des englischen Gesandtschaftspredigers Sheew ,durch den Pöbel beschränkt sich auf eine Anrempelung durch zwei Jn- dtviduen. Auch dieser Zwischenfall ist inzwischen beigelegt. Der britische Vertreter in Tokio hat sich mit der Seitens der japanischen Regierung gewährten Satisfaction vollständig befriedigt erklärt. Rom, 7. Januar. Nach einer Meldung der „Agencia Stefans" aus Neapel vom heutigen Tage wurde gestern Abend dort ein Corporal des 69. Infanterie Regiments von einer etwa 100 Personen zählenden Menge zu Boden geworfen, entwaffnet und durch Stockschläge verwundet, weil er sich geweigert hatte, in die aufrührerischen Rufe der Menge einzustimmen. Bei dem Zusammenstoß mit der zu Hilfe gerufenen Polizei wurden der Quartiermeister der Gensdarmen und ein Munizipalwächter verwundet- fünf Personen wurden verhaftet. Modena, 7. Januar. Die socialistischen Deputirten Agnini, Badaloni, Berenini, Ferri und Prampoltni veröffentlichen ein Manifest an das Land, in welchem sie sagen, daß zwei von chnen sich nach Sicilien begeben, um die Action der Regierung zu controlireu. In weiteren Manifesten werden die Bürger aufgefordert, in Volksversammlungen gegen das geplante gewaltthätige Vorgehen der Regierung zu protestiren, alten Miffethäter am Ende noch bei diesem geringen Anlaß seine Strafe ereilt und scheint so mit Rücksicht auch auf ihn sagen zu wollen: der Krug geht so lange zu Waffer, bis er bricht. Dorfrichter Adam, der ergötzlichste Sünder der deutschen Bühne, hat sein letztes Delict vor dem Beginn des Lustspiels begangen- und wie dieses früher Begangene sich enthüllt, ist der Inhalt der Dichtung. Sie gibt die Lösung, nicht die Schürzung des Knotens, sie stellt eine Katastrophe dar, ähnlich dem „Tod Guiskards des Normannen". Die Spannung des Stückes ist so nicht groß, man sieht bald, was kommen muß, und für die unmittelbare Theaterwirkung erweist sich das vom Uebel. Aber mit welcher Lebendigkeit der Dichter das Geschehene sich vor uns enthüllen läßt, ist bewunderungswürdig: wie der Dorfrichter von Huisum sich immer tiefer hinein verhört in sein Unglück, bis vor Aller Augen zu Tage liegt, wer den Krug zerbrochen und die schmucke Eve am Abend besucht hat- wie sich in dieser denkwürdigen Gerichtsverhandlung, deren gleichen zehn Meilen um Utrecht nie gesehen worden, mit dem Character des Helden zugleich auch die der andern Personen entfalten- und wie so zuletzt doch ein bewegtes Stück Welt dargeftellt ist und volles menschliches Interesse sich erzeugt hat. Nicht Zufall war es, daß Kleist dem Freunde gerade drei ©eenen dictirte. Es sind die drei ©eenen des Anfanges, die ein Ganzes für sich bilden können und schon im Keime das Folgende und alle Besonderheiten von Kleists reichlich detaillirender Kunst enthalten: das Muster einer Exposition in der brillanten Leichtigkeit, mit welcher zugleich die Handlung und die Charactere sich auseinanderwtckelu. In dem gleichzeitigen „Guiökard" hatten wir den nämlichen Vorzug gefunden- späterhin hat Kleist in dieser Kunst, der Kunst der Exposition, keineswegs Fortschritte gemacht. Versuchen wir, zugleich mit dem Inhalt jener drei ©eenen ihre besondere Art unS gegenwärtig zu machen. (Fortsetzung folgt.) den gegenwärtig vergeblichen Widerstand aufzugeben und ihre Kräfte für die Zukunft zu sparen. Paris, 7. Januar. Die inbirecten Staatseinnahmen im abgelaufenen Jahre ergaben 31 Millionen weniger als veranschlagt war. Der Ertrag der Zölle beläuft sich auf 28 Millionen. Petersburg, 7. Januar. Dem Vernehmen nach beabsichtigt man im Kriegsministerium einen Gesetzantrag, wonach die jungen Leute, welche die Universität beziehen wollen, vorher ihrer Militärpflicht genügen miiffen. Paris, 8. Januar. Die ©enatorenwahlen sind überall zu Gunsten der Republik ausgefallen. Von 94 zu wählenden Senatoren sind 88 Republikaner und 6 Con- servative gewählt. Die Conservativen verloren 8 Sitze. Bordeaux, 8. Januar. Gestern wurden hier an der Börse und am Archivgebäude Dynamitpatronen gefunden. Die Polizei beförderte sie ins Laboratorium. totale* ttitö provinzieller. «Leben, 8. Januar 1894 L.G. Daß dritte Coucert des hiesigen ConcertvereiuS war ein Kammermusikabend der Münchener Quartett Vereinigung Walter Ziegler-VollenhalS-Bennat. Das Programm brachte als Einleitung Haydn's heiteres L-äur-Quartett, Op. 64, Nr. 3, als Schluß Schuberts liebliches a-moll-Quartett, Op. 