ge ein «schäft Nkdung ” W Wj «•«So oO B* 3E 4) W* "Vta ’ SSSM ibjufitben. i®ük»m«Äriip BL__-aubatz 1 1 VLckerlehriiag g«s,^ tragen in der Exped, !■& rott fehimWti Stau tzamet, MMsp | NebmblmS link Ö[ ®« Wliftk fihl Stelle. Bahnbosstrahr L 2] Mädchen f. Nachm. zu eL lt gesucht^ Ludwigsirotze 1, i J Dermietftnget ] 9Bo6nunfl von 6 jiincmi I ßubtbör '»fort ju «rrnktfa Dr. Haupt, Hfauw L Schönes Lszt-, S Sh )rt ju ötrmldbtn. tim MM, S-hnhosstraße n meinem dteubM.btMrch ttManlay, \fh« v* Mmnn und allen wr yn W vnmieiher. üide. TuUk, Lteinstreche' Der untere Stock der VlltaPta ■ -adrungSberg ist mit oder odn! (5-7 Z) nebst GartenzeL- ofort -u vcrmtethen- cheres tm Menbause beiM» l )j3n meinem 88, find M Logt». , BMW' mit allei M re Dienerin, Fran ; mir Mer nicht nw- “ Sw« * n- 0U WaM hie un eres > *S *.w ? 2e der Wohlthat^ 8wel^ m UN» eins .* S Ci1 ....... I onntag bcn 8. April 1894 Nr. 81 Erstes Blatt Mchmer Anzeiger •tervm^r*f«T Kenerat-Mnzeiger. 5*rn|prt*a ftL 2lints- und AnzeiAeblutt fflr den Ureis Gieren. Refcechen, trvcWM und Dratfrvei: Xh< liicfccnei »«Vr km Injfign »Ochnillich brtimel •U iMlnebmc b«S Wcntagl tn 2 f.’erf 90 H vrlRgrrl« Tu« frw Paß 2 Rett 50 Illk InnoÄttn-Bureaur bei In. unb luilwM ne^eee lnjti|ee für bcn „litgentr Inpigtr“ nUfefm. Kratisbeikage: Gießener Kamilienötätter lae*b m< • • n Innigen >u bet r.achmiliaga für bin lag trjd)tnunbrgeschlagen worden, pro Kopf 15 Mk. (statt wie bisher 10 Mk.) Scheidemünzen auSzuprägen, aber dem wäre von Niemandem entschiedener widersprochen worden, als von den Goldwährungsmänncrn. Auch ein Vorschlag im Jahre 1880 auf 12 Mk. pro Kops fei fallen $daffcn worden. Jetzt sollten immer mehr Scheidemünzen auSge- v ägl werden, und die betr. Vorlage spreche zur Begründung von einem Mangel an Scheidemünzen. Aber man wisse ja nicht einmal, rote viel Silber in der Bank liege. In dieser Beziehung bestehe bet ui:6 eine Gehetmnißkrämeret, wie sonst nirgends. Daß man, wie bei uns, 5 Mark,Silberstücke habe, die nur 2 Mk. werth seien, könne so nicht weiter gehen. Ebenso wenig, daß wir die Thaler mit einem 3 Mk.-Werth, in Wirklichkeit aber mit geringerem Werth, weiter behielten. Entweder Ucbergang zur reinen Goldwährung ober Wteber- herstellung beS Stlberwerthes! So wie bie Zustände heute bei uns seien, könnten sie nicht bleiben. Bei den heutigen Wertbverhältnissen müßten wir die silbernen Scheidemünzen adschassen. Am wenigsten dürfe ohne Rücksicht auf die Silber-Enquete jetzt mit Neuprägungen vorgegangen werden. Geschehe dies, so verliere die Regierung ganz das Vertrauen, daß sie eS ernst mit der Währungs-Enquete meint. Zu bedauern fei ohnehin, daß nicht Adolf Wagner in die Enquete- oommission berufen sei. , ., _ , Schatzsecretär Gras Posadowsky. Ich kann mir die Jnter- vellation nur so erklären, daß die Bimetallisten bet der Regierung bi.