5 '/Taille jol*. |Ss* ,7»Ä l-Nskt '»verkauf bti heiltnG S-Wb. 1.80. Mucker 34, Marine 80 M Walte, ,ur913. 917 Nm t allem Lube-Sr tu Wn Äeichsts. 5/ P55B» «.w 1. MV w _, 5. ä iu vnwichrn- _ Tchlohgassr 9. Wohnung von oitr aEallm ZubehSr lhm- >erln Aßttweg 48, -,^vck, 6 Zimmer, 4, 'ft pr. 1. Aorü ramtlie ,u vermtethen. Bahnhofstraße 71, eähe 32: mtttlerä i Zimmern, Badeztm. 'il zu vermiethen. ssraße A.___________ ftraße 46 1 trmltfyn. [699 71 l M tyiS ptr 15. fahr. Neuenweg 1. ivckrche ist an eine Wohnung nvn 8-4 Mhör und Wüster« b. I. zu vnmieihen. :ptb- b. Bl- lten - Wohnung per ien. Tiesenweg 10. luschenzuoermiethen. |d> dran' lasse 4. löbliktes Zimmer »wie eia Zimam ^,0... '»graste Ai« >, Ecke SelierSweg, ner alsbald zu verm. ies^Z!mm:r mit &F SreuM 11 _ tn miiNebenztmier Neuen Niue o. ; Meigm- tM" nitbA^k_____ Ast- i4 dbla&Ur.__ LS. :S'S® -Stä» rling ulbildu«»: Ai, MS «alkennei^- «s "15&* 1894 Mittwoch den 7. Februar Sir. 81 Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis (ßiefjen chratisbeikage: Gießener Kamitienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Vorm. 10 Uhr. Deutscher Reich. Berlin, 5. Februar. An das hocherfreuliche Ereigniß der Wiederaussöhnung des Kaisers Wilhelm mit dem Fürsten Bismarck werden in einigen ausländischen Blättern recht wundersame Speculationen und Muth- rnaßungen angekniipft. So läßt sich die „Times" aus Wien melden, der Berliner Besucb des Fürsten Bismarck sei als die Einleitung zu einer nachhaltigen Wiederannäherung Deutschlands und Oesterreichs an Rußland zu betrachten, und dieselbe Melodie pfeift auch ein Berliner Berichterstatter im Brüsseler „Patriote", nur mit noch schärferer Betonung. Diese merkwürdigen Commentare zu dem Besuche des Altreichskanzlers am Berliner Hose wollen also gewissermaßen eine neue Auflage des längst in die Brüche gegangenen Drei- Kaiser-BündnisseS als die eigentliche politische Folge der Berliner Vorgänge construiren- darüber, was alsdann aus dem jetzigen Dreibunde werden würde, schweigen sich jene Zukunftspolitiker allerdings wohlweislich aus. Natürlich handelt es sich aber bei einer solchen Auslegung der etwaigen politischen Wirkungen der Aussöhnung zwischen dem Kaiser und dem ehemaligen Kanzler nur um ein Phantasiegebilde, das bei selbst ganz oberflächlicher Betrachtung rasch vor den bestehenden realen Verhältnissen zerschmilzt. Für ein abermaliges Drei- Kaiser-BUndniß ist nun einmal nach Lage der Dinge in Europa kein Platz vorhanden und gewiß denkt man in Berlin wie tn Wien und Petersburg selbst am wenigsten an die Wieder- aussrischung eines derartigen Verhältnisses- im Uebrigen läßt sich auch ohne ein solches ganz gut wieder ein besserer Faden von der Spree und Donau hinüber zur Newa spinnen. — Der langjährige freiconservattve Reichstagsabgeordnete für Bomst-Meseritz, von Unruhe-Born st, gedenkt sein Mandat niederzulegen. Dieser Entschluß wäre an sich nicht weiter bewerkenswerth, denn Herr v. Unruhe vertritt den genannten Wahlkreis seit 1867 bis heute ununterbrochen im Reichstage, und es würde wohl ganz erklärlich erscheinen, wenn sich dieser verdiente Parlamentarier nach einer mehr als 26jährigen Thätigkeit in der deutschen Volksvertretung endlich in die Stille des Privatlebens zurückziehen wollte. Aber es verlautet, daß Herr v. Unruhe aus ganz anderen Bierttljähriqor -bonnementsprcis: 2 Mark 20 Pfg. nur Bringcrlohn. Durch btt Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Rtdaction, Expedition und Druckerei: ^Schulstraße Är.7. Fernsprecher 51. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Erwägungen heraus den Gedanken zur Mandatsniederlegung gefaßt habe. Es wird bestimmt versichert, der „Bund der Landwirthe", welcher allerdings in der jüngsten Reichstagswahlbewegung kräftig für Herrn v. Unruhe gegenüber dem polnischen Candidaten eingetreten ist, habe den Abgeordneten für Bomst-Meseritz zur Mandatsniederlegung aufgesordert mit der Begründung, Herr v. Unruhe habe durch seine Haltung im Reichstage die landwirthschaftlichen Interessen nicht ge- nügend gewahrt. Es wäre indessen aus mehr als einem Grunde zu bedauern, wenn Herr v. Unruhe einer derartigen Pression weichen sollte, schon deßhalb, weil sich bislang immer die Stimmen der verschiedenen deutschen Parteien im Wahlkreise Bomst-Meseritz — abgesehen von der hier nicht weiter in Betracht kommenden socialistischen Partei — auf Herrn b, Unruhe gegenüber dem Candidaten der Polen vereinigten. Es ist aber höchst fraglich, ob diese erfreuliche und auch nothwendige Emmüthigkeit unter den Deutschen jenes posenschen Wahlkreises aufrecht erhalten bliebe, wenn künftig daselbst ein lediglich auf die Forderungen des Bundes der Land- wirthe eingeschworener deutscher Candidat präsenrirt werden sollte. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau- Row, 5. Februar. Die „Agencia Stefani" meldet aus Massa: Vier der Theilnahme an einer verbrecherischen Gesellschaft angeklagte und schuldig erkannte Individuen wurden vom Kriegsgerichte zu zwei- bis achtjährigem Gefäng- niß, verschärft mit vier- bis sechzehnmonatlicher Zellcnhaft, verurtheilt. — In Noceto bei Carrara wurden ein gewisser Nicolini und 32 Aufrührer verhaftet, welche Bauden angehören, deren Anführer Nicolini war und die am 13. v. M. in Castelpoggio plünderten und Gewehre wegschleppteu. Alle sind geständig. Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 5. Februar. Mehrere Blätter brachten jüngst Meldungen, daß in Samoa neue Unruhen bevor stände»' 2er Gießener »«zeiget erscheint täglich, mit AnStiahme deS Montags. Die Gießener Aamiliendlälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Deutscher Reichstag. 