1894 DienStt, den 7. August Erstes Blatt Nr. 182 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren Gratisbeilage: Hießener Kamitienökätter Astntlicher Theil Summe der Ausgabe 278801.45 und 3341.14 282142.59 278801.45 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borin. 10 Uhr. Die Die 2508.33 1508.30 124.80 372.05 182667.50 74143.42 1264.14 2077.- Betrag 34841.55 1589.— 210000.— 4667.99 999.62 27833.— 1421.— 689.60 100.83 4158.35 2300.— 18.70 11000.— Vierteljähriger Abounemcntspreis: 2 Marl 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogett 2 Marl 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SLutstratze Zlr.7. Fernsprecher 51. Gießen, den 16. Februar 1894. Der Rechner der Provinzialkaffe für Oberheffen. (gez.) Grüneberg. Rendant. Rubr. No. 1. 2. 3. Abschluß. Gesammt-Einnahme beträgt Gejammt-Ausgabe beträgt Summe der Einnahme 282142.59 Ausgabe. Berlin, 4. August. Das HauS Kochstraße 63, in dem sich die Buchhandlung von Mittler u. Sohn befindet, wird seit einigen Tagen polizeilich überwacht, weil der Geschäftsinhaber einen Drohbrief, aus einem kleinen Orte bei Elberfeld datirt, erhalten hat, worin eS heißt, das HauS werde in die Luft gesprengt werden. Unterzeichnet war der Brief : „Das Anarchisten-Comits." Man glaubt, die Drohung sei dadurch veranlaßt, weil die Buchhandlung eine gegen den Anarchismus gerichtete Schrift vertrieben hat. Berlin, 4. August. In einem längeren Artikel legt die „Nordd. Allg. Ztg." dar, daß die Socialdemokratie, gleichwie der Anarchismus stets bereit sei, den Weg des gewaltsamen Umsturzes zu beschreiten, sobald sie des Erfolges sicher sei. Demgegenüber seien die bestehenden Gesetze nicht ausreichend zu einer wirksamen Bekämpfung der socialrevolutionären Agitation. In Preußen würde letztere wesentlich gefördert, wenn daS Vereinsrecht dem in anderen Bundesstaaten, wie Sachsen und Hamburg, giltigen Rechte consorm gestaltet würde. Die „Nordd. Allg. Ztg." glaubt annehmen zu dürfen, daß die Absichten der Regierung auf eine solche Abänderung des Versammlungsrechts gerichtet sind, daß eine practisch brauchbarere, mehr die Bedürfnisse der Gegenwart treffende Gestalt gewonnen würde- eine solche Gesetzesvorlage dürfte in Preußen vermuthlich auf ein bereitwilliges Entgegenkommen des Landtages rechnen. Berlin, 4. August. Ueber das gegen den Kanzler Leist und den Affeffor Weh lau schwebende DiSciplinarverfahren wird der „Voff. Ztg." von sonst gut unterrichteter Seite mitgetheilt, daß nach Ablauf der Gerichtsferien gegen beide Anklage erhoben werden wird. Wittenberg, 4. August. Gegen dreihundert Fest- j gäste, Damen und Herren, welche an der Jubiläumsfeier in Halle theilgenommen hatten und unter denen sich auch Professor Julius Oppert aus Paris befand, trafen, mit dem Rector magnificus Professor Beyschlag an der Spitze, heute mittels Sonderzuges zum Besuche hier ein. Bürgermeister Grosse begrüßte die Gäste am Bahnhofe mit einer Ansprache, in der es u. A. heißt: „Die Universität Halle trägt noch den Namen Wittenberg mit in ihrem Schild, sie trägt und pflegt aber auch Wittenbergs Geist, sie hält treue Wacht an den Schätzen evangelischen Glaubens, evangelischer Lehre, evangelischer Wissenschast. Neidlos blickt Wittenberg hinüber nach Halle, neidlos und noch viel mehr dankbar für all den Segen, der von dort auch auf uns gekommen ist. Seien I Sie uns denn hier herzlich willkommen- wir danken für die I hohe Ehre, die unserer Stadt durch Ihren Besuch geworden I ist, daß die alma mater die mater nicht vergessen hat, und I wünschen von Herzen, Sie möchten alle an den geweihten I Stätten, die Ihrem Herzen längst theuer, gesegnete Feier halten." Später fand ein Frühstück statt, zu welchem die I Stadt Wittenberg eingeladen hatte. Arr-land. Rom, 4. August. Die Erhebungen des Kriegsministeriums ergaben, daß es sich bei dem am 30. Juli aus Bustoarsizio gemeldeten Vorfälle, wo der Trompeter Muracchioli mehrere Soldaten anschoß und sich selbst tödtete, um die That eines Wahnsinnigen handelte. Auch bei dem Vorfälle in Garessio ist von einem Complott keine Rede, da zwei Soldaten durch einen einzigen Schuß verwundet wurden, der wahrscheinlich durch Zufall gefallen. Paris, 3. August. Caserio, der verruchte Mörder des unglücklichen Car not, ist am vergangenen Freitag vom Lyoner Gerichtshöfe auf Grund des auf Schuldig unter Ausschluß mildernder Umstände lautenden Wahrspruches der Geschworenen zum Tode verurtheilt worden. In allen Theilen der gebildeten Welt, in denen seinerzeit die Schreckenskunde von der Blutthat in Lyon mit Entsetzen und Enttüftung vernommen wurde, wird man die Nachricht von diesem Urtheile des Lyoner Gerichtes gewiß nur mit Genug- thuung aufnehmen, denn Caserio hat den Tod zur Strafe für sein fluchwürdiges Verbrechen vollauf verdient. Dabei kann der Verurtheilte nicht den geringsten Anspruch auf irgendwelche menschliche Theilnahme erheben. Er hat sich in dem zweitägigen Processe als so fanatischen Anarchisten bekannt und er ist hierbei mit einem solchen widrigen CynismuS aufgetreten, daß selbst nur von einer Spur von Mitleid sür ein derartiges Scheusal nicht die Rede sein kann. Sicherlich wird darum der Präsident Cafimir-Perier das Uriheil gegen Caserio nur bestätigen, zumal Castmir.Perier nicht der Mann ist, sich vor anarchistischen Drohungen zu sürchteu. Der Proceß Caserio selbst hat über die Vorgeschichte des Attentats auf Carnot und über letzteres selbst nichts erheblich Neues ge- Deutsches Reich. Darmstadt, 4. August. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog begaben sich heute früh von Jagdschloß Wolfs- I garten aus in Begleitung des Generaladjutanten General- | lieutenant Wernher von Egelsbach ab mittelst Sonderzug I nach Station Bickenbach und trafen um 7 Uhr Vormittags auf dem Heiligenberg ein, um der feierlichen Beisetzung der Leiche des Hochseligcn Prinzen Alexander von Hessen und bei Rhein in dem neu erbauten Mausoleum beizuwohnen. Nach beendeter Feier und im Kreise der hohen Anverwandten eingenommenem Frühstück kehrten Seine Königliche Hoheit I zu Wagen nach Darmstadt zurück und trafen daselbst um 103A Uhr im Großherzoglicheu Schlosse ein. — Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin kamen mit Zug 12 Uhr 2 Min. in Begleitung der Schlüsseldame Frettn v. Grancy und der Hosdame Freiin v. Rotsmann von Wolfsgarten in Darmstadt an. Die Allerhöchsten Herrschaften nehmen im Schloß das Luncheon ein und kehren im Laufe des Nachmittags nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. Berlin, 4. August. Kaiser Wilhelm hat, nachdem er zuvor seiner auf Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel weilenden Familie einen Besuch abgestattet, am Sonntag die angekündigte Reise nach England an Bord der „Hohenzollern" an- getreten. Der diesjährige Aufenthalt des deutschen Herrschers auf englischem Boden trägt keinerlei politischen Character, | er gilt vielmehr neben dem^ Besuche des englischen Hofes hauptsächlich der Theilnahme des Kaisers an den August- Regatten des königlichen Uachtgeschwaders, außerdem wird der hohe Gast eine Parade über die im Lager vom Alder« schot vereinigten Truppen abnehmen. Soweit bekannt, gedenkt der Kaiser zehn Tage in England zuzubringen. — Freiherr Dr. von Stauffenberg, der Führer der deutsch-freisinnigen Partei Bayerns, beging am Freitag sein 60. Geburtsfest unter zahlreichen Bekundungen' Herz- lichster Theilnahme aus den Kreisen seiner Parteigenossen in Bayern und anderen Bundesstaaten. Der wegen seiner persönlichen Ehrenhaftigkeit, seiner versöhnlichen Umgangsformen und seiner politischen Ueberzeugungstreue auch bei anderen Parteien hochgeschätzte Jubilar gehört gegenwärtig bekanntlich nur noch dem Parlamente seines Heimathlandes an, auf seine frühere Wirksamkeit auch im deutschen Reichstage hat Herr v. Stauffenberg schon seit einigen Jahren infolge seiner geschwächten Gesundheit verzichten müssen. — Die mehrtägigen glänzenden Festlichkeiten in Hallte anläßlich der 200jährigen Jubelfeier der dortigen Universität haben am Freitag mit einem Nachmittags den Ehrengästen seitens der Universität gegebenen Festmahle und mit einem am Abend veranstalteten allgemeinen Commers ihren Abschluß gefunden. — Laut Bekanntgabe im „Reichsanzeiger" beträgt der Antheil Preußens an den Erträgnissen aus den Getreide- und Viehzöllen des Reiches für 1893/94 44 876 509 Mk. Von dieser Summe gelangen auf Grund des Gesetzes Huene 29,8 Millionen zur Ueberweisung an die Communalverbände. Berlin, 4. August. Einer der beiden älteren Söhne des Prinzen Albrecht, die zur Zeit in Potsdam beim 1. Garde- Regiment Dienst thun und die Villa Jugenheim bewohnen, wäre dieser Tage beinahe von einem ernsten Unfall be- troffen worden. Der Prinz kam vom Dienste zurückgeritten und kam dabei an einem Neubau am Louisenplatz, der dort als Dienstwohnung für den Commandenr der Landgendarmerie errichtet wird, vorbei. In diesem Augenblick kam von dem Bau ein Mauerstück herabgeflogen und streifte die Brust des Prinzen, der alsbald sein Pferd anhielt und einen Schutz- mann herbeirief, dem er den Mann bezeichnete, von dem der Steinwurf herrührte. Der Schutzmann und später ein Polizeicommissar stellten fest, ob der Stein absichtlich oder nur durch Fahrlässigkeit herabgefallen sei. DaS Ergebniß dieser Feststellung ist bisher nicht bekannt geworden. Besoldungen Diäten und Gebühren Botenlohn und Verkündigungskosten Für Büreaugegenstände und Gerälhschaften Unterhaltung von Kreisstraßen Neubau „ „ Beiträge zu den Kosten der Natural-Ver- pflegungsstationen Kosten des chemischen UntersuchungSamtes Uneinbringliche Posten und Nachlässe Auszuleihende Kapitalien Bekanntmachung. Betreffend: Die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums; hier aus Anlaß des Herbstpferdemarkts zu Friedberg. Der Ortsvorstand zu Friedberg beabsichtigt, mit dem am 23. und 24. October l. I. abzuhaltenden Herbst-Fohlen- und Pserdemarkt eine Verloosung von Pferden, Fohlen und sonstigen Gegenständen zu verbinden. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 12000 Loose zu 1 Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 °/0 des Brutto- erlöseS aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind und zugleich den Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Gießen, am 4. August 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Alle «nnoncM'Burcaux be» In- und AuSlandcS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. dieser besteht in: 1. baarem Vorrath 2. liquidirten Ausständen 3. Vorlagen Gleiche Summe wie oben Verglichen bleibt Rest 3341.14 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 5. 6. 7. 8. 12. Bekanntmachung. Betreffend: Die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Der Vorstand des Gewerbehallevereins in Darmstadt hat darum nachgesucht, in Gemäßheit des § 48 seiner Statuten eine Verloosung von Jndustriegegenständen zu Weihnachten laufenden Jahres veranstalten zu dürfen. Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz hat die nach- gesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 20 000 Loose zu 1 Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 65 0/0 des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständm zu verwenden sind und zugleich den Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Gießen, am 4. August 1894. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. (Sagern._____________________ 21. 22. 23. Der -ießeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Die Gießener Aamlki-nStäUer werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Revidirt, ohne daß sich für den vorstehenden Abschluß eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 21. Juli 1894. Großherzogliche OberMechnungSkammer. (gez.) Korbacher. _________ (gez.) Malsy. In Gemäßheit des Art. 93 bezw. 43 der Kreis- und Provinzialordnung wird der vorstehende Auszug zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 3. August 1894. Der Vorsitzende des Provinzial - Ausschusses der Provmz Oberhessen. v. Gagern. Beiträge der Kreise Kapitalzinscn Prozeßkosten Beitrag aus der Staatskasse Einnahme d. chemischen Uniersuchungsamtes Ersatzposten Zurückempfangene Kapitalien Gießener Anzeiger Keneml-Flnzeiger. Auszug aus der von Großh. Oberrechnungskammer revidirten Rechnung der Provinztalkaffe der Provinz Oberbesien pro 1892/93. Einnahme. Kassenvorrath aus vorhergehenden Jahren Ausstände „ Itersweg 31. tnkmäler in 3589 larheitah iMarmor. Uvis-ä-vis d. Friedhof. nzeigen a.ogiaxxi» Druckiril 188 1. tenform ichmiokroll ib- w* 13. pDjkttD- MtMM »fort grstAg *•*■»** riwi I MeM. Wl/fiqer. x 'de man ü>nz°l- ^«8^22 22 Sfty «& E»en und