- Absicht veimuthen, die Thaler etnzuziehen und zur reinen Golo- währung überzugehen. Ich kann vei sichern, daß dem Herrn Reichskanzler bet seiner Vorlage jede Absicht etneS programmattschm Eha- racters derselben abgeht und daß die Vorlage nur einem practtschen Bedüriniß entspricht. Der Bedarf an Scheidemünzen hat sich vermehrt her Bestand der Reichsbank daran hat sich verringert, allein von 1892 auf 1893 um 7 Millionen Mark. Unsere ReichSbank hat die Aufgabe, den Geldumlauf bet uns zu regeln. Auf Kbeeinjelne unterer Bankstellen kommt augenblicklich ein Bestand von 400000 -Ulf. Scheidemünzen im Durch'chntll. Und das ist ein nichts weniger als hoher Betrag. Frankfurt, Offenbach hatten am 31. März Bestände, die zur Deckung deS VerkehrSbedürfnisseS nicht genügten. Daß die Bestände an Scheidemünzen wirklich nicht genügen, zeiget auch die wiederholten Anregungen im Reichstage 1887, wo Gra Mirbach selbst erklärte, daß es an Scheidemünzen zur Auszahlung von Löhnen fehle. Ebenso äußerlen sich 1892 der Bimetalltst Herr v Pfetten un* Herr Büsing. Und wenn es nach dem Grafen Mtr- bach schon 1887 daran fehlte, um wie viel mehr jetzt bei der seitdem gestiegenen Bevölkerung. Die Nachfrage nach 5 Markstücken ist so lebhaft, daß in nächster Zett alle diese Stücke in den Verkehr über; gegangen sein weiten. Es ist ja lem Zweifel, daß ein ^heil die er Stücke thesaurirt wird. Andererseits lehnt der Verkehr die thaler ab. Es besteht thatfächlictr ein Mangel an silbcrnen Scheidemünzen, ein Bedürfnih nach Neuprägungen. Und an der Enquete können diese nicht scheitern. Auch die eiirtgsten Bimetallisten werden zu- gcben, daß Deutschland die Silberfrage nicht allein regeln kann und daß außerdem bis zu einer internationalen Regelung noch ein weiter Weg ist So lange aber kann doch der Verkehr nicht warten, mit der Befriedigung feines Bedürfnisse« nach Scheidemünzen. Man hat nur gesagt, es sei eigentlich eine Art Falschmünzerei, unterwerthige Stlbermünzen auSzugeben. Aber es ist doch immer noch moralischer solche Münzen auSzugeben, die nur bis zum Betrage von 20Jua. genommen zu werden brauchen, als Thaler, welche auch in höheren Beträgen genommen werden müssen. Was soll man denn auch machen ' Vollwerthige Stlbermünzen auszugeben, ist ganz unmöglich. Dte Gefahr der betrügerischen Nachahmung von Silbergelb ist auch viel gertnaer, als dte Gefahr der betiügertschen Nachahmung von Paptergeld. Wer überhaupt den verbrecherischen Weg betritt, wird viel weniger auf die "Nachahmung von Silbergeld verfallen, um so weniger, je mehr der Bedarf an Stlbergeld auf legitimem Wege qedeckt wird. Was den einen Wunsch des Herrn v. ftarborrr anlangt, so bestehen schon jetzt Erwägungen darüber, die Bestände der Retchs- dank an Silber und Gold getrennt anzugeben, zunächst etwa vertraulich der Enquete-Commissiion und sodann in jedem folgenden Jahre. Dte 1. Frage der Interpellation kann ichhiernach nur bahm beantworten, baß eine Abänderung des MünzgefeheS nicht beabsichtigt ist. Auf dte 2. Frage kann ich nur antworten , wenn etwa eine internationale Regelung btr Währungsfrag* erfolgt, so mußte ja doch eine Umprägung unseres gesammten MunzbestanveS erfolgen, unb da können die 22 Millionen, die wir jetzt neuprazen wollen, gar nicht in Betracht kommen. Was die 3. Frage anlangt, so sollen runSchst dte österreichischen Thaler herankommen. Dte Regierung avird zunächst nur den 4. oder 5. Thetl der 22 Millionen auSpragen unb hat sich für den letzteren Betrag nur die Befugniß für bcn Fall «intretenben Bedürfniffes erbitten zu müffen geglaubt. Abg. Müller-Fulda (Eentr.) ertärt, er halte es nicht für «mgemessen, auf dem Wege dieser Interpellation und aus »maß der Vorlage des Reichskanzlers an den Bundesrath hier die WSHrungs- ■fraae aut Sprache zu bringen. . „ _, ReichsbankprSsident Koch ergänzt die Darlegungen des Schatz- sekretärS durch den Hinweis, daß nach den Beobachtungen der ^dchsbank und ihrer zahlreichen Bankstellen, — bie ja dnJBaro- Bieter des MünzwcsenS feien — thatsächlich ein Bedürfniß nach Erhöhung der Bestände an Scheidemünzen bestehe. Wie in Frankfurt und Offenbach, worauf sich schon der Schatzsekretär bezogen, stelle sich auch In Ehcmnitz der Bestand als zu gering heraus, ebenso an noch anderen Bankstellen. So groß die Nachfrage nach Scheidemünzen auch sei, so verhalte sich doch der Verkehr ablehnend gegen die Thaler Der beständige Mangel an Stlbermünzen veran laste etn unablässiges Hin- unb Herschtckcn. Dte Golddeckung der Retchrbank gehe wett über das gesetzliche Erforderns hinaus. Abg. Barth (frf. Vg) Von Bamberger, Hammacher unb Redner sei schon bei Erlaß des MünzgeseheS mit einem Rückgänge des Silberwerths gerechnet worden. Belustigend sei eS, daß die Interpellanten sich jetzt über unterwerthige Ausprägung von 22 Millionen beschweren, während sie selber in einem vor einem halben Jahre gestellten Anträge dte freie StlberausprSgung, und zwar ebenfalls unterwerthtg, im Betrage von 3 800 Millionen Mark verlangten und den Gewinn aus dtefer unterwerthtgen Ausprägung der Einzelstaaten zugewendet misten wollm. Abg. Graf Kanttz (cons.) Bet dem Abschluß von Handelsverträgen mit Ländern mit Sllderwährung sei unsere Stellung nachgerade unhaltbar geworden. In seiner Helmath wüßten die Bauern , schr genau, wie sehr sie durch bie unterwerthige russische Valuta im Gegensätze zu unserer Goldwährung geschädigt würden. Die jetzt geplanten umfangreichen Neuprägungen enthielten ein gewlsscs Mißtrauen gegen die Ergebnisse der Silber-Enquete-Eommlssion. Abg. Meyer (fr. Vg.) hält den Interpellanten vor, daß man das Nationalvermögen nicht dadurch aufbeffern könne, daß man durch gewaltsame Gesetzgebung künstlich Scheinwerthe schaffe, kunsUich dem Silber einen höheren Werth gebe, als den es in Wirklichkeit habe. StaatSsecretär Graf Pofadowsky: Bei dem heutigen Silberpreise werden vollwerthig ausgeprägte Silbermünzen für den Verkehr gar nicht zu brauchen sein. Ein angesehener Bimetallrst, der holländische Finanz ninister Pierson, bezeichnet eine bimetalllstischc Union für unmöglich. An der weiteren Debatte beteiligen sich noch die Ahgg. Paasche (nall.), welcher den geplanten Neuprägungen durchaus zu- ftimmte, v. Starborff und Graf Kanitz, womit die Besprechung ihr Ende findet. Morgen 1 Uhr: Bor fensteuer. Abg. Richter stellte, zur Geschäftsordnung, noch das Wort nehmend, fest, es gingen Gerüchte um, daß bie Session schon binnen 3 Wochen ihr Enbe fi.iben solle. Anbererseits habe heute bet Schatzsekretär ben Vorfltz-nben btr Steuercommisfion ersucht, mit ber Beratung ber Tabaksteuer erst am 16. b. M. zu beginnen. Er bitte ben Präsidenten, jid) zu informiren, um danach seine Dispositionen zu treffen. , . , Präsident v. Levetzow erwiderte, nach seinen Informationen sei an einen so frühen Schluß der Session nicht zu denken. begehen. AuS der Provinz sind bereits viele Bewohner ein» getroffen. Venedig, (>. April. König HumUert ist um 2 Uhr 16 Minuten hier eingetroffen und von den Spitzen brr Behörden empfangen worden. Die Bevölkerung begrüßte den König mit enthusiastischen Kundgebungen. Vom Bahnhose begab sich