161 ^.°L ka 3,60.4 iio ’ ^Qlichsten Qualität. äshL ,m m 165 bffee * ftilo. W. A7. । 4 üniumiges Kmiplocai v Otto Luft, »z- Löwen von Mark 1000 rmoninms en Fabrikate, lapg, Schiedmayer, ipp, Knhse, Estey gen Baar mH hSchatei llhio. Umtausch alter Jtl zu Mk. 60-600.- 5, 6-10 monatlich; I i»e, zu Hochzeiten, I -Unterhaltungen, zu ten). in bester Ausführung. Neuenweg essen, m. W Anzeige«, de z»« Zchlechtt« i angefcuiL M sWWe?° iüwiwT*1 i AmSK •CXS’*** va«wrt" 5ss-'- N«. 5 EE-s Blatt. Sonntag den 7. Januar 1894 Der chletzeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AamitteuvtLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Vierteljährig« Avoanemeulsprei«, 2 Mark 20 Pfg. rott Bring erloh». Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, ^cbitio« und Druckerei: Kchvlstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Avers Gietzen. SLyai-.e'a;KT | Hr-ti-beilag-: K!-ßen-r K-mikienöl-tt-r. > 2lmtiid?e* Theil. Gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Tabakspfeife, 1 Taschentuch, 1 Serviette, 1 Pelzmütze und 1 Pelzkragen. Gießen, den 6. Januar 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ______Fresenius.____________ Gießen, den 6. Januar 1894. Betr.: Die Einsendung der Sterbzählkarten und Todeszeug- niffe von Nooember-December 1893. Das Großh. Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Grohh. Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern für diejenigen von Ihnen, welche diese Auflage noch nicht erledigt haben, an die pünktliche Einsen- -ung der rubr. Sterbe-Nachweise bis zum 10. d. M. Dr. Follenius. Deutsches Reich. Berlin, 4. Januar. Wie in Hoskreisen erzählt wird, hätte der Kaiser, als ihm die erste Nachricht über daS scandalöse Verbiet von Angouleme zu Gunsten der Mörder von Aigues-Mortes zuging, zu seiner Umgebung ironisch geäußert: „Diese Franzosen arbeiten doch immer, ohne es zu wollen, mit ihren Aufwallungen pour le roi de Prasse.“ Tatsächlich hat dieser Spruch in Italien das Ansehen des Dreibundes wesentlich gefördert. Berlin, 5. Januar. Der Kaiser weilte am Donnerstag und Freitag zum Besuche am fürstlichen Hofe von Bückeburg, anläßlich einer ihm gewordenen Jagdeinladung deS Fürsten Georg. Diese Bückeburger Reise des Kaiserlichen Herrn wird, wie es heißt, in Berliner politischen Kreisen als das äußerliche Zeichen dafür betrachtet, daß die jüngsten behaupteten Differenzen zwischen den leitenden Berliner Stellen nunmehr wieder vollständig beseitigt seien. Eine derartige Bedeutung kommt indessen dem soeben stattgefundenen Besuche des Kaisers in Bückeburg schwerlich zu, denn die Einladung zu demselben war schon vor einiger Zeit ergangen und auch sofort angenommen worden. — Im Uebrigen scheinen die Krisengerüchte der letzten Zett endlich wieder verstummen zu wollen, nachdem sie lange genug einen ziemlich breiten Raum in der politischen Tagesdtscussion eingenommen haben. Kaum läßt sich mehr bezweifeln, daß während der letzten Wochen und Monate die unleugbar vorhandenen Gegensätze in den Berliner maßgebenden Kreisen wieder einmal aufeinander geprallt sind, die gegen- theiligen Versicherungen von officiöser Seite finden nirgends rechten Glauben. Aber ebenso darf man mit Fug annehmen, daß diese Meinungsverichiedenheiten einstweilen wieder beglichen worden sind und daß die Minister collegialität wieder hergestellt ist. Inwiefern die jüngsten Vorträge des Reichskanzlers, des Staatssecretärs v. Marschall und des Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg beim Kaiser mit dieser muth- maßlichen Lösung der Krisis in D rbindung gestanden haben, muß zwar noch dahingestellt Meinen, unwahrscheinlich ist indessen ein solcher Zusammenhang gerade nicht. Was die gemeinsam statrgefundenen Audienzen der beiden erstgenannten Herren beim Kaiser anbelangt, so wird versichert, daß es sich hierbei um Fragen der auswärtigen Politik unter specieller eingehender Erörterung der Angelegenheit des deutsch-russischen Handelsvertrages gehandelt habe. Der Monarch hat dem Vernehmen nach seine vollständige Zustimmung zu den vom Kanzler entwickelten Anschauungen über den russischen Vertrag ausgedrückt. — Die schon längst lebhaft erörterte Frage einer Reform der Strafproceßordnung kommt nun wohl in Fluß. Einer Mittheilung der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge hat sich das preußische Staatsministerium jetzt mit der Einbringung einer Novelle zur Strafproceßordnung einverstanden erklärt. Die betreffende Vorlage dürfte dem Bundesrath bereits in nächster Zeit zugehen. — Der Reichstag tritt an diesem Dienstag nach Ablauf der dreiwöchigen weihnachtlichen Ferienpause zur Fortsetzung seiner Arbeiten wieder zusammen. Stand der erste, am 16. November 1893 begonnene Sessionsabschnitt vorwiegend im Zeichen der neuen Handelsverträge mit Spanien, Rumänien und Serbien, so wird der jetzt anhebende neue Sessionsabschnitt des Reichstages in erster Linie von den weiteren Verhandlungen über die schwebenden großen Steuer- und Finanzreformfragen im Reiche beherrscht werden. Bis jetzt hat das Parlament die betreffenden Vorlagen nur flüchtig gestreift, konnte doch vor Weihnachten nur die Novelle zum Stempelabgabengesetz in der Generaldebatte durchgenommen werden, während die Tabaksteuer- und die Weinsteuer-Vorlage, sowie der Entwurf des Reichsfinanzreformgesetzes erst noch die Generaldiscusston zu passiren haben. Um so entschiedener werden sich nunmehr diese wichtigen Fragen in den fernere« Verhandlungen des Reichstages geltend machen, immerhin werden aber bis zu einer vorläufigen Entscheidung, die bei der Specialberathung der betreffenden Entwürfe im Plenum zu erwarten steht, noch längere Wochen vergehen. Vielleicht, daß daher erst der nachösterliche Sessionsabschnitt die erstmalige Abstimmung des Reichstages über die Steuer- und Finanzvorlagen und mit ihr eine bedeutungsvolle Entscheidung