29, zwischen beiden das ernst-leidenschaftliche, tief religiöse a-moll-Quartett von Beethoven, Op. 132. Sämmtliche Kompositionen gelangten in ihren einzelnen Theilen zu durchaus anerkennenswerther Wiedergabe. Einheitlichkeit der Auffassung, Reinheit der Intonation, gleichmäßige, dynamische Nüancirung, Präcision in den Einsätzen — alle diese Vorzüge müssen erwähnt werden und laffen aus eine eingehende Vorbereitung schließe». Während uns der Schlußsatz des Haydn'schen Quartetts zu sehr con spirito genommen schien, müssen wir vor Allem das Adagio lobend herausheben, das so von recht künstlerischem Geist beseelt und von tiefster Innigkeit getragen schien. Mit verständnißvoller Phrafirung und besonders großer Gefühlswärme wurde aus dem Beethoven'schen Opus der „Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit", mit Warmblütigkeit und Leidenschaftlichkeit der Anfangs- und Schlußsatz zu Gehör gebracht. Das Publikum, das Anfangs mit seinem Beifall etwas kargte, lohnte nach der zweiten Nummer die Künstler durch reichenApplaus und wohloerdienteuHervorruf. In dem Schubert'schen Werke wurde der erste Theil des ersten Satzes, sowie der zweite Theil des Menuetto nicht wiederholt. Die fünf, bezw. sieben ersten Tacte der Themagruppe im letztgenannten Satze etwas im Zeitmaß langsamer zu nehmen und bann erst in daS eigentliche Allegretto-Tempo überzugehen, war eine für uns neue, aber wohlangebrachte Auffassung. Wir schließen unfern Bericht, inbem wir ber Hoffnung Ausbruck geben, die geschätzten Künstler noch häufiger als Gäste in unserer Stadt begrüßen zu können. ** EiSvereiu. Bet anhaltender günstiger Witterung wirb morgen Dienstag Nachmittag, von zwei Uhr ab bie ganze Capelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgts. Nr. 116 (Kaiser Wilhelm) auf ber Eisbahn des Eisverems concertiren. Der Vorstand des Etsvereins ersucht uns im Interesse unserer Leser, den § 9 der Eisorbnung, welchem in letzterer Zeit wenig Folge geleistet wirb, ncchmals in Erinnerung zu bringen. Derselbe lautet: „Auf ber Eisbahn wirb bie Kopfbedeckung zum Gruß nicht abgenommen, sondern durch Handanlegen an die Kopfbedeckung gegrüßt." — Beitrittserklärungen nimmt der Vereinsdiener am Eingang zur Eisbahn stets entgegen. ** Die große Kälte der letzten Tage hat fast alle deutschen Ströme und Flüsse zum Erstarren gebracht. Aus allen Gegenden laufen Nachrichten über Eisgang, Einfrieren von Schiffen, leider auch von Unglücksfällen durch Einbrechen der Eisdecken ein. — Der Eisbahn in den Eichgärten macht jetzt die Lahn erfolgreich Concurrenz, indem der Woog seit Samstag betreten werden darf. Infolgedessen entwickelte sich gestern ein reges Leben auf der Lahn. Wie fast überall, so ist auch hier der Wosserstand ein sehr niedriger. ** Postpersonalnachrichten. Dem Ober - Postbirections- secretär Jordan in Darmstadt ist ber Character als Rechnungsrath verliehen worben. Der Ober - Poftsecretär ©erhöbe in Gießen tritt auf feinen Antrag in den Ruhestand. Versetzt sind: Der Ober-Postsecretär Fischer von Offenburg (Baden) nach Gießen, ber Poftsecretär Schweiger von Worms nach Bad Oeynhausen und der Ober-Postassistent Schneider von Gießen nach Darmstadt. *♦ Die Errichtung eines DienstgebändeS für das Großh. KreiSbauamt Gießen ist im Staatsbudget 1894/97 vorgesehen. Die Bausumme ist veranschlagt auf 53 700 Mark. Die Erbauung eines Dienstgebäudes ohne Wohnung für den Kreis- baumeifter erscheint mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der derzeitigen Diensträume dringend geboten. Dieses bisher als Bureau benutzte frühere Thorgebäude am ©eltersweg entspricht dem angewachsenen Gefchäftsumfang ber Dienststelle in keiner Weise und ^s ist zugleich das alte, nicht unterkellerte, feuchte und nicht genügend beleuchtete Gebäude zu einem Umbau nicht geeignet. ♦* Bitte um Schlittschuhe. Die Lehrer des Knabenharts möchten sehr gerne ihren Zöglingen die Freude desSchlitt- schuhlaufens bereiten. Da aber die meisten dieser Knaben keine Schlittschuhe besitzen, gewiß aber in vielen Familien ber Stadt sich welche vorfinben, die nicht mehr gebraucht werden, so bittet man ergebens!, solche dem Knabenhort überlassen und im Knabenschulhause an der Nordanlage gefälligst abgeben zu wollen. ** Die Privatdozenten der Zahuheilkunde haben eine Petition an bie Reichsregierung unb ben Reichstag eingereicht, in welcher sie sechssemestriges