der König mittelst einer Gondel, der eine große Anzahl reichgeschmückrer Barken folgte, nach dem königlichen Palais, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Später erschien der König auf dem Balkon deS Palais, um der Volks- menge, die den MarkuSplatz füllte, zu danken. Depefchen deS Bureau .Herold". Berlin, 6. April. Der Kaiser wird.in diesem Jahre früher als sonst, und zwar schon Anfangs Mai, zur Jagd in Prökelwitz eintreffen. Sein Aufenthalt dort wird acht bis zehn Tage dauern. — Wahrend der Anwesenheit des Kaisers in Königsberg wird dort am 6. September bie Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. erfolgen. Berlin, 6. April. Die „Kreuzzeitung" sagt gegenüber ber wiederholten bestimmten Versicherung von offiziöser Seite, daß die Regierung auf der Durchberathung der Steuer« Vorlagen bestehe, gegenüber der allgemein herrschenden Stimmung dürfte es der Regierung kaum möglich sein, diese Absicht durchzusetzen. Darüber bestehe nahezu Einstimmigk it, daß, abgesehen von der Börsensteuer, eine ernsthafte Corn« missionsberathung der Steuervorlagen bei der derzeitigen völligen Aussichtslosigkeit derselben nicht zu ermöglichen fein werde. Die Tagung des Reichstags werde in längstens vier Wochen beendet sein. Berlin, 6. April. Die Reichstags Commission zur Be- rathung der Tabak st euervorlage tritt erst am 16.1. M. zusammen. Berlin, 6. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." sagt zu der Meldung einzelner Blätter, daß die Kaiserliche Familie auf den Besuch von Wilhelmshöhe verzichtet habe unb am 25. dsS. Mts. nach dem Neuen Palais in Potsdam übersiedele, der Tag der Ueberfiebelung nach Potsdam sei noch unbestimmt und der Aufenthalt in WilhelmShöhe überhaupt noch nicht beschloffen gewesen. Berlin, 6. April. Der „Kladderadatsch" erklärt im Briefkasten seiner SamStag Nummer, seit mindestens dem 10. Mäcz wisse daS Auswärtige Amt ganz genau auS ber ablehnenden Antwort auf einen dem „Kladderadatsch" ge machten Vorschlag, daß Acten bei der ganzen Sache keine Rolle spielen. — Redacteur Polstorff veröffentlicht in ber gleichen Nummer eine lange Erklärung, worin er daS früher Gesagte aufrecht erhält unb betont, Generallieutenant von Spitz habe sich, wenn er auch bie Worte, es seien ganz un« gehörige Dinge vorgefallen, nicht birect gebraucht, so doch ähnlich geäußert. Wien, 6. April. In einer größeren Anzahl hiesiger Bildhauerateliers ist ein Strike ausgebrochen, weil die Inhaber der Ateliers bie Forderungen der Gehilfen, achtstündige Arbeitszeit und drei Gulden Minimallohn pro Tag, nicht bewilligt haben. Wien, 6. April. Wie erinnerlich, ging seiner Zeit ber Hauptangeklagte im Hannoverschen Spielerprozeß, Arnold Lichtner, von Hannover nach Oesterreich, seinem Heimathlande, durch. Er wurde dort ergriffen unb wird nun vom 25. bis 29. April vor dem hiesigen Geschworenengerichr verhandelt werden. Das Auswärtige Amt hat das deutsche Reichskanzleramt ersucht, fünf deutschen Offizieren die Er- laubniß, vor dem hiesigen Gericht als Zeugen zu erscheinen, erthetlen zu wollen. Wien, 6. April. Fürst Ferdinand von Bulgarien wurde gestern Mittag in der Hofburg in längerer Sonderaudienz vom Kaiser Franz Joseph empfangen. Wien, 6. April. Nacy einem Beschlüsse ber hiesigen Tischlergehilfen wollen dieselben in einen General- strike