bringt. In der Zwischenzeit dürsten Fragen, die mit den verschiedene« hervorragenden Theilen des Reichsetats und mit der Colonialpolitik Zusammenhängen, weiter die noch ihrer Erledigung harrenden Vorlagen zweiten und dritten Ranges ihre Rolle spielen. Ob der Reichstag in den nächsten Monaten auch dazu kommen wird, sich endlich mit dem deutsch-russische« Handelsvertrag zu befaffen, dies muß noch völlig dahingestellt bleiben, zumal ein positiver Ausgang der nun schon s, lange hierüber schwebenden Verhandlungen noch keineswegs ganz gewiß ist. — Die Ruhe in Kamerun ist seit Niederschlagung der Meuterei der eingeborenen Polizeitruppen nicht wieder gestört worden. Wenn jetzt trotzdem ein größeres Commando Marinetruppen von Wilhelmshafen nach Kamerun abgeht, so hat man hierin wohl nur eine für alle Fälle berechnete Vorsichtsmaßregel zu erblicken. Die Verstärkungen dürften Anfangs Februar an ihrem Bestimmungsorte eintreffen. Nerreste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Korrespondenz- Bureau. Berlin, 5. Januar. Die anhaltend strenge Kälte, die ein starker Ostwind noch besonders empfindlich macht, ruft bereits vielfach Verkehrsstörungen hervor. Die Eisenbahnzüge treffen mit großen Verspätungen ein und der Verkehr der Stadt- und Ringbahn war heute unregelmäßig und zeitweilig ganz unterbrochen, weil die Kälte die Heizröhren zum Gefrieren bringt. München, 5. Januar. Die „Reuest. Nachr." versichern auf das Bestimmteste, daß die Memoiren Bismarcks vom Nachfolger des Cotta'schen Verlags (Gebrüder Kröner in Stuttgart) im Drucke bereits vollendet sind. DaS Feuilleton. Fanny. Humoreske von Gebh. Schätzler-Pereffini. (1. Fortsetzung.) Der Feind versolgte ihn bis unter die Thür — er drückte diese schleunigst zu, um aber gleich daraus einen knurrenden Ton auszustoßen. Mit der Thüre hatte er seine Schlafrockschnüre eingeklemmt- wie er davon wollte, hing er fest. „Alle Bomben und Granaten!" Ein Helles Gelächter begrüßte ihn, als er die Thüre vorsichtig aufmachte. „Bist Du böse, Papachen?" „Laß mich, Hexe!" Fort war er in seine Stube, er war ein Held — aber ein Pantoffelheld. „Nun komme her, Mamachen," bat Aennchen, „ach, ich habe Dir so viel zu erzählen." Die Mama erschrak ordentlich. „Noch mehr?" fragte sie. „Aber, Kindchen, was hast Du denn nur?" Das Kindchen wurde sehr verlegen; es blickte sich hilflos um. Aber es war Niemand da, der ihm helfen konnte. Aennchen mußte schon alleine dran. „Ach, Mamachen, schenkt mir noch ein kleines Weilchen," bat der kleine Schelm. „Es ist furchtbar wichtig, was ich Dir zu sagen habe — —" „Was Du nicht sprichst," sagte die erstaunte Mama. Sie nahm aber dennoch auf dem dunkelblauen Sammet- stuhle Platz, der in der Fensternische stand. „Nun sprich, Aennchen!" Das war gleich gesagt, aber gar nicht so schnell besorgt. Aennchen hatte jetzt furchtbare Angst- sie holte sich das kleine Tabouret und ließ sich zu Füßen der Mama nieder. „Ach, das schöne, grüne Waldheim," seufzte sie schüchtern, hob dann die Hellen Augen flehend zur Mama und fragte: „Du b'st mir doch nicht böse, Mamachen?" „Aber, mein Kind, böse! Warum soll Waldheim nicht schön und grün sein?" Aennchen nickte. „Und wie warm die Sonne dort scheint — viel wärmer wie hier — und alles blüht und duftet — und die gesunde Luft — ach, Mamachen, ich traue mich nicht," flüsterte Aennchen und verbarg das hübsche Gesichtchen in den Kleidersalten der Mama. „Nun bitte ich Dich aber, Kindchen, ein wenig deutlicher zu sein- ich verstehe Dich nicht," drängte die Frau Oberst. „Du bist ja heute sonderbar verwirrt. Wenn diese Veränderung die schöne warme Sonne und die gesunde Luff in Waldheim hervorgebracht haben, muß ich doch dafür danken." „Ja, die Lust," stotterte Aennchen, da sie gar nicht mehr wußte, was sie sagen sollte, „und — nicht wahr, Mamachen, j die Rosen sind die Blumen der Liebe? Hast Du auch schon ' einmal geliebt, Mamachen?" Diese Frage war eigentlich sehr unüberlegt und die Frau Oberst hatte auch demgemäß die Antwort: „Aennchen, was sprichst Du denn da! Hast Du den Papa vergessen? Wenn Du aber nicht endlich klar redest, machst Du mich böse." Aennchen fing an, laut zu schluchzen. „Ich bin ja ganz unschuldig. Was kann ich dafür, daß dort so viel Rosen blühen — und so viel Liebe —" „Wie meinst Du?" fuhr Frau Eulalie auf. Allein Aennchen hatte die Frage anders verstanden. Erglühend lispelte sie: „Erich heißt er!" „Ja, wer heißt denn Erich? Die Rosen — ?" „Ach, du lieber Gott!" rief erschrocken der kleine Schelm, i „wie kannst Du mich so in die Falle locken, Mama!" Verwundert schüttelte die Frau Oberst ihr Haupt. „Dieser Erich?" „Ach, nicht böse sein, Mamachen! Er ist ja zu lieb! — Ich bin auch gar nicht schuldig an der Geschichte — und j wie ich ihn wieder liebe — und die Tante weiß es auch, ' Mama," sprudelte Aennchen hervor. Frau Eulalie war aufgestanden- in ihren Zügen zeigte • sich ein Zug von Strenge, gepaart mit der größten Verwunderung. Aber nachdem sie ihr Kind angesehen, daS hilflos und reizend in seiner Unschuld zu Mama aufblickte, schwand die Strenge fast augenblicklich. Sie nahm Aennchen bei der Hand und drückte sie sanft neben sich auf einen Stuhl. „Nun aber spreche ruhig und vernünftig, Kindchen, wenn Du willst, daß ich Dir helfen soll." „Freilich sollst Du mir Helsen — bei Papa! Und Du thust es auch, nicht wahr, Mamachen? Du bist ja so lieb und gut," schmeichelte das Kätzchen. „Na, na," lachte die liebe gute Mama, „eigentlich sollte ich mit Dir strenge ins Gericht gehen. Was das für Streiche sind! Hinter unserem Rücken —" „Aber ich konnte Euch doch nicht dazu nach Waldheim holen," entschuldigte Aennchen. „Erzähle mir jetzt, aber ruhig." Das Kind that es gerne- durfte es doch von ihm sprechen. Erich studirte Medicin, hatte einige Wochen ebenfalls in Waldheim — auch bei einer Tante — verlebt, nachdem er kurz vorher den Doctor