41. Sitzung. Montag den 5. Februar 1894. I Die zweite Beralhung des Reichshaushaltsetats für 1894/95 I wird beim Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei fort- I ge^Abg. vr. Friedberg (ntl.) richtet an den Reichskanzler die I Anfrage, ob es mit den Interessen des deutschen Reiches vereinbar fei, I daß der Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha englischer Staatsange- I höriger sei. Er gebe zu, daß das keine Frage des Staatsrechts sei, denn die Thronfolge richte sich nach der Erbfolge. Aber der Wurde des Reiches entspreche ein solches Verhaltniß nicht. Man hätte erwartet, daß der Herzog aus dem -ngltschen Unterthanenverband ausscheiden würde; daß dteS nicht geschehen, habe große Mißstimmung hervorgerufen, zumal im englischen Parlament die Frage erörtert worden sei, ob das englische Volk einen deutschen Fürsten zu erhalten habe. Ein deutscher Fürst solle Deutscher sein und sonst nichts. Wenn ein Ausländer deutscher Fürst werde, so werde dadurch ein Factor der Fremdherrschaft in unsere deutschen Verhältnisse hineingebracht. Reichskanzler Graf Caprivi: Auf die principielle Frage einzugehen, ob es überhaupt thunltch sei, daß ein Ausländer einen deutschen Thron besteigt, liegt kein practtfcher Grund zur Zett vor. Ich sehe auch tn absehbarer Zeit nicht, woher die Motive kommen sollten, die uns nöthigten, uns mit dieser Frage zu beschäftigten. Im Uebrigen liegt die Sache formell ganz klar. ES ist nach Landesund Fürstenrecht zunächst zu entscheiden, ob die Thronfolge in den einzelnen Staaten nach dieser oder jener Form geregelt ist. Ist sie geregelt, dann präsentirt das Land den Vertreter zum Bundesrathe und dann hat der Bundesrath zu entscheiden, ob dieser präsenttrte Bevollmächtigte de jure tn der Lage Ist, das Land zu vertreten. Diese Auffassung ist schon von meinem Amtsvorgänger tn den Acten, wenn auch nur als theoretische Behauptung möglicher künftiger Fälle, niedergelegt. Bei dieser Sachlage kann ich es mir versagen, auf die principielle Frage einzugehen. Es ist zweifellos, daß der Herzog von Gotha zur Zeit rechtmäßiger Souverän von Gotha ist. Er ist dadurch ein Deutscher geworden. Die Eigenschaft als deutscher Souverän schließt eo ipso jede Abhängigkeit vom AuSlande au?. (Hört, hört!) Es ist nicht möglich, daß ein deutscher Souverän gleichzeitig Unterthan einer fremden Macht sein kann. Wenn Sie nur an die Möglichkeit eines Krieges mit Deutschland seitens des Staates denken, dessen Unterthan der deutsche Souverän wäre, so ergiebt sich die Unmöglichkeit von selbst. In diesem Falle konnten, wenn der Souverän als deutscher Bundessürst an dem Kriege theil- nimmt, die Gerichte des anderen Landes gegen ihn wegen Hoch- verraths einschreiten. Der Herzog von Coburg-Gotha ist deutscher Souverän, er kann nicht Unterthan einer fremden Macht sein. (Hört, hört!) Was kann uns da zu Besorgnissen Anlaß geben? Der Herzog hat sofort, als er ben Thron bestieg, im Beifein des Kaisers in formellster Weise Schritte gethan, um zu erhärten,, daß er Willens sei, seiner Pflicht gegen Deutschland voll zu genügen. Nun ist eingewendet worden, daß der Herzog auch Engländer sei. Es ist aber Sache des Herzogs, seine Beziehungen zu einer anderen Nation und zu einem anderen Staate so zu regeln, daß sie mit seinen Pflichten gegen Deutschland nicht in Colltsion kommen könnten, und so weit meine Kenntniß reicht, hat der Herzog den festen Willen, dies zu thun. Eine Einmischung unsererseits hätte kein practisches Ziel; ich würde sogar fürchten, daß wir damit der freien Thätigkeit des Herzogs hinderlich wären, wenn wir uns mit diesem Gegenstand weiter beschäftigten. 1£_ Abg. Spahn (Str.) legt Verwahrung ein gegen Eingriffe in die Souveränität der einzelnen Bundesfürsten und in die Thronfolge. Der Reichstag habe keine Veranlassung, die Regierug zu neuen Ausnahmegesetzen, in diesem Falle bezüglich der Thronfolge, )u drangen. Abg. Richter (fts. Vlkp ). Don einer Erregrmg des Nationalgefühls durch diese Angelegenheit habe ich nichts bemerkt. Nur ew paar nationalliberale Blätter hätten die Sache besprochen Wir könnten in Deutschland glücklich sein, wenn wir uns nick mit ernsteren Fragen zu beschäftigen hatten, als solchen formalen Fragen, i0ÄnD""b6er8 (ntl) wia nicht wddr auf ble S°ch- eingehen, muß aber doch sagen, daß in Englavck selbst eine andere Auffassung zu herrschen scheine, als die vom Reichskcmzlcr auSge- spAene^ Er schätze sich glücklich, eine andere Auffassung von Nationalgefühl zu haben, als Richter. Seine Freunde behalten sich eine ^^gl^ Go8ch7/Staatsminister v. B ontn erklärt NamenS seiner Regierung: der Herzog als souveräner deutscher Bundesfurst steht selbstverständlich in keinem Untetthanenverhältniß zu irgend einer fremden Macht. Auch gegenüber England hat er keinerlei Verpflichtungen, welche seiner jetzigen souveränen Stellung zuwider- hufen. . , , Der Etat des Reichskanzlers wird genehmigt. Beim Etat des RetchSamtS deS Innern hat die Commission die geforderte Stelle eines zweiten Dtrectors mit 10 gegen 9 Stimmen gestrichen. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) beantragt Wiederherstellung der gestrichenen Position. , , _ StaatSsecretär v. Bötticher weist auf die gestiegene Arbeitslast des Amtes hin, die noch lange nicht den BeharrungSzustand erreicht habe, sei doch die socialpoltttsche Gesetzgebung fortdauernd tn der Entwickelung. t _ Abg. Bebel (Soc.) befürwortet die Bewilligung, wett da» Reichsamt des Innern die Culturaufgaben im Reiche zu fordern habe. Wichtige Fragen, so die der Sonntagsruhe für die Industrie, werden jetzt verschleppt! Sollen wir damit noch bis zum Ende de» Jahrhunderts warten? . „ , , , t , . _ . „ Staalssecretär v. Bötticher: ES handle sich bei der industriellen Sonntagsruhe um sehr schwierige Fragen. Es mußte festgestellt werden: was ist technisch möglich und was ist wirthfchaftlich noth- wendig? Dabet find die Verhältnisse bei ben einzelnen Jnbustrtcn durchaus verschieden. Der Vorwurf, daß die Arbeiter-Organisationen nicht oder zu wenig gehört worden feien, ist unzutreffend. Sowohl socialdemokratische Fachvereine als Htrsch'iche Gewerkoereine sind gehört rootben. Im Ganzen stnb für über hundert Betriebszweige Bestimmungen über die SontagSruhe zu treffen, die man nicht über einen Leisten behandeln kann. Für die chemische, die Leder- und die Nahrungsmittelgruppe ist der Entwurf fertig; die Berathungen der Interessenten darüber finden im Februar und März statt. Für andere Zweige ist der Entwurf in Ausarbeitung. Soll man die Bestimmungen für jede Industrie besonders "lassen oder oll man warten, bis cin Gesammtentwurf vorliegt? Ich halte letzteres für ! richtig. Jedenfalls nimmt die Sache einen schnelleren Fortgang, wenn sie den neuen Director bewilligten. (Heiterkeit.) Abg. Gröber (Ctr.): Das Htnderniß für den Fortgang der Sonntagsruheangelegenheit liegt mehr bet den Interessenten. Die Sache wird nicht mehr beschleunigt, wenn wir einen neuen Direktor, also 5000 Mk. Gehalt mehr bewilligen, als wenn wir nut einen Vortragenden Rath bewilligen. Fehlt es an Arbeitskräften so bewilligen wir letzteren. In einer Zeit, da Alles über Roth klagt, mU^e Slbßij£!enim an n (frs. Volksp.) stimmt für die Bewilligung. Wenn die Rechte dagegen stimme, so thut sie eS nur, weil die Regierung ihren agrarischen Neigungen entgegen eine neue HandelS- I Politik eingeschlagen hat. Abg. Wurm (Soc.): Wenn man sparen wolle, möge man | dies beim Militär thun, aber nicht hier, wo es sich um die Kräfte I für Weiterbildung der Socialgesetzgebung handle. Die Fabr k- I Inspektoren seien durch Geschäfte überlastet, die mit dem Fabrik- I inspectorat kaum etwas zu thun hätten. _ I Abg. v. Holle ufer (cons.) weist den gegen seine Parteigenossen | erhobenen Vorwurf des Frondirens zurück. Dieselben hatten sich I von der Nothwendigkett der Forderung eines zweiten Direktor» I 5r?natsi)^verthttd!gt die Fabriktnspectoren gegen I elnl0e2^g6t^a(b^mr 05-lr.): Die socialpoltttsche Gesetzgebung bestehe I seit 2>/r Jahren und habe mit dieser Forderung nichts zu thun. I Redner wünscht Ausdehnung der Sonntagsruhe auf Reichsbeamle I und weitere industrielle Betriebe. StaatSsecretär v. Bötticher sagt Prüfung dieser Frage zu. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.): Die Sonntagsruhe ist keines- | wegs ein Schaden für die Unternehmer. In meinem Betriebe ist sie I schärfer und weitergehend durchgeführt als es das Gesetz verlangt, I dadurch wird die Gesundheit und Berufssreudigkett der Arbeiter I b^^Abg. Bebel (Soc) bedauert, daß es mit!der Sonntagsruhe I nicht vorwärts geht, wundert sich aber nickt darüber, habe doch I StaatSsecretär v. Bötticher bei einem Festeste der Unternehmer I gesagt: Meine Herren, wir arbeiten ja nur für Sie. Die arbeltet- I organisationen würden keineswegs im wünschmöwerthen Maße I hnanaexoaen Die Function der Fabriktnspectoren dürfe nicht mit b" fieffdrroifion »«bunbm fein.” Au» mieten weibliche Fabel- I inspectoren angestellt werden, wie in England und Nordamerika. StaatSsecretär v. B ö t t i ch e r: Die mir zugeschriebene Aeußerung I fflnn nur den Sinn haben, daß wir ür die Industrie arbeiten; diese mnfaßt^adn ^bettgeber wte^ Arbeit er. Das Wohl und Wehe der I Stumm auf Bewilligung drs neuen I Directors angenommen. Dagegen stimmt die Mehrheit des Centrum» I ""b ^Mgrg^nQ^Wttterberathung deS Etats des Innern, Postetat. Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger. Theil. - Gießen, ben 5. Februar 1894. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien bezw. Localpolizeibeamten des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden unter Hm- weis auf § 368 pos. 2 des ReichsstrafgesetzbuchS und Art. 80 des Feldstrafgesetzes zur Vertilgung der Raupennester an Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffentlich aunufordern, daß gegen Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht längstens bis zum 1. April l. I. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesstellen An- zeige erhoben, sowie daß die Vertilgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde. Wir erwarten, daß Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbesitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins' anordnen, so daß die Säuberung bis zum 15. April überall vollständig ausgeführt ist. Außerdem ist gegen bie Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368 pos. 2 des Strafgesetzbuchs zu erheben. Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeindekosten alsbald veranlassen. Wenn hiernach auch jeder Baumbesitzer selbst zur Vertilgung der Raupennester verpflichtet erscheint und dieselbe gegen ihn erzwungen werden kann, so empfiehlt es sich doch viel mehr, wie es in manchen Gemeinden üblich ist, daß die Gemeinde die Vertilgung in die Hand nimmt. In den betreffenden Gemeinden, welche diesen Weg eingeschlagen haben, werden taugliche Personen bestellt, welche auf Kosten der Gemeinde und unter Aufsicht des Ortsvorstandes die Säuberung der Bäume vornehmen, wodurch eine bedeutend größere Garantie für eine gründliche Reinigung geboten wird. Wir können Ihnen dieses Verfahren nur empfehlen. Ihrem Berichte, daß in Gemäßheit vorstehender Verfügung die Vertilgung der Raupennester erfolgt ist, sehen wir bis zmu '' April d. I. entgegen. v. Gagern. Dem gegenüber theilt die „Nordd. Allg. Ztg." mit, nach den ] letzten aus Samoa eingegangenen Nachrichten sei die Kriegs- ’ gefahr dort vorläufig beseitigt. — In Hoskreisen verlautet, daß der Kaiser dem ottomanischen General Schakir Pascha an den Sultan ein Handschreiben mitgegeben hat, in dem er für die verliehene hohe Auszeichnung wärmstens dankt und die Hoffnung aussprtcht, in absehbarer Zeit wieder Kon» stantlnopel besuchen zu können. Frankfurt a. M., 5. Februar. Nach dem „Finanzherold" beabsichtigt die Rheinische Creditbank in Mannheim, welche in Folge der jüngsten Vorkommnisse vielfach Gelegenheit zur Anknüpfung günstiger Geschäftsverbindungen findet, ihr Betriebscapital entsprechend zu erhöhen. Plag. 5. Februar. Die Bevölkerung befindet sich in großer Erregung über die neuerdings vorgekommenen Attentate. Letztere haben zwar wesentlichen Schaden nicht angerichtet, immerhin jedoch Befürchtungen hervorgerufen. Nachts wurde vom Boden eines Hauses eine Petarde auf die Straße geworfen. Das Geschoß explodirte unter starker Detonation. Belgrad, 5. Februar. Infolge des gestern verbreiteten Gerüchts, König Alexander werde bei dem Galamahle die Verfassung für aufgehoben erklären und das Land für einige Zeit verlaffen, sowie den Exkönig Milan als Regenten ein- setzen, durchzogen in Schabatz dichtgedrängte Menschenmassen lärmend und johlend die Straßen und schrieen: „Hoch Karagiorgievic!" — Das gestern am Belgrader Bahnhofe zahlreich anwesend gewesene Publikum, welches die Ankunft der Königin Natalie erwartete, mußte sich enttäuscht wieder zerstreuen, da die Königin nicht eintraf. Sonach war auch das über ihre Ankunft verbreitete Gerücht aus der Luft gegriffen. Belgrad, 5. Februar. König Alexander besuchte gestern Abend mit Milan den großen Ball der Belgrader Kaufmannschaft. Der Exkönig schritt auf den ebenfalls erschienenen General Gruic zu und machte ihm heftige Vorwürfe über das Verhalten der Radicalen und' deren Blätter. Gruic antwortete dem Könige in nicht minder erregter Weise und verließ dann den Ball. Da das Borkommniß unter Gegenwart vieler Zeugen geschehen war, rief dasselbe großes Aufsehen hervor. Berlin, 6. Februar. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge wurde der deutsch-russische Vertragstarif am Montag Nachmittag paraphirt. Die Vollziehung des gelammten Vertragswerkes ist zwar noch nicht erfolgt, doch scheint unzweifelhaft, daß die Erledigung der nothwendigen Formalien nur noch wenige Tage erfordern werde. Nach Vollziehung des Vertrages werde die betreffende Vorlage sofort dem Bundesrath zugehen. Im „Reichsanzeiger" wird heute in besonderer Beilage der russisch-deutsche Vertrogstarif sür die Einfuhr nach Rußland veröffentlicht. Abbazia, 6. Februar. Hofrath Professor Billroth (der berühmte Operateur) ist gestorben. Aus dem Bertvaltungsbericht der Grotzh. Bürgermeisterei Gießen für 1892/93* (Fortsetzung.) Auf dem weiten Gebiete der Armenpflege wurden die Mittel der sür dieselben vorhandenen Kassen und Stiftungen theils infolge des strengen Winters 1892/93, theils infolge des Darniederliegens einer Anzahl von Erwerbszweigen in hohem Maße in Anspruch genommen, welche Umstände auch nachtheilig einwirkten auf die öffentliche Gesundheit und eine dadurch veranlaßte erhöhte Inanspruchnahme der Kliniken. In der sog. streitigen Armenpflege wurden durch das Armenamt in die Kliniken eingewiesen: in die medicinische und Frauenklinik, sowie in die chirurgische und ophtalmologische Klinik 185 Personen, die 5751 Tage verpflegt wurden (in 1891/92 betrugen die entsprechenden Ziffern nur 79 bezw. 2281). In die Herberge zur Heimath wurden eingewiesen 34 Personen mit 363 Verpflegungstagen. Mit Schuhen wurden unterstützt 41 Personen, mit Kleidungsstücken 11, während für 6 Personen die Beerdigungskosten vorlagsweise übernommen werden mußten. Im Ganzen waren 277 streitige Unterstützungssachen anhängig, gegen 120 im Vorjahre. Die Zahl der auf der Armenliste in offener Armenpflege stehenden Personen bezw. Familien ist gestiegen von 228 in 1890/91 auf 353 in 1892/93, in den Kliniken wurden verpflegt 153 Personen mit 4104 Verpflegungstagen (gegen 95 Personen mit 2998 Verpflegungstagen im Vorjahre). Bon den in offener Armenpflege ständig Unterstützten bezogen im Durchschnitt wöchentliche Baarunterstützung 53, wöchentliche Brodunterstützung 97, monatliche Miethunterstützung 121, Kohlenunterstützung a) ständig: im ersten Quartal 14, im Zweiten 9, im dritten 44, im vierten 101; b) vorübergehend: im ersten Quartal 26, im zweiten 4, im dritten 54, im feierten 26. Die gesammten Aufwendungen an Unterstützungen in offener Armenpflege beliefen sich auf 24 196,21 Mk.- durch Ausscheidung nicht Bedürftiger und Förderung der Selbsthülfc konnten die Unterstützungen wirklich Hülfsbedürstiger wesentlich gesteigert werden. 8 Personen mit 293 Verpflegungstagen wurden wegen Geisteskrankheit bis zur Aufnahme in die LandeStrrenanstalt im alten Arresthause untergebracht. In Privatpflege befanden sich durchschnittlich 49 Kinder, 3 Lehrlinge waren auf Kosten der Armenkasse in der Lehre. Im städtischen Hospitale waren untergebracht 12 Plock'sche Pfründner, 14 Hospitaliten, vorübergehend 7 Personen mit zusammen 7636 Verpflegungstagen. An Mittagessen wurden nach außerhalb des Hospitals verabreicht an 12 Stadtarme zusammen 874 Portionen. An Naturalien wurden verabfolgt: 4649 Liter Milch, 9488 Laib Brod, 1731 Centner Stein- kohlen, Seitens des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege 301 Centner Kohlen. Der Verpflegungstaq eines Hospitaliten stellt sich einschließlich aller Generalunkosten auf 1,20 Mk. — Die Überlastung des Stadtbauamts mit anderen bereits genehmigten und dringlichen Aus- । trägen hat es im Berichtsjahre unmöglich gemacht, dem Pro- I ject eines Hospitalneubaues näher zu treten. — In Heil-, Bewahr- und Erziehungsanstalten waren 13 Personen untergebracht. Auf Grund des Gesetzes über die Zwangserziehung waren 24 Kinder untergebracht. — Die Leistungsfähigkeit der Plock'schen Stiftung, für welche 12 Pfründner mit zusammen 3490 Verpflegungstagen im Hospitale unter« gebracht wurden, ist damit noch nicht voll ausgenutzt. Erschwert wird diese Ausnützung dadurch, daß die Stiftung nur für Personen bestimmt ist, welche in Gießen geboren sind. Die Zahl der Stiftungen hat sich im Berichtsjahre vermehrt um die Wilson-Stiftung von 20 000 Mk., die Gaßner- Stiftung von 4000 Mk., die Hemy-Stistung von 6020 Mk. Von einem nicht genannt sein wollenden Fräulein ist der Stadt ein Vermächtniß zugefallen zur Errichtung und Erhaltung einer Verpflegungsanstalt für obdachlose kranke Thiere. Diese eigenthümliche Zwecksbestimmung hat die Stadtver- ordneten-Versammlung bezw. den an Stelle der Stadt gesetzten Thierschutzverein zu einer Verständigung mit den übrigen Erben veranlaßt, wonach schließlich die Stadt ein Capital von 11 431,69 Mk. erhielt unter der Verpflichtung, die Zinsen desselben alljährlich unverkürzt dem hiesigen Thierschutzverein zur Verwendung für seine Zwecke zukommen zu lasten. — Erhebliche und dankbar anerkannte Unterstützung in der Armen- und Krankenpflege hat die Stadt auch im Berichtsjahre wieder Seitens der hier bestehenden Vereine: „All gemeiner Verein für Armen- und Krankenpflege" und „Verein für Krankenpflege" erfahren. Ersterer hat 178 Familien und Personen in 826 Fällen mit im Ganzen 4836,93 Mk. unterstützt. In der Krankenpflege waren thätig 7 Schwestern, die in 349 Familien zusammen 572 Nachtwachen, 147 ganze Tagespflegen und 8299 Pflegebesuche leiteten. Durch theilweise Beihülfe der städtischen Armenkasse wurde 24 Kindern eine Badekur im Elisabethen- hause zu Bad-Nauheim gewährt. Die Krippe nahm 37 Kinder