eintreten, wenn ihnen nicht achtstündige Arbeitszeit, ein Minimallohn von 10 Gulden wöchentlich, Abschaffung ber Accordarbeit in allen Betrieben unb Freigabe des 1. Mai bewilligt wird. Belgrad, 6. April. Eine größere Anzahl ausländischer Blätter wurde polizeilich beschlagnahmt, weil sie den serbischen Königsthron als gefährdet bezeichnet hatten. Lüttich, 6. April. Gestern Abend entdeckte ein Beamter der Eompiegne • Linie im Bahnhofe von CancemtoiS drei Höllenmaschinen von viereckiger Form. Dieselben ent- hielten Pulver und andere Sprengstoffe und wurden augenblicklich von einem Artillenecapitän untersucht. Madrid, 6. April. Infolge der Entdeckung einet schweren Bombe auf dem sehr besuchten Spaz'ergang Santa Maria Cabeza sanden Nachts neue Haussuchungen Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Corresponbenr-Bureau. Pola, 6. April. Der „Graf Moltke" ist mit dem Deutschen Kaiser an Bord heute Vormittag um 9 morgen fortgesetzt: - besonderes In«-"- einen seltenen Se'ui e der hiesigen Volk-' st ein „Hochzeitspaar Fran, diese mit Brau.- tzochzeitsmdl" W il der Anwesenden k । c, wobei dreielben '* ; »*unb Tp ■ ii., ««** i, 57 97. h'Ä jOL Ileatch- 8-H,n t t,nb »«1* 1' "L7btt 8* B- ^j.tneS älteN-r U®ie übrigen * I M. >»•«> » '*’&>6,6 ’J igli* 5 1,1 bl« *.,,#11« pSti«“1*“’ 0 00» * 00« ta; Jic Stt” ettttl«1' M ,„!«■ »ad|t 6 ■ 8”*'Ü* * • Berlin, 6 April. Da« Liebespaar Alfred Gürtel« veyer und Adelheid Braun, 21 und 18 Jahre alt, auS Maqdeburg, hat sich gestern Abend im Gastbos „Zum rothen Adler" (Landsbergerstrahe) mit Ehankali verqiftet. • Stuttgart, 6. April. Im benachbarten Degerloch hat sich ein Arbeiter • Ehepaar nebst zwei Knaben durch SohlenorhdgaS da« Leben genommen. W>e eS heißt, war der Mann längere Zeit beichäftigungeloS und mit seiner Familie hierdurch in arge Bedrängniß gerathen. • Dortmund, 5. April. Bor etwa 2 Jahren verschwand in dem benachbarten Huckarde ein junges Mädchen, besten Leiche man später in dem Emicherflnste in einem Zustande der Berwesung fand, der eS nicht gestattete, festzustellen, ob doö Mädchen freiwillig den Tod geiucht habe oder getödtet worden sei. Jetzt hat der Buchbinder Karl Alvermann in Dortmund, getrieben durch Gewissensbisse, eingestanden, daß er das Mädchen erwürgt und die Leiche in das Wasser geworfen habe. Der Mörder ist in Haft genommen worden. * Hamburg, 3. April. Der Dampfer „Russin" ist heule wohlbehalten in Ncwyork ongekommen. * Czernowitz, 3. April. Der frühere Redacteur der ruthenischen Zenung DaSzkiewicz erschoß mit Zustimmung feiner Gatlin zuerst diese, dann sein achtmonatliches Kind und zuletzt sich. > Zehntausend Roseutnospen. AuS Freiburg i. B. wird der „Frkf. Ztg." geschrieben: Eine der größten Rosenbäume Deutschlands befindet sich in der hiesigen Gärtnerei Wehrle. Dieses Prachtexemplar ist 12'/, Jahre alt, nimmt einen Flächenraum von 74 Quadratmetern ein und ist gegenwärtig trotz der frühen Jahreszeit mit ca. 10,000 KnoSpen bedeckt. * Andreas HoferS Verrätherin. Am 20. Januar 1810 wurde Andreas Hofer in einer unter Schnee und EiS versteckten AlpeuhÜtte in Pasteyr durch Verrath von den Franzosen entdeckt, gefangen genommen und 4 Wochen später in Mantua standrechtlich erschossen, lieber den Verrath an Hofer, welcher gewöhnlich einem Priester zugeschrieben wird, findet sich in einem