machte. Nun wollte sich Erich in der Residenz niederlaffen. Er war von gutem Hause, besaß weitgehende Verbindungen — es konnte also gar nichts fehlen. Nur eine Frau brauchte Erich. „Ein unverheiratheter Doctor ist nicht gerne gesehen," hatte er Aennchen geklagt. Und natürlich gab sie ihm Recht und antwortete: „Weßhalb suchen Sie sich denn keine Frau?" Er war solch netter Mensch, weßhalb sollte sie ihm nicht einen guten Rath geben? Sie schaute ihn bei ihren Worten ein bischen scharf an — und er hatte gleich etwas gemerkt. Aber noch getraute er sich nicht- sie war so lieblich — und so übermüthig lustig und er so entsetzlich schüchtern. Endlich mußte er aber doch anbeißen- das kluge Köpfche« Annas brachte ihn bald herum. Nachdem fand er ohne weitere Anleitung das rothe Lippenpaar. . . . Alles dies erzählte Aennchen der begierig lauschenden Mama. (Fortsetzung folgt.) Memoirenwerk umfasse 6f/s Baude. Der Fürst wünsche eine Veröffentlichung vor seinem Tode nicht. Herbesthal, 5. Januar. Die erste Post von London über Ostende von heute ist ausgeblteben infolge heftigen Sturmes auf See. Rom, ö. Januar. Seit heute früh herrscht hier bei großer Kälte starker Schneefall. Die telegraphische Verbindung mit den südlichen Provinzen des Festlandes und mit Sicilien ist unterbrochen. Rom, 5. Januar. Das Decret, wodurch der Belagerungszustand über Sicilien verhängt wird, ist etn- geleitet durch einen Bericht der Minister an den König, worin es heißt: Die Lage in Sicilien ist in der letzten Zeit infolge ter beklagenswerthen Nachlässigkeit der Behörden so ernst, daß gewöhnliche Maßregeln nicht genügen. Uwiffende, verblendete Volkshaufen, geführt von zu allen Verbrechen bereiten Individuen, trugen die Unordnung in mehrere Gegenden, begingen Plünderungen, Brandstiftungen, Morde und Raube reien. Gegen ein so außergewöhnliches Uebel, wie das nichtswürdige Vorgehen der Feinde des Vaterlandes, sind außergewöhnliche Mittel nöthig. Klar ist, daß ein Comite vorhanden ist, das unter Mißbrauch der constitutionellen Garantien offen in Palermo zusammengelreten ist. Rom, 5. Januar. Nach einer Meldung des „Corriere di Napoli" aus Palermo vom 4. dss. Mts. fand in Marineo, einer etwa 10,000 Einwohner zählenden Ortschaft der Provinz Palermo, ein Zusammenstoß zwischen den Truppen und Ruhestörern statt, die die Abschaffung des Octrois verlangten und einen Angriff auf die Bürgermeisterei machen wollten. Wie es heißt, sollen bei dem Zusammenstoß einige 30 Personen getödtet und einige 50 verwundet worden sein. Einzelheiten liegen nicht vor. Die „Ag. Stef." berichtet von nur 8 Getödteten und 12 Verwundeten. Nach dem offiziellen Bericht seien von den Soldaten, die erst nach langem Zögern Feuer gaben, zwölf leicht verwundet. Weitere Ruhestörungen werden aus Ober- und Unter-Ragusa, Monte- chiaro, Leonforte, Gibelltna, Salemi und Nero gemeldet. — Wie der „Folchetto" meldet, sind auch die übrigen Führer der Fasci in Palermo verhaftet worden. Neapel, 5. Januar. Wie der „Corriere die Napoli" aus Palermo vom 4. d. M. meldet, hat das Centralcomite der Fasci ein Manifest an die Arbeiter gerichtet, in dem ausgeführt wird, die gegenwärtige Bewegung sei eine schmerzliche und nothwendige Folge der gegenwärtigen Ordnung der Dinge. Indem es dieselbe unerbittlich verdammt, verlangt es eine Reihe von Zugeständnissen Seitens der Regierung, um die Humanitären Versprechungen der Bourgeoisie zu erproben. Das Manifest ersucht die Arbeiter, sich zu organi- siren, aber sich ruhig zu verhalten, da durch ein vereinzeltes Vorgehen dauernde Vortheile nicht zu erlangen seien. Zum Schluß besagt das Manifest: „Aus den Entschließungen der Regierung werden wir erfahren, welche Haltung wir einzunehmen haben." Infolge dieses Manifestes wurden der Deputirte Defelice-Giuffrido und drei andere Häupter der Fasci in Trapani, Messina und Girgenti verhaftet. Der Bund in Palermo wurde aufgelöst- bei der vorgenommenen Haussuchung wurden zahlreiche Papiere beschlagnahmt. Galatasimi (Prov. Trapani), 5. Januar. Einige Hundert Landleute und Kinder, aufgereizt durch Unruhestifter, überfielen die Verzehrungssteuer posten, indem sie riefen: „Nieder mit der Verzehrungssteuer! Wir wollen freien Markt!" Depeschen de« Bureau „Herold". Berlin, 5. Januar. Die deutsch-russischen Zoll- berathungen werden nach der Rückkehr der russischen Delegtrten unter günstigen Aussichten wieder ausgenommen werden. Wie verlautet, hatte die Petersburger Reise der russischen Unterhändler großen Erfolg. Jetzt sei auch das russische Finanzministerium der deutschen Nachtragsforderung nachgiebiger gesonnen. Diese Nachtragssorderungen bildeten neben der Frage der Vertragsdauer noch die einzigen Streitpunkte- in Betreff derselben sei jedoch eine Einigung zu erwarten. Deutscherseits halte man an einer Vertragsdauer bis 1904 fest. Im Reichstage wird der Handelsvertrag wahrscheinlich Ende Februar berathen werden. Berlin, 5. Januar. Der „Soctalift" meldet: Der Commandant der Berliner Schutzmannschaft ließ in voriger Woche das Polizeipräsidium und die Centralwache der Schutzmannschaft Nachts a la r mir en, um die Kellerräume des Gebäudes des Polizeipräsidiums zu untersuchen, weil er vermuthete, daß daselbst französische Höllenmaschinen versteckt seien. Der Polizeipräsident schritt ein und beantragte die Beurlaubung des Commandanten, sowie strenge Bewachung der bekannten Anarchisten. Fulda, 5. Januar. Der Bischof Joseph von Fulda wurde vom Schlage getroffen. In allen Kirchen der Diöcese werden Gebete für seine Wiederherstellung gehalten. Thora, 5. Januar. Die Kälte beträgt 22 Gr. C. Mehrere Todesfälle kamen durch Erfrieren vor. Ratibor, 5. Januar. Im hiesigen Kreise kamen durch Einschleppung 16 Erkrankungen an Pocken vor. Seitens der Sanitätsbehörden wurden weitgehendste Vorsichtsmaßregeln ergriffen. Hamburg, 5. Januar. Infolge des starken Eisganges