9lt, 235 Erstes Blatt. Sonntag den 7. October 1894 Der Hiehener Anzeiger kricheint täglich, mir Ausnahme deS MontagS. Die Gießener A«»ilte«0lttter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal dergelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Adon«eme«tspre1s r 2 Mark 90 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, Expedition und Druckerei >4*rHra6e^r.7. Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Hralisöeitage: Hießener Kamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gefunden: 5 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Brille, 1 Spazierstock, 1 Taschenmesser, 1 Ohrring, 1 Taschentuch, 1 Paar Handschuhe, 1 Umhängetuch, 1 Sluck Lampendocht, 1 Marktnetz, 1 Handkörbchen und 1 Sack Kartoffeln. Zugelaufen: 1 junger Hahn. Gießen, den 6. October 1894. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Neueste Nachrichten. Wolff» telegraphische» Correspondenz- Bureau- Wien, 5. October. In Steiermark und Dalmatien sind bedeutende Wasserschäden infolge andauernden Regens vorgekommen- Brücken und Mühlen wurden weg- geriffen, die Culturen zerstört und der Bahnverkehr theil- weise unterbrochen. Troppau, 5. October. Gestern Abend und heute Früh i sind sämmtliche Schlepper des Peters-Schachtes nicht angefahren; sie verlangen Lohnerhöhung und die Wiederaufnahme von elf entlassenen Schleppern, was verweigert wird. — In den übrigen Schächten ist der Zustand normal. Gestern wurden die Telephondrähte zerschnitten vorgefundeu. Paris, 5. October. Der internationale Con- greß der Eisenbahnbeamten nahm verschiedene Anträge an, darunter auch Festsetzung des Arbeitstages von durchschnittlich acht, höchstens zehn Stunden- ferner den Antrag auf Abschaffung der Waarenzüge am Sonntag außer solcher mit Lebensmitteln, die dem Verderben ausgesetzt sind; ferner wurde ein Antrag auf Festsetzung eines Minimallohnes entsprechend den Lebensbedürfnissen angenommen. Loudon, 5. October. Das Bureau Reuter erfährt, daS Marineministerium habe noch keinen Befehl zur Absendung von Verstärkungen der britischen Flöt t en macht in China gegeben, doch seien Vorbereitungen zu diesem Zwecke bereits getroffen. Die Behörden sind der Ansicht, die Lage in China könne in jedem Augenblick einen Characrer annehmen, der die Vermehrung der Streitkräfte zum Schutze der englischen Interessen nothwendig macht. Der Kriegsminister gab noch keinen Befehl, Truppen nach China zu senden oder die Garnisonen der britischen Colonien im Orient zu verstärken. Petersburg, 5. October. Der „Russki Jnwalid" veröffentlicht eine Verordnung, wonach im Warschauer Militärbezirk ein neunzehntes Armeecorps gebildet wird, deffen Commandeur Generallteutenant Gurtschin ist. Ferner wird die Zusammensetzung verschiedener Armeecorps geändert. Athen, 5. October. Der britische Kreuzer „A e o l u s" ist nach China abgegangen. — Vor dem Militärgericht begann heute der Proceß gegen sechsundachtzig Offiziere wegen Ausschreitungen in den Bureaux der Zeitung „Akropolis". Coustautiuopel, 5. October. Admiral Avellan besuchte gestern die Admiralität, wo ihm zu Ehren der Martne- minister ein Frühstück gab. Heute empfing er eine Abordnung der französischen Colonie an Bord des Kanonenbootes „Kubanec". Avellan wohnt dem Selamlik bei und wird hierauf vom Sultan in Abschiedsaudienz empfangen. Gleich darnach wird er Canstantinopel verlassen. Newyork, 5. October. Bei den Staatswahlen in Georgia erlangten die Demokraten die absolute Majorität für die Staatslegislatur- dadurch ist auch die Wahl eines demokratischen Senators gesichert. Shanghai, 5. October. Meldung des Bureau Reuter. Briefe aus Tientfin vom 1. October melden, dort seien Berichte eingegangen, wonach in der Mongolei ein Aufstand ausgebrochen sei, zu deren Unterdrückung Truppen von Peking entsandt worden seien- auch im kaiserlichen Palast zu Peking seien ernstliche Unruhen entstanden- viele Europäer begeben sich aus der Umgegend nach Tientfin. Shaugai, 5. October. Meldung des Bureau Reuter. Frachtcontracte für Chefoo und Tientsin werden von den hiesigen Chinesen annullirt infolge des Gerüchts, daß die Japaner die Blokade dieser Plätze planen. Mehrere japanische Kriegsschiffe kreuzen bei Wei Hai-Wei, nähern sich Nachts der Küste