Schriftstücke von 1825 folgende merkwürdige Mittheilung aus Spandau: Hier hat e.n dem Trünke ergebener Unteroffizier, der wahrscheinlich in höherem Range in österreichischen Diensten stand, aber nach Preußen beiertinc und daselbst wegen seiner Brauchbarkeit Aufnahme in einem Infanterie-Regiment fand, in der Betrunkenheit seine Frau ermordet und ihren Körper in Stücke zerschnitten. Sie traf eine fürchterliche Nemesis, denn diese Frau war die Schwägerin Andrcao HoferS, welche ihn gegen reiche Belohnung den Franzosen verrieth und nach solcher Uebelthat nicht mehr im Lande bleiben durfte. S c flüchtete mit dem Blutgelde aus Tirol ins Öberösterreichische, wo sie jener Unteroffizier wegen dieses, sehr bald durchgebrachtcu, Blutgeldes heirathcte und dadurch inS Unglück gerieth. * Shanghai, 4. April. In dem von Eingeborenen bewohnten Stadttheile sind heule Nacht gegen 1000 Häuser durch Feuer zerstört worden. ^chiffsnachvichten. Hamburg, 3 April. DaS Hamburg-Rewyorker Poitdamps- Ichiff „Ruista", Capitän Schmidt, von der Hamburg Amerikanischen Vackctfahrt Actien-Gesellschaft, ist am 3. April, 10 Uhr MorgenS, Wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 3. April. Der Hamburger Dampfer „Italia", Sapitän Mariens, von der Hambuig-Amerikanischen Packetsahrt- rlctien'G-scllschast, ist am 3. April, 3 Uhr Nachmittags, von Hamburg in Baltimore wohlbehalten angekommen. Derfc^r, Land- und Volkswirthfchaft. 7. April. Marktbericht. Äut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butler pr Bst) X 0,90—1,10, Hühnereier 1 Stück 5 4, 2 Stück 11 X stäke pr. St. 5-8 X Jttfemath pr. St. 8 A, Erbsen pr. Liier 17 4, Linien pr. Liter 30 X Tauber vr. Baar X 0.80—1.00, Hübner pr. Stück x 1,00—1,30, Habner pr. St X 1,40 -1,70, Enten pr. 6t. X 1.80 bis 2,2), Ochievfleisch pr. Md 65—72 X Kuh, und Rindfleisch pr. Md. 60— X Schweine» fleisch pr. Md. 60-70 X Kalbfleiick- pr. Md 60--X Hammelfleisch pr. Md. 50—68 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50-6.50 X, Weißkraut pr Stück 4 -10 A. Zwiebeln pr. Zentner 10,00-12,00 X. Milch pr. etter 16 20 X Enteneier 7 4, Gänseeier 11-12 X WM»S*e aus den s Heizerv Philipp Mank. Johannesgemeinde. Den 1. April. Carl Heinrich Wilhelm Ernst Christian Orbig, Kaufmann zu Greßm, unb Caroline H nrlette Hoffmann, Tochier des Kaufmanns Ferdinand Hrffmann zu Gießen. Dem 4. April. Carl Georg Gustav Tränkner, Schreiner meister »u Gießen, und Anna Caroline Wilhelmine Magdalene Rühl, Toch rr des Wirth« Philipp Rühl zu Gießen. •eiaafte. Matthäu-gemeinde Dm 3. April. Dem KreiSbauaufseh i-Aspiranten Karl Dlarz eine Tochier. Mathilde Anna H lene, ,edor n den 5 Mä j Der, 6. April. Dem Ca cuütoi Karl Lchäffer ei.ie Tochter, Dlarie Vaile Adelheid, geboren len 14. Februar. MarkuSgemeinde. Den 1. April. Dem Taglöbner Friedrich Schnierle eine Tochter, Emma Elisabeth, geboren den 25. Dec mber 1893. LukaSgemeind e. Den 4. April. Dem Gärtner Johanne« Schneider ein Sohn, Konrad Adolf August, geboren den 2 Februar. veerdigri. Mattbäuvgemeinde. Den 6. April. Friedrich Lücke, Bureaugehilse, alt 37 Jahre, gestorben den 4 April. LukaSgemeinde. Den 1. April. Kaspar Jöckel, Heizer, alt 53 Jahre, starb den 30. März. Pli 14 tär gemeinde. Den 31. März. Konrad Glänzer, Gefreiter, au« Gemünden an der Woh>a, alt 21 Jrbre, sta>b den 29 Pia z. Ca. 5000 Stück seidene Bastklcider Mk. 14.S0 per Stoff zur complden Robe und bessere Qualitäten — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. di« Mk. 18.65 p. Mtr. — glitt, gestreist. farrtett, gemustert, Damaste k. (ca 240 oersch Qual, und 2f 0.) verschiedenen Farben, Dessin« ic.) 