sind zahlreiche schwere Schiffsunfälle vorgekommen. Wieu, 5. Januar. Wie aus Po la gemeldet wird, wüthet dort seit mehreren Tagen ein furchtbarer Sturm, der überall große Verheerungen anrichtct. Der Schiffsverkehr, auch der der großen Lloyddampser, mußte eingestellt werden. Eine aus mehreren Kanonenbooten bestehende Schiffsdivision, die am 2. Januar ausgelaufen war, ging in Fasana vor Anker, da sie sich nicht länger auf See halten konnte. Die vom Erzherzog Carl Stephan commandirte Fregatte „Radetzky" gerieth bei Valditore auf den Grund und konnie nur durch Heizung aller Keffel wieder hoch gebracht werden. Das Schiff hatte alle Ketten verloren und kehrte mit starken Beschädigungen in den Hafen zurück. Pilsen, 5. Januar. Der Beschluß des Gemeinderaths, alle hiesigen Straßen mit czechischen Tafeln zu versehen, erregt großes Aufsehen. Rom, 5. Januar. Die Verhängung des Belagerungszustandes über Sicilien hat auf der ganzen Insel große Gährung hervorgerufen. Die Blätter sprechen die Ansicht aus, daß die Regierung in Kurzem sämmtliche politischen Vereine, namentlich die Fasci, aufheben wird. Kairo, 5. Januar. Der Khedive wird am 4. Mai eine Reise durch Europa antreten. Er beabsichtigt, den Höfen von Petersburg, Wien, Berlin und London seinen Be- such abzustatten.______________________________________________ Cocoles tano ^provinzielles, Gießen, den 6. Januar 1893. ** Die seit Mitte der Woche eingetretene starke Kalte erinnert lebhaft an die Kälteperiode im verflossenen Jahr. \ Glücklich Derjenige, der eben ohne Nahrungssorgen sich im gut gewärmten Zimmer aufhalten kann. Leider ist aber unter den Minderbemittelten die Noth vielfach sehr groß, indem eö öfters an Arbeit und Verdienst fehlt. Da ist es denn eine heilige Pflicht der Bessersituirten, der darbenden und noth- leidenden Mitmenschen zu gedenken. Hilfsvereine bestehen je fast allenhalben, welche die milden Gaben planmäßig ver- theilen. Steuere Jeder nach Kräften bei, um die Noth der Armen in duffer bösen Jahreszeit zu lindern. Laut erheben wir den Ruf: Gedenket der frierenden und hungernden Menschen! ** In unserer gestrigen Notiz über die demnächstige Stiftungsfeier der Gießener Ruder-Gesellschaft ist aus Versehen die Zahl 27 anstatt 17 gesetzt worden, was wir hiermit berichtigen. ** Theater. Die gestrige zweite Aufführung des Brandon Thomas'schen Schwankes: „Charleys Tante" hatte denselben Erfolg wie die erste. Das ziemlich gut besetzte Haus zollte den Darstellern reichen Beifall. — Für morgen Sonntag steht das v. Wildenbruch'sche Schauspiel „Die Haubenlerche" auf dem Spielplan. Das hier schon mehrere Male aufgeführte Stück ist ein Zugstück ersten Ranges auf allen deutschen Bühnen und wird hoffentlich nicht verfehlen, den morgigen Abend zu einem recht zahlreich besuchten zu machen. ** Juristisches. Auf Anregung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz hat sich hier eine freie Vereinigung von Mitgliedern der hiesigenGerichte, Staats- und Rechtsanwaltschaft gebildet, welche durch Vorträge und Besprechungen der practisch wichtigsten Rechtsinstilute und Rechtsfragen, namentlich aus dem Gebiete des hessischen Particularrechts eine bessere Ausbildung unserer Gerichts Accessisten erstrebt. Die Leitung liegt in der Hand des Herrn Landgerichts - Präsidenten Freiherrn v. Ricou. Die Versammlungen finden alle vierzehn Tage im Plenar- Sitzungszimmer des Landgerichts statt. Den ersten Vortrag: über die Verjährung der persönlichen Klagen nach hessischem Rechte wird am Dienstag den 9. Januar Nachmittags 5 Uhr Herr Rechtsanwalt Justizrath Dr. Reatz halten. ** Ju der gestrigen Straskammerfitzung wurde F. W. von Heuchelheim wegen fünf begangener Diebstähle und zweier Schlüsseldiebstähle zu fünf Monaren Gefängniß ver- urtheilt, die Ehefrau eines hiesigen Arbeiters und ihre Consorten wegen Gefangenenbefreiung zu 14 Tagen, 1 und 2 Monaten Gefängniß. ** Eintragung in die Gebrauchsmuster-Rolle. Nr. 20211, Nietkopfreiniger, bestehend aus einem vierzacklgen, quadratischen Schieber, dessen Diagonalen die arbeitenden Kanten sind. Karl Stroh, Maschinist, Gießen. — 20. November 1893. ** Aus der BezirkS-Eifenbahurath-Sitzung Hannover v. 5.d. M° Der von den Mitgliedern für Gießen und Cassel gestellte Antrag auf Einstellung von Wagen für den Local- Verkehr in den Zügen 75 und 76 — unter Wegfall der ^Zuschlagsgebühr für Entfernungen unter 80 Kilometer fand nahezu einstimmige Annahme Seitens der Plenar-Versammlung. — Es dürfte möglich sein, daß die Staatsregierung, der Anregung Folge leistend, die Züge 73 und 74 — anstatt der Züge 75 und 76 — zu Corridor-Zügen einrichtet, unter Beibehaltung der 3. Klaffe, für welche Wagen in Arbeit sich befinden sollen. Auch liegt die Wahrscheinlichkeit vor, daß die Platzkarten wieder in Wegfall kommen. Unser Garten im Januar. Wiederum ist über unsere in Schlaf gesunkene Natur der bedächtige und doch so unaufhaltsame Flügelschlag eines Jahres dahingerauscht. Im grauen Nebel ist das alte Jahr entschwunden und aus dem grauen Nebeldunst unseres dahtnrollenden Erdenheims leuchten uns wieder die feierlichen kurzen Morgenstrahlen der Januartage auf, die uns in freundlichem Mahnen die zitternden Lichter an die Wand der Morgenstube schreiben: hier habt Ihr ein neues Jahr — benutzt es, Euch Zufriederheit und Verschönerung Eurer Erdentage zu schaffen! Und an wie vielen Fenstern solcher Winterstuben, ehe die sonntäglichen Kirchenglocken von ihren hohen Stühlen hallen, knieen jetzt Kinder, ihr Weihnachtspferdchen hinter sich, drücken den Sparnickel an die gefrorenen Scheiben, daß des deutschen Reichsadlers Schwingen und Wappenzierralhen köstlich im Eife flimmern! Sie machen sich dann mit dem warmen Finger ein Guckloch, und sehen mit einem kleinen Seufzer hinaus in den lieben stillen Garten! Die glücklichen Unglücklichen! „Glückliche Unglückliche? warum denn?" Nun, sie