mit zusammen 3526 Verpflegungstagen auf. Das Mieths- patronat des Vereins in zwei eigenen Häusern, sowie in der gemieteten ehemaligen Stallmeisterwohnung nahm guten Fortgang. Die Flickschule wurde in dem ehemaligen Schulhaus in der Neustadt abgehalten und war stets gut besucht - im demselben Hause wurde am 8. Juni 1892 eine Kochschule eröffnet, die ebenfalls gute Ergebnisse zeigte. Der Verein für Krankenpflege beschäftigte sieben Schwestern und hat für deren Unterhalt, Miethe 2c. 3123,24 Mk. ausgewendet. Die Ortskrankenkasse zählte durchschnittlich 1792 männliche und 188 weibliche Mitglieder mit 10 234 Krankheitstagen der männlichen, 1258 der weiblichen. Die Einnahmen bestanden aus Mitgliederbeiträgen 30 445,15 Mk., Ausständen 925,79 Mk., Resten aus vorderen Jahren 653,33 Mk., Ersatzleistungen Dritter für geleistete Krankenunterstützungen 811,43 Mk., Zinsen 1414,78 Mk., sonstigen Einnahmen 1082,62 Mk., in Summa 35 333,10 Mk.- die Ausgaben erforderten: an ärztlicher Behandlung 6772,43 Mk., Arzneien und sonstigen Heilmitteln 8297,51 Mk., Krankengeldern 9433,91 Mk, Ünterstützung an Wöchnerinnen 143,30 Mk., Sterbegeldern 368 Mk., Verpflegungskosten 1821,70 Mk., Vorlage für Berufsgenossenschaften 796,23 Mk., Verwaltungskosten und Formulare 2427,58 Mk., an sonstigen Ausgaben 818 Mk., ausgeliehen wurden 2034,78 Mk., in Summa 33 183,58 Mk., somit verbleibt ein baarer Rest von 2149,53 Mk. Das Vermögen der Kasse betrug Ende 1892 11834,78 Mk. Die Zahl der Versicherungspflichtigen bei der Alters- und Jnvaliditätsversicherung, welche nicht der Ortskrankenkasse zugetheilt sind, auch nicht einer hiesigen Fabrikkasse angehören, sonach der Bürgermeisterei zugetheilt sind, betrug 3174, bei 1138 Arbeitgebern. An Marken wurden verwendet für 24 531,62 Mk. Altersrente beziehen 9 Personen a 106,80 Mk., 1 Person 135 Mk., 3 Personen ä 162,80 Mk. und 3 Personen ä 191,40 Mk., Invalidenrente ein Versicherter 111,60 Mk. (Fortsetzung folgt.) Coeales unb KroviirrLeUes. Sießea, 6. Februar 1894. * * Die Reichsbank ermäßigte den Discont aus drei Prozent, den Lombardzinsfuß für Darlehen gegen ausschließliche Verpfändung von Schuldverschreibungen des Reiches oder eines deutschen Staates auf 31/2, gegen Verpfändung sonstiger Effecten auf 4 Prozent. * * Berichtigung. Bezugnehmend auf unsere gestrige Localnotiz bezüglich des wegen Diebstahls verhafteten Dachdeckergesellen wird uns berichtigend mitgetheilt, daß die gegen denselben wegen Diebstahls eingeleitete Untersuchung auf versehentlicher Denunciation des Benachtheiligten beruhte und die Schuldlosigkeit des Verhafteten sich herausgestellt hat. * * Der Fechtverband Gießeu-Lahr erzielte durch seine beiden gut besuchten Maskenbälle annähernd einen Ueberschuß von 100 Mk. zur Ablieferung an die Reichs-Waisenhauskasse in Lahr. * * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Tischler Gustav Adolph aus Gladenbach vom Amtsanwalt in Gießen wegen Unterschlagung- Schlosser Friedrich Barth aus Kostheim vom Amtsanwalt in Mainz wegen Betrugs- Geschirrhändler Peter Gerhard von Framersheim, ohne festen Wohnsitz, vom Amtsgericht Wöllstein wegen Betrugs - die Ehefrau des herumziehenden Korbmachers Andreas Günther, Elisabetha, geb. Müller, aus Partenheim von demselben Gericht wegen Diebstahls- der umherziehende Schirmmacher Peter Gronen aus Münchrath vom Amtsgericht Herbstein wegen Strafvollzugs- Taglöhner Heinrich Hartmann II. von Atzenhain, Kreis Alsfeld, vom Amtsanwalt in Gießen wegen Betrugs- Dienstmagd Katharina Kühn von Zeilhard vom Amtsanwalt I in Darmstadt wegen Diebstahls- Metzgergeselle Georg Pfefferler, vielleicht auch Josef Pfeffle oder ‘ Pfeiffer aus Saarbrücken, vom Amtsanwalt in Gießen wegen Diebstahls und Unterschlagung- Schlosser Richard Bruno Stülpner aus Marbach in Sachsen vom Amtsanwalt in Darmstadt wegen Körperverletzung. * * Congreß für innere Medicin. Aus Wiesbaden schreibt uns Herr Dr. Emil Pfeiffer, ständiger Secrerär des Congresses für innere Medicin, Folgendes: „Da in Folge der Verlegung des 11 .internationalen medicinischenCongresses auf die Zeit vom 29. März bis 5. April 1894 sich für die Abhaltung des Congresses für innere Medicin Schwierigkeiten ergeben haben, so hat das Geschäftscomile und der engere Ausschuß dieses Congresses einstimmig beschlossen, den 13. Congreß für innere Medicin zu verschieben und erst im Jahre 1895 in München abzuhalten." * * Die Kalenderfeiertage. Die Zahl der jährlichen kalendermäßigen Arbeitstage ist bei den verschiedenen Völkern sehr verschieden. Sie beträgt nach einer Zusammenstellung des „Centralblattes sür die Textilindustrie" für das Innere von Rußland 267 Tage, während Canada 270, Schottland 276, England 278, Portugal 283, Russisch-Polen 288, Spanien 290, Oesterreich und die Ostsee - Provinzen 295, Italien 298, Bayern, Belgien und Luxemburg 300, die sächsischen Herzogthümer 301, das Königreich Sachsen, Russisch- Ftnland und Frankreich 302, Württemberg, Schweiz, Dänemark und Norwegen 303, Schweden 304, Preußen und Irland 305, die Vereinigten Staaten von Nordamerika 306 und Holland 308 jährliche offizielle Arbeitstage haben. Die meisten Arbeitstage, nämlich 312, finden wir in Ungarn. Wie man sieht, gestattet die Zahl der Kalenderfeiertage keinen Schluß auf Fleiß und Wohlstand eines Volkes, da England und Rußland die meisten, Holland und die Vereinigten Staaten nächst Ungarn die wenigsten haben. Es kommt eben darauf an, ob, was und wie an den als Arbeitstagen angestrichenen Tagen gearbeitet wird. * *, Der Getreidemarkt. Der Getreidemarkt zeigte auch in der vorigen Berichtswoche die ihn schon seit einiger Zeit characterisirende Physiognomie — matte Preistendenz und äußerst geringe Kauflust. Aus Amerika lagen allerdings ziemlich günstige Berichte vor, sie vermochten indessen bie’ Stille in dem einheimischen Getreidegeschäft nicht zu beteben; an den meisten Plätzen haben Roggen wie Weizen gegenüber den Preisnotirungen der Vorwoche wieder etwas nachgegeben. Hafer behauptete sich im Allgemeinen, doch war der Verkehr auch in diesem Artikel sehr träge. Das Spiritusgeschäft ift an den meisten Plätzen fast gleich Null, bei weichenden Preisen.. Preisnotirungen an der Berliner Productenbörse: Weizen von 137 Mk. bis 147 Mk. per 1000 Kilogramm, Roggen von. 123 Mk. bis 127 Mk., Hafer von 140 Mk. bis 177 Mk.