Stubium unb akabemisches Stubieren überhaupt verlangen. ** Ernannt wurde am 3. Januar der Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Gießen Karl Bauer zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Schotten mit Wirkung vom 1. Januar 1894 an. ** Für die Erweiterung von 24 WLrterhäufern an den Oberheffischen Bahnen sind in das Staatsbudget 1894/97 31200 Mark eingestellt. In den Erläuterungen zu diese« Posten heißt es: Die allmähliche, planmäßige Erweiterung der Bahnwärter-Wohnhäuser der Oberhessischen Eisenbahnen behufs Gewinnung eines Zimmers im Obergeschoß unb Einrichtung einer Küche im Erbgeschoß ist in der Finanzperiode 1888—91 mit 12 Häusern begonnen und in ber letzten Periobe mit 10 Häusern fortgeführt worben. Es sinb nunmehr noch 48 nichterweiterte Wärterhäuser vor- hanben. Um die Erweiterung derselben, welche als ein dringendes BedÜrfniß anerkannt ist, rascher durchzuführen, sind diesmal die Mittel zum Umbau von 24 Häusern vorgesehen worden. Die seitherigen Erfahrungen lassen jedoch eine etwas ausgedehntere Vergrößerung der Wohnräume in ben Wärterhäusern als nothwenbig erscheinen, bamit auch bei stärkerer Familie ber Wärter die gesundheitsschädliche Verwendung der Küche als ©chlafraum ausgeschlossen wird. Es soll deshalb bie vorhandene ©chlaskammer im Erdgeschoß erhalten und an ihrer Stelle ber Vorraum zur Küche eingerichtet werden. Dies bedingt die Verlegung des Abtritts und der Kellertreppe aus diesem Vorraum, sowie die Herstellung einer neuen Treppe zum Obergeschoß unb die Versetzung einer Scheidewand. Außerdem hat sich eine dichtere Decke des Zimmers im Obergeschoß zum Schutz gegen die Kälte als erforderlich erwiesen. Durch alle diese Verbesserungen entstehen 560 Mk. Mehrkosten gegenüber dem im Budget vor- vorgesehenen Betrage. Die meist in abgelegener Gegend, entfernt von den Ortschaften wohnenden Bahnwärter sind darauf angewiesen, ein Stück Vieh zu halten, weshalb fast überall ein Stall als nothwendiges Zubehör eines Bahnwärterhauses gilt. Um auch den Bahnwärtern ber Oberhessischen Eisenbahnen die Möglichkeit bazu zu gewähren, ist beabsichtigt, gleichzeitig mit ber Erweiterung ber Bahnwärterhäuser neben denselben kleine ©taflgebäube zu erbauen. Mit dem Stalle soll der aus dem Wohnhause zu verlegende Abort verbunden werden. Darüber ist ein genügender Raum zur Unterbringung des Futters ober sonstiger Vorräthe vorgesehen, welcher um so nöthiger ist, als durch die Einrichtung eines Zimmers im oberen Geschoß ber Wärterhäuser der bisherige Speicher- raum sehr eingeschränkt wird. ** Aufthauen zugefrorener Brunnen. Man löst in einem Gefäß mit heißem Wasser (etwa y3 Eimer voll) zwei Hände voll Kochsalz unter Umrühren auf und gießt dieses Salzwaffer in den Brunnen, während eine zweite Person den Brunnenschwengel zu bewegen sucht. In verhältnißmäßig kurzer Zeit wird ber Brunnen wieder Wasser liefern. — Die „Fundgrube" giebt ben Rath, daß man Brunnen nie an der Nordseite, sondern stets nur an der Südseite anlegen soll. Im ersteren Falle frieren sie bereits bei leichtem Frost zu, während auf der Südseite dies weniger ber Fall ist. Hölzerne Brunnen sind in dieser Hinsicht viel geeigneter als eiserne, weil sie nur selten einfrieren. ** Fenster gegen Winlerkätte luftdicht zu machen. Um sechs Fenster luftdicht zu machen, genügt für fünf Pfennig Gyps, den jeder Droguist liefert. Da der Gyps schnell erhärtet, so empfiehlt es sich, stets nur einen Eßlöffel voll davon mit Wasser zu einem Brei anzurühren und diesen in die Ritzen der Fenster ober Doppelfenster zu streichen. Sollte hierbei Gypsbrei auf bie Fensterbretter ober Rahmen fallen, so wäscht man benselben sofort mit einem feuchten Tuche ab. Mit Gyps verbichtete Fenster halten sich den ganzen Winter hindurch und ist dieses Verfahren viel billiger als das Verdichten ber gen ft er durch Mjo o s. ** Die im Monat Decernber v. I. Seitens ber Jn- valibitäts- unb Altersversicherungs - Anstalt Großh. Hessen vorgenommene Revision der QuittongSkarten der unständigen Arbeiter und Arbeiterinnen hat, wie das „D. Tagbl." vernimmt, obwohl sich diese Revision nur auf einen kleineren Theil dieser Arbeiter erstrecken konnte, doch das Resultat zu Tage gefördert, daß ben gesetzlichen Vorschriften nur höchst mangelhaft nachgekommen wirb. Es bürste für manchen Arbeitgeber, bei dem ein Verfehlen vorliegt, bie Strafe