find glückl'ch in ihren Gedanken an die sommerlichen Freuden und das Glück, das sie da drüben im lieben, lieben Garten schon verlebten, und recht unglücklich, daß der grimme Winter ihnen jetzt das Glück geraubt, ihnen seine eisige Faust zum Guckloch hereinmacht. Aber wie viele andere Kinder kauern vor ihrer gefrorenen Scheibe: sie haben vielleicht auch einen Nickel abgedrückt und er ist das einzige, das sie beim Ausblick erfreut! Sie mögen noch so große Gucklöcher hauchen: es ist nichts dahinter, was ihre Seele mit freudiger Erinnerung erfüllt. Sie sehen mit stumpfer Gletch- gültiAkeit zu den grauen Wänden der Nachbarhäuser oder auf den halbverschnetten kahlen Platz, auf dem einige schiefe Wäschepfähle einem Haufen Bauschutt Gesellschaft leisten. So war es immer und so wirds bleiben. Ihnen ist die Erinnerung an das Glück des Tummelns im grünen, blühenden Garten unbekannt. Die Be- dauernswerthen! Sie starren auch als „Unglückliche" in den Winter hinaus, denn auch in ihrer Brust wohnt das Sehnen nach Frühlings- und Sommerzeit; aber nicht als glückliche durch die Erinnerung, sondern als trübselige. Wie, wenn das nun bei vielen anders würde, wenn die vielen häßlichen Oedplätze, die in Stadt und Land so manchen ganz hübschen Häusern ein unwohnliches, unordentliches Aussehen geben, immer mehr und mehr verschwänden, wenn jetzt beim Aussteigen des Sonnenbogens auch manch schöner praktische Gedanke auffliege und dann rührige Hände mit Hacke, Spaten und Karren hantirten, und die Stätten der langweiligen Oeke und freudloser Unordnung sauberen Hausgärten wichen, über die ein bald einziehender Frühling seinen ersten Blüthenschnee schüttete? Würde da mit der Freude um das Haus nicht auch ein Lichtstrahl von Freude ins fiauS mit einziehen?! „Ach papperlapapp! lassen Sie uns doch mit dem verhimmelnden Zeug zufrieden: einen Garten anlegen kostet Geld und Arbeit; bann bringt er nur Schererei und zu guter letzt werden uns die paar sauren Birnen doch gestohlen! die Jöhren können sich da unten auf dem Platz viel besser aushasten, Kuhblumen gibt's auch drauf, gratis, und der Happm Schutt liegt lange gut da!" Bravo! Herr Schlaudermann! Vor solch wackerer Ansicht ziH ich den Hut, denn sie ist so recht dazu geeignet, die schwarze Folie abzugeben, aus der der Demant echter Liebe zum Garten und Gartenbau doppelt hell erstrahlen muß. Ich versage mir, Herr Schlaudermann, schon um nicht ins „Verhimmeln" zu verfallen, auch jedes Wort der Widerlegung; will letztere vielmehr einem Dritten, Unparteiischen überlassen, indem ich zu stiller Januarbetrachtung goldes- werthe Worte eines ganz schlichten Gartenfreundes hier folgen lasse. Er hat sie, ganz aus sich und seiner kleinen Welt heraus, vor einigen Jahren an die retchaufblühende Lesergemeinde einer beliebten Gartenzeitschrist gerichtet. „Für alle Schätze der Welt," so sagt unser Glücklicher, „gebe ich nicht das kleine Fleckchen Erde her, wo ich selbst meine Blumen pflege, meine Obstbäumchen schneide, und das köstlichste Südfruchtspiel einer reichbesetzten Tafel wiegt nicht den Apfel auf, den ich vom selbst gezogenen Baum pflücke. Mein Garten unter meinem Fenster ist mir der Prunkraum meines Hauses, die Schatzkammer meiner Habe; er ist für mich die HauskapeUe, worin mir jede Blume zurust: „Es ist ein Gott!" Hierher flüchte ich mich in jenen Stunden, an denen unser Leben so reich ist, wo wir uns vergeblich fragen: womit haft Du sie verdient? Und, siehe da, Sorge und Kummer fliehen beim Anblick meiner Lieblinge! Hierhin bringt nicht bet Schwall bes Menschentreibens, hier gibt nichts Zeugniß von bem Kampf ums Dasein, von bem Hasse, der unter Menschen wohnt. Hier ist Friebe! Mein Garten bietet mir aber noch mehr: er ist der Tummelplatz meiner Kinder, das Himmelreich der herrlichen foigenlofen Jugendzeit. Hier liegt sein größter Segen. Meine Kleinen haben nicht nöthig, als aufgeputzte Püppchen die Straße zum Schauplatz einer ihnen aufgebrungenen Dressur zu wählen. Frei wie das muntere Reh können sie umherschweifen und spielen, nur geleitet von dem jedem Kinde innewohnenden Gefühl für die Schönheiten der sie umgebenden Natur. Hier zeige ich meinen Kindern den gütigen Schöpfer in bem, was er schuf; hier erkläre ich ihnen bie auf Jahrtausende gegründete Ordnung der Natur, die auf eine uns unbegreifliche Einsicht gegründeten Gesetze des Lebens. Hier erforsche ich mit ihnen, wie jedes Naturmesen für sich selbst lebt und für sein Leben kämpft. Hier erkläre ich ihnen, daß jedes Geschöpf einen Zweck im Haushalte der Natur erfüllt. Hier lernt das Kind gehen, sich bewegen, spielen, gehorchen, arbeiten, zum späteren Lebenskämpfe vorbereiten. e b t d e n Kindern den Garten wieder!" — Es ist aber nicht nur das Gemüth, welches im Garten Pflege findet, auch der Köiper bekommt seinen Antheil. Hinten, verdeckt von Holder und Syringe, liegt die nie versiegende Speisekammer meines Heims, der Obst- und Gemüsegarten. Hier wächst mir jahraus, jahrein, auf kleinem Fleck eine Fruchtfülle, wie sie mancher umfangreiche Garten nicht aufzuweisen hat. Woher das kommt? Weil ich Zeit und Land ausnutze, weil ich jedem Obstbaume, Strauch, jedem Kohlkovs das ihm zuträglichste Nahrungsquantum gebe, keinen unbenutzten Platz dulde, jede nichtsversprechende Pflanze entferne, alle Vegetationsfeinde vertilge, kurz, meine Feierstunden ganz meinen Pfleglingen widme. So laßt sich jedes Gärtchen nutzbar machen durch Gemüsebau, Obst, Blumen, 1 ober Samen, woran es dieser und jener Gegend mangelt. Dabei macht das bloße Wissen einer neuen Errungenschaft dem echten Natur- und Gartenfreunde Freude, und welcher Genuß ist es, hinterrn gemüthlichen Kaffeetische in der grünen Laube, vor sich die unter Blumen spielenden Kinder, aus einer Oartenjeitung über bie Gärten anberer, über neugezüchtete Blumen, Obst ober Gemüse zu lesen, bie eigenen Erfahrungen