und stechen bei Tagesanbruch wieder in See, um die chinesische Flotte zu verhindern, Port Arthur zu verlassen. Depeschen M Bureau .Herold". Berlin, 5. October. Dem „Localanzeiger" wird auS Petersburg gemeldet, daß der Zustand des Czaren sehr gefährlich geworden sei. Der Czar soll einen neuen Schlag» aufall erlitten haben. Berlin, 5. October. Die „Nordd. Allgem. Ztg." theilt mst, daß sich Caprivi heute zum Vortrag beim Kaiser nach HubertuSstock begeben hat. Berlin, 5. October. Die „Post" bezeichnet die Mittheilungen der „Deutschen Tabakzeitung" über die künftige Bemessung der Steuersätze für Cigarren und Rauchtabak alS unrichtig. Berlin, 5. October. Nach einer Meldung der „Nordd. Allg. Ztg." gelangten heute im BundeSrath die ersten Specialetats des ReichshaushaltS-Voranschlags für 1895/96 zur Vertheilung. Es find dies die Etats des Reichskanzlers: Reichsjustizverwaltung, Reichseisenbahnen, Reichsdruckerei. Berlin, 5. October. Die Conferenz für die Erörterung der Maßregeln gegen den unlauteren Wettbewerb wird fortgesetzt. Die Sachverständigen halten die Entschädigungspflicht für wirksamer als Strafandrohungen. Die Vorschläge der Regierung sind für die Bestrafung des unlauteren Wettbewerbes. Berlin, 5. October. Wie aus Blankenburg a. H. gemeldet wird, ist dem dortigen Magistrate die Mittheilung zugegangen', daß der Kaiser daselbst am 26. dö. Mts. zur Jagd eintreffen werde. Berlin, 5. October. In der nächsten Woche wird, bestem Vernehmen nach, die Drucklegung des Familienrechts erfolgen, so daß der Reichstag bei seinem Zusammentritt auch diesen Theil des bürgerlichen Gesetzbuchs bereits fertig vorfinden dürfte. Berlin, 5. October. Heute tagte hier eine Brauerei- arbeiter-Verfammlung. In derselben wurde einstimmig zu erkennen gegeben, daß die bedingungslose Wiedereinstellung der Ausgesperrten gewünscht wird. An der Boycottunterstützung sei absolut nichts gelegen. Berlin, 5. October. Zu der Untersuchung gegen die verhafteten Unteroffiziere der Oberfeuerwerkerschule schreibt die „Magdeb. Ztg.": „Der Garnisonauditeur Dr. Höbel aus Berlin, der die Untersuchung gegen die auf der Citadelle inhaftirten Feuerwerksschüler führte, ist gestern Morgen von hier wieder nach Berlin abgereist. Wie es heißt, wird er dort seiner vorgesetzten Behörde Bericht erstatten, um dann in den nächsten Tagen hierher zurückzukehren. Es ist hier allgemein die Ansicht verbreitet, daß vielleicht schon in den nächsten Tagen eine Entlassung der Feuerwerksschüler erfolgen dürfte. Bestimmtes läßt sich aber darüber nicht mittheilen, da von amtlicher Sette keine Auskunft gegeben wird. Die über den Gang der Untersuchung von verschiedenen Blättern mitgetheilten Einzelheiten beruhen auf bloßen Vermuthungen." Frankfurt a. M., 5. October. In einem Berliner Drahtbericht versichert die „Franks. Ztg.", daß die Noth- Wendigkeit für die Einsetzung einer Regentschaft in Petersburg in kundigen Kreisen anerkannt werde. Köln a. Rh., 5. October. Ein Petersburger Telegramm der „Köln. Ztg." meldet, bereits seit 4 Tagen fehle jegliche amtliche Nachricht über das Befinden des Czaren. Keine Zeitung dürfe irgend eine eigene Mittheilung über den Kaiser bringen, sondern solche nur wörtlich dem Regierungsblatte nachdrucken. Selbst jedes Beileidswort als Zusatz sei verboten. Dieses gänzliche Schweigen leiste den zahlreichen die Residenz durchlaufenden Gerüchten arg Vorschub und lasse die Schlußfolgerung laut werden, das Befinden des Czaren sei nicht befriedigend, denn eine eingetretene Besserung würde der osficielle Telegraph sicher gemeldet haben. Breslau, 5. October. Die Nachricht, daß den Offizieren der Besuch der „Weber"-Vorftellung im Deutschen Theater in Berlin verboten sei, wird von der hiesigen Com- mandantur als unrichtig bezeichnet. Wien, 5. October. Demnächst wird ein Kriegsschiff nach Ostasien gehen, um die Interessen der österreichischungarischen Staatsangehörigen in den chinesischen Hafenplätzen zu schützen. Wien, 5. October. Der Jungczeche Pacal brachte in der heutigen Delegationsfitzung zahlreiche Fälle von Soldatenmißhandlungen zur Sprache. Es sei bedauerlich, daß dieselben vom österreichischen Kriegsmtnister beschönigt werden. Er solle sich lieber ein Beispiel an dem Deutschen