Holz- w’ Universal- resskasten, Eisen en- Zentrifugal, mph“ No. 34. ster Conatruction 6428 ICO1. ---- Ehorstr. M Halbverdeck, sowie zum raeks unb offene Mdester Aurfich- in- und zwei- Chaiseu- Geis in Vorrath. zeitigt, speciell ist es nicht gelungen, das Vorhandensein von directen oder indirecten Mitschuldigen Caserios bei seinem Verbrechen nachzuweisen. Kurz nach der Verurtheilung Caserios fand in Lyon eine weithin hörbare Explosion statt, sodaß Viele zunächst an ein neues anarchistisches Attentat glaubten. Indessen stellte es sich bald heraus, daß eine Granate aus dem 1870er Krieg, welche in einem Laden der Rue des Feuillantö aufgestellt war, explodirt war- mehrere Personen sind durch die Explosion verunglückt. — Am Freitag ist in Frankreich noch ein zweites bemerkenswerthes Urtheil ergangen. Dasselbe betrifft Cornelius Herz, den Erzgauner in der Panama - Affaire, welcher am genannten Tage vom Pariser Zuchtpolizeigericht in contumaciam zu fünf Jahren Gefängntß und 3000 Francs Geldstrafe verurtheilt wurde. Monsieur Herz wird es unter diesen Umständen natürlich vorziehen, dem Boden seines geliebten Frankreichs auch weiterhin fern zu bleiben. Lyon, 4. August. Caserio wurde nach seiner Verur- theilung gestern sofort in einem Zellenwagen nach dem Ge- fängniß St. Paul gebracht, wo ihm eine Zwangsjacke angelegt wurde. Der Gefängnißdirector fragte den Mörder, was er thun würde, wenn er jetzt seine Freiheit wieder- erhielte, worauf Caserio antwortete: „Ich würde nicht mehr tödten, aber doch Anarchist bleiben!" Seine gestrige Schwäche bei der Rede des Vertheidigers, wo er gelegentlich der Erwähnung seiner Mutter zu weinen begann, bedauert er lebhaft, weil er glaubt, seine Rührung könne ihn in der Achtung seiner anarchistischen Kameraden herebsetzen. Seinem nahen Tode scheint er mit Ruhe entgegenzusehen; er wird wahrscheinlich auch das Caffationsgesuch nicht unterzeichnen. Der Abbe Grassi, der frühere Beichtvater Caserios, besuchte diesen gestern und suchte in ihm die Hoffnung auf Begnadigung zu erwecken. Caserio zuckte hierauf die Achseln und sagte lächelnd: „Ich werde das Schaffst muthig besteigen." London, 4. August. Wie die „Times" aus Tokio melden, haben zwischen den Chinesen und den Japanern neue Zusammenstöße stattgefunden. Die Japaner haben alle Landtruppen zusammengezogen und die Offensive ergriffen. Es verlautet, daß sie einen entscheidenden Sieg über die Chinesen davongetragen haben, doch fehlen noch Einzelheiten hierüber. — Weiter lassen sich die „Times" aus Tientsin berichten, daß der Kaiser von China an alle Militärbehörden Ordre habe ergehen lassen, auf Grund der hundertjährigen Rechte Chinas auf Korea, jedes japanische Schiff, dem chinesische Schiffe begegnen, zu zerstören. Dieser kaiserliche Befehl ist heute den Mächten zugestellt worden. — Die Meldung von der Abberufung des Vicekönigs Lt-Chung-Tschang wird demenrirt. Brüssel, 4. August. An der hiesigen und an der Pariser Börse sind die russischen Papiere gesunken, weil man befürchtet, Rußland möchte sich in den japanisch-chinesischen Conflict einmischen. Chicago, 4. August. Unter der Locomotive eines gemischten Zuges explodirte in der^Nähe der Station Eureka eine Dynauntbombe. Im Zuge befand sich eine Dynamitladung, die glücklicher Weise nicht explodirte. Die Eisenbahn- Gesellschaft glaubt, das Attentat sei begangen worden, um den Zug auszuplündern. Unsere kaufmännische Fachschule. Schon im Jahre 1883 wurden im preußischen Abgeordnetenhause Verhandlungen über kaufmännische Fortbildungsschulen gepflogen, welche aber leider zu dem Resultat führten, daß eine kaufmännische Fortbildungsschule als eine eigenartige Lehranstalt und ein besonderes Glied im Systeme unserer öffentlichen Erziehungseinrichtungen nicht nothwendig sei. Genau 10 Jahre später, es war am 25. Februar 1893, hatten sich die Meinungen und Ansichten des genannten Abgeordnetenhauses vollständig geändert und gelegentlich der Etatsberathung stand im Mittelpunkt der Debatte diesmal die kaufmännische Fortbildungsschule. Ja, der Handelsminister Herr v. Berlepsch versicherte, daß die Neigung des Ministeriums, J>a6 Fachschulwesen des Handelsstandes noch mehr wie bisher zu unterstützen, durchaus vorhanden sei. Er sagt selbst: „Ich kann nur meine volle Zustimmung dazu geben, daß auch die kaufmännischen Fortbildungsschulen erhöhter Pflege bedürfen, denn die Vervollkommnung des Fachunterrichts hat für uns eine große Bedeutung, weil unsere Beziehungen zum Ausland von Jahr zu Jahr sich vergrößern und ausdehnen." Man ist nun all überall zu der Ueberzeugung gekommen, daß es ein bringendes Bedürsniß ist, den den Kaufmannsstand als Beruf wählenden jungen Leuten eine tüchtige Ausbildung angedeihen zu lassen. Zu dem Zwecke ist die Stellungnahme der Prinzipale zur Weiterbildung der Lehrlinge im Laufe der Zeit auch eine andere geworden und muß es noch immer mehr werden, indem den angehenden Kaufleuten, wenn sie eine bestehende Fachschule besuchen, die zur Vervollständigung ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten nöthige Zeit gewährt wird. Leider kommt es immer noch vereinzelt vor, daß Prinzipale die Befähigung derjenigen jungen Leute, welche sich zwecks Erlernung des kaufmännischen Betriebes bei ihnen melden, nicht genügend prüfen, sondern dieselben, wenn sie Söhne achtbarer Leute sind, als Lehrlinge engagiren und sie dann nach Kräften zur Verrichtung untergeordneter Arbeiten benutzen, die eigentlich nur von Laufburschen besorgt werden sollten. Ein Lehrling, welcher in ein solches Geschäft kommt, verliert bald die Lust zu dem erwählten Beruf und beruhigt sich schließlich mit dem Gedanken, daß sein Bildungsgrad ausreiche, für die von ihm zu verrichtenden Arbeiten und alle Lust nach Vervollkommnung und Weiterbildung erlischt bei ihnen vollständig. Hier gilt es also, daß der Herr Prinzipal eingreift und seine jungen Leute anhält, die Fachschulen regelmäßig zu besuchen. Wird in dieser Beziehung gefehlt, so wird aus diesen jungen Leuten in späteren Jahren derjenige Theil der HandlungScommis, die den Arbeitsmarkt überschwemmen und den jungen Kaufleuten, die kraft ihrer besseren Ausbildung in guten Stellungen sich befinden, zur Last fallen oder dieselben aus ihren Positionen durch geringere Gehaltsansprüche zu verdrängen suchen. Daß das Gesagte auf