^ Gerste von 107 Mk. bis 180 Mk. * * Der Verband der Militär-Kriegs- und Friedeus-Zn- validen Deutschlands, welcher seinen Sitz in Darmstadt hat, ließ an die Budget Commission des Reichstages folgendes Gesuch um Ablehnung der Gesetzesnovelle, betreffend die Einrichtung und Verwaltung des Reichs-Jnvalidensonds, abgehen: „Durch alle Gauen unseres herrlichen Vaterlandes weht ein Zug der Verbitterung über die seitens einer hohen Reichsregierung in Bezug aus die Verwaltung des Reichs Invaliden- fonds ergriffenen Maßregeln. Die Unterfertigten vermögen' zwar nicht gegen diese Maßregel zu protestiren, glauben aber an die hohen Reichsboten der Budget-Commission das dringende und berechtigte Ersuchen richten zu dürfen: 1) in Anbetracht des Zweckes, dem der Reichs-Jnvalidenfonds zu dienen hat, ein ablehnendes Votum in dieser Angelegenheit abgeben zu wollen - 2) eine hohe Reichsregierung dazu bestimmen zu wollen: a. die Pensionen und Verstümmelungszulagen zu erhöhen, b. die Ungleichheiten im Jnvalidengesetz zu beseitigen,, sowie eine größere Anzahl von Krtegsjahren anzurechnen, c. allen Kombattanten aus dem Feldzuge 1870—71 einen Ehrensold zu gewähren, d. die Belassung der Militärpension in allen Stellungen anzuordnen und für Nichtbenutzung des Civilversorgungsscheines anderweitige Regelung, bezw. Erhöhung der Entschädigung für solche eintreten zu lassen, sowiL der Hinterbliebenen Wittwen und Walsen. □ Aus dem Ohmthal, 5. Februar. Wie im vorigen Jahre im oberen Ohmthal, fo grassirt auch im unteren die Diphth erie unter den Kindern als ein wahrer Würgengel. In Mardorf sind an 30 Kinder der Seuche erlegen, andere wenige durch Operation gerettet wurden. Ein Ehepaar verlor durch diese Krankheit in kurzer Zeit vier ^Kinder. Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß gerade im Ohmthal diese Kinderepidemie in so starkem Maaße auftritt. H. Butzbach, 5. Februar. Großh. Oberamtsrichter Fr itz ist vergangene Nacht einem Schlaganfall erlegen- derselbe litt seit einiger Zeit stark an der Influenza. Der Verstorbene,, der erst feit ca. drei Jahren hier amtiert, erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. x Nieder-Gemunden, 5. Februar. Nach einem Tanze gerieten zwei hiesige Burschen, um geringfügiger Ursache willen, in Streit. Der eine derselben holte zur besseren Schlagfertigkeit seinen bereits schlafenden Bruder. Beide bearbeiteten nun vereint den dritten Burschen und in diesem Streite spielte dann das Messer eine Rolle. Von einem der Brüder erhielt der Bursche einen Messerstich in den einen Arm und am anderen wurde ihm am Handgelenk Flechse und Adern durchschnitten, so daß er sich beinahe verblutet hätte. Der Schwerverletzte mußte in die Klinik nach Gießen verbracht werden. Die Untersuchung ist im Gange. Vermischtes. * Hagen, 4. Februar. Die Strafkammer verurtheilte den Gärtner Wind zu Langerfeld, der sein 11 jähriges Mädchen und seinen 8jährigen Knaben in unmenschlicher Weise mißhandelt hatte, zu zwei Jahren Gesängniß. Der- unnatürliche Vater hat die Kinder mit Säge, Hacke, Todt- schläger und Knüppel geschlagen und zu anderen raffinirten Qualen, wie Entziehung deS Schlafes, gegriffen, um sie „loS zu Werden." * Staffel, 4. Februar. In dem benachbarten Städtchen Waldkappel äscherte gestern eine bis Abends wüthende Feuersbrunst dreizehn Häuser ein. Bereits vor längeren Jahren wurde einmal der größte Theil der Stadt durch Feuer zerstört. • München, 4. Februar. Ein erschütterndes Familiendrama trug sich gestern hier zu. Ein älterer Privatier, seit vielen Jahren von einem schmerzhaften Leiden heimgesucht, schoß seiner ebenfalls leidenden 13jährigen Tochter eine Kugel durch die Brust und tödlete sich darauf selbst. Die Verletzung deS Mädchens ist nach den „N. N." nicht unbedingt tödtlich. — Nach dem gleichen Blatte soll der Mör der des Pfarrers Wild in einem Taglöhner Namens Krieger entdeckt und in Ostpreußen festgenommen worden sein. * Speyer, 4. Februar. Ein in dem Velten'schen Etab- liffrment beschäftigter Gärtn er und eine hiesige Ke ll n eri n wurden gestern in einem Steinbruch am Jettebühl zu Heidelberg erschossen aufgesunden. Hindernisse, die sich ihrer Verbindung entgegenstellten, haben das jugendliche Liebespaar in den Tod getrieben. Die Leichen scheinen schon etwa 14 Tage gelegen zu haben. * Mannheim, 3. Februar. (Auch ein Zeichen der Zeit.) Zwei hiesige Freunde, der eine Kaufmann, der andere Handwerker, suchen einen Lehrling. Der Kausmann erhielt 25 Offerten, der Handwerker keine, und unter den 25 Offerten waren sehr viele, deren Schreiber besser thun würden, nicht Kaufleute zu werden, theils ihrer Handschrift und ihres Stils wegen, theils ihrer DermögenSverhältniffe halber. Alles drängt nach oben; vom ehrlichen Handwerk will Niemand mehr etwas wiffen. Ein tüchtiger Handwerksgeselle findet immer Arbeit, die Tausende Arbeitsloser, von denen man in den Zeitungen lesen kann, sind meistens Angehörige der „beffercn Branchen" und Großstadtarbeiter. Schiffsnachriehten des Nord-. Lloyd. In Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 5. Februar. sPer transatlantischen Telegraph) Der Schnelldampfer Elbe, Capt. ff. von Gössel, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 23. Januar von Bremen und am 24. Januar von Southampton abgegangen war, ist gestern \4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg, 4. Februar. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg-Amertkanischkn Packetfahrt- Actten-Gesellschaft. Postdampfer „Grasbrook" ist am 3. Februar von Hamburg in Domingo angekommen. Postdampfer „Albingia", nach West-Indien bestimmt, hat am 3. Februar, 9 Uhr Abends, von Havre die Reise nach St. Thomas fortgesetzt. Poftdampfer „Croatia", von St. Thomas nach Hamburg zurückkehrend, ist am 4. Februar, 7 Uhr Morgens, in Havre angekommen. Postdampser „Australta", von Hamburg via Havre nach West-Indien bestimmt, ist am 5. Februar, 1 Uhr Morgens, in Nordenham angekommen. Postdampfer „Jndta", von St. Thomas via Havre nach Hamburg bestimmt, hat am 5. Februar, 4 Uhr Morgens, Dover passtrt. 