ne Nr. 105 Zweites Blatt Dienstag den 8. Mai 1894 .er 1980 iHwd) die Post besage I Die Gießener Aints- und Anzeigeblutt ftlr den Kreis Gieren. 894 mg HratisSeffage: chießener Kamitienökätter »Nr lunoncen-Vureanx M In. xnb lultoxbti n** I. Bach delssohn 1809-17 nmlung Wiesbaden, April 1894. Sch. Jleilgeöotenes. Pfeffermünz - Tabletten tulationskarten in großer Auswahl. 2752 Wilhelm Klee, Marktkratze 2 XXXXXXXXXXIXIKIXXXXXXXXXXXX itnlt NUR AECH n0polM wenn jeder Topf den Namenszug v in blauer Farbe tragt art Hein warm zu empfehlen. Die reich illufirirle Wochenschrift, an ihrer Spitze vier fest angestellte Redakteure, besitzt eine eigene Versuchsstation, 45 Morgen groß, desgleichen eine Versuchskellerei zur Herstellung von Obst» und Beerenweinen. Vierteljährlich eine Kunstbeilage in Aquarellfarben! Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich eine Mark. Probenummern versendet gern die Königliche Hofbuchdruckerei Trowitzsch u. 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Wenn Göthe so vom französischen Wein schlechthin spricht, so müssen wir doch, im Fortschreiten unserer Culturepoche ganz anders denken und den Begriff deS Weine« lheilen in ächte und geschmierte, sabricirte Weine. Vielleicht, so könnte man einwenden, ist das mit der künstlichen Herstellung von Wein, seit Ablauf der Tage, an welchen di« Hochzeit von Cana geleiert wurde, gar so keine schlimme ^ache mehr und lebt mehr im Munde des Volke«. Die Verhandlung in der französischen Deputirtenkammer vom 6. März 1894 hat un« aber eines besseren belehrt und den Beweis geliefert, daß in dm weinbautrribenden Gegenden Frankreichs frisch, fromm, fröhlich und frei geschmiert wird und daß diese Manipulationen sich unter dm Augen, fast dürfte man sagen, unter dem Schutze der Regierung adspielt. Wenn man so ein zierliches Fläschchen, wohl ausgepuht vor sich sichen bat, mit besten Inhalt man Setle und Leib erfreuen möchte, und desten Bäuchlein auf geschmackvoller Etiquette stolze französische Namen führt, so ist es ein gütiges Geschick, welches uns in Un- keantniß hält über die Erlebnisse der Flüssigkeit, von welcher der Dichter sagt: .Gewächs steht aus wie Wein, ist'S aber nicht, Man kann dabei nicht singen, dabet nicht fröhlich sein." Ich bin nicht Pharisäer genug um zu behaupten, daß bet unS so etwas, was auSsieht wie Schmiererei, euphemistisch „Weinverbesse- rung", gar nicht vorkommt, aber wa« bei uns die Annahme ist, datz dürste denn doch im Lande der Troubadours zur Regel geworden sein — eine Thatsache, die seit langem dem Fachmann be» 'annt und neurrdingS in der französischen Kammeroerhandlung, von welcher wir jetzt sprechen wollen, ihre nicht mißzuverstehende Veröffentlichung gesunden hat. Herr Surchamps, ein Weinbauer eu« Libourne, hat sich der dankenswerthen Ausgabe unterzogen, dem Publikum die Augen zu öffnen über die Art und Weise, wie sogen, ächte französische Weiß- und Rothweine gemacht und, mit einem „AechiheitSzeugniß" der französischen Regierung versehen, in den Handel gebracht werden. Der Handel mit wirklichen französischen Naturweinen tritt vollständig zurück gegen den Handel mit Zucker, Extracien und Zeugnissen der Aechtheit. DieS gilt insbesondere auch für die südfranzösischen Beine, für die berühmten „Gewächse" von Bordeaux. In den 70er Jahren verheerte die ReblauS die berühmten Lagen der Gironde. In Sainte-Foy sind die Reben, welche den süßen Wein von Bergerac liefern, fast vollständig verschwunden, waS die ReblauS übrig gelassen find nur Stöcke, die auf hartem Boden stehend, nicht- Gute« tragen. Run sollte man, sagt der französische Abgeordnete Surchamps, wohl meinen: der Handel mit den Erzeugnissen jmer Reben müffe ausgehört haben, da ja die Reben selbst seit lange licht mehr existiren. Aber dem ist nicht so — der Handel mit Wein Uüht dort auch ohne Reben. Zur Zeit der Blüthe des Weinbaues wurden in jenen Dtstricten die Trauben im October gekeltert, der Nrau6 bereitete Wein, Macadam genannt, im November getrunken. 3 ™ 3. gänzlich umgearbeitete Auflage. Mit 4 Specialkarten. e* beziehen durch olle Buchhandlungen, X fral-t direkt gegen Einsendung deS Be, Emil RolhS Verlag. Gieße«. IXXXXXXXXXXINIXIXXXXXXXXXXXX eitel geworden. Bei verdarb. Magen, lopfweh, Appetitlosigkeit hochgeschätzt. Linderungsmittel. Zu haben in Blessen bei Herrn Aug Noll II , Hch. Wallach. [3530 Mhrer V Sahnthal. tle Lahn mit ihren Eeitenthälern vo« Nr Duelle bi« r«m Rhein mit be, Siebener Anzeig er Keneral-Unzeiger. —Ws _ . . 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