Wahrheit beruht, erhellt am Deutlichsten aus einer Statistik, welche Herr Dr. Max Fuchö, der bewährte Leiter des Kaufmännischen Hilfsvereins zu Berlin, auf Grund seiner Erlebnisse im letzten Jahre aufgestellt hat. Nach dieser haben von 3532 Handlungsgehilfen, die die Vermittlung des kaufmännischen Hilfsvereins in Anspruch nahmen, nur 627 die Berechtigung zum einjährigen Militärdienst erworben, nur 1413 die Buchführung erlernt - von wieder 743 in Braunschweig befindlichen Lehrlingen hatten nur 202 das Einjährigen- zeugntß und 319 erhielten keinerlei Fortbildungsunterricht. So liegen etwa die Verhältniffe in Deutschland, einem nicht unbedeutenden Industrie- und Handelsstaat. Daraus ergeht aber die ernste Mahnung an alle berufenen Factoren, diesem Nothstande nach Kräften abzuhelfen. Es muß daher eine der ersten Aufgaben der Handelskammern und der kaufmännischen Vereine, unter kräftiger Mithilfe der Unterrichtsund Städteverwaltung sein, das kaufmännische Fachschulwesen in einer Weise auszugestalten, daß den jungen Kaufleuten ein wirkliches Fundament gegeben wird, auf dem sie ihre Stellung sicher begründen können. \ Dies einsehend, hat auch in unserer Stadt der Kaufmännische Verein unter Beihilfe der Groß- herzoglichenHandelskammerin lobender Anerkennung , im November vorigen Jahres eine kaufmännische Fachschule ins Leben gerufen. Dank der großen Mühe und rastlosen Thätigkeit des Vorsitzenden des Kaufmännischen Vereins Herrn C. Orbig und seiner Vorstand-Coll-gen kam damit ein längst gehegtes Ideal zur Verwirklichung und zwar mit vorher nicht geahntem Erfolg. Wurden doch im vorigen Winter schon über 100 junge Leute in einfacher und doppelter Buchführung, Wechsellehre, Rechnen und Correspondenz unterrichtet, was nur zu deutlich den Beweis liefert, wie groß das Be- i dürfniß nach einer solchen Anstalt in unserer Stadt war. ' Für den kommenden Wintercursus ist ein noch größerer ! Zudrang anzunehmen, umsomehr als der jetzt bestehende Sommercursus für Terminologie, Schön- und Rechtschreiben von 50 Schülern und der für Englisch und Französisch von 28 Schülern besucht wird. Selbstredend wirkt nun diese neue Anstalt nicht allein nutzbringend für den Kaufmannsstand, sondern auch für Stadt und Staat. Eine Stadt wie Gießen, wo so viel Industrie und Handel getrieben wird, kann eine solche Anstalt nicht mehr entbehren, wenn sich nicht bewahrheiten soll das Sprichwort: „Stillstand ist Rückgang V* Doch eine solche Anstalt zu gründen und zu unterhalten, erfordert aber auch nicht geringe Opfer an Geld. So mußte infolge des großen Andrangs der ganze obere Stock des Postkellers gemiethet werden, woselbst auch ein Lehrlingsheim errichtet wurde, worin die jungen Leute an freien Abenden sich in anständiger Weise mit Spiel und Lectüre unterhalten und dadurch vor manchen Ausschweifungen an anderen Orten bewahrt bleiben. Es muß also der Kaufmännische Verein für Miethe, Beleuchtung, Heizung, Material und Unterricht erhebliche Summen aufbringen und wäre daher sehr zu wünschen, wenn die Herren Prinzipale sowohl, wie auch die Behörden von Stadt und Staat solche Anstalt nach Kräften unterstützen würden, als sonst die Lebensfähigkeit der ganzen Einrichtung in Frage gestellt werden muß. Cscalss «nö j)rovin;iclle» Gießen, den 5. August 1894. * Seine Königliche Hoheit der Großherzog traf heute Morgen mit dem Schnellzug 8 Uhr 9 Min., von Frankfurt kommend, hier ein und setzte die Reise nach Romrod um 8 Uhr 20 Min. fort. * * Billiges Fleisch. Hebet das hamburgisch-amerikanische Fletsch, wovon in letzter Zeit mehrfach die Rede war, theilt ein Betichterstatter der „Kl. Pr." Folgendes mit: „Herr Heinrich Orth von Gießen, der den Frankfurter Schlacht- und Vtehhof regelmäßig besucht, hat sich mit einer großen Hamburger Firma, die amerikanisches Vieh zum Schlachten einsührt, in Verbindung gesetzt und bringt das Fleisch des Viehes, das in Hamburg geschlachtet wird, dahier zum Verkauf. Während auf dem hiesigen Markt das Ochsenfleisch lebend Gewicht daS Pfund bereits mit 78—80 Pf., das Kuh- und Rindfleisch mit 72—73 Pf. bezahlt wurde, liefert er das Pfund Ochsenfletsch zu 58—60 Pf. Die erste Sendung, die vor acht Tagen im Schlachthof zum Verkauf kam, wollte Anfangs nicht recht Käufer.finden, da unsere Metzger der Meinung waren, das amerikanische Ochsenfleisch sage dem hiesigen Geschmack nicht zu. Der geringe Vorrath von Schlachtvieh zwang sie aber gewiffermaßen zum Kaufen. Das Fleisch ist durchgehends von jungen Thieren und sehr zart. Vorerst soll einmal wöchentlich eine Sendung erfolgen, da der Transport bis jetzt noch Umstände macht. Man ist nämlich in Hamburg noch nicht genügend mit den noth- wendtgen für Eiskühlung eingerichteten Waggons versehen, so daß man sich vorerst auf die einmalige Sendung beschränken mußte, weil die Waggons auch nach anderen Plätzen zu laufen haben. Herr Orth hat nach Bekanntwerden seines Unternehmens sofort aus einem halben Dutzend größerer Städte Zuschriften erhalten mit dem Ersuchen, dorthin ebenfalls Fleisch zu senden. Vorerst will er Nürnberg und G i e ß e n berücksichtigen und je nach dem Vorhandensein von Waggons mit Eiskühlung das Geschäft weiter ausdehnen. Wir theilen im Anschluß hieran weiter mit, daß auf dem heutigen Viehmarkt 64 Viertel amerikanischer Ochsen aus Hamburg ein- trasen. Das Pfund wurde mit 57 bis 60 Pf. bezahlt. Die Metzger nahmen dieses Mal das Fleisch williger ab, weil die Viertel leichter und magerer waren. Für nächste Woche sind von Großhändlern bedeutende Sendungen angezeigt. Ferner standen 64 Ochsen und 44 Kühe zum Verkauf." ♦ * Hessische Landes- Irrenanstalten. Nach dem soeben gegebenen Bericht der Verwaltung der Unterstützungskasse der Hessischen Landes-Irrenanstalten für das Rechnungsjahr- 1893—94 ließ die überall herrschende wirthschaftliche Noth des Jahres 1893 von vornherein ein erhebliches Sinken der Einnahme an freiwilligen Beirrägen befürchten, trotz alledem haben sich diese Befürchtungen als grundlos erwiesen und die Regel des jährlichen Zuwachses wurde auch im Jahre 1893—94, dem zwanzigsten Betriebsjahr, glänzend bestätigt. Die Zahl der inländischen Geber stieg von 20 545 auf 22 726 und die Einnahme an freiwilligen Beiträgen von 10 431 auf 11 061 Mark. Die Provinz Starkenburg, die in 1892—93 eine Einbuße von 408 Gebern gezeigt hatte, führte