Kaiser nehmen und dessen abfällige Aeußerungen über Sol- datenmißhandlungen beherzigen. Budapest, 5. October. Heute fand die Fortsetzung der Debatte über den Gesetzentwurf, betreffend die freie Religionsübung, statt. Für den Gesetzentwurf erklärten sich Bischof Pap und Baron Pronyau, gegen denselben Graf Zichh. Linz, 5. October. Gestern brach bei der von der Wolfsegg - Traunrhaler Kohlengewerks - Gesellschaft unternommenen Tiefbohrung auf GaS infolge des massenhaft aus- strömenden Gases ein großes Feuer aus. Alle Baulichkeiten wurden zerstört, nur das Bohrloch blieb intact. Bern, 5. October. Auf dem in nächster Zett tu Biel stattfindenden socialdemokratischen Parteitage soll eine Resolution gefaßt werden, welche für die Verstaatlichung der Eisenbahnen eiutritt. Rom, 5. October. Die Absetzung deS Kaisers von China wird von der osficiösen „Riforma" als bevorstehend bezeichnet. Als Nachfolger gilt der Onkel deS Kaisers, Ku n g. Triest, 5. October. Nach einer Meldung des römischen Blattes „Piccolo" soll der Gesundheitszustand der Königin Margherita zu wünschen übrig lassen. Der Prinz von Neapel hat die Königin in Neapel ausgesucht, um sich über ihren Gesundheitszustand Gewißheit zu verschaffen. Paris, 5. October. Der „Matin" meldet, daß der englische Gesandte in Peking, O. Conor, russische In- triguen entdeckt hat. Rußland soll der chinesischen Regierung seinen Schutz gegen Japan angeboten haben. Zur Bedingung wurde gemacht, mehrere koreanische Häfen besetzen zu dürfen, um dort russische Seestationen zu eröffnen. England wird jedoch diese Manipulation zu verhindern wissen. Paris, 5. October. Die Gesellschaft, welche sich mit der Fortsetzung der Panama-C-anal-Arbeiten beschäftigt, hielt gestern eine Generalversammlung ab. In derselben wurde constatirt, daß nur ein Viertel des neuen ActiencapitalS auf der Depositenbank eingezahlt worden ist. Paris, 5. October. Man versichert in politischen Kreisen auf das Bestimmteste, daß die französisch-englischen Beziehungen durchaus freundliche seien. Paris, 4. October. Am Sonntag den 14. October wird in Nimes ein großes Stiergefecht stattfinden. Wenn auch diese Vorstellung verboten werden sollte, wird die Verwaltung der Arena den Friedensrichter in Anspruch nehmen und die Angelegenheit vor den Cassationshof bringen, um die Gesetzesauslegung, nach welcher sich die Behörden berufen glauben, die Sriergefechte zu untersagen, zu prüfen. Paris, 5. October. Der Anarchist Devove, welcher kürzlich einen hiesigen Bankdirector aufgefordert hatte, an einer bestimmten Stelle lODOO Frcs. zu hinterlegen, andernfalls sein Haus mittelst Dynamit tn die Luft gesprengt werden würde, ist heute zu zwei Jahren Gefängniß und 150 Franken Geldbuße verurteilt worden. Petersburg, 5. October. Die kaiserlichen Dachten „Polarstern" und „Czarewna" haben Befehl erhalten, nach dem Piräus abzudampfen. Das erstgenannte Schiff soll den Großfürsten Georg nach Kairo bringen, wo derselbe den Winter über Aufenthalt nehmen wird. Die „Czarewna" wird die Czarenfamilie nach Korfu überführen. Die beiden Schiffe vereinigen sich darauf wieder und werden so lange in den griechischen Gewässern verbleiben, bis die kaiserliche Familie ihren Aufenthalt auf Korfu aufgiebt. Odessa, 5. October. Die Regierung hat den Ankauf mehrerer Tausend Pferde für die türkische Artillerie genehmigt. Zur Uebernahme trafen die Obersten Osman Bey und Ali Riza Bey hier ein. totales ttttö prsvinricllc» Gießen, den 6. October 1894. * * Ernennung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. October den Kaufmann Heinrich Schirmer in Gießen zum Handelsrichter an der bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen gebildeten Kammer für Handelssachen mit dem Sitze in Gießen zu ernennen. * * Sitzung des Schwurgericht» der Provinz Oberheffev am 5. Oktober 1894. (Schluß.) Bausch stellte, wie früher, die Beschuldigung in Abrede, behauptete vielmehr, seine Angabe entspreche der Wahrheit- Die Geschworenen (Obmann Herr Dr. August Trapp) konnten sich von der Schuld des Angeklagten nicht überzeugen, verneinten demgemäß die ihnen vorgelegten, den Thalbestand des Meineids und fahrlässigen Falscheids enthaltenden Schuldfragen, worauf die Freisprechung des Angeklagten