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April laufenden Geschäftsjahres wird der entsprechende Nachlaß verrechnet. Der Preis des Gafes zum Betriebe von Gaskraftmafchincn, sowie für alle übrigen, nicht der Beleuchtung dienenden Zwecke (zum Kochen, Herzen und für gewerbliche Zwecke aller Art) noirb gleichfalls vom 1. April d. Js. ab, ohne Gewährung von Rabatt, Sion 16 Pf. auf 15 Pf. für 1 cbm widerruflich ermäßigt, sofern ein besonderer Gasmesser hierfür aufgestellt und den weiteren, hierauf bezug- Lichen Bedingungen entsprochen wird, nach welchen insbesondere die für solche Zwecke erforderlichen Gasleitungen und Veränderungen nur durch und gefertigt werden dürfen und die Gaskraflmafchinen außer mit Gummi- teutdn noch mit Druckreglern zu versehen find. Ferner wurde beschlossen, vom gleichen Zeitpunkte ob die monatliche Miethe für zu leihende Gasmesser zu ermäßigen, wie folgt: n 0 ,, „ 7i/8 „ „ 10 „ Bekanntmachung, Gaspreis bctr. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß infolge Stadt; verordnetcu-Beschlusses vom 18. Januar d. I. für Privatabnehmcr auf bat Preis für -eucht^s folgende Rabattsäye vom 1. April 1894 ab widerruflich gewahrt werden: Der Grundpreis für Leuchtgas bleibt 22 Pf. für 1 cbm und wird darauf, wenn der Jahresverbrauch auf einem zusammenhängenden Grundstück und bei einem und demselben Gasverbrauchenden eine Größe erreicht : Gießen, 26. Februar 1894. Städli'ches Gas- und Wasserwerk ! Otto Bergen. Bekanntmachung. (Ermäßigung des Wafserpreifes betr. Wir machen hierdurch schon jetzt bekannt, daß in der Stadtverord- neten-Versammlung vom 18. Januar dS. Js. beschlossen worden ist, vom 1. Cctobcr 1894 ab, soserne bis dahin — wie zu erwarten — die Einführung der Quellwasserleitung von Cucrfborn in das Stadtrohrnetz zum Gebrauche fertiggestellt ist, widerruflich den Preis für 1 cbm Wafser von 30 Pf. zunächst auf 25 Pf. herabzusetzen. Die Mindeftbeträge des jährlichen Verbrauchs bleiben dagegen dieselben, wie seit 1. April 1891 festgesetzt, nämlich: für ein Gebäude von 1 Famil e bewohnt Mk. 15.— „ „ u » 2 Familien „ „ 25.— „ „ „ „ 3 und mehr Familien bewohnt Mk. 35.—. Familien, welche kein Wasser beziehen, werden dabei nicht gerechnet. Bezüglich der Wafsermefsermiethe bleibt gleichfalls die seit 1. April 1891 stattgehabte — hier wiederholte — Festsetzung in Kraft: Der Waffermeffer, nach dessen Angabe die Berechnung des Wasserverbrauchs stattfindet, wird dem Abnehmer vom Wasserwerk unentgeltlich geliehen. — Für sog. Eontrolle-Waffermesser ist jedoch, je nach deren Größe, nach wie vor Miethe zu zahlen. — .yauptwassermesser von 50 mm und mehr Durchflußweite sind von den Abnehmern aus- eigene Kosten anzuschaffen und zu unterhalten. Gießen, 26. Februar 1894. Städtisches Gas- und Wasserwerk G:eßen. 1677 Otto Bergen. i । | । i t 1 Olzems Kaffee-Efsenz ist anerkannt der feinste, ergiebigste und billigste .^astee-Zufatz, wovon fich jede Hausfrau im eigensten Interesse überzeugen wolle. 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