nicht ausbleiben, ebenso steht zu erwarten, baß Revisionen gebachter Art sich für die Folge regelmäßig und stets eingehender wiederholen werden. Es kann deshalb allen Denen, welche derartige unständige Arbeitskräfte, sei es als Kleibermacherinnen, Büglerinnen oder als Lauffrauen u. bgl. m. verwenden, nicht oft genug anempfohlen weroen, daß genannten unständigen Arbeitern und Arbeiterinnen die Selbstverficherung wohl gestattet ist, baß aber die Arbeitgeber für die Erfüllung der gesetzlichen Versicherungspflicht haftbar bleiben. Es sollte ebenso von den Arbeitgebern sich immer nach dem richtigen Einkleben^ ber Marken erfunbigt unb bie Erstattung der Beitragshälste nicht verabsäumt werden, wie die arbeitenden Personen sich vorzunehmen hätten, bei ihren Arbeitsgängen bie Quittungskarten immer bei sich zu führen. •* Wählbarkeit zu Bürgermeister Beigeordneten. In ber Zweiten Ständekammer wurde von den socialdemokratischen Abgeordneten für Mainz der Antrag eingebracht, die Regierung um eine Gesetzesvorlage dahin zu ersuchen, daß die Wählbarkeit zu Bürgermeister-Beigeordneten keiner anderen Beschränkung unterliege, als dies für Bürgermeisterwahlen der Fall ist. Der jetzige Art. 33 der Städteorbnung für Hessen bestimmt, baß zu Beigeordneten nur solche Personen wählbar sind, welche bie hessische Staatsangehörigkeit besitzen unb in ber ©tabtgemeinbe stimmberechtigt bezw. zu Stabt- berorbneten wählbar sinb. ** Schwindel mit ausländischer Butter. Mehrere Mainzer Familien bestellten auf Inserate in ben Blättern Butter von einer Firma in Galizien, welche biefe per fünf Kilo zum Preise von 6,90 Mk. empfohlen hatte unb franco an bie Besteller in Deutschlanb fenben wollte. Als die Butter ankam, war es erstens keine Süßrahmbutter, sondern ganz * $s 18941* "‘ BinnnS*?^ ; iB 6r L'” 06- «fcfarft1 ift « !ft« fongffc” > - Anstalt Großh.^ Hessen nuSfarten der nnßoDbigfii 'das,«■ T°gbl. nur auf einen tleiueren lte doch das Rrsckat p Ä«« * * ’ L nn,tt Denen, tw als Aeider- - Laufftauen u. dgi- «• & Mn dasi genannten ltnrobi Ui^T’,d,eTUn9 inenc «rbie6riüöuns Zeitgebersollte 6°i,baTnflditbbem E lfflDieI ^Erstattung der di \rbeitenben •*<* Sri.*«" Ü i" J»d-- »“•8,i8S*katil4t” °° d°"L -»«'»? S’SSS -:-ss '■ L 5 *•£ 5* 1 dllS'dtt , n>o^'..„r, louderu gewöhnliche Butter, welche gesalzen war und auch ranzig schmeckte,- ferner waren es keine 5 Kilo, sondern nach dem zollamtlichen Ausweise nur 3,65 Kilo sammt der Umhüllung und dann kam die Butter auch nicht franco, es mutzten die Empfänger vielmehr sämmtliche Post- und Zollgebühren bezahlen, nebst der Nachnahmegebühr. ES sei deshalb Jedermann vor dem Bezüge derartiger Butter gewarnt. ♦♦ Viehzählung im Deutschen Reich. Nach vorläufiger Ermittelung hat die Viehzählung vom 1. December 1893 für das Deutsche Reich folgende Zahlen ergeben: Pferde 3 836 346 gegen 3 522 545 am 10. Januar 1893, Rinder 17 555 818 gegen 15 780 764, Schafe 13 589 759 gegen 19 189 715, Schweine 12 174 513 gegen 9 206 195. Der yerkaufswerth betrug in 1000 Mark bei den Pferden 1 880 865 gegen 1 678 661, bei dem Rindvieh 3 545 555 gegen 3 074 264, den Schafen 217 749 gegen 306 582, den Schweinen 684 653 gegen 476 698. Das Lebendgewicht betrug in Tonnen beim Rindvieh 5 986 085 gegen 5 062 038 bei über ein Jahr alten 3 332 531 gegen 239 531. □ Ruppertenrod, 7. Januar. Eine ebenso seltene wie eigenartige Naturerscheinung hatten wir Gelegenheit, gestern Abend um 8 Uhr zu beobachten. Um diese Zeit entstand im Ort plötzlich eine so intensive Helle, daß manche Hausbewohner in dem Glauben, es brenne, an die Fenster eilten. Der starke Lichtschein war bläulich weiß, ähnlich dem electrischen Lichte und hatte eine Dauer von ca. 5 Secunden. Fuhrleute, welche sich um diese Zeit auf der Landstraße befanden, sahen stch plötzlich in hellem Lichte und glaubten an eine Explosion ihrer Laterne. Unmittelbar nach dem Phänomen vernahm man ein dumpfes, donnerartiges Rollen, welches in der Richtung von Westen nach Osten am nördlichen Himmel ver- lief. Öb dieselbe eine eigenartige electrische Entladung oder ein Niedergehen eines größeren Meteors gewesen, bleibt dahin lefifllt. Jedenfalls ist die Erscheinung auch anderwärts bemerkt worben und es wäre gewiß interessant, auch andere Beobachtungen hierüber zu erfahren. (Die Erscheinung wurde auch hier bemerkt, desgleichen ging uns aus Alsfeld eine ähnliche Mittheilung