anberen Gartenfreunben mittheilen zu können! Garten, Wohnung unb Familie sinb bret unzertrennliche Dinge unb jeher gemüthreiche Mensch muß Genuß am Garten em- pfinben. Mögen meine Worte diesen Genuß anregen unb alle, bie sie lesen, mit mir eins sein, bie Liebe zu ber uns umgebenden Natur — der Garten ist ja weiter nichts, als eine in ihren Idealen sich uns darbietende Natur — überall zu wecken und zu erhalten; eins sein, das Schönste, was wir Menschen kennen, bas Glück in ber Familie zu erhöhen! Der stärkste Hebel dazu ist unser Garten!" — Zu biefen tiefgefühlten Worten Erläuterungen hinzuzufügen, hieße sie nur abschwächen; mögen sie in manchem unschlüssigen Ge- müthe bas erwecken, was ihm bisher abging unb soweit es nur immer möglich, den Worten freubige Geltung geben, baß Familie, Wohnung unb Garten drei unzertrennliche Dinge sein müssen. Am Thore des neuen Jahres werden so viele schöne Entschlüsse gefaßt, warum nicht auch der bestimmte Vorsatz, wo immer örtlich ausführbar, sich und den Seinen, vornehmlich seinen Kindern, einen lieben Garten zu schaffen, ober den vorhandenen bisher stiefmütterlich behandelten zu einem kleinen Frucht- unb Freudenquell umzu- geftalten? Jetzt tm Januar, wo draußen alle -anderen Arbeiten ruhen, ist die Zeit zu planen unb bem freudig Geplanten durch Abstecken unb Beginnen ber Erbarbeiten — sofern irgend schneefreier offener Boden — vorläufige Gestaltung zu geben. Die Schwierigkeit ist nicht zu groß: wer die Sache nicht selbst zu machen versteht, mag sich vom Gärtner einen Plan fertigen lassen. Aber auch biese Kosten können vermieden werden, wenn uns fertige Pläne aus einer guten Gartenzeltschrift zugänglich; wir können bann daran ganz nach unserem Bedürfniß und Geschmack abändern. Einfache, schöne und für verschiedene Anforderungen brauchbare Gartenpläne findet man z. B. in dem bewährten „Prakt. Rathgeber im Obst- unb Gartenbau". Dort ist in ben Nrn. 44—50 des Jahrganges 1887 sehr werthvolle Anleitung zur völligen Neuanlage eines Hausgartens gegeben. Hübsche kleinere Pläne bringen die Nrn. 6—9 d. Jahrgangs 1888; solche zu Vorgärtchen Nr. 17,1888. Größere Hausgartenpläne finden sich Nr. 47, 1890 und Nr. 6-8, 1893. Mit Abänderung mangelhaft angelegter alter Gärten, beschäftigen sich die Nrn. 11, 12, 14 unb 37 bes Jahrgangs 1887. Wenn der letzte Spatenstich enbllch vollendet, der Lenz mit Vogelsang, jungem Grün und den ersten lieblichen Frühlingskmdern eingezogen, wird sich der angehende Gartenfreund kaum noch der alten Wüste um sein Haus erinnern; es wird ihm sagen, baß bie bescheidenen Kosten ber Anlage sich für ihn und bie Seinen bald reichlich unb köstlich verzinsen werben. Heinrich Frhr. v. Schilling I-Hr ' ‘«Iah' ht"« -i°,I ' ,"'b «°>h: « @i6en 6eMen „ ■*, «»»?«■ i a In^tn. 9, der I .......tei; über hi» ;■'«* 1 Mte« $ial! 2 ■?an8e8a"f* J„71™ i« Mu. ftS* * ’ttie Btt.1 ' P ^Mcrtdjte ' Mtt, welch ber Practijd) mchtiqst» 1DLemI,j °us bimste 'chere Ausbildungen e,lun9 liegt in der W :to Flecherrn v. Ricou. ie* Tage im Pirnar- :Qtt Den ersten Domag: persönlichen Klagen >m Dienstag den ^mar ’alt ^stizrath Dr, Reatz 'Mrsihung wurde F. W. 'egangener Diebstäble und Monaeen Gesänguih ver- gen Arbeiters und ihre Ng zu 14 Tagen, 1 und JninMofle. Nr. 20211, i vierzachg-.n, quadratischen arbeitenden Kanten sind. . - 20. November 1893. Sitzung Hannover t>. 5. d.M. eßen und Cassel gestellte agen für ben Local- b 76 — unter SBeg> sür Entsernungcir :zu einstimmige Annahme - Ts dLchr möglich sein, egung Folge leistend, die : Züge 75 und 76 - zu Beibehaltung der 3, Klasse, efinden sollen. Auch liegt >je Platzkarten wieder in i Errungenschaft dem echim und welcher Gmutz 'st L >r grünen Laube, vor sich die 'einer Gorlenzeilluig übn die lumen, Obst oder Muse zu Gailensreunden mttheileu;u ilie und drei unjertrmnliche muß Muß °m Men em- Genuß anregen und alle, d lebe zu der uns umzetcndm )t§, a s eine in ihren Jdealo- !>u nschen kennen, d-s ^" S-M WM gtben, MB ü x, $)mac sein munen. Voriay, «, bern, einen imlid) W»'" »«“TÄÄ’ t)t- und Freuou^ ^^eilen ußen ^e ,en durch em ireuvig „sr-icr r-Mn «gyjrt» nen dann oa ^on( und sSltzr kW *’*’"**„«-> ,h° «rbr o. SchiM heinri-h^' Bo« hesfifchen vthorde» werde« steckbrieflich verfolgt: Handarbeiter Johann Becker aus Worms von der StaarS- cmwaltschaft in Mainz wegen Diebstahls- Dienstknecht Borst aus Klein - Reinderfeld bei Würzburg, zuletzt in Langen, 3om AmtSanwalt II in Darmstadt wegen Unterschlagung,- 107. Regimentes ist seit vergangenen Montag verschwunden. Da der Vermißte sich in Uniform befand, scheint seine Flucht ausgeschlossen zu sein- eS dürfte sich vielmehr um einen Unglücksfall handeln. Die bisher angestellten Nachforschungen haben kein Resultat ergeben. Eigarrenmacher Hermann Bröckel aus Ohlau vom Amts» anwalt in Darmstadt wegen Unterschlagung; Gärtner Marti« Fritsch von Erfurt vom Amtsgericht Alsfeld wegen Bettelns; Kolporteur Friedrich Karl H e h b a l d aus Bachstadt in Sachsen vom Amtsanwalt I in Darmstadt wegen Unterschlagung- Bergmann Joh. Jakob Schlemmer aus Bayern und Dienfiknecht Mathias Spörle aus Hirschfeld vom Amtsanwalt in Fürth wegen Diebstahls- Dienstmagd Elisabeth Thoma aus Lorsch vom Amtsanwalt I in Darmstadt wegen Betrugs und Unterschlagung- Metzgerlehrling Emil Ze iß aus Haundorf in Bayern, zuletzt in Kastel, von der Staats- c> »walt'chast in Mainz wegen schweren Diebstahls und Unterschlagung. Letzterer dürfte unter dem Namen des Peter Dein et von St. Goarshausen, dessen Papiere er entwendet har, reisen. _____ Mainz. 