erfolgte. * * Sitzung deS Schwurgerichts der Provinz Oberheffen am 6. Oktober. Zur Verhandlung kam heute als letzte in dieser Session die am 28. v. Mts. nach Schluß der Beweisaufnahme auf heute vertagte Strafsache gegen Ludwig West er weller von Burkhards wegen Urkundenfälschung und beziehungsweise Betrugsversuchs. Die Staatsanwaltschaft war vertreten durch Großh. Staatsanwalt Jöckel, die Der- ^heidigung des Angeklagten führte wieder Herr Rechtsanwalt Hirschhorn, die Geschworenenbank wurde gebildet von den Herren Emanuel Loeb, Heinrich KeutzerIII., Anton Rompf VII., Philipp Blecher II., Emil Fischbach, Wilhelm Grieb II., Karl Flach III., Andreas Lepper III., Heinrich Schmalbach IV., Hermann Reitz, Oberförster Bücking und Johann Heinrich Jhring. Bezüglich des Sachverhalts können wir auf unseren Bericht vom 28. v. Mts. Bezug nehmen. Die Verhandlung war damals vertagt worden, weil sich Momente dafür ergeben hatten, daß mit der dem Angeklagten zur Last gelegten schweren Urkundenfälschung abweichend von dem Eröffnungs- beschlusse noch Betrugsversuch ideell concurrire und dteserhalb noch Ermittlungen erforderlich wurden. Die Vernehmung der geladenen Sachverständigen ergab, daß die von dem Angeklagten für seine Arbeiten angesetzten Preise mit Ausnahme eines Postens bedeutend übersetzt seien. Nachdem die Geschworenen, (Obmann: Herr Oberförster Bücking) den Angeklagten nur der einfachen Urkundenfälschung im Sinne des § 267 des Strafgesetzbuchs für schuldig erachtet hatten, erfolgte die Verurtheilung des Angeklagten in eine durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachtende Gefängnißftrafe von zwei Monaten und zwei Wochen. Zugleich wurde der gegen ihn erlassene Haftbefehl aufgehoben. — Hierauf wurden die Sitzungen des Schwurgerichts für dieses Quartal mit dem üblichen Dank an die Geschworenen geschloffen. ** Neues Theater. Wir machen nochmals auf das morgen Sonntag stattfindende erste Auftreten des Herrn Alexander Otto vom Hoftheater in Sondershausen hiermit aufmerksam. Der Künstler wird in der Rolle des Dr. Gehring in dem ausgezeichneten Lustspiel „Der Herr Senator" von Schönthau und Kadelburg auftreten, eine Parthte, welche demselben schon sehr viel Lob und Auszeichnung eingebracht haben soll. Die Aufführung findet im Abonnement statt. • * Parlamentarisches. Zur Berathung eines neuen Wildschadengesetzes wird der Gesetzgebungs-Ausschuß am 27. d. Mts. zusammentreten. * • Die EuthülluugSfeier des Grabdenkmals für den verstorbenen Gründer des Hessischen Landes-Lehrervereins, Joh. Schmitt, findet Samstag den 20. October, Mittags 3 Uhr, auf dem Darmstädter Friedhof statt. * * Thierfchutz. Die 20. ordentliche Hauptversammlung deS Thierschutz-Vereins für das Großhcrzogthum Hessen findet Mittwoch den 7. November im Gasthaus „Zur Stadt Kassel" in Vilbel mit folgender Tagesordnung statt: 1) Protokoll der letzten Hauptversammlung. 2) Rechenschaftsbericht für 1894. 3) Rechnungsablage für 1893. 4) Kassenbericht für 1894. 5) Voranschlag für 1895. 6) Anträge des Ausschusses. 7) Etwaige Anträge der Mitglieder. * * Der Getreidemarkt. In der abgelaufenen Berichtswoche waren keinerlei nennenswerthe Veränderungen auf dem Getreidemarkt zu verzeichnen. Im Weizen und Roggen herrschte im Allgemeinen große Verkehrsstille bei ungefähr denselben Durchschnittspreisen wie in der Vorwoche- die hie und da ftattgefundenen bedeutenden Realisationen in diesen Artikeln haben keine nachhaltigere Belebung des Geschäfts zu bewirken vermocht. Von den ausländischen Märkten lagen keine sonderlich anregenden Berichte vor. Im Hafer zeigte sich dagegen eine weitere kleine Preissteigerung, wozu Deckungsfragen in der letzten September-Woche beitrugen- indessen galt dies nur von feinerer Waare, da geringere Qualitäten vernachlässigt blieben. Preisnotirungen von der Berliner Productenbörse: Weizen pr. 1000 Kilogr. von 120—135 Mk., Roggen von 112—119 Mk., Gerste von 95—180 Mk., Hafer von 107—145 Mk. t Lich, 5. October. Dem Vernehmen nach findet am 16. d. Mts. die Trauung des hiesigen Erbprinzen Karl mit der Prinzeß Emma von Stolberg in Wernigerode statt, worauf dann am 18. d. Mts. der Einzug des neuvermählten hohen Paares Nachmittags gegen 4 Uhr in Lich erfolgen wird. Der Empfang durch