zu. Red.) Worms, 6. Januar. In den drei größten hiesigen Fabriken von Hehl, Dörr & Reinhard und Valkenberg sind Mass en quartiere hergerichtet worden für die durch den Eisgang auf dem Rheine von ihren rechtsrheinisch gelegenen Ortschaften abgeschnittenen Arbeiter und Arbeiterinnen, deren Anzahl sich auf einige Hundert beläuft. — Die dr-i Schiffsjoche der Schiffbrücke, die gestern und vorgestern im Eise standen, sind heute mit vieler Mühe freige- macht und in den Hafen geschleppt worden, die Landungsbrücken sind ebensalls heute sämmtlich abgeschlagen worden. △ Mainz, 6. Januar. In dem ausgedehnten Civil- Easino „Zum Gutenberg", dessen Hof ein Denkmal des Erfinders der Buchdruckerkunst ziert, brach heute Morgen gegen 5 Uhr Großfeuer aus, das sich alsbald mit rasender Schnelligkeit über das ganze umfangreiche Gebäude ausbreitete nab in kurzer Zett Alles bis auf die Umfassungsmauern zerstörte. Die großen prachtvollen Ballsäle, rote auch die Nestaurationsräume und die gefammten Casinolocalitäten sind e in Raub der Flammen geworden bezw. total zerstört. Unmittelbar an das Casino grenzt auf der einen Seite die ChristophSkirche unbuauf ber anderen Seite das bürgerliche Jnvalidenhaus, das eine große Anzahl alter gebrechlicher Leute beherbergt. Beide Gebäude standen in großer Gefahr, von dem Feuer in Mitleidenschaft gezogen zu werden und war ihre Erhaltung nur dem Umstande zu verdanken, daß die Wmdströmung die Flammen nach der anderen Richtung trieb. Ebenso waren die gegenüberliegenden Privatgebäude in größter Gefahr, da die Löscharbeiteu und insbesondere die Herbeischaffung des Waffers infolge der Kälte mit großen Schwierigkeiten verbunden waren. Das Feuer soll in der Mansarde eines Dienstmädchens ausgebrochen sein. So weit bis jetzt bekannt, ist kein Menschenleben durch den Brand gefährdet worden. Gegen >/,8 Uhr war man des Feuers Herr geworden. ♦* Eintragung in die Gebrauchsmuster Rolle. Nr. 20 211, Nietkopfreiniger, bestehend aus einem vierzackigen, quadratischen Schaber, dessen Diagonalen die arbeitenden Kanten sind. Karl Stroh, Maschinist, Gießen. — 20. November 1893. Vermischtes. * Eine schauerliche Thal wurde in einer der jüngsten Nächte in Halle von einer Frau verübt. Dieselbe warf ihr drei Monate altes Kind aus dem dritten Stock in den Hof hinab und legte sich dann wieder zur Ruhe. Als Früh der erwachende Ehemann das Bett des Kindchens leer erblickte und fragte, wo denn das Kind sei, antwortete die Frau, das Kind müsse doch im Bette liegen. Während nun die bestürzten Eltern im Zimmer suchten, brachten bereits Nachbarn den Leichnam des Kindes. Die Frau soll in einem Anfall von Geistesstörung die schreckliche That verübt haben. * Vom Berliner Hofe. Heber die Confectionsbe- stellungen für ben kaiserlichen Hof schreibt ber „Confeet.": In ben meisten Fällen gehen bie Bestellungen nicht von ben Herrschaften selbst aus, sonbern bie Oberhofmeisterin wirb mit ber Besorgung ber besonderen Toilettengegenstänbe beauftragt. Der betreffende Lieferant sendet alsdann eine Auswahl in den gewünschten Artikeln, die alsbald einer engeren Wahl unterzogen werden. Bei dieser Wahl sind weder Verkäufer noch Verkäuferinnen zugegen. Selbst Bestellungen nach Maß werden nicht von den betreffenden Verkäufern ober Verkäuferinnen anprobirt; meistens wirb nach einer gutsitzenben Taille gearbeitet. Die Kaiserin Augusta hat eine Büste von sich unfertigen lassen, nach der anprobirt wurde. Wenn irgend etwas abzuändern ist, so wirb bies gewöhnlich burch eine Kammerfrau besorgt. Die Damen wünschen ferner, baß bie Lieferanten sie darauf aufmerksam machen, wenn ein Modell, das ihnen gefällt, schon einmal irgendwo anders hin verkauft worden ist, denn sie sehen es nicht gern, daß z. B. bei größeren Gesellschaften oder anderen Gelegenheiten Damen in denselben Mänteln ober Kleibern erscheinen wie die Fürstinnen. Für kleine Abänderungen und Veränderungen auch für Herstellung von Kleidungsstücken für die königlichen Prinzen befindet sich im königlichen Schlosse ein eigenes Atel'er. Spulplatt Der vereinigtet Irankfurte Kladttheate Opernhaus. Dienstag ben 9. Januar: Fra Diavolo. Cavalleria rueticana. Mittwoch den 10. Januar: Viertes Abonnemmts- Concert, unter Mtiwiikung bee Herrn Staven Hagen. Donnerstag den 11. Januar: FtgaroS Hochzeit. Freitag ben. 12 Januar geschloffen. SamStag den 13. Januar: Götterdämmerung. Sonntag den 14. Januar, Nachmittags 3*/> Uhr: Dornröschen. Abends 7 Uhr: Teil. Echauspielhans. Dienstag den 9. Januar: Kaufmann von Venedig. Mittwoch den 10. Januar: Gyges und fein Ring. Donnerstag d'N 11. Januar: Hannele. Vorher: Gringotre. Freitag ben 12. Januar: Ghorleys Tante. Vo'her: Millionär a D. Samstag den 12. Januar: Zum ersten Mole: Der ungläubige Thomas. Voiher: Am Scheidewege. Sonntag den 14.Januar, Nachmittags 3VS Uhr: Cbarleys Tante. Abends 7 Uhr: Der ungläubige Tbomatz. Vorher: Am Scheidewege. Jahre sind verflossen nun, seitdem CarlRetter'sHaarwasser erfunden wurde. Dieser Zeitraum genügte^ vollauf, um es auf seiner Reise durch die Welt ben ersten Platz unter allen Mitteln zur Erhaltung der schönsten Zierde des Menschen, eines gesunden, üppigen Haupthaares erobern zu lassen. Jetzt, nach einem Vierteljahrhundert, bat es viele Con- currenten überdauert und behauptet feinen Platz fester als je, denn es ist nach ben übereinstimmenden Gutachten ber berühmtesten Aerzte und Chemiker vollständig nnschLdltch, nach Hunderten von Zeugnissen unverglerchlich wirksam und obendrein infolge der Massenfabrikation 8B~ spottbillig. "MU Zu beziehen per Flacon L 40 H und 1 10 bet 3 H. Auhr, Sonnenstraße 25. 271 61441 Vogelfreunde. Schiffers Vogelfutter, nur echt in oer- stegelten Packeten „mit dem Vogelneste" (eingetragene Schutzmarke) ist unübertroffen im Alleinverkauf zu Oriqinalpreifen bei A- u. G Wallenfels, Gießen, Marktplatz 21 Schiffsnachrichten. (Mitgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl Loos in Gießen.) Bremen, 4. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän R. Sander, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. December von Bremen und am 27. December von Southampton abgegangen war, ist heute, 9 Uhr Vormittag«, wohlbehalten in Newyork angekommm. Bremen, 4. Januar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weimar, Capitän Ad. Meier, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. December von Bremen abgegangen war, ist heute 9 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Newyork an- gekommen. kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde. Bibelstunde am Montag den 8. Januar, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaale der JohanneSkirche: Markus Cap. 9, von Vers 35 an: weites Herz und enges Gewiffen. Pfarrer Dr. Naumann. , _ Mifsionsstunde am Mittwoch ben 10. Januar, im Con- firmandenfaale, Abenbs 8 Uhr. Pfarrer Dingeldey Am Sonntag den 14. Januar findet im Abendgottes- dienst Beichte und heiliges Abendmahl für dieJohannes- gemeinde statt. _______ Die von der Firma Carl Gentner in Göppingen in den Handel gebrachte Gentner'S Wichse i« rothen Dose« erzeugt thatsächlich mit wenig Bürstenstrtchen prachtvollen tteischwarzen, dauerhaften Ganz. Wer blankes Schuhwerk liebt, der benutze Gentners Wichse. Die schöne Verpackung — elegante rote Dosen — hebt dieses vorzügliche Fabrikat schon an und für sich vortheilbaft hervor. Wir verweisen auf die erscheinenden Annoncen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag ben 15. ^anttor 1894 soll im Fernewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) im Diftrict Steinertswald, Vormittags 9V2 Uhr beginnend: 135 Ftchtenstämme mit 122,31 fm, darunter staikes Schnittholz, 9 rm Eichen-Nutzscheitholz. 2) daselbst, Vormittags IOV2 Uhr beginnend: 74,4 rm Eichen-Scheitholz, 18 „ Birken- „ 85 „ Eichen-Knüppelholz, 8 „ Birken- „ 17 „ Nadel- 91,5 ,, Eichen-Stockholz, 61 „ Nadel- „ 4740 Wellen Eichen-Reisig, 2250 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ift am Müller« »eg. Gießen, den 6. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 261 Bekanntmachung. In das Genoffenfchastsregister unterzeichneten Gerichts wurde bei bem landwirthschaftlichen Confumoer ein, eingetr. Genossenschaft mit un- beschr. Haftpflicht, zu Alten-Buseck, freute eingetragen: Für das Vorstandsmitglied Otto Philipp Rabenau von Alten. Buseck ist Wilhelm Rupp, Landwirth, von Alten-Buseck als solches durch Beschluß der Generalversammlung vom 20. Decem« 6er 1893 gewählt worden. Gießen, 5. Januar 1894. Äroßherzogliches Amtsgericht. Gebhardt. 