6. Januar. (Privatdepesche.) Das Casino zum Gutenberg wurde heute Morgen durch Brand zerstört. Worms, 4. Januar. Die hiesige Schiffbrücke konnte gestern wegen der gewaltigen Eismassen, die besonders in der Nähe des linken Rhetnufers treiben, nicht vollständig abgefahren werden. Drei Joche stehen noch, die ersten vom linken Ufer aus. Dieselben sind dicht von Eis umgeben, den« der Rhein ist bereits eine ziemliche Strecke längs der Ufer zugefroren. Der Wagen - Traject vermittelst einer „Nähe" konnte überhaupt nicht ausgenommen werden, »uch die Personen Ueberfahrt durch den Dampfer der hessischen Ludwigsbahn war heute ein beschränkter und ist seit 4 Uhr Nachmittags vollständig eingestellt. Der Personen- und Güterverkehr nach Darmstadt rc. geht über Mainz. Der Wasserstand beträgt heute 35 Zentimeter. Die Kälte stieg heute früh auf 14° R. Voraussichtlich wird sich das Eis Bald stellen. vermischtes. * Koblenz, 5. Januar. Das Rheineis hat sich im Rheinarm bei Vallendar gestellt. * Leipzig, 5. Januar. Der Zahlmeister Hendrich des verkehr, £anO» und volkswirthschaft» «Kietzen, 6. Januar. Marktbericht. Aus dem heungev Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—, — Hühnereier ’ per Stück 7-8H, 2 Stück — H, ftfife pr. St. 5-8 H, Käsematte j pr. St. 3 H, Erbsen vr- Liter 18 A, ?mfen pr. Liter 30 H, Tauben } pr Paar X 0,60— 0,70, Hühner pr. Stück X 1,00—1,10, Hahnen ■ pr. St X 0,70—1,00, Enten pr. St. X 1.60 bis 2.00, Ochsenfletich 5 pr. Pfd 62—68 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 H, Schweine, , falsch pr. Pfd. 60—70 H, Kalbfleisch pr. Pfd 50—56 4, Hammel : fleisch pr. Pfd. 40-60 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-6,00 X, : Weißkvau! or Stück 4 -10 2,. Zwiebel pr. Eentner 7,00— 8,00 X, l Milch pr. Liter 16 20 A, Gänse pr. Pfd. 50-60 H. i «UOMg aus den der Stadt Giessen. Aufgebote. Januar: 2. Peter Sztuckt, Knecht zu Skakawa Gut, mit Stanislawe Kowalinska zu Dobrydziat Gut. 3. Joseph PöUenhofer, Schlosser dahier, mit Maria Bender, Näherin zu Grüntngen. 4. Johannes Karl Schäfer, Taglöhner dahier, mit Elise Kern, geb. Kre'cker, Wsttwe von Tag'öhner Peter Kern dahier. 4. Ludwig Knoop, Tagner zu Beauregard, mit Anna Gertraud Jacob zu Beauregard. ! Eheschliessungen. December: 30. Emil Ludwig August Wilhelm Möhl, Kaufmann i dahier, mit Katharine Auguste Btchmann, geb. Finger, Willwe des l Kaufmanns Heinrich August Btchmann zu Frankenberg in Hessen. Geborene. December: 27. Dem Rangirer Adam Zinn ein Sohn. 28. Dem - Bahnarbeiter Jacob Muller zu Schiffenberg, Bahnwärterhaus Nr. 3, ( ein Sohn, Wilhelm Heinrich. Januar: 2. Dem Fabrikarbeiter ! Philipp Peter eine Tochter. 3. Dem Hilfsbremser bei den Ober- hesftschen Eisenbahnen Georg Schäfer ein Sohn. 4. Dem Scbutz- ’ mann Johannes Schmidt ein Sohn. 4. Dem Bahnwärter Karl t Fach eine Tochter, Maria Minna Elisabeth. Gestorbene. December: 30. Georg Kreiling, 40 Jahre alt, Eisendreher : dahier. 30. Marie Anbei, geb. Schlapp, 52 Jahre alt, Wiitwe von ; Lehrer Philipp Aubel dahier. 30. Johanna Marie Henriette Phöbus, ? geb. Bergner, 74 Jahre alt, Wittwe von Geheimeralh Professor ; Dr. Philipp Phöbus dahier. 31. Peter Walbot, Fabrikarbeiter, \ 25 Jahre alt, von Garbenteich. 31. Otto Lindenstrutb, 3'/, Jahre alt, Sobn von Schäfer Heinrich Lindenftruth I. zu Wieseck. 31. Helene r Müller, 39 Jabre alt, von Bellingev, Amt Marienberg. Januar: 1. , Georg Bald, 72 Jahre alt, von Hof Olpe. 2. Karl Lautz, 18'/, Jahre , alt, Metzger von Wißmar. 3. Marie Damm, 4 Monate alt, Tochter I von Hüttenarbeiter Heinrich Damm dahier. 3. Konrad Lang, 56% Jahre alt, Holzbändler und Müller von Eichmühle bei Romrod. 5. Franz Ludwig Melchior, 3 Jabre alt, Sohn von Hauptstrueramts Aisistent Ludwig Melchior dahier. 5. Eltsabethe Knöß, 25 Jahre all, von Weickartshain. Auszug aus den Airchenbüchern -er Stavt Giessen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 30. December Emil Ludwig August Wilhelm Möhl, Kaufmann in Gi ßen, ein Wittwer, und Katharine Auguste Bichmann, geb. Finger, Wittwe des verstorbenen Kaufmanns Heinrich August Bichmann in Frankenberg. •eiatifU» Matthäusgemeinde. Den 31. December. Dem Schneider Reinhard Greb ein Sohn, Heinrich, geboren den 31. October. MarkuSgemeinde. Den 31. December. Dem Spengler Anton Bellnhöfer ein Sohn, Karl Georg, geboren den 29. Juli. Denselben. Dem Rangtt meister Karl Grün eine Tochter, Elisabeth Margarethe, geboren den 13. December. Denselben. Dem Ausläufer Wilhelm Fink ein Sohn, Karl Heinrich, geboren den 7. December. Denselben. Dem Schuhmachermeister Ludwig Kratz ein Sohn, Georg, geboren zu Baltimore den 16. December 1892. Denselben. Dem Lademeister Heinrich Christ eine Tochter, Anna Sophie, geboren den 10. September. Denselben. Dem Schrifisetzer Ernst Höpfner eine Tochter, Dorothea Margaretha, geboren den 9. October. Lukasgemeinde. Den 31. December. Dem Top zier Wilhelm Böhling eine Tochter, Mathilde, geboren den 10. D.cember. Denselben. Dem Schreiner Karl Klffmüller eine Tochter, Wilhelmine Maria, geboren den 17. November. Den 1. Januar. Dem Glasermeister Heinrich Arnold eine Tochter, Minna Amalie, geboren den 10. November. Beerdigte. Mattbäusgemeinde. Den 31 December. Philipp Aubel, L^brer an der höheren Töchterschule, alt 57 Jahre, gestorben den 28. December, und dessen Ehefrau, Marie, geb. Schlapp, alt 52 Jahre, gestorben den 30. December. Markusgemeinde. Den 1. Januar. Georg Kreiling, Eisendreher, alt 40 Jahre, starb den 30. December. Johannesgemeinde. Den 2. Januar. Henriette Phöbus, geb. Bergner, Wsttwe des Geheimenrath Professor Dr. Philipp Phöbus, alt 74 Jahre, starb den 30. December 1893. Auswärtige aus den Kliniken. Den 4. Januar. Georg Bald, Taglöhner aus Aue in Westfalen, alt 71 Jahre, starb den 1. Januar. Bekarmtwachung. Die Forst- und Feldstrafen der 5. Periode 1893 sind im Saufe | dieses Monats hierher zu entrichten. Gießen 4. Januar 1894. Großherzogliche Districtseinnehmerei I. Platz. Dienstag den 9. Januar, Nachmittags 2^ Ufyr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Philipp Eduard Sack in Gießen gehörigen Grundstücke: Alur 17 Nr. 50 — 431 qm Acker am Hamm, , Flur 36 Nr. 248 — 1669 qm Wiese am Gänseacker, ^lur 39 Nr. 90 u. — 2819 qm i Acker rechts des Wie- 91,5 — 1538 qm 1 secker Wegs, 1702 qm Wiese daselbst, Flnr 42 Nr. 160 — 1619 qm Wiese an der Steinkaute aus den Weg und die Lahn, Flur 42 Nr. 161 — 1619 qm Wiese daselbst öffentlich freiwillig versteigert werden. Gießen, 5. Jannar 1894. Großherzoglrches Ortsgericht Gießen. ____________________I. A.: Bogt.