hiesigen Stadtvorstand wird am Butzbacher Thor stattfinden, Festreiter hingegen werden dem Zuge vorher entgegenkommen und denselben ins Schloß geleiten, während sämmtliche Vereine, die Schulklassen und Festjungfrauen in den einzelnen Straßen der festlich geschmückten Stadt Spalier bilden werden. Abends gegen 8 Uhr findet dann ein großer Fackelzug mit einem Mufik- corps an der Spitze statt, woran sich wieder der Stadtvorstand und sämmtliche Vereine betheiligen werden. Den Schluß dieses Festtages werden allgemeine Tanzvergnügungen in verschiedenen Localen der Stadt bilden. O Elpenrod, 5. October. Wennschon Gewitter um diese tfeit des Jahres zur Seltenheit gehören, so kommt es wohl doch noch seltener vor, daß diese von einer H efti g keit wie im Hochsommer und von Blitzeinschlägen begleitet sind. Bei dem letzthin überall in Oberhessen auftretenden Gewitter wurde auch unsere Gemarkung von solchem heimgesucht und mit wolkenbruchartigem Regen überschwemmt. Dabei fuhr ein Blitzstrahl in die auf dem höchsten Punkte des Ortes stehende Kirche. Wohl zündete der Strahl glück- ltcher Weise nicht, richtete aber in dem 300 jährigen Bau arge Verwüstung an. Der Blitz war vom Kreuz des Thurmes, das er schief gebogen, in den Thurm gefahren, hier mehrere starke Balken zersplitternd. Vom Thurme aus nahm er seinen Weg über die Nordsette des Daches, von der er fast alle Schtesersteine riß und fortschleuderte, in das Innere der Kirche. Hier riß er einige Balken an der Decke auf, so. daß dieselbe an verschiedenen Stellen herunterbrach. Zu verwundern bleibt es, daß sowohl die im Thurme befindlichen Glocken, wie die Orgel völlig unversehrt geblieben sind. B. Aus dem Kreise Büdingen, 5. October. Unsere Ob st pro ducent en fangen an, bte Aepfel, welche sie nur zu schlechten, oder doch zu sehr geringen Preisen versilbern könnten, in Obstwein zu verwandeln, und ihn zu verkaufen, oder als Haustrunk fürs nächste Jahr aufzu- heöen. Beides ist sehr löblich- schon vor Jahren ist es in i dieser Zeitung dringend empfohlen worden. In der Regel muß, wenn solche neue Betriebe oder Verwendungswetsen zur Anwendung kommen, Lehrgeld bezahlt werden, weil die Leute entweder nicht sorgfältig genug verfahren, oder noch nicht genügend eingeschult sind. Verluste sind dabei unvermeidlich und das macht die Leute, die sich doch nur selbst verantwortlich machen sollten, mißmuthig und sie verurtheilen dann den neuen Betrieb. So ist dem Nachbar des Einsenders ein ärgerliches Mißgeschick widerfahren. Er hatte sich ein stattliches Faß Obstwein hergeftellt und spundete es, obgleich die Gährung noch nicht vorüber war, fest zu. In der vergangenen Nacht hörte man im Keller einen dumpfen Schlag. Als nichts weiter darauf vernommen wurde, legte man der Sache keine Bedeutung bei. Heute Vormittag kam der Nachbar in den Keller und fand, weshalb es gestern Abend so dumpf gepoltert hatte. Das Apfelweinfaß war zerplatzt und der schöne Trank war fast bis auf den letzten Tropfen in den Keller gelaufen. Zwei Dinge kann der freundliche Leser daraus lernen, nämlich: Weinfässer und Gefäße überhaupt, in denen Flüssigkeiten gähren, darf man nicht fest zuschlagen, denn die Kohlensäure, welche sich noch fortwährend entwickelt, ist im Stande, die Gefäße zu zersprengen, oder die Spunden hinauszutreiben und die Flüssigkeit aus dem Gefäße zu schleudern. Das Zweite: Wenn es jm Keller einen dumpfen Schlag thut, einerlei bei Tag oder bei Nacht, soll man nachsehen, was die Ursache ist, in den meisten Fällen wird man etwas verbessern oder etwas retten können. Probatum est! Mainz, 4. October. Zur Erbauung einer zweiten evan- gelischen Kirche sind im Ganzen 5 Pläne eingelaufen. Das Preisrichter-Collegium hat keiner der Arbeiten den ersten Preis zuerkannt, da keine der Arbeiten genügend durchgebildet war. Prämiirt wurden indessen in erster Linie die Pläne der Herren Prof. Otzen Berlin und Baurath Krehßig in Mainz, in zweiter Linie Prof. Neckelmann in Stuttgart, zur Erwerbung empfohlen wurden die Pläne der Herren Baurath Schwechten in Berlin und Schwarze- Darmstadt. Bei allen Plänen wurde die vorgeschriebene Bausumme von 700000 Mark überschritten. j Vermehr, Canb» unfc Volksrorvth schaff ! totere, 6. Octbr. Marktbericht. Aut