259 Holzversteigerung in der Ireiherrlichen Oberförstern Rabenau. Es werden versteigert Dienstag ben 16. Januar 1894, Bormittags 9 Uhr, in der Wirthschaft „Zur Germania" in Beuern: Stämme: Eiche 8 Stück — 2,84 fm, Buche 1 Stück — 0,54 fm, Scheiter: Buche 297 I. El., 4 II. El., Eiche 14 I. CI., 2 II. Cl., Knüppel: Buche 16, Eiche 4, Reisig: Buche 370, Eiche 76, Stöcke: Buche 75, Eiche 11. Nähere Auskunft ertheilt Freih. Forstwart Leyerer zu Climbach. Papiermühle, den 5. Januar 1894. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Schlotterer. 262 Bekanntmachung. In das Genoffenfchaftsregister unterzeichneten Gerichts ist bei dem landwirths chaftlichen Consumverein, eingetr. Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht, zu Großen-Buseck heute eingetragen worden: Durch Beschluß der Generalver- sammlung vom 9. Juli 1893 ist für das ausscheidende Vorstandsmitglied Wilhelm Rühl von Großen-Buseck AntonHenßvon Großen-Buseck gewählt worden. Gießen, 5. Januar 1894. Großherzogliches Amtsgericht. Gebhardt. 257 Mittwoch den IV.Januar werden versteigert: 1. Rachm. 2 Nhr in dem Bieker- fchttr Saale: MSbel aller Arten, 1 Pianino, 3 Wagen, 1 Sommer» wagen, 1 Pferd, 1 Schleudermafchine, Wirths tische und -Stühle, 1 kupf Kessel, 1 gr Spielwerk, 1 Stoßkarren, 1 gr. cuivre-poli-Spiefld, 1 ovaler Spiegel, 2 gr. Stücke Betttuchleinen, 1 Chaisenpferd, 1 Damenkleid u. a- m. 2 Nach«. 3 Uhr in meiner Amtsstube (Westantage 11): 35 BLnde Lettfferls Archiv. Versteigerung eab H bestimmt, eub I theilweise bestimmt. «tttzlrr, 276 Gerichtsvollzieher. Das Concursverfahren über das Vermögen des Conditors Heinrich Kinkel in Gießen wird aufgehoben. Gießen, den 5. Januar 1894. Großherzogliches Amtsgericht. _________Gebhardt.______258 Brennholz- Versteigerung in ben Waldungen der Stabt fidj. Zur Versteigerung kommen: Mittwoch ben 17. Januar l. I., Bormittags 9 Uhr anfangeub, im Diftrict Eifenkaute: 542,4 rm Buchen- u. Eichen-Scheiter, 164,6 „ Buchen-Knüppel, 3189 Wellen Buchen-Reisig, 182,2 rm Buchen- und Eichen- Stöcke. Zusammenkunft im Burkhards- selderweg beim Floß. Anfang in der Eifenkaute bei Abth. Nummer 1. Lich, am 6. Januar 1894. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 260 Jeitgeöoienes. 112] Gut erhalt. Da«e«-MaSken> «rtzag billig zu oerk. Rodheimerftr. 12. Giessen, 5. Januar 1894. Hierdurch beehre ich mich, ergebens! mitzutheilen, das» ich mein seit 1822 bestehendes Sortimentsgeschäft unter der Firma: Ferber’sche Uoiv.-BochhandlODg (W. Feite) heute an Herrn Carl Koch aus Freiburg i. B. käuflich abgegeben habe. Ich bitte, das mir bisher geschenkte Vertrauen auf meinen Herrn Nachfolger zu übertragen, der dasselbe in jeder Beziehung rechtfertigen wird. Hochachtungsvoll Wilh. Ferber. Auf Vorstehendes bezugnehmend erlaube mir einem geehrten hiesigen Publikum die ergebene Mittheilung zu machen, dass ich heute die Buchhandlung des Herrn Ferber käuflich übernommen habe und solche unter der Firma: Ferber’sche Universitäts-Buchhandlung (C. Koch) weiter führen werde. Mit der Versicherung, dass es stets mein eifrigstes Bestreben sein wird, den Wünschen des hochgeehrten Publikum« entgegenzukommen, verbinde ich die ergebene Bitte, mir Ihr geschätztes Wohlwollen zuzuwenden und dauernd zu erhalten. 190 Hochachtungsvoll C. Koch, Ferber’sche Universitätsbuchhandlung. GesöMs-Eröffmmg. ----0000S0000---- Mit dem Heutigen eröffnen wir in dem Hause Theater-Verein. Freitag den 12. Januar in Steins Saalbau: Gesammt - Gastspiel des Hoftheaters zu Cassel Der zerbrochene Krug. Lustspiel in 1 Act von H. v. Kleist. Im Civil. Seltersweg 89 eine Tuch - und Militär verbunden mit einem Matzgcschäst für feinere 236 Hemil-Gardmbe und Uniformen. Durch langjährige Erfahrungen in der Tuchbranche und durch die Gewinnung eines tüchtigen Zuschneiders sind wir in der Lage, in Stoffen und Arbeit bei mäßigen Preisen den weitgehendsten Ansprüchen zu genügen. Hochachtungsvoll Scheel & Komp. Lustspiel in 1 Act von Gust. Kadelburg. Sie ist stumm. Lustpiel in 1 Act von G. B. Kruse. Anfang Punkt ?V2 Uhr. Billets in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolph« Nachfolger), sowie an der Abendkasse: 1. Parquet Mk. 3.50, 2. Parquet Mk. 2.25. — Studentenkarten Mk. 1. — Galleri« Mk. 1.—. Theaterzettel 10 Pfg. [26T GiesseneTEis-Verein. 3V Heute Dienstag den 9. Januar Nachmittags 2 Uhr: Concert auf der Eisbahn ausgeführt von der ganzen Capelle des 2. Großh. Heff. Jnf.-Regts. Nr. 116 (Kader Wilhelm). Eintrittsgeld: Mitglreder 10 H, Nichtmitglieder 40 270 Der Vorstand. Sängerkranz. Heute (Montag) keine Probe, dagegen morgen (Dienstag) 8 Uhr Probe für Damenchor, 8V2 Uhr Probe für Herrenchor. 