diesmal 815 neue Geber zu, die Provinz Rheinhessen brachte einen Zugang von 453 Gebern und die Anzahl der Geber in der Provinz Oberhessen stieg in den vier letzten Wochen des Jahres 1893—94 um 3608 und erreichte so zum ersten Mal die Ziffer 10 229. * * Zechprellerei. Ein junger Mann von hier wurde vorigen Samstag wegen Zechprellerei verhaftet. * * Taschendiebstahl. Am vorigen Samstag wurde einem Studenten am Billetschalter des Bahnhofs das Portemonnaie aus der Tasche entwendet. Hebet den Thätet fehlt bis jetzt jeber Anhalt. * * Ein alt r betrunkener Stromer belästigte gestern Abend die Spaziergänger auf bet Südanlage in gtober Weise, inbem er Jeben, wer es auch war, mit ben gemeinsten Schimpfwörtern bebachte. Die Schutzmänner, welche burch Verhaftung beS Alten bem Unfug ein Ziel setzten, mußten sich auch alle Liebenswürdigkeiten sagen lassen. Nidda, 2. August. Eine überreiche Ernte an P f l a u m e n und Frühbirnen gibt es Heuer. Man verkauft von ersteren 50 Pfund zu 1 Mk., auch zu 80 Pf.- letztere werden vielfach mit dem Vieh gefüttert. Es ist unerfindlich, warum man gerade hier zu Lande nicht die Bäume mit anderem haltbarerem Obst veredelt, wie dies an anderen Orten geschieht. Darmst. Ztg. R. Reichelsheim i. d. W., 5. August. Von sämmtlichen Mitgliedern des Gemeinderathes von Reichelsheim und anderen Interessenten war eine Eisenbahnversammlung hierher in das Gasthaus „ZurPoft" auf heute, den 5. August l.J., Nachmittags 2 Uhr eingeladen worben, welche sehr zahlreich besucht war. Spezielle Einlabungen hatten bie Abgeorbneten Graf Or io la -Büdesheim, Weith-Niederwöllstadt, Erk- Nidda, sowie die Bürgermeister von 22 betheiligten Gemeinden erhalten. Graf Oriola war durch Krankheit am Erscheinen verhindert. Die Versammlmung wurde durch Postverwaltet Zinset begrüßt und eröffnet und auf dessen Vorschlag durch Dr. Schäfer (Reichelsheim), welcher schon viel für daS Project gethan hat, geleitet. Herr Landtagsabgeordneter Erk-Nidda hielt einen längeren Vortrag und wies an einer von ihm mitgebrachten Kartenskizze nach, daß die Regierung an den Kammerbeschluß vom Jahre 1890, der Gesetzeskraft durch den Landtagsabschied erhielt, gebunden sei. Nach diesem Gesetze habe die Bahn in Nidda einzumünden und sei über Echzell nach Beienheim und Friedberg weiter zu führen. Herr Erk wies aber auch weiter nach, daß die Führung über Salzhausen wegen geringerer Betriebskosten thatsächlich billiger käme als über Oberwtddersheim, weil von hier aus ein zweites Geleise nöthig und zahlreichere Beamten erforderlich seien, als über Salzhausen. Der Vortrag des Herrn Erk erklärte die Anwesenden, von denen die meisten keinen rechten Begriff von der wahren Sachlage hatten, auf und trug zur Beruhigung der Gemüther außerordentlich viel bet. Die ganze Versammlung gewann die Heberzeugung: die beiden Linien Hungen—Friedberg und Nidda—Friedberg dürften unter keinen Umständen von einander getrennt, sondern müßten gleichzeitig in Angriff genommen und gebaut werden. Dies soll in einer Eingabe an das Ministerium ausgesprochen und durch eine Deputation an die Allerhöchste und höchsten Stellen zum Vorträge gebracht werden. Zwist und Uneinigkeit' sind beseitigt, bas haben bie Beschlüsse, welche protokollirt würben, bargethan- was bas Gesetz verlangt, soll zur Ausführung kommen, jebe wettere Agitation unb Gegenströmung würbe bet guten Sache schaben unb könne sie nur auf unabsehbare Zett hinausschieben. Denselben Gebanken vertrat Herr Abgeorbnetet Weith, sowie eine große Anzahl von Rebnern. Damit man aber auch ben Interessen bet anderen Otte Echzell, Gettenau und Bingenheim gerecht würde, soll dahin gewirkt werden, daß den Güter- und Personentarifen derselben eine Erleichterung zu Theil würde, d. h. daß sie den Umweg über Nidda und zurück nach Ober - Widdersheim nicht extra bezahlen müßten, wenn bie Reise nach Gießen eingeschlagen würbe. Die ganze Versammlung athmete erleichtert aus, als bie wiberstreitenden Jnreressen unter einen Hut gebracht unb bie Anwesenden geintgt waren. Nun wird es endlich rasch vorwärts gehen, sagten sich die Leute — unb gegen bas Gesetz wollen wir uns nicht auflehnen. Wir finb überzeugt: es freuen sich Tausenbe, baß daS Einigungswerk gelungen ist und wer baran mithalf, verbient ben Dank ber Bevölkerung, beim wenn es nicht gelungen wäre, hätten noch Jahre verstreichen können, bis es einen Anfang gegeben hätte. nn. Darmstadt, 4. August. Die feierliche Hebersühtung ber Leiche des 1888 verstorbenen Prinzen Alexander von Hessen vom Mausoleum auf ber Rosenhöhe bei Darmstabt nach ber Familien-Gruft aus bem Heiligenberg bei Jugenheim hat heute Morgen um 4^2 Uhr in aller Stille ftottgefunben. Nach bem Eintreffen ber Hofbeamten würbe ber schwere Zinksarg burch Kanoniere aus ber Gruft getragen unb aus eine von ber 4. Batterie bes 25. Artill.-RegtS. gestellte und mit 6 Pferben bespannte Geschützlaffette gehoben unb mit einer Hess. Fahne, welche bas Hess. Wappen trug, ganz bedeckt. Punkt halb 5 Hht setzte sich ber Conbuct in Bewegung. Eröffnet würbe betselbe burch einen Zug ber Leib-EScabron des 24. Drag.-Regts. unter Führung beS Rittmeisters von Gelbern-Knispenborf - bann folgte ber Sarg, hinter bem Major Freiherr von Röder zu Diersburg, Adjutant Seiner König!. Hoheit des GroßherzogS, sowie Hauptmann Menges,. weißer Zucker. Die Frau war im den Flammen umgekommen. Prufsiens losgelassen. Die Thiere brechen unsichtbar machenden Rauchwolke eingehüllt, in die deutschen Reihen ein, und so oft sie zum Bellen oder Beißen das Maul öffnen, schießen sie durch die Bewegung des Unterkiefers ihren Revolver los, so daß die Prussiens zugleich in die Wade gebissen und in den Bauch geschossen werden. Ein Seitenstück dazu ist der Vorschlag eines Gymnasiallehrers, große Fliegen zu züchren, sie daran zu gewöhnen, ihre Nahrung an Gliederpuppen in deutschen Uniformen zu finden, sie dann Mitglieder statt. Mainz, 1. August. Revision d-er Dr. Heskemp'schen Real- und Handelsschule. In der früheren Dr. Hes- ! kamp'schen Real- und Handelsschule wurde in der letzten Woche an mehreren Lagen durch die Herren Geh. Oberschulrat Soldan und Profeffor Winter von Darmstadt die regelmLßtg alle 5 Jahre stettfindende Revision und Klassenprüfung abgehalten. Dieselbe gewann diesmal dadurch erhöhte Bedeutung, daß sie, in Folge der