dem heutigen WochrnuE kostete: Butter pr. Pfd. -.90—1,10, Hühnereier pr. Stück 7 4, 2 Stück 214 H, ftSfe pr. St. 4-8 4, Äk.lenatte pr. St. 8 4, Erbsen pr. Ater 17 4, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr* Baar JL 0,60-0,75, Hühner pr. Stück 0,90—1,20, Hahnen or. St. X 0,50-0,85, Enten pr. St. JS. 1,60 bis 1,90, OchsevKisch vr. Md 74—78 4/ Kuh- u. Rindfleisch pr. Md. —70 4, Schweims fleisch pr. Md. 66-76 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 68-70 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 58—68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50—6,00 -W, Weißkraut pr. Stück--4, Zwiebeln pr. Cartner 3,80-4,00 Jl, Milch vr. Liter 16 - 20 4 Enteneier 2 St. — 4, Gänseeier — 4, Zwetschen pr. Ctr 3,00—4.00 Brodpreise vom 7. October bis 21. October 1894. Der hiesigen Bäcker 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod . bet Carl Wallenfels II. * 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod . . . . bei Carl Wallenfels II..... 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod . . . . 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod . . 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot» . 2 Kg. (4 Pfd.) „ . . . . 3 Kg. (6 Md.) „ . . . 2 Kg. (4 Pfd.) Kornbrod b. Wilhelm Amend 24 Pfg. 25 „ 48 50 22 44 20 40 60 38 w n- w w w w ■ If Der auswärtigen Bäcker. u. u. Schmitt v. Gr.-Linden 34 2 Kg. (4 Pfd.) 22 Pfg. 36 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod bet Aug. Deibel von Wteseck 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod bei Gg. Ant. Heuser und Dern n Schmitt von Gr.-Ltndm 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» b. Gg. A. Heuser und Dern Gust. Jacobi v. Alten-Buseck 40 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) b. Balth. Christ Ww. v.Wieseck 60 „ I- K. Belte von Lang-,Göns 36 „ F. Schön v. Ruttershausen u. W. Weitzel v. Lang-Göns 38 Aug. Detbel von Wteseck u. 1 2 1 2 Kg. (2 Pfd. Kg. (4 Pfd. Kg. (2 Pfd. Kg. (4 Pfd. Der Brodverkärrfer. Wetßbrod . . . . Wetßbrod . . . . Schwarzbrod . . . . Schwarzbrod . . . . Gießen, den 7. October 1894. 22 Pfg 44 „ 20 , 40 „ Vermischtes * Berleburg, 4. October. Gestern verbrannte in Girkhausen ein vierjähriges Mädchen. Dasselbe war einem Feuer auf dem Felde zu nahe gekommen, die Kleider des Kindes geriethen in Brand, und obgleich der Bruder des kleinen Geschöpfes das Feuer zu ersticken suchte, schlugen die Flammen, als die Kinder in ihrer Angst nach dem Dorfe eilten, vom Winde aufs neue entfacht über dem Mädchen zusammen, und ehe Hilfe herbeikommen konnte, war das be- dauernswerthe Kind eine Leiche. * Dom Harz, 3. October. Hier herrscht seit einigen Tagen starkes Schneetreiben bei heftigem Nordwestwtnd. Auf dem Brocken liegt der Schnee bereits 15 cm hoch und dürste vorerst liegen vletben, da das Thermometer 2 Grad unter Null zeigt. * LaudSberg a. d. Warthe, 5. October. Der Mühlenbesitzer Horn von der Vietzer Grabenmühle wurde von seinem Sohne erschossen. * Memel, 3. October. Bei dem Bahnhof Prökuls überfuhr ein Personenzug zwei anscheinend betrunkene litauische Frauen. Beide waren sofort tobt. * Budapest, 4. October. Als ein neu errichteter Aufzug in der hiesigen Escompte-Bank probirt wurde, riß plötzlisch das Seil, so daß zwei in dem Fahrstuhl befindliche Arbeiter mit demselben in die Tiefe stürzten und einen dritten Arbeiter unter sich begruben. Alle drei sind tödtlich verletzt worden. Citeratur uufc Aunst. — Die großstädtische Feuerwehr hat heute einen Grad der Vollkommenheit erreicht, der Jeden geradezu überraschen wird, der Gelegenheit hat, einen Pergleich zwischen heute und der Zeit vor kaum drei Jahrzehnten anzustellen. Die bekannte vorzügliche Familten- Zeitschrist .Zur gute« Stunde^ (Berlin W., Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Preis des Vterzehntagsheftes 40 Pfg.) veranschaulicht in Bild und Wort, mit welchen Mitteln und welcher virtuosen Tüchtigkeit die großstädtische Feuerwehr der Gegenwart arbeitet und bet welchen Gelegenheiten sie ihre Thätigkeit entfaltet. Und das ist charactertstisch für die meisterliche Organisation und Ausbildung der nach Berliner Muster auf der Höhe stehenden Feuerwehr, daß die Nothsälle, in welchen die Feuerwehr Hülfe