2821 Eine Stube mit Zubehör an eine einzelne Person zu vermiethen. Ehr. Lchopbach, Neuen Bäue 7. und 300 Pfg. 276 Gießen, den 7. Januar 1894. Sterbehause, Steinstraße 47, aus statt. [283 Zu haben inB€rie88en bei Gebr. Adami, Mäueburg 14. Eberh. Dort, Wallthoretr., Ad. Geisse, Seltersweg, Eberh. Metzger, Neustadt 8, C. Roth II., Wallthoretr 5, Bud. Schlabachs -Nacht., Ludwigeplatz 4, Wilh. Sohomber, Neuen Bäue 10, Erltz Egly, Carl Bieler.___t266 sprechen wir unseren tiefgefühltesten Dank aus. Ludwig Melchior und Frau. Todes-Anzeige. Theilnehmenden Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unsere liebe Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Tante Johanna Eichenauer nach kurzem aber schweren Leiden gestern Abend 7V3 Uhr sanft verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 8. Januar 1894. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr vom Danksagung Für die-vielen Beweise inniger Theilnahme, sowie für die reichen Blumenspenden bei dem Hinscheiden unseres theuren, unvergeßlichen Kindes Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, sowie bei der Beerdigung unseres theuren unvergeßlichen Sohnes Karl Lauts, für die vielen Blumenspenden und die überaus zahlreiche Betheiligung sagt innigsten Dank 265] Die trauernde Familie Lautz. Wißmar, den 6. Januar 1894. Für Geflügelzüchter. 264; Ein JLangshan-Hahn, sechs Monat alt, Pracht-Exemplar, preiswerth zu verkaufen bei Wirth Gv. Riemer, An den Bahnhöfen 71.[264 Zahnpasta-Odontine aus d. König!, bayer- Hofparfümeriefabr. von E. D. Wunderlich in Nürnberg' seit 81 Jahren mit größtem Erfolge eingeführt und allgemein beliebt zur raschm und angenehmsten Reinigung und Erfrischung der Zäbne und des Mundes. 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Vortrag des Herrn Alfred Bock: Goethe und Professor Hoepfnee in Gießen. 2. Mtttheilung über zwei alte OelporträtS im Besitze der Landes-Universität. Von Mitgliedern eingeführte Gäste sind willkommen. „ Der unterzeichnete Vertreter dieser ältesten und größte« deutschen Lebensversicherungsanstalt empfiehlt sich zur Vermittelung von Versicherungen und erbietet sich zu jeder gewünschten Auskunst. t23® _____Heinrich Hochreuther» Löberftratze 2II. Der Nähabend im RathhanS wird in dieser Woche anstatt Freitags Donnerstag de« 11. Januar. Nachmittags und Abends abgehalten. (277 N eues Theater, Giessen Heute Montag den 8. Januar: «W Zum dri ten Male WW Neu! Charleys Tante. Neu! Schwank in 3 Acten von Brandon Thomas. Pension gesucht für eine ältere Dame. — Gewünscht wird ein unmSlUirteS Zimmer «nd einfach bürgerliche Soft in einer Familie oder bei einzelner Dame. Offerten sind einzureicher. Rorbanlage Rr. 33, parterre [274 284] Ein einfach möblirtes Zimmer sucht ein geb. olletnft. Mann bet guter Familie. Off mit Preis u. W. L. an die Exped. d. Bl._______________________ (locnrht ein tüchtige- »inder- UüSUUIll Mädchen. «Lh-re- 245 Hotel Schute. 243] Ein jüngeres Dienftmädche« aus sofort gesucht. _____________frankfurter Hof. 192] Cigarren Reisender f. Private und Reftaur. g. hohe Vergüt, ges. Wilyel« Gchümann, Hamburg. GsMsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurts Börse vom 8. Januar 1894. GchbchesMir 1 Uhr 15 Mtn. 3»/e ReichSanleihr 3Vi% do. 3% Preuß. ConfolS 3Vi°/o do. 86.40 100.75 86.45 101.00 40/0 Ung. Gold-Rente 5% Jtal. Rente 30/0 Portugiesen 4°/q Grtech. Monopol-Anl. 96.« 71.18 19.86 34.61 DiSconto-Eownnmd^Artth. 179.10 Lomb. ?r (Fr. 6 6t. Pietsch) in (SWefcrn Die heutige Mmmer umfaßt 6 Seiten- Die W wW Dcr rt[d)tin> 1‘i1 ,it «**. q){ontafle $ie dentj' -nnaha" °c solgkndkn Sinks bf Shicago '#» nie große L« wch unb me M bie nor 'MchitlldrLkl!- , and/ anttftnn tfRaWntn an 'ttigender An Wschintiiinduf Srgknivärlig i Singangszoll v mod) innntt ni nueittxtn Mk jetzige rnchee< :lautet: Fabi [führt, aus E -Silber, Plati «der theilwei mach den Doi Procent b> Bie ameiifant «uropäischen, lhalten, sollen aufgehoben > verbilligt wii norbameritan. ijtnigen H)eutfi weil bie beutfc »orgehen. De shebt in ein« namentlich bai bie als Bei! hmo ,Du fiel)1 Sin' anbtri." Tie Ma- M bt gehabt," sah tote doch, , front tr M Gc "9ch — y k'n, daß setzte J lasse mich । W Und- .. Frau Eu, “nb.Men * gegeniibr , «Eher ft, * **4i -Äf Leiter? q* a“i‘ M «nb "'N die ! »Du dar •Mui U »«l|Q 91(7 S°g