Erkrankung und des Todes des früheren Directors, nach einem Jahre provisorischer Leitung und angestreüter gründlicher Reorganisation der Anstalt stattfand. Herr Geh. Oberschulrath Soldan konnte nun seine volle Zufriedenheit mit dem Stand und den Leistungen der Schule aussprechen. Herr Director Schickert, welcher die Anstalt in Eigenthum übernommen hat und welchem die Con- cesficn und Leitung derselben von der Oberschulbehörde nun defi- ntnv genehmigt ist, hat der Behörde seinen Plan dargelegt, seiner Schule wie dem Pensionat bei derselben vor allem den Character einer gediegenen Erziehungsanstalt zu schafien und zu wahren, wodurch dann auch für die realen und practischen Unterrichtszwecke dem günstigsten Erfolge die sicherste Bürgschaft gewonnen wird. Wurde doch in diesem Frühjahr bet der Entlasiungsprüsung 42 Primanern das Zeugntß der Reife für den Etnjährtg-Freiwilligen-Dienst zuerkannt, eine Abiturientenzahl, die seit dem Jahrzehnte langen Bestehen der Anstalt noch nicht erreicht worden. Möge die auf gesunder Grundlage vorwärts strebende Anstalt unter der neuen Direction mit ihren tüchtigen, zum Theil neuen Lehrkräften nun auch das Vertrauen der Eltern ihrer Schüler, ihrer Freunde und Gönner sich erhalten und immer reichlicher sich erwerben. Lärm schlagen. * Krankenwagen sind das Neueste, was die New- Jersey Central Reilroad bei ihren Zügen cingesührt hat. Es sind Wagen mit vollständiger Apotheke, Aerzte- ztmmer und Krankenbetten. Das Institut wird auch über diese Krankheitserscheinungen unb über die Lebensweise der dabei bethetligten Pilze Untersuchungen anste deutschen Truppen loszulassen, die sie unfehlbar semmt und sonders verseuchen würden. Ein minder tiessinniger Mann schlägt vor. die deutschen Truppen mit vergifteten Nadeln zu beschenken, die ähnlich wirken würden,, wie jene Fliegen. Es ist bemerkenswerth, daß alle diese Erfinder ausdrückltch immer nur den Prussien als den Feind bezeichnen. Und die Idioten, von denen diese Eseleien ausgeheckt werden, sind es, die in der Presse über die „Geichgiltigkeit der Behörden Httipcrfitöts - Nachrichten. — Eine größere Anzahl von Amerikanerinnen wird während des kommenden Wintersemesters an.der Univerfität Leipzig medt- cinische Vorlesungen hören. CabimtSrath des Fürsten Alexander von Bulgarien ritten. | Den Schluß bildete ein weiterer Zug der Leib-EScadron. I In lautloser Stille bewegte sich der Conduct durch die I Erbacher Straße und Beckftraße nach der Heidelberger Chaussee und Eberstadt. Trotz der frühen Stunde hatte sich doch ein zahlreiches Publikum auf der Straße angesammelt, I welches den Leichenzug auf das ehrerbietigste begrüßte. Beim Passiren von Eberftadt und Seeheim läuteten sämmt- I liche Glocken. Um ^8 Uhr traf der Conduct in Jugenheim ein, woselbst der Krieger-Verein, die Feuerwehr und sämmt- | liche Gesang-Vereine sowie die Schulen Spalier bildeten. I Um 8 Uhr fand unter Theilnahme des Großherzogs sowie I der gesammten Familie des Verstorbenen die feierliche Beisetzung in der neuerbauten Kapelle auf dem Heiligenberg statt. nn. Darmstadt, 4. August. Unter dem Vorsitz des Kreis- raths Haas von Offenbach fand heute um 10 Uhr die General-Versammlung des landwirthschaft- | lichen ProvinzialvereinS für Starkenburg tm j Hotel „Darmstädter Hof" dahier statt. Die Betheiligung der Landwirthe war wahrscheinlich infolge der Erntearbeiten keine so zahlviche wie in den vorderen Jahren. Als Vertreter der Großh. StaatSregierung war RegierungSrath Nover anwesend. Auf die Erstattung des Jahresberichts für 1893 wurde auf Vorschlag des Präsidenten verzichtet. Derselbe geht den Mitgliedern gedruckt zu. Bei der nun folgenden Wahl deS Präsidenten und dessen Stellvertreter wurden KreiSrath Haas und Freiherr v. Wangenheim per Acclamation für die Jahre 1894—96 wiedergewählt. Es erfolgten nun interessante Berichterstattungen durch Dr. Rußland, Privat- docent cn der eidgenössischen Univerfität in Zürich, über „die Zukunft unseres Getreidemarktes", sowie von Wanderlehrer Zecher-Halle a. d. S. „über die Frage der Schlachtvieh- verficherungs-Genoffenschasten im Lichte practischer Erfahrungen". An diese Berichte knüpften sich eingehende Dis- cussicnen. Bezüglich der Schlachtviehversicherung faßte die Versammlung einstimmig eine Resolution dahin, der Frage in 9 ^i^einem^ Gifte milzbrandkrank zu machen und gegen die den landwirthschaftlichen Vereinen näher zu treten. Auf Vor- I .. - - - ' - - r- — schlag des Hauptvorstandes wurde Herr Ministerialrats J aup unter Anerkennung der für die Landwirthschaft geleisteten Verdienste während seiner Amtsthätigkeit zum Ehrenmitglied des Provinzialvereins für Starkenburg ernannt. Nach der Generalversammlung fand noch ein gemeinsames Mittageffen der Technische Fortschritte. - »in nttut vorzüglicher Mit. Das „Fachblatt der Juweliere-' in der Union veröffentlicht die Zusammensetzung für einen Kitt, der ganz erstaunlich kitten, kleben und andauern foU 56 Gramm gereinigter @ummt arabicum werben puloerifirt und in so viel Wasser gelöst, wie die Waschfrau rur eine gleich große Menge Stärke behufs Lösung verwendet. 42 Grrnnm feine Starke und 14 Gramm weißer äucker kommen in der GLmrnUosung jur JBev rührung und Auflösung. Die erhaltene Mischung wird in ein Gefäß äetU, ba-S in ein größeres mit aurgeban8 wirb, das Kochen muß so lange andauern, bis sich die stärke in bekannter Art geklärt bat Der Kitt soll so zähflüssig wie d^'r Steinkohlentheer sein und muß in dieser Dichte auch bis zur Aufbr auchung erhalten werden. Damit er nicht gleich verdirbt, so sind einige Tropfen Ge- würMkenöl zuzusetzkn. Der Kitt hastet außerordentlich stark auf Vermischter. * Oppeln, 4. August. Bei dem gestrigen Brande im Gebäude des Eisenbahnbetriebsamtes ist, wie befürchtet wurde, die Frau deS Bureaudieners Sowade mit drei Kindern in Wochenbett. Das Feuer war durch eine Explosion von Benzin entstanden und hatte sich sofort auf das Treppenhaus verbreitet. * Ein Giiterzug aus Nürnberg hat am Donnerstag vor der Station Lauf auf offener Strecke halten müffen, weil eine in den 70er Jahren stehende Frau die Eisenbahnschienen zum Dengeln ihrer Sichel benutzt und den herankommenden Zug nicht bemerkt hatte. Glücklicherweise hatte der Locomotiv» führe: die Frau gesehen und Gegendampf gegeben, so daß die Frau nur mit einem leichten