bringt, geradezu unzählbar sind und sich keineswegs auf Brände allein beschränken. Wir empfehlen den fesselnden Artikel der Beachtung Jedermanns und verweisen zugleich darauf, daß diesem einen Beitrage des neuen (2.) Heftes von „Zur Guten Stunde" sich weitere von kaum geringeren Interesse anretyen. — Io«r«alpreise. In einem „Die illustrirten Zeitschriften und die Colportage" betitelten Artikel schreibt die „Franks. Zeitung" u. A. folgendes: Ein Hdner wirthschafilicher Kampf spielt sich gegenwärtig zwischen den Verlagshandlungen einiger der verbreitetsten deutschen Unterhaltungs-Journale und dem Zwischenhandel ab, welcher die letzteren dem Publikum vermittelt. Von dem Verkaufspreis dieser Journale, welcher 30 Pfennig beträgt, war seither den Sortiments- und Colportagehandlungen ein entsprechender Rabatt eingeräumt worden, mit welchem eine Anzahl der letzteren nicht mehr bestehen zu können erklärte. Um also die Gewährung eines höheren Rabattes zu erreichen, versuchte ein Theil der Zwischenhändler die Verleger zu bestimmen, den Preis der Journale für das Publikum zu erhöhen Die Verleger, welche glaubten, daß die Leser ihrer Journale die angesonnene Preiserhöhung nicht gutheißen würden, weigerten sich einmülhig, bis sich jetzt doch eine Berliner Verlagsfirma zu dem Versuche bereit fand, ein illustrirtes Journal von annähernd gleicher Beschaffenheit wie die bestehenden Dreißig- Pfennig-Journale (Buch für Alle usw.), aber zum Preise von 40 Pfennig zu gründen und nunmehr dem Zwischenhandel den verlangten höheren Rabatt zu bewilligen. Den Colporteuren wäre ja eine Erhöhung ihres Verdienstes wohl zu gönnen, ob aber das Publikum geneigt ist, wesentlich höhere Preise für seine Leclüre zu zahlen, ob nicht also die Zahl der Abnehmer der Journale sich vermindern werde, dies ist eine im Interesse der Colporteure selbst wohl auszuwerfende Frage. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Attszug aus den Stanöesamtsregiftern der Stadt Gießen. September: 29. Justus Fink, Kreisbauaufseher-ASpirant dahier, mit Karoline Henriette Dörr Hierselbst. October: 1. Heinrich Dauth, Taglöhner zu Mittel-Gründau, mit Margarethe Lohn hier selbst. 1. Heinrich Engelhard, Fußgendarm zu Rotenbrrg a. d. Fulda, mit Susanne Blömeken von Königsberg, Kreis Biedenkopf. 1. Georg Heinrich Diehl, Bezirksfeldwebel zu Alsfeld, mit Marie Kratz zu Ober-Ohmen. 2. Heinrich Georg Philipp Wilhelm Fillmann, Kaufmann dahier, mit Marie Wilhelmine Anna Franziska Junker von Wallertheim. 2. Karl Ludwig Kolb, Knecht von Geilshausen, mit Anna Elisabeth« Thorn von Dornholzhausen. 4. Johannes Marker, Taglöhner zu Billertshausen, mit Elise Becker daselbst. 4. Karl Heinrich Emil Lehrmund, Lackirer dahier, mit Anna Helena Durian, geb. v. Moselweiß. 4. Johann Paulus Gehrlicher, Küfer dahier, mit Mathilde Schwab dahier. Eheschließungen. October: 3. Karl Ludwig Wilhelm Georg Louis Heyer, Oberförster zu Beerfelden i. O., mit Amalie Rosalie Sophie Groos hierselbst. Gedorene. September: 24. Dem Hilfsheizer bei den Oberhesflschen Eisenbahnen Heinrich Luft ein Sohn. 25. Dem Cultur-Techniker Albert Cullmann ein Sohn. 26. Dem Fuhrmann Heinrich Babuin ein Sohn, Heinrich. 26. Dem Omnibus-Conducteur Adolf Schwan eine Tochter, Wilhelmine Emilie Elise. 27. Dem Schlosser Joseph Pölln- hofer ein Sohn. 27. Dem Schlosser Wilhelm Klöß eine Tochter. 27. Dem Taglöhner Heinrich Braun eine Tochter, Anna Theodore, r 27. Dem Bahnarbeiter Philipp Balser eine Tochter, Margarethe. 28. Dem Schneidermeister Peter Joseph Jakobi ein Sohn, Emil. 28. Dem Wcrkführer Wilhelm Werner eine Tochter, Emma. 28. Dem Universitäts-Gärtner Friedrich Rehnelt eine Tochter, Elisabeth Agnes Minna. 29. Dem Hauptmann a. D. Carl Kramer ein Sohn, Ludwig August Theodor Curt. 30. Dem Schaffner bei der Main-Weser- Bahn Johann Heinrich Preis ein Sohn, Otto Heinrich Georg, f October: 1. Dem Kutscher Johann Bernhard Westbrock eine Tochter, Rosalie Luise. 1. Dem Kaufmann Leopold Sonneborn eine Tochter, Auguste Anna. 2. Dem Premierlieutenant Alfred von CarlShausen eine Tochter. Odtotbeiti. October: 2. Rendant Johannes Fischer, 60 Jahre alt, Großh. Districtseinnehmer dahier. 