__________________193 Holzverkauf in der Königlichen Oberförstern Krofdorf. I. Dienstag den 9. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, im Kahlert- scheu Gasthaus zu Krofdorf aus dem Schutzbezirk „Waldhaus": Distr. 55b (Lindenschied), Eichen: 25 rm meist unbrüchiges Brennscheit, 10 rm Stockholz, 4 rm Reiser. Buchen: 59 rm Nutzholz, 1—2,5 m lang, 673 rm Scheit, 93 rm Knüppel, 131 rm Stockholz, 792 rm Reiser. II. Dienstag den 16. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, ebendaselbst aus dem Schutzbezirk „Krofdorf": Distr. 9a (Kahleberg), Eichen: 2 rm Knüppel, 104 rm Reiser. Distr. 10a (Diebskaul), Eichen: 3 rm Reiser, Buchen: 534 rm Scheit, 74 rm Knüppel, 204 rm Stockholz, 73O rm Reiser. In den Monaten Januar und Februar d. Js. wird voraussichtlich Wb an jedem Dienstag ein Brennholzverkauf für das hiesige Revier abgehalten werden. Die in den obengenannten Schutzbezirken zum Einschläge gelangenden Eichen- und Buchen-Stämme, größere Mengen Eichen-Küfer- und Glaserholz und Eichen- und Kieseru-Grubenholz werden gelegent- lich eines im Monat März d. I. in Gießen ftattfindenden größeren Nutzholzverkaufstermins zum Ausgebot kommen. Krofdorf, den 4. Januar 1894. 238 Der Oberförster: Frhr. Spiegel. Gothaer Lebensverficherungsbank. Der unterzeichnete Vertreter dieser ältesten und größten deutschen Lebensversichcrungsanstalt empstehlt stch zur Vermittelung von Versicherungen und erbietet sich zu jeder Aewünschten Auskunft. [239 Heinrich Hochreuther, Löberftraße 2 II, Obttförsterei Strupbach. Montag den 29. Januar c., von Vormittags 10 Uhr ab, werden in der Dörr'schen Wirthschaft zu Erda aus dem District Thalberg versteigert: ' [231 Eichen: 85 meist schwere Stämme mit 112 fm, 8 rm Klafternutzholz, 166 rm Scheit u. Knüppel, 153 rm Reiser, 26 rm Stockholz. Buchen: 52 rm Scheit u. Knüppel, 102 rm Reiser. Ferner kommen aus dem Distr. Rothebergswand — Schutzbez. Königsberg — 85 Eichen-Stämme mit 51 fm und 5 rm Klafternutzholz zum Ausgebot. — Kaufliebhaber wollen die Stämme vor dem Termin besichtigen. FH. Strupbach, 4. Januar 1894. Der Forstmeister: B a u m a n n. Montag den 8. Januar von 10 Uhr Vormittags ab lasse ich in der Wohnung des verstorbenen Gerichts - Secretärs Friedemann zu Rodheim a. d. B. dessen Nachlaß, bestehend in: Möbeln, Betten, Weißzeug, Por, zellan, Haus- und Küchengeräthen, einer großen Parthie Herrenkleidern, Jagdgeräthschasten, guten Jagdflinten, einer antiken Uhr, sowie einer homöopathischen Apotheke, einigen guten Oelgemälden. sowie Büchern verschiedenen Inhalts, einem guten Jagdhund (Dächsel), ungefähr 10 Maltern Kartoffeln, einer großen Parthie Brennholz, Steinkohlen und sonst Verschiedenem versteigern. H. C. Werner CommisfionLr. Derselbe ertheilt auch Auskunft und übernimmt Aufträge. [246 Icilgeöotenes. MWc c fferiren in großer Auswahl [196 Aug. Montunus jliidif. Inh.: R. & M. Jmheuser Markt 10. Gießen Markt 10. Schlittschuhe in großer Auswahl, 80 H das Paar. Julius Strauß, Bazar, 252] Seltersweg 63. Kreppei täglich frisch bei [232 Hosbäcker Fr. Noll Mäusburg 12. Vermiet (jungen. 242] Logis, neu herger., gl. beziehbar, zu vermiethen in Neuen Bäue 20. 241] Ein Logis, 2. Stock, 4—5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, zu per» miethen.___________Löberstraße Nr. 11. _ 234] Ein Logis, 4—5 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. _______W. Müller, Steinstraße 48. 235] LudWigSftratze L7r 1. Stocks 6 bezw 7 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, 1. April zu vermiethen. Näheres im 2. Stock_______________ 233] Orabenstratze 9 ist der mittlere Stock, 4 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen._________________ 229] Bahnhofstr. 51: Bel-Etage, Wohnung v. 3 ob- 4 Z, sow. 1 ev 2 Z an eine einz Pers, pr. 15. April od. 1. Mai. 230] Parterre • Wohnung meines Hauses mit allem Zubehör per 1. April zu vermiethen. M. Rosenthal, Liebigllratze 13. 199] Weserstratze 7r Wohnung von 4 eoent. 6 Zimmern mit Zubehör und Wasserleitung auf 1. April zu vermiethen. E. H. Müller, Schillerstraße 26. mit Wohnung. [240 Lindenplatz 5, 11. Vermischte Anzeigen. Das Austhaueu von Wasser- und Gasleitungen, sowie Brunnen und ClosetS wird prompt und billigst besorgt. Aufträge werden Neuenweg Nr. 4 im 3. Stock angenommen^____________________[244 Pferde zum Schlachte« werden stets angekauft. [23 Keßler, Roßschlächter^ ~226] Ein ’fleißiges Bürschchen für ein Flaschenbiergesckäft gesucht. Von wem? sagt die Exped d- Bl. Tüchtige Knechte = Stallschweizer, Kleinknechte, Dienst- junge« rc. (brauchbare deutschredende Leute vom Lande) vermittelt'in Jahreslohn überallhin schnell und billiger als andere Agenten Riebenstahl, Ver- miethungscomptoir, Berlin, Gr- Hamburgerstr. 16. Näheres auf gefl. Anfrage. Zwei Küfergesellen gesucht von Küfermeister Kreiling, Heuchelheim.___________________[^6 183] Zuverlässiger Pferdeknecht a f sofort gesucht. Johannes Kreiling IX. Wittwe, Wiese»___________________ Tüchtige Schuhmacher VG auf Werkstatt sofort gesucht- 188_________________Earl Berg. 205] Ein fleißiges Mädchen vom Lande gesucht- Senner, Bergstraße 7. Gesucht 146 für sofort ein braves, tüchtiges, erstes Mädchen aus guter Fam- für Haushalt. u. Geschäft. Gefl- Off- bef. d. Exp. d. Bl. 247] Ein junges HauSbürschchen sofort gesucht^___________Seltersweg 35. 217] Ein junges gewandtes Bürsch» chen, welchem neben hohem Lohn Ge- j legenheit geboten ist, ein einträgliches Handwerk zu erlernen, sofort gesucht- Wo? sagt die Exped. d- Bl-__________ fioenrht