Stoß der Locomotive den Bahndamm hinunter befördert worden ist. * Der militärische Mitarbeiter des „TempS", Herr A. Dumazet, nimmt die Erfindung des Herrn Turpin, die noch immer in den Blättern herumspukt, zum Anlaß, um Einiges von den Erfindungen zu erzählen, mit denen der Prüfungsausschuß des französischen Lriegsministeriums sich zu befassen gezwungen ist. Ein Erfinder empfiehlt eine Feld- schüffel, arnter der während des Marsches eine Weingeistflamme unterhalten wird. So kann der Soldat gehend seinen warmen Kaffee, seine Erbssuppe, ja sein weichgekochtes Fleisch genießen. Ein anderer liefert die Formel vergifteter Gewehrkugeln. Ein dritter schlägt Geschosse vor, die mit Schwefel gefüllt sind. Er zweifelt nicht daran, daß solche Kugeln den Feind verbrennen müssen. Ein Nebenbuhler dieses Wütherichs ist menschlicher. Er füllt seine Kugeln mit Pfeffer. So wird der Feind nicht getödtet, sondern nur vorübergehend geblendet und kampfunsähtg gemacht. Die Methode har, so bemerkt die „Voss. Ztg.", den Nebenvortheil, daß der Pfeffer- Wichtig für Hausfrauen! Bernhard Curt Pechstein, Wollwaaren-Fabrik Mühlhausen i. Th., fertigt aus Wolle, alte« gestrickte«, gewebte« ««d andere« reinwollene« Sache« und «bfülle« haltbare «nd gedieaene Stoffe für Damen, Herren ««d «Inder, sowie Portiere«, Lchlafdecken und so weiter in den Modernsten Muster« bei billigster Preisstellung und schnellster Bedienung. 4548 Annahme und Musterlager in Sitftt« bei: LouiS Rothen« berger Wtw., Neuenweg 22. handel, an dem auch französische Colonien stark betheiligt sind, einen bedeutenden Aufschwung ersahren würde. Recht sinnreich find einige Erfindungen, die den Fesselballon zum Ausgangspunkt nehmen. Ein solcher Ballon soll belagerte Städte oder Feindeslager mit Geschossen überschütten. An seinem Seil sollen beständig kleinere Ballons auf- und abklettern, die dem Hauptballon neuen Schießvorrath zutragen. Ein Erfinder ersetzt die Brücken durch Seile, die mittels einer Kugel durch eine Kanone über den zu überbrückenden Fluß hinweg nach dem anderen Ufer geschossen werden. Zehn oder zwölf solcher Seile neben einander würden einen sicheren Brückensteg abgeben. Ein Anderer macht die Spione unnöihig, indem er über den Feind eigenartige Hohlkugeln schießt, die an einer Leine festgehalten werden. An ihrem Ziel angelangt, öffnet die Hohlkugel eine Klappe, die eine lichtempfindliche Platte enthüllt, und entfaltet einen Fallschirm. Langsam . Mn neuen, bisher wemg oeooacm«». - - - - - , ■ m°d-rschwede°d' nimmt die klug- ein AchE d-r | & । feindlichen Stellung auf, schließt ihre Klappe und kehrt an der Leine an ihren Ausgangspunkt zurück, wo man dann durch sie alles Nöthige über den Feind erfährt. Ein Mann i schlägt vor, Fi'ch: zu zähmen und sie abzurichten, daß sie Torpedos unter feindliche Schiffe tragen und diese auffliegen lassen. Em Anderer hat eine merkwürdige Vermendung der Hunde ausgesonnen. Die Thiere werden auf die deutsche Uniform abgerichtet. Im Felde erhalten sie am Schwanz I ob^tunflen mm wen, ^"^^a's möglich'den Schotten und einen raucherzeugenden Stoff, am Kopse zwei Revolver, die I Trockenheit,.sie mewen.oay i. h,«,r nl8 in kaltnasien I mit ihren Kiefern verbunden sind, und werden gegen die — Schutzmittel gegen die Erdflöhe. Mit künstlichen Mitteln und Fangapparaten ist im Allgemeinen gegendie - Heerungen der Erdflöhe nicht viel auszurichten, zumal auch Muhe und Kosten bann meist nicht lohnen, aber einen gioßen Feind Haden sie in der Natur selbst, nämlich im Wasser und n der Feuchtigkeit. Dic Erdflöhe brauchen zu ihrem Gedeihen, wie aufgestellte Be- • Ml der ’ 'n-ch- f0 5 fontmonnaie Mit bis je6l SwbttStij. en ßtmeinften Eriche durch e&lcn/ mußten Verkehr, Land- «nd VoUrrvivthfchaft. “W Ä100$ Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Sein JL 00,00, Kartoffeln 0,00, Samen >>L 18,40.______ _ qUf BekLmvfung deS Getreide» bez. des Hafer» MißwachscS. Der Leiter des .Instituts sür und Pflanzenschutz" in Berlin Jnoal Prof. Dr. Frank, beabsichtigt, die Ursachen des in den letzten ^ayren häufiger vorgekommmen Mißraihens bes HaferS zu er , ersucht deshalb um Einsendung kranker Pfl^nzen.woiolchesiLz fl oaten. Er macht ferner bekannt, baß n verschiedenen TheiUn der Provinz Pommern und Brandenburg sowohl Weizen wie Roggen --- ----- bisher wenig beobachteten Pilzen befallen worden sind, '"Pflauintn verkauft von ,ietztele werden Endlich, warum Ie mit anbertm len Orten gegrinst. Ztg. io» iämmtlidjeu itltf/tiin unb rsaotmlung - e W Mrich ie Abgeordneten völlstadi, Erk- igten Gemeinden : am Erscheinen ) Postverwalter Vorschlag durch : viel für das agSabgeordneter > wies an einer ; die Regierung )er Gesetzeskraft L Wad) diesem n unb fei über er zu führen. ,Füszruu^ über n hier aus ein inten erforderlich deS Herrn Erk en keinen rechten if und trug zur viel bei. Die ang: die beiden riedberg dürsten etrennt, sondern ) gebaut werden, im ausgesprochen fte und höchsten oift und Uneinig» Meprotokollirt t. soll zur W d (SegtnfnW t nur auf unab» edanken vertrat >ße AnM von >sen der anderen cecht würde, soll Personentansen d. h. L ber-Widdersheun 3-* L * Sm** -S- f* 9 W-r- i«(h! ‘ unb Ate und M11'9' „nb «an?tb,ät- «««&* 1(1 orib.®«*0” der Ul z von Sarg, \ Seiner i, auptn"""' Ciferaiur «nd Annst. - Die Etettrieitüt im Dienste brr Menfchhttt. Eine populär- Darstellung der magnetischen und electrischen Naturkraste und ihrer practischen Anwendungen. Nach dem gegenwärtigen Standpunkte der Wissenschaft bearbeitet von Dr. A. Ritter v. Urbanitzky. Mit circa 1000 Abbildungen. Zweite vollständig neu bearbeitete Auflage in 25 Lieferungen ä 50 Pf. Bisher 20 Lieferungen ausae- geben. Die vorliegenden Lieferungen (16 bis 20) enthalten die wichtigsten practischen Anwendungen der Starkströme, nämlich d e electrifche Beleuchtung, die Galvanoplastik, Electrochemie, Metallurgie und die eleettische Kraftübertragung. Im ersten dieser Capitel werden zunächst bas Wesen unb die Eigenthümlichkeiten des Gluhlichtes, die Eonstruüion, Erzeugung unb Montirung der Glühlampen besprochen und hieran reiht sich die Schiiberung des Bogenlichtes, der Bogenlampen und der Erzeugung von Lampenkohlen. Eine eingehende Darstellung findet dann die Anwendung der Electricität zur Beleuchtung. Dieselbe beginnt mit einer Darlegung der Vor- und Nachtheile des