2. Karl Friedrich Stumpf, 3 Monate alt, Sohn von Schuhmacher Karl Stumpf dahier. Auszug aus deu Rireheuhuchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getränte. JohanneSgemeinde. Den 3. October. Carl Ludwig Wilhelm Georg Louis Heyer, Oberförster zu Beerfelden, und Amalie Rosalie Sophie Groos, Tochter des Rentners Carl Groos zu Gießen. Getanste. Mattbäusgemeinde. Den 30. September. Dem Kaufmann August Philipp Rinn ein Sohn, August Ludwig, geboren den 18. September. Denselben. Dem Dachdecker Wilhelm Schneller eine Tochter, Auguste Elisabeth, geboren den 15. August. Markusgemeinde. Den 30. September. Dem* Schlosser Rudolf Louis Gustav Tellmavn eine Tochter, Adele Friederike Gertraud, geboren den 21. August. Lukasgemeinde. Den 30. September. Dem Lokomotivheizer Johann Michel eine Tochter, Maria Katharina, geboren den 27. August. Johannesgemeinde. Den 30. September. Dem Installateur Julius Dickorö eine Tochter, Gretha Clara Adele, geboren den 12. September. " Denselben. Dem Schutzmann Ferdinand August Link ein Sohn, Carl August, geboren den 17. Juli. Militärgemeinde. Den 30. September. Dem Feldwebel Peter Nicklas ein Sohn, Heinrich Ludwig, geboren den 29. August. Den 2. October. Dem Oberst und Regimentscommandeur Johann von Rosenberg eine Tochter, Amy Donata, geboren den 7. August. Vormittags Vormittag? um Segen LIPTON8 weltberühmter THEE 8269 General-Agenten: Gebrüder Hollstein, Breme« 8101* Fein möblirtes Wohn- und Montag Abend: Arnold. 8163 Seltersweg 39 miethen. Frankfurterstraße 61. b. Bl. sub G. 8238. 8238 miethen. Mäusburg 9. Frankfurter Börse vom 5. October 1894. Täglich frischer Most 8268 Metzger Seng 1887 4o/o HamburgerHyp.Bk.unk.b.190) 99. 31/2% Frankfurter HyP. Bk. 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October._______________________ Geldsorten en,’ 16.19 20.34 4.19 «NT Prima Cognac aarantirt französischer Verschnitt, per Ltterflasche JL 2.—, sowie französische Cognacs unter Originaloerschluß in verschiedenen Preislagen. 4y24 E. Dort, Wallthorstratze 45. hl. Communion; 7 1 4.15 | Americ. -.-14.167, Abenbeourser 288.75 150101 Oesterr. Eredit-Actien Barometerstand. 5 L. MM nn MM Thermometer: min. 4- 8> R., max. 4- 9° R. Hygrometer: Frucht. Regen. leetrUng: Dir punktirte Vini« hei der Barometerscala gibt den Stan» des vorhergehenden Tage» an. s e zfämmtliche Neuheiten 8210 Todes-Anzeige Für Giessen, den 6. October 1894. 8271 8227 8265 “"'"c1118 H. Rübsainen, Giessen Strümpfe, Kniewärmer rc-^ in anerkannt guten Qualitäten zu billigen Preisen. 8208 Die trauernden Hinterbliebenen. Achtungsvoll 8262 Die trauernden Hinterbliebenen Heinrich Schmidt, Schneider. Frau Marg. Schmidt, geb. Gerhard. empfehlen 8240 <1111 7. October d. .T-, Nachmittags 10, aus statt. sagen wir unsern innigsten Dank. Giessen, den 5, October 1894. E. Kess. Sonnenstraße 12. Gießen, 6. October 1894. Die Beerdigung findet Sonntag, 7. Oktober, Nachmittags 31/2 Uhr vom Sterbehause, Maigasse 11, aus statt. ♦ 8040 Steins Saalbau. a (Direction: Adam Reiners ) T Sonntag den 7. Oktober 1894 Giessen, den 5. October 1894. Die Beerdigung findet Sonntag, um 4 Uhr vom Sterbehause, Westenlage Hmen-Cmskltim. Weiß-, WM u. Ittoi Kürschnerei und WühenfaöriK Scheel & Oomp Seltersweg. Mäntel, Kaveloks, > Haus- und Straßen- Joppen, Mafferdichte Gummi -Kegenröcke. Für Jäger: Komplette Iagd-Anzüge, Mäntel, Joppen, Gamaschen, Schuhe, wollene Westen, in 2)amen und Minder tänfection, Kleiderstoffen u. &feidenu)aaren empfiehlt in reichhaltiger KusiDahl Mein nächster Kleidercnrsus beginnt Anfangs Januar. Rcbedim 1 Ä. Scheyb«. — Druck rotb verirr der Brühl'schen Druckerei Heureka- / 5 sowie alle sonstigen Unter kleiderin Hemden, Hosen Jacken und Socken. 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I Tüchtiae Waschfrau sofort gesucht. Näh. Vordere Lahnbleiche. Heute Morgen ^3 Uhr verschied nach”langem ^Leiden inMer neuen Klinik „Gymnasiast jOtto Schneider 19 Jahre alt, aus Stornfels bei Schottens Die Leiche wird in die Heimath verbracht. Die trauernden Hinterbliebenen. I18&T* Wer schnell und mit geringsten Kosten Stellung finden will, verlange c ■ << • ■ •, , . ' ° » per Postkarte die „Deutsche Vacanzen, -bie allemrge Jnhaberm .des Systems Chronsetz post" in Etzlingen a. R. [4955 , IW ? Neues Theater, Giessen ♦ . L V8^4V Bahnhofstraße 61, part.