5788] «S übertrifft der in Geschmack und Geruch angen. Holl. Rauchtabak von B. Becker in Cttftn H. alle ähnlichen Fabrikate. 10 Pfd. franco 8 Mark. Verkehr, Land- unfc VoLk-rvlrthschaft. Stetzen, 6. Februar. Marktbericht Aut dem heurigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0 90—1,00, Hühnereier 1 Stück 6— 4, 2 Stück 13- 4, rSfe vr. 6t. 5-8 4, ÄSfemote pr. St. 8 4, Erbsen or. Liter 18 4, Lüsten pr. Liter 80 4, Tauben r>r Daar JL 0.70—0,80, Hühner pr. Stück * 1,00-1 20, Hadnen Pr. St X 1,23-1,40, Enten pr. St. X 1,80 biß 2.2), Ochsevstei'ch Pt. Md 62—68 4- Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50-56 4, Schweine, fletsch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr Pfd 50-56 4 Hammel- flcstL Pr. Pfd. 40-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-5,00 x, Weißkraut pr- Stück 4 -10 4, Zwiebett pr- ffentner 7,00-8,00 X, Mi'ch n., Liter 16 20 1, Gänse pr Pfd ^0-60 4_____________ Ca. 1500 Stück Ball-Seidenstoffe — ab eigener Fabrik — 0.75 Pf. bis 18.65 p. Met. - sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe v. 75 Pf. bis Mk. 18.65 p-r Meter — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste :c. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farben, Dessins rc) Seid. Masken- Atlaffe 75 Pf. p. Met. IW Porto» und ffenerfrei in» HauS l l Catalog und Muster umgehend. [122 6. Hennebergs Seiden-Fabrik (k. u. k. Hoti.), Zürich. billigste und prostllichste Leise für den Haushalt ist Doerings Seife mit der Eule*. 1) weil sie sich sehr wenig oei wascht, 2) weil sie sehr gut reinigt, 3) weil sie sich bis auf den letzten Rest aufbraucht. 4) weil sie so lange anhält wie 2 Stück Füllseifen, und 5) weil sie die beste, mildeste und für die Kinder und Säuglinge zuträglichste Totletteseife der Welt ist. Wer vernünftig ist, läßt sich nicht vom äußeren Scheine ober von der Billigkeit blenden, er kaust Doerings Seife mit der Eule (Preis nur 40 Pfg.) und weist die billigen und schlechten Seifen, mit denen man Schönheit und frisches Aussehen der Haut ruinirt, entschieden zurück. Doerings Seife mit der Eule ist erhältlich k 40 Pfg. Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. |667 Holzversteigerung im Gießener Stadlwalde. Montag den 12. Februar 1894 soll im Gießener Stadtwald nachverzeickmetes Holz versteigert werden: 1) Im District Neue Heege, Vormittags S>/z Uhr beginnend: 1 14 Fichten-Slämme mit 9,33 fm,! Bekanntmachung, betreffend die Stiftungen der Frau Hofgerichtsroth v. Krug und ihres Sohnes, des Hofgerichtsrath Dr. Karl v. Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den ,rubricirten Stiftungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 JL vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 15. d. Mts. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 3, vorzubringen. Gießen, den 2. Februar 1894. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1067 Holzversteigerung. Donnerstag, den 8. u. Freitag den 9. Februar, jedesmal von Vormittags 9J/2 Uhr an, kommt im Oppenroder Gemeindewald folgendes Holz zur Versteigerung: 45 EicheN'Stämme von 4 bis 13 m lang, von 13 bis 25 cm mittlerem Durchmesser. 198 Fichten« und Kiefern - Stämme von 8 bis 18 m lang, von 13 bis 39 cm mittler. Durchmesser. 244 Fichten-Derbstangen von 10 bis 13 m lang, von 8 bis 13 cm mittlerem Durchmesser. 212 Fichten-Reisstangen, 13 Schlaghaufen Fichten zu Spalier- und Bohnenstangen. Brennholz: 18 rm Buchen-Scheit, 10 ,, Buchen- undEichen-Knüppel, 57 „ Nadel-Knüppel. 22 „ Stöcke, 3100 Nadel-Wellen, 550 Buchen- und Eichen-Wellen. Bemerkt wird, daß das Bau- und Werkholz am ersten und das Brennholz am zweiten Tage zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist bei der Seifwiese an der Straße von Oppenrod nach Albach. Oppenrod, 1. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 987 124 „ -Derbstangen „ 9,30 „ 120 rm Eichen-Scheitholz, 105 „ Nadel-Scheitholz, 81 „ Eichen-Knüppelholz, 24 „ Nadel-Knüppelholz, 78 „ Eichen-Stockholr, 30,5 „ Nadel-Stockholz, 2630 Wellen Eichen-Neisig, 1850 „ Nadel-Neisig. 2. Im Distr. Katharinenhütte, Nachmittags 1 Uhr beginnend: 32 Eichen Stämme mit 3,03 fm, 126 Fichten Stämme „ 54,15 „ 16 „ -Derbstangen „ 2,12 „ 9 rm Nadel-Scheitholz, 10 ,, Eichen-Knüppelholz, 23 „ Nadel-Knüppelholz, 44,5 „ Nadel-Stockholz, 150 Wellen Eichen-Reisig, 1150 „ Nadel-Neisig. Die Zusammenkunft ist an der Licherstraße am Bahnwärterhäuschen. Holzverfteigeruug. Sonnabend den 10. Februar, Bormittags 10 Uhr, sollen in der Fürstlichen Oberförfterei Hohensolms, District Helfholz, nachfolgende Sortimente öffentlich meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft an der Westecke des Helfholzes an den Hohenfolmfer Tannen. Brennholz: Buchen: 70 rm Scheit, 14 rm Felgenholz, 38 rm Prügel, 39,5 rm Stöcke, 685 rm Buchenreisig, 3450 Neisigwellen; Eichen: 2 rm Prügel, 30 rm Eichenreisig, 20 Fichtenwellen, 100 Weichholzwellen. Nutzholz: Stammholz: 18 Eichen III. El. mit 6,45 fm, 1 Buchen- schnittstamck mit 2,06 fm; Stangen: 1 Eiche mit 0,13 fm. Donnerstag den 15. Februar, District Eichelsberg. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr am Mühlberg, zunächst dem Teich. Buchen: 63 rm Scheit, 87 rm Prügel, 48 rm Stöcke, 2870 Reisigwellen (darunter 850 starkes Durchforstungsreisig); Eichen: 2 rm Scheit, 5 rm Prügel, 4 rm Stöcke; Fichten: 9 rm Scheit, 12 rm Prügel, 54 rm Stöcke, 240 rm Fichtenreisig, 590 Fichtenwellen. Außerdem kommen aus dem District Buchen berg am 15. Februar im Eichesberg zum Verkauf: 1 rm Lärchenscheitholz, 3 rm Lärchenstockholz, 1300 Buchenwellen, 110 Lärchenwellen, 60 Weichholzwellen. — Käufer werden gebeten, sich das Holz, vor der Versteigerung Gießen, 3. Februar 1894. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 1076______Gnauth.__ Holzversteigerung. Nächsten Freitag den 9. d. M., von Morgens 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, District Schlieberg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 52 Eichenstämme mit 61 fm, 15 Nadelstämme „ 7,56 ,, 1 Buchenstamm „ 1,8 „ 272 rm Buchen- und Eichen-Scheit, 146 „ Buchen-, Eichen- und Nadel- Knüppel, 6600 Buchen- und Eichen-Wellen, 95 rm Buchen- und Eichen-Stöcke. Der Anfang ist am Reiskirchener Weg. Großen-Bufeck, 6. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Gr. - Buseck. Meyer. 1075 im Scheit, 1062 14 (Wagner- 38 59 37 132 7 94 zu- 600 zu- M (hierunter Länge), 650 2450 39 Eichen- und Nadelstämme von 20—48 cm Durchm. und 6 Gundersheimer Sanitätskäse. 64 2 17 124 5 11 rm rm 6V2 106 22 11 bis 10 m Länge, Eichen-Derbstangen holz), rm Eichen - Knüppel 18 rm von 2i/i m rm Nadel-Knüppel (hierunter sind 78 rm 3 m und 16 rm 2 m lang), Eichen-Wellen, Nadel-Wellen, rm Eichen- und Nadel-Stöcke. Eichen-Stämme mit zusammen 17,50 fm, Nadel-Stämme mit zusammen Bekanntmachung. Freitag den 9. Februar, Vormittags um 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Stadt Allendorf a. Lumda, Districten Eisenschade, Fichtenwiese, Nafferstrauch u. s. to. nachverzeichnete Holzsorti- mente an Ort und Stelle öffentlich versteigert und zwar: Zusammenkunft vor der Eisenschade. Allendorf a. Lda., 5. Febr. 1894. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. Rein. 1051 Holzversteigerung. Donnerstag den 8. Februar d. I. werden im hiesigen Gemeinde- wald versteigert: „ Nadel-Wellen, rm Buchen-Stockhoh, „ Eichen-Stockholz. anzusehen. Fortsetzung der Versteigerung Nachmittugs 1 Uhr District Grundwald zunächst dem Altenberg. Brennholz: 8 rm Buchenscheit, 14 rm Buchenprügel, Buchenstock, 1110 Buchenreisigwellen; Eichen: 8 rm Scheit, Prügel, 12 rm Stöcke, 600 Neisigwellen; Kiefern: 15 rm 4 rm Prügel, 10 rm Kiefernstockholz. Hohensolms, den 5. Februar 1894. Fürstliche Oberförsterei. 3,07 fm, Nadel - Derbstangen mit lammen 7,53 fm, Nadel - Reisstangen mit fammcn 19,30 fm, rm Buchen-Scheitholz, „ Eichen-Scheitholz, „ Eichen-Prügelholz, „ Nadel-Prügelholz, Neubau des ZMkasseuge- bäudes !u Gladenbach. Oeffentliche Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege nach folgenden Loosen vergeben werden: 1. Erd- und Maurerarbeiten, 2. Maurermaterialien, 3. Zimmerarbeit, 4. Dachdeckerarbeit, 5. Spenglerarbeit, 6. Schreinerarbeit, 7. Schlofserarbeit, 8. Weißbinderarbeit. Angebote auf die vorbenannten Arbeiten bezw. Lieferungen find f oft em frei und versiegelt mit der Aufschrift „Angebot auf ......Arbeit an dem Sparkaffengebäude zuGladenbach" bis zum Eröffnungstermin Montag den 12. Februard. I., Vormittags 10 Uhr bei dem Sparkassenrechner Müller in Gladenbach einzureichen. Zeichnung, Auszug aus dem Kostenanschläge und Bedingungen können an den Wochentagen: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag, während der Dienststunden im Sparkassen- büreau eingesehen werden. Die Angebote können sich auf einzelne, meh- rcre ober auf alle Loose erstrecken. Zuschlagsfrist vier Wochen. Gladenbach, den 17. Januar 1894. Der Bezirks-Bauaufseher. . 574 C. Werner. 141/2 Hdt. Buchen-Wellen, Eichen-Wellen, Bekanntmachung. Aus den Waldungen der Gemeinde । Hattenrod sollen auf dem SubmissionS- roeg vergeben werden: 60 fm Kiefern Stammholz, 30 fm Kiefern-Derbstaugeu (Grubenholz). Schriftliche Offerten sind getrennt für Stammholz und Stangenholz bis zum 9. Februar 1894, Mittags 1 Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Hattenrod einzureichen, woselbst die Eröffnung erfolgt. Hattenrod, den 1. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod. I. V.: 943 Rock, Beigeordneter. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr auf der Thalschneise am Pflanzgarten. Großen-Linden, 29. Januar 1894. Gr. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 863 Abbrllch-Vtrsteigrruug. Meine in Großen-Bufeck stehende Doppel-Scheuer lasse ich Areitag den v. d. Vormittags 81/, Uhr, daselbst auf den Abbruch versteigern. 11066 Heinrich Wagner VI. 953] Wirftng verkauft Artedrich Cost, Neustadt 10. Freitag den 9. Februar, Nachmittags 2«/, Uhr sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die den Karl Aughardt zweiter und Christian Jugharvt vierter oonGießen gemeinschaftlich gehörigen Immobilien: Flur 3 Nr. '63 — 2125 qm Acker am Fluthgraben am Fabr irischen Acker, Flur 3 Nr. 164 -1082 qm Acker daselbst, Flur 3 Nr 165 — 2125 qm Acker daselbst. Flur 3 Nr. 1^6 — 1<>62 qm Acker daselbst, Flur 4 Nr 97 - 4231 qm Acker, stößt auf den Wismarer Weg, Flur 4 Nr. 98 —4219 qm Acker daselbst, Flur 23 Nr. 95 — 1869 qm Acker am Schlangenzahl auf den Aulweg, Flur 38 Nr- 55,5 — 605 qm Hofraithe im Wallpforter Feld, rechts der Chaussee auf die herrschaftlichen Wiesen, Flur 38 Nr. 56 5 - 4083 qm Wiese daselbst, Flur 45 Nr 146 — 350 qm Acker am Galgenweg öffentlich freiwillig versteigert werden. Gießen, 1. Februar 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. J A.: Vogt 923 Mittwoch, 14. Februar, Nachmittags 2Vi Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die der JohauneS Dietrich Wwe. in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 33 Nr. 234’/lo — 3654 qm Ackek am Nahrungsberg, Flur 33 Nr. 234®/io — 21 qm Wohnhaus daselbst öffentlich freiwillig versteigert werden. Gießen, 6. Februar 1814 Großh. Ortsgericht Gießen- I. A-: Bogt. 1071 Mittwoch den 21. März, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der InstnS Müller Wittwe in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur 33 Nr. 67,5 — 125 qm Acker im alten Feld, stößt links auf den Weg, Flur 33 Nr. 68 5 - 88 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 292 8 — 25 qm Acker im alten Feld bei den Gärten öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 5. Februar 1894. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Bogt. 1070 Jeikgeöotenes. Hülsenfrüchte sehr gut kochend, empfiehlt [894 Robert Gtnhl, Neustadt 23. Pastillen Biliner. Emser« Homburger» Sodener« Vichy- Salmiak. Pfefferminz. rc rc. empfiehlt die Adler-Drogerie von Otto Schaaf.924 Rüb ö 1 bestes, zum Kreppelbacken, empfiehlt 892 Robert Stuhl, Neustadt 23- Essig- und Salzgurken Preiselbeeren [ la. Sauerkraut. 432 J. M. Schulhof. Vertreter: 1069 Entree frei. Abenduuterhaltung Entree frei. Adolf Bieler, Gieße», Westanlage 45 die Exped. d. Bl [1052 SelterSweg 83. m Preis Mk. I — 1034 . J. A. Hummel. SMK AECHT Fr. 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