Dampf- unb Gasbetriebes electrischer Beleuchtungsanlagen, der Ausbeutung großer unb kleiner Wasserkräfte unb bes Windes- bann folgen bie Photometrie unb Angaben über d.e zweckmäßige Lerwenbung unb Vertheilmig der Lampen entsprechend verschiedenen Verhältnissen. Die Einrichtung der immer zahlre cher werdendm Centralen oder Ele-tricitätswerke ist an einigen Beispielen vorgeführt und hieran reihen sich Beleuchtungsanlagen und Vorrichtungen an besonders bemerkenswerthen Objecten, wie Theater, Bergbau, Eisenbahnen, Leuchtthürmen, Schiffen rc. An das Capitel „Electrischrs Licht" ist eine Abhandlung über das electrifche Schweißen und Löthen angeschloffen. Aus dem Capitel „Electrochemie und Electrometallurgie" wären namentlich hervorzuheben: Das electrifche Gerb- und Bleichverfahren unb Die electrifche Gewinnung von Kup er und Aluminium. Im Capitel „Kraftübertragung" bunten namentlich die Wechsel- unb Drehstrommotoren und in erster Linie die electrischen Bahnen interessiren. — AftieAMmwä der Baustile oder Lehre bet architectont- schen Stilatten von Dr. Eb. °. Socken. Elfte Auflage Mit 103 in den Text gedruckten Abbildungen. In Crtgtnal.&inenbanb 2 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Auch der vorliegende Katechismus der Baustile hat die schon öfters an den Weber schen Katechismen hervorgehobenen guten Eigenschaften. Bei einer überaus anMnebmen Kürze, welche die verschiedenen Stilformen von der HÄ bis zur Gegenwart in ihren wesentlichsten Merkmalen erkennen läßt bietet bas Buch mit seinen über 100 Abbildungen doch n^ck^nes und lares Bild von der Entwickelung des Bauwesens und damit zugleich ein sehr werthvolles Bild der culturgeschichtlichen Entwickelung der Völker. gläferntn unb d-rgl-!4-n Fl-chm. PrII- M-un '°-b-rt Kit kraft und verhindert auch die Zerfetzmig des Kitte». AUgemem sind d°- B-standtheile: 4 Theile Gummi, 3Theile Stärke unb 1 Theil bie^5?feeunb öebeibcn in ußenfreienSauren besser als in kattnassen erben gegen ote i Sommern Man kann sehen, daß meistens bineniken Tflauen, , von eine-r sie welche unter Baumen ober sonstim Scha"enstehn°°n erBr " 1 becruna verschont bleiben, während alle frühzeitigen Puanz«»', welche der Sonne ausgesetzt sind, vollständig l^sressen werden, wenn man sich nicht die Mühe giebt, sie -in^e Wochen lang mit Tannenreis zu bedecken. Beim gärtnerischen Betriebe liegen h die Derhältniss« noch derartig, daß man die nochtge ^udjtiftkU »ÄSt taÄ Tauben- ober Pferbemist ober kalkhaltigem Chauffeestaub, ZiegeD mehl u. s. w. etwas geschützt, nur müssen bsise StreumMel dann erneuert werben, wenn sie der Regen abgewaschen hat. Auch ist e ratsam, bas Bestreuen nach bem Morgenthau, einem Negen ober nach bem Begießen ber Pflanzen vorzunehmen. Am meisten haben im Uebrigen stets bie keimenben zarten Pflanzen von Erdflöhen i ... {pthen also ist auch in dieser Zeit am meisten auf den Schutz | gegen Erdflöhe in Gärten und Feldern, zumal auf Kohlfeldern unb ! Oclfeldern, zu sehen.__ Ipitlplau 6et Bereinigten frankfurter XtaittkeaUr Opernhaus. Dienstag den 7. August: Martha. Mittwoch den 8 August: Tannhäuser. Donnerstag den 9. August: Trompeter von Säkkingen. Freitag den 10. August: Flick und Flock. Samstag denn. August: Bajazzo. Cavalleria rusticana. Sonntag den 12. August: Hansel und Gr-thel Coppelia /l. und 2. Act). Montag den 13. August: Flick und Flock. I DchauspiethauS. Dienstag den 7. August: A basso porto (Am unteren .Hafen). Mittwoch den 8. August: Die Karlsschuler Donnerstag den 9. August: Eharleys Tante. Vorher: Niobe. Freitag | den 10. August: Lachende Erben. Samstag den 11. August: Madame Sans-Göne. Sonntag den 12. August: Der Rieg- I nitzer Bote. Montag den 13. August: Der Niegnitzer Bote. lveramtt«ach«ng. Lufschrisi b er Postsendu»-en. Par Sicherung schneller Beförderung nnd vestellunL b to welchem die Wohnung fich befindet, hinter der OrtBbc- zeichnung »Berlin^ zu vermerken. 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich oder äbnlick lautende Postorte, so ist bem Ortsnamen eine zusätzlich? Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für bie Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebenb anzusehen find, ergibt sich aul bem „Derzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte^, das -um Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezogen werben kann. 4. Wenn der im Retchs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zw« mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht all allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch bei Näheren zu bezeichnen. Zu berartigen Bezeichnungen eignet fich bie Angabe des Staates und bei größeren Staaten del polfttschen Bezirks (Provinz, Regierungsbe-irk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, ober auch bie Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) kJ, ober von Gebirgen f(Harz), (Riesmaebirge) rc.) Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) ic.1 für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer bem eigentlichen Bestimmungsorte noch biejenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. bie Abholung erfolgen soll. 6. Wenn ber Bestimmungsort einer Sendung in einem fremde« Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten »u rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch dal betreffenbe Land bez. ber Landestheil auf ber Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Puntte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Leberkunst der Sendungm an den Empfänaer wesentlich beitragen, und eS liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften ber Smdungen hiernach genau anzuferltgen. Temperatur der Lahn und der Lust nach Reaumur gemessm am 6. August, zwischen 11 unb 12 Uhr: Wasser 15«/,, Lust 20o. Rübsamen'sche Badeanstalt. Das Commando. [6485] Im Helm. Telephon 78. Seltersweg 19 6497 [6468 6480 Zimmer z« vermieden 6052 Hohlreifenräder, Kreuzbau L «X 150.00 Rahmenbau mit Kugelsteuerung Vermischte Anzeigen do. Carl Storck 6478 Hch. Schaffstaedt, Telephon 35. [3435] Telephon 86. knnft bei der Exp. d. Bl» Gießen, 6. August 1894. 6488 Danksagung 6479 3564 12560 Expedition des Zeitschriften- SM— Vrankfurt« B«ck-Di»crkl 3 M. Adressbnchs in Leipzig-R. Butter 16.21 I Ducaten —Engl. Sovereign» 4.16 | Ruff. 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